Loka

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Loka (Sanskrit: लोक loka m.) freier Platz, das Freie; Raum, Platz, Stelle, freies Gebiet, freie Bewegung; Strecke, Gebiet, Land; Welt, jede imaginäre Welt, Ebene, der große Raum, Weltraum; die Erde; Leute, Menschen, Volk; (Pl.) die Männer (im Gegensatz zu den Frauen); Gemeinschaft, Gesellschaft; das gewöhnliche Leben, Alltagsleben, Allerweltsleben (oft im Gegensatz zur Wissenschatt, insbesondere der heiligen Wissenschaft, dem Veda); weltliche Angelegenheiten; Sehkraft; Bezeichnung der Zahl sieben (Sapta).

Loka ist ein wichtiges Sanskrit Wort, das in vielen gesungenen Mantras und auch in der indischen Philosophie wie Vedanta und Tantra eine wichtige Rolle spielt.

Personifikation der Erde mit einer Andeutung der verschiedenen Ebenen, Josephine Wall: "Sadness of Gaia" (Quelle: www.josephinewall.co.uk)

Sukadev über Loka

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Loka

„Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“, so heißt es in manchen Gebeten, so singen wir manchmal am Ende einer Yogastunde. „Lokah Samastah Sukhino Bhavantu.“ Loka – die Welt, Samastah – die ganze Welt, Sukhino – möge sie Glück, Bhavantu – erfahren. "Lokah Samastah Sukhino Bhavantu." Möge die ganze Welt Glück erfahren. Mögen alle Wesen in dieser Welt Glück erfahren. Mögen alle Welten Glück erfahren, alle Wesen in allen Welten Glück erfahren.

Loka ist zum einen die Welt an sich. Lokas sind aber auch die Ebenen, und es gibt verschiedene Lokas, es gibt verschiedene Ebenen. Man kann die Welt einteilen in drei Ebenen: Bhurloka, Bhuvarloka, Svarloka, in drei Ebenen. Dann gibt es auch die sieben Ebenen, ich will sie gerade aufzählen, indem ich hier das Buch von Martin Mittwede, „Spirituelles Wörterbuch“, zu Hilfe nehme, was ich manchmal auch nutze, um Sanskrit-Ausdrücke genauer zu erklären. Dort gibt es also hier sieben Lokas. Bhurloka – Erdebene. Bhuvarloka, Svarloka, Maharloka, Janaloka, [Tapoloka] und Satyaloka, auch Brahmaloka genannt. Das sind dann die sieben Welten.

Des Weiteren gibt es die Einteilung in vierzehn Welten, dann gibt es sieben höhere Welten und sieben niedrigere Welten. Die sieben höheren Welten sind dann die sieben Ebenen, die ich eben genannt habe, dann gibt es sieben niedere Welten. Da gibt es Brahmaloka, Pitaloka, Somaloka, Indraloka, Gandharvaloka, Rakshasaloka, Yakshaloka. Jetzt gibt es sogar noch eine achte, Pishacaloka. Das waren jetzt nicht die niederen Ebenen, sondern das ist eine andere Einteilung von acht Ebenen. Eigentlich sind das jetzt acht Ebenen der Welt.

Interessant ist dort Brahmaloka, die Welt von Brahman. Da geht es von oben los. Pitaloka sind die Ahnen, insbesondere die Rishis und die Prajapatis. Somaloka ist das Reich des Mondes und der Planeten, also der Urenergien, der Archetypen. Indraloka, das Reich der Devas, der Engelswesen, der Lichtwesen. Gandharvaloka, das ist dann die Ebene der himmlischen Musikanten, das heißt also, die niederen Lichtebenen, das, was man oft eben mit den Feen und den Elfen und den Undinen, den Salamandern usw. dort gleichsetzt.

Dann gibt es Rakshasaloka, das Reich der Rakshasas. Rakshasas sind jetzt Feinstoffwesen, die es jetzt nicht so lichtvoll meinen wie die anderen. Aber sie sind nicht böse, sie können aber auch mal ihren Schabernack treiben. Dann gibt es Yakshaloka, die Ebene der Gespenster, der Geister. Das heißt, das ist insbesondere die Ebene der erdgebundenen Geister, die es nicht geschafft haben, auf eine höhere Ebene aufzusteigen, die es irgendwann auch schaffen und sich dann wieder inkarnieren. Dann gibt es noch Pishacaloka, Reich der Teufel und der Unholde, das sind also letztlich die Höllenebenen. Jemand, der viel Schlechtes getan hat, kommt nach dem Tod dorthin eine Weile.

Irgendwann inkarniert er sich wieder als Mensch, hat die Möglichkeit, sich zu bessern. Du siehst, es gibt verschiedene Einteilungen. Es gibt die drei Lokas: Bhurloka, Bhuvarloka, Svarloka. Es gibt die sieben Einteilungen: Bhurloka, Bhuvarloka, Svarloka, Maharloka, Janaloka, Tapoloka, Satyaloka oder auch Brahmaloka. Es gibt die Einteilung in acht, die in der Sankhya und Vedanta Philosophie beschrieben wird, nämlich: Brahmaloka, Pitaloka, Somaloka, Indraloka, Gandharvaloka, Rakshasaloka, Yakshaloka und Pishacaloka. Und dann gibt es eben noch die Einteilung in vierzehn: sieben höhere Welten, sieben niedrigere Welten.

Warum gibt es diese verschiedenen Einteilungen? Letztlich, damit du sie nicht zu ernst nimmst, denn letztlich gilt es, die ganze Welt mit allen Lokas, ist letztlich Maya. Die ganze Welt mit all ihren Lokas ist Mithya, nur scheinbar echt. Letztlich gibt es nur Brahman. Und dann kannst du diese Welt in verschiedene Ebenen einteilen und das hilft wiederum, dass du sehen kannst, die Existenz gibt es auf verschiedenen Ebenen. Und dann versuchst du auf allen Ebenen, dich geschickt zu verhalten, ohne dass zu ernst zu nehmen, denn letztlich, Brahma Satyam, nur Brahman allein ist wirklich.

Soweit zu Loka, eventuell bist du jetzt reichlich verwirrt von all den Sanskrit-Ausdrücken. Die gute Nachricht ist, gehe einfach auf unsere Internetseite, www.yoga-vidya.de und gib ein, „Loka“. Und dann findest du alle Lokas, du findest die Bedeutung von Loka, du findest die Einteilung in drei Lokas, in acht Lokas und vierzehn Lokas, und du findest auch die Erklärung dieser Namen. Oder du gehst einfach in die Meditation, vergisst alle Lokas und erfährst Brahman.

Lokah Samastah Sukhino Bhavantu. Mögen alle Wesen aller Welten Glück und Harmonie erfahren.


Die sieben Welten loka im Hinduismus



Die sieben Lokas

Die Lokas sind in der Hindu-Mythologie die sieben Sphären über der Erde. Die Puranas beschreiben, dass es sieben Lokas oder Königreiche gibt. Die Lokas sind die sieben Sphären über der Erde.

Hier die Auflistung der sieben Lokas:

In der Brahma Vaivarta Purana wird eine weitere Welt genannt, der Aufenthaltsort von Krishna. Diese Loka liegt weit über den drei Welten und hat fünfhundert Millionen Yojanas unter sich die getrennten Welten von Vishnu und Shiva, Vaikunta und Kailas. Dieser Bereich ist unvergänglich während alles andere der Vernichtung unterworfen ist und in seinem Zentrum verweilt Krishna. In der Farbe einer dunklen Wolke, in der Blüte der Jugend, gekleidet mit einem gelben Gewand, prächtig geschmückt mit himmlischen Edelsteinen, hält er eine Flöte. Er ist befreit von Maya und allen Eigenschaften, ewig, allein, das Paramatma oder die höchste Seele der Welt.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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