Punyahavachana

Aus Yogawiki

Punyahavachana , Sanskrit पुण्याहवाचन puṇyāhavācana, das Wünschen eines Glückstages. Punyahavachana ist ein sächliches Sanskrit Substantiv und kann ins Deutsche übersetzt werden mit das Wünschen eines Glückstages.

Hanuman hat in seinem Herzen Rama und Sita

Punyahavachana gemäß Apastamba – Wassersegen für einen Neubeginn nach der Trauerzeit

Punyahavachana nach Apastamba gibt dem Ende einer familiären Trauerfrist einen gemeinsamen rituellen Abschluss: Die Ritualleitung bittet um einen heiligen Tag, Wohlergehen und neues Gedeihen, und die Mitwirkenden bekräftigen diese Bitten in vier kurzen Antwortpaaren. Anschließend werden die Angehörigen und das Haus mit dem durch vedische Wasserverse gesegneten Wasser besprengt. Der Segen begleitet die Familie bei der Rückkehr in ihre gewöhnliche religiöse Hauspraxis, ohne die Erinnerung an den verstorbenen Menschen aufzugeben.

Die Anleitung folgt der vollständigen Apastamba-Fassung des Punyaha Vachana Sangraha. Ihre knappen vier Zustimmungsrufe und die anschließende Wasserliturgie unterscheiden sie von der ausführlicheren Baudhayana-Feier mit Gastgaben und drei hymnisch eingeleiteten Segensrunden.

Vorbereitung

Diese Fassung führt ein mit der betreffenden Yajurveda-Überlieferung vertrauter Purohita mit der Familie und mitrezitierenden Ritviks aus. Die Einleitung des Handbuchs nennt vier eingeladene Brahmanen als üblichen Rahmen. Die Feier findet im Haus oder an einem vorbereiteten Ritualplatz nach Ende der jeweiligen familiären Trauerfrist statt; deren Länge bestimmt die gelebte Familientradition. Eine feste Uhrzeit nennt die Vorlage nicht. Für diesen Trauerabschluss wird die im Handbuch vorgesehene selbstständige Form ohne vorangehende Ganesha-Puja gewählt.

Bereite ein sauberes, mit Trinkwasser gefülltes Wassergefäß, Reis als Unterlage, Kushagras, Blätter und Blüten, Akshata, Sandelpaste, kleine Wasser- und Auffangschalen, Löffel, einen Sitz und ein Tuch für das Gefäß, Schnur, Räucherwerk, eine Lampe mit Öl, eine kleine vegetarische Speisegabe, Früchte, Tambula und Dakshina vor. Ein sicher befestigtes Kampferlicht wird für den Lichtkreis verwendet; eine Öllampe ist eine heutige praktische Alternative. Du benötigst kein Opferfeuer. Halte das Trinkwasser getrennt von Duftmitteln und bereits gebrauchten Gaben.

Der persönliche Sankalpa mit Ort, Datum, Familiennamen und Anlass wird hier in deutscher Sprache gesprochen. Diese praktische Anpassung ersetzt ausschließlich die veränderlichen Orts- und Kalenderangaben. Die Rezitationen und die Antworten der Mitwirkenden bleiben vollständig ausgeschrieben.

Durchführung

1. Sich sammeln und Wasser nehmen
Setze dich nach dem Waschen in sauberer Kleidung mit dem Gesicht nach Osten. Nimm beim Achamana mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand. Wasche anschließend die Hand. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht trinken kann, berührt die Lippen mit sauberem Wasser; dies ist eine praktische Anpassung.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

2. Lehrer und göttlichen Beistand ehren
Der leitende Purohita grüßt die Lehrerlinie. Die Familie und die mitrezitierenden Ritviks sitzen beim vorbereiteten Wasserkumbha.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||

Übersetzung: Der Guru ist Brahma, ist Vishnu, ist der göttliche Maheshvara; der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem verehrten Lehrer gilt meine Verneigung.

bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣibhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||

Übersetzung: Ihr Götter, mögen wir mit den Ohren Gutes hören und mit den Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit festen Gliedern und Körpern euch preisend, mögen wir die uns von den Göttern bestimmte Lebenszeit durchleben.

svasti na indro vṛddhaśravāḥ svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ svasti no bṛhaspatir dadhātu ||

Übersetzung: Indra von großem Ruhm schenke uns Wohlergehen; Pushan, der alles kennt, schenke uns Wohlergehen; Tarkshya mit unversehrtem Rad schenke uns Wohlergehen; Brihaspati schenke uns Wohlergehen.

ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||

Übersetzung: Mögen wir gedeihen, indem wir uns mit Gaben und Verneigung nahen. Der Gott Mitra sei uns freundliche Stütze. Anuradha mit der Gabe stärkend, mögen wir hundert Herbste mit unseren tapferen Nachkommen leben.

3. Zustimmung der Versammlung
Der Purohita bittet die versammelten Mitwirkenden um Unterstützung. Die Hände werden zum Anjali zusammengelegt.

namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||

Übersetzung: Verneigung vor der Versammlung und ihrem Herrn, vor den vorangehenden Freunden und ihrem sehenden Geleit; Verneigung vor Himmel und Erde.

saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||

Übersetzung: Beschütze meine weit ausgebreitete Versammlung. Stärke die Fähigkeiten derer, die ihr angehören und in ihr sitzen. Mögen sie ihre ganze Lebenszeit erfüllen.

4. Den Abschluss der Trauerzeit aussprechen
Nenne Ort, Datum und Familie. Formuliere den Vorsatz: „Wir begehen diesen Wassersegen nach der Trauerzeit. Mögen unser Haus, unsere Gemeinschaft und unsere inneren Kräfte wieder offen für das Leben werden.“ Der folgende überlieferte allgemeine Vorsatz gilt der Reinigung von Mensch, Haus und Ritualgerät; er bewertet weder Verstorbene noch Trauernde als minderwertig.

hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
adya mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyartham ātmaśuddhyarthaṃ śarīraśuddhyarthaṃ gṛhaśuddhyarthaṃ sarvopakaraṇaśuddhyarthaṃ śuddhipuṇyāhavācanaṃ kariṣye ||

Übersetzung: Hari, Om, das ist die Wirklichkeit. Govinda, Govinda, Govinda. Heute vollziehe ich zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn, zur Reinigung meines Selbst, des Körpers, des Hauses und aller Geräte den reinigenden Ausruf des heiligen Tages.

5. Varuna im Wassergefäß willkommen heißen
Stelle den mit sauberem Wasser gefüllten Kumbha auf Reis, schmücke ihn mit Blättern und Blüten. Berühre das Gefäß mit einem Bündel Kushagras. Die folgende Avahana lädt Varuna als göttlichen Hüter des Wassers ein.

imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ā cake |
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ ||

Übersetzung: Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig; hilfesuchend wende ich mich an dich. Verehrend nahe ich dir mit heiligem Wort; dies erbittet der Opfernde mit seinen Gaben. Sei uns hier zugewandt ohne Zorn, du weithin Gepriesener; nimm uns unsere Lebenszeit nicht.

asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||

Übersetzung: In diesem Gefäß vergegenwärtige ich Varuna und lade ihn ein.

Bringe die folgenden Gastgaben nacheinander dar. Für Sitz, Kleidung und Schnur sind wenige Reiskörner als Stellvertretung geeignet. Wasser jeweils mit einem Löffel in eine Schale am Gefäß geben; Duft und Blüten an seinen Fuß legen. Das Bad besteht hier im Darbringen von Wasser, nicht im Ausgießen des Kumbha.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe einen Sitz dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Ehrenwasser dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe ein Bad dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Reiskörner anstelle eines Gewandes dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe die heilige Schnur dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Duft dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe eine Blüte dar.

Ehre Varuna mit neun Namen. Lege zu jedem Namen eine Blüte oder einige Blütenblätter nieder.

oṃ varuṇāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung Varuna.

oṃ pracetase namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Weisen.

oṃ surūpiṇe namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Schöngeformten.

oṃ apāṃ pataye namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Herrn der Wasser.

oṃ makaravāhanāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem auf dem Makara Reitenden.

oṃ jalādhipataye namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Herrscher über das Wasser.

oṃ pāśahastāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem, der die Schlinge in der Hand hält.

oṃ tīrtharājāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem König der heiligen Wasserstätten.

oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem mit vielen Edelsteinen Geschmückten.

oṃ vāṃ varuṇāya namaḥ | nānāvidha patrapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe vielerlei Blätter und Blüten dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Räucherduft dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Licht dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Speise dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe Betel als festlichen Abschluss dar.

oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | karpūranīrājanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung Varuna. Ich bringe das kreisende Kampferlicht dar.

Bei der Speisegabe liegt eine Frucht oder vegetarische Süßigkeit bereit. Das Naivedya wird am Gefäß dargebracht; nichts davon wird in das Trinkwasser gelegt. Nach Speise und Tambula zeige das abschließende Kampferlicht und verneige dich.

oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Wir erkennen die Gestalt des Wassers und meditieren über den blauen göttlichen Menschen. Varuna möge unser Verständnis anregen.

6. Den heiligen Tag gemeinsam bekräftigen
Der Purohita spricht jede Bitte; die Ritviks antworten unmittelbar. Die vier Paare werden je einmal gesprochen.

Ritualleitung:

bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye |

Übersetzung: Mit eurer Erlaubnis werde ich den heiligen Tag ausrufen.

Antwort:

oṃ vācyatām |

Übersetzung: Om, er werde ausgerufen.

Ritualleitung:

puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |

Übersetzung: Sprecht, ihr Verehrten, den heiligen Tag aus.

Antwort:

oṃ puṇyāham astu |

Übersetzung: Om, der heilige Tag sei.

Ritualleitung:

karmaṇe svasti bhavanto bruvantu |

Übersetzung: Sprecht dem Werk Wohlergehen zu.

Antwort:

oṃ karmaṇe svasty astu |

Übersetzung: Om, dem Werk sei Wohlergehen.

Ritualleitung:

ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |

Übersetzung: Sprecht Gedeihen zu.

Antwort:

oṃ karma ṛddhyatām |

Übersetzung: Om, das Werk gedeihe.

7. Wohlergehen über dem Gefäß erbitten
Träufle während der Segenssätze kleine Wassergaben auf den Kumbha. Der Wohlstandswunsch umfasst Nahrung, Gemeinschaft und das Leben im Dharma.

ṛddhir astu |

Übersetzung: Gedeihen sei.

samṛddhir astu |

Übersetzung: Fülle sei.

puṇyāhasamṛddhir astu |

Übersetzung: Fülle des heiligen Tages sei.

śāntir astu |

Übersetzung: Frieden sei.

puṣṭir astu |

Übersetzung: Nahrung und Kräftigung seien.

tuṣṭir astu |

Übersetzung: Zufriedenheit sei.

vṛddhir astu |

Übersetzung: Wachstum sei.

avighnam astu |

Übersetzung: Hindernisfreiheit sei.

āyuṣyam astu |

Übersetzung: Langes Leben sei.

ārogyam astu |

Übersetzung: Gesundheit sei.

gobrāhmaṇebhyaḥ śubhaṃ bhavatu |

Übersetzung: Wohlergehen sei den Kühen und den Brahmanen.

8. Belastendes abgeben
Träufle Wasser in eine eigene Schale südwestlich des Platzes; dieses Wasser wird nicht wieder zum Trinken verwendet. Bitte darum, Leid hinter sich lassen zu können.

oṃ sakalāriṣṭanirasanam astu | oṃ yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tad dūre pratihatam astu ||

Übersetzung: Om. Alles Unglück möge aufgehoben sein. Was Schuld, Krankheit, Kummer und Unheil ist, möge in die Ferne zurückgedrängt sein.

Gib wieder Wasser auf den Kumbha und weite den Segen auf alle Lebewesen aus.

sarvaśobhanaṃ bhavatu | sarvasampadaḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Übersetzung: Alles möge schön und segensreich werden. Alle Arten von Fülle mögen da sein. Heil sei den Zweibeinern und den Vierbeinern. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

9. Das Wasser mit dem Pavamana-Hymnus segnen
Die Rezitierenden berühren den Kumbha mit Kusha-Gras. Rezitiere die folgende vollständige Auswahl des Pavamana Sukta, beginnend mit Dadhikravan und dem Wasserhymnus.

1
dadhikrāvṇo akāriṣaṃ jiṣṇor aśvasya vājinaḥ | surabhi no mukhā karat pra ṇa āyūṃṣi tāriṣat ||

Übersetzung: Ich habe Dadhikravan, das siegreiche, kraftvolle Ross, gepriesen. Möge es unsere Münder duftend machen und unsere Lebenskräfte weitertragen.

2
āpo hi ṣṭhā mayobhuvas tā na ūrje dadhātana | mahe raṇāya cakṣase | yo vaḥ śivatamo rasas tasya bhājayateha naḥ | uśatīr iva mātaraḥ | tasmā araṃ gamāma vo yasya kṣayāya jinvatha | āpo janayathā ca naḥ ||

Übersetzung: Ihr Wasser seid Erquickung. Stärkt uns zur Kraft, zu großer Freude und zum Schauen. Gebt uns Anteil an eurem segensreichsten Saft wie liebevolle Mütter. Zu jenem Wohnort möchten wir gelangen, zu dem ihr uns belebt; ihr Wasser, lasst uns neu entstehen.

3
hiraṇyavarṇāḥ śucayaḥ pāvakā yāsu jātaḥ kaśyapo yāsv indraḥ | agniṃ yā garbhaṃ dadhire virūpās tā na āpaḥ śaṃ syonā bhavantu ||

Übersetzung: Die goldfarbenen, klaren, läuternden Wasser, in denen Kashyapa und Indra geboren wurden, die verschieden gestalteten Wasser, die Agni als Keim trugen: Sie mögen uns wohlgesinnt und freundlich sein.

4
yāsāṃ rājā varuṇo yāti madhye satyānṛte avapaśyañ janānām | madhuścutaḥ śucayo yāḥ pāvakās tā na āpaḥ śaṃ syonā bhavantu ||

Übersetzung: In deren Mitte König Varuna wandelt und Wahrheit und Unwahrheit der Menschen schaut, die süß fließenden, klaren, läuternden Wasser: Sie mögen uns wohlgesinnt und freundlich sein.

5
yāsāṃ devā divi kṛṇvanti bhakṣaṃ yā antarikṣe bahudhā bhavanti | yāḥ pṛthivīṃ payasondanti śukrās tā na āpaḥ śaṃ syonā bhavantu ||

Übersetzung: Von denen die Götter im Himmel trinken, die vielfältig im Luftraum sind, die klaren Wasser, die die Erde mit ihrem Nass benetzen: Sie mögen uns wohlgesinnt und freundlich sein.

6
śivena mā cakṣuṣā paśyatāpaḥ śivayā tanuvopa spṛśata tvacaṃ me | sarvāṃ agnīṃr apsuṣado huve vo mayi varco balam ojo ni dhatta ||

Übersetzung: Schaut mich mit freundlichem Blick an, ihr Wasser, und berührt meine Haut mit eurer freundlichen Gestalt. Ich rufe alle Feuerkräfte an, die in euch wohnen. Legt Glanz, Kraft und Stärke in mich.

7
pavamānaḥ suvarjanaḥ pavitreṇa vicarṣaṇiḥ | yaḥ potā sa punātu mā ||

Übersetzung: Pavamana, der Himmelslicht hervorbringt und mit dem Läuterungsmittel auf die Menschen blickt, der Reiniger: Er möge mich reinigen.

8
punantu mā devajanāḥ punantu manavo dhiyā | punantu viśva āyavaḥ ||

Übersetzung: Die göttlichen Wesen mögen mich reinigen, die Menschen mit ihrer Einsicht und alle Lebendigen mögen mich reinigen.

9
jātavedaḥ pavitravat pavitreṇa punāhi mā | śukreṇa deva dīdyat | agne kratvā kratūṃr anu ||

Übersetzung: Jatavedas, mit deinem Läuterungsmittel reinige mich, mit dem hell leuchtenden, o Gott. Agni, mit deiner Willenskraft gemäß deinen Kräften.

10
yat te pavitram arciṣy agne vitatam antarā | brahma tena punīmahe ||

Übersetzung: Das Läuterungsmittel, Agni, das in deinem Flammenglanz ausgebreitet ist: Mit ihm läutern wir das heilige Wort.

11
ubhābhyāṃ deva savitaḥ pavitreṇa savena ca | idaṃ brahma punīmahe ||

Übersetzung: Mit beidem, göttlicher Savitar, mit dem Läuterungsmittel und deinem Antrieb, läutern wir dieses heilige Wort.

12
vaiśvadevī punatī devy āgād yasyai bahvīs tanuvo vītapṛṣṭhāḥ | tayā madantaḥ sadhamādyeṣu vayaṃ syāma patayo rayīṇām ||

Übersetzung: Die zu allen Göttern gehörende läuternde Göttin ist gekommen, deren viele Gestalten schön sind. Mit ihr bei gemeinsamen Festen erfreut, mögen wir Herren reichen Gutes sein.

13
vaiśvānaro raśmibhir mā punātu vātaḥ prāṇeneṣiro mayobhūḥ | dyāvāpṛthivī payasā payobhir ṛtāvarī yajñiye mā punītām ||

Übersetzung: Vaishvanara reinige mich mit seinen Strahlen, der kraftvolle, Freude bringende Wind mit seinem Atem. Himmel und Erde, der Ordnung treu und opferwürdig, mögen mich mit nährendem Nass reinigen.

14
bṛhadbhiḥ savitas tṛbhir varṣiṣṭhair deva manmabhiḥ | agne dakṣaiḥ punāhi mā ||

Übersetzung: Savitar, mit den drei großen, höchsten heiligen Gedanken, o Gott; Agni, reinige mich mit deinen Fähigkeiten.

15
yena devā apunata yenāpo divyaṅkaśaḥ | tena divyena brahmaṇā idaṃ brahma punīmahe ||

Übersetzung: Mit dem, wodurch die Götter sich reinigten und die himmlischen Wasser, mit diesem göttlichen heiligen Wort läutern wir dieses heilige Wort.

16
yaḥ pāvamānīr adhyety ṛṣibhiḥ sambhṛtaṃ rasam | sarvaṃ sa pūtam aśnāti svaditaṃ mātariśvanā ||

Übersetzung: Wer die Pavamani-Verse studiert, die von den Rishis gesammelte Essenz, der genießt alles gereinigt, durch Matarishvan wohlschmeckend gemacht.

17
pāvamānīr yo adhyety ṛṣibhiḥ sambhṛtaṃ rasam | tasmai sarasvatī duhe kṣīraṃ sarpir madhūdakam ||

Übersetzung: Wer die Pavamani-Verse studiert, die von den Rishis gesammelte Essenz, für den spendet Sarasvati Milch, Butter, Honig und Wasser.

18
pāvamānīḥ svastyayanīḥ sudughā hi payasvatīḥ | ṛṣibhiḥ sambhṛto raso brāhmaṇeṣv amṛtaṃ hitam ||

Übersetzung: Die läuternden, zum Heil führenden Verse sind reichlich nährend. Sie sind die von den Rishis gesammelte Essenz, das bei den Brahmanen niedergelegte Unsterbliche.

19
pāvamānīr diśantu na imaṃ lokam atho amum | kāmān samardhayantu no devīr devaiḥ samābhṛtāḥ ||

Übersetzung: Die Pavamani mögen uns diese und jene Welt gewähren. Die göttlichen, von den Göttern getragenen Kräfte mögen unsere Wünsche erfüllen.

20
pāvamānīḥ svastyayanīḥ sudughā hi ghṛtaścutaḥ | ṛṣibhiḥ sambhṛto raso brāhmaṇeṣv amṛtaṃ hitam ||

Übersetzung: Die läuternden, zum Heil führenden Verse sind reichlich spendend und träufeln Ghee. Sie sind die von den Rishis gesammelte Essenz, das bei den Brahmanen niedergelegte Unsterbliche.

21
yena devāḥ pavitreṇātmānaṃ punate sadā | tena sahasradhāreṇa pāvamānyaḥ punantu mā ||

Übersetzung: Mit dem Läuterungsmittel, mit dem die Götter sich immer reinigen, mit diesem tausendfach strömenden mögen die Pavamani mich reinigen.

22
prājāpatyaṃ pavitraṃ śatodyāmaṃ hiraṇmayam | tena brahmavido vayaṃ pūtaṃ brahma punīmahe ||

Übersetzung: Prajapatis goldenes Läuterungsmittel ist hundertfach gespannt. Damit läutern wir, die das Brahman kennen, das reine heilige Wort.

23
indraḥ sunītī saha mā punātu somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā | yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā jātavedā morjayantyā punātu | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Übersetzung: Indra reinige mich mit guter Führung, Soma mit Wohlergehen, Varuna mit rechtem Verhalten. König Yama reinige mich mit seiner ordnenden Macht; Jatavedas reinige mich mit nährender Kraft. Om: Erde, Zwischenraum und Himmel.

tac chaṃ yor āvṛṇīmahe gātuṃ yajñāya gātuṃ yajñapataye | daivī svastir astu naḥ svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajaṃ śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Übersetzung: Wir erbitten das Heilvolle und die Linderung, den Weg zum Opfer und zum Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns und Wohlergehen den Menschen. Das Heilmittel möge kräftig wachsen. Heil sei den Zweibeinern und den Vierbeinern. Om, Frieden, Frieden, Frieden.

10. Varuna verabschieden und den Segen weitergeben
Der Purohita verneigt sich, bedankt sich bei Varuna und nimmt eine Blüte vom Gefäß: Dies ist die Visarjana der eingeladenen Gegenwart. Das Handbuch bezeichnet diese Handlung als Udvasana ohne zusätzlichen Pflichtmantra. Besprenge nun die Anwesenden, den Raum und die Ritualgeräte mit dem geweihten Wasser. Die folgende Rezitation begleitet das Prokshana.

devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyenābhiṣiñcāmi |
drupadād iva muñcānaḥ svinnaḥ snātvī malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam āpaḥ śundhantu mainasaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Übersetzung: Auf Antrieb des Gottes Savitar, mit den Armen der Ashvins, mit den Händen Pushans, unter der Lenkung der Sprache Sarasvatis und mit Agnis Herrschaft besprenge ich dich. Wie ein Mensch von der Fessel frei wird, wie ein Verschwitzter sich durch ein Bad vom Schmutz reinigt, wie Ghee durch ein Sieb geläutert wird, so mögen die Wasser mich von Schuld reinigen. Om: Erde, Zwischenraum und Himmel; dreimal.

Reiche danach sauberes, zum Trinken geeignetes Wasser zum Prashana. Jeder nimmt einen kleinen Schluck; Wasser, das bereits mit Asche, Duftmitteln oder Ritualgaben vermischt wurde, wird nicht getrunken.

āpa id vā u bheṣajīr āpo amīvacātanīḥ |
āpaḥ sarvasya bheṣajīs tā me kṛṇvantu bheṣajam ||

Übersetzung: Die Wasser sind heilsam, die Wasser vertreiben Leiden. Die Wasser sind Heilmittel für alles; mögen sie mir Heilung bereiten.

Abschluss und Bedeutung

Danke den Mitwirkenden und teile die dargebrachten Früchte als Prasad. Bewahre die Erinnerung an den verstorbenen Menschen, während du wieder am gemeinsamen Leben teilnimmst. Als praktische Ergänzung kann die Familie danach zusammen essen und eine kleine alltägliche Aufgabe bewusst miteinander übernehmen. Das klare restliche Wasser wird zu einer Pflanze oder an einen sauberen Platz im Freien gegeben; Blumengaben werden kompostiert. Die übrigen Gefäße werden gereinigt und aufbewahrt.

Sanskrit in Devanagari

Die Reihenfolge entspricht der Durchführung. Die Lautfolge ist ohne vedische Tonhöhenzeichen wiedergegeben; die mündlich erlernte Rezitationsweise bleibt maßgeblich.

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षिभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥

स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥

ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥

नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥

सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥

हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
अद्य ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थम् आत्मशुद्ध्यर्थं शरीरशुद्ध्यर्थं गृहशुद्ध्यर्थं सर्वोपकरणशुद्ध्यर्थं शुद्धिपुण्याहवाचनं करिष्ये ॥

इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आ चके ।
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः ॥

अस्मिन् कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि ॥

ॐ वरुणाय नमः ॥

ॐ प्रचेतसे नमः ॥

ॐ सुरूपिणे नमः ॥

ॐ अपां पतये नमः ॥

ॐ मकरवाहनाय नमः ॥

ॐ जलाधिपतये नमः ॥

ॐ पाशहस्ताय नमः ॥

ॐ तीर्थराजाय नमः ॥

ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः ॥

ॐ वां वरुणाय नमः । नानाविध पत्रपुष्पाणि समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । धूपं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । दीपं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

ॐ वं वरुणाय नमः । कर्पूरनीराजनं समर्पयामि ॥

ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुणः प्रचोदयात् ॥

भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये ।

ॐ वाच्यताम् ।

पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।

ॐ पुण्याहम् अस्तु ।

कर्मणे स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।

ॐ कर्मणे स्वस्त्य् अस्तु ।

ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।

ॐ कर्म ऋद्ध्यताम् ।

ऋद्धिर् अस्तु ।

समृद्धिर् अस्तु ।

पुण्याहसमृद्धिर् अस्तु ।

शान्तिर् अस्तु ।

पुष्टिर् अस्तु ।

तुष्टिर् अस्तु ।

वृद्धिर् अस्तु ।

अविघ्नम् अस्तु ।

आयुष्यम् अस्तु ।

आरोग्यम् अस्तु ।

गोब्राह्मणेभ्यः शुभं भवतु ।

ॐ सकलारिष्टनिरसनम् अस्तु । ॐ यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तद् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

सर्वशोभनं भवतु । सर्वसम्पदः सन्तु । शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

1
दधिक्राव्णो अकारिषं जिष्णोर् अश्वस्य वाजिनः । सुरभि नो मुखा करत् प्र ण आयूंषि तारिषत् ॥

2
आपो हि ष्ठा मयोभुवस् ता न ऊर्जे दधातन । महे रणाय चक्षसे । यो वः शिवतमो रसस् तस्य भाजयतेह नः । उशतीर् इव मातरः । तस्मा अरं गमाम वो यस्य क्षयाय जिन्वथ । आपो जनयथा च नः ॥

3
हिरण्यवर्णाः शुचयः पावका यासु जातः कश्यपो यास्व् इन्द्रः । अग्निं या गर्भं दधिरे विरूपास् ता न आपः शं स्योना भवन्तु ॥

4
यासां राजा वरुणो याति मध्ये सत्यानृते अवपश्यञ् जनानाम् । मधुश्चुतः शुचयो याः पावकास् ता न आपः शं स्योना भवन्तु ॥

5
यासां देवा दिवि कृण्वन्ति भक्षं या अन्तरिक्षे बहुधा भवन्ति । याः पृथिवीं पयसोन्दन्ति शुक्रास् ता न आपः शं स्योना भवन्तु ॥

6
शिवेन मा चक्षुषा पश्यतापः शिवया तनुवोप स्पृशत त्वचं मे । सर्वां अग्नींर् अप्सुषदो हुवे वो मयि वर्चो बलम् ओजो नि धत्त ॥

7
पवमानः सुवर्जनः पवित्रेण विचर्षणिः । यः पोता स पुनातु मा ॥

8
पुनन्तु मा देवजनाः पुनन्तु मनवो धिया । पुनन्तु विश्व आयवः ॥

9
जातवेदः पवित्रवत् पवित्रेण पुनाहि मा । शुक्रेण देव दीद्यत् । अग्ने क्रत्वा क्रतूंर् अनु ॥

10
यत् ते पवित्रम् अर्चिष्य् अग्ने विततम् अन्तरा । ब्रह्म तेन पुनीमहे ॥

11
उभाभ्यां देव सवितः पवित्रेण सवेन च । इदं ब्रह्म पुनीमहे ॥

12
वैश्वदेवी पुनती देव्य् आगाद् यस्यै बह्वीस् तनुवो वीतपृष्ठाः । तया मदन्तः सधमाद्येषु वयं स्याम पतयो रयीणाम् ॥

13
वैश्वानरो रश्मिभिर् मा पुनातु वातः प्राणेनेषिरो मयोभूः । द्यावापृथिवी पयसा पयोभिर् ऋतावरी यज्ञिये मा पुनीताम् ॥

14
बृहद्भिः सवितस् तृभिर् वर्षिष्ठैर् देव मन्मभिः । अग्ने दक्षैः पुनाहि मा ॥

15
येन देवा अपुनत येनापो दिव्यङ्कशः । तेन दिव्येन ब्रह्मणा इदं ब्रह्म पुनीमहे ॥

16
यः पावमानीर् अध्येत्य् ऋषिभिः सम्भृतं रसम् । सर्वं स पूतम् अश्नाति स्वदितं मातरिश्वना ॥

17
पावमानीर् यो अध्येत्य् ऋषिभिः सम्भृतं रसम् । तस्मै सरस्वती दुहे क्षीरं सर्पिर् मधूदकम् ॥

18
पावमानीः स्वस्त्ययनीः सुदुघा हि पयस्वतीः । ऋषिभिः सम्भृतो रसो ब्राह्मणेष्व् अमृतं हितम् ॥

19
पावमानीर् दिशन्तु न इमं लोकम् अथो अमुम् । कामान् समर्धयन्तु नो देवीर् देवैः समाभृताः ॥

20
पावमानीः स्वस्त्ययनीः सुदुघा हि घृतश्चुतः । ऋषिभिः सम्भृतो रसो ब्राह्मणेष्व् अमृतं हितम् ॥

21
येन देवाः पवित्रेणात्मानं पुनते सदा । तेन सहस्रधारेण पावमान्यः पुनन्तु मा ॥

22
प्राजापत्यं पवित्रं शतोद्यामं हिरण्मयम् । तेन ब्रह्मविदो वयं पूतं ब्रह्म पुनीमहे ॥

23
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या । यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु । ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

तच् छं योर् आवृणीमहे गातुं यज्ञाय गातुं यज्ञपतये । दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजं शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

देवस्य त्वा सवितुः प्रसवे ऽश्विनोर् बाहुभ्यां पूष्णो हस्ताभ्यां सरस्वत्यै वाचो यन्तुर् यन्त्रेणाग्नेस् त्वा साम्राज्येनाभिषिञ्चामि ।
द्रुपदाद् इव मुञ्चानः स्विन्नः स्नात्वी मलाद् इव ।
पूतं पवित्रेणेवाज्यम् आपः शुन्धन्तु मैनसः ।
ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

आप इद् वा उ भेषजीर् आपो अमीवचातनीः ।
आपः सर्वस्य भेषजीस् ता मे कृण्वन्तु भेषजम् ॥

Quellen

Die hier gewählte Anlassfassung nach der Trauerzeit folgt der Einführung des Handbuchs. Die Rezitationen werden ohne Tonhöhenzeichen in lesbarer Wortgliederung wiedergegeben; die deutschen Bedeutungen sind eigenständig formuliert. Die geistliche Reinigung bezeichnet einen rituellen Neubeginn, keine hygienische oder menschliche Abwertung.

Verschiedene Schreibweisen für Punyahavachana

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Punyahavachana auf Devanagari wird geschrieben " पुण्याहवाचन ", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen " puṇyāhavācana ", in der Harvard-Kyoto Umschrift " puNyAhavAcana ", in der Velthuis Transkription " pu.nyaahavaacana ", in der modernen Internet Itrans Transkription " puNyAhavAchana ".

Video zum Thema Punyahavachana

Punyahavachana ist ein Sanskritwort. Sanskrit ist die Sprache des Yoga . Hier ein Vortrag zum Thema Yoga, Meditation und Spiritualität

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Siehe auch

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