Saubhagya Tantra

Aus Yogawiki

Saubhagya Tantra (Sanskrit: सौभाग्यतन्त्रम् saubhāgyatantram) ist ein tantrisches Praxis- und Rezitationshandbuch der Śrīvidyā-Tradition. Die Muktabodha-Datei M00649 beruht auf Manuskript 1042-gh des Raghunath Temple in Jammu und ist als diplomatische Transkription erfasst. Der erhaltene Text umfasst elf Paṭalas und behandelt vor allem unterschiedliche Formen von Pārāyaṇa – systematisch geordnete Rezitationszyklen – sowie deren Verbindung mit Zeit, Tithi, Nityā, Mātṛkā, Mantra, Tattvas, Chakras, Strahlen und Āmnāyas.

Der Text ist kein einfaches allgemeines Pūjā-Handbuch. Er behandelt ein fortgeschrittenes Śrīvidyā-Pārāyaṇa-System und setzt an mehreren Stellen bereits empfangene Mantra- und Guru-Unterweisung voraus. Mehrfach sagt er ausdrücklich, dass bestimmte Praktiken vom Guru gelernt werden müssen; für Chakra- und Raśmi-Pārāyaṇa verlangt er sogar vorherige Pūrṇābhiṣeka beziehungsweise volle Dīkṣā.

Das Śrīcakra steht im Zentrum mehrerer Pārāyaṇa-Formen des Saubhagya Tantra.
Mahātripurasundarī beziehungsweise Lalitā ist die zentrale Devī des Werkes.
Bhūtaśuddhi, Mātṛkā-Nyāsa, Prāṇāyāma und innere Visualisation gehören zum vorbereitenden Sādhana.

Hinweis zur Werkstruktur
Die diplomatische Transkription enthält einen fehlenden Folio-Abschnitt und teilweise auffällige Paṭala-/Kolophon-Zählungen. Diese Besonderheiten werden nicht stillschweigend harmonisiert. Die redaktionellen Überschriften dieses Wiki-Artikels dienen der Orientierung und ersetzen keine kritische Edition.

Charakter des Werkes

Das Saubhagya Tantra beschreibt keine einzelne Pūjā, sondern ein abgestuftes System von Rezitations- und Sādhana-Formen. Es unterscheidet zahlreiche Pārāyaṇas, darunter:

  • Caturaṅga-Pārāyaṇa;
  • Pañcāṅga-Pārāyaṇa;
  • Aṣṭāṅga-Pārāyaṇa;
  • Dvādaśāṅga- und Ṣoḍaśāṅga-Pārāyaṇa;
  • Nāma-Pārāyaṇa;
  • Mantra-Pārāyaṇa;
  • Tattva-Pārāyaṇa;
  • Nityā-Pārāyaṇa;
  • Mātṛkā-Pārāyaṇa;
  • Laghumāsa- und Pakṣa-Pārāyaṇa;
  • Haṃsa-Pārāyaṇa;
  • Vaśinyādi-Pārāyaṇa;
  • Mudrā-Pārāyaṇa;
  • Cakra-Pārāyaṇa;
  • Raśmi-Pārāyaṇa;
  • Sarvamaṅgalā-, Citrā-, Ramā-, Bhuvaneśī- und Kāmeśvarī-Pārāyaṇa;
  • Āmnāya-Pārāyaṇa.

Das Werk legt dabei großen Wert auf die richtige Zeitordnung. Gleich zu Beginn heißt es sinngemäß: Wer den Kāla, die rituelle Zeitordnung, nicht kennt, erreicht auch durch Millionen von Japa-Wiederholungen keine Siddhi.

Wichtiger Praxis-Hinweis

Dieses Handbuch unterscheidet drei Ebenen:

  1. allgemein beschriebene Vorbereitungen wie Reinheit, Sitz, Bhūśuddhi, Bhūtaśuddhi, Mātṛkā-Nyāsa, Dhyāna, Prāṇāyāma und Japa;
  2. spezifische Pārāyaṇa-Folgen, deren Bīja- und Lautreihen nur quellentreu wiedergegeben werden, soweit sie im Manuskript klar lesbar sind;
  3. initiationsgebundene Praktiken, für die die Quelle ausdrücklich Guru-Unterweisung, Abhiṣeka oder Dīkṣā fordert.

Wo die diplomatische Transkription beschädigt oder ein Folio verloren ist, wird nichts rekonstruiert.

Hinweis zu den Zeitberechnungen
Der erste Teil des Werkes enthält dichte mathematisch-kalendarische Regeln zu Ahargaṇa, Vāra, Ghaṭikā, Tithi, Nakṣatra, Yoga, Monat, Jahr und weiteren Zeitzyklen. Wo die diplomatische Lesung beschädigt oder syntaktisch unklar ist, werden keine Rechenformeln aus allgemeinem Wissen ergänzt. Für die Praxis wird nur das sicher erkennbare Prinzip übernommen: Das Werk verlangt eine präzise zeitliche Einordnung des Pārāyaṇa.

Grundform einer Saubhagya-Tantra-Sadhana

Der am klarsten beschriebene Praxisablauf steht im Abschnitt über Mantra-Pārāyaṇa. Daraus lässt sich die grundlegende Sādhana-Reihenfolge des Werkes gewinnen.

1. Vorbereitung des Ortes

Handlung
Wähle einen ruhigen, ungestörten Ort. Der Text sagt ausdrücklich, der Sādhaka solle vivikte samyag āsīnaḥ – abgesondert und richtig sitzend – praktizieren.

Sanskrittext
vivikte samyagāsīnaḥ śuciḥ snātaḥ kṛtāhnikaḥ

Übersetzung
„An einem abgeschiedenen Ort, richtig sitzend, rein, gebadet und nachdem die täglichen Pflichten vollzogen wurden.“

Praxis
Vor dem Japa sollte man körperlich rein sein, sich gesammelt hinsetzen und störende Tätigkeiten abgeschlossen haben.

2. Bhushuddhi und Bhutashuddhi

Handlung
Reinige zunächst den rituellen Ort beziehungsweise die Grundlage und danach den feinstofflichen Körper.

Sanskrittext
bhūśuddhiṃ bhūtaśuddhiṃ ca kṛtvā vai

Übersetzung
„Nachdem Bhūśuddhi und Bhūtaśuddhi vollzogen wurden.“

Erläuterung
Der Saubhagya-Tantra-Text setzt die genaue Methode voraus und erklärt sie hier nicht vollständig. Deshalb wird keine fremde Bhūtaśuddhi-Methode in den Text hineingetragen.

3. Matrika-Nyasa

Handlung
Lege die Mātṛkā, die Sanskrit-Lautkräfte, durch Nyāsa auf den Körper.

Sanskrittext
mātṛkāṃ nyaset

Übersetzung
„Man soll die Mātṛkā einsetzen.“

Erläuterung
Mātṛkā-Nyāsa macht den Körper symbolisch zum Lautkörper der Devī.

4. Rishyadi-Nyasa der Mulavidya

Handlung
Vollziehe die zu deiner Mūlavidyā gehörenden Ṛṣi-, Chandas-, Devatā- und weiteren Nyāsas.

Sanskrittext
mūlavidyāyā ṛṣyādinyāsatrayapurassaram

Übersetzung
„Vorangestellt werden die drei Nyāsa-Gruppen beginnend mit Ṛṣi für die Mūlavidyā.“

Praxis-Hinweis
Die konkrete Mūlavidyā wird im Werk vorausgesetzt und nicht vollständig als allgemein zugängliche Standardformel erläutert. Sie wird deshalb in diesem Handbuch nicht aus anderen Quellen ergänzt.

5. Chaturasana- und Vagdevata-Nyasa

Handlung
Danach folgen Caturāsana- und Vāgdevatā-Nyāsa.

Sanskrittext
caturāsanavāgdevyāḥ nyāsaṃ ca vinyaset tataḥ

Übersetzung
„Danach soll man den Nyāsa der vier Sitze und der Vāgdevīs vollziehen.“

Erläuterung
Auch hier setzt das Werk die konkrete Überlieferung voraus.

6. Lalita im Herzen meditieren

Handlung
Meditiere Lalitā im Herzen.

Sanskrittext
hṛdaye lalitāṃ dhyātvā

Übersetzung
„Nachdem man Lalitā im Herzen meditiert hat.“

Praxis
Die Devī wird nicht nur äußerlich vorgestellt. Das Herz wird zum inneren Śrīcakra-Raum.

7. Manasa-Puja

Handlung
Verehre Lalitā innerlich und verneige dich.

Sanskrittext
manasārcya praṇamya vā

Übersetzung
„Nachdem man sie geistig verehrt und sich verneigt hat.“

Erläuterung
Die innere Pūjā verbindet Bhakti und Mantra-Sādhana.

8. Drei Pranayamas

Handlung
Vollziehe drei Prāṇāyāmas.

Sanskrittext
prāṇāyāmatrayaṃ kṛtvā

Übersetzung
„Nachdem man dreimal Prāṇāyāma vollzogen hat.“

Praxis
Die Quelle nennt keine Atemzählung. Deshalb wird hier keine zusätzliche Atemratio ergänzt.

9. Japa beginnen

Handlung
Erst jetzt beginnt der eigentliche Japa.

Sanskrittext
tatastu japamācaret

Übersetzung
„Danach soll man den Japa ausführen.“

Diese neun Schritte bilden die klarste aus dem Mantra-Pārāyaṇa-Abschnitt rekonstruierbare Grundsequenz; der Text selbst präsentiert sie nicht als allgemeine nummerierte Standard-Pūjā.

Die Rolle der Mulavidya

Das gesamte Werk setzt eine bereits empfangene Mūlavidyā voraus. Wiederholt heißt es, bestimmte Laut- und Bīja-Folgen seien mit der Mūlavidyā zu verbinden.

Darum gilt:

  • Die Mūlavidyā wird nicht aus einer anderen Quelle ergänzt.
  • Der Artikel gibt nur das wieder, was im Saubhagya Tantra selbst steht.
  • Praktiken, die ausdrücklich guruvaktāt – „aus dem Mund des Guru“ – gelernt werden sollen, werden nicht als frei kombinierbare Mantra-Technik dargestellt.

Nama-Parayana – Praxisablauf

Der fünfte Pārāyaṇa-Typ ist besonders ausführlich beschrieben.

Vorbereitung

Handlung
Fasse den Saṅkalpa und vollziehe Mātṛkā-Nyāsa.

Sanskrittext
tatrādāvadhikārārthaṃ saṃkalpamātṛkāṃ nyaset

Übersetzung
„Zu Beginn soll man für die entsprechende Berechtigung den Saṅkalpa fassen und die Mātṛkā einsetzen.“

Vidyakuta- und Kara-Anga-Nyasa

Handlung
Die drei Vidyā-Kūṭas der Mūlavidyā werden eingesetzt; danach Kara- und Aṅga-Nyāsa.

Sanskrittext
vidyākūṭatrayaṃ mūlaṃ hṛdayādikramān nyaset
karāṅgayugalaṃ nyasya

Übersetzung
„Die drei Kūṭas der Mūlavidyā werden in der Ordnung beginnend mit dem Herzen eingesetzt. Danach werden Hand- und Körper-Nyāsa vollzogen.“

Kala-Cakra im Herzen

Handlung
Visualisiere das Kāla-Cakra im Herzen.

Sanskrittext
kālacakraṃ hṛdi smaret

Übersetzung
„Man soll im Herzen das Rad der Zeit erinnern beziehungsweise visualisieren.“

Sri Cakra und Kala-Nitya

Handlung
Im inneren Śrīcakra meditiere die höchste Devī als Kāla-Nityā.

Sanskrittext
tanmadhyagataśrīcakre kālanityākṛtāṃ parāṃ devīṃ śrīsundarīṃ dhyātvā

Übersetzung
„Im darin befindlichen Śrīcakra meditiert man die höchste Devī Śrī Sundarī in der Gestalt der Kāla-Nityā.“

Innere Verehrung und Pranayama

Handlung
Verehre sie geistig, verneige dich, reguliere den Atem und beginne den Japa.

Sanskrittext
manasārcya praṇamya ca prāṇān āyamya vidhivat tatastu japamācaret

Übersetzung
„Man verehrt sie im Geist, verneigt sich, reguliert ordnungsgemäß den Atem und vollzieht danach Japa.“

Mantra-Parayana über zehn Tage

Der sechste Paṭala beschreibt einen besonders komplexen Mantra-Pārāyaṇa-Zyklus.

Er beginnt mit zehn Vidyās beziehungsweise Śakti-Namen wie Māyā, Kuṇḍalinī, Kriyā, Madhumatī, Kālī, Kalāmālinī, Mātaṅgī, Vijayā und Jayā. Die genaue Lautkombination wird anschließend Tag für Tag verändert.

Der Text sagt ausdrücklich, dass diese Praxis gurvuktavartmanā – „auf dem vom Guru gelehrten Weg“ – vollzogen werden soll.

Daher ist die sinnvolle Praxisregel:

  1. Grundvorbereitung wie oben;
  2. Mūlavidyā gemäß eigener Dīkṣā;
  3. die Tagesformeln nur gemäß authentischer Guru-Unterweisung;
  4. täglicher Abschluss und Wiederaufnahme am nächsten Tag;
  5. Fortführung über den vorgesehenen Zeitraum.

Die Quelle nennt für diesen Pārāyaṇa zehn Tage; alternativ werden auch längere Zyklen erwähnt.

Tattva-Parayana

Der siebte Typ ordnet den Japa den 36 Tattvas zu.

Zeit
Der Text legt diesen Pārāyaṇa in die Mittags-Sandhyā nach dem Gāyatrī-Japa.

Prinzip
Die Tattvas werden von Śiva bis zur Erde in einer festgelegten Lautordnung rezitiert.

Praxis
Die Reihenfolge ist eng mit der Mūlavidyā und der jeweiligen Tageszuordnung verbunden. Sie sollte nicht ohne die vorausgesetzte Mantra-Überlieferung rekonstruiert werden.

Nitya-Parayana

Beim Nityā-Pārāyaṇa werden die sechzehn Nityās systematisch rezitiert.

Die Quelle nennt:

kāmeśvarīṃ samārabhya ṣoḍaśyantāṃ japen manuṃ

„Beginnend mit Kāmeśvarī bis zur Ṣoḍaśī soll man die Mantras rezitieren.“

Alternativ wird eine Reihenfolge von Ṣoḍaśī bis Citrā genannt.

Der Text erklärt dieses Pārāyaṇa als sarvasamṛddhidam – „alle Fülle verleihend“.

Matrika-Parayana

Die Mātṛkā wird an den vorgesehenen Stellen eingesetzt und täglich einmal rezitiert.

Sanskrittext
ekāvṛttiḥ pratidinaṃ kṛtvā daivyai samarpayet

Übersetzung
„Man vollzieht täglich eine Runde und bringt sie der Göttin dar.“

Dies ist eine der einfachsten ausdrücklich genannten Pārāyaṇa-Strukturen.

Hamsa-Parayana

Der Text nennt ausdrücklich das natürliche Haṃsa-Mantra des Atems.

Sanskrittext
jīvo japaty ahorātraṃ haṃsity akṣaradvayam

Übersetzung
„Der Jīva rezitiert Tag und Nacht die zwei Silben ‚Haṃsa‘.“

Der Text verbindet diese natürliche Ajapa-Rezitation mit den sieben Chakras und ihren Gottheiten.

Praxis-Erläuterung
Für eine heutige Meditation kann man den natürlichen Atem mit dem Haṃsa-Prinzip verbinden. Die konkrete Zuordnung von Haṃ und Sa zu Ein- und Ausatmung wird in dieser Quelle nicht erklärt und wird daher hier nicht festgelegt.

Chakra-Parayana – nur nach Purnabhisheka

Hier ist der Text außergewöhnlich eindeutig.

Sanskrittext
śrīguroḥ kṛpayā devyāḥ pūrṇābhiṣekamālabhet | cakrapārāyaṇamidaṃ tataḥ kuryāt samāhitaḥ ||

Übersetzung
„Durch die Gnade des ehrwürdigen Guru soll man den Pūrṇābhiṣeka der Devī empfangen; erst danach soll man gesammelt dieses Chakra-Pārāyaṇa vollziehen.“

Danach warnt die Quelle ausdrücklich davor, diesen Pārāyaṇa ohne Pūrṇābhiṣeka auszuführen.

Praxisregel
Dieses Ritual wird im Handbuch daher nicht als selbständig ausführbare Übung dargestellt. Die Quelle selbst bindet es an Pūrṇābhiṣeka; die genaue Durchführung bleibt dem entsprechenden initiatorischen Unterricht vorbehalten.

Rashmi-Parayana – nur mit voller Diksha

Noch deutlicher ist der Text beim Raśmi-Pārāyaṇa.

Die Strahlen werden den sechs Chakras zugeordnet:

  • Mūlādhāra;
  • Maṇipūra;
  • Svādhiṣṭhāna;
  • Herz;
  • Brauenmitte;
  • weitere subtile Zuordnungen.

Die Quelle sagt ausdrücklich:

pūrṇadīkṣāvihīno yo raśmipārāyaṇaṃ caret ... tasyāyuḥ kṣīṇatāṃ vrajet

Sinngemäß: Wer ohne volle Dīkṣā Raśmi-Pārāyaṇa praktiziert, soll dies nicht tun; der Text verbindet dies mit einer drastischen Warnung.

Praxisregel
Raśmi-Pārāyaṇa gehört nach dem Wortlaut dieser Quelle in einen vollen Dīkṣā-Zusammenhang.

Rama-Parayana – klarer Praxisablauf

Der zehnte Paṭala gibt erneut einen gut lesbaren Ablauf.

1. Tägliche Pflichten beenden

nityaṃ nirvṛtya śaktitaḥ
Die täglichen Pflichten werden nach Möglichkeit vollendet.

2. Abgeschieden sitzen

vivikte samyag āsīnaḥ
Man setzt sich ruhig und gesammelt an einen ungestörten Ort.

3. Sankalpa

kṛtvā saṃkalpam ādarāt
Man fasst mit Ernsthaftigkeit den Saṅkalpa.

4. Bhushuddhi und Nyasa

bhūśuddhyādikam ācarya ṛṣyādinyāsam ācaret
Man vollzieht Bhūśuddhi und die Ṛṣyādi-Nyāsas.

5. Devi im Herzen visualisieren

tato hṛdaya... antaḥ sphurantīṃ cintayed imām
Man meditiert die Devī als im Herzen aufleuchtend.

6. Manasa-Puja

manasā pūjanaṃ kṛtvā
Man verehrt sie innerlich.

7. Yoni-Mudra und Pranama

praṇamed yonimudrayā
Man verneigt sich mit Yoni-Mudrā.

8. Pranayama

prāṇāyāmaṃ tataḥ kṛtvā
Man vollzieht Prāṇāyāma.

9. Parayana-Japa

pārāyaṇajapaṃ caret
Dann beginnt der eigentliche Pārāyaṇa-Japa.

Diese Folge kann als zweites klares Grundmuster der Sādhana dienen.

Bhuvaneshi- und Kameshvari-Parayana

Der Text beschreibt Bhuvaneśī- und Kāmeśvarī-Pārāyaṇa als Varianten des Ramā-Pārāyaṇa.

Der entscheidende Unterschied liegt in der jeweiligen Bīja-Einsetzung. Der übrige Ablauf entspricht dem vorherigen Schema.

Daher gilt auch hier: Die ritualpraktische Grundstruktur ist klar, die genaue Bīja-Zuordnung ist initiatorisch.

Amnaya-Parayana

Der elfte Paṭala ordnet die Vidyās den verschiedenen Āmnāyas zu.

Genannt werden unter anderem:

  • Bālā;
  • Mātaṅgī;
  • Saubhāgya-Vidyā;
  • Bagalā;
  • Vārāhī;
  • Lopāmudrā;
  • Bhuvaneśī;
  • Annapūrṇā;
  • Mahākāmakalā;
  • Turīyāmbā;
  • Aśvārūḍhā;
  • Vāgvādinī;
  • Mahāṣoḍaśī;
  • Parāṣoḍaśikā;
  • Parāprasāda-Vidyā;
  • Kālasaṃkarṣiṇī.

Der Text zählt insgesamt 36 Mantra-Ströme.

Am Ende steht wieder die klare Voraussetzung:

pūrvābhiṣekī śuddhātmā guruvaktrāt...

Der Sādhaka soll bereits Abhiṣeka empfangen haben und die Methode vom Guru lernen.

Praktische Kurzfassung für einen heutigen Sadhaka

Für eine quellentreue, aber nicht eigenmächtig initiatorische Praxis lässt sich aus dem Saubhagya Tantra folgende Grundform ableiten:

  1. Bade beziehungsweise reinige dich und vollende deine täglichen Pflichten.
  2. Wähle einen ruhigen, ungestörten Sitzplatz.
  3. Fasse einen klaren Saṅkalpa.
  4. Vollziehe Bhūśuddhi und Bhūtaśuddhi nach deiner eigenen Tradition.
  5. Vollziehe Mātṛkā-Nyāsa und die Nyāsas deiner empfangenen Mūlavidyā.
  6. Meditiere Lalitā beziehungsweise Tripurasundarī im Herzen.
  7. Verehre sie innerlich.
  8. Verneige dich.
  9. Vollziehe drei Prāṇāyāmas.
  10. Rezitiere nur jene Mūlavidyā oder Mantra-Folge, für die du tatsächlich Dīkṣā beziehungsweise klare Überlieferung besitzt.
  11. Bringe den Japa der Devī dar.
  12. Fortgeschrittene Chakra-, Raśmi- und Āmnāya-Pārāyaṇas nur nach der im Text vorausgesetzten Einweihung.

Spirituelle Bedeutung

Das Saubhagya Tantra verbindet Zeit, Laut, Körper und Göttin.

Ein zentraler Gedanke des Werkes lautet: Rezitation wird mit innerer Vorbereitung, Zeitordnung, Nyāsa, Dhyāna und Śrīvidyā-Struktur verbunden.

Kāla, Tithi, Nityā, Mātṛkā, Śrīcakra, Chakra, Mantra und Śakti werden zu unterschiedlichen Ausdrucksformen derselben Wirklichkeit.

Besonders deutlich ist die Bewegung:

  • äußere Zeit → inneres Kāla-Cakra;
  • äußerer Laut → Mātṛkā;
  • äußeres Śrīcakra → Herz;
  • äußere Göttin → Lalitā im eigenen Bewusstsein;
  • Japa → Identifikation mit Paraśiva.

Wichtige Schlüsselstellen

Ohne Erkenntnis der Zeit keine Siddhi
kālasvarūpamajñātvā siddhaye yo japet manūn |
koṭikoṭijapenāpi siddhistasya na jāyate ||

Übersetzung: Wer Mantras für Siddhi rezitiert, ohne das Wesen der Zeit zu kennen, erlangt selbst durch Millionen und Abermillionen von Wiederholungen keine Siddhi.

Lalita im Herzen
hṛdaye lalitāṃ dhyātvā manasārcya praṇamya vā |
prāṇāyāmatrayaṃ kṛtvā tatastu japamācaret ||

Übersetzung: Nachdem man Lalitā im Herzen meditiert, sie innerlich verehrt und sich verneigt hat, vollzieht man drei Prāṇāyāmas und beginnt danach den Japa.

Haṃsa-Japa geschieht von selbst
jīvo japaty ahorātraṃ haṃsity akṣaradvayam |

Übersetzung: Der Jīva rezitiert Tag und Nacht die beiden Silben „Haṃsa“.

Chakra-Parayana erst nach Purnabhisheka
śrīguroḥ kṛpayā devyāḥ pūrṇābhiṣekamālabhet |
cakrapārāyaṇamidaṃ tataḥ kuryāt samāhitaḥ ||

Übersetzung: Durch die Gnade des Guru soll man den Pūrṇābhiṣeka der Devī empfangen; erst danach vollziehe man gesammelt das Chakra-Pārāyaṇa.

Durch hingebungsvollen Parayana-Japa
evaṃ yaḥ kurute bhaktyā pārāyaṇakramāj japaḥ ... sa sākṣāt paramaḥ śivaḥ ||

Übersetzung sinngemäß: Wer diesen Pārāyaṇa-Japa in Hingabe gemäß der Ordnung vollzieht, wird als mit dem höchsten Śiva wesenseins beschrieben.

Vollständiger Sanskrittext in Umschrift

Die folgende Umschrift bewahrt die diplomatische Muktabodha-Fassung. Zusammenschreibungen, ungewöhnliche Formen und beschädigte Lesungen werden nicht stillschweigend normalisiert.

oṃśrīgaṇeśāyanamaḥ akhaṃḍaikarasānaṃdaniṣyaṃdāmṛtavigrahācinmātrarupiṇīṃvidyāṃvaṃdesānaṃdasuṃdarīṃ 1
athavakṣyevistareṇapārāyaṇavidhiṃparāṃ yasyavijñānamātreṇasākṣātparaśivobhavet 2 kālasvarūpamajñā
tvāsiddhayeyojapetmanūn koṭikoṭijapenāpisiddhistasyanajāyate 3 kālasvarūpavijñānamahargaṇavi
dhānataḥ aṃṣṭāṃgakramasaṃprāptirnālpasyatapasaḥphalaṃ 4ucyateprathamaṃtatrasiddhakalpādyahargaṇaṃ aṣṭāṃgakra
masaṃprāptiryenatātkālikībhavet 5 pūrṇaṃturasapakṣyaghnogatavatsaramiśritaḥ navāṃvaradharāyuktābhaveyuḥ
śakavatsarāḥ 6 kiṃcaṣaṣṭidvāviṃśatiguṇinaṃ vyapagatasaṃvatsareṇasaṃmiśraṃnavavedāgnisametaṃśakatṛ
yakālaṃvijānīyāt 7 ṣaṣṭipūrtautucakrāṃkeṣvekamekaṃniyojayet tenevasvarasāhaṃnyāḥśeṣaṃpūrva
vadevahi 8 naṃdādrīṃduguṇairyutāgatakaliḥ pakṣeṃdusaṃvardhitoyuktosaumadhurādyakaistriradhataḥkhāśvairhu-
taissaṃyutaḥ devaigaptaphalauryutonabhaguṇairvṛddhisyatithyāstridhāthoṣṭauśūnyanagāptayuk ṛtirasairla-
vdhodhimāsonitaḥ 9 kiṃca naṃdasaptakuguṇāghnitaśākaṃjāyategatakalīraviguṇyaṃyātamāsasahi
taṃtrividhāthokhāścalavdhamamarāptiyutaṃtat 10 pūrṇarāptaguṇitaṃgatatithyāsaṃyutaṃtrirahipūrṇanagā

pṛ0 1ba) tthā yuktamavdhirasalavdhavihīnaṃsyādgaṇebhṛgudinekutaleca 11 kiṃca dhūsīkālayutaṃśākaṃkalpavda
mitikathyate kalpādyavdagaṇodinākaraguṇaścaitrādhimāsairyutastisthaḥśūnyanagāptayuksurahṛtola
vdhādhimāsairyutaḥ triṃśaghnodinayukdvidhāśivaguṇotryabhāgabhaktonitaḥ kalpavdāvirahargaṇobhṛgu
dinelaṃkārdharātrodbhavaḥ 12 evaṃsaṃsiddhamunibhistaṃtraviddhiḥ sphuṭīkṛtaḥ saptabhaktotraśukrādisyā
tpratītāvahargaṇaḥ 13 udayaṃpaṃcabhirhṛtenavabhirnavavāsarāḥ ṣoḍaśabhiḥṣoḍaśakhyātitthāḥparyā
yanāmakāḥ 14 ṣaḍtriṃśadbhirhṛtetadvadbhavettaduduyogakaṃ kālāṃkādhyartuvedāśvairhṛtetuyugasaṃtati 15
taccheṣaṃgartryaśvapūrṇapakṣairbhaktaḥpariḥrvṛtiḥ śeṣaṃśarābhreṣuhṛtevarṣāṇyaṃkebhamiśritaṃ 16 varṣaśe
ṣaṃrasaguṇairbhaktemāsāstutadgatāḥ māsaśeṣakramātjñeyaṃdinānītividurvudhāḥ 17 evamaṣṭāṃga
saṃsiddhirasmāttātkālikīsmṛtā nakṣatrayogasaṃsiddhiḥ proktāsaṃkalpavācane 18 śeṣamaṣṭāṃgakaṃ
jñeyaṃpārāyaṇavidāṃvaraiḥ ārkarkanavabhiṃneturāśīkaraṇakhecarāḥ 19 evamevaparijñānaṃsyāda

pṛ0 2a) hnāṃgaṇakesadā itijñātvāśrīmatācaviniyogaṃsamācaret 20 kiṃca gaṇastridhāsaptaśarāṃkaśeṣaṃyātaṃca
vārodayavarganāthāḥ ecatayāudayāścapaṃcavargādbhavenmuśyamupāsakānāṃ 21 ahnāṃgaṇoṃgāgnyagapūrṇadasrai
rhṛtaṃgataṃmaṃḍalakaṃyugākhyaṃ śeṣaṃrasādrīṣuhṛtaṃsamākhyaṃmāsāḥsvarāḥṣaḍguṇabhaktaśeṣāt 22 bhavaṃtiśeṣāśca
gatādinārṇāḥsmṛtākārādiṣaḍagnivarṇāḥ 23 ṣaṭtriṃśadbhirdinairmāsaḥdvyaṣṭamāsaistuvarṣakaṃ ṣaṭtriśaddhā
yanaṃproktaṃmaṃḍalaṃtutathāyugaṃ 24 vārāścaghaṭikācaivadinanityātataḥparāṃ varṣamāsayugaścāpiparivṛttiriti
krimāt 25 saptapārāyaṇaṃproktāmaṣṭāṃgaṃtatprakīrtitaṃ etadvināyojayatimaṃtrasiddhirnajāyate 26 iti
śrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇavidhāvahargaṇādinirūpaṇaṃnāmaprathamaḥpaṭaleḥ athapārāyaṇānāṃcala
kṣaṇānivruvedhunāyānijñātvāsādhakeṃdraḥsarvasiddhiṃsamāpnuyāt 1 caturaṃgaṃcapaṃcāṃgamaṣṭāṃgaṃdvādaśāṃga
kaṃṣoḍaśāṃgaṃkramātjñātvāpārāyaṇaparāyaṇaḥ 2 tāratrayaṃmūlavidyāvarṣamāsadinodayān saṃyojyaca
turaṃgākhyovidhireṣaḥsusiddhidaḥ 3 dinatovāratopakṣamāsavarṣasamāvṛtaḥ paṃcāṃgakramavijñeyomārkaṃ

pṛ0 2ba) ḍeyādyupāsitaḥ 4 vāraścaghaṭikācaivadinanityātathaivaca varṣamāsayugāścaivaparivṛtiritikramāt 5 a
ṣṭāṃgakramasaṃproktobhṛgvādyaissamupāsitaḥ vāraṃghaṭiyugaṃmāsaṃpakṣārṇatithinityakāṃ 6 parivṛttaṃmahāyugaṃ
pūrṇaṃśavalmakaṃdivaṃ mahāparivṛtaṃcetidvādaśāṃgakramobhavet 7 pūrṇaṃsadyaṃcaśavalaṃkharvaṃrāmaṃtataḥparaṃ ma-
hāparivṛtiścotiparivṛtiṃtathaivaca 8 mahāyugaṃyugaṃvarṣaṃmāsaṃcalaghumāsakaṃ pakṣaṃvinatirtho?rnityāvā
raṃghaṭimanukramāt 9 nakṣatrayogakaraṇānyevaṃtuṣoḍaśāṃgakaṃ viṃśativījasaṃkhyeyaṃṣoḍaśāṃgasyasarvadā 10
evaṃyovetipaṃcānāmaṃgaṃpārāyaṇevidhau sayogīṃvrahmanirvāṇaṃprāpnuyāccanasaṃśayaḥ 11 itiśrīmatsaubhā
gyataṃtrepārāyaṇavidhaupaṃcāṃgakramanirūpaṇaṃnāmadvitīyaḥ athedānīṃpravakṣyāmiviṃśativījasaṃtatiṃ
ṣoḍaśāṃgavidhānoktaṃyatjñātvāsiddhimāpnuyāt 1 akāraḥ pūrṇasaṃjñohiṣakārastyaṃhyamucyate hakāraḥ
śavalākhyohikheṃvījaṃcaivakharvakaḥ 2 klīṃkārorāmasaṃjñaścaruvarṇomahāparivṛtiḥ ukāraḥ parivṛ
tiścakhaṃmahāyugamucyate3yakāroyugavījaṃcanavānītipracakṣato varṣākṣarāṇiṣaṭtriṃśadakādīnītyu

pṛ0 3a) dīryato 4 māsāścāṣoḍaśaproktāḥsvarāṇāṃṣoḍaśatvatha māsasyadinasaṃkhyātuṣaṭtriṃśaccaprakīrtitaḥ 5
akārādīnikṣakārāṃtāḥṣaṭtriṃśaddinasaṃtatiḥ yojayedvuddhimānsarvānlaghumāsamathocyate 6 paṃcamī
daśamīpūrṇāśuklapakṣedinatrayaṃ tathācakṛṣṇapakṣetukalpayogaḥkramādbhavet 7 hineṣveteṣudvaudvauca-
varṇasaṃkhyānigadyate śeṣeṣvekaikametaccalaghumāsasyanirṇayaḥ 8 pakṣanirṇayamapyatrakramātprāptomahā
dbhutaḥ vakṣyaṃteśuklakṛṣṇāyāṃtriṃśatithiphalapradāḥ 9 paṃcamīdaśamīpūrṇādineṣveteṣusarvadā catu
raścaturovarṇānuccaredvidhivatkramāt 10 anyeṣvapidinaiṣvevedvaudvauvarṇānsamuccaret evaṃpakṣasyasaṃjñā
hinirmitācamanīṣibhiḥ 11 dinasaṃjñāmathovakṣyepārāyaṇasusiddhaye aketyādikṣakārāṃtānṣa
ṭtriṃśatsaṃkhyakāṃścatat 12 dinārṇānītiprocyaṃtepārāyaṇaviśāradaiḥ nityāścasvarasaṃkhyāṃ
tāḥ ṣoḍaśasvarasaṃsthitāḥ 13 kāmiśvaryādicitrāṃtāḥ sarvateṣoḍaśībhavet paryāyakramatojñeyami
tiśāstrasyaḍiṃḍiṃmaḥ 14 vārākṣaramatovakṣyenavavargādyavarṇakān aḷkacaṭatapayaṣityevaṃ

pṛ0 3ba) vinirdiśet 15 navavārāitijñeyānavanāthātmakāḥkramāt prakāśaścavimarśaścānaṃdojñāna-eva
ca 16 satyaḥpūrṇaḥsvabhāvaścapratibhastyubhagastathā māse 2 tuvārāṇāṃcata-srāvṛtayobhavet 17
ghaṭikāścāthavijñeyāṣaṣṭisaṃkhyādine 2 paṃcāśanmātṛkāyāścavibhāgaḥpaṃcadhābhavet 18 eca
tayanāmānovargāḥsaṃpādyaṃtetataḥ yasmindinetuyovarṇojñātvātadghaṭikodayaṃ 19 tadādigaṇaye
dvidvānathavargaṃjapetpunaḥ nakṣatrāṇyathavakṣyaṃtevarṇakramavaśādapi 20 ḷkārādilakārāṃtānṣa
ṭtriṃśatsaṃkhyakānitiyogavarṇānivakṣyehaṃsaṃkhyānakṣatravadbhavet 21 akārādinakārāṃtāyogasaṃ
khyāprakīrtitā kṣādisaṃkhyākaraṇāndvādaśāṃścatrirāvṛtiḥ 22 māseratuvijñeyāḥṣoḍaśāṃgami
tisphuṭaṃ ṛtunirṇayamathatravakṣyehaṃjapasiddhaye 23 śrīkarīmohinīcaivakāminīvimalātathā
hāriṇībhrāmiṇīcaivagaurīlakṣmīkumārikā 24 japārcanavidhaujñeyāḥśaktayoṣṭaususiddhadāḥ
puṣpiṇīcakumārīcamohinīvimalātathā 25 jayinīśrīkarīcaivaparvāṇyetāniṣaṭkramātpu

pṛ0 4a) ṣpiṇīvarṣamāsābhyāṃmāsaṃdinaṃkumārikā 26 varṣaṃdinaṃmohinīcavimalāmāsakodayātvarṣodayā
bhyāṃjayinīdinodayābhyāṃcaśrīkarī 27 ityevaṃvarṣaṣaṭkaṃsyātsomapānamatovruve varṣamāsaṃtathā
proktaṃpakṣaṃcodayamevavā 28 somapānamitiproktaṃvudhairāgamavedibhiḥ varṣaṃdinakhodayaṃcavāraṃmā
saṃtathaivaca 29 varṇapaṃcakasaṃyogaḥjapassūryoparāgakaḥ kāmeśvaryādicitrāṃnaṃdakṣiṇāyanamucya
te 30 cicādikaṃsamārabhyakāmeśvaryāṃtamuttaraṃ ayanaṃcocyatecaitatjñānasiddhipradāyakaṃ 31 sūryaḥ
śukrastathācaṃdraḥketurbhūmisutovudhaḥ rāhurguruḥśaniścaivagrahāṇāṃjapīritaḥ 32 pratimāsepi
vijñeyāścaturaṃgitikramaḥ itthevaṃṣoḍaśāṃgādīnsaṃproktaṃjapalakṣaṇaṃ 33 śrīmatāvidhivatjñā
tvāṃpārāyaṇavidhiṃbhajetitisaṃkṣepataḥproktaṃpaṃcāṃgānāṃvinirṇayaṃ 34 ṣoḍaśāṃgavidhānaṃcakṛ
tvāṃjapamupakrameta gopanīyaṃprayatnenajapanīyaṃparātparaṃ 35 itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇa
vidhauṣoḍaśāṃgavījasaṃtatyādinirūpaṇaṃnāmatṛtīyaḥpaṭalāḥ|| athapārāyaṇāṃnāṃcatatva-

pṛ0 4ba) saṃkhyāvinirṇayaḥ ucyateprathamaṃtatrasiddhidaṃcaturaṃgakaṃ 1 nāthākhyaṃtudvitīyaṃsyāccakreśīnāṃtṛtīyakaṃ
ghaṭipārāyaṇāṃturyaṃpaṃcamaṃnāmasaṃjñikaṃ 2 maṃtrapārāyaṇaṃṣaṣṭaṃtatvākhyaṃcaivasaptakaṃnityākhyāmaṣṭamaṃcaiva
navamaṃmātṛkādayaṃ 3 daśamaṃlaghumāsākhyaṃpakṣamekādaśaṃbhavet dvādaśaṃtithinityākhyamṛtvākhyaṃtutra
yodaśaṃ 4 caturdaśaṃrāśisaṃjñaṃkheṭaṃpaṃcadaśaṃsmṛtaṃ ṣoḍaśaṃbhūtisaṃjñaṃcahaṃsaṃsaptadaśaṃsmṛtaṃ 5 vaśinya
ṣṭādaśaṃcaivayuganāthonaviṃśakaṃ mudrāhvayaṃviṃśatīcacakrakhyaṃtvekaviṃśatiḥ 6 dvāviṃśatīraśmi
saṃjñaṃparvaṣaṭkābhidhāṃniṣaṭ kunatriṃśatsomapānaṃpārāyaṇamitīryate 7 sarvamaṃgalāyāstriśaṃccasa
rvamaṃgalasiddhidaṃ sūryoparāgasaṃjñaṃtadekatriṃśatimaṃbhavet dvātriśatimaṃcitrāyāḥtrayastriśadramāhvayaṃ
bhuvanāyāścatustriṃśatkāmeśyāḥ paṃcatriṃśakaṃ 9 pārāyaṇamidaṃsarvaṃjagadraṃjanakārakaṃ āmnāya
maṃjñaṃṣaṭtriśatproktaṃpārāyaṇaṃparaṃ 10 śaraṇyaṃsarvalokānāṃvareṇyaṃtridivaukasāṃ śrīmattripurasuṃ
daryānaṃdasāmrājyadāyakaṃ 11 itisaṃkṣepataḥ proktaṃsūtraṃparamadurlabhaṃ etānitatvasaṃkhyānividyā

pṛ0 5a) pārāyaṇānivai 12 yaḥkarotinaśelokesamuktonātrasaṃśayaḥ itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāya
ṇavidhaupārāyaṇasaṃkhyānirūpaṇanāmacaturthaḥpaṭalaḥ 4 athocyatesamāsenavidyāpārāyaṇā
nivai yānijñātvāsādhakeṃdrobhavellalitavigrahaḥ 1 tatrādauprathamaṃvakṣesiddhidaṃcaturaṃgakaṃ sarvapā
rāyaṇānāṃcamūlabhūtaṃsanātanāṃ 2 tārovāgmanamāyāśrīrmūlavidyāmapikramāt aṣṭāṃgārṇāṃ-
stataścoktāmukhavṛtamathoccaret 3 pārāyaṇānāṃcatatoścaturthaḥsvarataḥparāhaṃsapallavasaṃyuktame
vaṃkramavidurvudhāḥ 4 aḷkacaṭatapayaṣityevaṃkramānnava ādauvargaiḥprathamakaṃditatovarṇaudvitī
yakaṃ 5 varṇadvayaṃtṛtīyaṃsyāttrivarṇaiścaturīyakaṃ ityevaṃcaturaṃgāhigurutaḥ śāstratastvidaṃ 6 jñātvā
japetprathamatassarvasiddhimavāpnuyāt athadvitīyaṃvakṣyehaṃnāthapārāyaṃparaṃ 7 tritārādikamuccārya
mūlavidyādikaṃtataḥ māyāṃramāṃcoktavargānnavathāpṛthaguccaret 8 prakāśādikamārabhyasubha
gāṃtaṃkramātataḥ maṃḍalakramatojāpyaṃyaṃmāseṣucaturāvṛtiḥ 9 athatṛtīyaṃvakṣyāmicakrīśīnāṃ

pṛ0 5ba) sukhapradaṃ tritārādikamuccāryamūlavidyādikaṃkramāt 10 āmaṃteparāmuktvātripuretitataḥparaṃ cakreśva
rīrūpiṇīśrīmahātripurasuṃdarī 11 śrīpādukāṃpūjayāmītyevaṃnatyaṃtamuddharet navacakreśvarīnāmnāpārāya
ṇamitīryate 12 ghaṭipārāyaṇamathatatprakāramihocyate ecatayanāmānipaṃcātyudayakānitu 13 tatra
yaddivaseyasyodayaṃtatprathamākṣaraṃ tadādiprajapedetatprathamaṃvargamabhyaset 14 tāratrayaṃmūlavidyāmaṃtetadva
rṇīritaḥ haṃsaḥpadaṃsamuccāryetyevaṃṣaṣṭijapobhavet 15 ghaṭipārāyaṇākhyoyaṃṣaṣṭirjapitismṛtaḥ prā
taṃḥ saṃdhyāṃtevetitrikālevetitāṃtrikāḥ 16 nāmapārāyaṇamatovakṣyehaṃpaṃcamaṃcayat tatrādāvadhikārā
rthaṃsaṃkalpamātṛkāṃnyaset 17 tāratrayaṃmūlavidyāṃdinanityādikaṃkramāt pūrvoktamenamuccāryavinyasenmā
tṛkodayaṃ 18 vidyākūṭatrayaṃmūlaṃhṛdayādikramānnyaset vidyākūṭadvirāvṛtyadinanityādibhissaha 19
karāṃgayugalaṃnyasyakāralacakraṃhṛdismaret tanmadhyagataśrīcakrekālanityākṛtāṃparāṃ 20 devīṃśrīsuṃ
darīṃdhyātvāmanasārcyapraṇamyaca prāṇānāyamyavidhivattatastujapamācaret 21 mūlaṃāīprathamaṃnā

pṛ0 6a) maproktātataḥ paraṃ mūlaṃprakāīdvitayamevamuttaratojapaḥ 22 akhāīityādyārabhyāīityaṃtamuccaret
vidyābhavaṃtiṣaṭtriṃśadevaṃsvaravibhedataḥ 23 tatvākṣarāṇāṃpratyekaṃdīrghatatvāpsarāṇyapi pūrvoktavi
dhinācaitatṣaṭtriṃśatkramarūpataḥ 24 prativargaṃṣaṭsaptatyadhikaṃpaṃcaśataṃkramāt militvetyakṣaraissa
rvaiḥṣaṭtriṃśaduttaraṃtathā 25 saptataśatottaraṃviṃśatsahasrāḥprabhavaṃtica tāsupratyahamekasyava
rṇasyajapaśaktitaḥ 26 kālaśaptakramaṃpūrvamāvṛtyānyakramaṃbhajet nāmapārāyaṇa-
mitipaṃcamaṃsamudāhṛtaṃ 27 ityevaṃbhajatīyovaināmapārāyaṇakramaṃ sasarvasiddhisaṃprāpyadevīdarśanamā
pnuyāt 28 itiśrīmatsaubhāgyataṃtreagapārāyaṇāhināmapārāyaṇāṃtakathanaṃnāmapaṃcamaḥpa
ṭalaḥ athaṣapuṃpravakṣyāmimaṃtrapārāyaṇaṃparaṃ yasyoccāraṇatodevibahuputrobhavennaraḥ 1 mā
yākuṃḍalinīcaivakriyāmadhumatītathākālīkalāmālinīcamātaṃgīvijayājayā 2 bhagavatī
tathādevīśivācaśābhavīdaśa tathācaprathamāśaktistathāśaṃkaravallabhā 3 tatotriṇayanāvā

pṛ0 6ba) gvādinācaivatubhairavīhīṃkārītripurācaivaparāparamayītathā 4 mātākumārītidaśamaṃtravidyāḥ
kramātsmṛtāḥ rābhiḥśrīmūlavidyāyāmaṃtrapārāyaṇakramaḥ 5 gurvuktavartmanātenanāmamaṃtravi
vicārataḥ viviktesamyagāsīnaḥśuciḥsnātaḥkṛtāhnika 6 bhūśuddhiṃbhūtaśuddhiṃcakṛtvāvaimātṛ
kāṃnyaset mūlavidyāyāru?ṣyādinyāsatrayapurassaraṃ 7 caturāsanavāgdevyāḥnyāsaṃcavinyasetataḥ
hṛdayelalitāṃdhyātvāmanasārcyapraṇamyavā 8 prāṇāyāmatrayaṃkṛtvātatastujapamācaret tritā
rāṃtemūlavidyāmuktvāmāyāṃtatovadet 9 akālyaṃteśaktivījamevaṃkṣāṃtaṃsamanyaset evaṃ
camāyayāyuktaṃmaṃkālīsauritikramāt 10 kṣāṃtaṃpunarmāyayācaaḥkālīsauritikramāt kṣāṃ-
tamevaṃpunarmūlaṃmāyayācatathaivaca 11 mātṛkābiṃdusargāḍhyaṃkālīsauriticakramat kṣakārāṃtaṃsa
mabhyasyadviśataṃcaturuttaraṃ 12 japobhavatimāyāyāmadhumatyatādibhedataḥ punastritāramuccāryamūla
vidyāṃsamācaret 13 vāgbhavaṃtutataścoktāṃkālīsauritikramāt caturvidyākṣarairyuktaṃdviśa

pṛ0 7a) taṃcaturuttaraṃ 14 punastritāravidyāṃcakāmavījaṃtataḥparaṃ akālisauritiproktācaturdhāmadhu
matyapi 15 pūrvavaccajapobhūyādviśataṃcaturuttarāṃ sarvaṃmilitvāsaṃkhyāsyātdvādaśādhikaṣaṭ
śataṃ 16 nāmaikasyajapaḥ proktopyevaṃnavasukīrtitaṃ kalādiṣucanāmeṣuśāṃtavātāsucakramā
n 17 viṃśaśādhikaśatopyetatṣaṭsahasrajapobhavet prāraṃbhadivaseṣvevaṃsaṃjapyatadanaṃtaraṃ 18
dvitīyepisamutthāyanityaṃnirvṛtyaśaktitaḥ svāsanesamyagāsīnekṛtvānyāsārcanāṃtakaḥ 19
prāṇāyāmatrayaṃkṛtvāpūrvavajjapamārabhet viśeṣastatravijñeyośaktibījaṃvihāyaca 20 ssaisseṃ
tsauḥsamuccāryaseyaṃśaṃkaravalla evaṃdvitiyetujapassaṃkhyāpūrvevadevahi 21 caturbhirmātṛkābhiśca
kālyādidaśanāmataḥ pūrvavatsarvamapyuktaṃvubudhairāgamavevibhiḥ 22 evaṃtṛtīyadivasedaśāhāṃ
tekramājjapaḥ pṛthakpallavasaṃyuktoḥkhapakṣeṃddhartusakhyakaḥ 23 divase2bhūtvāsarvaṃbhūyaniścayā-
t niyadākāśapakṣeṃdukālāḥ saṃkhyāprakīrtitā 24 tṛtīyehnivauṣaḍititriṇetrāmaṃtramucyateca

pṛ0 7ba) turthahnicāhetivāgvādinyāmanurbhavet 25 paṃcamehnitubhairavyāhsaiṃhskīṃhsrauḥiticakramāt ṣa-
ṣṭehnibhuvaneśvaryābījaṃhrīṃkārityapi 26 saptamehnisamākhyātāvidyāpaṃcadaśākṣarī sākādyu-
pāsakaihadihādyaistatkādirucyate 27 aṣṭamehniyugmaparāparāśasādayorbhavet navamehnihsakala
raḍaihsakalaraḍīṃhsakālaraḍoḥ 29 kūṭatrayātmakomaṃtrāḥśrīmātuḥsaṃprakīrtitaḥ daśamehniku
māryāścakāmavāgbhavasauriti 30 aivaṃpṛthaktayābhyasyayallavaṃtudine2viniyogaṃgurorva-
ktātjñātvājapavidhirbhavet 31 matrapārāyaṇasyāsyaprayogodaśabhirdinaiḥ paṃcāśadbhirdinaiścā-
piśaktehairvāyathābhavet 32 svaśaktittosamabhyasyedevaṃpārāyaṇakramaḥ prāpnuyādakhilānbho
gānaṃvedevīpadaṃvrajet 33 athavānyaprakārolamaṃtrapārāyaṇaṃbhavet tāratrayaṃsamuccāryamula?vidyāṃ
tatobhavet 34 māyādiṃmadhumatparṇaṃkālosauriticakramāt caturdhāmadhumatparṇānpūrvavatkra
marūpataḥ 35 prayataḥprajapedevaṃdviśataṃcaturutaraṃ śakisthānecaivamevaṃproktāśaṃkaravallabhā 36

pṛ0 8a) śeṣaṃpūrvavadevasyādviśataṃcaturuttaraṃ śaktisthānicaivamevaṃtriṇetrādikamuccaret 37 pūrvava
dyojapetkālīṃsuvudhyāmātrakāyutāṃ itiyādibhirvarṇaiḥkālyāścadaśadhāvṛtiḥ 38 ca-
tvāriidhikaḥśekaḥdvisahastākhyasaṃkhyakaḥ evaṃcakālīsthāneṣusaṃbudhyaṃtākalādikāḥ 39
niyojyapūrvavajjāthāmadhumatyāditaḥkramātśaktyādidaśavidyāṃtaḥkālyādidaśanāmabhiḥ 40
māyāyāścakhaśūnyābdhiviyatpakṣayutojapaḥ evaṃdvitīyabījasyakuḍalinyāhvayasyaca 41
khaśūnyābdhiviyatpakṣasaṃkhyākojapīritaḥ tathaivahitṛtīyasyakriyābījasyavaijapaḥ 42
khaśūnyāvdhiviyatpakṣasaṃkhyāproktāmanīṣibhiḥ sarvamabhraviyatpakṣadharākālamitojapaḥ
43 maṃtrapārāyaṇamitiprakārāṃtarataḥsphuṭaṃ gurvaklavartmanājāthaṃsarvasiddhipradaṃbhavet 44
itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇavidhaumaṃtrapārāyaṇanirūpaṇaṃnāmaṣaṣṭaḥpaṭalaḥa
thapārāyaṇaṃvakṣyetatvarūpaṃtusaptamaṃ proktaṃmadhyāhnasaṃdhyāyāṃtādgāyatrījapottaraṃ 1 tritārāṃ-

pṛ0 8ba) temūlavidyāṃdinanityādikaṃkramāt prayatnamukhānatvākhyaṃrūpiṇītimahāvadet tripurāṃtesuṃ
darīśrīpādukāṃpūjayāmicaṃ natyaṃtamititatvānāṃjapaḥproktodine2śivādyavaniparyaṃtaṃṣaṭtriṃ
śattatvarūpakaṃ dinārṇatatvamārabhyamaṃḍalakramatojapet athanitthāhvayaṃpārāyaṇamaṣṭamamīrya
te prāktesāyāṃhnamadhyāyāṃtadgāyatrījapotaraṃ 5 viśaṣastatravijñeyastatvasthāneṣunityakāṃ maṃtranā
mapuraskatyajapetsarvamataṃdritaḥ 6 kāmeśvarīṃsamārabhyaṣoḍaśyaṃtāṃjapenmanuṃ ṣoḍaśīṃvāsamā
rabhyacitrāṃtaṃprajapetbudhaḥ 7 varṣāraṃbhetuprathamānityātakramatobhavet varṣamadhyetuparyāyaiścatu-
ssaṃkhyāḥprakīrtitāḥ 8 nityāparāyaṇamitiproktaṃsarvasamṛddhidaṃyaḥ karotinarolokesasarvā
rvābhīṣṭamāpnuyāt 9 athavasthemātṛkāyāpārāṇapranātamaṃ navamaṃsarvasiddhīnāṃnidhīnāṃcapha
lapradāṃ 10 tritārādikamuccāryoktasthāneṣumātṛkāṃ śeṣapūrvavadevātranatyaṃtaṃjapalakṣaṇāṃ 11 ekā
vṛttiḥpratidinaṃkṛtvādaivyausamarpayet prasiddhāsakalāvidyāititaṃtraviśāradāḥ 12 evaṃni

pṛ0 9a) tyāṃjapenāśupārāyaṇamabhīṣṭadaṃ japanīyaṃsadābhaktyāgopanīyaṃparātparaṃ 13 saṃkṣepeṇāthavakṣyā
midaśamaṃlaṃcumāsakaṃ triṃśaddināṃtmakaṃpārāyaṇaṃtatvākṣarairbhavet 14 tritārādikamuccāryadinā
rṇaṃcatovadet pūrvoktaṃsaṃkhyayāmaṃtrīāīmadhyāṃtarālake 15 haṃsityaṃtamuccāryamaṃḍalakramatorye-
jet vṛddhikṣathānusāreṇatatvavarṇānniyojyaca 16 laghumāsamitiproktaṃpārāyaṇasusiddhidaṃ
triśatithimayemāsacaikāvṛtiphalapradaṃ 17 athapārāyaṇaṃpakṣaṃśuklakṛṣṇakrameṇatu vakṣye
tatpūrvavarccevapūrṇākhyāsutithiṣvapi 18 caturaścaturovarṇānathānyāsucayugmakaṃśuklapa
kṣekramājjāpyaṃlaghumāsavadevahi 19 maṃḍalakramatojeyāṃśuklapakṣavibhedataḥvṛddhikṣapasamā-
lokyatattadvarṇyānsumuccaretpaṃkṣapārāyaṇa mitipūrverekādaśasmasuṃ athapārāyaṇaṃvakṣya
tithinityābhidhaṃparaṃ 21 sakhyāṃvāṃṇadharāṃśekrāṃsarvasiddhipradāyakāṃ tatrapravṛddhitithyāyāṃni
tyādinadvayebhavet 22 kṣayanityāsutāṃnityāṃprajapidvitithobudhaḥ dvinadvayepyekanityāṃtithi-

pṛ0 9ba) yaha pholiyo upalabdha nahī hai |

pṛ0 10a) śaṃbhūtisarvadaṃ 33 śuddhānsabiṃdukānvarṇānmadhumatyāhvayaṃpṛthak pūrvavaccajapenmaṃtrīmātṛkākra-
marūpataḥ 34 prātaḥkālemadhyāhnesāyāhnepyardharātrake itisaṃkṣepataḥproktaṃbhūtipārāyaṇaṃma
hat 35 nabrūyādyasyakasyāpibrūyādyipyāyasādhake itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇaviḥ
dhaubhūtipārāyaṇanirūpaṇanāmasaptamaḥpaṭalaḥ athavakṣyesaptadaśaṃhaṃsapārāyaṇaṃparaṃ ṣa-
ṣṭivarṣānvitāstithyoṣaṭśatottarapūrvakāekaviṃśatsahasrāṇiititatithisaṃkhyakaṃ jī-
vojapatyahorātraṃhaṃsityakṣaraṃdvayaṃ tajjapaṃsaptacakrasthagaṇeśapramukhādiṣu arpayetkṛtasaṃka
lpopūrvoktavidhipūrvakaḥ 3 tritārādikamuccāryamukhasthāneṣuvarṇamat cakrasyadevatāṅeṃ-
tājapānāmamukaṃmitahaṃ nivedayāminatyaṃtamevaṃkramamudīritaṃsaṃpārāyaṇamitiparamā
rthapradaṃmahat 5 athavakṣyevaśinyādipārāyaṇamabhīṣṭadaṃ pūrvādaṣṭādaśaṃcaivadvimāsānmaṃ-
ḍalaṃbhavet 6 tāratrayaṃṣṭaṇavidyāṃdinanityādikaṃkramāt ādyaṃtarāletattadyardvargā-

pṛ0 10ba) nvījansamācaret 7 śiveṃdaubiṃdusargāḍyāvitisarvatrasaṃvadet varṣāraṃbheṣucādyaṃtevarṣe2ṣṭamaṃḍalā
t 8 jñātvātubuddhimānsarvamaṃtraśāstrapramāṇavit kuryātpārāyaṇaṃkarmasacasiddhimavāpnuyāt
9 athavakṣyeviśaṃtimaṃmudrāpārāyaṇaṃparaṃ yasyaivajapamātreṇabhavetsarvāṃgasuṃdaraḥ 10 māse 2catu
rvāramāvartiḥkathitābudhaiḥnāthavaccajapaḥproktomudrābījānvitaḥśubhaḥ 11 itisaṃkṣepataḥproktaṃ
pārāyaṇamidaṃmahat gopanīyaṃsadābhaktyāsvaguhyamapareyathā 12 evaṃpārāyaṇaṃkarmayaḥ ka
rotidine2sacakiṃmānuṣelokesasākṣādyivevahi 13 itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇavidhomu
drāpārāyaṇavirupaṇaṃnāmāṣṭamaḥpaṭalaḥ athedānīṃpravakṣyāmicakrapārāyaṇaṃparaṃ ekaviṃśa
timaṃpūrvaṃmārasyasaṃkhyayāsphuṭaṃ 1 laghumāṃsasyavidhinākartavyamitideśikāḥmaṃdalaṃtvasyaṣa-
gamasāditimaṃtraviśāradāḥ 2 vasaṃtvartvādicārabhyavarṣatvattasamāpayet śaradatvāṃdicārabhyaśa
śittūtvaṃtaṃsamāpayet cakradevyassamuddiṣṭāḥnamastripurasuṃdarītyārabhyakhāṣṭabhūsaṃkhyāśuddhaśa

pṛ0 11a) ktisragopitāditritārādikamuccauryamukhyasthāneṣudevātāṃ nidvyojyapūrvavayveṣaṃnatyaṃtaṃtusamuccaret 5
pratipadituprathamādvitīyāyāṃdvitīyakaṃ evaṃkrameṇasaṃjapyamaṃḍalakramatovudhaḥ 6 ṣemāsati-
thibhiścātrasaṃkhyāpūrtirbhavediti pūrvavallaghumāsādijñātvāparāyaṇaṃjapat 7 śrīguroḥkṛpayā
devyāḥpūrṇābhiṣekamālabhet cakrapārāyaṇamidaṃtataḥkuryātsamāhitaḥ 8 pūrṇābhiṣekahī
nastucakrapārāṇaṃcaret sacamṛtyumavāpnotirauravaṃnarakaṃvrajet 9 athātaḥsaṃpravakṣyāmira-
śmipārāyaṇaṃparaṃ dvāviṃśatimaṃpūrvātudevīṃsāṃnidhyakārakaṃ 10 laghumāsavidhānenatithayo
vatsarānvitāḥ viyadatvagniḥ 360 sakhyāstārimaikaukaphaladāḥ 11 khāṣṭedusaṃkhyākāḥ
śuddhaśaktimālākramoditāḥdvidhāsaṃyajayetāṃścaśiviśaktivibhedanaḥ 12 viyadrasā-
gnisaṃkhyākāraśmayoḥprabhavaṃtica tatratāradikaṃcoktāmukhyasthāneṣumaṃtravit 13 raśmi
nāmasamuccoryaśeṣaṃnityaṃtamuccaret pratipadituprathamādvitīyāṃdvitīyakā 14varṣādyā

pṛ0 11ba) rabhyavarṣāṃtaṃraśmipārāyaṇaṃcaret maṃḍalakramayogenajapenmaṃtrāviśāradaḥ 15 mūlādhārema
ṇaupūresvādhiṣṭhānehṛdigate bhrūmadhyeccaivasaṃjapyāḥpārthivādikaraśmayaḥ 16 pṛthvyaṃbuvahni
marutaviyanmānasasaṃjñakāḥ nyāsakrameṇājaptavyāitimaṃtravidoviduḥ 17 itiṣaṭcakrabhede
ṣupārāyaṇamidaṃsmṛtaṃ nākhyeyaṃyasyakasyāpikramajñāyapratanyate 18 bālāpaṃcadaśīyugmaṃturī-
yāṣoḍaśīparā parāprāsādanirvāṇauṣaḍanvayakramasthitaḥ 19 evaṃdīkṣākramayutenāmādhikārasaṃ
jñike sarvādhikārākathitāstasyātraivādhikaritā 20 pūrṇadīkṣāvihīnoyoraśmipārāyaṇaṃcaret
vidherlipiṃtuṃsaṃmārjyatasyāyuḥkṣīṇatāṃvrajet itisaṃkṣepataḥprāktaṃraśmipārāyaṇaṃmahat go-
panīyaṃsadabhaktyāprakāśātsiddhihānikṛt 22 athapūrvoktānyevaṃtuṣaṭparvāṇāṃṣaḍānitu
pārāyaṇānisaṃkhyāsyātpūrvārabhyāṣṭaviṃśatiḥ 23 ekaikāvṛtirupoyojayaḥproktodi
ne 2 māsamadhyeṣaḍāvṛtyobhavaṃtyetadurāhṛtaṃ 24 tritārādikamuccāryaśeṣaṃpūrvavadācaret

pṛ0 12a) guruvaktrātsuvijñāyajapenmaṃtrīsusiddhaye 25 vakṣyedhunāsomapānamūnatriṃśatisaṃjñikaṃ tritā
rādikamuccāryapūrvoktāduccarenmanūn 26 śeṣaṃpūrvavadevātranatyaṃtaṃsaṣamīritaṃ ekāvṛttiḥprati
dinaṃjapetsarveṣvasiddhaye 27 vakṣyethamaṃgalāyāścatriṃśatsaṃkhyāṃsusiddhadāṃ pārāyaṇamidaṃnityārū
pasaubhāgyadāyakaṃ 28 tritārādikamuccāryamukhyasthāneṣumaṃtravit ādyaṃtarālakaṃcaivavakṣya-
māṇānhaṃsa ityapi 29 vinyasyaprajapedbhaktyātatprakāśaṃvadāmyahāṃakārādikṣakārāṃtānṣa
ṭtriṃśattatvavarṇakān 30 svarabhiṃnānṣaḍasveśveṣu 16 saṃkhyāṃtāṃstāmatipikramāt japtvā
pramūrtisaṃkhyāṃtāḥpunastusvarabhedataḥ 31 saṃyojyaprajapenmaṃtrījapaṃdevyaisamarpayet tatviṃdupakṣa
naṃdākhyavidyā 116 saṃkhyācaivaprakīrtitā 32 sarvamaṃgalanityāyāḥpārāyaṇamitiritaṃ mū
lavidyānvitaṃpakṣanavāśvanavasaṃkhyakaṃ 33 guruvaktātsamabhyasyajapetsarvārthasiddhaye a-
thasūryoparāgākhyaṃpārāyaṇaṃmahaṃbruve 34 varṇapaṃcakarūpaṃtupūrvoktaṃtutathaivahi tritārādika

pṛ0 12ba) muccāryamukhāsthāneṣuyojayet 35 somapānavadevāsyajapaḥprāktodine 2 ekottaratriṃśadevaṃpārā
yaṇamitīritaṃ 36 sarvopadināśvāsyaprajapātsūryaparvaṇaḥvakṣyerumathavitrāyāḥpārāyaṇamidaṃparaṃ 37
dvātriṃśatamaṃpūrvotusarveṣṭaphaladāyakaṃ akārādikṣakārāṃtātsvarabhiṃnānsupūrvavat 38 akvau
akvaumityāditaḥtathākṣakvaumitikramāt vidyāṣaḍaśveṣutathāsarvataḥsvarabhedataḥ 39 ru?
tviṃdupakṣanaṃdākhyāvidyāḥpūrvavadevahi maṃgalāvajjapaḥproktastathācamanuyojanaṃ 40 kṛ
tvājapaṃsadābhaktyādevatāyainivedayet itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇabidhaucitrāpārāyaṇaṃ
takaṃthaṃnaṃnāmanavamaḥpaṭalaḥ atastrayastriṃśatimaṃramāpārāyaṇaṃbruveyaṃkṛtvāsādhakaḥśreṣṭaḥ
kuberasadṛśaubhavet 1 tadātusādhakaśreṣṭhaḥnityaṃnirvṛtyaśaktitaḥ viviktesamyagāsīnokṛ
tvāsaṃkalpamādarāt 2 bhūśudhyādikamācaryaruṣyādinyāsamācaret tatohṛdayapaghnāṃtaḥsphu
raṃtīciṃtayedimāṃ 3 manasāpūjanaṃkṛtvāpraṇamedyaunimudrayā prāṇāyāmaṃtataḥkṛtvāpārāyaṇa

pṛ0 13a) japaṃcaret 4 aṃśrīaḥśrīṃsamārabhyakṣaśrīṃkṣīśrīmitikramātṣaṭtriṃśadvarṇaparyāyāḥṣo
ḍaśasvarasataḥpṛthak 5 kālāśvarāśarabhedenayojanīyāstathākramāt kālaikanetranaṃdākhyā
japasaṃkhyābhavatyapi 6 mūlāvidyānvitaṃnetranaṃdādrinaṃdasaṃkhyakaṃ ramāpārāyaṇamitisū
cilaṃtaṃtravedibhiḥguruvakrātsamabhyasyajapediṣṭārthasiddhaye athavakṣyecatustriṃśadbhuvaneśyāḥ
susiddhedaṃ pārāyaṇaṃmahādevyāḥmaṃtrasiddhiprarādāyakaṃ viśeṣastatravijñeyaḥśrīsthānebhuva-
nāṃnyaset 9 śeṣaṃpūrvadevātrajapātsiddhimavāpnuyāt athavakṣyepaṃcatriṃśatkāmeśvaryāḥsu-
siddhidāṃ 10 pārāyaṇaṃmahādevyāḥjagadraṃjanakārakaṃ atrāpilakṣmīsthānetukāmeśībīja
muccaret 11 śeṣaṃramāvatsaṃproktaṃbudhairāgamavedibhiḥ mūlavidyānvitaṃpakṣanavāścanavasaṃkhya
kaḥ 12 kāmeśvaryāḥprasādākhyaṃpārāyaṇamidaṃbhavet evaṃyaḥkurutenityaṃpārāyaṇatrayaṃtra
māt bhuktehasakalānbhogānsasarvasiddhibhāgbhavet itiśrīmatsaubhāgyastaṃtatrepā-

pṛ0 13ba) rāyaṇavidhauramābhuvanākāmeśīnāṃpārāyaṇanikarūpaṇaṃnāmadaśamaḥpaṭalaḥ adhāmnāyā
bhidhaṃmukhyaṃpārāyaṇamudīryate yatjñātvādacirānmaṃtrībhavecchivasamaḥkalau 1 śuddhavicchā
cabālācadvādaśārdhāhasaṃtikā mātaṃgīśukaśārīcavīṇāveṇustathaivaca 2 laghuśyā
mācasamayāpūrvekādaśasaṃkhyāyā saubhāgyavidyābagalāvārāhīvaṭukastathā 3 tira-
skaraṇīcasamayādakṣiṇeṣaṭaprakīrtitā lopāmudbhāvābhuvanāhyaṃnapūrṇātathaivaca 4 ma
hākamākalādevīsanayāṃbātathaivacapaṃcaivapaścimāmnāyetaṃtravidbhisphuṭākṛtā turyāṃbāca
mahārdhāśvārūḍhāmiśrītataḥparaṃ 5 vāgvādinvīcasamayāṣaḍaitāścatathottare śrīmahāṣo
ḍaśīvidyāparāṣoḍaśikātathā 6 parāprāsādavidyācaparābhaṭṭārikātathā parāvāśāṃ
bhavīdevisanuttaraparāṃbikā 7 kālasaṃkarṣiṇīdevīsamayetyaṣṭayesaṃkhyakāḥurdhamnāyeca
kathitāḥpārāyaṇavidāṃvaraiḥ 8 ityevaṃsarvasaṃbhūyaṣaṭtriṃśanmatrasaṃtatiḥ dinārṇe

pṛ0 14a) viniyuṃjītapratimāseṣumaṃḍalaṃ 9 pratidineṣvekamevavarṇadevīparāparā viśeṣastatravi
jñeyastitārādītyakādapaḥ 10 mukhavṛtaṃvarṇavidyāīhaṃsitisaṃtatiḥ evamāmnāyasaṃjñaṃ
tupārāyaṇamudīrita ṣaṭtriśatisupūrvātuśivasāṃmrājyadamahat pūrvābhiṣekīśuddhātmā
guruvaktātaduḍhaḥvṛtaḥ sevamācaredbhaktyādhikārīparobhavet
evaṃyaḥkurutebhaktyāpārāyaṇakramājjapaḥ māneṣuvartamā-
neṣusasākṣātparamaḥśivaḥ itiśrīmatsaubhāgyataṃtrepārāyaṇavidhauāmnāyanirūpaṇāṃnā
maikādaśaḥpaṭalaḥ śrīrājarājeśvaryārthaṇamasta || ||

Vollständiger Sanskrittext in Devanagari

Der Devanagari-Teil folgt der bereitgestellten Quelle einschließlich ihrer diplomatischen Besonderheiten.

ओंश्रीगणेशायनमः अखंडैकरसानंदनिष्यंदामृतविग्रहाचिन्मात्ररुपिणींविद्यांवंदेसानंदसुंदरीं १
अथवक्ष्येविस्तरेणपारायणविधिंपरां यस्यविज्ञानमात्रेणसाक्षात्परशिवोभवेत् २ कालस्वरूपमज्ञा
त्वासिद्धयेयोजपेत्मनून् कोटिकोटिजपेनापिसिद्धिस्तस्यनजायते ३ कालस्वरूपविज्ञानमहर्गणवि
धानतः अंष्टांगक्रमसंप्राप्तिर्नाल्पस्यतपसःफलं ४उच्यतेप्रथमंतत्रसिद्धकल्पाद्यहर्गणं अष्टांगक्र
मसंप्राप्तिर्येनतात्कालिकीभवेत् ५ पूर्णंतुरसपक्ष्यघ्नोगतवत्सरमिश्रितः नवांवरधरायुक्ताभवेयुः
शकवत्सराः ६ किंचषष्टिद्वाविंशतिगुणिनं व्यपगतसंवत्सरेणसंमिश्रंनववेदाग्निसमेतंशकतृ
यकालंविजानीयात् ७ षष्टिपूर्तौतुचक्रांकेष्वेकमेकंनियोजयेत् तेनेवस्वरसाहंन्याःशेषंपूर्व
वदेवहि ८ नंदाद्रींदुगुणैर्युतागतकलिः पक्षेंदुसंवर्धितोयुक्तोसौमधुराद्यकैस्त्रिरधतःखाश्वैर्हु-
तैस्संयुतः देवैगप्तफलौर्युतोनभगुणैर्वृद्धिस्यतिथ्यास्त्रिधाथोष्टौशून्यनगाप्तयुक् ऋतिरसैर्ल-
व्धोधिमासोनितः ९ किंच नंदसप्तकुगुणाघ्नितशाकंजायतेगतकलीरविगुण्यंयातमाससहि
तंत्रिविधाथोखाश्चलव्धममराप्तियुतंतत् १० पूर्णराप्तगुणितंगततिथ्यासंयुतंत्रिरहिपूर्णनगा

पृ० १ब) त्था युक्तमव्धिरसलव्धविहीनंस्याद्गणेभृगुदिनेकुतलेच ११ किंच धूसीकालयुतंशाकंकल्पव्द
मितिकथ्यते कल्पाद्यव्दगणोदिनाकरगुणश्चैत्राधिमासैर्युतस्तिस्थःशून्यनगाप्तयुक्सुरहृतोल
व्धाधिमासैर्युतः त्रिंशघ्नोदिनयुक्द्विधाशिवगुणोत्र्यभागभक्तोनितः कल्पव्दाविरहर्गणोभृगु
दिनेलंकार्धरात्रोद्भवः १२ एवंसंसिद्धमुनिभिस्तंत्रविद्धिः स्फुटीकृतः सप्तभक्तोत्रशुक्रादिस्या
त्प्रतीतावहर्गणः १३ उदयंपंचभिर्हृतेनवभिर्नववासराः षोडशभिःषोडशख्यातित्थाःपर्या
यनामकाः १४ षड्त्रिंशद्भिर्हृतेतद्वद्भवेत्तदुदुयोगकं कालांकाध्यर्तुवेदाश्वैर्हृतेतुयुगसंतति १५
तच्छेषंगर्त्र्यश्वपूर्णपक्षैर्भक्तःपरिःर्वृतिः शेषंशराभ्रेषुहृतेवर्षाण्यंकेभमिश्रितं १६ वर्षशे
षंरसगुणैर्भक्तेमासास्तुतद्गताः मासशेषक्रमात्ज्ञेयंदिनानीतिविदुर्वुधाः १७ एवमष्टांग
संसिद्धिरस्मात्तात्कालिकीस्मृता नक्षत्रयोगसंसिद्धिः प्रोक्तासंकल्पवाचने १८ शेषमष्टांगकं
ज्ञेयंपारायणविदांवरैः आर्कर्कनवभिंनेतुराशीकरणखेचराः १९ एवमेवपरिज्ञानंस्याद

पृ० २अ) ह्नांगणकेसदा इतिज्ञात्वाश्रीमताचविनियोगंसमाचरेत् २० किंच गणस्त्रिधासप्तशरांकशेषंयातंच
वारोदयवर्गनाथाः एचतयाउदयाश्चपंचवर्गाद्भवेन्मुश्यमुपासकानां २१ अह्नांगणोंगाग्न्यगपूर्णदस्रै
र्हृतंगतंमंडलकंयुगाख्यं शेषंरसाद्रीषुहृतंसमाख्यंमासाःस्वराःषड्गुणभक्तशेषात् २२ भवंतिशेषाश्च
गतादिनार्णाःस्मृताकारादिषडग्निवर्णाः २३ षट्त्रिंशद्भिर्दिनैर्मासःद्व्यष्टमासैस्तुवर्षकं षट्त्रिशद्धा
यनंप्रोक्तंमंडलंतुतथायुगं २४ वाराश्चघटिकाचैवदिननित्याततःपरां वर्षमासयुगश्चापिपरिवृत्तिरिति
क्रिमात् २५ सप्तपारायणंप्रोक्तामष्टांगंतत्प्रकीर्तितं एतद्विनायोजयतिमंत्रसिद्धिर्नजायते २६ इति
श्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणविधावहर्गणादिनिरूपणंनामप्रथमःपटलेः अथपारायणानांचल
क्षणानिव्रुवेधुनायानिज्ञात्वासाधकेंद्रःसर्वसिद्धिंसमाप्नुयात् १ चतुरंगंचपंचांगमष्टांगंद्वादशांग
कंषोडशांगंक्रमात्ज्ञात्वापारायणपरायणः २ तारत्रयंमूलविद्यावर्षमासदिनोदयान् संयोज्यच
तुरंगाख्योविधिरेषःसुसिद्धिदः ३ दिनतोवारतोपक्षमासवर्षसमावृतः पंचांगक्रमविज्ञेयोमार्कं

पृ० २ब) डेयाद्युपासितः ४ वारश्चघटिकाचैवदिननित्यातथैवच वर्षमासयुगाश्चैवपरिवृतिरितिक्रमात् ५ अ
ष्टांगक्रमसंप्रोक्तोभृग्वाद्यैस्समुपासितः वारंघटियुगंमासंपक्षार्णतिथिनित्यकां ६ परिवृत्तंमहायुगं
पूर्णंशवल्मकंदिवं महापरिवृतंचेतिद्वादशांगक्रमोभवेत् ७ पूर्णंसद्यंचशवलंखर्वंरामंततःपरं म-
हापरिवृतिश्चोतिपरिवृतिंतथैवच ८ महायुगंयुगंवर्षंमासंचलघुमासकं पक्षंविनतिर्थो?र्नित्यावा
रंघटिमनुक्रमात् ९ नक्षत्रयोगकरणान्येवंतुषोडशांगकं विंशतिवीजसंख्येयंषोडशांगस्यसर्वदा १०
एवंयोवेतिपंचानामंगंपारायणेविधौ सयोगींव्रह्मनिर्वाणंप्राप्नुयाच्चनसंशयः ११ इतिश्रीमत्सौभा
ग्यतंत्रेपारायणविधौपंचांगक्रमनिरूपणंनामद्वितीयः अथेदानींप्रवक्ष्यामिविंशतिवीजसंततिं
षोडशांगविधानोक्तंयत्ज्ञात्वासिद्धिमाप्नुयात् १ अकारः पूर्णसंज्ञोहिषकारस्त्यंह्यमुच्यते हकारः
शवलाख्योहिखेंवीजंचैवखर्वकः २ क्लींकारोरामसंज्ञश्चरुवर्णोमहापरिवृतिः उकारः परिवृ
तिश्चखंमहायुगमुच्यते३यकारोयुगवीजंचनवानीतिप्रचक्षतो वर्षाक्षराणिषट्त्रिंशदकादीनीत्यु

पृ० ३अ) दीर्यतो ४ मासाश्चाषोडशप्रोक्ताःस्वराणांषोडशत्वथ मासस्यदिनसंख्यातुषट्त्रिंशच्चप्रकीर्तितः ५
अकारादीनिक्षकारांताःषट्त्रिंशद्दिनसंततिः योजयेद्वुद्धिमान्सर्वान्लघुमासमथोच्यते ६ पंचमी
दशमीपूर्णाशुक्लपक्षेदिनत्रयं तथाचकृष्णपक्षेतुकल्पयोगःक्रमाद्भवेत् ७ हिनेष्वेतेषुद्वौद्वौच-
वर्णसंख्यानिगद्यते शेषेष्वेकैकमेतच्चलघुमासस्यनिर्णयः ८ पक्षनिर्णयमप्यत्रक्रमात्प्राप्तोमहा
द्भुतः वक्ष्यंतेशुक्लकृष्णायांत्रिंशतिथिफलप्रदाः ९ पंचमीदशमीपूर्णादिनेष्वेतेषुसर्वदा चतु
रश्चतुरोवर्णानुच्चरेद्विधिवत्क्रमात् १० अन्येष्वपिदिनैष्वेवेद्वौद्वौवर्णान्समुच्चरेत् एवंपक्षस्यसंज्ञा
हिनिर्मिताचमनीषिभिः ११ दिनसंज्ञामथोवक्ष्येपारायणसुसिद्धये अकेत्यादिक्षकारांतान्ष
ट्त्रिंशत्संख्यकांश्चतत् १२ दिनार्णानीतिप्रोच्यंतेपारायणविशारदैः नित्याश्चस्वरसंख्यां
ताः षोडशस्वरसंस्थिताः १३ कामिश्वर्यादिचित्रांताः सर्वतेषोडशीभवेत् पर्यायक्रमतोज्ञेयमि
तिशास्त्रस्यडिंडिंमः १४ वाराक्षरमतोवक्ष्येनववर्गाद्यवर्णकान् अऌकचटतपयषित्येवं

पृ० ३ब) विनिर्दिशेत् १५ नववाराइतिज्ञेयानवनाथात्मकाःक्रमात् प्रकाशश्चविमर्शश्चानंदोज्ञान-एव
च १६ सत्यःपूर्णःस्वभावश्चप्रतिभस्त्युभगस्तथा मासे २ तुवाराणांचत-स्रावृतयोभवेत् १७
घटिकाश्चाथविज्ञेयाषष्टिसंख्यादिने २ पंचाशन्मातृकायाश्चविभागःपंचधाभवेत् १८ एच
तयनामानोवर्गाःसंपाद्यंतेततः यस्मिन्दिनेतुयोवर्णोज्ञात्वातद्घटिकोदयं १९ तदादिगणये
द्विद्वानथवर्गंजपेत्पुनः नक्षत्राण्यथवक्ष्यंतेवर्णक्रमवशादपि २० ऌकारादिलकारांतान्ष
ट्त्रिंशत्संख्यकानितियोगवर्णानिवक्ष्येहंसंख्यानक्षत्रवद्भवेत् २१ अकारादिनकारांतायोगसं
ख्याप्रकीर्तिता क्षादिसंख्याकरणान्द्वादशांश्चत्रिरावृतिः २२ मासेरतुविज्ञेयाःषोडशांगमि
तिस्फुटं ऋतुनिर्णयमथत्रवक्ष्येहंजपसिद्धये २३ श्रीकरीमोहिनीचैवकामिनीविमलातथा
हारिणीभ्रामिणीचैवगौरीलक्ष्मीकुमारिका २४ जपार्चनविधौज्ञेयाःशक्तयोष्टौसुसिद्धदाः
पुष्पिणीचकुमारीचमोहिनीविमलातथा २५ जयिनीश्रीकरीचैवपर्वाण्येतानिषट्क्रमात्पु

पृ० ४अ) ष्पिणीवर्षमासाभ्यांमासंदिनंकुमारिका २६ वर्षंदिनंमोहिनीचविमलामासकोदयात्वर्षोदया
भ्यांजयिनीदिनोदयाभ्यांचश्रीकरी २७ इत्येवंवर्षषट्कंस्यात्सोमपानमतोव्रुवे वर्षमासंतथा
प्रोक्तंपक्षंचोदयमेववा २८ सोमपानमितिप्रोक्तंवुधैरागमवेदिभिः वर्षंदिनखोदयंचवारंमा
संतथैवच २९ वर्णपंचकसंयोगःजपस्सूर्योपरागकः कामेश्वर्यादिचित्रांनंदक्षिणायनमुच्य
ते ३० चिचादिकंसमारभ्यकामेश्वर्यांतमुत्तरं अयनंचोच्यतेचैतत्ज्ञानसिद्धिप्रदायकं ३१ सूर्यः
शुक्रस्तथाचंद्रःकेतुर्भूमिसुतोवुधः राहुर्गुरुःशनिश्चैवग्रहाणांजपीरितः ३२ प्रतिमासेपि
विज्ञेयाश्चतुरंगितिक्रमः इत्थेवंषोडशांगादीन्संप्रोक्तंजपलक्षणं ३३ श्रीमताविधिवत्ज्ञा
त्वांपारायणविधिंभजेतितिसंक्षेपतःप्रोक्तंपंचांगानांविनिर्णयं ३४ षोडशांगविधानंचकृ
त्वांजपमुपक्रमेत गोपनीयंप्रयत्नेनजपनीयंपरात्परं ३५ इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायण
विधौषोडशांगवीजसंतत्यादिनिरूपणंनामतृतीयःपटलाः|| अथपारायणांनांचतत्व-

पृ० ४ब) संख्याविनिर्णयः उच्यतेप्रथमंतत्रसिद्धिदंचतुरंगकं १ नाथाख्यंतुद्वितीयंस्याच्चक्रेशीनांतृतीयकं
घटिपारायणांतुर्यंपंचमंनामसंज्ञिकं २ मंत्रपारायणंषष्टंतत्वाख्यंचैवसप्तकंनित्याख्यामष्टमंचैव
नवमंमातृकादयं ३ दशमंलघुमासाख्यंपक्षमेकादशंभवेत् द्वादशंतिथिनित्याख्यमृत्वाख्यंतुत्र
योदशं ४ चतुर्दशंराशिसंज्ञंखेटंपंचदशंस्मृतं षोडशंभूतिसंज्ञंचहंसंसप्तदशंस्मृतं ५ वशिन्य
ष्टादशंचैवयुगनाथोनविंशकं मुद्राह्वयंविंशतीचचक्रख्यंत्वेकविंशतिः ६ द्वाविंशतीरश्मि
संज्ञंपर्वषट्काभिधांनिषट् कुनत्रिंशत्सोमपानंपारायणमितीर्यते ७ सर्वमंगलायास्त्रिशंच्चस
र्वमंगलसिद्धिदं सूर्योपरागसंज्ञंतदेकत्रिंशतिमंभवेत् द्वात्रिशतिमंचित्रायाःत्रयस्त्रिशद्रमाह्वयं
भुवनायाश्चतुस्त्रिंशत्कामेश्याः पंचत्रिंशकं ९ पारायणमिदंसर्वंजगद्रंजनकारकं आम्नाय
मंज्ञंषट्त्रिशत्प्रोक्तंपारायणंपरं १० शरण्यंसर्वलोकानांवरेण्यंत्रिदिवौकसां श्रीमत्त्रिपुरसुं
दर्यानंदसाम्राज्यदायकं ११ इतिसंक्षेपतः प्रोक्तंसूत्रंपरमदुर्लभं एतानितत्वसंख्यानिविद्या

पृ० ५अ) पारायणानिवै १२ यःकरोतिनशेलोकेसमुक्तोनात्रसंशयः इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपाराय
णविधौपारायणसंख्यानिरूपणनामचतुर्थःपटलः ४ अथोच्यतेसमासेनविद्यापारायणा
निवै यानिज्ञात्वासाधकेंद्रोभवेल्ललितविग्रहः १ तत्रादौप्रथमंवक्षेसिद्धिदंचतुरंगकं सर्वपा
रायणानांचमूलभूतंसनातनां २ तारोवाग्मनमायाश्रीर्मूलविद्यामपिक्रमात् अष्टांगार्णां-
स्ततश्चोक्तामुखवृतमथोच्चरेत् ३ पारायणानांचततोश्चतुर्थःस्वरतःपराहंसपल्लवसंयुक्तमे
वंक्रमविदुर्वुधाः ४ अऌकचटतपयषित्येवंक्रमान्नव आदौवर्गैःप्रथमकंदिततोवर्णौद्विती
यकं ५ वर्णद्वयंतृतीयंस्यात्त्रिवर्णैश्चतुरीयकं इत्येवंचतुरंगाहिगुरुतः शास्त्रतस्त्विदं ६ ज्ञात्वा
जपेत्प्रथमतस्सर्वसिद्धिमवाप्नुयात् अथद्वितीयंवक्ष्येहंनाथपारायंपरं ७ त्रितारादिकमुच्चार्य
मूलविद्यादिकंततः मायांरमांचोक्तवर्गान्नवथापृथगुच्चरेत् ८ प्रकाशादिकमारभ्यसुभ
गांतंक्रमाततः मंडलक्रमतोजाप्यंयंमासेषुचतुरावृतिः ९ अथतृतीयंवक्ष्यामिचक्रीशीनां

पृ० ५ब) सुखप्रदं त्रितारादिकमुच्चार्यमूलविद्यादिकंक्रमात् १० आमंतेपरामुक्त्वात्रिपुरेतिततःपरं चक्रेश्व
रीरूपिणीश्रीमहात्रिपुरसुंदरी ११ श्रीपादुकांपूजयामीत्येवंनत्यंतमुद्धरेत् नवचक्रेश्वरीनाम्नापाराय
णमितीर्यते १२ घटिपारायणमथतत्प्रकारमिहोच्यते एचतयनामानिपंचात्युदयकानितु १३ तत्र
यद्दिवसेयस्योदयंतत्प्रथमाक्षरं तदादिप्रजपेदेतत्प्रथमंवर्गमभ्यसेत् १४ तारत्रयंमूलविद्यामंतेतद्व
र्णीरितः हंसःपदंसमुच्चार्येत्येवंषष्टिजपोभवेत् १५ घटिपारायणाख्योयंषष्टिर्जपितिस्मृतः प्रा
तंः संध्यांतेवेतित्रिकालेवेतितांत्रिकाः १६ नामपारायणमतोवक्ष्येहंपंचमंचयत् तत्रादावधिकारा
र्थंसंकल्पमातृकांन्यसेत् १७ तारत्रयंमूलविद्यांदिननित्यादिकंक्रमात् पूर्वोक्तमेनमुच्चार्यविन्यसेन्मा
तृकोदयं १८ विद्याकूटत्रयंमूलंहृदयादिक्रमान्न्यसेत् विद्याकूटद्विरावृत्यदिननित्यादिभिस्सह १९
करांगयुगलंन्यस्यकारलचक्रंहृदिस्मरेत् तन्मध्यगतश्रीचक्रेकालनित्याकृतांपरां २० देवींश्रीसुं
दरींध्यात्वामनसार्च्यप्रणम्यच प्राणानायम्यविधिवत्ततस्तुजपमाचरेत् २१ मूलंआईप्रथमंना

पृ० ६अ) मप्रोक्ताततः परं मूलंप्रकाईद्वितयमेवमुत्तरतोजपः २२ अखाईइत्याद्यारभ्याईइत्यंतमुच्चरेत्
विद्याभवंतिषट्त्रिंशदेवंस्वरविभेदतः २३ तत्वाक्षराणांप्रत्येकंदीर्घतत्वाप्सराण्यपि पूर्वोक्तवि
धिनाचैतत्षट्त्रिंशत्क्रमरूपतः २४ प्रतिवर्गंषट्सप्तत्यधिकंपंचशतंक्रमात् मिलित्वेत्यक्षरैस्स
र्वैःषट्त्रिंशदुत्तरंतथा २५ सप्ततशतोत्तरंविंशत्सहस्राःप्रभवंतिच तासुप्रत्यहमेकस्यव
र्णस्यजपशक्तितः २६ कालशप्तक्रमंपूर्वमावृत्यान्यक्रमंभजेत् नामपारायण-
मितिपंचमंसमुदाहृतं २७ इत्येवंभजतीयोवैनामपारायणक्रमं ससर्वसिद्धिसंप्राप्यदेवीदर्शनमा
प्नुयात् २८ इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेअगपारायणाहिनामपारायणांतकथनंनामपंचमःप
टलः अथषपुंप्रवक्ष्यामिमंत्रपारायणंपरं यस्योच्चारणतोदेविबहुपुत्रोभवेन्नरः १ मा
याकुंडलिनीचैवक्रियामधुमतीतथाकालीकलामालिनीचमातंगीविजयाजया २ भगवती
तथादेवीशिवाचशाभवीदश तथाचप्रथमाशक्तिस्तथाशंकरवल्लभा ३ ततोत्रिणयनावा

पृ० ६ब) ग्वादिनाचैवतुभैरवीहींकारीत्रिपुराचैवपरापरमयीतथा ४ माताकुमारीतिदशमंत्रविद्याः
क्रमात्स्मृताः राभिःश्रीमूलविद्यायामंत्रपारायणक्रमः ५ गुर्वुक्तवर्त्मनातेननाममंत्रवि
विचारतः विविक्तेसम्यगासीनःशुचिःस्नातःकृताह्निक ६ भूशुद्धिंभूतशुद्धिंचकृत्वावैमातृ
कांन्यसेत् मूलविद्यायारु?ष्यादिन्यासत्रयपुरस्सरं ७ चतुरासनवाग्देव्याःन्यासंचविन्यसेततः
हृदयेललितांध्यात्वामनसार्च्यप्रणम्यवा ८ प्राणायामत्रयंकृत्वाततस्तुजपमाचरेत् त्रिता
रांतेमूलविद्यामुक्त्वामायांततोवदेत् ९ अकाल्यंतेशक्तिवीजमेवंक्षांतंसमन्यसेत् एवं
चमाययायुक्तंमंकालीसौरितिक्रमात् १० क्षांतंपुनर्माययाचअःकालीसौरितिक्रमात् क्षां-
तमेवंपुनर्मूलंमाययाचतथैवच ११ मातृकाबिंदुसर्गाढ्यंकालीसौरितिचक्रमत् क्षकारांतंस
मभ्यस्यद्विशतंचतुरुत्तरं १२ जपोभवतिमायायामधुमत्यतादिभेदतः पुनस्त्रितारमुच्चार्यमूल
विद्यांसमाचरेत् १३ वाग्भवंतुततश्चोक्तांकालीसौरितिक्रमात् चतुर्विद्याक्षरैर्युक्तंद्विश

पृ० ७अ) तंचतुरुत्तरं १४ पुनस्त्रितारविद्यांचकामवीजंततःपरं अकालिसौरितिप्रोक्ताचतुर्धामधु
मत्यपि १५ पूर्ववच्चजपोभूयाद्विशतंचतुरुत्तरां सर्वंमिलित्वासंख्यास्यात्द्वादशाधिकषट्
शतं १६ नामैकस्यजपः प्रोक्तोप्येवंनवसुकीर्तितं कलादिषुचनामेषुशांतवातासुचक्रमा
न् १७ विंशशाधिकशतोप्येतत्षट्सहस्रजपोभवेत् प्रारंभदिवसेष्वेवंसंजप्यतदनंतरं १८
द्वितीयेपिसमुत्थायनित्यंनिर्वृत्यशक्तितः स्वासनेसम्यगासीनेकृत्वान्यासार्चनांतकः १९
प्राणायामत्रयंकृत्वापूर्ववज्जपमारभेत् विशेषस्तत्रविज्ञेयोशक्तिबीजंविहायच २० स्सैस्सें
त्सौःसमुच्चार्यसेयंशंकरवल्ल एवंद्वितियेतुजपस्संख्यापूर्वेवदेवहि २१ चतुर्भिर्मातृकाभिश्च
काल्यादिदशनामतः पूर्ववत्सर्वमप्युक्तंवुबुधैरागमवेविभिः २२ एवंतृतीयदिवसेदशाहां
तेक्रमाज्जपः पृथक्पल्लवसंयुक्तोःखपक्षेंद्धर्तुसख्यकः २३ दिवसे२भूत्वासर्वंभूयनिश्चया-
त् नियदाकाशपक्षेंदुकालाः संख्याप्रकीर्तिता २४ तृतीयेह्निवौषडितित्रिणेत्रामंत्रमुच्यतेच

पृ० ७ब) तुर्थह्निचाहेतिवाग्वादिन्यामनुर्भवेत् २५ पंचमेह्नितुभैरव्याह्सैंह्स्कींह्स्रौःइतिचक्रमात् ष-
ष्टेह्निभुवनेश्वर्याबीजंह्रींकारित्यपि २६ सप्तमेह्निसमाख्याताविद्यापंचदशाक्षरी साकाद्यु-
पासकैहदिहाद्यैस्तत्कादिरुच्यते २७ अष्टमेह्नियुग्मपरापराशसादयोर्भवेत् नवमेह्निह्सकल
रडैह्सकलरडींह्सकालरडोः २९ कूटत्रयात्मकोमंत्राःश्रीमातुःसंप्रकीर्तितः दशमेह्निकु
मार्याश्चकामवाग्भवसौरिति ३० ऐवंपृथक्तयाभ्यस्ययल्लवंतुदिने२विनियोगंगुरोर्व-
क्तात्ज्ञात्वाजपविधिर्भवेत् ३१ मत्रपारायणस्यास्यप्रयोगोदशभिर्दिनैः पंचाशद्भिर्दिनैश्चा-
पिशक्तेहैर्वायथाभवेत् ३२ स्वशक्तित्तोसमभ्यस्येदेवंपारायणक्रमः प्राप्नुयादखिलान्भो
गानंवेदेवीपदंव्रजेत् ३३ अथवान्यप्रकारोलमंत्रपारायणंभवेत् तारत्रयंसमुच्चार्यमुल?विद्यां
ततोभवेत् ३४ मायादिंमधुमत्पर्णंकालोसौरितिचक्रमात् चतुर्धामधुमत्पर्णान्पूर्ववत्क्र
मरूपतः ३५ प्रयतःप्रजपेदेवंद्विशतंचतुरुतरं शकिस्थानेचैवमेवंप्रोक्ताशंकरवल्लभा ३६

पृ० ८अ) शेषंपूर्ववदेवस्याद्विशतंचतुरुत्तरं शक्तिस्थानिचैवमेवंत्रिणेत्रादिकमुच्चरेत् ३७ पूर्वव
द्योजपेत्कालींसुवुध्यामात्रकायुतां इतियादिभिर्वर्णैःकाल्याश्चदशधावृतिः ३८ च-
त्वारिइधिकःशेकःद्विसहस्ताख्यसंख्यकः एवंचकालीस्थानेषुसंबुध्यंताकलादिकाः ३९
नियोज्यपूर्ववज्जाथामधुमत्यादितःक्रमात्शक्त्यादिदशविद्यांतःकाल्यादिदशनामभिः ४०
मायायाश्चखशून्याब्धिवियत्पक्षयुतोजपः एवंद्वितीयबीजस्यकुडलिन्याह्वयस्यच ४१
खशून्याब्धिवियत्पक्षसंख्याकोजपीरितः तथैवहितृतीयस्यक्रियाबीजस्यवैजपः ४२
खशून्याव्धिवियत्पक्षसंख्याप्रोक्तामनीषिभिः सर्वमभ्रवियत्पक्षधराकालमितोजपः
४३ मंत्रपारायणमितिप्रकारांतरतःस्फुटं गुर्वक्लवर्त्मनाजाथंसर्वसिद्धिप्रदंभवेत् ४४
इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणविधौमंत्रपारायणनिरूपणंनामषष्टःपटलःअ
थपारायणंवक्ष्येतत्वरूपंतुसप्तमं प्रोक्तंमध्याह्नसंध्यायांताद्गायत्रीजपोत्तरं १ त्रितारां-

पृ० ८ब) तेमूलविद्यांदिननित्यादिकंक्रमात् प्रयत्नमुखानत्वाख्यंरूपिणीतिमहावदेत् त्रिपुरांतेसुं
दरीश्रीपादुकांपूजयामिचं नत्यंतमितितत्वानांजपःप्रोक्तोदिने२शिवाद्यवनिपर्यंतंषट्त्रिं
शत्तत्वरूपकं दिनार्णतत्वमारभ्यमंडलक्रमतोजपेत् अथनित्थाह्वयंपारायणमष्टममीर्य
ते प्राक्तेसायांह्नमध्यायांतद्गायत्रीजपोतरं ५ विशषस्तत्रविज्ञेयस्तत्वस्थानेषुनित्यकां मंत्रना
मपुरस्कत्यजपेत्सर्वमतंद्रितः ६ कामेश्वरींसमारभ्यषोडश्यंतांजपेन्मनुं षोडशींवासमा
रभ्यचित्रांतंप्रजपेत्बुधः ७ वर्षारंभेतुप्रथमानित्यातक्रमतोभवेत् वर्षमध्येतुपर्यायैश्चतु-
स्संख्याःप्रकीर्तिताः ८ नित्यापरायणमितिप्रोक्तंसर्वसमृद्धिदंयः करोतिनरोलोकेससर्वा
र्वाभीष्टमाप्नुयात् ९ अथवस्थेमातृकायापाराणप्रनातमं नवमंसर्वसिद्धीनांनिधीनांचफ
लप्रदां १० त्रितारादिकमुच्चार्योक्तस्थानेषुमातृकां शेषपूर्ववदेवात्रनत्यंतंजपलक्षणां ११ एका
वृत्तिःप्रतिदिनंकृत्वादैव्यौसमर्पयेत् प्रसिद्धासकलाविद्याइतितंत्रविशारदाः १२ एवंनि

पृ० ९अ) त्यांजपेनाशुपारायणमभीष्टदं जपनीयंसदाभक्त्यागोपनीयंपरात्परं १३ संक्षेपेणाथवक्ष्या
मिदशमंलंचुमासकं त्रिंशद्दिनांत्मकंपारायणंतत्वाक्षरैर्भवेत् १४ त्रितारादिकमुच्चार्यदिना
र्णंचतोवदेत् पूर्वोक्तंसंख्ययामंत्रीआईमध्यांतरालके १५ हंसित्यंतमुच्चार्यमंडलक्रमतोर्ये-
जेत् वृद्धिक्षथानुसारेणतत्ववर्णान्नियोज्यच १६ लघुमासमितिप्रोक्तंपारायणसुसिद्धिदं
त्रिशतिथिमयेमासचैकावृतिफलप्रदं १७ अथपारायणंपक्षंशुक्लकृष्णक्रमेणतु वक्ष्ये
तत्पूर्ववर्च्चेवपूर्णाख्यासुतिथिष्वपि १८ चतुरश्चतुरोवर्णानथान्यासुचयुग्मकंशुक्लप
क्षेक्रमाज्जाप्यंलघुमासवदेवहि १९ मंडलक्रमतोजेयांशुक्लपक्षविभेदतःवृद्धिक्षपसमा-
लोक्यतत्तद्वर्ण्यान्सुमुच्चरेत्पंक्षपारायण मितिपूर्वेरेकादशस्मसुं अथपारायणंवक्ष्य
तिथिनित्याभिधंपरं २१ सख्यांवांणधरांशेक्रांसर्वसिद्धिप्रदायकां तत्रप्रवृद्धितिथ्यायांनि
त्यादिनद्वयेभवेत् २२ क्षयनित्यासुतांनित्यांप्रजपिद्वितिथोबुधः द्विनद्वयेप्येकनित्यांतिथि-

[Quellenhinweis: यह फोलियो उपलब्ध नही है – dieses Folio fehlt in der Vorlage.]

पृ० १०अ) शंभूतिसर्वदं ३३ शुद्धान्सबिंदुकान्वर्णान्मधुमत्याह्वयंपृथक् पूर्ववच्चजपेन्मंत्रीमातृकाक्र-
मरूपतः ३४ प्रातःकालेमध्याह्नेसायाह्नेप्यर्धरात्रके इतिसंक्षेपतःप्रोक्तंभूतिपारायणंम
हत् ३५ नब्रूयाद्यस्यकस्यापिब्रूयाद्यिप्यायसाधके इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणविः
धौभूतिपारायणनिरूपणनामसप्तमःपटलः अथवक्ष्येसप्तदशंहंसपारायणंपरं ष-
ष्टिवर्षान्वितास्तिथ्योषट्शतोत्तरपूर्वकाएकविंशत्सहस्राणिइतिततिथिसंख्यकं जी-
वोजपत्यहोरात्रंहंसित्यक्षरंद्वयं तज्जपंसप्तचक्रस्थगणेशप्रमुखादिषु अर्पयेत्कृतसंक
ल्पोपूर्वोक्तविधिपूर्वकः ३ त्रितारादिकमुच्चार्यमुखस्थानेषुवर्णमत् चक्रस्यदेवताङें-
ताजपानाममुकंमितहं निवेदयामिनत्यंतमेवंक्रममुदीरितंसंपारायणमितिपरमा
र्थप्रदंमहत् ५ अथवक्ष्येवशिन्यादिपारायणमभीष्टदं पूर्वादष्टादशंचैवद्विमासान्मं-
डलंभवेत् ६ तारत्रयंष्टणविद्यांदिननित्यादिकंक्रमात् आद्यंतरालेतत्तद्यर्द्वर्गा-

पृ० १०ब) न्वीजन्समाचरेत् ७ शिवेंदौबिंदुसर्गाड्यावितिसर्वत्रसंवदेत् वर्षारंभेषुचाद्यंतेवर्षे२ष्टमंडला
त् ८ ज्ञात्वातुबुद्धिमान्सर्वमंत्रशास्त्रप्रमाणवित् कुर्यात्पारायणंकर्मसचसिद्धिमवाप्नुयात्
९ अथवक्ष्येविशंतिमंमुद्रापारायणंपरं यस्यैवजपमात्रेणभवेत्सर्वांगसुंदरः १० मासे २चतु
र्वारमावर्तिःकथिताबुधैःनाथवच्चजपःप्रोक्तोमुद्राबीजान्वितःशुभः ११ इतिसंक्षेपतःप्रोक्तं
पारायणमिदंमहत् गोपनीयंसदाभक्त्यास्वगुह्यमपरेयथा १२ एवंपारायणंकर्मयः क
रोतिदिने२सचकिंमानुषेलोकेससाक्षाद्यिवेवहि १३ इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणविधोमु
द्रापारायणविरुपणंनामाष्टमःपटलः अथेदानींप्रवक्ष्यामिचक्रपारायणंपरं एकविंश
तिमंपूर्वंमारस्यसंख्ययास्फुटं १ लघुमांसस्यविधिनाकर्तव्यमितिदेशिकाःमंदलंत्वस्यष-
गमसादितिमंत्रविशारदाः २ वसंत्वर्त्वादिचारभ्यवर्षत्वत्तसमापयेत् शरदत्वांदिचारभ्यश
शित्तूत्वंतंसमापयेत् चक्रदेव्यस्समुद्दिष्टाःनमस्त्रिपुरसुंदरीत्यारभ्यखाष्टभूसंख्याशुद्धश

पृ० ११अ) क्तिस्रगोपितादित्रितारादिकमुच्चौर्यमुख्यस्थानेषुदेवातां निद्व्योज्यपूर्ववयवेषंनत्यंतंतुसमुच्चरेत् ५
प्रतिपदितुप्रथमाद्वितीयायांद्वितीयकं एवंक्रमेणसंजप्यमंडलक्रमतोवुधः ६ षेमासति-
थिभिश्चात्रसंख्यापूर्तिर्भवेदिति पूर्ववल्लघुमासादिज्ञात्वापरायणंजपत् ७ श्रीगुरोःकृपया
देव्याःपूर्णाभिषेकमालभेत् चक्रपारायणमिदंततःकुर्यात्समाहितः ८ पूर्णाभिषेकही
नस्तुचक्रपाराणंचरेत् सचमृत्युमवाप्नोतिरौरवंनरकंव्रजेत् ९ अथातःसंप्रवक्ष्यामिर-
श्मिपारायणंपरं द्वाविंशतिमंपूर्वातुदेवींसांनिध्यकारकं १० लघुमासविधानेनतिथयो
वत्सरान्विताः वियदत्वग्निः ३६० सख्यास्तारिमैकौकफलदाः ११ खाष्टेदुसंख्याकाः
शुद्धशक्तिमालाक्रमोदिताःद्विधासंयजयेतांश्चशिविशक्तिविभेदनः १२ वियद्रसा-
ग्निसंख्याकारश्मयोःप्रभवंतिच तत्रतारदिकंचोक्तामुख्यस्थानेषुमंत्रवित् १३ रश्मि
नामसमुच्चोर्यशेषंनित्यंतमुच्चरेत् प्रतिपदितुप्रथमाद्वितीयांद्वितीयका १४वर्षाद्या

पृ० ११ब) रभ्यवर्षांतंरश्मिपारायणंचरेत् मंडलक्रमयोगेनजपेन्मंत्राविशारदः १५ मूलाधारेम
णौपूरेस्वाधिष्ठानेहृदिगते भ्रूमध्येच्चैवसंजप्याःपार्थिवादिकरश्मयः १६ पृथ्व्यंबुवह्नि
मरुतवियन्मानससंज्ञकाः न्यासक्रमेणाजप्तव्याइतिमंत्रविदोविदुः १७ इतिषट्चक्रभेदे
षुपारायणमिदंस्मृतं नाख्येयंयस्यकस्यापिक्रमज्ञायप्रतन्यते १८ बालापंचदशीयुग्मंतुरी-
याषोडशीपरा पराप्रासादनिर्वाणौषडन्वयक्रमस्थितः १९ एवंदीक्षाक्रमयुतेनामाधिकारसं
ज्ञिके सर्वाधिकाराकथितास्तस्यात्रैवाधिकरिता २० पूर्णदीक्षाविहीनोयोरश्मिपारायणंचरेत्
विधेर्लिपिंतुंसंमार्ज्यतस्यायुःक्षीणतांव्रजेत् इतिसंक्षेपतःप्राक्तंरश्मिपारायणंमहत् गो-
पनीयंसदभक्त्याप्रकाशात्सिद्धिहानिकृत् २२ अथपूर्वोक्तान्येवंतुषट्पर्वाणांषडानितु
पारायणानिसंख्यास्यात्पूर्वारभ्याष्टविंशतिः २३ एकैकावृतिरुपोयोजयःप्रोक्तोदि
ने २ मासमध्येषडावृत्योभवंत्येतदुराहृतं २४ त्रितारादिकमुच्चार्यशेषंपूर्ववदाचरेत्

पृ० १२अ) गुरुवक्त्रात्सुविज्ञायजपेन्मंत्रीसुसिद्धये २५ वक्ष्येधुनासोमपानमूनत्रिंशतिसंज्ञिकं त्रिता
रादिकमुच्चार्यपूर्वोक्तादुच्चरेन्मनून् २६ शेषंपूर्ववदेवात्रनत्यंतंसषमीरितं एकावृत्तिःप्रति
दिनंजपेत्सर्वेष्वसिद्धये २७ वक्ष्येथमंगलायाश्चत्रिंशत्संख्यांसुसिद्धदां पारायणमिदंनित्यारू
पसौभाग्यदायकं २८ त्रितारादिकमुच्चार्यमुख्यस्थानेषुमंत्रवित् आद्यंतरालकंचैववक्ष्य-
माणान्हंस इत्यपि २९ विन्यस्यप्रजपेद्भक्त्यातत्प्रकाशंवदाम्यहांअकारादिक्षकारांतान्ष
ट्त्रिंशत्तत्ववर्णकान् ३० स्वरभिंनान्षडस्वेश्वेषु १६ संख्यांतांस्तामतिपिक्रमात् जप्त्वा
प्रमूर्तिसंख्यांताःपुनस्तुस्वरभेदतः ३१ संयोज्यप्रजपेन्मंत्रीजपंदेव्यैसमर्पयेत् तत्विंदुपक्ष
नंदाख्यविद्या ११६ संख्याचैवप्रकीर्तिता ३२ सर्वमंगलनित्यायाःपारायणमितिरितं मू
लविद्यान्वितंपक्षनवाश्वनवसंख्यकं ३३ गुरुवक्तात्समभ्यस्यजपेत्सर्वार्थसिद्धये अ-
थसूर्योपरागाख्यंपारायणंमहंब्रुवे ३४ वर्णपंचकरूपंतुपूर्वोक्तंतुतथैवहि त्रितारादिक

पृ० १२ब) मुच्चार्यमुखास्थानेषुयोजयेत् ३५ सोमपानवदेवास्यजपःप्राक्तोदिने २ एकोत्तरत्रिंशदेवंपारा
यणमितीरितं ३६ सर्वोपदिनाश्वास्यप्रजपात्सूर्यपर्वणःवक्ष्येरुमथवित्रायाःपारायणमिदंपरं ३७
द्वात्रिंशतमंपूर्वोतुसर्वेष्टफलदायकं अकारादिक्षकारांतात्स्वरभिंनान्सुपूर्ववत् ३८ अक्वौ
अक्वौमित्यादितःतथाक्षक्वौमितिक्रमात् विद्याषडश्वेषुतथासर्वतःस्वरभेदतः ३९ रु?
त्विंदुपक्षनंदाख्याविद्याःपूर्ववदेवहि मंगलावज्जपःप्रोक्तस्तथाचमनुयोजनं ४० कृ
त्वाजपंसदाभक्त्यादेवतायैनिवेदयेत् इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणबिधौचित्रापारायणं
तकंथंनंनामनवमःपटलः अतस्त्रयस्त्रिंशतिमंरमापारायणंब्रुवेयंकृत्वासाधकःश्रेष्टः
कुबेरसदृशौभवेत् १ तदातुसाधकश्रेष्ठःनित्यंनिर्वृत्यशक्तितः विविक्तेसम्यगासीनोकृ
त्वासंकल्पमादरात् २ भूशुध्यादिकमाचर्यरुष्यादिन्यासमाचरेत् ततोहृदयपघ्नांतःस्फु
रंतीचिंतयेदिमां ३ मनसापूजनंकृत्वाप्रणमेद्यौनिमुद्रया प्राणायामंततःकृत्वापारायण

पृ० १३अ) जपंचरेत् ४ अंश्रीअःश्रींसमारभ्यक्षश्रींक्षीश्रीमितिक्रमात्षट्त्रिंशद्वर्णपर्यायाःषो
डशस्वरसतःपृथक् ५ कालाश्वराशरभेदेनयोजनीयास्तथाक्रमात् कालैकनेत्रनंदाख्या
जपसंख्याभवत्यपि ६ मूलाविद्यान्वितंनेत्रनंदाद्रिनंदसंख्यकं रमापारायणमितिसू
चिलंतंत्रवेदिभिःगुरुवक्रात्समभ्यस्यजपेदिष्टार्थसिद्धये अथवक्ष्येचतुस्त्रिंशद्भुवनेश्याः
सुसिद्धेदं पारायणंमहादेव्याःमंत्रसिद्धिप्ररादायकं विशेषस्तत्रविज्ञेयःश्रीस्थानेभुव-
नांन्यसेत् ९ शेषंपूर्वदेवात्रजपात्सिद्धिमवाप्नुयात् अथवक्ष्येपंचत्रिंशत्कामेश्वर्याःसु-
सिद्धिदां १० पारायणंमहादेव्याःजगद्रंजनकारकं अत्रापिलक्ष्मीस्थानेतुकामेशीबीज
मुच्चरेत् ११ शेषंरमावत्संप्रोक्तंबुधैरागमवेदिभिः मूलविद्यान्वितंपक्षनवाश्चनवसंख्य
कः १२ कामेश्वर्याःप्रसादाख्यंपारायणमिदंभवेत् एवंयःकुरुतेनित्यंपारायणत्रयंत्र
मात् भुक्तेहसकलान्भोगान्ससर्वसिद्धिभाग्भवेत् इतिश्रीमत्सौभाग्यस्तंतत्रेपा-

पृ० १३ब) रायणविधौरमाभुवनाकामेशीनांपारायणनिकरूपणंनामदशमःपटलः अधाम्नाया
भिधंमुख्यंपारायणमुदीर्यते यत्ज्ञात्वादचिरान्मंत्रीभवेच्छिवसमःकलौ १ शुद्धविच्छा
चबालाचद्वादशार्धाहसंतिका मातंगीशुकशारीचवीणावेणुस्तथैवच २ लघुश्या
माचसमयापूर्वेकादशसंख्याया सौभाग्यविद्याबगलावाराहीवटुकस्तथा ३ तिर-
स्करणीचसमयादक्षिणेषटप्रकीर्तिता लोपामुद्भावाभुवनाह्यंनपूर्णातथैवच ४ म
हाकमाकलादेवीसनयांबातथैवचपंचैवपश्चिमाम्नायेतंत्रविद्भिस्फुटाकृता तुर्यांबाच
महार्धाश्वारूढामिश्रीततःपरं ५ वाग्वादिन्वीचसमयाषडैताश्चतथोत्तरे श्रीमहाषो
डशीविद्यापराषोडशिकातथा ६ पराप्रासादविद्याचपराभट्टारिकातथा परावाशां
भवीदेविसनुत्तरपरांबिका ७ कालसंकर्षिणीदेवीसमयेत्यष्टयेसंख्यकाःउर्धम्नायेच
कथिताःपारायणविदांवरैः ८ इत्येवंसर्वसंभूयषट्त्रिंशन्मत्रसंततिः दिनार्णे

पृ० १४अ) विनियुंजीतप्रतिमासेषुमंडलं ९ प्रतिदिनेष्वेकमेववर्णदेवीपरापरा विशेषस्तत्रवि
ज्ञेयस्तितारादीत्यकादपः १० मुखवृतंवर्णविद्याईहंसितिसंततिः एवमाम्नायसंज्ञं
तुपारायणमुदीरित षट्त्रिशतिसुपूर्वातुशिवसांम्राज्यदमहत् पूर्वाभिषेकीशुद्धात्मा
गुरुवक्तातदुढःवृतः सेवमाचरेद्भक्त्याधिकारीपरोभवेत्
एवंयःकुरुतेभक्त्यापारायणक्रमाज्जपः मानेषुवर्तमा-
नेषुससाक्षात्परमःशिवः इतिश्रीमत्सौभाग्यतंत्रेपारायणविधौआम्नायनिरूपणांना
मैकादशःपटलः श्रीराजराजेश्वर्यार्थणमस्त || ||

Beziehungen zu anderen Tantra-Schriften

Bilder und Videos

Sahasrara Chakra Segens-Meditation – moderne Yoga-Vidya-Meditation als Ergänzung zur inneren Ausrichtung.

Guru – Yoga-Vidya-Vortrag zum Guru-Prinzip, das für die initiationsgebundenen Praktiken des Saubhagya Tantra zentral ist.

Siehe auch

Seminare

Kundalini Yoga

06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung

Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…
Arjuna Wingen
13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe

Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…
Manuel Hirning

Mantra und Musik
Der RSS-Feed von https://www.yoga-vidya.de/seminare/interessengebiet/mantra-und-musik/rssfeed.xml konnte nicht geladen werden: Fehler beim Parsen von XML für RSS

Meditation

04.11.2026 - 16.12.2026 Meditation Sieben Wochen mit Körperwahrnehmung, Atem, Stille und Herzensgebet - Online Kursreihe

Termine: 7x mittwochs: 4.11., 11.11., 18.11., 25.11., 2.12., 9.12., 16.12.2026
jeweils 19:30 bis 20:30 Uhr

Online-Meditationskurs
Sieben Wochen mit …
Meike Griese-Storck
06.11.2026 - 08.11.2026 Meditation Grundtechniken

Erfahre, wie du mit Meditation deine Gedanken zur Ruhe bringst, neue Energie schöpfst und inneren Frieden findest. Lerne, wie du Hindernisse in der Med…
Madhuka Kuhnle


Vollständige deutsche Übersetzung des erhaltenen Textes

Vorbemerkung
Die folgende Fassung übersetzt den gesamten erhaltenen Grundtext des Saubhagya Tantra in seiner Reihenfolge. Sehr dichte Bīja-Reihen, reine Lautkombinationen und mathematisch-kalendarische Formeln werden inhaltlich erklärt, aber nicht durch frei erfundene „Bedeutungen“ ersetzt. Wo die diplomatische Vorlage beschädigt ist oder ein Folio ausdrücklich fehlt, wird dies kenntlich gemacht.

Erster Paṭala – Zeitordnung, Ahargaṇa und Grundlage des Pārāyaṇa

1.
Om. Verehrung Śrī Gaṇeśa.

Ich verehre jene Vidyā, deren Gestalt reines Bewusstsein ist, deren Körper der Nektar ist, der aus der ungeteilten einen Wonne hervorströmt, die Gestalt der Erkenntnis und der vollkommenen Schönheit.

2.
Nun werde ich ausführlich den höchsten Pārāyaṇa-Vidhi darlegen. Schon durch das Verständnis dieses Verfahrens soll man unmittelbar zu Paraśiva werden.

3.
Wer Mantras zur Erlangung von Siddhi rezitiert, ohne das Wesen der Zeit zu kennen, erlangt selbst durch Millionen und Abermillionen von Wiederholungen keine Siddhi.

4.
Das Erkennen des Wesens der Zeit geschieht durch die Berechnung des Ahargaṇa, der fortlaufenden Zahl der Tage. Das Erlangen der achtgliedrigen Ordnung ist nicht die Frucht geringer Askese.

5.
Darum wird zuerst der Ahargaṇa erklärt, der von Kalpa und weiteren Zeitgrößen ausgeht, damit die achtgliedrige Ordnung für den jeweils gegenwärtigen Zeitpunkt bestimmt werden kann.

6–13.
Es folgen mehrere mathematisch-kalendarische Regeln zur Berechnung von Śaka-Jahr, vergangenen Jahren, Monaten, Schaltmonaten, Tithis und Ahargaṇa. Die diplomatische Lesung dieser Verse ist mehrfach verdorben und enthält Zahlwörter in verschlüsselter Form. Sicher erkennbar ist das Ziel: Aus Kalenderdaten soll der für die aktuelle Praxis maßgebliche Ahargaṇa bestimmt werden.

Der Text verbindet dabei unter anderem vergangene Jahre, Monate, Schaltmonate, Tageszahlen und Restberechnungen. Er sagt, dass dieses Verfahren von Siddhas und Kennern des Tantra geklärt worden sei und dass aus einer Siebenerteilung unter anderem die Wochentage bestimmt werden.

14.
Durch Teilung beziehungsweise Restbildung mit fünf, neun und sechzehn werden weitere zyklische Größen gewonnen. Genannt werden neun Vāsaras beziehungsweise Tagesherren und sechzehn zyklische Einheiten.

15–18.
Weitere Divisionen dienen zur Bestimmung von Yoga, Yuga, Parivṛtti, Jahr, Monat und Tag. Der Text erklärt, dass auf diese Weise die für den jeweiligen Zeitpunkt gültige achtgliedrige Ordnung bestimmt wird. Nakṣatra und Yoga werden beim Saṅkalpa angegeben; die übrigen Glieder sollen von den Kennern des Pārāyaṇa ebenfalls berücksichtigt werden.

19–23.
Es folgen weitere Regeln zur Bestimmung von Rāśi, Udaya, Varga, Maṇḍala, Monaten und Tagesbuchstaben. Die genaue Rechenform ist in der überlieferten Gestalt teilweise unsicher, doch das Prinzip bleibt klar: Die zeitliche Qualität wird aus zyklischen Zahlensystemen berechnet und anschließend in Laut- und Mantraordnungen übertragen.

24.
Sechsunddreißig Tage werden als ein Monat in einer besonderen rituellen Rechnung bezeichnet; weitere zyklische Einheiten werden zu Jahr, Āyana, Maṇḍala und Yuga zusammengefasst.

25–26.
Wochentag, Ghaṭikā, Tag, Nityā, Jahr, Monat, Yuga und Parivṛtti werden der Reihe nach genannt. Aus ihnen entsteht die achtgliedrige Pārāyaṇa-Ordnung. Ohne diese Ordnung, so erklärt der Text, kommt Mantra-Siddhi nicht zustande.

Damit endet im ehrwürdigen Saubhagya Tantra im Pārāyaṇa-Vidhi der erste Paṭala über Ahargaṇa und die damit verbundenen Zeitbestimmungen.

Zweiter Paṭala – Caturaṅga, Pañcāṅga, Aṣṭāṅga, Dvādaśāṅga und Ṣoḍaśāṅga

1.
Nun werden die Merkmale der verschiedenen Pārāyaṇas erklärt. Wer sie kennt, soll alle Siddhis erlangen.

2.
Man soll der Reihe nach Caturaṅga, Pañcāṅga, Aṣṭāṅga, Dvādaśāṅga und Ṣoḍaśāṅga kennen und sich dem Pārāyaṇa widmen.

3.
Für das Caturaṅga werden drei Tāras, die Mūlavidyā sowie Jahr, Monat, Tag und Udaya miteinander verbunden. Dieses Verfahren wird als besonders siddhiverleihend bezeichnet.

4.
Das Pañcāṅga umfasst Tag, Wochentag, Pakṣa, Monat und Jahr in einer bestimmten rituellen Zuordnung.

5–6.
Das Aṣṭāṅga besteht aus Wochentag, Ghaṭikā, Tag, Nityā, Jahr, Monat, Yuga und Parivṛtti.

6–9.
Das Dvādaśāṅga erweitert diese Ordnung um weitere zyklische Größen, darunter Pakṣa, Tithi, Nityā, Mahāyuga und Mahāparivṛtti.

9–10.
Das Ṣoḍaśāṅga umfasst sechzehn Glieder. Genannt werden unter anderem Mahāyuga, Yuga, Jahr, Monat, Laghumāsa, Pakṣa, Tithi, Nityā, Wochentag, Ghaṭikā, Nakṣatra, Yoga und Karaṇa.

10–11.
Für das Ṣoḍaśāṅga werden zwanzig Bīja-Einheiten genannt. Wer die Glieder dieser fünf Pārāyaṇa-Arten kennt, soll Brahmanirvāṇa erlangen – daran, so der Text, bestehe kein Zweifel.

Damit endet der zweite Paṭala über die fünf Hauptordnungen des Pārāyaṇa.

Dritter Paṭala – Die Bīja-Ordnungen des Ṣoḍaśāṅga

1–3.
Nun werden die zwanzig Bīja-Folgen erklärt, die zum Ṣoḍaśāṅga gehören. Wer sie kennt, soll Siddhi erlangen.

Bestimmte Vokale und Konsonanten erhalten technische Namen wie Pūrṇa, Śabala, Kharva, Rāma, Mahāparivṛtti, Parivṛtti, Mahāyuga und Yuga. Es handelt sich um eine kodierte Laut-Zeit-Systematik.

4–6.
Die sechsunddreißig Jahresbuchstaben werden von A bis Kṣa gezählt. Die sechzehn Vokale werden den Monaten zugeordnet. Auch die Tage eines Monats werden durch eine Folge von Buchstaben repräsentiert.

7–11.
Für den Laghumāsa und für die Pakṣa-Berechnung werden bestimmte Tithis besonders hervorgehoben: Pañcamī, Daśamī und Pūrṇimā. An diesen Tagen werden jeweils vier Buchstaben, an anderen Tagen zwei Buchstaben rezitiert. So entsteht die Lautordnung des Pakṣa.

12–14.
Die Tagesbezeichnungen werden durch sechsunddreißig Buchstaben von A bis Kṣa ausgedrückt. Die Nityās entsprechen den sechzehn Vokalen und reichen von Kāmeśvarī bis Citrā beziehungsweise Ṣoḍaśī.

15–22.
Die Wochentage werden durch neun Lautgruppen, die Ghaṭikās durch sechzig Einheiten, Nakṣatras und Yogas durch weitere Buchstabenfolgen dargestellt. Auch die zwölf Karaṇas beziehungsweise entsprechende Zyklen werden lautmäßig verschlüsselt.

23–27.
Für die Jahreszeiten werden acht Śaktis genannt: Śrīkarī, Mohinī, Kāminī, Vimalā, Hāriṇī, Bhrāmiṇī, Gaurī, Lakṣmī und Kumārikā – die diplomatische Zählung ist an dieser Stelle nicht ganz glatt. Weitere sechs Kräfte – Puṣpiṇī, Kumārī, Mohinī, Vimalā, Jayinī und Śrīkarī – werden bestimmten zyklischen Übergängen zugeordnet.

28–31.
Es folgen Somapāna-, Sūryoparāga- und Āyana-Zuordnungen. Die Nityās von Kāmeśvarī bis Citrā werden mit Dakṣiṇāyana, die umgekehrte beziehungsweise andere Ordnung mit Uttarāyaṇa verbunden. Diese Ordnung wird als erkenntnis- und siddhiverleihend bezeichnet.

32–35.
Sonne, Venus, Mond, Ketu, Mars, Merkur, Rāhu, Jupiter und Saturn werden als Graha-Zuordnungen genannt. Wer die Ṣoḍaśāṅga-Struktur kennt, soll das Pārāyaṇa ordnungsgemäß vollziehen. Die Praxis ist sorgfältig geheimzuhalten und mit großer Aufmerksamkeit auszuführen.

Damit endet der dritte Paṭala über die Bīja-Folgen und die Ṣoḍaśāṅga-Ordnung.

Vierter Paṭala – Die 36 Pārāyaṇa-Arten

1–10.
Nun wird die Zahl und Reihenfolge der Pārāyaṇas erklärt.

1. Caturaṅga-Pārāyaṇa.
2. Nātha-Pārāyaṇa.
3. Cakreśī-Pārāyaṇa.
4. Ghaṭi-Pārāyaṇa.
5. Nāma-Pārāyaṇa.
6. Mantra-Pārāyaṇa.
7. Tattva-Pārāyaṇa.
8. Nityā-Pārāyaṇa.
9. Mātṛkā-Pārāyaṇa.
10. Laghumāsa-Pārāyaṇa.
11. Pakṣa-Pārāyaṇa.
12. Tithi-Nityā-Pārāyaṇa.
13. Ṛtu-Pārāyaṇa.
14. Rāśi-Pārāyaṇa.
15. Kheṭa-Pārāyaṇa.
16. Bhūti-Pārāyaṇa.
17. Haṃsa-Pārāyaṇa.
18. Vaśinī-Pārāyaṇa.
19. Yuganātha-Pārāyaṇa.
20. Mudrā-Pārāyaṇa.
21. Cakra-Pārāyaṇa.
22. Raśmi-Pārāyaṇa.
Es folgen weitere Pārāyaṇas für die sechs Parvas, Somapāna, Sarvamaṅgalā, Sūryoparāga, Citrā, Ramā, Bhuvaneśī, Kāmeśvarī und schließlich das Āmnāya-Pārāyaṇa als sechsunddreißigste Form.

11–12.
Diese Pārāyaṇas werden als Zuflucht aller Welten, als verehrungswürdig selbst für die Götter und als Verleiher des Reiches der Wonne Śrī Tripurasundarīs gepriesen. Wer diese Vidyā-Pārāyaṇas ordnungsgemäß ausführt, soll Befreiung erlangen.

Damit endet der vierte Paṭala über die Zahl der Pārāyaṇas.

Fünfter Paṭala – Caturaṅga bis Nāma-Pārāyaṇa

1–2.
Nun werden zusammenfassend die Vidyā-Pārāyaṇas erklärt, durch deren Kenntnis der ausgezeichnete Sādhaka zur Gestalt Lalitās werden soll.

Zuerst wird das Caturaṅga erklärt. Es gilt als Grundlage aller Pārāyaṇas.

3–6.
Die drei Tāras, Vāgbhava, Māyā, Śrī und die Mūlavidyā werden in einer bestimmten Lautordnung verbunden. Die genaue Folge gehört zur Mantra-Technik und soll nach Guru und Śāstra verstanden werden.

7–9. Nātha-Pārāyaṇa
Danach folgt das Nātha-Pārāyaṇa. Nach den drei Tāras und der Mūlavidyā werden Māyā, Ramā und neun Lautgruppen rezitiert. Von Prakāśa bis Subhagā werden die Nātha-Namen in der Maṇḍala-Reihenfolge rezitiert; innerhalb der Monate werden vier Wiederholungen genannt.

10–12. Cakreśī-Pārāyaṇa
Das dritte ist das Pārāyaṇa der Cakreśīs. Nach drei Tāras und der Mūlavidyā werden weitere Silben gesetzt; danach wird Mahātripurasundarī in der Gestalt der Cakreśvarī verehrt. Die neun Cakreśvarīs bilden dieses Pārāyaṇa.

13–16. Ghaṭi-Pārāyaṇa
Für das Ghaṭi-Pārāyaṇa werden fünf Lautgruppen beziehungsweise Udayas genannt. An dem Tag, an dem eine bestimmte Lautgruppe aufgeht, beginnt man mit deren erstem Buchstaben und rezitiert den entsprechenden Varga. Nach den drei Tāras und der Mūlavidyā wird der jeweilige Buchstabe eingefügt und mit Haṃsa abgeschlossen. So entsteht eine Folge von sechzig Japas. Sie kann morgens am Ende der Sandhyā oder dreimal täglich ausgeführt werden.

17–21. Nāma-Pārāyaṇa – Vorbereitung
Nun folgt das fünfte, das Nāma-Pārāyaṇa.

Zu Beginn soll man zur Erlangung der Berechtigung einen Saṅkalpa fassen und die Mātṛkā einsetzen.

Die drei Tāras, die Mūlavidyā und die Reihenfolge von Tag und Nityā werden entsprechend der zuvor erklärten Ordnung verbunden.

Die drei Kūṭas der Mūlavidyā werden in der Reihenfolge beginnend mit dem Herzen eingesetzt. Hand- und Körper-Nyāsa werden vollzogen.

Dann soll man das Kāla-Cakra im Herzen visualisieren. In dem darin befindlichen Śrīcakra meditiert man die höchste Devī Śrī Sundarī als Kāla-Nityā.

Man verehrt sie im Geist, verneigt sich, reguliert den Atem ordnungsgemäß und beginnt danach mit dem Japa.

22–28.
Es folgt eine komplizierte Laut- und Namensordnung über sechsunddreißig Vidyās und ihre Vokalvarianten. Für jede Gruppe werden zahlreiche Wiederholungen angegeben. Die Gesamtzahl wird in der Quelle mathematisch aus den Lautgruppen berechnet.

Wer diese Ordnung des Nāma-Pārāyaṇa ausführt, soll alle Siddhis erlangen und die Devī schauen.

Damit endet der fünfte Paṭala über die Pārāyaṇas bis zum Nāma-Pārāyaṇa.

Sechster Paṭala – Mantra-Pārāyaṇa

1–5.
Nun wird der höchste Mantra-Pārāyaṇa erklärt.

Es werden eine Reihe von Vidyās beziehungsweise Śakti-Namen genannt: Māyā, Kuṇḍalinī, Kriyā, Madhumatī, Kālī, Kalāmālinī, Mātaṅgī, Vijayā, Jayā, Bhagavatī, Devī, Śivā, Śāmbhavī und weitere. Danach werden Triṇayanā, Vāgvādinī, Bhairavī, Hīṃkārī, Tripurā, Parāparamayī, Mātā und Kumārī genannt.

Diese Mantra-Vidyās bilden in Verbindung mit der Śrī-Mūlavidyā den Mantra-Pārāyaṇa.

6.
Der Sādhaka soll nach dem vom Guru gelehrten Weg und nach genauer Prüfung von Name und Mantra an einem abgeschiedenen Ort richtig sitzen, rein und gebadet sein und seine täglichen Pflichten vollzogen haben.

7.
Er soll Bhūśuddhi und Bhūtaśuddhi vollziehen und die Mātṛkā einsetzen. Zuvor werden die zur Mūlavidyā gehörenden Ṛṣi- und weiteren Nyāsas ausgeführt.

8.
Danach setzt man Caturāsana und die Vāgdevīs ein. Man meditiert Lalitā im Herzen, verehrt sie geistig und verneigt sich.

9.
Nach drei Prāṇāyāmas beginnt man mit dem Japa.

9–18.
Es folgt eine sehr dichte Folge von Bīja-Kombinationen. Die Mūlavidyā wird mit Māyā, Kālī, Madhumatī und weiteren Śaktis verbunden. Für einzelne Kombinationen werden 204 beziehungsweise andere Wiederholungszahlen genannt. Mehrere dieser Folgen werden miteinander addiert, so dass sich größere Gesamtzahlen ergeben.

19–24. Zweiter Tag
Am zweiten Tag steht man auf, vollendet die täglichen Pflichten, setzt sich auf den eigenen Sitz, führt Nyāsa und Verehrung durch und vollzieht drei Prāṇāyāmas. Dann beginnt man den Japa wie zuvor.

Der Unterschied besteht in einer veränderten Śakti-Bīja-Folge. Auch die Zahl der Wiederholungen bleibt entsprechend dem ersten Tag geordnet.

25–31. Dritter bis zehnter Tag
Am dritten Tag wird eine Triṇetrā-Form genannt, am vierten eine Vāgvādinī-Form, am fünften Bhairavī, am sechsten Bhuvaneśvarī mit Hrīṃ, am siebten eine fünfzehnsilbige Vidyā, am achten eine Parāpara-Form, am neunten ein dreikūṭiger Mantra der Śrīmātā und am zehnten eine Kumārī-Form mit Kāma-, Vāgbhava- und Saura-Bestandteilen.

Diese verschiedenen Tagesformen soll man jeweils entsprechend der vom Guru gelehrten Verwendung praktizieren.

32–33.
Der Mantra-Pārāyaṇa kann über zehn Tage, fünfzig Tage oder entsprechend der eigenen Fähigkeit durchgeführt werden. Wer diese Ordnung nach seiner Kraft übt, soll alle Genüsse erlangen und schließlich zum Zustand der Devī gelangen.

34–44. Alternative Form
Danach erklärt der Text eine weitere Art des Mantra-Pārāyaṇa. Wieder werden die drei Tāras, Mūlavidyā, Māyā, Madhumatī und Kālī in verschiedenen Lautkombinationen verbunden. Für die einzelnen Bījas und Vidyās werden feste Wiederholungszahlen angegeben.

Die Quelle fasst zusammen: Dieser Mantra-Pārāyaṇa ist in einer alternativen Form klar dargelegt; wenn er auf dem vom Guru gelehrten Weg praktiziert wird, soll er alle Siddhis verleihen.

Damit endet der sechste Paṭala über das Mantra-Pārāyaṇa.

Siebter Paṭala – Tattva-, Nityā-, Mātṛkā- und weitere Pārāyaṇas

1–4. Tattva-Pārāyaṇa
Nun wird das siebte, das Tattva-Pārāyaṇa, erklärt.

Es soll zur Mittags-Sandhyā nach dem Gāyatrī-Japa ausgeführt werden.

Nach den drei Tāras, der Mūlavidyā und den jeweiligen Tages- und Nityā-Zuordnungen werden die Tattvas in einer bestimmten Lautfolge rezitiert.

Die sechsunddreißig Tattvas werden täglich von Śiva bis zur Erde in der Maṇḍala-Reihenfolge rezitiert.

5–9. Nityā-Pārāyaṇa
Das achte ist das Nityā-Pārāyaṇa.

Auch hier wird eine besondere Zeit innerhalb der Sandhyā genannt. Anstelle der Tattvas werden die Nityās zusammen mit ihren Mantranamen rezitiert.

Man beginnt mit Kāmeśvarī und geht bis Ṣoḍaśī; alternativ beginnt man mit Ṣoḍaśī und geht bis Citrā.

Zu Beginn des Jahres beginnt man mit der ersten Nityā; im Verlauf des Jahres werden verschiedene zyklische Wiederholungen verwendet.

Das Nityā-Pārāyaṇa wird als „alle Fülle verleihend“ bezeichnet. Wer es ausführt, soll seine Wünsche erlangen.

10–13. Mātṛkā-Pārāyaṇa
Das neunte ist das Mātṛkā-Pārāyaṇa. Es wird als Schatz aller Siddhis bezeichnet.

Nach den drei Tāras wird die Mātṛkā an den vorgesehenen Stellen eingesetzt. Der übrige Ablauf entspricht der vorherigen Ordnung.

Man vollzieht täglich eine Runde und bringt sie der Göttin dar. Die Tantra-Kenner erklären, dass darin alle Vidyās enthalten seien.

14–20. Laghumāsa und Pakṣa
Das zehnte wird Laghumāsa genannt. Es umfasst einen dreißigtägigen Zyklus und wird mit den Tattva-Buchstaben verbunden.

Die entsprechenden Tagesbuchstaben werden mit der zuvor genannten Zahl rezitiert und bis Haṃsa geführt. Nach dem Wachstum und Abnehmen der Zeit beziehungsweise des Mondes werden die Buchstaben eingesetzt.

Danach wird das Pakṣa-Pārāyaṇa für die helle und dunkle Monatshälfte beschrieben. An bestimmten Tithis werden vier Buchstaben, an anderen zwei rezitiert. Die Ordnung folgt dem Laghumāsa.

21–32. Tithi-Nityā und weitere Ordnungen
Anschließend beginnt das Tithi-Nityā-Pārāyaṇa. Bei zunehmenden Tithis werden Nityās paarweise zugeordnet; bei abnehmenden Tithis verändert sich die Zuordnung.

[Hier fehlt in der Quelle ein Folio.]

Der unmittelbar folgende Text setzt bereits mit Vers 33 eines späteren Abschnitts ein. Der dazwischenliegende Teil kann nicht rekonstruiert werden.

33–35. Bhūti-Pārāyaṇa
Die reinen, mit Bindu versehenen Buchstaben werden in Mātṛkā-Reihenfolge rezitiert. Als Zeiten werden Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht genannt.

So wird kurz das große Bhūti-Pārāyaṇa erklärt. Es soll nicht beliebigen Personen mitgeteilt werden, sondern nur einem geeigneten Sādhaka.

Damit endet der Abschnitt über das Bhūti-Pārāyaṇa.

Haṃsa-Pārāyaṇa
Nun wird das siebzehnte, das Haṃsa-Pārāyaṇa, erklärt.

Der Jīva rezitiert Tag und Nacht unaufhörlich die beiden Silben „Haṃsa“.

Dieser natürliche Japa soll den Gottheiten der sieben Cakras – beginnend mit Gaṇeśa – dargebracht werden. Zuvor fasst man den Saṅkalpa und vollzieht die bereits erklärte Ordnung.

Für jedes Cakra wird die entsprechende Buchstaben- und Gottheitsfolge eingesetzt. Das Haṃsa-Pārāyaṇa wird als ein großes Mittel zur höchsten Wahrheit bezeichnet.

Vaśinyādi-Pārāyaṇa
Danach folgt das achtzehnte Pārāyaṇa, beginnend mit Vaśinī. Es wird als wunscherfüllend bezeichnet. Seine zyklische Ordnung erstreckt sich über bestimmte Maṇḍala- und Monatsfolgen.

Wer die Mantra-Schriften kennt und die zeitliche Ordnung richtig versteht, soll dieses Pārāyaṇa ausführen und Siddhi erlangen.

Mudrā-Pārāyaṇa
Als zwanzigste Form wird das Mudrā-Pārāyaṇa erklärt. Schon durch dessen Japa soll der ganze Körper schön beziehungsweise vollkommen werden.

Im Monat werden vier Wiederholungen genannt. Der Japa entspricht dem Nātha-Pārāyaṇa, ist jedoch mit den Mudrā-Bījas verbunden.

Dieses große Pārāyaṇa ist stets mit Hingabe geheimzuhalten wie ein eigenes Geheimnis.

Wer diese Pārāyaṇa-Handlung täglich ausführt, so erklärt der Text, sei in der Menschenwelt gleichsam unmittelbar göttlich.

Damit endet der achte Paṭala über das Mudrā-Pārāyaṇa.

Achter Paṭala – Cakra- und Raśmi-Pārāyaṇa

1–7. Cakra-Pārāyaṇa
Nun wird das höchste Cakra-Pārāyaṇa erklärt, das als einundzwanzigste Form gezählt wird.

Es soll nach der Methode des Laghumāsa ausgeführt werden. Seine Maṇḍala-Ordnung wird von den Mantra-Kennern angegeben.

Beginnend mit dem Frühling wird ein Jahreszyklus beschrieben; eine alternative Ordnung beginnt mit dem Herbst.

Die Cakra-Devis werden in einer festgelegten Reihenfolge genannt. An Pratipad wird die erste, an Dvitīyā die zweite und so fort rezitiert. Durch die Tithis von sechs Monaten wird die zyklische Zahl erfüllt.

8–9. Voraussetzung des Pūrṇābhiṣeka
Durch die Gnade des ehrwürdigen Guru soll man den Pūrṇābhiṣeka der Devī empfangen. Erst danach soll man gesammelt dieses Cakra-Pārāyaṇa vollziehen.

Wer ohne Pūrṇābhiṣeka dieses Cakra-Pārāyaṇa ausführt, dem droht der Text drastisch mit Tod und Raurava-Hölle.

Diese Aussage ist als traditionelle initiatorische Warnung des Werkes zu verstehen.

10–18. Raśmi-Pārāyaṇa
Nun wird das höchste Raśmi-Pārāyaṇa erklärt, die zweiundzwanzigste Form. Es wird als eine Praxis bezeichnet, welche die Gegenwart der Devī hervorbringt.

Die Tithis werden nach der Laghumāsa-Methode über das Jahr verteilt. Die Zahl der Raśmis wird in verschiedenen Gruppen berechnet.

Die Raśmis werden in Mūlādhāra, Maṇipūra, Svādhiṣṭhāna, Herz und Brauenmitte sowie weiteren subtilen Zentren rezitiert.

Sie werden als Erd-, Wasser-, Feuer-, Luft-, Raum- und mentale Strahlen bezeichnet und gemäß Nyāsa eingesetzt.

Dieses Pārāyaṇa gehört in die sechs Cakras und darf nicht beliebigen Personen mitgeteilt werden, sondern nur solchen, die den Krama kennen.

19–22. Dīkṣā-Voraussetzung
Bālā, Pañcadaśī, Turīyā, Ṣoḍaśī, Parā, Parāprāsāda, Nirvāṇa und weitere Vidyās werden als Bestandteile einer Dīkṣā-Ordnung genannt.

Der Text erklärt ausdrücklich, dass nur derjenige dafür berechtigt ist, der in diese Dīkṣā-Reihenfolge eingesetzt wurde.

Wer ohne volle Dīkṣā das Raśmi-Pārāyaṇa ausführt, dessen Lebensdauer werde gemindert – so lautet die traditionelle Warnung des Textes.

Das Raśmi-Pārāyaṇa soll geheimgehalten werden; öffentliche Preisgabe wird als Ursache des Verlustes der Siddhi dargestellt.

23–25. Sechs Parva-Pārāyaṇas
Es folgen sechs Pārāyaṇas zu den sechs Parvas. Jeweils eine Wiederholung pro Tag wird genannt; innerhalb eines Monats entstehen sechs Zyklen.

Die übrige Durchführung erfolgt wie zuvor und soll aus dem Mund des Guru richtig erlernt werden.

Neunter Paṭala – Somapāna, Sarvamaṅgalā, Sūryoparāga und Citrā

26–27. Somapāna
Nun wird das neunundzwanzigste Pārāyaṇa, Somapāna, erklärt.

Nach den drei Tāras werden die bereits genannten Mantras rezitiert. Der übrige Ablauf entspricht dem vorherigen Schema. Täglich wird eine Runde vollzogen.

28–33. Sarvamaṅgalā
Danach wird das dreißigste Pārāyaṇa der Sarvamaṅgalā erklärt. Es gehört zur Nityā-Struktur und wird als saubhāgyaverleihend bezeichnet.

Nach den drei Tāras werden die Buchstaben von A bis Kṣa in einer bestimmten Anordnung eingesetzt und mit Haṃsa verbunden.

Die Buchstaben werden nach Vokalvarianten kombiniert; daraus entsteht eine festgelegte Zahl von Vidyās.

Der Mantrin soll den Japa ausführen und ihn der Devī darbringen.

Diese Ordnung wird als Sarvamaṅgalā-Nityā-Pārāyaṇa bezeichnet und soll aus dem Mund des Guru gelernt werden.

34–36. Sūryoparāga
Nun wird das Sūryoparāga-Pārāyaṇa erklärt. Seine Struktur aus fünf Buchstaben beziehungsweise Lautgruppen entspricht der vorherigen Ordnung.

Es wird täglich nach dem Somapāna-Schema rezitiert und als einunddreißigste Pārāyaṇa-Form bezeichnet.

37–40. Citrā-Pārāyaṇa
Dann folgt das zweiunddreißigste Pārāyaṇa der Citrā. Es wird als Verleiher aller erwünschten Früchte beschrieben.

Die Buchstaben von A bis Kṣa werden mit verschiedenen Vokalen verbunden. Die Lautfolgen werden in der vorgeschriebenen Weise durch alle Vidyāgruppen geführt.

Der Ablauf entspricht weitgehend dem Maṅgalā-Pārāyaṇa. Nach dem Japa bringt man die Praxis der Devatā dar.

Damit endet der neunte Paṭala über die Pārāyaṇas bis Citrā.

Zehnter Paṭala – Ramā, Bhuvaneśī und Kāmeśvarī

1. Ramā-Pārāyaṇa
Nun wird das dreiunddreißigste Pārāyaṇa, das Ramā-Pārāyaṇa, erklärt. Wer es vollzieht, soll dem Kubera an Reichtum gleichen.

2.
Der ausgezeichnete Sādhaka vollendet täglich nach Kräften seine Pflichten, setzt sich an einem abgeschiedenen Ort richtig hin und fasst mit Ernsthaftigkeit den Saṅkalpa.

3.
Er vollzieht Bhūśuddhi und die weiteren vorbereitenden Handlungen sowie die Ṛṣyādi-Nyāsas. Danach meditiert er die Devī als im Herzen aufleuchtend.

4.
Er verehrt sie im Geist, verneigt sich mit Yoni-Mudrā, vollzieht Prāṇāyāma und beginnt dann den Pārāyaṇa-Japa.

5–7.
Es folgt eine umfangreiche Lautordnung, in der Śrīṃ mit den sechsunddreißig Buchstaben und den sechzehn Vokalvarianten kombiniert wird. Daraus ergibt sich eine festgelegte Japa-Zahl.

Das mit der Mūlavidyā verbundene Ramā-Pārāyaṇa soll nach Aussage der Tantra-Kenner aus dem Mund des Guru gelernt und zur Erfüllung des gewünschten Zieles rezitiert werden.

Bhuvaneśī-Pārāyaṇa
Nun wird das vierunddreißigste Pārāyaṇa der Bhuvaneśī erklärt. Es wird als siddhiverleihend und förderlich für Mantra-Siddhi bezeichnet.

Der Unterschied zur Ramā-Form besteht darin, dass anstelle des Śrī-Bīja das Bhuvaneśī-Bīja eingesetzt wird. Der übrige Ablauf ist wie zuvor.

Kāmeśvarī-Pārāyaṇa
Danach folgt das fünfunddreißigste Pārāyaṇa der Kāmeśvarī. Es wird als eine große Praxis bezeichnet, welche die Welt erfreut beziehungsweise anzieht.

Auch hier liegt der Unterschied in der jeweiligen Bīja-Einsetzung. Der übrige Ablauf entspricht dem Ramā-Pārāyaṇa.

Wer diese drei Pārāyaṇas regelmäßig ausführt, soll in dieser Welt alle Genüsse erfahren und Anteil an allen Siddhis erhalten.

Damit endet der zehnte Paṭala über die Pārāyaṇas von Ramā, Bhuvaneśī und Kāmeśvarī.

Elfter Paṭala – Āmnāya-Pārāyaṇa

1.
Nun wird das hauptsächliche Āmnāya-Pārāyaṇa erklärt. Wer es kennt, soll in kurzer Zeit Shiva gleich werden.

2–3. Pūrvāmnāya
Für den östlichen Āmnāya werden elf Vidyās beziehungsweise Gottheiten genannt. Darunter erscheinen Bālā, Mātaṅgī, Śukaśārī, Vīṇā, Veṇu, Laghuśyāmā und Samayā; einzelne Namen sind in der diplomatischen Überlieferung beschädigt.

3–4. Dakṣiṇāmnāya
Für den südlichen Āmnāya werden sechs genannt: Saubhāgyavidyā, Bagalā, Vārāhī, Vaṭuka, Tiraskaraṇī und Samayā.

4–5. Paścimāmnāya
Für den westlichen Āmnāya nennt der Text unter anderem Lopāmudrā, Bhuvaneśī, Annapūrṇā, Mahākāmakalā und eine weitere Devī-Form. Insgesamt werden fünf Formen genannt.

5–6. Uttarāmnāya
Für den nördlichen Āmnāya werden unter anderem Turīyāmbā, Mahārdhā, Aśvārūḍhā, Vāgvādinī und Samayā genannt; insgesamt sechs.

6–8. Ūrdhvāmnāya
Für den oberen Āmnāya werden Śrī Mahāṣoḍaśī, Parāṣoḍaśikā, Parāprāsāda-Vidyā, Parā Bhaṭṭārikā, Parā Vāg-/Śāmbhavī, Anuttara-Parāmbikā, Kālasaṃkarṣiṇī und Samayā genannt; insgesamt acht.

9–10.
Aus allen diesen Āmnāyas zusammen entsteht eine Folge von sechsunddreißig Mantra-Strömen.

Sie werden in die Tages- und Monatsordnung eingesetzt. An jedem Tag wird eine bestimmte Laut- beziehungsweise Devī-Zuordnung verwendet.

11.
So ist das sogenannte Āmnāya-Pārāyaṇa erklärt. Es wird als große Praxis bezeichnet, die das Reich Shivas verleiht.

Der Sādhaka soll bereits früher Abhiṣeka empfangen haben, innerlich rein sein und die Methode aus dem Mund des Guru gelernt haben. Dann soll er sie mit Hingabe ausführen; nur so besitzt er die entsprechende Berechtigung.

12.
Wer auf diese Weise mit Hingabe den Japa gemäß der Pārāyaṇa-Ordnung vollzieht, wird – noch während er in dieser Welt lebt – als unmittelbar mit dem höchsten Shiva wesenseins beschrieben.

Damit endet im ehrwürdigen Saubhagya Tantra im Pārāyaṇa-Vidhi der elfte Paṭala über die Āmnāyas.

Verehrung Śrī Rājarājeśvarī.