Luftanhalten

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Luftanhalten auf Sanskrit "Kumbhakar" ist ein wichtiger Bestandteil des Pranayama. Luftanhalten gehört eigentlich für die meisten Atemübungen im Yoga dazu.

Ein wunderschönes Beispiel für Uddiyana Bandha - das einziehen, der Bauchdecke nach innen während dem Pranayama

Luftanhalten beim Kapalabhati

Bei Kapalabhati beginnt man mit dem Schnellatmen, schnelles ein- und ausatmen, danach hält man die Luft an. Beim Anhalten zieht man dann die Energie nach oben. Das schnelle Ein- und Ausatmen aktiviert den Fluss des Pranas, sodass du spüren kannst, wie das Prana in dir zirkuliert und wenn du die Luft anhältst, fließt das Prana nach oben und strahlt aus.

Luftanhalten bei der Wechselatmung

Bei der Wechselatmung atmest du wechselseitig links ein und rechts aus, rechts ein, links aus und zwischen Einatmen und Ausatmen ist die Periode des Atemanhaltens. Das links und rechts Ein- und Ausatmen öffnet die Energie in der linken und rechten Körperhälfte, Ida und Pingala genannt, und beim Luftanhalten öffnet sich der Zentralkanal, eben die Sushumna. So hilft das Luftanhalten das Prana nach oben zu bringen.

Bei anderen Arten von Pranayama

Ujjayi Kumbhaka

Andere Pranayamas werden allgemein einfach als Kumbhakas bezeichnet, als verschiedene Methoden die Luft anzuhalten. So gibt es Ujjayi Kumbhaka, wo du nach diesem Klang mit dem Einatmen, dem hörbaren Kehllaut die Luft anhältst und dann links ausatmest.

Suryabheda Kumbhaka

Es gibt Suryabheda Kumbhaka, also die Suryabheda Luftanhaltenweise: rechts einatmen, dann Luft anhalten und links ausatmen.

Sitali

Nächste Atemübung ist Sitali, wo du die Zunge längs rollst, die Luft einatmest und dann die Luft anhältst und durch beide Nasenlöcher ausatmest.

Die Wechselatmung

Sitkari

Es gibt Sitkari, wo du die Zunge quer rollst, dann die Luft anhältst und dann ausatmest.

Bhramari

Dann gibt es Bhramari, die Biene, die beginnt mit dem hörbaren Schnarchgeräusch, dann Luft anhalten und dann summend ausatmen.

Murcha

Dann gibt es noch Murcha, wo du sehr vollständig einatmest und dann kurz die Luft anhältst und sehr langsam wieder ausatmest.

Plavini

Und es gibt Plavini, wo du tief einatmest und dann fast nicht mehr ein- und ausatmest; auch eine Form des Luftanhaltens, wo du aber ständig wenig ein- und ausatmest.

Kevala Kumbhaka

Und schließlich gibt es auch noch Kevala Kumbhaka, das natürliche Luftanhalten, was in tiefer Meditation geschehen kann.

So werden die vielen Yoga-Atemübungen manchmal einfach als Lufthalten bezeichnet. Du kannst auch Luftanhalten üben während der Asanas. Gerade Fortgeschrittene lernen verschiedene Arten des Luftanhaltens in die Asanas, die statisch gehaltenen Yogaübungen, zu integrieren, um so die Effektivität zu erhöhen. Wenn du mehr wissen willst über verschiedene Atemübungen, dann gehe auf wiki.yoga-vidya.de/Pranayama.

Video Luftanhalten

Vortragsvideo zum Thema Luftanhalten :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Luftanhalten Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Luftanhalten :

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Siehe auch

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