Jada

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Wer so sehen kann, ist wohl kaum Jada

1. Jada (Sanskrit: जड jaḍa adj., m. u. n.) kalt, kühl; starr, apathisch, empfindungslos, betäubt; stumpf, dumm, einfältig, geistesschwach; unbeseelt, intelligenzlos, unbewusst, unbelebt; stumm; Idiot, Dummkopf; Wasser (Jala); Blei.


2. Jada (Sanskrit: जडा jaḍā f.) Juckbohne (Kapikachchhu); Flacourtia jangomas (Talisha).

Sukadev über Jada

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Jada

Jada heißt leblos, dumpf, kalt, unbewusst. Jada ist das Leblose. Natürlich, in Wahrheit gibt es nichts Lebloses, denn alles ist eine Manifestation von Brahman. Aber das, was ohne Prana ist, das ist Jada. Auf eine gewisse Weise kannst du sagen, es gibt eine Statue und die ist leblos, und dann gibt es einen Mensch und ein Tier, das ist voller Leben, das ist lebendig. Jada ist also leblos in diesem Sinne. Natürlich, auch eine Statue, eine Murti kann lebendig werden, wenn man nämlich Pujas ausführt oder Mantras rezitiert oder auch Gott verehrt über eine Murti, dann ist die Murti nicht mehr Jada, nicht mehr leblos, sondern sie ist gefüllt mit Prana, mit Leben. Es gibt sogar eine bestimmte Zeremonie, die nennt sich Prana Pratistha, das heißt, die Murti wird mit Prana verbunden, dann ist sie nicht mehr Jada, leblos.

Jada ist also leblos. Das, ohne Prana oder mit wenig Prana oder das, ohne eigenständiges Prana, ist Jada. Jada heißt aber auch dumpf. Das heißt, es gibt auch einen dumpfen Gemütszustand, das ist auch Jada. Also, auf gewisse Weise, im Koma ist auch Jada. Oder wenn dein Geist ganz getrübt ist und du keinen klaren Gedanken fassen kannst, nicht, weil du unruhig bist, sondern weil du einfach dumpf und träge bist, dann ist auch das Jada. Also, Jada ist auch der dumpfe Gemütszustand. Und Jada, in einem anderen Kontext, ist auch das Wertlose. Also angenommen, du hast einen Geldschein und dieser Geldschein ist aber eine Währung, die es nicht mehr gibt oder es ist gerade eine Inflation gewesen, dann ist auch der Geldschein Jada, also wertlos, nutzlos.

Oder angenommen, du hast Korn gehabt und du wolltest am nächsten Tag aussäen und irgendwo hast du es in einen Ofen getan, dann ist das Korn Jada, nutzlos, leblos, es kann nicht mehr keimen. In diesem Sinne, Jada heißt also leblos, es heißt dumpf und es heißt nutzlos. Und es gilt natürlich, hinter allem Gott zu sehen. Selbst das scheinbare Jada ist natürlich, von einem höheren Standpunkt aus, auch eine Offenbarung Gottes. Dennoch fällt es leichter, in dem voller Prana zunächst mal Gott zu sehen, es fällt leichter, im Großartigen Gott zu sehen, es fällt leichter, in dem Wunderbaren Gott zu sehen. Aber langfristig bist du auch in der Lage, nichts mehr als Jada an sich zu sehen, sondern alles als Divya, als göttlich.

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Siehe auch

Literatur

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