Ich-Denken

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Ich-Denken - was ist das? Wie geht man damit um? Ich-Denken ist eine besondere Fähigkeit des Menschen: Das Ich-Denken befähigt den Menschen, sich selbst als historische Person in Bezug auf andere Personen zu sehen und wahrzunehmen. Ich-Denken verhilft dem Menschen, sich Fragen zu stellen wie: Wer bin ich? Was ist der Sinn meines Lebens? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Ich-Denken kann den Menschen aber auch trennen von anderen und ihn dazu veranlassen, sich nur um sich selbst zu kümmern. Ich-Denken muss ergänzt werden durch allumfassende Liebe, durch Nichtidentifikation und die Fähigkeit, höhere Bewusstseinsebenen zu erfahren.

Liebe ist die Sehnsucht aller, auch bei Ich-Denken

Umgang mit Ich-denken anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Es gibt Menschen, die denken stärker an sich als andere. Und es gibt Menschen, denen wirft man dies eher vor. Ich selbst meine, Menschen wollen Liebe geben, Menschen wollen Liebe empfangen. Menschen wollen das Gefühl haben, etwas Sinnvolles zu tun. Menschen haben das Bedürfnis, für andere da zu sein. Wenn Menschen einen Sinn in ihrem Leben sehen, der über sie selbst hinausläuft, dann sind sie bereit, sich sehr dafür zu engagieren.

Natürlich, damit Menschen sich dafür einsetzen können, müssen sie auch an sich denken. Angenommen du denkst nicht an dich und du isst nichts und du trinkst nichts. Du atmest nicht und schon bald wird es dich nicht mehr geben. Daher ist es gut, an sich selbst zu denken. Es gibt dann manche Menschen, die sind vielleicht frustriert, die finden nichts für das sie sich dauerhaft engagieren können. Und dann wird das Ich-denken überwiegen.

Und manche Menschen denken, dass sie sehr viel für sich tun müssen, um langfristig für andere da zu sein. Ich kannte mal jemanden der wollte Millionär werden, nicht weil er selbst das gebraucht hätte. Sondern er hat gedacht, ich werde jetzt Millionär werden, dann brauche ich für den Rest meines Lebens nicht mehr zu arbeiten, denn von den Zinsen kann ich leben. So hat er sein Engagement für gemeinnützige Organisationen auf ein Minimum zurück gefahren, er hat viele Stunden am Tag sehr engagiert gearbeitet. Er hat Schritt für Schritt mehr Geld für sich ansammeln können und dann gab es einen Börsencrash und er hatte in die Börse investiert und den größten Teil verloren. So kann manchmal ein Ideal, sich um sich selbst zu kümmern, langfristig anderen zu helfen, in Brüche geraten.

Und so sollte man das Ich-denken nicht zu sehr übertreiben, sondern man sollte schauen wie man schon in jeder Zeit auch für andere da sein kann. In diesem Sinne, wenn du jemanden hast der großes Ich-denken hat, dann denke nicht er sei ein Egoist. Echte Egoisten gibt es kaum in dieser Welt, es gibt Menschen, die aus Frustration sagen, dass sie dies und das als Kompensation brauchen. Manche Politiker sagen zum Beispiel, das Gehalt was sie bekommen oder die Diäten die sie erhalten sind Schmerzensgeld. Warum bekommen Politiker sehr viel weniger Geld als Menschen in der Wirtschaft und sie stehen sehr stark im Rampenlicht und ihnen wird ständig übel mitgespielt. Da ist es kein Wunder, dass der ein oder andere dann vielleicht auch eine Neigung dazu hat, sich mehr Gutes zu gönnen als ihm eigentlich zusteht. Natürlich sollte man Korruption nicht dulden, dennoch gibt es manchmal auch Gründe dafür. Das sollte jeder berücksichtigen, der Politiker sehr unfair beschimpft.

Zurück zum Thema Ich-denken, wenn du mit Menschen zutun hast dann schimpfe nicht über ihr Ich-denken, sondern sprich mehr über Anliegen, übergeordnete Anliegen. Anliegen die ihr vielleicht gemeinsam habt. Anliegen die vielleicht diesem Menschen am Herzen liegen können. Es ist nicht so gut über das Ich-denken anderer zu schimpfen, es ist besser mit dem anderen und den anderen zu sprechen, wie man sich besser für das Gute engagieren kann.

Ich-Denken in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Ich-Denken gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Ich-Denken - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Ich-Denken sind zum Beispiel Ichwahn, Narzissmus, Ichbezogenheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Ich-Denken - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Ich-Denken sind zum Beispiel Miteinander, Wir-Gefühl, Verbundenheit, . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Ich-Denken, die eine positive Konnotation haben:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Ich-Denken stehen:

Eigenschaftsgruppe

Ich-Denken kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Ich-Denken sind zum Beispiel das Adjektiv denkbar, das Verb denken, sowie das Substantiv Ich-Denker.

Wer Ich-Denken hat, der ist denkbar beziehungsweise ein Ich-Denker.

Siehe auch

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