Hanuman Manasika Puja – Mut und Geborgenheit im inneren Herztempel finden
Hanuman Manasika Puja – Mut und Geborgenheit im inneren Herztempel finden führt Menschen, die Hanuman um Kraft und Begleitung bitten, zu einer besonderen inneren Begegnung: Der Gott wird mit Suvarchala, der Tochter der Sonne, auf einem goldenen Thron im zwölfblättrigen Herzlotus empfangen. Wasser, Gewänder, Blüten, Nahrung und Licht werden ihm in Gedanken dargebracht. Fünf innere Umrundungen mit Verneigungen münden in die Bitte, dass Hanuman mit seiner Gefährtin dauerhaft im Herzen wohnt.
Diese Manasika Puja folgt dem Gespräch zwischen Parashara und Maitreya in der Parashara Samhita, Kapitel 52, wie es Stotra Nidhi wiedergibt. Die Suvarchala-Gestalt ist eine bestimmte Hanuman-Überlieferung. Der Text empfiehlt zunächst den Morgen nach der persönlichen Reinigung, lässt am Schluss aber auch Mittag, Abend, Mitternacht und andere Zeiten zu. Er nennt einen stillen, reinen Platz und als Ideal einen Bananenhain. Ein ruhiger Sitz zuhause ist eine heutige praktische Übertragung dieses Rückzugsortes. Die geistige Verehrung wird auch Frauen und Kindern zugesprochen; eine priesterliche Leitung wird dafür nicht verlangt.
Vorbereitung
Bereite nur einen ungestörten Sitz und den Rezitationstext vor. Ein Bild kann die Vorstellung unterstützen. Alle Gaben werden geistig erzeugt; du brauchst keine goldenen Gefäße, Badezutaten oder Speisen. Vollziehe vorher deine übliche morgendliche Reinigung, wenn du die Morgenfassung wählst. Die im einleitenden Lehrgespräch genannten anderen Verehrungsweisen bleiben Hintergrund; die folgende Durchführung verwendet den ruhigen Geist als Ort der Verehrung.
Durchführung
Die erste Gruppe von Versen erläutert die innere Verehrung. Ab Vers 11 entsteht der Herztempel, ab Vers 20 werden die Gaben ausdrücklich angesprochen. Lies die vollständige Folge und stelle die Handlungen vor. Die Quelle zählt die Ziffer 51 zweimal; hier erscheinen deshalb 54 fortlaufende Leseeinheiten, während die Sanskritziffern unverändert bleiben.
1. Die Lehre von der inneren Verehrung hören
Lies das Lehrgespräch als Vorbereitung. Es ordnet die geistige Puja unter die überlieferten Arten der Verehrung ein.
Vers 1
kathamārādhyate citte hanumān mārutātmajaḥ |
kīdṛśairupacārairvā vada me vistarānmune || 1 ||
Maitreya fragt: Wie wird Hanuman, der Sohn des Windes, im Herzen verehrt? Mit welchen Ehrendiensten? Weiser, erkläre mir dies ausführlich.
Vers 2
hanumantaṃ mahātmānaṃ piṅgākṣaṃ hemasannibham |
mandasmitaṃ sukhāsīnaṃ dhyāyedīpsitasiddhaye || 2 ||
Parashara antwortet: Man meditiere über den großherzigen Hanuman, mit goldbraunen Augen, goldglänzend, sanft lächelnd und bequem sitzend, um das ersehnte Ziel zu erreichen.
Vers 3
tāpatrayaparivyāptaṃ cittaṃ kṛtvā sunirmalam |
bhāvayenmanasā devaṃ bhavaśāpavimuktaye || 3 ||
Nachdem man den von den drei Arten des Leidens erfüllten Geist ganz klar gemacht hat, schaue man den Gott innerlich, um von der Fessel des Werdens frei zu werden.
Vers 4
prātaḥkāle samutthāya hanūmantaṃ hṛdismaran |
śucaudeśe samāsīnaḥ kṛta prābhātakīkriyāḥ || 4 ||
Man stehe früh am Morgen auf, erinnere sich im Herzen an Hanuman, vollziehe die morgendlichen Handlungen und setze sich an einen reinen Platz.
Vers 5
vijanaṃ deśamāśritya kadalīvanamadhyagaḥ |
cittavikṣeparahitaḥ pūjāvidhimupakramet || 5 ||
An einem abgeschiedenen Ort, mitten in einem Bananenhain, beginne man ohne Zerstreuung des Geistes die Verehrungsfolge.
Vers 6
pūjā ca pañcadhājñeyā kapīndrasya mahātmanaḥ |
jale ca pratimāyāṃ ca śilāyāṃ sūryamaṇḍale |
niścale mānase vāpi pūjayejjagatāṃ patim || 6 ||
Die Verehrung des großherzigen Herrn der Affen ist fünffach: im Wasser, an einem Bild, an einem Stein, in der Sonnenscheibe oder im unbewegten Geist verehre man den Herrn der Welten.
Vers 7
ādye sarvopacārān vai jalenaiva prakalpayet |
dvitīye tu yathāśāstraṃ tathā dravyaṃ nivedayet || 7 ||
Bei der ersten Weise stelle man alle Ehrendienste allein mit Wasser dar; bei der zweiten bringe man die Gegenstände nach der überlieferten Ordnung dar.
Vers 8
tṛtīye na viśeṣo'sti dvitīya iva pūjayet |
turīye niścalāṃ dṛṣṭiṃ kṛtvā bhāskaramaṇḍale || 8 ||
Die dritte Weise unterscheidet sich darin nicht von der zweiten. Bei der vierten wird der Blick auf die Sonnenscheibe gesammelt.
Vers 9
pūjādravyaṃ samānīya cakṣuṣā sannidhāpayet |
pañcamī mānasīpūjā sarveṣāmuttamottamam || 9 ||
Die Gegenstände der Verehrung werden herbeigebracht und mit dem Blick vergegenwärtigt. Die fünfte, geistige Verehrung gilt als die vorzüglichste unter allen.
Vers 10
tattadravyāṇi sarvāṇi pūjāyāḥ sādhanāni vai |
niścale nāntaraṅgeṇa kapīndrāya nivedayet || 10 ||
Alle einzelnen Gaben und Hilfsmittel der Verehrung bringe man dem Herrn der Affen aus einem unbewegten Inneren dar.
2. Den Herzlotus und Hanuman mit Suvarchala schauen
Lass einen goldenen, geöffneten zwölfblättrigen Lotus entstehen. Darauf steht ein heller Thron. Schaue mit Dhyana Hanuman mit seiner Gefährtin und seinem göttlichen Gefolge; die erwähnten vier Umkreise bleiben Teil dieses Gesamtbildes.
Vers 11
dalairdvādaśabhiryuktaṃ haimaṃ hṛdayapaṅkajam |
bhāvaye dvikacaṃ ramyaṃ karṇikā kesarānvitam || 11 ||
Ich stelle den schönen goldenen Herzlotus mit zwölf Blättern vor, geöffnet, mit Fruchtboden und Staubfäden.
Vers 12
tatra siṃhāsanaṃ tatra haimaṃ bhāskarasannibham |
nirastāntastamastomaṃ kalpayenmunipuṅgava || 12 ||
Dort stelle man sich, hervorragender Weiser, einen goldenen, sonnengleichen Thron vor, der die Scharen innerer Dunkelheit vertreibt.
Vers 13
āvāhayeddhanūmantaṃ tatra siṃhāsane sudhīḥ |
atha dhyāyet kapiśreṣṭhaṃ caturāvaraṇānvitam || 13 ||
Der Einsichtige lade Hanuman auf diesen Thron ein. Dann schaue er den vorzüglichen Affenhelden, umgeben von vier Umkreisen.
Vers 14
vāmabhāgasthitāṃ patnīṃ sūryaputrīṃ suvarcalām |
paśyantaṃ snigdhayā dṛṣṭyā smitayukta mukhāmbujām || 14 ||
Er blickt liebevoll auf seine zu seiner Linken sitzende Gemahlin Suvarchala, die Tochter der Sonne, deren Lotusgesicht lächelt.
Vers 15
chatracāmarasamyuktaṃ vinatādyaiḥ susevitam |
yuktahāra gaṇopetaṃ tatra kuṇḍalabhūṣitam || 15 ||
Schirm und Wedel begleiten ihn; Vinata und andere dienen ihm ehrfürchtig. Er trägt passende Halsketten und geschmückte Ohrringe.
Vers 16
graiveyabhūṣitagrīvaṃ kanakāṅgadadhāriṇam |
nānāmaṇisamutkīrṇaṃ kirīṭojjvalaśekharam || 16 ||
Sein Hals ist mit Schmuck versehen, er trägt goldene Oberarmreifen und auf dem Haupt eine leuchtende, mit vielerlei Edelsteinen besetzte Krone.
Vers 17
mekhalādāmasaṃvītaṃ maṇinūpuraśobhitam |
ratnakaṅkaṇavidyotaṃ pāṇiṃ raktāmbujadvayam || 17 ||
Ein Gürtel umschließt ihn, kostbare Fußreifen schmücken ihn; seine beiden roten Lotushände glänzen von Edelsteinarmreifen.
Vers 18
kvathita svarṇavarṇāṅgamuṣṭradhvajasamanvitam |
padmāsane samāsīnaṃ pītāmbarasamanvitam || 18 ||
Sein Leib gleicht flüssigem Gold, eine Fahne mit Kamelzeichen gehört zu ihm. Er sitzt im Lotussitz und trägt ein gelbes Gewand.
Vers 19
caturbhujadharaṃ śāntaṃ sarvavyāpinamīśvaram |
sarvadeva parīvāraṃ sarvābhīṣṭaphalapradam || 19 ||
Er hat vier Arme, ist friedvoll und allgegenwärtig, der Herr, von allen Göttern als Gefolge umgeben und Erfüller aller guten Wünsche.
3. Einladen und die ersten Gastgaben reichen
Mit Avahana lädst du Hanuman ein, bis zum Abschluss gegenwärtig zu bleiben. Es folgen Sitz, Padya, Arghya, Achamana und Madhuparka.
Vers 20
āvāhayāmi sarveśaṃ sūryaputrīpriyaṃ prabhum |
añjanātanayaṃ devaṃ māyātītaṃ jagadgurum || 20 ||
Ich lade den Herrn von allem ein, den Geliebten der Sonnentochter, den göttlichen Sohn Anjanas, jenseits der Maya, den Lehrer der Welt.
Vers 21
devadeva jagannātha kesaripriyanandana |
ratnasiṃhāsanaṃ tubhyaṃ dāsyāmi hanumat prabho || 21 ||
Gott der Götter, Herr der Welt, geliebter Sohn Kesaris, Herr Hanuman, ich gebe dir einen Thron aus Edelsteinen.
Vers 22
āgaccha hanuman deva tvaṃ suvarcalayā saha |
pūjā samāptiparyantaṃ bhava sannihito mudā || 22 ||
Komm, göttlicher Hanuman, zusammen mit Suvarchala. Bleibe freudig gegenwärtig, bis die Verehrung vollendet ist.
Vers 23
bhīmāgraja mahāprājña tvaṃ mamābhimukho bhava |
suvarcalāpate śrīman prasīda jagatāṃ pate || 23 ||
Älterer Bruder Bhimas, großer Weiser, wende dich mir zu. Herrlicher Gemahl Suvarchalas, Herr der Welten, sei gnädig.
Vers 24
yogidhyeyāṅghripadmāya jagatāṃ pataye namaḥ |
pādyaṃ mayārpitaṃ deva gṛhāṇa puruṣottama || 24 ||
Ehrerbietung dem Herrn der Welten, dessen Lotusfüße die Yogis meditieren. Höchster Mensch, nimm das von mir dargebrachte Fußwasser an.
Vers 25
lakṣmaṇaprāṇasaṃrakṣa sītāśokavināśana |
gṛhāṇārghyaṃ mayā dattaṃ pārvatī priyanandana || 25 ||
Du Bewahrer von Lakshmanas Leben, der Sitas Kummer beseitigt, geliebter Sohn Parvatis, nimm die von mir dargebrachte Ehrengabe an.
Vers 26
bālāgra setubandhāya śatānanavadhāya ca |
tubhyamācamanaṃ dattaṃ pratigṛhṇīṣva mārute || 26 ||
Sohn des Windes, der die Brücke auf feinste Weise errichtete und den Hundertgesichtigen erschlug, nimm das dir dargebrachte Mundwasser an.
Vers 27
arjunadhvajasaṃvāsa daśānana madāpaha |
madhuparkaṃ pradāsyāmi hanuman pratigṛhyatām || 27 ||
Du Bewohner von Arjunas Fahne und Bezwinger des Stolzes des Zehnköpfigen: Hanuman, nimm die süße Ehrenspeise an, die ich darbringe.
4. Baden, kleiden und schmücken
Stelle Snana, das gelbe Gewand, Yajnopavita, Schultertuch und Schmuck vor. Danach folgen Duft, Blumen, Tulasiblätter und Akshata.
Vers 28
gaṅgādi sarvatīrthebhyaḥ samānītairnavodakaiḥ |
bhavanta snāpayiṣyāmi kapināyaka gṛhyatām || 28 ||
Mit frischem Wasser, das aus allen heiligen Gewässern, beginnend mit der Ganga, gesammelt ist, will ich dich baden. Herr der Affen, nimm es an.
Vers 29
pītāmbaramidaṃ tubhyaṃ taptahāṭakasannibham |
dāsyāmi vānaraśreṣṭha saṅgṛhāṇa namo'stu te || 29 ||
Dieses gelbe Gewand, glänzend wie erhitztes Gold, gebe ich dir, vorzüglichster Affenheld. Nimm es an; Ehrerbietung dir.
Vers 30
brahmasūtramidaṃ bhavyaṃ muktādāmopaśobhitam |
svīkuruṣvāñjanāputra bhaktarakṣaṇa tatpara || 30 ||
Sohn Anjanas, der du eifrig deine Verehrenden schützt, nimm diese schöne heilige Schnur an, die eine Perlenkette schmückt.
Vers 31
uttarīyaṃ tu dāsyāmi saṃsārottārakāraṇa |
gṛhāṇa paramaprītyā nato'smi tava pādayoḥ || 31 ||
Ich gebe dir auch das Schultertuch, du Ursache der Überfahrt über das Daseinsmeer. Nimm es mit größter Freude an; ich verneige mich vor deinen Füßen.
Vers 32
bhūṣaṇāni mahārhāṇi kirīṭa pramukhānyaham |
tubhyaṃ dāsyāmi sarveśa gṛhāṇa kapināyaka || 32 ||
Kostbare Schmuckstücke, Krone und weitere Zierden, gebe ich dir, Herr von allem. Nimm sie an, Führer der Affen.
Vers 33
kastūrīkuṅkumonmiśraṃ karpūrāgaruvāsitam |
śrīcandanaṃ tu dāsyāmi gṛhyatāṃ hanumat prabho || 33 ||
Herr Hanuman, ich gebe dir gutes Sandelholz, vermischt mit Moschus und Safran und durchduftet von Kampfer und Adlerholz. Nimm es an.
Vers 34
sugandhīni surūpāṇi vanyāni vividhāni ca |
campakādīni puṣpāṇi kamalānyutpalāni ca || 34 ||
Duftende, schön geformte und mannigfaltige Waldblumen, Champaka und andere, Lotusse und blaue Wasserlilien,
Vers 35
tulasīdalamādīni manasā kalpayāmi te |
gṛhāṇa hanumaddeva praṇato'smi padāmbuje || 35 ||
Tulasiblätter und weitere Gaben stelle ich für dich im Geist vor. Göttlicher Hanuman, nimm sie an; ich verneige mich vor deinen Lotusfüßen.
Vers 36
śālīyānakṣatānramyān padmarāgasamaprabhān |
akhaṇḍān khaṇḍitadhvānta svīkuruṣva dayānidhe || 36 ||
Du Schatz des Mitgefühls, der die Dunkelheit zerbricht, nimm die schönen ungebrochenen Reiskörner an, die wie Rubine leuchten.
5. Rauch, Licht und Mahlzeit darbringen
Vollziehe Dhupa, Dipa und Naivedya innerlich. Biete während des Mahls Trinkwasser an, danach Tambula und das segenspendende Nirajana.
Vers 37
kapilāghṛtasamyuktaḥ kṛṣṇāgarusamudbhavaḥ |
mayā samarpito dhūpaḥ hanuman pratigṛhyatām || 37 ||
Hanuman, nimm den von mir dargebrachten Räucherduft aus dunklem Adlerholz an, mit Ghee einer braunen Kuh verbunden.
Vers 38
nirastājñānatimiratejorāśe jagatpate |
dīpaṃ gṛhāṇa deveśa goghṛtāttaṃ daśānvitam || 38 ||
Lichtfülle, die die Dunkelheit der Unwissenheit vertreibt, Herr der Welt und der Götter, nimm die Lampe mit ihrem in Kuhghee getränkten Docht an.
Vers 39
idaṃ divyānnamamṛtaṃ sūpaśākaphalānvitam |
sājyaṃ sadadhi sakṣīraṃ śarkarāmadhusamyutam || 39 ||
Diese göttliche, nektargleiche Speise ist mit Suppe, Gemüse und Früchten bereitet, mit Ghee, Joghurt, Milch, Zucker und Honig verbunden.
Vers 40
bhakṣyaṃ bhojyaṃ ca lehyaṃ ca coṣyaṃ cāpi caturvidham |
gṛhāṇa hanuman bhaktyā svarṇapātre niveditam || 40 ||
Hanuman, nimm die vier Arten von Nahrung an – zu kauen, zu essen, zu lecken und zu saugen –, die ich dir hingebungsvoll in einem goldenen Gefäß darbringe.
Vers 41
samarpayāmi pānīyaṃ madhyemadhye sudhopamam |
saccidānandarūpāya sṛṣṭisthityantahetave || 41 ||
Ich reiche immer wieder nektargleiches Trinkwasser dem, dessen Wesen Sein, Bewusstsein und Glückseligkeit ist und der Schöpfung, Erhaltung und Auflösung trägt.
Vers 42
pūgīphalaiḥ samāyuktaṃ karpūrādisamanvitam |
svarṇavarṇadalopetaṃ tāmbūlaṃ gṛhyatāṃ hare || 42 ||
Hari, nimm die Betelgabe an: mit Arekanüssen, Kampfer und weiteren Zutaten, in goldfarbenen Blättern.
Vers 43
nīrājanamidaṃ divyaṃ maṅgalārthaṃ kapi prabho |
mayā samarpitaṃ tāta gṛhāṇa varado bhava || 43 ||
Geliebter Herr der Affen, nimm diese göttliche Lichtverehrung an, die ich dir mit der Bitte um Segen darbringe. Sei der Segenspender.
6. Ehren, Blumen darbringen und fünfmal umrunden
Stelle Musik, Tanz und weitere Ehrendienste vor. Gib erneut Arghya und dann Pushpanjali. Vollziehe anschließend fünf geistige Umrundungen und fünf volle Verneigungen (Pradakshina und Ashtanga Namaskara).
Vers 44
nṛtyaṃ gītaṃ ca vādyaṃ ca kṛtaṃ gandharvasattamaiḥ |
prakalpayāmi manasā rāmadūtāya te namaḥ || 44 ||
Tanz, Gesang und Instrumentalmusik der besten Gandharvas stelle ich im Geist vor. Dir, Ramas Boten, gilt meine Ehrerbietung.
Vers 45
rājopacāraiḥ satataṃ purāṇapaṭhanādibhiḥ |
santuṣṭo bhava sarvātman sarvaliṅgamayātmaka || 45 ||
Sei durch die königlichen Ehrendienste und durch Lesungen aus den Puranas stets erfreut, du Selbst aller Wesen, dessen Wesen sich in allen heiligen Zeichen zeigt.
Vers 46
merāvaṇa mahāprājña prāṇavāyu bileśaya |
punararghyaṃ pradāsyāmi pavanātmaja gṛhyatām || 46 ||
Sohn des Windes, nimm die erneute Ehrengabe an. Du großer Held und Weiser, der du als Lebenshauch im verborgenen Raum wohnst.
Vers 47
mandārapārijātādi puṣpāñjalimimaṃ prabho |
svarṇapuṣpasamākīrṇamuṣṭradhvaja gṛhāṇa vai || 47 ||
Herr mit dem Kamelzeichen, nimm diese Handvoll Mandara-, Parijata- und weiterer Blumen an, durchsetzt mit goldenen Blüten.
Vers 48
pradakṣiṇanamaskārān sāṣṭāṅgān pañcasaṅkhyayā |
dāsyāmi kapināthāya gṛhāṇābhīṣṭadāyaka || 48 ||
Dem Herrn der Affen bringe ich fünf Umrundungen und volle Verneigungen dar. Du Erfüller guter Wünsche, nimm sie an.
7. Die Gegenwart im Herzen bewahren
Bitte um die Annahme der Verehrung und um Hanumans bleibende Gegenwart. Die abschließenden Lehrverse nennen Zeiten, Teilnahme und die traditionelle Frucht der Praxis.
Vers 49
devadeva jagannātha purāṇapuruṣottama |
anena pūjāvidhinā suprīto bhava sarvadā || 49 ||
Gott der Götter, Herr der Welt, uranfänglicher höchster Mensch, sei durch diese Verehrungsfolge immer erfreut.
Vers 50
suvarcalāsametastvaṃ caturāvaraṇānvitam |
haṃsatūlikayopete mama hṛtpaṅkaje vasa || 50 ||
Wohne zusammen mit Suvarchala und den vier Umkreisen in meinem Herzlotus, der mit einem weichen Federpolster versehen ist.
Vers 51
ityevaṃ mānasīpūjā sarvābhīṣṭapradāyinī |
śaṅkareṇa purā gauryāḥ kathitā vistarānmune || 51 ||
Parashara spricht: So wurde diese innere Verehrung, die alle guten Wünsche erfüllt, einst von Shankara der Gauri ausführlich erklärt, o Weiser.
Vers 52
prātarmadhyāhnayoścāpi sāyaṅkāla niśīthayoḥ |
yadā kadāpi pūjeyaṃ mānasī sarvadottamā || 51 ||
Am Morgen und am Mittag, am Abend und um Mitternacht, ja zu jeder Zeit ist diese innere Verehrung vorzüglich.
Vers 53
etasya pūjanavidhaiḥ paṭhanenāpi mānavaḥ |
sarvān kāmānavāpnoti śravaṇena viśeṣataḥ || 52 ||
Auch durch das Lesen dieser Verehrungsfolge erlangt ein Mensch seine Wünsche, besonders durch das Hören.
Vers 54
brahma kṣatra viśāṃ strīṇāṃ bālānāṃ ca śubhāvaham |
idaṃ pavitraṃ pāpaghnaṃ bhuktimuktiphalapradam || 53 ||
Für Brahmanen, Kshatriyas, Vaishyas, Frauen und Kinder ist sie segensreich: reinigend, Verfehlungen lösend und Freude im Leben wie auch Befreiung schenkend.
Abschluss und Vertiefung
Die Schlussbitte ist kein Wegschicken: Hanuman und Suvarchala bleiben im Herzlotus. Lass die Vorstellung heller Gegenwart einige Atemzüge ruhen. Für den Alltag bietet sich eine konkrete Frage an: Wo kann ich heute Mut mit freundlicher Fürsorge verbinden? So wird die Verehrung des Rama-Boten zur Bereitschaft, hilfreich zu handeln.
Devanagari-Rezitation
Die Versfolge entspricht der Durchführung; die Ziffern des Quelltextes bleiben erhalten.
कथमाराध्यते चित्ते हनुमान् मारुतात्मजः ।
कीदृशैरुपचारैर्वा वद मे विस्तरान्मुने ॥ १ ॥
हनुमन्तं महात्मानं पिङ्गाक्षं हेमसन्निभम् ।
मन्दस्मितं सुखासीनं ध्यायेदीप्सितसिद्धये ॥ २ ॥
तापत्रयपरिव्याप्तं चित्तं कृत्वा सुनिर्मलम् ।
भावयेन्मनसा देवं भवशापविमुक्तये ॥ ३ ॥
प्रातःकाले समुत्थाय हनूमन्तं हृदिस्मरन् ।
शुचौदेशे समासीनः कृत प्राभातकीक्रियाः ॥ ४ ॥
विजनं देशमाश्रित्य कदलीवनमध्यगः ।
चित्तविक्षेपरहितः पूजाविधिमुपक्रमेत् ॥ ५ ॥
पूजा च पञ्चधाज्ञेया कपीन्द्रस्य महात्मनः ।
जले च प्रतिमायां च शिलायां सूर्यमण्डले ।
निश्चले मानसे वापि पूजयेज्जगतां पतिम् ॥ ६ ॥
आद्ये सर्वोपचारान् वै जलेनैव प्रकल्पयेत् ।
द्वितीये तु यथाशास्त्रं तथा द्रव्यं निवेदयेत् ॥ ७ ॥
तृतीये न विशेषोऽस्ति द्वितीय इव पूजयेत् ।
तुरीये निश्चलां दृष्टिं कृत्वा भास्करमण्डले ॥ ८ ॥
पूजाद्रव्यं समानीय चक्षुषा सन्निधापयेत् ।
पञ्चमी मानसीपूजा सर्वेषामुत्तमोत्तमम् ॥ ९ ॥
तत्तद्रव्याणि सर्वाणि पूजायाः साधनानि वै ।
निश्चले नान्तरङ्गेण कपीन्द्राय निवेदयेत् ॥ १० ॥
दलैर्द्वादशभिर्युक्तं हैमं हृदयपङ्कजम् ।
भावये द्विकचं रम्यं कर्णिका केसरान्वितम् ॥ ११ ॥
तत्र सिंहासनं तत्र हैमं भास्करसन्निभम् ।
निरस्तान्तस्तमस्तोमं कल्पयेन्मुनिपुङ्गव ॥ १२ ॥
आवाहयेद्धनूमन्तं तत्र सिंहासने सुधीः ।
अथ ध्यायेत् कपिश्रेष्ठं चतुरावरणान्वितम् ॥ १३ ॥
वामभागस्थितां पत्नीं सूर्यपुत्रीं सुवर्चलाम् ।
पश्यन्तं स्निग्धया दृष्ट्या स्मितयुक्त मुखाम्बुजाम् ॥ १४ ॥
छत्रचामरसम्युक्तं विनताद्यैः सुसेवितम् ।
युक्तहार गणोपेतं तत्र कुण्डलभूषितम् ॥ १५ ॥
ग्रैवेयभूषितग्रीवं कनकाङ्गदधारिणम् ।
नानामणिसमुत्कीर्णं किरीटोज्ज्वलशेखरम् ॥ १६ ॥
मेखलादामसंवीतं मणिनूपुरशोभितम् ।
रत्नकङ्कणविद्योतं पाणिं रक्ताम्बुजद्वयम् ॥ १७ ॥
क्वथित स्वर्णवर्णाङ्गमुष्ट्रध्वजसमन्वितम् ।
पद्मासने समासीनं पीताम्बरसमन्वितम् ॥ १८ ॥
चतुर्भुजधरं शान्तं सर्वव्यापिनमीश्वरम् ।
सर्वदेव परीवारं सर्वाभीष्टफलप्रदम् ॥ १९ ॥
आवाहयामि सर्वेशं सूर्यपुत्रीप्रियं प्रभुम् ।
अञ्जनातनयं देवं मायातीतं जगद्गुरुम् ॥ २० ॥
देवदेव जगन्नाथ केसरिप्रियनन्दन ।
रत्नसिंहासनं तुभ्यं दास्यामि हनुमत् प्रभो ॥ २१ ॥
आगच्छ हनुमन् देव त्वं सुवर्चलया सह ।
पूजा समाप्तिपर्यन्तं भव सन्निहितो मुदा ॥ २२ ॥
भीमाग्रज महाप्राज्ञ त्वं ममाभिमुखो भव ।
सुवर्चलापते श्रीमन् प्रसीद जगतां पते ॥ २३ ॥
योगिध्येयाङ्घ्रिपद्माय जगतां पतये नमः ।
पाद्यं मयार्पितं देव गृहाण पुरुषोत्तम ॥ २४ ॥
लक्ष्मणप्राणसंरक्ष सीताशोकविनाशन ।
गृहाणार्घ्यं मया दत्तं पार्वती प्रियनन्दन ॥ २५ ॥
बालाग्र सेतुबन्धाय शताननवधाय च ।
तुभ्यमाचमनं दत्तं प्रतिगृह्णीष्व मारुते ॥ २६ ॥
अर्जुनध्वजसंवास दशानन मदापह ।
मधुपर्कं प्रदास्यामि हनुमन् प्रतिगृह्यताम् ॥ २७ ॥
गङ्गादि सर्वतीर्थेभ्यः समानीतैर्नवोदकैः ।
भवन्त स्नापयिष्यामि कपिनायक गृह्यताम् ॥ २८ ॥
पीताम्बरमिदं तुभ्यं तप्तहाटकसन्निभम् ।
दास्यामि वानरश्रेष्ठ सङ्गृहाण नमोऽस्तु ते ॥ २९ ॥
ब्रह्मसूत्रमिदं भव्यं मुक्तादामोपशोभितम् ।
स्वीकुरुष्वाञ्जनापुत्र भक्तरक्षण तत्पर ॥ ३० ॥
उत्तरीयं तु दास्यामि संसारोत्तारकारण ।
गृहाण परमप्रीत्या नतोऽस्मि तव पादयोः ॥ ३१ ॥
भूषणानि महार्हाणि किरीट प्रमुखान्यहम् ।
तुभ्यं दास्यामि सर्वेश गृहाण कपिनायक ॥ ३२ ॥
कस्तूरीकुङ्कुमोन्मिश्रं कर्पूरागरुवासितम् ।
श्रीचन्दनं तु दास्यामि गृह्यतां हनुमत् प्रभो ॥ ३३ ॥
सुगन्धीनि सुरूपाणि वन्यानि विविधानि च ।
चम्पकादीनि पुष्पाणि कमलान्युत्पलानि च ॥ ३४ ॥
तुलसीदलमादीनि मनसा कल्पयामि ते ।
गृहाण हनुमद्देव प्रणतोऽस्मि पदाम्बुजे ॥ ३५ ॥
शालीयानक्षतान्रम्यान् पद्मरागसमप्रभान् ।
अखण्डान् खण्डितध्वान्त स्वीकुरुष्व दयानिधे ॥ ३६ ॥
कपिलाघृतसम्युक्तः कृष्णागरुसमुद्भवः ।
मया समर्पितो धूपः हनुमन् प्रतिगृह्यताम् ॥ ३७ ॥
निरस्ताज्ञानतिमिरतेजोराशे जगत्पते ।
दीपं गृहाण देवेश गोघृतात्तं दशान्वितम् ॥ ३८ ॥
इदं दिव्यान्नममृतं सूपशाकफलान्वितम् ।
साज्यं सदधि सक्षीरं शर्करामधुसम्युतम् ॥ ३९ ॥
भक्ष्यं भोज्यं च लेह्यं च चोष्यं चापि चतुर्विधम् ।
गृहाण हनुमन् भक्त्या स्वर्णपात्रे निवेदितम् ॥ ४० ॥
समर्पयामि पानीयं मध्येमध्ये सुधोपमम् ।
सच्चिदानन्दरूपाय सृष्टिस्थित्यन्तहेतवे ॥ ४१ ॥
पूगीफलैः समायुक्तं कर्पूरादिसमन्वितम् ।
स्वर्णवर्णदलोपेतं ताम्बूलं गृह्यतां हरे ॥ ४२ ॥
नीराजनमिदं दिव्यं मङ्गलार्थं कपि प्रभो ।
मया समर्पितं तात गृहाण वरदो भव ॥ ४३ ॥
नृत्यं गीतं च वाद्यं च कृतं गन्धर्वसत्तमैः ।
प्रकल्पयामि मनसा रामदूताय ते नमः ॥ ४४ ॥
राजोपचारैः सततं पुराणपठनादिभिः ।
सन्तुष्टो भव सर्वात्मन् सर्वलिङ्गमयात्मक ॥ ४५ ॥
मेरावण महाप्राज्ञ प्राणवायु बिलेशय ।
पुनरर्घ्यं प्रदास्यामि पवनात्मज गृह्यताम् ॥ ४६ ॥
मन्दारपारिजातादि पुष्पाञ्जलिमिमं प्रभो ।
स्वर्णपुष्पसमाकीर्णमुष्ट्रध्वज गृहाण वै ॥ ४७ ॥
प्रदक्षिणनमस्कारान् साष्टाङ्गान् पञ्चसङ्ख्यया ।
दास्यामि कपिनाथाय गृहाणाभीष्टदायक ॥ ४८ ॥
देवदेव जगन्नाथ पुराणपुरुषोत्तम ।
अनेन पूजाविधिना सुप्रीतो भव सर्वदा ॥ ४९ ॥
सुवर्चलासमेतस्त्वं चतुरावरणान्वितम् ।
हंसतूलिकयोपेते मम हृत्पङ्कजे वस ॥ ५० ॥
इत्येवं मानसीपूजा सर्वाभीष्टप्रदायिनी ।
शङ्करेण पुरा गौर्याः कथिता विस्तरान्मुने ॥ ५१ ॥
प्रातर्मध्याह्नयोश्चापि सायङ्काल निशीथयोः ।
यदा कदापि पूजेयं मानसी सर्वदोत्तमा ॥ ५१ ॥
एतस्य पूजनविधैः पठनेनापि मानवः ।
सर्वान् कामानवाप्नोति श्रवणेन विशेषतः ॥ ५२ ॥
ब्रह्म क्षत्र विशां स्त्रीणां बालानां च शुभावहम् ।
इदं पवित्रं पापघ्नं भुक्तिमुक्तिफलप्रदम् ॥ ५३ ॥
Quellen und weiterführende Artikel
- Parashara Samhita, Gespräch Parashara–Maitreya, Kapitel 52: Shri Hanuman Manasika Puja, Devanagari bei Stotra Nidhi und Umschrift. Die Quelle enthält 54 Strophen bei einer durch die doppelte 51 bedingten Schlussziffer 53. Die Anrede am Anfang von Vers 46 ist in dieser Fassung ungewöhnlich; sie wird hier allgemein als Heldenanrede erläutert. Der Morgenplatz im Bananenhain wird für die häusliche Praxis als ruhiger Rückzugsort übertragen.
- Hanuman
- Suvarchala
- Manasa Puja
- Hanuman Puja – Hingabe mit dreizehn Knoten und einer Segensgabe erneuern
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