Furor

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Olli Kahn ist bekannt für Furor

Furor - Wortursprung, Synonyme, Antonyme. Furor ist ein Wort der gehobenen Sprache für Raserei und Wildheit, Begeisterung und Intensitität. Furor kommt vom Italienischen furore, Raserei, Ekstase, welches wiederum auf lateinisch furor zurückgeht. Man spricht von Furore machen, also Aufsehen erregen, Beifallsstürme auslösen. Man auch mit Furor eine Aufgabe oder sich an etwas machen.

Man spricht auch vom Furor Poeticus, der dichterischen Raserei oder auch vom Furor Teutonicus, dem deutschen Ungestüm, meist als Berserkerwut gesehen. Manchmal überkommt einen ein Furor. Wenn er in eine gute Richtung geht, kann man in der Phase des Furors Unglaubliches leisten. Wenn der Furor aber in eine schlimme Wut und Gewalttätigkeit geht, dann gilt es seinen Furor zu beherrschen. Furor ist also ein besonderer Gemütszustand, geprägt von Intensität, viel Energie, Gegenwartsbezogenheit, klarer Ausrichtung, aber wenig Kontrolle durch Verstand, Intellekt, Überlegung. Intensive Gemütszustände setzen viel Energie, Freude und Kreativität frei - können in positive und negative Richtungen gehen.

Furor - den großen Zorn überwinden

Ein Vortrag von Sukadev Bretz 2016

Entspannung ist wichtig bei Furor

Furor ist ein interessanter Ausdruck, Furor ist lateinisch und heißt großer Zorn. Furor ist aber auch etwas, was in die deutsche Sprache Eingang gefunden hat. Es gibt sogar den Ausdruck 'Furor Teutonicus', was irgendwo heißt, dass die deutschen im Krieg öfter sehr brutal waren und andere niedergemetzelt haben, also nichts Schönes. Furor ist also etwas unter dessen Macht und Gewalt man nicht kommen sollte.

Es ist zunächst einmal wichtig, dass Ärger, Zorn, Agressivität zu überwinden sind. Ich habe zwar auch schon Vorträge gegeben, wo ich gesagt habe, es gibt auch positive Aspekte des Ärgers, es gibt evolutionsbiologische Gründe dafür, es gibt de gerechten Zorn, im Yoga sprechen wir vom sattwigen, rajassigen und den tamasigen Zorn. Und der sattwige Zorn, der gerechte Zorn, wo man Energie bekommt, sich für die gute Sache einzusetzen, ist auch etwas Gutes. Den tamassigen, den grundlosen den selbstzerstörerischen Zorn und den rajasigen, den egoistischen Zorn, die sollte man überwinden.

Letzlich geht es darum Gelassenheit entwickeln zu können. Letzlich geht es darum, Gott zu erfahren. Patanjali beschreibt das recht einfach: 'Bringe deinen Geist zu Ruhe', das ist der 2. Vers des Yoga Sutra, 'dann erfährst du dein wahres Wesen'.

In diesem Sinne, wenn du jemand bist der zu Cholerik neigt, der dazu neigt sich zu ärgern, dann mache dir bewußt, diesen Ärger, diesen Zorn gilt es zu überwinden. Swami Vishnu-Devananda hat mal gesagt, wenn man seinen Zorn überwunden hat, hat man 80 % des spirituellen Weges hinter sich und der Rest geht ganz einfach. In diesem Sinne überlege wenn du zornig bist, wenn du in Furor gerätst einen Moment inne zu halten, anstatt die beleidigte Leberwurst zu spielen, anstatt laut zu schimpfen, anstatt sich über andere zu ärgern, halte einen Moment inne und sage: 'Aha, danke das ihr mir gezeigt habt, hier habe ich eine Schwäche des Geistes. Diese will ich überwinden.' Dann kannst du überlegen, wie überwinde ich sie.

Es gibt auf den Yoga-Vidya-Seiten einige Artikel und auch Videos über Überwindung des Ärgers, Überwindung des Zorns. Aber der erste Schritt ist wirklich sich bewußt zu machen, nicht die andern sind Grund, sind dafür verantwortlich, dass ich zornig bin und ärgerlich bin. Es ist nicht der Fehler der anderen, sondern es ist eine geistige Schwäche von mir und die kann ich überwinden und die werde ich überwinden. Aber zunächst gilt es sich bewußt zu machen, ich will nicht mehr Opfer eines unkontrollierten Zornes werden. Ich will meinen inneren Furor überwinden.

Furor in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Furor gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Furor - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Furor sind zum Beispiel Weißglut, Amoklauf, Raserei, Empörung, Ärger, Wut, Aufregung, Beachtung .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Furor - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Furor sind zum Beispiel Freude, Frohsinn, Lachen, Albernheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Furor, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Furor, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Furor stehen:

Eigenschaftsgruppe

Furor kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

  • Schattenseiten-Kategorie Ärger .

Siehe auch

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