Entsäuern, entgiften, entschlacken

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Entschlacken - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Entsäuern, entgiften, entschlacken – so ist das Thema eines Seminars, dass wir bei Yoga Vidya anbieten.

Entsäuern, entgiften, entschlacken

- das ergänzt sich. Man könnte sagen, das sind drei Bezeichnungen für die gleiche Sache, aber im engeren Sinne sind es durchaus unterschiedliche Dinge.

Schlacken

Zunächst einmal: Was sind Schlacken? Alles, was irgendwo im Körper ist und eigentlich dort nichts zu tun hat, aber im engeren Sinne keine Gifte ist, wird in der Naturheilkunde als Schlacke, im Ayurveda Ama bezeichnet. Bei allen Stoffwechselprozessen entstehen ständig irgendwelche Stoffwechselprodukte, die der Körper idealerweise ausleitet. Manchmal kann der Körper aber nicht alles ausleiten. So lagert er es ab und dann entstehen Schlacken. Zum Beispiel können sich in den Gelenken Harnsäurekristalle ablagern, im Zwischenzell-, Fettgewebe und auch in den Arterienwänden können sich Stoffe ablagern. Diese kann man alle als Schlacken bezeichnen. Sogar Zellen, die entartet sind, sind Schlacken. So könnte man sogar sagen, dass auch Krebszellen etwas Schlackenartiges haben. Also etwas, was Stoffwechselprodukt ist und irgendwo bleibt anstatt eliminiert zu werden. Das führt dann dazu, dass der Organismus nicht richtig funktionieren kann, dass die Flüssigkeiten nicht richtig zirkulieren, dass der Körper sich nicht richtig regeneriert, und letztlich kann das auch dazu führen, dass Autoimmunerkrankungen oder Anderes entstehen.

Entgiften

Der Mensch nimmt immer wieder Gifte zu sich, die sich im Körper ansammeln. Bekannt sind zum Beispiel Schwermetalle. Eine kleine Menge von Schwermetallen ist nicht gefährlich, die kann der Körper gut eliminieren oder ins Gewebe einlagern. Viele dieser Schwermetalle kann der Körper aber schlecht abbauen, und wenn er dann lange genug immer wieder kleinere Mengen zu sich nimmt, kann er letztlich krank werden.

Es gibt zum Beispiel die eine Theorie, dass die römische Zivilisation letztlich an Bleirohren kaputt gegangen ist. Die Römer hatten eine Kanalisation und kaltes und warmes Wasser bis in die Häuser. Das lief zum großen Teil über Bleirohre. Blei kann tatsächlich Menschen unfruchtbar machen, Blei kann das Hirn schädigen und Mangel an Engagement bringen. Das ist eine der Theorien. Ob das tatsächlich so ist, wird von vielen Historikern bezweifelt, aber jedenfalls werden mindestens einige negative Gesundheitswirkungen gehabt haben. So gibt es eine Reihe von Umweltgiften, die der Mensch zu sich nimmt. Er nimmt mehr Gifte auf, wenn er Fleisch isst, denn Tiere selbst sammeln auch diese Gifte, Schwermetalle und alles Mögliche, was in das Futter gegeben wird, was in der Luft und im Wasser ist. Sie sammeln diese Stoffe im Fett- und Muskelgewebe an. Und wenn der Mensch das isst, dann hat er das Ganze konzentriert. Es ist also wichtig, öfters zu entgiften.

Entsäuern

Der Körper kann auch ein saures Niveau bekommen, vor allem im Verdauungstrakt. Wenn zum Beispiel im Magentrakt zu viel Magensäure frei wird, kann es zum Aufstoßen kommen. Das kann auch Probleme mit der Speiseröhre bringen und sogar langfristig Speiseröhrenkrebs erzeugen. Zuviel Magensäure kann auch die Schleimhaut schädigen und dann zu Magengeschwüren führen, im Schlimmsten Fall zum Magendurchbruch. Heute wird oft geraten, Säurehemmer zu sich zu nehmen. Diese wirken auch kurzfristig, langfristig jedoch stören sie die B12-Aufnahme und anderes. Da die Bakterien im Magen dann nicht mehr getötet werden, wird die Darmflora verändert, was manchmal nicht besonders gut ist, da bestimmte Stoffe wie Calcium, B12, eventuell auch Vitamin D, nicht mehr richtig absorbiert werden. Es ist also wichtig, auf andere Weise zu entsäuern. Auch die Darmschleimhaut kann gestört sein, weil zu viel Säure da ist, und vielleicht auch, weil keine gute Darmflora da ist. Dadurch kann wiederum die Darmwand gereizt werden. Das kann zu Reizdarmsyndrom führen, und auch dazu, dass die Nahrung wieder nicht richtig absorbiert wird. Dadurch können ganz andere Probleme im ganzen Organismus entstehen. Es gibt also sehr wohl zu viel Säure im Körper, es kann Gifte im Körper geben und auch Schlacken. Und die gilt es herauszubringen.

Da haben wir im Yoga und Ayurveda eine ganze Menge Techniken zum Entsäuern, Entgiften und Entschlacken.

Zum Entsäuern gehört zunächst eine basische Ernährung, insbesondere der Verzicht auf Fleisch, Fisch, alkoholische Getränke, Zucker Weißmehl. Vollkornprodukte, Gemüse, Salate und Obst dagegen helfen zum Entsäuern. Die modernen Schulmediziner würden sagen, ausreichend viele Ballaststoffe sind wichtig, damit sich die Darmflora gut aufbauen kann und die Magensäure nicht zu intensiv wirkt. All das hilft zum Entsäuern. Darüber hinaus gibt es spezielle Lebensmittel zum Entsäuern.

Entgiften und Entschlacken, dazu gibt es im Yoga und Ayurveda eine Menge Techniken.

Im Yoga gibt es die Kriyas. Die Asanas, Pranayama und Tiefenentspannung sind nicht nur für den physischen, Körper, für Muskeln und Gelenke da, sondern auch zum Entsäuern, Entgiften und Entschlacken.

Im Ayurveda gibt es bestimmte Kräuter, Mineralien und besondere Zusammenstellungen, die entsäuern, entgiften und entschlacken. Es gibt spezielle Massagetechniken, zum Beispiel die Abhyanga-Massage mit besonderen Ölen, die Garshan-Massage, eine Seidenhandschuhmassage, die auch entsäuern, entgiften und entschlacken soll und die rhythmische Ayurvedamassage, die Marma-Massage. Dann gibt es noch Ausleitungsverfahren um zu Entsäuern, Entgiften, Entschlacken

Wenn dich das interessiert, dann geh doch auf dieInternetseite von Yoga Vidya und suche nach „Entsäuern“, oder „Ama Kur“, einer Ayurvedakur, die du bei Yoga Vidya jede Woche mitmachen kannst, wo du Entsäuern, entgiften, entschlacken kannst.

Video Entsäuern, entgiften, entschlacken

Hier findest du ein Vortragsvideo mit dem Thema Entsäuern, entgiften, entschlacken :

Sprecher/Autor: Sukadev Bretz, Gründer von Yoga Vidya, Ausbildungsleiter zu Yoga und Meditation.

Entsäuern, entgiften, entschlacken Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Entsäuern, entgiften, entschlacken :

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Siehe auch

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