Brahma Sahampati

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Brahma Sahampati hielt Buddha an, der Welt die Lehre des Dhamma zu predigen, als Buddha selbst zögerte, dies zu tun. Das Konzept des Brahma überwiegt im Buddhismus und im Hinduismus. Laut Hinduismus liegt die Quelle von allem im Nirguna Brahma. Im Buddhismus jedoch ist Brahma Sahampati die höchste Form von Mahabrahma. In dieser Glaubensgemeinschaft ist Brahma eine erhabene leidenschaftslose Gottheit, und die Formen von Brahma unterscheiden sich zahlenmäßig weitgehend.

Darstellung von Sakra (Indra) und Brahma im Buddhismus

Gemäß den buddhistischen Schriften war es Brahma Sahampati, der Buddha ersuchte, die Welt über Dhamma zu unterrichten. Zunächst zögerte Buddha, den Grundsatz des Dhamma zu predigen, weil er glaubte, dass er die Philosophie nicht vermitteln könne. Brahma Sahampati jedoch bestand darauf, da so die Lehre von Dhamma unter Laien verbreitet werden konnte. Schließlich war Buddha damit einverstanden, Dhamma zu lehren.

Als Brahma Sahampati eintraf, meditierte Buddha bei Uruvela. Einigen der Kommentare wurde entnommen, dass Brahma Sahampati ein Nichtrückkehrer oder "Anagami" ist, der als Mönch im Sangha von Kasyapa Buddha wiedergeboren wurde. "Sakyuta Nikaya" enthält Verse, die Brahma Sahampati sprach, als er Buddha aufwartete. Angeblich hat er sich erneut um Buddha gekümmert, als dieser im Sterbebett lag. Der Hinweis auf dieses Ereignis findet sich im Mahaparinirvana Sutra.

Laut Vimalakirti Sutra darf man nicht versuchen, bestrebt zu sein, zwischen Gut und Böse oder Erleuchtung und Unwissenheit zu unterscheiden, da diese Vorstellung einen Menschen voreingenommen machen kann. Dies erklärt weiter, dass es keine festgelegte Methode gibt, Erleuchtung zu erlangen. Wenn eine Person frei von der Entweihung des Geistes ist, begreift sie die Lehren Buddhas leicht. Weiterhin erklärt das Sutra, dass die einzige Art und Weise Erleuchtung zu erlangen, darin besteht, sich von materiellen Bindungen zu befreien. Das Sutra kritisiert jene, die sich nur um ihren spirituellen Austfieg sorgen. Um ein echter Buddhist zu werden, ist die wichtigste Eigenschaft, das subjektive Wissen denen zu vermitteln, die leiden.

Die Ideale, die hier dargelegt werden, dienen den Bodhisattvas. Die Legende beginnt mit Buddha, der den Landwirt Vimalakirti besucht, als er krank geworden ist. Schließlich wird Manjusri Bodhisattva zu ihm geschickt. Durch die Argumente und Gegenargumente dieser beiden gebildeten Menschen werden die Lehren Buddhas langsam offenbart. Im Gespräch lobt Manjusri Bodhisattva Vimalakirti als einen der klügsten Anhänger Buddhas.

Es gibt zwei weitere Episoden im Vimalakirti Sutra, auf das auch in der chinesischen Literatur Bezug genommen wird. Die erste Geschichte handelt von himmlischen Damen, die bei einem Treffen Blüten auf Menschen regnen lassen. Die Blüten fallen sofort zu Boden, wenn sie die Bodhisattvas berühren, das gleiche gilt jedoch nicht für die angehenden Landwirte. Es symbolisiert, dass die Blumen an denen haften bleiben, die ihren Geist erst noch von den Entweihungen befreien müssen.

Die zweite Geschichte schildert die übernatürlichen Kräfte von Vimalakirti. Er besucht das himmlische Königreich Xiang-ji, um seinen Besuchern Duftreis zu überreichen. Diese Geschichte offenbart das Mitgefühl und die Liebe der Bodhisattvas. Folglich ist das Vimalakirti Sutra eine der vorteilhaften Möglichkeiten, mehr über den Mahayana Buddhismus und die dazugehörenden Legenden zu erfahren.

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Bechert: Der Buddhismus I: Der indische Buddhismus und seine Verzweigungen. Kohlhammer, Stuttgart 2000. ISBN 3-17-015333-1.
  • Heinz Bechert, R. Gombrich: Der Buddhismus: Geschichte und Gegenwart. 2. Auflage. Beck, München 2002. ISBN 3-406-42138-5.
  • Bhikkhu Bodhi: In den Worten des Buddha. Verlag Beyerlein & Steinschulte, 2008. ISBN 9783931095789
  • Edward Conze: Der Buddhismus: Wesen und Entwicklung. 10. Auflage. Kohlhammer, Stuttgart 1995. ISBN 3-17-013505-8.
  • Hansjörg Pfister: Philosophische Einführung in den frühen Buddhismus. Verlag Reith & Pfister, Bötzingen 2004. ISBN 3-9805629-9-9.
  • Helwig Schmidt-Glintzer: Die Reden des Buddha. dtv C. H. Beck, München 2005. ISBN 3-423-34242-0.
  • Wilhelm K. Essler, Ulrich Mamat: Die Philosophie des Buddhismus. 1. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Dezember 2005. ISBN 3-534-17211-6.
  • W. Rahula: Was der Buddha lehrt. 2. Auflage. Origo-Verlag, Bern 1982. ISBN 3-282-00038-3.
  • Verena Reichle: Die Grundgedanken des Buddhismus. 11. Auflage. S. Fischer-Verlag, Frankfurt 2003. ISBN 3-596-12146-9.
  • Hans W. Schumann: Handbuch Buddhismus: Die zentralen Lehren – Ursprung und Gegenwart. Diederichs, München 2000. ISBN 3-7205-2153-2.
  • Hans W. Schumann: Der historische Buddha – Leben und Lehre des Gotama. Diederichs, München 2004. ISBN 3-89631-439-4.
  • Gerhard Szczesny: Die eine Botschaft und die vielen Irrwege. Königshausen und Neumann, Würzburg 2004. ISBN 3-8260-2707-8.
  • Volker Zotz: Geschichte der buddhistischen Philosophie. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1996. ISBN 3-499-55537-9.
  • F.A.Z.-Hörbuch: Auf Siddhartas Spuren – Reisen zu den heiligen Stätten des Buddhismus. Frankfurt 2006. ISBN 3-89843-952-6.

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