Arul Nool

Aus Yogawiki

Arul Nool (Tamil: அருள் நூல்; wissenschaftliche Umschrift: Aruḷ Nūl, auch Arulnool und Tiru Arul Nool) bedeutet „Buch der Gnade“. Die heilige Schrift der Ayyavazhi-Tradition um Ayya Vaikundar verbindet Gebete, Unterweisungen und Erzählungen mit der Hoffnung auf eine gerechte Welt. Dieser Artikel bietet eine vollständige deutsche Arbeitsübersetzung der dokumentierten Tamilfassung sowie Erläuterungen zu Herkunft, Bedeutung und spiritueller Praxis. Innerhalb der Ayyavazhi-Überlieferung ergänzt Arul Nool die Akilathirattu Ammanai.[1][2]

Gnade wird in diesem Werk persönlich: „Mein Sohn“, „meine Kinder“, „meine augengeliebten Kinder“ – immer wieder ruft die göttliche Stimme die Menschen in ihre Nähe. Sie hört von Hunger, Demütigung und Erschöpfung und verheißt eine neue Ordnung des Dharma. Zugleich fordert sie zum Handeln auf: Wasser bereitstellen, Hungrige speisen, ehrlich miteinander umgehen. Hingabe erhält so eine sichtbare Gestalt im Zusammenleben.

Für Tamilen in Deutschland kann Arul Nool Sprache, spirituelle Herkunft und heutiges Leben miteinander ins Gespräch bringen. Yoga Vidyaner finden Anknüpfungspunkte zu Bhakti Yoga, Seva und Meditation. Die Begegnung wird besonders fruchtbar, wenn die eigene Erfahrung offen bleibt für die eigenständige religiöse Welt dieses tamilischen Werkes.

Lotus und Flamme: das Symbol der Ayyavazhi-Tradition, zu deren heiligen Schriften Arul Nool gehört.

Weitere Textfassungen: Arul Nool in Umschrift · Arul Nool in tamilischer Schrift

Arul Nool auf Deutsch lesen

Die Übersetzung beginnt mit den Vorstücken der verwendeten Fassung. Es folgen die Gebete, die Klage Cattu Nittolai, die Unterweisungen an die Schüler, das Lied der sieben Jungfrauen und weitere Erzählungen. Den Abschluss bildet ein Hochzeitssegen, der seinen Lebenswunsch auf alle ausweitet. Die anschließenden Erläuterungen erschließen Aufbau, Begriffe und heutige Zugänge.

Lies am besten einen überschaubaren Abschnitt und lasse ihn einen Moment nachklingen. Welche Anrede berührt dich? Welche Frage entsteht? Welche Handlung wird erbeten? In einer Familie oder einem Satsang kann ein gemeinsames Gespräch den Sinn vertiefen. Die Umschrift und der Tamiltext ermöglichen das Mitlesen in zwei weiteren Schriftfassungen.

Zur Textfassung: Alle 92 Quellenbereiche der verwendeten Onlinefolge sind enthalten. Die Zahlen in Klammern sind deren Bereichsangaben, keine neue Verszählung. Die eigens aus dem Tamilischen erstellte KI-gestützte Übersetzung bleibt eine Arbeitsfassung; unsichere Lesarten sind vor Ort gekennzeichnet. Eckige Klammern enthalten redaktionelle Hinweise. Religiöse Gerichtsbilder und historische Polemik bleiben als Aussagen des Werkes erkennbar.

Arul Nool: vollständige deutsche Übersetzung

(1–30)

Vorankündigung von Ayyas Kommen

Du Saft der Frucht, in der Dharma gereift ist! Um Kali zu vernichten, erschien Vaikuntam als Mensch im Makara [schwierige Lesart]. Von Kali ergriffen, rühmte sich jeder seiner Macht: »Über uns gibt es nichts!« [»paraṅkaṉitāṉ kaliyataṉuḷ aintu oṉṟu / kavaṅkaḷittu«: Wortlaut und Zahlenbezug sind nicht sicher übersetzbar.] Durch Kali selbst werden sie sterben. »Die geduldigen Santror werde ich beschützen«, sprach er. Der himmlische Weise und der Viergesichtige gewährten ihren Segen. – Altes Lied.

Mayan, der Urgrund, bedachte das kommende Kali-Zeitalter. Narayana wich erschrocken aus und stieg auf den guten Berg; wie ein Hirsch starb er durch den Pfeil des Jägers. Vor dem Bogenschützenkönig und den anderen sprach Mayan: »Wir werden zur Erde kommen«, und ging in die Welt der Askese. – Idaikkadar.

Heiliges Wort des Akilattirattu

Im Jahr 998 versammelte sich der himmlische Rat. Er sah, wie sehr die Grausamkeit des Kali-Zeitalters zugenommen hatte, schrieb das heilige Wort nieder und sandte es den Brahmanen: Alle sollten davon erfahren. Weil sie es nicht verkündeten, wurde er, diesem Wort gemäß, im Jahr 1008 im Milchmeer von Tiruchendur geboren. Er empfing die göttliche Unterweisung und erreichte am dritten Tag das Ufer. Sechs Jahre übte er Askese in Poovandanthoppu. Danach heilte er, so erzählt der Text, mit Wasser und Erde sämtliche Krankheiten. Als die Prüfung durch den König vorüber war, vereinigte er sich mit den sieben Jungfrauen, schenkte sieben Kinder und verhieß: »Ich werde die Santror beschützen.«

(31–60)

Dass er sich mit der Erdgöttin vereint hat und mit ihr lebt, wird sich durch Zeichen in der Welt zeigen. »Handelt in Hingabe an mich nach dem gegebenen Gesetz! Die Zeichen meines Kommens sind im folgenden Wort enthalten.«

Versdichtung

Kraft begegnet Kraft; Barmherzigkeit erfüllt den Blick. Berg und Verhüllung überschreitend, schaut sie die Füße dessen, der sich entfaltet hat. [Die Wendung über Bogen und Gestalt ist unklar.] »Gnade des höchsten Shiva!«, spricht sie; ihre Rede ertönt wie das Brausen der Wellen.

Wer angesichts dieses der Welt verkündeten Wortes widerspricht und vermessen redet, geht zugrunde. Wer mit geläutertem Wesen prüft und erkennt, wird leben. Wer das verkündete Wort ins Herz nimmt, wird den Guru schauen.

Eine Kugel heiliger Asche, ein verbleibendes Leben; eine Kokosnuss am festgesetzten Ort, mit einigem Herzen die Gabe niederlegen. Wer ehrfürchtig Betelblatt und Arekanuss darbringt, zu dem kommen die Drei: Dies ist der Weg wahrer Erkenntnis. [Die Zuordnung der Opfergaben und Zahlen ist im Wortlaut unsicher.]

Wer hochmütig sagt: »Das sind Menschenworte, unnütz und ohne Wert«, wird zum Feind. Durga geht allein hin, tötet ihn, verwüstet seine Stadt und badet danach im heiligen Wasser des weiten Meeres.

Fortlaufende Rede

Vom Elefanten bis zur Ameise sollen alle vierundachtzig Lebensarten es wissen, die sieben Meere und sechzehn Welten, Mond und Sonne, Licht und Milchmeer, die Winde in allen ihren Bewegungen; die großen Berge und Baumhaine, Shesha und Talaimotan [Name/Lesart unsicher]; die Gottheiten des Südostens, die Drei hier und der göttliche König Indra; die streitkundigen Weisen und die Entsagenden der Veden,

(61–90)

die Offenbarung und die sechs Shastras: Alle sollen es wissen. Dieses Wort schreibt die Hand, welche die Welten ausgemessen hat. Alle Bewohner der Welt sollen es erfahren.

Im Jahr 998 betrachteten der erhabene Sambashiva, der große Parashurama, der höchste Shri Rama und der zum heiligen Sitz aufsteigende Herr das Kali-Zeitalter. Sie beschrieben die Bedrängnis, die aus dem niederträchtigen Kali erwächst, und schrieben das heilige Wort nieder. Hört, was im irdischen Reich dieses Zeitalters geschehen wird, und welche große Frucht und Erhöhung denen zuteilwird, die viele gute Schriften kennen und sich jederzeit ehrfürchtig und hingebungsvoll an dieses Wort halten.

Heiliges Wort

In der Linie des Dharmaraja im guten Virapuram wird ein Kind geboren werden. Nach unserem Kommen verweilen wir als junger Knabe am guten Arunachala. Im irdischen Kali-Zeitalter werden Menschen, die auf äußere Reinheit achten, ebenso wie Menschen mit unreinem Denken immer hochmütiger umherirren und zugrunde gehen.

Dann erscheint die Göttin Durga in achtzehn Gestalten und kommt in das Panchamrita-Reich der Kali-Welt. Bei ihrer Ankunft wird es drei Tage dunkel; Regen fällt in Strömen wie Elefantenrüssel. Darin werden manche Übeltäter sterben.

(91–120)

Danach werden der höchste Herr, Sambashiva und Shri Rama sich der Hingebungsvollen, der Kinderlosen, der Blinden und der Mittellosen erbarmen. Sie prüfen ihre Hingabe und gewähren jedem die erbetenen Gaben. Nach kurzer Zeit werden einige göttlichen Zustand erlangen. Zunächst bleibt der Regen aus; vielerlei Erzeugnisse werden auf der Erde gedeihen, so wurde verkündet.

Einige Niederträchtige berühren ohne Besinnung den Mutterschoß und gehen in großer Erregung zugrunde [schwierige Stelle]. Vali und Sugriva werden in der Kleidung von Pandaram-Asketen auftreten. Beile, Pflugscharen und Pflüge werden zerstört.

»Zuvor haben wir die Göttin Durga geboren werden lassen und gesandt, um die Tulukkar [historische Bezeichnung für Muslime] zu vernichten. Die Brahmanen werden glücklich auf Erden leben. Zu den Menschen ohne Lingam-Zeichen im Gesicht senden wir Brahma. Er wird auf Erden ihre Hingabe prüfen, die Bösen ausfindig machen und ergreifen. Bringe sie der Gottheit dar, die im neuen Dorfgebiet herrscht«, so lautet die Unterweisung.

Drei Bündel mit Mangalyam-Hochzeitszeichen sollen in den Kaveri-Fluss fallen. Und auf Erden

(121–150)

werden sieben Frauen sich an einen Mann klammern. Abgeschnittene Hochzeitsschnüre werden vielfach neu gebunden werden. Bald werden die Unbelehrbaren, die Übeltäter und die Händler miteinander streiten und im gegenseitigen Kampf sterben. Wenn jene fort sind, werden die Überlebenden einen heiligen Menschen schauen und jegliches Glück erlangen.

»Wir bringen einen Kometen hervor, der die drei Welten betrifft, und kommen mit Feuer. Dadurch werden die Menschen die Besinnung verlieren und drinnen wie draußen plündern. Wir wissen dies genau. Danach kommen wir im Gewand eines Pandaram-Asketen in das irdische Panchamrita-Reich. Bei unserer Ankunft wird die ganze Erde erbeben. Himmel und Berge werden erschreckend dröhnen. Einige Übeltäter werden darin sterben; die Übriggebliebenen werden heilige Menschen sein.

Die Schriften über Mantra, Tantra und Heilkunde werden am nördlichen Tor ihr Ende finden. Von den sieben Meeren wird das Wasser dreier Meere

(151–180)

sich zurückziehen. Eine Portion heiliger Asche wird sechs Chakram-Münzen kosten, ein Lingam drei Varahan-Münzen; Wasser wird im Kalanchu-Maß genommen werden. Alle zwei Nazhigai Wegstrecke wird ein Haus für wohltätige Speisung stehen. Es gibt Menschen, die Almosen geben, doch niemanden, der sie benötigt.

Das Kind, das im Schoß der genannten Veyilal Madakkoyal geboren wurde, ist nun zehn Jahre alt. Wir verweilen als junger Knabe am großen Arunachala.« Der junge Knabe sagt: »Vira Narayana aus der Linie des Dharmaraja von Virapuram kommt hierher, übt drei Monate Askese und kommt nach weiteren zwei Monaten. Sobald er kommt, entstehen gegenseitige Unruhen. Darin richten die Menschen einander zugrunde. Die Überlebenden werden heilige Menschen sein. Ihnen schenken wir das Glück, das sie benötigen.«

Versdichtung

»Glück werden wir denen schenken, die kraftvoll leben; unser barmherziger Blick wird auf ihnen ruhen. Sie werden frei von Leid leben. Wer der Wahrheit dieses Wortes vertraut, wird in der verheißenen Heimstatt Vaikuntam wohnen.

Hört jemand täglich einmal mein heiliges Wort, so schwindet seine Sünde wie Nebel und Flut – wahrlich, dies sagen wir. Wer das süße, leuchtende Wort, die ursprüngliche Niederschrift, entschlossen hört und aufnimmt, dessen Wiedergeburt endet.

Wer es liest, hört, aufnimmt, im Herzen erkennt und lernt,

(181–210)

wer die Füße des Strahlenden schaut und seinem Weg folgt, wer das Herz Kocittans [Bezeichnung unsicher] erkennt und seinem Weg folgt, wer dessen Herz erkennt, wird auf der schönen Erde leben, mit Wohlstand und Ansehen im Land.

Bereits vor unserem Kommen in dieses Land kündigten wir im Jahr 998 durch das heilige Wort an, dass das Kommende gewiss eintreten werde. In einer heiligen Versammlung wurde unser Kommen für das Jahr 1008 bestimmt; wir kamen und legten es im Ammanai nieder.

Neu und ehrenvoll haben wir es im Ammanai niedergelegt. Wer es innerlich aufnimmt und aufmerksam betrachtet, wird seiner würdig. Wer ohne innere Gestalt hört, schaut niemanden draußen; wer die Rede lächelnd hört, schaut Shivas Wirklichkeit draußen [Gegensatz der beiden Zeilen nicht eindeutig].

Wer mein Wort wie einen bloß menschlichen tamilischen Vergleich behandelt, es streitsüchtig schmäht und darüber lacht, dem werde ich die Zunge durchbohren lassen; mit Nägeln wird er in der Hölle festgeschlagen, zerrüttet und in die Feuerhölle geworfen.

Meine Worte und meine Schrift habe ich gesammelt und auf Erden festgehalten, damit die Liebenden sich daran erfreuen und sie verstehen. Wer auch immer mein Wort aufnimmt, vorliest und erklärt, wird harmonisch leben und den Ort des Dharma schauen.

Sie schauen das Reich des Dharma und werden den Tod nicht mehr erfahren. Immer froh schauen sie die Füße des Herrn und spiegeln sich darin. Mit dem Auge der Gerechtigkeit schauen sie, werden von Mitgefühl erfüllt, schauen stets Kailasa und leben gut.

Höre, was die Peiniger erleiden, die dieses Wort schmähen: Kali ergreift sie in dieser Welt, ihre Augen schmelzen, ihre Beine schwanken, ihr Leib leidet, Geschwüre und Beulen entstehen. Überall werden sie umherirren und vergehen. Dies ist mein unfehlbares Gebot.

Bei Shakti habe ich dies wahrhaftig geboten. Damit alle Welten es wissen, habe ich dieses Wort niedergeschrieben.

(211–240)

Kein gewöhnlicher Mensch auf Erden vermag seinesgleichen zu schreiben. Dies ist das Akilattirattu Ammanai, das Vater und Herr niederschrieb.« So lautet dieses heilige Wort. Sarasvati und der Hüter der Kälber schrieben es und sandten es in die Kali-Welt, zu einem guten Kenner der Veden, damit es im Land bekannt werde. Nachdem sie es ausgesandt hatten, verweilten sie dort in Freude.

Im Monat Masi des Jahres 1008 lagert Narayana als Pandaram-Asket an der Küste von Tiruchampati im Süden. »Opfergaben, Handgelder und Kavadi brauche ich nicht«, erklärte er und begründete Dharma. Der Herrscher stirbt, Unruhen nehmen zu; ein Tulukkan [Muslim] kommt, fällt und flieht sogleich. »Im zehnten Jahr werden wir als Vaikuntam kommen.«

Gemäß dem früheren Agama: Unter dem Geburtsstern Vaikuntams wird es aufspringen – wahrlich! Was sterben muss, stirbt – wahrlich! Was erwacht ist, wird es sehen – wahrlich! Wird ein einziges Reiskorn zerbrochen, hört es das Land – wahrlich! Werden zwei zerbrochen, erträgt es das Land nicht – wahrlich! Himmel und Erde beben – wahrlich! Die Sterne am Himmel fallen wie Hagelkörner – wahrlich! Die Berge lösen sich, der heilige Ort erhebt sich – wahrlich! Was erwacht ist, wird es sehen – wahrlich!

Als er die Menschen so unterwies, hörten, erkannten und sahen sie es: »Das frühere Agama stimmt, und was er sagt, stimmt. Wir wollen zu seinem heiligen Ort gehen.« So kamen sie.

(241–270)

Weiter ließ Narayana Vaikuntasami die Geister, die vielen Lebewesen, die Kriechtiere, Gräser und Kräuter, Steine und Wälder wissen: »Der Allmächtige ist als Vaikuntam geboren. Opfergaben, Handgelder, Kavadi, Ziegen und Böcke, Hühner und Schweine, Blutopfer, Lampen, Blätter und Rinde brauche ich nicht.« So bestimmte er Dharma.

Als Narayana gefangen war und das Land seine vermeintliche Schuld untersuchte, lehrte er sie: »Erkennt, wer künftig über wen herrscht, und richtet euch danach!« Alle antworteten: »Bei Ayyas Gebot: Wir werden nichts mehr annehmen«, und gingen.

Nach einem bis anderthalb Jahren prüfte Narayana Vaikuntasami das Zeitalter. Wegen des Unrechts der Geister kamen die Betroffenen zu ihm und klagten. Vaikuntaraja untersuchte es und erkannte: Die Geister handeln tatsächlich ungerecht. Er prüfte ihre im Agama verzeichneten Befugnisse und beschloss, sie zu verbrennen.

Versdichtung

»Prüfen wir, wie die Geister entstanden, welche großen Gaben sie empfingen und wann sie trügerisch auf Erden erschienen. Hören wir ihre Sache gerecht an und verbrennen wir sie dann.« Er ließ die früheren Aufzeichnungen holen und rief den gnadenbegabten Weisen.

Auf seinen Ruf kam der himmlische Brahma, Ursprung der Veden, eilig mit den alten Aufzeichnungen. Der König göttlicher Gnade sah ihn an: »Prüfe rasch die ursprüngliche Bestimmung der Geister!«

(271–300)

Brahma prüfte sie und sprach zu Vaikuntar: »Ayya, höre das Lob, die Schrift und deine Offenbarung! An dem Tag, an dem der ursprüngliche Narayana als Vaikuntar in dieses verderbliche Kali-Zeitalter kam, endeten die Dämonen.

Geister, Gespenster, Unholde, Täuschung, Kali und Niedertracht, Trug, Hinterlist, Diebstahl, finstere Gesinnung und das Gericht über die Zeitalter; Lüge, Verdrehung, Betrug, Verfehlung und alles Böse wurden durch das gesprochene Wort zunichte und vergingen ohne Widerstand.

An dem Tag, an dem Narayana als Vaikuntam in das Land kam, erfüllten sich alle Ursachen; das Kali-Zeitalter ging zugrunde. Auch die bisherige Geltung der vollständigen Veden, der Puranas und alten Agamas endete: Sadashiva ist Vaikuntar geworden.

Er vernichtet das Verderbliche und fasst alles in seinem einen Wort zusammen. Die Schrift wird bis an die Grenze festgesetzt; er wird zu den schönen Frauen, zum Feuer auf dem Weg und zu den bestimmten Kindern, um den unvergänglichen heiligen Ort zu regieren – dies ist die Aussage des Agama.« [Diese vier Zeilen sind in der vorliegenden Lesart besonders dunkel.]

Brahma erklärte, dass jene Macht, die einst nicht durch das eigene Ich überwunden werden konnte, nun sterben müsse [unsichere Lesart]. Vaikuntar hörte dies ehrfurchtsvoll an und trug es wahrhaftig in das göttliche Verzeichnis ein: »Die Himmlischen sind Zeugen.«

Er schrieb es in die Rechnung, bewahrte es im Herzen und sprach: »Wir werden sie in dieser Welt vernichten und das Vorhaben ohne Irrtum ausführen.« Der Herr von Kailasa wandte sich an alle Wesen des grausamen Kali-Zeitalters.

»Keiner von euch Himmlischen und Göttern soll fortgehen. Betrachtet die Weise, in der ich selbst handle. Bleibt als Zeugen hier, von dieser bis zur jenseitigen Welt.« Dann schickte er sich an, alles feindselige Verderben zu verbrennen.

Mittagsgebet – Uccippatippu

Shiva, Shiva! Hari, Guru! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Ursprünglicher Guru! Shiva, Shiva!

(301–330)

Wurzel-Guru! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! »Allā illā iṟaicūl makilallā« [überlieferte Anrufung mit islamischem Wortgut; sprachlich unsicher], Shiva, Shiva! Heiliger Kreis! Hari Narayana, Guru! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Herr, Meister der Gurus! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Grüner Mal, Narayana, der die himmlische Welt ausmaß! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Guru mit dem Flechtenhaar, auch für Shri! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Rotäugiger heiliger Guru! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Guru der Entsagenden! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Großer Guru! Shiva, Shiva! Shivas Kreis! Hari-Shankara-Guru! Shiva, Shiva! Shivas Kreis!

Großer Guru! Shiva, Shiva! Shivas Guru-Kreis! Kreis, Guru-Kreis, Mayans Guru-Kreis! Ring, Guru-Ring! Shiva, Shiva! Guru-Kreis! Ring des Muschelschatzes, Guru-Ring der Erde! Die Erde ist der Ring, der Ruhm der Erde ist der Ring! Shiva, Shiva! Du erfüllst alles, stehst als die Einheit! Shiva, Shiva! Als einziger Guru erfüllst du das Erschaffene! Shiva, Shiva! Du hast erschaffen und alles erfüllt, hast Knabengestalt angenommen. Teilhaber, Teilhaber, du hast die Erdenwelt ausgemessen! Der sie ausmaß, ist Tirumal, der ursprüngliche Guru, der Entsagende. Shiva, Shiva! Entsagender! Auch die Gestalt Senthilvels ist er.

Senthilvel, Entsagender, Herr mit dem Speer von Senthil! Von ruhmreicher Gestalt, von Mayans Farbe ist er! Shiva, Shiva! Ganga ist sein Auge [Lesart unsicher]; er ist ganz vom Urgrund erfüllt. Erfüllt und erfüllend, erfüllt er das gesamte Eine. Überall gegenwärtig, steht er als die Einheit. In allen Welten gerühmter Mayan, Guru und Entsagender! Shiva, Shiva! Tantēnaṉṉāy! Taṉṉāṉāy, tantēnaṉṉāy, taṉṉāṉāy! Shiva, Shiva! Ta … ma … ci! Hari! Wohl sei es; der Guru ist Beistand!

(331–360)

Shiva, Shiva! Tentinaṉṉāy, teṉṉāṉāy, tentinaṉṉāy, teṉṉāṉāy! Shiva, Shiva! Taṉṉāṉāy, taṉṉāṉāy, taṉṉāṉāya, taṉṉāṉāy! Shiva, Shiva! Tāṉāṉōm, tāṉāṉōm, tāṉāṉōm, tāṉāṉō! Shiva, Shiva! Nāṉāṉōm, nāṉāṉōm, nāṉāṉōm, nāṉāṉōm! Shiva, Shiva! Tantēnaṉṉam, tantēnaṉṉam, tantēnaṉṉam, tantēnaṉṉam! [Die vorstehenden Gesangssilben bleiben als Klangform erhalten.] Großes Lingam, Hari-Lingam! Shiva-Lingam, Lingam aller Lingams! Guru-Lingam, Chokka-Lingam! Heiliges Lingam, Lingam der Glückseligkeit! Allumfassendes Lingam, ursprüngliches Lingam! Einziges Lingam, Lingam der Gnade! Unbegrenztes Lingam!

Ukappatippu – Gebet

Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Shiva, Shiva! Dem Guru und der Guru-Pandaratti! Shiva, Shiva! Wir rufen an, wir rufen an, wir rufen an! Shiva, Shiva! Dem Asketen und der Asketin! Shiva, Shiva! Wir rufen an, wir rufen an, wir rufen an! Shiva, Shiva! Ayya Narayana und dem im Land erhabenen Vaikuntar! Shiva, Shiva! Lobpreis, Lobpreis, Lobpreis! Shiva, Shiva! Ayya Narayanasvami! Sieg, Sieg, Sieg! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Sieg, Sieg, Sieg! Es geschieht nach der Bestimmung Indra-Narayanas, der Land und Einheit ordnete, nicht nach der Bestimmung des Menschen, o Ayya!

Hier und überall, für jedes Lebewesen: unser Ayya! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Ayya Narayana und Mutter Uma: Die Gottheiten bringen ihre Anrufung dar. Wir rufen an, wir rufen an, wir rufen an!

(361–390)

Für die Seelen in der Befreiung, für die Seelen in der Hölle, für die sündigen Seelen der Feuerhölle, für die Seelen der Könige und die Seelen der Moschee, für die Seelen im Rang Vaikuntams, für jedes Lebewesen ist er unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Für das frühere Leben Ramas, für das Leben in bezaubernder Gestalt, für das Leben des herrlichen Rama: Narayana, der jetzt gekommen ist, der alles erfüllt und die eine Wirklichkeit ist, der kam, uns beizustehen – er selbst ist Narayana! Für jedes Lebewesen ist er unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Was rau und uneben ist, glättet unser Ayya.

Nördlich von Kanyakumari besteigt er den heiligen Sitz, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Die Herrschenden versammelt er an jenem Ort, unser Ayya. Auf einem guten Löwenthron sitzend, kommt er zu herrschen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Alle Gottheiten des Himmels, solange die Erde besteht, und alle übrigen Länder umfasst unser Ayya. Als König Vaikuntar kommt er zu herrschen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Am Schlangenort kommt unser Ayya, König Vaikuntar, und nimmt vier Arten

(391–420)

von Gestalt an, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Aus Mayans heiligem Ort tritt hervor unser Ayya, König Vaikuntar, in Gnade. Durch die Straßen und das Land zieht er in Prozession, unser Ayya! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Mit mächtigem Aufruhr kommt unser Ayya, mit dem versammelten großen Heer, mit dem begleitenden Kalanchi [Ritualbezeichnung unklar], rings um die Festung zieht er spielend, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Eines von vierundzwanzig nimmt unser Ayya an. König Vaikuntar kommt, alle vierzehn Welten unter einem einzigen Schirm zu regieren, unser Ayya!

Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Die Festungen des Königs Kontalapparaja und des Konandi Raja zerstört unser Ayya. Als König Vaikuntar kommt er, lässt den Dharma-Ort entstehen und regiert das Dharma-Zeitalter, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Eine niemals welkende Blume ist unser Ayya. König Vaikuntar kommt und betritt den heiligen Ort, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Als Perumal, der die Krone trägt, kommt unser Ayya, König Vaikuntar; ohne einen widerstreitenden König kommt er zu herrschen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara!

Für die Liebenden, die demütig »Zuflucht, Zuflucht!« riefen, kommt er am Ort Vaikuntam als König Vaikuntar zu herrschen, unser Ayya!

(421–450)

Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Er hat Mutukkan den Kopf abgeschlagen und trägt wolkenfarbene Seide. Am Ort Vaikuntam herrscht als König Vaikuntar unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Mayan, der das Böse beseitigt, ist unser Ayya. König Vaikuntar kommt, spricht gerechtes Urteil und regiert, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! An Mayans heiligem Ort kommt unser Ayya, König Vaikuntar, und die ganze wolkenumgebene Erde regiert er unter einem Schirm, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! In geordnetem Wandel, am großen heiligen Ort,

am Ort Vaikuntam, regiert als Vaikuntar unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Die vier Zeitalter umfassend, kommt unser Ayya, König Vaikuntar, in vier Gestalten. Den Dharma-Ort lässt er erstehen und kommt zu herrschen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Tugendhafte Rishis kommen und dienen ihm. Als König Vaikuntar nimmt dies an, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Für die Gemeinschaft erträgt Gefangenschaft unser Ayya. Die goldene Krone trägt unser Ayya. Halsband und Kettenschmuck trägt unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara!

Shakti-Muni ist mein Vater, Shakti-Kanni meine Mutter.

(451–480)

Wer sie verstieß und die Askese beeinträchtigte, dessen Macht bricht unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Der die pfauengleiche Schöne geschaut hat, kommt Kailasa zu regieren, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Mit ausgewähltem Löwenantlitz vereint [Lesart unsicher], kommt er, das Heer zu zerschlagen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Mit der rotlotusgesichtigen Göttin zieht er durch jede Straße, auf bereitetem Löwenthron, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Er gibt den Stab in die Hand und entsendet Garuda, unser Ayya.

Kalis überhebliche Raserei bändigt er und macht ihn zum Reittier, unser Ayya. Milch bringt er in einem gefüllten Krug und fordert zum Trinken auf, unser Ayya. Goldene Yakschweifwedel lässt er schwingen und kommt, das Land zu regieren, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Den vollkommenen Leib nimmt an unser Ayya. Die Macht der Feinde auf Erden bricht unser Ayya. Den schweren Kali beendet unser Ayya. Den fünffarbigen Wagen schmückt unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Chandiradi, der über meine Kleidung und mein Obergewand lachte, durchbohrt er, um am Dharma-Ort zu herrschen.

Die Siegesfahne befestigt er, besteigt den Heldenort

(481–510)

und kommt mit weiteren Vollmachten, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Dem niederträchtigen Kali, der das Land zerbrach, nimmt er die Krone. Als Narayana regiert er den heiligen Ort, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Ganapati-Narayana, der den Stein spaltete, öffnet die Schatulle und kommt mit heiliger Krone, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! »Ich werde durch Feuer vernichten« – dies ist wahr, Vater! Nach dem Feuer binnen fünf oder sechs Tagen zu herrschen – dies ist wahr, Vater! Den Berg von Schmuck trägt unser Ayya!

Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Nach dem Tanz, innerhalb von fünfzehn Nazhigai, erkennt es, ihr Kundigen, bevor es fortläuft! Versteht es, ihr Verständigen: unser Ayya, bevor das wogende Meer davonläuft, Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Verneigt euch, ihr Ehrfürchtigen, bevor der Knabe den heiligen Sitz besteigt. Für die, die dem einen Berg des Beistands vertrauten, kommt er, berührt sie und zeichnet das Namam, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Für die, die das verehrte Kind schauten, es anbeteten, sich verneigten und seinem Weg folgten,

kommt er zu herrschen, schenkt ihnen das Land als ihr eigenes, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Um sich zu verneigen und Askese zu üben, zeigt er ihnen den Festungsort, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! In Gnade gekrönt, kommt er, das Heer der Finsternis zu vernichten, unser

(511–540)

Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Die grausamen Kronen tausend Länder zerbricht er, erscheint in Dvarayampati und herrscht, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Mit der Girlande Varnamunis kommt er, den trügerischen Kali zu vernichten, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Die Krone des Landes nimmt er ab und kommt als Narayana zu herrschen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Ayya Narayana und Mutter Uma: Wir bringen göttliche Anrufung dar, wir rufen an, wir rufen an, wir rufen an!

Nehmt Kavuntalam, Ventalam, Cilappuvan und die Dharma-Gabe [unsichere Ritualwörter] und reinigt das ganze Herrschaftsgebiet. Lasst diese Zeit am Ort Ittiyur zur Ruhe kommen, damit Kali nicht im Wald umgeht.

Tirukkatac-catalam, Cakalavutat-taccan, Uccillakkottai, Kakkuru, Karuttan, Tatankulukki, Pataivar, Maruvuritiyana, Camanamman, Allippuliman, Akilparaiyan [weitgehend unklare Namen- und Lautfolge im Quelltext]; mit Ciluppuvan, im tönenden Himmel, in der Glut: Unter den Dienern Cankurantatimai und Tecavati ist Streit entstanden. Die Menschen des kommenden Zeitalters lachen über diesen Trug. Hari! Jene sind ein wenig verwirrt. Ist heute keine Herrschaft durch das Wort nötig? Die Boten grausamer Qual werden im Feuer verbrennen. [Dieser gesamte Abschnitt ist sprachlich beschädigt; die Sinnverbindungen bleiben vorläufig.]

Gebet um gedeihliches Leben – Valappatippu

Die Kinder der Jungfrauen, von denen die Schrift erzählt, unsere Santror, mögen gut gedeihen! Die von Bhadrakali geborenen Kinder, unsere mit schönen Armreifen geschmückten Mädchen und die Kinder der Jungfrauen, mögen mit ihrer Sippe gut gedeihen! Die wachsamen Heerführer, unsere siegreichen Santror, mögen gut gedeihen!

(541–570)

Ich übte Askese im Meer: Unsere wie Augen geliebten Santror mögen gut gedeihen! Ich nahm den Bogen und schoss: Unsere Vijayan-Santror mögen gut gedeihen! Mit beiden Augen habe ich sie angeschaut: Unsere Kinder der treuen Frauen mögen gut gedeihen! Unsere Kinder, welche die Bergjungfrauen in ihrem Hain gebaren, mögen ein mächtiges Land aufbauen und regieren! Unsere göttlichen Santror aus Dharmas Geschlecht mögen gut gedeihen! Die Santror unserer Sippe, unsere Familien, mögen gut gedeihen! Die Festungsmauern mögen fallen; unsere Kinder mögen zahllose Länder errichten und regieren!

Wie der Banyanbaum mögen sie wachsen; unsere fünf Kinder mögen ein Reich errichten und regieren! Die Macht jenes Burschen sei gebrochen; die Kinder des Pandaram-Reiches mögen gut gedeihen!

Wort zum Abschluss der Gabe

Narayana, der Händler, trägt gehäuften Kettenschmuck. Der Fromme kam in den Süden und gab Almosen. Mit der Familie der Siddhas regiert unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Weil er sich Brahma näherte, gibt er die Blütenfußschelle, damit Poovandans Leute das Ockergewand annehmen [Lesart unsicher], unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Wenn Asket und Asketin gemeinsam zur Vernichtung kommen, lässt er die liebevollen Gläubigen wie einen Banyanbaum gedeihen, unser Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara!

Cattu Nittolai – Verkündigung auf dem langen Palmblatt

Ich ließ diese Verkündigung niederschreiben, ohne Zunge und Nase zu brechen [schwierige Redewendung], o Shiva, Ayya!

(571–600)

Vor der zu lesenden Schrift und vor dem angesetzten Schreibgriffel sprach ich vom wortlosen Schweigen, o Shiva, Ayya! Damit der ganze Süden dich preise, suchte ich nach guten Leibern und zog suchend umher – ach! O Shiva, Ayya! Dreihundertdreißig Millionen Gottheiten kamen mit den Rishis, und auch der Weise kam und nahm ihn auf, o Shiva, Ayya! Als der große Weise mit seiner Mutter den Weg entlangging, regnete es da nicht Blumen? O Shiva, Ayya! Als ich Tiruchampati betrat und zum heiligen Ufer ging, kam die Welle und zog mich hinein, o Shiva, Ayya!

Am Brandungsufer legte die Mutter die Hand auf den Kopf und weinte – wie soll ich davon erzählen, o Shiva, Ayya! »Mein Sohn ging ins Meer, noch sehe ich ihn nicht zurückkommen!« So klagte und weinte die Mutter, o Shiva, Ayya! Das Meer brauste; die Entsagenden verneigten sich und führten mich dorthin, o Shiva, Ayya! Ich kam im Milchmeer an den Ort, an dem unser Ayya Narayana ruht, o Shiva, Ayya! Wie soll ich die Ehre beschreiben, die du mir gabst, damit ich als Weiser im Süden ruhe? O Shiva, Ayya! In meine beiden erhobenen Hände gabst du ein Shiva-Lingam und sandtest mich fort, o Shiva, Ayya!

Im Meer sah ich Wunder und Askese, und auch eine weiße Krähe sah ich, Herr, o Shiva, Ayya! »Hier ist dein Stand am Tor des Kaikalangiri«, sagtest du und zeigtest ihn mir, o Shiva, Ayya! Du wolltest, dass ich am Ort Vaikuntam wie der unmittelbar erkannte Veda-Herr lebe, o Shiva, Ayya! Du offenbartest das Geheimnis von Nandis Mantra, damit die Menschen es erfahren, o Shiva, Ayya!

(601–630)

Du sandtest mich aus, die Wahrheit aufzurichten und die Lüge an der Wurzel zu vernichten, o Shiva, Ayya! Um das Zeitalter zu beenden, legtest du die Unterweisung in mein Herz und mein Ohr, o Shiva, Ayya! Mit den Gaben, die so viele Weise empfingen, kam ich hierher, o Shiva, Ayya! Der alten Mutter zeigte ich einige Wunder und nahm ihr ein Wahrheitsgelöbnis ab, o Shiva, Ayya! Den Schatz in meinem Innern bergend, die Hände vor anderen geschlossen, kam ich in die zugewiesene große Stadt, o Shiva, Ayya! »Seht dort den Verrückten gehen!«, so schwatzen und schimpfen manche, o Shiva, Ayya!

In der Straße, wo Kinder sich zusammentaten und mich beschimpften, sandte ich Ciminai [Wesen/Name unsicher] aus, o Shiva, Ayya! In die Straße der Kahlköpfigen, die mich mit Steinen bewarfen, sandte ich Garuda aus, o Shiva, Ayya! Als ich an jenen Leuten vorbei weiterging – wie soll ich erzählen, was er sagte, o Shiva, Ayya! Als ich an jenen Leuten vorbei weiterging – wie soll ich erzählen, was er sagte, o Shiva, Ayya! Weil viel Staub an meinen Füßen war, wusch ich sie, o Shiva, Ayya! »Du wäschst den Staub ab? Beuge das Bein und lege es dir auf die Schulter!«, sagte er, o Shiva, Ayya!

Solche Schmähungen hörte ich mit meinen Ohren, als ich hierherkam, o Shiva, Ayya! Ich sah einen Palmsteiger, der seine eigene Palme bestieg. Er sprach von seinem Hunger, o Shiva, Ayya! Er tat Kalk in den Saft und sagte: »Trink!« Doch es blieb Milch [Wortspiel mit Palmensaft/Milch], o Shiva, Ayya!

(631–660)

Den, der verwandelt schaute, beschimpften sie: »Schneide die Hochzeitsschnur ab und binde sie neu!«, o Shiva, Ayya! [Bezug unsicher.] Was ich als guter Weiser hier getan habe, will ich erzählen, damit die Menschen es wissen, o Shiva, Ayya! Um die zu schützen, die sich mir näherten, saß ich in Poovandanthoppu, o Shiva, Ayya! Mein reifgoldener heiliger Leib schmerzte voller Wunden, o Shiva, Ayya! An meinem zarten, guten Körper haftete sehr viel Schmutz, o Shiva, Ayya! Weil ich kam, den unbändigen Kali zu bändigen, haftete der Schmutz an mir, o Shiva, Ayya!

Mein Herz welkt, mein heiliger Leib taumelt; immer mehr schwindet er dahin, o Shiva, Ayya! Mit zerzaustem Haar ermüdet der Weise; auch sein Rücken schmerzt, o Shiva, Ayya! Mit bereitgelegtem Kampfbogen saß ich in der Umhegung; mein ganzer Leib schwitzte, o Shiva, Ayya! Meine Glieder brennen, mein Körper ist Feuer – ach, was soll ich sagen, o Shiva, Ayya! Überall herrscht Bedrängnis. Siehst du den Zustand, in dem ich als Büßer sitze, o Shiva, Ayya! Mit Milch im Euter kam eine Kuh und stand vor mir; sie hieß mich trinken, o Shiva, Ayya! Viele Tage ist es her, dass die Mutter mir Milch gab. Mein Bauch hungert, o Shiva, Ayya!

Das Schiff ist klein, das Meer ist groß; so liege ich umgestürzt, o Shiva, Ayya! Die Schlange breitet ihre Haube aus und fächelt damit; meine Füße brennen, o Shiva, Ayya!

(661–690)

»Vernichte Kali schneller als ein Fingerschnippen und komm zurück!« Gabst du mir so deinen Auftrag, o Shiva, Ayya! Wenn ich die verstreuten Haare zu einem Knoten binde, wird das Land zugrunde gehen, o Shiva, Ayya! Wenn ich, der wie ein Stummer sitzt, den Mund öffne, wird die Welt zugrunde gehen, o Shiva, Ayya! Alle trinken die Milch des wunderreichen, seltenen Brunnens, o Shiva, Ayya! Den Gedanken eines jeden entsprechend war ich gegenwärtig und vollführte mein Spiel, o Shiva, Ayya! Ein großer Sünder bemerkte etwas, wollte es ergründen und verfälschte die Milch, o Shiva, Ayya!

Die Menschen tranken die vergiftete Milch in dem Glauben, sie sei gute Milch; gute Milch blieb sie, o Shiva, Ayya! Während dies geschah, ließ der Niederträchtige mich zur Prüfung rufen, o Shiva, Ayya! Sie brachten ein Bett, richteten eine Tragwiege her und führten mich mit Gewicht und Würde fort, o Shiva, Ayya! Der Weg öffnete sich; als wir ein Stück gegangen waren, umschloss uns das Meer, o Shiva, Ayya! Am Ufer erklang aus Tirunelveli der Ruf »Hara, Hara!« Selbst Steine würden dahinschmelzen, o Shiva, Ayya!

Durch die Gnade Annavi-Tiruvampalams erreichte ich das Ufer. In Ilankai-Dvarayampati sah ich die heilige Lampe brennen, o Shiva, Ayya! Damit Muttappati und das Land nahebei aufbrechen, kam der Weise und nahm mich auf, o Shiva, Ayya! Als der arme große Weise unter ein schützendes Dach trat, nahmen alle ihn an, o Shiva, Ayya! Wenn ich die geschlossenen Hände nur ein wenig öffnete,

(691–720)

würde die Erde zugrunde gehen, o Shiva, Ayya! Sie führten mich fort, um mich zu töten – oder um mir Schmuck anzulegen, o Shiva, Ayya! Den Strick, mit dem sie meine Hände zusammenbanden, betrachtete ich als Fußschmuck, o Shiva, Ayya! Auch die Schläge des Feindes hielt ich für eine goldene Halskette, o Shiva, Ayya! Ohne zu wissen, dass ich Kandan bin, berührte und schlug er mich. Schmerzte seine Hand denn nicht, o Shiva, Ayya! Mit einem weißen Stock stieß er mich wie einen Dieb und schlug mich, o Shiva, Ayya! Alles, womit er mich beschimpfte, nahm ich als Segenswort an, o Shiva, Ayya!

Er mischte grünes Gift hinein und brachte es als Milch; es blieb Milch, o Shiva, Ayya! Der grausame Sünder führte mich in eine von Ungeziefer wimmelnde Kammer und sperrte mich ein, o Shiva, Ayya! Den Raum meines Einschlusses betrachtete ich innerlich als geschmückten Tempelwagen, o Shiva, Ayya! Er schloss mich absichtlich in einen engen Behälter ein [Lesart unsicher], o Shiva, Ayya! Der Tiger, den er zu meiner Qual losließ, bestaunte mich [der Satz bricht im Quelltext ab]. Der Niederträchtige brachte gebrannten Kalk, um mich damit zu überschütten, o Shiva, Ayya! In meinem Denken betrachtete ich dies als einen Blumenregen, o Shiva, Ayya!

Er goss Ghee aus, häufte Holz auf, entzündete Feuer und sagte: »Schwimme hindurch!«, o Shiva, Ayya! »Lange ist es her, dass mein ungewaschener Leib gebadet wurde«, dachte ich und stand in der Grube, o Shiva, Ayya!

(721–750)

Mich, den großen Weisen, der all dies ertrug, hielt er noch einige Tage fest, o Shiva, Ayya! In den Raum eingeschlossen, zum Austrocknen dem Feuer ausgesetzt, blieb ich unbewegt, o Shiva, Ayya! Unter dem Dach unterwies ich; er schlug mich: »Treibe keinen Spott, geh!«, o Shiva, Ayya! Mich armen großen Weisen hielt er ein Zeitalter lang im Gefängnis, o Shiva, Ayya! Nach so langer Zeit verfällt mein heiliger Leib; mein Haar liegt offen, o Shiva, Ayya! Dem großen Weisen, der stets gebeugt sitzt, schmerzt der Nacken, o Shiva, Ayya! Mit ganzem Herzen nach Brahman suchend, sitze ich; mein Hinterkopf schmerzt, o Shiva, Ayya!

Als Büßer saß ich wie ein Besessener da, mit verfilztem, offenem Haar, o Shiva, Ayya! Als Büßer saß ich wie ein Besessener da, mit verfilztem, offenem Haar, o Shiva, Ayya! Wie ein Entsagender, mit nach hinten fallenden Haarflechten, verfällt mein heiliger Leib, o Shiva, Ayya! Auch Kudamuni, o Shiva, Ayya! Kudamuni selbst hat kein Tuch zum Anziehen und bindet zusammen, was er findet, o Shiva, Ayya! Die weißen Läuse liegen auf mir, als wären ihnen Dornen gewachsen, o Shiva, Ayya! Shiva wohnt im Haupt; nach Norden gewandt sitze ich in Askese, o Shiva, Ayya! Ohne die Erzeugnisse dieser Erde anzusehen, sitze ich in der Kammer, o Shiva, Ayya!

Durch das Streichen und Pflegen wachsen am Maruntuvazh-Berg

(751–780)

die Heilkräuter, o Shiva, Ayya! Auch der alte Weise verkündet nun den Abschluss; zerrissenes Haar wird zusammengebunden [Lesart unsicher], o Shiva, Ayya! Sehr lange ist es her; mit geschlossenen Händen und ausgebreitetem Haar bin ich geworden, o Shiva, Ayya! Das Kind des Herrn hungert, sein Gesicht welkt. Blicke auf dieses Gesicht und erbarme dich, o Shiva, Ayya! Wie ein Stummer saß ich, o Shiva, Ayya! Für die Zeit, da ich wieder fest und frei draußen gehen werde, habe ich meinen Lohn gesammelt, o Shiva, Ayya! Mit offenem Haar und brennenden Augen sitze ich; mein ganzer Leib glüht, o Shiva, Ayya!

Auch du, Hara, gabst mir den Auftrag, Kalis Unfug zu bändigen. Ach, was soll ich tun, o Shiva, Ayya! Mond und Sonne wechseln ihre Richtung und gehen im Süden und Norden auf, o Shiva, Ayya! Aus dem Urgrund geschieht ihr Aufgang, o Shiva, Ayya! Wo ist geblieben, was du, der im Urgrund verweilt, mir im Meer verheißen hast, o Shiva, Ayya! Wo ist die weiße Krähe, die ich auf der Straße und im Bereich der großen Sonne sah, o Shiva, Ayya! Den Ruf »Hara, Hara!« versteht der sündige Niederträchtige nicht, der das rettende Ufer nicht erreicht, o Shiva, Ayya! Das Wort »Shiva, Shiva!« erkennen die verderbten Niederträchtigen nicht, o Shiva, Ayya!

Werden die als Chandala Geschmähten erkennen, dass ich, der haarflechtige Weise, in Askese sitze, o Shiva, Ayya! Uma, Shiva und die heiligen Haarflechten – warum verharre ich wie ein Stummer, o Shiva, Ayya! Ich lasse den Bart wachsen, beherberge unzählige Läuse,

(781–810)

und mein Leib verfällt, o Shiva, Ayya! »Er trinkt gute Milch«, sagen alle. Wissen sie, wonach ich frage, o Shiva, Ayya! Dem großen Weisen, der unentwegt sitzt, schmerzen die Hüften, o Shiva, Ayya! Der Kopf jenes Chakkiliyan [abwertende Kastenbezeichnung], den du dem Feuer übergeben wolltest, ist noch nicht abgefallen, o Shiva, Ayya! Wird der, der mich schmähte, noch unter seinem eigenen Dach sitzen, o Shiva, Ayya! Er schlug mich auf die Augen. Hara, Guru, soll er in diesem Kali weiterleben, o Shiva, Ayya! Bin ich je umhergezogen, um nach Nahrung für den Bauch zu suchen und den Gebern ins Gesicht zu schauen, o Shiva, Ayya!

In das, was man Milch zum Trinken und Wasser nannte, wurde Gift getan, o Shiva, Ayya! Die Schultertücher, die die Frauen der Erde rechtmäßig trugen, verbot er ihnen unter Schlägen, o Shiva, Ayya! Zu meinen Santror-Kindern, die einen Krug auf der Hüfte trugen, sagte er: »He, nimm ihn herunter!«, o Shiva, Ayya! Habe ich wegen des Unrechts dieses Verderbers der Gemeinschaft Zorn gezeigt, o Shiva, Ayya! Alle Gottheiten von Kailasa kommen mit dem Wagen und rufen mich, o Shiva, Ayya! »Dies alles brauche ich nicht«, sagte ich und blieb für meine Kinder im Gefängnis, o Shiva, Ayya!

Wird wenigstens jetzt das Leiden der Santror ein wenig nachlassen und enden, o Shiva, Ayya! Habe ich nach Landesbrauch Geld und Opfergaben verlangt und davon gegessen, o Shiva, Ayya! Wenn ich die heiligen Augen meines Leibes nur ein wenig öffnete,

(811–840)

würde das Reich zugrunde gehen, o Shiva, Ayya! Sage mir, was der verborgene Traum bedeutet, den ich am Abend sah, o Shiva, Ayya! Du gabst mir die Erlaubnis zu Worten in den Dichtungsweisen Asu, Madhuram, Chitram und Vistaram, o Shiva, Ayya! Du gabst mir den Auftrag, die Feindschaft aus Krita, Treta und Dvapara zu vernichten, o Shiva, Ayya! Dieses Kali ist über Charya, Kriya, Yoga und Jnana hinausgegangen, o Shiva, Ayya! Manas, Chitta, Buddhi und Ahamkara, diese vier, habe ich gebändigt und saß in Schweigen, o Shiva, Ayya! Wasser, Erde, Feuer, Luft und Raum – alle fünf sind erschrocken [Wortspiel mit »fünf«], o Shiva, Ayya!

Für die vier, die sechs, die achtzehn und die Tanzhalle ist die gute Zeit vergangen, o Shiva, Ayya! Zwischen dem unteren Brunnen und dem oberen Teich wurde ich zur Leiter im Zwischenraum, o Shiva, Ayya! Für die Atemschlange und den Herrn der Fünf war ich der eine Zugang, o Shiva, Ayya! Achtundfünfzig Weise – ich verlangte nicht: »Haltet euch an mich!« Ich begann das folgende Lied, o Shiva, Ayya! Ich erzähle den besonderen Traum, in dem die Sonne ihre Richtung wechselt und das Kali-Zeitalter endet, o Shiva, Ayya! Ich beginne den Sinn der ungewöhnlichen Schau zu erzählen, die Kalis Vernichtung betrifft, o Shiva, Ayya!

Ich sah, wie die Lampe im Kasten angestoßen wurde und ihr Öl auslief, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie die Schlange sich zischend umwandte und den Mungo biss, der sie beißen wollte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie eine Katze mit einem Elefanten kämpfte und ihn mit den Vorderpfoten

(841–870)

niederwarf und aufhob, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie alle Pfauen beim Anblick einer grünen Schlange sich versteckten, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein kleiner Vogel auf den mächtigen Garuda zuflog und ihn schlug, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie eine Ziege gegen ein Rind antrat, brüllte und kämpfte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein Säugling, den man auf die Hüfte nahm, sich wie eine Schlange wand, o Shiva, Ayya! Ich sah vor meinen Augen alle Meere als Teiche und alle Teiche als Meere, o Shiva, Ayya! Auf einer Nadelspitze sah ich Meer und Berge, Dörfer und heilige Orte, o Shiva, Ayya!

In einem jungen Schilftrieb sah ich die Bewohner der ganzen Erde leben, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie im wogenden Meer kleine Fische die großen fingen und fraßen, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein Blutegel ein auf feuchtem Grund liegendes Gewand aufnahm und verschlang, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein Wurm den großen weißen Reiher hackte und biss, der ihn fressen wollte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie die Blumen welkten, die man zur Girlande gebunden und über die Schultern gelegt hatte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie den Kindern der Mächtigen auf ihrer Schlafmatte der Atem entfloh, o Shiva, Ayya!

Ich sah die Zeit, da eine Maus einen Tiger fängt, um ihn in Kali zu verzehren, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie auf einer Dornenspitze ein Teich gegraben, ein Feld bewässert und Wasser durch die erste Schleuse geleitet wurde, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie auf allen feuchten Feldern Salz entstand und salziger Boden

(871–900)

sich ausbreitete, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie einer Topffrucht Hörner wuchsen und sie mit einem Huhn kämpfte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein Schakal den umherstreifenden Hund biss, der das Feld bewachte, o Shiva, Ayya! Man sagt, nur der Hahn krähe; ich sah auch die Henne krähen, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie das Leben dem entfloh, der sich nach dem Essen schläfrig niederlegte, o Shiva, Ayya! Ich sah einen Wanzenbiss Verderben bringen wie Schlangengift, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie eine Mutter ihr Kind vor sich zum Schlafen legte und die kinderlose Pechi-Dämonin kam und es fraß, o Shiva, Ayya!

Ich sah, wie das große Meer kam und die dunkel geballten Feldfrüchte zerstörte, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ausgesäte Bittermelone als anderes Kraut aufging [Pflanzenlesart unsicher], o Shiva, Ayya! Ich sah, wie Geister die große Stadt umringten, um ihre jungen Triebe zu zerbeißen, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie eine Spitzmaus das Kind des Weisen erblickte, bedrängte und biss, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie die im Tanz zusammengedrängten Mäuse auseinanderstoben und flohen, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie das heilige Zeichen, das der große Sünder auftrug, ihm als Beil erschien, o Shiva, Ayya!

Ich sah, wie beim Einsturz der hohen Spitze eine Kürbisfrucht quer darunter Halt gab, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie das Wasser im Loch eines durchbohrten Senfkorns wie ein Meer erschien, o Shiva, Ayya! Den Schmuck, den man im Kali-Zeitalter mühsam erworben und angelegt hatte,

(901–930)

sah ich sich lösen und verschwinden, o Shiva, Ayya! Ich sah ein Kind binnen eines Monats empfangen, geboren und schon mit dem Kopftuch bekleidet, o Shiva, Ayya! Ich sah ein Kind mit zwei Köpfen und drei Augen empfangen und geboren werden, o Shiva, Ayya! Ich sah allen Küken Hörner wachsen, bevor sie das Nest verließen, o Shiva, Ayya! Ich sah einen zottigen Hund eine ganze Kokosnuss forttragen, aufbrechen und fressen, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie ein Krebs die Schakale vertrieb, die gemeinsam nach Nahrung suchten, o Shiva, Ayya! Ich sah, wie Hausmäuse gemeinsam eine Katze fingen und als Festmahl verzehrten, o Shiva, Ayya!

Solche ungewöhnlichen Träume sah ich, auf dass dieses Kali vernichtet werde, o Shiva, Ayya! Wird dennoch das Leid der Santror wenigstens ein wenig nachlassen und enden, o Shiva, Ayya! Wahr ist es, dass die Mutter geboren wurde. Für alle ist die günstige Zeit gekommen, o Shiva, Ayya! Weil der verwerfliche Chandala [abwertende Kastenbezeichnung] Unrecht tat, schaudert mein ganzer Leib, o Shiva, Ayya! Weil der Schuldige meine Söhne beschimpfte, schaudern Haut und Knochen, o Shiva, Ayya! Bin ich im Kali-Zeitalter wie die Mächtigen dem Geld nachgelaufen, o Shiva, Ayya!

Habe ich je zu allen drei Tageszeiten Opfergaben gefordert und den Bau von Tempelküchen angeordnet, o Shiva, Ayya! Habe ich parteiisch gesprochen: »Dies für den Besitzenden, jenes für den Besitzlosen«, o Shiva, Ayya! Der Himmel ist mein Haupt geworden, die Erde meine Füße,

(931–960)

meine Gestalt ist der freie Raum geworden, o Shiva, Ayya! Die Zeit ist gekommen, da der Mond das rechte Auge und die Sonne das linke Auge ist, o Shiva, Ayya! Wie können sie behaupten, sie hätten das Geheimnis von links und rechts gelernt, o Shiva, Ayya! Wer auch immer verwalten und herrschen will: Alles liegt innerhalb meiner drei Schritte [Quellform »mukkal« mehrdeutig], o Shiva, Ayya! Mein Herz wartet, wann der Ruf erklingt. Ist es noch nicht Tag geworden, o Shiva, Ayya! Die göttlichen Künste könnten alles in einem Augenblick beenden; hier sitzend schmerzt mein Leib, o Shiva, Ayya!

Wenn ich die runde Rassel anschlüge und abschlösse, würde die Welt vergehen, o Shiva, Ayya! Bleibt Kali nur die Zeit eines Händeklatschens oder eines Augenblicks, o Shiva, Ayya! »Der Wald wird zum bewohnten Land«, sprach Narayana. Die Zeit dafür ist gekommen, o Shiva, Ayya! »Narayana ist überall freigebig geworden«, dieser Ruf geht durch alle Städte, o Shiva, Ayya! Kali ist reif geworden, o Shiva, Ayya! Die Zeit der Nahrungssuche ist da, o Shiva, Ayya! Meine Kinder mussten ihre Messinggefäße und sogar ihr Haus verkaufen, o Shiva, Ayya! Die Kinder der Weisen waschen dreimal und essen nur einmal am Tag, o Shiva, Ayya!

Werden die Niederträchtigen sehen, wie sie Katampak-Ranken essen und Wasser im Meer trinken, o Shiva, Ayya! Der Uferwächter, der die vom Herrn bereitete Milch störte, öffnete sie und prüfte sie, o Shiva, Ayya! [Lesart unsicher.] Die Wange, die ich zum ehrfürchtigen Kuss hinhielt, hat der Niederträchtige

(961–990)

gebissen und gezerrt, o Shiva, Ayya! Es ist das Kali geworden, in dem man eine schwarze Kuh am Gangesufer tötet, o Shiva, Ayya! Ich sah Duryodhana und die fünf Pandavas gemeinsam aus einem Mutterschoß geboren, o Shiva, Ayya! Alle achtzehn Kasten überschütten die armen Santror mit Schmähungen, o Shiva, Ayya! Während die Santror auf ihrem Feld stehen, sah ich das Wasser in das Feld des Niederträchtigen fließen, o Shiva, Ayya! Womit soll ich den entgegenkommenden Kanal sperren, dessen Wasser quer hindurchströmt, o Shiva, Ayya! Für die Kinder blieb ich im Gefängnis; Vaikuntam sucht nach mir, o Shiva, Ayya!

Die Tage werden kürzer, die Menschen zahlreicher, und wir ermüden, o Shiva, Ayya! Bhadrakali und die sieben Jungfrauen fordern die sieben Kinder [wörtlich »Perlen/Körner«], o Shiva, Ayya! Das Kali-Zeitalter ist zu Ende; die Zeit ist da, dass die Diskuswaffe ihre Nahrung findet, o Shiva, Ayya! Damit Leib und Hülle vereint eine Weile in Kailasapura wohnen, o Shiva, Ayya! Damit die Himmlischen Haus, heiligen Ort und göttliches Spiel schauen und sich freuen, o Shiva, Ayya! Komm, Ayya, um zu herrschen, zum Teich von Anananchi, o Shiva, Ayya!

Spielend wie in einem Würfelspiel haben wir die Rede beendet. Für Draupadis sieben Kunri-Kinder [Lesart unklar] wird der schwere Fluch schwinden. Den, der Kashi-Gefäße, Grabkammer, Gold und Geld fest an sich gerissen hat, werde ich wie einen Affen davonlaufen sehen.

(991–1020)

Eins, drei, vier und sieben werde ich zum Tanzen bringen. Das Land soll die Geschichte Mayans kennen, der die Erde ausmaß. Aller betrügerischen Burschen Ruhm vergeht. Die »Allah« rufend nach dem Propheten umherzogen, werden plötzlich im Spiel von drei Tagen vorn und hinten eingeschlossen [polemische, sprachlich unsichere Stelle]. Ihr Kinder, die Wache gehalten haben, schaut den Berg Kailasa! Bald werden wir die Krone tragen und Velliyangiri regieren.

Ende des Cattu Nittolai.

Gemeinsames Singen bei Yoga Vidya Bonn. Heutige Bhakti-Praxis in Deutschland; keine Aufnahme einer Arul-Nool-Rezitation.

Patthiram – Schreiben

Was Ayya den Schülern sagte Gib es dem Dharma-Schüler in die Hand und komm, mein Sohn! Diejenigen, die sagen, dass die schützende Hand schmerzen soll, werde ich rufen, befragen und ihre Schuld klären, mein Sohn! Alles Spiel, das wir spielten, ist nun im inneren Raum verborgen. Nun gibt es eine Versammlung ohne Besessenheitstanz, eine Gemeinschaftsversammlung, eine Wagenprozession. Die Menschen, die an den verschiedenen Orten tanzen, unterweise ohne selbst zu tanzen und komm, mein Sohn! Dies sind Worte der himmlischen Welt, keine Worte der irdischen Welt. Wer sie als wahr anerkennt, dem wird die höhere Welt sichtbar.

Mutter Uma-Parvati gab diese Unterweisung, mein Sohn. Komm in die heilige Kammer, schreibe sie nieder und gib sie weiter. Sage: »So verhält es sich«, und komm freudig, mein Sohn! Aus dem Meer heraus werde ich sie rufen und befragen und ihre Schuld klären, mein Sohn!

Schließlich liegt ein heiliger Ort im Meer: Dvarayampati, der leuchtende Ort. Ordnungen, Versammlungen, Gaben und Ehren werden denen zukommen, die sie empfangen sollen; darin gibt es keinen Widerspruch, mein Sohn!

Den hingebungsvollen und einsichtigen Kindern werde ich die Ängste nehmen. Erschrick nicht, mein Sohn!

(1021–1050)

Das heilige Wasser von Muttappati ist noch nicht in seiner Fülle offenbar. Am nahenden Tag wird der höchste Ort erreichbar sein, mein Sohn! Wenn du auf den sich windenden Wegen nicht ausgleitest, werden alle von uns gesetzten Ordnungen zusammenkommen, mein Sohn! Wenn wir uns in Gnade erheben, werden die Menschen von überall kommen; auch ihr, meine Kinder! In Hastinapura lebten die Fünf. Im verständigen Kuru-Land bin ich geboren und gekommen, mein Sohn! Vögel, Tiere und viele lebende Wesen werden zu meinen Füßen niederfallen und dienen, mein Sohn! Dharma ist groß, Vater – das sage ich dir, mein Sohn!

Errichte einen Platz, an dem Wasser ausgeschenkt wird. Sättige die Menschen, die die heiligen Orte besucht und ihren Dienst getan haben, bevor du sie weiterziehen lässt, mein Sohn! Ich habe euch eine geliebte Gemeinschaft genannt. Gebt in Ehrfurcht und sucht die höchste Wirklichkeit! Die bisherige Gabe genügt nicht; gib so, dass es reicht. Daraus wird ein Ort der Erquickung und Kühle entstehen; dort werdet ihr Kinder gedeihen, das sage ich, mein Sohn! Ich erwartete, dich an der Vorderseite stehen zu sehen. Er hat dich nach hinten gedrängt; ich werde mich um die Nachkommen kümmern.

Wenn du die Hingabe nicht vergisst und ruhig bleibst, werde ich kommen und dich unterweisen; ich spreche es aus, mein Sohn! Wenn wir auf den Herrn ausgerichtet strenge Askese üben, kommen Einsicht und Zufriedenheit; ich spreche es aus, mein Sohn! Sieh die Schüler an, lächle und freue dich; sprich: »Es ist noch nicht genug«, mein Sohn! Mal, der auf der tanzenden Schlange ruht, und die Göttin lehrten geduldig: »Es besteht kein Unterschied«, mein Sohn! Sage in der heiligen Versammlung zu allen Mitgliedern: »Gebt mir meinen Anteil«, und komm, mein Sohn!

(1051–1080)

Der irdische Anteil ist für euch nicht angemessen; dennoch gibt es eine Aufteilung des irdischen Anteils, mein Sohn [Widerspruch im Wortlaut bleibt stehen]. »Der unvergleichliche Dhanavijayan möge verweilen«, sagten sie, streuten Blumen und kamen auf die Erde, mein Sohn! Schwitzend, ermattet, die Pashupata-Waffe empfangend, werde ich die Feindschaft beenden, mein Sohn! An dem Tag, an dem sich die heilige Kammer öffnet und ich den heiligen Sitz besteige, komme ich freudig, um die Wahrheit zu sagen, mein Sohn! Auch der gebeugt sitzende große Weise wird dieses Wunder schauen, sich aufrichten und seine Ursachen erklären, mein Sohn!

Obwohl wir diese Unterweisung wahrheitsgemäß geben, sagen sie »gut« und nehmen das Gute doch nicht an, mein Sohn! Dränge nicht vor mit den Worten: »Es ist deine Gnade!« Außer Tadel und Gerede ist dir keine Zustimmung beschieden, mein Sohn! Müdigkeit wird über dich kommen; bleib dennoch froh, mein Sohn! Ich habe gelehrt, dass das Fieber dich nicht finden soll, mein Sohn! Wenn du in Ehrfurcht deinen Dienst tust, wirst du in einer würdigen Gemeinschaft leben und dein Leben bewahren, mein Sohn! Schreibe dies nieder und verteile es in allen Gebetsschulen. Auch wenn dabei ein Mangel auftritt, kläre ihn und komm, mein Sohn!

Streite nicht mit dem Schreiber, dem wir den Schreibauftrag gaben. Dharma wird zunehmen; du wirst aufblühen, mein Sohn! Die volle Abgabe wird vermindert, und wir werden hier herrschen, mein Sohn! Wenn Dvarayampati strahlend hervortritt, wird mein heiliger Ort leuchten; das schrieb ich, mein Sohn! Die Versammlung der Herren im Land wird erbeben. Wer zum Kampf kommt, den lasse ich nicht entkommen, mein Sohn! Ich habe euch geboten, rechtschaffen zu wandeln. Am blumenduftenden heiligen Ort

(1081–1110)

habe ich euch lobend emporgehoben, mein Sohn! Bevor der Morgenstern aufging, kam ich, mein Sohn! Nun werde ich die Erde aufbrechen und zur Unterweisung kommen. In der Versammlung der Götter wird die heilige Muschel ertönen. Wenn die Erregung kommt, endet sie nicht, das sage ich, mein Sohn! Wenn ihr ermattet: Wer wird eure Bedrängnis lösen? Weil du den Sinn des fünffachen Fluches nicht niederschreiben wolltest, habe ich es auf diese Weise gesagt, mein Sohn [Lesart unsicher]. Ich verweilte im Gebetshaus am Flussufer; ich zog mich in das Gebetshaus am Quellufer zurück, mein Sohn!

Auf dem Pferd werde ich kommen, um die verderbte Gemeinschaft zu zerstören. Als verborgener Sinn werde ich kommen, den heiligen Ort erheben und Kali vernichten. Den, der einem Geisterbusch opferte, werde ich am Ohr ziehen und nach seiner Schuld fragen. Die göttlichen Brahmanen ohne Hingabe werde ich das Fürchten lehren. Um die Wahrheit zu sagen, bin ich freudig gekommen, mein Sohn! Ich werde wirken wie das Gift einer Kobra, mein Sohn! Warum hast du jenem mächtigen Dämon in seiner Festung Unterkunft gewährt, mein Sohn? Wenn du mein Wort nicht hörst, werde ich lächelnd abschneiden, mein Sohn!

Ich kam, jeden zu unterweisen und das Kali-Zeitalter zu vernichten. Hörst du meine Unterweisung, werde ich deine Steuerlast aufheben. Am Tor der herrschenden Festung wird ein Wunder geschehen, mein Sohn! Es wird unmittelbar sichtbar; ich werde es dir zeigen. Im Meer von Tiruchampati verweilte ich als Tirumal. Einschließlich jenes Ortes gibt es vierundzwanzig heilige Orte. Der regierende Ort im Südmeer ist das hohe Varayampati, mein Sohn! Wenn ich den Weg im Südmeer zeige und mich zurückwende, werden Mond und Sonne streiten und verschwinden. Im Süden und Norden wird der heilige Ort erscheinen, mein Sohn!

Außer jenem Ort gibt es dort noch den höchsten Ort, mein Sohn!

(1111–1140)

Wir sind der Herr, der an allen heiligen Orten wohnt und sein Spiel vollführt. Nennt man meinen Namen, werden alle ihn kennen, mein Sohn!

Wenn ich alles wahrheitsgemäß sagte, könnte die Welt es nicht aufnehmen. Doch er verkündete nicht, was ich sagte, sondern seine eigenen Gedanken. Ich werde ihn aufs Ohr schlagen und ihm das übergebene Verzeichnis entreißen, mein Sohn!

Die falschen Schreiber haben sich vermehrt; großer Betrug ist entstanden. Wird er Antwort geben können, wenn wir nach der Wahrheit fragen? Ich werde dir eine Sänfte geben; erschrick nicht, mein Sohn! Dem Schreiber, dem ich diese Worte auftrug, gib wenigstens eine kleine Gabe [»nakavanti« unklar]. Gibst du sie nicht, werde ich sie geben, mein Sohn! Wenn sich Kailasas Tor öffnet, zeige ich dir dieses Wunder. Gegen die, die es Lüge nennen, werde ich zum Kampf kommen. Sänften und Tragstühle, Wohlgeruch und Sandelholz – alles, was vorhanden ist, werde ich euch geben.

Ich sah den weißen Elefanten im Meer spielen. Südmeer und Nordmeer werden als ein einziger Weg erscheinen. Mayan, der die Erde ausmaß, kennt vielerlei Mittel. Mit einem Schritt haben wir gemessen und sind hergeeilt, mein Sohn! Bin ich nicht Mayan, der Mahabali gefangen setzte, mein Sohn? Auch wenn man mich den Hirtengott nennt: Für euch gilt mein Gesetz.

Bis das erste Palmblatt geschrieben ist, werde ich wach bleiben, mein Sohn! Es lässt sich weder auf Blättern fassen noch mit dem Griffel erreichen. Wer es als wahr anerkennt, den umarme ich in Befreiung, mein Sohn!

Hisst am Erscheinungstag die Fahne und nehmt sie am vierundzwanzigsten Tag herunter. Ich habe die Begierden und Bindungen des Kali-Zeitalters gesehen, mein Sohn!

(1141–1170)

Meine Diener, wandelt rechtschaffen! Die Verfasser falscher Verzeichnisse werde ich in Dornen werfen und auf den Rücken schlagen; ich, der höchste Weise, habe es gesagt.

Wenn sie nicht auf mein Wort hören, werde ich, der Herr, sie etwa verschonen? Eine Schwanenschaukel steht für jene Burschen bereit; ich werde sie ihnen im Kazhukataiyam-Wald zeigen, ich, der Herr [Bildzusammenhang unklar].

Er glaubt, alles, was er verfügt, sei Gesetz, mein Sohn! Seine Truhe, sein Gold und sein Geld werde ich entreißen, ich, der Herr. Darin liegt kein Unrecht; ich, der Herr, spreche es aus. Wie eine Bananenstaude, die zwei Fruchtstände trägt, komme ich in die Welt, mein Sohn! Nun bringe ich den Knaben, um die Gebetsschule zu prüfen. Höre: Die Verzeichnisse, die wir schreiben, schreiben wir nach gerechtem Urteil. Ein Asket, Sohn eines Asketen – wen sollte er fürchten? Ein Pandi, Sohn eines Pandi, ist er nicht der alte Pandaram?

Nun werde ich die verliehenen Gaben zurückfordern, ich, der Herr, der leiblich erschien. Abgaben und Lohn brauchen wir nicht, keinen einzigen Geldbetrag. Was uns aufgetragen wurde, genügt. Ich warte darauf, den Segen Kailasas zu empfangen. An den irdischen Begierden und Bindungen wollen wir keinen Anteil, mein Sohn! Der Herr, der die Welten schuf, liest die ersten Buchstaben. »Ich weiß nicht einmal eins und zwei; willst du mich nicht lehren?« Jedem gehört das Seine; begehe kein Unrecht. Der höchste Guru und große Weise gebot, meine Schreiben in all meinen Gebetshäusern auszuteilen.

Mein Schreiber kennt Namen, Dörfer und heilige Orte. Schreibe die himmlische und die irdische Welt gesondert auf und komm, mein Sohn!

(1171–1200)

Als Mitgift habe ich sie euch gegeben, mein Sohn! Im Monat Chittirai wird reichlich Regen fallen. Bleibt behutsam und tut euren Dienst! Ich bin der eine Sohn und kam, euch Einsicht zu geben. In jenem Guru-Land am nie versiegenden Teich kam ich zur Unterweisung; ich, der Herr, spreche es aus. Um die geschauten Zeichen zu verkünden, schlafe ich nicht. Nach dieser Bestimmung bin ich gekommen, mein Sohn! Nicht allen wird es zuteil, das sage ich dir. Den, der dem Geisterbusch opferte, werde ich mit der Rute schlagen. Im Masi des Jahres 1008 kam ich und lehrte Einsicht. Vom unaufhörlichen Unterweisen ist mein Mund nun müde.

Nun kommen Gesetze, Versammlungen und religiöse Ordnungen. Wird auch der Schatz in der Truhe verschwinden, mein Sohn? Betten, Seile und Gestelle werden verschwinden; Pflug und Wohlstand, Ziegen und Rinder werden vergehen, mein Sohn!

Ich kam nach Tekshanappati, um den Wagen zu besteigen. Seit ich den Grund vernahm, finde ich keinen Schlaf. Der Fülle gemäß wird die Erde gedeihen, mein Sohn! Für die Streitenden werde ich den Rechtsstreit entscheiden, ich, der Herr. Geht nicht bloß zum Baden in Nedumals heiliges Meer. Als Mayan, der mit einem Schritt maß, kommen wir, die Welt zu regieren. Als ich um einen halben Schritt bat, sagte er: »Du hast keinen Anteil.« Ich sah den zornigen Mahabali an und erzürnte.

Der große Weise kommt zu Mal und Brahma und steht verwirrt. Bis ein Palmblatt geschrieben war, hielt ich mich verborgen, ich, der große Weise. Mit einem zerrissenen Tuch um den Hals wartete ich. Ich bin dein eigener Verwandter und kam, dir Nahrung zu geben. Die acht Mantras und die Shastras werden verborgen werden, mein Sohn! Diese Bestimmung habe ich für dich im Kali-Zeitalter festgesetzt.

(1201–1230)

Männliche und weibliche Überheblichkeit haben überhandgenommen. Nun gilt auch mein Vorrang; der Vorrang anderer wird nicht bestehen. Auch Parvati sagte, sie habe einen Anteil. Dieser wurde als Mitgift gegeben; lache nicht, mein Sohn!

Du Wächter der heiligen Kammer im Gebetshaus, mein Sohn: Jetzt gebe ich dir wahrheitsgemäß Unterweisung. Wir werden im Gebetshaus verweilen und viele Menschen belehren. Wir haben den Auftrag erteilt, die Gebetsschule zu prüfen, mein Sohn!

Den Dharma-Schüler senden wir voraus, und wir selbst, der Herr, werden kommen. Mit meinem Auftrag sprich auch deinen Auftrag aus, mein Sohn! Gib ihm behutsam den heiligen Stab und sende ihn fort. Sendest du ihn nicht, werde ich ihn selbst mitnehmen. Nenne es dann nicht meine Schuld, mein Sohn!

Sage: »Dieses Verzeichnis ist das gelehrte Verzeichnis«, und komm, mein Sohn! Männer und Frauen, wirkt gemeinsam in gutem Wandel! Durch Geben und wohltätiges Handeln werdet ihr gedeihen, Kinder! Damit du auf den sich windenden Wegen nicht ausgleitest, habe ich dir Würden verliehen; erschrick nicht, mein Sohn! Deinen höchsten Stand kennt niemand. Deine Zuneigung genügt mir; ich hege keine Feindschaft.

Erschrick vor niemandem; fürchte dich nicht, mein Sohn! Ich gab dir das Palmblatt in die Hand und dazu den Schreibgriffel. Auch eine Urkunde habe ich dir gegeben, die Feindschaft beendet; erschrick nicht. Nun ist Rechtschaffenheit im Umgang mit uns nötig.

(1231–1260)

So sprachen wir, der große Weise. Ich hielt dich in meinem Gebetshaus und ließ dich auf den Weg gehen. Vom Tag des Fahnenhissens an sammelt sieben Tage Almosen, mein Sohn! Nehmt die Kalebassenschale in die Hand und zieht alle gemeinsam los. Ehrt das Bewegliche und Unbewegliche und übt Geben und Wohltätigkeit! Die Gabe der Guten wird täglich zunehmen. Gut ist, wer gibt; gut ist auch, wer nicht gibt. Von den Guten und den Bösen, von allen, sagt: »Sie sind gut.«

Am achten Tag werde ich, der Herr, von der Jagd kommen. Das Erbeutete gebe ich dem Sohn mit dem Schutzarmband in die Hand. Zwischen dir und mir gibt es keine Feindschaft, selbst wenn das Zeitalter vergeht. Einen so schönen Menschen wie dich sah ich auch im Dorf nicht. Auf den gewundenen Wegen, beim Kommen und Gehen, werden deine Gaben und die Gaben deiner Gefährten wachsen. Ich komme, die verliehenen Mächte zurückzunehmen, mit denen man das Land unterdrückt, mein Sohn!

Indra empfängt das Mantra-Schwert und besteigt den heiligen Sitz; Mond und Sonne streiten und kommen ins Land. Wir, der große Weise, gaben es Indra und Sundara [Bezug unsicher]. Weil diese neue Ordnung gekommen ist, bleibt von guter Einsicht erfüllt. Fehlt euch gute Einsicht, werdet ihr Fehler begehen. In den Nizhal Thangals der verschiedenen Dörfer, mein Sohn, legt dies in den Gebetshäusern nieder und tut euren Dienst. Übergebt es den Schülern und sorgt für Klarheit! Geht regelmäßig zu jeder Gebetsschule und verkündet dies, meine Söhne. Ich, der große Weise, habe es gesagt.

(1261–1290)

Lege das Schreiben im Gebetshaus nieder und verteile es, mein Sohn! So habe ich geboten; komm freudig! Bleibt wahrhaftig, streitet nicht! Nehmt die Gaben an, die jeder nach seinen Möglichkeiten darbringt, mein Sohn! Legt dieses Schreiben in das Gebetshaus und verrichtet den Dienst. Kindersegen wird entstehen, die Erde wird Ertrag bringen. Bleibt wahrhaftig; der Dharma-Ort wird euch zuteil, mein Sohn! Der Dharma der Dharma-Gemeinschaft wird wachsen. Der Dharma-König wird die Dharma-Erde regieren. Schreiben an die Mutter. Schreiben an die Knaben. Schreiben an die Schüler. Schreiben an die Menschen von Tirunelveli.

Schreiben über Milch und Brennholz. Schreiben einschließlich Ayyappati. Schreiben an Muttappati. Schreiben an Pallattuppati. Schreiben an Tamarai-Kulampati. Schreiben an Puppati. Schreiben an Chettikudiyiruppu. Schreiben an Agastheeswaram. Schreiben an Palavur. Schreiben an Sundavilai. Schreiben an Vadalivilai. Schreiben an Unparakkodi. Gemeinsames Schreiben an die Menschen vieler Dörfer.

Shivakanda-Adhikara-Patthiram: Ayyas Vollmachtsschreiben an die Schüler

In Ayyappati saß Ayya nach Norden gewandt. Die Schüler standen ihm nach Süden gewandt gegenüber. Auch Harigopalan stand mit verschränkten Händen und großer Beklommenheit da.

(1291–1320)

Ayya zog Harigopalan am Ohr: »Ich habe dir das Verzeichnis gegeben. Hast du allen das übergebene Verzeichnis bekannt gemacht? Sage, was du bekannt gemacht hast!« Harigopalan stand da und wusste keine Antwort. Als der Schüler aus Mayiladi dies sah, stand auch er freudig und zugleich zitternd vor innerer Furcht.

»Du, Schüler, sprich! Steh auf und lies die Schrift!«, sagte Ayya. Weil weder Harigopalan noch der Schüler zu antworten wusste, öffnete Ayya seinen heiligen Mund und sprach in Gnade:

»Es gibt sieben Jungfrauen; jede hat ein Kind, zusammen sieben. Von den sieben starben zwei am Vaigai. Für die fünf übrigen gibt es fünf Gemahlinnen. Für die fünf Männer erging von der Mutter ein Auftrag an ihre jeweiligen Gemahlinnen.

Auch die fünf Frauen sollten am Dharma-Brunnen eine Gabe darbringen, den Dharma-Brunnen fünfmal ehrfürchtig umschreiten, unseren heiligen Ort fünfmal ehrfürchtig umschreiten und den Fahnenmast fünfmal ehrfürchtig umschreiten.

Ich, der Herr, kam in die Versammlung unter dem Bodhi-Baum; wir nahmen ihnen einen Eid ab. Wandeln sie seit jenem Tag nach dieser Ordnung? Ihr fünf Männer sollt erklären: ›Wir haben nur unsere eigene Gemahlin angeblickt und mit ihr gesprochen; keine andere Gemahlin haben wir so angeblickt und angesprochen.‹

(1321–1350)

Und eure fünf Gemahlinnen sollen erklären: ›Wir haben unseren jeweiligen Ehemann nicht verlassen und uns keinem anderen Mann zugewandt.‹ Fünfmal sollten sie dies am Fahnenmast beschwören und das Namam-Zeichen anlegen.

Weil sie nicht bereit waren, dies anzunehmen, gilt unter den unzähligen von der Ameise an geschaffenen Lebensformen: Die sprachlosen Tiere ausgenommen, sollen aus den sprechenden Gemeinschaften fünf Männer und fünf Frauen auf diese Weise Gaben darbringen, einen Eid leisten und das Namam anlegen, damit Bedrängnis sich in Wohlergehen wandelt.

Verkündet diese Ordnung der Welt der Schüler und der übrigen Welt [»takar-lokam« unklar]. Noch vieles steht im Verzeichnis.« Ayya! Shiva, Shiva! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Hara, Hara! Zweite Ordnung Ausführliches Gnadenschreiben an die Schreiber aller meiner Gebetshäuser. Dritte Ordnung Ausführliches Gnadenschreiben an die Menschen aus vielen Dörfern, die in mein Gebetshaus kommen. Lest dieses Shivakanda verständig vor, sodass alle es erfahren. Hört es freudig an! Seid fähig, Antwort zu geben, wenn ich zum Gericht befrage. Unser Ayya kommt, um das vierte Urteil auszusprechen.

Deshalb übt Dharma, vertieft eure Askese und sucht den Grund eures beweglichen und unbeweglichen Daseins, meine Kinder! Alle sollen dieses Shivakanda-Schreiben ehren.

(1351–1380)

Hört es ohne Betel im Mund. Wer es als wahr anerkennt und danach handelt, wird die Lotusfüße des Herrn erreichen. Im Masi des Jahres 1008 kam der Asket, um im Süden zu verweilen. Obwohl er vielerlei Zeichen vollführte und davon sprach, verstand die Welt nicht und blieb verwirrt. Im kommenden Masi, »sechs, sieben, fünf« [Zahlenfolge unklar], innerhalb der ersten fünfzehn Tage des Monats Masi, wird das Dharma-Zeitalter aufgehen. Zuvor treten folgende Ereignisse und Formen des Untergangs ein: Untergang durch gewaltigen Wind. Untergang durch Überschwemmung. Untergang durch die Wirren der Geister. Untergang durch großes Fieber.

Untergang durch Seuche. Untergang durch Kalis Flut. Untergang durch Gift und Tötung. Untergang von Männern durch Frauen. Untergang von Frauen durch Männer. Durch den Laut der Erde wird ein großer Atemstoß entstehen. So haben wir durch Narayanas Zunge die verschiedenen Gerichte geordnet und verkündet.

Als Gnade, als Einheit und vollkommenes Ganzes, als Berg und Welle, als Himmel, Erde und Welten, als Licht und Auge, als Gefährte des Lebens, als heiliges Leben und einziges Leben, als Gestalt im Land; als Eins und Zwei, überall als Ich; als eins, zwei, drei, vier und fünf habe ich dich gestaltet. In Ehrfurcht und Sammlung: Der ursprüngliche Höchste, der Teilhaber, wurde fünf, zwei und drei – dieser

(1381–1410)

ursprüngliche Höchste formte dich durch seine Wunderkunst aus Erde und gestaltete dich kraftvoll mit seiner Hand. Um deine Stärke zu mindern, schuf ich die Frau in der Welt. Ich bin es, der entstehen lässt, und ich bin es, der auf Erden vernichtet, mein Sohn!

Der Höchste, der als Einheit alles erfüllt, regiert die Welt. Meine augengeliebten Kinder, erkennt mein Geheimnis und schaut!

Innerhalb der Dreizehn singe ich das Shivakanda. Selbst bei Arbeit Tag und Nacht endet das Werk des Herrn nicht. Dreiundzwanzig Gottheiten – überall wurde ich, der Herr, zur Gestalt. Ich bin Mayan, der den sechs einzelnen Zeitaltern Raum gab.

Im vierundzwanzigsten Zeitalter sitzend unterweise ich; im fünfundzwanzigsten Zeitalter erhob ich mich und kam. Innerhalb der Fünfzig geschieht das Wunder: Wisst es, meine Kinder! Fünf Zeitalter wohnte ich dort; ich werde Feuer legen und gehen. Innerhalb von eins, zwei und fünf werdet ihr die Welt befrieden und regieren. Noch einen Abschnitt nehme ich auf, schreibe und verkünde ihn.

Zweiundzwanzig Ursachen habe ich, der Herr, als Shiva-Verzeichnis genannt. Zweiunddreißig Tugenden ließ ich im Kali-Zeitalter wachsen. Auch wenn täglich zwei Dharma-Werke im Dienst des Herrn geschehen, ist niemand da, ihnen Wasser zu geben.

Am Rand des Weltalls spricht der Herr: Es wird nicht fehlen. Eine Waffe ist gekommen, die Welt und alle Welten zu überwinden. Die Feinde liegen als Nahrung vor dem gezückten Schwert. Tiruchampati geht zugrunde; ich, Tirumal, sage es. In allen acht Richtungen stehen runde Festungen versperrend da. Auch Matsya-Muni bin ich. Kennst du meine verborgene Gestalt? Stumm wurde ich, taub wurde ich, ein Wahnsinniger wurde ich, ein Besessener wurde ich. Niemand irgendwo kennt meine Größe.

(1411–1440)

Zum weiblichen Zauber der Welt wurde ich, ebenso zu Mal und Brahma. Ein Dieb wurde ich, ein Unschuldiger wurde ich; niemand erkennt meinen Grund. Niemand erzählt auch nur ein wenig vom Wunder meines Ruhens auf dem Banyanblatt. Auch das Wunder der Überbrückung des Meeres gilt nichts, mein Sohn!

Das ganze Weltall machte ich zum Leib und schloss es in fünf Kammern ein. Weil ich das Meer verschloss, wurden eure Augen verwirrt. Du weißt nicht, wie ich allezeit ruhe. Erzähle das Wunder des Quirlens des Unsterblichkeitstranks, mein Sohn!

In Ayarpadi, der Stadt der Hirten, vor den Frauen, denen achtzehn Befestigungen gegeben waren [Lesart unklar], blieb ich als Bräutigam: Erzähle diese verborgene Wunderkunst, mein Sohn! Unzähligen Frauen bin ich Bräutigam.

Ruht Ayya nicht auf der fünfköpfigen Schlange? Erzähle die Wege der zehn Avatar-Geburten, mein Sohn!

Nichts in der Welt geschieht ohne mein Wissen. Wenn du dich selbst erkennst, wirst du den Herrn erkennen, mein Sohn! Mit dem Auge, mit dem inneren Auge, wird der Weg sichtbar. Denen, die mich erkennen, zeige ich den Weg des Herrn.

Die drei irdischen Begierden sind eure Gegner. Im Wald der runden Festung schlägt der Tanzmeister den Rhythmus. Ich nenne es das geheime Verzeichnis; höre, mein Sohn! Ein fünffarbiger Papagei war da; ich sah ihn davonfliegen. Die Zeit ist gekommen, die Geschichte der sieben Frauen zu erzählen. Im Schlangenbusch richtet die Schlange ihre Haube auf und tanzt.

Es gibt vierzehn Welten; wer wird sie erklären, mein Sohn? Die grausame Schlange der Kaste ist eine Schlange, die Ränke schmiedet [»cati« kann hier auch Art/Gattung bezeichnen]. Nimmt man die drei Blüten und bringt sie zur Reife, ist Kraft da.

(1441–1470)

Was im Rat des Gurus für jeden enthalten ist, werde ich sagen; höre, mein Sohn! Nehmt jene Blüte und tragt sie, meine augengeliebten Kinder! Drei Namen, eine Schlange; alle drei tanzen. Wenn sie beißt, gibt es keine Umkehr: Ihr Gift ruiniert die Gemeinschaft. Auf den führenden Königen sitzend, spricht sie von vielen Shastras. Aus der Muschel kam ich in die Welt. Über den Weg von Kumbakonam kam ich und kündigte Zeichen an. Aus Villur eilte ich in die Welt. Ich bin der Eine und der Genießende; niemand erkennt mein Verweilen.

Aus Karur kam ich nach schwerem Leiden. Kinder, erkennt den Weg, auf dem der Knabe, das kleine Kind, gekommen ist. Um für euch zu wirken, kam ich auf die Erde, meine augengeliebten Kinder! Denkt nicht mit gespaltenem Herzen; später müsst ihr mir Antwort geben. Ich bin der große Weise von Maruntuvazh, auch der Meister der Wunderkunst. Im ganzen Land wurde es gesungen. Was soll ich, der Herr, noch tun? Wer dient, bleibt frei von schuldverstrickendem Handeln; jenes Gift nähert sich ihm nicht.

Lässt es sich durch Mantra, Tantra oder Tötungszauber beseitigen? Für alle stehen unzählige Schlangen als Feinde bereit. Die Guten berühren sie nicht, so spricht hier der Herr. An der dreifachen Wegkreuzung erhebt sich die Schlange. Ob man »Ah!« weint, ob man strengste Askese übt oder laut aufschreit: Diese Schlange wird beißen.

(1471–1500)

Ich werde kommen, Männer und Frauen zusammenführen, sie bewegen und aufrichten. In allen vier Arten des Verzeichnisses habe ich Gericht gehalten.

Den roten Korallenwagen besteigend, komme ich, das ganze Land zu betrachten. Streit und Schmähung haben zugenommen; ohne den Weg zu kennen, sind sie verwirrt. Hochmut und Schlägereien nehmen überall zu; Mord und Diebstahl nehmen zu, die Gemeinschaft ist verdorben.

Überall auf Erden nimmt das Verderben der Männer durch Frauen zu. Männer und Frauen werden zugrunde gehen; die Könige der Versammlung kommen an ihr Ende. Armut wird überhandnehmen, und ihr werdet vom Weg abkommen.

Lüge und Täuschung nehmen zu; Kali ist für uns nicht angemessen. Geben und Ehre fehlen; die Kastengrenze zerfällt. Keine ehrwürdige Versammlung, sondern eine Zusammenkunft des Vergnügens ist dies im Kali-Zeitalter. Ohne den Hornwurm zu erkennen [Bild unklar], springen sie in Kali umher.

Mal hat das Recht, den Kindern Weisung zu geben. Um Einsicht und Klarheit zu vermitteln, setzte ich Schreiber in die Versammlung. Doch die von mir eingesetzten Schreiber haben das gerechte Anliegen nicht gut erfragt. Gut tanzen, gut singen, gut weitergeben – sie taten es nicht, mein Sohn!

Als ursprünglicher Höchster, als Herr des Lichts, komme ich, Vollmacht auszuüben. Ihr, deren Denken euch verdorben hat, sucht den Verstand, der euch leben lässt! Die Ordnung der Vollmacht gilt überall auf Erden. Auch wenn man das Schreiben singend vorträgt, lässt er einen nicht des Weges ziehen. Wisst ihr, wann die grausame Kobra beißen wird? Kennt ihr das Gift der unbändigen Schlange? Unzählige stehen ihr als Nahrung gegenüber. Als fünfundzwanzig Schlangen kommt er, euch aufzusuchen. Bei den Santror verweilend, erläutere ich viele Shastras. Bis hierher habe ich euch nach meinem Vermögen unterwiesen.

(1501–1530)

Ich bin der Asket, der Guru-Asket mitten im Wald; höre, der Asket der Gemeinschaft, der diese Erde ausmaß. Siddha-Asket, Shiva-Asket: Überall in diesem Land bin ich der Asket. Mal-Asket, Mara-Asket; ich bin Mal, der kleine Asket.

Mit einem zerrissenen Tuch über der Schulter komme ich auch als Kandappan. Noch einige Abschnitte nehme ich auf, schreibe und verkünde sie. Im Masi des Jahres 1008 kam ich in das Kali-Zeitalter. Ein besonderes Lingam befindet sich im Meer. Preist täglich dieses ursprüngliche Lingam! Darin sind Befreiung und Kraft; ich, der höchste Weise, singe es. Als herrlicher Nedumal nehme ich Gestalt an und tanze.

Du Sünder, der täglich stirbt: Ich, der Herr, werde dich aufnehmen. Immer wieder sterbe ich und werde geboren; meine Wunderkunst wird nicht erkannt [Personenendung der Vorlage unklar]. Tag und Nacht verkündete ich Zeichen und litt sehr.

Ein Kreisel dreht sich: Gibt es jemanden, der ihn anhalten kann? Um die gesehenen Zeichen zu verkünden, kam ich als Asket von Kazhugumalai. Nun komme ich, auf der honigreichen Blüte sitzend, viele Herrlichkeiten zu vollbringen.

Niemand erfüllt mir gegenüber seine Pflicht als eurer Familiengottheit. Durch die dienstbaren Dämonen seid ihr, meine Kinder, zugrunde gerichtet worden. Großes Lingam, Chokka-Lingam, wunderbare Perle, Licht-Lingam! Eine Perle, Weltenperle, überall auf Erden die große Perle! Einheitsperle, Schlangenperle – überall wurde ich zur vollkommenen Perle.

Die ganze Welt ist Perle geworden; niemand erkennt ihre Art. Überall im Wald liegt die kostbare Perle, doch niemand hebt sie auf. Die Perle im wahren Sein beseitigt all euer Karma. Die Perle der Hingabe führt euch zum heiligen Ort.

Wer sie sieht, hebe sie auf: Sie ist eure ursächliche Gottheit. Mann und Frau geworden, bin ich der Tänzer in eurer Halle.

(1531–1560)

Ich bin der tanzende Siddha, der gebeugte alte Pandaram. Ich bin der alte Pandaram; ich werde meinen Ort bestimmen und euch ergreifen. Noch habt ihr mich nicht erkannt, noch keinen Segensgesang gesprochen. »Der Berg Maruntuvazh!«, sagen alle meine Kinder und sind verwirrt. Oben und unten werden nicht erkannt; ich bin der Lügner, Sohn des Wahrhaftigen. Keiner Begrenzung füge ich mich; als euer Guru spreche ich. Badet heilig im Ganges und preist euren Keshava! Ich bin der Meister leiblicher Wunderkunst, der große Weg, den eure Augen sehen. Die Schuld jedes Einzelnen kenne ich, euer Asket.

Badet heilig im Meer und übt tiefe Askese! In eurem Ganges bin ich jederzeit als Keshava gegenwärtig. Die sieben Frauen sind verwirrt; diese Welt weiß es nicht.

Innerhalb der vier Richtungen liegt die Mitte. Auch den Namen jener Ecke wird er nennen; ihr Kundigen, erkennt es! In der südlichen Ecke ist der heilige Ort errichtet. Dort sind seine Jungen [Bild unklar]; nach der Askese von dreißig Millionen hat jener Guru auf Erden seinen Ort errichtet.

Tag und Nacht findet sein Lebenshunger keine Sättigung. Ergreift ihn furchtlos; auch jener Guru wird sich fügen. Lange ist es her, dass ich Gift aß; nun gehe ich ins Verborgene. Ohne Täuschung sprechen wir: Achtet auf den Weg und haltet euch daran!

Ein mächtiger Diskus kommt über alle in der Welt. Selbst Kandan mit dem heiligen Speer wird mein Gebot nicht erkennen. Die schwere Erde zerbricht in Stücke. Als herrlicher Nedumal wirke ich Zauber und tanze. Kalis Flut kommt; baut ein Schiff und haltet es bereit. Das ganze Land wird Wald, verzehrendes Feuer kommt. Vierfüßige Lebewesen bleiben nicht im Land; alles ist Flucht.

(1561–1590)

Die Milch des Ganges wird versiegen, so spricht der alte Pandaram. Kinder, auf freiem Feld wird der Zaun selbst zur Feldfrucht [Bild unklar]. Dorfprozession und Wagenprozession werden zu einem Kreis, Kinder! Die Regenflut vernichtet, so spreche ich, Mayandi. Tanzend, immerfort tanzend, werde ich Feuer legen und gehen. Ich bin der Sohn, der Feuer legt; dein Vater ist Nandi-Ishan. Ich bin der Schreiber des Gebetshauses, tanzend komme ich darin. Ich komme nach dem Bad im Ganges, der alte Pandaram-Tanzasket. Auf dem weißen Elefanten sitzend spiele und singe ich.

Zu Duryodhana komme ich als der Weise Narada. Großvater und Urgroßvater bin ich, der Bettler mit großer Wunderkraft. Geradeheraus liebend bin ich, in die Gestalt einer Törin verwandelt bin ich.

Ich kam als Ananda-Kon, der fünf Ziegen weidete und einschloss. Im Zelt werde ich das Spiel der Gemeinschaft vollführen. Ein Sünder bin ich, ein Böser, der auf Erden niemandem taugt; ein rasender Verrückter bin ich, auch der Guru, der Gemeinschaft schenkt.

In eurer Hülle sitzend werde ich viele Zeichen verkünden. Ich bin der Wagenasket, tanzend komme ich durch die Straßen. Von Kailasa kam ich, vielerlei Aufgaben zu vollenden. Mann wurde ich, Frau wurde ich, eine unbegrenzte Gestalt wurde ich. Für euch, die fünf Ziegen weideten, war ich der Hüter [Wortlaut unsicher]. Nicht einmal im Traum denkt ihr daran, mir Reiswasser zu geben.

Ich habe mich beim Ziegenhüten erschöpft und keine Frucht gesehen. Nun werde ich sie dem Tiger als Nahrung zeigen. Mein Bauch brennt; hier kann ich nicht länger wohnen. Nach Kailasa gehe ich im kommenden Monat [Quellform unklar].

Vorn tanzend, hinten tanzend, wurde ich zum niemals voll erkennbaren Tänzer. Sichtbare Güter und Schätze verschwinden. Die fünf Häuser gehen zugrunde – was soll ich, der Asket, tun? Fünffarbige Plattformen und Moscheen gehen zugrunde.

(1591–1620)

Hört wach auf das Wort des früheren Palmblattes! Was ihr später sehen werdet, vergeht, mein Sohn. Wandelt wahrhaftig, so spreche ich, der Asket mit den Haarflechten.

Im Monat Masi wird es eurem Onkel nicht genügen [Bezug unklar]. Dorthin, wo ich im Land Zeichen verkünde und meinen Unterhalt suche, kommt ein mächtiger Tiger. Wenn er mich sieht, lässt er nicht los. Ich gehe, um unsichtbar zu werden.

Überall ist offener Raum – wo soll ich mich verbergen? Noch ehe ich ins Meer gehe, wird der Tiger mich ergreifen. Vedenperle, Erkenntnisperle, Perle, die euch den nötigen Dienst tut! Für den lahmen Alten gibt es keinen Ort zum Bleiben. Auf Erden habe ich mich zurückgenommen und wohne in den Herzen der Kinder. Niemand nimmt dem alten Pandaram die Furcht. Wohin ich auch gehe, Tag und Nacht vergehen für mich. Meine Kinder, meine Schüler: Bis hierher kam ich und lehrte Einsicht.

Ihr Wissenden, erkennt! Ihr Einsichtigen, hört! Ihr Verständigen, versteht bis an die Grenze eures inneren Raumes [Lesart unsicher]. Den Unklaren gib Unterweisung, mein Sohn!

Gebt den Bittenden Nahrung, meine augengeliebten Kinder! Gebt Kleidung, pflegt ehrbaren gemeinschaftlichen Wandel! Wenn ihr Nahrung gebt, gebt ohne Mangel. Durch Geben erlangt ihr einen guten Stand; euch wird nichts fehlen.

Ihr Gelehrten, hört, ihr Menschen vieler Sprachen! Wenn jemand kommt, euch zu schlagen, ertragt den Schlag. Wenn sie streitsüchtig schmähen und beschimpfen, hört es an.

Das Verzeichnis jedes Einzelnen liegt bei eurem König. Wer auch immer unter Nennung meines Namens kommt: Den Gläubigen, die solche Menschen liebevoll speisen und unterstützen, werde ich, Narayana, der Hirte, im selben Augenblick beistehen, welche Gefahr oder Bedrängnis sie auch trifft.

(1621–1650)

Im Vollmachtsschreiben ist für jeden ein Urteil. Wenn das wahrhaftige Gericht anhört, verübe keinen Übergriff [»mattipattai« unklar]. Tust du es, wird die Schlange des Herzens dich berühren. Die Zeit des Gerichts ist gekommen: Ihr Verständigen, erkennt es!

Auch den jüngeren Bruder, den Schreiber, werde ich mitbringen. Das lange Namam vergeht, der gerade Weg erscheint. Selbst wenn die Erde vergeht, vergeht die Wahrheit nicht. Ich schrieb das Urteil des Shivakanda und machte es bekannt, mein Sohn. Auf Erden gibt es für jedes Haus einen Schreiber. Auf deiner Zunge wohne ich und spreche gerechtes Urteil. Betrachtet das Schreiben, in dem viele Gestalten besungen sind, meine augengeliebten Kinder! Noch einen Abschnitt schreibe und singe ich.

Die Stadt Ayodhya geht zugrunde, mein Sohn. Tut den Dienst des Asketen, bevor Achse und Wagen brechen. Der Ort der fünf Pandavas geht zugrunde. Das Kuru-Land geht zugrunde, so spreche ich, Gopala-Gurusvami. Mantra wurde ich, heilende Wurzel wurde ich, Mond wurde ich, Sonne wurde ich. Geheimnisse, Lehrsätze und viele Shastras wurde ich. Der unermessliche höchste Lichtglanz bin ich, zurückgezogen in der Erde. Vedanta und Siddhanta verkündete ich auf Erden. Verkürzt das Kornmaß nicht, verwendet kein zu kleines Marakkal-Maß! Der höhere heilige Ort leuchtet und wird euch beistehen.

Gebt dem Unterweisenden seinen Lohn unmittelbar in die Hand. Sammelt an verschiedenen Orten den Schreiblohn für das Schreiben und gebt ihn weiter. Ihr Schreiber der Gebetshäuser, gebt regelmäßig und unvermindert.

Für euch ist es das lebenswahrende Kraut, das eure karmischen Bindungen löst. Seht: In jenem heiligen Ort liegt eine kostbare Perle. Noch einen Abschnitt nehme ich auf, schreibe und verkünde ihn. In Papanasam ruht Dharma-Lingam.

(1651–1680)

Er betrachtet und liest eure Shastras und verweilt dort. Badet heilig im Meer und löst eure karmischen Bindungen! Im Meer vollzieht ein Brahmane viele Handlungen.

Auf Erden stehen neun Wächter am Vaigai-Tor. Die neun verweilen dort und leisten vielerlei Hilfe. Kinder, die den Berg Kailasa schauten und tiefe Askese übten: Auf dem Berg Kailasa sitzt ein Büßer und welkt dahin.

Ich, euer Vater, erzähle das Wunder seiner Askese. Selbst wer überallhin läuft und schaut, erkennt es nicht. Es erscheint im Auge dessen, dessen Leib der dunklen Kayam-Blüte gleicht. Er schläft, ohne zu schlafen; niemand kennt dieses Geheimnis. Unbändig ist seine Askese – kennt ihr ihr Gift? Jener Guru kommt, Nahrung für seinen Bauch zu suchen. Unter den unzähligen Gestalten befindet sich dort auch meine Gestalt. Was er ergriffen hat, lässt er nicht los, so spreche ich, der Geisterasket. »Wo? Wo?«, schaut er in alle acht Richtungen.

Sucht einen Weg zum Leben und übt kraftvolle Askese! Ich darf es nicht verbergen, so spreche ich, die Erkenntnisperle. Wo immer man sich versteckt: Tag und Nacht werden eins. Ihr Liebenden, meine Kinder, ihr Wissenden, erkennt! Wer Gift und Unreines aß, wird der Erkenntnis-Kali zur Nahrung. In der noch nicht erreichten Zeit wartet der Ozeanwurm [mythisches Bild]. Wer auf Erden Lüge, Diebstahl, Streit, Betrug und Begehren nach fremden Partnern und alle unerhörten Übeltaten beging, wird dem Tiefenwurm im Weltenspeicher zur Nahrung.

Das frühere, das spätere und das ursprüngliche Verzeichnis habe ich gegeben. Ich warf das Verzeichnis aus und fegte den goldenen Ort rein [Lesart unsicher]. Er verschloss ein oberes Tor des bewohnten Gebetshauses. Ich werde ihnen die Würde entreißen und sie in schwere Haft setzen.

Ziegen, Böcke, Hühner und Schweine braucht der Hirtenherr nicht.

(1681–1710)

Trommeln, Becken und laute Kuravai-Rufe braucht der Herr nicht. Nimm eine Blume der Liebe und verehre ihn jeden Tag!

Der Tag kommt, an dem ich zur gerechten Entscheidung anhöre. Alle Schreiber der Gebetshäuser sollen ihre Lektion aufsagen. Wenn wir das Verzeichnis des Landes aufnehmen und Gericht halten, werdet ihr, meine Kinder und Schüler, es niederschreiben und aussprechen.

Ihr Schreiber der Versammlung, werdet ihr sagen: »Wir wissen es nicht«? Der Sohn, dem ich das Schutzband umband, hält viel von seinem Ansehen. Die Güter gehen verloren; ich werde sie in schwere Haft setzen.

Im Masi des Jahres 1008 kam ich als einsichtsvoller Asket. Alle verirrten sich und wurden verwirrt; höre, mein Sohn! Wird der Asket zornig, vergeht alles wie die drei Städte. Unbändig ist der Zorn geworden – was soll ich, der Asket, tun?

Ich habe keine Lust mehr, für die Kinder zu wirken. Noch ein Ereignis schreibe und verkünde ich. Jedem Einzelnen gab ich, der Asket, Unterweisung.

Obwohl die Kinder täglich Nandis Unterweisung hörten, war es wie eine auswendig gelernte Rede an Nilan und Mukkan [Namen/Redensart unsicher]. Trotz aller früheren und späteren Ermahnungen ist alles zum Betrug geworden.

Kinder ohne Einsicht, ihr habt eure Kraft verloren! Habt ihr es zu einem Ohr hereingelassen und zum anderen hinaus? Nun vermögen wir es nicht mehr; dieser Ort taugt uns nicht. Stärke hilft nicht; ein Streit der Gewalt herrscht hier.

Wir wollen uns kein Unrecht aufladen. Ich gehe nach Kailasa. Obwohl der Herr selbst fragte, ist niemand da, der Gutes tut. Obwohl der Herr selbst fragte, ist niemand da, der Gutes tut.

Bringt es Frucht, vor jedem gesehenen Tempel die Hände zu heben und »Gottheit!« zu sagen? Wenn der Tiger zuschnappt, werde ich unsichtbar werden. Wenn die Schlange beißt, werdet ihr euch in Qual winden. Wenn euch die Feindqual ergreift, werdet ihr dann auf dieser Welt bleiben?

(1711–1740)

Wenn der Erkenntnisadler euch ergreift, werdet ihr dann in diesem Land bleiben? Wenn euch die Waffe trifft, die alle Welten überwindet, werdet ihr in Stücke gehen. Habt ihr dann Beistand? Wie der Axtstiel, der den eigenen Baumstamm zerstört, ist eure eigene Sünde der Speer, der euch tötet. Euer Zorn ist der Speer, der euch tötet. Mord und Diebstahl sind die Waffen, die euch töten. Streit, Betrug und Begehren nach fremden Partnern wachsen zu einem Adler heran. Begierde wird euch, meine Kinder, zum Verderben. Alle sind zornig; dazwischen herrscht Flucht.

Wendet Brahma sich gegen euch, geht ihr sprachlos dahin. Wendet Vishnu sich gegen euch, fallt ihr in Raserei. Wendet Rudra sich gegen euch, bleibt ihr nicht am Leben. Wenn Kala kommt, nimmt er euch an der Hand und führt euch fort.

Wenn so viele zusammenstehen: Was soll ich, der Herr, tun? Was soll ich, der ursprüngliche Weise, gegen das für jeden festgesetzte Fehlende tun? Der Tag der gerechten Anhörung rückt näher. Sobald das Gericht gehört hat, werde ich kommen, das Land zu regieren. Kinder, befragt die Schüler deutlich! Erklärt es den Liebenden und steht ihnen bei! Bei dir werde ich jederzeit als Leben deines Lebens bleiben. Ich nähre, ich bewege, ich bin das Leben im Leben. Sprich keine streitsüchtigen Schmähungen; werde nicht Nahrung meines Schwertes! Schmäht nicht und schwätzt nicht, meine Schreiber und Schüler!

Bei den Spöttern werde ich sein, lächeln und die Zunge abschneiden. Keinen der früheren Unterdrücker habe ich verschont. Habe ich den Widerständigen bestehen lassen? Haben eure beiden Ohren es nicht gehört? Beim Dieb werde ich wohnen und ihn danach enthüllen. Beim Ergreifenden werde ich bleiben und ihn wie ein Kind machen.

(1741–1770)

In ihnen wohnend werde ich Tötungen vollführen, danach sie auf den Richtpfahl setzen [harte, im Wortlaut belassene Gerichtssprache]. In Stücke vergeht es; Kailasa hat sich umgewendet.

Der Höchste hat mich gesehen; allein kam ich hierher. König Parikshit hat mich gesehen; erschrocken eilte ich hierher. Auch Markandeya kam; verborgen kam ich hierher. Auf Erden haben Yama und Mayan mich gesehen.

Widersprich dem Herrn nicht; falle nicht in die tiefe Grube! Wird der Name des Asketen genannt, handelt ehrfürchtig. Ich werde schlagen und ertönen lassen, bis die Gemeinschaft das rettende Ufer erreicht. Der trügerische Wind weht, eine große Flut zieht dahin. Der Klang des Horns wird hörbar; der streitsüchtige Kali vergeht. Noch ein Kunststück vollführe ich; höre, mein Sohn! Eine einzige Kraft in der Welt regiert auf verschiedene Weise das ganze Land. Um unsere Wunderkunst sehen zu lassen, wurde ich dreifach [Lesart unsicher].

Mayan, der schwer Fassbare, erkennt das Innere, wenn er darin wohnt. »Masi« und »Vasi«: So spreche ich vom Halt am großen Weisen. Eines ist dem anderen feind geworden; wird eure Wahrheit selbst zum Feind? Einer namens Villur ist da, ein Meister vieler wunderbarer Spiele. Er nimmt die Krone des Landes ab; König Vaikuntar kommt zu herrschen. Vertraut ihm und haltet euch an ihn! Ayya! Shiva, Shiva! Hara, Hara! Ende des Shivakanda-Adhikara-Patthiram.

Lied der sieben Jungfrauen

Versdichtung

Nach dem zuvor niedergeschriebenen Schicksal suchten die sieben seltenen göttlichen Jungfrauen immer wieder den unvergleichlichen Narayana. Sie übten Askese und vollendeten sie. Durch diese Askese fanden sie im südlichen Ilankai den heiligen Ort Manavainagar, den hervorragenden Ort im Süden. Wie sie als König und Gemahlinnen Freude erfuhren, wird nun in reicher Erzählung entfaltet.

(1771–1800)

Ich selbst weiß nicht, wie ich dies gestalten soll. Gewähre du die Einzelheiten und den Segen! Sei beim Zusammenstellen der Helfer [»cilampimuve« unklar], beseitige Unsicherheit und führe zur Vollendung. Mein Herr, der mich allezeit regiert, Herr, der am Ort des Zeitalters erschien und sich erhob: Hilf, damit ich dein Gleichnis erzählen kann; beschütze uns!

Fortlaufender Gesang

Schutz sei uns durch Shiva, den Höchsten, den ursprünglichen Narayana, den Augapfel! Hilf der Dichtkunst beim Lied der Jungfrauen, damit früheres Karma weiche! Nimm uns in deine Gnade auf. Wer außer dir, dem wirkenden Guru, ist auf Erden da, um die heilige Geschichte der göttlichen Frauen zu erzählen, die dich im Herzen bewahrten? Die sieben göttlichen Frauen, die Befreiung erlangen, verweilten lange im Munda-Wald, übten gemeinsam Askese und vollendeten sie. In Hingabe hielten sie am guten Wort fest und wichen von der Ordnung nicht ab.

Sie kamen in den weiten Süden, fanden dich ehrfürchtig und baten eindringlich um die Kinder, die sie geboren hatten; täglich umwarben sie dich. Du gabst ihnen die herrlichen Kinder, vereinigtest dich mit den Sieben und schenktest ihnen die Hochzeit.

Mit Gemahlinnen und Kindern als Herrscher regierst du das Land und stehst ihm bei. Wenn ich diese edle Geschichte lese, flieht all mein sündiges Karma wie ein kleiner Vogel beim Anblick des fliegenden Garuda. Ist mein Sprechen nicht wie das Rufen von Affen, während der Kuckuck singt? Vor den Dichtern reinen Tamil habe ich wie ein Kind gesprochen, Vater! Damit kein Fehler entsteht, bedarf es der Gnade des Herrn.

Göttinnen der Freude im grenzenlosen Raum, kommt zusammen und gewährt Gnade! Göttin Manonmani, erbarme dich und nimm im Herzen Platz. Schöne Göttin, schenke Gnade, damit der erzählten Geschichte kein Leid widerfährt.

Ihr sieben Göttinnen der ursprünglichen höchsten Shakti, die ihr mit Hari-Narayana herrlich in der Welt lebt, helft diesem Werk liebevoll! Die heilige Geschichte der prächtigen Hochzeit jener sieben Frauen, welche die ruhmreichen Santror gebaren, möge mein Guru und Herr beim Erzählen beschützen.

(1801–1830)

Versdichtung

Mayan, von Herrlichkeit geschmückt, kam in den Süden. Narayana vollzog die Hochzeit mit den sieben ursächlichen Jungfrauen und regierte das Land unter einem Schirm. Lotusgeborene Göttin, beschütze uns beim Erzählen dieses Geschehens!

Fortlaufender Gesang

Die herrlichen Jungfrauen verehrten Shiva in Shivaloka und lebten aufrichtig. Narayana folgte den sieben schön geschmückten Jungfrauen zu einem Teich im guten Wald. Niemand wusste von jenem blühenden Teich im schwer zugänglichen Wald. Wer auf Erden könnte mit Worten das Wunder des Teiches beschreiben, in dem die Frauen badeten, an einem Ort, den niemand betrat? Die Götter gingen nicht dorthin, Indra und die Himmlischen kannten keinen Zugang. Auch die Drei und die weisen Siddhas wussten nicht hinzugelangen.

An jenes Teichufer, das kein Auge sah, ging der gute Achyuta, der grüne Mal, der auf dem Banyanblatt ruht. Er nahm alle Gewänder der duftenden Frauen und versteckte sie auf einem Banyanbaum.

Als die sieben Jungfrauen mit strahlender Stirn vom Bad ans Ufer kamen und nach ihren Kleidern schauten, fanden sie diese nicht. Sie blickten zum Banyanbaum auf, dessen Krone dunklen Wolken glich, und suchten ihre Gewänder.

Auf dem Baum erkannten sie die Zeichen ihrer eigenen Kleider. Aufgeregt riefen die Jungfrauen: »Ko! Ko! Ko! Welche Grausamkeit! Wir sahen nicht, wer sie nahm. Was ist das für ein Zauber, Königin der Frauen?

Ist dies ein Angriff auf unsere streng bewahrte Keuschheit, ihr Jungfrauen? Wie konnten unsere Gewänder vom Boden in jener goldenen Welt auf den Banyanbaum fliegen? Haben wir gegen unseren Herrn Shiva schlimme Schuld begangen?

Ist es die Frucht unseres Karma oder die Bestimmung Brahmas, dass unsere Gewänder mitten auf den Baum gelangten? Was für ein Schicksal! Wir sahen den Täter nicht, Königin der Frauen. Auch sehen wir niemanden, der sie für uns herabholen könnte.« So klagten die sieben Jungfrauen und drängten sich zusammen.

(1831–1860)

»O Herr!«, riefen die Göttinnen und beschlossen, auf den Baum zu steigen. Die jüngste der sieben fasste großen Mut. Als sie die Gewänder herunternehmen wollte, nahm der herrliche Tirumal eine Gestalt an. Die sieben Frauen sahen diese Gestalt und wollten Narayana augenblicklich durch die Kraft ihrer Hand verbrennen. An ihrem Teichufer wurde der gute Weise zu loderndem Feuer, zu einer Glut hell wie die Sonne. Die Jungfrauen sahen es: »Wir haben ihn zu Glut verbrannt!« Erneut freudig und ausgelassen wollten sie baden. Sie legten die Gewänder ans Ufer und stiegen in den Teich.

Mayan, der die Welt ausmaß und nun als Hitze dalag, ersann ein Mittel: »Ich werde diesen Jungfrauen starke Kälte senden. Dann werden sie das unauslöschliche Feuer umarmen, und ihre Keuschheit wird schwinden.« Er rief Varuna und den mächtigen Wind herbei und befahl seinem Zauber: »Bringt jetzt die sieben Frauen mit schöner Stirn durch Kälte in Verwirrung zu mir!« Der wirksame Zauber erreichte die sieben Göttinnen. Aruna stand am Himmel und streute Körnchen wie goldene Funken auf die Frauen [Name und Niederschlagsbild in der Vorlage uneinheitlich]. Unfehlbar blies der Wind und ließ ihre Körper erstarren.

Die wahrhaften Jungfrauen zitterten heftig vor Kälte, krümmten sich und gerieten innerlich ins Schwanken. »Was sollen wir gegen diese Kälte tun, Königin der Frauen? Das Denken stockt, der Leib schauert, unsere Gesichter welken.

Wer hat dies getan, Mädchen? Wir können das Zittern nicht ertragen. Nicht einmal eine einzige Glut sehen wir, an der wir uns wärmen könnten. Wir sehen keine, Königin; dies ist unser Schicksal, Schwestern! Unser Leben schwindet!«

Als die sieben Frauen so umherschauten, flammte nahe dem breiten Teichufer das Feuer auf und brannte als mächtige Glut.

(1861–1890)

Die sieben guten Jungfrauen sahen es und freuten sich von Herzen, wie jemand, der einen lange verborgenen Schatz auf glückliche Weise wiederfindet. »Kommt, wir sieben wollen uns wärmen!« Alle sieben zusammengehörigen Frauen stimmten zu.

Sie kamen, umringten das Feuer und wärmten sich voller Freude an seiner Glut. Mayan frohlockte, nahm eine Gestalt an und bemächtigte sich ihrer. Der Pandaram freute sich; die sieben Frauen wurden schwanger.

Sie wichen von ihm zurück: »Ist er es?«, und wollten ihn verbrennen. Doch durch seine Berührung war ihre Keuschheitskraft verloren; die Macht zum Verbrennen war geschwunden. Die Frauen mit duftendem Haar vergaßen ihren gewohnten Zustand.

Die schönen Frauen blickten den großen Weisen an und verloren ihre Fassung. »Ach, Königin, wir haben unsere Einsicht verloren! Auch der Lebensweg, den wir bis heute bewahrten, ist zerbrochen. Was sollen wir Shakti und Ishvara sagen, Schwestern? Wir ahnten nicht, dass an diesem Ort im Wald solcher Zauber auftreten würde. Selbst Papagei und Schwan im Feld hören unsere Rede nicht mehr. Welcher Schicksalsmacht sind wir unterworfen? Ist dies die uns zugedachte Ordnung? Ihr schwanengleichen Frauen, wer hat diese Verblendung bewirkt?«

Während sie so klagten, reifte die durch den Weisen entstandene Schwangerschaft. Noch an jenem Tag, innerhalb einer Stunde, kam sie zur Geburt. Bei der Geburt stießen alle schön geschmückten Frauen einen tiefen Seufzer aus.

Verwirrt und außer sich blickten sie ihre Kinder nicht an. Tief beschämt und erschöpft wollten sie durch Wald und Land davonlaufen. Gebeugt riefen sie »Ko! Ko! Ko!« und eilten fort. Keine blieb auch nur einen Augenblick stehen. Durch den Himmel suchten sie ihren Weg und riefen: »Shiva, Shiva! O Shiva!« Von Scham gebeugt und bekümmert zogen die Frauen dem Wald entgegen. »Ayya, als wir dort im Wald am Teich badeten und zurückkehrten,

(1891–1920)

haben wir auf unserem wahrhaftigen Weg zuvor kein solches Leid gekannt. Lasst uns nach Kailasa zum Höchsten gehen, der die Schlange mit der Haube trägt!« Alle Jungfrauen eilten erschrocken fort: »Om Namah Shivaya!« So suchten sie Zuflucht und liefen, die sieben Schönstirnigen.

Versdichtung

»Vorbei ist das Baden im herrlichen Wald, vorbei unser Leben in Kailasa. Die Keuschheit ist geschwunden; vielerlei Zustände sind entstanden. Ängstlich im Wald zu wohnen ist nun unser Schicksal. Welche Sünde mögen wir begangen haben? Liebste, wissen wir, warum dieses Schicksal kam? Der herrliche Shiva hat uns vergessen; auch Mutter Uma hat uns vergessen.« So gingen die sieben Jungfrauen in das Waldleben. Verborgen vor denen, die ihr Leben im Wald sahen, standen sie in Askese, um Shivas Gnade zu empfangen.

Gewähre täglich aus deinem Herzen Gnade, damit ich die Art ihrer Askese erzählen kann! Nachdem sie die Kinder geboren und beim großen Weisen zurückgelassen hatten, eilten die sieben schönen Frauen voller Scham auf ihrem Gefährt fort und übten Askese, um die Gnade der Mutter zu empfangen.

Im tiefen Wald standen sie, täglich das Herz auf den Wissenden gerichtet. »Wir sieben badeten jeden Tag im blühenden Teich, wo Bienen schwärmen. Weil sich unsere Gestalt wandelte, sind wir nun in diesem Wald. Shiva, du bist unsere Zuflucht; komm, uns anzunehmen!«

Fortlaufender Gesang

Komm, komm, großer höchster Ishvara! Komm, löse unsere Bedrängnis und nimm uns an!

(1921–1950)

Die heiligen Füße des rotlippigen Herrn mit dunklem Leib, Shri Padmanabhas, der ins Meer ging und dort ruhte, der die Erde ausmaß, sind unser Beistand. Helfer der Fünf, ursprünglicher Narayana, grüner Mal, gewähre uns diesen Segen! Die heiligen Füße dessen, der im Südmeer ruht und die Erde ausmaß, sind unser Beistand.

Du, der auf der tanzenden Schlange ruht, Shiva, Ainkara, Shankara! Herr, der auf dem Banyanblatt ruht, beschütze uns in Gefahr! Ohne es im Herzen zu wissen, gerieten wir sieben Frauen hinein: Beseitige das entstandene Unheil, du, der Uma als Teil seiner selbst trägt!

Beende nun unser Leid, gib uns die Kinder zurück, die wir sieben gebaren, und gewähre uns, dieses Reich zu regieren, Herr! Vereine uns in einer guten, glücklichen Hochzeit als Gemahlinnen mit jenem Weisen, der einst diese Verwirrung bewirkte. Komm in Gnade, um die Erde zu regieren, du Bewohner des heiligen Ortes Manavainagar!

Die zarten Frauen richteten sich im oberen Bereich der Stirn aus; den ganzen Leib sammelnd, banden sie die fünf Blüten am Bogen des Blickes. »Einundvierzig, zehn« [Zahlenlesart unklar]: Sie hielten den Atem zurück und entwickelten die Askese im inneren Lager.

Jede ordnete ihr Wort, setzte einen Finger als Zeichen, richtete den Geist aus, rollte die Zunge und lenkte den Blick auf die Nasenspitze. Mit guter Erkenntnis beseitigten sie steinerne Unwissenheit und strebten nach der Vollendung des Wortes.

Alle Zugänge verschließend, richteten die Frauen sich auf das eine Tor. Auf dem fünffachen Lager ließen sie die innere Kraft ruhen und blickten in den Stirnraum. So standen alle sieben. In dieser Weise verharrten sie zwölf Jahre in Askese, ohne den Stand ihrer Füße zu lösen. Als die Gottheiten diese asketische Standhaftigkeit sahen, sagten sie: »Wie gewaltig ist diese fest gefügte Askese!« »In allen Welten haben wir solche Askese weder gesehen noch gehört. Unaussprechlicher Sieg! Sieg! Sieg!«, priesen die Himmlischen.

(1951–1980)

Während dies geschah, erfuhr Mutter Uma in Kailasa von der unbeschreiblichen Askese der sieben Göttinnen. Sie ging zum guten Ishvara, verneigte sich vor ihm und begann, das ungewöhnliche Geschehen der Jungfrauen zu erzählen.

Ishvara hörte es und sagte: »Wohl, wohl! Hast du gehört? Dies ist das Vorhaben deines Bruders. Warum kam er zu den Frauen an jenem unberührten blühenden Teich, berührte sie und wirkte diesen Zauber, Frau? Wenn wir diese Geschichte aufmerksam betrachten wollen, wie könnten wir ohne Narayana hingehen?« Ishvari hörte es, sagte »Wohl, wohl!« und dachte an Garuda-Alvar. Sogleich kam er. »Erkundige dich nach dem Wohlergehen des Ortes deines Bruders und berichte alles«, sprach sie, die Göttin des Weltenmessers [Sprecherbezug unsicher]. Garuda berichtete:

»Wunderbar half er den fünf Pandavas, verweilte einige Zeit dort und ging dann durch den Wald. Den mächtigen göttlichen Jungfrauen im Wald erschien er in der Gestalt eines Vidyadhara-Weisen.

Er sandte den Frauen Kälte und stürmischen Wind; spielend wurde Mayan zu loderndem Feuer. In dieser Feuergestalt lag sein Zauber. Die schmuckgeschmückten Jungfrauen ertrugen die Kälte nicht und drängten sich um das Feuer.

Ihre zuvor erwachte Erregung nahm zu; sie gebaren drei und vier, zusammen sieben Kinder. Seufzend liefen die Jungfrauen fort. Des Teiches, zu dem sie zurückkehren konnten, beraubt, standen die sieben Frauen in jenem Wald in strenger Askese.

Dein Bruder nahm ein Kind nach dem anderen ans Herz. Ohne Scheu gab er den Kindern den Namen ›Chanan‹,

(1981–2010)

sodass die vierzehn Welten ihn erfuhren. Er gab ihnen die auf Erden unsichtbare Milch des Wunschbaums und übergab sie der Göttin Kali. Er ließ sich von ihr versprechen: ›Ziehe sie auf und gib sie zurück.‹ Dann ging der große Weise auf einen Berg und nahm Hirschgestalt an. Ermattet und müde dachte er daran, seine körperliche Hülle abzulegen. Da schoss der Jäger auf unseren Herrn. Er unterwies den Jäger und rief die fünf Pandavas. Ihre ganze Heldenkraft nahm er mit seinem Stab an sich. Er legte die kraftvolle Hülle nieder; der geheimnisvolle Mayan zog nach Shrirangam.«

So berichtete der ursprüngliche Garuda-Alvar der Mutter die ganze Geschichte. »Wenn du mir Erlaubnis gibst, Mutter, werde ich ihn jetzt herbringen«, sagte er und stand verneigt da. »Gut, nun haben wir die großen Taten des Bruders gehört. Bringe den ursprünglichen Narayana binnen vier Stunden!« So blieb Mutter Parvati in Kailasa.

Während sie dort voller Würde verweilte, eilte der anmutige Garuda in einem Augenblick fort und brachte den Herrn, der das ganze Weltall ausmaß. In Kailasa angekommen, erläuterten sie die Angelegenheit geordnet.

»Bereite alles vor, damit wir die kraftvolle Askese der sieben Frauen schauen, die der Erde helfen. Lasst uns hinausgehen und ihre Askese annehmen!« Draußen sprach die Mutter: »Wir haben Klarheit geschaffen.« »Schenke ein Leben in Klarheit und wachsendem Sieg! Lob sei dir!«

Versdichtung

Herr des wohltuenden, edlen Wesens, Lob sei dir! Shiva, Shiva, o Shiva, Lob sei dir! Du lässt Gerechtigkeit walten, Lob sei dir! Shiva, Shiva, Raghava, Lob sei dir! Madhava, Hari-Keshava, Lob sei dir! Mächtiger, herrlicher Hari, Lob sei dir!

(2011–2040)

Strahlender Hari-Narayana, Lob sei dir! Ursprung, dir sei Lob, Lob! Lob den heiligen Füßen des Ursprungs, den selbst die Drei suchend nicht ergründen! Du Schatz, den die Götter schwer erlangen, göttlicher Ursprung, Flamme der Veden! Du kamst in den schwer bewachten Wald, nahmst unsere Keuschheit und ließest uns zurück. Unverlierbarer Beistand, mein Gemahl, Erbarmen: Deinen Füßen sei Lob!

Befreie uns, ohne uns nach Kailasa zurückzubeordern. Gib uns den Gemahl, zu dem wir gehören, und schenke uns, als Herrschende auf Erden zu leben, ohne dass die Herrlichkeit unserer wohl erzogenen Kinder gemindert werde, unvergänglicher Ursprung der Veden!

Großer Höchster, der auf dem Stier reitet, Teilhaber der Mutter Uma! Wir sieben Dienerinnen im Wald sind wie Kühe, die ihre Kälber verloren. Ohne Nahrung und Schlaf, wie ein Stummer mit einem Traum, leiden wir. Du erkanntest unsere Not, erbarmtest dich und kamst; unsere Sorge ist gelöst.

Fortlaufender Gesang

»Narayana, sprich den sieben guten Frauen ihre herrlichen Gaben zu und entlasse sie«, sagte er. Narayana freute sich von Herzen: »Ihr sanften Frauen, werdet in der Linie eurer Kinder unter den Santror geboren. Wenn ihr als Jungfrauen dort lebt, werde ich in den Süden kommen. Dort werde ich tiefe Askese üben und sie vollenden.

Wenn ich danach dort verweile, werde ich euch rufen und die rechte Hochzeit mit euch vollziehen. Gemeinsam können wir die Kinder annehmen und die Erde regieren. Die Gaben sind gewährt; geht und werdet geboren, ihr Frauen!«

Versdichtung

Die sieben Frauen mit duftendem Haar nahmen den gewährten Segen an. Sie erschienen in der wahren Gemeinschaft der Kinder, die sie einst geboren hatten. Mit dunkel geschmücktem Haar kamen sie auf menschlichem Weg und lebten freudig in jener geachteten Gemeinschaft.

Tingal Patam

Mit Gesichtern wie fünf Häuptern und mit tausend Händen und Füßen habe ich euch wie einen jungen Berg zusammengefügt und hier geboren werden lassen.

(2041–2070)

Im unbeschreiblichen Hain ließ ich Sita als siegreich stehen [Lesart unsicher]. Wann werde ich aufbrechen, meine Gläubigen? Der unbeschreibliche Tirumal verweilt dort; im einzigartigen südlichen Hain bestimmte der verständige Pandaram als Vaikuntam auf rechte Weise das Gebot.

Ihr Gläubigen, ihr Kinder, die so lange dienen! Im früheren Zeitalter gab ich euch aus Güte Milch. Im Kali-Zeitalter gibt es Menschen, die mich nicht kennen. Die Herren des Palastes von Vangala kommen, um Kali zu vernichten.

Meine Kinder von Tirunelveli, seid alle einmütig! Verkündet die schwer auszusprechende Einsicht so, dass sie verstanden wird. Lange schon wünsche ich, Kali zu vernichten, mein Schatz! Im vielgerühmten Hain steht eure Mutter Sita im Ringkampf mit dem mächtigen König. Kommt ihr, meine Kinder, um fröhlich miteinander zu spielen? Ihr braucht nicht zurückzukehren; dort gibt es den göttlichen Teich. Keine rote Seuche und keine Krankheit sind dort, ihr Gläubigen! Der König des heiligen Ortes liegt auf seinem Lager.

Im Milchmeer ruhend, empfing ich die geordnete Entsendung. Euch Fünfen habe ich weder Schande noch Sünde zugefügt. Wenn ihr euch aber erneut spöttisch abwendet, wird Krankheit euch treffen. Im Meer verlangte ich weder Garuda-Pfosten noch Grabkammer, Goldgeld, Beutel, Tigerfell oder Bananen. Weil ich den Auftrag empfangen hatte, blieb ich würdevoll sitzen. Du Kind, das Bhadrakali nach hohem Gebot empfing: Dienst in Kailasa gibt es, doch im Kali-Zeitalter keinen rechten Dienst. Selbst bei vollbrachter Arbeit ist niemand da, Gerechtigkeit anzuhören.

Im Meer ist eine Alte, die Alte der Verkörperung; für euch bereitete sie Mutter Lakshmi vor [Bezug unsicher]. Wer sie schaut und sich beruhigt, dem ist Kailasa hier.

(2071–2100)

Durch Mahadevas Gnade gibt es Kinder, die um Vergebung bitten. Im Masi des Jahres 1008 kam ich mit großer Segensfülle. Kein Urteil habe ich ohne Überlegung vollzogen. Ohne weiteres Zögern erledigte ich es und vernichtete Hiranya [»mappu« hier unklar]. Die das Haar hinten zum Knoten binden, werden nicht auf Erden bleiben. Ach, Kinder, mein verständiger Sohn! In unbeschreiblicher Sonnenglut ließ er mich im heißen Sand sitzen, lud schwere Steine auf mich und stieß mich in anderen Staub.

Um dieses Unrecht zu untersuchen, empfing ich Ishvaras Erlaubnis. Kinder, die ihr in das Gebetshaus geht und singt: Werdet ihr an jenem Tag noch lachen? Ich werde euch den höchsten Ort zeigen.

Sterne werden fallen, der gute Himmel wird einstürzen. Die mich nicht erkennen, werden brennend zusammenbrechen. Niemand hörte das Leid des Kindes der treuen Frau; niemand erkannte das Leid des unterwiesenen Kandan.

Den hochgerühmten Tirumal sandte ich zur Prüfung. Die Kandan schlugen, werde ich in die wurmvolle Grube werfen. Dorfteiche und Becken füllen sich reichlich aus den Quellen. Shrilanka ist verwandelt; roter Reis gedeiht.

Die Zeit, das Feuer zu entzünden, ist gekommen; ich erkläre es verständlich. Die Kinder des Asketen werden die Herrschaft antreten.

Wer Kuhmilch trank und aus dem Schoß einer treuen Frau geboren wurde, dem wird der Leib zum Schweineleib und zu Schweinefett [dunkles, abwertendes Verwandlungsbild]. Im vielgerühmten Kavuntalam werden manche Lebensformen einstürzen.

Du bist groß; ich werde in der geschmähten Gemeinschaft allgemeine Gestalt annehmen. Wenn ich vielerlei Verkleidungen trage, erkennen mich die Gläubigen nicht.

Eine Gestalt nahm ich an und stieg von Kailasa herab. In der Festung der drei Städte erschien ich in drei Gestalten. Jener Sünder erkannte mich nicht und schlug mich. In diesem Kali-Zeitalter lässt er auch mich nicht bleiben.

(2101–2130)

So sehr ist Kali erstarkt, so groß das Unrecht geworden! Ihr Gläubigen, ich kam, singend und tanzend auf vielerlei Weise alles auseinanderzutreiben. Du Kind, das die hochgerühmte Bhadrakali nach göttlichem Auftrag aufzog: Bis jetzt habe ich ertragen; nun werde ich nicht länger ertragen. Ich sah eure Not und brachte ein Heilmittel. Für euch, ihr Göttlichen, blieb ich ein kleines Kind. Der Vater kam als Pandaram und brachte großes Wohlergehen. Ich habe die Palmblätter ausgestreut; ich werde mich erheben und gehen.

Steinhalle und heiliger Ort stehen dort im Meer. Wie soll ich bleiben, meine jüngeren Brüder? Innerhalb einer Nachtwache kommt der Wind des Weltenendes. Ihr kraftvollen Kinder, ich werde kommen, euch zu wecken. Wer mich nicht erkennt, sagt: »Durch dich brauchen wir Askese.« Wie auch immer er betet, ich werde ihn in die Wurmgrube stoßen [Sinnbezug unsicher].

Die Angehörigen der Sippe habe ich nach Kräften unterwiesen. Was kann ich für die tun, die nicht hören? Gelbes Wasser kommt als Milchfluss, mein Sohn! Ich, der Weise, der Kamsa vernichtete, habe das Meerwasser getrunken. Bei denen, die ebenso trinken, werde ich als Asket wohnen.

Kein gestohlenes Kind, sondern ein ohne Täuschung geborenes Kind! Damit du herrschst, brachte ich damals ein erhabenes Kind hervor. Ein Kind mit zahllosen Auszeichnungen, ein geliebtes Kind! Alle meine Minister rufen einmütig, dass ich zum Meer mit seinen Wogen komme. Geschlachtete Ziegen, Böcke, Hühner und Schweine habe ich nicht als Opfer verlangt.

Gekochten Reis, Hühnereier und gebratenes Fleisch verlangte ich nicht. Weich gebackene Küchlein und Kugeln aus Reisflocken verlangte ich nicht. Dunkel gebackene Murukku und geschlagene Milch verlangte ich nicht.

In dem Ort, an dem ich Gestalt annahm, ließ ich keinen Docht entzünden. Nicht eine Münze verlangte ich. Uma, weißt du es?

(2131–2160)

Sage nichts gegen mich! Weiß es nicht auch der Herr? Seit langer Zeit bin ich gekommen und habe die nötige Einsicht gelehrt. Ohne etwas zu verstehen, stürzt er ins Feuer.

Ich habe es verkündet; man hörte nicht, meine Vertrauten. Drohend beugt und bedrängt er sie. Am Ort der Askese veranstaltete er ein Hin und Her nach rechts und links. Den falschen Wagen ließ er fahren, sodass die Erde erbebte.

Ihr Fünf, lange habe ich euch gerufen und euer Leid beendet. Aussatz, Gebrechen, Schmerzen und grausame Krankheit beendete ich. Blindheit, Lahmheit und karmische Last löste ich. Auf südlicher Erde, im guten Land von Kanyakumari, verweilte ich lange und lehrte die Kinder Einsicht. Wie viele Tage habe ich dort gesessen und sie unterwiesen!

Das vaterlose Kind ist ein großes Kind geworden. Die unbeschreibliche alte Mutter kam, es aufzunehmen. Künftig gibt es keine Bedrängnis; Butter ist reichlich da. Auch ein großer Tempelteich ist hier; Tirumal hat ihn bestimmt.

Ihr Gläubigen seid da, in Brahmanengestalt aufzutreten. Eine heilige Schnur aus Gold, ein goldenes Tuch; doch Ohrschmuck und Schraube fehlen, im Kali-Zeitalter gibt es kein rechtes Werk. Auch gibt es auf Erden keinen Goldschmied, der goldene Knospen arbeitet. Wenn die kostbaren, goldgleichen Kinder kommen, ist für sie ein Kuruni-Maß Gold bereitgelegt. Unzählige Kinder sind da, gekrönt zu herrschen; freudig werde ich es ihnen geben. Ich, der Herr, bin für alle in gleicher Weise da.

Im vielgerühmten Reich könnt ihr ein Land empfangen und regieren. Ställe zum Anbinden der Pferde sind da; zahllose Länder könnt ihr errichten. Im großen Reich könnt ihr Nektarspeise empfangen. Spiegelglänzende Seide und feine Kleider sind da. Erfrischende Fahrt ist da, zahllose Ehrenzeichen sind da.

(2161–2190)

Tänze der Tänzerinnen sind da, zur Schau der Santror von mir, dem Herrn, bestimmt. Auf Elefanten werdet ihr reiten und das Unrecht untersuchen. Als Mitgift überlasse ich es euch; der Götterkönig ist dort. Im Kali-Zeitalter gibt es keinen Dienst für euch, meine Augäpfel. Banyanfrüchte und Amla gedeihen, Reis und kleine Getreidearten sind da. Ihr könnt Nektarspeise empfangen; guter Wandel ist dort. Kovai-Früchte, Bittermelone und junge Bohnen sind dort. Als wahrhaftiges Wort spreche ich nach dem Gebot des Herrn.

Am Haupttor hob er meinen Kopf am Haar empor. Der König, der auf Keuschheit achtete, kam und prüfte mich mit einem Spiegel. An mir ist keine Schuld; ich bin kein Kind, das man fortzerren und verscharren darf. So, Kinder, umarmte er sie in der Milchfestung [Lesart unsicher]. Für das Tragen einer zweiten Krone sind Teichufer da. Muschel und Diskus sind für euch bereit, meine Brüder! Am Jungfrauenort werde ich verweilen und euch das aufwärtsgerichtete Namam geben. Auch Gefährten von wunderbarer Kunst sind dort. Ihr Fünf, ich habe euch nicht betrügerisch gesprochen.

Im Netz des Zaubers werde ich das gerechte Urteil sprechen und kommen. Seit dem bestimmten Tag übte ich eine Zeitlang Askese und kam hierher als Pandaram: »Milch-Kavadi brauche ich nicht.«

Ich verlangte nichts; du weißt es, Mutter. Als ganz kleines Kind saß ich im Hain in Askese. Jasminblüten, geprägte Girlanden, Puffreis und Reisflocken verlangte ich nicht. Auch Sesamöl und Ölkuchen verlangte ich als König nicht.

Die Kinder der göttlichen Jungfrauen irren von Busch zu Busch. Sie essen die Reste der Geister und irren wie Geister umher.

Ich wurde Ich, ich wurde Er – tantēnaṉṉam, tantēnaṉṉam! Den schlangengleichen Geist verbrannte ich in gutem Feuer. Die Mantras veränderte ich; was sich nicht änderte, belegte ich mit einem Fluch. Verständige Ishvari, du musst es erkennen und betrachten!

(2191–2220)

Er lädt mir Steine auf den Hals und legt die Hände in Fesseln. Haben wir unser Kind zur Schande geboren? Hörst du sein Leiden nicht? Er schneidet Stöcke und schlägt; er wirft Steine und schlägt. Kinder, die nach der Askese des Hari-Königs von den göttlichen Jungfrauen geboren wurden: Seid geduldig, ihr werdet die Erde regieren!

Mit der runden Kalebassenschale kam ich und verweilte. Nicht zum Glücksspiel, zum Kriegführen oder zur Kraftprobe kam ich. Der Hari-König übte Askese; er hat seine geborenen Kinder. Kinder sind da, im Reich der goldenen Königin zu herrschen.

In Manmathas Land gibt es Schwertkämpfer. Ihr seid keine Kinder von Tagelöhnern, sondern Kinder mit unzähligen Ehren [historische Standesrhetorik]. Kein Kind ist da, im ausgetrockneten Teich Perlenfische zu fangen.

Mutter, Mutter, alte Mutter! Ein Kind von hoher Würde ist da; kein Kind, um im Landesgebiet Abgaben einzuziehen [Lesart unsicher]. Meine jüngeren Brüder, werdet ihr Lankapuri regieren? Für euch stand ich auf einer Nadelspitze in Askese. Ich gebe euch das Land, in dem der Königssohn von Kashi lebt. Der Zaun, den ich fest einsetzte, wird täglich bestehen.

Palvarunan ist mein Sohn, die fünf Pandavas sind meine Söhne. Mein eigener Sohn wird das Reich regieren. An den großen duftenden Teich kam ich, den Fisch göttlichen Lebens zu fangen. Wenn ich das Fanggerät auslege, wähle ich das Leben aus und fange den Fisch.

Schande und Sünde werde ich vollziehen [Wortlaut auffällig]; wartet einen Augenblick und seht! Ich kam, das Gebüsch aufzubrechen, zu jagen und den klar sichtbaren Hasen zu fangen. Mit mächtigen Schüssen werde ich es vorbereiten und binden.

Ich kam, einen jungen Rankenpfahl aufzurichten und es zu zeigen. Meine Kinder, ihr Gläubigen: Mitgefühl ist da. Tiger und Löwen stehen fern und lachen. Lange blieb ich verborgen; nun eilte ich herbei, euch aufzunehmen.

(2221–2250)

Meine eigenen Kinder welken wie Banyanblätter. Böse Sünder quälen sie. Augapfel, König, komm, Kali zu vernichten! Den ehrenvollen Kindern fehlen Kraft und Stärke. Ach, Mutter, Avvai, alte Mutter! Um Kamsa zu vernichten, brachte ich große Macht. Zusammen mit den Bewohnern der drei Welten werde ich den großen Teich zeigen. Ihr könnt den goldenen Berg regieren; das mit Perlen besetzte Vaikuntam ist dort. Auch die mit Nadeln gefügte Korallenfestung ist dort. Durch göttlichen Auftrag kann man hierherkommen und sie empfangen.

Auf dem rollenden Wagen können weiße Yakschweifwedel geschwungen werden. Perlenbesetzte Wagen, Korallenhallen und Pavillons, mit Edelsteinen besetzte Lampen und unübersehbarer Reichtum sind da.

In allen Tanzhallen versammeln sich gute Gottheiten. Ein goldenes Pferd ist da; die Fahnen der Herrschaft des Dharma-Königs werden gehisst. Er gibt Milch, singt ein Wiegenlied und legt das Kind auf das weiche Lager.

Die Zeit ist gekommen, auf dem weichen Bett zu ruhen. Für die Füße gibt es Heldenfußringe, für beide Hände Gold. Du zum Regieren der Höhle Geborene, mein Kind, erhebe dich! Der mächtige Niederträchtige ringt mit ihnen und schlägt sie. Komm mit dem Heer, mein Sohn! Ist die Vernichtung ihrer Ehre nicht unerträglich? Unter einer Last, die ihm das Haar ausriss, verdiente er eine Münze. »Komm her, Bursche!«, sagte jener und nahm auch diese Münze fort. Seid ihr geboren worden, um im Land dieses Königs zu leben?

Wecke die Mutter mit ihrer ganzen Gemeinschaft, o Gokula, o Mutter! Der Jägersohn herrscht mit dem Speer in der Hand. Um das Kali-Zeitalter zu beenden, übte ich ursächliche Askese. Beide Augen werden blutig; Fieber ergreift mich. Ich werde alles zusammenrollen und binden, ich werde es dir zeigen, mein Augapfel!

(2251–2280)

Auch als Mutter komme ich, euch nach guter Ordnung Milch zu geben. Als Pandaram von Tiruchampati auf Erden kam ich herbei, um die Zeichen zu verkünden, mein Augapfel! Wie ein Stummer saß er und rollt nun davon. Seit langer Zeit bringen die Fünf ihre Klage vor. Nördlich von Kailasa, auf dem großen festen Felsen, wächst die Opferfeuergrube. Für euch übte ich Askese.

Werdet nicht böse, steigt nicht ins Feuer! Kailasa habe ich für euch und eure ganze Gemeinschaft bewahrt. Nicht einmal stehen, trinken oder schlafen dürfen sie nach Recht. Unter Kokospalmen und Punnai-Bäumen dürfen sie nicht frei ausruhen.

Augapfel, König, beschütze diese Kinder! Prüfe und nimm die Kinder der erhabenen göttlichen Jungfrauen an. Im Kokoshain ließ er einige Palmblätter schneiden und ohne Prüfung gebündelt forttragen [Wechsel des Sprechers in der Vorlage unklar]. Den, der alles abgeladen hatte, schlug er mit dem Elefantenfuß. Er bat: »Gib mir das Reich der fünf Könige.« Ich überließ es ihm: »Hüte es eine Weile gegen Lohn.« Tag für Tag beherrschte er das von mir übergebene Land.

Er ließ junge Kokosnüsse schneiden, mein Augapfel, und ließ sie tragen. Obwohl man sie hinbrachte und ablegte, ließ er einen in den Raum sperren. Weinend klagte ich, doch er hörte nicht. »Bring Arekanuss und Betelblatt, Bursche, dann lasse ich dich frei!« Mutter, siehst du das Leid des jüngeren Bruders nicht? Mit dem Stab ließ ich messen und schneiden, mein Augapfel [Personenbezug unsicher]. Ich kam, es ihm zu entreißen, und die treue Frau kam mit. Der Leib zerfällt und fällt, die ganze Hülle brennt. Mit der gesamten Gemeinschaft brennt es durch die Kraft des Guru-Schatzes.

Mit dem Feuer namens Geduld vernichte ich die Erde. Durch die achtzehn Durgas geht die ganze schöne Welt zugrunde.

(2281–2310)

Auch das Nordmeer vergeht, der Himmel stürzt ein. Die Erde bricht auf, die Berge lösen sich. Ein Wirbelsturm kommt; die Menschen fliehen aus dem Land.

Ich, Mayandi, der in der Erdkammer wohnt, werde hervortreten. Wenn Ayya kommt, jene Erde zu regieren und Sampurana Devan zu erwecken, wenn er in die Welt kommt, die den Himmlischen gequält hat, wird er seinen geliebten Kindern Gnade schenken.

Ayya lässt Regen fallen und beendet den Hunger der Kinder. Das Meer steigt; überall auf Erden kommt Ayya in Barmherzigkeit. Was wird er sagen?

»Westlich des Valliyaru wird das Wasser vernichten. Kottar werden wir durch Plünderung zerstören. Bei Suchindram bricht der Fluss aus, und dort entsteht Reinigung. Der ausgebrochene Fluss führt den Wagen liebevoll nach Süden.

Auch Tamarai-Kulampati wird dort zu Wasser. Das Mündungsufer wird zerstört; am Meeresufer öffnet man die Augen. Mit den geliebten Kindern einmütig vereint, kommen Ayya, der höchste Guru, und der Narayana-Weise zusammen.

Von Süden nach Norden wird der heilige Ort erscheinen. Dvaraka erstreckt sich vierzehn Katham weit. Das Nordtor leuchtet, und auch die Versammlungshalle. Als Narayana werden wir kommen, um in der Halle zu herrschen. Wir kommen, seht, wir kommen!« So gab Ayya den Kindern sein Wort.

Entstehung der fünf Gottheiten – Panchadevar Urpatti

Schutzanrufung

Versdichtung

Lob den Füßen Shivas, der herrliche Konrai-Blüten trägt! Narayana kam als Mensch in dieses städtische Kali-Zeitalter. Er sammelte und behütete die kriegsbedrängten Menschen an einem Ort, zeigte die ursächliche Herrlichkeit und schützte ihr denkendes Herz.

»Damit alle einsichtigen Menschen geduldig nach Dharma und Gerechtigkeit

(2311–2340)

gut und jederzeit gemäß unserem Wort leben, und damit die Diebe, die vielerlei Übel tun, an der Wurzel getroffen werden, brauchen wir unter uns fünf treue dienende Geister«, sprach er. Als er dies dachte, freute sich Ishvara. Aufgrund des früheren Wortes in kühlem Tamil kamen fünf mächtige Helden einmütig herbei, beginnend mit Sudalai-Nathan und dem Helden, der die Erde schützte.

Mayan sah die Ankommenden, lobte sie im Herzen, freute sich und verlieh ihnen neue Gaben. »Ihr führenden Minister, meine Kinder, ihr Freunde geschickten Wirkens, die ihr meine Worte tragt, hört den Weg, den ich verkünde!

Diejenigen, die unser Wort und unseren Namen in der Welt nicht vergessen, sollt ihr klar erkennend alle Tage tatkräftig beschützen. Die alten niederträchtigen Gemeinschaften von Verleumdung, Mord, Diebstahl und Geistertanz trefft mit schauerndem Fieber und tötet sie auf Erden.«

Andere Versform

O Shiva, Lehrer der Shiva-Erkenntnis, Heimat auch der Götter der Götter! Askese selbst, Erkenntnis der Askese, Spross der Askese, Shankara voller Erbarmen für alle! Höchster, der die Versammlung mit Gnade erfüllt! Durch deine Gnade will ich, der Einzelne, erzählen: Im Land des Frauenortes, in Tamaraiyur, unter der Hand Mayans, der wachsende Askese übt, dienen die Jivayis als Boten. In der von der Gnade des Einen gesetzten Ordnung erbitten sie Gaben als Wächter. Möge ihr Name als Garudas wachsen und gedeihen; mögen die drei Welten gedeihen! Als Sohn des Ursprünglichen berühmt, im Beschützen gerühmt, ist Garudaraja.

(2341–2370)

Tirumal möge beim Singen seiner Geschichte Schutz geben! Die fünf Brüder, der ältere und die jüngeren, nahmen durch Gnade Shiva-Gestalt an. Einmütig und eines Wortes sollen sie die Liebenden kraftvoll beschützen.

Die grausamen Prahler und Vana [Name unsicher] vernichten sie in diesem Kali-Zeitalter; den dunklen Kali schneiden sie ab. Die Festungen und Bastionen der vereinten heiligen Orte und die verborgenen Orte lassen sie erstrahlen.

Die entstehenden Shiva-Heiligtümer beschützen und regieren sie. Herrliche Gewänder, Milch und Früchte, kostbare Edelsteinplattformen und Versammlungshallen, vielerlei gute Ehrengaben bringen sie dar.

Ohne Narayanas Gesetz zu überschreiten, vollbringen sie rechtschaffen und einmütig in der Welt viele Taten der Wahrheit. Wer dies als vollständige Dichtung liest, dem möge der Ursprüngliche Gnade schenken und vorangehen!

Der Held Karu, Garudaraja; der König Cimalaraja des mächtigen Mandala; der als streng bekannte Held Terttakan; Kuttiviran und der Schirmträger des Wagens; der große Held, der den Liebenden günstig gesinnt ist [Namensgliederung der fünf ist in dieser Lesart nicht eindeutig]: Ihre Geschichte soll liebevoll erzählt werden.

Damit kein Fehler auftritt, möge der Guru Kandan von Senthil mit dem Speer, der herrlich über Saravana ruht, in unseren Mund treten und sie geordnet aussprechen. Göttliche Frau mit duftendem dunklem Haar,

(2371–2400)

Jungfrau, Ishvari, Sarasvati: Die göttlichen Frauen mögen das reine Tamil beschützen, an dem das Herz sich freut!

Versdichtung

Achyuta, der grüne Mal, die ursprüngliche Gottheit, kam um der Gemeinschaften willen nach dem sandelduftenden Senthur. Im Meer erschien er als Mensch; in der blühenden Jungfrauenstadt bedachte Mayan die Gerechtigkeit und brach als Erhabener auf.

Als er kam, freute sich sein Herz. Er dachte an Ishvara, verneigte sich ehrfürchtig und sprach: »Erschaffe fünf Helden, strahlend wie die Sonne, und sende sie als dienende Jivayis in unsere Hand, gemäß der Offenbarung!«

Als der Herr Mals Bitte hörte, freute er sich sehr: »Wie soll ich sie gestalten und senden, o Mal? Wer sind die gesetzeskundigen Helden, um die du bittest? Diese ungestümen Helden sind nicht dem Wohlergehen Dharmapuris entsprechend. Wie soll ich dies ausführen? So fragt mein Herz, o Mal. Du hast doch im Agama festgelegt, dass Ziegen, Hühner, Blatt und Rinde und Lampen nicht angenommen werden sollen. Werden die mächtigen Helden zustimmen, die das ganze Land beherrschen und davon leben?

Der strenge Diener, der Knabe in Kailasa, Agni-Eri, Mayappalavesam, Attivakkan und Kattavarayan [Aufzählung sprachlich uneindeutig] – diese fünf sind von großer Entschlossenheit. Diese fünf Entschlossenen haben auf Erden vielerlei Gestalten angenommen und zahlreiche mächtige Künste erlernt.

(2401–2430)

Die genannten Zaubereien kennen sie hier. Selbst die Wege der vier Veden verdrehen sie und empfangen vielerlei Verehrung. Schweine, Hühner und zahlreiche Opfer nehmen sie an; wer sie darbringt, den beschützen sie.

Wer sie aber nicht täglich verehrt und ihnen trotzt, den werfen sie nieder und töten ihn. Bevor ein geschlossenes Auge sich wieder öffnet, durchwandern sie alle vierzehn Welten.

Im mächtigen Vadava-Feuer baden sie in der Glut der roten Flamme. Überall im Land herrschen sie allein. Sie beherrschen das Schwert in der Kunst des Tötens. Viele Gestalten nehmen sie spielend an; siegreiche Helden sind sie, überaus listig.

Wenn sie in unsere Nähe kommen, schaffen sie Raum für Übergriffe. Nicht das geringste Erbarmen haben sie. Erhabener Mal, was sagst du dazu? Können solche Leute für uns taugen? Ich werde alle fünf hierher rufen.«

Als Ishvara mit süßer Rede so sprach, antwortete Mal wohlüberlegt: »Du mein Schwager, du große gute Offenbarung! Wenn sie im Land solche Raserei verbreiten, wie soll ich dann in den reichen Süden gehen, Askese üben und vollenden, die liebenden Menschen auswählen und den Segen empfangen, König zu sein?

Wenn solche großen Zauberer da sind,

(2431–2460)

wie könnte ich rechtmäßig meine Askese ausüben? Weil ich im ganzen Land Unrecht sah, haben die Gottheiten gemeinsam das Mittel bedacht: Es gilt, das Unrecht fest anzuhalten und die Kinder im Dharma zu bewahren und zu regieren.

Die Grausamkeit der Geister soll beseitigt, Opfer, Lampen und Lärm sollen zurückgenommen werden. Gerecht will ich das Land regieren, als Narayanasvami zu Vaikuntam werden.

Im südlichen Land werde ich unter den geachteten Santror geboren, herrliche Wunder vollführen und als Mayan darin ruhen. Gerade als ich von den Taten dieser bösen Helden hörte, regte sich mein ganzes Herz [Wortlaut »kühlte sich«]; mein Denken wandte sich zum lebendigen Kailasa.

Rufe jene ungestümen Helden geschickt und rasch herbei! Setze die Ordnung ihrer früheren Gaben mit einem geeigneten Mittel außer Kraft. Lass sie neu, in goldener Geburt, entstehen, ändere ihre Namen und gib ihnen neue Gaben.

Wenn du sie dann wohlgeordnet mit mir sendest, werde ich die entsprechende Aufgabe ausführen und vollenden. Wenn du dies nicht bedenkst und tust, kann ich nicht nach Tekshanapuri gehen und dort meinen Platz einnehmen.«

Als Mayan dies sagte, stimmten die Versammelten zu: »So ist es.«

Versdichtung

Als der Hirtenherr so gesprochen hatte, stimmte auch Hara im Herzen zu.

(2461–2490)

Er beschloss, die Helden durch ein geeignetes Mittel herzurufen, sie rechtschaffen neu entstehen zu lassen und Narayanas Hand zu unterstellen. So dachte Ishvara wohlwollend in seinem Herzen.

Fortlaufende Erzählung

Um die fünf in allen acht Richtungen berühmten Helden herzurufen, die früher verliehenen Gaben mit voller Berechtigung zurückzufordern und ihnen eine neue, dem Dharma-Hari entsprechende Weisung zu geben, ersann er freudig ein großes Mittel, damit Mals Wort nicht verfehlt werde.

»Wir wollen am achten Festtag im Masi zu Kandasvami gehen und die Feier schauen«, sagte er. Er nahm seine Beutel, das große Tigerfell und den gezeichneten Speer [Lesart unsicher].

In den Händen trug er Beil, Dreizack und Schutztrommeln, um den Hals eine Knochengirlande. Den Leib bestrich er mit weißer heiliger Asche, legte Rudraksha an und trug im herrlichen goldenen Arm Kupfergefäß und Muntiri [Gegenstand unklar].

Mit seiner Halskette brach Shankara auf: »Wir gehen zum Fest des Sechsgesichtigen.« Der im königlichen Ort lebende Guru Vasishtha war dabei; zahllose versammelte Gottheiten umringten ihn.

Auch die Gottheiten der Erde kamen zusammen: Geister, Pidari, Bhuta-Scharen, Puttara-Kali und die Wesen der sprechenden Welt. Der Viergesichtige war dabei, ebenso viele Mächtige, die auf Erden Gaben empfangen hatten.

Alle großen Diener priesen Ishvara. Er bestieg das Stiergefährt und zog dorthin. Bei der Ankunft zeigte er Kandan die Flammenverehrung, ergriff das Zugseil des Wagens und kam durch die Straße. Auf der Spitze des herankommenden Wagens saß Mayan und herrschte.

(2491–2520)

Er nahm eine Stellung wie fünf große Meru-Berge ein [Zahlbezug unsicher]. Alle kamen und zogen, um durch Gassen und Engstellen zu gelangen. In allen acht Richtungen schlachtete man Böcke und brachte Opfer dar.

Die ungestümen Helden tranken das ganze Blut der geopferten Böcke. »Noch nicht genug!«, sagten sie und nahmen weitere Opfer an sich. Der unbändige Kailasa-Knabe, Mayan-Mahalingam und der vielgestaltige Kailasa-Held verzehrten die ordnungsgemäß dargebrachten Opfer und berührten den Wagen.

Doch sie gerieten in Not: »Wir vermögen es nicht!« Den umstehenden Helden schwand ihr stolzes Zeichen, all ihre verliehene Heldenkraft verließ sie. »Welches Unheil ist geschehen?«, klagten die fünf. »Wir wollen es der gütigen Bhadrakali sagen!« »Goldschöne, Mutter, die auch uns gebar! Herrin Puttara, Mutter von herrlicher Gestalt! Bis heute gab es nichts, was wir nicht vermochten. Wir überschritten die sieben Meere und regierten die Welt, Mutter! Die ganze Feuer­säule der Befreiung nahmen wir in die Hand. Wir umkreisten die drei Welten und kehrten zurück. Tochter des Königs auf dem Silberberg!

Wir verzehrten die zarte Leber im siebten Monat [grausames mythisches Prahlen]. Wir gingen auf den großen Berg des gnädigen Madan-Annavi und machten durch Täuschung seine Zaubermantras unwirksam. Viele sengende, schnelle, grausame Geisterscharen ließen wir unsichtbar wie Wind davonfliegen. Von der Erde bis Kailasa kennen wir außer uns keine anderen so ungestümen Helden, Mutter! Für Mayan, den Hirtenherrn, die große Offenbarung und viele weitere Gottheiten nahmen wir den Dienst an. Über zahllose Geister lebten wir als Herren.

(2521–2550)

Ohne es der großen Welt zu sagen, konnten wir Namen und Gestalt wechseln. Mutter, außer dass wir dir untertan sind, gibt es niemanden, der uns besiegen kann. So große Gaben verlieh uns einst Ishvara. Wir wissen nicht, welcher Zauber dieses jetzige Spiel bewirkt. Komm ohne Verzug und beschütze uns! Der Sandelwagen steht still; mit den Jubelrufen soll er wieder durch die Straße ziehen. Sorge dafür!« So verehrten sie Bhadrakali mit der süßen Stimme.

Versdichtung

Die schöne große Kali sah die sich verneigenden Helden an: »Durch die Grausamkeit der Sünder wird dieses Land verwüstet. Die Zeit seines Untergangs ist gekommen; auch mein Bruder ist schon geboren. Ich werde euch sagen, wie ihr den Weg finden könnt.

Die Zeit ist am letzten Tag angekommen; das Kali-Zeitalter wird vergehen. Alle früher gewährten Gaben sind nun verbraucht und enden. Mal übt Askese und befindet sich in schwerer Gefangenschaft. Was anderes könnte ich für diese Welt noch tun?«

Fortlaufende Rede

»Ich erkläre euch geordnet, worin die Ursachen liegen. Hört! Seit der unbändige Kali geboren wurde, gibt es keine Grenze der Ehre mehr.

Weder gegenüber den erniedrigten Gottheiten noch gegenüber Ishvara und Brahma gibt es angemessenes Verhalten. Ehre, rechte Ordnung und Gerechtigkeit fehlen. Parteiliche Prozesse und streitsüchtige Menschen vermehren sich täglich.

Abgaben, Steuern, Arbeitsdienste, Strafen und ungerechte Zinsen nehmen überhand. Man misshandelt Männer und zwingt sie zur Arbeit. Die Güter der Armen, die ehrbar leben, raffen die Gewalttätigen zusammen und plündern sie.

(2551–2580)

Sie suchen die mittellosen, schlichten Menschen auf, die bescheiden sprechen, und schlagen sie. Wenn Kali so geworden ist, was vermag ich? Geht zu Vaikuntar; an seiner rechten Seite werdet ihr leben.«

Versdichtung

Acht mal acht, vierundsechzig, sind Vaikuntam geworden. Unter immer neuen Leiden wird Kali durch Kali selbst sterben. Dreißig und zwei wurden begrenzt und zur Waage [Lesart unklar]. Auch die unbegrenzten Sechzehn sind in ihm aufgegangen.

Natut Tirvai Ula – Zug des gerechten Gerichts

Für den Tag, an dem Narayana auf Erden das allgemeine Gericht anhört, gab er den Schülern liebevoll Zeichen. Damit verständige Menschen diese mit Ordnung und wachsender Freude hören, seien die Füße unseres verbundenen Herrn unser Schutz.

Zu Beginn wird Ishvara die ganze Erde prüfen. Gerecht und ohne Abweichung wird er die Verstorbenen rasch auferwecken. Den schuldigen Sündern gibt er die scharfe Schlange, verflucht sie schwer, lässt sie durch Geister quälen und stößt sie fort.

Den Guten gewährt der Freigebige Befreiung. Wie Narayana dazu kam, will ich erzählen; höre! Um der Sünder willen wurde er im Meer als Mensch geboren. Drei Tage blieb er dort, erhob sich und kam auf die Erde. Vierzig Tage verweilte er und zeigte den Weg der Gerechtigkeit. Wunderbar verkündete er den Schülern die Zeichen: »Wir gehen in die goldene Welt. Hört, Menschen der Erde! Wir werden wiederkommen, um auf Erden gerechtes Urteil zu sprechen.« Als die Schüler fragten: »Wie viele Tage bleiben noch?«, antwortete Hara: »Ich werde euch die Zeichen sagen, die täglich geschehen. Ohne Zurückhaltung verkünde ich sie; hört!

Hunger wird kommen und zunehmen; durch Sünde entsteht Feindschaft.

(2581–2610)

Durch einen tückischen Sturm entstehen auf Erden Unruhe und Krankheit. Die Hitze der Feuerstadt bleibt wie ein gewaltiges Feuer in den Bäuchen der Menschen. Mit Durchfall und Krankheit sterben manche; einige Tage lang lässt es nicht nach.

Manche sinken, andere steigen auf; sie verderben sich selbst durch Streit und Verleumdung. Es wird Menschen geben, die sterben und zugrunde gehen … Blut wird reichlich durch die Welt fließen … [Auslassungspunkte bereits in der Quelle.]

Das Land bleibt nicht unversehrt; die gute Zeit schwindet dahin. Verderben verfolgt die Welt. In dem verfallenden Land wird der Himmel sich verschließen und keinen gedeihlichen Regen geben. Unkraut mischt sich unter die Feldfrucht; sie wächst nicht. Durch Überschwemmung entsteht Hunger, der Reis bleibt weiß und leer. Auch auf tiefliegenden Feldern zittert die Reisernte.

In jeder dicht bewohnten Stadt nimmt der Hunger zu. Ungerechte Zinsen werden eingezogen. Menschen verlieren alles und verkaufen ihre Ehefrau samt Kind für einen Betrag. Verborgene, betrügerische Gefängnisse werden eingerichtet.

Schamloses Glücksspiel, harte Rede und Diebstahl nehmen zu. Die Lüge wächst; vom Begehren nach Frauen besessen, verzehren sie sich. Gerechte Erkenntnis gerät auf Abwege. Wie Hunde werden sie zornig; sie begehen grausame Tötungen. Unaufhörlich nehmen Krankheit und Diebstahl zu. Im ganzen Land sprechen sie verdreht und grob. Drohungen verwirren die Herzen: ›Gib mir jetzt mein Geld!‹ Zum Schaden anderer legen sie falsche Schwüre ab. Falsches Zeugnis nimmt zu. Ohne den Wahrhaftigen zu suchen, verkaufen sie auf Erden [Objekt fehlt]. Der König nimmt Bestechung an und spricht ungerechtes Recht. Für den begehrlichen älteren Bruder

(2611–2640)

wird der jüngere zum Feind; für Mütter die Kinder, auch die Mädchen werden feindselig. Die Schwiegermutter wird auf Erden der Schwiegertochter zur unbeirrbaren Gegnerin; kämpferische Feindschaft entsteht.

Urteilskraft und Einsicht verwirren sich; der jüngere Bruder spricht zum älteren von der Schwester als Eheverbindung [Textzusammenhang unsicher]. Auf der ganzen Erde nehmen intime Verbindungen zwischen Mutter und Sohn zu; ohne den gerechten Weg zu beachten, geben sie sich begierig dem kleinen Sinnesglück hin.

Das ganze Land ist verwirrt; den Vater suchen sie nicht. Überall auf Erden wächst täglich das Begehren der Frauen. Ohne darin Schuld gegenüber dem eigenen Gemahl zu sehen, begehen Menschen in großem Zorn und durch Lüge Tötungen.

Zunächst wird eine weibliche Gestalt mit dreieckigem Zeichen geboren, später wird sie männlich. Zuvor werden Jungen unterhalb der Hüfte wie Mädchen geboren; Frauen wächst ein männlicher Schnurrbart. [Historische Unheilsbilder des Textes, keine heutige Bewertung körperlicher oder geschlechtlicher Vielfalt.]

Verwirrt schämen sie sich, nehmen Gift, reißen sich die Zunge aus und sterben im Zorn; andere sterben aus Scham im Brunnen, im Fluss, im Feuer oder durch einen Stich. Durch verwirrtes Streben und schuldhaftes Leiden sterben sie überall auf Erden unter Mals Diskus. Die irdische Welt wird zerstreut. Durch Kälte, stürmischen Wind, Sonnenglut und wütende Tiere wirst du sterben.

Die Kraft schwindet; von Tag zu Tag wird der gangbare Weg enger. Der Himmel verändert seine Richtung. Durch das aufsteigende Feuer der öden Hölle, die auf ihren Lohn wartet [Lesart unklar], bebt täglich die Erde.

Für die Lebenden trägt das obere Nassfeld Frucht, das darunterliegende Nassfeld jedoch nicht.

(2641–2670)

Regen sammelt sich oben und benetzt einen Ast des Baumes; ein anderer Ast bleibt trocken. Aus einem ausgebrüteten Hühnerei kommen zwei oder drei Küken. Die Henne wird ›Ko!‹ krähen.

Durch Niederträchtige und durch Fluten werden manche Dörfer verzehrt. Manche sinken in Vertiefungen; das Meer steigt heran, manche gehen unter. Manche Dörfer werden vor aller Augen vom Feuer vernichtet; zugleich regnet es Erde.

Tag für Tag treten sündige Könige im Land auf; heuchlerische Minister sind ebenso sündig und schamlos. Wegen Frauen, Gold und Land kommen sie täglich um.

Den inneren Sinn dessen, was die Vorfahren errichteten, suchen sie nicht. Vor allem, was sie sehen, erheben die als Chandala Geschmähten die Hände: ›Gottheit!‹ Sie vernichten Kinder; sie töten den eigenen Gemahl. Der Sohn tötet die Mutter, die ihn geboren hat, mit verderbtem Herzen.

Durch Geister und durch Mittel wird das Land in den Todesschlaf versetzt. Durch Billi-Suniyam-Zauber töten sie furchtlos. Ohne auf die Sünde zu achten, zeigen sie Schweinegestalt und werden zum Opfer [Lesart unklar]. Undankbar legen sie aus Feindschaft Feuer.

Schlimme Krankheiten nehmen zu; die Welt wird verwüstet. Kleine Kinder, die zum Dienst geschickt werden, geraten in sexuelle Handlungen. Auf Erden wird erschöpfende Rede geführt; weitere schwere Sünde und krankhafte Gedanken nähern sich den Kindern [Satz beschädigt].

Den Menschen wird schützendes, verdienstvolles Handeln bitter. Acht Menschen ziehen ohne Besserung mit einem schwer erreichbaren Einzelnen umher [Bezug unklar]. Obwohl Guru, Mutter und Vater sie täglich unter Mühen suchen, hören sie deren Worte nicht. Sie suchen Shiva nicht mit aufrichtigem Sinn. Statt bewusst Almosen zu geben,

(2671–2700)

geben sie den Geistern und zahlen aus Angst Strafen. Das Land wird sich ohne Täuschung erheben [Übergang im Wortlaut unklar]; täglich wird auf der ganzen Erde der Wald zurückgehen.

Seht zu: Sterne werden wie Donnerschläge fallen. Regenbogen erscheinen in wechselnder Gestalt; die Landwirtschaft nimmt ab. Immer höher steigen die Fluten. Aus den Wolken fallen Fische im Regen; Wolken und Regenbogen verändern sich.

Der Schrift gemäß wird das Wachstum der Menschen abnehmen. Sie ertragen die Belastung nicht; ihre Lebensdauer verkürzt sich.

Der Sohn, dem ich das Schutzband umband, ist von großem Stolz erfüllt. Obwohl ich als sein Onkel da bin, handelt er nach eigenem Belieben. Ich werde ihm die Würde entreißen, ihn schlagen und vertreiben.« So spricht Narayana.

Ende.

Hochzeitssegen – Kalyana Vazhthu

Zum Segen über das Hochzeitspalmblatt des schweigenden Weisen gehe du voran, Shiva, heiliger Leib und Guru! Ayya, Narayana und Mutter Uma erbarmten sich der Göttlichen und wollten die heilige Hochzeit vollziehen. Sie sandten ein Palmblatt aus, damit die Himmlischen und Gottheiten davon erfuhren. Freudig feierten sie, erquickend wie kühles Flusswasser und Milch. Für die göttlichen Santror, die stets herrlichen Kinder, setzte Narayana selbst eine gute Hochzeitsstunde fest.

Die Jungfrau sollte in der Hochzeit an der Hand genommen werden. Der König und der ihm entsprechende verständige Minister erfuhren davon. »Dieser Mann gehört zu dieser Frau«, bestimmten sie, vereinbarten die Verbindung und bereiteten den Schmuck, damit die Welt es wusste.

Für den fest gefügten Hochzeitspavillon setzten sie neun Pfosten. Darüber spannten sie Seide und ordneten den Pavillon. Einige Lampen wurden entzündet, in herrlicher Fülle. Gute Lobgesänge erklangen, und auch eine Tanzhalle wurde bereitet.

(2701–2730)

Musik erklang, alle Künste ertönten. Mit den Stimmen der Menschen erschallten sieben Instrumente. Kimpurushas und Kinnaras standen musizierend da; Tambura, Vina und Svaramandala klangen.

Die Gottheiten ließen freudige Kuravai-Rufe erschallen. In Kuh-Ghee brannte die niemals verlöschende Lampe hell. Festlicher Schmuck wurde aufgestellt, Arati-Schalen wurden gehalten, und die geordneten Kalanchi-Gaben kamen gemeinsam herbei.

Shakti-Muni und Bhadrakali waren in Vereinigung gegenwärtig. Mit all diesen schönen Vorbereitungen versammelten sich die Gottheiten liebevoll im Pavillon. Um Kandan die gute Hochzeitsschnur zu reichen, riefen sie seinen Onkel, den Bruder seiner Mutter. Der Herr mit dem Leib wie die dunkle Kayam-Blüte gab einen Sitz: »Setze dich darauf.« Er setzte sich nahebei.

Ein angemessenes Wort wurde ihm ins Ohr geflüstert; die dem Bund entsprechende Guru-Unterweisung wurde gegeben. Dann ließ man Bräutigam und Braut in den Pavillon kommen und setzte sie, im höchsten Geheimnis, auf die Holzbank.

»Hara, Hara!«, riefen sie und gedachten Mutter Uma. »Shiva, Shiva!«, riefen sie und verbanden die beiden durch die heilige Hochzeitsschnur. Mit dem asketischen Weisen erhoben sie sich und traten heran. Verschiedene Ehrengaben als Mitgift wurden überreicht. An Madhava denkend segneten sie die jungen Menschen: »Dvarayampati geben wir euch als euer Eigen, dazu alle Güter und Ausstattungen von Ilankai. Kinder, wir erteilen euch die Vollmacht, diese große Erde zu regieren und auf dem weißen Elefanten zu reiten. Ja, Kinder, ihr werdet das Reich regieren. Vor den Himmlischen haben wir euch mit Milch gesegnet: Möget ihr leben!

(2731–2738)

Mögen Vasava, die Gottheiten und die Vedenkundigen leben! Mögen die Kinder der unaussprechlichen Gottheiten leben! Mögen die edlen Santror, die von den Jungfrauen geboren wurden, leben! Möge Mutter Bhadrakali Nektar genießen und leben! Mögen die Gerechtigkeit der höheren Welt leuchten und die Menschen leben! Solange die Welt besteht, möge die Lüge schwinden und die Wahrheit leben! Mögen die Guten und diejenigen, die dieses Wort verkünden, leben! Damit alle leben: Lebt und besteht ein langes Zeitalter!

Weitere Textfassungen: Arul Nool in Umschrift · Arul Nool in tamilischer Schrift

Arul Nool: Herkunft und religiöse Einordnung

Arul Nool ist eine Sammlung verschiedener Textformen. Ein Gebet spricht anders als eine Klage; eine Mahnung an Schüler anders als eine mythische Erzählung. Zusammen entsteht eine religiöse Welt, in deren Mittelpunkt Ayya Vaikundar steht. Die Tradition versteht ihn in engster Verbindung mit Narayana. Shiva, Uma, Bhadrakali, göttliche Jungfrauen, Weise und Wächtergestalten treten in den Texten ebenfalls auf.

Die Sammlung gehört in den Zusammenhang der im 19. Jahrhundert hervorgetretenen Ayyavazhi-Bewegung. Die genaue Entstehung und Zusammenstellung ihrer einzelnen Teile lässt sich aus der verwendeten Onlinefassung nicht abschließend bestimmen. Eine eindeutige Verfasserschaft aller Abschnitte wird hier deshalb nicht behauptet.[2]

Arul Nool wird hier innerhalb der Reihe tamilischer und tantrischer Schriften erschlossen. Seine religionsgeschichtliche Heimat ist die Ayyavazhi-Tradition mit ihrer eigenen Erzählwelt und Gebetspraxis. Ein Vergleich mit dem Thirumandiram kann Gemeinsamkeiten und Unterschiede sichtbar machen. Begriffe wie Mantra, Tantra, Yoga und Agama sind dabei jeweils aus ihrem Zusammenhang zu verstehen.

Die Teile der verwendeten Fassung

Die vorliegende Ausgabe enthält die gesamte verwendete Onlinefolge mit der Quellzählung 1–2738. Die Zahlen sind keine hier neu festgelegte Verszahl. Vorreden, Überschriften und Prosa stehen neben poetischen Abschnitten. Die folgenden Bereichsangaben dienen nur der Orientierung; einige Abschnittswechsel liegen innerhalb eines Quellenblocks.

Teil Inhalt Beginn im Quellenblock
Vorstücke und Tiruvacakam Ankündigung von Ayyas Kommen, heiliges Wort und prophetische Bilder 1–30
Uccippatippu Mittagsgebet mit Anrufungen des göttlichen Gurus 271–300
Ukappatippu Wiederkehrender Lobpreis auf Ayya und seine Herrschaft 331–360
Valappatippu Gebet um das Gedeihen der Kinder und der Gemeinschaft 511–540
Tana-Niraivu-Vacakam Wort zum Abschluss einer Gabe 541–570
Cattu Nittolai Klage, Leiden, göttlicher Auftrag und Visionen 541–570
Patthiram Weisungen an Schüler und Gemeinschaften 991–1020
Shivakanda-Adhikara-Patthiram Vollmacht, Verantwortung, Unterweisung und Gericht 1261–1290
Lied der sieben Jungfrauen Erzählung von Geburt, Askese, Verheißung und Hochzeit 1741–1770
Tingal Patam Göttliche Ansprachen, Leiden und verheißene Erneuerung 2011–2040
Panchadevar Urpatti Die fünf Wächtergestalten und ihre neue Bestimmung 2281–2310
Natut Tirvai Ula Zeichen des Unrechts und das erwartete gerechte Gericht 2551–2580
Kalyana Vazhthu Hochzeitssegen mit abschließendem Wunsch nach Leben für alle 2671–2700

Die als Vorstück enthaltene Bezeichnung Tiruvacakam meint hier einen Abschnitt dieser Arul-Nool-Fassung. Sie darf nicht ohne Weiteres mit dem eigenständigen Werk Tiruvasagam gleichgesetzt werden.

Gnade, die den Menschen aufrichtet

Arul lässt sich mit Gnade übersetzen. Im Arul Nool bekommt diese Gnade Stimme: „mein Sohn“, „meine Kinder“, „meine augengeliebten Kinder“. Die Anrede schafft Nähe. Menschen, deren Würde verletzt wurde, werden als schutzwürdig und geliebt angesprochen. Im Cattu Nittolai stehen Schläge, Zwang, Armut und die verweigerte Freiheit, ein Schultertuch zu tragen, unmittelbar neben dem Gebet.[1]

Für eine heutige Lektüre ist daran besonders bewegend, dass Leid überhaupt ausgesprochen werden darf. Ein Mensch muss seine Verletzung nicht hinter frommen Worten verstecken. Die immer wiederkehrende Anrufung „O Shiva, Ayya!“ trägt Klage, Geduld und Hoffnung zusammen. Daraus lässt sich eine persönliche Einladung gewinnen: Auch ein schwerer Tag darf in das Gebet eingehen.

Diese heutige Leseperspektive ist von der historischen Textaussage zu unterscheiden. Der Text enthält auch harte Gerichtsdrohungen und abwertende Aussagen. Eine respektvolle Begegnung mit ihm verbindet das Hören auf seine stärkenden Stimmen mit der Bereitschaft, schwierige Stellen kritisch zu besprechen.

Dharma: Wasser, Nahrung und gerechter Umgang

Dharma erscheint im Werk als gelebte Ordnung. Im Schreiben an die Schüler wird angeordnet, Wasser bereitzustellen und Menschen nach ihrem Dienst an den heiligen Orten zu speisen. An anderer Stelle stehen Kleidung für Bedürftige, volle Lebensmittelmaße und das Verbot, anderen Unrecht zu tun, im Vordergrund. Solche Weisungen lassen den Alltag zum Ort spiritueller Verantwortung werden.[1]

Eine besonders einprägsame Stelle fordert, beim Almosensammeln sowohl den Gebenden als auch den Nichtgebenden als gut anzusprechen. Der Wert eines Menschen wird hier nicht an die erbetene Gabe geknüpft. Diese Haltung kann für gemeinschaftliche Feste und ehrenamtliche Arbeit viel bedeuten: Eine Einladung bleibt eine Einladung; niemand muss sich Anerkennung erkaufen.

Die Verbindung zu Seva liegt für Yoga-Aspiranten nahe: Nach der Meditation kann eine kleine, verlässliche Hilfe folgen. Ein Essen teilen, einen älteren Menschen besuchen, bei einer Übersetzung helfen oder jemanden freundlich in eine Gemeinschaft aufnehmen – solche Handlungen können eine heutige Antwort auf die gelesenen Weisungen sein.

Gebete und wiederkehrende Anrufungen

Zu den Gebetsteilen gehören Uccippatippu, das Mittagsgebet, und Ukappatippu, das anrufende Lobgebet. Das Akilathirattu Veda Research Centre beschreibt Uccippatippu ausdrücklich im Zusammenhang mit der mittäglichen Verehrung. Seine Darstellung ist eine Stimme aus der lebendigen Tradition.[3]

Rufe wie civacivā und arakarā kehren häufig wieder. In der deutschen Fassung erscheinen sie als „Shiva, Shiva!“ und „Hara, Hara!“. Die Wiederholung gehört zur Form des Textes. Beim lauten Lesen entsteht dadurch ein Wechsel zwischen erzählender Bewegung und wiederkehrendem Halt.

Für das Nachvollziehen des tamilischen Wortlauts dient die vollständige Umschrift. Sie ist buchstabenbezogen und keine vereinfachte Lautschrift. Eine gelebte Rezitationsweise lernt man am besten im Austausch mit kundigen Angehörigen der Tradition. Das folgende Lied vermittelt einen Eindruck zeitgenössischer Ayyavazhi-Frömmigkeit; es ist keine vollständige Vertonung dieser Ausgabe.

Wichtige Begriffe

  • Ayya: ehrerbietige Anrede, die je nach Zusammenhang „Herr“ oder „Vater“ anklingen lässt.
  • Vaikundar: die zentrale Gestalt der Ayyavazhi-Überlieferung; im Text begegnen verschiedene Namensformen.
  • Arul: Gnade, göttliche Zuwendung.
  • Santror: eine wichtige Gemeinschaftsbezeichnung des Werkes. Sie wird in der Übersetzung beibehalten, damit ihre historische und religiöse Bedeutung nicht in „die Guten“ aufgeht.
  • Kali: meist die Macht und das Zeitalter des Unrechts. Davon zu unterscheiden ist die Göttin Kali beziehungsweise Bhadrakali.
  • Dharma-Yuga: das verheißene Zeitalter gerechter Ordnung.
  • Pathi: heiliger Ort; Nizhal Thangal: Gebets- und Versammlungsstätte der Tradition.
  • Tavam: tamilischer Ausdruck für asketische Sammlung und Übung, verwandt mit Tapas.
  • Namam: Name beziehungsweise religiöses Zeichen; die Bedeutung hängt vom Satz ab.
  • Kanakku: Rechnung, Verzeichnis oder Aufzeichnung. Im religiösen Zusammenhang kann auch eine autoritative Auskunft beziehungsweise Verkündigung gemeint sein; nicht jede Stelle beschreibt gewöhnliche Buchhaltung.

Arul Nool für tamilische Familien in Deutschland

In einer Familie tragen nicht alle dieselben Erinnerungen an eine Sprache. Für die einen ist Tamil die Sprache des Gebets und der Kindheit; andere begegnen einem religiösen Text leichter auf Deutsch. Beim gemeinsamen Lesen dürfen beide Zugänge ihren Platz haben. Eine Person liest einige tamilische Zeilen, eine andere folgt in Umschrift, anschließend wird die deutsche Bedeutung besprochen. Auch eine einfache Nachfrage kann dabei eine wertvolle Erinnerung öffnen.

Arul Nool bietet viele Gesprächsanlässe. Beim Gebot, Hungrige zu speisen, lässt sich über Gastfreundschaft sprechen: Wer sitzt an unserem Tisch, wer fehlt noch? Die Klagen über Erniedrigung führen zur Frage, wie Menschen ihre Würde bewahren und einander stärken können. Der Hochzeitssegen lädt dazu ein, einem Paar mehr als persönlichen Erfolg zu wünschen: Verbundenheit, Wahrhaftigkeit und ein Leben, das anderen guttut.

Tamilische Religiosität hat viele Stimmen. Neben Ayyavazhi stehen beispielsweise die Shiva-Hingabe des Tiruvasagam und die Vishnu-Hingabe der Tiruppavai. Ein Vergleich kann vertraute Motive sichtbar machen und zugleich die Besonderheit jeder Überlieferung würdigen. So wird kulturelle Verbundenheit zu einem offenen Gespräch, in dem auch jüngere Menschen mit ihren Fragen willkommen sind.

Eine kleine Leserunde braucht keinen vollkommenen Vortrag. Eine Stimme, die sorgfältig liest, ein Mensch, der zuhört, und die Bereitschaft, etwas gemeinsam zu verstehen, können genügen. Was im Text als Fürsorge aufscheint, darf anschließend ganz praktisch werden: durch einen Besuch, eine geteilte Mahlzeit oder Hilfe für jemanden, der sich in Deutschland erst zurechtfinden muss.

Arul Nool für Yoga Vidyaner: Hingabe, Seva und Selbststudium

Für Menschen, die bei Yoga Vidya praktizieren, kann Arul Nool die Beschäftigung mit indischen Schriften um eine tamilische Stimme erweitern. Der Bezug zu Bhakti Yoga liegt in der liebevollen Anrufung des Göttlichen, der Bezug zu Karma Yoga im Dienst an anderen. Wenn innere Sammlung und tätige Hilfe zusammenfinden, bekommt die Lektüre Bedeutung über die eigene Übungszeit hinaus.

Ein wiederkehrender Ruf kann beim Lesen an die sammelnde Wirkung von Japa oder Kirtan erinnern. Eine Klage kann die eigene Gebetssprache ehrlicher werden lassen. Die Mahnung zu vollen Getreidemaßen stellt eine sehr nüchterne Frage: Bin ich fair, wenn niemand meine Handlung kontrolliert? Gerade das Zusammenspiel von erhabenen Bildern und alltäglichen Pflichten macht den Text für das Selbststudium ergiebig.

Die folgenden Vorschläge sind heutige Leseanregungen:

  1. Hören und still werden. Lies einen kurzen Abschnitt langsam. Sitze anschließend einen Moment mit natürlichem Atem und lasse die Worte nachklingen.
  2. Ein Wort prüfen. Nimm etwa Wahrhaftigkeit, Geduld oder Fürsorge mit in den Tag. Beobachte eine konkrete Situation, in der dieses Wort dein Handeln verändern könnte.
  3. Seva konkret machen. Verbinde die Lektüre mit einer kleinen Hilfe: beim Essen mit anpacken, einem neuen Gast Orientierung geben oder einem Menschen aufmerksam zuhören.
  4. Gemeinsam fragen. Tausche dich im Satsang darüber aus, was dich stärkt und was dir fremd bleibt. Verständnis wächst auch dort, wo eine Frage vorerst offenbleibt.
  5. Den Segen weitergeben. Schließe mit einem stillen Wunsch nach Wohlergehen für die Menschen, denen du heute begegnest. Lass diesem Wunsch eine freundliche Handlung folgen.

Diese Zugänge stehen im heutigen Yoga-Kontext. Die Ayyavazhi-Gebete und ihre überlieferten Rezitationsweisen haben eine eigene Geschichte; ihnen mit Interesse und Lernbereitschaft zu begegnen, gehört zum respektvollen Austausch.

Stille nach der Lektüre: eine heutige Anregung, das Gehörte wahrzunehmen und ins eigene Leben mitzunehmen.

Der folgende Vortrag über die neun Bhakti-Praktiken ergänzt das Thema Hingabe aus der Yoga-Vidya-Perspektive.

Schwierige Stellen verantwortungsvoll lesen

Neben Fürsorge und Wahrhaftigkeit stehen im Werk Strafbilder, religiöse Polemik, Kastenbezeichnungen und historische Vorstellungen über Geschlechter. Die Erzählung der sieben Jungfrauen enthält eine von ihnen beklagte Täuschung und Schwangerschaft. Solche Passagen werden in der Übersetzung erkennbar belassen. Eine inspirierende Lektüre darf ihre Schwierigkeiten benennen.

Gerichtsbilder und Vorhersagen sind Aussagen der religiösen Erzählwelt. Aus dieser Ausgabe werden keine Termine für künftige Katastrophen abgeleitet. Ebenso werden erzählte Heilungen und das Überleben vergifteter Nahrung als Glaubenserzählungen wiedergegeben. Die stark verdichteten Beschreibungen von Atem, Blick und Askese sind historische Textstellen, keine ausformulierten Übungsanleitungen.

Die tragende Frage für ein heutiges Gespräch kann lauten: Welche Stimmen dieses Werkes helfen uns, wahrhaftiger, hilfsbereiter und menschlicher zu handeln? Diese Frage bewahrt die Offenheit des Lesens und lässt zugleich Raum für kritische Verantwortung.

Textgrundlage und deutsche Übersetzung

Die Ausgabe folgt einer vollständigen Onlinefolge aus 92 Beiträgen von Ayyavazhi – Kaliyuga Kadavul vom 1. November 2015. Sie reicht von den Eingangsankündigungen bis zum letzten Hochzeitssegen. Die abweichenden Gliederungen anderer Angebote wurden nicht zu einem vermeintlich einheitlichen Urtext zusammengefügt. Die Vollständigkeit gilt für diese dokumentierte Fassung.[1]

Die deutsche Fassung ist eine eigens erstellte, KI-gestützte Arbeitsübersetzung aus dem Tamilischen. Sie wurde nicht als fertige deutsche Übersetzung im Internet gefunden. Alle 92 Quellenbereiche sind berücksichtigt; Wiederholungen und Anrufungen bleiben erhalten. Wo die Vorlage beschädigt oder mehrdeutig ist, stehen kenntlich gemachte Unsicherheiten. Eine fachphilologische Prüfung oder Autorisierung durch die religiöse Gemeinschaft liegt nicht vor.

Die Umschrift wurde aus demselben Tamiltext erzeugt. Sie hält die Zeichenunterscheidungen des Tamilischen fest, statt Namen stillschweigend zu Sanskritformen umzuschreiben. Die im Text vorkommenden Jahreszahlen 998 und 1008 sind im regionalen Kollam-Kalenderzusammenhang zu verstehen und nicht unmittelbar als Jahre unserer Zeitrechnung zu lesen.

Weitere tamilische Schriften im Wiki

Die Akilathirattu Ammanai ist der unmittelbarste weiterführende Bezug innerhalb der Ayyavazhi-Tradition. Zum Vergleich mit anderen tamilischen Wegen von Hingabe, Erkenntnis und Lebensführung bieten sich folgende Artikel an:

  • Thirumandiram – Shiva, Yoga und spirituelle Verwirklichung.
  • Tiruvasagam – tamilische Shiva-Bhakti und das Gebet des Herzens.
  • Tirumurai – die große Sammlung tamilischer shaivitischer Hymnen.
  • Sivavakkiyam – eindringliche Fragen nach innerer Wahrheit und religiöser Praxis.
  • Tirukkural – ethische Lebensführung und Verantwortung im Zusammenleben.
  • Tiruvaymoli – die Hingabedichtung Nammalvars.
  • Tiruppavai – Andals gemeinschaftlicher Weg der Hingabe.
  • Nalayira Divya Prabandham – die Sammlung der tamilischen Alvar-Hymnen.
  • Acharya Hridayam – ein Zugang zum inneren Sinn der sri-vaishnavitischen Überlieferung.
  • Periya Puranam – Lebensgeschichten der shaivitischen Heiligen.

Auch Dharma, Bhakti Yoga, Seva, Ahimsa, Japa und Meditation eröffnen thematische Zugänge. Die Gemeinsamkeiten dieser Stichwörter ersetzen nicht die Unterschiede der einzelnen Traditionen.

Ein Segen für das gemeinsame Leben

Nach den Klagen, Mahnungen und großen Visionen endet Arul Nool mit einem weiten Wunsch: Die Wahrheit möge leben, und alle mögen leben. Dieser Schluss kann noch nachklingen, wenn das Buch längst geschlossen ist. Er erinnert daran, dass spirituelle Hoffnung auch den Menschen neben uns einschließt.

Für eine tamilische Familie in Deutschland, einen Yoga-Vidya-Lesekreis oder einen einzelnen Suchenden kann daraus ein einfacher nächster Schritt entstehen: aufmerksam zuhören, einen Menschen willkommen heißen, etwas teilen. So wird aus dem gelesenen Wort eine gelebte Antwort. Gnade wird dort erfahrbar, wo Verbundenheit wächst und niemand mit seiner Not allein bleiben muss.

Weitere Textfassungen: Arul Nool in Umschrift · Arul Nool in tamilischer Schrift

Quellen und weiterführende Lektüre

  1. ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 Arul Nool, vollständige verwendete Tamilfassung in der Beitragsserie „Arul Nool … of 2738“, Ayyavazhi – Kaliyuga Kadavul, 1. November 2015. Einstieg in die Textfolge. Die hier genannten Zahlenbereiche folgen dieser Quelle.
  2. ↑ 2,0 2,1 Arul Nool, Überblick zur Stellung innerhalb der Ayyavazhi-Schriften und zur Überlieferung. Für den Werktext wurde die separat genannte Tamilfassung verwendet.
  3. ↑ Akilathirattu Veda Research Centre Trust: திரு அருள் நூல் – Teile und religiöse Einordnung; ergänzend Tamiltexte. Diese Quelle wurde zur Einordnung und zur Prüfung von Abschnittsbezeichnungen herangezogen, nicht stillschweigend mit der Textgrundlage vermischt.

Seminare und weitere Praxis

Die folgenden Angebote betreffen allgemeine Yoga-Themen. Sie sind keine Ausbildung in der Ayyavazhi-Liturgie.

Bhakti Yoga

01.11.2026 - 06.11.2026 Themenwoche: Bhakti Yoga / Mantra Singen mit Shankara

Bhakti-Yoga ist das Yoga der Hingabe und der Liebe. Bhakti bezeichnet dabei die Sehnsucht nach Wahrheit, Erkenntnis, Erfahrung, das Göttliche, wie auch…
Shankara Stefan Maune
03.11.2026 - 03.11.2026 Mantra-Konzert mit Gruppe Mudita

Herzöffnung pur
21:10 - 22:00 Uhr
Gruppe Mudita

Indische Schriften

26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung

Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…
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01.01.2027 - 10.01.2027 Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A1 - Jnana Yoga und Vedanta

Kompakte, vielseitige Weiterbildung für Yogalehrer rund um Jnana Yoga und Vedanta.
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Kundalini Yoga

06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung

Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…
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Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…
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20.11.2026 - 22.11.2026 Heilreise durch die Chakren

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26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online

Intensives Praktizieren der im Mittelstufen-Seminar gelernten Übungen für noch tiefere Erfahrung und Erweiterung des Bewusstseins ohne viel Theorie. L…
Sukadev Bretz, Shaktipriya Vogt, Radharani Birkner

Energiearbeit

04.11.2026 - 04.11.2026 Einführung in die Chakratherapie - Online Workshop

Uhrzeit: 18 - 21 Uhr
Ein Chakra ist ein feinstoffliches Kraftzentrum des Körpers, welches wichtige Körperfunktionen steuert und bestimmten Organen zug…
Beate Menkarski
06.11.2026 - 08.11.2026 Kundalini Yoga Einführung

Gründliche Einführung in die Theorie und Praxis des Kundalini Yoga, Yoga der Energie. Die praktischen Übungen des Kundalini Yoga umfassen Pranayama (…
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