Annaprashana mit Dhanya-Lakshmi-Puja

Aus Yogawiki

Annaprashana mit Dhanya-Lakshmi-Puja ist einer der Samskaras, der heiligenden Lebensübergänge. Es feiert die erste feste Nahrung eines Kindes und erbittet Gesundheit, Gedeihen und ein gutes Verhältnis zur Nahrung für sein ganzes Leben. Die erste Löffelgabe wird als Geschenk der nährenden Lakshmi empfangen. Vor der Speisung werden Dhanya Lakshmi, die Göttin des Getreides, verehrt, die Ahnen dankbar geehrt und die fünf Lebenshauche angerufen. So wird Nahrung zum Ausdruck göttlicher Fürsorge und menschlicher Liebe.

Die Anleitung folgt der feuerlosen Fassung des Puranokta Purva Prayoga von Pandit Sri Ram Sivan.

Geborgenheit in der Familie: Annaprashana würdigt die liebevolle Versorgung des Kindes.

Vorbereitung und innere Ausrichtung

Das Samskara feiert den Übergang zur ersten ergänzenden Nahrung. Das Handbuch nennt den sechsten Lebensmonat; die tatsächliche erste Speise richtet sich nach der Entwicklung und der vertrauten Versorgung des Kindes. Die Eltern nehmen es mit Dankbarkeit auf den Schoß und bitten, dass jedes Essen Körper, Geist und Bhakti nähren möge. Dhanya Lakshmi verkörpert den Segen des Korns: Was die Erde wachsen lässt, wird durch liebevolle Hände zur Nahrung.

Die Formularfelder vorbereiten
Die Ritualleitung trägt vor Beginn Ort, Datum und die zugehörigen traditionellen Kalenderangaben ein: {Richtung} bezeichnet die Himmelsrichtung des Landes vom Himalaya aus; {Land}, {Ort}, {Jahresname}, {Ayana}, {Jahreszeit}, {Monat}, {Paksha}, {Tithi}, {Wochentag} und {Tagesnakshatra} bezeichnen den Ort und den Zeitpunkt. {Geburtsnakshatra} und {Name} beziehen sich auf das Kind; das hier nicht benötigte Rashi-Feld entfällt. {Ritus} lautet annaprāśana. Die Klammern selbst werden nicht gesprochen. Unbekannte Daten nicht erraten: Die leitende Person bereitet einen persönlich zutreffenden Sankalpa vor. Für die Rezitation wird die Form des Namens passend zur jeweiligen Satzstelle eingesetzt.

Rollen und Grundausstattung
Die Eltern tragen die Absicht; eine im Samskara und in Sanskrit erfahrene Ritualleitung führt durch die ausführliche Feier. Zwei eingeladene Brahmanen empfangen die Nandi-Gaben und können bei den Antworten mitwirken; der Ritualleiter kann einer von ihnen sein. Eine weitere erwachsene Person reicht Geräte und sorgt für Ruhe. Alle Gebete sind hier ausgeschrieben; wer Sanskrit noch lernt, kann abschnittweise nachsprechen und die Bedeutung im Herzen mittragen.

Bereite einen geschmückten, sauberen Altar mit Ganesha-Bild oder kleiner Murti, eine feste Öllampe, Docht, Streichhölzer oder Feuerzeug, Ghee (bzw. Pflanzenöl), gegebenenfalls etwas Räucherwerk und ein eigenes Schlusslicht vor. Daneben stehen frisches Trinkwasser, Wasserschale mit Löffel, mehrere Auffangschalen, ein Kalasha, ein Reisteller als Unterlage, frische Blätter und Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkuma, Kusha-Gras samt Pavitra-Ring, Frucht, ein Teller geeigneter vegetarischer Speise für die Ganesha- und Wassergefäß-Verehrung und ein eigenes Tambula-Schälchen mit Betelblatt und Betelnuss. Für die zwei Nandi-Empfänger: zwei Mahlzeiten entsprechende Mengen von rohem Reis, Linsen und Gemüse, dazu unraffinierter Zucker, Betel und Dakshina. Die abschließende Dankgabe an die Ritualleitung wird gesondert bereitgelegt. Sorge für ausreichend Wasser und Blüten für jede beschriebene Gabe.

Die angebotenen pflanzlichen Alternativen sind eine heutige, von Ahimsa geprägte Praxisanregung. Die überlieferten Sanskritgebete bleiben unverändert in ihrer Bedeutung. Wasser zum Trinken, Lebensmittel und Wasser aus Auffangschalen bleiben getrennt.

Zusätzlich für Dhanya Lakshmi und die erste Speisung
Stelle ein zweites Kalasha mit frischem Wasser auf einen eigenen Reisteller; hier wird Lakshmi eingeladen. Ein Bild der Göttin, Kornähren oder ein Schälchen Reis verdeutlichen ihre nährende Gestalt. Halte Blüten für zwölf Namen, die Puja-Gaben, einen sauberen kleinen Kinderlöffel und ein separates Schälchen frisch bereiteter, für das Kind geeigneter weicher Beikost bereit. Die traditionelle Festgabe kann Payasa mit Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. pflanzlichem Joghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl) und Wasser enthalten; Honig wird für die Erwachsenengabe auf Wunsch durch Pflanzensirup ersetzt. Für ein Kind im ersten Lebensjahr wird kein Honig verwendet. Die Kinderspeise erhält weder Ritualpulver noch Blätter und wird ohne zusätzliche Süßung zubereitet; Pflanzengetränke ersetzen nicht die gewohnte Säuglingsernährung. Das Kind sitzt beim Füttern aufrecht, von einer vertrauten Person sicher gehalten.

Die Feier ist ein liebevolles erstes Anbieten. Kleine Kostproben genügen; Sättigung und Abwendung werden geachtet. Am Altar stehen die Gaben, vor der Mutter das eigene saubere Schälchen – Prasad und alltägliche Fürsorge gehören zusammen.


Ablauf

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

Die ausführende erwachsene Person sitzt nach Osten. Mit dem Löffel in der linken Hand gibt sie dreimal ein wenig frisches Trinkwasser in die rechte Handfläche und nimmt von deren Ansatz je einen kleinen Schluck, zu jedem Namen einen. Danach Hände reinigen. Für das Kind werden diese Schluckhandlungen nicht ausgeführt.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen

Lege den vorbereiteten Ring aus Kusha-Gras an den rechten Ringfinger. Er erinnert daran, Hände und Herz dem Heiligen zuzuwenden.

pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

Bedeutung: Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden

Zünde die vorbereitete Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) an. Sie steht auf einer festen Unterlage am Altar. Sammle dich in ihrem Licht.

jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

Bedeutung: Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren

Falte die Hände. Erinnere dich an die Lehrer, die Eltern und an alle, durch die heiliges Wissen und Liebe in dein Leben kamen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

Bedeutung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

Sprich die vier Friedensverse. Denke dabei an Mutter, Kind, Familie und alle Wesen. Die folgende Segensfeier ruht in diesem weiten Herzen.

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

Bedeutung: Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

Bleibe mit gefalteten Händen sitzen und vergegenwärtige dir Lakshmi-Narayana.

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Bedeutung: Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

Der Vater spricht den Sankalpa, die Familie trägt ihn innerlich mit. Der Ritualleiter sagt bei Bedarf abschnittweise vor. Halte Blumen und einige Reiskörner in der rechten Hand, die von der linken gestützt wird. Trage die vorab geklärten Daten in die Formularfelder ein; nach dem Gelöbnis lege die Gaben vor den Altar. Die Sanskritfassung folgt der traditionellen Anrede des Vaters.

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Geburtsnakshatra} nakṣatrasya {Name} nāma mama bālakasya mala prāśana śuddhyannādya brahmavarcasa teja indriya āyur lakṣaṇa phala siddhyarthaṃ bījagarbha samudbhavaino nirbarhaṇa dvārā śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ anna prāśanākhya karma kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem guten Augenblick, unter Vishnus Führung, in der zweiten Lebenshälfte Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich für mein Kind, mit dem genannten Namen und Geburtsgestirn, die erste Speisung: zur Reinigung von Unzuträglichem, das aufgenommen wurde, zum Segen der Nahrung, für geistigen Glanz, Lebenskraft, Sinne und langes Leben, zur Läuterung der mit Entstehung und Schwangerschaft verbundenen Belastungen und zur Freude Lakshmi-Narayanas.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

Kündige die Ganesha-Verehrung und die Weihe von Menschen, Raum und Geräten an.

tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen

Forme vor dem Herzen die Kurma-Mudra, die Schildkrötengeste: Berühre mit dem rechten kleinen Finger den linken Zeigefinger und mit dem linken Daumen den rechten Zeigefinger. Richte den rechten Daumen auf. Lege linken Mittel-, Ring- und kleinen Finger auf den Rücken der rechten Hand; führe rechten Mittel- und Ringfinger nach unten an die Stelle zwischen linkem Daumen und Zeigefinger. Wölbe die rechte Hand wie einen Schildkrötenrücken und trage darauf eine Blüte. Diese genaue Handbeschreibung ergänzt die bloße Gestennennung des Prayoga nach dem Tariniparijata. Betrachte Ganesha mit einem Stoßzahn, großen Ohren, Fangleine und Führungsstachel; lege die Blüte an den Fuß seines Bildes. Gib danach Sandelpaste, Akshata und eine weitere Blüte dar.

gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen

Bringe zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata dar.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe. Die Speise für das Kind bleibt im eigenen sauberen Schälchen.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; dies ist keine Kinderspeise.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

Führe das eben begonnene Lichtopfer mit dem ersten Vers und der Gayatri fort. Biete danach dreimal einen Löffel Wasser in die Auffangschale. Halte zum Blütengebet eine Blüte in der Naraca-Mudra: Die Spitzen des rechten Daumens und Zeigefingers bilden einen Ring um den Blütenstiel, die übrigen drei Finger sind aufgerichtet. Lege die Blüte dar: Zur sichtbaren Blume treten die Blüten deiner Lebensführung.

candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

Bedeutung: Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten

Falte die Hände, verneige dich vor dem Bild und sprich alle drei Gebete.

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

Stelle das mit frischem Wasser gefüllte Kalasha auf einen Teller mit Reis. Lege Blätter an seine Öffnung. Denke an Varuna, den Hüter der Wasser, und bringe eine Blüte dar. Die vier göttlichen Anrufungen erfolgen am selben Gefäß.

nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß

Lege eine Blüte an den unteren Teil des Gefäßes.

brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals

Lege eine Blüte nahe dem Hals des Gefäßes.

viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte

Lege eine Blüte an die Mitte des Gefäßes.

jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

Falte die Hände vor dem Kalasha. Betrachte ihn als gastlichen Ort der göttlichen Gegenwart.

āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

Bedeutung: Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers

Lege zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata an den Gefäßfuß.

oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe. Die Speise für das Kind bleibt im eigenen sauberen Schälchen.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; dies ist keine Kinderspeise.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren

Verneige dich und halte zum Abschluss eine Blüte vor dem Herzen.

namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

Bedeutung: Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

Berühre das Gefäß mit dem Kusha-Bündel. Die leitende Person spricht jeweils die erste, die mitwirkenden Erwachsenen die zweite Zeile. Die letzte Bitte wird ebenfalls beantwortet.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

Bedeutung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha

Sprich das Wassergebet vollständig und halte die Aufmerksamkeit beim Gefäß. Die Gottheiten, heiligen Flüsse und Veden werden als lebendige Fülle dieses Segenswassers betrachtet.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

Bedeutung: Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

Lasse bei jeder kurzen Bitte einen Tropfen Wasser auf die Gefäßöffnung fallen.

ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

Bedeutung: Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben

Gib etwas Wasser in eine eigene kleine Schale südwestlich des Ritualplatzes.

sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere

Gib nochmals wenige Tropfen auf die Gefäßöffnung.

sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

Falte die Hände und löse die besondere Einladung im Gefäß. Das Wasser wird danach als Segen verteilt. Die Anrufungsgegenwart wird dankbar ins allgegenwärtige Göttliche zurückgegeben.

oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

Zeige über dem Gefäß nacheinander diese Mudras: Kumbha – lege den linken auf den rechten Daumen und umschließe beide locker mit den Fingern, sodass eine hohle Gefäßform entsteht. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken nahe zusammen, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde jeweils den kleinen Finger mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und den Zeigefinger mit dem gegenüberliegenden Mittelfinger; die vier Fingerpaare weisen als Euter nach unten. Shankha – schließe die rechte Faust um den linken Daumen, berühre den rechten Daumen mit den ausgestreckten linken Fingern. Chakra – lege die weit gespreizten Handflächen gegeneinander, sodass jeder Daumen dem kleinen Finger der anderen Hand begegnet. Meru – verschränke die Finger; nur beide Mittelfinger werden gemeinsam nach unten gestreckt. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Fischflossen. Nimm nun eine Blüte, tauche sie ins Wasser und besprenge Geräte, Raum und erwachsene Teilnehmende sparsam. Ein Segentropfen auf die Hand genügt; Mund und Augen des Kindes bleiben frei.

imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

Die Ritualleitung spricht die zweite, in sich geschlossene Svasti-Fassung des Handbuchs. Die Familie lauscht mit gefalteten Händen. Die fünfzehn Verse werden einmal vollständig gesprochen.

karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

Bedeutung: Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

Die Eltern stellen zwei vorbereitete Lebensmittelgaben für je eine Mahlzeit für die beiden eingeladenen Brahmanen bereit. Dieser freundliche Nandi-Ritus begrüßt einen freudigen Übergang. Sitze nach Osten und führe nochmals die drei Achamana-Schlucke aus: Zu den folgenden drei Namen jeweils ein kleiner Schluck; danach die Hände reinigen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

55. Govinda um Begleitung bitten

Falte die Hände vor den vorbereiteten Gaben.

namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||

Bedeutung: Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.

56. Nandi-Sankalpa

Sprich die Absicht. Die Münzgabe steht hier für Hiraṇya, die traditionelle Wertgabe.

mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||

Bedeutung: Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

Lege Reis, Linsen, Gemüse, unraffinierten Zucker, Betel und die Münzgabe vor die Empfänger. Die folgende Sammelformel benennt Ahnenreihen beider Familienlinien. Die Ritualleitung klärt vorher die nach Familienbrauch angesprochenen verstorbenen Generationen; noch lebende Eltern werden nicht als verstorbene Ahnen angerufen.

varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||

Bedeutung: Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.

58. Nandi-Gaben überreichen

Übergib nun die beiden Lebensmittelportionen mit der Dakshina. Gib wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen der vollzogenen Gabe.

āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||

Bedeutung: Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

Verneige dich und sprich den Friedensruf. Die Familienlinien werden dankbar in Gottes Gegenwart geborgen.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

60. Dhanya Lakshmi im Herzen betrachten

Wende dich dem zweiten Kalasha zu. Halte eine Blüte vor dem Herzen und betrachte Dhanya Lakshmi als gütige Göttin des Korns: mit Krone, Lotus, Zuckerrohr, Reis, Bananen und einem Gefäß, mit den Gesten der Furchtlosigkeit und des Schenkens. Lege die Blüte an den Fuß ihres Gefäßes.

abhayaṃ varadaṃ caiva kirīṭa makuṭānvitām |
ambujañcekṣu śālīṃ ca kadalī phala droṇikām ||
aṅgadaṃ dakṣavāme tu śvetarūpāṃ ca dhāriṇīm |
kṛpāmūrtiṃ gajārūḍhāṃ sarvālaṅkāra saṃyutām ||

Bedeutung: Ich betrachte die kronengeschmückte Göttin mit Furchtlosigkeit und Gnadengabe, mit Lotus, Zuckerrohr, Reis, Bananenfrucht und Gefäß; mit Armreifen rechts und links und heller Gestalt, als Verkörperung des Mitgefühls, auf einem Elefanten, mit allen Schmuckstücken versehen.

61. Dhanya Lakshmi einladen

Berühre den Gefäßfuß mit einer Blüte, lege diese dar und begrüße die göttliche Mutter.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung der erhabenen Dhanya Lakshmi. Ich betrachte Dich, lade Dich ein und gebe Dir hier einen Sitz; Duft, Akshata und Blüten bringe ich Dir dar.

62. Dhanya Lakshmi – Sitz

Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi einen Sitz dar.

63. Dhanya Lakshmi – Ehrenwasser

Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Ehrenwasser dar.

64. Dhanya Lakshmi – Fußwasser

Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Wasser für die Füße dar.

65. Dhanya Lakshmi – Wasser zur Mundreinigung

Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Wasser zur Mundreinigung dar.

66. Dhanya Lakshmi – Bad

Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi ein Bad dar.

67. Dhanya Lakshmi – Gewand und heiliger Faden

Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

68. Dhanya Lakshmi – Duft

Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Duft dar.

69. Dhanya Lakshmi – Kumkuma

Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Kumkuma dar.

70. Zwölf Namen der nährenden Göttin

Zu jedem Namen bringe eine Blüte oder etwas Akshata dar. Lass mit jedem Namen die Dankbarkeit für Wasser, Sonne, Erde und Nahrung wachsen.

oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅginyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung Shri, der Segensfülle. 2. Verehrung der aus dem Nektar Hervorgegangenen. 3. Verehrung der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung der Kraft Vishnus. 7. Verehrung der Hoheitsvollen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der Schönheit der Götter. 12. Verehrung der Schenkerin aller ersehnten Früchte.

71. Dhanya Lakshmi – Räucherduft

Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Mutter und Kind rauchfrei.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Räucherduft dar.

72. Dhanya Lakshmi – Licht

Zeige die bereits entzündete Lampe.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Licht dar.

73. Dhanya Lakshmi – Speise

Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe. Die Speise für das Kind bleibt im eigenen sauberen Schälchen.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Nahrung dar.

74. Dhanya Lakshmi – Tambula

Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; dies ist keine Kinderspeise.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi Tambula dar.

75. Dhanya Lakshmi – Arati

Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Dhanya Lakshmi das schwingende Licht dar.

76. Shri-Stuti – die Göttin im Korn preisen

Falte nach den Gaben die Hände und sprich die sieben Verse der Shri-Stuti. Die Namen Shali, Tanduli und Vrihi führen den Blick auf Reis und Korn: Die alltägliche Nahrung selbst erscheint als Segen der Mutter.

śrīdevī mahāvaktrā caturvarṇā caturbhujā |
prajñā vīrya sāra jñeya cintāmaṇi uru smṛtā ||
śrīdevī satataṃ mūrdhnā tvāñca namāmi śaktitaḥ |
dakṣiṇā’stu mahābhaktyā jñātuṃ vara mama stutim ||
śrī śālikāntarūpavā snigdhagātrā caturvidhā |
dadāsi me sadā citraṃ saubhāgyaṃ loka pūjitam ||
śrī taṇḍulī mahādevī śrīmatkamala śobhitā |
dadāsi me mahābhogaṃ sarva dravya hitaṃ labhaṃ ||
śrī vrīhi mukuṭa jīva tvaṃ sarva bhuvanaṃdharī |
dadāsi me sukhaṃ nityaṃ jīvitaṃ dhātu kāñcanam ||
śrī dhānyarājñī tvaṃ devi prajña taṇḍuli saṃjñikā |
maṇi ratnāsana sthitā sarva ratna guṇānvitā ||
śrī dhana devikā ramyā sarvarūpavatī tathā |
sarvajñāna maṇiścaiva śrīdevi namo’stu te ||

Bedeutung: 1. Shri Devi, von erhabenem Antlitz, vierfarbig und vierarmig, wird als großer wunscherfüllender Edelstein erkannt, als Wesen von Einsicht und Kraft. 2. Shri Devi, mit all meiner Kraft neige ich immer mein Haupt vor Dir; nimm in Deiner Güte meinen hingebungsvollen Lobpreis an. 3. Als glänzende Gestalt des Reises, mit geschmeidigem Leib und vierfacher Erscheinung, schenkst Du wunderbares, von der Welt verehrtes Glück. 4. Shri Tanduli, große Göttin, vom herrlichen Lotus geschmückt, Du schenkst Fülle und den heilsamen Gewinn aller Güter. 5. Shri, lebendige Krone des Korns und Trägerin aller Welten, Du schenkst beständige Freude, Leben, Mittel und Gold. 6. Du bist die Königin des Getreides, Göttin, Prajna Tanduli genannt, auf einem Edelsteinthron sitzend, mit allen kostbaren Eigenschaften. 7. Shri Dhana Devika, lieblich und von umfassender Schönheit, Du Juwel allen Wissens: Shri Devi, Dir sei Verehrung.

77. Die Nahrung vor die Göttin bringen

Stelle das saubere Schälchen mit der lauwarmen Kinderspeise vor den Altar. Die Mutter nimmt das Kind sicher auf den Schoß. Der Vater oder eine vertraute Betreuungsperson hält den Kinderlöffel bereit. Biete die Nahrung mit der folgenden bereits im Gabendienst verwendeten Formel noch einmal ausdrücklich als erste Speise des Kindes dar.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung Dhanya Lakshmi. Ich bringe Dir diese Nahrung dar.

78. Die erste Speisung mit den fünf Lebenshauchen

Sprich die fünf Formeln langsam, jeweils eine Formel vor einer sehr kleinen angebotenen Kostprobe. Der Vater oder die vertraute Betreuungsperson füttert behutsam. Die Mantras ehren Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana; die Gaben ruhen in Gottes Gegenwart. Wenn das Kind genug hat oder den Löffel ablehnt, wird die restliche Rezitation im Gebet vollendet, ohne zum Essen zu drängen.

oṃ prāṇāya svāhā |
oṃ apānāya svāhā |
oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā |
oṃ samānāya svāhā ||

Bedeutung: Om. Dem Prana, dem aufnehmenden Lebenshauch, sei die Gabe geweiht. Om. Dem Apana, dem abwärtsführenden Lebenshauch, sei sie geweiht. Om. Dem Vyana, der verteilenden Lebenskraft, sei sie geweiht. Om. Dem Udana, der aufwärtsführenden Kraft, sei sie geweiht. Om. Dem Samana, der ausgleichenden und assimilierenden Kraft, sei sie geweiht.

79. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

Halte einen Teller mit einer angemessenen Gabe, Obst und Tambula. Die Eltern ehren die Ritualleitung, die den Samskara begleitet hat. Dabei wird der Name des Ritus in das Formularfeld eingesetzt.

govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma {Ritus} pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

Bedeutung: Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.

80. Die Gabe gemeinsam vollziehen

Die Mutter gibt wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen ihres Mittragens; dann überreichen die Eltern die Gabe. Der Ritualleiter empfängt sie. Dank und Zuwendung werden so zu einer sichtbaren Frucht der Feier.

81. Lakshmi und Ganesha dankbar verabschieden

Verneige dich vor der Göttin und vor Ganesha. Löse die besondere Einladung in den beiden Altardarstellungen; ein dauerhaftes Bild bleibt natürlich am Altar.

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung Dhanya Lakshmi; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Om. Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

82. Das Kind segnen

Die Ritualleitung und die älteren Familienmitglieder sprechen die sechs puranischen Segensverse. Die Eltern halten das Kind ruhig; als Segenszeichen genügt eine sanfte Handgeste über seinem Kopf.

bhadram astu śivaṃ cāstu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||

Bedeutung: Mögen Wohlergehen und Segen dir zuteilwerden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich behüten; deine Güter seien beständig. Schuld, Krankheit, Armut, Verfehlung, Hunger, vorzeitiger Tod, Angst, Kummer und Herzensleid mögen weichen. Gesundheit, ein kräftiger Leib, Freiheit von Schulden und Verfehlung, Selbstständigkeit, Sorglosigkeit und Glauben mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, die Hoffnungen Hilfesuchender erfüllend, lebe hundert Herbste. Alle Götter und Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Stehen und Schlafen behüten. Dein Verdienst bleibe ungeschmälert; langes Leben, Ansehen und Kraft seien dir. Was in der Welt wirklich zum Guten führt, möge dir stets zuteilwerden.

83. Frieden und gemeinsames Prasad

Sprich den Friedensruf und bleibe danach einen Augenblick still. Die Erwachsenen können die angebotenen Festgaben als Prasad teilen; die gewohnte Ernährung des Kindes wird ruhig fortgeführt.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

84. Die Feier in den Alltag tragen

Die Lampe bleibt beaufsichtigt, bis sie erlischt oder nach Abschluss sicher gelöscht wird. Bewahre essbare Gaben sauber auf und teile sie; Tambula und harte Teile bleiben den Erwachsenen vorbehalten. Unverschmutztes Wasser wird an Pflanzen gegeben, mit Ritualstoffen vermischtes Auffangwasser sachgerecht entsorgt. Reinige Gefäße und Platz. Als persönliche Anregung für den Alltag: Beginne die Mahlzeiten des Kindes mit einem stillen Dank, schaue ihm freundlich in die Augen und übe Geduld. Die Göttin des Korns wird durch liebevolles Nähren, das Vermeiden von Verschwendung und das Teilen mit Bedürftigen weiter verehrt. So wird alltägliche Fürsorge zu Karma Yoga und die Mahlzeit zu einer kleinen Meditation der Dankbarkeit.

Vollständige Rezitationsfassungen

IAST

Die Nummern entsprechen den Schritten im Ablauf. Handlungen, Pausen und Wiederholungen sind dort angegeben; die hier gesammelten Texte enthalten dieselben Gebete vollständig. Formularfelder werden vor Beginn eingesetzt.

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

2. Pavitra anlegen

pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

3. Das Licht entzünden

jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

4. Die Lehrer ehren

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ {Geburtsnakshatra} nakṣatrasya {Name} nāma mama bālakasya mala prāśana śuddhyannādya brahmavarcasa teja indriya āyur lakṣaṇa phala siddhyarthaṃ bījagarbha samudbhavaino nirbarhaṇa dvārā śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ anna prāśanākhya karma kariṣye ||

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

9. Ganesha betrachten und einladen

gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

10. Ganesha – Sitz

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

11. Ganesha – Ehrenwasser

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

12. Ganesha – Fußwasser

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

14. Ganesha – Bad

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

16. Ganesha – Duft

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

17. Ganesha – Kumkuma

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

18. Ganeshas achtzehn Namen

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

19. Ganesha – Räucherduft

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

20. Ganesha – Licht

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

21. Ganesha – Speise

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

22. Ganesha – Tambula

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

23. Ganesha – Arati

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

25. Ganeshas Segen erbitten

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

27. Brahma am Gefäßfuß

brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

28. Vishnu am Gefäßhals

viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

29. Rudra in der Gefäßmitte

jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

39. Blüten für die Hüter des Wassers

oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

45. Varunas Klarheit verehren

namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

47. Die Welt im Kalasha

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

49. Belastendes fortgeben

sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

50. Segen für Menschen und Tiere

sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

55. Govinda um Begleitung bitten

namo brahmaṇya devāya gobrāhmaṇa hitāya ca |
jagaddhitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ ||
namo namaste govinda purāṇa puruṣottama |
idaṃ śrāddhaṃ hṛṣīkeśa rakṣa tvaṃ sarvadā ||

56. Nandi-Sankalpa

mama upātta samasta duritakṣaya dvārā śrī parameśvara prītyarthaṃ pūrva saṅkalpite saṃskāra aṅgatvena sāṅkalpika nāndīmukhānāṃ prītyarthaṃ hiraṇyarūpeṇa nāndi śrāddham adya kariṣye ||

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

varga dvaya pitā pitāmaha prapitāmahebhyo mātṛ pitāmahī prapitāmahī vṛddha prapitāmahībhyo tathā dvitīya gotrebhyo mātā pramātāmaha vṛddha pramātāmahābhyo dāsyamāna brāhmaṇa dvaya bhojana paryāptam annaṃ hiraṇyaṃ vā namaḥ saṃpadyatāṃ vṛddhiḥ ||

58. Nandi-Gaben überreichen

āma niṣkrayaṇīṃ dravyaṃ dakṣiṇāṃ dātum utsṛjya |
anena karmaṇā bhagavān mahāviṣṇuḥ prīyatām |
anena mayā hiraṇyena kṛtaṃ nāndī śobhana devatāḥ priyantām ||
eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthak bhūtāny anekaśaḥ |
trīn lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

60. Dhanya Lakshmi im Herzen betrachten

abhayaṃ varadaṃ caiva kirīṭa makuṭānvitām |
ambujañcekṣu śālīṃ ca kadalī phala droṇikām ||
aṅgadaṃ dakṣavāme tu śvetarūpāṃ ca dhāriṇīm |
kṛpāmūrtiṃ gajārūḍhāṃ sarvālaṅkāra saṃyutām ||

61. Dhanya Lakshmi einladen

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

62. Dhanya Lakshmi – Sitz

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

63. Dhanya Lakshmi – Ehrenwasser

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

64. Dhanya Lakshmi – Fußwasser

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

65. Dhanya Lakshmi – Wasser zur Mundreinigung

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

66. Dhanya Lakshmi – Bad

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

67. Dhanya Lakshmi – Gewand und heiliger Faden

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

68. Dhanya Lakshmi – Duft

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

69. Dhanya Lakshmi – Kumkuma

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

70. Zwölf Namen der nährenden Göttin

oṃ śriyai namaḥ |
oṃ amṛtodbhavāyai namaḥ |
oṃ kamalāyai namaḥ |
oṃ candrasodaryai namaḥ |
oṃ viṣṇupriyāyai namaḥ |
oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
oṃ varārohāyai namaḥ |
oṃ harivallabhāyai namaḥ |
oṃ śārṅginyai namaḥ |
oṃ devadevikāyai namaḥ |
oṃ surasundaryai namaḥ |
oṃ sarvābhīṣṭaphalapradāyai namaḥ |

71. Dhanya Lakshmi – Räucherduft

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

72. Dhanya Lakshmi – Licht

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

73. Dhanya Lakshmi – Speise

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

74. Dhanya Lakshmi – Tambula

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

75. Dhanya Lakshmi – Arati

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

76. Shri-Stuti – die Göttin im Korn preisen

śrīdevī mahāvaktrā caturvarṇā caturbhujā |
prajñā vīrya sāra jñeya cintāmaṇi uru smṛtā ||
śrīdevī satataṃ mūrdhnā tvāñca namāmi śaktitaḥ |
dakṣiṇā’stu mahābhaktyā jñātuṃ vara mama stutim ||
śrī śālikāntarūpavā snigdhagātrā caturvidhā |
dadāsi me sadā citraṃ saubhāgyaṃ loka pūjitam ||
śrī taṇḍulī mahādevī śrīmatkamala śobhitā |
dadāsi me mahābhogaṃ sarva dravya hitaṃ labhaṃ ||
śrī vrīhi mukuṭa jīva tvaṃ sarva bhuvanaṃdharī |
dadāsi me sukhaṃ nityaṃ jīvitaṃ dhātu kāñcanam ||
śrī dhānyarājñī tvaṃ devi prajña taṇḍuli saṃjñikā |
maṇi ratnāsana sthitā sarva ratna guṇānvitā ||
śrī dhana devikā ramyā sarvarūpavatī tathā |
sarvajñāna maṇiścaiva śrīdevi namo’stu te ||

77. Die Nahrung vor die Göttin bringen

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

78. Die erste Speisung mit den fünf Lebenshauchen

oṃ prāṇāya svāhā |
oṃ apānāya svāhā |
oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā |
oṃ samānāya svāhā ||

79. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma {Ritus} pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

81. Lakshmi und Ganesha dankbar verabschieden

oṃ śrī dhānyalakṣmyai namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

82. Das Kind segnen

bhadram astu śivaṃ cāstu mahālakṣmī prasīdatu |
rakṣantu tvāṃ surāḥ sarve sampadaḥ santu susthira ||
ṛṇa rogādi dāridryaṃ pāpa kṣut apamṛtyavaḥ |
bhaya śoka manastāpa naśyantu tava sarvadā ||
ārogyaṃ dṛḍhagātratvam anṛṇyam aghamocanam |
apāra vaśyaṃ niścintyam āstikyaṃ prāptir astu te ||
avyādhinā śarīreṇa manasā ca nirādhinā |
pūrayann arthinām āśāṃ jīva tvaṃ śaradaḥ śatam ||
sarve devāḥ sagandharvā brahmā viṣṇu śivādayaḥ |
rakṣantu tvāṃ sadā yāntaṃ tiṣṭhantaṃ nidrayāyutam ||
akṣataṃ cāstu te puṇyaṃ dīrgham āyur yaśo balam |
yadvac chreyaskaraṃ loke tattad astu sadā tava ||

83. Frieden und gemeinsames Prasad

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Devanagari

Die Nummern entsprechen den Schritten im Ablauf. Handlungen, Pausen und Wiederholungen sind dort angegeben; die hier gesammelten Texte enthalten dieselben Gebete vollständig. Formularfelder werden vor Beginn eingesetzt.

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

2. Pavitra anlegen

पूता ब्रह्म पवित्रेण पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ।
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ॥

3. Das Licht entzünden

ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्म ज्योतिर् नमोऽस्तु ते ॥

4. Die Lehrer ehren

गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्नः आसुव ॥

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

तदेव लग्नं सुदिनं तद् एव तार बलं चन्द्र बलं तद् एव ।
विद्या बलं दैव बलं तद् एव लक्ष्मीपते ते अङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः ज़्ज़्ज़्०ज़्ज़्ज़् दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे ज़्ज़्ज़्१ज़्ज़्ज़् देशे ज़्ज़्ज़्२ज़्ज़्ज़् महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये ज़्ज़्ज़्३ज़्ज़्ज़् नाम संवत्सरे ज़्ज़्ज़्४ज़्ज़्ज़् अयने ज़्ज़्ज़्५ज़्ज़्ज़् ऋतौ मासोत्तमे ज़्ज़्ज़्६ज़्ज़्ज़् मासे ज़्ज़्ज़्७ज़्ज़्ज़् पक्षे ज़्ज़्ज़्८ज़्ज़्ज़् तिथौ ज़्ज़्ज़्९ज़्ज़्ज़् वासर युक्तायां ज़्ज़्ज़्१०ज़्ज़्ज़् नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विसिष्ठायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं ज़्ज़्ज़्११ज़्ज़्ज़् नक्षत्रस्य ज़्ज़्ज़्१२ज़्ज़्ज़् नाम मम बालकस्य मल प्राशन शुद्ध्यन्नाद्य ब्रह्मवर्चस तेज इन्द्रिय आयुर् लक्षण फल सिद्ध्यर्थं बीजगर्भ समुद्भवैनो निर्बर्हण द्वारा श्री लक्ष्मीनारायण प्रीत्यर्थं अन्न प्राशनाख्य कर्म करिष्ये ॥

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसम्पात्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ।
तद् अङ्गत्वेन अन्तःकरण शुद्ध्यर्थं शरीर शुद्ध्यर्थं गृह मण्डप शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण शुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याह वाचनं करिष्ये ॥

9. Ganesha betrachten und einladen

गजाननं भूतगणादि सेवितं कपित्थ जम्बु फलसार भक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वर पादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धि विनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवस् सुवः श्री महागणपतये नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

10. Ganesha – Sitz

श्री महागणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

11. Ganesha – Ehrenwasser

श्री महागणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

12. Ganesha – Fußwasser

श्री महागणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

श्री महागणपतये नमः । आचमनं समर्पयामि ॥

14. Ganesha – Bad

श्री महागणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

श्री महागणपतये नमः । वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

16. Ganesha – Duft

श्री महागणपतये नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

17. Ganesha – Kumkuma

श्री महागणपतये नमः । कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

18. Ganeshas achtzehn Namen

ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

19. Ganesha – Räucherduft

श्री महागणपतये नमः । धूपं समर्पयामि ॥

20. Ganesha – Licht

श्री महागणपतये नमः । दीपं समर्पयामि ॥

21. Ganesha – Speise

श्री महागणपतये नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

22. Ganesha – Tambula

श्री महागणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

23. Ganesha – Arati

श्री महागणपतये नमः । कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युद् अग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्व ज्योतीषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द कर्पूर नीराजनं संदर्शयामि ।
कर्पूर नीराजन अनन्तरं पुनर् आचमनियं समर्पयामि ।
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूत दया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्ति पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञान पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देव प्रीतिकरं भवेत् ॥

25. Ganeshas Segen erbitten

वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

नागपाशधरं हृष्टं रक्तौघ द्युतिविग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेतवर्णं च पाशहस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थनाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् पूर्वस्थापित कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

27. Brahma am Gefäßfuß

ब्रह्मा चतुर्मुखः पीतश् चतुर्दोर्दण्डमण्डितः ।
सृग्दण्डाक्ष कुशोपेतः सूर्यमण्डलमध्यगः ॥
द्वादशकलात्मने अर्थप्रदाय सूर्यमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मूलभागे ब्रह्मं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

28. Vishnu am Gefäßhals

विष्णुश् चतुर्भुजो मौलि शङ्ख चक्र गदाब्ज धृक् ।
नीलाम्बुद प्रतीकाशं सोममण्डलमध्यगः ॥
षोडशकलात्मने कामप्रदाय सोममण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य कण्ठभागे विष्णुं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

29. Rudra in der Gefäßmitte

ज्ञान शूलधरं रुद्रं नीलकण्ठं त्रिलोचनम् ।
महेश्वरं च विश्वेशं अग्निमण्डलमध्यगः ॥
दशकलात्मने धर्मप्रदाय अग्निमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मध्यभागे रुद्रं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
स्वामिनः सर्वजगन्नाथाः यावत् पूजावसानकम् ।
तावत् यूयं प्रीतिभावेन कुम्भे सन्निधिं कुरुत ॥
आवाहिता भवत स्थापिता भवत सन्निधा भवत सन्निरुद्धा भवत सन्निहिता भवत अवगुण्ठिता भवत प्रसीदत प्रसीदत स्वागतं स्वागतम् ॥

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

आवाहितानां सर्वासां देवतानां आसनं समर्पयामि ॥

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

आवाहितानां सर्वासां देवतानां अर्घ्यं समर्पयामि ॥

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

आवाहितानां सर्वासां देवतानां पाद्यं समर्पयामि ॥

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

आवाहितानां सर्वासां देवतानां आचमनं समर्पयामि ॥

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

आवाहितानां सर्वासां देवतानां स्नानं समर्पयामि ॥

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

आवाहितानां सर्वासां देवतानां वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

आवाहितानां सर्वासां देवतानां गन्धं समर्पयामि ॥

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

आवाहितानां सर्वासां देवतानां कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

39. Blüten für die Hüter des Wassers

ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ शिवाय नमः ।
नानाविधानि परिमल पत्र पुष्पाणि समर्पयामि ॥

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

आवाहितानां सर्वासां देवतानां धूपं समर्पयामि ॥

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

आवाहितानां सर्वासां देवतानां दीपं समर्पयामि ॥

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

आवाहितानां सर्वासां देवतानां नैवेद्यं समर्पयामि ॥

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

आवाहितानां सर्वासां देवतानां ताम्बूलं समर्पयामि ॥

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

आवाहितानां सर्वासां देवतानां कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

45. Varunas Klarheit verehren

नमो नमस्ते स्फटिक प्रभाय सुश्वेत वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन्नो वरुण प्रचोदयात् ।
ॐ वेदात्मनाय विद्महे हिरण्यगर्भाय धीमहि तन्नो ब्रह्म प्रचोदयात् ।
ॐ नारायणाय विद्महे वासुदेवाय धीमहि तन्नो विष्णु प्रचोदयात् ।
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि तन्नो रुद्र प्रचोदयात् ॥

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टं चास्तु । अस्त्व् अक्षतं च अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्मः ॥

47. Die Welt im Kalasha

कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्र समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागर सर्व सप्तद्वीप वसुन्धरा ।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदः सामवेदो ह्यथर्वनः ।
अङ्गैश्च सहित सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
अत्र गायत्री सावित्री शान्तिः पुष्टिकरि तदा ।
आयन्तु यजमानस्य दुरितक्षयकारकाः ॥
इमा आप शिवा सन्तु शुद्धा शुभाश्च निर्मला ।
पावनं शितलश्चैव पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ॥
पूत ब्रह्म पवित्रेण पूतम् इन्द्र सुनीतिभिः ।
वरुण स्वस्त्या पुनातु यमो धर्मेण पुनातु मां ॥
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ।
विष्णु पादोद्भवं शुद्धं सर्व मङ्गल दायिना ॥
सर्व समुद्राः सरिताः तीर्थानि च नगा ह्रदाः ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्व् ओषधयो तव ।
आपो रक्षन्तु त्वां नित्यम् आपो नारायणः स्वयम् ॥

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

ऋद्धिर् अस्तु । समृद्धिर् अस्तु । पुण्याहसमृद्धिर् अस्तु । शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु । कर्म समृद्धिर् अस्तु । धर्म समृद्धिर् अस्तु । वेद समृद्धिर् अस्तु । शास्त्र समृद्धिर् अस्तु । धनधान्य समृद्धिर् अस्तु । पुत्र पौत्र संपद् अस्तु । इष्ट संपद् अस्तु ॥

49. Belastendes fortgeben

सकल अरिष्ट निरसनम् अस्तु । यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

50. Segen für Menschen und Tiere

सर्व शोभनं भवतु । सर्व सम्पदाः सन्तु । शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

ॐ वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

इमा आपः शिवा शिवत्तमाः शान्ता शान्तत्तमाः शुभा शुभत्तमाः पूता पूतत्तमाः पुण्या पुण्यत्तमाः मेध्य मेध्यत्तमाः अमृतामृत रसाः तास् ते कृण्वन्तु भेषजम् ।
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूत दया शुद्धं जलशुद्धञ्च पञ्चम ॥
अद्भिर् गात्राणि शुध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्या तपोभ्यां च भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

करोतु स्वस्ति ते ब्रह्मा स्वस्ति वापि द्विजातयः ।
सरिसृपाश्च ये श्रेष्टास् तेभ्यस् ते स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वस्ति तेऽस्तु द्विपादेभ्यश् चतुष्पादेभ्य एव च ।
स्वस्त्य् अस्त्व् अपादकेभ्यश्च सर्वेभ्यः स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वाहा स्वधा शची चैव स्वस्तिं कुर्वन्तु ते सदा ।
लक्ष्मीर् अरुन्धती चैव कुरुतां स्वस्ति तेऽनघ ॥
असितो देवलश्चैव विश्वामित्रस् तथाङ्गिराः ।
स्वस्ति तेऽद्य प्रयच्छन्तु कार्तिकेयश्च षण्मुखः ॥
विवस्वान् भगवान् स्वस्तिं करोतु तव सर्वशः ।
दिग्गजाश्चैव चत्वारः क्षितिश्च गगनं ग्रहाः ॥
अधस्ताद् धरणीं योऽसौ नागो धारयते सदा ।
शेषश्च पन्नगश्रेष्ठः स्वस्ति तुभ्यं प्रयच्छतु ॥
देवाः स्वस्ति प्रकुर्वन्तु सगणाः सायुधस् तथा ।
किन्नरा देव गन्धर्वाः साप्सराः सविनायकाः ॥
सुतले वितले देवा ह्यतले च तलेऽमराः ।
तान् सर्वान् प्रणमाम्य् अद्य स्वक्रतोः पालनाय वै ॥
भूर्लोके ये स्थिता देवा भुवर्लोके स्थिराः सदा ।
भावुके ते प्रकुर्वन्तु स्वगणाः सार संयुतः ॥
स्वर्लोक वासिनः सर्वे पुरन्दर मुखाश् चलाः ।
कुशलं च सुवाञ्छामि कर्मारम्भे विशेषतः ॥
महर्जन तपो लोके निवसन्ति सवाहनाः ।
निर्जरास् ते प्रकुर्वन्तु क्षेमं सुष्ठु प्रकाशकः ॥
सत्यलोक प्रसीदन्ति ब्रह्माणश् शिखिवाहनाः ।
त्रिदशास् ते सुखासीना भव्यं कुर्वन्तु सर्वथा ॥
रुद्रादि देवताः सर्वास् तथा वैकुण्ठवासिनः ।
सगणाः परिवारास् ते स्वस्तिं कुर्वन्तु नित्यशः ॥
शिवयागे विष्णुयागे वास्तु कर्मणि सर्वदा ।
इष्टापूर्ते महादाने तान् देवान् संस्मरेच् चिरम् ॥
ततस्तु कर्मारम्भः स्यान् निर्विघ्नेन समापयेत् ।
ये वै नैव स्मरन्त्य् एतान् तेषां नैव फलं भवेत् ॥

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

55. Govinda um Begleitung bitten

नमो ब्रह्मण्य देवाय गोब्राह्मण हिताय च ।
जगद्धिताय कृष्णाय गोविन्दाय नमो नमः ॥
नमो नमस्ते गोविन्द पुराण पुरुषोत्तम ।
इदं श्राद्धं हृषीकेश रक्ष त्वं सर्वदा ॥

56. Nandi-Sankalpa

मम उपात्त समस्त दुरितक्षय द्वारा श्री परमेश्वर प्रीत्यर्थं पूर्व सङ्कल्पिते संस्कार अङ्गत्वेन साङ्कल्पिक नान्दीमुखानां प्रीत्यर्थं हिरण्यरूपेण नान्दि श्राद्धम् अद्य करिष्ये ॥

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

वर्ग द्वय पिता पितामह प्रपितामहेभ्यो मातृ पितामही प्रपितामही वृद्ध प्रपितामहीभ्यो तथा द्वितीय गोत्रेभ्यो माता प्रमातामह वृद्ध प्रमातामहाभ्यो दास्यमान ब्राह्मण द्वय भोजन पर्याप्तम् अन्नं हिरण्यं वा नमः संपद्यतां वृद्धिः ॥

58. Nandi-Gaben überreichen

आम निष्क्रयणीं द्रव्यं दक्षिणां दातुम् उत्सृज्य ।
अनेन कर्मणा भगवान् महाविष्णुः प्रीयताम् ।
अनेन मया हिरण्येन कृतं नान्दी शोभन देवताः प्रियन्ताम् ॥
एको विष्णुर् महद् भूतं पृथक् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रीन् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

60. Dhanya Lakshmi im Herzen betrachten

अभयं वरदं चैव किरीट मकुटान्विताम् ।
अम्बुजञ्चेक्षु शालीं च कदली फल द्रोणिकाम् ॥
अङ्गदं दक्षवामे तु श्वेतरूपां च धारिणीम् ।
कृपामूर्तिं गजारूढां सर्वालङ्कार संयुताम् ॥

61. Dhanya Lakshmi einladen

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

62. Dhanya Lakshmi – Sitz

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । आसनं समर्पयामि ॥

63. Dhanya Lakshmi – Ehrenwasser

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

64. Dhanya Lakshmi – Fußwasser

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

65. Dhanya Lakshmi – Wasser zur Mundreinigung

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । आचमनं समर्पयामि ॥

66. Dhanya Lakshmi – Bad

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

67. Dhanya Lakshmi – Gewand und heiliger Faden

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

68. Dhanya Lakshmi – Duft

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

69. Dhanya Lakshmi – Kumkuma

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

70. Zwölf Namen der nährenden Göttin

ॐ श्रियै नमः ।
ॐ अमृतोद्भवायै नमः ।
ॐ कमलायै नमः ।
ॐ चन्द्रसोदर्यै नमः ।
ॐ विष्णुप्रियायै नमः ।
ॐ वैष्णव्यै नमः ।
ॐ वरारोहायै नमः ।
ॐ हरिवल्लभायै नमः ।
ॐ शार्ङ्गिन्यै नमः ।
ॐ देवदेविकायै नमः ।
ॐ सुरसुन्दर्यै नमः ।
ॐ सर्वाभीष्टफलप्रदायै नमः ।

71. Dhanya Lakshmi – Räucherduft

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । धूपं समर्पयामि ॥

72. Dhanya Lakshmi – Licht

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । दीपं समर्पयामि ॥

73. Dhanya Lakshmi – Speise

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

74. Dhanya Lakshmi – Tambula

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

75. Dhanya Lakshmi – Arati

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

76. Shri-Stuti – die Göttin im Korn preisen

श्रीदेवी महावक्त्रा चतुर्वर्णा चतुर्भुजा ।
प्रज्ञा वीर्य सार ज्ञेय चिन्तामणि उरु स्मृता ॥
श्रीदेवी सततं मूर्ध्ना त्वाञ्च नमामि शक्तितः ।
दक्षिणाऽस्तु महाभक्त्या ज्ञातुं वर मम स्तुतिम् ॥
श्री शालिकान्तरूपवा स्निग्धगात्रा चतुर्विधा ।
ददासि मे सदा चित्रं सौभाग्यं लोक पूजितम् ॥
श्री तण्डुली महादेवी श्रीमत्कमल शोभिता ।
ददासि मे महाभोगं सर्व द्रव्य हितं लभं ॥
श्री व्रीहि मुकुट जीव त्वं सर्व भुवनंधरी ।
ददासि मे सुखं नित्यं जीवितं धातु काञ्चनम् ॥
श्री धान्यराज्ञी त्वं देवि प्रज्ञ तण्डुलि संज्ञिका ।
मणि रत्नासन स्थिता सर्व रत्न गुणान्विता ॥
श्री धन देविका रम्या सर्वरूपवती तथा ।
सर्वज्ञान मणिश्चैव श्रीदेवि नमोऽस्तु ते ॥

77. Die Nahrung vor die Göttin bringen

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

78. Die erste Speisung mit den fünf Lebenshauchen

ॐ प्राणाय स्वाहा ।
ॐ अपानाय स्वाहा ।
ॐ व्यानाय स्वाहा ।
ॐ उदानाय स्वाहा ।
ॐ समानाय स्वाहा ॥

79. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

गोविन्द प्रतिगृह्णाति गोविन्दाय ददाति च ।
गोविन्द धारिका द्वाभ्यां गोविन्दाय नमो नमः ॥
हिरण्यगर्भ गर्भस्थं हेमबीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्यफलदम् अथ शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
हरिः ॐ तत् सत् । अद्य अस्मिन् शुभ दिने एतत् कर्म ज़्ज़्ज़्०ज़्ज़्ज़् प्रतिष्ठार्थं श्री लक्ष्मीनारायण प्रीत्यर्थं सम्पूर्ण फल सिद्ध्यर्थं पूर्व पूजित ब्राह्मणाय तुभ्यम् इदं दक्षिणां सताम्बूलं सफलम् अहं संप्रददे ॥

81. Lakshmi und Ganesha dankbar verabschieden

ॐ श्री धान्यलक्ष्म्यै नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
ॐ श्री महागणपतये नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

82. Das Kind segnen

भद्रम् अस्तु शिवं चास्तु महालक्ष्मी प्रसीदतु ।
रक्षन्तु त्वां सुराः सर्वे सम्पदः सन्तु सुस्थिर ॥
ऋण रोगादि दारिद्र्यं पाप क्षुत् अपमृत्यवः ।
भय शोक मनस्ताप नश्यन्तु तव सर्वदा ॥
आरोग्यं दृढगात्रत्वम् अनृण्यम् अघमोचनम् ।
अपार वश्यं निश्चिन्त्यम् आस्तिक्यं प्राप्तिर् अस्तु ते ॥
अव्याधिना शरीरेण मनसा च निराधिना ।
पूरयन्न् अर्थिनाम् आशां जीव त्वं शरदः शतम् ॥
सर्वे देवाः सगन्धर्वा ब्रह्मा विष्णु शिवादयः ।
रक्षन्तु त्वां सदा यान्तं तिष्ठन्तं निद्रयायुतम् ॥
अक्षतं चास्तु ते पुण्यं दीर्घम् आयुर् यशो बलम् ।
यद्वच् छ्रेयस्करं लोके तत्तद् अस्तु सदा तव ॥

83. Frieden und gemeinsames Prasad

ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

Deutsche Bedeutung

Die Nummern entsprechen den Schritten im Ablauf. Handlungen, Pausen und Wiederholungen sind dort angegeben; die hier gesammelten Texte enthalten dieselben Gebete vollständig. Formularfelder werden vor Beginn eingesetzt.

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen

Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen

Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden

Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren

Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden

Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen

Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das konkrete Anliegen aussprechen

Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem guten Augenblick, unter Vishnus Führung, in der zweiten Lebenshälfte Brahmas, im Zeitalter des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich für mein Kind, mit dem genannten Namen und Geburtsgestirn, die erste Speisung: zur Reinigung von Unzuträglichem, das aufgenommen wurde, zum Segen der Nahrung, für geistigen Glanz, Lebenskraft, Sinne und langes Leben, zur Läuterung der mit Entstehung und Schwangerschaft verbundenen Belastungen und zur Freude Lakshmi-Narayanas.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen

Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen

Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz

Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser

Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser

Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad

Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft

Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma

Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen

1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft

Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht

Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise

Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula

Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati

Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten

Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten

Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten

Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß

Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals

Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte

Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen

Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz

Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad

Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers

Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula

Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati

Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren

Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe

Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha

Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen

Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben

Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere

Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden

Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen

Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten

Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Nandimukha – dankbar die Ahnen ehren

Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

55. Govinda um Begleitung bitten

Verehrung dem göttlichen Freund des heiligen Wissens, dem Wohltäter der Kühe und Brahmanen, Krishna, Govinda, dem Wohltäter der ganzen Welt. Verehrung Dir, Govinda, uranfänglicher höchster Purusha; Herr der Sinne, behüte dieses Shraddha stets.

56. Nandi-Sankalpa

Zur Läuterung meines Handelns und zur Freude des höchsten Herrn vollziehe ich heute als Teil des angekündigten Samskara das Nandi-Shraddha in Gestalt einer Wertgabe, zur Freude der im Entschluss angerufenen Nandimukha-Ahnen.

57. Die Gaben den Familienlinien widmen

Den Ahnenreihen beider Familien – Vätern, Großvätern und Urgroßvätern, den Müttern und Großmüttern der weiteren Generationen sowie der mütterlichen Familienlinie – sei diese Verehrung gewidmet: Lebensmittel oder Wertgaben, ausreichend für die Speisung zweier Brahmanen. Möge Gedeihen entstehen.

58. Nandi-Gaben überreichen

Ich gebe die Lebensmittel und die Wertgabe hin. Durch dieses Tun möge der erhabene Mahavishnu erfreut werden; durch meinen mit Wertgaben vollzogenen Nandi-Ritus mögen die segensreichen Gottheiten erfreut werden. Der eine Vishnu ist das große Sein und erscheint vielfach als einzelne Wesen. Als innerstes Selbst durchdringt Er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und genießt das ganze All.

59. Den Ahnenritus im Frieden vollenden

Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

60. Dhanya Lakshmi im Herzen betrachten

Ich betrachte die kronengeschmückte Göttin mit Furchtlosigkeit und Gnadengabe, mit Lotus, Zuckerrohr, Reis, Bananenfrucht und Gefäß; mit Armreifen rechts und links und heller Gestalt, als Verkörperung des Mitgefühls, auf einem Elefanten, mit allen Schmuckstücken versehen.

61. Dhanya Lakshmi einladen

Om. Verehrung der erhabenen Dhanya Lakshmi. Ich betrachte Dich, lade Dich ein und gebe Dir hier einen Sitz; Duft, Akshata und Blüten bringe ich Dir dar.

62. Dhanya Lakshmi – Sitz

Ich bringe Dhanya Lakshmi einen Sitz dar.

63. Dhanya Lakshmi – Ehrenwasser

Ich bringe Dhanya Lakshmi Ehrenwasser dar.

64. Dhanya Lakshmi – Fußwasser

Ich bringe Dhanya Lakshmi Wasser für die Füße dar.

65. Dhanya Lakshmi – Wasser zur Mundreinigung

Ich bringe Dhanya Lakshmi Wasser zur Mundreinigung dar.

66. Dhanya Lakshmi – Bad

Ich bringe Dhanya Lakshmi ein Bad dar.

67. Dhanya Lakshmi – Gewand und heiliger Faden

Ich bringe Dhanya Lakshmi ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

68. Dhanya Lakshmi – Duft

Ich bringe Dhanya Lakshmi Duft dar.

69. Dhanya Lakshmi – Kumkuma

Ich bringe Dhanya Lakshmi Kumkuma dar.

70. Zwölf Namen der nährenden Göttin

1. Verehrung Shri, der Segensfülle. 2. Verehrung der aus dem Nektar Hervorgegangenen. 3. Verehrung der Lotusgöttin. 4. Verehrung der Schwester des Mondes. 5. Verehrung Vishnus Geliebter. 6. Verehrung der Kraft Vishnus. 7. Verehrung der Hoheitsvollen. 8. Verehrung Haris Geliebter. 9. Verehrung der mit dem Sharnga-Bogen Verbundenen. 10. Verehrung der Göttin der Götter. 11. Verehrung der Schönheit der Götter. 12. Verehrung der Schenkerin aller ersehnten Früchte.

71. Dhanya Lakshmi – Räucherduft

Ich bringe Dhanya Lakshmi Räucherduft dar.

72. Dhanya Lakshmi – Licht

Ich bringe Dhanya Lakshmi Licht dar.

73. Dhanya Lakshmi – Speise

Ich bringe Dhanya Lakshmi Nahrung dar.

74. Dhanya Lakshmi – Tambula

Ich bringe Dhanya Lakshmi Tambula dar.

75. Dhanya Lakshmi – Arati

Ich bringe Dhanya Lakshmi das schwingende Licht dar.

76. Shri-Stuti – die Göttin im Korn preisen

1. Shri Devi, von erhabenem Antlitz, vierfarbig und vierarmig, wird als großer wunscherfüllender Edelstein erkannt, als Wesen von Einsicht und Kraft. 2. Shri Devi, mit all meiner Kraft neige ich immer mein Haupt vor Dir; nimm in Deiner Güte meinen hingebungsvollen Lobpreis an. 3. Als glänzende Gestalt des Reises, mit geschmeidigem Leib und vierfacher Erscheinung, schenkst Du wunderbares, von der Welt verehrtes Glück. 4. Shri Tanduli, große Göttin, vom herrlichen Lotus geschmückt, Du schenkst Fülle und den heilsamen Gewinn aller Güter. 5. Shri, lebendige Krone des Korns und Trägerin aller Welten, Du schenkst beständige Freude, Leben, Mittel und Gold. 6. Du bist die Königin des Getreides, Göttin, Prajna Tanduli genannt, auf einem Edelsteinthron sitzend, mit allen kostbaren Eigenschaften. 7. Shri Dhana Devika, lieblich und von umfassender Schönheit, Du Juwel allen Wissens: Shri Devi, Dir sei Verehrung.

77. Die Nahrung vor die Göttin bringen

Om. Verehrung Dhanya Lakshmi. Ich bringe Dir diese Nahrung dar.

78. Die erste Speisung mit den fünf Lebenshauchen

Om. Dem Prana, dem aufnehmenden Lebenshauch, sei die Gabe geweiht. Om. Dem Apana, dem abwärtsführenden Lebenshauch, sei sie geweiht. Om. Dem Vyana, der verteilenden Lebenskraft, sei sie geweiht. Om. Dem Udana, der aufwärtsführenden Kraft, sei sie geweiht. Om. Dem Samana, der ausgleichenden und assimilierenden Kraft, sei sie geweiht.

79. Dakshina – Dank an die Ritualleitung

Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.

81. Lakshmi und Ganesha dankbar verabschieden

Om. Verehrung Dhanya Lakshmi; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Om. Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

82. Das Kind segnen

Mögen Wohlergehen und Segen dir zuteilwerden; Mahalakshmi sei dir gnädig. Alle Götter mögen dich behüten; deine Güter seien beständig. Schuld, Krankheit, Armut, Verfehlung, Hunger, vorzeitiger Tod, Angst, Kummer und Herzensleid mögen weichen. Gesundheit, ein kräftiger Leib, Freiheit von Schulden und Verfehlung, Selbstständigkeit, Sorglosigkeit und Glauben mögen dir zuteilwerden. Mit gesundem Leib und unbelastetem Geist, die Hoffnungen Hilfesuchender erfüllend, lebe hundert Herbste. Alle Götter und Gandharvas, Brahma, Vishnu und Shiva mögen dich im Gehen, Stehen und Schlafen behüten. Dein Verdienst bleibe ungeschmälert; langes Leben, Ansehen und Kraft seien dir. Was in der Welt wirklich zum Guten führt, möge dir stets zuteilwerden.

83. Frieden und gemeinsames Prasad

Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

Siehe auch

Quellen

  • Pandit Sri Rama Ramanuja Achari (Sri Ram Sivan): Puranokta Purva Prayoga, S. 63–65 und 68: Annaprashana, ausdrücklich erlaubte Fassung ohne Homa mit Dhanya-Lakshmi-Puja und erste Speisung. Allgemeine Vorriten S. 20–24, Wasserweihe S. 26–30, zweite Svasti-Fassung S. 33–34, Nandimukha S. 35–36, Dakshina S. 134 und puranischer Verssegen S. 136–137. Achamana S. 6. Die alternative Annapurna-Puja, das optionale Anna-Stotra und die Homa-Fassung gehören nicht zu dieser gewählten Folge.
  • Zur Naraca-Geste: Worship of Sri Ramakrishna, Vedanta Society of Southern California, S. 8, Zeichnung bei Kara-Shuddhi; nur die Fingerstellung wird ergänzend erläutert.
  • Gestenerläuterungen: Tariniparijata, Mudra-Abschnitt sowie traditionelle Puja-Mudras. Die Gesten erläutern die im Prayoga genannten Formen; es wird kein weiterer Ritualablauf hinzugefügt.
  • Zur kindgerechten Materialanpassung: Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, Empfehlungen zur Säuglingsernährung.

Die Sanskrittexte folgen der lesbaren Gebetsfassung des Handbuchs; offensichtliche Umschriftfehler wurden gegen die Devanagari-Zeilen berichtigt. Einzelne sprachliche Eigenheiten der gedruckten Shri-Stuti und der allgemeinen Segensformeln bleiben erhalten. Die deutschen Bedeutungen sind eigenständig formuliert. Die abgekürzten Gabensätze wurden mit den im Handbuch verwendeten Darbringungsformeln ausgeschrieben; die kurze Verabschiedung verwendet dessen Yathasthana-Formel. Die Devanagari-Fassung bildet die ausgewählte IAST-Rezitation ab. Die konkreten Handgriffe, die sichere Trennung der Kinderspeise sowie pflanzliche Alternativen sind praktische Erläuterungen für die heutige Feier.

Video und Seminare

Sukadev erläutert Lakshmi als Göttin der Fülle und des Gebens; eine ergänzende Betrachtung zur Verehrung Dhanya Lakshmis.

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