Namakarana nach dem Apastamba Purva Prayoga
Namakarana nach dem Apastamba Purva Prayoga führt die Namensgabe vom gesegneten Wasser über das leise Sprechen am rechten Ohr bis zur Gabe im Gedenken an die Vorfahren. Das Kind erhält seinen Namen innerhalb einer versammelten Gemeinschaft: Eltern übernehmen Verantwortung, Ritualkundige sprechen Segen, und die Freude über den neuen Lebensanfang wird durch freigebiges Geben geteilt. Im Mittelpunkt steht die kurze Anrede „Du bist mit Namen …“; der ausführliche Rahmen macht daraus einen Samskara des Hindu Dharma.

Überlieferung und gewählte Fassung
Diese Anleitung folgt dem Apastamba Purva Prayoga von U. Ve. Srirama Ramanuja Acharya, Fassung vom 24. Januar 2025. Sie entfaltet dessen Namakarana-Abschnitt auf Seite 46 mit den zugehörigen Vor- und Nachhandlungen. Als Wassersegen ist die im selben Handbuch vollständig beschriebene kurze Fassung Laghu Punyaha Vachanam gewählt; das Handbuch bezeichnet gerade dieses Modul ausdrücklich als Bodhayanokta, also nach Baudhayana überliefert. Der Artikel bezeichnet eine klar umrissene Handbuchfassung, keinen behaupteten wortgetreuen Gesamttext des Apastamba Grihyasutra.
Die Hauptfolge enthält die vorbereitende Ganesha-Verehrung, die Weihe des Wassers mit Varuna-Anrufung, die Namensgabe, das Nandi-Gedenken mit Gaben und den abschließenden Segen. Das hier gewählte Namakarana-Kapitel schreibt kein Homa vor. Die unmittelbar darüber auf derselben Druckseite stehenden Feuerriten gehören noch zum vorausgehenden Jatakarma und werden deshalb nicht übernommen.
Die Durchführung ist priestergeleitet. Insbesondere die im Handbuch beschriebene Nandi-Fassung sieht neun Brahmanen als Empfänger und Repräsentanten vor. Eine knappe Feier im kleinen Familienkreis ist unter Namakaranam als häusliches Namensfest beschrieben; sie hat einen anderen Umfang und eine andere Textgrundlage.
Innere Ausrichtung
Der Name wird zu einem Wort, mit dem Menschen das Kind rufen, trösten und willkommen heißen. Die nachfolgende Yoga-Vidya-Anregung lädt die Erwachsenen ein, diesen Namen von Anfang an mit liebevoller Aufmerksamkeit zu verbinden. In einer kurzen Meditation vor der Feier könnt ihr euch fragen: Welche konkrete Fürsorge bin ich bereit, diesem Kind zu schenken? Diese persönliche Besinnung ist eine redaktionelle Anregung aus dem Yoga, keine zusätzliche Vorschrift des Quellhandbuchs.
Vorbereitung, Beteiligte und Material
Die Eltern wählen den Namen gemeinsam vor der Feier. Sie besprechen mit dem Ritualleiter Datum und Ort, den Geburts-Nakshatra und die Rashi des Kindes sowie die für die Familie zutreffende Nandi-Ordnung. Die hier ausgeschriebenen Nandi-Anreden folgen der männlichen Grundfassung des Handbuchs; bei der Namensabsicht sind die weiblichen Formen ausdrücklich ergänzt. Soll die gesamte Sanskrit-Liturgie auf ein Mädchen bezogen gesprochen werden, werden vor Beginn die wiederkehrenden Formen asya kumārasya und kumārasya durch asyāḥ kumāryāḥ beziehungsweise kumāryāḥ ersetzt. Die Namen der Vorfahrengruppen ändern sich dadurch nicht. Am Ende wird die ausdrücklich als grammatische Anpassung ausgewiesene weibliche Schlussbitte verwendet; ihre männliche Formularanrede Sharman entfällt. Diese grammatische Anpassung verändert keine Handlung.
Rollen: Die Eltern sind die Auftraggebenden, der Purohita führt die Rezitation; mitwirkende Ritualkundige sprechen die ausdrücklich bezeichneten Antworten. Beim Nandi nehmen vier Paare von Brahmanen die Gaben für die genannten Gruppen entgegen, ein neunter für Vishnu als Hüter der Nandi-Handlung. Der leitende Priester kann zu diesen neun gehören. Eine vertraute Bezugsperson hält das Kind; eine weitere Person reicht die vorbereiteten Gegenstände. Wer den Namen spricht, wird vorab festgelegt.
Bereitstellen: ein sauberer Andachtsplatz mit Ganesha-Bild oder kleiner Murti, ein Wasserkalasha mit sauberem Wasser auf einem Teller mit ungekochtem Reis, Blätter und eine Kokosnuss für den Purna Kumbha, ein frisches Kusha-Büschel, ein Schöpfgefäß mit Löffel, mehrere Auffangschälchen, Sandelholzpaste, Akshata, zahlreiche Blüten, drei getrennte kleine Tücher beziehungsweise Akshata-Gewandgaben und drei Opferschnüre für die symbolischen Gaben, Räucherwerk, eine sicher stehende Öllampe und eine kleine Lampe für die Lichtgabe, drei getrennte vegetarische Speiseportionen und drei getrennte Betelblattgaben für Ganesha sowie die beiden Varuna-Durchgänge, zusätzlich Bananen und Betelblätter für Nandi und getrennt vorbereitete Geldgaben. Die Gaben werden nicht vom Mund des Kindes berührt. Für das zweite Punyaha nach Nandi wird frisches Wasser in einem zweiten vorbereiteten Gefäß bereitgehalten. Teller, Löffel und zusätzliche Blüten müssen auch dann noch verfügbar sein.
Für Nandi und Dankgaben: neun Sitzplätze beziehungsweise klar bestimmte Empfänger, Reis, Bananen, Betelblätter und Geld für die neun Empfänger, außerdem die vereinbarte Gabe an den Ritualleiter. Die Graha-Gabe vor der Namensmitteilung bleibt davon getrennt. Die Geldhöhe richtet sich nach den Möglichkeiten der Familie; die Quelle schreibt hier keinen einheitlichen Betrag vor.
Die Familie nimmt ruhig Platz. Die Bezugsperson kann mit dem Kind jederzeit für Versorgung oder Ruhe unterbrechen und anschließend zurückkehren. Die Lampen stehen am Andachtsplatz, außerhalb des Bereichs, in dem das Kind gehalten wird. Räucherwerk wird in dieser heutigen Durchführung nur entfernt vom Kind verwendet. Der Wassersegen geschieht am Kind durch behutsame Berührung mit einem sauberen angefeuchteten Finger am Fuß oder an der Stirn; Übergießen und Einspritzen werden nicht ausgeführt. Diese Handgriffe sind ausdrücklich heutige praktische Anpassungen.
Persönliche Angaben in den Rezitationen
Die geschweiften Klammern kennzeichnen ausschließlich vorab einzutragende persönliche Angaben; sie sind kein zu sprechender Text und keine fehlenden Gebete. {Name} ist der gewählte Rufname. {Nakshatra} und {Rashi} werden vom Ritualleiter in die passende Sanskritform gesetzt. Die ausführliche Kalenderformel benutzt ebenso {Land}, {Ort}, {Jahr}, {Ayana}, {Jahreszeit}, {Monat}, {Paksha}, {Tithi}, {Wochentag} und {Nakshatra des Tages}. {Richtung} bezeichnet die Richtung des Feierortes gegenüber dem Himalaya. Die drei Einträge mit dem Zusatz des Auftraggebers bezeichnen das die Feier veranlassende Elternteil. Diese Angaben werden vor der Feier fertig eingetragen; niemand muss sie während der Rezitation bestimmen.
1. Sammlung, Guru-Gruß und Bitte um Segen
Der Ritualleiter beginnt; die Eltern hören aufmerksam zu oder sprechen die ihnen vertrauten Verse mit. Für den Guru-Gruß werden die Hände vor dem Herzen zusammengelegt.
Guru-Gruß
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
Dem verehrten Guru sei Ehrerbietung: Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara; Guru ist unmittelbar das höchste Brahman.
Alle nehmen in den folgenden Segenswunsch das Kind, die Familie und andere Lebewesen mit auf.
Gutes hören und sehen
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren Gutes hören und mit unseren Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit kräftigen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisend die uns bestimmte Lebenszeit erfüllen. Indra, dessen Ruhm gewachsen ist, schenke uns Wohlergehen; ebenso Pushan, der alles kennt, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati.
Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||
Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.
Die Eltern begrüßen die versammelten Ritualkundigen und bringen einen Teller mit Früchten, Blüten, Betelblättern und einer Geldgabe dar. Die folgende Bitte gilt der nun anstehenden Namenszeremonie; das unspezifische Wort Homa in der Formularvorlage wird hier dem tatsächlich ausgeführten Ritus entsprechend durch Namakarana ersetzt.
Gruß an die Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
Ehrerbietung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Ehrerbietung dem sehenden Licht, dem Himmel und der Erde. Weitreichender Schutz, behüte meine Versammlung und ihre Mitglieder. Stärke ihre Kräfte; mögen sie ihre ganze Lebenszeit erfüllen.
Bitte um Zustimmung
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathokta-dakṣiṇām iva svīkṛtya nāmakaraṇa-karma kartuṃ yogyatā-siddhim anugṛhāṇa ||
Verehrte ganze Versammlung: Nehmt diese zu euren Füßen dargebrachte Geldgabe, wie gering sie auch sei, als angemessene Dakshina an und gewährt mir euren Segen, die Namenszeremonie auszuführen.
Die vorbereiteten Empfangsgaben werden überreicht. Danach bestimmt ein Elternteil den Ritualleiter ausdrücklich; dieser antwortet. Die Formularvorlage auf Seite 11 ist auch hier auf Namakarana bezogen.
Beauftragung und Antwort
asmin nāmakaraṇa-karmaṇi sakalaṃ kartum ācārya tvāṃ vṛṇe |
vṛto'smi | bhaviṣyāmi |
yathā vihitaṃ karma kuru |
kariṣyāmi ||
Elternteil: Für sämtliche Handlungen dieser Namenszeremonie wähle ich dich zum Acharya. – Ritualleiter: Ich bin gewählt; ich werde diese Aufgabe übernehmen. – Elternteil: Führe die Handlung nach der überlieferten Ordnung aus. – Ritualleiter: Ich werde es tun.
2. Sankalpa: Ort, Zeit und Vorhaben benennen
Der Ritualleiter spricht die vorab ausgefüllte Formel vor, die Eltern sprechen die Absicht mit. Die hier festgelegte Anrufung folgt der im Vorwort genannten Smarta-Form. Die im selben Handbuch vorhandenen Shri-Vaishnava-Alternativen werden in diesem Ablauf nicht abwechselnd eingesetzt.
Sammlung vor der Absicht
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
Man meditiere auf den alles durchdringenden Herrn: weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.
Kalender- und Ortsformel
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya-brahmaṇo dvitīya-parārdhe śrīśveta-varāha-kalpe vaivasvata-manvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathama-pāde jambūdvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya-varṣe hiraṇmaya-deśe {Land} deśe {Ort} mahānagary-antargate vyāvahārikāṇāṃ prabhavādi-ṣaṣṭi-saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahr} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara-yuktāyāṃ {Nakshatra des Tages} nakṣatra-yuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayoga-śubhakaraṇe sakala-graha-guṇa-viśeṣaṇa-viśiṣṭāyām ||
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. In dieser günstigen Zeit, innerhalb der durch Vishnus Ordnung getragenen Weltzeit – in der zweiten Hälfte von Brahmas Leben, im weißen Varaha-Kalpa, im Vaivasvata-Manvantara, im achtundzwanzigsten Kali-Yuga und dessen erstem Abschnitt – an dem genannten Ort und zu dem genannten Jahr, Sonnenhalbjahr, der Jahreszeit, dem Monat, der Mondhälfte, dem Mondtag, Wochentag und Mondhaus: Mögen die zeitlichen Bedingungen günstig sein. Die kosmischen und geographischen Bezeichnungen sind die traditionelle Perspektive dieser Gebetsformel.
Absicht und vorbereitende Handlungen
asyāṃ śubha-tithau mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyarthaṃ {Nakshatra des Auftraggebers} nakṣatre {Gotra des Auftraggebers} gotra {Name des Auftraggebers} nāma aham nāmakaraṇa-saṃskāraṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara-pūjāṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena antaḥkaraṇa-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ maṇḍapa-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ svasti-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
An diesem günstigen Tag werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn den Namakarana-Samskara ausführen: Ich nenne dabei mein Geburts-Nakshatra, meine Gotra und meinen Namen. Damit er ohne Hindernisse vollendet werde, beginne ich mit der Verehrung Vighneshvaras. Zur inneren Reinigung und zur Weihe von Körper, Ritualplatz und sämtlichen Gegenständen werde ich den günstigen Tag durch den Wassersegen ausrufen.
3. Ganesha-Puja als Eröffnung
Die Eltern wenden sich dem Bild oder der Murti von Ganesha zu. Der Ritualleiter spricht die beiden Meditationsverse; danach werden Sandelholzpaste, Akshata und Blüten dargebracht.
Ganesha betrachten und anrufen
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣata-puṣpāṇi samarpayāmi ||
Wir rufen dich, Herrn der Scharen, Weisen unter den Weisen, höchst Berühmten, erhabenen König der heiligen Gebete. Herr des Gebets, höre uns und nimm mit deinen Hilfen diesen Sitz ein. Man betrachte Siddhivinayaka: einzahnig, mit großen Ohren, Elefantengesicht und rundem Bauch, Schlinge und Stachel führend. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ehrerbietung dem großen Ganapati. Ich meditiere, lade ein und vergegenwärtige dich; Duft, ungebrochene Reiskörner und Blüten bringe ich dar.
Die einleitenden Gastgaben
Das Handbuch kürzt diese Folge auf Seite 8 ab. Für diese Ausarbeitung sind die Gabenwörter nach der ausgeschriebenen Gastgabenfolge desselben Handbuchs auf Seite 12 vervollständigt. Jede Wasserhandlung geschieht symbolisch mit einem Löffel Wasser in das dafür bestimmte Auffangschälchen; das Bild wird nicht übergossen. Sitz und Gewand können durch Akshata angezeigt werden. Der Ablauf ist jeweils Handlung, Formel, Bedeutung.
Sitz anbieten.
Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe einen Sitz dar.
Ehrenwasser darbringen.
Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Ehrenwasser dar.
Wasser für die Füße darbringen.
Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.
Wasser zum Mundspülen darbringen.
Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
Symbolisches Bad darbringen.
Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe das Bad dar.
Akshata als Gewandgabe darbringen.
Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.
Die bereitliegende Opferschnur darbringen.
Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe die Opferschnur dar.
Sandelholzpaste darbringen.
Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe duftende Paste dar.
Blüten zu den achtzehn Namen
Bei jedem Namen eine Blüte oder einige Blütenblätter zu Füßen des Bildes niederlegen. Die achtzehn Anreden des Handbuchs sind sämtlich ausgeschrieben.
Achtzehn Namensanrufungen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
Ehrerbietung dem mit dem schönen Gesicht; dem Einzahnigen; dem Goldbraunen; dem mit Elefantenohren; dem mit dem großen Bauch; dem Gewaltigen; dem Herrn der Hindernisse; dem selbstständigen Führer; dem mit dem Rauchbanner; dem Oberhaupt der Scharen; dem mit dem jungen Mond; dem Elefantengesichtigen; dem mit dem gebogenen Rüssel; dem mit den breiten Ohren; Heramba; dem älteren Bruder Skandas; dem Führer zur Vollendung; dem Herrn über die Hindernisse.
Räucherwerk kurz zeigen, die Lampe darbieten, die Speise auf einem Teller niederstellen und Betelblätter danebenlegen. Die Formeln vervollständigen die im Handbuch abgekürzte Gastgabenfolge; die Gaben gehören den verehrten Gottheiten und werden nicht dem Kind gegeben.
Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.
Mit der kleinen Arati-Lampe in ruhiger kreisender Bewegung vor dem Bild das Licht darbringen. Die Quelle nennt Kampferlicht; eine Öllampe ist hier als praktische heutige Alternative eingesetzt, daher wird in der Gabenformel nur Nirajana gesprochen.
Lichtgabe an Ganesha
candrādityau ca dharaṇī vidyudagnī sāthaiva ca |
tvam eva sarvajyotīṃṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda-nīrājanaṃ sandarśayāmi ||
Mond und Sonne, Erde, Blitz und Feuer: Du bist alle Lichter; nimm diese Lichtgabe an. Wir suchen den Einzahnigen zu erkennen und meditieren auf den mit dem gebogenen Rüssel; der Elefantenzahnige möge unser Verstehen anregen. Om Gam, Ehrerbietung Ganapati: Ich zeige das freudige Licht.
Drei Löffel Wasser in das Auffanggefäß geben; die Formel wird während dieser Gabe einmal gesprochen.
Wasser nach dem Licht
nīrājanānantaraṃ punar-ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Nach der Lichtgabe bringe ich erneut Wasser zum Mundspülen dar.
Blüten in den hohlen Händen halten. Der folgende Vers macht aus den äußeren Blumen konkrete innere Gaben. Nach dem letzten Vers werden die Blüten vor Ganesha abgelegt.
Die acht inneren Blüten
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntiḥ puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñānaṃ puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ devaprītikaraṃ bhavet ||
Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blüte und besonders auch Vergebung. Frieden, innere Disziplin, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit: Diese achtfache Blütengabe erfreue das Göttliche.
Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
Du mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen: Lass meine Handlungen stets ohne Hindernisse gelingen. Wieder und wieder Ehrerbietung dir, Ganapati, Sohn Gauris, Herrn der Hindernisse, Gabenschenkendem, den Göttern Lieben, rundbäuchigen, umfassenden Wohltäter der Welt, Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Verehrten. Wenn mein Tun an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war, Vinayaka, nimm das von mir Vollzogene als vollständig an.
Die Eltern verneigen sich. Das dauerhafte Ganesha-Bild bleibt am Andachtsplatz. Für diese vorbereitende Bildverehrung nennt das Handbuch keine besondere Entlassungsformel; hier wird keine zusätzliche Formel erfunden.
4. Laghu Punyaha: Wasserweihung und Segensdialog
Der Purohita stellt das vorbereitete Wassergefäß vor sich. Die Eltern bleiben beim Kind. Kusha, Wasserlöffel, Auffangschalen und die Gaben werden so bereitgelegt, dass die Handlungen ruhig ineinandergreifen. Diese vollständige kurze Ordnung heißt im Handbuch ausdrücklich Bodhayanokta; sie ist dessen Baudhayana zugeschriebene Rahmenvariante.
Absicht des Wassersegens
adya mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyartham ātma-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ gṛha-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ śuddhi-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
Heute werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und zur inneren Weihe von uns, unserem Körper, dem Haus und sämtlichen Gegenständen den reinigenden Wassersegen vollziehen.
Varuna im Wassergefäß einladen
Der Ritualleiter betrachtet Varuna, den göttlichen Hüter der Wasser, und spricht:
Anrufung Varunas
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ācake ||
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad āśāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Dich rufe ich an, Schutz suchend. Mit heiligem Gebet und Gaben suche ich dich ehrfürchtig auf. Sei uns hier aufmerksam, du weithin Gepriesener; verkürze nicht unser Leben. In diesem Gefäß meditiere ich auf Varuna und lade ihn ein.
Gastgaben für Varuna
Die gleichen Gesten werden jetzt dem Kalasha zugeordnet. Wasser wird auf dem zugehörigen Teller aufgefangen; das geweihte Wasser im Gefäß bleibt sauber. Zu jeder Formel wird die bezeichnete Gabe einmal ausgeführt.
Sitz anbieten am Wassergefäß.
Varuna: Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe einen Sitz dar.
Ehrenwasser darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Ehrenwasser dar.
Wasser für die Füße darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.
Wasser zum Mundspülen darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
Symbolisches Bad darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe das Bad dar.
Akshata als Gewandgabe darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.
Die bereitliegende Opferschnur darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe die Opferschnur dar.
Sandelholzpaste darbringen am Wassergefäß.
Varuna: Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||
Ich bringe duftende Paste dar.
Acht Blütengaben begleiten die acht ausgeschriebenen Namen.
Varunas Namensanrufungen
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
Ehrerbietung Varuna; dem Einsichtigen; dem Wohlgestalteten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Wasser; dem mit der Schlinge in der Hand; Varuna.
Duft, Licht, Speise und Betelblätter dem Wassergefäß darbieten. Die Wasseroberfläche wird dabei nicht mit Räucherwerk, Nahrung oder Lampenöl berührt.
Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.
Die kleine Lampe vor dem Kalasha zeigen und danach sicher abstellen. Die Öllampe ersetzt auch hier das im Handbuch genannte Kampferlicht.
Varunas Lichtgabe
nīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||
Ich bringe das Licht dar. Wir suchen den im Wasser Vergegenwärtigten zu erkennen und meditieren auf den blauen göttlichen Menschen; Varuna möge unser Verstehen anregen.
Die Versammlung antwortet
Der Purohita berührt das Gefäß mit dem Kusha-Büschel. Er spricht jeweils den ersten Satz, die mitwirkenden Ritualkundigen antworten mit dem zweiten. Jeder Dialog erfolgt einmal.
Wasser und Wohl
śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ ||
Leitung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Antwort: Heilsam seien die Wasser.
Friedliches Gemüt
saumanasyam astu |
astu saumanasyam ||
Leitung: Ein gutes, friedliches Gemüt sei da. – Antwort: Es sei ein friedliches Gemüt da.
Unversehrtheit
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu |
astv akṣatam ariṣṭam ||
Leitung: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da. – Antwort: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da.
Zustimmung zur Verkündigung
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye |
vācyatām ||
Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den günstigen Tag ausrufen. – Antwort: Er werde ausgerufen.
Der Purohita spricht den folgenden Vers einmal. Die Feuerbilder sind hier Bestandteil des Segensverses; an dieser Stelle wird kein Feuer entzündet und kein Ghee geopfert.
Erneuerung und Wunsch
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
Wieder mögen die Adityas, Rudras und Vasus dich entfachen, wieder die Brahmanen mit ihren Opfern, du Güterbringer. Stärke deinen Leib durch die geklärte Butter. Mögen die Wünsche des Auftraggebers wahr werden.
Ausruf des günstigen Tages
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu ||
Leitung: Verehrte Brahmanen, ruft für diesen Auftraggeber den günstigen Tag aus. – Antwort: Om, ein günstiger Tag sei es.
Die Antwort oṃ puṇyāham astu wird insgesamt dreimal gesprochen, die Bitte einmal. Danach rezitiert der Purohita:
Segen der göttlichen Mächte
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||
Wohlergehen von Mitra und Varuna; Wohlergehen von der reichen Hüterin des Weges. Indra und Agni schenken uns Wohlergehen; Aditi, bewirke unser Wohlergehen.
Bitte um Wohlergehen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu ||
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Auftraggeber Wohlergehen aus. – Antwort: Om, Wohlergehen sei da.
Die Antwort oṃ svastir astu wird insgesamt dreimal gesprochen. Danach folgt der bereits zu Beginn gesprochene Vers erneut vollständig:
Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||
Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.
Bitte um Gedeihen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu ||
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Auftraggeber Gedeihen aus. – Antwort: Om, Gedeihen sei da.
Die Antwort oṃ ṛddhir astu wird insgesamt dreimal gesprochen. Der folgende überlieferte Segensvers bittet im gesellschaftlichen und bäuerlichen Bild seiner Entstehungswelt um Wissen, Schutz, Nahrung und Fortbestand. Seine historischen Rollenbilder werden als Text bewahrt; daraus wird keine soziale Rangordnung für die heutige Familie abgeleitet.
Segen für die Lebensgemeinschaft
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatāṃ dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhrir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatāṃ nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām ||
O Brahman, in diesem Gemeinwesen möge ein Brahmane mit dem Glanz geistigen Wissens heranwachsen und ein Herrscher, als Bogenschütze und Wagenkämpfer tüchtig und tapfer. Mögen eine milchgebende Kuh, ein tragfähiger Ochse, ein schnelles Pferd, eine tatkräftige Frau und ein siegreicher Kämpfer gedeihen. Dem Auftraggeber möge ein tüchtiger junger Mensch heranwachsen, geeignet für die Versammlung. Parjanya lasse nach Bedarf Regen fallen; fruchttragende Pflanzen mögen für uns reifen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.
Bitte um Reinigung
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
Indra reinige mich durch gute Führung; Soma durch Wohlergehen, Varuna durch rechte Ordnung. König Yama reinige mich durch seine bereinigenden Kräfte; Jatavedas, der alles kennende Agni, reinige mich durch belebende Kraft. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.
Friedensgebet
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Wir erbitten Heil und Wohlergehen: Gelingen dem Opfer und dem Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen. Heilendes möge aufwachsen. Frieden sei den Zweibeinigen, Frieden den Vierbeinigen. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Varuna verabschieden und Wasser verteilen
Der Purohita nimmt eine Blüte vom Gefäß, legt sie daneben und spricht die ausdrückliche Entlassung. Das Wasser bleibt als gesegnetes Wasser verfügbar.
Varuna verabschieden
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Om Vam, Ehrerbietung Varuna. Ich geleite dich an deinen eigenen Ort – zum Segen, zum Wohlergehen und zur erneuten Wiederkehr.
Mit dem Kusha-Büschel wird wenig Wasser auf die Ritualgegenstände und zum Andachtsplatz gesprengt. Erwachsene können die Besprengung empfangen. Am Kind übernimmt die Bezugsperson die zuvor beschriebene behutsame Berührung. Dazu wird der folgende vollständige Text gesprochen; die abschließende Formel steht bereits dreimal ausgeschrieben.
Besprengung
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ | svinnaḥ snāto malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam | āpaḥ śundhantu mainasaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
Durch den Antrieb Savitris, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die bindende Kraft Sarasvatis, der Sprache, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer, der aus einer Fessel befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Waschen vom Schmutz und wie Butter durch einen Filter gereinigt wird, mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt – dreimal.
Das erste Wassergefäß wird beiseitegestellt. In der hier gewählten Laghu-Fassung gehört kein Trinken von Ritualwasser zur Schlussfolge. Die vorangehende ausführliche Fassung des Handbuchs enthält eine eigene Trinkhandlung; diese wird nicht zusätzlich in die kurze Fassung eingemischt.
5. Die eigentliche Namensgabe
Die Eltern wenden ihre Aufmerksamkeit gemeinsam dem Kind zu. Der Ritualleiter spricht die folgende besondere Absicht. Für einen Jungen wird die erste, für ein Mädchen die zweite Fassung verwendet; beide werden hier vollständig wiedergegeben. Die einmal begonnene Feier benutzt nur die passende Fassung.
Namensabsicht für einen Jungen
hariḥ oṃ tat sat | evaṃ guṇādi-śubha-tithau {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya asya kumārasya nāma dhāsyāvaha ||
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. An diesem entsprechend bestimmten günstigen Tag wollen wir diesem Jungen, geboren unter dem genannten Nakshatra und in der genannten Rashi, den Namen geben.
Namensabsicht für ein Mädchen
hariḥ oṃ tat sat | evaṃ guṇādi-śubha-tithau {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātāyāḥ asyāḥ kumāryāḥ nāma dhāsyāvaha ||
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. An diesem entsprechend bestimmten günstigen Tag wollen wir diesem Mädchen, geboren unter dem genannten Nakshatra und in der genannten Rashi, den Namen geben.
Graha-priti-dana
Die für diesen Schritt getrennt bereitgelegte Geldgabe wird dem dafür bestimmten Empfänger aus der Versammlung überreicht. Sie ist den günstigen Beziehungen zu den Grahas gewidmet. Das Namakarana-Kapitel bezeichnet diese Handlung, schreibt dafür jedoch weder eine besondere Sanskritformel noch neun einzelne Planetengaben vor. Daher geschieht sie hier still; ein zusätzliches Navagraha-Ritual wird nicht behauptet.
Den Namen mitteilen
Eine vertraute Bezugsperson hält das Kind bequem. Die zuvor bestimmte sprechende Person wendet sich zur rechten Seite des Kindes und sagt freundlich und leise, mit Abstand zum Ohr:
Die Namensformel
nāmnā tvaṃ {Name} asi ||
Du bist mit Namen {Name}.
Die Formel wird einmal gesprochen. Die gewählte Apastamba-Handbuchfassung nennt keine dreifache Wiederholung; diese wird hier nicht aus der anderen Puranokta-Fassung übernommen. Anschließend wird der Name für die Anwesenden in normaler Lautstärke wiederholt. Diese Bekanntgabe an die Gemeinschaft ist die praktische redaktionelle Ergänzung des kurzen, am Ohr gesprochenen Quellkerns. Die Familie darf die verlässlich bekannte Bedeutung des Namens in eigenen Worten erläutern.
6. Abhyudaya: Dank an die Vorfahren durch Gaben
Das Kind bleibt bei der vertrauten Bezugsperson; die nachfolgende Handlung vollziehen die Erwachsenen. Die neun vorgesehenen Empfänger nehmen ihre Plätze ein. Nandi bedeutet hier ein freudiges, dem Lebensanfang zugeordnetes Ahnengedenken, nicht die Verehrung von Shivas Stier. Es wird in der ausdrücklich genannten Form Hiranya, durch Geld- und Sachgaben, ausgeführt. Der Abschnitt enthält kein zusätzliches Tarpana und keine Feueropfer.
Vishnu als umfassender Lebensgrund
oṃ eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthag bhūtāny anekaśaḥ |
trīṃl lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
Om. Der eine Vishnu ist das große Sein und die vielfältigen einzelnen Wesen. Als Selbst der Wesen durchdringt er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und umfasst das Ganze.
Die Eltern sprechen die Absicht. Die ausführliche Kalenderbestimmung ist bereits in Schritt 2 erfolgt und wird hier nicht erneut benötigt; die fortführende Kurzform benennt den Zusammenhang mit dem begonnenen Samskara.
Nandi-Absicht
hariḥ oṃ tat sat | govinda | govinda | govinda |
saṅkalpita-karmāṅgatayā abhyudayaṃ hiraṇyarūpeṇa adya kariṣye ||
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Govinda, Govinda, Govinda. Als Bestandteil der beschlossenen Handlung werde ich heute das freudige Ahnengedenken in Form einer Geldgabe vollziehen.
Danach berühren die Eltern sauberes Wasser, wie es die Quellenanweisung apa upaspṛśya verlangt. Diese Rubrik ist eine Handlung, kein zusätzlich zu rezitierendes Mantra.
Fünf Sitzzuweisungen
Die Leitung wendet sich nacheinander den vier Paaren und dem neunten Empfänger zu. Zu jeder der folgenden Formeln werden die zugehörigen Sitzplätze mit Akshata bezeichnet. Die Verwandtschaftsbezeichnungen nehmen den Vater beziehungsweise die Mutter des Kindes als Ausgangspunkt; sie sind vor der Feier mit dem Ritualleiter zu klären. Die festen Gruppenformeln unten beziehen sich auf verstorbene Angehörige. Leben noch Personen einer genannten Vorfahrengruppe, wird die nach der Familienüberlieferung zutreffende Reihe vorab festgelegt und in die vorbereitete Rezitationsfassung eingesetzt. Lebende Eltern oder Großeltern werden nicht unverändert als verstorbene Ahnen angesprochen. Die überlieferte Shri-Vaishnava-Paddhati erläutert ausdrücklich solche Verschiebungen; das moderne Quellhandbuch kürzt diese Voraussetzung ab.
Für die beiden Repräsentanten der Vishvedevas:
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der Vishvedevas
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye satya-vasu-saṃjñakānāṃ viśveṣāṃ devānām idam āsanam ||
Die beiden Sitze gelten den Vishvedevas mit den Bezeichnungen Satya und Vasu.
Für die beiden Repräsentanten der weiblichen Vorfahren des Vaters:
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der weiblichen Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmahī-pitāmahī-mātṝṇām idam āsanam ||
Die beiden Sitze gelten den drei mütterlichen Vorfahrinnen des Vaters: seiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.
Für die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren des Vaters:
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmaha-pitāmaha-pitṝṇām idam āsanam ||
Die beiden Sitze gelten den drei väterlichen Vorfahren des Vaters: seinem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Für die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren der Mutter:
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren der Mutter
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya jananyāḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṝṇām idam āsanam ||
Die beiden Sitze gelten den drei väterlichen Vorfahren der Mutter: ihrem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Für den neunten Empfänger:
Nandi-Sitz für Vishnu
nāndī-saṃrakṣa-śrīmahāviṣṇor idam āsanam ||
Dieser Sitz gilt Shri Mahavishnu als Hüter des Nandi.
Gaben widmen und überreichen
Die Eltern nehmen Betelblätter und Akshata auf; Geld, Reis und Bananen liegen zur Übergabe bereit. Der folgende Vers gehört zur Würdigung der Gabe.
Vers zur Geldgabe
hiraṇyagarbha-garbhasthaṃ hemabījaṃ vibhāvasoḥ |
ananta-puṇya-phaladam ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
Goldener Keim des leuchtenden Feuers, im goldenen Ursprung geborgen, von unermesslicher segensreicher Frucht: Gewähre mir daraus Frieden.
Die Leitung spricht die folgenden vier Widmungen nacheinander. Anschließend verbindet die fünfte Formel die Gaben mit Vishnu und erklärt ihre Übergabe an die Empfänger. Die Geldgaben werden dabei tatsächlich übergeben; die Verse ersetzen das Geben nicht.
Vishvedevas
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye satya-vasu-saṃjñakebhyo viśvebhyo devebhyo nāndīmukhebhyaḥ |
Diese Widmung gilt den Vishvedevas namens Satya und Vasu, den dem freudigen Ahnengedenken Zugewandten.
Weibliche Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmahī-pitāmahī-mātṛbhyaḥ |
Diese Widmung gilt den weiblichen Vorfahren des Vaters: seiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.
Väterliche Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmaha-pitāmaha-pitṛbhyaḥ |
Diese Widmung gilt den väterlichen Vorfahren des Vaters: seinem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Väterliche Vorfahren der Mutter
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya jananyāḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṛbhyaḥ |
Diese Widmung gilt den väterlichen Vorfahren der Mutter: ihrem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Vishnu-Widmung und Übergabe
nāndī-saṃrakṣa-śrīmahāviṣṇave ca idam hiraṇyarūpa-nāndī-śrāddhena satyavasu-saṃjñika-viśvedeva-svarūpī prapitāmahī-pitāmahī-mātṛ-svarūpī mātuḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṛ-svarūpī nāndī-saṃrakṣaka-viṣṇu-svarūpī sarvākāro bhagavān sadevaḥ śrīvaiṣṇavebhyas tebhyas tebhyaḥ sampradade na mama | acyutaḥ prīyatām ||
Und dem Nandi behütenden Shri Mahavishnu gilt diese Geldgabe des Nandi-Shraddha. In den genannten Repräsentanten der Vishvedevas, der Vorfahren und Vishnus wird der alle Gestalten umfassende Bhagavan verehrt. Ich übergebe die Gabe den jeweiligen Shri-Vaishnava-Empfängern; sie ist nicht mehr mein. Möge Achyuta erfreut sein. Die Formel bewahrt hier die Shri-Vaishnava-Prägung des von diesem Handbuch übernommenen Nandi-Moduls.
Die Eltern haben die Gabe losgelassen. Nun folgt die Bitte, dass aus dem Gedenken wohltuendes Denken und Sprechen hervorgehen möge.
Die Gabe mit heilsamer Rede verbinden
iyaṃ ca vṛddhiḥ | iḍā devahūr manur yajñanīr bṛhaspatir ukthāmadāni śaṃsiṣad viśvedevāḥ sūktavācaḥ |
pṛthivi mātar mā mā hiṃsīḥ | madhu maniṣye madhu janiṣye madhu vakṣyāmi madhu vadiṣyāmi |
madhumatīṃ devebhyo vācam udyāsaṃ śuśrūṣeṇyāṃ manuṣyebhyas taṃ mā devā avantu śobhāyai pitaro 'numadantu ||
iḍā ehi | aditi ehi | sarasvaty ehi | śobhanaṃ śobhanam ||
Dies sei Gedeihen. Ida ruft die Götter, Manu führt die Opferhandlung; Brihaspati möge die Preisworte sprechen, und die Vishvedevas die guten Hymnen. Mutter Erde, verletze mich nicht. Süßes werde ich denken, Süßes hervorbringen, Süßes sagen und Süßes aussprechen. Für die Götter will ich freundliche Worte erheben, für die Menschen hörenswerte. Dabei mögen die Götter mich schützen, und die Vorfahren mögen dem Guten zustimmen. Komm, Ida; komm, Aditi; komm, Sarasvati. Gutes, Gutes sei da.
Reis, Bananen und Betelblätter werden den neun Empfängern gereicht; die Geldgaben sind bereits übergeben. Der Empfang wird ruhig bestätigt.
Absicht des abschließenden Wassersegens
abhyudaya-karmāṅgaṃ tad-aṅgaṃ puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
Als zugehörigen Bestandteil des Abhyudaya werde ich den Wassersegen ausführen.
Den zweiten Wassersegen vollständig durchführen
Das erste Gefäß wird nicht unbemerkt weiterverwendet: Nun wird das zweite vorbereitete Gefäß mit frischem Wasser an den Ritualplatz gestellt. Der vollständige Ablauf ist derselbe wie in Schritt 4: Varuna-Anrufung, sämtliche Gastgaben, die acht Blütenanrufungen, Duft und Licht, alle vier Eingangsantworten, die drei Segensaufrufe mit jeweils dreifacher Antwort, die vollständigen Segensverse, Varunas Entlassung und die Besprengung. Zur unmittelbaren Durchführung stehen die dafür benötigten Rezitationen in Schritt 4 vollständig beieinander; dieses zweite Durchlaufen fügt keinen neuen Text und keine Feuerhandlung hinzu. Der anfängliche Zweck-Sankalpa von Schritt 4 wird durch die unmittelbar vorstehende Nandi-Wasserabsicht ersetzt. Das Kind empfängt auch jetzt nur die zuvor beschriebene behutsame Berührung.
Nandi abschließen
svāminaḥ mayā hiraṇyena kṛtam abhyudayikaṃ sampannam |
susampannam ||
Elternteil: Verehrte, das von mir durch die Geldgabe vollzogene Abhyudaya ist abgeschlossen. – Die Ritualkundigen antworten: Es ist gut abgeschlossen.
7. Namenssegen, Dankgabe und gemeinsamer Abschluss
Die Eltern halten die Aufmerksamkeit wieder beim Kind. Der Ritualleiter erbittet für die vollzogene Namensgabe Segen. Der Namakarana-Abschnitt verwendet die Anrede Sharman; sie wird hier als traditionelle Formularanrede bewahrt und ist kein zusätzlicher Rufname des Kindes.
Bitte um Segen zur Namensgabe
yathā {Name} nāmakaraṇa-karmaṇe śarmaṇe āyuṣmate svasti bhavanto bruvantu anugṛhṇantu ||
Sprecht Segen zur Namenszeremonie für {Name}, dem ein langes Leben gewünscht wird; gewährt eure gute Zuwendung.
Für ein Mädchen wird anstelle der unmittelbar vorstehenden männlichen Formularanrede die folgende grammatisch angepasste Bitte verwendet. Das ist eine redaktionelle Flexionsanpassung, keine Behauptung eines im Handbuch separat überlieferten Mädchenverses:
Namenssegen für ein Mädchen
yathā {Name} nāmakaraṇa-karmaṇe āyuṣmatyai svasti bhavanto bruvantu anugṛhṇantu ||
Sprecht Segen zur Namenszeremonie für {Name}, der ein langes Leben gewünscht wird; gewährt eure gute Zuwendung.
Die Ritualkundigen sprechen den folgenden vollständigen Segensvers einmal. Damit wird aus dem umfangreichen Segensanhang des Handbuchs der zum Lebensanfang passende Vers gewählt; die dort ebenfalls enthaltenen Hochzeits- und Feueropfertexte werden nicht als Pflichtbestandteile einer Namensgabe ausgegeben.
Segen der Lebensfülle
śatamānaṃ bhavati śatāyuḥ puruṣaḥ śatendriya āyuṣyev endriye pratitiṣṭhati ||
Hundertfach sei das Maß; hundert Jahre Leben und volle Lebenskraft werden dem Menschen gewünscht. Möge er in Leben und Kraft fest gegründet sein.
Die Eltern überreichen die abgesprochene Dakshina an den Ritualleiter. Hierfür wird die Dankgabe in verständlichen eigenen Worten genannt: „Für die Begleitung dieser Namenszeremonie übergeben wir dir diese Gabe nach unseren Möglichkeiten.“ Das ist eine ausgewiesene deutsche Ausführungsform der variablen Übergabeformel auf Seite 72. Anschließend wird deren traditioneller Geldgabenvers gesprochen:
Vers zur Geldgabe
hiraṇyagarbha-garbhasthaṃ hemabījaṃ vibhāvasoḥ |
ananta-puṇya-phaladam ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
Goldener Keim des leuchtenden Feuers, im goldenen Ursprung geborgen, von unermesslicher segensreicher Frucht: Gewähre mir daraus Frieden.
Zum Abschluss sprechen alle den schon verwendeten Friedenswunsch erneut. Er bezieht Menschen und Tiere ein:
Friedensgebet
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Wir erbitten Heil und Wohlergehen: Gelingen dem Opfer und dem Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen. Heilendes möge aufwachsen. Frieden sei den Zweibeinigen, Frieden den Vierbeinigen. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Die neun Repräsentanten und alle weiteren Gäste werden bedankt und verabschiedet. Die Familie kann die dargebrachten, hygienisch aufbewahrten Speisen als Prasad teilen. Nahrung für das Kind bleibt dessen gewohnte Versorgung; Prasad ist hier eine Gabe für die Erwachsenen. Die Lampen werden vollständig gelöscht. Sauberes übrig gebliebenes Wasser kann nach dem Ritual an eine Pflanze gegeben werden, unbehandeltes Pflanzenmaterial wird kompostiert; Geldgaben bleiben bei den Empfängern, wiederverwendbare Gefäße werden gereinigt. Diese Hinweise zum Aufräumen sind praktische redaktionelle Ergänzungen, keine zusätzlichen Mantras.
Den Namen im Alltag mit Fürsorge verbinden
Als Yoga-Vidya-Anregung kann jede nahestehende Person eine einzelne konkrete Zusage aussprechen: etwa den Eltern regelmäßig Zeit zur Erholung zu ermöglichen oder das Kind später beim Lernen zu begleiten. Der Vers madhu vadiṣyāmi – „Ich werde freundlich sprechen“ – lässt sich gerade beim täglichen Rufen des Namens üben. Das Kind wird nicht auf die Erwartungen festgelegt, die Erwachsene mit seinem Namen verbinden; der Name begleitet einen eigenen Menschen.
Quellenfassung und redaktionelle Entscheidungen
- U. Ve. Srirama Ramanuja Acharya: Apastamba Purva Prayoga, datiert 24. Januar 2025. Vollständig herangezogene Teile: Vorwort S. 3; allgemeine Eröffnung S. 6–9; Beauftragung und Varuna-Anrufung S. 11–12; Laghu Punyaha S. 17–18; Namakarana S. 46; Abhyudaya S. 70–71; Dankgaben S. 72; Segensvers S. 74. Die Langfassung des Wassersegens S. 11–16 und die übrigen Segensseiten S. 73–79 wurden zur Abgrenzung gelesen.
- Die kurze Wasserordnung ist im Handbuch ausdrücklich Bodhayanokta; das Nandi-Modul enthält eine Shri-Vaishnava-geprägte Übergabeformel. Beide Herkunftsmerkmale sind hier offengelegt. Der Titel bezeichnet das verwendete Handbuch und beansprucht keine homogene antike Schulrezension.
- Die Puranokta-Purva-Prayoga-Fassung, S. 60–61, wurde zum Vergleich gelesen, aber ihr Reisteller mit Namensschrift, ihre dreifache Namensmitteilung und ihre weiteren Segensverse wurden nicht in die Hauptfolge übernommen.
- Gegenüber dem veröffentlichten Namakaranam als häusliches Namensfest enthält dieser Artikel die vollständige hier gewählte priestergeleitete Rahmenordnung einschließlich Nandi mit neun Empfängern. Die dortige kurze Hausform bleibt als eigenständige, anders begründete Praxis bestehen.
- Sanskrit wird als akzentlose Lesefassung wiedergegeben. Die vedische Tonführung wird dadurch nicht ersetzt. Die Buchausgabe enthält einzelne unregelmäßige Schreibungen. Eindeutige Umschrift- und Flexionsschreibungen wurden vereinheitlicht; die Herkunft der Ergänzungen wurde im Arbeitsnachweis dokumentiert. Es handelt sich nicht um eine kritische Sanskritedition. Der besondere Quellwortlaut nāma dhāsyāvaha ist bewahrt.
- Die Kurzbezeichnungen der Gastgaben sind nach dem Wortschatz des gleichen Handbuchs ausgeschrieben. Die Devanagari-Fassung wurde aus der verwendeten IAST-Lesefassung transliteriert und durch Rückübertragung geprüft; sie ist kein unabhängiger Textzeuge. Alle deutschen Bedeutungen wurden für diesen Artikel neu formuliert. Die Lebens- und Segenswünsche sind religiöse Gebete, keine Zusage bestimmter Lebensereignisse.
- Für den Abgleich einzelner Lesungen wurden Guruvandanam 1, die veröffentlichten Sanskrit-Paddhatis Nandi-Shraddha nach Srinivasa Deshika und Punyaha nach Uttamur Viraraghavarya sowie Yajurveda 20.20 konsultiert. Sie dienen der Textkontrolle; ihre abweichenden Gesamtordnungen werden nicht zusätzlich ausgeführt. Insbesondere bleibt es bei den neun Empfängern der hier gewählten modernen Handbuchfassung.
- Öllampe statt Kampferlicht, sanfte Wasserberührung am Kind, Bekanntgabe des Namens an die Gemeinschaft, deutsch ausgesprochene abschließende Dakshina-Übergabe und die Fürsorgeanregung sind ausdrücklich redaktionelle Praxisentscheidungen.
Vollständige Rezitationstexte in IAST
Hier stehen sämtliche unterschiedlichen Texte der gewählten Durchführung in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens. Persönliche Angaben in geschweiften Klammern werden vorab ausgefüllt. Die geschlechtsspezifischen Namensabsichten und abschließenden Namensbitten sind jeweils Alternativen. Die Wiederholungen und Sprecherrollen stehen im Ablauf; der Anhang fügt keine Wiederholungen hinzu.
Guru-Gruß
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
Gutes hören und sehen
bhadraṃ karṇebhiḥ śṛṇuyāma devā bhadraṃ paśyemākṣabhir yajatrāḥ |
sthirair aṅgais tuṣṭuvāṃsas tanūbhir vyaśema devahitaṃ yad āyuḥ ||
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
Wachsen in Gemeinschaft
ṛdhyāsma havyair namasopasadya | mitraṃ devaṃ mitradheyaṃ no astu |
anurādhān haviṣā vardhayantaḥ | śataṃ jīvema śaradaḥ savīrāḥ ||
Gruß an die Versammlung
namaḥ sadase namaḥ sadasaspataye namaḥ sakhīnām |
purogāṇāṃ cakṣuṣe namo dive namaḥ pṛthivyai ||
saprathā sabhāṃ me gopāya | ye ca sabhyāḥ sabhāsadaḥ |
tān indriyāvataḥ kuru | sarvam āyur upāsatām ||
Bitte um Zustimmung
aśeṣa he pariṣad bhavatpādamūle mayā samarpitām imāṃ sauvarṇīṃ yatkiñcid dakṣiṇām api yathokta-dakṣiṇām iva svīkṛtya nāmakaraṇa-karma kartuṃ yogyatā-siddhim anugṛhāṇa ||
Beauftragung und Antwort
asmin nāmakaraṇa-karmaṇi sakalaṃ kartum ācārya tvāṃ vṛṇe |
vṛto'smi | bhaviṣyāmi |
yathā vihitaṃ karma kuru |
kariṣyāmi ||
Sammlung vor der Absicht
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
Kalender- und Ortsformel
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya-brahmaṇo dvitīya-parārdhe śrīśveta-varāha-kalpe vaivasvata-manvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathama-pāde jambūdvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya-varṣe hiraṇmaya-deśe {Land} deśe {Ort} mahānagary-antargate vyāvahārikāṇāṃ prabhavādi-ṣaṣṭi-saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahr} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara-yuktāyāṃ {Nakshatra des Tages} nakṣatra-yuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayoga-śubhakaraṇe sakala-graha-guṇa-viśeṣaṇa-viśiṣṭāyām ||
Absicht und vorbereitende Handlungen
asyāṃ śubha-tithau mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyarthaṃ {Nakshatra des Auftraggebers} nakṣatre {Gotra des Auftraggebers} gotra {Name des Auftraggebers} nāma aham nāmakaraṇa-saṃskāraṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau vighneśvara-pūjāṃ kariṣye |
tad-aṅgatvena antaḥkaraṇa-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ maṇḍapa-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ svasti-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
Ganesha betrachten und anrufen
gaṇānāṃ tvā gaṇapatiṃ havāmahe kaviṃ kavīnām upamaśravastamam |
jyeṣṭharājaṃ brahmaṇāṃ brahmaṇaspata ā naḥ śṛṇvann ūtibhiḥ sīda sādanam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣata-puṣpāṇi samarpayāmi ||
Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||
Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||
Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||
Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||
Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||
Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||
Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||
Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||
Achtzehn Namensanrufungen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
Duft, Licht, Speise und Betelgabe
dhūpam āghrāpayāmi |
dīpaṃ darśayāmi |
naivedyaṃ samarpayāmi |
tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Lichtgabe an Ganesha
candrādityau ca dharaṇī vidyudagnī sāthaiva ca |
tvam eva sarvajyotīṃṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda-nīrājanaṃ sandarśayāmi ||
Wasser nach dem Licht
nīrājanānantaraṃ punar-ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Die acht inneren Blüten
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūtadayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śāntiḥ puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñānaṃ puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ devaprītikaraṃ bhavet ||
Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
Absicht des Wassersegens
adya mama upātta-samasta-durita-kṣaya-dvārā śrīparameśvara-prītyartham ātma-śuddhyarthaṃ śarīra-śuddhyarthaṃ gṛha-śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa-śuddhyarthaṃ śuddhi-puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
Anrufung Varunas
imaṃ me varuṇa śrudhī havam adyā ca mṛḍaya | tvām avasyur ācake ||
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad āśāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pramoṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
Varuna: Sitz anbieten
āsanaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Ehrenwasser darbringen
arghyaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Wasser für die Füße darbringen
pādyaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
ācamanaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Symbolisches Bad darbringen
snānaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
vastrārtham akṣatān samarpayāmi ||
Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
upavītaṃ samarpayāmi ||
Varuna: Sandelholzpaste darbringen
gandhaṃ samarpayāmi ||
Varunas Namensanrufungen
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
Varunas Lichtgabe
nīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||
Wasser und Wohl
śivā āpaḥ santu |
santu śivā āpaḥ ||
Friedliches Gemüt
saumanasyam astu |
astu saumanasyam ||
Unversehrtheit
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu |
astv akṣatam ariṣṭam ||
Zustimmung zur Verkündigung
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye |
vācyatām ||
Erneuerung und Wunsch
punas tvādityā rudrā vasavaḥ samindhatām |
punar brahmāṇo vasunītha yajñaiḥ |
ghṛtena tvaṃ tanvaṃ vardhayasva |
satyāḥ santu yajamānasya kāmāḥ ||
Ausruf des günstigen Tages
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu ||
Segen der göttlichen Mächte
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||
Bitte um Wohlergehen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svastir astu ||
Bitte um Gedeihen
bho brāhmaṇāḥ asya yajamānasya ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu ||
Segen für die Lebensgemeinschaft
ā brahman brāhmaṇo brahmavarcasī jāyatām asmin rāṣṭre rājanya iṣavyaḥ śūro mahāratho jāyatāṃ dogdhrī dhenur voḍhānaḍvān āśuḥ saptiḥ purandhrir yoṣā jiṣṇū ratheṣṭhāḥ sabheyo yuvāsya yajamānasya vīro jāyatāṃ nikāme nikāme naḥ parjanyo varṣatu phalinyo na oṣadhayaḥ pacyantāṃ yogakṣemo naḥ kalpatām ||
Bitte um Reinigung
indraḥ sunītī saha mā punātu | somaḥ svastyā varuṇaḥ samīcyā |
yamo rājā pramṛṇābhiḥ punātu mā | jātavedā morjayantyā punātu |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
Friedensgebet
tac chaṃ yor āvṛṇīmahe | gātuṃ yajñāya | gātuṃ yajñapataye |
daivī svastir astu naḥ | svastir mānuṣebhyaḥ | ūrdhvaṃ jigātu bheṣajam |
śaṃ no astu dvipade | śaṃ catuṣpade |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Varuna verabschieden
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||
Besprengung
devasya tvā savituḥ prasave 'śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ | svinnaḥ snāto malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam | āpaḥ śundhantu mainasaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
Namensabsicht für einen Jungen
hariḥ oṃ tat sat | evaṃ guṇādi-śubha-tithau {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātasya asya kumārasya nāma dhāsyāvaha ||
Namensabsicht für ein Mädchen
hariḥ oṃ tat sat | evaṃ guṇādi-śubha-tithau {Nakshatra} nakṣatre {Rashi} rāśau jātāyāḥ asyāḥ kumāryāḥ nāma dhāsyāvaha ||
Die Namensformel
nāmnā tvaṃ {Name} asi ||
Vishnu als umfassender Lebensgrund
oṃ eko viṣṇur mahad bhūtaṃ pṛthag bhūtāny anekaśaḥ |
trīṃl lokān vyāpya bhūtātmā bhuṅkte viśvabhug avyayaḥ ||
Nandi-Absicht
hariḥ oṃ tat sat | govinda | govinda | govinda |
saṅkalpita-karmāṅgatayā abhyudayaṃ hiraṇyarūpeṇa adya kariṣye ||
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der Vishvedevas
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye satya-vasu-saṃjñakānāṃ viśveṣāṃ devānām idam āsanam ||
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der weiblichen Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmahī-pitāmahī-mātṝṇām idam āsanam ||
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmaha-pitāmaha-pitṝṇām idam āsanam ||
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren der Mutter
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya jananyāḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṝṇām idam āsanam ||
Nandi-Sitz für Vishnu
nāndī-saṃrakṣa-śrīmahāviṣṇor idam āsanam ||
Vers zur Geldgabe
hiraṇyagarbha-garbhasthaṃ hemabījaṃ vibhāvasoḥ |
ananta-puṇya-phaladam ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
Vishvedevas
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye satya-vasu-saṃjñakebhyo viśvebhyo devebhyo nāndīmukhebhyaḥ |
Weibliche Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmahī-pitāmahī-mātṛbhyaḥ |
Väterliche Vorfahren des Vaters
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya janakasya prapitāmaha-pitāmaha-pitṛbhyaḥ |
Väterliche Vorfahren der Mutter
asya kumārasya nāmakaraṇa-saṃskāre aṅgabhūte asmin abhyudaye kumārasya jananyāḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṛbhyaḥ |
Vishnu-Widmung und Übergabe
nāndī-saṃrakṣa-śrīmahāviṣṇave ca idam hiraṇyarūpa-nāndī-śrāddhena satyavasu-saṃjñika-viśvedeva-svarūpī prapitāmahī-pitāmahī-mātṛ-svarūpī mātuḥ prapitāmaha-pitāmaha-pitṛ-svarūpī nāndī-saṃrakṣaka-viṣṇu-svarūpī sarvākāro bhagavān sadevaḥ śrīvaiṣṇavebhyas tebhyas tebhyaḥ sampradade na mama | acyutaḥ prīyatām ||
Die Gabe mit heilsamer Rede verbinden
iyaṃ ca vṛddhiḥ | iḍā devahūr manur yajñanīr bṛhaspatir ukthāmadāni śaṃsiṣad viśvedevāḥ sūktavācaḥ |
pṛthivi mātar mā mā hiṃsīḥ | madhu maniṣye madhu janiṣye madhu vakṣyāmi madhu vadiṣyāmi |
madhumatīṃ devebhyo vācam udyāsaṃ śuśrūṣeṇyāṃ manuṣyebhyas taṃ mā devā avantu śobhāyai pitaro 'numadantu ||
iḍā ehi | aditi ehi | sarasvaty ehi | śobhanaṃ śobhanam ||
Absicht des abschließenden Wassersegens
abhyudaya-karmāṅgaṃ tad-aṅgaṃ puṇyāha-vācanaṃ kariṣye ||
Nandi abschließen
svāminaḥ mayā hiraṇyena kṛtam abhyudayikaṃ sampannam |
susampannam ||
Bitte um Segen zur Namensgabe
yathā {Name} nāmakaraṇa-karmaṇe śarmaṇe āyuṣmate svasti bhavanto bruvantu anugṛhṇantu ||
Namenssegen für ein Mädchen
yathā {Name} nāmakaraṇa-karmaṇe āyuṣmatyai svasti bhavanto bruvantu anugṛhṇantu ||
Segen der Lebensfülle
śatamānaṃ bhavati śatāyuḥ puruṣaḥ śatendriya āyuṣyev endriye pratitiṣṭhati ||
Vollständige Rezitationstexte in Devanagari
Die deutschen Einsetzangaben bleiben zur eindeutigen Vorbereitung in geschweiften Klammern stehen und werden nicht mitgesprochen.
Guru-Gruß
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
Gutes hören und sehen
भद्रं कर्णेभिः शृणुयाम देवा भद्रं पश्येमाक्षभिर् यजत्राः ।
स्थिरैर् अङ्गैस् तुष्टुवांसस् तनूभिर् व्यशेम देवहितं यद् आयुः ॥
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
Wachsen in Gemeinschaft
ऋध्यास्म हव्यैर् नमसोपसद्य । मित्रं देवं मित्रधेयं नो अस्तु ।
अनुराधान् हविषा वर्धयन्तः । शतं जीवेम शरदः सवीराः ॥
Gruß an die Versammlung
नमः सदसे नमः सदसस्पतये नमः सखीनाम् ।
पुरोगाणां चक्षुषे नमो दिवे नमः पृथिव्यै ॥
सप्रथा सभां मे गोपाय । ये च सभ्याः सभासदः ।
तान् इन्द्रियावतः कुरु । सर्वम् आयुर् उपासताम् ॥
Bitte um Zustimmung
अशेष हे परिषद् भवत्पादमूले मया समर्पिताम् इमां सौवर्णीं यत्किञ्चिद् दक्षिणाम् अपि यथोक्त-दक्षिणाम् इव स्वीकृत्य नामकरण-कर्म कर्तुं योग्यता-सिद्धिम् अनुगृहाण ॥
Beauftragung und Antwort
अस्मिन् नामकरण-कर्मणि सकलं कर्तुम् आचार्य त्वां वृणे ।
वृतोऽस्मि । भविष्यामि ।
यथा विहितं कर्म कुरु ।
करिष्यामि ॥
Sammlung vor der Absicht
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
Kalender- und Ortsformel
हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्य श्रीभगवतो महापुरुषस्य श्रीविष्णोर् आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य-ब्रह्मणो द्वितीय-परार्धे श्रीश्वेत-वराह-कल्पे वैवस्वत-मन्वन्तरे अष्टाविंशतितमे कलियुगे कलियुगस्य प्रथम-पादे जम्बूद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय-वर्षे हिरण्मय-देशे {Land} देशे {Ort} महानगर्य्-अन्तर्गते व्यावहारिकाणां प्रभवादि-षष्टि-संवत्सराणां मध्ये {Jahr} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर-युक्तायां {Nakshatra des Tages} नक्षत्र-युक्तायां श्रीविष्णुयोगे श्रीविष्णुकरणे शुभयोग-शुभकरणे सकल-ग्रह-गुण-विशेषण-विशिष्टायाम् ॥
Absicht und vorbereitende Handlungen
अस्यां शुभ-तिथौ मम उपात्त-समस्त-दुरित-क्षय-द्वारा श्रीपरमेश्वर-प्रीत्यर्थं {Nakshatra des Auftraggebers} नक्षत्रे {Gotra des Auftraggebers} गोत्र {Name des Auftraggebers} नाम अहम् नामकरण-संस्कारं करिष्ये ।
तद्-अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर-पूजां करिष्ये ।
तद्-अङ्गत्वेन अन्तःकरण-शुद्ध्यर्थं शरीर-शुद्ध्यर्थं मण्डप-शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण-शुद्ध्यर्थं स्वस्ति-पुण्याह-वाचनं करिष्ये ॥
Ganesha betrachten und anrufen
गणानां त्वा गणपतिं हवामहे कविं कवीनाम् उपमश्रवस्तमम् ।
ज्येष्ठराजं ब्रह्मणां ब्रह्मणस्पत आ नः शृण्वन्न् ऊतिभिः सीद सादनम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि । आवाहयामि । स्थापयामि । गन्धाक्षत-पुष्पाणि समर्पयामि ॥
Sitz anbieten
आसनं समर्पयामि ॥
Ehrenwasser darbringen
अर्घ्यं समर्पयामि ॥
Wasser für die Füße darbringen
पाद्यं समर्पयामि ॥
Wasser zum Mundspülen darbringen
आचमनं समर्पयामि ॥
Symbolisches Bad darbringen
स्नानं समर्पयामि ॥
Akshata als Gewandgabe darbringen
वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
Die bereitliegende Opferschnur darbringen
उपवीतं समर्पयामि ॥
Sandelholzpaste darbringen
गन्धं समर्पयामि ॥
Achtzehn Namensanrufungen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।
Duft, Licht, Speise und Betelgabe
धूपम् आघ्रापयामि ।
दीपं दर्शयामि ।
नैवेद्यं समर्पयामि ।
ताम्बूलं समर्पयामि ॥
Lichtgabe an Ganesha
चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युदग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्वज्योतींषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द-नीराजनं सन्दर्शयामि ॥
Wasser nach dem Licht
नीराजनानन्तरं पुनर्-आचमनीयं समर्पयामि ॥
Die acht inneren Blüten
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूतदया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्तिः पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञानं पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देवप्रीतिकरं भवेत् ॥
Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
Absicht des Wassersegens
अद्य मम उपात्त-समस्त-दुरित-क्षय-द्वारा श्रीपरमेश्वर-प्रीत्यर्थम् आत्म-शुद्ध्यर्थं शरीर-शुद्ध्यर्थं गृह-शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण-शुद्ध्यर्थं शुद्धि-पुण्याह-वाचनं करिष्ये ॥
Anrufung Varunas
इमं मे वरुण श्रुधी हवम् अद्या च मृडय । त्वाम् अवस्युर् आचके ॥
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आशास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्रमोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥
Varuna: Sitz anbieten
आसनं समर्पयामि ॥
Varuna: Ehrenwasser darbringen
अर्घ्यं समर्पयामि ॥
Varuna: Wasser für die Füße darbringen
पाद्यं समर्पयामि ॥
Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
आचमनं समर्पयामि ॥
Varuna: Symbolisches Bad darbringen
स्नानं समर्पयामि ॥
Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
उपवीतं समर्पयामि ॥
Varuna: Sandelholzpaste darbringen
गन्धं समर्पयामि ॥
Varunas Namensanrufungen
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपां पतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
Varunas Lichtgabe
नीराजनं समर्पयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुणः प्रचोदयात् ॥
Wasser und Wohl
शिवा आपः सन्तु ।
सन्तु शिवा आपः ॥
Friedliches Gemüt
सौमनस्यम् अस्तु ।
अस्तु सौमनस्यम् ॥
Unversehrtheit
अक्षतं चारिष्टं चास्तु ।
अस्त्व् अक्षतम् अरिष्टम् ॥
Zustimmung zur Verkündigung
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये ।
वाच्यताम् ॥
Erneuerung und Wunsch
पुनस् त्वादित्या रुद्रा वसवः समिन्धताम् ।
पुनर् ब्रह्माणो वसुनीथ यज्ञैः ।
घृतेन त्वं तन्वं वर्धयस्व ।
सत्याः सन्तु यजमानस्य कामाः ॥
Ausruf des günstigen Tages
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु ॥
Segen der göttlichen Mächte
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति ।
स्वस्ति न इन्द्रश् चाग्निश् च स्वस्ति नो अदिते कृधि ॥
Bitte um Wohlergehen
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्तिर् अस्तु ॥
Bitte um Gedeihen
भो ब्राह्मणाः अस्य यजमानस्य ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ॥
Segen für die Lebensgemeinschaft
आ ब्रह्मन् ब्राह्मणो ब्रह्मवर्चसी जायताम् अस्मिन् राष्ट्रे राजन्य इषव्यः शूरो महारथो जायतां दोग्ध्री धेनुर् वोढानड्वान् आशुः सप्तिः पुरन्ध्रिर् योषा जिष्णू रथेष्ठाः सभेयो युवास्य यजमानस्य वीरो जायतां निकामे निकामे नः पर्जन्यो वर्षतु फलिन्यो न ओषधयः पच्यन्तां योगक्षेमो नः कल्पताम् ॥
Bitte um Reinigung
इन्द्रः सुनीती सह मा पुनातु । सोमः स्वस्त्या वरुणः समीच्या ।
यमो राजा प्रमृणाभिः पुनातु मा । जातवेदा मोर्जयन्त्या पुनातु ।
ॐ भूर् भुवः सुवः ॥
Friedensgebet
तच् छं योर् आवृणीमहे । गातुं यज्ञाय । गातुं यज्ञपतये ।
दैवी स्वस्तिर् अस्तु नः । स्वस्तिर् मानुषेभ्यः । ऊर्ध्वं जिगातु भेषजम् ।
शं नो अस्तु द्विपदे । शं चतुष्पदे ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
Varuna verabschieden
ॐ वं वरुणाय नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
शोभनार्थाय क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥
Besprengung
देवस्य त्वा सवितुः प्रसवे ऽश्विनोर् बाहुभ्यां पूष्णो हस्ताभ्यां सरस्वत्यै वाचो यन्तुर् यन्त्रेणाग्नेस् त्वा साम्राज्येन अभिषिञ्चामि ।
द्रुपदाद् इव मुमुचानः । स्विन्नः स्नातो मलाद् इव ।
पूतं पवित्रेणेवाज्यम् । आपः शुन्धन्तु मैनसः ।
ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः । ॐ भूर् भुवः सुवः ॥
Namensabsicht für einen Jungen
हरिः ॐ तत् सत् । एवं गुणादि-शुभ-तिथौ {Nakshatra} नक्षत्रे {Rashi} राशौ जातस्य अस्य कुमारस्य नाम धास्यावह ॥
Namensabsicht für ein Mädchen
हरिः ॐ तत् सत् । एवं गुणादि-शुभ-तिथौ {Nakshatra} नक्षत्रे {Rashi} राशौ जातायाः अस्याः कुमार्याः नाम धास्यावह ॥
Die Namensformel
नाम्ना त्वं {Name} असि ॥
Vishnu als umfassender Lebensgrund
ॐ एको विष्णुर् महद् भूतं पृथग् भूतान्य् अनेकशः ।
त्रींल् लोकान् व्याप्य भूतात्मा भुङ्क्ते विश्वभुग् अव्ययः ॥
Nandi-Absicht
हरिः ॐ तत् सत् । गोविन्द । गोविन्द । गोविन्द ।
सङ्कल्पित-कर्माङ्गतया अभ्युदयं हिरण्यरूपेण अद्य करिष्ये ॥
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der Vishvedevas
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये सत्य-वसु-संज्ञकानां विश्वेषां देवानाम् इदम् आसनम् ॥
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der weiblichen Vorfahren des Vaters
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनकस्य प्रपितामही-पितामही-मातॄणाम् इदम् आसनम् ॥
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren des Vaters
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनकस्य प्रपितामह-पितामह-पितॄणाम् इदम् आसनम् ॥
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren der Mutter
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनन्याः प्रपितामह-पितामह-पितॄणाम् इदम् आसनम् ॥
Nandi-Sitz für Vishnu
नान्दी-संरक्ष-श्रीमहाविष्णोर् इदम् आसनम् ॥
Vers zur Geldgabe
हिरण्यगर्भ-गर्भस्थं हेमबीजं विभावसोः ।
अनन्त-पुण्य-फलदम् अतः शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
Vishvedevas
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये सत्य-वसु-संज्ञकेभ्यो विश्वेभ्यो देवेभ्यो नान्दीमुखेभ्यः ।
Weibliche Vorfahren des Vaters
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनकस्य प्रपितामही-पितामही-मातृभ्यः ।
Väterliche Vorfahren des Vaters
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनकस्य प्रपितामह-पितामह-पितृभ्यः ।
Väterliche Vorfahren der Mutter
अस्य कुमारस्य नामकरण-संस्कारे अङ्गभूते अस्मिन् अभ्युदये कुमारस्य जनन्याः प्रपितामह-पितामह-पितृभ्यः ।
Vishnu-Widmung und Übergabe
नान्दी-संरक्ष-श्रीमहाविष्णवे च इदम् हिरण्यरूप-नान्दी-श्राद्धेन सत्यवसु-संज्ञिक-विश्वेदेव-स्वरूपी प्रपितामही-पितामही-मातृ-स्वरूपी मातुः प्रपितामह-पितामह-पितृ-स्वरूपी नान्दी-संरक्षक-विष्णु-स्वरूपी सर्वाकारो भगवान् सदेवः श्रीवैष्णवेभ्यस् तेभ्यस् तेभ्यः सम्प्रददे न मम । अच्युतः प्रीयताम् ॥
Die Gabe mit heilsamer Rede verbinden
इयं च वृद्धिः । इडा देवहूर् मनुर् यज्ञनीर् बृहस्पतिर् उक्थामदानि शंसिषद् विश्वेदेवाः सूक्तवाचः ।
पृथिवि मातर् मा मा हिंसीः । मधु मनिष्ये मधु जनिष्ये मधु वक्ष्यामि मधु वदिष्यामि ।
मधुमतीं देवेभ्यो वाचम् उद्यासं शुश्रूषेण्यां मनुष्येभ्यस् तं मा देवा अवन्तु शोभायै पितरो ऽनुमदन्तु ॥
इडा एहि । अदिति एहि । सरस्वत्य् एहि । शोभनं शोभनम् ॥
Absicht des abschließenden Wassersegens
अभ्युदय-कर्माङ्गं तद्-अङ्गं पुण्याह-वाचनं करिष्ये ॥
Nandi abschließen
स्वामिनः मया हिरण्येन कृतम् अभ्युदयिकं सम्पन्नम् ।
सुसम्पन्नम् ॥
Bitte um Segen zur Namensgabe
यथा {Name} नामकरण-कर्मणे शर्मणे आयुष्मते स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु अनुगृह्णन्तु ॥
Namenssegen für ein Mädchen
यथा {Name} नामकरण-कर्मणे आयुष्मत्यै स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु अनुगृह्णन्तु ॥
Segen der Lebensfülle
शतमानं भवति शतायुः पुरुषः शतेन्द्रिय आयुष्येव् एन्द्रिये प्रतितिष्ठति ॥
Vollständige deutsche Bedeutung der Rezitationen
Guru-Gruß
Dem verehrten Guru sei Ehrerbietung: Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara; Guru ist unmittelbar das höchste Brahman.
Gutes hören und sehen
Ihr Götter, mögen wir mit unseren Ohren Gutes hören und mit unseren Augen Gutes sehen, ihr Verehrungswürdigen. Mit kräftigen Gliedern und Körpern mögen wir euch preisend die uns bestimmte Lebenszeit erfüllen. Indra, dessen Ruhm gewachsen ist, schenke uns Wohlergehen; ebenso Pushan, der alles kennt, Tarkshya mit unversehrtem Rad und Brihaspati.
Wachsen in Gemeinschaft
Mögen wir mit Gaben gedeihen, nachdem wir uns ehrerbietig genähert haben. Der göttliche Mitra sei uns Freundschaft und Stütze. Die Anuradhas mit Opfergabe stärkend, mögen wir hundert Herbste leben, mit tüchtigen Nachkommen und Gefährten.
Gruß an die Versammlung
Ehrerbietung der Versammlung, ihrem Vorsteher und den vorangehenden Freunden; Ehrerbietung dem sehenden Licht, dem Himmel und der Erde. Weitreichender Schutz, behüte meine Versammlung und ihre Mitglieder. Stärke ihre Kräfte; mögen sie ihre ganze Lebenszeit erfüllen.
Bitte um Zustimmung
Verehrte ganze Versammlung: Nehmt diese zu euren Füßen dargebrachte Geldgabe, wie gering sie auch sei, als angemessene Dakshina an und gewährt mir euren Segen, die Namenszeremonie auszuführen.
Beauftragung und Antwort
Elternteil: Für sämtliche Handlungen dieser Namenszeremonie wähle ich dich zum Acharya. – Ritualleiter: Ich bin gewählt; ich werde diese Aufgabe übernehmen. – Elternteil: Führe die Handlung nach der überlieferten Ordnung aus. – Ritualleiter: Ich werde es tun.
Sammlung vor der Absicht
Man meditiere auf den alles durchdringenden Herrn: weiß gekleidet, mondfarben, vierarmig und mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.
Kalender- und Ortsformel
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. In dieser günstigen Zeit, innerhalb der durch Vishnus Ordnung getragenen Weltzeit – in der zweiten Hälfte von Brahmas Leben, im weißen Varaha-Kalpa, im Vaivasvata-Manvantara, im achtundzwanzigsten Kali-Yuga und dessen erstem Abschnitt – an dem genannten Ort und zu dem genannten Jahr, Sonnenhalbjahr, der Jahreszeit, dem Monat, der Mondhälfte, dem Mondtag, Wochentag und Mondhaus: Mögen die zeitlichen Bedingungen günstig sein. Die kosmischen und geographischen Bezeichnungen sind die traditionelle Perspektive dieser Gebetsformel.
Absicht und vorbereitende Handlungen
An diesem günstigen Tag werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn den Namakarana-Samskara ausführen: Ich nenne dabei mein Geburts-Nakshatra, meine Gotra und meinen Namen. Damit er ohne Hindernisse vollendet werde, beginne ich mit der Verehrung Vighneshvaras. Zur inneren Reinigung und zur Weihe von Körper, Ritualplatz und sämtlichen Gegenständen werde ich den günstigen Tag durch den Wassersegen ausrufen.
Ganesha betrachten und anrufen
Wir rufen dich, Herrn der Scharen, Weisen unter den Weisen, höchst Berühmten, erhabenen König der heiligen Gebete. Herr des Gebets, höre uns und nimm mit deinen Hilfen diesen Sitz ein. Man betrachte Siddhivinayaka: einzahnig, mit großen Ohren, Elefantengesicht und rundem Bauch, Schlinge und Stachel führend. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt: Ehrerbietung dem großen Ganapati. Ich meditiere, lade ein und vergegenwärtige dich; Duft, ungebrochene Reiskörner und Blüten bringe ich dar.
Sitz anbieten
Ich bringe einen Sitz dar.
Ehrenwasser darbringen
Ich bringe Ehrenwasser dar.
Wasser für die Füße darbringen
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.
Wasser zum Mundspülen darbringen
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
Symbolisches Bad darbringen
Ich bringe das Bad dar.
Akshata als Gewandgabe darbringen
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.
Die bereitliegende Opferschnur darbringen
Ich bringe die Opferschnur dar.
Sandelholzpaste darbringen
Ich bringe duftende Paste dar.
Achtzehn Namensanrufungen
Ehrerbietung dem mit dem schönen Gesicht; dem Einzahnigen; dem Goldbraunen; dem mit Elefantenohren; dem mit dem großen Bauch; dem Gewaltigen; dem Herrn der Hindernisse; dem selbstständigen Führer; dem mit dem Rauchbanner; dem Oberhaupt der Scharen; dem mit dem jungen Mond; dem Elefantengesichtigen; dem mit dem gebogenen Rüssel; dem mit den breiten Ohren; Heramba; dem älteren Bruder Skandas; dem Führer zur Vollendung; dem Herrn über die Hindernisse.
Duft, Licht, Speise und Betelgabe
Ich lasse den Räucherduft wahrnehmen. Ich zeige das Licht. Ich bringe die Speisegabe dar. Ich bringe die Betelgabe dar.
Lichtgabe an Ganesha
Mond und Sonne, Erde, Blitz und Feuer: Du bist alle Lichter; nimm diese Lichtgabe an. Wir suchen den Einzahnigen zu erkennen und meditieren auf den mit dem gebogenen Rüssel; der Elefantenzahnige möge unser Verstehen anregen. Om Gam, Ehrerbietung Ganapati: Ich zeige das freudige Licht.
Wasser nach dem Licht
Nach der Lichtgabe bringe ich erneut Wasser zum Mundspülen dar.
Die acht inneren Blüten
Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere. Mitgefühl mit allen Wesen ist eine Blüte und besonders auch Vergebung. Frieden, innere Disziplin, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit: Diese achtfache Blütengabe erfreue das Göttliche.
Bitte und Abschluss der Ganesha-Verehrung
Du mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen: Lass meine Handlungen stets ohne Hindernisse gelingen. Wieder und wieder Ehrerbietung dir, Ganapati, Sohn Gauris, Herrn der Hindernisse, Gabenschenkendem, den Göttern Lieben, rundbäuchigen, umfassenden Wohltäter der Welt, Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Verehrten. Wenn mein Tun an Mantra, Handlung oder Hingabe unvollkommen war, Vinayaka, nimm das von mir Vollzogene als vollständig an.
Absicht des Wassersegens
Heute werde ich zur Überwindung angesammelter Verfehlungen, zur Freude des höchsten Herrn und zur inneren Weihe von uns, unserem Körper, dem Haus und sämtlichen Gegenständen den reinigenden Wassersegen vollziehen.
Anrufung Varunas
Varuna, höre heute meinen Ruf und sei gnädig. Dich rufe ich an, Schutz suchend. Mit heiligem Gebet und Gaben suche ich dich ehrfürchtig auf. Sei uns hier aufmerksam, du weithin Gepriesener; verkürze nicht unser Leben. In diesem Gefäß meditiere ich auf Varuna und lade ihn ein.
Varuna: Sitz anbieten
Ich bringe einen Sitz dar.
Varuna: Ehrenwasser darbringen
Ich bringe Ehrenwasser dar.
Varuna: Wasser für die Füße darbringen
Ich bringe Wasser zum Waschen der Füße dar.
Varuna: Wasser zum Mundspülen darbringen
Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
Varuna: Symbolisches Bad darbringen
Ich bringe das Bad dar.
Varuna: Akshata als Gewandgabe darbringen
Ich bringe ungebrochene Reiskörner als Gewandgabe dar.
Varuna: Die bereitliegende Opferschnur darbringen
Ich bringe die Opferschnur dar.
Varuna: Sandelholzpaste darbringen
Ich bringe duftende Paste dar.
Varunas Namensanrufungen
Ehrerbietung Varuna; dem Einsichtigen; dem Wohlgestalteten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Wasser; dem mit der Schlinge in der Hand; Varuna.
Varunas Lichtgabe
Ich bringe das Licht dar. Wir suchen den im Wasser Vergegenwärtigten zu erkennen und meditieren auf den blauen göttlichen Menschen; Varuna möge unser Verstehen anregen.
Wasser und Wohl
Leitung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Antwort: Heilsam seien die Wasser.
Friedliches Gemüt
Leitung: Ein gutes, friedliches Gemüt sei da. – Antwort: Es sei ein friedliches Gemüt da.
Unversehrtheit
Leitung: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da. – Antwort: Unversehrtheit und Freiheit von Unheil seien da.
Zustimmung zur Verkündigung
Leitung: Mit eurer Zustimmung werde ich den günstigen Tag ausrufen. – Antwort: Er werde ausgerufen.
Erneuerung und Wunsch
Wieder mögen die Adityas, Rudras und Vasus dich entfachen, wieder die Brahmanen mit ihren Opfern, du Güterbringer. Stärke deinen Leib durch die geklärte Butter. Mögen die Wünsche des Auftraggebers wahr werden.
Ausruf des günstigen Tages
Leitung: Verehrte Brahmanen, ruft für diesen Auftraggeber den günstigen Tag aus. – Antwort: Om, ein günstiger Tag sei es.
Segen der göttlichen Mächte
Wohlergehen von Mitra und Varuna; Wohlergehen von der reichen Hüterin des Weges. Indra und Agni schenken uns Wohlergehen; Aditi, bewirke unser Wohlergehen.
Bitte um Wohlergehen
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Auftraggeber Wohlergehen aus. – Antwort: Om, Wohlergehen sei da.
Bitte um Gedeihen
Leitung: Verehrte Brahmanen, sprecht für diesen Auftraggeber Gedeihen aus. – Antwort: Om, Gedeihen sei da.
Segen für die Lebensgemeinschaft
O Brahman, in diesem Gemeinwesen möge ein Brahmane mit dem Glanz geistigen Wissens heranwachsen und ein Herrscher, als Bogenschütze und Wagenkämpfer tüchtig und tapfer. Mögen eine milchgebende Kuh, ein tragfähiger Ochse, ein schnelles Pferd, eine tatkräftige Frau und ein siegreicher Kämpfer gedeihen. Dem Auftraggeber möge ein tüchtiger junger Mensch heranwachsen, geeignet für die Versammlung. Parjanya lasse nach Bedarf Regen fallen; fruchttragende Pflanzen mögen für uns reifen. Erwerb und Bewahrung des Lebensnotwendigen mögen gelingen.
Bitte um Reinigung
Indra reinige mich durch gute Führung; Soma durch Wohlergehen, Varuna durch rechte Ordnung. König Yama reinige mich durch seine bereinigenden Kräfte; Jatavedas, der alles kennende Agni, reinige mich durch belebende Kraft. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt.
Friedensgebet
Wir erbitten Heil und Wohlergehen: Gelingen dem Opfer und dem Herrn des Opfers. Göttliches Wohlergehen sei uns, Wohlergehen den Menschen. Heilendes möge aufwachsen. Frieden sei den Zweibeinigen, Frieden den Vierbeinigen. Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Varuna verabschieden
Om Vam, Ehrerbietung Varuna. Ich geleite dich an deinen eigenen Ort – zum Segen, zum Wohlergehen und zur erneuten Wiederkehr.
Besprengung
Durch den Antrieb Savitris, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die bindende Kraft Sarasvatis, der Sprache, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer, der aus einer Fessel befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Waschen vom Schmutz und wie Butter durch einen Filter gereinigt wird, mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Om, Erde, Zwischenraum und Himmelswelt – dreimal.
Namensabsicht für einen Jungen
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. An diesem entsprechend bestimmten günstigen Tag wollen wir diesem Jungen, geboren unter dem genannten Nakshatra und in der genannten Rashi, den Namen geben.
Namensabsicht für ein Mädchen
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. An diesem entsprechend bestimmten günstigen Tag wollen wir diesem Mädchen, geboren unter dem genannten Nakshatra und in der genannten Rashi, den Namen geben.
Die Namensformel
Du bist mit Namen {Name}.
Vishnu als umfassender Lebensgrund
Om. Der eine Vishnu ist das große Sein und die vielfältigen einzelnen Wesen. Als Selbst der Wesen durchdringt er die drei Welten; der Unvergängliche trägt und umfasst das Ganze.
Nandi-Absicht
Hari, Om, Das ist die Wirklichkeit. Govinda, Govinda, Govinda. Als Bestandteil der beschlossenen Handlung werde ich heute das freudige Ahnengedenken in Form einer Geldgabe vollziehen.
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der Vishvedevas
Die beiden Sitze gelten den Vishvedevas mit den Bezeichnungen Satya und Vasu.
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der weiblichen Vorfahren des Vaters
Die beiden Sitze gelten den drei mütterlichen Vorfahrinnen des Vaters: seiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren des Vaters
Die beiden Sitze gelten den drei väterlichen Vorfahren des Vaters: seinem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Nandi-Sitz: die beiden Repräsentanten der väterlichen Vorfahren der Mutter
Die beiden Sitze gelten den drei väterlichen Vorfahren der Mutter: ihrem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Nandi-Sitz für Vishnu
Dieser Sitz gilt Shri Mahavishnu als Hüter des Nandi.
Vers zur Geldgabe
Goldener Keim des leuchtenden Feuers, im goldenen Ursprung geborgen, von unermesslicher segensreicher Frucht: Gewähre mir daraus Frieden.
Vishvedevas
Diese Widmung gilt den Vishvedevas namens Satya und Vasu, den dem freudigen Ahnengedenken Zugewandten.
Weibliche Vorfahren des Vaters
Diese Widmung gilt den weiblichen Vorfahren des Vaters: seiner Urgroßmutter, Großmutter und Mutter.
Väterliche Vorfahren des Vaters
Diese Widmung gilt den väterlichen Vorfahren des Vaters: seinem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Väterliche Vorfahren der Mutter
Diese Widmung gilt den väterlichen Vorfahren der Mutter: ihrem Urgroßvater, Großvater und Vater.
Vishnu-Widmung und Übergabe
Und dem Nandi behütenden Shri Mahavishnu gilt diese Geldgabe des Nandi-Shraddha. In den genannten Repräsentanten der Vishvedevas, der Vorfahren und Vishnus wird der alle Gestalten umfassende Bhagavan verehrt. Ich übergebe die Gabe den jeweiligen Shri-Vaishnava-Empfängern; sie ist nicht mehr mein. Möge Achyuta erfreut sein. Die Formel bewahrt hier die Shri-Vaishnava-Prägung des von diesem Handbuch übernommenen Nandi-Moduls.
Die Gabe mit heilsamer Rede verbinden
Dies sei Gedeihen. Ida ruft die Götter, Manu führt die Opferhandlung; Brihaspati möge die Preisworte sprechen, und die Vishvedevas die guten Hymnen. Mutter Erde, verletze mich nicht. Süßes werde ich denken, Süßes hervorbringen, Süßes sagen und Süßes aussprechen. Für die Götter will ich freundliche Worte erheben, für die Menschen hörenswerte. Dabei mögen die Götter mich schützen, und die Vorfahren mögen dem Guten zustimmen. Komm, Ida; komm, Aditi; komm, Sarasvati. Gutes, Gutes sei da.
Absicht des abschließenden Wassersegens
Als zugehörigen Bestandteil des Abhyudaya werde ich den Wassersegen ausführen.
Nandi abschließen
Elternteil: Verehrte, das von mir durch die Geldgabe vollzogene Abhyudaya ist abgeschlossen. – Die Ritualkundigen antworten: Es ist gut abgeschlossen.
Bitte um Segen zur Namensgabe
Sprecht Segen zur Namenszeremonie für {Name}, dem ein langes Leben gewünscht wird; gewährt eure gute Zuwendung.
Namenssegen für ein Mädchen
Sprecht Segen zur Namenszeremonie für {Name}, der ein langes Leben gewünscht wird; gewährt eure gute Zuwendung.
Segen der Lebensfülle
Hundertfach sei das Maß; hundert Jahre Leben und volle Lebenskraft werden dem Menschen gewünscht. Möge er in Leben und Kraft fest gegründet sein.
Ergänzende Videos
Sukadev spricht über Segen aus Yoga-Sicht und vertieft damit ein zentrales Anliegen des Namensfestes.
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