Adhyatma Upanishad
Die Adhyatma Upanishad (Sanskrit: अध्यात्मोपनिषत्, adhyātmopaniṣat) gehört zur Gruppe der Samanya Vedanta Upanishad und wird in der Muktika-Liste dem Shukla Yajurveda zugeordnet. Im Mittelpunkt steht die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta. Ihr Sanskrittext ist in unterschiedlichen Handschriften und Druckausgaben nicht immer gleich gegliedert; die folgende Ausgabe folgt der vollständig überlieferten Sanskrit-Documents-Fassung und nennt die verwendete Textgrundlage.
Inhaltlich behandelt die Schrift vor allem Abgrenzung vom Körper und Geist; Auflösung von Vasanas; beständige Nichtdualität im Alltag. Sie verbindet die Autorität der Upanishaden mit dem jeweiligen geistigen Milieu ihrer Überlieferung. Darum sollte sie zugleich aufmerksam, traditionssensibel und mit philosophischem Unterscheidungsvermögen gelesen werden.

Für heutige Übende ist entscheidend, dass Yoga hier nicht auf Körperübungen verkürzt wird. Studium, ethische Läuterung, Meditation, Hingabe und Selbsterkenntnis bilden einen Zusammenhang. Historische Ritualvorschriften oder außergewöhnliche Wirkungsbehauptungen werden in diesem Artikel als Quelleninhalt erklärt; sie sind nicht automatisch moderne Übungs- oder Heilversprechen.
Adhyatma Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung
Die folgende Studienfassung enthält den vollständigen Text in der Gliederung der benutzten Quelle. Sanskrit-Komposita und syntaktisch eng verbundene Wörter werden in der Worterklärung gelegentlich als Einheit behandelt. Bei langen Prosapassagen bezeichnet „Textabschnitt“ eine redaktionelle Sinneinheit und keine überlieferte Verszahl. Zusammengehörende Verse können gemeinsam übersetzt werden, wenn Sanskritausgabe und Vergleichsübersetzungen Halbverse oder Versgruppen unterschiedlich zählen; sämtliche Textteile bleiben dabei erhalten.
Textabschnitt 1 Adhyatma Upanishad
yatrāntaryāmyādibhedastattvato na hi yujyate |
nirbhedaṃ paramādvaitaṃ svamātramavaśiṣyate ||
Traditioneller Eröffnungsvers zur Verehrung der Lehre über die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta.
Wort-für-Wort-Erläuterung: yujyate – ist angemessen; na – nicht; hi – denn, gewiss; yatrāntaryāmyādibhedastattvato – das, jenes – Bestandteil dieses Kompositums; paramādvaitaṃ – wahrlich, gewiss – Bestandteil dieses Kompositums.
Textabschnitt 2 Adhyatma Upanishad
oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
Om. Das ist vollständig; dieses ist vollständig. Aus dem Vollständigen geht das Vollständige hervor. Wird das Vollständige vom Vollständigen genommen, bleibt das Vollständige bestehen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: śāntiḥ – Frieden; oṃ – Om, die heilige Silbe (Om).
Verse 1–2 Adhyatma Upanishad
hariḥ oṃ || antaḥśarīre nihito guhāyāmaja eko nityamasya
pṛthivī śarīraṃ yaḥ pṛthivīmantare saṃcaranyaṃ pṛthivī na veda |
yasyāpaḥśarīraṃ yo apo'ntare saṃcaranyamāpo na viduḥ |
yasya tejaḥ śarīraṃ yastejo'ntare saṃcaranyaṃ tejo na veda |
yasya vāyuḥ śarīraṃ yo vāyumantare saṃcaranyaṃ vāyurna veda |
yasyākāśaḥ śarīraṃ ya ākāśamantare saṃcaranyamākāśo na veda |
yasya manaḥ śarīraṃ yo mano'ntare saṃcaranyaṃ mano na veda |
yasya buddhiḥ śarīraṃ yo buddhimantare saṃcaranyaṃ buddhirna veda |
yasyāhaṃkāraḥ śarīraṃ yo'haṃkāramantare saṃcaranyamahaṃkāro na veda |
yasya cittaṃ śarīraṃ yaścittamantare saṃcaranyaṃ cittaṃ na veda |
yasyāvyaktaṃ śarīraṃ yo'vyaktamantare saṃcaranyamavyaktaṃ na veda |
yasyākṣaraṃ śarīraṃ yo'kṣaramantare saṃcaranyamkṣaraṃ na veda |
yasya mṛyuḥ śarīraṃ yo mṛtyumantare saṃcaranyaṃ mṛtyurna veda |
sa eṣa sarvabhūtāntarātmāpahatapāpmā divyo deva eko nārāyaṇaḥ |
ahaṃ mameti yo bhāvo dehākṣādāvanātmani | adhyāso'yaṃ nirastavyo
viduṣā brahmaniṣṭhayā || 1 ||
jñātvā svaṃ pratyagātmānaṃ buddhitadvṛttisākṣiṇam |
so'hamityeva tadvṛttyā svānyatrātmyamātmanaḥ || 2 ||
Der Eine Aja (ungeboren) befindet sich immer in der Höhle (des Herzens) im Körper. (Pṛthivī) Die Erde ist Sein Körper; obwohl Er die Erde durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Die Wasser sind Sein Körper; obwohl Er die Wasser durchdringt, kennen sie Ihn nicht. Agni ist Sein Körper; obwohl Er Agni durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Vāyu ist Sein Körper; obwohl Er Vāyu durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Ākāś ist Sein Körper; Obwohl er ākāś durchdringt, kennt er Ihn nicht. Manas ist Sein Körper; obwohl Er Manas durchdringt, kennt er Ihn nicht. Buddhi ist Sein Körper; obwohl Er Buddhi durchdringt, kennt er Ihn nicht. Ahaṅkāra ist Sein Körper; obwohl Er Ahaṅkāra durchdringt, kennt er Ihn nicht. Citta ist Sein Körper; obwohl Er Citta durchdringt, kennt er Ihn nicht. Avyakta ist Sein Körper; obwohl Er Avyakta durchdringt, kennt er Ihn nicht. Akṣara ist Sein Körper; Obwohl Er Aksara durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Mṛtyu ist Sein Leib; obwohl Er Mṛtyu durchdringt, kennt Er Ihn nicht.
Wort-für-Wort-Erläuterung: hariḥ oṃ – Hari Om; śarīraṃ – der Körper; pṛthivī – das Erdelement; buddhiḥ – Intellekt, Vernunft, Unterscheidungskraft; jñātvā – erkannt habend; cittaṃ – der Geist; yasya – dessen; vāyuḥ – der Atem, die Lebensenergie; viduḥ – die Wissenden erklären; tejaḥ – Leuchtkraft; manaḥ – Geist, Denken.
Verse 3–10 Adhyatma Upanishad
lokānuvartanaṃ tyaktvā tyaktvā dehānuvartanam |
śāstrānuvartanaṃ tyaktvā svādhyāsāpanayaṃ kuru || 3 ||
svātmanyeva sadā sthityā mano naśyati yoginaḥ |
yuktyā śrutyā svānubhūtyā jñātvā sārvātmyamātmanaḥ || 4 ||
nidrāyā lokavārtāyāḥ śabdāderātmavismṛteḥ |
kvacinnavasaraṃ dattvā cintayātmānamātmani || 5 ||
mātāpitrormalodbhūtaṃ malamāṃsamayaṃ vapuḥ |
tyaktvā caṇḍālavaddūraṃ brahmabhūya kṛtī bhava || 6 ||
ghaṭākāśaṃ mahākāśa ivātmānaṃ parātmani |
vilāpyākhaṇḍabhāvena tūṣṇīṃ bhava sadā mune || 7 ||
svaprakāśamadhiṣṭhānaṃ svayaṃbhūya sadātmanā |
brahmāṇḍamapi piṇḍāṇḍaṃ tyajyatāṃ malabhāṇḍavat || 8 ||
cidātmani sadānande deharūḍhāmahaṃdhiyam |
niveśya liṅgamutsṛjya kevalo bhava sarvadā || 9 ||
yatraiṣa jagadābhāso darpaṇāntaḥpuraṃ yathā |
tadbrahmāhamiti jñātvā kṛtakṛtyo bhavānagha || 10 ||
Die Weisen sollten durch die Praxis der tiefen Meditation des Brahman die (wiederkehrende) Vorstellung von "Ich" und "mein" im Körper und den Sinnen, die anders als Ātmā sind, auslassen. Nachdem sie sich selbst als Pratyagātmā, der Zeuge von Buddha und seinen Handlungen bekannt haben, sollte man immer "So'ham" ("Ich bin Das") denken und die Idee von Ātmā in allen anderen verlassen. Die Verfolgungen der Welt, des Körpers und der Śāstras zu schließen, machte sich daran, die falsche Zuschreibung des Selbst zu entfernen. Im Falle eines Yogi, der immer in seinem eigenen Ātmā bleibt, haben seine Geistgemeinden seine Ātmā als die Ātmā von allen durch Inferenz, Veden und Selbsterfahrung gekannt. Niemals den geringsten Spielraum für Schlaf, weltliche Gespräche, Klänge usw. zu geben, denke an Ātmā, (in dir selbst), um die (höchste) Ātmā zu sein. Shun in der Ferne wie ein caṅdāla (der Gedanke an) den Körper, der aus den Unreinheiten der Eltern erzeugt wird und aus Ausscheidungen und Fleisch besteht. Dann wirst du Brahman werden und (in einem) gesegneten Zustand sein. O Weiser, nachdem er sich (Jīva -) Ātmā in Paramātmā aufgelöst hat, mit dem Gedanken, dass er teillos ist, wie der Äther eines Glases im universellen Äther, sei immer in einem Zustand der Stille. Nachdem wir das geworden sind, was der Sitz aller Ātmās und der Selbsterstrahlende ist, geben wir den Makrokosmos und Mikrokosmos wie ein unreines Gefäß auf, nachdem wir in Cidātmā, das immer glückselig ist, die Vorstellung von "Ich", die im Körper verwurzelt ist, verschmolzen sind und die (Konzeption von) Liṅga (hier das Zeichen der Getrenntheit) entfernt haben, werden wir immer die Kevala (allein). Nachdem ich "Ich bin jenes Brahman" erkannt habe, in dem allein das Universum wie eine Stadt in einem Spiegel erscheint, werde einer, der (alle) seine Pflicht erfüllt hat, o sündloser. Der immer glückselige und selbsterleuchtende Eine, der aus dem Griff des Ahākāra befreit wird, erreicht seinen eigenen Zustand, wie der makellose Mond, der voll wird (nach der Finsternis).
Wort-für-Wort-Erläuterung: parātmani – im höchsten Selbst; cidātmani – im Bewusstsein; yoginaḥ – beim Yogi; tyaktvā – nachdem man aufgegeben hat, aufgebend; sarvadā – immer, jederzeit; naśyati – vergeht; jñātvā – erkannt habend; yathā – wie; vapuḥ – der Körper; sadā – immer; mano – mano.
Verse 11–19 Adhyatma Upanishad
ahaṃkāragrahānmuktaḥ svarūpamupapadyate |
candravadvimalaḥ pūrṇaḥ sadānandaḥ svayaṃprabhaḥ || 11 ||
kriyānāśādbhaveccintānāśo'smādvāsanākṣayaḥ |
vāsanāprakṣayo mokṣaḥ sā jīvanmuktiriṣyate || 12 ||
sarvatra sarvataḥ sarvabrahmamātrāvalokanam |
sadbhāvabhāvānādāḍhyādvāsanālayamaśnute || 13 ||
pramādo brahmaniṣṭhāyāṃ na kartavyaz kadācana |
pramādo mṛtyurityāhurvidyāyāṃ brahmavādinaḥ || 14 ||
yathāpakṛṣṭaṃ śaivālaṃ kṣaṇamātraṃ na tiṣṭhati |
āvṛṇoti tathā māyā prājñaṃ vāpi parāṅmukham || 15 ||
jīvato yasya kaivalyaṃ videho'pi sa kevalaḥ |
samādhiniṣṭhatāmetya nirvikalpo bhavānagha || 16 ||
ajñānahṛdayagrantherniḥśeṣavilayastadā |
samādhinā vikalpena yadādvaitātmadarśanam || 17 ||
atrātmatvaṃ dṛḍhīkurvannahamādiṣu saṃtyajan |
udāsīnatayā teṣu tiṣṭhedghaṭapaṭādivat || 18 ||
brahmādistambaparyantaṃ mṛṣāmātrā upādhayaḥ |
tataḥ pūrṇaṃ svamātmānaṃ paśyedekātmanā sthitam || 19 ||
Mit der Auslöschung der Handlungen entsteht die Auslöschung der cintā. Daraus entsteht der Zerfall der vāsanās; und aus letzterem entsteht mokṣa; und dies wird Jīvanmukti genannt. Alles in allen Orten und Zeiten betrachtend, während Brahman die Zerstörung der vāsanās durch die Kraft der vāsanās der sāttvic Natur bewirkt. Unachtsamkeit in Brahmaniṣṭhā durch (oder Meditation von Brahman) sollte nicht im Geringsten erlaubt werden (einschleichen). Kenner des Brahman-Stils (diese) Unachtsamkeit, in der Brāhmic-Wissenschaft, als Tod (sich selbst). So wie das Moos (momentan) sich (in einem Tank) wieder bewegte (in einer Minute), so umhüllt Māyā sogar die Weisen, sollten sie (auch nur für einen Moment) unachtsam sein. Derjenige, der den Kaivalya-Zustand während des Lebens erreicht, wird ein Kevala, auch nach dem Tod seines Körpers. Immer dem Samādhi gewidmet, werde ein Nirvikalpa (oder der unveränderliche), O sündlos. eins. Der granthi (oder Knoten) des Herzens, voll von ajñāna, wird nur dann vollständig gebrochen, wenn man sein Ātmā als sekundär durch Nirvikalpa samādhi sieht.
Wort-für-Wort-Erläuterung: kaivalyaṃ – Kaivalya, vollkommene Befreiung; tiṣṭhati – verweilt, bleibt; sarvatra – überall; kadācana – jemals, irgendwann; sthitam – stehend; kevalaḥ – der Eine, allein, ungebunden; pūrṇaṃ – vollkommen; mokṣaḥ – Befreiung; yasya – dessen; tathā – ebenso; tataḥ – dann.
Verse 20–28 Adhyatma Upanishad
svayaṃ brahmā svayaṃ viṣṇuḥ svayamindraḥ svayaṃ śivaḥ |
svayaṃ viśvamidaṃ sarvaṃ svasmādanyanna kiṃcana || 20 ||
svātmanyāropitā śeṣābhāsavastunirāsataḥ |
svayameva paraṃbrahma pūrṇamadvayamakriyam || 21 ||
asatkalpo vikalpo'yaṃ viśvamityekavastuni |
nirvikāre nirākāre nirviśeṣe bhidā kutaḥ || 22 ||
draṣṭṛdarśanadṛśyādibhāvaśūnye nirāmaye |
kalpārṇava ivātyantaṃ paripūrṇe cidātmani || 23 ||
tejasīva tamo yatra vilīnaṃ bhrāntikāraṇam |
advitīye pare tattve nirviśeṣe bhidā kutaḥ || 24 ||
ekātmake pare tattve bhedakartā kathaṃ vaset |
suṣuptau sukhamātrāyāṃ bhedaḥ kenāvalokitaḥ || 25 ||
cittamūlo vikalpo'yaṃ cittābhāve na kaścana |
ataścittaṃ samādheyi pratyagrūpe parātmani || 26 ||
akhaṇḍānandamātmānaṃ vijñāya svasvarūpataḥ |
bahirantaḥ sadānandarasāsvādanamātmani || 27 ||
vairāgyasya phalaṃ bodho bodhasyoparatiḥ phalam |
svānandānubhavacchāntireṣaivoparateḥ phalam || 28 ||
Nun, nachdem man die Vorstellung von Ātmā gestärkt und die Vorstellung von "Ich" im Körper gut aufgegeben hat, sollte man gleichgültig sein, wie er es gegenüber Krügen, Tuch usw. Von Brahma bis zu einer Säule sind alle Upādhis nur unwirklich. Daher sollte man seine Ātmā als all-voll und von selbst existierend (allein) sehen (oder erkennen). Brahma ist Swayam (Ātmā); Viṣṇu ist Ātmā; Rudra ist: Ātma; Indra ist Ātmā; Das ganze Universum ist Ātmā und es gibt nichts als Ātmā. Indem man (aus dem Geist) alle Objekte, die sich über seine Ātmā überlagern, ausstößt, wird man selbst zum Parabrahman, dem Vollen, dem Sekundenlosen und dem Handlungslosen. Wenn es keinen Unterschied zwischen dem Seher, dem Gesehenen und dem Sehen gibt, da es das Verfalllose und Cidātmā gibt, voll wie der Ozean am Ende eines Kalpa und strahlend, verschmilzt alle Dunkelheit, die Ursache der falschen Wahrnehmung, in ihm. Wer hat eine Heterogenität in Susupti (dem traumlosen Schlaf) beobachtet, wo es nur Glück gibt? Dieser Vikalpa hat seine Wurzel nur in Citta. Wenn Citta nicht ist, gibt es nichts. Deshalb vereinige das Citta mit Paramātman in seinem pratyāgātmischen Zustand. Wenn jemand Ātmā als ungebrochene Glückseligkeit an sich kennt, dann trinkt er immer den Saft (oder die Essenz) der Glückseligkeit in seinem Ātmā, ob intern oder extern.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paraṃbrahma – parambrahma; svayameva – ganz von selbst (Svayam, Eva); parātmani – im höchsten Selbst; cidātmani – im Bewusstsein; viṣṇuḥ – Vishnu; tattve – im Wesentlichen; svayaṃ – sich selbst; sarvaṃ – alles; phalam – die Frucht, das Ergebnis; kathaṃ – wie; brahmā – Brahma, der Schöpfergott (Brahma).
Verse 29–36 Adhyatma Upanishad
yadyuttarottarābhāve pūrvarūpaṃ tu niṣphalam |
nivṛttiḥ paramā tṛptirānando'nupamaḥ svataḥ || 29 ||
māyopādhirjagadyoniḥ sarvajñatvādilakṣaṇaḥ |
pārokṣyaśabalaḥ satyādyātmakastatpadābhidhaḥ || 30 ||
ālambanatayā bhāti yo'smatpratyayaśabdayoḥ |
antaḥkaraṇasaṃbhinnabodhaḥ sa tvaṃpadābhidhaḥ || 31 ||
māyāvidye vihāyaiva upādhī parajīvayoḥ |
akhaṇḍaṃ saccidānandaṃ paraṃ brahma vilakṣyate || 32 ||
itthaṃ vākyaistathārthānusandhānaṃ śravaṇaṃ bhavet |
yuktyā saṃbhāvitatvānusandhānaṃ mananaṃ tu tat || 33 ||
tābhyaṃ nirvicikitse'rthe cetasaḥ sthāpitasya yat |
ekatānatvametaddhi nididhyāsanamucyate || 34 ||
dhyātṛdhyāne parityajya kramāddhyeyaikagocaram |
nivātadīpavaccittaṃ samādhirabhidhīyate || 35 ||
vṛttayastu tadānīmapyajñātā ātmagocarāḥ |
smaraṇādanumīyante vyutthitasya samutthitāḥ || 36 ||
Die Frucht von vairāgya ist Bodha (geistige Weisheit); die Frucht von Bodha ist uparati (Verzicht); śānti (süße Geduld) wird aus dem Genuss der Glückseligkeit des eigenen Ming erreicht, und diese śānti ist die Frucht von uparati. Das, was Māyā als seine upādhi hat, ist der Mutterleib der Welt; das wahre, das die Eigenschaft der Allwissenheit hat, usw., und hat das vielfältige Geheimnis wird durch das Wort "Tat" (das) bezeichnet. Das heißt Apara (das andere oder untergeordnete), das durch Meditation auf die Idee und die Welt asmat leuchtet und dessen Bewusstsein durch antaḥkaraṇa entwickelt wird. Indem man die upādhis Māyā und avidyā von Para und Jīva (kosmische und menschliche Ātmās) trennt, realisiert man Parabrahman, der teillos ist, und Saccidānanda. Den Geist dazu zu bringen, bei solchen Sätzen (oder Ideen) zu verweilen, wie die oben genannten bilden śravaṇa (Hören). Es wird Manana (Kontemplation), wenn solche Ideen (in einem) durch logisches Denken beruhigt werden. Wenn (ihre) Bedeutung durch diese (zwei Prozesse) bestätigt wird, bildet die Konzentration des Geistes auf sie allein nididhyāsana. Das wird Samādhi genannt, in dem das Citta, das sich über die Vorstellung des Kontemplators und der Kontemplation erhebt, allmählich in das Kontemplative übergeht, wie ein vom Wind ungestörtes Licht. Selbst die mentalen Zustände sind nicht bekannt (zu der Zeit, wenn man sich im Rahmen von Ātmā befindet). Aber sie werden nur aus der Erinnerung abgeleitet, die nach dem Samādhi stattfindet. Durch dieses Samādhi werden die Kroren von Karmas zerstört, die sich während der Geburtszyklen ohne Anfang angesammelt haben und reines Dharma entwickelt wird. Kenner des Yoga nennen dies Samādhi, Dharma-Megha (Wolke), insofern es Nektarinentropfen von Karma in großen Mengen überschüttet, wenn alle Scharen von Vāsanās dadurch völlig zerstört werden, und wenn die angesammelten Karmas, tugendhaft und sündig, ausgerottet werden. und die direkte Erkenntnis offenbart sich, wie das Myrobalan in der Handfläche. Vairāgya beginnt dort, wo die Vāsanās aufhören, sich zu Objekten des Genusses zu erheben. Das Aufhören des Aufsteigens der Idee des "Ich" ist die höchste Grenze von Buddha; Uparati beginnt dort, wo die einmal zerstörten mentalen Zustände nicht wieder entstehen. Es wird gesagt, dass dieser Asket Sthitaprajñā besitzt, der immer Glückseligkeit genießt und dessen Geist in Brahman absorbiert ist, das formlos und handlungslos ist. Dieser Zustand des Geistes wird prajñā genannt, der die Einheit von Brahman und Ātmā nach tiefer Untersuchung verwirklicht, und der die Vṛtti von nirvikalpa und cinmātra hat. Er ist ein Jivanmukta, der weder die Vorstellung von "Ich" im Körper und den Sinnen hat, noch die Vorstellung von einem anderen (anders als er selbst) in allem anderen. Er ist ein Jivanmukta, der durch seine Prajñā keinen Unterschied zwischen seinem eigenen Ātmā und Brahman sowie zwischen Brahman und dem Universum sieht. Er ist ein Jivanmukta, der den Gleichmut des Geistes bewahrt, entweder wenn er vom Guten verehrt wird oder vom Bösen beschimpft wird. Jemand, der die wahre Natur Brahmans erkannt hat, ist nicht der Wiedergeburt unterworfen wie zuvor. Aber wenn er so unterworfen wäre, dann ist er kein wahrer Wissender, das Wissen, dass Brahman nur äußerlich ist. Ein Mensch ist dem Prarabdha unterworfen, solange er vom Vergnügen betroffen ist usw. Der Erreichung eines Ergebnisses geht immer eine Handlung voraus; und nirgends ist es ohne Karma. Durch die Erkenntnis "Ich bin Brahman" werden die Karmas zerstört, die sich während Hunderten von Zehnmillionen früherer Geburten angesammelt haben, wie die Handlungen im Traumzustand (die zerstört werden) während des Wachzustandes.
Wort-für-Wort-Erläuterung: paraṃ brahma – höchstes Brahman; cetasaḥ – des Geistes; svataḥ – von selbst; paramā – höchste; bhavet – soll eintreten; bhāti – es scheint; yat – welches; tat – das, jenes; tu – aber, hingegen; sa – er, dieser.
Verse 37–45 Adhyatma Upanishad
anādāviha saṃsāre saṃcitāḥ karmakoṭayaḥ |
anena vilayaṃ yānti śuddho dharmo vivardhate || 37 ||
dharmameghamimaṃ prāhuḥ samādhiṃ yogavittamāḥ |
varṣatyeṣa yathā dharmāmṛtadhārāḥ sahasraśaḥ || 38 ||
amunā vāsanājāle niḥśeṣaṃ pravilāpite |
samūlonmūlite puṇyapāpākhye karmasaṃcaye || 39 ||
vākyamapratibaddhaṃ satprākparokṣāvabhāsite |
karāmalakamavadbodhaparokṣaṃ prasūyate || 40 ||
vāsanānudayo bhogye vairāgyasya tadāvadhiḥ |
ahaṃbhāvodayābhāvo bodhasya paramāvadhiḥ || 41 ||
līnavṛtteranutpattirmaryādoparatestu sā |
sthitaprajño yatirayaṃ yaḥ sadānandamaśnute || 42 ||
brahmaṇyeva vilīnātmā nirvikāro viniṣkriyaḥ |
brahmātmanoḥ śodhitayorekabhāvāvagāhini || 43 ||
nirvikalpā ca cinmātrā vṛttiḥ prajñeti kathyate |
sā sarvadā bhavedyasya sa jīvanmukta iṣyate || 44 ||
dehendriyeṣvahaṃbhāva idaṃbhāvastadanyake |
yasya no bhavataḥ kvāpi sa jīvanmukta iṣyate || 45 ||
Ein Asket, der sich selbst als assoziativ und gleichgültig wie Äther kennt, wird zu keiner Zeit von irgendeinem seiner Karmas beeinflusst. So wie der Äther durch seinen Kontakt mit einem Topf nicht vom alkoholischen Geruch beeinflusst wird, so wird Ātmā nicht von den Guṇas beeinflusst, die von seinem Upādhi erzeugt werden. Das Prarabdha-Karma, das vor der Morgendämmerung von Jñāna zu wirken begonnen hat, wird von ihm nicht überprüft; und man sollte seine Früchte ernten, wie im Falle eines Pfeils, der auf ein Ziel ausgestoßen wird. Ein Pfeil, der auf ein Objekt mit der Idee, dass es ein Tiger ist, ausgeschüttet wird, hört nicht auf, wenn er (der Tiger) als Kuh gefunden wird; aber er (sogar) durchdringt die Markierung durch seine Geschwindigkeit, ohne anzuhalten. Wenn man seine Ātmā als frei von Alter und Tod erkennt, wie wird dann Prarabdha ihn beeinflussen? Prārabdha vollbringt (seine Arbeit) nur, wenn man seinen Körper als At ma betrachtet. Diese Vorstellung von Ātma als Körper ist überhaupt nicht wünschenswert; daher sollte sie zusammen mit Prarabdha aufgegeben werden, da es einfach eine Täuschung ist, Prarabdha diesem Körper zuzuschreiben. Wie kann es Tod geben für das, was nicht geboren ist? Wie kann es Prarabdha für das, was unwirklich ist? Der Veda spricht von Prarabdha nur in einem äußeren Sinn, um jene törichten Personen zu befriedigen, die zweifeln und sagen: "Wenn Jñāna alle Ergebnisse von Ajñāna (wie Körper, etc.) zerstören kann, woher kommt dann die Existenz dieses Körpers für einen solchen?" aber nicht, um den Weisen die Existenz des Körpers einzuimpfen.
Wort-für-Wort-Erläuterung: jīvanmukta – zu Lebzeiten befreit; kathyate – wird bezeichnet; vilayaṃ – verschmelzung; sarvadā – immer, jederzeit; iṣyate – wird angenommen; yānti – sie gelangen; yathā – wie; yasya – dessen; yaḥ – wer, welcher; sā – sie, diese; sa – er, dieser.
Verse 46–54 Adhyatma Upanishad
na pratyagbrahmaṇorbhedaṃ kadāpi brahmasargayoḥ |
prajñayā yo vijānāti sa jīvanmukta iṣyate || 46 ||
sādhubhiḥ pūjyamāne'sminpīḍyamāne'pi durjanaiḥ |
samabhāvo bhavedyasya sa jīvanmukta iṣyate || 47 ||
vijñātabrahmatattvasya yathāpūrvaṃ na saṃsṛtiḥ |
asti cenna sa vijñātabrahmabhāvo bahirmukhaḥ || 48 ||
sukhādyanubhavo yāvattāvatprārabdhamiṣyate |
phalodayaḥ kriyāpūrvo niṣkriyo nahi kutracit || 49 ||
ahaṃ brahmeti vijñānātkalpakoṭiśatārjitam |
saṃcitaṃ vilayaṃ yāti prabodhātsvapnakarmavat || 50 ||
svamasaṅgamudāsīnaṃ parijñāya nabho yathā |
na śliṣyate yatiḥ kiṃcitkadācidbhāvikarmabhiḥ || 51 ||
na nabho ghaṭayogena surāgandhena lipyate |
tathātmopādhiyogena taddharme naiva lipyate || 52 ||
jñānodayātpurārabdhaṃ karma jñānānna naśyati |
adattvā svaphalaṃ lakṣyamuddiśyotsṛṣṭabāṇavat || 53 ||
vyāghrabuddhyā vinirmukto bāṇaḥ paścāttu gomatau |
na tiṣṭhati bhinattyeva lakṣyaṃ vegena nirbharam || 54 ||
Ātmā ist all-voll, anfanglos, endlos, unermesslich, unveränderlich, voll von Sat, Chit und Ānanda, verfalllos, die eine Essenz, die ewige, die differenzierte, das Plenum, das endlose, das sein Gesicht überall hat, das eine, das weder aufgegeben noch aufgenommen werden kann, das eine, das weder unterstützt noch unterstützt werden kann, das guṇaless, das actionless, das subtile, das unveränderliche, das rostfreie, das. unbeschreiblich, die wahre Natur der eigenen Ātma, über der Reichweite von Sprache und Geist, die eine voll von Sat, das Selbst-Existenz, die makellose, die erleuchtete und die unvergleichliche;. Das ist Brahman, nur einer ohne eine Sekunde. Es gibt nicht im Geringsten viele. Er, der seine Ātmā selbst durch seine eigene Erkenntnis kennt, als derjenige, der durch keine eingeschränkt ist, ist ein Siddha (einer, der sein Ziel erreicht hat), der seine Ātmā mit der einen unveränderlichen Ātmā identifiziert hat. Wo ist diese Welt verschwunden, dann? Wie ist sie erschienen? Wo ist sie absorbiert? Es wurde von mir gerade jetzt gesehen, aber jetzt ist sie weg. Was für ein großes Wunder! Was ist geeignet, aufgenommen zu werden? und was ist abzulehnen? Was ist anders (als Ātmā)? Und was ist anders (von Ihm)? In diesem mächtigen Ozean von Brahman voller Nektar ungeteilter Glückseligkeit sehe, höre oder weiß ich nichts. Ich bleibe nur in meinem Ātmā und in meiner eigenen Natur von Sat, Ānandarūpa. Ich bin ein asaṅga (oder der Assoziierte). Ich bin ein asaṅga. Ich bin ohne Attribute. Ich bin Hari (der Herr, der die Sünde wegnimmt), ich bin der Ruhende, das Endlose, das Allvolle und das Alte, ich bin weder der Agent noch der Genießer.
Wort-für-Wort-Erläuterung: jīvanmukta – zu Lebzeiten befreit; vijānāti – weiß; tiṣṭhati – verweilt, bleibt; prajñayā – durch begriffliches Wissen, Gelehrsamkeit; kutracit – irgendwo; vilayaṃ – verschmelzung; naśyati – vergeht; lipyate – wird befleckt, berührt oder gebunden; iṣyate – wird angenommen; yathā – wie; naiva – nicht so.
Verse 55–62 Adhyatma Upanishad
ajaro'smyamaro'smīti ya ātmānaṃ prapadyate |
tadātmanā tiṣṭhato'sya kutaḥ prārabdhakalpanā || 55 ||
prārabdhaṃ siddhyati tadā yadā dehātmanā sthitiḥ |
dehātmabhāvo naiveṣṭaḥ prārabdhaṃ tyajyatāmataḥ || 56 ||
prārabdhakalpanāpyasya dehasya bhrāntireva hi || 57 ||
adhyastasya kutastattvamasatyasya kuto janiḥ |
ajātasya kuto nāśaḥ prārabdhamasataḥ kutaḥ || 58 ||
jñānenājñānakāryasya samūlasya layo yadi |
tiṣṭhatyayaṃ kathaṃ deha iti śaṅkāvato jaḍān |
samādhātuṃ bāhyadṛṣṭyā prārabdhaṃ vadati śrutiḥ || 59 ||
na tu dehādisatyatvabodhanāya vipaścitām |
paripūrṇamanādyantamaprameyamavikriyam || 60 ||
sadghanaṃ cidghanaṃ nityamānandaghanamavyayam |
pratyagekarasaṃ pūrṇamanantaṃ sarvatomukham || 61 ||
aheyamanupādeyamanādheyamanāśrayam |
nirguṇaṃ niṣkriyaṃ sūkṣmaṃ nirvikalpaṃ nirañjanam || 62 ||
Ich bin das Unveränderliche und das Verfalllose. Ich bin von der Natur der reinen Erleuchtung. Ich bin das Eine und die ewige Seligkeit.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sarvatomukham – rundherum; nirañjanam – unbefleckt, makellos; siddhyati – werden verwirklicht; nirguṇaṃ – nirgunam; sūkṣmaṃ – subtil; sthitiḥ – Zustand, Verfassung; dehasya – des Körpers; kathaṃ – wie; nāśaḥ – Auflösung, Verschwinden; kutaḥ – woher?, wie sollte?; yadā – wenn.
Verse 63–69 Adhyatma Upanishad
anirūpyasvarūpaṃ yanmanovācāmagocaram |
satsamṛddhaṃ svataḥsiddhaṃ śuddhaṃ buddhamanodṛśam || 63 ||
svānubhūtyā svayaṃ jñātvā svamātmānamakhaṇḍitam |
sa siddhaḥ susukhaṃ tiṣṭha nirvikalpātmanātmani || 64 ||
kva gataṃ kena vā nītaṃ kutra līnamidaṃ jagat |
adhunaiva mayā dṛṣṭaṃ nāsti kiṃ mahadadbhutam || 65 ||
kiṃ heyaṃ kimupādeyaṃ kimanyatkiṃ vilakṣaṇam |
akhaṇḍānandapīyūṣapūrṇabrahmamahārṇave || 66 ||
na kiṃcidatra paśyāmi na śṛṇomi na vedmyaham |
svātmanaiva sadānandarūpeṇāsmi svalakṣaṇaḥ || 67 ||
asaṅgo'hamanaṅgo'hamaliṅgo'haṃ hariḥ |
praśānto'hamananto'haṃ paripūrṇaścirantanaḥ || 68 ||
akartāhamabhoktāhamavikāro'hamavyayaḥ |
śuddha bodhasvarūpo'haṃ kevalo'haṃ sadāśivaḥ || 69 ||
etāṃ vidyāmapāntaratamāya dadau | apāntaratamo brahmaṇe dadau |
brahmā ghorāṅgirase dadau | ghorāṅgirā raikvāya dadau | raikvo rāmāya dadau |
rāmaḥ sarvebhyo bhūtebhyo dadāvityetannirvāṇānuśāsanaṃ
vedānuśāsanaṃ vedānuśāsanamityupaniṣat ||
Diese Wissenschaft wurde Apāntaratama vermittelt, der sie Brahma gab. Brahma gab sie Ghora - Aṅgiras. Ghora-Aṅgiras gab sie Raikva, der sie Rāma gab. Und Rāma gab sie allen Wesen. Dies ist die Lehre des Nirvāṇa; und dies ist die Lehre der Veden; ja, dies ist die Lehre der Veden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: sadāśivaḥ – sadashiva; śuddhaṃ – rein; siddhaḥ – vollendet, verwirklicht; paśyāmi – ich sehe; svayaṃ – sich selbst; jñātvā – erkannt habend; brahmā – Brahma, der Schöpfergott (Brahma); nāsti – gibt es keine; jagat – Welt, Universum; mayā – von mir; kiṃ – was.
Textabschnitt 12 Adhyatma Upanishad
oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||
iti adhyātmopaniṣatsamāptā ||
Om. Das ist vollständig; dieses ist vollständig. Aus dem Vollständigen geht das Vollständige hervor. Wird das Vollständige vom Vollständigen genommen, bleibt das Vollständige bestehen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.
Wort-für-Wort-Erläuterung: hariḥ oṃ – Hari Om; śāntiḥ – Frieden; iti – so, damit; kennzeichnet das Ende einer Aussage; tatsat – das, jenes – Bestandteil dieses Kompositums.
Adhyatma Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung
Name, Einordnung und Überlieferung
Der Name bezeichnet die Lehre über die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta. Als Samanya Vedanta Upanishad verbindet die Schrift upanishadische Befreiungssprache mit Begriffen, Bildern und Praktiken ihrer besonderen Tradition. Die Zuordnung zum Shukla Yajurveda beruht vor allem auf dem Muktika-Kanon und den Kolophonen der späteren Sammlungen; sie bedeutet nicht zwingend, dass der gesamte Text schon zur ältesten Schicht dieses Veda gehörte.
Die Überlieferung ist handschriftlich. Abschnitts- und Verszahlen können deshalb zwischen Ausgaben abweichen, besonders bei Prosateilen, Schlussformeln und eingeschobenen Mantras. Diese Ausgabe gibt den benutzten Text vollständig wieder und gliedert lange Prosa für Übersetzung und Worterklärung in redaktionelle Sinnabschnitte. Solche Zwischenüberschriften sind keine vorgetäuschten alten Verszahlen.
Datierung
Die genaue Entstehungszeit ist nicht gesichert. Sprache, Systematisierung und Stellung im Muktika-Kanon sprechen für eine jüngere Upanishad, deren überlieferte Gestalt wahrscheinlich im ersten Jahrtausend n. Chr. oder im frühen Mittelalter gewachsen ist. Datierungen von Neben-Upanishaden sind grundsätzlich Näherungen: Ein alter Lehrgedanke, die erhaltene sprachliche Fassung und der Zeitpunkt der Aufnahme in eine Sammlung können verschiedenen Epochen angehören.
Aufbau und Inhalt
Der Text entfaltet Abgrenzung vom Körper und Geist; Auflösung von Vasanas; beständige Nichtdualität im Alltag. Seine Bewegung führt von sichtbaren Formen, kosmologischen Zuordnungen oder Regeln immer wieder zur Frage nach dem tragenden Bewusstsein. Selbst dort, wo Ritual, Gottheit oder Mantra im Vordergrund stehen, zielt die upanishadische Deutung auf eine Umwandlung des Erkennenden.
Für die Lektüre ist es hilfreich, drei Ebenen auseinanderzuhalten: Erstens die wörtliche historische Vorschrift oder Erzählung, zweitens ihre symbolische und meditative Bedeutung und drittens die philosophische Aussage über Atman, Brahman und Befreiung. Nicht jede Passage beansprucht auf allen drei Ebenen dieselbe Art von Wahrheit.
Philosophische Kernlehre
Die zentrale Perspektive lautet: die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta. Die wechselnden Erfahrungen, Namen und Formen sind nicht das letzte Maß des Menschen. Freiheit entsteht, wenn Identifikation, Unwissenheit und zwanghafte Anhaftung durch klare Erkenntnis, Sammlung und eine gereifte Lebensführung durchschaut werden.
Diese Lehre darf nicht als bloße Behauptung „Alles ist eins“ missverstanden werden. Die Upanishaden verbinden Einsicht mit Disziplin: Der Geist soll wahrhaftig, ruhig und fein werden. Erst dann wird Nichtdualität zu gelebter Freiheit statt zu einem abstrakten Gedanken.

Beziehungen zu anderen Schriften
Thematisch steht die Adhyatma Upanishad besonders neben Akshi Upanishad, Surya Upanishad, Savitri Upanishad, Annapurna Upanishad, Atma Upanishad, Ekakshara Upanishad, Akshamalika Upanishad. Gemeinsame Motive können wörtliche Übernahmen, geteilte mündliche Traditionen oder spätere Neuinterpretationen älterer Verse anzeigen. Ähnlichkeit allein beweist jedoch keine eindeutige chronologische Abhängigkeit.
Die Bhagavad Gita verbindet ebenfalls Erkenntnis, Hingabe und Handeln; das Yoga Sutra beschreibt die Sammlung des Geistes mit einer anderen systematischen Sprache. Ein Vergleich macht sichtbar, was allen Wegen gemeinsam ist und wo die Adhyatma Upanishad einen eigenen Akzent setzt.
Bedeutung für die Tradition
Für die zugehörige Tradition legitimiert die Schrift Praxis nicht nur durch Vorschrift, sondern durch eine Sicht des Menschen und des Kosmos. Die im Text behandelten Themen – Abgrenzung vom Körper und Geist; Auflösung von Vasanas; beständige Nichtdualität im Alltag – erhalten dabei einen gemeinsamen inneren Bezug. Ritual und Symbol gewinnen ihren tiefsten Sinn, wenn sie Erinnerung, Sammlung, Selbsthingabe und Erkenntnis fördern.
Historisch war die Unterweisung häufig in eine Guru-Schüler-Beziehung eingebettet. Das gilt besonders für Bija-Mantras, Nyasa, Gelübde, intensive Atemmethoden oder weitreichende Formen der Entsagung. Die schriftliche Überlieferung bewahrt die Lehre; sie ersetzt nicht in jedem Fall die persönliche Anleitung.
Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten
Der moderne Yoga Aspirant kann die Schrift fruchtbar lesen, ohne jedes vormoderne Weltbild wörtlich übernehmen zu müssen. Er kann fragen: Welche Form von Unwissenheit wird hier beschrieben? Welche Haltung reinigt den Geist? Wie werden Körper, Atem, Gefühl, Denken und Bewusstsein miteinander verbunden? Und woran zeigt sich Befreiung im Umgang mit anderen Menschen?
Praktisch bedeutet dies: kurze Passagen regelmäßig studieren, zentrale Begriffe nachschlagen, die Lehre in stiller Meditation prüfen und ihre ethische Wirkung beobachten. Wachsende Geduld, Wahrhaftigkeit, Mitgefühl und Freiheit von zwanghaftem Begehren sind verlässlichere Zeichen als Visionen, Titel oder außergewöhnliche Erlebnisse.
Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter
Für Yogalehrer ist die Adhyatma Upanishad eine Erinnerung an sorgfältige Kontextualisierung. Ein Lehrer sollte zwischen Textaussage, traditioneller Kommentierung, persönlicher Erfahrung und überprüfbaren körperlichen Wirkungen unterscheiden. Er sollte schwierige soziale, medizinische oder sektarische Aussagen weder verschweigen noch unkritisch bestätigen.
Ein verantwortlicher Lehrer führt nicht in Abhängigkeit. Er hilft Lernenden, Schrift, Vernunft, Gewissen und eigene Erfahrung miteinander ins Gespräch zu bringen. Wo Übungen Risiken bergen oder eine Einweihung voraussetzen, gehören klare Grenzen zur spirituellen Redlichkeit.
Bleibende Botschaft
Die bleibende Einladung der Adhyatma Upanishad besteht in der vertieften Auseinandersetzung mit ihrem Kernanliegen: die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta. Formen können verschieden sein; das Ziel ist eine Freiheit, die den ganzen Menschen verwandelt. Erkenntnis wird dann lebendig, wenn sie das Herz weitet, den Geist klärt und das tägliche Handeln wahrhaftiger macht.
Adhyatma Upanishad – vollständiger Text in Devanagari
यत्रान्तर्याम्यादिभेदस्तत्त्वतो न हि युज्यते ।
निर्भेदं परमाद्वैतं स्वमात्रमवशिष्यते ॥
ॐ पूर्णमदः पूर्णमिदं पूर्णात्पूर्णमुदच्यते ।
पूर्णस्य पूर्णमादाय पूर्णमेवावशिष्यते ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥
हरिः ॐ ॥ अन्तःशरीरे निहितो गुहायामज एको नित्यमस्य
पृथिवी शरीरं यः पृथिवीमन्तरे संचरन्यं पृथिवी न वेद ।
यस्यापःशरीरं यो अपोऽन्तरे संचरन्यमापो न विदुः ।
यस्य तेजः शरीरं यस्तेजोऽन्तरे संचरन्यं तेजो न वेद ।
यस्य वायुः शरीरं यो वायुमन्तरे संचरन्यं वायुर्न वेद ।
यस्याकाशः शरीरं य आकाशमन्तरे संचरन्यमाकाशो न वेद ।
यस्य मनः शरीरं यो मनोऽन्तरे संचरन्यं मनो न वेद ।
यस्य बुद्धिः शरीरं यो बुद्धिमन्तरे संचरन्यं बुद्धिर्न वेद ।
यस्याहंकारः शरीरं योऽहंकारमन्तरे संचरन्यमहंकारो न वेद ।
यस्य चित्तं शरीरं यश्चित्तमन्तरे संचरन्यं चित्तं न वेद ।
यस्याव्यक्तं शरीरं योऽव्यक्तमन्तरे संचरन्यमव्यक्तं न वेद ।
यस्याक्षरं शरीरं योऽक्षरमन्तरे संचरन्यम्क्षरं न वेद ।
यस्य मृयुः शरीरं यो मृत्युमन्तरे संचरन्यं मृत्युर्न वेद ।
स एष सर्वभूतान्तरात्मापहतपाप्मा दिव्यो देव एको नारायणः ।
अहं ममेति यो भावो देहाक्षादावनात्मनि । अध्यासोऽयं निरस्तव्यो
विदुषा ब्रह्मनिष्ठया ॥ १॥
ज्ञात्वा स्वं प्रत्यगात्मानं बुद्धितद्वृत्तिसाक्षिणम् ।
सोऽहमित्येव तद्वृत्त्या स्वान्यत्रात्म्यमात्मनः ॥ २॥
लोकानुवर्तनं त्यक्त्वा त्यक्त्वा देहानुवर्तनम् ।
शास्त्रानुवर्तनं त्यक्त्वा स्वाध्यासापनयं कुरु ॥ ३॥
स्वात्मन्येव सदा स्थित्या मनो नश्यति योगिनः ।
युक्त्या श्रुत्या स्वानुभूत्या ज्ञात्वा सार्वात्म्यमात्मनः ॥ ४॥
निद्राया लोकवार्तायाः शब्दादेरात्मविस्मृतेः ।
क्वचिन्नवसरं दत्त्वा चिन्तयात्मानमात्मनि ॥ ५॥
मातापित्रोर्मलोद्भूतं मलमांसमयं वपुः ।
त्यक्त्वा चण्डालवद्दूरं ब्रह्मभूय कृती भव ॥ ६॥
घटाकाशं महाकाश इवात्मानं परात्मनि ।
विलाप्याखण्डभावेन तूष्णीं भव सदा मुने ॥ ७॥
स्वप्रकाशमधिष्ठानं स्वयंभूय सदात्मना ।
ब्रह्माण्डमपि पिण्डाण्डं त्यज्यतां मलभाण्डवत् ॥ ८॥
चिदात्मनि सदानन्दे देहरूढामहंधियम् ।
निवेश्य लिङ्गमुत्सृज्य केवलो भव सर्वदा ॥ ९॥
यत्रैष जगदाभासो दर्पणान्तःपुरं यथा ।
तद्ब्रह्माहमिति ज्ञात्वा कृतकृत्यो भवानघ ॥ १०॥
अहंकारग्रहान्मुक्तः स्वरूपमुपपद्यते ।
चन्द्रवद्विमलः पूर्णः सदानन्दः स्वयंप्रभः ॥ ११॥
क्रियानाशाद्भवेच्चिन्तानाशोऽस्माद्वासनाक्षयः ।
वासनाप्रक्षयो मोक्षः सा जीवन्मुक्तिरिष्यते ॥ १२॥
सर्वत्र सर्वतः सर्वब्रह्ममात्रावलोकनम् ।
सद्भावभावानादाढ्याद्वासनालयमश्नुते ॥ १३॥
प्रमादो ब्रह्मनिष्ठायां न कर्तव्यज़् कदाचन ।
प्रमादो मृत्युरित्याहुर्विद्यायां ब्रह्मवादिनः ॥ १४॥
यथापकृष्टं शैवालं क्षणमात्रं न तिष्ठति ।
आवृणोति तथा माया प्राज्ञं वापि पराङ्मुखम् ॥ १५॥
जीवतो यस्य कैवल्यं विदेहोऽपि स केवलः ।
समाधिनिष्ठतामेत्य निर्विकल्पो भवानघ ॥ १६॥
अज्ञानहृदयग्रन्थेर्निःशेषविलयस्तदा ।
समाधिना विकल्पेन यदाद्वैतात्मदर्शनम् ॥ १७॥
अत्रात्मत्वं दृढीकुर्वन्नहमादिषु संत्यजन् ।
उदासीनतया तेषु तिष्ठेद्घटपटादिवत् ॥ १८॥
ब्रह्मादिस्तम्बपर्यन्तं मृषामात्रा उपाधयः ।
ततः पूर्णं स्वमात्मानं पश्येदेकात्मना स्थितम् ॥ १९॥
स्वयं ब्रह्मा स्वयं विष्णुः स्वयमिन्द्रः स्वयं शिवः ।
स्वयं विश्वमिदं सर्वं स्वस्मादन्यन्न किंचन ॥ २०॥
स्वात्मन्यारोपिता शेषाभासवस्तुनिरासतः ।
स्वयमेव परंब्रह्म पूर्णमद्वयमक्रियम् ॥ २१॥
असत्कल्पो विकल्पोऽयं विश्वमित्येकवस्तुनि ।
निर्विकारे निराकारे निर्विशेषे भिदा कुतः ॥ २२॥
द्रष्टृदर्शनदृश्यादिभावशून्ये निरामये ।
कल्पार्णव इवात्यन्तं परिपूर्णे चिदात्मनि ॥ २३॥
तेजसीव तमो यत्र विलीनं भ्रान्तिकारणम् ।
अद्वितीये परे तत्त्वे निर्विशेषे भिदा कुतः ॥ २४॥
एकात्मके परे तत्त्वे भेदकर्ता कथं वसेत् ।
सुषुप्तौ सुखमात्रायां भेदः केनावलोकितः ॥ २५॥
चित्तमूलो विकल्पोऽयं चित्ताभावे न कश्चन ।
अतश्चित्तं समाधेयि प्रत्यग्रूपे परात्मनि ॥ २६॥
अखण्डानन्दमात्मानं विज्ञाय स्वस्वरूपतः ।
बहिरन्तः सदानन्दरसास्वादनमात्मनि ॥ २७॥
वैराग्यस्य फलं बोधो बोधस्योपरतिः फलम् ।
स्वानन्दानुभवच्छान्तिरेषैवोपरतेः फलम् ॥ २८॥
यद्युत्तरोत्तराभावे पूर्वरूपं तु निष्फलम् ।
निवृत्तिः परमा तृप्तिरानन्दोऽनुपमः स्वतः ॥ २९॥
मायोपाधिर्जगद्योनिः सर्वज्ञत्वादिलक्षणः ।
पारोक्ष्यशबलः सत्याद्यात्मकस्तत्पदाभिधः ॥ ३०॥
आलम्बनतया भाति योऽस्मत्प्रत्ययशब्दयोः ।
अन्तःकरणसंभिन्नबोधः स त्वंपदाभिधः ॥ ३१॥
मायाविद्ये विहायैव उपाधी परजीवयोः ।
अखण्डं सच्चिदानन्दं परं ब्रह्म विलक्ष्यते ॥ ३२॥
इत्थं वाक्यैस्तथार्थानुसन्धानं श्रवणं भवेत् ।
युक्त्या संभावितत्वानुसन्धानं मननं तु तत् ॥ ३३॥
ताभ्यं निर्विचिकित्सेऽर्थे चेतसः स्थापितस्य यत् ।
एकतानत्वमेतद्धि निदिध्यासनमुच्यते ॥ ३४॥
ध्यातृध्याने परित्यज्य क्रमाद्ध्येयैकगोचरम् ।
निवातदीपवच्चित्तं समाधिरभिधीयते ॥ ३५॥
वृत्तयस्तु तदानीमप्यज्ञाता आत्मगोचराः ।
स्मरणादनुमीयन्ते व्युत्थितस्य समुत्थिताः ॥ ३६॥
अनादाविह संसारे संचिताः कर्मकोटयः ।
अनेन विलयं यान्ति शुद्धो धर्मो विवर्धते ॥ ३७॥
धर्ममेघमिमं प्राहुः समाधिं योगवित्तमाः ।
वर्षत्येष यथा धर्मामृतधाराः सहस्रशः ॥ ३८॥
अमुना वासनाजाले निःशेषं प्रविलापिते ।
समूलोन्मूलिते पुण्यपापाख्ये कर्मसंचये ॥ ३९॥
वाक्यमप्रतिबद्धं सत्प्राक्परोक्षावभासिते ।
करामलकमवद्बोधपरोक्षं प्रसूयते ॥ ४०॥
वासनानुदयो भोग्ये वैराग्यस्य तदावधिः ।
अहंभावोदयाभावो बोधस्य परमावधिः ॥ ४१॥
लीनवृत्तेरनुत्पत्तिर्मर्यादोपरतेस्तु सा ।
स्थितप्रज्ञो यतिरयं यः सदानन्दमश्नुते ॥ ४२॥
ब्रह्मण्येव विलीनात्मा निर्विकारो विनिष्क्रियः ।
ब्रह्मात्मनोः शोधितयोरेकभावावगाहिनि ॥ ४३॥
निर्विकल्पा च चिन्मात्रा वृत्तिः प्रज्ञेति कथ्यते ।
सा सर्वदा भवेद्यस्य स जीवन्मुक्त इष्यते ॥ ४४॥
देहेन्द्रियेष्वहंभाव इदंभावस्तदन्यके ।
यस्य नो भवतः क्वापि स जीवन्मुक्त इष्यते ॥ ४५॥
न प्रत्यग्ब्रह्मणोर्भेदं कदापि ब्रह्मसर्गयोः ।
प्रज्ञया यो विजानाति स जीवन्मुक्त इष्यते ॥ ४६॥
साधुभिः पूज्यमानेऽस्मिन्पीड्यमानेऽपि दुर्जनैः ।
समभावो भवेद्यस्य स जीवन्मुक्त इष्यते ॥ ४७॥
विज्ञातब्रह्मतत्त्वस्य यथापूर्वं न संसृतिः ।
अस्ति चेन्न स विज्ञातब्रह्मभावो बहिर्मुखः ॥ ४८॥
सुखाद्यनुभवो यावत्तावत्प्रारब्धमिष्यते ।
फलोदयः क्रियापूर्वो निष्क्रियो नहि कुत्रचित् ॥ ४९॥
अहं ब्रह्मेति विज्ञानात्कल्पकोटिशतार्जितम् ।
संचितं विलयं याति प्रबोधात्स्वप्नकर्मवत् ॥ ५०॥
स्वमसङ्गमुदासीनं परिज्ञाय नभो यथा ।
न श्लिष्यते यतिः किंचित्कदाचिद्भाविकर्मभिः ॥ ५१॥
न नभो घटयोगेन सुरागन्धेन लिप्यते ।
तथात्मोपाधियोगेन तद्धर्मे नैव लिप्यते ॥ ५२॥
ज्ञानोदयात्पुरारब्धं कर्म ज्ञानान्न नश्यति ।
अदत्त्वा स्वफलं लक्ष्यमुद्दिश्योत्सृष्टबाणवत् ॥ ५३॥
व्याघ्रबुद्ध्या विनिर्मुक्तो बाणः पश्चात्तु गोमतौ ।
न तिष्ठति भिनत्त्येव लक्ष्यं वेगेन निर्भरम् ॥ ५४॥
अजरोऽस्म्यमरोऽस्मीति य आत्मानं प्रपद्यते ।
तदात्मना तिष्ठतोऽस्य कुतः प्रारब्धकल्पना ॥ ५५॥
प्रारब्धं सिद्ध्यति तदा यदा देहात्मना स्थितिः ।
देहात्मभावो नैवेष्टः प्रारब्धं त्यज्यतामतः ॥ ५६॥
प्रारब्धकल्पनाप्यस्य देहस्य भ्रान्तिरेव हि ॥ ५७॥
अध्यस्तस्य कुतस्तत्त्वमसत्यस्य कुतो जनिः ।
अजातस्य कुतो नाशः प्रारब्धमसतः कुतः ॥ ५८॥
ज्ञानेनाज्ञानकार्यस्य समूलस्य लयो यदि ।
तिष्ठत्ययं कथं देह इति शङ्कावतो जडान् ।
समाधातुं बाह्यदृष्ट्या प्रारब्धं वदति श्रुतिः ॥ ५९॥
न तु देहादिसत्यत्वबोधनाय विपश्चिताम् ।
परिपूर्णमनाद्यन्तमप्रमेयमविक्रियम् ॥ ६०॥
सद्घनं चिद्घनं नित्यमानन्दघनमव्ययम् ।
प्रत्यगेकरसं पूर्णमनन्तं सर्वतोमुखम् ॥ ६१॥
अहेयमनुपादेयमनाधेयमनाश्रयम् ।
निर्गुणं निष्क्रियं सूक्ष्मं निर्विकल्पं निरञ्जनम् ॥ ६२॥
अनिरूप्यस्वरूपं यन्मनोवाचामगोचरम् ।
सत्समृद्धं स्वतःसिद्धं शुद्धं बुद्धमनोदृशम् ॥ ६३॥
स्वानुभूत्या स्वयं ज्ञात्वा स्वमात्मानमखण्डितम् ।
स सिद्धः सुसुखं तिष्ठ निर्विकल्पात्मनात्मनि ॥ ६४॥
क्व गतं केन वा नीतं कुत्र लीनमिदं जगत् ।
अधुनैव मया दृष्टं नास्ति किं महदद्भुतम् ॥ ६५॥
किं हेयं किमुपादेयं किमन्यत्किं विलक्षणम् ।
अखण्डानन्दपीयूषपूर्णब्रह्ममहार्णवे ॥ ६६॥
न किंचिदत्र पश्यामि न शृणोमि न वेद्म्यहम् ।
स्वात्मनैव सदानन्दरूपेणास्मि स्वलक्षणः ॥ ६७॥
असङ्गोऽहमनङ्गोऽहमलिङ्गोऽहं हरिः ।
प्रशान्तोऽहमनन्तोऽहं परिपूर्णश्चिरन्तनः ॥ ६८॥
अकर्ताहमभोक्ताहमविकारोऽहमव्ययः ।
शुद्ध बोधस्वरूपोऽहं केवलोऽहं सदाशिवः ॥ ६९॥
एतां विद्यामपान्तरतमाय ददौ । अपान्तरतमो ब्रह्मणे ददौ ।
ब्रह्मा घोराङ्गिरसे ददौ । घोराङ्गिरा रैक्वाय ददौ । रैक्वो रामाय ददौ ।
रामः सर्वेभ्यो भूतेभ्यो ददावित्येतन्निर्वाणानुशासनं
वेदानुशासनं वेदानुशासनमित्युपनिषत् ॥
ॐ पूर्णमदः पूर्णमिदं पूर्णात्पूर्णमुदच्यते ।
पूर्णस्य पूर्णमादाय पूर्णमेवावशिष्यते ॥
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥ हरिः ॐ तत्सत् ॥
इति अध्यात्मोपनिषत्समाप्ता ॥
Adhyatma Upanishad – vollständiger Text in IAST
yatrāntaryāmyādibhedastattvato na hi yujyate |
nirbhedaṃ paramādvaitaṃ svamātramavaśiṣyate ||
oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||
hariḥ oṃ || antaḥśarīre nihito guhāyāmaja eko nityamasya
pṛthivī śarīraṃ yaḥ pṛthivīmantare saṃcaranyaṃ pṛthivī na veda |
yasyāpaḥśarīraṃ yo apo'ntare saṃcaranyamāpo na viduḥ |
yasya tejaḥ śarīraṃ yastejo'ntare saṃcaranyaṃ tejo na veda |
yasya vāyuḥ śarīraṃ yo vāyumantare saṃcaranyaṃ vāyurna veda |
yasyākāśaḥ śarīraṃ ya ākāśamantare saṃcaranyamākāśo na veda |
yasya manaḥ śarīraṃ yo mano'ntare saṃcaranyaṃ mano na veda |
yasya buddhiḥ śarīraṃ yo buddhimantare saṃcaranyaṃ buddhirna veda |
yasyāhaṃkāraḥ śarīraṃ yo'haṃkāramantare saṃcaranyamahaṃkāro na veda |
yasya cittaṃ śarīraṃ yaścittamantare saṃcaranyaṃ cittaṃ na veda |
yasyāvyaktaṃ śarīraṃ yo'vyaktamantare saṃcaranyamavyaktaṃ na veda |
yasyākṣaraṃ śarīraṃ yo'kṣaramantare saṃcaranyamkṣaraṃ na veda |
yasya mṛyuḥ śarīraṃ yo mṛtyumantare saṃcaranyaṃ mṛtyurna veda |
sa eṣa sarvabhūtāntarātmāpahatapāpmā divyo deva eko nārāyaṇaḥ |
ahaṃ mameti yo bhāvo dehākṣādāvanātmani | adhyāso'yaṃ nirastavyo
viduṣā brahmaniṣṭhayā || 1 ||
jñātvā svaṃ pratyagātmānaṃ buddhitadvṛttisākṣiṇam |
so'hamityeva tadvṛttyā svānyatrātmyamātmanaḥ || 2 ||
lokānuvartanaṃ tyaktvā tyaktvā dehānuvartanam |
śāstrānuvartanaṃ tyaktvā svādhyāsāpanayaṃ kuru || 3 ||
svātmanyeva sadā sthityā mano naśyati yoginaḥ |
yuktyā śrutyā svānubhūtyā jñātvā sārvātmyamātmanaḥ || 4 ||
nidrāyā lokavārtāyāḥ śabdāderātmavismṛteḥ |
kvacinnavasaraṃ dattvā cintayātmānamātmani || 5 ||
mātāpitrormalodbhūtaṃ malamāṃsamayaṃ vapuḥ |
tyaktvā caṇḍālavaddūraṃ brahmabhūya kṛtī bhava || 6 ||
ghaṭākāśaṃ mahākāśa ivātmānaṃ parātmani |
vilāpyākhaṇḍabhāvena tūṣṇīṃ bhava sadā mune || 7 ||
svaprakāśamadhiṣṭhānaṃ svayaṃbhūya sadātmanā |
brahmāṇḍamapi piṇḍāṇḍaṃ tyajyatāṃ malabhāṇḍavat || 8 ||
cidātmani sadānande deharūḍhāmahaṃdhiyam |
niveśya liṅgamutsṛjya kevalo bhava sarvadā || 9 ||
yatraiṣa jagadābhāso darpaṇāntaḥpuraṃ yathā |
tadbrahmāhamiti jñātvā kṛtakṛtyo bhavānagha || 10 ||
ahaṃkāragrahānmuktaḥ svarūpamupapadyate |
candravadvimalaḥ pūrṇaḥ sadānandaḥ svayaṃprabhaḥ || 11 ||
kriyānāśādbhaveccintānāśo'smādvāsanākṣayaḥ |
vāsanāprakṣayo mokṣaḥ sā jīvanmuktiriṣyate || 12 ||
sarvatra sarvataḥ sarvabrahmamātrāvalokanam |
sadbhāvabhāvānādāḍhyādvāsanālayamaśnute || 13 ||
pramādo brahmaniṣṭhāyāṃ na kartavyaz kadācana |
pramādo mṛtyurityāhurvidyāyāṃ brahmavādinaḥ || 14 ||
yathāpakṛṣṭaṃ śaivālaṃ kṣaṇamātraṃ na tiṣṭhati |
āvṛṇoti tathā māyā prājñaṃ vāpi parāṅmukham || 15 ||
jīvato yasya kaivalyaṃ videho'pi sa kevalaḥ |
samādhiniṣṭhatāmetya nirvikalpo bhavānagha || 16 ||
ajñānahṛdayagrantherniḥśeṣavilayastadā |
samādhinā vikalpena yadādvaitātmadarśanam || 17 ||
atrātmatvaṃ dṛḍhīkurvannahamādiṣu saṃtyajan |
udāsīnatayā teṣu tiṣṭhedghaṭapaṭādivat || 18 ||
brahmādistambaparyantaṃ mṛṣāmātrā upādhayaḥ |
tataḥ pūrṇaṃ svamātmānaṃ paśyedekātmanā sthitam || 19 ||
svayaṃ brahmā svayaṃ viṣṇuḥ svayamindraḥ svayaṃ śivaḥ |
svayaṃ viśvamidaṃ sarvaṃ svasmādanyanna kiṃcana || 20 ||
svātmanyāropitā śeṣābhāsavastunirāsataḥ |
svayameva paraṃbrahma pūrṇamadvayamakriyam || 21 ||
asatkalpo vikalpo'yaṃ viśvamityekavastuni |
nirvikāre nirākāre nirviśeṣe bhidā kutaḥ || 22 ||
draṣṭṛdarśanadṛśyādibhāvaśūnye nirāmaye |
kalpārṇava ivātyantaṃ paripūrṇe cidātmani || 23 ||
tejasīva tamo yatra vilīnaṃ bhrāntikāraṇam |
advitīye pare tattve nirviśeṣe bhidā kutaḥ || 24 ||
ekātmake pare tattve bhedakartā kathaṃ vaset |
suṣuptau sukhamātrāyāṃ bhedaḥ kenāvalokitaḥ || 25 ||
cittamūlo vikalpo'yaṃ cittābhāve na kaścana |
ataścittaṃ samādheyi pratyagrūpe parātmani || 26 ||
akhaṇḍānandamātmānaṃ vijñāya svasvarūpataḥ |
bahirantaḥ sadānandarasāsvādanamātmani || 27 ||
vairāgyasya phalaṃ bodho bodhasyoparatiḥ phalam |
svānandānubhavacchāntireṣaivoparateḥ phalam || 28 ||
yadyuttarottarābhāve pūrvarūpaṃ tu niṣphalam |
nivṛttiḥ paramā tṛptirānando'nupamaḥ svataḥ || 29 ||
māyopādhirjagadyoniḥ sarvajñatvādilakṣaṇaḥ |
pārokṣyaśabalaḥ satyādyātmakastatpadābhidhaḥ || 30 ||
ālambanatayā bhāti yo'smatpratyayaśabdayoḥ |
antaḥkaraṇasaṃbhinnabodhaḥ sa tvaṃpadābhidhaḥ || 31 ||
māyāvidye vihāyaiva upādhī parajīvayoḥ |
akhaṇḍaṃ saccidānandaṃ paraṃ brahma vilakṣyate || 32 ||
itthaṃ vākyaistathārthānusandhānaṃ śravaṇaṃ bhavet |
yuktyā saṃbhāvitatvānusandhānaṃ mananaṃ tu tat || 33 ||
tābhyaṃ nirvicikitse'rthe cetasaḥ sthāpitasya yat |
ekatānatvametaddhi nididhyāsanamucyate || 34 ||
dhyātṛdhyāne parityajya kramāddhyeyaikagocaram |
nivātadīpavaccittaṃ samādhirabhidhīyate || 35 ||
vṛttayastu tadānīmapyajñātā ātmagocarāḥ |
smaraṇādanumīyante vyutthitasya samutthitāḥ || 36 ||
anādāviha saṃsāre saṃcitāḥ karmakoṭayaḥ |
anena vilayaṃ yānti śuddho dharmo vivardhate || 37 ||
dharmameghamimaṃ prāhuḥ samādhiṃ yogavittamāḥ |
varṣatyeṣa yathā dharmāmṛtadhārāḥ sahasraśaḥ || 38 ||
amunā vāsanājāle niḥśeṣaṃ pravilāpite |
samūlonmūlite puṇyapāpākhye karmasaṃcaye || 39 ||
vākyamapratibaddhaṃ satprākparokṣāvabhāsite |
karāmalakamavadbodhaparokṣaṃ prasūyate || 40 ||
vāsanānudayo bhogye vairāgyasya tadāvadhiḥ |
ahaṃbhāvodayābhāvo bodhasya paramāvadhiḥ || 41 ||
līnavṛtteranutpattirmaryādoparatestu sā |
sthitaprajño yatirayaṃ yaḥ sadānandamaśnute || 42 ||
brahmaṇyeva vilīnātmā nirvikāro viniṣkriyaḥ |
brahmātmanoḥ śodhitayorekabhāvāvagāhini || 43 ||
nirvikalpā ca cinmātrā vṛttiḥ prajñeti kathyate |
sā sarvadā bhavedyasya sa jīvanmukta iṣyate || 44 ||
dehendriyeṣvahaṃbhāva idaṃbhāvastadanyake |
yasya no bhavataḥ kvāpi sa jīvanmukta iṣyate || 45 ||
na pratyagbrahmaṇorbhedaṃ kadāpi brahmasargayoḥ |
prajñayā yo vijānāti sa jīvanmukta iṣyate || 46 ||
sādhubhiḥ pūjyamāne'sminpīḍyamāne'pi durjanaiḥ |
samabhāvo bhavedyasya sa jīvanmukta iṣyate || 47 ||
vijñātabrahmatattvasya yathāpūrvaṃ na saṃsṛtiḥ |
asti cenna sa vijñātabrahmabhāvo bahirmukhaḥ || 48 ||
sukhādyanubhavo yāvattāvatprārabdhamiṣyate |
phalodayaḥ kriyāpūrvo niṣkriyo nahi kutracit || 49 ||
ahaṃ brahmeti vijñānātkalpakoṭiśatārjitam |
saṃcitaṃ vilayaṃ yāti prabodhātsvapnakarmavat || 50 ||
svamasaṅgamudāsīnaṃ parijñāya nabho yathā |
na śliṣyate yatiḥ kiṃcitkadācidbhāvikarmabhiḥ || 51 ||
na nabho ghaṭayogena surāgandhena lipyate |
tathātmopādhiyogena taddharme naiva lipyate || 52 ||
jñānodayātpurārabdhaṃ karma jñānānna naśyati |
adattvā svaphalaṃ lakṣyamuddiśyotsṛṣṭabāṇavat || 53 ||
vyāghrabuddhyā vinirmukto bāṇaḥ paścāttu gomatau |
na tiṣṭhati bhinattyeva lakṣyaṃ vegena nirbharam || 54 ||
ajaro'smyamaro'smīti ya ātmānaṃ prapadyate |
tadātmanā tiṣṭhato'sya kutaḥ prārabdhakalpanā || 55 ||
prārabdhaṃ siddhyati tadā yadā dehātmanā sthitiḥ |
dehātmabhāvo naiveṣṭaḥ prārabdhaṃ tyajyatāmataḥ || 56 ||
prārabdhakalpanāpyasya dehasya bhrāntireva hi || 57 ||
adhyastasya kutastattvamasatyasya kuto janiḥ |
ajātasya kuto nāśaḥ prārabdhamasataḥ kutaḥ || 58 ||
jñānenājñānakāryasya samūlasya layo yadi |
tiṣṭhatyayaṃ kathaṃ deha iti śaṅkāvato jaḍān |
samādhātuṃ bāhyadṛṣṭyā prārabdhaṃ vadati śrutiḥ || 59 ||
na tu dehādisatyatvabodhanāya vipaścitām |
paripūrṇamanādyantamaprameyamavikriyam || 60 ||
sadghanaṃ cidghanaṃ nityamānandaghanamavyayam |
pratyagekarasaṃ pūrṇamanantaṃ sarvatomukham || 61 ||
aheyamanupādeyamanādheyamanāśrayam |
nirguṇaṃ niṣkriyaṃ sūkṣmaṃ nirvikalpaṃ nirañjanam || 62 ||
anirūpyasvarūpaṃ yanmanovācāmagocaram |
satsamṛddhaṃ svataḥsiddhaṃ śuddhaṃ buddhamanodṛśam || 63 ||
svānubhūtyā svayaṃ jñātvā svamātmānamakhaṇḍitam |
sa siddhaḥ susukhaṃ tiṣṭha nirvikalpātmanātmani || 64 ||
kva gataṃ kena vā nītaṃ kutra līnamidaṃ jagat |
adhunaiva mayā dṛṣṭaṃ nāsti kiṃ mahadadbhutam || 65 ||
kiṃ heyaṃ kimupādeyaṃ kimanyatkiṃ vilakṣaṇam |
akhaṇḍānandapīyūṣapūrṇabrahmamahārṇave || 66 ||
na kiṃcidatra paśyāmi na śṛṇomi na vedmyaham |
svātmanaiva sadānandarūpeṇāsmi svalakṣaṇaḥ || 67 ||
asaṅgo'hamanaṅgo'hamaliṅgo'haṃ hariḥ |
praśānto'hamananto'haṃ paripūrṇaścirantanaḥ || 68 ||
akartāhamabhoktāhamavikāro'hamavyayaḥ |
śuddha bodhasvarūpo'haṃ kevalo'haṃ sadāśivaḥ || 69 ||
etāṃ vidyāmapāntaratamāya dadau | apāntaratamo brahmaṇe dadau |
brahmā ghorāṅgirase dadau | ghorāṅgirā raikvāya dadau | raikvo rāmāya dadau |
rāmaḥ sarvebhyo bhūtebhyo dadāvityetannirvāṇānuśāsanaṃ
vedānuśāsanaṃ vedānuśāsanamityupaniṣat ||
oṃ pūrṇamadaḥ pūrṇamidaṃ pūrṇātpūrṇamudacyate |
pūrṇasya pūrṇamādāya pūrṇamevāvaśiṣyate ||
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tatsat ||
iti adhyātmopaniṣatsamāptā ||
Adhyatma Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung
Der Eine Aja (ungeboren) befindet sich immer in der Höhle (des Herzens) im Körper. (Pṛthivī) Die Erde ist Sein Körper; obwohl Er die Erde durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Die Wasser sind Sein Körper; obwohl Er die Wasser durchdringt, kennen sie Ihn nicht. Agni ist Sein Körper; obwohl Er Agni durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Vāyu ist Sein Körper; obwohl Er Vāyu durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Ākāś ist Sein Körper; Obwohl er ākāś durchdringt, kennt er Ihn nicht. Manas ist Sein Körper; obwohl Er Manas durchdringt, kennt er Ihn nicht. Buddhi ist Sein Körper; obwohl Er Buddhi durchdringt, kennt er Ihn nicht. Ahaṅkāra ist Sein Körper; obwohl Er Ahaṅkāra durchdringt, kennt er Ihn nicht. Citta ist Sein Körper; obwohl Er Citta durchdringt, kennt er Ihn nicht. Avyakta ist Sein Körper; obwohl Er Avyakta durchdringt, kennt er Ihn nicht. Akṣara ist Sein Körper; Obwohl Er Aksara durchdringt, kennt Er Ihn nicht. Mṛtyu ist Sein Leib; obwohl Er Mṛtyu durchdringt, kennt Er Ihn nicht.
Die Weisen sollten durch die Praxis der tiefen Meditation des Brahman die (wiederkehrende) Vorstellung von "Ich" und "mein" im Körper und den Sinnen, die anders als Ātmā sind, auslassen. Nachdem sie sich selbst als Pratyagātmā, der Zeuge von Buddha und seinen Handlungen bekannt haben, sollte man immer "So'ham" ("Ich bin Das") denken und die Idee von Ātmā in allen anderen verlassen. Die Verfolgungen der Welt, des Körpers und der Śāstras zu schließen, machte sich daran, die falsche Zuschreibung des Selbst zu entfernen. Im Falle eines Yogi, der immer in seinem eigenen Ātmā bleibt, haben seine Geistgemeinden seine Ātmā als die Ātmā von allen durch Inferenz, Veden und Selbsterfahrung gekannt. Niemals den geringsten Spielraum für Schlaf, weltliche Gespräche, Klänge usw. zu geben, denke an Ātmā, (in dir selbst), um die (höchste) Ātmā zu sein. Shun in der Ferne wie ein caṅdāla (der Gedanke an) den Körper, der aus den Unreinheiten der Eltern erzeugt wird und aus Ausscheidungen und Fleisch besteht. Dann wirst du Brahman werden und (in einem) gesegneten Zustand sein. O Weiser, nachdem er sich (Jīva -) Ātmā in Paramātmā aufgelöst hat, mit dem Gedanken, dass er teillos ist, wie der Äther eines Glases im universellen Äther, sei immer in einem Zustand der Stille. Nachdem wir das geworden sind, was der Sitz aller Ātmās und der Selbsterstrahlende ist, geben wir den Makrokosmos und Mikrokosmos wie ein unreines Gefäß auf, nachdem wir in Cidātmā, das immer glückselig ist, die Vorstellung von "Ich", die im Körper verwurzelt ist, verschmolzen sind und die (Konzeption von) Liṅga (hier das Zeichen der Getrenntheit) entfernt haben, werden wir immer die Kevala (allein). Nachdem ich "Ich bin jenes Brahman" erkannt habe, in dem allein das Universum wie eine Stadt in einem Spiegel erscheint, werde einer, der (alle) seine Pflicht erfüllt hat, o sündloser. Der immer glückselige und selbsterleuchtende Eine, der aus dem Griff des Ahākāra befreit wird, erreicht seinen eigenen Zustand, wie der makellose Mond, der voll wird (nach der Finsternis).
Mit der Auslöschung der Handlungen entsteht die Auslöschung der cintā. Daraus entsteht der Zerfall der vāsanās; und aus letzterem entsteht mokṣa; und dies wird Jīvanmukti genannt. Alles in allen Orten und Zeiten betrachtend, während Brahman die Zerstörung der vāsanās durch die Kraft der vāsanās der sāttvic Natur bewirkt. Unachtsamkeit in Brahmaniṣṭhā durch (oder Meditation von Brahman) sollte nicht im Geringsten erlaubt werden (einschleichen). Kenner des Brahman-Stils (diese) Unachtsamkeit, in der Brāhmic-Wissenschaft, als Tod (sich selbst). So wie das Moos (momentan) sich (in einem Tank) wieder bewegte (in einer Minute), so umhüllt Māyā sogar die Weisen, sollten sie (auch nur für einen Moment) unachtsam sein. Derjenige, der den Kaivalya-Zustand während des Lebens erreicht, wird ein Kevala, auch nach dem Tod seines Körpers. Immer dem Samādhi gewidmet, werde ein Nirvikalpa (oder der unveränderliche), O sündlos. eins. Der granthi (oder Knoten) des Herzens, voll von ajñāna, wird nur dann vollständig gebrochen, wenn man sein Ātmā als sekundär durch Nirvikalpa samādhi sieht.
Nun, nachdem man die Vorstellung von Ātmā gestärkt und die Vorstellung von "Ich" im Körper gut aufgegeben hat, sollte man gleichgültig sein, wie er es gegenüber Krügen, Tuch usw. Von Brahma bis zu einer Säule sind alle Upādhis nur unwirklich. Daher sollte man seine Ātmā als all-voll und von selbst existierend (allein) sehen (oder erkennen). Brahma ist Swayam (Ātmā); Viṣṇu ist Ātmā; Rudra ist: Ātma; Indra ist Ātmā; Das ganze Universum ist Ātmā und es gibt nichts als Ātmā. Indem man (aus dem Geist) alle Objekte, die sich über seine Ātmā überlagern, ausstößt, wird man selbst zum Parabrahman, dem Vollen, dem Sekundenlosen und dem Handlungslosen. Wenn es keinen Unterschied zwischen dem Seher, dem Gesehenen und dem Sehen gibt, da es das Verfalllose und Cidātmā gibt, voll wie der Ozean am Ende eines Kalpa und strahlend, verschmilzt alle Dunkelheit, die Ursache der falschen Wahrnehmung, in ihm. Wer hat eine Heterogenität in Susupti (dem traumlosen Schlaf) beobachtet, wo es nur Glück gibt? Dieser Vikalpa hat seine Wurzel nur in Citta. Wenn Citta nicht ist, gibt es nichts. Deshalb vereinige das Citta mit Paramātman in seinem pratyāgātmischen Zustand. Wenn jemand Ātmā als ungebrochene Glückseligkeit an sich kennt, dann trinkt er immer den Saft (oder die Essenz) der Glückseligkeit in seinem Ātmā, ob intern oder extern.
Die Frucht von vairāgya ist Bodha (geistige Weisheit); die Frucht von Bodha ist uparati (Verzicht); śānti (süße Geduld) wird aus dem Genuss der Glückseligkeit des eigenen Ming erreicht, und diese śānti ist die Frucht von uparati. Das, was Māyā als seine upādhi hat, ist der Mutterleib der Welt; das wahre, das die Eigenschaft der Allwissenheit hat, usw., und hat das vielfältige Geheimnis wird durch das Wort "Tat" (das) bezeichnet. Das heißt Apara (das andere oder untergeordnete), das durch Meditation auf die Idee und die Welt asmat leuchtet und dessen Bewusstsein durch antaḥkaraṇa entwickelt wird. Indem man die upādhis Māyā und avidyā von Para und Jīva (kosmische und menschliche Ātmās) trennt, realisiert man Parabrahman, der teillos ist, und Saccidānanda. Den Geist dazu zu bringen, bei solchen Sätzen (oder Ideen) zu verweilen, wie die oben genannten bilden śravaṇa (Hören). Es wird Manana (Kontemplation), wenn solche Ideen (in einem) durch logisches Denken beruhigt werden. Wenn (ihre) Bedeutung durch diese (zwei Prozesse) bestätigt wird, bildet die Konzentration des Geistes auf sie allein nididhyāsana. Das wird Samādhi genannt, in dem das Citta, das sich über die Vorstellung des Kontemplators und der Kontemplation erhebt, allmählich in das Kontemplative übergeht, wie ein vom Wind ungestörtes Licht. Selbst die mentalen Zustände sind nicht bekannt (zu der Zeit, wenn man sich im Rahmen von Ātmā befindet). Aber sie werden nur aus der Erinnerung abgeleitet, die nach dem Samādhi stattfindet. Durch dieses Samādhi werden die Kroren von Karmas zerstört, die sich während der Geburtszyklen ohne Anfang angesammelt haben und reines Dharma entwickelt wird. Kenner des Yoga nennen dies Samādhi, Dharma-Megha (Wolke), insofern es Nektarinentropfen von Karma in großen Mengen überschüttet, wenn alle Scharen von Vāsanās dadurch völlig zerstört werden, und wenn die angesammelten Karmas, tugendhaft und sündig, ausgerottet werden. und die direkte Erkenntnis offenbart sich, wie das Myrobalan in der Handfläche. Vairāgya beginnt dort, wo die Vāsanās aufhören, sich zu Objekten des Genusses zu erheben. Das Aufhören des Aufsteigens der Idee des "Ich" ist die höchste Grenze von Buddha; Uparati beginnt dort, wo die einmal zerstörten mentalen Zustände nicht wieder entstehen. Es wird gesagt, dass dieser Asket Sthitaprajñā besitzt, der immer Glückseligkeit genießt und dessen Geist in Brahman absorbiert ist, das formlos und handlungslos ist. Dieser Zustand des Geistes wird prajñā genannt, der die Einheit von Brahman und Ātmā nach tiefer Untersuchung verwirklicht, und der die Vṛtti von nirvikalpa und cinmātra hat. Er ist ein Jivanmukta, der weder die Vorstellung von "Ich" im Körper und den Sinnen hat, noch die Vorstellung von einem anderen (anders als er selbst) in allem anderen. Er ist ein Jivanmukta, der durch seine Prajñā keinen Unterschied zwischen seinem eigenen Ātmā und Brahman sowie zwischen Brahman und dem Universum sieht. Er ist ein Jivanmukta, der den Gleichmut des Geistes bewahrt, entweder wenn er vom Guten verehrt wird oder vom Bösen beschimpft wird. Jemand, der die wahre Natur Brahmans erkannt hat, ist nicht der Wiedergeburt unterworfen wie zuvor. Aber wenn er so unterworfen wäre, dann ist er kein wahrer Wissender, das Wissen, dass Brahman nur äußerlich ist. Ein Mensch ist dem Prarabdha unterworfen, solange er vom Vergnügen betroffen ist usw. Der Erreichung eines Ergebnisses geht immer eine Handlung voraus; und nirgends ist es ohne Karma. Durch die Erkenntnis "Ich bin Brahman" werden die Karmas zerstört, die sich während Hunderten von Zehnmillionen früherer Geburten angesammelt haben, wie die Handlungen im Traumzustand (die zerstört werden) während des Wachzustandes.
Ein Asket, der sich selbst als assoziativ und gleichgültig wie Äther kennt, wird zu keiner Zeit von irgendeinem seiner Karmas beeinflusst. So wie der Äther durch seinen Kontakt mit einem Topf nicht vom alkoholischen Geruch beeinflusst wird, so wird Ātmā nicht von den Guṇas beeinflusst, die von seinem Upādhi erzeugt werden. Das Prarabdha-Karma, das vor der Morgendämmerung von Jñāna zu wirken begonnen hat, wird von ihm nicht überprüft; und man sollte seine Früchte ernten, wie im Falle eines Pfeils, der auf ein Ziel ausgestoßen wird. Ein Pfeil, der auf ein Objekt mit der Idee, dass es ein Tiger ist, ausgeschüttet wird, hört nicht auf, wenn er (der Tiger) als Kuh gefunden wird; aber er (sogar) durchdringt die Markierung durch seine Geschwindigkeit, ohne anzuhalten. Wenn man seine Ātmā als frei von Alter und Tod erkennt, wie wird dann Prarabdha ihn beeinflussen? Prārabdha vollbringt (seine Arbeit) nur, wenn man seinen Körper als At ma betrachtet. Diese Vorstellung von Ātma als Körper ist überhaupt nicht wünschenswert; daher sollte sie zusammen mit Prarabdha aufgegeben werden, da es einfach eine Täuschung ist, Prarabdha diesem Körper zuzuschreiben. Wie kann es Tod geben für das, was nicht geboren ist? Wie kann es Prarabdha für das, was unwirklich ist? Der Veda spricht von Prarabdha nur in einem äußeren Sinn, um jene törichten Personen zu befriedigen, die zweifeln und sagen: "Wenn Jñāna alle Ergebnisse von Ajñāna (wie Körper, etc.) zerstören kann, woher kommt dann die Existenz dieses Körpers für einen solchen?" aber nicht, um den Weisen die Existenz des Körpers einzuimpfen.
Ātmā ist all-voll, anfanglos, endlos, unermesslich, unveränderlich, voll von Sat, Chit und Ānanda, verfalllos, die eine Essenz, die ewige, die differenzierte, das Plenum, das endlose, das sein Gesicht überall hat, das eine, das weder aufgegeben noch aufgenommen werden kann, das eine, das weder unterstützt noch unterstützt werden kann, das guṇaless, das actionless, das subtile, das unveränderliche, das rostfreie, das. unbeschreiblich, die wahre Natur der eigenen Ātma, über der Reichweite von Sprache und Geist, die eine voll von Sat, das Selbst-Existenz, die makellose, die erleuchtete und die unvergleichliche;. Das ist Brahman, nur einer ohne eine Sekunde. Es gibt nicht im Geringsten viele. Er, der seine Ātmā selbst durch seine eigene Erkenntnis kennt, als derjenige, der durch keine eingeschränkt ist, ist ein Siddha (einer, der sein Ziel erreicht hat), der seine Ātmā mit der einen unveränderlichen Ātmā identifiziert hat. Wo ist diese Welt verschwunden, dann? Wie ist sie erschienen? Wo ist sie absorbiert? Es wurde von mir gerade jetzt gesehen, aber jetzt ist sie weg. Was für ein großes Wunder! Was ist geeignet, aufgenommen zu werden? und was ist abzulehnen? Was ist anders (als Ātmā)? Und was ist anders (von Ihm)? In diesem mächtigen Ozean von Brahman voller Nektar ungeteilter Glückseligkeit sehe, höre oder weiß ich nichts. Ich bleibe nur in meinem Ātmā und in meiner eigenen Natur von Sat, Ānandarūpa. Ich bin ein asaṅga (oder der Assoziierte). Ich bin ein asaṅga. Ich bin ohne Attribute. Ich bin Hari (der Herr, der die Sünde wegnimmt), ich bin der Ruhende, das Endlose, das Allvolle und das Alte, ich bin weder der Agent noch der Genießer.
Ich bin das Unveränderliche und das Verfalllose. Ich bin von der Natur der reinen Erleuchtung. Ich bin das Eine und die ewige Seligkeit.
Diese Wissenschaft wurde Apāntaratama vermittelt, der sie Brahma gab. Brahma gab sie Ghora - Aṅgiras. Ghora-Aṅgiras gab sie Raikva, der sie Rāma gab. Und Rāma gab sie allen Wesen. Dies ist die Lehre des Nirvāṇa; und dies ist die Lehre der Veden; ja, dies ist die Lehre der Veden.
Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Adhyatma Upanishad für ernsthafte Aspiranten
1. Mache die zentrale Lehre zur täglichen Kontemplation.
Die Adhyatma Upanishad richtet den Blick auf die nach innen gerichtete Erkenntnis des Atman und die Merkmale des Jivanmukta. Lies einen kurzen Abschnitt langsam, fasse ihn in einem eigenen Satz zusammen und bleibe danach einige Minuten in der Stille.
2. Studiere Begriffe, aber bleibe nicht bei Begriffen stehen.
Führe ein kleines Studienheft zu Atman, Brahman, Maya und Moksha. Prüfe danach in der Meditation, worauf die Begriffe in deiner Erfahrung verweisen.
3. Übe Sakshi Bhava im Alltag.
Beobachte Gedanken, Gefühle und Rollen als wechselnde Inhalte des Bewusstseins. Das schafft Abstand, ohne Verantwortung zu vermeiden.
4. Verbinde Erkenntnis mit Ethik.
Wahrhaftigkeit, Ahimsa, Maß und Mitgefühl sind keine Nebensache. Sie machen den Geist klar genug für tiefere Einsicht.
5. Lies vergleichend und mit offenem Urteil.
Vergleiche die Aussagen mit älteren Upanishaden, der Bhagavad Gita und lebendiger Lehrerfahrung. Unterscheide poetische Symbolik, historische Weltbilder und unmittelbar prüfbare Praxis.
Literatur und Quellen
- Paul Deussen: Sechzig Upanishad's des Veda. Leipzig 1905. Vergleichsübersetzung für die von Deussen aufgenommenen Texte.
- K. Narayanasvami Aiyar: Thirty Minor Upanishads. Madras 1914.
- T. R. Srinivasa Ayyangar und weitere Übersetzer: Ausgaben der Samanya-, Shaiva-, Shakta-, Vaishnava- und Sannyasa-Upanishaden auf Grundlage des Kommentars von Upanishad Brahma Yogin, Adyar Library.
- Patrick Olivelle: Saṃnyāsa Upaniṣads: Hindu Scriptures on Asceticism and Renunciation. Oxford University Press, 1992. Besonders relevant für die Sannyasa-Texte.
- Sanskrit Documents – elektronische Sanskritausgaben.
- Adhyatma Upanishad – verwendete Devanagari-Textgrundlage
- 108 Upanishads – englische Vergleichsübersetzungen nach Veda-Gruppen
- Paul Deussen: Sechzig Upanishad's des Veda – Digitalisat
- K. Narayanasvami Aiyar: Thirty Minor Upanishads – Digitalisat
- Upanishaden – kostenloses Online-Buch von Swami Krishnananda
- Klassische Upanishaden – Die Weisheit des Yoga
Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Fassung wurde für diesen Artikel neu formuliert und mit den genannten Vergleichsübersetzungen abgeglichen. Bei Komposita fasst die Wort-für-Wort-Erläuterung eng verbundene Wörter teilweise als Sinngruppe zusammen. Die Ausgabe ist eine Studien- und Lesefassung, keine neue kritische Sanskritedition.
Siehe auch
- Akshi Upanishad, Surya Upanishad, Savitri Upanishad, Annapurna Upanishad, Atma Upanishad, Ekakshara Upanishad, Akshamalika Upanishad
- Upanishaden
- Vedanta
- Jnana Yoga
- Meditation
- Moksha
- Guru
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Diese…- Dr phil Oliver Hahn
- 06.01.2027 - 15.12.2027 Jahresgruppe Sanskrit - Lektüre der AMRITA SIDDHI 2 - online
Termine: 16x mittwochs: 06.01., 27.01., 17.02., 10.03., 31.03., 21.04., 12.05., 02.06., 23.06., 14.07., 08.09., 29.09., 20.10., 10.11., 01.12., 15.12.20…- Dr phil Oliver Hahn
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