Akshamalika Upanishad

Aus Yogawiki

Die Akshamalika Upanishad (Sanskrit: अक्षमालिकोपनिषत्, akṣamālikopaniṣat) ist eine kurze, überwiegend prosaische Shaiva Upanishad über die Akshamala, die Gebets- und Meditationskette. In der Muktika-Liste steht sie an 67. Stelle und wird dort dem Rigveda zugeordnet. Ihr Name verbindet akṣa, „Perle“ und zugleich „Lautzeichen“, mit mālikā, „kleine Girlande“ oder „Kette“: Die Mala erscheint als eine aus dem Sanskritalphabet gebildete heilige Gestalt.

In einem Lehrgespräch fragt Prajapati den Guha – Kartikeya, den Sohn Shivas – nach Material, Herstellung, Symbolik, Weihe und Frucht der Mala. Guha deutet den inneren Faden als Brahman, ihre Seiten als Shiva und Vishnu, ihre Vorder- und Rückseite als Saraswati und Gayatri, ihre Öffnung als Vidya und ihren Knoten als Prakriti. Anschließend werden die Laute von A bis Ksha den Perlen zugeordnet und die Kette als Mantra Matrika, als Mutter der Mantras, verehrt.

Die Akshamalika Upanishad versteht die Mala als sichtbare Gestalt des heiligen Lautes und als Hilfe für gesammeltes Japa.

Für heutige Übende liegt die bleibende Kraft des Textes in der Verbindung von äußerem Symbol und innerer Aufmerksamkeit. Eine Mala zählt nicht nur Wiederholungen: Jede Perle kann zur Rückkehr in Gegenwärtigkeit, Hingabe und klare Ausrichtung werden. Yoga, Japa und Meditation werden so zu einem Weg, auf dem Rede, Denken und Bewusstsein gesammelt werden. Die rituellen und magischen Wirkungszuschreibungen der Schrift werden hier quellengetreu übersetzt, aber nicht als wissenschaftlich oder medizinisch bestätigte Wirkversprechen verstanden.

Akshamalika Upanishad – Sanskrit (IAST), Übersetzung und Wort-für-Wort-Erläuterung

Die folgende Studienfassung gibt jeden der 16 überlieferten Prosateile einzeln wieder. Unter jeder Sanskrit-Einheit stehen unmittelbar die deutsche Übersetzung und eine vollständige, nach Sinngruppen gegliederte Wort-für-Wort-Erläuterung. Abschnitt 5 bildet trotz seiner langen Buchstabenlitanei eine einzige überlieferte Texteinheit.

Eröffnungsvers der Akshamalika Upanishad
akārādi-kṣakārānta-varṇa-jāta-kalevaram |
vi-kalevara-kaivalyaṃ rāmacandra-padaṃ bhaje ||

Ich verehre den Stand beziehungsweise die Füße Ramachandras, dessen Leib aus der Gesamtheit der Buchstaben vom A bis zum Ksha besteht und der die körperlose Freiheit des Kaivalya ist.

Wort-für-Wort-Erläuterung: akāra-ādi – mit dem A-Laut beginnend; kṣakāra-anta – mit dem Ksha-Laut endend; varṇa-jāta – die Gesamtheit der Buchstaben und Laute; kalevaram – als Leib habend; vi-kalevara – ohne Körper, körperlos; kaivalyam – absolute Freiheit und Einheit; rāmacandra-padam – den Stand beziehungsweise die Füße Ramachandras; bhaje – ich verehre

Shanti Mantra
oṃ vāṅ me manasi pratiṣṭhitā mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvir āvīr ma edhi | vedasya ma āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ | anenādhītenāhorātrān saṃdadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi | satyaṃ vadiṣyāmi |
tan mām avatu | tad vaktāram avatu | avatu mām | avatu vaktāram | avatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Om. Meine Rede sei im Denken fest gegründet und mein Denken in der Rede. Offenbare dich mir, du Selbstleuchtender. Mögen Denken und Rede mir die Lehre des Veda nahebringen; möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich will das der Ordnung Entsprechende sprechen, ich will die Wahrheit sprechen. Möge Brahman mich schützen; möge es den Lehrer schützen. Möge es mich schützen, möge es den Lehrer schützen, möge es den Lehrer schützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; vāk me manasi pratiṣṭhitā – meine Rede sei im Denken gegründet; manaḥ me vāci pratiṣṭhitam – mein Denken sei in der Rede gegründet; āviḥ āvīḥ ma edhi – werde mir offenbar, werde mir offenbar; vedasya ma āṇīsthaḥ – bringt mir die Lehre des Veda nahe; śrutam me mā prahāsīḥ – möge das von mir Gehörte mich nicht verlassen; anena adhītena – durch dieses Studium; aho-rātrān saṃdadhāmi – verbinde ich Tag und Nacht; ṛtam vadiṣyāmi – ich werde das der kosmischen Ordnung Entsprechende sprechen; satyam vadiṣyāmi – ich werde die Wahrheit sprechen; tat mām avatu – das möge mich schützen; tat vaktāram avatu – das möge den Sprecher beziehungsweise Lehrer schützen; śāntiḥ – Frieden

1. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
hariḥ oṃ | atha prajāpatirguhaṃ papraccha bho
brahmannakṣamālābhedavidhiṃ brūhīti | sā kiṃ
lakṣaṇā kati bhedā asyāḥ kati sūtrāṇi kathaṃ
ghaṭanāprakāraḥ ke varṇāḥ kā pratiṣṭhā
kaiṣādhidevatā kiṃ phalaṃ ceti || 1 ||

Hari Om. Darauf fragte Prajapati den Guha: „O Ehrwürdiger, lehre mich die Regel über Arten und Herstellung der Akshamala. Welche Merkmale besitzt sie? Wie viele Arten und Fäden hat sie? Wie wird sie zusammengesetzt? Welche Farben hat sie, wie wird sie geweiht, wer ist ihre vorstehende Gottheit und welche Frucht bringt ihr Gebrauch?“

Wort-für-Wort-Erläuterung: hariḥ oṃ – Hari Om; atha – nun, darauf; prajāpatiḥ – Prajapati, der Herr der Geschöpfe; guham papraccha – fragte Guha; bho brahman – o Ehrwürdiger, o Brahmane; akṣa-mālā-bheda-vidhim – die Regel über Arten der Gebetskette; brūhi – lehre, sage; sā kiṃ-lakṣaṇā – welche Merkmale hat sie?; kati bhedāḥ asyāḥ – wie viele Arten hat sie?; kati sūtrāṇi – wie viele Fäden?; katham ghaṭana-prakāraḥ – wie ist die Art des Zusammenfügens?; ke varṇāḥ – welche Farben beziehungsweise Laute?; kā pratiṣṭhā – welche Weihe und Einsetzung?; kasyāḥ adhidaivatā – wer ist ihre vorstehende Gottheit?; kim phalam – welche Frucht?; ca iti – und so

2. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
taṃ guhaḥ
pratyuvāca pravālamauktikasphaṭikaśaṅkharajatāṣṭāpadacandanaputrajīvikābje rudrākṣā
iti | ādikṣāntamūrtiḥ sāvadhānabhāvā |
sauvarṇaṃ rājataṃ tāmraṃ tanmukhe mukhaṃ
tatpucche pucchaṃ tadantarāvartanakrameṇa
yojayet || 2 ||

Guha antwortete: „Die Perlen können aus Koralle, Perle, Kristall, Muschel, Silber, Ashtapada, Sandelholz, Putrajivika-Samen, Lotussamen oder Rudraksha bestehen. Die Mala soll als Gestalt der Buchstaben vom ersten A bis zum abschließenden Ksha und mit gesammelter Aufmerksamkeit aufgefasst werden. Gold, Silber oder Kupfer werden verwendet; die Vorderseiten der Perlen sollen einander und die Rückseiten einander zugewandt sein, sodass sie in einwärts laufender Reihenfolge verbunden werden.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: tam guhaḥ pratyuvāca – Guha antwortete ihm; pravāla – Koralle; mauktika – Perle; sphaṭika – Kristall; śaṅkha – Muschel; rajata – Silber; aṣṭāpada – Ashtapada, ein in den Ausgaben unterschiedlich bestimmtes Material; candana – Sandelholz; putrajīvikā – Samen des Putrajivaka-Baumes; abja – aus dem Wasser geboren, hier Lotussamen; rudrākṣāḥ – Rudraksha-Perlen; ādi-kṣānta-mūrtiḥ – eine Gestalt vom ersten Laut bis Ksha; sāvadhāna-bhāvā – mit aufmerksamer innerer Haltung; sauvārṇam – golden; rājatam – silbern; tāmram – kupfern; tat-mukhe mukham – Vorderseite an Vorderseite; tat-pucche puccham – Rückseite an Rückseite; tat-antara-āvartana-krameṇa – in der Reihenfolge der inneren Kreisbewegung; yojayet – soll man verbinden

3. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
yadasyāntaraṃ sūtraṃ tadbrahma |
yaddakṣapārśve tacchaivam | yadvāme
tadvaiṣṇavam | yanmukhaṃ sā sarasvatī |
yatpucchaṃ sā gāyatrī | yatsuṣiraṃ sā
vidyā | yā granthiḥ sā prakṛtiḥ | ye svarāste
dhavalāḥ | ye sparśāste pītāḥ | ye parāste
raktāḥ || 3 ||

Der innere Faden der Mala ist Brahman. Was sich an ihrer rechten Seite befindet, gehört zu Shiva, was sich links befindet, zu Vishnu. Ihre Vorderseite ist Saraswati, ihre Rückseite Gayatri. Die Öffnung ist Vidya, der Knoten Prakriti. Die Vokale sind weiß, die Verschlusslaute gelb und die übrigen Laute rot.

Wort-für-Wort-Erläuterung: yat asyāḥ antaram sūtram – der innere Faden dieser Mala; tat brahma – das ist Brahman; yat dakṣa-pārśve – was auf der rechten Seite ist; tat śaivam – das ist shivaitisch beziehungsweise Shiva zugeordnet; yat vāme – was links ist; tat vaiṣṇavam – das ist vishnuitisch beziehungsweise Vishnu zugeordnet; yat mukham – was ihre Vorderseite ist; sā sarasvatī – das ist Saraswati; yat puccham – was ihre Rückseite ist; sā gāyatrī – das ist Gayatri; yat suṣiram – was ihre Öffnung ist; sā vidyā – das ist heilige Erkenntnis; yā granthiḥ – was der Knoten ist; sā prakṛtiḥ – das ist die Urnatur; ye svarāḥ te dhavalāḥ – die Vokale sind weiß; ye sparśāḥ te pītāḥ – die Verschlusslaute sind gelb; ye parāḥ te raktāḥ – die übrigen Laute sind rot

4. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
atha tāṃ pañcabhirgandhairamṛtaiḥ
pañcabhirgavyaistanubhiḥ śodhayitvā
pañcabhirgavyairgandhodakena saṃsrāpya
tasmātsoṅkāreṇa patrakūrcena snapayitvāṣṭabhirgandhairālipya sumanaḥsthale
niveśyākṣatapuṣpairārādhya pratyakṣamādikṣāntairvarṇairbhāvayet || 4 ||

Dann soll man die Mala mit fünf duftenden Nektaren und den fünf Kuhprodukten reinigen, sie mit den fünf Kuhprodukten und duftendem Wasser baden, unter dem Klang von Om mit einem Blätterbüschel besprengen, mit acht Duftstoffen salben, auf einen mit Blumen geschmückten Platz legen und mit ungebrochenen Reiskörnern und Blumen verehren. Danach soll man sich die Buchstaben vom A bis zum Ksha unmittelbar vergegenwärtigen.

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha tām – sodann diese Mala; pañcabhiḥ gandhaiḥ amṛtaiḥ – mit fünf duftenden Nektaren; pañcabhiḥ gavyaiḥ – mit den fünf Kuhprodukten; tanubhiḥ śodhayitvā – gründlich gereinigt habend; gandha-udakena saṃsrāpya – mit duftendem Wasser gebadet habend; sa-oṅkāreṇa – zusammen mit dem Om-Klang; patra-kūrcena snapayitvā – mit einem Blätterbüschel besprengt habend; aṣṭabhiḥ gandhaiḥ ālipya – mit acht Duftstoffen gesalbt habend; sumanaḥ-sthale niveśya – auf einen Blumenplatz gelegt habend; akṣata-puṣpaiḥ ārādhya – mit ungebrochenem Reis und Blumen verehrt habend; pratyakṣam – unmittelbar, sichtbar beziehungsweise in geistiger Gegenwart; ādi-kṣāntaiḥ varṇaiḥ – mit den Lauten vom A bis Ksha; bhāvayet – soll man sich vergegenwärtigen, meditativ einsetzen

5. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
omaṅkāra
mṛtyuñjaya sarvavyāpaka prathame'kṣe pratitiṣṭha |
omāṅkārākarṣaṇātmakasarvagata dvitīye'kṣe pratitiṣṭha |
omiṅkārapuṣṭidākṣobhakara tṛtīye'kṣe pratitiṣṭha |
omīṅkāra vākprasādakara nirmala caturthe'kṣe pratitiṣṭha |
omuṅkāra sarvabalaprada sāratara pañcame'kṣe pratitiṣṭha |
omūṅkāroccāṭana duḥsaha ṣaṣṭhe'kṣe pratitiṣṭha |
omṛṅkākāra saṃkṣobhakara cañcala saptame'kṣe pratitiṣṭha |
omṝṅkāra saṃmohanakaro'jjvala aṣṭame'kṣe pratitiṣṭha |
omlṛṅkāravidveṣaṇakara mohaka navame'kṣe pratitiṣṭha |
omlṝṅkāra mohakara daśame'kṣe pratitiṣṭha |
omeṅkāra sarvavaśyakara śuddhasattvaikādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaiṅkāra śuddhasāttvika puruṣavaśyakara dvādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omoṅkārākhilavāṅmaya nityaśuddha trayodaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omauṅkāra sarvavāṅmaya vaśyakara caturdaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaṅkāra gajādivaśyakara mohana pañcadaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaḥkāra mṛtyunāśanakara raudra ṣoḍaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ kaṅkāra sarvaviṣahara kalyāṇada saptadaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ khaṅkāra sarvakṣobhakara vyāpakāṣṭādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ gaṅkāra sarvavighnaśamana mahattaraikonaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ghaṅkāra saubhāgyada stambhanakara viṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṅakāra sarvaviṣanāśakarograikaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ caṅkārābhicāraghna krūra dvāviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ chaṅkāra bhūtanāśakara bhīṣaṇa trayoviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ jaṅkāra kṛtyādināśakara durdharṣa caturviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ jhaṅkāra bhūtanāśakara pañcaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ñakāra mṛtyupramathana ṣaḍviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṭaṅkāra sarvavyādhihara subhaga saptaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṭhaṅkāra candrarūpāṣṭāviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḍaṅkāra garuḍātmaka viṣaghna śobhanaikonatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḍhaṅkāra sarvasampatprada subhaga triṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṇaṅkāra sarvasiddhiprada mohakaraikatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ taṅkāra dhanadhānyādisampatprada prasanna dvātriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ thaṅkāra dharmaprāptikara nirmala trayastriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ daṅkāra puṣṭivṛddhikara priyadarśana catuṣtriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ dhaṅkāra viṣajvaranighna vipula pañcatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ naṅkāra bhuktimuktiprada śānta ṣaṭtriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ paṅkāra viṣavighnanāśana bhavya saptatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ phaṅkārāṇimādisiddhiprada jyotīrūpāṣṭatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ baṅkāra sarvadoṣahara śobhanaikonacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ bhaṅkāra bhūtapraśāntikara bhayānaka catvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ maṅkāra vidveṣimohanakaraikacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ yaṅkāra sarvavyāpaka pāvana dvicatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ raṅkāra dāhakara vikṛta tricatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ laṅkāra viśvaṃbhara bhāsura catuścatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ vaṅkāra sarvāpyāyanakara nirmala pañcacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ śaṅkāra sarvaphalaprada pavitra ṣaṭcatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṣaṅkāra dharmārthakāmada dhavala saptacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ saṅkāra sarvakāraṇa sārvavarṇikāṣṭacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ haṅkāra sarvavāṅmaya nirmalaikonapañcāśadakṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḻaṅkāra sarvaśaktiprada pradhāna pañcāśadakṣe pratitiṣṭha |
oṃ kṣaṅkāra parāparatattvajñāpaka paraṃjyotīrūpa śikhāmaṇau pratitiṣṭha || 5 ||

Om, a-Laut, den Tod überwindend und alldurchdringend: Nimm deinen Sitz in der ersten Perle. Om, ā-Laut, von anziehender Kraft und überall hingelangend: Nimm deinen Sitz in der zweiten Perle. Om, i-Laut, Nahrung und Gedeihen gebend und Erschütterung hervorrufend: Nimm deinen Sitz in der dritten Perle. Om, ī-Laut, Klarheit der Rede schenkend und makellos: Nimm deinen Sitz in der vierten Perle. Om, u-Laut, alle Kraft gebend und höchst wesentlich: Nimm deinen Sitz in der fünften Perle. Om, ū-Laut, Vertreibung bewirkend und unwiderstehlich: Nimm deinen Sitz in der sechsten Perle. Om, ṛ-Laut, Erschütterung bewirkend und beweglich: Nimm deinen Sitz in der siebten Perle. Om, ṝ-Laut, Faszination bewirkend und strahlend: Nimm deinen Sitz in der achten Perle. Om, lṛ-Laut, Entzweiung bewirkend und bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der neunten Perle. Om, lṝ-Laut, Bezauberung bewirkend: Nimm deinen Sitz in der zehnten Perle. Om, e-Laut, alles unter Einfluss bringend und von reinem Sattva: Nimm deinen Sitz in der elften Perle. Om, ai-Laut, rein sattvig und Menschen unter Einfluss bringend: Nimm deinen Sitz in der zwölften Perle. Om, o-Laut, aus der gesamten Sprache bestehend und ewig rein: Nimm deinen Sitz in der dreizehnten Perle. Om, au-Laut, aus aller Sprache bestehend und unter Einfluss bringend: Nimm deinen Sitz in der vierzehnten Perle. Om, aṃ-Laut, Elefanten und anderes unter Einfluss bringend und bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der fünfzehnten Perle. Om, aḥ-Laut, den Tod vernichtend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der sechzehnten Perle. Om, ka-Laut, jedes Gift entfernend und Heil und Segen gebend: Nimm deinen Sitz in der siebzehnten Perle. Om, kha-Laut, alles erschütternd und durchdringend: Nimm deinen Sitz in der achtzehnten Perle. Om, ga-Laut, alle Hindernisse beruhigend und übergroß: Nimm deinen Sitz in der neunzehnten Perle. Om, gha-Laut, Glück und Gedeihen gebend und Stillstand bewirkend: Nimm deinen Sitz in der zwanzigsten Perle. Om, ṅa-Laut, jedes Gift vernichtend und heftig: Nimm deinen Sitz in der einundzwanzigsten Perle. Om, ca-Laut, Schadenszauber abwehrend und streng: Nimm deinen Sitz in der zweiundzwanzigsten Perle. Om, cha-Laut, schädliche Wesen vertreibend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der dreiundzwanzigsten Perle. Om, ja-Laut, Schadensrituale und Ähnliches vernichtend und unbezwingbar: Nimm deinen Sitz in der vierundzwanzigsten Perle. Om, jha-Laut, schädliche Wesen vertreibend: Nimm deinen Sitz in der fünfundzwanzigsten Perle. Om, ña-Laut, den Tod bezwingend: Nimm deinen Sitz in der sechsundzwanzigsten Perle. Om, ṭa-Laut, alle Krankheiten entfernend und glückverheißend: Nimm deinen Sitz in der siebenundzwanzigsten Perle. Om, ṭha-Laut, von der Gestalt des Mondes: Nimm deinen Sitz in der achtundzwanzigsten Perle. Om, ḍa-Laut, von Garudas Wesen und Gift vernichtend und heilsam: Nimm deinen Sitz in der neunundzwanzigsten Perle. Om, ḍha-Laut, allen Wohlstand gebend und glückverheißend: Nimm deinen Sitz in der dreißigsten Perle. Om, ṇa-Laut, alle Vollendungen gebend und Bezauberung bewirkend: Nimm deinen Sitz in der einunddreißigsten Perle. Om, ta-Laut, Wohlstand an Geld, Getreide und anderem gebend und heiter und gnädig: Nimm deinen Sitz in der zweiunddreißigsten Perle. Om, tha-Laut, das Erlangen von Dharma bewirkend und makellos: Nimm deinen Sitz in der dreiunddreißigsten Perle. Om, da-Laut, Gedeihen und Wachstum bewirkend und von lieblichem Anblick: Nimm deinen Sitz in der vierunddreißigsten Perle. Om, dha-Laut, Giftfieber vernichtend und weit und mächtig: Nimm deinen Sitz in der fünfunddreißigsten Perle. Om, na-Laut, Genuss und Befreiung gebend und friedvoll: Nimm deinen Sitz in der sechsunddreißigsten Perle. Om, pa-Laut, Gift und Hindernisse vernichtend und segensreich: Nimm deinen Sitz in der siebenunddreißigsten Perle. Om, pha-Laut, Siddhis wie Anima gebend und von der Gestalt des Lichts: Nimm deinen Sitz in der achtunddreißigsten Perle. Om, ba-Laut, alle Fehler entfernend und heilsam: Nimm deinen Sitz in der neununddreißigsten Perle. Om, bha-Laut, Wesenheiten beruhigend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der vierzigsten Perle. Om, ma-Laut, Widersacher bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der einundvierzigsten Perle. Om, ya-Laut, alldurchdringend und reinigend: Nimm deinen Sitz in der zweiundvierzigsten Perle. Om, ra-Laut, verbrennend und umgestaltend: Nimm deinen Sitz in der dreiundvierzigsten Perle. Om, la-Laut, das All tragend und leuchtend: Nimm deinen Sitz in der vierundvierzigsten Perle. Om, va-Laut, alles stärkend und erfüllend und makellos: Nimm deinen Sitz in der fünfundvierzigsten Perle. Om, śa-Laut, alle Früchte gebend und reinigend und heilig: Nimm deinen Sitz in der sechsundvierzigsten Perle. Om, ṣa-Laut, Dharma, Wohlstand und erfülltes Begehren gebend und strahlend weiß: Nimm deinen Sitz in der siebenundvierzigsten Perle. Om, sa-Laut, Ursache von allem und alle Laute umfassend: Nimm deinen Sitz in der achtundvierzigsten Perle. Om, ha-Laut, aus aller Sprache bestehend und makellos: Nimm deinen Sitz in der neunundvierzigsten Perle. Om, ḻa-Laut, alle Kräfte gebend und ursprünglich und vornehm: Nimm deinen Sitz in der fünfzigsten Perle. Om, Ksha-Laut, der die höhere und die niedere Wirklichkeit erkennen lässt und die Gestalt des höchsten Lichtes hat: Nimm deinen Sitz im Kronenjuwel der Mala.

Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; a-kāra – der Laut a; mṛtyuñjaya – den Tod überwindend; sarvavyāpaka – alldurchdringend; prathame akṣe – in der ersten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ā-kāra – der Laut ā; ākarṣaṇātmaka – von anziehender Kraft; sarvagata – überall hingelangend; dvitīye akṣe – in der zweiten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; i-kāra – der Laut i; puṣṭida – Nahrung und Gedeihen gebend; ākṣobhakara – Erschütterung hervorrufend; tṛtīye akṣe – in der dritten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ī-kāra – der Laut ī; vākprasādakara – Klarheit der Rede schenkend; nirmala – makellos; caturthe akṣe – in der vierten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; u-kāra – der Laut u; sarvabalaprada – alle Kraft gebend; sāratara – höchst wesentlich; pañcame akṣe – in der fünften Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ū-kāra – der Laut ū; uccāṭana – Vertreibung bewirkend; duḥsaha – unwiderstehlich; ṣaṣṭhe akṣe – in der sechsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṛ-kāra – der Laut ṛ; saṃkṣobhakara – Erschütterung bewirkend; cañcala – beweglich; saptame akṣe – in der siebten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṝ-kāra – der Laut ṝ; saṃmohanakara – Faszination bewirkend; ujjvala – strahlend; aṣṭame akṣe – in der achten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; lṛ-kāra – der Laut lṛ; vidveṣaṇakara – Entzweiung bewirkend; mohaka – bezaubernd; navame akṣe – in der neunten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; lṝ-kāra – der Laut lṝ; mohakara – Bezauberung bewirkend; daśame akṣe – in der zehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; e-kāra – der Laut e; sarvavaśyakara – alles unter Einfluss bringend; śuddhasattva – von reinem Sattva; ekādaśe akṣe – in der elften Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ai-kāra – der Laut ai; śuddhasāttvika – rein sattvig; puruṣavaśyakara – Menschen unter Einfluss bringend; dvādaśe akṣe – in der zwölften Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; o-kāra – der Laut o; akhilavāṅmaya – aus der gesamten Sprache bestehend; nityaśuddha – ewig rein; trayodaśe akṣe – in der dreizehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; au-kāra – der Laut au; sarvavāṅmaya – aus aller Sprache bestehend; vaśyakara – unter Einfluss bringend; caturdaśe akṣe – in der vierzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; aṃ-kāra – der Laut aṃ; gajādivaśyakara – Elefanten und anderes unter Einfluss bringend; mohana – bezaubernd; pañcadaśe akṣe – in der fünfzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; aḥ-kāra – der Laut aḥ; mṛtyunāśanakara – den Tod vernichtend; raudra – furchtgebietend; ṣoḍaśe akṣe – in der sechzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ka-kāra – der Laut ka; sarvaviṣahara – jedes Gift entfernend; kalyāṇada – Heil und Segen gebend; saptadaśe akṣe – in der siebzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; kha-kāra – der Laut kha; sarvakṣobhakara – alles erschütternd; vyāpaka – durchdringend; aṣṭādaśe akṣe – in der achtzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ga-kāra – der Laut ga; sarvavighnaśamana – alle Hindernisse beruhigend; mahattara – übergroß; ekonaviṃśe akṣe – in der neunzehnten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; gha-kāra – der Laut gha; saubhāgyada – Glück und Gedeihen gebend; stambhanakara – Stillstand bewirkend; viṃśe akṣe – in der zwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṅa-kāra – der Laut ṅa; sarvaviṣanāśakara – jedes Gift vernichtend; ugra – heftig; ekaviṃśe akṣe – in der einundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ca-kāra – der Laut ca; abhicāraghna – Schadenszauber abwehrend; krūra – streng; dvāviṃśe akṣe – in der zweiundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; cha-kāra – der Laut cha; bhūtanāśakara – schädliche Wesen vertreibend; bhīṣaṇa – furchtgebietend; trayoviṃśe akṣe – in der dreiundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ja-kāra – der Laut ja; kṛtyādināśakara – Schadensrituale und Ähnliches vernichtend; durdharṣa – unbezwingbar; caturviṃśe akṣe – in der vierundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; jha-kāra – der Laut jha; bhūtanāśakara – schädliche Wesen vertreibend; pañcaviṃśe akṣe – in der fünfundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ña-kāra – der Laut ña; mṛtyupramathana – den Tod bezwingend; ṣaḍviṃśe akṣe – in der sechsundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṭa-kāra – der Laut ṭa; sarvavyādhihara – alle Krankheiten entfernend; subhaga – glückverheißend; saptaviṃśe akṣe – in der siebenundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṭha-kāra – der Laut ṭha; candrarūpa – von der Gestalt des Mondes; aṣṭāviṃśe akṣe – in der achtundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ḍa-kāra – der Laut ḍa; garuḍātmaka – von Garudas Wesen; viṣaghna śobhana – Gift vernichtend und heilsam; ekonatriṃśe akṣe – in der neunundzwanzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ḍha-kāra – der Laut ḍha; sarvasampatprada – allen Wohlstand gebend; subhaga – glückverheißend; triṃśe akṣe – in der dreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṇa-kāra – der Laut ṇa; sarvasiddhiprada – alle Vollendungen gebend; mohakara – Bezauberung bewirkend; ekatriṃśe akṣe – in der einunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ta-kāra – der Laut ta; dhanadhānyādisampatprada – Wohlstand an Geld, Getreide und anderem gebend; prasanna – heiter und gnädig; dvātriṃśe akṣe – in der zweiunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; tha-kāra – der Laut tha; dharmaprāptikara – das Erlangen von Dharma bewirkend; nirmala – makellos; trayastriṃśe akṣe – in der dreiunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; da-kāra – der Laut da; puṣṭivṛddhikara – Gedeihen und Wachstum bewirkend; priyadarśana – von lieblichem Anblick; catuṣtriṃśe akṣe – in der vierunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; dha-kāra – der Laut dha; viṣajvaranighna – Giftfieber vernichtend; vipula – weit und mächtig; pañcatriṃśe akṣe – in der fünfunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; na-kāra – der Laut na; bhuktimuktiprada – Genuss und Befreiung gebend; śānta – friedvoll; ṣaṭtriṃśe akṣe – in der sechsunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; pa-kāra – der Laut pa; viṣavighnanāśana – Gift und Hindernisse vernichtend; bhavya – segensreich; saptatriṃśe akṣe – in der siebenunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; pha-kāra – der Laut pha; aṇimādisiddhiprada – Siddhis wie Anima gebend; jyotīrūpa – von der Gestalt des Lichts; aṣṭatriṃśe akṣe – in der achtunddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ba-kāra – der Laut ba; sarvadoṣahara – alle Fehler entfernend; śobhana – heilsam; ekonacatvāriṃśe akṣe – in der neununddreißigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; bha-kāra – der Laut bha; bhūtapraśāntikara – Wesenheiten beruhigend; bhayānaka – furchtgebietend; catvāriṃśe akṣe – in der vierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ma-kāra – der Laut ma; vidveṣimohanakara – Widersacher bezaubernd; ekacatvāriṃśe akṣe – in der einundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ya-kāra – der Laut ya; sarvavyāpaka – alldurchdringend; pāvana – reinigend; dvicatvāriṃśe akṣe – in der zweiundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ra-kāra – der Laut ra; dāhakara – verbrennend; vikṛta – umgestaltend; tricatvāriṃśe akṣe – in der dreiundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; la-kāra – der Laut la; viśvaṃbhara – das All tragend; bhāsura – leuchtend; catuścatvāriṃśe akṣe – in der vierundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; va-kāra – der Laut va; sarvāpyāyanakara – alles stärkend und erfüllend; nirmala – makellos; pañcacatvāriṃśe akṣe – in der fünfundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; śa-kāra – der Laut śa; sarvaphalaprada – alle Früchte gebend; pavitra – reinigend und heilig; ṣaṭcatvāriṃśe akṣe – in der sechsundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ṣa-kāra – der Laut ṣa; dharmārthakāmada – Dharma, Wohlstand und erfülltes Begehren gebend; dhavala – strahlend weiß; saptacatvāriṃśe akṣe – in der siebenundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; sa-kāra – der Laut sa; sarvakāraṇa – Ursache von allem; sārvavarṇika – alle Laute umfassend; aṣṭacatvāriṃśe akṣe – in der achtundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ha-kāra – der Laut ha; sarvavāṅmaya – aus aller Sprache bestehend; nirmala – makellos; ekonapañcāśe akṣe – in der neunundvierzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; ḻa-kāra – der Laut ḻa; sarvaśaktiprada – alle Kräfte gebend; pradhāna – ursprünglich und vornehm; pañcāśe akṣe – in der fünfzigsten Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz; kṣa-kāra – der Ksha-Laut; para-apara-tattva-jñāpaka – die höhere und niedere Wirklichkeit erkennen lassend; param-jyotī-rūpa – von der Gestalt des höchsten Lichtes; śikhā-maṇau – im Kronenjuwel oder in der Meru-Perle; pratitiṣṭha – nimm deinen Sitz

6. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devāḥ pṛthivīpadastebhyo namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 6 ||

Dann sprach er: „Den Gottheiten, deren Bereich die Erde ist, sei Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha uvāca – dann sprach er; ye devāḥ – jene Gottheiten, die; pṛthivī-padāḥ – die Erde als Bereich haben; tebhyaḥ namaḥ – ihnen Ehrerbietung; bhagavantaḥ anumadantu – mögen die Erhabenen zustimmen; śobhāyai – um des Segens und Gedeihens willen; pitaraḥ anumadantu – mögen die Ahnen zustimmen; jñāna-mayīm – aus Erkenntnis bestehend; akṣa-mālikām – der Akshamalika

7. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devā antarikṣasadastebhyaḥ oṃ namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 7 ||

Dann sprach er: „Den Gottheiten, die im Zwischenraum wohnen, sei mit Om Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha uvāca – dann sprach er; ye devāḥ – jene Gottheiten, die; antarikṣa-sadaḥ – im Zwischenraum wohnen; tebhyaḥ oṃ namaḥ – ihnen Om und Ehrerbietung; bhagavantaḥ anumadantu – mögen die Erhabenen zustimmen; śobhāyai – um des Segens willen; pitaraḥ anumadantu – mögen die Ahnen zustimmen; jñāna-mayīm akṣa-mālikām – der erkenntniserfüllten Akshamalika

8. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devā diviṣadastebhyo namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 8 ||

Dann sprach er: „Den Gottheiten, die im Himmel wohnen, sei Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha uvāca – dann sprach er; ye devāḥ – jene Gottheiten, die; divi-sadaḥ – im Himmel wohnen; tebhyaḥ namaḥ – ihnen Ehrerbietung; bhagavantaḥ anumadantu – mögen die Erhabenen zustimmen; śobhāyai – um des Segens willen; pitaraḥ anumadantu – mögen die Ahnen zustimmen; jñāna-mayīm akṣa-mālikām – der erkenntniserfüllten Akshamalika

9. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye mantrā yā vidyāstebhyo
namastābhyaśconnamastacchaktirasyāḥ
pratiṣṭhāpayati || 9 ||

Dann sprach er: „Den Mantras und den heiligen Wissenslehren sei Ehrerbietung, ihnen nochmals Ehrerbietung.“ Ihre Kraft wird in dieser Mala verankert.

Wort-für-Wort-Erläuterung: ye mantrāḥ – jene Mantras; yā vidyāḥ – jene heiligen Wissenslehren; tebhyaḥ namaḥ – ihnen Ehrerbietung; tābhyaḥ ca un-namaḥ – und ihnen nochmals Ehrerbietung; tat-śaktiḥ – deren Kraft; asyāḥ pratiṣṭhāpayati – wird in dieser beziehungsweise für diese verankert

10. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye brahmaviṣṇurudrāstebhyaḥ
saguṇebhya oṃ namastadvīryamasyāḥ
pratiṣṭhāpayati || 10 ||

Dann sprach er: „Brahma, Vishnu und Rudra mit ihren Eigenschaften sei Om und Ehrerbietung.“ Ihre schöpferische Kraft wird in dieser Mala verankert.

Wort-für-Wort-Erläuterung: ye brahma-viṣṇu-rudrāḥ – Brahma, Vishnu und Rudra; tebhyaḥ – ihnen; sa-guṇebhyaḥ – mitsamt ihren Eigenschaften und Kräften; oṃ namaḥ – Om, Ehrerbietung; tat-vīryam – deren Wirkkraft; asyāḥ pratiṣṭhāpayati – wird in dieser Mala verankert

11. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye sāṅkhyāditattvabhedāstebhyo
namo vartadhvaṃ virodhe'nuvartadhvam || 11 ||

Dann sprach er: „Den Unterscheidungen der Wirkprinzipien, wie sie unter anderem im Samkhya gelehrt werden, sei Ehrerbietung. Seid gegenwärtig; folgt einander auch dort, wo Gegensätze bestehen.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: ye sāṅkhya-ādi-tattva-bhedāḥ – die Unterscheidungen der Prinzipien, beginnend mit dem Samkhya; tebhyaḥ namaḥ – ihnen Ehrerbietung; vartadhvam – seid gegenwärtig, besteht; virodhe – im Gegensatz beziehungsweise Widerstreit; anuvartadhvam – folgt einander, stimmt euch aufeinander ab

12. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye śaivā vaiṣṇavāḥ śāktāḥ
śatasahasraśastebhyo namonamo bhagavanto'numadantvanugṛhṇantu || 12 ||

Dann sprach er: „Den hunderttausendfachen Shaivas, Vaishnavas und Shaktas sei immer wieder Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen zustimmen und ihre Gnade schenken.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: ye śaivāḥ – die Shaivas; vaiṣṇavāḥ – die Vaishnavas; śāktāḥ – die Shaktas; śata-sahasraśaḥ – zu Hunderten und Tausenden, hunderttausendfach; tebhyaḥ namaḥ namaḥ – ihnen immer wieder Ehrerbietung; bhagavantaḥ – o Erhabene; anumadantu – mögen sie zustimmen; anugṛhṇantu – mögen sie Gnade schenken

13. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca yāśca mṛtyoḥ prāṇavatyastābhyo
namonamastenaitaṃ mṛḍayata mṛḍayata || 13 ||

Dann sprach er: „Allen lebenskräftigen Mächten des Todes sei immer wieder Ehrerbietung. Seid diesem Menschen gnädig, seid ihm gnädig.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: yāḥ ca – und jene, die; mṛtyoḥ – dem Tod zugehören beziehungsweise mit dem Tod verbunden sind; prāṇavatyaḥ – lebenskräftig, mit Lebenshauch versehen; tābhyaḥ namaḥ namaḥ – ihnen immer wieder Ehrerbietung; tena etam – dadurch diesen Menschen; mṛḍayata mṛḍayata – seid ihm gnädig, seid ihm gnädig

14. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
punaretasyāṃ sarvātmakatvaṃ bhāvayitvā bhāvena
pūrvamālikāmutpādyārabhya tanmayīṃ
mahopahārairupahṛtya ādikṣāntairakṣarairakṣamālāmaṣṭottaraśataṃ spṛśet || 14 ||

Nachdem man in der Mala ihr Wesen als das Selbst von allem betrachtet hat, soll man sie innerlich als die ursprüngliche Mala hervorbringen, sie ganz von dieser Gegenwart erfüllt mit großen Gaben verehren und die Akshamala mit den Buchstaben von A bis Ksha hundertachtmal berühren.

Wort-für-Wort-Erläuterung: punaḥ etasyām – ferner in dieser Mala; sarva-ātmakatvam – das Wesen als Selbst von allem; bhāvayitvā – vergegenwärtigt habend; bhāvena – durch innere Vorstellung und Hingabe; pūrva-mālikām utpādya – die ursprüngliche Mala hervorgebracht habend; tan-mayīm – ganz davon erfüllt; mahā-upahāraiḥ upahṛtya – mit großen Gaben verehrt habend; ādi-kṣāntaiḥ akṣaraiḥ – mit den Buchstaben vom A bis Ksha; akṣa-mālām – die Gebetskette; aṣṭottara-śatam – hundertachtmal; spṛśet – soll man berühren

15. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
atha punarutthāpya pradakṣiṇīkṛtyoṃ namaste
bhagavati mantramātṛke'kṣamāle
sarvavaśaṅkaryoṃnamaste bhagavati mantramātṛke'kṣamālike śeṣastambhinyoṃnamaste bhagavati
mantramātṛke'kṣamāle uccāṭanyoṃnamaste
bhagavati mantramātṛke'kṣamāle viśvāmṛtyo
mṛtyuñjayasvarūpiṇi sakalalokoddīpini sakalalokarakṣādhike sakalalokojjīvike sakalalokotpādike
divāpravartike rātripravartike nadyantaraṃ yāsi
deśāntaraṃ yāsi dvīpāntaraṃ yāsi lokāntaraṃ
yāsi sarvadā sphurasi sarvahṛdi vāsasi |
namaste parārūpe namaste paśyantīrūpe namaste
madhyamārūpe namaste vaikharīrūpe sarvatattvātmike
sarvavidyātmike sarvaśaktyātmike sarvadevātmike
vasiṣṭhena muninārādhite viśvāmitreṇa
muninopajīvyamāne namaste namaste || 15 ||

Dann soll man sie wieder emporheben, im Uhrzeigersinn umschreiten beziehungsweise herumführen und sprechen: „Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, die alles unter ihren Einfluss bringt. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamalika, die das Übrige festhält. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, die Widriges vertreibt. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, o Tod des Alls, deren Wesen den Tod überwindet: Du erleuchtest alle Welten, bist höchste Beschützerin aller Welten, belebst alle Welten und bringst alle Welten hervor. Du setzt Tag und Nacht in Gang, gehst zu anderen Flüssen, Ländern, Inseln und Welten, leuchtest immer und wohnst in jedem Herzen. Ehrerbietung dir in der Gestalt der höchsten Sprache Para, in der schauenden Sprache Pashyanti, in der mittleren Sprache Madhyama und in der vernehmbaren Sprache Vaikhari. Du bist das Selbst aller Prinzipien, aller Wissenslehren, aller Kräfte und aller Gottheiten. Vom Weisen Vasishtha wurdest du verehrt, vom Weisen Vishvamitra gebraucht und bewahrt. Ehrerbietung dir, Ehrerbietung dir.“

Wort-für-Wort-Erläuterung: atha punaḥ utthāpya – dann wieder emporgehoben habend; pradakṣiṇī-kṛtya – im Uhrzeigersinn herumgeführt oder umschritten habend; namaḥ te bhagavati – Ehrerbietung dir, o Erhabene; mantra-mātṛke – Mutter der Mantras beziehungsweise Buchstaben; akṣa-māle/akṣa-mālike – o Akshamala, o Akshamalika; sarva-vaśaṅkaryai – die alles unter ihren Einfluss bringt; śeṣa-stambhinyai – die das Übrige festhält oder stillstellt; uccāṭanyai – die vertreibt; viśvā-mṛtyo – o Tod des Alls; mṛtyuñjaya-svarūpiṇi – deren Wesen den Tod überwindet; sakala-loka-uddīpini – alle Welten erleuchtend; sakala-loka-rakṣādhike – höchste Beschützerin aller Welten; sakala-loka-ujjīvike – alle Welten belebend; sakala-loka-utpādike – alle Welten hervorbringend; divā-pravartike – den Tag in Gang setzend; rātri-pravartike – die Nacht in Gang setzend; nadi-antaraṃ yāsi – du gehst zu anderen Flüssen; deśa-antaraṃ yāsi – zu anderen Ländern; dvīpa-antaraṃ yāsi – zu anderen Inseln; loka-antaraṃ yāsi – zu anderen Welten; sarvadā sphurasi – du leuchtest immer; sarva-hṛdi vāsasi – du wohnst in jedem Herzen; parā-rūpe – in Gestalt der höchsten, noch unmanifesten Sprache; paśyantī-rūpe – in Gestalt der schauenden Sprache; madhyamā-rūpe – in Gestalt der mittleren, inneren Sprache; vaikharī-rūpe – in Gestalt der hörbar artikulierten Sprache; sarva-tattva-ātmike – Selbst aller Prinzipien; sarva-vidyā-ātmike – Selbst aller Wissenslehren; sarva-śakti-ātmike – Selbst aller Kräfte; sarva-deva-ātmike – Selbst aller Gottheiten; vasiṣṭhena muninā ārādhite – vom Weisen Vasishtha verehrt; viśvāmitreṇa muninā upajīvyamāne – vom Weisen Vishvamitra gebraucht und bewahrt; namaḥ te namaḥ te – Ehrerbietung dir, Ehrerbietung dir

16. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
prātaradhīyāno rātrikṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |
sāyamadhīyāno divasakṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |
tatsāyaṃprātaḥ prayuñjānaḥ pāpo'pāpobhavati |
evamakṣamālikayā japto mantraḥ sadyaḥ siddhikaro
bhavatītyāha bhagavānguhaḥ prajāpatimityupaniṣat || 16 ||

Wer diese Lehre morgens rezitiert, beseitigt nach Aussage des Textes die in der Nacht begangenen Verfehlungen; wer sie abends rezitiert, die am Tag begangenen. Wer sie morgens und abends anwendet, wird von Verfehlung frei. Ein mit der Akshamalika wiederholter Mantra führt dem Text zufolge unmittelbar zur Vollendung. So sprach der erhabene Guha zu Prajapati. Damit endet die Upanishad.

Wort-für-Wort-Erläuterung: prātaḥ adhīyānaḥ – wer morgens rezitiert oder studiert; rātri-kṛtam pāpam – die in der Nacht begangene Verfehlung; nāśayati – beseitigt; sāyam adhīyānaḥ – wer abends rezitiert; divasa-kṛtam pāpam – die am Tag begangene Verfehlung; tat sāyam-prātaḥ prayuñjānaḥ – wer dies abends und morgens anwendet; pāpaḥ apāpaḥ bhavati – wird, obwohl fehlbar, frei von Verfehlung; evam – auf diese Weise; akṣa-mālikayā japtaḥ mantraḥ – ein mit der Akshamalika wiederholter Mantra; sadyaḥ siddhi-karaḥ bhavati – führt unmittelbar zur Vollendung; iti āha – so sprach; bhagavān guhaḥ – der erhabene Guha; prajāpatim – zu Prajapati; iti upaniṣat – so endet die Upanishad

Abschließendes Shanti Mantra und Schlussformel
oṃ vāṅ me manasi pratiṣṭhitā mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvir āvīr ma edhi | vedasya ma āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ | anenādhītenāhorātrān saṃdadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi | satyaṃ vadiṣyāmi |
tan mām avatu | tad vaktāram avatu | avatu mām | avatu vaktāram | avatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tat sat ||
iti akṣamālikopaniṣat samāptā ||

Om. Meine Rede sei im Denken fest gegründet und mein Denken in der Rede. Offenbare dich mir, du Selbstleuchtender. Mögen Denken und Rede mir die Lehre des Veda nahebringen; möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich will das der Ordnung Entsprechende sprechen, ich will die Wahrheit sprechen. Möge Brahman mich schützen; möge es den Lehrer schützen. Möge es mich schützen, möge es den Lehrer schützen, möge es den Lehrer schützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden. Hari Om. Das ist das Wahre. Damit ist die Akshamalika Upanishad beendet.

Wort-für-Wort-Erläuterung: oṃ – Om; vāk me manasi pratiṣṭhitā – meine Rede sei im Denken gegründet; manaḥ me vāci pratiṣṭhitam – mein Denken sei in der Rede gegründet; āviḥ āvīḥ ma edhi – werde mir offenbar, werde mir offenbar; vedasya ma āṇīsthaḥ – bringt mir die Lehre des Veda nahe; śrutam me mā prahāsīḥ – möge das von mir Gehörte mich nicht verlassen; anena adhītena – durch dieses Studium; aho-rātrān saṃdadhāmi – verbinde ich Tag und Nacht; ṛtam vadiṣyāmi – ich werde das der kosmischen Ordnung Entsprechende sprechen; satyam vadiṣyāmi – ich werde die Wahrheit sprechen; tat mām avatu – das möge mich schützen; tat vaktāram avatu – das möge den Sprecher beziehungsweise Lehrer schützen; śāntiḥ – Frieden; hariḥ oṃ – Hari Om; tat sat – das ist das Wahre; iti akṣamālikopaniṣat samāptā – damit ist die Akshamalika Upanishad beendet

Akshamalika Upanishad: Datierung, Inhalt und Bedeutung

Name und traditionelle Einordnung

Der Titel Akṣamālikā ist vielschichtig. Akṣa kann eine Perle, einen Samen, eine Achse und im vorliegenden Zusammenhang auch einen Laut beziehungsweise Buchstaben bezeichnen; mālikā bedeutet Girlande oder Kette. Die Akshamala ist daher zugleich Gebetskette und „Buchstabengirlande“. In der Muktika-Liste wird der Text als Upanishad des Rigveda geführt. Inhaltlich gehört er zu den späten shivaitischen Neben-Upanishaden, die Ritualgegenstände nicht nur vorschreiben, sondern als kosmische und meditative Symbole deuten.

Die erhaltene Fassung besteht aus einem Eröffnungsvers, dem Shanti Mantra, 16 nummerierten Prosateilen, dem wiederholten Shanti Mantra und der Schlussformel. Manche elektronische Ausgaben drucken den Haupttext ohne Ziffern. Die hier verwendete Gliederung in 16 Einheiten folgt der nummerierten Überlieferung und erfindet keine zusätzlichen Verse. Besonders wichtig ist Abschnitt 5: Die lange Litanei der Perlenlaute ist eine einzige Texteinheit, nicht eine Folge von fünfzig selbstständigen Versen.

Datierung und Textmilieu

Autor und genaue Entstehungszeit sind unbekannt. Sprache, ausgeprägte Mantra-Matrika-Lehre, ritualisierte Lautzuordnung und sektarische Einordnung sprechen für eine späte, wahrscheinlich mittelalterliche Neben-Upanishad. In der Forschung wird häufig eine spätmittelalterliche Entstehung, teils nach dem 12. Jahrhundert, erwogen. Diese Angabe bleibt eine vorsichtige historische Einordnung und kein exakt belegtes Entstehungsdatum.

Der Text setzt eine Welt voraus, in der Mantra, Nyasa, Lautmystik und die rituelle Weihe einer Japa Mala eng miteinander verbunden waren. Gleichzeitig integriert er mehrere Traditionen: Der innere Faden ist Brahman, die rechte Seite gehört Shiva, die linke Vishnu, und Saraswati, Gayatri, Prakriti sowie die Anhänger shivaitischer, vishnuitischer und shaktischer Wege werden einbezogen. Seine shivaitische Grundausrichtung ist deshalb inklusiv und nicht ausschließlich.

Aufbau und Inhalt

Die 16 Einheiten entfalten einen klaren rituellen Gedankengang:

  • Abschnitt 1 formuliert Prajapatis Fragen nach Art, Herstellung, Farbe, Weihe, Gottheit und Frucht der Mala.
  • Abschnitt 2 nennt zehn mögliche Perlenmaterialien und die Weise ihrer Verbindung.
  • Abschnitt 3 deutet Faden, Seiten, Vorderseite, Rückseite, Öffnung, Knoten und Farben kosmologisch.
  • Abschnitt 4 beschreibt Reinigung, Salbung, Verehrung und meditative Buchstabenzuordnung.
  • Abschnitt 5 setzt die Laute auf den Perlen ein und endet mit Ksha am Kronenjuwel oder Meru.
  • Abschnitte 6–13 rufen Gottheiten, Ahnen, Mantras, Wissenslehren, göttliche Triaden, philosophische Prinzipien und religiöse Gemeinschaften an.
  • Abschnitt 14 verbindet die Mala mit der Ganzheit des Selbst und der Zahl 108.
  • Abschnitt 15 verehrt die Mala als Mantra-Matrika und entfaltet die vier Stufen der Sprache.
  • Abschnitt 16 nennt die überlieferten Früchte der Rezitation und beendet das Gespräch.

Die Mala als Kosmos im Kleinen

Der vielleicht wichtigste Gedanke der Schrift lautet: Der innere Faden ist Brahman. Die Perlen sind verschieden, doch ein unsichtbarer Faden trägt und verbindet sie. Damit wird ein gewöhnlicher Ritualgegenstand zum Bild der Einheit in der Vielfalt. Shiva und Vishnu, Saraswati und Gayatri, Vidya und Prakriti werden nicht nebeneinandergestellt wie voneinander isolierte Mächte; sie bilden gemeinsam die Gestalt der Mala.

Auch die Farben haben symbolische Funktion. Die weißen Vokale, gelben Verschlusslaute und roten übrigen Laute ordnen das Alphabet in ein rituelles Farbsystem ein. Eine spätere Auslegung kann darin die drei Gunas wiedererkennen, doch der Sanskrittext selbst nennt an dieser Stelle nur die Farben. Eine genaue Übersetzung sollte deshalb Erläuterung und Wortlaut unterscheiden.

Buchstaben, Matrika und heilige Sprache

In Abschnitt 5 erhält jeder Laut eine bestimmte Kraftbezeichnung. Die Folge beginnt mit den Vokalen und führt durch die Konsonantengruppen bis zum seltenen ḻa. Ksha wird nicht als gewöhnliche letzte Perle behandelt, sondern am śikhāmaṇi, dem Kronenjuwel oder der Meru-Perle, eingesetzt. Die Mala wird dadurch zum Körper der Sprache.

Abschnitt 15 vertieft diese Vorstellung durch die vier Ebenen der Rede: Para ist die höchste, noch unmanifestierte Sprache; Pashyanti die „schauende“ Keimform; Madhyama die innere, mentale Sprache; Vaikhari die hörbar artikulierte Rede. Japa führt symbolisch von Vaikhari nach innen: vom gesprochenen Klang zur feineren Wahrnehmung und schließlich zur stillen Quelle des Mantras.

Rituelle Wirkungsangaben sorgfältig lesen

Die Litanei nennt Vertreibung, Bezauberung, Stillstellung, Heilung, Abwehr von Gift und Krankheit sowie das Erlangen von Siddhis. Solche Aussagen gehören zum vormodernen rituell-tantrischen Weltbild der Quelle. Ihre Übersetzung macht sichtbar, was der Text behauptet; sie ist keine Bestätigung empirischer Wirksamkeit und keine Anleitung zu Manipulation, Schadenszauber oder medizinischer Selbstbehandlung.

Begriffe wie vaśīkaraṇa, uccāṭana, vidveṣaṇa und abhicāra sind ethisch problematisch, sobald sie auf die Kontrolle oder Schädigung anderer zielen. Für eine verantwortliche heutige Praxis können sie historisch verstanden oder nach innen gedeutet werden – etwa als Sammlung zerstreuter Kräfte oder Überwindung destruktiver Gewohnheiten. Diese Deutung ist jedoch eine moderne Anwendung und darf nicht mit dem wörtlichen Sinn der Quelle verwechselt werden.

Auch die Verwendung von Kuhprodukten in der Weihe ist eine historische Ritualvorschrift, keine allgemeine Hygiene- oder Gesundheitsanweisung. Wer eine Mala heute rituell reinigt, kann dies traditionsgemäß unter sachkundiger Anleitung oder in einer einfachen, gesundheitlich unbedenklichen Form tun.

Bedeutung von 108 und Japa

Abschnitt 14 nennt ausdrücklich hundertacht Berührungen. Die Zahl 108 wurde in indischen Traditionen auf vielfältige Weise kosmologisch und rituell gedeutet. Im praktischen Japa schafft sie vor allem eine vollständige, wiederholbare Übungsrunde. Entscheidend ist nicht bloßes Zählen: Die Perle gibt den Fingern einen stillen Bezugspunkt, während Ohr, Stimme und Geist beim Mantra bleiben.

Die Meru-Perle markiert Anfang und Ende einer Runde. In vielen lebendigen Traditionen wird sie nicht überschritten; die Mala wird für die nächste Runde gewendet. Diese verbreitete Praxis ist mit der besonderen Stellung des Ksha-Lautes am Kronenjuwel vereinbar, wird im vorliegenden Text aber nicht in allen Einzelheiten erklärt.

Bedeutung für heutige Yoga Aspiranten

Für einen modernen Yoga Aspiranten lässt sich die Kernlehre in eine schlichte Praxis übersetzen:

  • Wähle einen ethisch ausgerichteten Mantra und übe ihn regelmäßig.
  • Behandle die Mala achtsam, ohne aus dem Gegenstand einen Fetisch zu machen.
  • Lass jede Perle ein neuer Anfang sein; eine verlorene Wiederholung muss nicht innerlich fortgeschleppt werden.
  • Höre beim Japa auf Aussprache, Bedeutung, Gefühl und die Stille nach dem Klang.
  • Prüfe Fortschritt an Geduld, Wahrhaftigkeit und Mitgefühl, nicht an Machtversprechen oder außergewöhnlichen Erfahrungen.

Der Eröffnungsfriedenstext verbindet Rede und Denken. Diese Verbindung ist für Japa zentral: Der Mund soll nicht mechanisch wiederholen, während der Geist ganz woanders verweilt. Mit der Zeit können Stimme, Bedeutung und Aufmerksamkeit zu einer einzigen Bewegung werden.

Bedeutung für Yogalehrer und spirituelle Begleiter

Für Yogalehrer zeigt die Akshamalika Upanishad, wie wichtig die Unterscheidung zwischen Textüberlieferung, Ritualpraxis und moderner Anwendung ist. Lehrende sollten weder magische Wirkungsangaben sensationell verstärken noch den historischen Wortlaut verschweigen. Sie können erklären, welche Aussagen symbolisch, sektarisch, ritualtechnisch oder meditativ sind.

Ein Mantra sollte korrekt ausgesprochen und in seinem Traditionszusammenhang vermittelt werden. Wo eine Einweihung vorausgesetzt wird, ist diese Grenze zu respektieren. Zugleich darf eine Mala nicht zum Rangabzeichen werden. Ihr spiritueller Wert zeigt sich nicht in Materialpreis oder äußerer Exklusivität, sondern in der Qualität von Aufmerksamkeit und Lebensführung.

Bleibende Botschaft

Die Akshamalika Upanishad verwandelt eine Schnur von Perlen in ein Bild des ganzen Weges. Viele Laute, Gottheiten und Kräfte erscheinen; der innere Faden bleibt einer. Jede Perle ist einzeln, doch keine trägt sich selbst. So kann die Mala daran erinnern, dass Vielfalt nicht von der tragenden Wirklichkeit getrennt ist.

Ihre bleibende Einladung lautet: Sammle die zerstreute Rede, sammle den wandernden Geist und kehre mit jedem Laut zur Quelle des Bewusstseins zurück. Dann wird die Kette nicht nur gezählt. Sie wird zu einer Schule der Gegenwart.

Akshamalika Upanishad – vollständiger Text in Devanagari

Eröffnungsvers
अकारादिक्षकारान्तवर्णजातकलेवरम् ।
विकलेवरकैवल्यं रामचन्द्रपदं भजे ॥

Shanti Mantra
ॐ वाङ् मे मनसि प्रतिष्ठिता मनो मे वाचि प्रतिष्ठितम् ।
आविरावीर्म एधि । वेदस्य म आणीस्थः ।
श्रुतं मे मा प्रहासीः । अनेनाधीतेनाहोरात्रान् संदधामि ।
ऋतं वदिष्यामि । सत्यं वदिष्यामि ।
तन्मामवतु । तद्वक्तारमवतु । अवतु माम् । अवतु वक्तारम् । अवतु वक्तारम् ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

1. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
हरिः ॐ । अथ प्रजापतिर्गुहं पप्रच्छ भो
ब्रह्मन्नक्षमालाभेदविधिं ब्रूहीति । सा किं
लक्षणा कति भेदा अस्याः कति सूत्राणि कथं
घटनाप्रकारः के वर्णाः का प्रतिष्ठा
कैषाधिदेवता किं फलं चेति ॥ १ ॥

2. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
तं गुहः
प्रत्युवाच प्रवालमौक्तिकस्फटिकशङ्खरजताष्टापदचन्दनपुत्रजीविकाब्जे रुद्राक्षा
इति । आदिक्षान्तमूर्तिः सावधानभावा ।
सौवर्णं राजतं ताम्रं तन्मुखे मुखं
तत्पुच्छे पुच्छं तदन्तरावर्तनक्रमेण
योजयेत् ॥ २ ॥

3. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
यदस्यान्तरं सूत्रं तद्ब्रह्म ।
यद्दक्षपार्श्वे तच्छैवम् । यद्वामे
तद्वैष्णवम् । यन्मुखं सा सरस्वती ।
यत्पुच्छं सा गायत्री । यत्सुषिरं सा
विद्या । या ग्रन्थिः सा प्रकृतिः । ये स्वरास्ते
धवलाः । ये स्पर्शास्ते पीताः । ये परास्ते
रक्ताः ॥ ३ ॥

4. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथ तां पञ्चभिर्गन्धैरमृतैः
पञ्चभिर्गव्यैस्तनुभिः शोधयित्वा
पञ्चभिर्गव्यैर्गन्धोदकेन संस्राप्य
तस्मात्सोङ्कारेण पत्रकूर्चेन स्नपयित्वाष्टभिर्गन्धैरालिप्य सुमनःस्थले
निवेश्याक्षतपुष्पैराराध्य प्रत्यक्षमादिक्षान्तैर्वर्णैर्भावयेत् ॥ ४ ॥

5. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
ओमङ्कार
मृत्युञ्जय सर्वव्यापक प्रथमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमाङ्काराकर्षणात्मकसर्वगत द्वितीयेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमिङ्कारपुष्टिदाक्षोभकर तृतीयेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमीङ्कार वाक्प्रसादकर निर्मल चतुर्थेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमुङ्कार सर्वबलप्रद सारतर पञ्चमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमूङ्कारोच्चाटन दुःसह षष्ठेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमृङ्काकार संक्षोभकर चञ्चल सप्तमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमॄङ्कार संमोहनकरोज्ज्वल अष्टमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओम्लृङ्कारविद्वेषणकर मोहक नवमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओम्लॄङ्कार मोहकर दशमेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमेङ्कार सर्ववश्यकर शुद्धसत्त्वैकादशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमैङ्कार शुद्धसात्त्विक पुरुषवश्यकर द्वादशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमोङ्काराखिलवाङ्मय नित्यशुद्ध त्रयोदशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमौङ्कार सर्ववाङ्मय वश्यकर चतुर्दशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमङ्कार गजादिवश्यकर मोहन पञ्चदशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ओमःकार मृत्युनाशनकर रौद्र षोडशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ कङ्कार सर्वविषहर कल्याणद सप्तदशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ खङ्कार सर्वक्षोभकर व्यापकाष्टादशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ गङ्कार सर्वविघ्नशमन महत्तरैकोनविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ घङ्कार सौभाग्यद स्तम्भनकर विंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ ङकार सर्वविषनाशकरोग्रैकविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ चङ्काराभिचारघ्न क्रूर द्वाविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ छङ्कार भूतनाशकर भीषण त्रयोविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ जङ्कार कृत्यादिनाशकर दुर्धर्ष चतुर्विंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ झङ्कार भूतनाशकर पञ्चविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ ञकार मृत्युप्रमथन षड्विंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ टङ्कार सर्वव्याधिहर सुभग सप्तविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ ठङ्कार चन्द्ररूपाष्टाविंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ डङ्कार गरुडात्मक विषघ्न शोभनैकोनत्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ ढङ्कार सर्वसम्पत्प्रद सुभग त्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ णङ्कार सर्वसिद्धिप्रद मोहकरैकत्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ तङ्कार धनधान्यादिसम्पत्प्रद प्रसन्न द्वात्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ थङ्कार धर्मप्राप्तिकर निर्मल त्रयस्त्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ दङ्कार पुष्टिवृद्धिकर प्रियदर्शन चतुस्त्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ धङ्कार विषज्वरनिघ्न विपुल पञ्चत्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ नङ्कार भुक्तिमुक्तिप्रद शान्त षट्त्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ पङ्कार विषविघ्ननाशन भव्य सप्तत्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ फङ्काराणिमादिसिद्धिप्रद ज्योतीरूपाष्टत्रिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ बङ्कार सर्वदोषहर शोभनैकोनचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ भङ्कार भूतप्रशान्तिकर भयानक चत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ मङ्कार विद्वेषिमोहनकरैकचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ यङ्कार सर्वव्यापक पावन द्विचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ रङ्कार दाहकर विकृत त्रिचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ लङ्कार विश्वंभर भासुर चतुश्चत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ वङ्कार सर्वाप्यायनकर निर्मल पञ्चचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ शङ्कार सर्वफलप्रद पवित्र षट्चत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ षङ्कार धर्मार्थकामद धवल सप्तचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ सङ्कार सर्वकारण सार्ववर्णिकाष्टचत्वारिंशेऽक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ हङ्कार सर्ववाङ्मय निर्मलैकोनपञ्चाशदक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ ळङ्कार सर्वशक्तिप्रद प्रधान पञ्चाशदक्षे प्रतितिष्ठ ।
ॐ क्षङ्कार परापरतत्त्वज्ञापक परंज्योतीरूप शिखामणौ प्रतितिष्ठ ॥ ५ ॥

6. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये देवाः पृथिवीपदस्तेभ्यो नमो
भगवन्तोऽनुमदन्तु शोभायै पितरोऽनुमदन्तु
शोभायै ज्ञानमयीमक्षमालिकाम् ॥ ६ ॥

7. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये देवा अन्तरिक्षसदस्तेभ्यः ॐ नमो
भगवन्तोऽनुमदन्तु शोभायै पितरोऽनुमदन्तु
शोभायैज्ञानमयीमक्षमालिकाम् ॥ ७ ॥

8. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये देवा दिविषदस्तेभ्यो नमो
भगवन्तोऽनुमदन्तु शोभायै पितरोऽनुमदन्तु
शोभायै ज्ञानमयीमक्षमालिकाम् ॥ ८ ॥

9. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये मन्त्रा या विद्यास्तेभ्यो
नमस्ताभ्यश्चोन्नमस्तच्छक्तिरस्याः
प्रतिष्ठापयति ॥ ९ ॥

10. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये ब्रह्मविष्णुरुद्रास्तेभ्यः
सगुणेभ्य ॐ नमस्तद्वीर्यमस्याः
प्रतिष्ठापयति ॥ १० ॥

11. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये साङ्ख्यादितत्त्वभेदास्तेभ्यो
नमो वर्तध्वं विरोधेऽनुवर्तध्वम् ॥ ११ ॥

12. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच ये शैवा वैष्णवाः शाक्ताः
शतसहस्रशस्तेभ्यो नमोनमो भगवन्तोऽनुमदन्त्वनुगृह्णन्तु ॥ १२ ॥

13. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथोवाच याश्च मृत्योः प्राणवत्यस्ताभ्यो
नमोनमस्तेनैतं मृडयत मृडयत ॥ १३ ॥

14. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
पुनरेतस्यां सर्वात्मकत्वं भावयित्वा भावेन
पूर्वमालिकामुत्पाद्यारभ्य तन्मयीं
महोपहारैरुपहृत्य आदिक्षान्तैरक्षरैरक्षमालामष्टोत्तरशतं स्पृशेत् ॥ १४ ॥

15. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
अथ पुनरुत्थाप्य प्रदक्षिणीकृत्यों नमस्ते
भगवति मन्त्रमातृकेऽक्षमाले
सर्ववशङ्कर्योंनमस्ते भगवति मन्त्रमातृकेऽक्षमालिके शेषस्तम्भिन्योंनमस्ते भगवति
मन्त्रमातृकेऽक्षमाले उच्चाटन्योंनमस्ते
भगवति मन्त्रमातृकेऽक्षमाले विश्वामृत्यो
मृत्युञ्जयस्वरूपिणि सकललोकोद्दीपिनि सकललोकरक्षाधिके सकललोकोज्जीविके सकललोकोत्पादिके
दिवाप्रवर्तिके रात्रिप्रवर्तिके नद्यन्तरं यासि
देशान्तरं यासि द्वीपान्तरं यासि लोकान्तरं
यासि सर्वदा स्फुरसि सर्वहृदि वाससि ।
नमस्ते परारूपे नमस्ते पश्यन्तीरूपे नमस्ते
मध्यमारूपे नमस्ते वैखरीरूपे सर्वतत्त्वात्मिके
सर्वविद्यात्मिके सर्वशक्त्यात्मिके सर्वदेवात्मिके
वसिष्ठेन मुनिनाराधिते विश्वामित्रेण
मुनिनोपजीव्यमाने नमस्ते नमस्ते ॥ १५ ॥

16. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
प्रातरधीयानो रात्रिकृतं पापं नाशयति ।
सायमधीयानो दिवसकृतं पापं नाशयति ।
तत्सायंप्रातः प्रयुञ्जानः पापोऽपापोभवति ।
एवमक्षमालिकया जप्तो मन्त्रः सद्यः सिद्धिकरो
भवतीत्याह भगवान्गुहः प्रजापतिमित्युपनिअषत् ॥ १६ ॥

Abschließendes Shanti Mantra und Schlussformel
ॐ वाङ् मे मनसि प्रतिष्ठिता मनो मे वाचि प्रतिष्ठितम् ।
आविरावीर्म एधि । वेदस्य म आणीस्थः ।
श्रुतं मे मा प्रहासीः । अनेनाधीतेनाहोरात्रान् संदधामि ।
ऋतं वदिष्यामि । सत्यं वदिष्यामि ।
तन्मामवतु । तद्वक्तारमवतु । अवतु माम् । अवतु वक्तारम् । अवतु वक्तारम् ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥ हरिः ॐ तत्सत् ॥
इत्यक्षमालिकोपनिषत् समाप्ता ॥

Akshamalika Upanishad – vollständiger Text in IAST

Eröffnungsvers
akārādi-kṣakārānta-varṇa-jāta-kalevaram |
vi-kalevara-kaivalyaṃ rāmacandra-padaṃ bhaje ||

Shanti Mantra
oṃ vāṅ me manasi pratiṣṭhitā mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvir āvīr ma edhi | vedasya ma āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ | anenādhītenāhorātrān saṃdadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi | satyaṃ vadiṣyāmi |
tan mām avatu | tad vaktāram avatu | avatu mām | avatu vaktāram | avatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

1. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
hariḥ oṃ | atha prajāpatirguhaṃ papraccha bho
brahmannakṣamālābhedavidhiṃ brūhīti | sā kiṃ
lakṣaṇā kati bhedā asyāḥ kati sūtrāṇi kathaṃ
ghaṭanāprakāraḥ ke varṇāḥ kā pratiṣṭhā
kaiṣādhidevatā kiṃ phalaṃ ceti || 1 ||

2. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
taṃ guhaḥ
pratyuvāca pravālamauktikasphaṭikaśaṅkharajatāṣṭāpadacandanaputrajīvikābje rudrākṣā
iti | ādikṣāntamūrtiḥ sāvadhānabhāvā |
sauvarṇaṃ rājataṃ tāmraṃ tanmukhe mukhaṃ
tatpucche pucchaṃ tadantarāvartanakrameṇa
yojayet || 2 ||

3. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
yadasyāntaraṃ sūtraṃ tadbrahma |
yaddakṣapārśve tacchaivam | yadvāme
tadvaiṣṇavam | yanmukhaṃ sā sarasvatī |
yatpucchaṃ sā gāyatrī | yatsuṣiraṃ sā
vidyā | yā granthiḥ sā prakṛtiḥ | ye svarāste
dhavalāḥ | ye sparśāste pītāḥ | ye parāste
raktāḥ || 3 ||

4. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
atha tāṃ pañcabhirgandhairamṛtaiḥ
pañcabhirgavyaistanubhiḥ śodhayitvā
pañcabhirgavyairgandhodakena saṃsrāpya
tasmātsoṅkāreṇa patrakūrcena snapayitvāṣṭabhirgandhairālipya sumanaḥsthale
niveśyākṣatapuṣpairārādhya pratyakṣamādikṣāntairvarṇairbhāvayet || 4 ||

5. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
omaṅkāra
mṛtyuñjaya sarvavyāpaka prathame'kṣe pratitiṣṭha |
omāṅkārākarṣaṇātmakasarvagata dvitīye'kṣe pratitiṣṭha |
omiṅkārapuṣṭidākṣobhakara tṛtīye'kṣe pratitiṣṭha |
omīṅkāra vākprasādakara nirmala caturthe'kṣe pratitiṣṭha |
omuṅkāra sarvabalaprada sāratara pañcame'kṣe pratitiṣṭha |
omūṅkāroccāṭana duḥsaha ṣaṣṭhe'kṣe pratitiṣṭha |
omṛṅkākāra saṃkṣobhakara cañcala saptame'kṣe pratitiṣṭha |
omṝṅkāra saṃmohanakaro'jjvala aṣṭame'kṣe pratitiṣṭha |
omlṛṅkāravidveṣaṇakara mohaka navame'kṣe pratitiṣṭha |
omlṝṅkāra mohakara daśame'kṣe pratitiṣṭha |
omeṅkāra sarvavaśyakara śuddhasattvaikādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaiṅkāra śuddhasāttvika puruṣavaśyakara dvādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omoṅkārākhilavāṅmaya nityaśuddha trayodaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omauṅkāra sarvavāṅmaya vaśyakara caturdaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaṅkāra gajādivaśyakara mohana pañcadaśe'kṣe pratitiṣṭha |
omaḥkāra mṛtyunāśanakara raudra ṣoḍaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ kaṅkāra sarvaviṣahara kalyāṇada saptadaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ khaṅkāra sarvakṣobhakara vyāpakāṣṭādaśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ gaṅkāra sarvavighnaśamana mahattaraikonaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ghaṅkāra saubhāgyada stambhanakara viṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṅakāra sarvaviṣanāśakarograikaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ caṅkārābhicāraghna krūra dvāviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ chaṅkāra bhūtanāśakara bhīṣaṇa trayoviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ jaṅkāra kṛtyādināśakara durdharṣa caturviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ jhaṅkāra bhūtanāśakara pañcaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ñakāra mṛtyupramathana ṣaḍviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṭaṅkāra sarvavyādhihara subhaga saptaviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṭhaṅkāra candrarūpāṣṭāviṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḍaṅkāra garuḍātmaka viṣaghna śobhanaikonatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḍhaṅkāra sarvasampatprada subhaga triṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṇaṅkāra sarvasiddhiprada mohakaraikatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ taṅkāra dhanadhānyādisampatprada prasanna dvātriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ thaṅkāra dharmaprāptikara nirmala trayastriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ daṅkāra puṣṭivṛddhikara priyadarśana catuṣtriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ dhaṅkāra viṣajvaranighna vipula pañcatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ naṅkāra bhuktimuktiprada śānta ṣaṭtriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ paṅkāra viṣavighnanāśana bhavya saptatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ phaṅkārāṇimādisiddhiprada jyotīrūpāṣṭatriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ baṅkāra sarvadoṣahara śobhanaikonacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ bhaṅkāra bhūtapraśāntikara bhayānaka catvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ maṅkāra vidveṣimohanakaraikacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ yaṅkāra sarvavyāpaka pāvana dvicatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ raṅkāra dāhakara vikṛta tricatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ laṅkāra viśvaṃbhara bhāsura catuścatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ vaṅkāra sarvāpyāyanakara nirmala pañcacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ śaṅkāra sarvaphalaprada pavitra ṣaṭcatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ ṣaṅkāra dharmārthakāmada dhavala saptacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ saṅkāra sarvakāraṇa sārvavarṇikāṣṭacatvāriṃśe'kṣe pratitiṣṭha |
oṃ haṅkāra sarvavāṅmaya nirmalaikonapañcāśadakṣe pratitiṣṭha |
oṃ ḻaṅkāra sarvaśaktiprada pradhāna pañcāśadakṣe pratitiṣṭha |
oṃ kṣaṅkāra parāparatattvajñāpaka paraṃjyotīrūpa śikhāmaṇau pratitiṣṭha || 5 ||

6. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devāḥ pṛthivīpadastebhyo namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 6 ||

7. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devā antarikṣasadastebhyaḥ oṃ namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 7 ||

8. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye devā diviṣadastebhyo namo
bhagavanto'numadantu śobhāyai pitaro'numadantu
śobhāyai jñānamayīmakṣamālikām || 8 ||

9. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye mantrā yā vidyāstebhyo
namastābhyaśconnamastacchaktirasyāḥ
pratiṣṭhāpayati || 9 ||

10. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye brahmaviṣṇurudrāstebhyaḥ
saguṇebhya oṃ namastadvīryamasyāḥ
pratiṣṭhāpayati || 10 ||

11. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye sāṅkhyāditattvabhedāstebhyo
namo vartadhvaṃ virodhe'nuvartadhvam || 11 ||

12. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca ye śaivā vaiṣṇavāḥ śāktāḥ
śatasahasraśastebhyo namonamo bhagavanto'numadantvanugṛhṇantu || 12 ||

13. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
athovāca yāśca mṛtyoḥ prāṇavatyastābhyo
namonamastenaitaṃ mṛḍayata mṛḍayata || 13 ||

14. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
punaretasyāṃ sarvātmakatvaṃ bhāvayitvā bhāvena
pūrvamālikāmutpādyārabhya tanmayīṃ
mahopahārairupahṛtya ādikṣāntairakṣarairakṣamālāmaṣṭottaraśataṃ spṛśet || 14 ||

15. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
atha punarutthāpya pradakṣiṇīkṛtyoṃ namaste
bhagavati mantramātṛke'kṣamāle
sarvavaśaṅkaryoṃnamaste bhagavati mantramātṛke'kṣamālike śeṣastambhinyoṃnamaste bhagavati
mantramātṛke'kṣamāle uccāṭanyoṃnamaste
bhagavati mantramātṛke'kṣamāle viśvāmṛtyo
mṛtyuñjayasvarūpiṇi sakalalokoddīpini sakalalokarakṣādhike sakalalokojjīvike sakalalokotpādike
divāpravartike rātripravartike nadyantaraṃ yāsi
deśāntaraṃ yāsi dvīpāntaraṃ yāsi lokāntaraṃ
yāsi sarvadā sphurasi sarvahṛdi vāsasi |
namaste parārūpe namaste paśyantīrūpe namaste
madhyamārūpe namaste vaikharīrūpe sarvatattvātmike
sarvavidyātmike sarvaśaktyātmike sarvadevātmike
vasiṣṭhena muninārādhite viśvāmitreṇa
muninopajīvyamāne namaste namaste || 15 ||

16. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
prātaradhīyāno rātrikṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |
sāyamadhīyāno divasakṛtaṃ pāpaṃ nāśayati |
tatsāyaṃprātaḥ prayuñjānaḥ pāpo'pāpobhavati |
evamakṣamālikayā japto mantraḥ sadyaḥ siddhikaro
bhavatītyāha bhagavānguhaḥ prajāpatimityupaniṣat || 16 ||

Abschließendes Shanti Mantra und Schlussformel
oṃ vāṅ me manasi pratiṣṭhitā mano me vāci pratiṣṭhitam |
āvir āvīr ma edhi | vedasya ma āṇīsthaḥ |
śrutaṃ me mā prahāsīḥ | anenādhītenāhorātrān saṃdadhāmi |
ṛtaṃ vadiṣyāmi | satyaṃ vadiṣyāmi |
tan mām avatu | tad vaktāram avatu | avatu mām | avatu vaktāram | avatu vaktāram |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ || hariḥ oṃ tat sat ||
iti akṣamālikopaniṣat samāptā ||

Akshamalika Upanishad – vollständige gut verständliche deutsche Übersetzung

Eröffnungsvers
Ich verehre den Stand beziehungsweise die Füße Ramachandras, dessen Leib aus der Gesamtheit der Buchstaben vom A bis zum Ksha besteht und der die körperlose Freiheit des Kaivalya ist.

Shanti Mantra
Om. Meine Rede sei im Denken fest gegründet und mein Denken in der Rede. Offenbare dich mir, du Selbstleuchtender. Mögen Denken und Rede mir die Lehre des Veda nahebringen; möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich will das der Ordnung Entsprechende sprechen, ich will die Wahrheit sprechen. Möge Brahman mich schützen; möge es den Lehrer schützen. Möge es mich schützen, möge es den Lehrer schützen, möge es den Lehrer schützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden.

1. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Hari Om. Darauf fragte Prajapati den Guha: „O Ehrwürdiger, lehre mich die Regel über Arten und Herstellung der Akshamala. Welche Merkmale besitzt sie? Wie viele Arten und Fäden hat sie? Wie wird sie zusammengesetzt? Welche Farben hat sie, wie wird sie geweiht, wer ist ihre vorstehende Gottheit und welche Frucht bringt ihr Gebrauch?“

2. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Guha antwortete: „Die Perlen können aus Koralle, Perle, Kristall, Muschel, Silber, Ashtapada, Sandelholz, Putrajivika-Samen, Lotussamen oder Rudraksha bestehen. Die Mala soll als Gestalt der Buchstaben vom ersten A bis zum abschließenden Ksha und mit gesammelter Aufmerksamkeit aufgefasst werden. Gold, Silber oder Kupfer werden verwendet; die Vorderseiten der Perlen sollen einander und die Rückseiten einander zugewandt sein, sodass sie in einwärts laufender Reihenfolge verbunden werden.“

3. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Der innere Faden der Mala ist Brahman. Was sich an ihrer rechten Seite befindet, gehört zu Shiva, was sich links befindet, zu Vishnu. Ihre Vorderseite ist Saraswati, ihre Rückseite Gayatri. Die Öffnung ist Vidya, der Knoten Prakriti. Die Vokale sind weiß, die Verschlusslaute gelb und die übrigen Laute rot.

4. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann soll man die Mala mit fünf duftenden Nektaren und den fünf Kuhprodukten reinigen, sie mit den fünf Kuhprodukten und duftendem Wasser baden, unter dem Klang von Om mit einem Blätterbüschel besprengen, mit acht Duftstoffen salben, auf einen mit Blumen geschmückten Platz legen und mit ungebrochenen Reiskörnern und Blumen verehren. Danach soll man sich die Buchstaben vom A bis zum Ksha unmittelbar vergegenwärtigen.

5. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Om, a-Laut, den Tod überwindend und alldurchdringend: Nimm deinen Sitz in der ersten Perle. Om, ā-Laut, von anziehender Kraft und überall hingelangend: Nimm deinen Sitz in der zweiten Perle. Om, i-Laut, Nahrung und Gedeihen gebend und Erschütterung hervorrufend: Nimm deinen Sitz in der dritten Perle. Om, ī-Laut, Klarheit der Rede schenkend und makellos: Nimm deinen Sitz in der vierten Perle. Om, u-Laut, alle Kraft gebend und höchst wesentlich: Nimm deinen Sitz in der fünften Perle. Om, ū-Laut, Vertreibung bewirkend und unwiderstehlich: Nimm deinen Sitz in der sechsten Perle. Om, ṛ-Laut, Erschütterung bewirkend und beweglich: Nimm deinen Sitz in der siebten Perle. Om, ṝ-Laut, Faszination bewirkend und strahlend: Nimm deinen Sitz in der achten Perle. Om, lṛ-Laut, Entzweiung bewirkend und bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der neunten Perle. Om, lṝ-Laut, Bezauberung bewirkend: Nimm deinen Sitz in der zehnten Perle. Om, e-Laut, alles unter Einfluss bringend und von reinem Sattva: Nimm deinen Sitz in der elften Perle. Om, ai-Laut, rein sattvig und Menschen unter Einfluss bringend: Nimm deinen Sitz in der zwölften Perle. Om, o-Laut, aus der gesamten Sprache bestehend und ewig rein: Nimm deinen Sitz in der dreizehnten Perle. Om, au-Laut, aus aller Sprache bestehend und unter Einfluss bringend: Nimm deinen Sitz in der vierzehnten Perle. Om, aṃ-Laut, Elefanten und anderes unter Einfluss bringend und bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der fünfzehnten Perle. Om, aḥ-Laut, den Tod vernichtend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der sechzehnten Perle. Om, ka-Laut, jedes Gift entfernend und Heil und Segen gebend: Nimm deinen Sitz in der siebzehnten Perle. Om, kha-Laut, alles erschütternd und durchdringend: Nimm deinen Sitz in der achtzehnten Perle. Om, ga-Laut, alle Hindernisse beruhigend und übergroß: Nimm deinen Sitz in der neunzehnten Perle. Om, gha-Laut, Glück und Gedeihen gebend und Stillstand bewirkend: Nimm deinen Sitz in der zwanzigsten Perle. Om, ṅa-Laut, jedes Gift vernichtend und heftig: Nimm deinen Sitz in der einundzwanzigsten Perle. Om, ca-Laut, Schadenszauber abwehrend und streng: Nimm deinen Sitz in der zweiundzwanzigsten Perle. Om, cha-Laut, schädliche Wesen vertreibend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der dreiundzwanzigsten Perle. Om, ja-Laut, Schadensrituale und Ähnliches vernichtend und unbezwingbar: Nimm deinen Sitz in der vierundzwanzigsten Perle. Om, jha-Laut, schädliche Wesen vertreibend: Nimm deinen Sitz in der fünfundzwanzigsten Perle. Om, ña-Laut, den Tod bezwingend: Nimm deinen Sitz in der sechsundzwanzigsten Perle. Om, ṭa-Laut, alle Krankheiten entfernend und glückverheißend: Nimm deinen Sitz in der siebenundzwanzigsten Perle. Om, ṭha-Laut, von der Gestalt des Mondes: Nimm deinen Sitz in der achtundzwanzigsten Perle. Om, ḍa-Laut, von Garudas Wesen und Gift vernichtend und heilsam: Nimm deinen Sitz in der neunundzwanzigsten Perle. Om, ḍha-Laut, allen Wohlstand gebend und glückverheißend: Nimm deinen Sitz in der dreißigsten Perle. Om, ṇa-Laut, alle Vollendungen gebend und Bezauberung bewirkend: Nimm deinen Sitz in der einunddreißigsten Perle. Om, ta-Laut, Wohlstand an Geld, Getreide und anderem gebend und heiter und gnädig: Nimm deinen Sitz in der zweiunddreißigsten Perle. Om, tha-Laut, das Erlangen von Dharma bewirkend und makellos: Nimm deinen Sitz in der dreiunddreißigsten Perle. Om, da-Laut, Gedeihen und Wachstum bewirkend und von lieblichem Anblick: Nimm deinen Sitz in der vierunddreißigsten Perle. Om, dha-Laut, Giftfieber vernichtend und weit und mächtig: Nimm deinen Sitz in der fünfunddreißigsten Perle. Om, na-Laut, Genuss und Befreiung gebend und friedvoll: Nimm deinen Sitz in der sechsunddreißigsten Perle. Om, pa-Laut, Gift und Hindernisse vernichtend und segensreich: Nimm deinen Sitz in der siebenunddreißigsten Perle. Om, pha-Laut, Siddhis wie Anima gebend und von der Gestalt des Lichts: Nimm deinen Sitz in der achtunddreißigsten Perle. Om, ba-Laut, alle Fehler entfernend und heilsam: Nimm deinen Sitz in der neununddreißigsten Perle. Om, bha-Laut, Wesenheiten beruhigend und furchtgebietend: Nimm deinen Sitz in der vierzigsten Perle. Om, ma-Laut, Widersacher bezaubernd: Nimm deinen Sitz in der einundvierzigsten Perle. Om, ya-Laut, alldurchdringend und reinigend: Nimm deinen Sitz in der zweiundvierzigsten Perle. Om, ra-Laut, verbrennend und umgestaltend: Nimm deinen Sitz in der dreiundvierzigsten Perle. Om, la-Laut, das All tragend und leuchtend: Nimm deinen Sitz in der vierundvierzigsten Perle. Om, va-Laut, alles stärkend und erfüllend und makellos: Nimm deinen Sitz in der fünfundvierzigsten Perle. Om, śa-Laut, alle Früchte gebend und reinigend und heilig: Nimm deinen Sitz in der sechsundvierzigsten Perle. Om, ṣa-Laut, Dharma, Wohlstand und erfülltes Begehren gebend und strahlend weiß: Nimm deinen Sitz in der siebenundvierzigsten Perle. Om, sa-Laut, Ursache von allem und alle Laute umfassend: Nimm deinen Sitz in der achtundvierzigsten Perle. Om, ha-Laut, aus aller Sprache bestehend und makellos: Nimm deinen Sitz in der neunundvierzigsten Perle. Om, ḻa-Laut, alle Kräfte gebend und ursprünglich und vornehm: Nimm deinen Sitz in der fünfzigsten Perle. Om, Ksha-Laut, der die höhere und die niedere Wirklichkeit erkennen lässt und die Gestalt des höchsten Lichtes hat: Nimm deinen Sitz im Kronenjuwel der Mala.

6. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den Gottheiten, deren Bereich die Erde ist, sei Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

7. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den Gottheiten, die im Zwischenraum wohnen, sei mit Om Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

8. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den Gottheiten, die im Himmel wohnen, sei Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen dieser erkenntniserfüllten Akshamalika um des Segens willen zustimmen; mögen auch die Ahnen um des Segens willen zustimmen.“

9. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den Mantras und den heiligen Wissenslehren sei Ehrerbietung, ihnen nochmals Ehrerbietung.“ Ihre Kraft wird in dieser Mala verankert.

10. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Brahma, Vishnu und Rudra mit ihren Eigenschaften sei Om und Ehrerbietung.“ Ihre schöpferische Kraft wird in dieser Mala verankert.

11. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den Unterscheidungen der Wirkprinzipien, wie sie unter anderem im Samkhya gelehrt werden, sei Ehrerbietung. Seid gegenwärtig; folgt einander auch dort, wo Gegensätze bestehen.“

12. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Den hunderttausendfachen Shaivas, Vaishnavas und Shaktas sei immer wieder Ehrerbietung. Mögen die Erhabenen zustimmen und ihre Gnade schenken.“

13. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann sprach er: „Allen lebenskräftigen Mächten des Todes sei immer wieder Ehrerbietung. Seid diesem Menschen gnädig, seid ihm gnädig.“

14. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Nachdem man in der Mala ihr Wesen als das Selbst von allem betrachtet hat, soll man sie innerlich als die ursprüngliche Mala hervorbringen, sie ganz von dieser Gegenwart erfüllt mit großen Gaben verehren und die Akshamala mit den Buchstaben von A bis Ksha hundertachtmal berühren.

15. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Dann soll man sie wieder emporheben, im Uhrzeigersinn umschreiten beziehungsweise herumführen und sprechen: „Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, die alles unter ihren Einfluss bringt. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamalika, die das Übrige festhält. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, die Widriges vertreibt. Ehrerbietung dir, erhabene Mutter der Mantras, o Akshamala, o Tod des Alls, deren Wesen den Tod überwindet: Du erleuchtest alle Welten, bist höchste Beschützerin aller Welten, belebst alle Welten und bringst alle Welten hervor. Du setzt Tag und Nacht in Gang, gehst zu anderen Flüssen, Ländern, Inseln und Welten, leuchtest immer und wohnst in jedem Herzen. Ehrerbietung dir in der Gestalt der höchsten Sprache Para, in der schauenden Sprache Pashyanti, in der mittleren Sprache Madhyama und in der vernehmbaren Sprache Vaikhari. Du bist das Selbst aller Prinzipien, aller Wissenslehren, aller Kräfte und aller Gottheiten. Vom Weisen Vasishtha wurdest du verehrt, vom Weisen Vishvamitra gebraucht und bewahrt. Ehrerbietung dir, Ehrerbietung dir.“

16. Abschnitt der Akshamalika Upanishad
Wer diese Lehre morgens rezitiert, beseitigt nach Aussage des Textes die in der Nacht begangenen Verfehlungen; wer sie abends rezitiert, die am Tag begangenen. Wer sie morgens und abends anwendet, wird von Verfehlung frei. Ein mit der Akshamalika wiederholter Mantra führt dem Text zufolge unmittelbar zur Vollendung. So sprach der erhabene Guha zu Prajapati. Damit endet die Upanishad.

Abschließendes Shanti Mantra und Schlussformel
Om. Meine Rede sei im Denken fest gegründet und mein Denken in der Rede. Offenbare dich mir, du Selbstleuchtender. Mögen Denken und Rede mir die Lehre des Veda nahebringen; möge das Gehörte mich nicht verlassen. Durch dieses Studium verbinde ich Tag und Nacht. Ich will das der Ordnung Entsprechende sprechen, ich will die Wahrheit sprechen. Möge Brahman mich schützen; möge es den Lehrer schützen. Möge es mich schützen, möge es den Lehrer schützen, möge es den Lehrer schützen. Om. Frieden, Frieden, Frieden. Hari Om. Das ist das Wahre. Damit ist die Akshamalika Upanishad beendet.

Die fünf wichtigsten Empfehlungen der Akshamalika Upanishad für ernsthafte Aspiranten

1. Verbinde jede Perle mit bewusster Gegenwart.
Lass die Mala nicht mechanisch durch die Finger laufen. Nimm Klang, Bedeutung und innere Haltung des Mantras bei jeder Wiederholung neu wahr.

2. Wähle ein heilsames, ethisch klares Mantra.
Übe ein traditionell überliefertes Mantra, das Sammlung, Mitgefühl und Erkenntnis fördert. Mantras zur Kontrolle oder Schädigung anderer widersprechen verantwortlicher Yogapraxis.

3. Verehre das Symbol, ohne daran zu haften.
Behandle die Mala sorgfältig; erkenne zugleich, dass Holz, Samen oder Stein nicht an die Stelle innerer Verwandlung treten.

4. Führe die hörbare Rede in die Stille.
Beginne bei Bedarf mit hörbarem Japa, werde leiser und spüre schließlich dem Mantra im Geist und in der Stille nach. So wird die Lehre von Vaikhari, Madhyama, Pashyanti und Para praktisch erfahrbar.

5. Miss die Praxis an ihrer Wirkung im Leben.
Eine fruchtbare Mantrapraxis macht nicht überlegen. Sie zeigt sich in größerer Geduld, Wahrhaftigkeit, Konzentration und Achtung vor anderen.

Literatur und Quellen

Redaktioneller Hinweis: Die deutsche Übersetzung und die Wort-für-Wort-Erläuterungen wurden für diesen Artikel neu erstellt. Grundlage ist die Sanskrit-Documents-Fassung, abgeglichen mit der nummerierten 16-teiligen Fassung und ihrem Padapatha. Offensichtliche elektronische Schreibfehler wurden behutsam berichtigt. Die Worterklärungen lösen Sandhi und Komposita in sinntragende Gruppen auf; sie ersetzen keine kritische Edition. Die rituellen Wirkungszuschreibungen werden als historische Aussagen des Textes wiedergegeben.

Siehe auch

Weblinks

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