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Stress Psychologie


Stress Psychologie, auch geschrieben Stresspsychologie, auch genannt Stresslehre, beschreibt, wie Stress auf den Organismus wirkt, wie man mit Stress besser umgeht, und wie Tiefenentspannung wirkt.

Zeitdruck kann Stress Psychologie auslösen

Die Stress Psychologie wurde begründet vom ungarisch-österreichisch-kanadischen Mediziner Hans Selye, der aufgebaut hat auf der Theorie des Flucht-Kampf-Mechanismus von Walter Cannon. Sie wurde fortgeführt und ausgebaut von Richard Lazarus, P. Sterling und anderen. So gibt es viele Stresstheorien, auf denen die Stress Psychologie aufbaut. Die Stress Psychologie will nicht nur erklären, sie will auch praktisch anwendbar sein. Die Stress Psychologie kann auch erklären, warum Hatha Yoga so gut gegen Stress wirkt. Stress Psychologie bietet verschiedene Erklärungsmodelle, warum die in wissenschaftlichen Studien nachgewiesenen positiven Gesundheitseffekt des Yoga auftreten.

Stress Psychologie - Einführung Video und Audio

Hier ein Videovortrag von und mit Sukadev Bretz zum Thema Stress Psychologie - Einführung:

Dieser Vortrag ist ein Auszug aus dem 2. Kursvideo Entspannungskurses für Anfänger - Entspannung lernen in 8 Wochen.

Audiovortrag zum Thema Stress Psychologie - Einführung

Hier die Tonspur des oberen Vortrags:

Hier Auszüge aus dem oberen Vortrag:

Hintergründe der Stress Psychologie

Ein paar Worte zur Stress Psychologie bzw. Stresspsychologie, ein paar Hintergründe also zur Entspannung und wie Tiefenentspannung wirkt:

Ein drohender Tiger oder Säbelzahntiger, löst bei uns Menschen den Fluchtimpuls aus

Das Wort „Stress“ wurde in seiner heutigen Bedeutung geprägt vom ungarisch-österreichisch-kanadischen Arzt Hans Selye in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hans Selye gilt als Vater der Stress Psychologie. Hans Selye sah Stress als eine Antwort des Organismus auf Herausforderungen. Insbesondere baute Hans Selye das Konzept des Stresses auf dem sogenannten Flucht-Kampf-Mechanismus auf. Der Flucht-Kampf-Mechanismus beschreibt eine reflexartige Reaktion des Organismus bei wahrgenommener Gefahr. Wenn ein Organismus Gefahr wahrnimmt, hat er zwei Möglichkeiten: Er kann fliehen oder kämpfen. Für beides braucht er Energie.

Beispiel: In grauer Vorzeit ist ein Mensch im Wald unterwegs und es taucht plötzlich ein Säbelzahntiger auf. Jetzt hat der Mensch die Möglichkeit zu sagen „Oh, sieht doch sehr gut aus so ein Säbelzahntiger, schöne Farben und graziös“. Vielleicht gab es einige unserer Vorfahren, die so gedacht haben, die haben vermutlich ihr Erbgut nicht weitergeben können und haben stattdessen dem Säbelzahntiger geholfen zu überleben. Gefressen zu werden war jetzt also keine gute Überlebensstrategie.

Stressreaktionen sichern das Überleben

Und so haben Menschen überlebt, die eher zu einer Stressreaktion geneigt haben: Wenn sie eine Gefahr wahrnehmen, dann wird der gesamte Organismus alarmiert und dann hat man Energie entweder zum Fliehen – schnell Abhauen – oder Kämpfen – Keule nehmen und versuchen, den Säbelzahntiger in die Flucht zu schlagen. Wenn dort mehrere Menschen gleichzeitig zusammen waren, dann war das vielleicht sogar erfolgsversprechend. Und das Fliehen funktionierte auch, wenn man in der Nähe einer Höhle war oder auf einen Baum hochkrabbeln konnte. So kann man sagen, dass die Stressreaktion sehr sinnvoll ist: Bei Gefahr wird der Organismus alarmiert, er spannt sich an und hat jetzt die Möglichkeit zu fliehen oder zu kämpfen. Stress ist also grundsätzlich positiv. Stress ist also nicht einfach negativ, was man heute so oft darunter versteht, sondern Stress hilft, auf die Herausforderungen des Alltags zu reagieren.

Moderne Stress Psychologie unterscheidet zwischen Eustress und Disstress

Pausen und Tiefenentspannung helfen bei zu viel Stress

Manche Menschen brauchen Stress

In der modernen Stress Psychologie unterscheidet man auch zwischen Eustress und Disstress. Eustress – „Eu“ ist etwas Positives im Griechischen – Eustress ist positiv erlebter Stress. So können zum Beispiel Aufregungen und Herausforderungen Spaß machen, wenn plötzlich etwas Neues passiert oder du gefordert bist, und du dich darüber freuen kannst. Disstress ist negativ erlebter Stress. Stress, wenn er wirklich bedrohlich erlebt wird, zu Verspannungen führt, zu Unruhe führt, dann kann das auch zu diversen Erkrankungen führen. Auf gewisse Weise ist die Reaktion auf stressige Situationen auch eine Temperamentfrage. Manche Menschen freuen sich über die Herausforderungen und sie sind nicht so schnell gestresst, wenn Unerwartetes geschieht.

Manche Menschen brauchen es gemütlicher

Manche Menschen lieben es gemütlicher. Sie übersehen viele Herausforderungen einfach und sie mögen Unerwartetes nicht so gerne, aber sie sind auch nicht so schnell zu stressen. Andere sind etwas ängstlicher; sie befürchten, dass Unerwartetes wirklich schnell bedrohlich sein könnte. Sie leiden am schnellsten unter Stress und erleben Stress auch am schnellsten als Disstress – also als Störung und als etwas, worunter sie leiden. Ein sehr häufiges Aktivieren des Flucht-Kampf-Mechanismus ohne dass auch immer wieder Entwarnung eintritt, kann zu immer intensiveren Verspannungen führen und das führt dann zum sogenannten Stresssyndrom. Darüber werde ich das nächste Mal etwas mehr sprechen. Jedenfalls führt das häufigere Verspannen von Teilen des Körpers auch dazu, dass es verschiedene Probleme geben kann.

Stress lösen durch Muskelanspannung und -entspannung

Siehe auch

Shri Yantra 2.png

Weblinks

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Zusammenfassung

Sukadev spricht über die Stresslehre der Stress Psychologie. Er spricht über Hans Selye, den Vater der Stresspsychologie. Er behandelt den Flucht-Kampf-Mechanismus, das Konzept von Eustress und Dissstress sowie das Stresssyndrom. So bekommst du praktische Hintergrundinformationen, die dir helfen, mit dem Stress des modernen Lebens besser umgehen zu können.