Sampati

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1. In der hinduistischen Theologie ist Sampati (Sanskrit: सम्पाति) einer der zwei Söhne von Aruna und Shyeni, dem Wagenlenker Suryas, und der Bruder von Jatayu. Er verlor seine Flügel als er noch ein Kind war. In der Ramayana war er ein mythischer Vogel, der als Sohn von Vishnus Vogel Garuda und Bruder von Jatayus vorkommt. Er war ein Verbündeter von Rama.

2. Sampati, ( Sanskrit सम्पति sam-pati f. ) (Braj Bhasha; von Sanskrit sam-patti) Reichtum, Besitz.

Sampati trifft auf die Affenarmee.

Sampati verliert seine Flügel

Als Sampati und Jatayu jung waren, maßen sie sich daran, wer am höchsten fliegen könne. Bei solch einem Wettkampf flog Jatayu so hoch, dass er fast von der Hitze der Sonne versengt worden wäre. Sampati rettete seinen Bruder, indem er seine eigenen Flügel über ihn breitete und ihn vor der Hitze schützte. Dabei wurde Sampati selbst verletzt und verlor seine Flügel.

Sampati im Ramayana

Sampati erscheint im Ramayana als der Suchtrupp Sitas, geführt von Angada, Hanuman und Jambavan, ausgelaugt, durstig und deprimiert das südliche Ende des Landes erreicht. Das endlose Meer lag vor ihnen und weit und breit keine Spur von Sita. Ermattet lagen sie im Sand, als sie eine Stimme hörten: "Heute werde ich schmausen. Ich werde Gott für immer dankbar sein, für das wunderbare Mahl, das, ganz von selbst, zu mir spaziert kam."

Jeder schaute in die Richtung, aus der die Stimme kam, und sie sahen einen gewaltigen Geier auf sie zukommen. In diesem Moment sagte Jambavan: "Wie das Leben so spielt. Hier der Geier, der diese ermattete Gruppe zu verspeisen gedenkt, weil sie nach der langen Suche nach Sita, zu schwach ist, sich zur Wehr zu setzen. Auf der anderen Seite der Geier Jatayu, der sein Leben gab, um Sita aus den Fängen Ravanas zu befreien.

Der Geier erstarrte sobald das Wort "Jatayu" ausgesprochen war. "Jatayu, sagtet ihr Jatayu? Was ist mit ihm passiert"? Jambavan erzählte Jatayus Geschichte und sprach über seinen Mut. Die Augen des Geiers wurden feucht. "Ich bin Sampati, Jatayu war mein Bruder. Seit Jahrhunderten habe ich nichts mehr von ihm gehört. Nun höre ich, dass er tot ist".

Nachdem er sich wieder gefangen hatte, sprach er: "Ich bin euch so dankbar, dass ihr mir die Nachricht über den Verbleib meines Bruders überbracht habt. Ich will euch als Gegenleistung sagen, wo ihr Sita findet. Ich weiß wo sie ist".

Sampati spricht über Lanka

Als sie das hörten, hüpften sie vor Freude. Gebannt hörten sie, was Sampati weiter zu sagen hatte: "100 Yojanas (rund 1300 km) von hier ist Lanka, das Königreich von Ravana. Vor einigen Tagen sah ich ihn in seinem fliegenden Palast, Pushpak. Er landete in Lanka mit einer wunderschönen Frau. Nun ist mir klar, dass es Sita war. Gut dass ihr gekommen seid, nun wird sie befreit werden. Ich habe sie täglich von einem Baum aus beobachtet. Nun hat ihr Leid ein Ende".

Jambavan fragte: "Ich entnehme deinen Worten, dass du sie sehen kannst". Sampati sprach: "Natürlich kann ich. Ich stamme von Garuda ab, wir sind mit Weitsichtigkeit gesegnet. Ich bin nun zwar schon alt, doch 100 Yojanas kann ich noch sehen.

Griddhraj Parvat im Distrikt Satna in Madhya Pradesh wird als Geburtsort von Sampati angenommen.

Legende ausführlicher erzählt

Sampati ist in der Hindumythologie ein halbgöttlicher Vogel, der König der Geier. Er ist der älteste Sohn Arunas, des Bruders Garudas, und der Bruder Jatayus. Man glaubt, dass Griddraj Parvat im Satnadistrikt von Madhya Pradesh der Geburtsort Sampatis ist. Die Legende erzählt, dass Sampati als Kind seine Flügel verlor.

In ihrer Kindheit weilten die Brüder Sampati und Jayatu in den Himalayafelsen. Die beiden Brüder wetteiferten, wer zuerst die Sonne erreichen würde. Sampati flog voran, aber als es Mittag wurde und die wilde Sonne direkt auf sie schaute, wurde Jatayu ohnmächtig und taumelte kopfüber durch die Luft.

Voller Liebe und Mitgefühl für seinen Bruder breitete Sampati seine weiten Schwingen zwischen ihm und der grausamen Sonne aus und die heissen Strahlen der Sonne verbrannten seine Flügel. Voller Schmerz fiel Sampati auf den Gipfel des Vindhyaberges. Hier wurde der verwundete Sampati von Hanuman und Angada gefunden, als sie die verlorene Sita suchten.

Im Ramayanaepos wird erwähnt, dass Sampati Rama sehr geholfen hat bei der Suche nach Sita. Sein Augenblick kam, als der Suchtrupp, von Angad, Hanuman und Jambhuvan geführt, erschöpft, durstig und deprimiert in den Süden vordrang . Sie mussten die unendliche See überqueren und hatten noch keinerlei Spur von Sita. Erschöpft und unzufrieden brachen alle zusammen im Sand.

Plötzlich hörten sie eine Stimme sagen, dass sie sich um Essen kümmern wolle. Sie hörten auch jemand sagen, "Ich werde Gott immer dankbar sein, dass ein so köstliches Mahl von selbst zu meiner Tür kommt". Alle, die nach Sita suchten, schauten in die Richtung der Stimme und sahen einen grossen Geier langsam auf sie zufliegen und diese Worte sagen. Jambhuvan sagte dann, dass der Geier Jatayu sein Leben gab um Sita aus den Klauen Ravanas zu befreien. Dieser Geier aber wollte die erschöpfte Armee fressen.

Der Geier war Sampati. Er war sehr betrübt den Namen "Jatayu" zu hören. Nachdem er die Nachricht vom Tod seines Bruders bekommen hatte, würgte es ihn. Er informierte Jambhuvan, Hanuman nd die anderen, dass Jatayu sein Bruder war und dass er schon ewig lang nichts von ihm gehört hatte. Er dankte Jambhuvan für diesen Bericht und informierte sie seinerseits über Sita.

Alle, die Sita suchten waren sehr neugierig und stürzten nach vorn, als Sampati das sagte. Sie lauschten seinen Worten mit äusserster Konzentration. Er erzählte ihnen, dass er vor einigen Tagen Ravana in seinem Pushpaka fliegen gesehen hatte, der in Lanka mit einer schönen Frau landete, die entführt und in eine der Vatikas, Gärten, verbannt worden war. Diese Schönheit war Sita.

Sampat erzählte weiter, dass er Sita jeden Tag unter dem Baum in dieser Vatika sitzen sehe, niedergeschlagen und auf jemanden wartend. Da Sampati ein Nachkomme Garudas war, verfügte er über eine sehr überlegene Schau.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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