Leistung: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Leistung'''  
'''Leistung''' - ist im Yoga anders definiert.


evtl. mögliche Lehrsätze:
Im Yoga hat der Begriff “Leistung” eine ganz andere Bedeutung als im [[Alltag]] oder im [[Sport]]. Während du im normalen Leben Leistung oft an äußeren Ergebnissen misst – wie schnell du bist, wie stark du bist oder wie viele [[Asana]]s du schaffst –, geht es im Yoga um eine innere Qualität. Leistung bedeutet hier vor allem: [[Beständigkeit]], [[Hingabe]] und die Fähigkeit, dich immer wieder auf deine Praxis einzulassen, ohne an Ergebnissen zu haften. Es ist die [[Disziplin]], täglich auf die [[Matte]] zu kommen, auch wenn du keine Lust hast. Es ist die [[Geduld]], in einer schwierigen Haltung ruhig zu atmen, anstatt dich zu verkrampfen. Und es ist der Mut, deine eigenen Grenzen zu akzeptieren, ohne dich mit anderen zu vergleichen.


In der [[indisch]]en [[Philosophie]] wird diese Haltung oft mit dem Konzept des “[https://www.yoga-vidya.de/ Karma Yoga]” beschrieben: Du handelst, aber du hängst nicht am Erfolg oder Misserfolg. Im [[Yoga Sutra]] von [[Patanjali]] heißt es, dass die Praxis erst dann wirklich Früchte trägt, wenn du sie über lange Zeit, ohne Unterbrechung und mit aufrichtiger Hingabe ausführst. Das ist die wahre Leistung – nicht die perfekte Ausführung einer Asana, sondern die Qualität deiner Aufmerksamkeit und deiner inneren Haltung.


''"Zum Beispiel definieren sich viele von uns über ihre Leistung und leben innerlich von erhaltener oder sogar von erhoffter [[stolz|Anerkennung]] - (.. statt)  [[Zufriedenheit]], [[einfach]]...weitere belastende Faktoren, die überfordern und übermüden... wir [[fahrender Yogi|fahren]] und [[fliegender Yogi|fliegen]] tausende [[strecke|Kilometer]]. All das [[burnout|erschöpft]] unterm Strich nur noch [[mehr]]. (..) Zudem geht es um die [[Kunst]] des [[kleineres Übel|Nein-Sagens]]:  zu noch mehr [[Spezialisierung|Anforderung]] im beruflichen und privaten Alltag. Das braucht [[Mut]] (..)  (= auch [[Hygiene]])''"
Ein konkretes Beispiel aus der [[Yogastunde]]: Stell dir vor, du stehst im [[Krieger II]]. Deine Beine zittern, deine Schultern sind verspannt, und du denkst: “Ich halte das nicht mehr aus.” In diesem Moment geht es nicht darum, noch dreißig Sekunden länger durchzuhalten, um eine “gute Leistung” zu zeigen. Sondern darum, ob du in der Lage bist, deine [[Atmung]] zu vertiefen, deine Gedanken zu beruhigen und einfach im [[Hier und Jetzt]] zu bleiben – ohne dir ein Urteil über dich selbst zu bilden. Diese innere Arbeit ist die eigentliche Leistung im Yoga.


[[Jack Kornfield]], ''"...wenn sich (...) das leisten kann, [[Pferd|reitet]] (..) d. zu [[Ordination|Weihende]] auf einem[[Elefant]]n''" (so [[ungefähr]], 2013, S.111
Ein passendes Zitat von Sri [[Sri]] [[Ravi Shankar]] dazu: “Yoga ist nicht etwas, das du tust, es ist etwas, das du wirst. Die einzige Leistung im Yoga ist, den inneren [https://www.yoga-vidya.de/ Frieden] zu finden und ihn nicht mehr zu verlieren.


[[Tao]] - [[ohne|keinen]] [[Widerstand]] ''leisten''
=Siehe auch=
* [[Angst]]  
* [[Versagen]]


Linke Leiste hier im [[Netz]] des [[Yoga-Wiki]] (...) und auch Bodenleisten sind sprachlich verwandt.
[[Kategorie:Glossar]]
 
[[Kategorie:Yoga]]
 
== Stichworte [[mehr]] leistungs[[klein|schwach]] ==
Sich etwas ''leisten'' eventuell auch sogenanntes ''leisten können'' ([[Yoga]] [[Kosten]] ...)
 
Sich nicht unter Druck setzen lassen
 
==Leistungsangst==
Eine [[Studie]] zeigte bei [[Musik]]ern: [[Depression|aufhellende]] Stimmung durch Yoga half deutlich für  Solo[[auftritt]]e.  Vgl. [[William J. Broad]], Lampenfieber Boston Symph. Orchestra, S. 156ff.

Aktuelle Version vom 15. Juli 2026, 08:41 Uhr

Leistung beim Yoga?

Leistung - ist im Yoga anders definiert.

Im Yoga hat der Begriff “Leistung” eine ganz andere Bedeutung als im Alltag oder im Sport. Während du im normalen Leben Leistung oft an äußeren Ergebnissen misst – wie schnell du bist, wie stark du bist oder wie viele Asanas du schaffst –, geht es im Yoga um eine innere Qualität. Leistung bedeutet hier vor allem: Beständigkeit, Hingabe und die Fähigkeit, dich immer wieder auf deine Praxis einzulassen, ohne an Ergebnissen zu haften. Es ist die Disziplin, täglich auf die Matte zu kommen, auch wenn du keine Lust hast. Es ist die Geduld, in einer schwierigen Haltung ruhig zu atmen, anstatt dich zu verkrampfen. Und es ist der Mut, deine eigenen Grenzen zu akzeptieren, ohne dich mit anderen zu vergleichen.

In der indischen Philosophie wird diese Haltung oft mit dem Konzept des “Karma Yoga” beschrieben: Du handelst, aber du hängst nicht am Erfolg oder Misserfolg. Im Yoga Sutra von Patanjali heißt es, dass die Praxis erst dann wirklich Früchte trägt, wenn du sie über lange Zeit, ohne Unterbrechung und mit aufrichtiger Hingabe ausführst. Das ist die wahre Leistung – nicht die perfekte Ausführung einer Asana, sondern die Qualität deiner Aufmerksamkeit und deiner inneren Haltung.

Ein konkretes Beispiel aus der Yogastunde: Stell dir vor, du stehst im Krieger II. Deine Beine zittern, deine Schultern sind verspannt, und du denkst: “Ich halte das nicht mehr aus.” In diesem Moment geht es nicht darum, noch dreißig Sekunden länger durchzuhalten, um eine “gute Leistung” zu zeigen. Sondern darum, ob du in der Lage bist, deine Atmung zu vertiefen, deine Gedanken zu beruhigen und einfach im Hier und Jetzt zu bleiben – ohne dir ein Urteil über dich selbst zu bilden. Diese innere Arbeit ist die eigentliche Leistung im Yoga.

Ein passendes Zitat von Sri Sri Ravi Shankar dazu: “Yoga ist nicht etwas, das du tust, es ist etwas, das du wirst. Die einzige Leistung im Yoga ist, den inneren Frieden zu finden und ihn nicht mehr zu verlieren.”

Siehe auch