Yoga im Nationalsozialismus

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Yoga im Nationalsozialismus - ein kontroverses Kapitel in der Geschichte von Yoga in Deutschland und Europa. Yoga im Nationalsozialismus ist auch der Titel eines Buches von Mathias Tietke, Buchautor, Journalist und Yogalehrer. Yoga fand seit dem 18. Jahrhundert Eingang in die europäische Geisteswelt. Durch die Theosophie und später Anthroposophie wurden Yoga Praktiken und Übungen in Deutschland populär gemacht. In der 1920er und 1930 Jahren gab es eine regelrechte "Yoga-Szene" in Deutschland. Einige wenige Nationalsozialisten waren selbst Yoga Übende, die Mehrheit nicht. Wie vieles andere, darunter Biologie, Medizin, Geschichtswissenschaft, evangelische Kirche (z.B. die Deutsche Christen) etc., wurde auch Yoga im Nationalsozialismus missbraucht. Manche Yoga Anhänger wurden zu Anhängern der Nazis, manche gingen in den Widerstand, manche wurden verfolgt.

Das Buch "Yoga im Nationalsozialismus" von Mathias Tietke

Yoga im Nationalsozialismus - Buch von Mathias Tietke

Im Jahr 2011 erschien im Ludwig Verlag das Buch "Yoga im Nationalsozialismus" von Mathias Tietke. Es ist das erste Buch, welches diese Kapitel der Yoga Geschichte in Europa genauer erläutert.

Infos zum Buch

Die Ethik des Yoga und die Ideologie des Nationalsozialismus scheinen einander auszuschließen wie Licht und Finsternis. Doch die hier größtenteils erstmals vorgelegten Forschungsergebnisse zeigen etwas anderes. Sie dokumentieren auf eindrucksvolle Weise die Rolle des Yoga im Nationalsozialismus; untersucht werden sowohl die gegenseitige Beeinflussung und die konkreten Berührungspunkte als auch die Kontraste. Folgende Aspekte werden u. a. erörtert: - Gab es vor dem Nationalsozialismus aus dem Spektrum des Yoga und der indischen Philosophie heraus Impulse für die nationalsozialistische Ideologie? - Ist das Hakenkreuz von dem indischen Sonnensymbol (swastika) inspiriert? - War es möglich, mitten in der Reichshauptstadt eine Yogaschule zu betreiben? - Welche tatsächlichen Adaptionen und Zusammenhänge gab es zwischen Yogapraxis, Yogaphilosophie und Ideologie des Nationalsozialismus und deren Machthabern? - Inwiefern hatten Eva Braun und Heinrich Himmler mit Yoga zu tun? - Was verband den Tübinger Indologen und Yoga-Experten Prof. J.W. Hauer mit den Nationalsozialisten? - Wie sah die Yogaliteratur zwischen 1933 und 1945 aus? Diese und weitere Fragen beantwortet der Autor fundiert und aufschlussreich, mit zahlreichen Belegen und bisher unveröffentlichtem Fotomaterial. Eine relevante und in den Ergebnissen überraschende Studie, die bislang unbekannte historische Aspekte aufzeigt.

Klappentext zu „Yoga im Nationalsozialismus“

Die Ethik des Yoga und die Ideologie des Nationalsozialismus scheinen einander auszuschließen wie Licht und Finsternis. Doch die hier größtenteils erstmals vorgelegten Forschungsergebnisse zeigen etwas anderes. Sie dokumentieren auf eindrucksvolle Weise die Rolle des Yoga im Nationalsozialismus; untersucht werden sowohl die gegenseitige Beeinflussung und die konkreten Berührungspunkte als auch die Kontraste. Folgende Aspekte werden u. a. erörtert:

  • Gab es vor dem Nationalsozialismus aus dem Spektrum des Yoga und der indischen Philosophie heraus Impulse für die nationalsozialistische Ideologie?
  • Ist das Hakenkreuz von dem indischen Sonnensymbol (Swastika) inspiriert?
  • War es möglich, mitten in der Reichshauptstadt eine Yogaschule zu betreiben?
  • Welche tatsächlichen Adaptionen und Zusammenhänge gab es zwischen Yogapraxis, Yogaphilosophie und Ideologie des Nationalsozialismus und deren Machthabern?
  • Inwiefern hatten Eva Braun und Heinrich Himmler mit Yoga zu tun?
  • Was verband den Tübinger Indologen und Yoga-Experten Prof. J.W. Hauer mit den Nationalsozialisten?
  • Wie sah die Yogaliteratur zwischen 1933 und 1945 aus?

Diese und weitere Fragen beantwortet der Autor fundiert und aufschlussreich, mit zahlreichen Belegen und bisher unveröffentlichtem Fotomaterial. Eine relevante und in den Ergebnissen überraschende Studie, die bislang unbekannte historische Aspekte aufzeigt.

Inhaltsverzeichnis des Buches "Yoga im Nationalsozialismus

  • Prolog. 11
  • Einführung. 15
  1. Impulse aus Indien. Die Begeisterung deutscher Dichter und Philosophen. 23
  2. Die Theosophen und deren Einfluss auf die Yoga-Rezeption. 39
  3. Yoga-Praxis vor und während der Zeit des Nationalsozialismus. 56
  4. Boris Sacharow (1899-1959) und die erste deutsche Yoga-Schule. 82
  5. Yogaliteratur vor und nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten. 95
  6. Dr. Mathilde Ludendorff (1877-1966): Yoga als Beispiel für "induziertes Irresein". 129
  7. Gelehrter Yoga-Experte und SS-Hauptsturmführer: Der Tübinger Indologe Prof. (Jakob) Wilhelm Hauer (1881-1962). 149
  8. Die Bhagavad Gita als Legitimationsschrift für den Reichsführer-SS Heinrich Himmler. 174
  • Literaturverzeichnis. 209
  • Bildnachweis. 213
  • Namensregister. 214

Buchrezensionen zu "Yoga im Nationalsozialismus"

  • ein leidenschaftliches und begrüßenswertes Plädoyer für einen ernsthaften Yoga , der die Auseinandersetzung mit Schatten nicht scheut. yogaservice, November 2011
  • Betont nüchtern gestaltet kommt (das Buch) ohne vorgebliche Sensationsenthüllungen aus und praktisch alle Aussagen sind bestens durch Quellenangaben belegt. Yoga Guide, November 2011
  • Mathias Tietke ist bekannt für gründliche Recherche, die auch hier ganz offensichtlich wieder betrieben wurde. Er nähert sich der komplexen Thematik und ihren vielen Facetten gewohnt akribisch und - was gerade in diesem Zusammenhang besonders wichtig scheint - ohne zu beschönigen. Yoga aktuell, November 2011
  • Das Buch ist lesenswert für alle, die auch bei den blinden Flecken des Yoga hinzuschauen wagen! Yoga! Das Magazin, November 2011

Siehe auch

Quellen

  • "Yoga im Nationalsozialismus", Mathias Tietke, Ludwig Verlag, Kiel September 2011
  • Christian Fuchs: Yoga in Deutschland. Rezeption, Organisation, Typologie. Dissertation an der Universität Tübingen - Fakultät für Kulturwissenschaften. Stuttgart (Kohlhammer Verlag) 1990.