Vagdana – Verlobungsversprechen und Segen für das künftige Ehepaar

Aus Yogawiki

Vagdana – Verlobungsversprechen und Segen für das künftige Ehepaar führt zwei Familien zu einem feierlichen Versprechen zusammen: Sie begrüßen das künftige Ehepaar, ehren beide mit Gewändern, Girlanden und guten Wünschen und bekräftigen ihre Zustimmung zur geplanten Hochzeit. Das Paar empfängt den Segen der Älteren, ohne dass die Verlobung schon die Hochzeit ersetzt.

Die hier erläuterte Vagdana folgt dem Sangopanga Puranokta Vivaha Prayoga von Sri Rama Ramanuja Achari. Die häusliche Feier findet zu einem vorab vereinbarten Termin vor der Hochzeit statt. Die Eltern sitzen nach Osten, eine erfahrene Ritualleitung führt die Gebete. Beide volljährigen Partner haben der Verbindung frei zugestimmt. Die traditionellen Vaterrollen und die Sprache des „Gebens der Tochter“ bleiben als historischer Wortlaut erkennbar; in der heutigen Durchführung bezeichnen sie ein Familienversprechen, keine Verfügung über die Person.

Vorbereitung

Für die Eröffnung wird der vollständig ausgeschriebene puranische Hausrahmen desselben Herausgebers aus dem Puranokta Purva Prayoga verwendet. Der Verlobungsabschnitt fordert Ganesha- und Varuna-Verehrung; eine zusätzliche Navagraha Puja ist dort ausdrücklich nur bei Bedarf vorgesehen und gehört nicht zu der hier gewählten Hauptfassung. Die Wasserweihe und Ganesha-Gaben stehen vollständig im Ablauf. Der bei anderen Samskaras gebräuchliche Ahnenvorritus wird dieser Verlobung nicht zusätzlich auferlegt.

Am Altar werden Ganesha-Bild, Lampe mit Docht, Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zündmittel, ein Kalasha auf Reis, frische Blätter, Blumen, Akshata, Sandelpaste, Kumkuma, Kusha und Pavitra vorbereitet. Dazu kommen Trinkwasser mit Löffel, Auffangschalen, getrennte vegetarische Speise- und Fruchtgaben, Betelblatt und Betelnuss. Pflanzenöl ist eine heutige Praxisalternative. Ein kleines Räuchergefäß und Schlusslicht stehen bereit. Die Orts- und Kalenderangaben werden vorab mit der Leitung geklärt.

Für das Paar liegen neue Kleidung, zwei Girlanden, ein rot-goldenes Schultertuch, eine gelb gefärbte Kokosnuss, weitere Kokosnuss und Früchte, Reis, Blumen, Schmuck nach Möglichkeit und drei Gabenteller bereit. Geschenke werden freiwillig und den Möglichkeiten entsprechend gegeben. Eine Dakshina für die Leitung sowie eine gesonderte Wohltätigkeitsgabe für den abschließenden Graha-Friedenswunsch werden vorbereitet.

Die Namensfelder bezeichnen Vater der Braut, Vater des Bräutigams, Braut und Bräutigam. Die Gotras werden nur nach tatsächlich bekannter Familienzugehörigkeit eingesetzt; das im Handbuch beispielhaft gedruckte „Kashyapa“ wird nicht allen Familien zugeschrieben.

Ablauf

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
Die ausführende erwachsene Person sitzt nach Osten. Mit dem Löffel in der linken Hand gibt sie dreimal ein wenig frisches Trinkwasser in die rechte Handfläche und nimmt von deren Ansatz je einen kleinen Schluck, zu jedem Namen einen. Danach Hände reinigen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen
Lege den vorbereiteten Ring aus Kusha-Gras an den rechten Ringfinger. Er erinnert daran, Hände und Herz dem Heiligen zuzuwenden.

pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

Bedeutung: Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden
Entzünde den Docht der vorbereiteten Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Sie steht auf einer festen Unterlage am Altar. Sammle dich in ihrem Licht.

jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

Bedeutung: Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren
Falte die Hände. Erinnere dich an die Lehrer, die Eltern und an alle, durch die heiliges Wissen und Liebe in dein Leben kamen.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

Bedeutung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
Sprich die vier Friedensverse. Denke dabei an die geehrte Person, die Familie und alle Wesen. Die folgende Segensfeier ruht in diesem weiten Herzen.

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

Bedeutung: Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen
Bleibe mit gefalteten Händen sitzen und vergegenwärtige dir Lakshmi-Narayana.

tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Bedeutung: Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
Der Brautvater beziehungsweise der hier für die Tochter sprechende Brautelternteil hält Blüten und Akshata in der rechten, von der linken gestützten Hand, spricht die vorbereiteten Orts- und Zeitangaben und das Anliegen; danach legt sie die Gaben vor den Altar.

hariḥ oṃtat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
bhagavad ājñayā bhagavat prītyarthaṃ mama putryāḥ kariṣyamāṇa pāṇi-grahaṇa karmaṇaḥ pūrva aṅgatvena vāg dānam ahaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda sei gepriesen. Unter Vishnus Führung, im genannten kosmischen Zeitalter, Land und Ort, Jahr, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Mondgestirn, zu diesem gesegneten Zeitpunkt: Unter göttlicher Führung und zur Freude des Herrn vollziehe ich die Verlobung als Vorbereitung auf die bevorstehende Eheschließung meiner Tochter.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
Kündige die Ganesha-Verehrung und die Weihe von Menschen, Raum und Geräten an.

tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen
Forme vor dem Herzen die Kurma-Mudra, die Schildkrötengeste: Berühre mit dem rechten kleinen Finger den linken Zeigefinger und mit dem linken Daumen den rechten Zeigefinger. Richte den rechten Daumen auf. Lege linken Mittel-, Ring- und kleinen Finger auf den Rücken der rechten Hand; führe rechten Mittel- und Ringfinger nach unten an die Stelle zwischen linkem Daumen und Zeigefinger. Wölbe die rechte Hand wie einen Schildkrötenrücken und trage darauf eine Blüte. Betrachte Ganesha mit einem Stoßzahn, großen Ohren, Fangleine und Führungsstachel; lege die Blüte an den Fuß seines Bildes. Gib danach Sandelpaste, Akshata und eine weitere Blüte dar.

gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz
Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser
Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser
Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad
Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft
Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma
Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen
Bringe zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata dar.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft
Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Paar und Familie rauchfrei.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht
Zeige die bereits entzündete Lampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise
Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula
Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati
Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
Führe das eben begonnene Lichtopfer mit dem ersten Vers und der Gayatri fort. Biete danach dreimal einen Löffel Wasser in die Auffangschale. Halte zum Blütengebet eine Blüte in der Naraca-Mudra: Die Spitzen des rechten Daumens und Zeigefingers bilden einen Ring um den Blütenstiel, die übrigen drei Finger sind aufgerichtet. Lege die Blüte dar: Zur sichtbaren Blume treten die Blüten deiner Lebensführung.

candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

Bedeutung: Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten
Falte die Hände, verneige dich vor dem Bild und sprich alle drei Gebete.

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
Stelle das mit frischem Wasser gefüllte Kalasha auf einen Teller mit Reis. Lege Blätter an seine Öffnung. Denke an Varuna, den Hüter der Wasser, und bringe eine Blüte dar. Die vier göttlichen Anrufungen erfolgen am selben Gefäß.

nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß
Lege eine Blüte an den unteren Teil des Gefäßes.

brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals
Lege eine Blüte nahe dem Hals des Gefäßes.

viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte
Lege eine Blüte an die Mitte des Gefäßes.

jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
Falte die Hände vor dem Kalasha. Betrachte ihn als gastlichen Ort der göttlichen Gegenwart.

āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

Bedeutung: Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
Lege einige Akshata vor das Bild beziehungsweise an den Fuß des Gefäßes.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
Gib einen Löffel Wasser in die gesonderte Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
Gib Wasser an den symbolischen Fuß des Bildes oder in die Auffangschale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
Gib einen Löffel Wasser in die Schale.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad
Benetze mit einer Blüte die wasserfeste Murti oder die Außenseite des Gefäßes; ein Papierbild bleibt trocken.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
Lege Akshata als die im Handbuch vorgesehene stellvertretende Gabe für Gewand und Faden dar.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft
Lege etwas Sandelpaste auf einen dafür geeigneten Teil der Murti oder an den Gefäßfuß.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
Lege eine kleine Gabe des roten Pulvers auf den Gabenteller.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers
Lege zu jedem Namen eine Blüte oder einige Akshata an den Gefäßfuß.

oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
Führe etwas Räucherduft vor dem Altar vorbei; halte den Platz von Paar und Familie rauchfrei.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht
Zeige die bereits entzündete Lampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise
Stelle die vorbereitete Speise vor das Bild; schenke einen Augenblick stiller Hingabe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
Lege ein Betelblatt mit der zugehörigen Gabe auf einen eigenen Teller; sie wird getrennt von der Mahlzeit gereicht.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati
Zeige das besondere Schlusslicht vor dem Altar. Verwende die kleine Kampferflamme oder als heutige Alternative dieselbe Öllampe.

āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren
Verneige dich und halte zum Abschluss eine Blüte vor dem Herzen.

namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

Bedeutung: Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
Berühre das Gefäß mit dem Kusha-Bündel. Die leitende Person spricht jeweils die erste, die mitwirkenden Erwachsenen die zweite Zeile. Die letzte Bitte wird ebenfalls beantwortet.

śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

Bedeutung: Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha
Sprich das Wassergebet vollständig und halte die Aufmerksamkeit beim Gefäß. Die Gottheiten, heiligen Flüsse und Veden werden als lebendige Fülle dieses Segenswassers betrachtet.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

Bedeutung: Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
Lasse bei jeder kurzen Bitte einen Tropfen Wasser auf die Gefäßöffnung fallen.

ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

Bedeutung: Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben
Gib etwas Wasser in eine eigene kleine Schale südwestlich des Ritualplatzes.

sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

Bedeutung: Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere
Gib nochmals wenige Tropfen auf die Gefäßöffnung.

sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
Falte die Hände und löse die besondere Einladung im Gefäß. Das Wasser wird danach als Segen verteilt. Die Anrufungsgegenwart wird dankbar ins allgegenwärtige Göttliche zurückgegeben.

oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
Zeige über dem Gefäß nacheinander diese Mudras: Kumbha – lege den linken auf den rechten Daumen und umschließe beide locker mit den Fingern, sodass eine hohle Gefäßform entsteht. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken nahe zusammen, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde jeweils den kleinen Finger mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und den Zeigefinger mit dem gegenüberliegenden Mittelfinger; die vier Fingerpaare weisen als Euter nach unten. Shankha – schließe die rechte Faust um den linken Daumen, berühre den rechten Daumen mit den ausgestreckten linken Fingern. Chakra – lege die weit gespreizten Handflächen gegeneinander, sodass jeder Daumen dem kleinen Finger der anderen Hand begegnet. Meru – verschränke die Finger; nur beide Mittelfinger werden gemeinsam nach unten gestreckt. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Fischflossen. Nimm nun eine Blüte, tauche sie ins Wasser und besprenge Geräte, Raum und erwachsene Teilnehmende sparsam. Ein Segentropfen auf die Hand genügt.

imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

Bedeutung: Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
Die Ritualleitung spricht die zweite, in sich geschlossene Svasti-Fassung des Handbuchs. Die Familie lauscht mit gefalteten Händen. Die fünfzehn Verse werden einmal vollständig gesprochen.

karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

Bedeutung: Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Den Bräutigam ehren
Das Paar sitzt auf Stühlen. Die Eltern der Braut zeichnen dem Bräutigam ein Tilaka auf die Stirn, streuen etwas Akshata über seinen Kopf, legen ihm eine Girlande um und überreichen Kleidung und Betel auf einem Teller.

āyur ārogya aiśvaryaṃ yaśas tejo jvalāmatiḥ |
ārya putro bhavas tejas tilakena kṛtena te ||

Bedeutung: Edler Sohn, durch dieses Tilaka seien dir langes Leben, Gesundheit, Gedeihen, Ansehen, Leuchtkraft und strahlende Einsicht beschieden.

55. Die Großzügigkeit würdigen
Bei der Übergabe der Geschenke spricht die Leitung die drei Verse über Freigebigkeit.

dānaṃ vibhūṣaṇaṃ nityaṃ dānaṃ durgati vāraṇam |
dānaṃ svargasya sopānaṃ dānaṃ śakti-karaṃ śivam ||
dānena arātir apānudanta dānena dviśanto mitrā bhavanti |
tad dānasya phalaṃ jātaṃ varadaṃ paramaṃ hutam ||
dhanam agnir dhanaṃ vāyur dhanaṃ sūryo dhanaṃ vasuḥ |
dhanam indro bṛhaspatiḥ varuṇaṃ dhanaṃ astu te ||

Bedeutung: Freigebigkeit ist beständiger Schmuck, hält einen schlechten Weg fern, ist eine Treppe zum Himmel und schenkt segensreiche Kraft. Durch Geben wird Feindschaft überwunden, Gegner werden Freunde; seine Frucht ist eine segenspendende höchste Gabe. Agni ist Reichtum, Vayu ist Reichtum, Surya ist Reichtum, Vasu ist Reichtum; Indra, Brihaspati und Varuna seien dir Reichtum.

56. Die Braut ehren
Die Mutter des Bräutigams zeichnet der Braut ein Tilaka auf die Stirn, streut Akshata über ihren Kopf und legt ihr die zweite Girlande um.

āyur ārogya aiśvaryaṃ yaśas tejo jvalāmatiḥ |
ārya putri bhavas tejas tilakena kṛtena te ||

Bedeutung: Edle Tochter, durch dieses Tilaka seien dir langes Leben, Gesundheit, Gedeihen, Ansehen, Leuchtkraft und strahlende Einsicht beschieden.

57. Samrakshana – Zugehörigkeit und Fürsorge ausdrücken
Der Vater des Bräutigams legt der Braut Kleidung, gelbe Kokosnuss, Betel, Blüten und Schmuck auf den Schoß.

oṃ adya dattaiḥ ebhiḥ vastra alaṅkārādi dravyaiḥ {Gotra_des_Braeutigams} gotrotpannena {Braeutigam} nāma vareṇa saha udvāha arthaṃ {Gotra_der_Braut} gotrotpannāṃ {Braut} nāmnīṃ tvāṃ santoṣayāmi tvaṃ santuṣṭā bhava ||

Bedeutung: Mit diesen heute gegebenen Gewändern, Schmuck und weiteren Gaben möchte ich dich, die genannte Braut aus deiner Familie, anlässlich deiner geplanten Vermählung mit dem genannten Bräutigam aus seiner Familie erfreuen. Sei froh und zufrieden.

58. Das Schultertuch übergeben
Der Vater des Bräutigams legt der Braut das rot-goldene Tuch um die Schultern; die Leitung spricht das Schutzwort und den Göttinnenvers.

ayi taruṇi anena āvaraṇa karmaṇā tvaṃ gāyatrī sāvitrī sarasvatī va subhagā bhūtvā surakṣitā bhava |
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha śādike |
śaraṇye trayambake gauri nārāyaṇī namo'stu te ||

Bedeutung: Junge Frau, durch dieses Umhüllen sei glückverheißend und behütet wie Gayatri, Savitri und Sarasvati. Verehrung Dir, Gauri-Narayani, Du Glück aller glückverheißenden Dinge, Gütige, die alle guten Anliegen erfüllt, Zuflucht und Dreiäugige.

59. Das Familienversprechen erklären
Der Brautvater hält einen Teller mit Früchten, Kokosnuss und Reis vor die Eltern des Bräutigams. Er spricht die Namen deutlich.

oṃ adya {Brautvater} nāma aham {Braeutigamvater} āryasya putrāya {Braeutigam} nāma viṣṇu svarūpiṇe vadhu arthine varāya mama putrīṃ {Braut} nāmnīṃ śrī rūpinīṃ vara arthinīm imāṃ sutāṃ jyotir vādiṣṭe suniścita muhūrte tubhyaṃ dāsye ||

Bedeutung: Ich, der genannte Brautvater, verspreche, meine genannte Tochter, die einen Gatten wünscht und als Gestalt Shris geehrt wird, dem genannten Sohn des genannten Vaters zu dem gut bestimmten Hochzeitstermin anzuvertrauen: dem Bräutigam, der eine Gattin wünscht und als Gestalt Vishnus geehrt wird.

60. Das Versprechen bekräftigen
Der Brautvater überreicht den Teller dem Vater des Bräutigams und spricht:

vācca data mayā sutā putra arthaṃ svikṛta tvayā |
sutāṃ avalokana vidhau niścittas tvaṃ sukhī bhava ||

Bedeutung: Meine Tochter ist von mir durch mein Wort zugesagt und von dir für deinen Sohn angenommen. Nachdem du die Tochter kennengelernt hast, sei in deinem Entschluss gefestigt und glücklich.

61. Die Zusage annehmen
Der Vater des Bräutigams antwortet:

vācca data tvayā sutā putra arthaṃ svikṛta mayā |
vara avalokana vidhau niścittas tvaṃ sukhī bhava ||

Bedeutung: Deine Tochter ist durch dein Wort zugesagt und von mir für meinen Sohn angenommen. Nachdem du den Bräutigam kennengelernt hast, sei in deinem Entschluss gefestigt und glücklich.

62. Liebevolle Verantwortung aussprechen
Der Brautvater erinnert an die liebevolle Begleitung seiner Tochter.

janma-prabhṛti iyaṃ sutā ātmavat pālitā mayā |
tvat putrāya pradāsyāmi sneheṇa paripālayatām ||

Bedeutung: Seit ihrer Geburt habe ich diese Tochter wie mein eigenes Selbst behütet. Ich werde sie deinem Sohn anvertrauen; möge sie mit großer Zuneigung umsorgt werden.

63. Den historischen Vorbehalt verstehen
Die Leitung erläutert vor der Feier den alten Vorbehalt. Er nennt körperliche Beeinträchtigung, Impotenz, Ausschluss aus der Gemeinschaft, einen sprachlich unsicheren weiteren Ausdruck sowie Laster und Schulden. Die Quelle deutet die Klausel als Möglichkeit, bei schwerwiegend veränderten Umständen vor der Hochzeit von der Vereinbarung zurückzutreten. Heutige Partner entscheiden selbst über Fortsetzung oder Aufhebung ihrer Verlobung; eine Behinderung begründet keine geringere Würde. Der Brautvater spricht den überlieferten Wortlaut, sofern diese historische Familienform bewusst gewählt wird.

vyaṅga klībaḥ paṅkti-hīna trir-vidyo vyasani ṛṇi |
tāvāt tava suto na syāt sutāṃ dāsyāmi niścayāt ||

Bedeutung: Solange dein Sohn nicht körperlich beeinträchtigt, impotent, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, „trir-vidya“ – ein in der Druckfassung unklarer Ausdruck –, lasterhaft oder verschuldet ist, werde ich meine Tochter gewiss anvertrauen. Dies ist der historische Wortlaut der Bedingung.

64. Dreifache Zusage und Antwort
Der Brautvater spricht zuerst die dreifache Zusage; der Vater des Bräutigams antwortet dreimal mit dem Segenswort.

dāsyāmi dāsyāmi dāsyāmi |
oṃ svasti oṃ svasti oṃ svasti ||

Bedeutung: Ich werde geben, ich werde geben, ich werde geben. Om, möge es gut sein; Om, möge es gut sein; Om, möge es gut sein.

65. Den Hochzeitstermin bekanntgeben
Wenn bereits eine Lagna Patrika, die schriftliche Festlegung des Hochzeitstermins, vorliegt, wird sie jetzt vorgelesen. Dies ist im Handbuch eine Möglichkeit, keine notwendige weitere Rezitation.

66. Den Frieden gemeinsam tragen
Sprich den Friedensruf ein letztes Mal; lasse danach eine kurze gemeinsame Stille entstehen.

oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

Bedeutung: Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

67. Die neuen Gewänder anlegen und einander ehren
Das Paar zieht sich zurück, legt die erhaltenen Gewänder an und kehrt zurück. Beide verneigen sich voreinander. Anschließend kommen verheiratete Frauen, die Sumangalis, und segnen das Paar mit persönlichen guten Wünschen.

68. Ashirvada – den gemeinsamen Segen empfangen
Die Leitung spricht die vollständige Segensfolge; das Paar und die Älteren hören mit gefalteten Händen. Die Bitte „Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen“ gehört zu den ersten zwölf Sprüchen.

śrī mahadbhyo namaḥ |
svasti mantrārthāḥ satyāḥ saphalāḥ santu iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
asya muhūrtaḥ sumuhūrto bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
tallagna apekṣayā ādityādi navānāṃ grahāṇāṃ ānukūlyaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
ye ye grahāḥ śubhetara-sthāneṣu sthitāḥ teṣāṃ grahāṇāṃ śubha sthāna phala avāptir-asviti bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
ye ye grahāḥ śubha-sthāneṣu sthitāḥ teṣāṃ grahāṇām atiśayena ekādaśa śubha sthāna phala avāptirasviti bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ vedoktaṃ dīrghaṃ āyuṣyaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ gṛhe vasatāṃ dvipadāṃ catuṣpadāṃ nīroga śatāyuṣaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ kṣema sthairya dhairya saurya vīrya vijaya āyur ārogya aiśvarya abhivṛddhiḥ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ sarveṣāṃ devatānāṃ prasādena ca hitokta mahat aiśvarya āvāptiḥ ācandrārkaṃ vaṃśā vṛddhi bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ āyur balaṃ yaśo varcaḥ paśavaḥ sthairyaṃ siddhir lakṣmīḥ kṣamā kāntis sadguṇā ānando nityotsavo nitya-śrī nitya-maṅgalaṃ ityeṣāṃ sarvadā abhivṛddhir bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ gṛhe dhana lakṣmī dhānya lakṣmī santāna lakṣmī saumya lakṣmī saubhāgya lakṣmī gaja lakṣmī mokṣa lakṣmī aṣṭha lakṣmyāḥ sthiratara siddhiḥ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
sarve janāḥ nīrogāḥ nir-upadravāḥ sad-ācāra-sampanna āḍhyā nir-matsara dayālavaśca bhūyāsuḥ iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
deśo ayaṃ nir-upadravo astu sarve janāḥ sukhino bhavantu ||
samasta sanmaṅgalāni santu uttarottara abhivṛddhiḥ astu ||

Bedeutung: Verehrung den Ehrwürdigen. Mögen Sinn und Segen der gesprochenen Mantras wahr und fruchtbar werden. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge dieser Augenblick ein guter Augenblick sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen die neun Grahas, beginnend mit der Sonne, günstig wirken. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen ungünstig stehende Grahas die Frucht einer günstigen Stellung geben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen günstig stehende Grahas in besonderem Maß die günstige Frucht des elften Hauses geben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Paar das in den Veden besungene lange Leben erlangen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Menschen und Tiere im Haus des Paares ohne Krankheit hundert Jahre leben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Geborgenheit, Beständigkeit, Geduld, Mut, Tatkraft, Gelingen, Leben, Gesundheit und Gedeihen des Paares wachsen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Paar durch aller Götter Gnade förderliches Gedeihen erlangen; seine Familie möge bestehen, solange Sonne und Mond scheinen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Leben, Kraft, Ansehen, Glanz, Viehbestand, Festigkeit, Vollendung, Fülle, Geduld, Schönheit, gute Eigenschaften, Freude, Festlichkeit und Segen mögen immer wachsen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Lakshmis Gestalten als Vermögen, Korn, Nachkommenschaft, Sanftmut, Glück, königliche Fülle und Befreiung, die acht Lakshmis, im Haus beständig gegenwärtig sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen alle Menschen gesund, unbedrängt, rechtschaffen, wohlversorgt, neidlos und mitfühlend sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Land frei von Bedrängnis sein, mögen alle Menschen glücklich sein. Möge alles segensreich sein und das Gute weiter wachsen.

69. Ganesha verabschieden
Die Leitung nimmt die besondere Einladung an Ganesha zurück.

oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

70. Graha Priti Dana und Dank an die Leitung
Überreiche die vorbereitete Wohltätigkeitsgabe mit dem Wunsch nach Frieden unter den Grahas. Der Schluss des Verlobungsabschnitts verlangt diese Gabe, schreibt aber keine Formel oder feste Menge vor. Danach wird die Ritualleitung mit der vereinbarten Dakshina geehrt; die nächste Formel entstammt dem allgemeinen Samskara-Handbuch desselben Autors.

71. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
Halte einen Teller mit einer angemessenen Gabe, Obst und Tambula. Die beiden Familien ehren die Ritualleitung, die den Samskara begleitet hat. Dabei wird der Name des Ritus in das Formularfeld eingesetzt.

govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma vāgdāna pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

Bedeutung: Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.

72. Die Gabe gemeinsam vollziehen
Eine Vertreterin der Familie gibt wenige Tropfen Wasser auf den Gabenteller als Zeichen ihres Mittragens; dann überreichen die Eltern die Gabe. Der Ritualleiter empfängt sie. Dank und Zuwendung werden so zu einer sichtbaren Frucht der Feier.

Nachklang und Quellen

Das Paar kann nach den überlieferten Familienworten in eigener Sprache sagen, worauf es sich im gemeinsamen Leben freut und welche Verbindlichkeit es miteinander eingehen möchte. Dies ist eine heutige persönliche Ergänzung. Die Familie teilt die Speisen als Prasad, räumt die Gastgaben achtsam auf und gießt Ritualwasser an einer sauberen Stelle zur Erde.

Ergänzende Praxis

Übersicht der ausführlichen Ritualanleitungen

Seminare: Hinduistische Rituale

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Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer


Vollständige Rezitationsanhänge

Die folgenden Texte entsprechen dem Ablauf. Persönliche Angaben in geschweiften Klammern werden vor Beginn eingesetzt; die Klammern werden nicht mitgesprochen. Die Devanagari-Fassung gibt dieselbe akzentlose Lesefassung wieder.

IAST

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

2. Pavitra anlegen
pūtā brahma pavitreṇa pūta sūryasya raśmibhiḥ |
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ ||

3. Das Licht entzünden
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahma jyotir namo’stu te ||

4. Die Lehrer ehren
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo’riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tannaḥ āsuva ||

6. Den Augenblick Gott anvertrauen
tadeva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tāra balaṃ candra balaṃ tad eva |
vidyā balaṃ daiva balaṃ tad eva lakṣmīpate te aṅghriyugaṃ smarāmi ||
śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
hariḥ oṃtat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Tagesnakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa visiṣṭhāyām asyāṃ śubha tithau |
bhagavad ājñayā bhagavat prītyarthaṃ mama putryāḥ kariṣyamāṇa pāṇi-grahaṇa karmaṇaḥ pūrva aṅgatvena vāg dānam ahaṃ kariṣye ||

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
tad aṅgatvena nirvighnena parisampātyartham ādau vighneśvara pūjāṃ kariṣye |
tad aṅgatvena antaḥkaraṇa śuddhyarthaṃ śarīra śuddhyarthaṃ gṛha maṇḍapa śuddhyarthaṃ sarvopakaraṇa śuddhyarthaṃ svastipuṇyāha vācanaṃ kariṣye ||

9. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādi sevitaṃ kapittha jambu phalasāra bhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvara pādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhi vināyakam ||
oṃ bhūr bhuvas suvaḥ śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

10. Ganesha – Sitz
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

11. Ganesha – Ehrenwasser
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

12. Ganesha – Fußwasser
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

14. Ganesha – Bad
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi ||

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

16. Ganesha – Duft
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi ||

17. Ganesha – Kumkuma
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

18. Ganeshas achtzehn Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

19. Ganesha – Räucherduft
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi ||

20. Ganesha – Licht
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi ||

21. Ganesha – Speise
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi ||

22. Ganesha – Tambula
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

23. Ganesha – Arati
śrī mahāgaṇapataye namaḥ | karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
candrādityau ca dharaṇī vidyud agnī sāthaiva ca |
tvam eva sarva jyotīṣi nīrājanaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ ānanda karpūra nīrājanaṃ saṃdarśayāmi |
karpūra nīrājana anantaraṃ punar ācamaniyaṃ samarpayāmi |
ahiṃsā prathamaṃ puṣpaṃ puṣpam indriyanigrahaḥ |
sarvabhūta dayā puṣpaṃ kṣamā puṣpaṃ viśeṣataḥ ||
śānti puṣpaṃ tapaḥ puṣpaṃ jñāna puṣpaṃ tathaiva ca |
satyam aṣṭavidhaṃ puṣpaṃ deva prītikaraṃ bhavet ||

25. Ganeshas Segen erbitten
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
oṃ vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
nāgapāśadharaṃ hṛṣṭaṃ raktaugha dyutivigraham |
śaśāṅka dhavalaṃ dhyāyet varuṇaṃ makarāsanam ||
varuṇaṃ śvetavarṇaṃ ca pāśahastaṃ rujāsanam |
mauktikālaṅkṛtaṃ devaṃ tīrthanātham ahaṃ bhaje ||
asmin pūrvasthāpita kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

27. Brahma am Gefäßfuß
brahmā caturmukhaḥ pītaś caturdordaṇḍamaṇḍitaḥ |
sṛgdaṇḍākṣa kuśopetaḥ sūryamaṇḍalamadhyagaḥ ||
dvādaśakalātmane arthapradāya sūryamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya mūlabhāge brahmaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

28. Vishnu am Gefäßhals
viṣṇuś caturbhujo mauli śaṅkha cakra gadābja dhṛk |
nīlāmbuda pratīkāśaṃ somamaṇḍalamadhyagaḥ ||
ṣoḍaśakalātmane kāmapradāya somamaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya kaṇṭhabhāge viṣṇuṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

29. Rudra in der Gefäßmitte
jñāna śūladharaṃ rudraṃ nīlakaṇṭhaṃ trilocanam |
maheśvaraṃ ca viśveśaṃ agnimaṇḍalamadhyagaḥ ||
daśakalātmane dharmapradāya agnimaṇḍalāya namaḥ |
asya kumbhasya madhyabhāge rudraṃ dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣata puṣpāṇi samarpayāmi ||

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
svāminaḥ sarvajagannāthāḥ yāvat pūjāvasānakam |
tāvat yūyaṃ prītibhāvena kumbhe sannidhiṃ kuruta ||
āvāhitā bhavata sthāpitā bhavata sannidhā bhavata sanniruddhā bhavata sannihitā bhavata avaguṇṭhitā bhavata prasīdata prasīdata svāgataṃ svāgatam ||

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ āsanaṃ samarpayāmi ||

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ arghyaṃ samarpayāmi ||

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ pādyaṃ samarpayāmi ||

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ ācamanaṃ samarpayāmi ||

35. den angerufenen Gottheiten – Bad
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ snānaṃ samarpayāmi ||

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ vastra upavītārtham akṣatān samarpayāmi ||

37. den angerufenen Gottheiten – Duft
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ gandhaṃ samarpayāmi ||

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ kuṅkumaṃ samarpayāmi ||

39. Blüten für die Hüter des Wassers
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃpataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ brahmaṇe namaḥ |
oṃ viṣṇave namaḥ |
oṃ śivāya namaḥ |
nānāvidhāni parimala patra puṣpāṇi samarpayāmi ||

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dhūpaṃ samarpayāmi ||

41. den angerufenen Gottheiten – Licht
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ dīpaṃ samarpayāmi ||

42. den angerufenen Gottheiten – Speise
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ naivedyaṃ samarpayāmi ||

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

44. den angerufenen Gottheiten – Arati
āvāhitānāṃ sarvāsāṃ devatānāṃ karpūra nīrājanaṃ samarpayāmi ||

45. Varunas Klarheit verehren
namo namaste sphaṭika prabhāya suśveta vastrāya sumaṅgalāya |
supāśahastāya jhaṣāsanāya jalādhināthāya varuṇāya namo namaḥ ||
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi tanno varuṇa pracodayāt |
oṃ vedātmanāya vidmahe hiraṇyagarbhāya dhīmahi tanno brahma pracodayāt |
oṃ nārāyaṇāya vidmahe vāsudevāya dhīmahi tanno viṣṇu pracodayāt |
oṃ tatpuruṣāya vidmahe mahādevāya dhīmahi tanno rudra pracodayāt ||

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
śivā āpaḥ santu | santu śivā āpaḥ |
saumanasyam astu | astu saumanasyam |
akṣataṃ cāriṣṭaṃ cāstu | astv akṣataṃ ca ariṣṭam |
bhavadbhir anujñātaḥ puṇyāhaṃ vācayiṣye | vācyatām |
prasīdantu bhavantaḥ | prasannāḥ smaḥ ||

47. Die Welt im Kalasha
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudra samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgara sarva saptadvīpa vasundharā |
ṛgvedo’tha yajurvedaḥ sāmavedo hyatharvanaḥ |
aṅgaiśca sahita sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale’smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
atra gāyatrī sāvitrī śāntiḥ puṣṭikari tadā |
āyantu yajamānasya duritakṣayakārakāḥ ||
imā āpa śivā santu śuddhā śubhāśca nirmalā |
pāvanaṃ śitalaścaiva pūta sūryasya raśmibhiḥ ||
pūta brahma pavitreṇa pūtam indra sunītibhiḥ |
varuṇa svastyā punātu yamo dharmeṇa punātu māṃ ||
sarva tīrtha jalaṃ puṇyaṃ pāvanaṃ sarva kāraṇaṃ |
viṣṇu pādodbhavaṃ śuddhaṃ sarva maṅgala dāyinā ||
sarva samudrāḥ saritāḥ tīrthāni ca nagā hradāḥ |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||
āpaḥ sumitriyāḥ santu bhavantv oṣadhayo tava |
āpo rakṣantu tvāṃ nityam āpo nārāyaṇaḥ svayam ||

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
ṛddhir astu | samṛddhir astu | puṇyāhasamṛddhir astu | śāntir astu | puṣṭir astu | tuṣṭir astu | vṛddhir astu | avighnam astu | āyuṣyam astu | ārogyam astu | śivam astu | śivaṃ karmāstu | karma samṛddhir astu | dharma samṛddhir astu | veda samṛddhir astu | śāstra samṛddhir astu | dhanadhānya samṛddhir astu | putra pautra saṃpad astu | iṣṭa saṃpad astu ||

49. Belastendes fortgeben
sakala ariṣṭa nirasanam astu | yat pāpaṃ rogaṃ śokam akalyāṇaṃ tat dūre pratihatam astu ||

50. Segen für Menschen und Tiere
sarva śobhanaṃ bhavatu | sarva sampadāḥ santu | śaṃ no astu dvipade śaṃ catuṣpade | oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
oṃ varuṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi |
āvāhitābhyo sarvebhyo devatābhyo namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
imā āpaḥ śivā śivattamāḥ śāntā śāntattamāḥ śubhā śubhattamāḥ pūtā pūtattamāḥ puṇyā puṇyattamāḥ medhya medhyattamāḥ amṛtāmṛta rasāḥ tās te kṛṇvantu bheṣajam |
satyaṃ śuddhaṃ tapaḥ śuddhaṃ jñānaśuddhaṃ tathaiva ca |
sarvabhūta dayā śuddhaṃ jalaśuddhañca pañcama ||
adbhir gātrāṇi śudhyanti buddhir jñānena śuddhyati |
vidyā tapobhyāṃ ca bhūtātmā manaḥ satyena śuddhyati ||

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
karotu svasti te brahmā svasti vāpi dvijātayaḥ |
sarisṛpāśca ye śreṣṭās tebhyas te svasti sarvadā ||
svasti te’stu dvipādebhyaś catuṣpādebhya eva ca |
svasty astv apādakebhyaśca sarvebhyaḥ svasti sarvadā ||
svāhā svadhā śacī caiva svastiṃ kurvantu te sadā |
lakṣmīr arundhatī caiva kurutāṃ svasti te’nagha ||
asito devalaścaiva viśvāmitras tathāṅgirāḥ |
svasti te’dya prayacchantu kārtikeyaśca ṣaṇmukhaḥ ||
vivasvān bhagavān svastiṃ karotu tava sarvaśaḥ |
diggajāścaiva catvāraḥ kṣitiśca gaganaṃ grahāḥ ||
adhastād dharaṇīṃ yo’sau nāgo dhārayate sadā |
śeṣaśca pannagaśreṣṭhaḥ svasti tubhyaṃ prayacchatu ||
devāḥ svasti prakurvantu sagaṇāḥ sāyudhas tathā |
kinnarā deva gandharvāḥ sāpsarāḥ savināyakāḥ ||
sutale vitale devā hyatale ca tale’marāḥ |
tān sarvān praṇamāmy adya svakratoḥ pālanāya vai ||
bhūrloke ye sthitā devā bhuvarloke sthirāḥ sadā |
bhāvuke te prakurvantu svagaṇāḥ sāra saṃyutaḥ ||
svarloka vāsinaḥ sarve purandara mukhāś calāḥ |
kuśalaṃ ca suvāñchāmi karmārambhe viśeṣataḥ ||
maharjana tapo loke nivasanti savāhanāḥ |
nirjarās te prakurvantu kṣemaṃ suṣṭhu prakāśakaḥ ||
satyaloka prasīdanti brahmāṇaś śikhivāhanāḥ |
tridaśās te sukhāsīnā bhavyaṃ kurvantu sarvathā ||
rudrādi devatāḥ sarvās tathā vaikuṇṭhavāsinaḥ |
sagaṇāḥ parivārās te svastiṃ kurvantu nityaśaḥ ||
śivayāge viṣṇuyāge vāstu karmaṇi sarvadā |
iṣṭāpūrte mahādāne tān devān saṃsmarec ciram ||
tatastu karmārambhaḥ syān nirvighnena samāpayet |
ye vai naiva smaranty etān teṣāṃ naiva phalaṃ bhavet ||

54. Den Bräutigam ehren
āyur ārogya aiśvaryaṃ yaśas tejo jvalāmatiḥ |
ārya putro bhavas tejas tilakena kṛtena te ||

55. Die Großzügigkeit würdigen
dānaṃ vibhūṣaṇaṃ nityaṃ dānaṃ durgati vāraṇam |
dānaṃ svargasya sopānaṃ dānaṃ śakti-karaṃ śivam ||
dānena arātir apānudanta dānena dviśanto mitrā bhavanti |
tad dānasya phalaṃ jātaṃ varadaṃ paramaṃ hutam ||
dhanam agnir dhanaṃ vāyur dhanaṃ sūryo dhanaṃ vasuḥ |
dhanam indro bṛhaspatiḥ varuṇaṃ dhanaṃ astu te ||

56. Die Braut ehren
āyur ārogya aiśvaryaṃ yaśas tejo jvalāmatiḥ |
ārya putri bhavas tejas tilakena kṛtena te ||

57. Samrakshana – Zugehörigkeit und Fürsorge ausdrücken
oṃ adya dattaiḥ ebhiḥ vastra alaṅkārādi dravyaiḥ {Gotra_des_Braeutigams} gotrotpannena {Braeutigam} nāma vareṇa saha udvāha arthaṃ {Gotra_der_Braut} gotrotpannāṃ {Braut} nāmnīṃ tvāṃ santoṣayāmi tvaṃ santuṣṭā bhava ||

58. Das Schultertuch übergeben
ayi taruṇi anena āvaraṇa karmaṇā tvaṃ gāyatrī sāvitrī sarasvatī va subhagā bhūtvā surakṣitā bhava |
sarva maṅgala māṅgalye śive sarvārtha śādike |
śaraṇye trayambake gauri nārāyaṇī namo'stu te ||

59. Das Familienversprechen erklären
oṃ adya {Brautvater} nāma aham {Braeutigamvater} āryasya putrāya {Braeutigam} nāma viṣṇu svarūpiṇe vadhu arthine varāya mama putrīṃ {Braut} nāmnīṃ śrī rūpinīṃ vara arthinīm imāṃ sutāṃ jyotir vādiṣṭe suniścita muhūrte tubhyaṃ dāsye ||

60. Das Versprechen bekräftigen
vācca data mayā sutā putra arthaṃ svikṛta tvayā |
sutāṃ avalokana vidhau niścittas tvaṃ sukhī bhava ||

61. Die Zusage annehmen
vācca data tvayā sutā putra arthaṃ svikṛta mayā |
vara avalokana vidhau niścittas tvaṃ sukhī bhava ||

62. Liebevolle Verantwortung aussprechen
janma-prabhṛti iyaṃ sutā ātmavat pālitā mayā |
tvat putrāya pradāsyāmi sneheṇa paripālayatām ||

63. Den historischen Vorbehalt verstehen
vyaṅga klībaḥ paṅkti-hīna trir-vidyo vyasani ṛṇi |
tāvāt tava suto na syāt sutāṃ dāsyāmi niścayāt ||

64. Dreifache Zusage und Antwort
dāsyāmi dāsyāmi dāsyāmi |
oṃ svasti oṃ svasti oṃ svasti ||

66. Den Frieden gemeinsam tragen
oṃ dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśvedevāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi |
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ ||

68. Ashirvada – den gemeinsamen Segen empfangen
śrī mahadbhyo namaḥ |
svasti mantrārthāḥ satyāḥ saphalāḥ santu iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
asya muhūrtaḥ sumuhūrto bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
tallagna apekṣayā ādityādi navānāṃ grahāṇāṃ ānukūlyaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
ye ye grahāḥ śubhetara-sthāneṣu sthitāḥ teṣāṃ grahāṇāṃ śubha sthāna phala avāptir-asviti bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
ye ye grahāḥ śubha-sthāneṣu sthitāḥ teṣāṃ grahāṇām atiśayena ekādaśa śubha sthāna phala avāptirasviti bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ vedoktaṃ dīrghaṃ āyuṣyaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ gṛhe vasatāṃ dvipadāṃ catuṣpadāṃ nīroga śatāyuṣaṃ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ kṣema sthairya dhairya saurya vīrya vijaya āyur ārogya aiśvarya abhivṛddhiḥ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ sarveṣāṃ devatānāṃ prasādena ca hitokta mahat aiśvarya āvāptiḥ ācandrārkaṃ vaṃśā vṛddhi bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ āyur balaṃ yaśo varcaḥ paśavaḥ sthairyaṃ siddhir lakṣmīḥ kṣamā kāntis sadguṇā ānando nityotsavo nitya-śrī nitya-maṅgalaṃ ityeṣāṃ sarvadā abhivṛddhir bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
anayoḥ dampatyoḥ gṛhe dhana lakṣmī dhānya lakṣmī santāna lakṣmī saumya lakṣmī saubhāgya lakṣmī gaja lakṣmī mokṣa lakṣmī aṣṭha lakṣmyāḥ sthiratara siddhiḥ bhūyāt iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
sarve janāḥ nīrogāḥ nir-upadravāḥ sad-ācāra-sampanna āḍhyā nir-matsara dayālavaśca bhūyāsuḥ iti bhavanto mahānto anugṛhṇantu ||
deśo ayaṃ nir-upadravo astu sarve janāḥ sukhino bhavantu ||
samasta sanmaṅgalāni santu uttarottara abhivṛddhiḥ astu ||

69. Ganesha verabschieden
oṃ śrī mahāgaṇapataye namaḥ yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi ||

71. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
govinda pratigṛhṇāti govindāya dadāti ca |
govinda dhārikā dvābhyāṃ govindāya namo namaḥ ||
hiraṇyagarbha garbhasthaṃ hemabīja vibhāvasoḥ |
ananta puṇyaphaladam atha śāntiṃ prayaccha me ||
hariḥ oṃ tat sat | adya asmin śubha dine etat karma vāgdāna pratiṣṭhārthaṃ śrī lakṣmīnārāyaṇa prītyarthaṃ sampūrṇa phala siddhyarthaṃ pūrva pūjita brāhmaṇāya tubhyam idaṃ dakṣiṇāṃ satāmbūlaṃ saphalam ahaṃ saṃpradade ||

Devanagari

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

2. Pavitra anlegen
पूता ब्रह्म पवित्रेण पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ।
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ॥

3. Das Licht entzünden
ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्म ज्योतिर् नमो’स्तु ते ॥

4. Die Lehrer ehren
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्यो’रिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्नः आसुव ॥

6. Den Augenblick Gott anvertrauen
तदेव लग्नं सुदिनं तद् एव तार बलं चन्द्र बलं तद् एव ।
विद्या बलं दैव बलं तद् एव लक्ष्मीपते ते अङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
हरिः ओंतत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {Land} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये {Jahresname} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {Tagesnakshatra} नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विसिष्ठायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
भगवद् आज्ञया भगवत् प्रीत्यर्थं मम पुत्र्याः करिष्यमाण पाणि-ग्रहण कर्मणः पूर्व अङ्गत्वेन वाग् दानम् अहं करिष्ये ॥

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसम्पात्यर्थम् आदौ विघ्नेश्वर पूजां करिष्ये ।
तद् अङ्गत्वेन अन्तःकरण शुद्ध्यर्थं शरीर शुद्ध्यर्थं गृह मण्डप शुद्ध्यर्थं सर्वोपकरण शुद्ध्यर्थं स्वस्तिपुण्याह वाचनं करिष्ये ॥

9. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादि सेवितं कपित्थ जम्बु फलसार भक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वर पादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धि विनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवस् सुवः श्री महागणपतये नमः । ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

10. Ganesha – Sitz
श्री महागणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

11. Ganesha – Ehrenwasser
श्री महागणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

12. Ganesha – Fußwasser
श्री महागणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
श्री महागणपतये नमः । आचमनं समर्पयामि ॥

14. Ganesha – Bad
श्री महागणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ॥

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
श्री महागणपतये नमः । वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

16. Ganesha – Duft
श्री महागणपतये नमः । गन्धं समर्पयामि ॥

17. Ganesha – Kumkuma
श्री महागणपतये नमः । कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

18. Ganeshas achtzehn Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

19. Ganesha – Räucherduft
श्री महागणपतये नमः । धूपं समर्पयामि ॥

20. Ganesha – Licht
श्री महागणपतये नमः । दीपं समर्पयामि ॥

21. Ganesha – Speise
श्री महागणपतये नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

22. Ganesha – Tambula
श्री महागणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

23. Ganesha – Arati
श्री महागणपतये नमः । कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
चन्द्रादित्यौ च धरणी विद्युद् अग्नी साथैव च ।
त्वम् एव सर्व ज्योतीषि नीराजनं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः आनन्द कर्पूर नीराजनं संदर्शयामि ।
कर्पूर नीराजन अनन्तरं पुनर् आचमनियं समर्पयामि ।
अहिंसा प्रथमं पुष्पं पुष्पम् इन्द्रियनिग्रहः ।
सर्वभूत दया पुष्पं क्षमा पुष्पं विशेषतः ॥
शान्ति पुष्पं तपः पुष्पं ज्ञान पुष्पं तथैव च ।
सत्यम् अष्टविधं पुष्पं देव प्रीतिकरं भवेत् ॥

25. Ganeshas Segen erbitten
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
ॐ विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
नागपाशधरं हृष्टं रक्तौघ द्युतिविग्रहम् ।
शशाङ्क धवलं ध्यायेत् वरुणं मकरासनम् ॥
वरुणं श्वेतवर्णं च पाशहस्तं रुजासनम् ।
मौक्तिकालङ्कृतं देवं तीर्थनाथम् अहं भजे ॥
अस्मिन् पूर्वस्थापित कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

27. Brahma am Gefäßfuß
ब्रह्मा चतुर्मुखः पीतश् चतुर्दोर्दण्डमण्डितः ।
सृग्दण्डाक्ष कुशोपेतः सूर्यमण्डलमध्यगः ॥
द्वादशकलात्मने अर्थप्रदाय सूर्यमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मूलभागे ब्रह्मं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

28. Vishnu am Gefäßhals
विष्णुश् चतुर्भुजो मौलि शङ्ख चक्र गदाब्ज धृक् ।
नीलाम्बुद प्रतीकाशं सोममण्डलमध्यगः ॥
षोडशकलात्मने कामप्रदाय सोममण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य कण्ठभागे विष्णुं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

29. Rudra in der Gefäßmitte
ज्ञान शूलधरं रुद्रं नीलकण्ठं त्रिलोचनम् ।
महेश्वरं च विश्वेशं अग्निमण्डलमध्यगः ॥
दशकलात्मने धर्मप्रदाय अग्निमण्डलाय नमः ।
अस्य कुम्भस्य मध्यभागे रुद्रं ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षत पुष्पाणि समर्पयामि ॥

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
स्वामिनः सर्वजगन्नाथाः यावत् पूजावसानकम् ।
तावत् यूयं प्रीतिभावेन कुम्भे सन्निधिं कुरुत ॥
आवाहिता भवत स्थापिता भवत सन्निधा भवत सन्निरुद्धा भवत सन्निहिता भवत अवगुण्ठिता भवत प्रसीदत प्रसीदत स्वागतं स्वागतम् ॥

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
आवाहितानां सर्वासां देवतानां आसनं समर्पयामि ॥

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
आवाहितानां सर्वासां देवतानां अर्घ्यं समर्पयामि ॥

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
आवाहितानां सर्वासां देवतानां पाद्यं समर्पयामि ॥

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
आवाहितानां सर्वासां देवतानां आचमनं समर्पयामि ॥

35. den angerufenen Gottheiten – Bad
आवाहितानां सर्वासां देवतानां स्नानं समर्पयामि ॥

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
आवाहितानां सर्वासां देवतानां वस्त्र उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

37. den angerufenen Gottheiten – Duft
आवाहितानां सर्वासां देवतानां गन्धं समर्पयामि ॥

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
आवाहितानां सर्वासां देवतानां कुङ्कुमं समर्पयामि ॥

39. Blüten für die Hüter des Wassers
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपांपतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ ब्रह्मणे नमः ।
ॐ विष्णवे नमः ।
ॐ शिवाय नमः ।
नानाविधानि परिमल पत्र पुष्पाणि समर्पयामि ॥

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
आवाहितानां सर्वासां देवतानां धूपं समर्पयामि ॥

41. den angerufenen Gottheiten – Licht
आवाहितानां सर्वासां देवतानां दीपं समर्पयामि ॥

42. den angerufenen Gottheiten – Speise
आवाहितानां सर्वासां देवतानां नैवेद्यं समर्पयामि ॥

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
आवाहितानां सर्वासां देवतानां ताम्बूलं समर्पयामि ॥

44. den angerufenen Gottheiten – Arati
आवाहितानां सर्वासां देवतानां कर्पूर नीराजनं समर्पयामि ॥

45. Varunas Klarheit verehren
नमो नमस्ते स्फटिक प्रभाय सुश्वेत वस्त्राय सुमङ्गलाय ।
सुपाशहस्ताय झषासनाय जलाधिनाथाय वरुणाय नमो नमः ॥
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि तन्नो वरुण प्रचोदयात् ।
ॐ वेदात्मनाय विद्महे हिरण्यगर्भाय धीमहि तन्नो ब्रह्म प्रचोदयात् ।
ॐ नारायणाय विद्महे वासुदेवाय धीमहि तन्नो विष्णु प्रचोदयात् ।
ॐ तत्पुरुषाय विद्महे महादेवाय धीमहि तन्नो रुद्र प्रचोदयात् ॥

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
शिवा आपः सन्तु । सन्तु शिवा आपः ।
सौमनस्यम् अस्तु । अस्तु सौमनस्यम् ।
अक्षतं चारिष्टं चास्तु । अस्त्व् अक्षतं च अरिष्टम् ।
भवद्भिर् अनुज्ञातः पुण्याहं वाचयिष्ये । वाच्यताम् ।
प्रसीदन्तु भवन्तः । प्रसन्नाः स्मः ॥

47. Die Welt im Kalasha
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्र समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागर सर्व सप्तद्वीप वसुन्धरा ।
ऋग्वेदो’थ यजुर्वेदः सामवेदो ह्यथर्वनः ।
अङ्गैश्च सहित सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जले’स्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
अत्र गायत्री सावित्री शान्तिः पुष्टिकरि तदा ।
आयन्तु यजमानस्य दुरितक्षयकारकाः ॥
इमा आप शिवा सन्तु शुद्धा शुभाश्च निर्मला ।
पावनं शितलश्चैव पूत सूर्यस्य रश्मिभिः ॥
पूत ब्रह्म पवित्रेण पूतम् इन्द्र सुनीतिभिः ।
वरुण स्वस्त्या पुनातु यमो धर्मेण पुनातु मां ॥
सर्व तीर्थ जलं पुण्यं पावनं सर्व कारणं ।
विष्णु पादोद्भवं शुद्धं सर्व मङ्गल दायिना ॥
सर्व समुद्राः सरिताः तीर्थानि च नगा ह्रदाः ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥
आपः सुमित्रियाः सन्तु भवन्त्व् ओषधयो तव ।
आपो रक्षन्तु त्वां नित्यम् आपो नारायणः स्वयम् ॥

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
ऋद्धिर् अस्तु । समृद्धिर् अस्तु । पुण्याहसमृद्धिर् अस्तु । शान्तिर् अस्तु । पुष्टिर् अस्तु । तुष्टिर् अस्तु । वृद्धिर् अस्तु । अविघ्नम् अस्तु । आयुष्यम् अस्तु । आरोग्यम् अस्तु । शिवम् अस्तु । शिवं कर्मास्तु । कर्म समृद्धिर् अस्तु । धर्म समृद्धिर् अस्तु । वेद समृद्धिर् अस्तु । शास्त्र समृद्धिर् अस्तु । धनधान्य समृद्धिर् अस्तु । पुत्र पौत्र संपद् अस्तु । इष्ट संपद् अस्तु ॥

49. Belastendes fortgeben
सकल अरिष्ट निरसनम् अस्तु । यत् पापं रोगं शोकम् अकल्याणं तत् दूरे प्रतिहतम् अस्तु ॥

50. Segen für Menschen und Tiere
सर्व शोभनं भवतु । सर्व सम्पदाः सन्तु । शं नो अस्तु द्विपदे शं चतुष्पदे । ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
ॐ वरुणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ।
आवाहिताभ्यो सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
इमा आपः शिवा शिवत्तमाः शान्ता शान्तत्तमाः शुभा शुभत्तमाः पूता पूतत्तमाः पुण्या पुण्यत्तमाः मेध्य मेध्यत्तमाः अमृतामृत रसाः तास् ते कृण्वन्तु भेषजम् ।
सत्यं शुद्धं तपः शुद्धं ज्ञानशुद्धं तथैव च ।
सर्वभूत दया शुद्धं जलशुद्धञ्च पञ्चम ॥
अद्भिर् गात्राणि शुध्यन्ति बुद्धिर् ज्ञानेन शुद्ध्यति ।
विद्या तपोभ्यां च भूतात्मा मनः सत्येन शुद्ध्यति ॥

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
करोतु स्वस्ति ते ब्रह्मा स्वस्ति वापि द्विजातयः ।
सरिसृपाश्च ये श्रेष्टास् तेभ्यस् ते स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वस्ति ते’स्तु द्विपादेभ्यश् चतुष्पादेभ्य एव च ।
स्वस्त्य् अस्त्व् अपादकेभ्यश्च सर्वेभ्यः स्वस्ति सर्वदा ॥
स्वाहा स्वधा शची चैव स्वस्तिं कुर्वन्तु ते सदा ।
लक्ष्मीर् अरुन्धती चैव कुरुतां स्वस्ति ते’नघ ॥
असितो देवलश्चैव विश्वामित्रस् तथाङ्गिराः ।
स्वस्ति ते’द्य प्रयच्छन्तु कार्तिकेयश्च षण्मुखः ॥
विवस्वान् भगवान् स्वस्तिं करोतु तव सर्वशः ।
दिग्गजाश्चैव चत्वारः क्षितिश्च गगनं ग्रहाः ॥
अधस्ताद् धरणीं यो’सौ नागो धारयते सदा ।
शेषश्च पन्नगश्रेष्ठः स्वस्ति तुभ्यं प्रयच्छतु ॥
देवाः स्वस्ति प्रकुर्वन्तु सगणाः सायुधस् तथा ।
किन्नरा देव गन्धर्वाः साप्सराः सविनायकाः ॥
सुतले वितले देवा ह्यतले च तले’मराः ।
तान् सर्वान् प्रणमाम्य् अद्य स्वक्रतोः पालनाय वै ॥
भूर्लोके ये स्थिता देवा भुवर्लोके स्थिराः सदा ।
भावुके ते प्रकुर्वन्तु स्वगणाः सार संयुतः ॥
स्वर्लोक वासिनः सर्वे पुरन्दर मुखाश् चलाः ।
कुशलं च सुवाञ्छामि कर्मारम्भे विशेषतः ॥
महर्जन तपो लोके निवसन्ति सवाहनाः ।
निर्जरास् ते प्रकुर्वन्तु क्षेमं सुष्ठु प्रकाशकः ॥
सत्यलोक प्रसीदन्ति ब्रह्माणश् शिखिवाहनाः ।
त्रिदशास् ते सुखासीना भव्यं कुर्वन्तु सर्वथा ॥
रुद्रादि देवताः सर्वास् तथा वैकुण्ठवासिनः ।
सगणाः परिवारास् ते स्वस्तिं कुर्वन्तु नित्यशः ॥
शिवयागे विष्णुयागे वास्तु कर्मणि सर्वदा ।
इष्टापूर्ते महादाने तान् देवान् संस्मरेच् चिरम् ॥
ततस्तु कर्मारम्भः स्यान् निर्विघ्नेन समापयेत् ।
ये वै नैव स्मरन्त्य् एतान् तेषां नैव फलं भवेत् ॥

54. Den Bräutigam ehren
आयुर् आरोग्य ऐश्वर्यं यशस् तेजो ज्वलामतिः ।
आर्य पुत्रो भवस् तेजस् तिलकेन कृतेन ते ॥

55. Die Großzügigkeit würdigen
दानं विभूषणं नित्यं दानं दुर्गति वारणम् ।
दानं स्वर्गस्य सोपानं दानं शक्ति-करं शिवम् ॥
दानेन अरातिर् अपानुदन्त दानेन द्विशन्तो मित्रा भवन्ति ।
तद् दानस्य फलं जातं वरदं परमं हुतम् ॥
धनम् अग्निर् धनं वायुर् धनं सूर्यो धनं वसुः ।
धनम् इन्द्रो बृहस्पतिः वरुणं धनं अस्तु ते ॥

56. Die Braut ehren
आयुर् आरोग्य ऐश्वर्यं यशस् तेजो ज्वलामतिः ।
आर्य पुत्रि भवस् तेजस् तिलकेन कृतेन ते ॥

57. Samrakshana – Zugehörigkeit und Fürsorge ausdrücken
ॐ अद्य दत्तैः एभिः वस्त्र अलङ्कारादि द्रव्यैः {Gotra_des_Braeutigams} गोत्रोत्पन्नेन {Braeutigam} नाम वरेण सह उद्वाह अर्थं {Gotra_der_Braut} गोत्रोत्पन्नां {Braut} नाम्नीं त्वां सन्तोषयामि त्वं सन्तुष्टा भव ॥

58. Das Schultertuch übergeben
अयि तरुणि अनेन आवरण कर्मणा त्वं गायत्री सावित्री सरस्वती व सुभगा भूत्वा सुरक्षिता भव ।
सर्व मङ्गल माङ्गल्ये शिवे सर्वार्थ शादिके ।
शरण्ये त्रयम्बके गौरि नारायणी नमोऽस्तु ते ॥

59. Das Familienversprechen erklären
ॐ अद्य {Brautvater} नाम अहम् {Braeutigamvater} आर्यस्य पुत्राय {Braeutigam} नाम विष्णु स्वरूपिणे वधु अर्थिने वराय मम पुत्रीं {Braut} नाम्नीं श्री रूपिनीं वर अर्थिनीम् इमां सुतां ज्योतिर् वादिष्टे सुनिश्चित मुहूर्ते तुभ्यं दास्ये ॥

60. Das Versprechen bekräftigen
वाच्च दत मया सुता पुत्र अर्थं स्विकृत त्वया ।
सुतां अवलोकन विधौ निश्चित्तस् त्वं सुखी भव ॥

61. Die Zusage annehmen
वाच्च दत त्वया सुता पुत्र अर्थं स्विकृत मया ।
वर अवलोकन विधौ निश्चित्तस् त्वं सुखी भव ॥

62. Liebevolle Verantwortung aussprechen
जन्म-प्रभृति इयं सुता आत्मवत् पालिता मया ।
त्वत् पुत्राय प्रदास्यामि स्नेहेण परिपालयताम् ॥

63. Den historischen Vorbehalt verstehen
व्यङ्ग क्लीबः पङ्क्ति-हीन त्रिर्-विद्यो व्यसनि ऋणि ।
तावात् तव सुतो न स्यात् सुतां दास्यामि निश्चयात् ॥

64. Dreifache Zusage und Antwort
दास्यामि दास्यामि दास्यामि ।
ॐ स्वस्ति ॐ स्वस्ति ॐ स्वस्ति ॥

66. Den Frieden gemeinsam tragen
ॐ द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वेदेवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ।
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः ॥

68. Ashirvada – den gemeinsamen Segen empfangen
श्री महद्भ्यो नमः ।
स्वस्ति मन्त्रार्थाः सत्याः सफलाः सन्तु इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अस्य मुहूर्तः सुमुहूर्तो भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
तल्लग्न अपेक्षया आदित्यादि नवानां ग्रहाणां आनुकूल्यं भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
ये ये ग्रहाः शुभेतर-स्थानेषु स्थिताः तेषां ग्रहाणां शुभ स्थान फल अवाप्तिर्-अस्विति भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
ये ये ग्रहाः शुभ-स्थानेषु स्थिताः तेषां ग्रहाणाम् अतिशयेन एकादश शुभ स्थान फल अवाप्तिरस्विति भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः वेदोक्तं दीर्घं आयुष्यं भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः गृहे वसतां द्विपदां चतुष्पदां नीरोग शतायुषं भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः क्षेम स्थैर्य धैर्य सौर्य वीर्य विजय आयुर् आरोग्य ऐश्वर्य अभिवृद्धिः भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः सर्वेषां देवतानां प्रसादेन च हितोक्त महत् ऐश्वर्य आवाप्तिः आचन्द्रार्कं वंशा वृद्धि भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः आयुर् बलं यशो वर्चः पशवः स्थैर्यं सिद्धिर् लक्ष्मीः क्षमा कान्तिस् सद्गुणा आनन्दो नित्योत्सवो नित्य-श्री नित्य-मङ्गलं इत्येषां सर्वदा अभिवृद्धिर् भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
अनयोः दम्पत्योः गृहे धन लक्ष्मी धान्य लक्ष्मी सन्तान लक्ष्मी सौम्य लक्ष्मी सौभाग्य लक्ष्मी गज लक्ष्मी मोक्ष लक्ष्मी अष्ठ लक्ष्म्याः स्थिरतर सिद्धिः भूयात् इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
सर्वे जनाः नीरोगाः निर्-उपद्रवाः सद्-आचार-सम्पन्न आढ्या निर्-मत्सर दयालवश्च भूयासुः इति भवन्तो महान्तो अनुगृह्णन्तु ॥
देशो अयं निर्-उपद्रवो अस्तु सर्वे जनाः सुखिनो भवन्तु ॥
समस्त सन्मङ्गलानि सन्तु उत्तरोत्तर अभिवृद्धिः अस्तु ॥

69. Ganesha verabschieden
ॐ श्री महागणपतये नमः यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि ॥

71. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
गोविन्द प्रतिगृह्णाति गोविन्दाय ददाति च ।
गोविन्द धारिका द्वाभ्यां गोविन्दाय नमो नमः ॥
हिरण्यगर्भ गर्भस्थं हेमबीज विभावसोः ।
अनन्त पुण्यफलदम् अथ शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
हरिः ॐ तत् सत् । अद्य अस्मिन् शुभ दिने एतत् कर्म वाग्दान प्रतिष्ठार्थं श्री लक्ष्मीनारायण प्रीत्यर्थं सम्पूर्ण फल सिद्ध्यर्थं पूर्व पूजित ब्राह्मणाय तुभ्यम् इदं दक्षिणां सताम्बूलं सफलम् अहं संप्रददे ॥

Deutsch

1. Achamana – innerlich und äußerlich ankommen
Om. Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren. Verehrung Ananta, dem Unendlichen. Verehrung Govinda, dem göttlichen Beschützer.

2. Pavitra anlegen
Rein durch Brahmas Heiligkeit, rein durch die Strahlen der Sonne: Das Wasser aller heiligen Stätten ist segensreich und läuternd, Ursprung der Reinigung.

3. Das Licht entzünden
Die großen Weisen nennen Dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht ist die göttliche Gegenwart: Verehrung Dir, dem Licht Brahmans.

4. Die Lehrer ehren
Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der das vom Dunkel des Nichtwissens verschlossene Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

5. Gute Gedanken in alle Richtungen senden
Mögen wir mit festen Gliedern und offenen Sinnen Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra, Tarkshya Arishtanemi, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen geben. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns Tag für Tag behüten. Göttlicher Savitar, führe Bedrängendes fort und schenke Deinen in Bhakti verneigten Verehrern das Gute.

6. Den Augenblick Gott anvertrauen
Das ist der günstige Augenblick, der gesegnete Tag, die Kraft der Sterne und des Mondes, die Kraft des Wissens und göttlicher Führung: Herr der Lakshmi, ich denke an Deine beiden Füße. Zur Befriedung aller Hindernisse betrachten wir den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Herrn mit gütigem Gesicht.

7. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda sei gepriesen. Unter Vishnus Führung, im genannten kosmischen Zeitalter, Land und Ort, Jahr, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Mondgestirn, zu diesem gesegneten Zeitpunkt: Unter göttlicher Führung und zur Freude des Herrn vollziehe ich die Verlobung als Vorbereitung auf die bevorstehende Eheschließung meiner Tochter.

8. Die vorbereitende Verehrung ankündigen
Als Glied dieses Ritus verehre ich zuerst Vighneshvara, damit alles ohne Hindernisse zur Vollendung komme. Zur Reinigung des inneren Wesens, des Körpers, des Hauses, des Feierplatzes und aller Geräte vollziehe ich die heilige Segens- und Wasserweihe.

9. Ganesha betrachten und einladen
Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen der Wesen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Wir betrachten den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, mit Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte Dich, lade Dich ein, gebe Dir hier einen Sitz und bringe Duft, ungebrochenen Reis und Blüten dar.

10. Ganesha – Sitz
Ich bringe Ganesha einen Sitz dar.

11. Ganesha – Ehrenwasser
Ich bringe Ganesha Ehrenwasser dar.

12. Ganesha – Fußwasser
Ich bringe Ganesha Wasser für die Füße dar.

13. Ganesha – Wasser zur Mundreinigung
Ich bringe Ganesha Wasser zur Mundreinigung dar.

14. Ganesha – Bad
Ich bringe Ganesha ein Bad dar.

15. Ganesha – Gewand und heiliger Faden
Ich bringe Ganesha ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

16. Ganesha – Duft
Ich bringe Ganesha Duft dar.

17. Ganesha – Kumkuma
Ich bringe Ganesha Kumkuma dar.

18. Ganeshas achtzehn Namen
1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einstoßzahnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit jungem Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

19. Ganesha – Räucherduft
Ich bringe Ganesha Räucherduft dar.

20. Ganesha – Licht
Ich bringe Ganesha Licht dar.

21. Ganesha – Speise
Ich bringe Ganesha Nahrung dar.

22. Ganesha – Tambula
Ich bringe Ganesha Tambula dar.

23. Ganesha – Arati
Ich bringe Ganesha das schwingende Licht dar.

24. Ganeshas Licht und die acht inneren Blüten
Mond, Sonne, Erde, Blitz und Feuer sind Deine Lichter. Du bist alles Licht; nimm dieses Lichtopfer an. Wir erkennen den Einstoßzahnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Om Gam, Verehrung Ganapati; ich zeige Dir das freudige Kampferlicht und bringe anschließend nochmals Wasser zur Mundreinigung. Nichtverletzen ist die erste Blüte, Beherrschung der Sinne eine weitere; Mitgefühl mit allen Wesen, besonders Vergebung, Friede, Tapas, Erkenntnis und Wahrhaftigkeit bilden die acht Blüten, die Gott erfreuen.

25. Ganeshas Segen erbitten
Großleibiger mit gebogenem Rüssel, strahlend wie Millionen Sonnen, mache alle meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Schenkenden und Freund der Götter, dem Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; Verehrung dem Elefantengesichtigen, den heiliges Wissen und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen. Was ich trotz Unvollkommenheit von Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch Dich, Vinayaka, ganz sein.

26. Das Wassergefäß als heiligen Raum errichten
Ich betrachte den freudigen Varuna, der die Schlangenschlinge hält, von rotem Glanz und mondhell leuchtend, auf dem Makara. Ich verehre den weißstrahlenden, perlengezierten Gott mit der Schlinge, den Herrn der heiligen Wasser. In diesem bereitgestellten Gefäß betrachte ich Varuna, lade ihn ein, gebe ihm einen Sitz und bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

27. Brahma am Gefäßfuß
Brahma ist viergesichtig, gelbgewandet, mit vier Armen, Opferlöffel, Stab, Gebetskette und Kusha versehen und im Sonnenkreis gegenwärtig. Verehrung dem zwölfteiligen Sonnenkreis, der Gedeihen schenkt. Am Fuß dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Brahma; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

28. Vishnu am Gefäßhals
Vishnu trägt Krone, Muschel, Diskus, Keule und Lotus, ist vierarmig, wie eine dunkle Regenwolke und im Mondkreis gegenwärtig. Verehrung dem sechzehnteiligen Mondkreis, der Erfüllung schenkt. Am Hals dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Vishnu; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

29. Rudra in der Gefäßmitte
Ich betrachte Rudra mit dem Dreizack der Erkenntnis, dem blauen Hals und drei Augen, den großen Herrn und Weltenherrn im Feuerkreis. Verehrung dem zehnteiligen Feuerkreis, der Dharma schenkt. In der Mitte dieses Gefäßes betrachte und rufe ich Rudra; ich bringe Duft, Akshata und Blüten dar.

30. Die göttlichen Gäste willkommen heißen
Verehrung allen angerufenen Gottheiten. Ihr Herren der ganzen Welt, bleibt bis zum Abschluss der Verehrung liebevoll in diesem Gefäß gegenwärtig. Seid eingeladen und hier verankert, nahe und gesammelt, gegenwärtig und umhüllt; seid gnädig, willkommen, willkommen.

31. den angerufenen Gottheiten – Sitz
Ich bringe den angerufenen Gottheiten einen Sitz dar.

32. den angerufenen Gottheiten – Ehrenwasser
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Ehrenwasser dar.

33. den angerufenen Gottheiten – Fußwasser
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser für die Füße dar.

34. den angerufenen Gottheiten – Wasser zur Mundreinigung
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Wasser zur Mundreinigung dar.

35. den angerufenen Gottheiten – Bad
Ich bringe den angerufenen Gottheiten ein Bad dar.

36. den angerufenen Gottheiten – Gewand und heiliger Faden
Ich bringe den angerufenen Gottheiten ungebrochenen Reis für Gewand und heiligen Faden dar.

37. den angerufenen Gottheiten – Duft
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Duft dar.

38. den angerufenen Gottheiten – Kumkuma
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Kumkuma dar.

39. Blüten für die Hüter des Wassers
Verehrung Varuna; dem Weisen; dem Schöngeformten; dem Herrn der Wasser; dem auf dem Makara Reitenden; dem Gebieter der Gewässer; dem mit der Schlinge; Varuna; Brahma; Vishnu und Shiva. Ich bringe vielerlei duftende Blätter und Blüten dar.

40. den angerufenen Gottheiten – Räucherduft
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Räucherduft dar.

41. den angerufenen Gottheiten – Licht
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Licht dar.

42. den angerufenen Gottheiten – Speise
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Nahrung dar.

43. den angerufenen Gottheiten – Tambula
Ich bringe den angerufenen Gottheiten Tambula dar.

44. den angerufenen Gottheiten – Arati
Ich bringe den angerufenen Gottheiten das schwingende Licht dar.

45. Varunas Klarheit verehren
Wiederholte Verehrung Varuna, kristallhell, weißgewandet und glückverheißend, mit der Schlinge in der Hand, auf dem Wasserwesen sitzend, dem Herrn der Gewässer. Wir erkennen den im Wasser Erscheinenden und betrachten den blauen göttlichen Geist; Varuna möge uns erleuchten. Wir erkennen das Wesen der Veden und betrachten Hiranyagarbha; Brahma möge uns erleuchten. Wir erkennen Narayana und betrachten Vasudeva; Vishnu möge uns erleuchten. Wir erkennen den höchsten Purusha und betrachten Mahadeva; Rudra möge uns erleuchten.

46. Ruf und Antwort zur Wasserweihe
Mögen die Wasser heilsam sein. – Mögen sie heilsam sein. Freude und Klarheit des Herzens seien. – So seien sie. Unversehrtheit und Wohlergehen seien. – So seien sie. Mit eurer Zustimmung werde ich den heiligen Tag verkünden. – Verkünde ihn. Seid uns gewogen. – Wir sind euch gewogen.

47. Die Welt im Kalasha
Am Mund des Kalasha ist Vishnu, am Hals Rudra, an der Basis Brahma, in der Mitte die göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Kontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda mit ihren Gliedern ruhen im Gefäßwasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid hier gegenwärtig. Heilige Wasserstätten und Ströme mögen zum Frieden der Welt und zur Läuterung kommen. Gayatri, Savitri, Friede und nährende Kraft mögen den Gastgeber läutern. Diese Wasser seien heilsam, rein, klar, kühl und durch die Sonne geläutert. Brahmas Heiligkeit, Indras gute Führung, Varunas Wohlergehen und Yamas Dharma mögen mich reinigen. Heiliges Wasser, entsprungen an Vishnus Füßen, schenke alles Gute. Meere, Flüsse, heilige Stätten, Berge und Seen seien zum Frieden der Welt gegenwärtig. Wasser und Pflanzen seien dir Freunde; Wasser behüte dich stets, denn Wasser ist Narayana selbst.

48. Wohlergehen über dem Gefäß aussprechen
Gedeihen sei; Fülle sei; dieser heilige Tag gedeihe. Friede, Nahrung, Zufriedenheit und Wachstum seien. Hindernisfreiheit, langes Leben, Gesundheit und Segen seien. Das Handeln sei gesegnet; Handlung, Dharma, Veden und heiliges Wissen mögen gedeihen. Wohlstand und Korn mögen gedeihen; Kinder und Enkel seien gesegnet; das ersehnte Gute werde erfüllt.

49. Belastendes fortgeben
Alles Bedrängende möge weichen. Was an Verfehlung, Krankheit, Kummer und Unheil besteht, möge ferngehalten werden.

50. Segen für Menschen und Tiere
Alles sei segensreich; alle Güter seien vorhanden. Wohlergehen sei den Zweibeinern, Wohlergehen den Vierbeinern. Om, Friede, Friede, Friede.

51. Die Wasser-Gottheiten verabschieden
Om. Verehrung Varuna; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort. Verehrung allen eingeladenen Gottheiten; ich geleite euch an euren eigenen Ort.

52. Die sieben Wassergesten und das Besprengen
Diese Wasser seien überaus heilsam, friedvoll, gesegnet, rein und heilig, voll des Nektars; mögen sie dir Heilendes bereiten. Wahrheit, Tapas, Erkenntnis, Mitgefühl mit allen Wesen und als Fünftes Wasser reinigen. Wasser reinigt den Leib, Erkenntnis den Verstand, Wissen und Tapas das innere Wesen, Wahrheit den Geist.

53. Svasti – den Segen aller Welten erbitten
Brahma, die Zweimalgeborenen und die edlen Schlangenwesen mögen dich segnen. Segen komme von Zweibeinern, Vierbeinern und fußlosen Wesen, von allen und immer. Svaha, Svadha, Shachi, Lakshmi und Arundhati mögen dir Wohlergehen schenken. Die Weisen Asita, Devala, Vishvamitra und Angiras sowie der sechsgesichtige Karttikeya mögen dich heute segnen. Vivasvan, die vier Weltenelefanten, Erde, Himmel und Gestirne mögen dir Gutes bringen. Shesha, der die Erde trägt, gewähre dir Segen. Götter mit ihren Scharen und Waffen, Kinnaras, Gandharvas, Apsaras und Vinayakas mögen Gutes wirken. Ich verneige mich vor den Unsterblichen in Sutala, Vitala und Atala, damit sie diesen Ritus behüten. Die Götter der Erden- und Zwischenwelt mit ihren Scharen mögen Gutes bereiten. Besonders zum Beginn der Handlung erbitte ich Wohlergehen von den Bewohnern der Himmelswelt unter Indras Führung. Die Unsterblichen der Welten Mahas, Jana und Tapas mit ihren Fahrzeugen mögen Geborgenheit schenken. Die göttlichen Bewohner von Satyaloka mögen sich freuen und allseits Gutes bereiten. Rudra und alle Gottheiten sowie die Bewohner Vaikunthas mit ihrem Gefolge mögen stets segnen. Bei Shiva- und Vishnu-Verehrung, Vastu-Handlungen, Opfer, gemeinnützigen Werken und großen Gaben gedenke man dieser Gottheiten. So beginne die Handlung und gelange ohne Hindernis zum Abschluss; ohne dieses Gedenken bleibt ihre Frucht aus.

54. Den Bräutigam ehren
Edler Sohn, durch dieses Tilaka seien dir langes Leben, Gesundheit, Gedeihen, Ansehen, Leuchtkraft und strahlende Einsicht beschieden.

55. Die Großzügigkeit würdigen
Freigebigkeit ist beständiger Schmuck, hält einen schlechten Weg fern, ist eine Treppe zum Himmel und schenkt segensreiche Kraft. Durch Geben wird Feindschaft überwunden, Gegner werden Freunde; seine Frucht ist eine segenspendende höchste Gabe. Agni ist Reichtum, Vayu ist Reichtum, Surya ist Reichtum, Vasu ist Reichtum; Indra, Brihaspati und Varuna seien dir Reichtum.

56. Die Braut ehren
Edle Tochter, durch dieses Tilaka seien dir langes Leben, Gesundheit, Gedeihen, Ansehen, Leuchtkraft und strahlende Einsicht beschieden.

57. Samrakshana – Zugehörigkeit und Fürsorge ausdrücken
Mit diesen heute gegebenen Gewändern, Schmuck und weiteren Gaben möchte ich dich, die genannte Braut aus deiner Familie, anlässlich deiner geplanten Vermählung mit dem genannten Bräutigam aus seiner Familie erfreuen. Sei froh und zufrieden.

58. Das Schultertuch übergeben
Junge Frau, durch dieses Umhüllen sei glückverheißend und behütet wie Gayatri, Savitri und Sarasvati. Verehrung Dir, Gauri-Narayani, Du Glück aller glückverheißenden Dinge, Gütige, die alle guten Anliegen erfüllt, Zuflucht und Dreiäugige.

59. Das Familienversprechen erklären
Ich, der genannte Brautvater, verspreche, meine genannte Tochter, die einen Gatten wünscht und als Gestalt Shris geehrt wird, dem genannten Sohn des genannten Vaters zu dem gut bestimmten Hochzeitstermin anzuvertrauen: dem Bräutigam, der eine Gattin wünscht und als Gestalt Vishnus geehrt wird.

60. Das Versprechen bekräftigen
Meine Tochter ist von mir durch mein Wort zugesagt und von dir für deinen Sohn angenommen. Nachdem du die Tochter kennengelernt hast, sei in deinem Entschluss gefestigt und glücklich.

61. Die Zusage annehmen
Deine Tochter ist durch dein Wort zugesagt und von mir für meinen Sohn angenommen. Nachdem du den Bräutigam kennengelernt hast, sei in deinem Entschluss gefestigt und glücklich.

62. Liebevolle Verantwortung aussprechen
Seit ihrer Geburt habe ich diese Tochter wie mein eigenes Selbst behütet. Ich werde sie deinem Sohn anvertrauen; möge sie mit großer Zuneigung umsorgt werden.

63. Den historischen Vorbehalt verstehen
Solange dein Sohn nicht körperlich beeinträchtigt, impotent, aus der Gemeinschaft ausgeschlossen, „trir-vidya“ – ein in der Druckfassung unklarer Ausdruck –, lasterhaft oder verschuldet ist, werde ich meine Tochter gewiss anvertrauen. Dies ist der historische Wortlaut der Bedingung.

64. Dreifache Zusage und Antwort
Ich werde geben, ich werde geben, ich werde geben. Om, möge es gut sein; Om, möge es gut sein; Om, möge es gut sein.

66. Den Frieden gemeinsam tragen
Friede sei im Himmel, Friede im Zwischenraum, Friede auf der Erde, Friede in den Wassern, Friede in den Pflanzen. Friede sei in den Bäumen, Friede in allen Göttern, Friede im Brahman, Friede in allem. Friede allein sei Friede; dieser Friede sei in mir. Om, Friede, Friede, Friede.

68. Ashirvada – den gemeinsamen Segen empfangen
Verehrung den Ehrwürdigen. Mögen Sinn und Segen der gesprochenen Mantras wahr und fruchtbar werden. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge dieser Augenblick ein guter Augenblick sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen die neun Grahas, beginnend mit der Sonne, günstig wirken. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen ungünstig stehende Grahas die Frucht einer günstigen Stellung geben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen günstig stehende Grahas in besonderem Maß die günstige Frucht des elften Hauses geben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Paar das in den Veden besungene lange Leben erlangen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Menschen und Tiere im Haus des Paares ohne Krankheit hundert Jahre leben. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Geborgenheit, Beständigkeit, Geduld, Mut, Tatkraft, Gelingen, Leben, Gesundheit und Gedeihen des Paares wachsen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Paar durch aller Götter Gnade förderliches Gedeihen erlangen; seine Familie möge bestehen, solange Sonne und Mond scheinen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Leben, Kraft, Ansehen, Glanz, Viehbestand, Festigkeit, Vollendung, Fülle, Geduld, Schönheit, gute Eigenschaften, Freude, Festlichkeit und Segen mögen immer wachsen. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen Lakshmis Gestalten als Vermögen, Korn, Nachkommenschaft, Sanftmut, Glück, königliche Fülle und Befreiung, die acht Lakshmis, im Haus beständig gegenwärtig sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Mögen alle Menschen gesund, unbedrängt, rechtschaffen, wohlversorgt, neidlos und mitfühlend sein. Ihr Ehrwürdigen, schenkt dazu euren Segen. Möge das Land frei von Bedrängnis sein, mögen alle Menschen glücklich sein. Möge alles segensreich sein und das Gute weiter wachsen.

69. Ganesha verabschieden
Verehrung dem großen Ganapati; ich geleite Dich an Deinen eigenen Ort.

71. Dakshina – Dank an die Ritualleitung
Govinda empfängt, Govinda gibt, Govinda trägt beide: Verehrung Govinda. Die goldene Gabe ruht im goldenen Weltenschoß, als leuchtender Same; sie schenke heilige Frucht und Frieden. Hari, Om, das ist die Wahrheit. An diesem guten Tag überreiche ich Dir, dem geehrten Brahmanen, diese Dakshina mit Tambula und Frucht: zur Bekräftigung dieses Ritus, zur Freude Lakshmi-Narayanas und zur Vollendung seiner Frucht.