Utpaladeva
Utpaladeva (Sanskrit: उत्पलदेव utpaladeva m.), 925-75 n. Chr. Utpaladeva war der Sohn und Schüler von Somananda. Utpaladeva war ein einflussreicher Philosoph und Theologe, der die Ishvara Pratyabhijna Karika, (philosophischen Grundwerkes des kaschmirischen Shivaismus), bzw die "Verse der Erkenntnis Gottes" und die "Shivastotravali" schuf.
Leben und Wirken
Die Hauptdarsteller der Bücher von Utpaladeva sind Buddisten, die der Dignaga und der Dharmakirti Tradition angehören. Deren Theorie der wahrnehmenden Weiterentwicklung wurde häufig als absoluter Idealismus übersetzt.
Utpaladeva lehnte die Idee eines vom Geiste unabhängigen Bereichs von Molekülen bzw. Einzelteilchen ab. Er nahm an, dass die Erfahrung einer strukurierten Realität verlangt, dass beide, Subjekt und Objekt, zu einem einzigen Erfahrungsfeld gehören. Da Erfahrung ein stabiles Subjekt erfordert, gibt es ein einziges transzendentales bewusstes Substrat des Erfahrungsfeldes. Utpaladeva integrierte diese Kategorie in eine Theorie des absoluten Idealismus. Dieser Theorie entsprechend manifestiert sich der Kosmos durch eine einzige transzendentale, bewusste Dynamik. Kategorien, wie individuelle Substanz, Aktion, Beziehung, Natur, Qualität, Raum, Zeit und die Ursache-Wirkung Beziehung sind objektive Wirklichkeiten, weil sie Manifestationen sind, die durch das transzendentale Bewusstsein projeziert werden.
Durch seine ihm innewohnenden Kräfte, sein umfassendes Wissen und die daraus resultierenden Handlungen, erschafft das Höchste Bewusstsein alle Subjekte, Objekte und alle Erfahrungsfelder in einem strukturierten Rahmen von Zeit und Raum. Das dynamische und vollständig unabhängige Bewusstsein Shivas wurde aus der Erfahrung des Bewusstseins geschaffen, dass sich aus der Erkenntnis der Objektivität und der sich selbst reflektierenden Wahrnehmung herauskristallisiert. Das wird durch das Prinzip des Grammatikers Bhartrihari beeinflusst, welches besagt, dass es ohne linguistischen Ausdruck kein Bewusstsein geben kann. Utpaladeva betont die Freiheit der individuellen subjektiven Erkenntnis, bzw Bewusstsein, die durch zwingende Visionen in der Meditation entsteht. Für ihn ist es eine geistig enge Bewusstseinsweise.
Seine Gedichte geben den philosophischen Lehren des kaschmirischen Shivaismus, die als Trika Philosophie bekannt wurden, auf sehr hingebungsvolle Weise Ausdruck. Die Philosophie von Utpaladeva ist so tiefgründig wie die von Adi Shankaracharya. Er verwendet symbolhafte Sprache, die vielen verschiedenen Menschen entspricht. Die erhältlichen Werke von Utpaladeva sind die Pratyabhijnyaa Karikas und Ajadapromatri-Siddhi.
Utpaladevas Philosophie ist durch eine einzigartige Mischung von Metaphysik, Epistomologie, linguistischer Philosophie und religiöser Erfahrung charaktierisiert.
Siehe auch
Seminare
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