Unterwerfung

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Unterwerfung - praktische Lebenshilfe zu einem schwierigen Thema. Unterwerfung hat etwas mit werfen zu tun. Unterwerfung gibt es aktiv und passiv: Jemand kann sich selbst unterwerfen oder jemand kann einen anderen unterwerfen. Z.B. haben es in früheren Zeiten Feldherren und Könige die Unterwerfung fremder Völker als wichtige Aufgabe erachtet. Riesige Kriege sind geführt worden, um andere zu unterwerfen. Manchmal konnten Völker, die freiwillig ihre Unterwerfung bekundet haben, Mord und Totschlag, Massaker und Sklaverei entgehen. Heutzutage ist die Unterwerfung fremder Völker vom Völkerrecht geächtet. Es gibt aber weite die freiwillige Unterwerfung einzelner Menschen oder auch Gruppen von Menschen unter den Willen anderer. Es gibt z.B. in der Sadomaso-Szene den Begriff Unterwerfung als eine spezifische Form des Liebesspiel, bei dem einer der beiden Partner sich vollständig dem anderen unterwirft und sagt: mach mit mir, was du willst. Es gibt auch die Unterwerfung unter den Willen eines Vorgesetzten, oft auch als vorausschauende Unterwerfung: Man unterwirft sich dem Willen des Vorgesetzten, bevor dieser überhaupt etwas gesagt hat - vielleicht sogar ohne dass dieser das will. Natürlich gibt es auch gerade im Rechtsstaat eine andere Art der Unterwerfung: Jeder einzelne ist den Gesetzen eines Landes unterworfen. Diese Art der Unterwerfung unter Recht und Gesetz ist notwendig, damit es keinen Kampf aller gegen alle gibt. Aus gutem Grunde gibt es da das Gewaltmonopol des Staates. Im Militär muss man sich unterwerfen unter die Befehlsgewalt des Vorgesetzten, auch wenn dieses Prinzip durch die Prinzipien der Inneren Führung in der Bundeswehr nur stark eingeschränkt gilt. Im Bhakti Yoga, dem Yoga der Gottesverehrung, unterwirft sich der Gottesverehrer innerlich ganz dem Willen Gottes. Als Zeichen dieser inneren Unterwerfung kann er sich auch verneigen vor dem Altar, vor einem Abbild des Göttlichen. Im Yoga gibt es auch die Unterwerfung unter einen Guru. Diese wird oft missverstanden. Ein echter Guru will seinen Schüler in die Freiheit führen. Dazu kann eine gewisse Zeit der Unterwerfung hilfreich sein. Allerdings darf ein Guru dieses Abhängigkeitsverhältnis nicht missbrauchen. Bevor man sich einem Guru unterwirft, sollte man schauen, ob dieser Guru seine Schüler wirklich in die Freiheit führt - oder ein Tyrann in spirituellem Gewand ist. Meist ist es am klügsten, ein mündiger Schüler zu sein, der selbst eigenverantwortlich ist. Heutzutage fordern die echten Gurus keine Unterwerfung ihrer Schüler mehr, sondern fordern sie, auf von Anfang an mündig zu sein, selbst zu entscheiden. Unterwerfung kann man dann besser üben gegenüber einem Meister, der nicht mehr im physischen Körper ist - da ist die Gefahr des Missbrauchs nicht mehr gegeben.

Vertrauen und Liebe sind Hilfen bei Unterwerfung

Unterwerfung in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unterwerfung gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unterwerfung - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unterwerfung sind zum Beispiel Unterordnung, Fügsamkeit, Servilität, Unterwürfigkeit, Untertänigkeit, Eroberung, Bezwingung, Unterjochung, Versklavung, Gehorsamkeit, Artigkeit, Gefügigkeit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unterwerfung - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unterwerfung sind zum Beispiel Eigenständigkeit, Superiorität, Übergewicht, Vorrangstellung, Dominanz, Prädomination, Überlegenheit . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unterwerfung, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unterwerfung, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unterwerfung stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unterwerfung kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unterwerfung sind zum Beispiel das Adjektiv unterwerfend, das Verb unterwerfen, sowie das Substantiv Unterwerfender.

Wer Unterwerfung hat, der ist unterwerfend beziehungsweise ein Unterwerfender.

Siehe auch

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