Unbehaglichkeit

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Unbehaglichkeit - was ist das? Wie geht man damit um? Unbehaglichkeit ist das Substantiv zu unbehaglich. Man kann alles, was die Behaglichkeit, also das Wohlbehagen, das Wohlgefühl, die allgemeine Zufriedenheit, beeinträchtigt, als Unbehaglichkeit bezeichnen. Man kann z.B. von der Unbehaglichkeit eines Zimmers sprechen und meint damit Ungemütlichkeit. Es gibt auch die Unbehaglichkeit des Wetters, z.B. wenn es regnet, stürmisch ist oder recht kalt. Wenn man Unbehagen verspürt, ist die eigene emotionale Befindlichkeit als Unbehaglichkeit zu bezeichnen. Unbehaglichkeit ist also auch ein unangenehmes Gefühl, ein Gefühl der nicht klar definierbaren Unzufriedenheit.

So ziemlich das Gegenteil von Ungemütlich. Doch so ein Bär kann sehr ungemütlich werden.

Im Ayurveda würde man sagen: Gerade für Menschen mit Kapha Temperament ist Behaglichkeit, Gemütlichkeit etwas sehr Wichtiges. Unbehaglichkeit und Ungemütlichkeit mögen Kapha-Typen gar nicht. Umgekehrt gilt: Ein Mensch mit Vata-Überschuss, der ängstlich, unruhig, getrieben, nervös ist, kann überlegen, wie er mehr Wohlbehagen und Gemütlichkeit ins Leben bringen kann. Man kann sagen, Gemütlichkeit und Behaglichkeit sind Gegenmittel gegen Ängstlichkeit, auch gegen Burnout und Getriebenheit. Wie sagt so schön der Bär Balu im Dschungelbuch: "Probier's mal mit Gemütlichkeit".

Unbehaglichkeit anderer

Ein Minivortrag von Sukadev Bretz

Vielleicht fühlt sich ein Mensch in deiner Umgebung unbehaglich. Wie gehst du damit um? Es gibt unterschiedliche Formen von Unbehaglichkeit. Es gibt eine Unbehaglichkeit, weil jemand nicht bekommen hat, was er will – da musst du dich nicht für verantwortlich fühlen. Es kann sich jemand unbehaglich fühlen, weil ihm der Arbeitsplatz nicht liegt. Typischerweise musst du dich darum auch nicht allzu viel kümmern. Eventuell kannst du ihm oder ihr ein paar Tipps geben, eventuell kannst du ihm oder ihr etwas helfen, eventuell kannst du ihm oder ihr irgendwo den Rücken freihalten, wenn er oder sie die Sache etwas schöner machen will und es gegen die ein oder anderen Regeln verstoßen würde. Da kannst du also helfen, einem Menschen, dem es um Behaglichkeit, um Gemütlichkeit geht, sich etwas wohler zu fühlen, da wird er dir dankbar sein.

Es gibt noch eine andere Form von Unbehaglichkeit. Es gibt auch Menschen, die haben ein gewisses Einfühlungsvermögen und manchmal sagt ihr das Gefühl: "etwas stimmt hier nicht." Sie wissen nicht warum, aber sie spüren es an ihrer Unbehaglichkeit. Bei manchen Menschen, die sich unbehaglich fühlen, die spüren, dass etwas nicht stimmt, ist es klug, dort mal nachzuhaken. Es gibt Menschen, die sind so etwas wie Frühwarnsysteme. Wie alle Warnsystem können sie sich auch irren, aber es kann manchmal hilfreich sein zu schauen, was will mir dieses Frühwarnsystem sagen? Vielleicht sollte ich noch etwas Zusätzliches berücksichtigen?

Unbehaglichkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Unbehaglichkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Unbehaglichkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Unbehaglichkeit sind zum Beispiel Unbequemlichkeit, Ungemütlichkeit, Verliebtsein, Aufgeregtheit .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Unbehaglichkeit - Gegenteile

Sukadev Bretz - Gründer und Leiter von Yoga Vidya

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Unbehaglichkeit sind zum Beispiel Behaglichkeit, schöne Atmosphäre, Geborgenheit, Wohlfühlzone, Faulenzen, Schmarotzertum, Schlendrian . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Unbehaglichkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Unbehaglichkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Unbehaglichkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Unbehaglichkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

  • Schattenseiten-Kategorie Leiden

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Unbehaglichkeit sind zum Beispiel das Adjektiv unbehaglich, das Verb behagen, sowie das Substantiv Unbehaglicher.

Wer Unbehaglichkeit hat, der ist unbehaglich beziehungsweise ein Unbehaglicher.

Siehe auch

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