Saraswati Puja mit Aim Rum Svom nach dem Brihat Tantrasara
Saraswati Puja mit Aim Rum Svom nach dem Brihat Tantrasara verwendet die drei in der Quelle ausdrücklich bestätigten Bijas Aim, Rum und Svom.
Zweck und Voraussetzungen
Die Anleitung setzt die vertrauten Grundlagen von Puja, Nyasa, Mudra, Japa und Sanskritrezitation voraus. Für die formale Mantrapraxis gilt die in der eigenen Überlieferung erhaltene Diksha und Unterweisung.
Stelle gereinigte Gefäße, reines Wasser, eine Muschel mit Unterlage, Duftstoff, Blüten, ungebrochene Reiskörner, Räucherwerk, eine Lampe und eine Speisegabe bereit. Lege eine Mala für den Japa daneben. Das Yantra und seine besonderen Gaben werden unten angegeben. Die großen Purascharana-Zahlen sind der Gesamtumfang eines gesonderten Übungszyklus, keine Tageszahl einer einzelnen Puja.
Vollziehe Morgendienst, Bad und das in deiner Paddhati gelehrte Achamana. Sammle den Geist auf den Anlass der Verehrung; der Einzelabschnitt schreibt hierfür keine besondere Sankalpa-Formel vor. Führe die vorbereitende Bhuta Shuddhi und die bereits erlernten inneren und äußeren Matrika-Nyasas aus. P2-0053 veranschaulicht die innere Reinigung: Der Herzlotus wurzelt im Dharma, sein Stängel ist Erkenntnis, seine Blätter sind göttliche Kraft, seine Mitte ist Loslösung; darin wird das flammengleiche individuelle Selbst mit dem höchsten Selbst verbunden. Die ausführliche Grundfolge steht in Tantrische Puja als Grundritual nach dem Brihat Tantrasara.
Nyasa kann nach P2-0061 geistig, mit einer Blüte oder mit Daumen und Ringfinger ausgeführt werden, soweit keine besondere Fingerregel vorliegt. Die Richtungen des Mandalas werden einmal festgelegt und dann beibehalten. P2-0093 überliefert unterschiedliche Erläuterungen des rituellen Ostens; deshalb werden hier keine vermeintlich eindeutigen Raumkompassangaben ergänzt.
Grundmantra und Quellenlage
aiṃ rūṃ svoṃ
Es handelt sich um drei Klangkräfte; eine Wort-für-Wort-Satzübersetzung wäre irreführend. Aim bezeichnet hier das Sprachbija. Die Quelle diskutiert eine alternative Entschlüsselung des ersten Bijas und entscheidet ausdrücklich für Vagbhava, also Aim. Der Nyasa bestätigt rūṃ und svoṃ.
„Zweimal die drei Bijas“ bedeutet für die sechs Nyasa-Stellen die Reihenfolge Aim – Rum – Svom – Aim – Rum – Svom. Rum wird nicht in Raum geändert.
Sitz und Vorbereitung des Yantras
Verehre die folgenden Sitzkräfte. Die Umkreisverehrung benötigt einen Lotus mit acht Blättern und klar unterschiedener Mitte. Wo keine eigene Zeichnung gegeben ist, nennt P2-0095 den achtblättrigen Lotus mit sechseckigem Zentrum und vier Toren als allgemeine Form.
Vollziehe zuerst den Pitha Nyasa: Vergegenwärtige den tragenden Sitz im Herzen, dann seine Entfaltung als Lotus. Im äußeren Mandala verehre die Gurureihe nördlich des Sitzes, von Nordwesten nach Nordosten: oṃ gurubhyo namaḥ
, oṃ paramagurubhyo namaḥ
, oṃ parāparagurubhyo namaḥ
und oṃ parameṣṭhigurubhyo namaḥ
. Bedeutung: Verehrung den Gurus und den aufeinanderfolgenden höchsten Lehrern der Überlieferung (P2-0089).
Setze die folgenden acht Kräfte im Osten beginnend im Rechtsumlauf auf die Staubfäden des Herzlotus; die neunte kommt in die Mitte. In der äußeren Sitzverehrung bringst du ihnen jeweils eine Blüte dar.
| Ort / Reihenfolge | Darbringungsformel |
|---|---|
| Osten | oṃ medhāyai namaḥ |
| Südosten | oṃ prajñāyai namaḥ |
| Süden | oṃ prabhāyai namaḥ |
| Südwesten | oṃ vidyāyai namaḥ |
| Westen | oṃ śriyai namaḥ |
| Nordwesten | oṃ dhṛtyai namaḥ |
| Norden | oṃ smṛtyai namaḥ |
| Nordosten | oṃ buddhyai namaḥ |
| Mitte | oṃ vidyeśvaryai namaḥ |
Auf dem Fruchtboden verehre den Sitz mit varṇapadmāsanāya namaḥ
. Bedeutung: „Verehrung dem aus Lauten bestehenden Lotussitz.“ Die ausgeschriebene Dativform Vidyeshvaryai folgt der Benennungsregel; die Vorlage hat an dieser Stelle die verkürzte Form „vidyeśvarya“.
Seher- und Gliedernyasa
| Berühre | Mantra | Bedeutung |
|---|---|---|
| Kopf | kaṇva-ṛṣaye namaḥ |
Verehrung dem Seher |
| Mund | virāṭchandase namaḥ |
Verehrung dem Versmaß |
| Herz | vāgīśvaryai devatāyai namaḥ |
Verehrung der Mantragottheit |
Berühre zuerst die genannten Fingerpaare, danach die Körperstellen. Die Gliederformeln setzen die Mantrakraft in Herz, Kopf und den weiteren Stellen ein. Die Endungen bedeuten rituell Verehrung, Darbringung, Bekräftigung, Schutz, Weihe und Abwehr; die Bija-Laute werden als Klangkräfte rezitiert, nicht als deutsche Wörter übersetzt.
| Handstelle | Handmantra | Körperstelle | Gliedermantra |
|---|---|---|---|
| Daumen beider Hände | aiṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
Herz | aiṃ hṛdayāya namaḥ |
| Zeigefinger | rūṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
Kopf | rūṃ śirase svāhā |
| Mittelfinger | svoṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
Haarlocke/Scheitel | svoṃ śikhāyai vaṣaṭ |
| Ringfinger | aiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
Schutzpanzer: beide Schultern | aiṃ kavacāya huṃ |
| kleine Finger | rūṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
drei Augen: rechts, Mitte, links | rūṃ netratrayāya vauṣaṭ |
| Handflächen und Handrücken | svoṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Waffe: Schutz im Umraum | svoṃ astrāya phaṭ |
Meditation und Muschel
Betrachte Vach, die Herrin der Rede, auf dem weißen Lotus. Sie leuchtet wie eine Perlenkette, trägt die Mondsichel und hält Erklärgeste, Buchstabenkette, juwelenes Gefäß und Buch. In ihr werden Sammlung und schöpferischer Ausdruck verbunden.
Rezitiere oder betrachte den zugehörigen Dhyana-Vers:
muktāhārāvadātāṃ śirasi śaśikalālaṃkṛtāṃ bāhubhiḥ svairvyākhyāṃ varṇākhyamālāṃ maṇibhayakalasaṃ pustakañcodvahantīm | āpīnottuṅgavakṣoruhabharavilasanmadhyadeśāmadhīśāṃ vācamīḍe cirāya tribhuvananamitāṃ puṇḍarīke niṣaṇṇām |
Lasse das Bild im Herzen gegenwärtig werden und bringe geistig Duft, Blüten, Räucherwerk, Licht und Speise dar. Danach bereite die äußere Verehrung vor.
Zeichne links von dir ein Dreieck und stelle die dreifüßige Unterlage darauf. Reinige die Muschel mit phaṭ
und setze sie auf. Gib mit namaḥ
Duftstoff, Blüten, Reiskörner und Durva hinein und fülle reines Wasser ein. Rezitiere dabei die rückläufige Matrika (P1-0515) und anschließend den Grundmantra dieses Artikels:
kṣaṃ laṃ haṃ saṃ ṣaṃ śaṃ vaṃ laṃ raṃ yaṃ maṃ bhaṃ baṃ phaṃ paṃ naṃ dhaṃ daṃ thaṃ taṃ ṇaṃ ḍhaṃ ḍaṃ ṭhaṃ ṭaṃ ñaṃ jhaṃ jaṃ chaṃ caṃ ṅaṃ ghaṃ gaṃ khaṃ kaṃ aḥ aṃ auṃ oṃ aiṃ eṃ ḹṃ ḷṃ ṝṃ ṛṃ ūṃ uṃ īṃ iṃ āṃ aṃ
Verehre die Unterlage mit maṃ vahnimaṇḍalāya daśakalātmane namaḥ
, die Muschel mit aṃ sūryamaṇḍalāya dvādaśakalātmane namaḥ
und das Wasser mit uṃ somamaṇḍalāya ṣoḍaśakalātmane namaḥ
: Verehrung dem Feuerkreis mit zehn, dem Sonnenkreis mit zwölf und dem Mondkreis mit sechzehn Kräften. Bei der ersten Formel ist die im Quellwort „daśakātmane“ ausgefallene Silbe „la“ nach P2-0068 gekennzeichnet ergänzt.
Rufe mit der Ankusha-Mudra die heiligen Wasser herbei. Sprich nach P1-0516: oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati narmade sindhukāveri jale'smin sannidhiṃ kuru – „Om, Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri, seid in diesem Wasser gegenwärtig.“ Die Lesung narmade folgt dem vollständigen Parallelwortlaut P2-0019; die abweichende Lesung marmade bleibt im Quellenblock P1-0516 erhalten. Rufe die Gottheit aus dem Herzen in das Wasser, umhülle mit huṃ, zeige Galini-Mudra mit vaṣaṭ, blicke mit vauṣaṭ auf das Wasser und verehre mit den eigenen Gliedermantras. Gib Duftstoff und Blüte mit namaḥ, bedecke mit Matsya-Mudra und rezitiere den Grundmantra achtmal. Zeige mit vaṃ die Dhenu-Mudra, schütze mit dem zugehörigen Astramantra und fülle etwas Wasser in das Sprenggefäß. Besprenge dich und die Geräte dreimal unter dem Grundmantra (P1-0517).
Anrufung und Gaben
Verehre nach dem Aufstellen der Muschel den äußeren Sitz mit den oben genannten Pitha-Kräften und seiner Sitzformel. Meditiere erneut über die Gottheit. Rezitiere den Grundmantra; führe ihre Lichtgegenwart aus dem Herzen in eine Blüte und von dort in den bereiteten Sitz (P2-0097). Sprich die aus P1-0536 eingesetzte Anrufung:
sarasvati ihāgaccha ihāgaccha iha tiṣṭha iha tiṣṭha iha sannidhehi iha sannidhehi iha sannirudhyasva
„Komm hierher, komm hierher; bleibe hier, bleibe hier; sei hier gegenwärtig, sei hier gegenwärtig; verweile hier fest.“ Zeige die entsprechenden Avahana-Mudras. Es folgen Verhüllung mit huṃ
, die eigenen Gliedermantras an der Gottheit, Nektarisierung mit vaṃ
und Dhenu-Mudra sowie die in der eigenen Paddhati gelernte Pranapratistha. Der Einzelabschnitt schreibt hierfür keine neue Sonderformel vor.
Vor jeder der folgenden Gaben rezitierst du vollständig den Grundmantra und danach die angegebene Formel. Die Namensformen sind Einsetzungen in das im Werk ausdrücklich angegebene Darbringungsschema (P2-0109); sie sind keine zusätzlichen Grundmantras.
| Gabe / Handlung | Formel nach dem Grundmantra | Bedeutung |
|---|---|---|
| Sitz anbieten | idam āsanaṃ sarasvatyai namaḥ |
Dieser Sitz sei dir dargebracht. |
| Willkommen heißen | sarasvati svāgataṃ te |
Sei willkommen. |
| Fußwasser darbringen | etat pādyaṃ sarasvatyai namaḥ |
Dieses Wasser sei für deine Füße. |
| Arghya reichen | idam arghyaṃ sarasvatyai svāhā |
Dieses Ehrenwasser sei dir dargebracht. |
| Mundwasser darbringen | idam ācamanīyaṃ sarasvatyai svadhā |
Dieses Wasser sei dir zum Mundspülen. |
| Madhuparka aus Ghee, Joghurt und Honig reichen | eṣa madhuparkaḥ sarasvatyai svadhā |
Diese süße Ehrengabe sei dir dargebracht. |
| Mundwasser erneut reichen | idam ācamanīyaṃ sarasvatyai svadhā |
Erneut Wasser zum Mundspülen. |
| Badewasser darbringen | snānīyaṃ nivedayāmi |
Ich bringe Badewasser dar. |
| Gewand und gegebenenfalls Opferfaden anbieten | idaṃ vastraṃ sarasvatyai namaḥ |
Dieses Gewand sei dir dargebracht; den Opferfaden entsprechend benennen. |
| Schmuck anbieten | idam ābharaṇaṃ sarasvatyai namaḥ |
Dieser Schmuck sei dir dargebracht. |
| Duftstoff darbringen | eṣa gandhaḥ sarasvatyai namaḥ |
Dieser Duftstoff sei dir dargebracht. |
| Blüten darbringen | etāni puṣpāṇi sarasvatyai vauṣaṭ |
Diese Blüten seien dir geweiht. |
Die Gaben können nach P2-0100 bei fehlenden Mitteln auf die fünf Gaben Duftstoff, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise begrenzt werden. Die umfassende Folge oben erklärt den Vollvollzug. Bringe anschließend unter fünfmaliger Rezitation des Grundmantras je eine Blütenhandvoll an Scheitel, Herz, verborgener Stelle, Füßen und dem ganzen Körper der Gottheit dar (P2-0104). Danach folgt ihre Umkreisverehrung. Räucherwerk, Licht und Speise werden erst anschließend dargebracht.
Umkreisverehrung
Nach den fünf Blütenhandvoll verehre die Umkreise von innen nach außen. Zuerst rechts der Göttin oṃ saṃskṛtāyai vāṅmayai namaḥ
und links oṃ prākṛtāyai vāṅmayai namaḥ
– „Verehrung der Sanskrit-Sprachgestalt“ und „Verehrung der Prakrit-Sprachgestalt“.
Gib an jeder Stelle eine Blüte oder Duftstoff und Blüte; verehre dort das betreffende Glied der Gottheit.
| Ort im Yantra | Formel |
|---|---|
| Südosten | aiṃ hṛdayāya namaḥ |
| Südwesten | rūṃ śirase svāhā |
| Nordwesten | svoṃ śikhāyai vaṣaṭ |
| Nordosten | aiṃ kavacāya huṃ |
| Mitte | rūṃ netratrayāya vauṣaṭ |
| alle Richtungen | svoṃ astrāya phaṭ |
Auf den acht Blättern folgen, von Osten im Rechtsumlauf, diese Kräfte der Erkenntnis und Sprache:
| Ort / Reihenfolge | Darbringungsformel |
|---|---|
| Osten | oṃ prajñāyai namaḥ |
| Südosten | oṃ medhāyai namaḥ |
| Süden | oṃ śrutyai namaḥ |
| Südwesten | oṃ śaktyai namaḥ |
| Westen | oṃ smṛtyai namaḥ |
| Nordwesten | oṃ vāgīśvaryai namaḥ |
| Norden | oṃ matyai namaḥ |
| Nordosten | oṃ svastyai namaḥ |
Verehre auf den acht Blattspitzen von Osten im Rechtsumlauf die acht Mütter. Die im Einzelabschnitt mit „Brahmi und die übrigen“ abgekürzte Namensreihe ist nach P2-0138 ausgeschrieben; ihre dortigen Körperorte werden nicht auf das Yantra übertragen.
| Ort / Reihenfolge | Darbringungsformel |
|---|---|
| Osten | oṃ brāhmyai namaḥ |
| Südosten | oṃ māheśvaryai namaḥ |
| Süden | oṃ kaumāryai namaḥ |
| Südwesten | oṃ vaiṣṇavyai namaḥ |
| Westen | oṃ vārāhyai namaḥ |
| Nordwesten | oṃ indrāṇyai namaḥ |
| Norden | oṃ cāmuṇḍāyai namaḥ |
| Nordosten | oṃ mahālakṣmyai namaḥ |
Außerhalb des Lotus verehre die Richtungshüter. Die mit „Indra und die übrigen“ abgekürzte Reihe ist nach P2-0142 mit den dort vorgeschriebenen eigenen Bijas, Herrschaftsbereichen, Waffen, Reittieren und Gefolgen ausgeschrieben. Die gemeinsame Bedeutung lautet: „Verehrung diesem Richtungshüter als Herrn seines Bereichs, mit Waffe, Reittier und Gefolge.“
| Ort | Vollständige Formel |
|---|---|
| Osten | oṃ lāṃ indrāya devādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Südosten | oṃ rāṃ agnaye tejodhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Süden | oṃ yāṃ yamāya pretādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Südwesten | oṃ kṣāṃ nirṛtaye rakṣodhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Westen | oṃ vāṃ varuṇāya jalādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Nordwesten | oṃ yāṃ vāyave prāṇādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Norden | oṃ sāṃ somāya tārādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| Nordosten | oṃ hāṃ īśānāya gaṇādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| zwischen Osten und Nordosten | oṃ āṃ brahmaṇe prajādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
| zwischen Südwesten und Westen | oṃ hrīṃ anantāya nāgādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ |
Noch weiter außen folgen in derselben Reihenfolge die Waffen und Insignien (P2-0144):
| Ort / Reihenfolge | Darbringungsformel |
|---|---|
| Osten | oṃ vajrāya namaḥ |
| Südosten | oṃ śaktaye namaḥ |
| Süden | oṃ daṇḍāya namaḥ |
| Südwesten | oṃ khaḍgāya namaḥ |
| Westen | oṃ pāśāya namaḥ |
| Nordwesten | oṃ aṃkuśāya namaḥ |
| Norden | oṃ gadāyai namaḥ |
| Nordosten | oṃ śūlāya namaḥ |
| zwischen Osten und Nordosten | oṃ padmāya namaḥ |
| zwischen Südwesten und Westen | oṃ cakrāya namaḥ |
Japa und Abschluss
Bringe mit dem Grundmantra Räucherwerk und Licht dar: eṣa dhūpaḥ sarasvatyai namaḥ
– „Dieses Räucherwerk sei dir dargebracht“; eṣa dīpaḥ sarasvatyai namaḥ
– „Dieses Licht sei dir dargebracht“. Halte das Räucherwerk niedrig, die Lampe bis zur Augenhöhe der Gottheit. Es folgen drei Blütenhandvoll unter dem Grundmantra.
Besprenge die Speise mit phaṭ
, schütze sie mit Chakra-Mudra, rezitiere den Grundmantra achtmal und vollziehe Dhenu-Mudra. Reiche die Gabe mit Grundmantra und etan naivedyaṃ sarasvatyai namaḥ
– „Diese Speise sei dir dargebracht“. Benutze für die rituelle Wasserbeigabe das Arghya-Gefäß. Reiche danach Mundwasser (P2-0106–0107).
Rezitiere den Grundmantra gesammelt. Die allgemeine Paddhati nennt für diesen Japa 1.008 oder 100 Wiederholungen (P2-0111); ein eigens übernommenes Gelübde bestimmt den tatsächlichen Umfang. Übergib den Japa mit der überlieferten Formel:
oṃ guhyātiguhyagoptrī tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam | siddhirbhavatu me devi tvatprasādāttvayi sthite |
„Du Hüterin des Allerverborgensten, nimm unseren Japa an. Möge durch deine Gnade Vollendung entstehen, da du in mir gegenwärtig bist.“ Die Schreibungen guhyāti- und gṛhāṇāsmat- sind durch den Parallelvers Haribhaktivilasa 8.424 bei GRETIL gestützt. Die Anrede der Göttin beziehungsweise des Gottes folgt P2-0111. Der gelieferte Quellenwortlaut bleibt unverändert dokumentiert.
Nimm etwas Wasser in die Hand und vollziehe die Selbsthingabe nach P2-0110; ihr voller Wortlaut und die vollständige Übersetzung stehen im Quellenabschnitt. Bringe alles Gedachte, Gesprochene und Getane dem Brahman dar. Verneige dich. Lasse die Umkreisgottheiten in der Hauptgottheit aufgehen, sprich kṣamasva
(„Verzeihe“), führe mit Samhara-Mudra und dem Duft der Blüte die Lichtgegenwart in den eigenen Herzlotus zurück. Lege den Grundmantra danach dreimal über den ganzen Körper (P2-0120).
Lege die Opferreste im nordöstlichen Dreieck nieder und verehre oṃ śeṣikāyai namaḥ
– „Verehrung Sheshika“ (P2-0121). Teile die geweihte Speise als Prasad. Bleibe zum Schluss einen Augenblick in der stillen Wahrnehmung der Gottheit im Herzen.
Purascharana
Der Quellabschnitt nennt 300.000 Wiederholungen des Grundmantras und 30.000 Darbringungen im Homa; verwendet werden mit Ghee vermischter Milchreis. Die Zahl wird hier als Bestandteil des Purascharana festgehalten. Das Feueropfer benötigt die gesonderte Feuerbereitung und Homa-Paddhati; aus der bloßen Zahlenangabe wird kein zweites Ritual in diesen Puja-Artikel eingefügt.
Quellentext, Übersetzung und Devanagari
Die folgenden Textstellen werden vollständig aus dem abgeglichenen Projektstand wiedergegeben. Die Kennungen bezeichnen Redaktionsabschnitte, keine neu erfundenen Versnummern. Zuerst stehen die unmittelbaren Ritualquellen, danach die ausdrücklich herangezogenen gemeinsamen Regeln. IAST und Devanagari bleiben diplomatisch; erkennbare Fehler werden in der Anleitung benannt. Die deutsche Übersetzung wird vollständig übernommen. Andere Mantras oder Übungszahlen in ergänzenden Parallelstellen dienen nur dem Quellenvergleich; sie werden nicht zu zusätzlichen Ritualen oder Vorgaben dieser Puja.
Unmittelbare Ritualquelle
P2-0257 · 49
IAST
tathā ca śāradāyām:
toyasthaṃ śayanaṃ viṣṇoḥ sakevala caturmukham |
arghīśenduyutovahnirvindusatyāmbumān bhṛguḥ |
uktāni trīṇi bījāni sadbhiḥ sārasvatī manuḥ |
toyaṃ vakāraḥ, viṣṇoḥ śayanamākāraḥ, kevalena svararahitena
kakāreṇa saha tena vāk |
vāgbhavamiti paryavasitārthaḥ |
kecittulakṣitalakṣaṇābhayādevaṃ varṇayanti |
ākārayukto vakāraḥ ke mastake valate kevalo'nusvāraḥ tadyuktena
kakāreṇa saha varttata tena kvāmiti tanna nirūḍhalakṣaṇāyāḥ
śaktitulyatvāt vākvāgbhavamiti paryāyaḥ |
vastutastu:
dvādaśasvaramuddhṛtya vindunādabhūṣitam |
vindunādasamāyuktaṃ vahnibījaṃ samuddharet |
ṣaṣṭhasvarasamāyuktaṃ dvitīyaṃ bījamuddharet |
candrabījaṃ samuddhṛtya vāruṇaṃ yojayettataḥ |
trayodaśasvarārūḍhaṃ vindunādavibhūṣitamiti
viśvasāravacanātvāgbhavabījameva
|| 49 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
In der Śāradā heißt es: Die Lagerstätte Viṣṇus im Wasser, verbunden mit dem alleinstehenden Viergesichtigen; Feuer mit Arghīśa und Bindu; Bhṛgu mit Bindu, Satya und Wasser – diese drei Bījas nennen die Guten das Sarasvatīmantra. Wasser ist va, Viṣṇus Lagerstätte ā, der alleinstehende, also vokallose Viergesichtige ist ka; zusammen entsteht vāk. Gemeint ist damit Vāgbhava. Einige erklären es aus Furcht vor einer über mehrere Schritte erschlossenen Wortbedeutung anders: Va mit ā wende sich über ka; der alleinstehende Laut sei Anusvāra, mit diesem ka verbunden ergebe sich „kvāṃ“. Dies trifft nicht zu, denn die fest etablierte übertragene Bedeutung steht einer direkten Bedeutung gleich; vāk und Vāgbhava sind gleichbedeutend. Tatsächlich heißt es im Viśvasāra: Man nimmt den zwölften Vokal, geschmückt mit Bindu und Nāda; danach das Feuerbīja, verbunden mit Bindu und Nāda sowie dem sechsten Vokal, als zweites Bīja. Man nimmt dann das Mondbīja, verbindet es mit dem Wasserlaut und setzt es auf den dreizehnten Vokal, geschmückt mit Bindu und Nāda. Nach diesem Ausspruch ist das erste Bīja eindeutig Vāgbhava. [Die Gegenlesung „kvāṃ“ und Teile ihrer Ableitung sind beschädigt; die anschließende Nyāsaliste gibt aiṃ, rūṃ und svoṃ.]
Devanagari
तथा च शारदायाम्:
तोयस्थं शयनं विष्णोः सकेवल चतुर्मुखम् ।
अर्घीशेन्दुयुतोवह्निर्विन्दुसत्याम्बुमान् भृगुः ।
उक्तानि त्रीणि बीजानि सद्भिः सारस्वती मनुः ।
तोयं वकारः, विष्णोः शयनमाकारः, केवलेन स्वररहितेन
ककारेण सह तेन वाक् ।
वाग्भवमिति पर्यवसितार्थः ।
केचित्तुलक्षितलक्षणाभयादेवं वर्णयन्ति ।
आकारयुक्तो वकारः के मस्तके वलते केवलोऽनुस्वारः तद्युक्तेन
ककारेण सह वर्त्तत तेन क्वामिति तन्न निरूढलक्षणायाः
शक्तितुल्यत्वात् वाक्वाग्भवमिति पर्यायः ।
वस्तुतस्तु:
द्वादशस्वरमुद्धृत्य विन्दुनादभूषितम् ।
विन्दुनादसमायुक्तं वह्निबीजं समुद्धरेत् ।
षष्ठस्वरसमायुक्तं द्वितीयं बीजमुद्धरेत् ।
चन्द्रबीजं समुद्धृत्य वारुणं योजयेत्ततः ।
त्रयोदशस्वरारूढं विन्दुनादविभूषितमिति
विश्वसारवचनात्वाग्भवबीजमेव
॥ ४९ ॥
P2-0258 · 50
IAST
asya pūjā pūrvavat |
karāṅganyāsastu dviruktaistribhirbījairvidheyaḥ |
aiṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ, rūṃ tarjanībhyāṃ svāhā, svoṃ
madhyamābhyāṃ vaṣaṭ ityādi |
tathā ca nibandhe:
aṅgāni kalpayenmantrī dviruktairjātisaṃyutaiḥ
|| 50 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Seine Verehrung erfolgt wie zuvor. Für Hand- und Gliedernyāsa werden die drei Bījas zweimal in Folge verwendet: aiṃ an den Daumen mit namaḥ, rūṃ an den Zeigefingern mit svāhā, svoṃ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ und entsprechend weiter. Im Nibandha heißt es: Der Mantrapraktizierende soll die Glieder mit den zweimal gesprochenen Bījas, verbunden mit den jeweiligen Abschlussformeln, bilden.
Devanagari
अस्य पूजा पूर्ववत् ।
कराङ्गन्यासस्तु द्विरुक्तैस्त्रिभिर्बीजैर्विधेयः ।
ऐं अंगुष्ठाभ्यां नमः, रूं तर्जनीभ्यां स्वाहा, स्वों
मध्यमाभ्यां वषट् इत्यादि ।
तथा च निबन्धे:
अङ्गानि कल्पयेन्मन्त्री द्विरुक्तैर्जातिसंयुतैः
॥ ५० ॥
P2-0259 · 51
IAST
dhyānantu muktāhārāvadātāṃ śirasi śaśikalālaṃkṛtāṃ
bāhubhiḥ svairvyākhyāṃ varṇākhyamālāṃ maṇibhayakalasaṃ
pustakañcodvahantīm |
āpīnottuṅgavakṣoruhabharavilasanmadhyadeśāmadhīśāṃ
vācamīḍe cirāya tribhuvananamitāṃ puṇḍarīke niṣaṇṇām |
iti dhyātvā pūrvavatpūjayet
|| 51 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Meditation: Ich preise lange die Herrin der Sprache, die von den drei Welten verehrt wird und auf einem weißen Lotus sitzt. Sie ist hell wie eine Perlenkette und trägt auf dem Haupt die Mondsichel. Mit ihren Armen zeigt sie die Erklärgeste und trägt die als Sprachlaute bezeichnete Kette, ein kostbares Gefäß und ein Buch. Ihre Mitte ist durch die Last ihrer vollen, hohen Brüste herrlich geformt. Nachdem man so meditiert hat, verehrt man wie zuvor. [„maṇibhayakalasaṃ“ ist beschädigt; das Attribut des Gefäßes ist nicht sicher lesbar.]
Devanagari
ध्यानन्तु मुक्ताहारावदातां शिरसि शशिकलालंकृतां
बाहुभिः स्वैर्व्याख्यां वर्णाख्यमालां मणिभयकलसं
पुस्तकञ्चोद्वहन्तीम् ।
आपीनोत्तुङ्गवक्षोरुहभरविलसन्मध्यदेशामधीशां
वाचमीडे चिराय त्रिभुवननमितां पुण्डरीके निषण्णाम् ।
इति ध्यात्वा पूर्ववत्पूजयेत्
॥ ५१ ॥
P2-0260 · 52
IAST
asya puraścaraṇaṃ trilakṣajapaḥ ||
tathā ca:
trilakṣaṃ prajapenmantraṃ juhuyāttaddaśāṃśataḥ |
pāyasairājyasammiśraiḥ saṃskṛte havyavāhane
|| 52 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Das Puraścaraṇa beträgt drei Lakh, also 300.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Man soll das Mantra 300.000-mal wiederholen und ein Zehntel davon mit Milchreis, vermischt mit geklärter Butter, im rituell bereiteten Opferfeuer darbringen.
Devanagari
अस्य पुरश्चरणं त्रिलक्षजपः ॥
तथा च:
त्रिलक्षं प्रजपेन्मन्त्रं जुहुयात्तद्दशांशतः ।
पायसैराज्यसम्मिश्रैः संस्कृते हव्यवाहने
॥ ५२ ॥
Ergänzende Regeln aus demselben Werk
P2-0053 · 52
IAST
puraścaraṇacandrikāyām:
athavānyaprakāreṇa bhūtaśuddhirvidhīyate |
dharmakandasamudbhūtaṃ jñānanālasuśobhanam |
aiśvaryāṣṭadalopetaṃ paraṃ vairāgyakarṇikam |
svīyahṛtkamalaṃ dhyāyetpraṇavena prakāśitam |
kṛtvā tatkarṇikāsaṃsthaṃ pradīpakalikānibham |
jīvātmānaṃ hṛdi dhyātvā bhūle saṃñcintya kuṇḍalīm |
ṣuṣumnāvartmanātmānaṃ paramātmani yojayet
|| 52 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
In der Puraścaraṇacandrikā: Oder Elementreinigung auf andere Weise: Man meditiere über den eigenen Herzlotus, aus der Knolle Dharma hervorgegangen, mit dem schönen Stängel Erkenntnis, acht Blättern Herrschaftskraft und höchster Leidenschaftslosigkeit als Zentrum, vom Praṇava erleuchtet. Im Zentrum vergegenwärtige man das individuelle Selbst als kleine Lampenflamme; am Wurzelort denke man Kuṇḍalinī und verbinde durch die Suṣumṇā das eigene Selbst mit dem höchsten Selbst.
Devanagari
पुरश्चरणचन्द्रिकायाम्:
अथवान्यप्रकारेण भूतशुद्धिर्विधीयते ।
धर्मकन्दसमुद्भूतं ज्ञाननालसुशोभनम् ।
ऐश्वर्याष्टदलोपेतं परं वैराग्यकर्णिकम् ।
स्वीयहृत्कमलं ध्यायेत्प्रणवेन प्रकाशितम् ।
कृत्वा तत्कर्णिकासंस्थं प्रदीपकलिकानिभम् ।
जीवात्मानं हृदि ध्यात्वा भूले संञ्चिन्त्य कुण्डलीम् ।
षुषुम्नावर्त्मनात्मानं परमात्मनि योजयेत्
॥ ५२ ॥
P2-0061 · 58
IAST
sāmānyanyāse aṃguliniyamastu gautamīye:
manasā vā nyasennyāsān puṣpeṇaivātha vā mune |
aṃguṣṭhānāmikābhyāṃ vā cānyathā viphalaṃ bhavet
|| 58 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Fingerregel für allgemeinen Nyāsa im Gautamīya: Man setze die Nyāsas im Geist oder mit einer Blüte ein, o Weiser, oder mit Daumen und Ringfinger; andernfalls bleibt es fruchtlos.
Devanagari
सामान्यन्यासे अंगुलिनियमस्तु गौतमीये:
मनसा वा न्यसेन्न्यासान् पुष्पेणैवाथ वा मुने ।
अंगुष्ठानामिकाभ्यां वा चान्यथा विफलं भवेत्
॥ ५८ ॥
P2-0068 · 64
IAST
atha pīṭhanyāsaḥ
oṃ ādhāraśaktaye nama, prakṛtaye, kūrmāya, anantāya, pṛthivyai
kṣīrasamudrāya, śvetadvīpāya, maṇimaṇḍapāya, kalpavṛkṣāya,
maṇivedikāyai, ratnasiṃhāsanāya |
etatsarvaṃ hṛdi |
tato dakṣiṇaskandhe dharmāya, vāmaskandhe jñānāya, vāmorau
vairāgyāya, dakṣiṇorau aiśvaryāya, mukhe adharmāya, vāmapārśve
ajñānāya, nābhau avairāgyāya, dakṣiṇapārśve anaiśvaryāya,
sarvatra praṇavādinamo'ntena nyaset |
tathā ca śāradāyām:
aṃsoruyugmayorvidvānprādakṣiṇyena sādhakaḥ |
dharmaṃ jñānañca vairāgyamaiśvaryaṃ kramaśaḥ sudhīḥ |
mukhapārśva - nābhipārśveṣvadharmādīnprakalpayediti |
punaśca hṛdi oṃ anantāya namaḥ, evaṃ padmāya, aṃ
sūryamaṇḍalāya dvādaśakalātmane namaḥ, uṃ somamaṇḍalāya
ṣoḍaśakalātmane namaḥ, maṃ vahnimaṇḍalāya daśakalātmane
namaḥ, saṃ sattvāya, raṃ rajase, taṃ tamase, āṃ ātmane, aṃ
antarātmane, paṃ paramātmane, hrīṃ jñānātmane |
sarvatra namaḥ, ityantaṃ vinyasya hṛtpadmasya pūrvādikeśareṣu
tattatkalpokta pīṭhaśaktīrmadhye pīṭhamanuñca nyaset
|| 64 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Nun Pīṭha-Nyāsa: „Oṃ. Der tragenden Kraft sei Verehrung; der Prakṛti; Kūrma; Ananta; der Erde; dem Milchozean; der weißen Insel; dem Juwelenpavillon; dem Wunschbaum; dem Juwelenaltar; dem Edelsteinlöwenthron.“ Dies alles im Herzen. Danach an der rechten Schulter Dharma, links Erkenntnis, am linken Oberschenkel Leidenschaftslosigkeit, rechts Herrschaftskraft; am Mund Adharma, links Unwissenheit, am Nabel Nicht-Leidenschaftslosigkeit, rechts Nicht-Herrschaftskraft, überall beginnend mit Praṇava und endend auf namaḥ. So im Śāradā: An den beiden Schultern und Oberschenkeln setze der Verständige rechtsherum Dharma, Erkenntnis, Leidenschaftslosigkeit und Herrschaftskraft, an Mund, Seite, Nabel und Seite die Gegenkräfte ein. Wieder im Herzen: „Oṃ. Ananta sei Verehrung“, ebenso dem Lotus; „aṃ, dem Sonnenkreis mit zwölf Kalās“, „uṃ, dem Mondkreis mit sechzehn“, „maṃ, dem Feuerkreis mit zehn“, „saṃ, Sattva“, „raṃ, Rajas“, „taṃ, Tamas“, „āṃ, Ātman“, „aṃ, dem inneren Ātman“, „paṃ, dem höchsten Ātman“, „hrīṃ, dem Erkenntnis-Ātman“, jeweils namaḥ. Danach auf den Staubfäden des Herzlotus von Osten an die im jeweiligen Ritualhandbuch genannten Pīṭha-Kräfte, in der Mitte den Pīṭha-Mantra.
Devanagari
अथ पीठन्यासः
ॐ आधारशक्तये नम, प्रकृतये, कूर्माय, अनन्ताय, पृथिव्यै
क्षीरसमुद्राय, श्वेतद्वीपाय, मणिमण्डपाय, कल्पवृक्षाय,
मणिवेदिकायै, रत्नसिंहासनाय ।
एतत्सर्वं हृदि ।
ततो दक्षिणस्कन्धे धर्माय, वामस्कन्धे ज्ञानाय, वामोरौ
वैराग्याय, दक्षिणोरौ ऐश्वर्याय, मुखे अधर्माय, वामपार्श्वे
अज्ञानाय, नाभौ अवैराग्याय, दक्षिणपार्श्वे अनैश्वर्याय,
सर्वत्र प्रणवादिनमोऽन्तेन न्यसेत् ।
तथा च शारदायाम्:
अंसोरुयुग्मयोर्विद्वान्प्रादक्षिण्येन साधकः ।
धर्मं ज्ञानञ्च वैराग्यमैश्वर्यं क्रमशः सुधीः ।
मुखपार्श्व - नाभिपार्श्वेष्वधर्मादीन्प्रकल्पयेदिति ।
पुनश्च हृदि ॐ अनन्ताय नमः, एवं पद्माय, अं
सूर्यमण्डलाय द्वादशकलात्मने नमः, उं सोममण्डलाय
षोडशकलात्मने नमः, मं वह्निमण्डलाय दशकलात्मने
नमः, सं सत्त्वाय, रं रजसे, तं तमसे, आं आत्मने, अं
अन्तरात्मने, पं परमात्मने, ह्रीं ज्ञानात्मने ।
सर्वत्र नमः, इत्यन्तं विन्यस्य हृत्पद्मस्य पूर्वादिकेशरेषु
तत्तत्कल्पोक्त पीठशक्तीर्मध्ये पीठमनुञ्च न्यसेत्
॥ ६४ ॥
P2-0082 · 77
IAST
hṛdayādiṣu vinyasyedaṅgamantrāṃstataḥ sudhīḥ |
hṛdayāya namaḥ pūrva śirase vahnivallabhā |
śikhāyai vaṣaḍityuktaṃ kavacāya humīritam |
netratrayāya vauṣaṭ syādastrāya phaḍiti kramāt |
ṣaḍaṅgamantrānityuktān ṣaḍaṅgeṣu niyojayet
|| 77 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann soll der Einsichtige die Gliedermantras auf Herz und die übrigen Stellen legen. Zuerst: „hṛdayāya namaḥ – Verehrung dem Herzen“; dann „śirase svāhā – dem Kopf svāhā“; „śikhāyai vaṣaṭ – der Haarlocke vaṣaṭ“; „kavacāya huṃ – dem Schutzpanzer huṃ“; „netratrayāya vauṣaṭ – den drei Augen vauṣaṭ“; „astrāya phaṭ – der Waffe phaṭ“. Die auf diese Weise genannten sechs Gliedermantras werden den sechs Gliedern zugewiesen. „Geliebte des Feuers“ bezeichnet hier die Formel svāhā.
Devanagari
हृदयादिषु विन्यस्येदङ्गमन्त्रांस्ततः सुधीः ।
हृदयाय नमः पूर्व शिरसे वह्निवल्लभा ।
शिखायै वषडित्युक्तं कवचाय हुमीरितम् ।
नेत्रत्रयाय वौषट् स्यादस्त्राय फडिति क्रमात् ।
षडङ्गमन्त्रानित्युक्तान् षडङ्गेषु नियोजयेत्
॥ ७७ ॥
P2-0083 · 78
IAST
pañcāṅgāni manoyaṃtra tatra netramanuṃ tyajet |
iti śāradāvacanam
|| 78 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Wo ein Mantra fünf Glieder besitzt, soll man das Augenmantra weglassen. So lautet der Ausspruch der Śāradā. [„manoyaṃtra“ ist in der Vorlage verderbt; übersetzt ist der erkennbare Zusammenhang.]
Devanagari
पञ्चाङ्गानि मनोयंत्र तत्र नेत्रमनुं त्यजेत् ।
इति शारदावचनम्
॥ ७८ ॥
P2-0089 · 84
IAST
tataḥ pīṭhapūjā |
pīṭhasyottare gurupaṃktīḥ pūjayet |
yathā :
vāyavyādīśaparyantaṃ oṃ gurubhyo namaḥ, oṃ paramagurubhyo namaḥ,
oṃ parāparagurubhyo namaḥ, oṃ parameṣṭhigurubhyo namaḥ
|| 84 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann folgt die Verehrung des Sitzes. Nördlich des Sitzes soll man die Reihen der Gurus verehren, und zwar vom Nordwesten bis zum Nordosten: „oṃ gurubhyo namaḥ – Oṃ, Verehrung den Gurus“; „oṃ paramagurubhyo namaḥ – Verehrung den höchsten Gurus“; „oṃ parāparagurubhyo namaḥ – Verehrung den höheren und niederen Gurus“; „oṃ parameṣṭhigurubhyo namaḥ – Verehrung den Gurus der höchsten Stufe“.
Devanagari
ततः पीठपूजा ।
पीठस्योत्तरे गुरुपंक्तीः पूजयेत् ।
यथा :
वायव्यादीशपर्यन्तं ॐ गुरुभ्यो नमः, ॐ परमगुरुभ्यो नमः,
ॐ परापरगुरुभ्यो नमः, ॐ परमेष्ठिगुरुभ्यो नमः
॥ ८४ ॥
P2-0093 · 88
IAST
pūrvādi - diṅniyamastu yāmale:
pūjyapūjakayormadhyaṃ prācīti kīrttyate budhaiḥ |
taddakṣiṇaṃ dakṣiṇaṃ syāduttaraṃ cottaraṃ smṛtam |
pṛṣṭhantu paścimaṃ jñeyaṃ sarvatraiva prayojayet |
spaṣṭamāha śāmvavīye:
svasammukhaṃ bhavetprāco devīpṛṣṭhantu paścimam |
savyañca dakṣiṇaṃ vidyāddakṣiṇañcottaraṃ matam
|| 88 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Bestimmung der Richtungen, beginnend mit Osten, lautet im Yāmala: Die Weisen nennen den Raum zwischen der verehrten Gottheit und dem Verehrenden „Osten“. Rechts davon liegt Süden; Norden wird als Norden bezeichnet; hinter dem Verehrenden liegt Westen. Dies soll man überall anwenden. Deutlicher heißt es im Śāmbhavīya: Die eigene Vorderseite ist Osten, der Rücken der Göttin Westen; ihre linke Seite gilt als Süden, ihre rechte als Norden. [Die Bezugspunkte wechseln im Wortlaut; die letzte Zuordnung wird vom Standpunkt der gegenüberstehenden Göttin aus wiedergegeben.]
Devanagari
पूर्वादि - दिङ्नियमस्तु यामले:
पूज्यपूजकयोर्मध्यं प्राचीति कीर्त्त्यते बुधैः ।
तद्दक्षिणं दक्षिणं स्यादुत्तरं चोत्तरं स्मृतम् ।
पृष्ठन्तु पश्चिमं ज्ञेयं सर्वत्रैव प्रयोजयेत् ।
स्पष्टमाह शाम्ववीये:
स्वसम्मुखं भवेत्प्राचो देवीपृष्ठन्तु पश्चिमम् ।
सव्यञ्च दक्षिणं विद्याद्दक्षिणञ्चोत्तरं मतम्
॥ ८८ ॥
P2-0095 · 90
IAST
aviśeṣe yantraniyamastu matsyasūkte:
anuktakalpe yantrantu likhetpadmaṃ dalāṣṭakam |
ṣaṭkoṇakarṇikaṃ tatra vedadvāropaśobhitam
|| 90 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Wenn keine besondere Angabe vorliegt, lautet die Yantraregel im Matsyasūkta: Wird das Yantra im Ritualtext nicht beschrieben, soll man einen Lotus mit acht Blütenblättern zeichnen. Sein Zentrum hat sechs Ecken; er ist mit vier Toren geschmückt.
Devanagari
अविशेषे यन्त्रनियमस्तु मत्स्यसूक्ते:
अनुक्तकल्पे यन्त्रन्तु लिखेत्पद्मं दलाष्टकम् ।
षट्कोणकर्णिकं तत्र वेदद्वारोपशोभितम्
॥ ९० ॥
P2-0097 · 92
IAST
āvāhane tu viśeṣo yathā āgamakalpadrume:
mūlamantraṃ samuccārya suṣumnāvartmanā sudhīḥ |
ānīya tejaḥ svasthānānnasikārandhranirgatam |
karasthamātṛkāmbhoje caitanyaṃ puṣpasañcaye |
saṃyojya - yantramadhye tatsaṃsthāpyāvāhayettataḥ
|| 92 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Für die Anrufung gilt eine besondere Regel, wie im Āgamakalpadruma beschrieben: Nachdem der Einsichtige das Grundmantra ausgesprochen hat, führt er den Lichtglanz von seinem eigenen Ort durch den Weg der Suṣumnā herbei und durch die Nasenöffnung hinaus. Er verbindet das Bewusstsein mit der Ansammlung von Blumen im Mātṛkā-Lotus seiner Hand, setzt es in die Mitte des Yantras und ruft dann die Gottheit an.
Devanagari
आवाहने तु विशेषो यथा आगमकल्पद्रुमे:
मूलमन्त्रं समुच्चार्य सुषुम्नावर्त्मना सुधीः ।
आनीय तेजः स्वस्थानान्नसिकारन्ध्रनिर्गतम् ।
करस्थमातृकाम्भोजे चैतन्यं पुष्पसञ्चये ।
संयोज्य - यन्त्रमध्ये तत्संस्थाप्यावाहयेत्ततः
॥ ९२ ॥
P2-0099 · 94
IAST
ṣoḍaśopacāraniyamastu:
āsanaṃ svāgataṃ pādyamarghyamācamanīyakam |
madhuparkācamanasnānavasanābharaṇāni ca |
sugandhasumanodhūpadīpanaṃvedyavandanam |
prayojayedarcanāyāmupacārastu ṣoḍaśaḥ
|| 94 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Regel der sechzehn Verehrungsgaben lautet: Sitz, Willkommensgruß, Wasser für die Füße, Arghya, Wasser zum Mundspülen, Honigtrank, erneutes Mundspülen, Bad, Gewand, Schmuck, Duftstoff, Blumen, Räucherwerk, Licht, Speise und Verneigung. Diese sechzehn Gaben soll man bei der Verehrung darbringen.
Devanagari
षोडशोपचारनियमस्तु:
आसनं स्वागतं पाद्यमर्घ्यमाचमनीयकम् ।
मधुपर्काचमनस्नानवसनाभरणानि च ।
सुगन्धसुमनोधूपदीपनंवेद्यवन्दनम् ।
प्रयोजयेदर्चनायामुपचारस्तु षोडशः
॥ ९४ ॥
P2-0100 · 95
IAST
athavā eṣāmapyabhāve pañcopacārān kalpayet |
gandhādayo naivedyāntā pūjā pañcoparacārikā iti
|| 95 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Oder man soll, wenn auch diese Gaben fehlen, fünf Verehrungsgaben bereitstellen. Die Verehrung mit fünf Gaben reicht vom Duftstoff bis zur Speise: Duftstoff, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise.
Devanagari
अथवा एषामप्यभावे पञ्चोपचारान् कल्पयेत् ।
गन्धादयो नैवेद्यान्ता पूजा पञ्चोपरचारिका इति
॥ ९५ ॥
P2-0104 · 99
IAST
tato mūrddhahṛdguhyapādasarvāṅgakeṣu mūlena
pañcapuṣpāñjalīna dattvā tattatkalpoktāvaraṇapūjāṃ kuryāt |
tathā ca:
pañcapuṣpāñjalīn dattvā parivārārcanaṃ carediti bhaṭṭaḥ |
tato dhūpadīpau dadyāt
|| 99 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann bringt man mit dem Grundmantra fünf Handvoll Blumen dar: am Scheitel, am Herzen, an der verborgenen Stelle, an den Füßen und am ganzen Körper. Anschließend vollzieht man die Verehrung der umgebenden Gottheiten nach dem betreffenden Ritualtext. Dazu sagt Bhaṭṭa: „Nachdem man fünf Handvoll Blumen gegeben hat, vollziehe man die Verehrung des Gefolges.“ Danach soll man Räucherwerk und Licht darbringen.
Devanagari
ततो मूर्द्धहृद्गुह्यपादसर्वाङ्गकेषु मूलेन
पञ्चपुष्पाञ्जलीन दत्त्वा तत्तत्कल्पोक्तावरणपूजां कुर्यात् ।
तथा च:
पञ्चपुष्पाञ्जलीन् दत्त्वा परिवारार्चनं चरेदिति भट्टः ।
ततो धूपदीपौ दद्यात्
॥ ९९ ॥
P2-0106 · 1
IAST
tato mūlena puṣpāñjalitrayaṃ dattvā, naivedyamānīya, phaḍiti
samprokṣya, cakramudrayā abhirakṣya, tadupari mūlamaṣṭadhā japtvā
dhunumudrayā amṛtīkṛtya, mūlamuccārya naivedyaṃ dadyāt |
yattoyamadhyaṃpātrasya tadādāya nivedayet |
anyatoyairyadutsṛṣṭamarghyapātrasthitetaraiḥ |
na gṛhṇāti mahādevo dattaṃ vidhiśatairapi |
iti vacanādupārānarghyapātrasthalenotsṛjya dadyāt
|| 1 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann gibt man mit dem Grundmantra drei Handvoll Blumen, bringt die Speise herbei, besprengt sie mit „phaṭ“, schützt sie durch die Cakramudrā, wiederholt das Grundmantra achtmal über ihr, verwandelt sie mit der Dhenumudrā in Nektar und reicht sie unter Aussprechen des Grundmantras dar. Man soll das Wasser aus dem Arghyagefäß nehmen und damit die Gabe weihen. Wird sie mit anderem Wasser geweiht, das sich nicht im Arghyagefäß befindet, nimmt Mahādeva sie selbst bei hundert vorgeschriebenen Verfahren nicht an. Nach diesem Ausspruch soll man die Verehrungsgaben mit dem Wasser des Arghyagefäßes weihen und darbringen. [„dhunumudrayā“ und die abschließende Prosa sind fehlerhaft überliefert; die erkennbare Dhenumudrā und die Weihung mit Arghyawasser bestimmen den Sinn.]
Devanagari
ततो मूलेन पुष्पाञ्जलित्रयं दत्त्वा, नैवेद्यमानीय, फडिति
सम्प्रोक्ष्य, चक्रमुद्रया अभिरक्ष्य, तदुपरि मूलमष्टधा जप्त्वा
धुनुमुद्रया अमृतीकृत्य, मूलमुच्चार्य नैवेद्यं दद्यात् ।
यत्तोयमध्यंपात्रस्य तदादाय निवेदयेत् ।
अन्यतोयैर्यदुत्सृष्टमर्घ्यपात्रस्थितेतरैः ।
न गृह्णाति महादेवो दत्तं विधिशतैरपि ।
इति वचनादुपारानर्घ्यपात्रस्थलेनोत्सृज्य दद्यात्
॥ १ ॥
P2-0107 · 2
IAST
tataḥ punarācamanīyaṃ dattvā tāmbūlādīn dadyāt |
vaiṣṇave tu naivedye viśeṣo vaktravyaḥ
|| 2 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Danach soll man erneut Wasser zum Mundspülen und anschließend Betel und die übrigen Gaben reichen. Bei Viṣṇu ist eine besondere Regel für die Speisegabe zu beschreiben.
Devanagari
ततः पुनराचमनीयं दत्त्वा ताम्बूलादीन् दद्यात् ।
वैष्णवे तु नैवेद्ये विशेषो वक्त्रव्यः
॥ २ ॥
P2-0109 · 4
IAST
dāne tu:
ādau mūlaṃ tato dravyollekhaḥ tataḥ sampradānaṃ
tatastyāgārthavaṃ padamiti sarvatra |
tathā ca kulārṇave:
ādau mūlaṃ samuccaryaṃ paścāddeyaṃ samuccaret |
sampradānaṃ tadante tu tyāgārthakapadantataḥ |
evaṃ krameṇa deveśi upacārānprakalpayet |
mantrāte karmasannipāta iti nyāyāt
|| 4 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Beim Darbringen gilt überall: zuerst das Grundmantra, dann die Benennung der Gabe, danach der Empfänger und schließlich das Wort, das die Hingabe ausdrückt. Dazu heißt es im Kulārṇava: Zuerst spricht man das Grundmantra aus, danach die darzubringende Gabe, am Ende nennt man den Empfänger und anschließend das die Hingabe ausdrückende Wort. Herrin der Götter, in dieser Reihenfolge soll man die Verehrungsgaben darbringen. Dies entspricht dem Grundsatz, dass die Handlung am Ende des Mantras zusammentrifft.
Devanagari
दाने तु:
आदौ मूलं ततो द्रव्योल्लेखः ततः सम्प्रदानं
ततस्त्यागार्थवं पदमिति सर्वत्र ।
तथा च कुलार्णवे:
आदौ मूलं समुच्चर्यं पश्चाद्देयं समुच्चरेत् ।
सम्प्रदानं तदन्ते तु त्यागार्थकपदन्ततः ।
एवं क्रमेण देवेशि उपचारान्प्रकल्पयेत् ।
मन्त्राते कर्मसन्निपात इति न्यायात्
॥ ४ ॥
P2-0110 · 5
IAST
tataśculūkodakamādāya oṃ itaḥ pūrvaṃ
prāṇabuddhidehadharmākārato jāgratsvapnasuṣuptyavasthāsu manasā
vācā hastābhyāṃ padbhyāmudareṇa śiśnā yatsmṛtaṃ yaduktaṃ
yatkṛtaṃ tatsarvaṃ brahmārpaṇaṃ bhavatu svāhā, māṃ madīyaṃ
sakalaṃ samyagamukadevatāyai samarpayet oṃ tatsat |
namaskārānantaraṃ vā
|| 5 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann nimmt man eine Handvoll Wasser und spricht: „Oṃ. Alles, was ich zuvor durch die Tätigkeiten von Lebenskraft, Verstand und Körper im Wachen, Träumen und tiefen Schlaf mit Geist, Sprache, Händen, Füßen, Bauch und Geschlechtsorgan gedacht, gesprochen oder getan habe – all das sei dem Brahman dargebracht. Svāhā. Mich selbst und alles, was mir gehört, bringe ich vollständig der Gottheit [Name] dar. Oṃ tat sat.“ Dies kann auch nach der Verneigung geschehen.
Devanagari
ततश्चुलूकोदकमादाय ॐ इतः पूर्वं
प्राणबुद्धिदेहधर्माकारतो जाग्रत्स्वप्नसुषुप्त्यवस्थासु मनसा
वाचा हस्ताभ्यां पद्भ्यामुदरेण शिश्ना यत्स्मृतं यदुक्तं
यत्कृतं तत्सर्वं ब्रह्मार्पणं भवतु स्वाहा, मां मदीयं
सकलं सम्यगमुकदेवतायै समर्पयेत् ॐ तत्सत् ।
नमस्कारानन्तरं वा
॥ ५ ॥
P2-0111 · 6
IAST
tato'ṣṭottarasahasraṃ śataṃ vā japtvā oṃ guhyatiguhyāgoptā tvaṃ
gṛhaṇasmatkṛtaṃ japam |
siddhirbhavatu me deva tvatprasādāttvayi sthite |
anyatra goptrī devīti viśeṣaḥ |
iti japaṃ samarpyaṃ stutvā natvā'ṣṭāṅgapramāṇaṃ kuryāt
|| 6 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann wiederholt man das Mantra eintausendachtmal oder hundertmal und spricht: „Oṃ. Du bist der Hüter des Allerverborgensten. Nimm das von uns vollzogene Japa an. Gott, möge mir durch deine Gnade Vollendung zuteilwerden, da du in mir gegenwärtig bist.“ Bei einer Göttin lautet die besondere Form „Hüterin“ und „Göttin“. Nachdem man so das Japa dargebracht hat, preist man die Gottheit, verneigt sich und vollzieht die Verneigung mit acht Gliedern. [Die Vorlage schreibt am Schluss „pramāṇaṃ“; gemeint ist nach der unmittelbar folgenden Erklärung praṇāma, Verneigung.]
Devanagari
ततोऽष्टोत्तरसहस्रं शतं वा जप्त्वा ॐ गुह्यतिगुह्यागोप्ता त्वं
गृहणस्मत्कृतं जपम् ।
सिद्धिर्भवतु मे देव त्वत्प्रसादात्त्वयि स्थिते ।
अन्यत्र गोप्त्री देवीति विशेषः ।
इति जपं समर्प्यं स्तुत्वा नत्वाऽष्टाङ्गप्रमाणं कुर्यात्
॥ ६ ॥
P2-0120 · 15
IAST
tato devatāṅge āvaraṇadevatā nilāpya, kṣamasveti visarjanaṃ kṛtvā,
saṃhāramudrayā tattejaḥ puṣpaiḥ sārddhamāghrāya
svahṛdayamānayet |
(puraścaraṇacandrikāyām:
kṣamasveti vadanmūmantreṇa vyāpakaṃ triśa iti
vacanātvisarjanāntaraṃ vyāpakaṃ kuryāt |)
tathā ca:
nidhāya devatāṃ paścātsvīyahṛtsarasīruhe |
suṣumnāvartmanā puṣpamāghrāyodvāsayettataḥ
|| 15 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann lässt man die umgebenden Gottheiten im Körper der Hauptgottheit aufgehen, entlässt sie mit „Verzeihe!“ und atmet mit der Saṃhāramudrā ihren Lichtglanz zusammen mit dem Duft der Blumen ein, um ihn in das eigene Herz zu führen. In der Puraścaraṇacandrikā heißt es: „Während man ‚Verzeihe!‘ sagt, vollziehe man mit dem Grundmantra dreimal den umfassenden Nyāsa.“ Nach diesem Ausspruch soll man nach der Entlassung den umfassenden Nyāsa ausführen. Weiter heißt es: Nachdem man die Gottheit in den Lotus des eigenen Herzens eingesetzt hat, atmet man den Blumenduft durch den Weg der Suṣumnā ein und vollzieht dann die Entlassung.
Devanagari
ततो देवताङ्गे आवरणदेवता निलाप्य, क्षमस्वेति विसर्जनं कृत्वा,
संहारमुद्रया तत्तेजः पुष्पैः सार्द्धमाघ्राय
स्वहृदयमानयेत् ।
(पुरश्चरणचन्द्रिकायाम्:
क्षमस्वेति वदन्मूमन्त्रेण व्यापकं त्रिश इति
वचनात्विसर्जनान्तरं व्यापकं कुर्यात् ।)
तथा च:
निधाय देवतां पश्चात्स्वीयहृत्सरसीरुहे ।
सुषुम्नावर्त्मना पुष्पमाघ्रायोद्वासयेत्ततः
॥ १५ ॥
P2-0121 · 16
IAST
tataḥ aiśānṇāṃ trikoṇamaṇḍale kṛtvā nirmālyaśeṣaṃ dadyāt |
viṣṇau tu:
oṃ viśvaksenāya namaḥ |
śaktau oṃ śeṣikāyai namaḥ |
śive:
oṃ caṇḍeśvarāya namaḥ |
sūrye:
oṃ tejaścaṇḍāya namaḥ |
gaṇeśe oṃ ucchiṣṭagaṇeśāya namaḥ |
kālikādau:
oṃ ucchiṣṭacāṇḍālinyai namaḥ |
tathā ca:
viśvaksenaḥ smṛto viṣṇostejaścaṇḍo vivasvata ityādi
|| 16 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Danach zeichnet man im Nordosten ein dreieckiges Maṇḍala und reicht dort den verbliebenen Rest der Opfergaben. Bei Viṣṇu spricht man „oṃ viśvaksenāya namaḥ – Oṃ, Verehrung Viśvaksena“; bei Śakti „oṃ śeṣikāyai namaḥ – Verehrung Śeṣikā“; bei Śiva „oṃ caṇḍeśvarāya namaḥ – Verehrung Caṇḍeśvara“; bei Sūrya „oṃ tejaścaṇḍāya namaḥ – Verehrung Tejaścaṇḍa“; bei Gaṇeśa „oṃ ucchiṣṭagaṇeśāya namaḥ – Verehrung Ucchiṣṭagaṇeśa“; bei Kālikā und entsprechenden Göttinnen „oṃ ucchiṣṭacāṇḍālinyai namaḥ – Verehrung Ucchiṣṭacāṇḍālinī“. Dazu heißt es: Für Viṣṇu wird Viśvaksena genannt, für Vivasvat, den Sonnengott, Tejaścaṇḍa, und entsprechend weiter.
Devanagari
ततः ऐशान्णां त्रिकोणमण्डले कृत्वा निर्माल्यशेषं दद्यात् ।
विष्णौ तु:
ॐ विश्वक्सेनाय नमः ।
शक्तौ ॐ शेषिकायै नमः ।
शिवे:
ॐ चण्डेश्वराय नमः ।
सूर्ये:
ॐ तेजश्चण्डाय नमः ।
गणेशे ॐ उच्छिष्टगणेशाय नमः ।
कालिकादौ:
ॐ उच्छिष्टचाण्डालिन्यै नमः ।
तथा च:
विश्वक्सेनः स्मृतो विष्णोस्तेजश्चण्डो विवस्वत इत्यादि
॥ १६ ॥
P1-0515 · 19
IAST
svavāme trikoṇamaṇḍalaṃ kṛtvā, tadupari
tripadikāmāropya, phaḍiti śaṅkhaṃ prakṣālya tadupari saṃsthāpya
| namaḥ iti mantreṇa gandhapuṣpākṣatadūrvādi tatra nikṣipya
vimalajalena | vilomamātṛkayā mūlena ca pūjayet |
yathā : kṣaṃ laṃ haṃ saṃ ṣaṃ śaṃ vaṃ laṃ raṃ yaṃ
maṃ bhaṃ baṃ phaṃ paṃ naṃ dhaṃ daṃ thaṃ taṃ ṇaṃ ḍhaṃ
ḍaṃ ṭhaṃ ṭaṃ ñaṃ jhaṃ jaṃ chaṃ caṃ ṅaṃ ghaṃ gaṃ khaṃ
kaṃ aḥ aṃ auṃ oṃ aiṃ eṃ ḹṃ ḷṃ ṝṃ ṛṃ ūṃ uṃ īṃ iṃ
āṃ aṃ ityanena
|| 19 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Man zeichne links von sich ein dreieckiges Maṇḍala, setze einen Dreifuß darauf, wasche die Muschel mit phaṭ und stelle sie darauf. Mit namaḥ gebe man Duftstoff, Blüten, ungebrochene Reiskörner, Dūrvā und weitere Stoffe hinein. Mit reinem Wasser, der rückläufigen Mātṛkā und dem Grundmantra verehre man sie. Die rückläufige Lautfolge lautet: kṣaṃ laṃ haṃ saṃ ṣaṃ śaṃ vaṃ laṃ raṃ yaṃ maṃ bhaṃ baṃ phaṃ paṃ naṃ dhaṃ daṃ thaṃ taṃ ṇaṃ ḍhaṃ ḍaṃ ṭhaṃ ṭaṃ ñaṃ jhaṃ jaṃ chaṃ caṃ ṅaṃ ghaṃ gaṃ khaṃ kaṃ aḥ aṃ auṃ oṃ aiṃ eṃ ḹṃ ḷṃ ṝṃ ṛṃ ūṃ uṃ īṃ iṃ āṃ aṃ. [Die Laute sind als Rezitationsfolge wiedergegeben; sie besitzen hier keine einzeln übersetzbare Wortbedeutung.]
Devanagari
स्ववामे त्रिकोणमण्डलं कृत्वा, तदुपरि
त्रिपदिकामारोप्य, फडिति शङ्खं प्रक्षाल्य तदुपरि संस्थाप्य
। नमः इति मन्त्रेण गन्धपुष्पाक्षतदूर्वादि तत्र निक्षिप्य
विमलजलेन । विलोममातृकया मूलेन च पूजयेत् ।
यथा : क्षं लं हं सं षं शं वं लं रं यं
मं भं बं फं पं नं धं दं थं तं णं ढं
डं ठं टं ञं झं जं छं चं ङं घं गं खं
कं अः अं औं ॐ ऐं एं ॡं ऌं ॠं ऋं ऊं उं ईं इं
आं अं इत्यनेन
॥ १९ ॥
P1-0516 · 20
IAST
maṃ vahnimaṇḍalāya daśakātmane namaḥ
iti tripadikāyāṃ, aṃ sūryamaṇḍalāya dvādaśakalātmane namaḥ
iti śaṅkhe, uṃ somamaṇḍalāya ṣoḍaśakalātmane namaḥ iti jale
sampūjya, oṃ gaṅge ca yamune caiva godāvari sarasvati | marmade
sindhukāveri jale'sminsannidhiṃ kuru | ityanenāṃkuśamudrayā
sūryamaṇḍalāttīrthāṇyāvāhya amuki ihāvaha iha tiṣṭha iti
svahṛdayāddevatāṃ tatrāvāhya, huṃ iti tarjanībhyāmavaguṇṭhya,
vaṣaḍiti gālinīmudrāṃ pradarśya, vauṣaḍiti tajjalaṃ vīkṣya,
punaraṅgamantraiḥ sakalīkṛtya, gandhapuṣpābhyāṃ namaḥ iti tatra
devatāṃ sampūjya, tadupari matsyamudrayā ācchādya,
mūlamantramaṣṭadhā japet || 19 ka ||
tathā ca gautamīye : gandhapuṣpaiḥ samabhyarcya
kṛṣṇākhyaṃ tatra yojayet | aṣṭakṛtvo japenmantraṃ śikhayā
gālinīṃ nyaset | atra kṛṣṇapadaṃ tattaddevatāparam
|| 20 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Am Dreifuß verehre man mit „Maṃ. Dem Feuerkreis, dessen Wesen zehn Kalās sind, sei Verehrung“, an der Muschel mit „Aṃ. Dem Sonnenkreis, dessen Wesen zwölf Kalās sind, sei Verehrung“, im Wasser mit „Uṃ. Dem Mondkreis, dessen Wesen sechzehn Kalās sind, sei Verehrung“. Mit der Aṅkuśa-Mudrā rufe man die heiligen Wasser aus dem Sonnenkreis herbei: „Oṃ. O Gaṅgā und Yamunā, Godāvarī, Sarasvatī, Narmadā, Sindhu und Kāverī, macht euch in diesem Wasser gegenwärtig.“ [Die Vorlage hat marmade statt narmade.] Aus dem eigenen Herzen rufe man die Gottheit herbei: „O [Name], komm hierher, bleibe hier.“ Mit huṃ verhülle man durch die beiden Zeigefinger, mit vaṣaṭ zeige man die Gālinī-Mudrā, mit vauṣaṭ blicke man auf das Wasser, vervollständige die Gegenwart mit den Gliedmantras und verehre die Gottheit dort mit Duftstoff und Blüten unter namaḥ. Man bedecke sie mit der Matsya-Mudrā und rezitiere den Grundmantra achtmal. [Eingeschobene Originalnummer 19 ka.] So im Gautamīya: Man verehre mit Duftstoff und Blüten, setze Kṛṣṇa dort ein, rezitiere den Mantra achtmal und zeige mit der Śikhā-Formel die Gālinī-Mudrā. „Kṛṣṇa“ bezeichnet hier die jeweils verehrte Gottheit.
Devanagari
मं वह्निमण्डलाय दशकात्मने नमः
इति त्रिपदिकायां, अं सूर्यमण्डलाय द्वादशकलात्मने नमः
इति शङ्खे, उं सोममण्डलाय षोडशकलात्मने नमः इति जले
सम्पूज्य, ॐ गङ्गे च यमुने चैव गोदावरि सरस्वति । मर्मदे
सिन्धुकावेरि जलेऽस्मिन्सन्निधिं कुरु । इत्यनेनांकुशमुद्रया
सूर्यमण्डलात्तीर्थाण्यावाह्य अमुकि इहावह इह तिष्ठ इति
स्वहृदयाद्देवतां तत्रावाह्य, हुं इति तर्जनीभ्यामवगुण्ठ्य,
वषडिति गालिनीमुद्रां प्रदर्श्य, वौषडिति तज्जलं वीक्ष्य,
पुनरङ्गमन्त्रैः सकलीकृत्य, गन्धपुष्पाभ्यां नमः इति तत्र
देवतां सम्पूज्य, तदुपरि मत्स्यमुद्रया आच्छाद्य,
मूलमन्त्रमष्टधा जपेत् ॥ १९ क ॥
तथा च गौतमीये : गन्धपुष्पैः समभ्यर्च्य
कृष्णाख्यं तत्र योजयेत् । अष्टकृत्वो जपेन्मन्त्रं शिखया
गालिनीं न्यसेत् । अत्र कृष्णपदं तत्तद्देवतापरम्
॥ २० ॥
P1-0517 · 21
IAST
tato vamiti
mantreṇa dhenumudrāṃ pradarśyāstreṇa saṃrakṣya
tasmātkiñcijjalaṃ prokṣaṇīpātre nikṣipya tenodakenātmānaṃ
pūjopakaraṇañca mūlena trirabhyukṣya pīṭhanyāsakrameṇa śarīre
dharmādīnpūjayet
|| 21 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Danach zeige man mit vaṃ die Dhenu-Mudrā, schütze mit dem Waffenmantra und gieße etwas Wasser in das Besprengungsgefäß. Mit diesem Wasser und dem Grundmantra besprenge man sich und die Verehrungsgeräte dreimal. Nach der Reihenfolge des Pīṭha-Nyāsa verehre man Dharma und die übrigen Kräfte im Körper.
Devanagari
ततो वमिति
मन्त्रेण धेनुमुद्रां प्रदर्श्यास्त्रेण संरक्ष्य
तस्मात्किञ्चिज्जलं प्रोक्षणीपात्रे निक्षिप्य तेनोदकेनात्मानं
पूजोपकरणञ्च मूलेन त्रिरभ्युक्ष्य पीठन्यासक्रमेण शरीरे
धर्मादीन्पूजयेत्
॥ २१ ॥
P1-0536 · 40
IAST
tasā0 4
athā : mūlamantramuccaran amuka ihāgaccha ihāgaccha iha
tiṣṭha iha tiṣṭha iha sannidhehi iha sannidhehi iha sannirudhyasva
ityāvāhanādikaṃ kṛtvā, huṃ ityavaguṇṭhya, devatāṅge
ṣaḍaṅganyāsaṃ kṛtvā, vamiti dhenumudrayā amṛtīkṛtya,
paramīkaraṇamudrayā paramīkuryāt | tataḥ prāṇapratiṣṭhāṃ
kṛtvā ṣoḍaśopacāraiḥ pūjayet || 39 ka ||
yathā : mūlamuccārya idamāsanaṃ amukadevatāyai namaḥ,
amukadeva svāgatante iti svāgatam | tato mūlamuccārya etatpādyaṃ
amukadevatāyai namaḥ iti pādāmbuje dadyāt |
etatśyāmādūrvābjaviṣṇukrāntābhirītam | arghyaṃ
amukadevatāyai svāhā iti
gandhapuṣpākṣatayavakuśāgratilasarṣapadūrvātmakamarghyaṃ
śirasi dadyāt | vaiṣṇave tu arghyādikrameṇaiva deyamiti vadanti | tato
mūlamuccārya idamācamanīyaṃ amukadevatāyai svadhā iti
jātīlavaṅgakakkolātmakamācamanīyaṃ vadane dadyāt |
svadhāmantreṇa vadane dadyādācamanīyakaṃ ityatrasudhāpāṭhaṃ
kurvantaḥ sudhāśabdasyāmṛtavācakatvādamṛtavācakaśabdādya
jalavācakatvādidamācamanīyaṃ vamiti vadanti
|| 40 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Nun: Unter Rezitation des Grundmantras rufe man die Gottheit: „O [Name], komm hierher, komm hierher; bleibe hier, bleibe hier; sei hier gegenwärtig, sei hier gegenwärtig; halte dich hier fest.“ Mit huṃ verhülle man, vollziehe den sechsgliedrigen Nyāsa an der Gottheit, mache mit vaṃ und Dhenu-Mudrā nektarhaft und erhebe mit der Paramīkaraṇa-Mudrā zur höchsten Gegenwart. Danach setze man die Lebenskräfte ein und verehre mit sechzehn Darbringungen. [„tasā0 4“ ist ein Druckvermerk; eingeschobene Originalnummer 39 ka.] Nach dem Grundmantra: „Dieser Sitz ist für die [genannte] Gottheit, Verehrung“; als Willkommensgruß „O [Gottheit], willkommen“. Dann nach dem Grundmantra „Dieses Fußwasser ist für die [Gottheit], Verehrung“ und an ihren Lotusfüßen darbringen; es enthält Śyāmā, Dūrvā, Lotus und Viṣṇukrāntā. „Dieses Arghya ist für die [Gottheit], svāhā“ und auf ihrem Kopf darbringen; es besteht aus Duftstoff, Blüten, ungebrochenen Reiskörnern, Gerste, Kuśa-Spitzen, Sesam, Senf und Dūrvā. Im vaiṣṇavischen Bereich sagen manche, Arghya sei als Erstes zu geben. Dann nach dem Grundmantra „Dieses Mundwasser ist für die [Gottheit], svadhā“ und in ihrem Mund darbringen; es besteht aus Jātī, Gewürznelke und Kakkola. Manche lesen statt „mit dem Svadhā-Mantra das Mundwasser in den Mund geben“ sudhā und sagen, weil sudhā Unsterblichkeitsnektar und dessen Bezeichnung wiederum Wasser bedeute, laute die Formel „Dieses Mundwasser – vaṃ“.
Devanagari
तसा० ४
अथा : मूलमन्त्रमुच्चरन् अमुक इहागच्छ इहागच्छ इह
तिष्ठ इह तिष्ठ इह सन्निधेहि इह सन्निधेहि इह सन्निरुध्यस्व
इत्यावाहनादिकं कृत्वा, हुं इत्यवगुण्ठ्य, देवताङ्गे
षडङ्गन्यासं कृत्वा, वमिति धेनुमुद्रया अमृतीकृत्य,
परमीकरणमुद्रया परमीकुर्यात् । ततः प्राणप्रतिष्ठां
कृत्वा षोडशोपचारैः पूजयेत् ॥ ३९ क ॥
यथा : मूलमुच्चार्य इदमासनं अमुकदेवतायै नमः,
अमुकदेव स्वागतन्ते इति स्वागतम् । ततो मूलमुच्चार्य एतत्पाद्यं
अमुकदेवतायै नमः इति पादाम्बुजे दद्यात् ।
एतत्श्यामादूर्वाब्जविष्णुक्रान्ताभिरीतम् । अर्घ्यं
अमुकदेवतायै स्वाहा इति
गन्धपुष्पाक्षतयवकुशाग्रतिलसर्षपदूर्वात्मकमर्घ्यं
शिरसि दद्यात् । वैष्णवे तु अर्घ्यादिक्रमेणैव देयमिति वदन्ति । ततो
मूलमुच्चार्य इदमाचमनीयं अमुकदेवतायै स्वधा इति
जातीलवङ्गकक्कोलात्मकमाचमनीयं वदने दद्यात् ।
स्वधामन्त्रेण वदने दद्यादाचमनीयकं इत्यत्रसुधापाठं
कुर्वन्तः सुधाशब्दस्यामृतवाचकत्वादमृतवाचकशब्दाद्य
जलवाचकत्वादिदमाचमनीयं वमिति वदन्ति
॥ ४० ॥
P1-0539 · 43
IAST
ājyaṃ
dadhimadhūnmiśraṃ madhuparkaṃ vidurbudhāḥ | evaṃ
punarācamanīyaṃ svadheti | tataḥ snānīyaṃ nivedayāmi, tato
vastrayajñopavītāni dadyāt | tataḥ ābharaṇaṃ namaḥ, eṣa gandhe
namaḥ, sa ca gandhaścandanakarpūrakālāgurubhirītaḥ
|| 43 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Verständigen kennen Madhuparka als Mischung von Ghī, Joghurt und Honig. Danach erneut Mundwasser mit svadhā, dann „Ich bringe Badewasser dar“; anschließend Kleider und Opferfäden. Dann „Schmuck, Verehrung“, „Dieser Duftstoff, Verehrung“. Der Duftstoff besteht aus Sandelholz, Kampfer und schwarzem Adlerholz.
Devanagari
आज्यं
दधिमधून्मिश्रं मधुपर्कं विदुर्बुधाः । एवं
पुनराचमनीयं स्वधेति । ततः स्नानीयं निवेदयामि, ततो
वस्त्रयज्ञोपवीतानि दद्यात् । ततः आभरणं नमः, एष गन्धे
नमः, स च गन्धश्चन्दनकर्पूरकालागुरुभिरीतः
॥ ४३ ॥
P1-0540 · 44
IAST
tato
mantrapuṭitamātṛkāvarṇena tattannyāsasthānāni pūjayitvā etāni
puṣpāṇi vauṣaṭ iti | sarvatra dāne mūlamantroccāraṇam
|| 44 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Danach verehre man die jeweiligen Nyāsa-Stellen mit den vom Mantra umhüllten Mātṛkā-Buchstaben und spreche „Diese Blüten, vauṣaṭ“. Bei sämtlichen Darbringungen ist der Grundmantra auszusprechen.
Devanagari
ततो
मन्त्रपुटितमातृकावर्णेन तत्तन्न्यासस्थानानि पूजयित्वा एतानि
पुष्पाणि वौषट् इति । सर्वत्र दाने मूलमन्त्रोच्चारणम्
॥ ४४ ॥
P2-0054 · 53
IAST
atha mātṛkānyāsaḥ
tatra mātṛkāyā ṛṣyādinyāsaḥ |
asya mātṛkāmantrasya brahma-ṛṣirgāyatrīcchando mātṛkāsarasvatī
devatā halo bījāni svarāḥ śaktayo mātṛkānyāse viniyogaḥ |
śirasi oṃ brahmaṇe ṛṣaye namaḥ, mukhe oṃ gāyatrīcchandase namaḥ,
hṛdi oṃ mātṛkāsarasvatyai devatāyai namaḥ, guhye oṃ vyañjanebhyo
bījebhyo namaḥ, pādayo oṃ svarebhyaḥ śaktibhyo namaḥ |
tathā ca jñānārṇave:
mātṛkāṃ śṛṇu deviśi nyasetpāpanikṛntanīm |
ṛṣirbrahmāsya mantrasya gāyatrīcchanda ucyate |
devatā mātṛkā devī bījaṃ vyañjanamucyate |
śaktayastu svarā devi ṣaḍaṅganyāsamācaret |
tataḥ karāṅganyāso:
aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
iṃ caṃ chaṃ jaṃ jhaṃ ñaṃ īṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
uṃ ṭaṃ ṭhaṃ ḍaṃ ḍhaṃ ṇaṃ ūṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
eṃ taṃ thaṃ daṃ dhaṃ naṃ aiṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
oṃ paṃ phaṃ baṃ bhaṃ maṃ auṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
aṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ laṃ kṣaṃ aḥ
karatalaṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu |
aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ hṛdayāya namaḥ ityādi krameṇa
nyaset |
tathā ca jñārṇave:
aṃ āṃ madhye kavargantu iṃ īṃ madhye cavargakam |
uṃ ūṃ madhye ṭavargantu eṃ aiṃ madhye tavargakam |
oṃ auṃ madhye pavargantu vinduyuktaṃ nyaset priye anusvāra -
visargāntau yaśavagau salakṣakau |
hṛdayañca śiro devi śikhā kavacakaṃ tathā |
tetramantraṃ nyaset ṅe'ntaṃ namaḥ svāhā krameṇa tu |
vaṣaṭ huṃ vauṣaḍantañca phaḍantaṃ yojayetpriye |
ṣaḍaṅgo'yaṃ mātṛkāyāḥ sarvapāpaharaḥ smṛtaḥ ||
athāntarmātṛkā agastyasaṃhitāyām:
ekaikavarṇānekaikapatrānte vinyasetpriye |
akārādiṣoḍaśasvarān savindūnṣoḍaśadalakamale kaṇṭhamūle
nyaset |
kakārādi - dvādaśavarṇān daśakamale nābhau tyaset |
vakārādiṣaḍvarṇān savindūn ṣaḍadalakamale liṅgamūle nyaset |
vakārādi caturovarṇān sāntāñcaturdalakamale mūlādhāre nyaset |
hakṣavarṇadvayaṃ dvidalakamale bhrūmadhye nyaset |
tathā ca jñānārṇave:
dvyaṣṭapatrāmbuje kaṇṭhe svarān ṣoḍaśa vinyaset |
dvādaśacchadahṛtpadme kādīndvādaśa vinyaset |
daśapatrāmbuje nābhau ḍakārādīnnyaseddaśa |
ṣaṭpatramadhye liṅgasthe vakārādīnnyasecca ṣaṭ |
ādhāre caturo varṇānnyasedvādīñcaturdale |
hakṣau bhrūmadhyage padme dvidale vinyasetpriye |
ityantarmārtṛkāṃ nyasya sarvāṅganyāsamācaret
|| 53 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Nun Mātṛkā-Nyāsa. Zuerst die Einsetzung des Sehers und der weiteren Zuordnungen: „Für diesen Mātṛkā-Mantra ist Brahmā der Seher, Gāyatrī das Versmaß und Mātṛkā-Sarasvatī die Gottheit. Die Konsonanten sind die Bījas, die Vokale die Kräfte; die Anwendung ist Mātṛkā-Nyāsa.“ Am Kopf: „Oṃ. Brahmā, dem Seher, sei Verehrung“; am Mund „Oṃ. Dem Gāyatrī-Versmaß“; am Herzen „Oṃ. Mātṛkā-Sarasvatī, der Gottheit“; an der geheimen Stelle „Oṃ. Den Konsonanten als Bījas“; an den Füßen „Oṃ. Den Vokalen als Kräften“, jeweils namaḥ. So im Jñānārṇava: Höre die Mātṛkā, o Herrin der Götter; man setze die Sündenvernichtende ein. Brahmā ist der Seher, Gāyatrī das Versmaß, die Göttin Mātṛkā die Gottheit, die Konsonanten die Bījas und die Vokale die Kräfte; man vollziehe den sechsgliedrigen Nyāsa. Dann Hand- und Glied-Nyāsa: aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ – den beiden Daumen, namaḥ; iṃ caṃ chaṃ jaṃ jhaṃ ñaṃ īṃ – den Zeigefingern, svāhā; uṃ ṭaṃ ṭhaṃ ḍaṃ ḍhaṃ ṇaṃ ūṃ – den Mittelfingern, vaṣaṭ; eṃ taṃ thaṃ daṃ dhaṃ naṃ aiṃ – den Ringfingern, huṃ; oṃ paṃ phaṃ baṃ bhaṃ maṃ auṃ – den kleinen Fingern, vauṣaṭ; aṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ laṃ kṣaṃ aḥ – Handflächen und Handrücken, phaṭ. Ebenso an Herz und den übrigen Gliedern: „aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ, dem Herzen, namaḥ“ und der Reihe nach die übrigen. Im Jñānārṇava: Die ka-Gruppe zwischen aṃ und āṃ, ca zwischen iṃ und īṃ, ṭa zwischen uṃ und ūṃ, ta zwischen eṃ und aiṃ, pa zwischen oṃ und auṃ, jeweils mit Bindu. Die ya- und śa-Gruppen zusammen mit la-kṣa stehen zwischen Anusvāra und Visarga. Man setze die Dativ-Formeln an Herz, Kopf, Haarschopf, Schutzpanzer und Augen, mit namaḥ, svāhā, vaṣaṭ, huṃ, vauṣaṭ und phaṭ der Reihe nach. Dieser sechsgliedrige Nyāsa der Mātṛkā nimmt alle Sünden. Nun die innere Mātṛkā nach der Agastyasaṃhitā: Je einen Buchstaben auf jedes Blatt. Die sechzehn Vokale von a an mit Bindu auf den sechzehnblättrigen Lotus an der Halswurzel; die zwölf Buchstaben von ka an „auf den zehnblättrigen Lotus am Nabel“ [offensichtlich gestörte Angabe der Vorlage]; die sechs Buchstaben von va an mit Bindu auf den sechsblättrigen Lotus an der Wurzel des Geschlechtsorgans; die vier von va bis sa auf den vierblättrigen Mūlādhāra; ha und kṣa auf den zweiblättrigen Lotus zwischen den Brauen. Der folgende Vers im Jñānārṇava gibt die vollständige Zuordnung: Am Hals sechzehn Vokale auf sechzehn Blätter; im Herzen die zwölf von ka an; am Nabel die zehn von ḍa an; am Geschlechtsorgan die sechs von ba an [die Vorlage schreibt va]; an der Grundlage die vier von va an; zwischen den Brauen ha und kṣa. Danach vollziehe man Ganzkörper-Nyāsa.
Devanagari
अथ मातृकान्यासः
तत्र मातृकाया ऋष्यादिन्यासः ।
अस्य मातृकामन्त्रस्य ब्रह्म-ऋषिर्गायत्रीच्छन्दो मातृकासरस्वती
देवता हलो बीजानि स्वराः शक्तयो मातृकान्यासे विनियोगः ।
शिरसि ॐ ब्रह्मणे ऋषये नमः, मुखे ॐ गायत्रीच्छन्दसे नमः,
हृदि ॐ मातृकासरस्वत्यै देवतायै नमः, गुह्ये ॐ व्यञ्जनेभ्यो
बीजेभ्यो नमः, पादयो ॐ स्वरेभ्यः शक्तिभ्यो नमः ।
तथा च ज्ञानार्णवे:
मातृकां शृणु देविशि न्यसेत्पापनिकृन्तनीम् ।
ऋषिर्ब्रह्मास्य मन्त्रस्य गायत्रीच्छन्द उच्यते ।
देवता मातृका देवी बीजं व्यञ्जनमुच्यते ।
शक्तयस्तु स्वरा देवि षडङ्गन्यासमाचरेत् ।
ततः कराङ्गन्यासो:
अं कं खं गं घं ङं आं अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
इं चं छं जं झं ञं ईं तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
उं टं ठं डं ढं णं ऊं मध्यमाभ्यां वषट् ।
एं तं थं दं धं नं ऐं अनामिकाभ्यां हुं ।
ॐ पं फं बं भं मं औं कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
अं यं रं लं वं शं षं सं हं लं क्षं अः
करतलऋष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु ।
अं कं खं गं घं ङं आं हृदयाय नमः इत्यादि क्रमेण
न्यसेत् ।
तथा च ज्ञार्णवे:
अं आं मध्ये कवर्गन्तु इं ईं मध्ये चवर्गकम् ।
उं ऊं मध्ये टवर्गन्तु एं ऐं मध्ये तवर्गकम् ।
ॐ औं मध्ये पवर्गन्तु विन्दुयुक्तं न्यसेत् प्रिये अनुस्वार -
विसर्गान्तौ यशवगौ सलक्षकौ ।
हृदयञ्च शिरो देवि शिखा कवचकं तथा ।
तेत्रमन्त्रं न्यसेत् ङेऽन्तं नमः स्वाहा क्रमेण तु ।
वषट् हुं वौषडन्तञ्च फडन्तं योजयेत्प्रिये ।
षडङ्गोऽयं मातृकायाः सर्वपापहरः स्मृतः ॥
अथान्तर्मातृका अगस्त्यसंहितायाम्:
एकैकवर्णानेकैकपत्रान्ते विन्यसेत्प्रिये ।
अकारादिषोडशस्वरान् सविन्दून्षोडशदलकमले कण्ठमूले
न्यसेत् ।
ककारादि - द्वादशवर्णान् दशकमले नाभौ त्यसेत् ।
वकारादिषड्वर्णान् सविन्दून् षडदलकमले लिङ्गमूले न्यसेत् ।
वकारादि चतुरोवर्णान् सान्ताञ्चतुर्दलकमले मूलाधारे न्यसेत् ।
हक्षवर्णद्वयं द्विदलकमले भ्रूमध्ये न्यसेत् ।
तथा च ज्ञानार्णवे:
द्व्यष्टपत्राम्बुजे कण्ठे स्वरान् षोडश विन्यसेत् ।
द्वादशच्छदहृत्पद्मे कादीन्द्वादश विन्यसेत् ।
दशपत्राम्बुजे नाभौ डकारादीन्न्यसेद्दश ।
षट्पत्रमध्ये लिङ्गस्थे वकारादीन्न्यसेच्च षट् ।
आधारे चतुरो वर्णान्न्यसेद्वादीञ्चतुर्दले ।
हक्षौ भ्रूमध्यगे पद्मे द्विदले विन्यसेत्प्रिये ।
इत्यन्तर्मार्तृकां न्यस्य सर्वाङ्गन्यासमाचरेत्
॥ ५३ ॥
P2-0138 · 33
IAST
tato bhāle oṃ brāhmyai namaḥ, vāmāṃse oṃ māheśvaryai namaḥ,
vāmāpārśve oṃ kaumāryai namaḥ, jaṭhare oṃ vaiṣṇavyai namaḥ,
sakṣiṇapārśve oṃ vārāhyai namaḥ, dakṣiṇāṃse oṃ indrāṇyai namaḥ,
gale oṃ cāmuṇḍāyai namaḥ, hṛdi oṃ mahālakṣmyai namaḥ, iti nyasya
mūlena vyāpakatrayaṃ saptamaṃ vā kuryāt |
tathā ca:
bhāleṃ'se pārśve jaṭhare pārśveṃ'se ca gale hṛdi |
brāhmāṇyādyāstato nyasya vidhinā proktalakṣaṇā |
mūlena vyāpakaṃ dehe nyasya devī vibhāvayediti ||
tato dhyānam:
udyāddinakaradyutimindukirīṭāṃ tuṅgakucāṃ nayana trayayuktām |
smaremukhīṃ varāṃkuśapāśābhītikarāṃ prajajedbhuvaneśīm |
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ sampūjya vahiḥpūjāmārabheta
|| 33 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann setzt man auf die Stirn „oṃ brāhmyai namaḥ – Verehrung Brāhmī“; auf die linke Schulter „oṃ māheśvaryai namaḥ – Verehrung Māheśvarī“; auf die linke Seite „oṃ kaumāryai namaḥ – Verehrung Kaumārī“; auf den Bauch „oṃ vaiṣṇavyai namaḥ – Verehrung Vaiṣṇavī“; auf die rechte Seite „oṃ vārāhyai namaḥ – Verehrung Vārāhī“; auf die rechte Schulter „oṃ indrāṇyai namaḥ – Verehrung Indrāṇī“; auf den Hals „oṃ cāmuṇḍāyai namaḥ – Verehrung Cāmuṇḍā“; auf das Herz „oṃ mahālakṣmyai namaḥ – Verehrung Mahālakṣmī“. Danach führt man mit dem Grundmantra dreimal oder siebenmal den umfassenden Nyāsa aus. Dazu heißt es: Auf Stirn, Schulter, Seite, Bauch, Seite, Schulter, Hals und Herz setzt man nach der vorgeschriebenen Regel Brāhmī und die übrigen beschriebenen Göttinnen. Mit dem Grundmantra vollzieht man am Körper den umfassenden Nyāsa und vergegenwärtigt sich die Göttin. Die Meditation lautet: Man soll Bhuvaneśī verehren, deren Glanz der aufgehenden Sonne gleicht, die eine Mondkrone, hohe Brüste und drei Augen besitzt, lächelt und mit ihren Händen Gewährung, Stachel, Schlinge und Furchtlosigkeit zeigt. Nachdem man so meditiert und mit geistigen Gaben verehrt hat, beginnt man die äußere Verehrung. [„smaremukhīṃ“ und „prajajed“ sind beschädigt; Lächeln und Verehrung sind aus dem Zusammenhang erschlossen.]
Devanagari
ततो भाले ॐ ब्राह्म्यै नमः, वामांसे ॐ माहेश्वर्यै नमः,
वामापार्श्वे ॐ कौमार्यै नमः, जठरे ॐ वैष्णव्यै नमः,
सक्षिणपार्श्वे ॐ वाराह्यै नमः, दक्षिणांसे ॐ इन्द्राण्यै नमः,
गले ॐ चामुण्डायै नमः, हृदि ॐ महालक्ष्म्यै नमः, इति न्यस्य
मूलेन व्यापकत्रयं सप्तमं वा कुर्यात् ।
तथा च:
भालेंऽसे पार्श्वे जठरे पार्श्वेंऽसे च गले हृदि ।
ब्राह्माण्याद्यास्ततो न्यस्य विधिना प्रोक्तलक्षणा ।
मूलेन व्यापकं देहे न्यस्य देवी विभावयेदिति ॥
ततो ध्यानम्:
उद्याद्दिनकरद्युतिमिन्दुकिरीटां तुङ्गकुचां नयन त्रययुक्ताम् ।
स्मरेमुखीं वरांकुशपाशाभीतिकरां प्रजजेद्भुवनेशीम् ।
एवं ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्य वहिःपूजामारभेत
॥ ३३ ॥
P2-0142 · 36 ka
IAST
pūrvādi ṣoḍaśadaleṣu karālyai, vikarālyai, umāyai , sarasvatyai,
śriyai, durgāyai, uṣāyai, lakṣmyai, śrutyai, smṛtyai, dhṛtyai,
śraddhāyai, medhāyai, matyai, kāntyai, arghyāyai |
tadbahiḥ bhūmāge pūrvāditaḥ, anaṅgarūpāyai, anaṅgamadanāyai,
anaṅgamadanāturāyai, bhuvanavegāyai, bhuvanapālikāyai,
sarvaśiśirāyai, anaṅgavedanāyai, anaṅgamekhalāyai |
praṇavādinamo'ntenaitāḥ pūjayet |
tadbahiścaturasre pūrvādau oṃ lāṃ indrāya devādhipataye sāyudhāya
savāhanāya saparivārāya namaḥ |
oṃ rāṃ agnaye tejodhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya
namaḥ |
oṃ yāṃ yamāya pretādhipataye sāyudhetyādi |
oṃ kṣāṃ nir-ṛtaye rakṣodhipataye sāyudhetyādi |
oṃ vāṃ varuṇāya jalādhipataye sāyudhetyādi |
oṃ yāṃ vāyave prāṇādhipataye sāyudhetyādi |
oṃ sāṃ somāya tārādhipataye sāyudhetyādi |
oṃ hāṃ īśānāya gaṇādhipataye sāyudhetyādi |
indreśānayormadhye oṃ āṃ brahmaṇe prajādhipataye sāyudhetyādi |
nir-ṛtivaruṇayormadhye oṃ hrīṃ anantāya nāgādhipataye sāyudhetyādi
|
tathā ca:
lokapālā vahiḥ pūjyāḥ samastāścaturasrake |
puruhuteśayormadhye rakṣovaruṇayostathā |
brahmaviṣṇu sadā pūjyau digīśārcāṃ vidurbudhāḥ |
indrādilokapālānāṃ ye mantrāste dhruvādikāḥ |
svasvabījānvitāḥ sarve sacaturthīnamo'ntikāḥ |
iti vacanātsarvatra praṇavādinamo'ntena pūjanam
|| 36 ka ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Auf den sechzehn Blättern, im Osten beginnend, verehrt man Karālī, Vikarālī, Umā, Sarasvatī, Śrī, Durgā, Uṣā, Lakṣmī, Śruti, Smṛti, Dhṛti, Śraddhā, Medhā, Mati, Kānti und Arghyā. Außerhalb davon auf der Bodenfläche, im Osten beginnend, verehrt man Anaṅgarūpā, Anaṅgamadanā, Anaṅgamadanāturā, Bhuvanavegā, Bhuvanapālikā, Sarvaśiśirā, Anaṅgavedanā und Anaṅgamekhalā. Alle werden mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss verehrt. Außerhalb davon im Quadrat, im Osten beginnend: „oṃ lāṃ indrāya devādhipataye sāyudhāya savāhanāya saparivārāya namaḥ – Verehrung Indra, dem Herrn der Götter, samt Waffe, Reittier und Gefolge“; „oṃ rāṃ agnaye tejodhipataye … namaḥ – Verehrung Agni, dem Herrn des Feuerglanzes“; „oṃ yāṃ yamāya pretādhipataye … namaḥ – Verehrung Yama, dem Herrn der Verstorbenen“; „oṃ kṣāṃ nirṛtaye rakṣodhipataye … namaḥ – Verehrung Nirṛti, dem Herrn der Rakṣas“; „oṃ vāṃ varuṇāya jalādhipataye … namaḥ – Verehrung Varuṇa, dem Herrn des Wassers“; „oṃ yāṃ vāyave prāṇādhipataye … namaḥ – Verehrung Vāyu, dem Herrn der Lebenskraft“; „oṃ sāṃ somāya tārādhipataye … namaḥ – Verehrung Soma, dem Herrn der Sterne“; „oṃ hāṃ īśānāya gaṇādhipataye … namaḥ – Verehrung Īśāna, dem Herrn der Scharen“. Jeweils ergänzt man „samt Waffe, Reittier und Gefolge“. Zwischen Indra und Īśāna: „oṃ āṃ brahmaṇe prajādhipataye … namaḥ – Verehrung Brahmā, dem Herrn der Geschöpfe“; zwischen Nirṛti und Varuṇa: „oṃ hrīṃ anantāya nāgādhipataye … namaḥ – Verehrung Ananta, dem Herrn der Nāgas“, mit denselben Ergänzungen. Dazu heißt es: Alle Weltenhüter werden außen im Quadrat verehrt. Zwischen Indra und Īśa sowie zwischen Nirṛti und Varuṇa werden stets Brahmā und Viṣṇu verehrt; die Weisen verstehen dies als Verehrung der Richtungsherren. Die Mantras der Weltenhüter, beginnend mit Indra, beginnen mit oṃ, enthalten jeweils das eigene Bīja, die Dativform und namaḥ am Schluss. Daher erfolgt überall die Verehrung mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. [Die ursprüngliche Liste nennt Ananta, das anschließende Zitat Viṣṇu; beide Benennungen bleiben erhalten.]
Devanagari
पूर्वादि षोडशदलेषु कराल्यै, विकराल्यै, उमायै , सरस्वत्यै,
श्रियै, दुर्गायै, उषायै, लक्ष्म्यै, श्रुत्यै, स्मृत्यै, धृत्यै,
श्रद्धायै, मेधायै, मत्यै, कान्त्यै, अर्घ्यायै ।
तद्बहिः भूमागे पूर्वादितः, अनङ्गरूपायै, अनङ्गमदनायै,
अनङ्गमदनातुरायै, भुवनवेगायै, भुवनपालिकायै,
सर्वशिशिरायै, अनङ्गवेदनायै, अनङ्गमेखलायै ।
प्रणवादिनमोऽन्तेनैताः पूजयेत् ।
तद्बहिश्चतुरस्रे पूर्वादौ ॐ लां इन्द्राय देवाधिपतये सायुधाय
सवाहनाय सपरिवाराय नमः ।
ॐ रां अग्नये तेजोधिपतये सायुधाय सवाहनाय सपरिवाराय
नमः ।
ॐ यां यमाय प्रेताधिपतये सायुधेत्यादि ।
ॐ क्षां निर्-ऋतये रक्षोधिपतये सायुधेत्यादि ।
ॐ वां वरुणाय जलाधिपतये सायुधेत्यादि ।
ॐ यां वायवे प्राणाधिपतये सायुधेत्यादि ।
ॐ सां सोमाय ताराधिपतये सायुधेत्यादि ।
ॐ हां ईशानाय गणाधिपतये सायुधेत्यादि ।
इन्द्रेशानयोर्मध्ये ॐ आं ब्रह्मणे प्रजाधिपतये सायुधेत्यादि ।
निर्-ऋतिवरुणयोर्मध्ये ॐ ह्रीं अनन्ताय नागाधिपतये सायुधेत्यादि
।
तथा च:
लोकपाला वहिः पूज्याः समस्ताश्चतुरस्रके ।
पुरुहुतेशयोर्मध्ये रक्षोवरुणयोस्तथा ।
ब्रह्मविष्णु सदा पूज्यौ दिगीशार्चां विदुर्बुधाः ।
इन्द्रादिलोकपालानां ये मन्त्रास्ते ध्रुवादिकाः ।
स्वस्वबीजान्विताः सर्वे सचतुर्थीनमोऽन्तिकाः ।
इति वचनात्सर्वत्र प्रणवादिनमोऽन्तेन पूजनम्
॥ ३६ क ॥
P2-0144 · 38
IAST
tadbahiḥ pūrvādau vajrāya śaktaye daṇḍāya khaḍgāya pāśāya
aṃkuśāya gadāyai śūlāya padmāya cakrāya praṇavādinamo'ntena
pūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet |
asya puraścaraṇaṃ dvātriṃśallakṣajapaḥ
|| 38 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Außerhalb davon verehrt man, im Osten beginnend, den Donnerkeil, den Speer, den Stab, das Schwert, die Schlinge, den Stachel, die Keule, den Dreizack, den Lotus und das Rad, jeweils mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. Das Puraścaraṇa dieses Mantras umfasst zweiunddreißig Lakh, also 3.200.000 Wiederholungen.
Devanagari
तद्बहिः पूर्वादौ वज्राय शक्तये दण्डाय खड्गाय पाशाय
अंकुशाय गदायै शूलाय पद्माय चक्राय प्रणवादिनमोऽन्तेन
पूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत् ।
अस्य पुरश्चरणं द्वात्रिंशल्लक्षजपः
॥ ३८ ॥
P2-0233 · 26
IAST
(citra 20)
asyāḥ pūjā:
prātakṛtyādi pīṭhanyāsāntaṃ vidhāya keśareṣu madhye dikṣu ca oṃ
medhāyai namaḥ evaṃ prajñāyai prabhāyai vidyāyai śriyai dhṛtyai
smṛtyai buddhyai vidyeśvarya, madhye, madhye varṇa padmāsanāya |
namaḥ sarvatra
|| 26 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
[Die Vorlage verweist auf Abbildung 20.] Ihre Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen bis zum Sitznyāsa setzt man auf die Staubfäden, in die Mitte und in die Richtungen mit oṃ und namaḥ Medhā, Prajñā, Prabhā, Vidyā, Śrī, Dhṛti, Smṛti, Buddhi und Vidyeśvarī ein. In der Mitte verehrt man den aus Sprachlauten bestehenden Lotussitz mit „varṇapadmāsanāya namaḥ“. [„madhye“ ist in der Vorlage doppelt geschrieben.]
Devanagari
(चित्र २०)
अस्याः पूजा:
प्रातकृत्यादि पीठन्यासान्तं विधाय केशरेषु मध्ये दिक्षु च ॐ
मेधायै नमः एवं प्रज्ञायै प्रभायै विद्यायै श्रियै धृत्यै
स्मृत्यै बुद्ध्यै विद्येश्वर्य, मध्ये, मध्ये वर्ण पद्मासनाय ।
नमः सर्वत्र
॥ २६ ॥
P2-0234 · 27
IAST
tata-ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi kaṇva-ṛṣaye namaḥ, māyāpuṭiścetbṛhaspataye ṛṣaye namaḥ |
mukhe virāṭcchandase namaḥ |
hṛdi vāgīśvaryai devatāyai namaḥ
|| 27 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann der Sehernyāsa: Auf dem Kopf „kaṇvaṛṣaye namaḥ – Verehrung dem Seher Kaṇva“; ist das Mantra von Māyā umschlossen, stattdessen „bṛhaspataye ṛṣaye namaḥ – Verehrung dem Seher Bṛhaspati“. Am Mund „virāṭchandase namaḥ – Verehrung dem Versmaß Virāṭ“; am Herzen „vāgīśvaryai devatāyai namaḥ – Verehrung der Gottheit Vāgīśvarī“.
Devanagari
तत-ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि कण्व-ऋषये नमः, मायापुटिश्चेत्बृहस्पतये ऋषये नमः ।
मुखे विराट्च्छन्दसे नमः ।
हृदि वागीश्वर्यै देवतायै नमः
॥ २७ ॥
P2-0238 · 31
IAST
tataḥ pīṭhapūjāṃ kṛtvā keśareṣu madhye dikṣu ca medhādi pīṭha
manvantaṃ saṃpūjya punardhyātvā āvāhanādi -
pañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ vidhāya āvaraṇapūjāṃ kuryāt |
agnikoṇe aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ hṛdayāyai namaḥ |
nair-ṛte iṃ caṃ chaṃ jaṃ jhaṃ ñaṃ īṃ śirase svāhā |
vāyukoṇe uṃ ṭaṃ ṭhaṃ ḍaṃ ḍhaṃ ṇaṃ ūṃ śikhāyai vaṣaṭ |
īśāne eṃ taṃ thaṃ daṃ dhaṃ naṃ aiṃ kavacāya huṃ |
madhye oṃ paṃ phaṃ baṃ bhaṃ maṃ auṃ netratrayāya vauṣaṭ |
dikṣu aṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ laṃ kṣaṃ aḥ
astrāya phaṭ |
patreṣu pūrvādi oṃ yogāyai namaḥ, oṃ satyāyai namaḥ, evaṃ vimalāyai
jñānāyai buddhayai smṛtyai medhāyai prajñāyai |
dalāgreṣu brāhmyādyā mātaraḥ pūjyāḥ |
yathā nibandhe:
brāhmyādyā mātaraḥ pūjyāḥ praṇavādinamo'ntikāḥ |
tathā ca:
ādāvaṅgāni saṃpūjya paścāt śaktirimā yajet |
yogā satyā ca vimalā jñānā buddhiḥ smṛtiḥ punaḥ |
medhā prajñā ca patreṣu mudrāpustakadhāriṇī |
dalāgreṣu samabhyarcya brāhmayādyāśca yathāvidhi |
lokapālā bahiḥ pūjyāsteṣāmastrāṇi tadbahiḥ |
iti prapañcasārāt |
tadbahirindrādīn vajrādīṃśca pūjayet
|| 31 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann verehrt man den Sitz, auf den Staubfäden, in der Mitte und in den Richtungen Medhā und die übrigen Kräfte bis zum Sitzmantra, meditiert erneut und vollzieht die Handlungen von der Anrufung bis zu den fünf Handvoll Blumen. Die Umkreisverehrung: Im Südosten „aṃ kaṃ khaṃ gaṃ ghaṃ ṅaṃ āṃ hṛdayāyai namaḥ“ für das Herz; im Südwesten „iṃ caṃ chaṃ jaṃ jhaṃ ñaṃ īṃ śirase svāhā“ für den Kopf; im Nordwesten „uṃ ṭaṃ ṭhaṃ ḍaṃ ḍhaṃ ṇaṃ ūṃ śikhāyai vaṣaṭ“ für die Haarlocke; im Nordosten „eṃ taṃ thaṃ daṃ dhaṃ naṃ aiṃ kavacāya huṃ“ für den Schutzpanzer; in der Mitte „oṃ paṃ phaṃ baṃ bhaṃ maṃ auṃ netratrayāya vauṣaṭ“ für die drei Augen; in den Richtungen „aṃ yaṃ raṃ laṃ vaṃ śaṃ ṣaṃ saṃ haṃ laṃ kṣaṃ aḥ astrāya phaṭ“ für die Waffe. Auf den Blättern, im Osten beginnend, verehrt man mit oṃ und namaḥ Yogā, Satyā, Vimalā, Jñānā, Buddhi, Smṛti, Medhā und Prajñā. An den Blattspitzen verehrt man die Mütter, beginnend mit Brāhmī. Der Nibandha bestätigt, dass ihre Formeln mit oṃ beginnen und mit namaḥ enden. Im Prapañcasāra heißt es: Zuerst verehrt man die Glieder, danach auf den Blättern Yogā, Satyā, Vimalā, Jñānā, Buddhi, Smṛti, Medhā und Prajñā, die eine Mudrā zeigen und ein Buch tragen. An den Blattspitzen verehrt man vorschriftsmäßig Brāhmī und die übrigen. Außen verehrt man die Weltenhüter und noch weiter außen ihre Waffen. Entsprechend verehrt man Indra und die weiteren Richtungshüter sowie Donnerkeil und die weiteren Waffen. [Die Formen hṛdayāyai und das zweite laṃ stehen so in der Vorlage.]
Devanagari
ततः पीठपूजां कृत्वा केशरेषु मध्ये दिक्षु च मेधादि पीठ
मन्वन्तं संपूज्य पुनर्ध्यात्वा आवाहनादि -
पञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं विधाय आवरणपूजां कुर्यात् ।
अग्निकोणे अं कं खं गं घं ङं आं हृदयायै नमः ।
नैर्-ऋते इं चं छं जं झं ञं ईं शिरसे स्वाहा ।
वायुकोणे उं टं ठं डं ढं णं ऊं शिखायै वषट् ।
ईशाने एं तं थं दं धं नं ऐं कवचाय हुं ।
मध्ये ॐ पं फं बं भं मं औं नेत्रत्रयाय वौषट् ।
दिक्षु अं यं रं लं वं शं षं सं हं लं क्षं अः
अस्त्राय फट् ।
पत्रेषु पूर्वादि ॐ योगायै नमः, ॐ सत्यायै नमः, एवं विमलायै
ज्ञानायै बुद्धयै स्मृत्यै मेधायै प्रज्ञायै ।
दलाग्रेषु ब्राह्म्याद्या मातरः पूज्याः ।
यथा निबन्धे:
ब्राह्म्याद्या मातरः पूज्याः प्रणवादिनमोऽन्तिकाः ।
तथा च:
आदावङ्गानि संपूज्य पश्चात् शक्तिरिमा यजेत् ।
योगा सत्या च विमला ज्ञाना बुद्धिः स्मृतिः पुनः ।
मेधा प्रज्ञा च पत्रेषु मुद्रापुस्तकधारिणी ।
दलाग्रेषु समभ्यर्च्य ब्राह्मयाद्याश्च यथाविधि ।
लोकपाला बहिः पूज्यास्तेषामस्त्राणि तद्बहिः ।
इति प्रपञ्चसारात् ।
तद्बहिरिन्द्रादीन् वज्रादींश्च पूजयेत्
॥ ३१ ॥
P2-0250 · 43
IAST
tataḥ pīṭhapūjāṃ vidhāya keśareṣu madhye ca pūrvokta
pīṭhaśaktīḥ piṭhamanuñca yajet |
tataḥ punardhyātvā, āvahanādipañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ
vidhāyāvaraṇapūjāmārabheta |
devyā dakṣiṇe oṃ saṃskṛtāyai vāṅmayai namaḥ |
vāme oṃ prākṛtāyai vāṅmayai namaḥ |
tataḥ keśareṣu agnikoṇe aiṃ hṛdayāya namaḥ, nair-ṛte aiṃ śirase
svāhā, vāyavye aiṃ śikhāyai vaṣaṭ īśāne e kavacāya huṃ, madhye
aiṃ netratrayāya vauṣaṭ, dikṣu aiṃ astrāya phaṭ |
tataḥ patreṣu pūrvādi prajñāyai medhāyai śrutyai śaktyai smṛtyai
vāgīśvaryai matyai svastyai, sarvatra praṇavādinamo'ntena pūjayet |
tataḥ patrāgreṣu brāhmyādyā mātaraḥ pūjyāḥ |
tathā ca nibandhe:
devyā dakṣiṇataḥ pūjyāḥ saṃskṛtā vāṅmayī śubhā |
prākṛtā vāṅmayī pūjyā vāmataḥ sarvadā śubhā |
iṣṭā pūrvavadaṅgāni prajñādyāḥ pūjayet punaḥ |
prajñā medhā śrūtiḥ śaktiḥ smṛtirvāgīśvarī matiḥ |
svastiśceti samākhyātā brāhmyādyāstadanantaram |
tatastadvahirindrādīn vajrādīṃśca prapūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet
|| 43 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Nach der Sitzverehrung verehrt man auf den Staubfäden und in der Mitte die zuvor genannten Sitzkräfte und das Sitzmantra. Man meditiert erneut, vollzieht Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen und beginnt die Umkreisverehrung. Rechts von der Göttin: „oṃ saṃskṛtāyai vāṅmayai namaḥ – Verehrung der Sprachgestalt des Sanskrit“; links „oṃ prākṛtāyai vāṅmayai namaḥ – Verehrung der Sprachgestalt des Prākrit“. Auf den Staubfäden im Südosten aiṃ am Herzen mit namaḥ; im Südwesten aiṃ am Kopf mit svāhā; im Nordwesten aiṃ an der Haarlocke mit vaṣaṭ; im Nordosten e am Schutzpanzer mit huṃ; in der Mitte aiṃ an den drei Augen mit vauṣaṭ; in den Richtungen aiṃ an der Waffe mit phaṭ. Auf den Blättern, im Osten beginnend, verehrt man Prajñā, Medhā, Śruti, Śakti, Smṛti, Vāgīśvarī, Mati und Svasti, jeweils mit oṃ und namaḥ. An den Blattspitzen verehrt man Brāhmī und die übrigen Mütter. Im Nibandha heißt es: Rechts der Göttin verehrt man die segensreiche Sanskrit-Sprachgestalt, links stets die segensreiche Prākrit-Sprachgestalt. Nachdem man die Glieder wie zuvor verehrt hat, folgen Prajñā, Medhā, Śruti, Śakti, Smṛti, Vāgīśvarī, Mati und Svasti; anschließend Brāhmī und die übrigen. Außen verehrt man Indra und die anderen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die anderen Waffen. Dann vollendet man die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. [Für den Schutzpanzer steht „e“ statt aiṃ.]
Devanagari
ततः पीठपूजां विधाय केशरेषु मध्ये च पूर्वोक्त
पीठशक्तीः पिठमनुञ्च यजेत् ।
ततः पुनर्ध्यात्वा, आवहनादिपञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं
विधायावरणपूजामारभेत ।
देव्या दक्षिणे ॐ संस्कृतायै वाङ्मयै नमः ।
वामे ॐ प्राकृतायै वाङ्मयै नमः ।
ततः केशरेषु अग्निकोणे ऐं हृदयाय नमः, नैर्-ऋते ऐं शिरसे
स्वाहा, वायव्ये ऐं शिखायै वषट् ईशाने ए कवचाय हुं, मध्ये
ऐं नेत्रत्रयाय वौषट्, दिक्षु ऐं अस्त्राय फट् ।
ततः पत्रेषु पूर्वादि प्रज्ञायै मेधायै श्रुत्यै शक्त्यै स्मृत्यै
वागीश्वर्यै मत्यै स्वस्त्यै, सर्वत्र प्रणवादिनमोऽन्तेन पूजयेत् ।
ततः पत्राग्रेषु ब्राह्म्याद्या मातरः पूज्याः ।
तथा च निबन्धे:
देव्या दक्षिणतः पूज्याः संस्कृता वाङ्मयी शुभा ।
प्राकृता वाङ्मयी पूज्या वामतः सर्वदा शुभा ।
इष्टा पूर्ववदङ्गानि प्रज्ञाद्याः पूजयेत् पुनः ।
प्रज्ञा मेधा श्रूतिः शक्तिः स्मृतिर्वागीश्वरी मतिः ।
स्वस्तिश्चेति समाख्याता ब्राह्म्याद्यास्तदनन्तरम् ।
ततस्तद्वहिरिन्द्रादीन् वज्रादींश्च प्रपूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत्
॥ ४३ ॥
P2-0245 · 38
IAST
mantrāntaram
tāro māyādharo vinduśaktistāraḥ saravastī |
ṅentānatyantako mantraṃ prokta ekādaśākṣaraḥ
|| 38 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Ein anderes Mantra: Tārā, Māyā, der Träger mit Bindu, Śakti, Tārā, dann Sarasvatī in der Dativform und die Verneigungsformel ergeben das elfsilbige Mantra. [Die verschlüsselte Zeile „māyādharo vinduśaktiḥ“ ist beschädigt. Die nachfolgende vollständige Lautverteilung macht die Form oṃ hrīṃ aiṃ hrīṃ oṃ sarasvatyai namaḥ erkennbar.]
Devanagari
मन्त्रान्तरम्
तारो मायाधरो विन्दुशक्तिस्तारः सरवस्ती ।
ङेन्तानत्यन्तको मन्त्रं प्रोक्त एकादशाक्षरः
॥ ३८ ॥
P2-0246 · 39
IAST
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādipūrvokta pīṭhamanvantaṃ vinyasya pūrvokta
ṛṣyādinyāsaṃ kuryāt
|| 39 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen setzt man die zuvor beschriebenen Zuordnungen bis zum Sitzmantra ein und vollzieht den zuvor beschriebenen Sehernyāsa.
Devanagari
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादिपूर्वोक्त पीठमन्वन्तं विन्यस्य पूर्वोक्त
ऋष्यादिन्यासं कुर्यात्
॥ ३९ ॥
P2-0247 · 40
IAST
tato mantranyāsaḥ:
oṃ namo brahmaraṃdhre |
hrīṃ namo bhrūvormadhye |
cakṣuṣo aiṃ namaḥ hrīṃ namaḥ |
karṇayoḥ oṃ namaḥ saṃ namaḥ |
nāsikayoḥ raṃ namaḥ svaṃ namaḥ mukhe tyaiṃ namaḥ:
liṅge naṃ namaḥ |
guhye maṃ namaḥ
|| 40 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Der Mantranyāsa: oṃ mit namo auf die Scheitelöffnung; hrīṃ mit namo zwischen die Brauen; aiṃ und hrīṃ auf beide Augen; oṃ und saṃ auf beide Ohren; raṃ und svaṃ auf beide Nasenöffnungen; tyaiṃ auf den Mund; naṃ auf das Geschlechtsorgan; maṃ auf die verborgene Stelle, jeweils mit namaḥ.
Devanagari
ततो मन्त्रन्यासः:
ॐ नमो ब्रह्मरंध्रे ।
ह्रीं नमो भ्रूवोर्मध्ये ।
चक्षुषो ऐं नमः ह्रीं नमः ।
कर्णयोः ॐ नमः सं नमः ।
नासिकयोः रं नमः स्वं नमः मुखे त्यैं नमः:
लिङ्गे नं नमः ।
गुह्ये मं नमः
॥ ४० ॥
P2-0248 · 41
IAST
tataḥ karāṅganyāsau:
aiṃ aṃguṣṭhabhyāṃ namaḥ |
aiṃ tarjanībhyāṃ svāhā |
aiṃ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ phaṭ |
evaṃ anāmikābhyāṃ huṃ |
aiṃ kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ |
aiṃ karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu aiṃ hṛdayāya namaḥ ityādi |
tathā ca nibandhe:
brahmarandhre bhruvormadhye navarandhreṣu ca kramāt |
mantravarṇānnyasenmantrī vāgbhavenāṅgakalpanā
|| 41 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Dann der Handnyāsa, überall mit aiṃ: an den Daumen namaḥ; an den Zeigefingern svāhā; an den Mittelfingern vaṣaṭ phaṭ; an den Ringfingern huṃ; an den kleinen Fingern vauṣaṭ; an Handflächen und Handrücken phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern, beginnend mit „aiṃ hṛdayāya namaḥ“. Im Nibandha heißt es: Der Mantrapraktizierende setzt die Mantralaute der Reihe nach auf Scheitelöffnung, Brauenmitte und die neun Körperöffnungen. Die Gliederbildung erfolgt mit Vāgbhava. [Das zusätzliche phaṭ nach vaṣaṭ steht in der Vorlage.]
Devanagari
ततः कराङ्गन्यासौ:
ऐं अंगुष्ठभ्यां नमः ।
ऐं तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
ऐं मध्यमाभ्यां वषट् फट् ।
एवं अनामिकाभ्यां हुं ।
ऐं कनिष्ठाभ्यां वौषट् ।
ऐं करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु ऐं हृदयाय नमः इत्यादि ।
तथा च निबन्धे:
ब्रह्मरन्ध्रे भ्रुवोर्मध्ये नवरन्ध्रेषु च क्रमात् ।
मन्त्रवर्णान्न्यसेन्मन्त्री वाग्भवेनाङ्गकल्पना
॥ ४१ ॥
P2-0249 · 42
IAST
tato dhyānam |
vāṇīṃ pūrṇaniśākarojjvalamukhīṃ karpūrakundaprabhāṃ,
candrārddhāṅkitamastakāṃ nijakaraiḥ saṃvibhratīmādarāt |
vīṇāmakṣaguṇaṃ sudhāḍhyakalasaṃ vidyāñca tuṅgastanīṃ,
divyairābharaṇairvibhūṣitatanuṃ haṃsādhirūḍhāṃ bhaje |
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ saṃpūjya śaṅkhasthāpanaṃ kuryāt
|| 42 ||
Vollständige deutsche Übersetzung
Die Meditation: Ich verehre Vāṇī, deren Gesicht wie der Vollmond leuchtet und deren Glanz Kampfer und Jasmin gleicht. Ihr Haupt trägt die Mondsichel. In ihren Händen hält sie sorgsam Vīṇā, Gebetskette, nektargefülltes Gefäß und das Buch des Wissens. Ihre Brüste sind hoch; ihr Körper ist mit himmlischem Schmuck geziert. Sie sitzt auf einem Haṃsa. Nachdem man so meditiert und mit geistigen Gaben verehrt hat, stellt man die Muschel auf.
Devanagari
ततो ध्यानम् ।
वाणीं पूर्णनिशाकरोज्ज्वलमुखीं कर्पूरकुन्दप्रभां,
चन्द्रार्द्धाङ्कितमस्तकां निजकरैः संविभ्रतीमादरात् ।
वीणामक्षगुणं सुधाढ्यकलसं विद्याञ्च तुङ्गस्तनीं,
दिव्यैराभरणैर्विभूषिततनुं हंसाधिरूढां भजे ।
एवं ध्यात्वा मानसैः संपूज्य शङ्खस्थापनं कुर्यात्
॥ ४२ ॥
Verwandte Rituale
Die folgenden Verweise führen zu eigenständigen Ritualen oder zu den vorausgesetzten Grundhandlungen:
- Saraswati Puja mit Om Hrim Aim Hrim Om nach dem Brihat Tantrasara
- Saraswati Puja mit Vachaspate Amrite nach dem Brihat Tantrasara
- Parijata Saraswati Puja nach der Mantradevaprakashika nach dem Brihat Tantrasara
- Parijata Saraswati Puja nach der Dakshinamurti Samhita nach dem Brihat Tantrasara
- Tantrische Puja als Grundritual nach dem Brihat Tantrasara
- Pitha Nyasa nach dem Brihat Tantrasara
- Innere Matrika Nyasa nach dem Brihat Tantrasara
- Äußere Matrika Nyasa nach dem Brihat Tantrasara
- Saraswati Puja
- Durga Puja
- Lakshmi Puja
Weitere Ritualartikel: Kategorie:Tantra Rituale und Kategorie:Puja.
Videos
Die folgenden Yoga-Vidya-Videos dienen der thematischen Einstimmung. Sie dokumentieren nicht die vollständige hier beschriebene Liturgie; abweichende Mantras in einem Video ersetzen den oben belegten Grundmantra nicht.
Om Aim Saraswatyai Namaha – Erläuterungen
Om Aim Saraswatyai Namaha – Harmonium und Noten
Literatur und Nachweise
- Brihat Tantrasara: abgeglichene Projektfassung, unmittelbare Textstellen P2-0257, P2-0258, P2-0259, P2-0260. Sanskrit, vollständige deutsche Übersetzung und Devanagari oben.
- Die ergänzenden Stellen aus der allgemeinen Paddhati und aus verwandten Abschnitten desselben Werks sind oben einzeln ausgewiesen.
- Puja bei Yoga Vidya – geprüftes Verzeichnis verwandter Puja-Seiten.
- Saraswati bei Yoga Vidya – ergänzender thematischer Wiki-Verweis.
Seminare und weitere Praxis
Kundalini Yoga
- 13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- 22.11.2026 - 27.11.2026 Chakras und Kundalini Yoga - Selbstentfaltung und ganzheitliche Weiterentwicklung
Eine Woche intensiver Praxis mit Techniken aus dem Kundalini Yoga: langes Halten der Asanas mit Chakra Konzentration, fortgeschrittene Pranayama Übunge…- Gauri Blumenthal
Indische Schriften
- 26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung
Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…- Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
- 01.01.2027 - 10.01.2027 Yogalehrer Weiterbildung Intensiv A1 - Jnana Yoga und Vedanta
Kompakte, vielseitige Weiterbildung für Yogalehrer rund um Jnana Yoga und Vedanta.
Tauche tief ein ins Jnana Yoga und Vedanta, studiere die indischen S…- Vedamurti Dr Olaf Schönert
Chakras
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Tauche ein in eine transformative Reise durch die sieben Hauptchakren und erfahre, wie du deine Energiezentren aktivieren, ausbalancieren und für dein …- Nese Niekrens, Gajendra Sebastian Niekrens
- 26.12.2026 - 01.01.2027 Kundalini Yoga Intensiv Praxis - Live Online
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Energiearbeit
- 13.11.2026 - 15.11.2026 Kundalini Yoga Mittelstufe
Intensives Kundalini Yoga Seminar zur Erweckung der inneren Kundalini Energie, Erweiterung des Bewusstseins und Entfaltung des vollen Potentials. Yoga A…- 20.11.2026 - 22.11.2026 Heilend Strömen
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