Planlosigkeit

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Planlosigkeit - Wortdefinition und praktische Tipps. Planlosigkeit bezeichnet ein planloses Vorgehen. Man kann sich über die Planlosigkeit beim Bau ärgern, über die Planlosigkeit eines Projektes. Und man kann sich über die Planlosigkeit eines Kollegen ärgern, der ohne sinnvollen Plan einfach loslegt und immer wieder von vorne beginnen muss. Das Substantiv Planlosigkeit kommt vom Adjektiv planlos, ohne Plan, ziellos, aufs Geradewohl, unüberlegt. Das Adjektiv planlos wiederum kommt vom Substantiv Plan, ursprünglich, nämlich im 18. Jahrhundert, der Grundriss eines Gebäudes, einer Stadt. Daraus entstand Ende des 18. Jahrhunderts die Bedeutung Grundgedanke, Entwurf, Vorhaben, Absicht.

Freude, ein Hintergrund von Planlosigkeit

Das Wort Plan kommt vom französischen Wort plan, Entwurf, insbesondere für Gebäude, auch für literarische Werke. Vermutlich kommt das Wort Plan aus dem französischen Verb planter, pflanzen, errichten, hinstellen, aufstellen. Dieses stammt vom lateinischen plantare mit gleicher Bedeutung. Planlosigkeit bedeutet also ein Vorgehen ohne vorherige Überlegungen. Man kann einen geistigen Plan haben, also einen Plan für eine Vorgehensweise. Oft ist es gut, den Plan zu verschriftlichen. Einen Plan zu haben bedeutet heutzutage meist: (1) Beschreibung der momentanen Zustands (2) Beschreibung des Zieles (3) Beschreibung der Zwischenziele und Etappen (4) Beschreibung der Vorgehensweisen, um diese Zwischenziele, Etappen und schließlich das Ziel zu erreichen. Ein guter Plan enthält auch die Ressourcen, die Mitwirkenden, Termine, etwaige Risiken, Gefahren und Chancen sowie Reporte, Berichte etc. Wer solche Planungen ignoriert oder sich gar nicht um Planung kümmert, der hat ein planloses Vorgehen. Manchmal hat Planlosigkeit auch seine Vorteile: Man ist offen für den Moment, kann sich mehr auf entstehende Chancen einlassen. Es ist gut, zwischendurch planlose Zeiten einzubauen, Zeiten in denen nichts verplant ist. Das sind dann Momente der Muße, oft der Kreativität, von Entspannung und loslassen. Wenn man mal keinen Plan hat, kann man beruhigt die Seele baumeln lassen.

Umgang mit Planlosigkeit anderer

Aus einem Vortrag von Sukadev Bretz

Es gibt unterschiedliche Menschen. Es gibt solche, die planen sehr lange vorher und es gibt solche, die leben spontaner. Manchmal ist das planlose Vorgehen durchaus gut, man ist offen für alles, was geschieht, man stellt sich auf alles neu ein und es gibt Menschen, die haben mehr ein sehr genaues Vorgehen. Sie überlegen, wo wollen sie hin, was ist das Ziel des Ganzen, welches sind die Grundsätze, welches sind die Phasen, um dorthin zu kommen, sie machen sich genaue Pläne.

Beide Vorgehensweisen haben ihre Vorteile, planen wie auch Planlosigkeit.

Planen ist oft gut bei komplexeren Dingen, die man stark beeinflussen kann, an denen viele Menschen beteiligt sind.

Planlosigkeit kann positiv sein, wenn das Ziel nicht so genau feststeht, nur in etwa. Wo es nicht auf Termingerechtigkeit ankommt, wo man vieles nicht unter Kontrolle hat.

Man sagt: Der Mensch denkt, Gott lenkt. Der Mensch dachte, Gott lachte. In diesem Sinne: Denken und planen sind etwas Schönes, aber man soll sich bewusst haben, Gott lenkt letztlich. Und wenn man dann geplant hat und gedacht hat und das Ganze ging schief, dann kann man auch mit Gott zusammen lachen und von vorne anfangen oder sich darüber freuen, dass man Gott zum Lachen gebracht hat.

In diesem Sinne: Planen ist gut, nicht Planen ist auch gut. Am besten ergänzt man beides. Man macht einen Plan und in dem Plan ist eingeschlossen, dass Dinge sich ändern können, dass Menschen sich ändern können, dass sich sogar Aufgaben und Erfahrungen ändern können.

Planlosigkeit in Beziehung zu anderen Persönlichkeitsmerkmalen

Planlosigkeit gehört zur Gruppe der Persönlichkeitsmerkmale, Schattenseiten, Laster und Tugenden. Um dieses Charaktermerkmal besser zu verstehen, wollen wir es in Beziehung setzen mit anderen:

Synonyme Planlosigkeit - ähnliche Eigenschaften

Synonyme Planlosigkeit sind zum Beispiel Anarchie, Gesetzeslosigkeit, Wirrnis, Durcheinander, Spontanität, Kreativität .

Man kann die Synonyme in zwei Gruppen einteilen, solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation:

Synonyme mit negativer Konnotation

Synonyme, die gemeinhin als negativ gedeutet werden, sind zum Beispiel

Synonyme mit positiver Konnotation

Synonyme mit positiver Konnation können helfen, eine scheinbare Schattenseite auch positiv zu sehen. Synonyme mit positiver Konnotation sind zum Beispiel

Antonyme Planlosigkeit - Gegenteile

Antonyme sind Gegenteile. Antonyme, also Gegenteile, von Planlosigkeit sind zum Beispiel Zielorientierung, Planvoll, Fokussierung, Burn-out, Arbeitswut . Man kann auch die Antonyme, die Gegenteile, einteilen in solche mit positiver Konnotation und solche mit negativer Konnotation.

Antonyme mit positiver Konnotation

Antonyme, also Gegenteile, zu einem Laster, einer Schattenseite, einer negativen Persönlichkeitseigenschaft, werden gemeinhin als Gegenpol interpretiert. Diese kann man kultivieren, um das Laster, die Schattenseite zu überwinden. Hier also einige Gegenpole zu Planlosigkeit, die eine positive Konnotation haben:

Antonyme mit negativer Konnotation

Nicht immer ist das Gegenteil einer Schattenseite, eines Lasters, gleich positiv. Hier einige Beispiele von Antonymen zu Planlosigkeit, die aber auch nicht als so vorteilhaft angesehen werden:

Eigenschaften im Alphabet davor oder danach

Hier einige Eigenschaften, die im Alphabet vor oder nach Planlosigkeit stehen:

Eigenschaftsgruppe

Planlosigkeit kann gezählt werden zu folgenden beiden Eigenschaftsgruppen:

Verwandte Wörter

Verwandte Wörter zu Planlosigkeit sind zum Beispiel das Adjektiv planlos, das Verb planen, sowie das Substantiv Planloser.

Wer Planlosigkeit hat, der ist planlos beziehungsweise ein Planloser.

Siehe auch

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