Kishkindha

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

1. Kishkindha (Sanskrit: किष्किन्ध kiṣkindha m.) Name eines Berges; Region nördlich von Mysore, in der der Affenkönig Sugriva mit seinem Volk lebte. Kishkindha wird im Ramayana im Detail beschrieben, doch wird es auch im Mahabharata erwähnt.

2. Kishkindha (Sanskrit: किष्किन्धा kiṣkindhā f.) Name der Haupstadt des Landes Kishkindha (s. u. 1.)

Der Berg Kishkindha
Die alte Brücke von Kishkindha

Das Affengeschlecht Sugrivas

Kishkindha ist in dem indischen Epos das Affengeschlecht Sugrivas. Sugriva ist der König der Affen und der ältere Bruder von Vali. Er regierte zusammen mit seinem Freund Hanuman.

Das Königreich wird mit der Region um den Tungabhadra Fluss (später als Pampa Saras bekannt) bei Hampi in Karnataka identifiziert. Der Berg Rishimukha, an dem Sugriva und Hanuman während ihres Exils lebten, befindet sich ebenfalls hier.

Zur Zeit der Ramayana war die gesamte Region von dichtem Wald bedeckt, dem Dandaka Wald. Er dehnte sich aus von den Vindhya Bergen bis nach Südindien. Das Königreich war das Reich der Affen.

Sahadeva in Kishkindha

Nach dem Epos Mahabharata besuchte der Pandava Sahadeva das Königreich während seines Feldzuges in den Süden, um Tribut für die Königsweihe des Pandava Königs Yudhishthira einzufordern. Sahadeva unterwarf König Vatadhipa. Er besiegte die Pulindas des Südens. Er kämpfte einen Tag mit dem Pandrya König und besiegte ihn. Er entdeckte die Höhlen von Kishkindha und kämpfte sieben Tagen mit den Affenkönigen Mainda und Dwivida. Diese Könige, ohne des Kampfes müde zu werden, sprachen zu Sahadeva: ‚Oh Tiger unter den Pandusöhnen, nimm unseren Tribut entgegen. Möge die Mission für König Yudhishthira erfolgreich zu Ende gebracht werden‘. Alle Juwelen und Edelsteine an sich nehmend, zog der Held weiter in Richtung Mahishmati, dort kämpfte er gegen König Nila.

Ramas Vergangenheit im Ramayana

Als der Affenkönig Vali von Rama getötet wurde, übernahm der jüngere Bruder, Sugriva, das Königreich Kishkindha und die Verantwortung für die Witwe Tara. Rama weilte zu der Zeit für vier Monate in den Malyavat Bergen (eine Gebirgskette in Andhra Pradesh und Tamil Nadu). Während dieser Zeit wurde er von Sugriva verehrt. (3,278)

Sugriva ist der Regent von Kishkindha und der König der Affen. Er wurde von Rama eingesetzt. Alle Bewohner sind ihm treu ergeben. (3,280)

Rama vernichtete den Dämonenkönig Ravana und setzte Vibhishana, Ravanas jüngeren Bruder, auf den Thron von Lanka. Er eroberte seine Frau Sita aus den Fängen Ravanas zurück. Danach verließ er Lanka und kam mit Sugriva nach Kishkindha zurück. Den Sohn von König Vali, Angada, machte er zum Prinzregenten. Danach verließ er Ayodhya und das Königreich Kosala. (3,289)

Affen im Mahabharata

Pampa Sarovar, ein See, wo Hanuman auf seinem Weg in die Himalayas ausruhte.

Affenwesen (Vanaras) werden als einer von vielen Stämmen des alten Indiens beschrieben. Auf ihre Regentschaft wird an vielen Stellen, z. B. in 1.66, wie folgt hingewiesen: Rakshasas, Yakshas, Vanaras, Kinnaras (Sie werden mit dem Weisen Pulastya in Verbindung gebracht). Kimpurushas (halb Mensch, halb Löwe) Salabhas (Schmetterlingen ähnliche Wesen, evtl. die Engel und Feen der westlichen Mythologie), Valikhilyas (die Gefolgschaft der Sonne). Die drei letzten werden mit dem Weisen Pulaha in Verbindung gebracht.

Siehe auch

Literatur

  • Ramayana
  • Dowson, John: A Classical Dictionary of Hindu Mythology and Religion – Geography, History and Religion; D.K.Printworld Ltd., New Delhi, India, 2005

Weblinks

Seminare

29.11.2019 - 01.12.2019 - Bhagavad Gita
Rezitation, Behandlung und Interpretation dieser "höchsten Weisheitslehre". Anleitung zu gelebter Spiritualität im Alltag: Wie erkenne ich meine Lebensaufgabe? Wie entscheide ich mich? Was ist me…
Rama Haßmann,
13.12.2019 - 15.12.2019 - Vom Karma zum Dharma
Was bedeutet Karma und wie hängt es mit deiner Lebensaufgabe und deiner Bestimmung zusammen? Wir erarbeiten, was mdit dem Karma-Begriff und dem Karmayogaweg in Verbindung steht. Anschließend komm…
Nirmala Erös,

Multimedia

Geschichten aus der Ramayana