Gleichberechtigung

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Gleichberechtigung Gleichberechtigung zwischen Menschen ist heute ein großes Anliegen. Die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern, Menschen verschiedener Herkunft ist etwas Wichtiges.

Gleichberechtigung - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Gleichberechtigung in Indien

Mein Name Sukadev. Ich bin Gründer und Leiter von Yoga Vidya. Ich komme aus der Yoga Vedanta Richtung, einer Richtung aus dem Hinduismus, die aber auch über Hinduismus hinausragt. Manchmal ist die Frage: „Gibt es im Hinduismus zwischen Mann und Frau, Menschen verschiedener Herkunft Gleichberechtigung?“. Die ehrliche Antwort ist: „Es kommt darauf an.“. Hinduismus ist eine breite Strömung. Zum Beispiel gab es in Kerala nur die weibliche Erbfolge, dort war ein Matriarchat. Es gab keine Gleichberechtigung, die Frauen waren wichtiger. Auch mein Meister, Swami Vishnudevananda, stammt aus Kerala und hat eigentlich hauptsächlich von seiner Mutter gesprochen. Vater war nicht so wichtig. Das habe ich oft von Menschen aus Kerala bemerkt, Mutter ist besonders wichtig. Es gibt andere Teile Indiens, wo die Frau weniger zu sagen hat.

Gleichberechtigung bei Swami Vishnu-Devananda

Mein Meister war Swami Vishnu-devananda, Begründer der "Sivananda Yoga Vedanta" Zentren. Er hat sich unabhängig von der Organisation seines Meisters Swami Sivananda gemacht. Die Organisation heißt ja "Divine Life Society". Swami Vishnu hat seine Organisation „Sivananda Yoga Vedanta“ genannt. Wenn ich heute zurückblicke, hat Swami Vishnu ganz selbstverständlich die Gleichberechtigung praktiziert. Er hatte keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht. Männer und Frauen waren gleichberechtigt nebeneinander. Es gab auch keine Trennung.

  • In indischen Ashrams ist es ja üblich, dass Männer auf der einen Seite sitzen und Frauen auf der anderen Seite. In Swami Vishnus Ashrams haben einfach alle irgendwo gesessen. Geschlecht war nicht übermäßig wichtig. In Indien ist es bis heute zum Teil üblich, dass es für Männer und Frauen separate Yogastunden gibt. Bei Swami Vishnu war das kein Thema.
  • In Indien ist es üblich, dass die Frau während ihrer Periode nicht bei heiligen Ritualen dabei sein kann. Es gibt sogar Tempel, wo Frauen zwischen zehn und 50 Jahren gar nicht zugelassen sind. Sie könnten ja ihre Periode haben. Bei Swami Vishnu war das nie ein Thema. Ich war zwölf Jahre in den Ashrams von Swami Vishnu und hatte nie gehört, dass die Periode der Frau irgendwie bedeutsam für Rituale, Pujas, Homa, Satsang oder irgendetwas sein könnte.
  • Es wurde auch nie überlegt, ob jemand Mann oder Frau ist. Wenn jemand gebraucht wurde, um ein Zentrum zu leiten, gab es die Gleichberechtigung. Es gab genauso viele Zentrumsleiterinnen wie Zentrumsleiter und als Swami Vishnu seine Nachfolger bestimmt hatte, waren es fast gleichmäßig Männer und Frauen. Es könnte sogar sein, dass es heute mehr Frauen als Männer sind. Ich weiß es nicht genau.
Gleichberechtigung - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Handhabe der Gleichberechtigung bei Yoga Vidya

Bei Yoga Vidya ist uns die Gleichberechtigung natürlich ein wichtiges Thema. Wir sprechen vielleicht mehr darüber. Bei Swami Vishnu-devananda war es kein Thema, es wurde einfach praktiziert. Bei Yoga Vidya praktizieren wir es auch. Gut, ich bin männlich, leite Yoga Vidya als Ganzes. Meine Stellvertreterin, stellvertretende Vorsitzende von Yoga Vidya ist eben eine Swami, ist eine Frau. Wir haben viele Ashrams. Drei Ashrams haben Ashramleiterinnen. Bad Meinberg hat einen Ashramleiter. Momentan, 2018. Wir haben sieben Stadtzentren. Drei werden von Männern geleitet. Vier werden von Frauen geleitet. Wir haben Bereichsleiter und Bereichsleiterinnen und es sind erheblich mehr Bereichsleiterinnen als Bereichsleiter. Also, Gleichberechtigung. Und auch bei Ausbildungsleitungen haben wir Ausbildungsleiterinnen und Ausbildungsleiter. Bei Ritualen, unsere wichtigste Purohita ist eine Frau, Vani Devi. Aber wir haben auch einen, der auch als man könnte sagen zweiter Priester bei uns wichtig ist, Sitaram. Er hat einen männlichen Körper. Gleichberechtigung praktizieren wir bei Yoga Vidya und es gilt, da immer wieder drauf zu achten.

Aktive Gleichberechtigung

Manchmal stelle ich aber fest, Frauen haben eher die Neigung sich zurückzuziehen, wenn es um die Bühne und so weiter geht. Wenn wir zum Beispiel größere Abschlussvorträge habe und ich sage: „Jetzt mögen alle Referenten und Referentinnen des Kongresses nach oben kommen.“, gehen die Männer sofort hoch. Die Frauen wollen erst unten bleiben. Es braucht fast immer, dass ich nochmal nachhacke: „Bitte auch alle Referentinnen nach oben.“.

Appell an Frauen

Daher mein Appell an Frauen: Ihr wollt doch die Gleichberechtigung. Bleibt nicht unten! Wenn Männer auf die Bühne gehen, geht auch auf die Bühne. Und setzt euch da nicht nur an den Rand. Setzt euch in die Mitte. Wenn es darum geht auf einem Kongress einen Vortrag zu halten, wartet nicht, dass ihr aufgefordert werden. Meldet euch freiwillig. Bei Yoga Vidya gibt es die aktive Gleichberechtigung, wo wir schon darauf achten, dass Frauen auch tatsächlich auf die Bühne gehen und große Vorträge halten. Aber nicht überall ist das so. Frauen können sich auch aktiv um Gleichberechtigung bemühen und nicht nur schimpfen, sondern sich selbst melden.

Was sind deine Gedanken zu Gleichberechtigung im Yoga, auf Yoga Kongressen? Glaubst du, wir haben im Yogabereich die Gleichberechtigung? Wenn dir dieser Vortrag etwas gesagt hat, teile diesen mit anderen. Danke. Mein Name Sukadev von Yoga Vidya.

Video Gleichberechtigung

Hier findest du ein Vortragsvideo über Gleichberechtigung :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu Kundalini Yoga und Chakras.

Gleichberechtigung Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Gleichberechtigung :

Siehe auch

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