Glaubensbekenntnis

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Glaubensbekenntnis Im Christentum spielt das Glaubensbekenntnis eine wichtige Rolle. Seit dem 4. Jh.n.Chr. wurde das allgemeine Glaubensbekenntnis gebildet und in jedem Gottesdienst oder fast jedem Gottesdienst, evangelisch und katholisch, wird das Glaubensbekenntnis gesprochen.

Glaube versetzt Berge, welchen du kultivierst ist dir überlassen!

Das Glaubensbekenntnis im Christentum und im Islam

Die Gemeinde bekennt sich zu einem gemeinsamen Glauben und auf ähnliche Weise gibt es ein kurzes Glaubensbekenntnis im Islam, das nur aus ein paar Worten besteht. Das Glaubensbekenntnis im Christentum ist etwas länger. Im Hinduismus und im Buddhismus, im Schamanismus, im Taoismus, Konfuzianismus gibt es kein Glaubensbekenntnis. Dort spielt auch wirklich der Glaube nicht die große Rolle. Zwar glauben die meisten Hindus an Reinkarnation, aber eben nicht alle. Zwar glauben die meisten Buddhisten, dass Buddha die Erleuchtung erlangt hat, aber so essentiell ist es nicht. Es kommt mehr darauf an, dass es unterschiedliche Gruppierungen gibt und es kommt auf den Alltag, das Leben an und wie man das Ganze umsetzt, die Praxis.

Das spielt zwar auch im Christentum eine wichtige Rolle, aber im Christentum wird angenommen, das Glaubensbekenntnis ist besonders wichtig. Da wird ja auch gesagt: Du musst nur daran glauben, dass Jesus für die Vergebung der Sünden gestorben ist und dann sind deine Sünden weggenommen. Wenn du den richtigen Glauben hast, dann kommst du auch in den Himmel. Also im Christentum ist Glaube und Glaubensbekenntnis ganz besonders wichtig, währenddessen in anderen Religionen das nicht so wichtig ist.

Im Islam ist auch der Glaube wichtig. Deshalb auch…dir wird…werden irgendwo, die Einheit…ich möchte das jetzt nicht aussprechen…Manche Moslems würden sagen, wenn man das muslimische Glaubensbekenntnis spricht, dann ist man automatisch zum Moslem geworden, aber wenn man irgendwo daran glaubt, dass es Allah gibt und das Mohammed sein Prophet ist und das ausdrückt und dann wird man schon zum Moslem, das spielt dann eben auch eine wichtige Rolle. Das sind die Bekenntnisreligionen, könnte man sagen.

Im Yoga gibt es kein Glaubensbekenntnis

Im Yoga zum Beispiel gibt es jetzt keinen Glauben, der für alle verbindlich ist. Auch nicht im spirituellen Yoga. Es gibt ja sekularen Yoga, wo Glaube sowieso keine Rolle spielt. Da geht es um die Praxis, um sich wohler zu fühlen, mehr Energie zu haben und irgendwo mehr Gelassenheit zu haben und dann gibt es eben auch den spirituellen Yoga. Aber im spirituellen Yoga kommt es nicht auf den Glauben an, sondern es kommt auf die Praxis an. Auch bei Yoga Vidya, wir sind ja eine spirituelle Gemeinschaft, es gibt Gemeinschaftsmitglieder, keiner muss an irgendetwas glauben, weder an Reinkarnation, noch an den allumfassenden Brahman, noch daran, dass Sivananda ein Erleuchteter ist. Aber wer in die Yoga Vidya Sevaka-Gemeinschaft geht, da wird erwartet, dass er jeden Tag in den Satsang geht, die gemeinsame spirituelle Praxis übt. Es wird erwartet, dass er sich an die Sattwa-Regeln hält, also kein Fleisch, kein Fisch, kein Alkohol, kein Tabak und keine Drogen, das wird erwartet und dass er jeden Tag Asanas und Pranayama übt und sich engagiert für den Dienst an der Gemeinschaft. Also die Praxis ist wichtig, nicht der Glaube und erst recht kein Glaubensbekenntnis. Das sind vielleicht gewisse Unterschiede, umgekehrt wird im Christentum zwar auch gesagt werden: Ja es ist gut, ein gesundes Leben zu führen, es ist gut, ein ethisches Leben zu führen, aber besonders wichtig ist der Glaube, weil nur bei dem Glauben bekommt man die Erlösung. Luther ist da ja ganz extrem. Er sagt: Die Erlösung bekommt man nur „sola gratia“, also allein durch die Gnade. Wie bekommt man die Gnade? „Sola fide“ allein durch den Glauben. Wie kommen wir zu diesem Glauben? „Sola scriptura“ indem wir die Schrift lesen. Da spielt also der Glaube und das Glaubensbekenntnis eine ganz besondere Rolle. Wärenddessen der Buddha zum Beispiel gesagt hat: Glaube an Nichts, aber prüfe Alles! Auch Swami Vishnu-Devananda hat zu Anfang von Yogalehrerausbildungen gerne gesagt: Ihr müsst nichts glauben von dem , was ihr hier hört, aber probiert es aus. Gebt ihm eine Chance und das wo ihr feststellt, dass es Sinn für euch macht, das praktiziert. Das, wo ihr feststellt, das macht keinen Sinn, dann lasst es halt weg. Vielleicht werdet ihr später einmal merken, dass es für euch sinnvoll ist, vielleicht auch nicht. Ja, das waren einige Gedanken zum Glaubensbekenntnis. Wenn du mehr darüber weißt, schreib es doch in die Kommentare. Danke!

Video Glaubensbekenntnis

Videovortrag zum Thema Glaubensbekenntnis :

Autor/Sprecher: Sukadev Bretz, Seminarleiter zu den Themen Yoga und Meditation.

Glaubensbekenntnis Audio Vortrag

Hier die Audiospur des oberen Videos zu Glaubensbekenntnis :

Siehe auch

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