Gerade Shambhavi Mudra

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gerade Shambhavi Mudra ist die Bezeichnung für eine der Augen Mudras, die auch als Tratak-Variation gilt. Darüber hinaus gibt es eine Reihe an weiteren Mudras. Diese sind:

Weitere Informationen findest du unter dem Hauptstichwort Mudra und Hauptstichwort Shambhavi Mudra.


Sukadev über Gerade Shambhavi Mudra - Videovorträge mit Praxisübungen

Übungsvideo 1 - Gerade Shambhavi Mudra mit Herzensverbindung

In diesem Video leitet dich Sukadev zum geraden Shambhavi Mudra mit Herzensverbindung an und gibt dir verschiedene Hilfestellungen. Diese Übung gilt auch als Tratak-Variation mit Herzenskonzentration.


Begleittext zu Übungsvideo 1 - Gerade Shambhavi Mudra mit Herzensverbindung

(unbearbeitete Transkription)

Setze dich so hin, dass du etwas anschauen kannst, mit dem du eine Herzensverbindung herstellen willst, z.B. eine Blume, eine Götterfigur, du könntest die Übung auch im Stehen machen, im Sitzen auf einem Stuhl oder Sitzen auf dem Boden. Richte dich also so hin, dass du auf etwas schaust, es könnte auch ein Mensch sein, es könnte auch ein Baum sein, eine Orchidee. Einen Moment lang schließe die Augen. Bei geschlossenen, entspannten Augen atme ein paar Mal tief ein und aus.

Dann öffne die Augen und schaue zu der Pflanze oder zu der Figur oder eben dahin, wo du hinschauen willst. Schaue dorthin und stelle dir vor, du schaust durch das, wohin du schaust. Man nennt das auch „weicher Blick“, entspannte Augen, weit schauen, durch das hindurch schauen, wo du hinschaust. Und dann spüre gleichzeitig dein Herz, vom Herzen her spüre die Pflanze, die Figur oder was auch immer. Spüre also vom Herzen, während du dort hinschaust. Dann schließe die Augen, halte die Augen ganz entspannt und bei geschlossenen Augen spüre dein Herz. Spüre die Freude im Herzen oder die Liebe im Herzen oder das Berührt-Sein im Herzen. Öffne die Augen wieder und bei entspannten Augen schaue wieder zu dem, wo du hinschauen willst, zu dem du eine Herzensverbindung herstellen willst. Weicher Blick, schaue durch das, was du anschaust, hindurch und spüre gleichzeitig vom Herzen her. Spüre mit Freude und Liebe vom Herzen her, während du gleichzeitig dort hinschaust.

Schließe wieder die Augen, halte die Augen ganz entspannt und spüre wieder die Freude vom Herzen her und die Herzensverbindung und die Liebe. Noch ein letztes Mal, öffne wieder die Augen, schaue mit weichem Blick ganz entspannt. Lasse die Pflanze oder das Objekt ganz auf dich wirken, spüre vom Herzen her, spüre die Herzensverbindung als Liebe und Freude. Schließe wieder die Augen und spüre weiter dieses Berührt-Sein im Herzen als Freude, als Liebe, als Herzensverbindung. Wenn du willst, gehe jetzt in die Meditation, ansonsten vertiefe deinen Atem.

Das war gerades Shambhavi Mudra, Schauen nach vorne mit Herzensverbindung und weichem Blick. Auch eine Variation von Tratak, eine Variation dieser Herzensverbindungsübungen, wie sie von Swatmarama in der Hatha Yoga Pradipika beschrieben wird. Du kannst diese Übung machen, z.B. zur Einleitung der Meditation, du kannst sie machen mit einer Kerze, mit einer Blume, du kannst sie machen mit einer Götterfigur oder mit einem Foto deines Meisters. Du kannst dieses Shambhavi Mudra aber auch nutzen, um Herzensverbindung herzustellen, z.B. um mystische Erfahrungen in der Natur zu haben. Schaue einen Baum an, auch im Stehen und spüre ihn vom Herzen. Schaue eine Blume an, spüre sie dann vom Herzen, schaue einen Felsen an oder richte deinen Blick etwas in die Weite und spüre auch vom Herzen.

Viele Menschen machen das intuitiv sowieso, aber manche brauchen diese besondere Übungsanleitung, um irgendwo ein Göttliches in der Natur wahrzunehmen. Du kannst das auch zu Menschen machen, da musst du natürlich etwas vorsichtig sein, denn gerade ein weiter, weicher Blick über einen längeren Zeitraum wirkt manchmal etwas eigenartig, es sei denn, du bist frisch verliebt oder auch länger verliebt und willst diese Herzensverbindung herstellen.

Man könnte sich auch gegenseitig mit weitem, weichem Blick anschauen und vom Herzen her spüren. Du kannst das auch machen zu deinem Kind, das vielleicht gerade schläft, du kannst es aber auch machen, während einem Gespräch. Während der andere spricht, kannst du ihn ein paar Sekunden lang anschauen und vom Herzen her spüren. Auch in einer Sitzung, wo Menschen sprechen, dort kannst du den, der spricht, liebevoll anschauen, vom Herzen her spüren, Herzensverbindung herstellen und dann ist das gleich nicht mehr einfach nur eine der nervigen Sitzungen, sondern es ist die Gelegenheit, Herzensverbindung herzustellen. Sitzungen sind ja nicht nur dazu da, um Ideen auszutauschen, sondern dass die Gruppe sich miteinander verbindet. Und dem kannst du beitragen, dem kannst du helfen, das kannst du unterstützen, indem du die einzelnen anschaust, Herzensverbindung herstellst, vielleicht sogar alle auf einmal in einer Herzensverbindung spürst, du wirst merken, alle werden sich besser verstehen und es gibt eine wunderbare Verbindung.


Übungsvideo 2 - Gerades Shambhavi Mudra mit Öffnung des dritten Auges

In diesem Video leitet dich Sukadev zum geraden Shambhavi Mudra mit Öffnung des 3. Auges an und gibt dir verschiedene Hilfestellungen. Diese Übung gilt auch als Tratak-Variation mit Konzentration auf das 3. Auge.


Begleittext zu Übungsvideo 2 - Gerade Shambhavi Mudra mit Öffnung des dritten Auges

In diesem Video zeigt Sukadev das Gerade Shambhavi Mudra, auch Mittlere Shambhavi Mudra genannt, was auch eine Form von Tratak ist und zwar mit Konzentration auf das dritte Auge. Es besteht daraus, dass du auf einen Gegenstand oder etwas schaust mit offenen Augen, meditativ schaust, entspannt schaust, vielleicht sogar mit weichem Blick und dabei dein drittes Auge spürst. Dies ist Gerade Shambhavi Mudra.

Wenn du magst, kannst du es gleich üben. Du kannst dir z.B. eine Pflanze aussuchen, eine Zimmerpflanze oder einen Baum oder auch eine Murti, eine Götterfigur, du könntest es auch mit einem Menschen machen, wenn für den das ok ist, oder es ist auch eine gute Übung in Kirchen, Moscheen, Tempeln, Synagogen zum Allerheiligsten hin.

Suche dir irgendetwas aus, wo du hinschauen willst. Schaue dort sanft hin mit offenen Augen und während du dort sanft hinschaust, kannst du überlegen, willst du das Objekt genau anschauen oder willst du weichen Blick üben, durch das Objekt hindurch schauen, das kannst du auch machen. Und dabei spüre dann dein 3. Auge, also den Bereich, Punkt zwischen den Augenbrauen bis Mitte der Stirn.

Während du also hinschaust oder hindurchschaust mit deinen physischen Augen, spürst du das mit dem dritten Auge auch. Vielleicht fängt das, was du ansiehst, an zu leuchten, vielleicht siehst du dort einen Lichtkranz drum herum oder vielleicht siehst du auch ein Licht im dritten Auge oder du spürst ein sanftes Pulsieren. Dann schließe kurz die Augen, halte die Augen entspannt und spüre jetzt die Mitte der Stirn oder Punkt zwischen den Augenbrauen, vielleicht siehst du jetzt noch intensiver ein inneres Licht oder du spürst ein sanftes Pulsieren.

Übe das noch einmal, schaue wieder dorthin, wo du vorher hingeschaut hast, entweder fixiere den Blick oder weicher Blick, schaue hindurch und gleichzeitig spüre dein drittes Auge. Stelle dir vor, du willst das, was du anschaust, auch anschauen mit deinem dritten Auge oder spüren mit deinem dritten Auge. Dann schließe die Augen, schaue bei geschlossenen Augen weit weg und spüre den Stirnbereich, spüre das Licht in der Stirn. Wenn du willst, bleibe weiter in der Meditation. Du könntest auch weiter die Augen öffnen und schließen im Wechsel oder öffne die Augen und fahre fort mit dem, mit dem du fortfahren willst.


Siehe auch

Seminare zum Thema bzw. im indirekten Zusammenhang

Links