Asthi Sanchayana und Nirvapana – die Asche eines Elternteils der Erde anvertrauen

Aus Yogawiki

Asthi Sanchayana und Nirvapana – die Asche eines Elternteils der Erde anvertrauen begleitet Angehörige dabei, die Asche eines verstorbenen Elternteils nach der Einäscherung zu übernehmen und der Erde anzuvertrauen. Mit Asthi Sanchayana wird das Sammeln der Überreste bezeichnet, mit Asthi Nirvapana ihre Beisetzung. Diese Fassung aus dem Puranokta Apara Prayoga folgt der südindischen Trauerordnung und sieht eine Erdbestattung vor. Die Familie handelt mit ihrer Ritualleitung am vereinbarten Bestattungsort. Das Handbuch nennt den dritten, siebten oder neunten Tag nach der Einäscherung.

Die Gebete bitten um einen guten Weg für den Verstorbenen und um Halt für die Zurückbleibenden. Besonders anschaulich ist die Bitte an die Erde: Sie möge den Menschen in ihren Schoß nehmen und ihm eine freundliche, schützende Ruhestätte sein.

Vorbereitung

Die Asche wird am Krematorium übernommen. Für die folgende Zeremonie ist ein geschützter Platz im Bestattungsbereich vorgesehen. Beisetzungsstelle und Handhabung der Urne werden zuvor mit der zuständigen Einrichtung abgestimmt. Eine auflösbare Urne muss nach dem Handbuch für die Rituale nicht geöffnet werden.

Bereitstehen sollen die Urne beziehungsweise ein geeignetes Tongefäß, ein rotes Tuch, Darbha, Senf- oder Sesamsamen, ein Bananenblatt oder eine geeignete Schale, drei kleine Reisgaben, eine kleine Lampe, Wasser mit Gefäß und Löffel, etwas Reis als Gefäßunterlage, Blüten, Sandelpaste und Kumkum. Wenn die Asche in ein anderes Gefäß umgebettet wird, sieht die Quelle Milch und Sandelpaste vor: praktisch Milch (bzw. Pflanzenmilch) verwenden. Die Pflanzenmilch ist eine heutige Alternative. Das Material bleibt bis zur Beisetzung innerhalb des dafür vorgesehenen Gefäßes.

Der Karta, die Person, die für den Verstorbenen handelt, trägt die heilige Schnur bei Ahnenhandlungen über der rechten Schulter: Apasavya. Für die Gottesverehrung liegt sie links: Savya. Das Handbuch lässt bei nicht eingeweihten Angehörigen ein Schultertuch anstelle der Schnur zu. Die persönliche Absicht wird im Folgenden auf Deutsch gesprochen; sie ist eine sinngemäße Praxisfassung der variablen Sankalpa-Formeln.

Durchführung

1. Den Platz friedlich betreten
Streue am Ritualplatz einige Senf- oder Sesamsamen und sprich:


apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi samsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakartāras te naśyantu yamājñayā ||
apakrāmantu bhūtāni piśācāḥ sarvato diśam |
sarveṣām avirodhena brahma karma samārabhe ||

अपसर्पन्तु ते भूता ये भूता भुवि सम्स्थिताः ।
ये भूता विघ्नकर्तारस् ते नश्यन्तु यमाज्ञया ॥
अपक्रामन्तु भूतानि पिशाचाः सर्वतो दिशम् ।
सर्वेषाम् अविरोधेन ब्रह्म कर्म समारभे ॥

Mögen die Wesen, die diesen Ort bewohnen, zurücktreten; mögen störende Kräfte auf Yamas Geheiß weichen. Mögen die unruhigen Wesen in alle Richtungen fortgehen. Ohne Feindschaft gegen irgendein Wesen beginne ich diese heilige Handlung.

2. Gaben für die Wesen des Bestattungsortes
Lege die Schnur oder das Tuch rechts an. Breite das Blatt aus und lege die drei Reisgaben darauf. Sprich: „Am Tag der Übernahme der Asche meines verstorbenen Vaters beziehungsweise meiner verstorbenen Mutter bringe ich den Wesen dieses Ortes friedliche Gaben dar.“ Die Lampe begleitet die Bali-Gabe. Sprich:


ye'smin śmaśāne devāḥ syur bhagavantaḥ sanātanāḥ |
te'smat sakāśād gṛhṇīyu balim aṣṭāṅgam akṣayam ||
pretasyāsya śubhāṅ-lokān prayacchantu ca śāśvatān |
asmākam āyur ārogyaṁ sukhaṁ ca dadatāṁ ciram ||
iti śmaśāna vāsibhyo pretāya preta-sakhābhyo baliṁ sadīpaṁ dadāmi ||

येऽस्मिन् श्मशाने देवाः स्युर् भगवन्तः सनातनाः ।
तेऽस्मत् सकाशाद् गृह्णीयु बलिम् अष्टाङ्गम् अक्षयम् ॥
प्रेतस्यास्य शुभाङ्-लोकान् प्रयच्छन्तु च शाश्वतान् ।
अस्माकम् आयुर् आरोग्यं सुखं च ददतां चिरम् ॥
इति श्मशान वासिभ्यो प्रेताय प्रेत-सखाभ्यो बलिं सदीपं ददामि ॥

Mögen die ewigen Gottheiten dieses Bestattungsortes unsere Gabe annehmen. Mögen sie dem Verstorbenen lichte, gute Welten und uns langes Leben, Gesundheit und Frieden gewähren. Den Bewohnern dieses Ortes, dem Verstorbenen und seinen Begleitern gebe ich diese Gabe mit Licht. Der Ausdruck „achtgliedrige Gabe“ gehört zum Gebet; die Handlungsanweisung dieses Abschnitts nennt drei Reisgaben.

3. Die Urne bereiten
Stelle das Gefäß südlich auf Darbha. Falls eine Umbettung der Asche vorgesehen ist, wird sie mit Milch (bzw. Pflanzenmilch) und Sandelpaste in das Tongefäß gegeben. Bei einer geeigneten geschlossenen Urne entfällt das Öffnen. Hülle die Urne in das rote Tuch und besprenge sie leicht mit Wasser:


adbhyaḥ prokṣyāmi śucaye deveśānaḥ prayaścittaḥ |
pavitraṁ kurutāt adyaṁ sarvāni prīta cetasaḥ ||
ayodhya mathura māyā kāśi kāñci avantika |
puri dvāravati caiva saptaite mokṣa dāyakaḥ ||

अद्भ्यः प्रोक्ष्यामि शुचये देवेशानः प्रयश्चित्तः ।
पवित्रं कुरुतात् अद्यं सर्वानि प्रीत चेतसः ॥
अयोध्य मथुर माया काशि काञ्चि अवन्तिक ।
पुरि द्वारवति चैव सप्तैते मोक्ष दायकः ॥

Mit Wasser vollziehe ich die reinigende Besprengung und bitte um Heiligung mit freundlichem Herzen. Die heiligen Städte Ayodhya, Mathura, Maya, Kashi, Kanchi, Avantika und Dvaraka werden als Orte der Befreiung angerufen.

Sprich die Absicht mit dem tatsächlichen Datum: „Heute, am vereinbarten Tag nach der Einäscherung, nehme ich die Asche meines verstorbenen Elternteils in ehrfürchtiger Fürsorge entgegen und bereite ihre Beisetzung vor.“

4. Licht und Wasser für den Abschied
Lege die Schnur oder das Tuch auf die linke Schulter. Stelle die brennende Lampe sicher auf und sprich:


bho dīpa brahma rūpas tvaṁ karma-sākṣī hyavighna-kṛt |
yāvat karma samāptis syāt tāvat tvaṁ susthiro bhava ||

भो दीप ब्रह्म रूपस् त्वं कर्म-साक्षी ह्यविघ्न-कृत् ।
यावत् कर्म समाप्तिस् स्यात् तावत् त्वं सुस्थिरो भव ॥

O Licht, du bist eine Gestalt des Brahman, Zeuge dieser Handlung und Helfer gegen Hindernisse. Bleibe beständig, bis die Zeremonie vollendet ist.

Für das Karma Patra, das Gefäß mit Ritualwasser, stelle ein wassergefülltes Gefäß auf etwas Reis. Gib eine Blüte und etwas Duft hinein; zeichne außen mit Sandelpaste und Kumkum vier kleine Zeichen. Bedecke die Öffnung mit der rechten Hand. Vergegenwärtige Ganga, die heilige Gegenwart des reinigenden Wassers:


pāśāṅkuśa varābhītir dadhānām aruṇa prabhām |
grāhārūḍham agam vande gaṅgāṁ sarva sarid varām ||
oṁ ambarīṣāya vidmahe | sindhu-dvīpāya dhīmahi | tanno gaṅgā pracodayāt ||
oṁ bhūrbhuvas suvaḥ |
oṁ gaṅgāyai namaḥ asmin kumbhe gaṅgām dhyāyāmi āvāhayāmi ||
sakala arādhanai svarcitam ||
oṁ karma-pātraṁ susaṁpannam astu ||

पाशाङ्कुश वराभीतिर् दधानाम् अरुण प्रभाम् ।
ग्राहारूढम् अगम् वन्दे गङ्गां सर्व सरिद् वराम् ॥
ओं अम्बरीषाय विद्महे । सिन्धु-द्वीपाय धीमहि । तन्नो गङ्गा प्रचोदयात् ॥
ओं भूर्भुवस् सुवः ।
ओं गङ्गायै नमः अस्मिन् कुम्भे गङ्गाम् ध्यायामि आवाहयामि ॥
सकल अराधनै स्वर्चितम् ॥
ओं कर्म-पात्रं सुसंपन्नम् अस्तु ॥

Ich verehre Ganga, die vorzüglichste unter den Flüssen, mit rötlichem Glanz, Schlinge, Stachel und den Gesten des Segens und der Furchtlosigkeit, auf ihrem Wasserwesen reitend. Wir besinnen uns auf Ambarisha und meditieren über Sindhudvipa; möge Ganga uns anregen. Ehre Ganga: In diesem Gefäß vergegenwärtige ich dich und lade dich ein. Mit Verehrung bist du geehrt. Möge das Ritualwasser vollständig bereitet sein.

Bitte um Reinigung von verletzendem Handeln, Sprechen und Denken:


adattānām upādānaṁ ca hiṁsaivā hi vidhānataḥ |
kāmesu micchācāra kāyikaṁ trividhaṁ smṛtam ||
pāruṣyam anṛtaṁ caiva paiśunyaṁ cāpi sarvaśaḥ |
asambaddha pralāpaśca vāṅmayaṁ syāc catur vidham ||
para dravyeṣv abhidhyānaṁ manasāniṣṭa cintanam |
vitathābhiniveśaśca mānasaṁ trividhaṁ smṛtam ||
etāni daśa pāpāni hara tvaṁ asya jāhnavi ||
gaṅgā gaṅgeti yo brūyād yojanānāṁ śatairapi |
mucyate sarva pāpebhyo viṣṇu-lokaṁ sa gacchati ||

अदत्तानाम् उपादानं च हिंसैवा हि विधानतः ।
कामेसु मिच्छाचार कायिकं त्रिविधं स्मृतम् ॥
पारुष्यम् अनृतं चैव पैशुन्यं चापि सर्वशः ।
असम्बद्ध प्रलापश्च वाङ्मयं स्याच् चतुर् विधम् ॥
पर द्रव्येष्व् अभिध्यानं मनसानिष्ट चिन्तनम् ।
वितथाभिनिवेशश्च मानसं त्रिविधं स्मृतम् ॥
एतानि दश पापानि हर त्वं अस्य जाह्नवि ॥
गङ्गा गङ्गेति यो ब्रूयाद् योजनानां शतैरपि ।
मुच्यते सर्व पापेभ्यो विष्णु-लोकं स गच्छति ॥

Nichtgegebenes nehmen, Lebewesen verletzen und sexuelles Fehlverhalten gelten als drei leibliche Verfehlungen; harte Rede, Unwahrheit, Verleumdung und ungezügeltes Gerede als vier Verfehlungen der Sprache; Begehrlichkeit nach fremdem Besitz, übelwollendes Denken und das Festhalten am Unwahren als drei geistige Verfehlungen. O Jahnavi, nimm diese zehn Verfehlungen von ihm. Wer Ganga auch aus großer Ferne beim Namen ruft, wird nach dem Gebet gereinigt und gelangt zu Vishnu.

Besprenge dich und die Gegenstände leicht:


apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthaṁ-gatopi vā |
yassmaret puṇḍarikākṣaṁ sa bāhyābhyantaraśśuciḥ ||

अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थं-गतोपि वा ।
यस्स्मरेत् पुण्डरिकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरश्शुचिः ॥

Ob unrein oder rein und in welcher Lebenslage auch immer: Wer des lotusäugigen Vishnu gedenkt, wird äußerlich und innerlich rein.

5. Die Asche der Erde anvertrauen
Geht zur vorbereiteten Beisetzungsstelle. Sprich: „Heute vertraue ich die Asche meines verstorbenen Vaters beziehungsweise meiner verstorbenen Mutter der Erde an. Möge diese Ruhestätte Frieden und Geborgenheit schenken.“ Lege für den Abschied die Schnur oder das Tuch rechts an. Während die Urne an ihren vorgesehenen Platz gesetzt und mit Erde bedeckt wird, sprich die drei Erdgebete:


tvāṁ pṛthivyā āvṛṇomi |
atra pitaraḥ tava smārakaṁ dṛḍhaṁ kuryuḥ |
yamaḥ ca tava sthiraṁ nivāsasthānaṁ karotu |

त्वां पृथिव्या आवृणोमि ।
अत्र पितरः तव स्मारकं दृढं कुर्युः ।
यमः च तव स्थिरं निवासस्थानं करोतु ।

Ich bedecke dich mit der Erde. Mögen die Ahnen hier dein Gedächtnis fest bewahren. Möge Yama dir eine beständige Ruhestätte bereiten.


adya pṛthivī sthirā bhavatu |
sahasrakuṇḍānyasyopari tiṣṭhantu |
tāni tasya poṣaṇaṁ rakṣaṇaṁ ca kuryuḥ |
eṣā ca sadā tasya antyavasatiḥ bhavatu |

अद्य पृथिवी स्थिरा भवतु ।
सहस्रकुण्डान्यस्योपरि तिष्ठन्तु ।
तानि तस्य पोषणं रक्षणं च कुर्युः ।
एषा च सदा तस्य अन्त्यवसतिः भवतु ।

Möge die Erde nun fest sein. Möge die Erde über ihm bleiben und ihm Nahrung und Schutz sein. Möge dies seine bleibende letzte Ruhestätte werden.


pṛthivī vistīrṇā tvāṁ svāṅke gṛhītavatī |
he pṛthivi tasmai saumyā subhagā bhava |
tasmai sampūrṇaṁ rakṣaṇaṁ dehi |
śivaṁ yātu paraṁ yātu sukṛtaṁ yātu tapo yātu |

पृथिवी विस्तीर्णा त्वां स्वाङ्के गृहीतवती ।
हे पृथिवि तस्मै सौम्या सुभगा भव ।
तस्मै सम्पूर्णं रक्षणं देहि ।
शिवं यातु परं यातु सुकृतं यातु तपो यातु ।

Die weite Erde hat dich in ihren Schoß genommen. O Erde, sei ihm freundlich und gütig; schenke ihm vollständigen Schutz. Möge er zum Heil, zum Höchsten, zum Verdienst guter Taten und zur Kraft geistiger Sammlung gelangen.

6. Für den Verstorbenen und die Trauernden beten
Lege die Schnur oder das Tuch wieder links an. Die folgenden sieben Gebete wenden sich an Hari, Krishna und Narayana:


trāhi māṁ deva-deveśa hare saṁsāra sāgarāt |
trāhi māṁ sarva pāpaghna duḥkha śokārṇavāt prabho ||

त्राहि मां देव-देवेश हरे संसार सागरात् ।
त्राहि मां सर्व पापघ्न दुःख शोकार्णवात् प्रभो ॥

Hari, Herr der Götter, rette mich aus dem Meer des Samsara. Du nimmst Verfehlungen hinweg: Trage mich durch das Meer von Schmerz und Trauer.


devakīnandana śrīśa hare saṁsāra sāgarāt |
dur-vṛttāṁs-trāyase viṣṇoḥ ye smaranti sakṛt sakṛt ||

देवकीनन्दन श्रीश हरे संसार सागरात् ।
दुर्-वृत्तांस्-त्रायसे विष्णोः ये स्मरन्ति सकृत् सकृत् ॥

Freude Devakis, Herr Lakshmis, Hari: Hilf uns durch das Meer des Daseins. Vishnu, du rettest selbst Menschen, die fehlgegangen sind und deiner aufrichtig gedenken.


trāhi māṁ deva-deveśa tvāmṛte'nyo na rakṣitā |
svajanma vāsudevāya go brahmaṇa hitāya ca ||

त्राहि मां देव-देवेश त्वामृतेऽन्यो न रक्षिता ।
स्वजन्म वासुदेवाय गो ब्रह्मण हिताय च ॥

Herr der Götter, beschütze mich; außer dir finde ich keine letzte Zuflucht. Verehrung Vasudeva, dem Wohltäter der Kühe und der Brahmanen.


jagadd-hitāya kṛṣṇāya govindāya namo namaḥ |
śantir astu śivaṁ cāstu dhanavikhyāti rājyabhāk ||

जगद्द्-हिताय कृष्णाय गोविन्दाय नमो नमः ।
शन्तिर् अस्तु शिवं चास्तु धनविख्याति राज्यभाक् ॥

Wieder und wieder Verehrung Krishna und Govinda, dem Wohltäter der Welt. Mögen Frieden, Wohlergehen, Fülle, guter Ruf und ein guter Lebensbereich sein.


atasi puṣpa saṁkāśaṁ pīta-vāsa samacyutaṁ |
ye namasyanti govindaṁ na teṣāṁ vidyate bhayam ||

अतसि पुष्प संकाशं पीत-वास समच्युतं ।
ये नमस्यन्ति गोविन्दं न तेषां विद्यते भयम् ॥

Wer Govinda verehrt, dessen Gestalt dunkel wie die Flachsblüte ist, der gelb gekleidet und unvergänglich ist, findet Zuflucht jenseits der Furcht.


kṛṣṇa kṛṣṇa kṛpālo tvaṁ agatīnāṁ gatir bhava |
saṁsāra ārṇava magnānāṁ prasīda puruṣottama ||

कृष्ण कृष्ण कृपालो त्वं अगतीनां गतिर् भव ।
संसार आर्णव मग्नानां प्रसीद पुरुषोत्तम ॥

Krishna, gütiger Krishna, sei der Weg für Menschen ohne Ausweg. Du höchster Geist, sei denen nahe, die im Meer des Daseins versinken.


nārāyaṇa sura śreṣṭha lakṣmi kānta janārdhana |
asya pretasya mokṣārthaṁ suprīto bhava sarvadā ||

नारायण सुर श्रेष्ठ लक्ष्मि कान्त जनार्धन ।
अस्य प्रेतस्य मोक्षार्थं सुप्रीतो भव सर्वदा ॥

Narayana, Erster unter den Göttern, Gemahl Lakshmis, Janardana: Sei dem Verstorbenen gnädig und geleite ihn zur Befreiung.

Besprenge die Angehörigen leicht mit Wasser aus dem Karma Patra. Lösche die Lampe. Der Karta verneigt sich nach Süden; anschließend kehrt die Familie heim, und der Karta nimmt ein Bad. Ritualgefäße und nicht beigegebene Materialien werden wieder mitgenommen.

Den Abschied im Herzen tragen

Die Bitte an die Erde erlaubt einen Abschied ohne das Gefühl, den geliebten Menschen ins Nichts fallen zu lassen: Die Erde trägt, die Ahnen nehmen auf, und Gottes Gegenwart bleibt. Als persönliche Nachbetrachtung kann jede beteiligte Person eine konkrete gute Eigenschaft des Verstorbenen benennen, die sie im eigenen Leben weitertragen möchte.

Die Anleitung schließt an die südindische Einäscherungsfolge des Puranokta Apara Prayoga an; der zusätzliche sechste Pinda der nordindischen Anschlussform ist deshalb nicht enthalten. Die IAST-Schreibungen der Gebete folgen der benutzten Handbuchfassung. Die drei Erdgebete stehen dort in Devanagari und sind hier zusätzlich in IAST wiedergegeben. Die persönliche Datums- und Namensansage ist als deutsche Praxisfassung ausgeführt. Eine abweichende Wasserbeisetzung ist eine andere Wahl innerhalb desselben Handbuchabschnitts; die hier angeleitete Hauptfolge endet mit der Erdbestattung.

Quelle

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