Tirupati

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Tirupati (Telugu/Hindi: तिरुपति Tirupati) Tirupati ist der Name einer Pilgerstadt in Südindien.

Spitze des Lord Venkateswara Tempels in Tirupati Copyright

Tirupati ist auch ein bedeutender Hindu Tempelkomplex, der von mehreren Millionen Pilgern jedes Jahr besucht wird. Er steht im Bundesstaat Andhra Pradesh. Tirupati ist dem Venkatesha, auch Venkateswara genannt, einer Manifestation von Vishnu, gewidmet.

Sukadev über Tirupati

Niederschrift eines Vortragsvideos (2014) von Sukadev über Tirupati

Tirupati ist der Name einer Pilgerstadt im südlichen Indien, in Andhra Pradesh, nördlich von Chennai, also nördlich von Madras. Tirupati, einer der schönsten Pilgerorte in Indien.

Swami Sivananda über Tirupati

Swami Sivananda, der große indische Yoga Meister, schreibt über Tirupati:

Tirupati ist die heiligste Vaishnava-Tempelstadt Südindiens. Sie liegt mitten in den Seshachalam-Hügeln, etwa sieben Meilen von Tirupati entfernt, einem Bahnhof im Renigunta-Katpadi-Bezirk.

Die Landschaft um Tirupati ist äußerst pittoresk. Der Tempel liegt 762 Meter über dem Meer. Im Norden Indiens wird Tirupati als Bala Jee bezeichnet.

Vishnu mit seiner Gattin Lakshmi und der Weltenschlange Ananta

Der Tempel von Venkateswara (ein Aspekt Vishnus) liegt bei einer Gruppe von sieben Hügeln. Im Tempel gibt es ein Mantapa aus 1.000 Säulen. Ein Pilger, der auf dem Hügel-Tempel in Tirumalai ankommt, rastet und erfrischt sich im Kapila Tirtham (Badeplatz), benannt nach dem Weisen Kapila, dem Begründer des Sankhya-Systems der Hindu-Philosophie. Der Weg auf den Hügel ist mit elektrischen Lampen ausgestattet.

Die Götterstatue hat vier Arme, die beiden hinteren halten die Shankha (Muschel) und das Chakra (Diskus), und von den beiden anderen zeigt einer auf die Füße und der andere auf die Seite des Oberschenkels. Auf den beiden vorderen Armen sieht man das "Bhujanga Valaya" oder das Schlangenband. Dies ist der einzige Tempel, in dem sein Gefolge nicht an seiner Seite ist.

Morgens finden Darshans statt, bekannt als Shuddin, Tomala und Archana, gefolgt von einem freien Darshan. Dies wird am Abend wiederholt. Es gibt Ekanta Seva, Pulangi Darshan (Blütenkleid-Darshan), Abhisheka Darshan, etc.

Das jährliche Hauptfest ist das Brahmotsavam, das 10 Tage dauert. Die Hochzeit der Gottheit mit Padmavati Devi wird im September-Oktober gefeiert. Die populärste Prozession ist das Garuda Utsavam am fünften Tag. Es gibt das Ratha Saptami (Januar-Februar), das Floating-Fest (März-April), die Mukkoti Ekadasi (Dezember-Januar) und andere, kleinere Feste.

Der Tempel-Hundi, also das Gefäß, in das ihre Geschenke an Gott darbringen, ist vielleicht das größte seiner Art. Es ist 1,50 m hoch.

Die Gottheit hat große energetische Kraft. Viele unheilbare Krankheiten werden durch Darshan und Sankalpa geheilt.

Der Sri Govinda Raja Sams Tempel in Tirupati und der goldene Tempel von Padmavati in Tiruchanur, einem 3 Meilen von Tirupati entfernten Dorf, sind ebenfalls heilige Tempel.

Ehre die Gottheit Venkateswara und Mutter Alamalemanga!

(Aus: All About Hinduism, von Swami Sivananda)

Copyright Divine Life Society

Tirupati, heilige Stadt in Südindien

Lord Venkateswara Tempel, Copyright

Tirupati Stadt befindet sich im südöstlichen Teil des Bundesstaates Andhra Pradesh. Es liegt etwa 152 km nordwestlich von Chennai entfernt in den Venkatadri Bergen. Der Wohnsitz der Gottheit Venkateswara, bekannt als Balaji, findet sich dort in Andhra Pradesh. Tirupati ist seit Jahrhunderten ein göttliches Reiseziel geblieben, und das beweisen, wenn man sich umsieht, die verschiedenen Tempel und Orte mit natürlicher Schönheit, welche die große Stadt umgeben. In der Tat hat die Regierung vorgeschlagen, der Stadt einen Sonderstatus zu geben, ähnlich wie einer Art Vatikan des Ostens. An der südlichen Spitze der Ostghats in Andhra Pradesh gelegen, hat der Bezirk eine Reihe von immerwährenden Wasserfällen und große Waldflächen. Ungefähr 10 km nordwestlich von Tirupati, auf einer Höhe von 750 Metern, liegt der heilige Berg Tirumala, der als so heilig angesehen wurde, dass vor dem Jahre 1870 Nicht-Hindus ihn nicht besteigen durften.

Tirupati entwickelte sich vor allem durch die Spenden, die Könige während ihrer Regentschaft tätigten. Fast alle Könige der großen Dynastien der südlichen Halbinsel, erwiesen Sri Venkateswara ihre Ehrerbietung in dieser geheiligten Stätte von Tirupati. Die Pallavas von Kancheepuram (9. Jahrhundert), die Cholas von Thanjavur (ein Jahrhundert später), die Pandyas von Madurai, und die Könige und Stammesfürsten von Vijayanagar (14. bis 15. Jahrhundert) waren Anhänger des Gottes und sie konkurrierten miteinander in den Tempeln, indem sie ihn mit reichen Beigaben und Spenden ausstatteten. Während der Herrschaft der Vijayanagar Dynastie erhöhten sich die Spenden enorm. Krishnadevaraya hatte Statuen von sich selbst und seinen Gefährten an den Portalen des Tirupati Tempel aufstellen lassen und diese Statuen können bis zum heutigen Tag gesehen werden. Es gibt auch eine Statue von Venkatapati Raya im Haupttempel in Tirupati.

Nach dem Fall der hinduistischen Königreiche, kamen die muslimischen Herrscher von Karnataka und nach ihrem Sturz übernahmen die Briten. Viele der Tempel kamen unter ihre Aufsichts- und Schutzkontrolle. Im Jahre 1843 nach Christus trennte sich die East India Company selbst von der direkten Verwaltung der nichtchristlichen Stätten der Anbetung und einheimischen, religiösen Institutionen.

Kodandarama Swamy Tempel

Eine der Inschriften im Tempel sagt, dass Sri Venkateshwara Swami die Inkarnation von Sri Rama ist und Padmavathi, welche er heiratete, war zu der Zeit von Ramavatara eine Frau namens Vedavati, welche für die reale Sita zum Zeitpunkt der Entführung Ravanas ersetzt wurde. Es wird angenommen, dass Narasimharaya Mudiliyar den Tempelbau begonnen hat.

Die Pilaster welche an den Wänden des Garbhagriha und Antarala gefunden wurden, haben Vijayanagara Kapitelle. Es handelt sich dabei um ein hervorspringendes Gesims über der Wand, dessen äußere Oberfläche verziert ist mit Simhalalata Giebeln, die Oberfläche ist in Kammern durch vertikale und horizontale Balken geschnitten. Die Vimana ist vom Ekatala Typ und enthält die Serie: Kuta, Panjara, Sala, Panjara und Kuta. Oberhalb dieser Tala, gibt es eine Phalaka, deren 4 Ecken Löwen enthält. Die Sikhara ist rund und enthält vertikale Bandschnitte und gehört zur Vesara Ordnung. Es gibt ein einziges Metall Kalasa neben dem Sikhara. Dieser Tempel ist ca. 3km vom Bahnhof Tirupati entfernt und ist gut über die Straße und regelmäßig fahrende Busse zu erreichen.

Lord Venkateswara Tempel

Der Tempel von Balaji in den Tirumala Hügeln ist weltberühmt und Millionen von Pilgern aus der ganzen Welt besuchen jährlich den Tempel. Die Pallavas, Pandyas, Cholas die Vijayanagar Herrscher und der Maharadscha von Mysore unterstützten den Tempel, der in alten Texten Erwähnung findet. Der Haupttempel ist ein hervorragendes Beispiel für südindische Tempelarchitektur. Das Vimana über dem Allerheiligsten, als auch die Dhwajasthambam (Flaggensäule) sind vergoldet. Das Abbild von Venkateswara selbst ist göttlich anzuschauen und Pilger werden mit einem Gefühl der vollständigen Glückseligkeit und Zufriedenheit gesegnet, sobald sie das Idol während des Darshan erblicken.

Sila Thoranam

In den Tirumala Hügeln gelegen, ist diese natürliche Felsformation eines der Wunder der Natur und die einzige ihrer Art in Asien. Es handelt sich um einen natürlich geformten Felsbogen. Es wird angenommen, dass der Sila Thoranam Bogen 1500 Millionen Jahre alt ist und durch Verwitterung und Winderosion gebildet wurde. Der Bogen ist bei einer Höhe von ca. 3 Metern etwa 7,5 Meter lang.

Govindarajaswami Tempel

Dieser Tempel ist die Hauptattraktion für die Pilger in Tirupati und der größte in der Stadt. Die früheste Aufzeichnung darüber stammt aus dem Jahr 1235 nach Christus. Die Guru Parampara schreibt, nach Aussagen der Vaishnavas, die Gründung des Schreins Ramanuja zu. Die Besonderheit des Tempels ist, dass es zwei Schreine und nicht nur wie sonst üblich, einen im Zentrum der inneren Anlage gibt. Eine Außenwand umschließt diese beiden. Der Schrein im Süden ist der von Krishna, gewöhnlich bekannt als Parthasarathi, während der Schrein im Norden der von Govindaraja ist. Der Krishna Schrein ist gegenwärtig für den Gottesdienst geschlossen. Die früheste Aufzeichnung, welche auf der innersten Gopuram gefunden wurde, wird dem fünfzehnten Jahr des Yadavaraya Oberhaupts, Viranarasingadeva, 1224 nach Christus, zugerechnet. Der Govindaraja Swami-Tempel in Tirupati ist 1km vom Tirupati Bahnhof und 2km vom Tirupati Busbahnhof entfernt.

Der Vishvaksena Temple, Tirupati

Der Sri Vishvaksena Tempel befindet sich im Norden des Haupttempels, im Mukkoti Pradakshinam. Er nimmt einen wichtigen Platz in der Vaikhanasa Agama ein. Nach den Vaishnava Traditionen, wird Sri Vishwaksena zunächst als Führer der Armee des Herren verehrt und man sagt, dass dadurch jede Feierlichkeit und Rituale vor dem Bösen geschützt werden. Sein Idol hat vier Hände - die oberen Zwei halten ein Sankha und ein Chakra, die untere rechte Hand ist in Avgana Hastam, und die untere linke auf der Hüfte in Hastam Gada. Während der täglichen Anbetung von Venkateswara werden die Girlanden und Blumen (genannt Nirmalya) von seinem Idol genommen und verwendet, um Vishwaksena anzubeten.

Tiruchanur

Tiruchanur ist in ebenem Land gelegen. Der Tempel von Sri Venkateshwara zog eine große Zahl von Pilgern an, die hierher kamen, um ihren Herrn zu verehren. Ein Shiva Tempel, benannt nach Parasareswara wurde im westlichen Teil des Dorfes (im gegenwärtigen Dörfchen Jogi-Mallavaram) gebaut und wurde bald sehr populär. Es war eine wichtige Vaishnava Siedlung in Tiruchanur, seit Beginn des neunten Jahrhunderts.

Die Cholas eroberte Tondamandalam, in welchem die Tirupati-Tiruchanur Region gelegen war und sie förderten den Shivaismus und so erreichte und beeinflusste dieser die ehemalige Vaishnavahochburg von Tiruchanur. So kam diese Region unter den Einfluss des Vaishnavismus. Die Vaishnavas von Tiruchanur etablierten ein Tirumantrasalai und führten ihre Missionsarbeit fort. Sie bauten den Tiruvilankoil und setzten darin ein Bild von Sri Venkateshwara, als Vertreter des ursprünglichen Gottes des Vedangam Hügels, ein.

Der Rückgang der Chola Macht, in die Mitte des dreizehnten Jahrhunderts, ging einher mit dem Aufstieg vieler lokaler Stammesfürsten, bis zu deren Unabhängigkeit. Tiruchanur ist wichtig für die fünf Tempel, von denen vier noch heute existieren. Dies sind der Tiruvilankoil, der Krishna-Tempel, der Parasareswara Tempel, der Varadaraja Tempel und der Tempel von Padmavathi. Die Anlage liegt etwa 5 km von Tirupati Bahnhof entfernt und ist gut mit dem Straßennetz verbunden. Es fahren regelmäßig Busse von Tirupati dorthin.

Siehe auch

Literatur

Weblinks

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