Zionismus

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Zionismus : Wissenswertes und Interessantes zum Thema Zionismus. Mit Video und Audio.

Zionismus - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Zionismus

Zionismus ist eine politische Ideologie von Juden, die auf die Errichtung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina abzielt bzw. abgezielt hat. Der Zionismus entstand im 19. Jh., gehört ins Zeitalter der Nationalstaaten und wurde von Theodor Herzl gegründet.

Der Zionismus kommt eigentlich vom Wort Zion. Zion war ürsprünglich der Name für den Tempelberg in Jerusalem. Manchmal wird Jerusalem als Tochter Zion bezeichnet.

Um 800 v. Chr wurde vermutlich der erste Jerusalemer Tempel erbaut. Manche sagen, dass Salomon den Jerusalemer Tempel erbaut hat. Das wäre etwas nach 1.000 v. Chr. Manche Archäologen sagen, es war um 800 v. Chr.

Der erste Jerusalemer Tempel wurde 586 v. Chr durch die Babylonier zerstört und ein Großteil der Juden bzw. der Judäer, der Israeliten wurden nach Babylon verschleppt und lebten im babylonischen Exil. Und so wurde Zion das Symbol für die Tempelstadt und Symbol für die Hoffnungen des Judentums, wieder zurück zu kehren.

Die Juden konnten unter den Persern zurück kehren. Aber unter der römischen Herrschaft gab es immer wieder Aufstände gegen diese. Im Jahr 70 zerstörten die Römer den zweiten Jerusalemer Tempel, der durch Herodes aufgebaut wurde und deportierten viele Bewohner Judäas nach Rom.

Dann gab es den so genannten Bar Kochba Aufstand 135 n. Chr. Dort wurden die Juden insgesamt nach Syrien, nach Rom und in andere Länder vertrieben. Die Juden wurden also im ganzen römischen Reich angesiedelt und durften nich mehr in Palästina leben. Und so gab es eine große Sehnsucht der Juden, in ihre Heimat nach Jerusalem zurück zu kehren. Das war die Sehnsucht nach Zion.

In der Neuzeit gab es in Europa zunächst die Hoffnung der Juden, dass sie in die Gesellschaft integriert werden könnten. In der Zeit der Aufklärung wurde religiöse Toleranz propagiert. Die Judenverfolgungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit sind mindestens in West -und Mitteleuropa verschwunden.

In der Zeit der Französischen Revolution haben Juden volles Bürgerrecht bekommen. Aber in der zweiten Hälfte des 19. Jh. kam es immer wieder zu Verfolgungen gerade in Osteuropa. Und so kamen manche Juden, insbesondere Theodor Herzl, zu dem Schluss, dass die Juden einen eigenen Staat brauchen. So wie im Zeitalter der Nationalstaaten die Italiener ihren Staat bekamen, die Deutschen ihren Staat, das Deutsche Reich und viele andere Länder ihre Nationalstaaten bekamen, so wollten auch die Juden ihren Nationalstaat bekommen.

Und gerade durch die russischen Progrome in der zweiten Hälfte des 19. Jh., vermehrt noch ab 1881, kam es zur großen Sehnsucht in Sicherheit zu kommen. Moses Hess schrieb dann im Jahr 1862 das Traktat Rom und Jerusalem. 1864 setzte sich Leon Pinska in seinem Buch Autoemanzipation mit der Idee eines jüdischen Staates auseinander. Im Jahre 1881 floh Elizer ben Jehuda aus Südrussland, ließ sich in Jerusalem nieder und verwandelte das alte biblische Hebräisch, die heilige Sprache, in das moderne Hebräisch und schuf so die Sprache des modernen Israels.

1882 entstand die Gründung der Bilu und das ist eine Bewegung, um nach Israel aus zu wandern. 1883 unterstützte Baron Rothschild die ersten jüdischen Siedlung im sogenannten Erez Israel, im Land Israel.

1894 bis 1895 wurde der Hauptmann Alfred Dreyfus in einem Schauprozess in Paris fälschlicherweise der Spionage beschuldigt. Dieses Ereignis veranlasste Theodor Herzl, der als Pressekorrespondent mit anwesend war, sich mit dem Problem des Antisemitismus zu beschäftigen und er schuf 1896 einen grundlegenden Text des Zionismus, sein Buch „Der Judenstaat“. Dort propagierte er die Gründung eines jüdischen Staates.

Seit 1897 fanden internationale zionistische Kongresse statt. Und so wanderten immer mehr Juden nach Israel aus. Z. B. gab es um 1900 40.000 bis 50.000 Juden in Palästina. Die ottomanischen Behörden stimmten zu, dass die Juden dort hin auswandern konnten. Sie erhofften sich davon eine gewisse wirtschaftliche Belebung.

Im Jahr 1901 wurde der jüdische National Fond ins Leben gerufen und das sollte den Siedlern helfen, sich im Land Israel zu entwickeln. Es entstand eine Sache nach der anderen und nachdem es 1902/1903 wiederum Progrome in Russland und Polen gab, kam eine weitere größere Auswanderungswelle. Immer mehr Juden ließen sich in Israel nieder.

1914 gab es etwa 85.000 Juden in Israel. Innerhalb von 14 Jahren hatte sich die Bevölkerung fast verdoppelt. Es gab viele landwirtschaftliche Siedlungen. Es entstanden Kibbuzim und vieles andere.

1917 gab es die Belfour-Deklaration, die aussagte, dass die britische Regierung einer jüdischen Heimstätte in Palästina ihr Wohlwollen ausdrückt und es wurde gesagt, dass ein jüdischer Staat in Palästina gegründet werden soll.

Zionismus Video

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Audiovortrag zu Zionismus

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Siehe auch

Zionismus gehört zu den Themengebieten Judentum, Zionismus, Israel. Ähnliche Wörter und Begriffe, die thematisch dazu passen:

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