Was Frieden schafft

Aus Yogawiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Was Frieden schafft. Tipps und Informationen, wie du in mehr Frieden leben kannst mit dir selbst und mit deiner Umwelt. Vielleicht kannst du nicht den Weltfrieden herstellen. Aber du kannst eine friedvolle Energie ausstrahlen.

Im Yoga ist es wichtig, inneren Frieden zu finden und mit seiner Kraft in der Welt zu wirken.


Sukadev über Frieden

Was schafft Frieden? Wie kann man Frieden schaffen? Was trägt zum Frieden bei?

Ich muss zugeben, dass ich kein Politikwissenschaftler bin und deshalb nicht wirklich sagen kann, wie man Frieden zwischen Völkern und Kulturen schaffen kann und wie man Bürgerkriege befrieden kann. Das ist nicht mein Spezialgebiet. Ich kenne mich mehr damit aus, wie man inneren Frieden schafft und friedfertiger mit anderen Menschen umgeht. Ein wichtiger Aspekt, der Frieden schafft ist erst einmal das Bewusstsein, dass man in der Tiefe seines Wesens verbunden ist mit allen. Es gibt nur ein Bewusstsein. Es gibt keinen Plural von Bewusstsein. Und so ist das Bewusstsein von allen Wesen letztlich Teil des kosmischen Bewusstseins.

Ich bin ja ein Yogalehrer aus der Yoga Vedanta Tradition und in dieser Tradition geht man davon aus, dass es ein Göttliches gibt und dieses Göttliche die Weltenseele hinter der ganzen Welt ist. Jede Einzelseele ist eine Manifestation dieses Göttlichen. In diesem Sinne ist es hilfreich zu verstehen, dass wir eins mit dem Unendlichen und Ewigen sind. Auf einer relativen Ebene ist das Leela, ein göttliches Spiel. Wenn du das so anerkennst, dann weißt du, dass du von innen her mit allem verbunden bist und es in dieser Verbundenheit die ganze Welt gibt. Die ganze Welt ist wie ein kosmischer Traum. So wie du im Traum die ganze Welt träumst, so träumt die Weltenseele dieser Welt. Wenn du dir dessen bewusst bist, dann ist da schon eine andere Friedfertigkeit da. Nicht du musst gegen die anderen kämpfen, sondern alles ist Teil des kosmischen Traumes und innerhalb dieses kosmischen Traumes ist vielleicht deine besondere Aufgabe, Frieden zu schaffen ohne Waffen. Das ist erst einmal eine Grundeinstellung.

Im Hinblick auf die Frage, was weiter Frieden schafft, kann man davon ausgehen, dass alle Menschen es irgendwo gut meinen. Sie verhalten sich vielleicht nicht immer gut, aber letztlich meinen sie immer das Gute. Es gibt kaum einen Menschen, der von sich sagt, dass er bewusst das Schlechte will. Menschen haben natürlich auch Interessen für sich und andere, aber sie denken, dass sie etwas Gutes bewirken wollen. Manche Menschen sind darin irregeleitet. Viele Menschen schaffen viele Probleme, aber schon die Evolutionsbiologen sagen, dass man menschliches Verhalten so verstehen kann, dass alles Verhalten auf einer evolutionsbiologischen Grundlage beruht, die in einem bestimmten Kontext sinnvoll war oder sein könnte. Wenn du das verstehst, dann brauchst du das Böse nicht auszurotten. Ich glaube die schlimmsten Kriege entstehen, wenn Menschen das Böse ausrotten wollen und wenn zwei Menschen denken, sie wären das Gute und der Gegner wäre der größte Feind. Dann wird es fanatisch.

In diesem Sinne ist das Bewusstsein dafür, dass der andere es von seiner Sicht aus gut meint und alle ihre berechtigten Interessen haben, schon mal sehr wichtig, um Frieden zu schaffen. Das gilt gerade für den direkten Umgang mit deinen Kollegen, deinem Nachbarn, deinem Steuerbeamten, mit wem auch immer.

Der nächste wichtige Schritt, um Frieden zu schaffen, wäre eine Kommunikationsstrategie zu lernen. Das heißt zu lernen, mitfühlend und respektvoll zu kommunizieren, den anderen zu fragen, was seine Interessen und Anliegen sind, und eigene Interessen und Anliegen auch auszusprechen. Wenn der andere merkt, dass du ihn oder sie auch ernst nimmst oder wenn du versuchst, Frieden zu stiften, wenn beide Parteien merken, dass sie ernstgenommen werden, dann hilft das schon mal für den Frieden.

Vom Yoga aus sagen wir auch, dass Gedanken helfen können, zum Frieden beizutragen. Du kannst morgens aufwachen und sagen: Möge Frieden sein. Möge ich heute eine Kraft des Friedens sein. Eventuell wiederhole das Wort Shanti, das Sanskritwort für Frieden. Oder wiederhole Shalom oder Salamaleikum oder Friede sei mit allen. Auch schon auf der geistigen, gedanklichen Ebene kannst du einiges tun, um Frieden zu schaffen.

Video: Was Frieden schafft

Kurzes Vortragsvideo über "Was Frieden schafft":

Ein Kurzvortrag vom Gründer von Yoga Vidya, Sukadev Bretz zum Sachverhalt Frieden, aus dem Interessengebiet Shanti.

Weitere Fragen und Antworten zum Thema Frieden

Hier findest du Antworten zu weiteren Fragen zum Thema Frieden:

Was Frieden schafft - Weitere Infos zum Thema Frieden und Shanti

Hier findest du weitere Informationen zu den Themen Frieden und Shanti und einiges, was in Verbindung steht mit Was Frieden schafft: