Subrahmanya Manasa Puja – Kartikeya im Herzen königlich bewirten

Aus Yogawiki

Subrahmanya Manasa Puja – Kartikeya im Herzen königlich bewirten macht die Verehrung Kartikeyas zu einer großzügigen inneren Einladung: Der Sohn Shivas empfängt einen leuchtenden Sitz, duftende Bäder, Blüten, ein reiches Mahl und die Ehrendienste eines Königs. Wer seine Hingabe vertiefen möchte, kann die 43 Verse als vollständige Manasa Puja vollziehen. Die große Zahl der Gaben öffnet die Vorstellungskraft; am Ende stehen Bitte um Vergebung und Verehrung dessen, der im Inneren aller Wesen wohnt.

Der Text gehört zur Subrahmanya-Verehrung und wird als Subrahmanya Manasa Puja Stotram überliefert. Die hier verwendete Fassung veröffentlicht Stotra Nidhi. Sie nennt keinen bestimmten Festtag, keine Uhrzeit und keinen priesterlichen Vollzug. Die persönliche geistige Puja kann zuhause vor einem Bild oder an einem ruhigen Ort erfolgen. Skanda, Guha, Shanmukha und Kartikeya bezeichnen im Text dieselbe Gottheit.

Vorbereitung

Setze dich ruhig und lies die Bedeutungen einmal durch. Alle genannten Gefäße, Kleider, Duftstoffe, Milchprodukte und Speisen werden vorgestellt; es werden keine äußeren Materialien benötigt. Auch Panchagavya ist hier Bestandteil des vorgestellten göttlichen Bades, keine Zubereitungs- oder Einnahmeanweisung. Stelle dir einen hellen Tempel im Herzen vor, in dem jeder Dienst ohne Eile geschieht.

Durchführung

Rezitiere die Verse der Reihe nach. Manche Sätze erstrecken sich über mehrere Verse: Das Bad reicht von Vers 10 bis 13, die Speisedarbringung von Vers 23 bis 36. Die inneren Bewegungen folgen diesen zusammengehörigen Abschnitten. Du kannst die Augen für die Vorstellung schließen und zum Lesen wieder öffnen.

1. Tempel und Gestalt im Herzen schauen
Mit Dhyana entsteht ein goldener Tempel auf dem Skanda-Berg. Betrachte Kartikeya von Haupt bis Fuß, seine Freude, Schönheit und Zuwendung.

Vers 1
śrīmanmerudharādharādhipa mahāsaubhāgyasaṃśobhite
mandāradrumavāṭikāparivṛte śrīskandaśailemale
saudhe hāṭakanirmite maṇimaye sanmaṇṭapābhyantare
brahmānandaghanaṃ guhākhyamanaghaṃ siṃhāsanaṃ cintaye || 1 ||

Ich betrachte den makellosen, Guha genannten Herrn, die verdichtete Freude Brahmans, auf seinem Thron: im reinen Skanda-Berg, geschmückt mit höchster Herrlichkeit, inmitten eines Gartens von Mandara-Bäumen, im kostbaren Saal eines goldenen, edelsteingeschmückten Palastes.

Vers 2
madanāyutalāvaṇyaṃ navyāruṇaśatāruṇam |
nīlajīmūtacikuraṃ ardhendu sadṛśālikam || 2 ||

Er besitzt die Anmut von zehntausend Liebesgöttern und leuchtet rot wie hundert neu aufgehende Sonnen. Sein Haar gleicht einer dunklen Regenwolke, seine Stirn dem Halbmond.

Vers 3
puṇḍarīkaviśālākṣaṃ pūrṇacandranibhānanam |
cāmpeya vilasannāsaṃ mandahāsāñcitorasam || 3 ||

Seine großen Augen gleichen dem weißen Lotus, sein Antlitz dem Vollmond. Seine Nase ist schön wie die Champaka-Blüte; ein sanftes Lächeln schmückt ihn.

Vers 4
gaṇḍasthalacalacchotra kuṇḍalaṃ cārukandharam |
karāsaktakanaḥdaṇḍaṃ ratnahārāñcitorasam || 4 ||

Ohrgehänge bewegen sich an seinen Wangen, sein Hals ist anmutig. Er hält einen Stab in der Hand, und Edelsteinketten schmücken seine Brust.

Vers 5
kaṭītaṭalasaddivyavasanaṃ pīvarorukam |
surāsurādikoṭīra nīrājitapadāmbujam || 5 ||

Ein göttliches Gewand glänzt an seinen Hüften; seine Schenkel sind kraftvoll. Die Kronen der Götter und Asuras erweisen seinen Lotusfüßen Lichtverehrung.

Vers 6
nānāratna vibhūṣāḍhyaṃ divyacandanacarcitam |
sanakādi mahāyogi sevitaṃ karuṇānidhim || 6 ||

Er trägt Schmuck aus vielerlei Edelsteinen und göttliches Sandelholz. Sanaka und andere große Yogis dienen ihm, dem Schatz des Mitgefühls.

Vers 7
bhaktavāñchitadātāraṃ devasenāsamāvṛtam |
tejomayaṃ kārtikeyaṃ bhāvaye hṛdayāmbuje || 7 ||

Im Lotus meines Herzens betrachte ich den leuchtenden Kartikeya, von Devasena umgeben, der seinen Verehrenden ihre Wünsche gewährt.

2. Einladen und Wasser anbieten
Mit Avahana rufst du die Gegenwart des Herrn bewusst ins Herz. Stelle seinen Sitz bereit; gieße im Geist Padya an die Füße und biete Arghya sowie Achamana an.

Vers 8
āvāhayāmi viśveśaṃ mahāsenaṃ maheśvaram |
tejastrayātmakaṃ pīṭhaṃ śarajanman gṛhāṇa bhoḥ || 8 ||

Ich lade den Weltenherrn ein, Mahasena, den großen Herrn. O im Schilf Geborener, nimm diesen Sitz an, dessen Wesen dreifaches Licht ist.

Vers 9
anavadyaṃ gṛhāṇeśa pādyamadya ṣaḍānana |
pārvatīnandanānarghyaṃ arpayāmyarghyamadbhutam || 9 ||

Sechsgesichtiger Herr, nimm heute dieses reine Fußwasser an. Sohn Parvatis, dir, dem Unschätzbaren, reiche ich eine wunderbare Ehrengabe.

3. Das vielfältige Bad vollziehen
Nach dem Mundwasser beginnt Snana. Stelle jeden genannten Badestrom vor: Panchamrita, Frucht- und Kräuterwasser, Sandelduft und die Wasser heiliger Tirthas.

Vers 10
ācamyatāmagnijāta svarṇapātrodyatairjalaiḥ |
pañcāmṛtarasairdivyaiḥ sudhāsamavibhāvitaiḥ || 10 ||

Aus dem Feuer Geborener, nimm Mundwasser aus goldenen Gefäßen. Mit göttlichen fünf Nektarsäften, dem Unsterblichkeitstrank gleich,

Vers 11
dadhikṣīrājyamadhubhiḥ pañcagavyaiḥ phalodakaiḥ |
nānāphalarasairdivyairnārikelaphalodakaiḥ || 11 ||

mit Joghurt, Milch, Ghee und Honig, den fünf Gaben der Kuh, Fruchtwasser, göttlichen Fruchtsäften und Kokoswasser,

Vers 12
divyauṣadhirasaiḥ svarṇaratnodaka kuśodakaiḥ |
himāmbucandanarasairghanasārādivāsitaiḥ || 12 ||

mit göttlichen Kräutersäften, mit Wasser, das Gold, Edelsteine oder Kusha berührt hat, mit kühlem Wasser und Sandelsaft, mit Kampfer und anderen Düften versehen,

Vers 13
brahmāṇḍodaramadhyastha tīrthaiḥ paramapāvanaiḥ |
pāvanaṃ parameśāna tvāṃ tīrthaiḥ snāpayāmyaham || 13 ||

mit den Wasserstätten höchster Reinheit im Inneren des Weltalls bade ich dich, den Reinigenden, o höchster Herr.

4. Bekleiden, schmücken und Blüten geben
Lege im Geist heilige Asche, Vastra, Yajnopavita und Schmuck an. Es folgen Gandha, Tilaka, Akshata und Pushpa. Bei den langen Pflanzenlisten stellst du Blüten und Blätter als frische, unversehrte Gaben vor; botanische Zutaten müssen nicht beschafft werden.

Vers 14
sudhormikṣīradhavalaṃ bhasmanodhūlyatāvakam |
sauvarṇavāsasākāyāṃ veṣṭaye'bhīṣṭasiddhaye || 14 ||

Ich bestreue deinen Körper mit Asche, weiß wie Milch und Nektarwellen. Ich hülle ihn in ein goldenes Gewand, auf dass sich das Ersehnte erfülle.

Vers 15
yajñopavītaṃ sujñānadāyine te'rpaye guham |
kirīṭahārakeyūra bhūṣaṇāni samarpaye || 15 ||

Guha, dem Geber rechter Erkenntnis, bringe ich die heilige Schnur dar. Ich reiche Krone, Halsketten, Armreifen und Schmuck.

Vers 16
rocanāgarukastūrī sitābhramasṛṇānvitam |
gandhasāraṃ surabhilaṃ sureśābhyupagamyatām || 16 ||

Herr der Götter, nimm diesen wohlriechenden Duftauszug an, verbunden mit Rochana, Aguru, Moschus und hellen, glättenden Duftstoffen.

Vers 17
racaye tilakaṃ phāle gandhaṃ mṛgamadena te |
akṣayyaphaladānarghānakṣatānarpaye prabho || 17 ||

Mit Moschusduft zeichne ich dir das Stirnzeichen. Herr, ich reiche dir unversehrte Reiskörner, kostbar durch die Gabe unvergänglicher Frucht.

Vers 18
kumudotpala kahlāra kamalaiḥ śatapatrakaiḥ |
jātīcampakapunnāga vakulaiḥ karavīrakaiḥ || 18 ||

Mit Kumuda, Utpala, Kahlara, Kamala und hundertblättrigen Blüten, mit Jati, Champaka, Punnaga, Vakula und Karavira,

Vers 19
dūrvāpravālamālūra mācīmaruvapatrakaiḥ |
akīṭādihatairnavyaiḥ komalaistulasīdalaiḥ || 19 ||

mit jungen Durva-Trieben, Malura, Machi und Maruva-Blättern, mit frischen zarten Tulasi-Blättern, die keine Insekten oder andere Schäden verletzt haben,

Vers 20
pāvanaiścandrakadalī kusumairnandivardhanaiḥ |
navamālālikābhiḥ matallikātallajairapi || 20 ||

mit reinen Chandra-, Bananen- und Nandivardhana-Blüten, mit frischen Malalika- und besonders schönen Matallika-Blüten,

Vers 21
kuraṇḍairapi śamyākaiḥ mandārairatisundaraiḥ |
agarhitaiśca barhiṣṭhaḥ pāṭīdaiḥ pārijātakaiḥ || 21 ||

mit Kuranda und Shamyaka, mit wunderschönen Mandara-Blüten, mit tadellosen Barhistha, Patida und Parijata,

5. Duft und Licht zeigen
Biete zunächst die zuletzt genannten Blüten an. Führe dann ein vorgestelltes Räuchergefäß als Dhupa und ein Licht als Dipa vor der göttlichen Gestalt. Mit der zweiten Hälfte von Vers 23 beginnt das Mahl.

Vers 22
āmodakusumairanyaiḥ pūjayāmi jagatpatim |
dhūpo'yaṃ gṛhyatāṃ deva ghrāṇendriya vimohakam || 22 ||

mit weiteren duftenden Blüten verehre ich den Weltenherrn. Gott, nimm diesen Räucherduft an, der den Geruchssinn entzückt.

Vers 23
sarvāntaratamohantre guha te dīpamarpaye |
sadyaḥ samābhṛtaṃ divyamamṛtaṃ tṛptihetukam || 23 ||

Guha, der du alle innere Dunkelheit vernichtest, ich bringe dir dieses Licht dar. Frisch bereiteten göttlichen Nektar zur Sättigung,

6. Das große Mahl auftischen
Ordne die Speisen in goldenen Schalen vor Kartikeya an. Vollziehe Naivedya als aufmerksame Bewirtung. Die traditionellen Speisenamen bezeichnen eine Fülle von Reisgerichten, Gemüse, Gebäck, süßen Zubereitungen, Früchten und Getränken; der Text enthält keine Kochrezepte.

Vers 24
sālyānnamadbhutaṃ navyaṃ goghṛtaṃ sūpasaṅgatam |
kadalīnārikelāmṛdhānyādyurvārukādibhiḥ || 24 ||

wunderbaren Reis, frisches Kuhghee, gemeinsam mit Suppe, mit Bananen, Kokos, Getreide, Gurken und weiteren Zutaten,

Vers 25
racitairharitairdivya khacarībhiḥ suparpaṭaiḥ |
sarvasaṃstārasampūrṇairājyapakvairatipriyaiḥ || 25 ||

mit köstlichen grünen Gemüsen, Khachari und guten Papad-Fladen, mit allen Beilagen versehen und mit besonders beliebten, in Ghee zubereiteten Speisen,

Vers 26
rambhāpanasakūśmāṇḍāpūpā niṣpakvamantaraiḥ |
vidārikā kāravella paṭolī tagaronmukhaiḥ || 26 ||

mit Bananen-, Jackfrucht- und Kürbiszubereitungen, Gebäck und gegarten Speisen, mit Vidarika, Bittermelone, Patola und Tagara,

Vers 27
śākairbahuvidhairanyaiḥ vaṭakairvaṭusaṃskṛtaiḥ |
sasūpasāranirgamya saracīsurasena ca || 27 ||

mit vielen weiteren Gemüsen und verschiedenen gewürzten Klößchen, mit gehaltvollen Suppen und wohlschmeckenden Säften,

Vers 28
kūśmāṇḍakhaṇḍakalita taptaka rasanena ca |
supakvacitrānnaśataiḥ laḍḍukeḍḍumakādibhiḥ || 28 ||

mit heißem Saft und Kürbisstücken, mit hundert Arten gut gegarter bunter Reisgerichte, Laddu und Edumaka,

Vers 29
sudhāphalāmṛtasyandimaṇḍaka kṣīramaṇḍakaiḥ |
māṣāpūpagulāpūpa godhūmāpūpa śarkaraiḥ || 29 ||

mit Mandaka und Milch-Mandaka, von köstlichem Nektarsaft durchzogen, mit Gebäck aus Masha-Bohnen, Jaggery und Weizen sowie mit Zucker,

Vers 30
śaśāṅkakiraṇodbhāsi polikā śaṣkulīmukhaiḥ |
bhakṣyairanyaiḥ suruciraiḥ pāyasaiśca rasāyanaiḥ || 30 ||

mit Polika, Shashkuli und weiteren Speisen, die hell wie Mondstrahlen glänzen, mit anderen schmackhaften Gerichten, süßen Milchgerichten und stärkenden Zubereitungen,

Vers 31
lehyairuccāvacaiḥ khaṇḍaśarkarāphāṇitādibhiḥ |
guḍodakairnārikelarasairikṣurasairapi || 31 ||

mit allerlei Speisen zum Löffeln oder Lecken, mit Zuckerstücken, Zucker und eingedicktem Süßsaft, mit Jaggerywasser, Kokossaft und Zuckerrohrsaft,

Vers 32
kūrcikābhiranekābhiḥ maṇḍikābhirupaskṛtam |
kadalīcūtapanasagostanī phalarāśibhiḥ || 32 ||

mit vielerlei Kurchika und Mandika ausgestattet, mit Bananen, Mangos, Jackfrüchten und Trauben in Fülle,

Vers 33
nāraṅga śṛṅgaberaila marīcairlikucādibhiḥ |
upadaṃśaiḥ śaraccandra gauragodadhisaṅgatam || 33 ||

mit Beilagen aus Orangen, Ingwer, Kardamom, Pfeffer, Likucha und weiteren Zutaten, gemeinsam mit Kuhjoghurt, weiß wie der Herbstmond,

Vers 34
jambīrarasakaisaryā hiṅgusaindhavanāgaraiḥ |
lasatājaladagreṇa pānīyena samāśritam || 34 ||

mit Zitronensaft, Hing, Steinsalz und Ingwer, begleitet von erfrischendem Trinkwasser,

Vers 35
hemapātreṣu sarasaṃ sāṅgaryeṇa ca kalpitam |
nityatṛpta jagannātha tārakāre sureśvara || 35 ||

köstlich in goldenen Gefäßen mit allem Zubehör angerichtet: O immer Gesättigter, Weltenherr, Bezwinger Tarakas, Herr der Götter,

Vers 36
naivedyaṃ gṛhyatāṃ deva kṛpayā bhaktavatsala |
sarvalokaikavarada mṛtyo durdaityarakṣasām || 36 ||

nimm diese Speise aus Güte an, du Freund deiner Verehrenden, einziger Wohltäter aller Welten, Tod der bösartigen Dämonen.

7. Nach dem Mahl Wasser und Licht geben
Wasche die Hände der vorgestellten Gestalt mit Duftwasser. Biete Tambula an und führe danach das Kampferlicht als Nirajana vor ihr.

Vers 37
gandhodakena te hastau kṣālayāmi ṣaḍānana |
elālavaṅgakarpūra jātīphalasugandhilām || 37 ||

Sechsgesichtiger, mit Duftwasser wasche ich deine Hände. Mit Kardamom, Nelken, Kampfer und Muskat duftend,

Vers 38
vīṭīṃ sevaya sarveśa ceṭīkṛta jagatraya |
datternīrājayāmi tvāṃ karpūraprabhayānaya || 38 ||

genieße diese Betelgabe, Herr über alles, dem die drei Welten dienen. Mit diesem dargebrachten Kampferlicht erweise ich dir Lichtverehrung.

8. Königliche Ehren, Umrundung und Verneigung
Gib Pushpanjali, halte den inneren Schirm, fächere mit dem Chamara und stelle Gesang und Tanz als Rajopachara vor. Umrunde Kartikeya im Geist mit Pradakshina. Vers 41 spricht von tausend Verneigungen: Stelle diese tausendfältige Hingabe innerlich vor; der Text beschreibt eine geistige Verehrung.

Vers 39
puṣpāñjaliṃ pradāsyāmi svarṇapuṣpākṣatairyutam |
chatreṇa cāmareṇāpi nṛttagītādibhirguha || 39 ||

Ich gebe dir eine Handvoll Blüten, verbunden mit goldenen Blumen und unversehrtem Reis. Mit Schirm und Yakschweiffächer, mit Tanz, Gesang und weiteren Diensten, Guha,

Vers 40
rājopacārairakhilaiḥ santuṣṭo bhava matprabho |
pradakṣiṇaṃ karomi tvāṃ viśvātmaka namo'stu te || 40 ||

mit allen königlichen Ehrengaben sei zufrieden, mein Herr. Ich umrunde dich, dessen Wesen die Welt ist; dir sei Verehrung.

Vers 41
sahasrakṛtvo racaye śirasā te'bhivādanam |
aparādhasahasrāṇi sahasva karuṇākara || 41 ||

Tausendmal verneige ich mein Haupt vor dir. Ertrage meine tausend Verfehlungen, Quell des Mitgefühls.

Vers 42
namaḥ sarvāntarasthāya namaḥ kaivalyahetave |
śrutiśīrṣakagamyāya namaḥ śaktidharāya te || 42 ||

Verehrung dem, der im Inneren aller wohnt; Verehrung dem Grund der Befreiung. Verehrung dir, der durch die höchsten Aussagen der Veden erkannt wird, dem Träger des Speers.

Vers 43
mayūravāhanasyedaṃ mānasaṃ ca prapūjanam |
yaḥ karoti sakṛdvāpi guhastasya prasīdati || 43 ||

Wer diese geistige Verehrung des auf dem Pfau Reitenden auch nur einmal vollzieht, dem schenkt Guha seine Gunst.

Abschluss und Vertiefung

Verweile bei den Schlussworten: Die betrachtete Gottheit wohnt im Inneren aller Wesen. Die Bitte um Vergebung darf schlicht bleiben. Beende die Übung mit einer ruhigen Verneigung; eine zusätzliche Entlassungsformel schreibt diese Textfolge nicht vor. Nimm eine der beschriebenen Aufmerksamkeiten in den Alltag mit, etwa jemandem Wasser oder eine Mahlzeit mit ungeteilter Zuwendung anzubieten.

Devanagari-Rezitation

Die Versfolge entspricht der Durchführung; die Ziffern des Quelltextes bleiben erhalten.

श्रीमन्मेरुधराधराधिप महासौभाग्यसंशोभिते
मन्दारद्रुमवाटिकापरिवृते श्रीस्कन्दशैलेमले
सौधे हाटकनिर्मिते मणिमये सन्मण्टपाभ्यन्तरे
ब्रह्मानन्दघनं गुहाख्यमनघं सिंहासनं चिन्तये ॥ १ ॥

मदनायुतलावण्यं नव्यारुणशतारुणम् ।
नीलजीमूतचिकुरं अर्धेन्दु सदृशालिकम् ॥ २ ॥

पुण्डरीकविशालाक्षं पूर्णचन्द्रनिभाननम् ।
चाम्पेय विलसन्नासं मन्दहासाञ्चितोरसम् ॥ ३ ॥

गण्डस्थलचलच्छोत्र कुण्डलं चारुकन्धरम् ।
करासक्तकनःदण्डं रत्नहाराञ्चितोरसम् ॥ ४ ॥

कटीतटलसद्दिव्यवसनं पीवरोरुकम् ।
सुरासुरादिकोटीर नीराजितपदाम्बुजम् ॥ ५ ॥

नानारत्न विभूषाढ्यं दिव्यचन्दनचर्चितम् ।
सनकादि महायोगि सेवितं करुणानिधिम् ॥ ६ ॥

भक्तवाञ्छितदातारं देवसेनासमावृतम् ।
तेजोमयं कार्तिकेयं भावये हृदयाम्बुजे ॥ ७ ॥

आवाहयामि विश्वेशं महासेनं महेश्वरम् ।
तेजस्त्रयात्मकं पीठं शरजन्मन् गृहाण भोः ॥ ८ ॥

अनवद्यं गृहाणेश पाद्यमद्य षडानन ।
पार्वतीनन्दनानर्घ्यं अर्पयाम्यर्घ्यमद्भुतम् ॥ ९ ॥

आचम्यतामग्निजात स्वर्णपात्रोद्यतैर्जलैः ।
पञ्चामृतरसैर्दिव्यैः सुधासमविभावितैः ॥ १० ॥

दधिक्षीराज्यमधुभिः पञ्चगव्यैः फलोदकैः ।
नानाफलरसैर्दिव्यैर्नारिकेलफलोदकैः ॥ ११ ॥

दिव्यौषधिरसैः स्वर्णरत्नोदक कुशोदकैः ।
हिमाम्बुचन्दनरसैर्घनसारादिवासितैः ॥ १२ ॥

ब्रह्माण्डोदरमध्यस्थ तीर्थैः परमपावनैः ।
पावनं परमेशान त्वां तीर्थैः स्नापयाम्यहम् ॥ १३ ॥

सुधोर्मिक्षीरधवलं भस्मनोधूल्यतावकम् ।
सौवर्णवाससाकायां वेष्टयेऽभीष्टसिद्धये ॥ १४ ॥

यज्ञोपवीतं सुज्ञानदायिने तेऽर्पये गुहम् ।
किरीटहारकेयूर भूषणानि समर्पये ॥ १५ ॥

रोचनागरुकस्तूरी सिताभ्रमसृणान्वितम् ।
गन्धसारं सुरभिलं सुरेशाभ्युपगम्यताम् ॥ १६ ॥

रचये तिलकं फाले गन्धं मृगमदेन ते ।
अक्षय्यफलदानर्घानक्षतानर्पये प्रभो ॥ १७ ॥

कुमुदोत्पल कह्लार कमलैः शतपत्रकैः ।
जातीचम्पकपुन्नाग वकुलैः करवीरकैः ॥ १८ ॥

दूर्वाप्रवालमालूर माचीमरुवपत्रकैः ।
अकीटादिहतैर्नव्यैः कोमलैस्तुलसीदलैः ॥ १९ ॥

पावनैश्चन्द्रकदली कुसुमैर्नन्दिवर्धनैः ।
नवमालालिकाभिः मतल्लिकातल्लजैरपि ॥ २० ॥

कुरण्डैरपि शम्याकैः मन्दारैरतिसुन्दरैः ।
अगर्हितैश्च बर्हिष्ठः पाटीदैः पारिजातकैः ॥ २१ ॥

आमोदकुसुमैरन्यैः पूजयामि जगत्पतिम् ।
धूपोऽयं गृह्यतां देव घ्राणेन्द्रिय विमोहकम् ॥ २२ ॥

सर्वान्तरतमोहन्त्रे गुह ते दीपमर्पये ।
सद्यः समाभृतं दिव्यममृतं तृप्तिहेतुकम् ॥ २३ ॥

साल्यान्नमद्भुतं नव्यं गोघृतं सूपसङ्गतम् ।
कदलीनारिकेलामृधान्याद्युर्वारुकादिभिः ॥ २४ ॥

रचितैर्हरितैर्दिव्य खचरीभिः सुपर्पटैः ।
सर्वसंस्तारसम्पूर्णैराज्यपक्वैरतिप्रियैः ॥ २५ ॥

रम्भापनसकूश्माण्डापूपा निष्पक्वमन्तरैः ।
विदारिका कारवेल्ल पटोली तगरोन्मुखैः ॥ २६ ॥

शाकैर्बहुविधैरन्यैः वटकैर्वटुसंस्कृतैः ।
ससूपसारनिर्गम्य सरचीसुरसेन च ॥ २७ ॥

कूश्माण्डखण्डकलित तप्तक रसनेन च ।
सुपक्वचित्रान्नशतैः लड्डुकेड्डुमकादिभिः ॥ २८ ॥

सुधाफलामृतस्यन्दिमण्डक क्षीरमण्डकैः ।
माषापूपगुलापूप गोधूमापूप शर्करैः ॥ २९ ॥

शशाङ्ककिरणोद्भासि पोलिका शष्कुलीमुखैः ।
भक्ष्यैरन्यैः सुरुचिरैः पायसैश्च रसायनैः ॥ ३० ॥

लेह्यैरुच्चावचैः खण्डशर्कराफाणितादिभिः ।
गुडोदकैर्नारिकेलरसैरिक्षुरसैरपि ॥ ३१ ॥

कूर्चिकाभिरनेकाभिः मण्डिकाभिरुपस्कृतम् ।
कदलीचूतपनसगोस्तनी फलराशिभिः ॥ ३२ ॥

नारङ्ग शृङ्गबेरैल मरीचैर्लिकुचादिभिः ।
उपदंशैः शरच्चन्द्र गौरगोदधिसङ्गतम् ॥ ३३ ॥

जम्बीररसकैसर्या हिङ्गुसैन्धवनागरैः ।
लसताजलदग्रेण पानीयेन समाश्रितम् ॥ ३४ ॥

हेमपात्रेषु सरसं साङ्गर्येण च कल्पितम् ।
नित्यतृप्त जगन्नाथ तारकारे सुरेश्वर ॥ ३५ ॥

नैवेद्यं गृह्यतां देव कृपया भक्तवत्सल ।
सर्वलोकैकवरद मृत्यो दुर्दैत्यरक्षसाम् ॥ ३६ ॥

गन्धोदकेन ते हस्तौ क्षालयामि षडानन ।
एलालवङ्गकर्पूर जातीफलसुगन्धिलाम् ॥ ३७ ॥

वीटीं सेवय सर्वेश चेटीकृत जगत्रय ।
दत्तेर्नीराजयामि त्वां कर्पूरप्रभयानय ॥ ३८ ॥

पुष्पाञ्जलिं प्रदास्यामि स्वर्णपुष्पाक्षतैर्युतम् ।
छत्रेण चामरेणापि नृत्तगीतादिभिर्गुह ॥ ३९ ॥

राजोपचारैरखिलैः सन्तुष्टो भव मत्प्रभो ।
प्रदक्षिणं करोमि त्वां विश्वात्मक नमोऽस्तु ते ॥ ४० ॥

सहस्रकृत्वो रचये शिरसा तेऽभिवादनम् ।
अपराधसहस्राणि सहस्व करुणाकर ॥ ४१ ॥

नमः सर्वान्तरस्थाय नमः कैवल्यहेतवे ।
श्रुतिशीर्षकगम्याय नमः शक्तिधराय ते ॥ ४२ ॥

मयूरवाहनस्येदं मानसं च प्रपूजनम् ।
यः करोति सकृद्वापि गुहस्तस्य प्रसीदति ॥ ४३ ॥

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