Shri Sukta Archana mit fünfzehn Blütengaben

Aus Yogawiki

Shri Sukta Archana mit fünfzehn Blütengaben verbindet den fünfzehnversigen Kern des Shri Sukta mit einer geordneten Archana für Lakshmi.

Lakshmi auf dem Lotus. Das Shri Sukta besingt ihre nährende und glückverheißende Gegenwart.

Umfang und Überlieferung: Der vollständige fünfzehnversige Kernhymnus, fünfzehn Blütengaben und ein abgeschlossener Puja-Rahmen.

Anlass und Bedeutung

Diese Zeremonie richtet den Wunsch nach Fülle auf Nahrung, tragfähige Lebensbedingungen, Wahrhaftigkeit und freigebiges Teilen. Ihr Zentrum ist der ganze ausgewählte Hymnus, nicht die bloße Wiederholung eines kurzen Namens. Jede Blüte begleitet einen anderen Vers; das Lesen der Bedeutung schützt davor, Fülle auf Geld zu verengen.

Voraussetzungen und Vorbereitung

Für Menschen mit praktischer Puja-Erfahrung und sicherer Sanskritaussprache. Persönliche Unterweisung und die Ordnung der eigenen Tradition bleiben maßgeblich.

Lakshmi-Bild, fünfzehn einzelne Blüten oder fünfzehn kleine vorbereitete Blütenportionen, Wasserkrug mit Löffel und Auffangschale, Duft, Räucherwerk, Lampe, vegetarische Speise und ein zusätzlicher Anteil für eine tatsächliche Speisengabe. Etwa 40 Minuten. Stelle Lampe und Räucherwerk standsicher und mit Abstand zu Stoffen auf; lasse beides nur unter Aufsicht brennen.

Verwandte Anleitungen: Lakshmi Puja nach dem Brihat Tantrasara, Kojagara Puja für Lakshmi und Indra.

Durchführung

1. Den Altar und die Gabe des Teilens vorbereiten
Wasche die Hände, lege alle Gaben erreichbar bereit und setze dich bequem und aufrecht. Der Atem fließt natürlich. Fasse die Absicht auf Deutsch; Namen, Datum und persönliches Anliegen dürfen in der eigenen Sprache ausgesprochen werden. Die deutschen Mantraübersetzungen erklären die Rezitation und werden nicht zusätzlich mitgesprochen. Lege die fünfzehn Blüten auf ein eigenes Tablett. Bereite außerdem einen Anteil vor, den du nach der Feier weitergeben wirst. Das ist Teil der hier gewählten praktischen Ausrichtung und keine zusätzliche Quell-Mantraanweisung.

2. Lakshmi begrüßen
Entzünde die Lampe. Vergegenwärtige Lakshmi auf dem Lotus, freundlich und gegenwärtig. Bringe einen Löffel Wasser und etwas Duft auf eigenen Schälchen dar. Sprich dabei jeweils einmal:

Mahalakshmi-Gayatri
mahālakṣmyai vidmahe mahāśriyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt

Mögen wir Mahalakshmi erkennen. Über die große Shri meditieren wir. Möge Shri uns anregen.

3. Die fünfzehn Verse mit fünfzehn Blüten darbringen
Rezitiere jeden Vers vollständig und lege danach genau eine der vorbereiteten Blüten vor Lakshmi. Die deutsche Übersetzung wird zur Vorbereitung gelesen; bei der eigentlichen Blütengabe genügt der Sanskritvers.

Shri Sukta, Vers 1
hiraṇya varṇām hariṇīm suvarṇa rajata srajām |
candrām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Die Goldfarbene, die Hirschgleiche, die goldene und silberne Kränze trägt, die Mondhelle, die Goldene, Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Shri Sukta, Vers 2
tām ma āvaha jātavedo lakṣmīm anapagāminīm |
yasyām hiraṇyam vindeyam gām aśvam puruṣān aham |

Bringe mir, Jatavedas, Lakshmi, die nicht wieder fortgeht, bei der ich Gold, Rind, Pferd und Menschen gewinnen möge.

Shri Sukta, Vers 3
aśva pūrvām ratha madhyām hasti nāda pramodinīm |
śriyam devīm upahvaye śrīr mā devī juṣatām |

Die von Pferden angeführt wird, die inmitten der Wagen weilt und sich am Ruf der Elefanten erfreut: Diese Göttin Shri rufe ich an. Die Göttin Shri möge mir zugetan sein.

Shri Sukta, Vers 4
kāṃ sosmitāṃ hiraṇyaprākārām ārdrāṃ jvalantīṃ tṛptāṃ tarpayantīm |
padme sthitāṃ padmavarṇāṃ tām iha upahvaye śriyam |

Die Freudvolle, Lächelnde, von goldenem Schutzwall Umgebene, Feuchte, Leuchtende, Erfüllte, Sättigende, die im Lotus steht und die Farbe des Lotus hat: Diese Shri rufe ich hierher.

Shri Sukta, Vers 5
candrām prabhāsām yaśasā jvalantīm śriyam loke deva juṣṭām udārām |
tāṃ padma nemim śaraṇam prapadye alakṣmīr me naśyatām tvām vṛṇomi ||

Die Mondhelle, Strahlende, durch Ruhm Leuchtende, die in der Welt von Göttern verehrte Freigebige: Bei ihr, deren Radkranz der Lotus ist, suche ich Zuflucht. Mein Unglück möge vergehen; dich erwähle ich.

Shri Sukta, Vers 6
āditya varṇe tapaso adhijāto vanaspatis tava vṛkṣo atha bilvaḥ |
tasya phalāni tapasā nudantu māyā antarā yāś ca bāhyā alakṣmīḥ

Sonnenfarbene, aus der Glut der Askese entstand dein Baum, der Waldherr Bilva. Seine Früchte mögen durch die Kraft der Askese die inneren Täuschungen und das äußere Unglück vertreiben.

Shri Sukta, Vers 7
upa etu mām deva sakhaḥ kīrtiś ca maṇinā saha |
prādur bhūto asmi rāṣṭre asmin kīrtim vṛddhim dadātu me |

Der Freund der Götter möge zu mir kommen, ebenso Ruhm zusammen mit Mani. Ich bin in diesem Reich hervorgetreten; er möge mir Ruhm und Gedeihen schenken.

Erläuterung: Devasakha und Mani bleiben als überlieferte Bezeichnungen stehen; ihre Identifizierung wird hier nicht vorausgesetzt.

Shri Sukta, Vers 8
kṣutpipāsāmalāṃ jyeṣṭhām alakṣmīn nāśayāmy aham |
abhūtim asamṛddhim ca sarvān nirṇuda me gṛhāt |

Die ältere Alakshmi, deren Unreinheit Hunger und Durst sind, vertreibe ich. Entferne Mangel und fehlendes Gedeihen vollständig aus meinem Haus.

Shri Sukta, Vers 9
gandha dvārām durādharṣām nitya puṣṭām karīṣiṇīm |
īśvarīm sarva bhūtānām tām iha upahvaye śriyam |

Die durch Duft zugängliche, unüberwindliche, stets gedeihende, mit fruchtbarem Dung verbundene Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.

Shri Sukta, Vers 10
manasaḥ kāmam ākūtim vācas satyam aśīmahi |
paśūnām rūpam annasya mayi śrīś śrayatām yaśaḥ |

Mögen wir Wunsch und Entschluss des Herzens, die Wahrhaftigkeit der Sprache sowie die Fülle von Vieh und Nahrung erlangen. Shri und Ruhm mögen bei mir wohnen.

Shri Sukta, Vers 11
kardamena prajā bhūtā mayi sambhava kardama |
śriyam vāsaya me kule mātaram padma mālinīm |

Durch Kardama ist Nachkommenschaft entstanden. Kardama, werde in mir gegenwärtig. Lass Shri, die Mutter mit dem Lotuskranz, in meiner Familie wohnen.

Shri Sukta, Vers 12
āpaḥ sravantu snigdhāni ciklīta vasa me gṛhe |
ni ca devīm mātaram śriyam vāsaya me gṛhe |

Die Wasser mögen Nährendes fließen lassen. Chiklita, wohne in meinem Haus. Lass auch die Göttin, die Mutter Shri, in meinem Haus wohnen.

Shri Sukta, Vers 13
pakvām puṣkariṇīm puṣṭām piṅgalām padma mālinīm |
sūryām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Die Gereifte, Lotusreiche, Genährte, Goldbraune, die einen Lotuskranz trägt, die Sonnenhafte, goldene Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Erläuterung: „Gereifte“ folgt der Lesung pakvām dieser Ausgabe.

Shri Sukta, Vers 14
ārdrāṃ puṣkariṇīm yaṣṭīm suvarṇām hema mālinīm |
candrām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Die Feuchte, Lotusreiche, die Stütze, Goldfarbene, die einen goldenen Kranz trägt, die Mondhelle, goldene Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Shri Sukta, Vers 15
tām ma āvaha jātavedo lakṣmīm anapagāminīm |
yasyām hiraṇyam prabhūtam gāvo dāsyo vindeyam puruṣān aham ||

Bringe mir, Jatavedas, Lakshmi, die nicht wieder fortgeht, bei der ich reichlich Gold, Rinder, Dienerinnen und Menschen gewinnen möge.

Erläuterung: Der Vers bewahrt das soziale und wirtschaftliche Wunschbild seiner Entstehungswelt.

Yoga-Vidya-Vortrag „Japa – der Weg zu Gott“. Das Video ergänzt die Praxis; sämtliche benötigten Rezitationen stehen in dieser Anleitung.

4. Rauch Licht und Speise zeigen
Zeige kurz das Räucherwerk, anschließend die Lampe in einem ruhigen Kreis und stelle dann die Speise vor Lakshmi. Sprich bei jeder dieser drei Handlungen einmal die oben ausgeschriebene Lakshmi-Gayatri. Verweile danach in Stille; betrachte Nahrung und materielle Mittel als anvertraute Möglichkeiten, Gutes zu tun.

5. Die Rezitation übergeben
Sprich einmal:

Darbringung des Japa an die Göttin
guhyātiguhyagoptrī tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhir bhavatu me devi tvatprasādāt tvayi sthitiḥ ||

Du bist die Hüterin des Geheimsten. Nimm unsere Rezitation an. Durch deine Gnade, Göttin, möge mir Vollendung zuteilwerden: das Ruhen in dir.

Falte die Hände, neige den Kopf und bleibe einen Augenblick still. Teile die unberührte Speise als Prasad. Gebrauchte Blüten und Ritualwasser bleiben davon getrennt. Lösche die Lampe und das Räucherwerk; reinige anschließend Gefäße und Platz. Gib den vorbereiteten zusätzlichen Speiseanteil tatsächlich weiter oder teile ihn mit einem eingeladenen Gast.

Varianten und Grenzen des Umfangs

Die GRETIL-Fassung unterscheidet sich von mancher heutigen Rezitationsfassung. Auffällige Lesungen und grammatische Berichtigungen sind im IAST-Anhang einzeln ausgewiesen. Die Bilder von Reichtum, Vieh und Bediensteten werden vollständig übersetzt; sie sind kein Auftrag zur Unterordnung anderer Menschen. Vedische Tonhöhen werden durch diese unakzentierte Schriftfassung nicht vermittelt.

Vollständige Rezitationstexte in IAST

Alle im Ablauf verwendeten unterschiedlichen Sanskrittexte folgen in der Reihenfolge ihres ersten Auftretens. Wiederholungen werden nicht ausgeschrieben; ihre genaue Zahl steht bei den Handlungsschritten. Diese Volltexte umfassen die Rezitationen der Anleitung, nicht das gesamte Quellenwerk.

Mahalakshmi-Gayatri
mahālakṣmyai vidmahe mahāśriyai dhīmahi tannaḥ śrīḥ pracodayāt

Quelle und Textfassung: Brihat Tantrasara, allgemeine Paddhati, Gayatri-Liste.

Shri Sukta, Vers 1
hiraṇya varṇām hariṇīm suvarṇa rajata srajām |
candrām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.1, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 2
tām ma āvaha jātavedo lakṣmīm anapagāminīm |
yasyām hiraṇyam vindeyam gām aśvam puruṣān aham |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.2, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 3
aśva pūrvām ratha madhyām hasti nāda pramodinīm |
śriyam devīm upahvaye śrīr mā devī juṣatām |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.3, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 4
kāṃ sosmitāṃ hiraṇyaprākārām ārdrāṃ jvalantīṃ tṛptāṃ tarpayantīm |
padme sthitāṃ padmavarṇāṃ tām iha upahvaye śriyam |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.4, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt; Lesefassung: kāṃ sosmitāṃ und hiraṇyaprākārām nach Lakshmi Tantra 50.93–97 statt der auffälligen Digitalformen kāṃsy asmi tām und hiraṇyapravārām; ardrām zu ārdrām und padmestithām zu padme sthitām berichtigt.

Shri Sukta, Vers 5
candrām prabhāsām yaśasā jvalantīm śriyam loke deva juṣṭām udārām |
tāṃ padma nemim śaraṇam prapadye alakṣmīr me naśyatām tvām vṛṇomi ||

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.5, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt; tam vor der Göttinnenbezeichnung grammatisch als tāṃ gelesen.

Shri Sukta, Vers 6
āditya varṇe tapaso adhijāto vanaspatis tava vṛkṣo atha bilvaḥ |
tasya phalāni tapasā nudantu māyā antarā yāś ca bāhyā alakṣmīḥ

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.6, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 7
upa etu mām deva sakhaḥ kīrtiś ca maṇinā saha |
prādur bhūto asmi rāṣṭre asmin kīrtim vṛddhim dadātu me |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.7, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 8
kṣutpipāsāmalāṃ jyeṣṭhām alakṣmīn nāśayāmy aham |
abhūtim asamṛddhim ca sarvān nirṇuda me gṛhāt |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.8, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt; kṣut.pipāsā.malā der elektronischen Fassung wird als zusammengesetztes feminines Akkusativattribut kṣutpipāsāmalāṃ zu jyeṣṭhām alakṣmīm gelesen; grammatische Berichtigung, kein unabhängiger Handschriftenbefund.

Shri Sukta, Vers 9
gandha dvārām durādharṣām nitya puṣṭām karīṣiṇīm |
īśvarīm sarva bhūtānām tām iha upahvaye śriyam |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.9, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 10
manasaḥ kāmam ākūtim vācas satyam aśīmahi |
paśūnām rūpam annasya mayi śrīś śrayatām yaśaḥ |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.10, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 11
kardamena prajā bhūtā mayi sambhava kardama |
śriyam vāsaya me kule mātaram padma mālinīm |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.11, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 12
āpaḥ sravantu snigdhāni ciklīta vasa me gṛhe |
ni ca devīm mātaram śriyam vāsaya me gṛhe |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.12, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt; āpaḥ und Vokativ ciklīta grammatisch berichtigt.

Shri Sukta, Vers 13
pakvām puṣkariṇīm puṣṭām piṅgalām padma mālinīm |
sūryām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.13, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Shri Sukta, Vers 14
ārdrāṃ puṣkariṇīm yaṣṭīm suvarṇām hema mālinīm |
candrām hiraṇmayīm lakṣmīm jātavedo mama āvaha |

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.14, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt; ārdram im femininen Akkusativ als ārdrāṃ gelesen.

Shri Sukta, Vers 15
tām ma āvaha jātavedo lakṣmīm anapagāminīm |
yasyām hiraṇyam prabhūtam gāvo dāsyo vindeyam puruṣān aham ||

Quelle und Textfassung: GRETIL, Rgvedakhilani 2.6.15, Scheftelowitz 1906, Eingabe Muneo Tokunaga; Worttrennungspunkte und Seitenzahlen entfernt.

Darbringung des Japa an die Göttin
guhyātiguhyagoptrī tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhir bhavatu me devi tvatprasādāt tvayi sthitiḥ ||

Quelle und Textfassung: Mantramahodadhi 22.152 und Brihat Tantrasara, allgemeine Puja-Paddhati; Die weiblichen Anreden goptrī und devi folgen der ausdrücklich für Göttinnen angegebenen Anpassung.

Vollständige Rezitationstexte in Devanagari

Mahalakshmi-Gayatri
महालक्ष्म्यै विद्महे महाश्रियै धीमहि तन्नः श्रीः प्रचोदयात्

Shri Sukta, Vers 1
हिरण्य वर्णाम् हरिणीम् सुवर्ण रजत स्रजाम् ।
चन्द्राम् हिरण्मयीम् लक्ष्मीम् जातवेदो मम आवह ।

Shri Sukta, Vers 2
ताम् म आवह जातवेदो लक्ष्मीम् अनपगामिनीम् ।
यस्याम् हिरण्यम् विन्देयम् गाम् अश्वम् पुरुषान् अहम् ।

Shri Sukta, Vers 3
अश्व पूर्वाम् रथ मध्याम् हस्ति नाद प्रमोदिनीम् ।
श्रियम् देवीम् उपह्वये श्रीर् मा देवी जुषताम् ।

Shri Sukta, Vers 4
कां सोस्मितां हिरण्यप्राकाराम् आर्द्रां ज्वलन्तीं तृप्तां तर्पयन्तीम् ।
पद्मे स्थितां पद्मवर्णां ताम् इह उपह्वये श्रियम् ।

Shri Sukta, Vers 5
चन्द्राम् प्रभासाम् यशसा ज्वलन्तीम् श्रियम् लोके देव जुष्टाम् उदाराम् ।
तां पद्म नेमिम् शरणम् प्रपद्ये अलक्ष्मीर् मे नश्यताम् त्वाम् वृणोमि ॥

Shri Sukta, Vers 6
आदित्य वर्णे तपसो अधिजातो वनस्पतिस् तव वृक्षो अथ बिल्वः ।
तस्य फलानि तपसा नुदन्तु माया अन्तरा याश् च बाह्या अलक्ष्मीः

Shri Sukta, Vers 7
उप एतु माम् देव सखः कीर्तिश् च मणिना सह ।
प्रादुर् भूतो अस्मि राष्ट्रे अस्मिन् कीर्तिम् वृद्धिम् ददातु मे ।

Shri Sukta, Vers 8
क्षुत्पिपासामलां ज्येष्ठाम् अलक्ष्मीन् नाशयाम्य् अहम् ।
अभूतिम् असमृद्धिम् च सर्वान् निर्णुद मे गृहात् ।

Shri Sukta, Vers 9
गन्ध द्वाराम् दुराधर्षाम् नित्य पुष्टाम् करीषिणीम् ।
ईश्वरीम् सर्व भूतानाम् ताम् इह उपह्वये श्रियम् ।

Shri Sukta, Vers 10
मनसः कामम् आकूतिम् वाचस् सत्यम् अशीमहि ।
पशूनाम् रूपम् अन्नस्य मयि श्रीश् श्रयताम् यशः ।

Shri Sukta, Vers 11
कर्दमेन प्रजा भूता मयि सम्भव कर्दम ।
श्रियम् वासय मे कुले मातरम् पद्म मालिनीम् ।

Shri Sukta, Vers 12
आपः स्रवन्तु स्निग्धानि चिक्लीत वस मे गृहे ।
नि च देवीम् मातरम् श्रियम् वासय मे गृहे ।

Shri Sukta, Vers 13
पक्वाम् पुष्करिणीम् पुष्टाम् पिङ्गलाम् पद्म मालिनीम् ।
सूर्याम् हिरण्मयीम् लक्ष्मीम् जातवेदो मम आवह ।

Shri Sukta, Vers 14
आर्द्रां पुष्करिणीम् यष्टीम् सुवर्णाम् हेम मालिनीम् ।
चन्द्राम् हिरण्मयीम् लक्ष्मीम् जातवेदो मम आवह ।

Shri Sukta, Vers 15
ताम् म आवह जातवेदो लक्ष्मीम् अनपगामिनीम् ।
यस्याम् हिरण्यम् प्रभूतम् गावो दास्यो विन्देयम् पुरुषान् अहम् ॥

Darbringung des Japa an die Göttin
गुह्यातिगुह्यगोप्त्री त्वं गृहाणास्मत्कृतं जपम् ।
सिद्धिर् भवतु मे देवि त्वत्प्रसादात् त्वयि स्थितिः ॥

Vollständige deutsche Übersetzung der Rezitationstexte

Mahalakshmi-Gayatri
Mögen wir Mahalakshmi erkennen. Über die große Shri meditieren wir. Möge Shri uns anregen.

Shri Sukta, Vers 1
Die Goldfarbene, die Hirschgleiche, die goldene und silberne Kränze trägt, die Mondhelle, die Goldene, Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Shri Sukta, Vers 2
Bringe mir, Jatavedas, Lakshmi, die nicht wieder fortgeht, bei der ich Gold, Rind, Pferd und Menschen gewinnen möge.

Shri Sukta, Vers 3
Die von Pferden angeführt wird, die inmitten der Wagen weilt und sich am Ruf der Elefanten erfreut: Diese Göttin Shri rufe ich an. Die Göttin Shri möge mir zugetan sein.

Shri Sukta, Vers 4
Die Freudvolle, Lächelnde, von goldenem Schutzwall Umgebene, Feuchte, Leuchtende, Erfüllte, Sättigende, die im Lotus steht und die Farbe des Lotus hat: Diese Shri rufe ich hierher.

Shri Sukta, Vers 5
Die Mondhelle, Strahlende, durch Ruhm Leuchtende, die in der Welt von Göttern verehrte Freigebige: Bei ihr, deren Radkranz der Lotus ist, suche ich Zuflucht. Mein Unglück möge vergehen; dich erwähle ich.

Shri Sukta, Vers 6
Sonnenfarbene, aus der Glut der Askese entstand dein Baum, der Waldherr Bilva. Seine Früchte mögen durch die Kraft der Askese die inneren Täuschungen und das äußere Unglück vertreiben.

Shri Sukta, Vers 7
Der Freund der Götter möge zu mir kommen, ebenso Ruhm zusammen mit Mani. Ich bin in diesem Reich hervorgetreten; er möge mir Ruhm und Gedeihen schenken.

Erläuterung: Devasakha und Mani bleiben als überlieferte Bezeichnungen stehen; ihre Identifizierung wird hier nicht vorausgesetzt.

Shri Sukta, Vers 8
Die ältere Alakshmi, deren Unreinheit Hunger und Durst sind, vertreibe ich. Entferne Mangel und fehlendes Gedeihen vollständig aus meinem Haus.

Shri Sukta, Vers 9
Die durch Duft zugängliche, unüberwindliche, stets gedeihende, mit fruchtbarem Dung verbundene Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.

Shri Sukta, Vers 10
Mögen wir Wunsch und Entschluss des Herzens, die Wahrhaftigkeit der Sprache sowie die Fülle von Vieh und Nahrung erlangen. Shri und Ruhm mögen bei mir wohnen.

Shri Sukta, Vers 11
Durch Kardama ist Nachkommenschaft entstanden. Kardama, werde in mir gegenwärtig. Lass Shri, die Mutter mit dem Lotuskranz, in meiner Familie wohnen.

Shri Sukta, Vers 12
Die Wasser mögen Nährendes fließen lassen. Chiklita, wohne in meinem Haus. Lass auch die Göttin, die Mutter Shri, in meinem Haus wohnen.

Shri Sukta, Vers 13
Die Gereifte, Lotusreiche, Genährte, Goldbraune, die einen Lotuskranz trägt, die Sonnenhafte, goldene Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Erläuterung: „Gereifte“ folgt der Lesung pakvām dieser Ausgabe.

Shri Sukta, Vers 14
Die Feuchte, Lotusreiche, die Stütze, Goldfarbene, die einen goldenen Kranz trägt, die Mondhelle, goldene Lakshmi: Jatavedas, bringe sie zu mir.

Shri Sukta, Vers 15
Bringe mir, Jatavedas, Lakshmi, die nicht wieder fortgeht, bei der ich reichlich Gold, Rinder, Dienerinnen und Menschen gewinnen möge.

Erläuterung: Der Vers bewahrt das soziale und wirtschaftliche Wunschbild seiner Entstehungswelt.

Darbringung des Japa an die Göttin
Du bist die Hüterin des Geheimsten. Nimm unsere Rezitation an. Durch deine Gnade, Göttin, möge mir Vollendung zuteilwerden: das Ruhen in dir.

Quellen und redaktionelle Hinweise

Rgvedakhilani 2.6.1–15, GRETIL, Eingabe Muneo Tokunaga, nach J. Scheftelowitz, Die Apokryphen des Rgveda, Breslau 1906. Die ritualtheoretische Einordnung des Shri Sukta folgt Lakshmi Tantra 50.4 ff.; 50.93–97 stützen die ausdrücklich dokumentierten Lesungen in Vers 4. Die hier gewählte Folge von fünfzehn Blütengaben ist eine redaktionelle Archana-Form. Zusätzliche Khila-Verse und verbreitete spätere Anhänge sind nicht Bestandteil dieses fünfzehnversigen Kerns.

Die Sanskritgrundlagen stammen aus der Muktabodha Digital Library beziehungsweise aus GRETIL, wie bei den einzelnen Texten angegeben. Die IAST-Zitate wurden aus elektronischen Texten übernommen; es wurde keine OCR-Rekonstruktion vorgenommen. Ausdrückliche Wortanweisungen werden als solche ausgeschrieben und gekennzeichnet. Devanagari wurde aus der verwendeten IAST-Fassung erzeugt und durch Rückübertragung kontrolliert; es ist kein unabhängiger Textzeuge. Zeitansätze, kleine Materialmengen und als solche bezeichnete Hausformen sind redaktionelle Konkretisierungen. Die Artikel unterscheiden religiöse Segenswünsche von Tatsachenbehauptungen.

Siehe auch


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