Samudra

Aus Yogawiki
Krishna und Arjuna zu Beginn der Bhagavad Gita

1. Samudra (Sanskrit: समुद्र sam-udra m.) Sammlung der Gewässer am Himmel und auf der Erde, Wassermasse, See, Meer, flutenreich, m. Ansammlung von Wasser, Ozean; Bezeichnung der Zahl vier (Chatur); ein großes Somagefäß; die Zahl 100 Billionen (1014).

2. Samudra (Sanskrit: समुद्र sa-mudra) versiegelt, mit (Sa) einem Siegel (Mudra) versehen.

3. Samudra (Sanskrit: सामुद्र sāmudra adj., m. u. n.) zum Meer gehörig; Seefahrer, Seemann; eine Mückenart; Meersalz; weißes Fischbein (os sepiae, Abdhiphena).


Die hinduistische Mythologie über Samudra

Shiva Altar im Shivalaya Retreat Center Yoga Vidya Bad Meinberg

Samudra ist der König der Flüsse in der Hindumythologie. Das Wort leitet sich ab vom Sanskrit "sam", "zusammen"und "udra", "Wasser", also die Ansammlung von Flusswasser. Samudra ist ein Ozean oder Meer.

Im Rigveda bezieht sich Samudra sowohl auf große Wasseransammlungen als auch auf große Somagefässe. Samudrawasser werden von Indra und Vishnu beim Heiligen Opfer in Darbringungen benutzt. Man glaubt, dass Varuna über die Ozeane herrscht. Eine sinngemässe Bedeutung des Wortes "Samudra"bezieht sich auf jede Wassermenge, die größer als ein Tropfen ist. Wasser in einem Krug, einem kleinen Teich, einem grossen See oder im Meer kann "Samudra"genannt werden.

Im Rigveda heisst es auch, dass es vor dem westlichen und östlichen Samudra ein oberes und unteres Samudra gab. Das obere Samudra scheint ein himmlisches Meer zu sein.

Die Maruts erheben den Regen aus dem Meer und gießen die Sturzbäche mit dunstiger Feuchtigkeit hernieder, Soma (Mond) und Winde bewegen den Ozean.

Man sagt, dass Samudra der König der Flüsse ist, da er selbst nicht fließt, sondern alle Flüsse empfängt. Es heißt auch, dass der vedische Sarasvatifluss zum Meer fliesst und vom Gebirge bis zum Ozean rein ist. Grosse Ströme fliessen zum Meer, aber können es nicht füllen. Samudra ist das älteste der Gewässer und das Ziel der Flüsse. Die im Zusammenhang mit Samudra genannten Götter sind Agni und Soma.

Die Puranas nennen die vedische Gottheit Varuna den Gott von Samudra oder des Meeres. Sie erzählen auch, dass Indra den Drachen erschlug, was die sieben Ströme befreite und sie zum Meer fliessen liess.

Einige der mit Samudra verbundenen Begriffe sind "Salila“, "Ozeantiefen und unbegrenztes Meer"; "Arnas", "Apas", was "Wasser"bedeutet, manchmal "Himmlischer Ozean"und "Purisha", der "himmlische Ozean", die Wolken. Die Wellen Samudras heissen "Urmi", die Seen "Saras", "kula","hrada"oder "hlda". Samudra ist auch als Sagara bekannt.

Verschiedene Schreibweisen für Samudra

Sanskrit Wörter werden in Indien auf Devanagari geschrieben. Damit Europäer das lesen können, wird Devanagari transkribiert in die Römische Schrift. Es gibt verschiedene Konventionen, wie Devanagari in römische Schrift transkribiert werden kann Samudra auf Devanagari wird geschrieben "समुद्र", in IAST wissenschaftliche Transkription mit diakritischen Zeichen "samudra", in der Harvard-Kyoto Umschrift "samudra", in der Velthuis Transkription "samudra", in der modernen Internet Itrans Transkription "samudra".

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Siehe auch

Quelle

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Literatur

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