Ruhepause

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Ruhepause‏‎ ist eine Unterbrechung der Arbeitszeit zur Erholung, wie es z. B. im Arbeitszeitgesetz steht. Im Arbeitszeitgesetz gibt es zum Schutz der Arbeitnehmer bestimmte Regeln. Dort steht beispielsweise, dass man nicht länger als 6 Stunden hintereinander ohne Ruhepause beschäftigt werden darf. Die Ruhepause ist also die Pause, die zum Ausruhen dient und helfen soll, dass jemand sich regenerieren kann, um wieder arbeiten zu können. Ruhepause ist aber natürlich nicht nur arbeitsrechtlich organisiert. Immer, wenn man zwischen zwei Beschäftigungen eine Pause einlegt, ist es eine Ruhepause.

Ruhepause‏‎ - erläutert vom Yoga Standpunkt aus

Ruhepause als Teil des Rhythmus

Der Mensch ist ein rhythmisches Wesen. Er braucht Phasen der Aktivität und der Regeneration. So gibt es den Grundrhythmus zwischen Tag und Nacht. Man könnte sagen, dass die Nacht eine längere Ruhepause ist, die zur Erholung dient und der Mensch am Tag aktiver ist. Wiederum gibt es den 7-Tage-Rhythmus. Es gibt das Wochenende, an dem der Mensch eher eine Ruhepause hat und es gibt die 5-Tage- oder 6-Tage-Woche, wo der Mensch tätig ist. Heutzutage ist der Ruhetag nicht immer der Sonntag, aber es war eine sehr gute und sehr menschgemäße Erfindung im Judentum, dass es einen Tag in der 7-tägigen Woche gibt, an dem die normale Arbeit ruht.

Es gibt den Rhythmus im Jahr, in früheren Zeiten z.B. bei bäuerlichen Betrieben war im Winter eher Ruhepause; in der Erntezeit wurde dann wiederum besonders viel getan. Auch bis heute hat sich das auf andere Weise gehalten, in dem es eben einen Urlaub gibt. Im Urlaub hat man eine Ruhepause von der Arbeit. Dann gibt es noch die Zeit, in der man besonders intensiv tätig ist. Dann gibt es das sog. Sabbatjahr, welches in früheren Zeiten ein Jahr war, indem das Feld geruht hat. Dies war vielleicht nicht unbedingt eine Ruhepause für den Menschen, der sich eher selten ein ganzes Jahr Zeit nehmen kann, insbesondere in bäuerlichen Betrieben war das kaum möglich. Aber damit der Boden sich erholen kann, hat ein Feld Ruhe bekommen.

Heutzutage ist das Konzept des Sabbatjahres ein weit verbreitetes und man sagt, wo die Lebensarbeitszeit letztlich steigt, Menschen länger leben, da ist es gut auch mal ein Jahr lang nicht in seinem normalen Alltag zu sein, sondern etwas anderes zu machen. In diesem Sinne gibt es immer wieder Ruhepausen.

Ruhepause im Hatha Yoga

Wenn man Yoga übt, gibt es auch diesen Rhythmus zwischen Anstrengung und Loslassen. Im Yoga-Vidya-Stil gibt es zwischen zwei Asanas, zwei Yogastellungen, eine Ruhepause, in der man sich auf den Rücken legt. Die Kurzentspannungen zwischen den zwei Stellungen, die auch als Zwischenentspannung bezeichnet werden, dienen der Ruhepause. Angenommen jemand ist fortgeschrittener, dann macht er zwischen den zwei Asanas vielleicht keine Zwischenentspannung, wobei dann zwischen anstrengenden und eher meditativen Asanas, die so einer Ruhepause dienen, abgewechselt wird. Wenn man verschiedene spirituelle Praktiken hintereinander übt, dann wird man zwischendurch auch eine Tiefenentspannung machen und diese dient dann als Ruhepause. Angenommen du machst ein längeres Meditations-Retreat, dann ist es sogar so, dass die Gehmeditation als Ruhepause zwischen zwei Sitzmeditations-Sitzungen dienen kann. Oder man macht die Ruhepause zwischen zwei Meditationssitzungen als Tiefenentspannung.

In diesem Sinne kannst du immer überlegen, wenn es dir vielleicht mal nicht so gut geht, wenn du entweder reizbar oder erschöpft bist, hast du dann diesen Grundrhythmus eingehalten? Gönnst du dir genügend Ruhepausen? Gönnst du dir häufig genug Ruhepausen oder auch längere Ruhepausen? Manchmal ist eine Erschöpfung auch einfach nur ein Zeichen, dass du eine gewisse längere Ruhepause brauchst und nicht unbedingt ein Zeichen, dass du schon im Burnout bist. In mancherlei Hinsicht können kurze oder längere Ruhepausen helfen.

Tiefenentspannung in der Ruhepause

Eine einfache Möglichkeit, sich am Tag zu regenerieren, ist das Üben von Tiefenentspannung. Der Mensch braucht nicht nur die Nacht zum Schlafen, er braucht auch eine liegende Entspannung um die Mittagspause und eigentlich auch nochmal am Nachmittag. Die meisten Menschen profitieren sehr davon, wenn sie z. B. nach dem Mittagessen eine Tiefenentspannung von 8 bis 10 Minuten üben und abends, z. B. um 17 oder 18 Uhr, nachdem die Arbeit zu Ende ist, eine kurze 8- bis 12-minütige Ruhepause einlegen und diese nicht als Kaffeepause nutzen oder um Fernsehen zu gucken oder irgendwelche Nachrichten im Computer oder Smartphone zu checken, sondern hinlegen und dabei Tiefenentspannung üben. Wer 1- oder 2-mal am Tag Tiefenentspannung übt, dem geht es besser, der ist gesünder, kreativer, wacher. Bei bestimmten Menschen, z. B. Vata- oder Kapha-Typen kann es sogar hilfreich sein, dass man in dieser Tiefenentspannung nicht einnickt, sondern wach bleibt. Pitta-Typen profitieren sehr davon, wenn sie bei der Ruhepause bzw. Tiefenentspannung auch einnicken.

Ruhepause‏‎ Video

Videovortrag über Ruhepause‏‎:

Einige Informationen zum Thema Ruhepause‏‎ in diesem Kurzvideo. Der Yogalehrer Sukadev denkt laut nach über das Wort bzw. den Ausdruck Ruhepause‏‎ vom Standpunkt der Yoga Philosophie aus.

Siehe auch

Weitere Begriffe im Kontext mit Ruhepause‏‎

Einige Begriffe, die indirekt in Verbindung stehen mit Ruhepause‏‎, aber vielleicht doch von Relevanz sein können, sind unter anderem Ruhend‏‎, Ruf‏‎, Rücksitz‏‎, Ruhevoll‏‎, Rutschen‏‎, Sachbezogenheit‏‎.

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Ruhepause‏‎ Ergänzungen

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Zusammenfassung

Das Substantiv Ruhepause‏‎ ist ein Wort, das etwas zu tun hat mit Reise, Urlaub, Erholung und kann interpretiert werden vom Standpunkt von Yoga, Meditation, Ayurveda, Spiritualität, humanistische Psychologie.