Punyahavachana gemäß Shukla Yajurveda
Punyahavachana gemäß Shukla Yajurveda ist ein Segens- und Reinigungsritual, mit dem ein besonderer Anlass geheiligt wird, etwa ein Einzug, ein Familienfest oder der Beginn einer größeren Zeremonie. Der Name bedeutet „Ausrufen des heiligen Tages“. Im Mittelpunkt steht ein geschmückter Wasserkrug. Das Ritual entfaltet sich als Wechselrede: Die gastgebende Familie erbittet einen heiligen Tag, Wohlergehen, Fülle, Wachstum, Glück, Segen und Frieden; vier Rezitierende antworten mit vedischen Worten. Anschließend werden die Versammelten mit dem geweihten Wasser besprengt. So wird der Anlass bewusst unter einen gemeinsam ausgesprochenen Segen gestellt.

Vorbereitung
Diese ausführliche Form folgt dem Shukla-Yajurveda-Abschnitt in Pandit Sri Ramas Puṇyāha Vācana Saṅgraha, einschließlich seiner Vorbereitung. Die dort vorausgesetzte Ganesha Puja wird mit der Vorpuja aus desselben Autors Pūjā Saṅgraha ausgeführt. Die einzelnen Gastgaben an Varuna sind nach der Upachara-Liste desselben Punyaha-Handbuchs ergänzt; die anschließende Krishna-Yajurveda-Rezitationsfolge wird nicht übernommen.
Bade oder wasche dich, ziehe frische Kleidung an und bereite einen sauberen Platz mit Blick nach Osten vor. Die traditionelle Besetzung besteht aus der gastgebenden Person beziehungsweise Familie, einem leitenden Purohita und insgesamt vier in der vedischen Rezitation kundigen Brahmanen. Die Gastgeber vollziehen Achamana und die Ganesha-Verehrung in den Schritten 1–11 unter Anleitung des Purohita. Ab Schritt 13 übernimmt der Purohita mit Unterstützung der weiteren Rezitierenden die Vorbereitung und Verehrung des Wasserkruges. Bei der Wechselrede ab Schritt 33 sprechen wieder die Gastgeber die Bitten; bei Bedarf spricht die leitende Person vor. Die vier Rezitierenden geben die Antworten und sprechen die jeweils folgenden Veda-Verse. Die hier ausgeschriebenen Texte enthalten keine vedischen Tonzeichen; die erlernte Tonführung bleibt Sache der Rezitierenden.
Du brauchst einen Wasserkrug (Kalasha), einen Teller mit trockenem Reis, eine Schale mit sieben Körnerarten als Saptadhanya (als heutige praktische Materialwahl je einen Teelöffel Reis, Gerste, Weizen, Hirse, Hafer, Roggen und Sesam), ein kleines Reistellerchen als Krugabdeckung, eine Kokosnuss, fünf Mangoblätter, etwas Durva-Gras, eine aus zwei Darbha-Halmen bereitete Pavitra, Sandelpaste, eine Betelnuss, fünf Edelsteine oder eine Perle, ein kleines Goldstück und ein rotes Tuch oder einen roten Faden. Die traditionelle siebenfache Erde stammt aus Pferde- und Elefantenstall, vom Fluss, Königstor, Kuhstall, einer Wegkreuzung und einem Ameisenhügel. Für eine heutige Durchführung verwende stattdessen eine kleine Menge sauberer Erde; dies ist eine praktische Anpassung der Materialgabe. Der Krug wird später nur zum Besprengen verwendet. Trinkwasser für Achamana steht getrennt bereit.
Für die Ganesha- und Varuna-Verehrung lege ein Ganesha-Bild oder eine kleine Figur, Reis, Blüten und gegebenenfalls eine Blütengirlande, Kurkuma, Kumkum, eine heilige Schnur, Räucherwerk, eine Öllampe, eine Arati-Lampe mit Kampfer, Obst oder Rosinen, Betelblätter und Betelnüsse bereit. Dazu kommen Wassergefäß, Löffel, Auffangschale, Handtuch, Sitzplätze für alle und eine vorbereitete Dankesgabe. Wasser, das einer Gottheit angeboten wird, gießt du anschließend in die Auffangschale. Lampen stehen auf einer feuerfesten Unterlage; bei den Kreisen bleibt Abstand zu Tüchern und Menschen.
Bestimme vor Beginn Anlass, Ort und Kalenderangaben der Absichtserklärung mit der leitenden Person. Die Felder in Winkelklammern werden passend ausgefüllt und nicht mitgesprochen. Namen und Kalenderdaten dürfen in der vertrauten Sprache gesagt werden; erfinde keine Sanskritformen. Nimm dir Zeit, die sieben Segenswünsche innerlich auf die tatsächliche Lebenssituation zu beziehen.
Ablauf
1. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
Gib mit dem Löffel wenig Trinkwasser in die rechte Hand und schlürfe es über den Daumenballen. Wiederhole dies mit frischem Wasser zu jeder der ersten drei Anrufungen. Bei der vierten wasche die Hände.
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
Übersetzung: Om, Verehrung Keshava. Om, Verehrung Narayana. Om, Verehrung Madhava. Om, Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne.
2. Ganesha vergegenwärtigen
Betrachte das Ganesha-Bild vor dir und sammle dich bei seiner Gestalt.
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, vom köstlichen Fruchtfleisch der Kapittha- und Jambu-Früchte essend, Sohn Umas und Beseitiger des Kummers. Man meditiere über Siddhivinayaka, den Gott mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, der Schlinge und Stachelstock trägt.
3. Ganesha einladen
Lege eine Blüte mit etwas Sandelpaste und Reis vor das Bild.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
Übersetzung: Om, Erde, Zwischenwelt und Himmelswelt. Verehrung dem erhabenen großen Ganapati. Ich meditiere über dich, lade dich ein, gebe dir hier einen Platz und bringe Sandelpaste, ungebrochenen Reis und Blüten dar.
4. Ganesha einen Sitz und Wasser anbieten
Lege zur ersten Formel etwas Reis vor das Bild. Biete danach zwei Löffel Wasser an den Füßen, einen an der rechten Hand und drei vor dem Mund der dargestellten Gottheit an; gieße das Wasser jeweils in die Auffangschale.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Wasser für die Füße dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe das ehrende Empfangswasser dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
5. Ganesha baden und kleiden
Berühre die Figur mit einer wasserbenetzten Blüte; bei einem empfindlichen Bild besprenge nur die davor liegende Blüte. Biete zur zweiten Formel drei Löffel Mundspülwasser an. Lege dann je etwas Reis als Gewand, heilige Schnur und Schmuck dar.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
snānānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||
Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe das Bad dar; nach dem Bad biete ich erneut Mundspülwasser an. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als Gewand bringe ich ungebrochenen Reis dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als heilige Schnur bringe ich ungebrochenen Reis dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als Schmuck bringe ich ungebrochenen Reis dar.
6. Sandelpaste und Blüten darbringen
Gib Sandelpaste, darauf etwas Kurkuma und Kumkum, an die Figur beziehungsweise auf eine Opferblüte. Lege die Girlande oder einige Blüten davor.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||
Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar, auf der Sandelpaste Kurkuma und Kumkum. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe eine Blütengirlande dar und verehre dich mit Blüten.
7. Ganesha mit achtzehn Namen verehren
Lege zu jedem Namen eine Blüte oder eine kleine Prise Reis vor Ganesha.
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
Übersetzung: Om, Verehrung dem mit dem schönen Antlitz. Om, Verehrung dem mit einem Stoßzahn. Om, Verehrung dem Falbfarbenen. Om, Verehrung dem mit Elefantenohren. Om, Verehrung dem mit dem großen Bauch. Om, Verehrung dem Gewaltigen. Om, Verehrung dem Herrn der Hindernisse. Om, Verehrung Vinayaka, dem Führer. Om, Verehrung dem Rauchbannertragenden. Om, Verehrung dem Vorsteher der Scharen. Om, Verehrung dem Träger der jungen Mondsichel. Om, Verehrung dem Elefantengesichtigen. Om, Verehrung dem mit dem gekrümmten Rüssel. Om, Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. Om, Verehrung Heramba. Om, Verehrung dem älteren Bruder Skandas. Om, Verehrung Vinayaka, der Vollendung schenkt. Om, Verehrung dem Herrn der Hindernisse.
8. Duft, Licht und Speise darbringen
Schwenke das Räucherwerk dreimal im Uhrzeigersinn vor Ganesha, anschließend ebenso die Öllampe. Biete drei Löffel Mundspülwasser an. Stelle Obst oder Rosinen vor das Bild, biete erneut drei Löffel Mundspülwasser an und lege Betelblatt und Betelnuss dazu. Jede Gabe erhält ihre folgende Formel.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich lasse dich den Räucherduft wahrnehmen. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich zeige dir das sichtbare Licht. Nach Duft und Licht biete ich erneut Mundspülwasser an. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich biete die Speise an; danach erneut Mundspülwasser. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Betel dar.
9. Ganeshas Lichtgabe
Schwenke die Kampferlampe dreimal im Uhrzeigersinn vor Ganesha; biete danach drei Löffel Mundspülwasser an.
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi ||
Übersetzung: Om. Mögen wir den Einstoßzahnigen erkennen. Über den mit dem gekrümmten Rüssel meditieren wir; möge der Stoßzahntragende uns erhellen. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich zeige die freudvolle Kampferlichtgabe und biete danach erneut Mundspülwasser an.
10. Blütengabe an Ganeshas Füßen
Nimm Blüten mit rechter Daumen- und Zeigefingerspitze; die übrigen drei Finger sind locker ausgestreckt. Diese Naracha-Mudra hält die Gabe. Lege die Blüten an Ganeshas Füßen nieder.
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
Übersetzung: Dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Gewährenden, den Göttern Lieben, dem Großbäuchigen, dem Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten, dem Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Geschmückten, dem Sohn Gauris: Herr der Scharen, dir sei immer wieder Verehrung.
11. Die Ganesha-Vorpuja abschließen
Falte die Hände und verneige dich.
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha | nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama | tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam | visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka | yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
Übersetzung: Du mit gekrümmtem Rüssel, großem Körper und dem Glanz von Millionen Sonnen: Lass meine Vorhaben stets ohne Hindernisse gelingen. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe weder das Einladen noch die Verehrung noch das Verabschieden vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich mit unvollkommenem Mantra, unvollkommener Handlung und Hingabe getan habe, Vinayaka, möge für dich vollständig werden.
12. Vedische Wohlergehenswünsche sprechen
Die vier Rezitierenden sprechen gemeinsam das Svasti Vachana; alle anderen hören mit gefalteten Händen zu.
svasti no mimītām aśvinā bhagaḥ svasti devy aditir anarvaṇaḥ |
svasti pūṣā asuro dadhātu naḥ svasti dyāvāpṛthivī sucetunā ||
svastaye vāyum upa bravāmahe somaṃ svasti bhuvanasya yas patiḥ |
bṛhaspatiṃ sarvagaṇaṃ svastaye svastaya ādityāso bhavantu naḥ ||
viśve devā no adyā svastaye vaiśvānaro vasur agniḥ svastaye |
devā avantv ṛbhavaḥ svastaye svasti no rudraḥ pātv aṃhasaḥ ||
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||
svasti panthām anu carema sūryācandramasāv iva |
punar dadatāghnatā jānatā saṃ gamemahi ||
Übersetzung: Mögen die Ashvins und Bhaga uns Wohlergehen zuteilen, auch die Göttin Aditi, die Unbehinderte. Mögen der mächtige Pushan und die verständigen Himmel und Erde uns Wohlergehen schenken. Für Wohlergehen rufen wir Vayu an und Soma, den Herrn der Welt, ebenso Brihaspati mit seiner ganzen Schar; mögen die Adityas uns Wohlergehen bringen. Alle Götter seien heute zu unserem Wohl da, ebenso der wohltätige Agni Vaishvanara. Mögen die göttlichen Ribhus helfen und Rudra uns vor Bedrängnis bewahren. Heil durch Mitra und Varuna, Heil durch dich, reiche Pathya; Heil durch Indra und Agni. Aditi, schaffe uns Wohlergehen. Mögen wir den Weg des Heils gehen wie Sonne und Mond und wieder mit Gebenden, Nichtverletzenden und Verständigen zusammenkommen.
13. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
Gib mit dem Löffel wenig Trinkwasser in die rechte Hand und schlürfe es über den Daumenballen. Wiederhole dies mit frischem Wasser zu jeder der ersten drei Anrufungen. Bei der vierten wasche die Hände.
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
Übersetzung: Om, Verehrung Keshava. Om, Verehrung Narayana. Om, Verehrung Madhava. Om, Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne.
14. Die Lehrer ehren
Verneige dich innerlich vor der Überlieferung und den Menschen, von denen du gelernt hast.
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
Übersetzung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und der Gott Maheshvara. Der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem verehrten Guru sei Verehrung.
15. Den Platz des Wasserkruges zeichnen
Zeichne auf einer niedrigen sauberen Unterlage mit trockenem Reis einen achtblättrigen Lotus: eine Mitte und acht darum angeordnete Blätter. Lege eine mit Sandelpaste versehene Blüte und etwas Reis in die Mitte.
mahī dyauḥ pṛthivī ca na imaṃ yajñaṃ mimikṣatām |
pipṛtāṃ no bharīmabhiḥ ||
Übersetzung: Mögen der große Himmel und die Erde sich unserem Opfer zuwenden und uns mit ihren nährenden Gaben erfüllen.
16. Das Getreidebett bereiten
Gib die sieben Körnerarten zusammen in die Mitte des Lotus.
dhānyam asi dhinuhi devān prāṇāya tvodānāya tvā vyānāya tvā |
dīrghām anu prasitim āyuṣe dhāṃ devo vaḥ savitā hiraṇyapāṇiḥ prati gṛbhṇātv acchidreṇa pāṇinā cakṣuṣe tvā mahīnāṃ payo ’si ||
Übersetzung: Du bist Getreide: Nähre die Götter. Für Prana nehme ich dich, für Udana, für Vyana. Möge ich einen langen Lebensweg durchlaufen. Der Gott Savitar mit goldener Hand nehme euch mit unversehrter Hand an. Für das Auge nehme ich dich; du bist die nährende Essenz der Großen.
17. Den Krug aufstellen
Setze den gereinigten Wasserkrug standsicher auf das Getreide.
ā jighra kalaśaṃ mahyā tvā viśantv indavaḥ |
punar ūrjā ni vartasva sā naḥ sahasraṃ dhukṣvorudhārā payasvatī punar mā viśatād rayiḥ ||
Übersetzung: Rieche den Krug; die Tropfen mögen in dich, die Große, eingehen. Kehre wieder mit Kraft. Gib uns tausendfachen Ertrag, du mit breitem, milchreichem Strom. Reichtum möge erneut zu mir kommen.
18. Den Krug mit Wasser füllen
Fülle den Krug mit frischem Wasser; lasse oben ausreichend Platz für die folgenden Beigaben.
varuṇasyottambhanam asi varuṇasya skambhasarjanī stho varuṇasya ṛtasadany asi |
varuṇasya ṛtasadanam asi varuṇasya ṛtasadanam ā sīda ||
Übersetzung: Du bist Varunas Stütze. Ihr beide stützt Varunas Pfeiler. Du bist Varunas Sitz der Wahrheit und Ordnung. Du bist Varunas rechtmäßige Wohnstatt; nimm auf Varunas rechtmäßigem Sitz Platz.
19. Sandelpaste in das Wasser geben
Füge eine kleine Menge Sandelpaste hinzu.
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīṃ sarvabhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam ||
Übersetzung: Die durch Duft Zugängliche, die Unbezwingbare, die stets Genährte und Fruchtbare, die Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.
20. Durva in den Krug geben
Lege einige saubere Durva-Halme in das Wasser.
kāṇḍāt kāṇḍāt prarohantī paruṣaḥ paruṣaḥ pari |
evā no dūrve pra tanu sahasreṇa śatena ca ||
Übersetzung: Von Stängel zu Stängel, von Knoten zu Knoten sprießt du. So breite dich auch für uns aus, Durva, tausendfach und hundertfach.
21. Die fünf Mangoblätter auflegen
Ordne fünf gewaschene Mangoblätter am Krugrand so an, dass ihre Stiele im Wasser liegen und ihre Spitzen nach außen weisen.
aśvatthe vo niṣadanaṃ parṇe vo vasatiṣ kṛtā |
gobhāja it kilāsatha yat sanavatha pūruṣam ||
Übersetzung: Im heiligen Feigenbaum ist euer Sitz, im Parna-Baum ist eure Wohnstatt bereitet. Anteil an Rindern sollt ihr erhalten, wenn ihr diesen Menschen wiedergewinnt.
Der Vers spricht die Pflanzen an. Die Handhandlung verwendet hier, wie in der Kalasha-Vorbereitung überliefert, Mangoblätter.
22. Die Erde hinzufügen
Gib eine kleine Prise der bereitgestellten Erde in das Wasser.
syonā pṛthivi bhavānṛkṣarā niveśanī |
yacchā naḥ śarma saprathāḥ ||
Übersetzung: Sei uns freundlich, Erde, frei von Dornen und als Wohnstatt geeignet. Gewähre uns weitreichenden Schutz.
23. Die Betelnuss hinzufügen
Lege eine Betelnuss in den Krug.
yāḥ phalinīr yā aphalā apuṣpā yāś ca puṣpiṇīḥ |
bṛhaspatiprasūtās tā no muñcantv aṃhasaḥ ||
Übersetzung: Die fruchttragenden und die fruchtlosen, die blütenlosen und die blühenden Pflanzen: Von Brihaspati hervorgebracht, mögen sie uns von Bedrängnis befreien.
24. Edelsteine oder eine Perle hinzufügen
Gib die fünf Edelsteine oder die einzelne Perle in das Wasser.
pari vājapatiḥ kavir agnir havyāny akramīt |
dadhad ratnāni dāśuṣe ||
Übersetzung: Agni, der weise Herr der Kraft, umschritt die Opfergaben und schenkte dem Darbringenden Kostbarkeiten.
25. Das Gold hinzufügen
Lege das gereinigte Goldstück in den Krug.
hiraṇyagarbhaḥ samavartatāgre bhūtasya jātaḥ patir eka āsīt |
sa dādhāra pṛthivīṃ dyām utemāṃ kasmai devāya haviṣā vidhema ||
Übersetzung: Am Anfang entstand Hiranyagarbha, der goldene Keim. Geboren, war er der eine Herr des Gewordenen. Er trug diese Erde und den Himmel. Welchem Gott sollen wir mit unserer Gabe dienen?
26. Den Krug mit Tuch oder Faden schmücken
Lege das rote Tuch um den Krug oder winde den roten Faden darum, ohne die Mangoblätter zu verschieben.
yuvā suvāsāḥ parivīta ā gāt sa u śreyān bhavati jāyamānaḥ |
taṃ dhīrāsaḥ kavaya unnayanti svādhyo manasā devayantaḥ ||
Übersetzung: Ein Junger ist gekommen, schön gekleidet und umhüllt; neu geboren gewinnt er an Herrlichkeit. Die verständigen Seher erheben ihn, im Geist gesammelt und den Göttern zugewandt.
27. Die Pavitra hinzufügen
Lege die aus zwei Darbha-Halmen bereitete Pavitra in den Krug.
pavitre stho vaiṣṇavyau savitur vaḥ prasava ut punāmy acchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiḥ |
tasya te pavitrapate pavitrapūtasya yatkāmaḥ pune tac chakeyam ||
Übersetzung: Ihr beiden seid die Vishnu zugehörigen Reiniger. Unter Savitars Antrieb reinige ich euch mit dem unversehrten Reiniger und mit den Strahlen Suryas. Herr der Reinigung: Was ich, durch dich gereinigt, mit meiner Reinigung erstrebe, das möge ich vermögen.
28. Reisteller und Kokosnuss aufsetzen
Setze das kleine Tellerchen mit Reis auf den Krug. Sprich dafür die ersten beiden Zeilen. Lege anschließend die Kokosnuss standsicher darauf und sprich die übrigen Zeilen.
pūrṇā darvi parā pata supūrṇā punar ā pata |
vasneva vikrīṇāvahā iṣam ūrjaṃ śatakrato ||
śrīś ca te lakṣmīś ca patnyau | ahorātre pārśve | nakṣatrāṇi rūpam | aśvinau vyāttam |
iṣṭaṃ maniṣāṇa | amuṃ maniṣāṇa | sarvaṃ maniṣāṇaḥ ||
Übersetzung: Voll fliege hinaus, Schöpfkelle, und ganz gefüllt kehre zurück. Wie beim Tausch von Waren wollen wir Nahrung und Kraft austauschen, du mit hundert Kräften. Schönheit und Glück sind deine Gefährtinnen, Tag und Nacht deine Seiten, die Gestirne deine Gestalt, die Ashvins dein geöffneter Mund. Erbitte das Erwünschte, erbitte jene Welt, erbitte alles.
29. Varuna in den Krug einladen
Wende dich dem geschmückten Krug zu; lege eine Blüte davor und vergegenwärtige Varuna als Hüter der Wasser und der göttlichen Ordnung.
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
Übersetzung: Mit heiligem Wort und Verehrung wende ich mich an dich; dies erbittet der Opfernde mit seinen Gaben. Varuna, sei hier ohne Zorn aufmerksam, du weithin Gepriesener; nimm uns nicht unsere Lebenszeit. In diesem Krug meditiere ich über Varuna und lade ihn ein.
30. Varuna die Gastgaben anbieten
Die Gaben richten sich jetzt an Varuna im Krug. Lege zur ersten Formel Reis als Sitz davor. Biete mit jeweils einer kleinen Wassergabe ehrendes Empfangswasser, Fußwasser, Mundspülwasser und Bad an; berühre beim Bad den Krug mit einer feuchten Blüte. Lege Reis als Gewand, dann die heilige Schnur, Sandelpaste und Blüten dar.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||
Übersetzung: Jede Gabe beginnt: Om Vam, Verehrung Varuna. Ich bringe einen Sitz dar; ehrendes Empfangswasser; Wasser für die Füße; Wasser zum Mundspülen; das Bad; ungebrochenen Reis als Gewand; die heilige Schnur; Sandelpaste; Blüten. Mit Blüten verehre ich dich.
31. Varuna mit neun Namen verehren
Lege zu jedem Namen eine Blüte oder etwas Reis vor den Krug. Biete zum letzten Satz einige weitere Blätter und Blüten gemeinsam an.
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ tīrtharājāya namaḥ |
oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ |
oṃ vāṃ varuṇāya namaḥ | nānāvidhapatrapuṣpāṇi samarpayāmi ||
Übersetzung: Om, Verehrung Varuna. Om, Verehrung dem Weisen. Om, Verehrung dem Schöngeformten. Om, Verehrung dem Herrn der Wasser. Om, Verehrung dem auf dem Makara Reitenden. Om, Verehrung dem Gebieter des Wassers. Om, Verehrung dem mit der Schlinge in der Hand. Om, Verehrung dem König der heiligen Gewässer. Om, Verehrung dem mit vielen Edelsteinen Geschmückten. Om Vam, Verehrung Varuna: Ich bringe verschiedene Blätter und Blüten dar.
32. Varunas Verehrung mit Licht vollenden
Schwenke nacheinander Räucherwerk und Öllampe vor dem Krug. Stelle eine kleine Obstgabe davor, lege Betelblatt und Betelnuss hinzu und zeige die Kampferlampe. Sprich zu jeder Gabe die zugehörige Formel; die Varuna-Gayatri begleitet das abschließende Verweilen vor dem Licht.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | karpūranīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||
Übersetzung: Jede Gabe beginnt: Om Vam, Verehrung Varuna. Ich bringe Räucherduft, Licht, Speise, Betel und Kampferlicht dar. Om. Mögen wir den im Wasser Erscheinenden erkennen; über den blauen Purusha meditieren wir. Möge Varuna uns erhellen.
33. Die Absicht der gemeinsamen Segnung aussprechen
Die vier Rezitierenden nehmen ihre Plätze ein. Die gastgebende Person hält die Hände gefaltet und spricht die zuvor ausgefüllte Absichtserklärung. Die kosmischen Orts- und Zeitbilder verbinden den eigenen Anlass mit der größeren Weltordnung.
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇo dvitīyaparārdhe śrīśvetavarāhakalpe vaivasvatamanvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathamapāde jambūdvīpe meroḥ ⟨Himmelsrichtung⟩ digbhāge ⟨Land⟩ deśe ⟨Ort⟩ mahānagaryantargate |
vyāvahārikāṇāṃ prabhavādiṣaṣṭisaṃvatsarāṇāṃ madhye ⟨Jahresname⟩ nāma saṃvatsare ⟨Halbjahr⟩ ayane ⟨Jahreszeit⟩ ṛtau māsottame ⟨Monat⟩ māse ⟨Mondhälfte⟩ pakṣe ⟨Mondtag⟩ tithau ⟨Wochentag⟩ vāsarayuktāyāṃ ⟨Mondhaus⟩ nakṣatrayuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayogaśubhakaraṇe sakalagrahaguṇaviśeṣaṇaviśiṣṭāyām asyāṃ śubhatithau |
⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye brāhmaṇadvārā puṇyāhaṃ vācayiṣye ||
Übersetzung: Hari, Om, Das ist die Wahrheit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. Heute, zu diesem glückverheißenden schönen Augenblick, in der durch den erhabenen großen Purusha Vishnu geordneten Zeit: in der zweiten Hälfte der Lebenszeit des ursprünglichen Brahma, im Shveta-Varaha-Kalpa, im Manvantara Vaivasvatas, im achtundzwanzigsten Kali Yuga und dessen erstem Viertel, auf Jambudvipa, in der genannten Richtung vom Meru, im genannten Land und Ort; im bezeichneten Jahr des sechzigjährigen Zyklus, Halbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am Mondtag, Wochentag und Mondhaus, unter Vishnus Yoga und Karana, an diesem guten, durch die Eigenschaften der Gestirne ausgezeichneten Tag: Für den genannten Ritualanlass und zur Erlangung umfassenden Wohlergehens werde ich durch die Brahmanen den heiligen Tag verkünden lassen.
34. Die vier Rezitierenden mit Wasser begrüßen
Biete jeder der vier Personen etwas ehrendes Empfangswasser in einem Gefäß an und sprich dabei den Vers.
bhūmidevāgrajanmāsi tvaṃ vipra puruṣottama |
pratyakṣo yajñapuruṣo hy argho ’yaṃ pratigṛhyatām ||
Übersetzung: Du bist der Erstgeborene unter den Göttern auf Erden, gelehrter Brahmane, edler Mensch, die sichtbare Gestalt des Opfer-Purusha. Möge dieses ehrende Wasser angenommen werden.
35. Sandelpaste anbieten
Biete den vier Rezitierenden nacheinander etwas Sandelpaste an. Sprich zu jeder Gabe den Vers.
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīṃ sarvabhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam ||
Übersetzung: Die durch Duft Zugängliche, die Unbezwingbare, die stets Genährte und Fruchtbare, die Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.
36. Das Göttliche in den Gästen ehren
Verneige dich mit gefalteten Händen vor den vier Gästen.
namo ’stv anantāya sahasramūrtaye sahasrapādākṣiśirorubāhave |
sahasranāmne puruṣāya śāśvate sahasrakoṭiyugadhāriṇe namaḥ ||
Übersetzung: Verehrung dem Unendlichen mit tausend Gestalten, tausend Füßen, Augen, Köpfen, Schenkeln und Armen. Verehrung dem ewigen Purusha mit tausend Namen, der unermessliche Weltalter trägt.
37. Die Rezitierenden um ihren Dienst bitten
Überreiche jeder der vier Personen eine kleine Gabe aus Reis, Blüte und Betelnuss mit etwas Sandelpaste. Sprich den Satz für jede Person einzeln.
ebhir gandhākṣatapuṣpapūgīphaladravyaiḥ ⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye puṇyāhavācanārthaṃ brāhmaṇānāṃ tvām ahaṃ vṛṇe ||
Übersetzung: Mit diesen Gaben aus Sandelpaste, ungebrochenem Reis, Blüten und Betelnuss wähle ich dich unter den Brahmanen, damit du für diesen Ritualanlass den heiligen Tag verkündest und umfassendes Wohlergehen erbeten werde.
38. Das heilige Wort und Brihaspati anrufen
Die Rezitierenden sprechen die beiden Eingangsverse des Japa.
brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād vi sīmataḥ suruco vena āvaḥ |
sa budhniyā upamā asya viṣṭhāḥ sataś ca yonim asataś ca vi vaḥ ||
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||
Übersetzung: Das heilige Wort wurde zuerst im Osten geboren; Vena enthüllte es aus dem glänzenden Bereich. Er erschloss seine tiefsten und höchsten Stätten, den Ursprung des Seienden und des Nichtseienden. Brihaspati, was an hervorragender, leuchtender und einsichtsvoller Kraft unter den Menschen hervorragt, was machtvoll erstrahlt: Du aus der Ordnung Geborener, lege diesen vielfältigen Reichtum in uns.
39. Heiliger Tag – puṇyāha
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
brāhmaṃ puṇyaṃ maharyac ca sṛṣṭyutpādanakārakam |
vedavṛkṣodbhavaṃ yac ca tat puṇyāhaṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu |
oṃ puṇyāham astu |
oṃ puṇyāham astu |
punantu mā devajanāḥ punantu manavo dhiyā | punantu viśva āyavaḥ |
jātavedaḥ pavitravat pavitreṇa punāhi mā |
śukreṇa deva dīdyad agne kratvā kratūṃr anu ||
Übersetzung: Verkündet uns jenen heiligen Tag, der Brahman zugehört, heilig und erhaben ist, das Hervorgehen der Schöpfung ermöglicht und aus dem Baum der Veden entspringt. Bitte: Ihr Brahmanen, verkündet meinem Haus den heiligen Tag. Antwort, dreimal: Om, ein heiliger Tag sei! Mögen die göttlichen Wesen mich reinigen, mögen die Menschen mich durch Einsicht reinigen und alle Lebendigen mich reinigen. Jatavedas, der du den Reiniger besitzt, reinige mich mit deinem Reiniger. Leuchtender Gott Agni, mit deinem hellen Glanz und deiner Kraft, den Kräften entsprechend.
40. Wohlergehen – svasti
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
svastir yā avināśākhyā lokakalyāṇasiddhidā |
vināyakapriyā nityaṃ tāṃ ca svasti bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svasti astu |
oṃ svasti astu |
oṃ svasti astu |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
Übersetzung: Verkündet uns das unvergängliche Wohlergehen, das der Welt Gedeihen bringt und Vinayaka immer lieb ist. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Wohlergehen zu. Antwort, dreimal: Om, Wohlergehen sei! Wohlergehen schenke uns Indra, dessen Ruhm groß ist; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz. Brihaspati gewähre uns Wohlergehen.
41. Fülle – ṛddhi
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
sāgarasya tu yā ṛddhir mahālakṣmyādibhiḥ kṛtā |
sampūrṇā suprabhāvā ca tāṃ ca ṛddhiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu |
oṃ ṛddhir astu |
oṃ ṛddhir astu |
satrasya ṛddhir asy aganma jyotir amṛtā abhūma |
divaṃ pṛthivyā adhy āruhāmāvidāma devān svar jyotiḥ ||
Übersetzung: Verkündet uns jene Fülle des Ozeans, die Mahalakshmi und die anderen hervorbrachten, vollkommen und von guter Wirkkraft. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Fülle zu. Antwort, dreimal: Om, Fülle sei! Du bist die Erfüllung der Opfergemeinschaft. Wir sind zum Licht gelangt, unsterblich geworden. Von der Erde sind wir zum Himmel aufgestiegen; wir haben die Götter gefunden, die Himmelswelt und das Licht.
42. Wachstum – vṛddhi
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
vaidhṛtau ca vyatipāte saṅkrāntau rāhuparvaṇi |
yādṛg vṛddhim avāpnoti tāṃ ca vṛddhiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe vṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ vṛddhir astu |
oṃ vṛddhir astu |
oṃ vṛddhir astu |
jyaiṣṭhyaṃ ca ma ādhipatyaṃ ca me manyuś ca me bhāmaś ca me ’mbhaś ca me jemā ca me mahimā ca me varimā ca me prathimā ca me varṣimā ca me drāghimā ca me vṛddhaṃ ca me vṛddhiś ca me yajñena kalpantām ||
Übersetzung: Verkündet uns solches Wachstum, wie es an Vaidhriti, Vyatipata, bei einem Sonnenübergang und zur Finsterniszeit erlangt wird. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Wachstum zu. Antwort, dreimal: Om, Wachstum sei! Mein Vorrang und meine Herrschaft, mein Zorn und meine Erregung, mein Wasser, meine Siegeskraft, meine Größe, Weite, Ausdehnung, Höhe und Länge, mein Gewachsensein und mein weiteres Wachstum mögen durch das Opfer gedeihen.
43. Glück und Gedeihen – kalyāṇa
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
pṛthivyām uddhṛtāyāṃ tu yat kalyāṇaṃ purā kṛtam |
ṛṣibhiḥ siddhagandharvais tat kalyāṇaṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe kalyāṇaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ kalyāṇam astu |
oṃ kalyāṇam astu |
oṃ kalyāṇam astu |
yathemāṃ vācaṃ kalyāṇīm āvadāni janebhyaḥ |
brahmarājanyābhyāṃ śūdrāya cāryāya ca svāya cāraṇāya ca |
priyo devānāṃ dakṣiṇāyai dātur iha bhūyāsam ayaṃ me kāmaḥ samṛdhyatām upa mādo namatu ||
Übersetzung: Verkündet uns jenes Glück, das einst nach der Erhebung der Erde von Rishis, Siddhas und Gandharvas bewirkt wurde. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Glück und Gedeihen zu. Antwort, dreimal: Om, Glück und Gedeihen seien! Möge ich diese heilsame Rede den Menschen sagen: Brahmanen und Angehörigen der Herrschergruppe, Shudra und Arya, den Eigenen und den Fremden. Möge ich hier den Göttern und dem Geber der Dankesgabe lieb sein. Dieser mein Wunsch möge sich erfüllen; jenes möge sich mir zuwenden.
44. Segen und Schönheit – śrī
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel und sprechen dann den Veda-Text.
saritpateś ca yā kanyā yā śrīr viṣṇugṛhe sthitā |
sarvasaukhyavatī lakṣmīs tāṃ śriyaṃ ca bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe śrīr astv iti bhavanto bruvantu |
oṃ śrīr astu |
oṃ śrīr astu |
oṃ śrīr astu |
manasaḥ kāmam ākūtiṃ vācaḥ satyam aśīmahi |
paśūnāṃ rūpam annasya mayi śrīḥ śrayatāṃ yaśaḥ ||
Übersetzung: Verkündet uns jene Shri, die Tochter des Herrn der Ströme, die in Vishnus Haus wohnt: Lakshmi, erfüllt von allem Glück. Bitte: Ihr Brahmanen, verkündet, dass Shri in meinem Haus sein möge. Antwort, dreimal: Om, Shri sei! Mögen wir das Sehnen und die Absicht des Geistes und die Wahrheit der Rede erlangen, die Fülle der Tiere und der Nahrung. Mögen Shri und guter Ruf in mir wohnen.
45. Frieden – śānti
Die gastgebende Person spricht den einleitenden Vers und die Bitte. Die Rezitierenden antworten dreimal mit der nachfolgenden Om-Formel.
śaṅkhāsuravipattau ca yathā śāntir dharātale |
yathā ca devadevānāṃ tāṃ ca śāntiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe śāntiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ śāntir astu |
oṃ śāntir astu |
oṃ śāntir astu |
Übersetzung: Verkündet uns jenen Frieden, wie er nach Shankhasuras Untergang auf der Erde herrschte und wie er unter den höchsten Göttern besteht. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Frieden zu. Antwort, dreimal: Om, Frieden sei!
46. Die Familie mit dem Wasser segnen
Die Familie sitzt zusammen; bei einem Ehepaar sitzt die Frau in dieser Fassung rechts vom Mann. Hebe Kokosnuss und Reisteller vom Krug, ohne dessen Inhalt zu verschütten. Die Rezitierenden entnehmen mit den Mangoblättern wenig Wasser und besprengen damit sanft Kopf und Schultern der Familie. Der folgende Vers begleitet den Beginn.
punantu mā devajanāḥ punantu manavo dhiyā | punantu viśva āyavaḥ |
jātavedaḥ pavitravat pavitreṇa punāhi mā |
śukreṇa deva dīdyad agne kratvā kratūṃr anu ||
Übersetzung: Mögen die göttlichen Wesen mich reinigen, mögen die Menschen mich durch Einsicht reinigen und alle Lebendigen mich reinigen. Jatavedas, der du den Reiniger besitzt, reinige mich mit deinem Reiniger. Leuchtender Gott Agni, mit deinem hellen Glanz und deiner Kraft, den Kräften entsprechend.
47. Die reinigende Kraft des Wassers anrufen
Besprenge die Versammelten weiter mit wenigen Tropfen zu jeder der folgenden Formeln.
devasya tvā savituḥ prasave ’śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ svinnaḥ snātvī malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam āpaḥ śundhantu mainasaḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
Übersetzung: Unter dem Antrieb des Gottes Savitar, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die Führung Sarasvatis, der Lenkerin der Rede, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer vom Holzblock befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Bad vom Schmutz, wie Butter durch das Sieb gereinigt wird, so mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Dreimal: Om, Erde, Zwischenwelt und Himmelswelt.
48. Frieden für die ganze Welt erbitten
Die Rezitierenden sprechen den Friedensvers, während weitere Tropfen verteilt werden.
dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśve devāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi ||
Übersetzung: Frieden im Himmel, Frieden im Zwischenraum, Frieden auf der Erde; Frieden den Wassern und den Pflanzen, Frieden den Bäumen. Frieden bei allen Göttern, Frieden in Brahman, Frieden überall; Frieden selbst sei Frieden. Dieser Frieden möge auch mir zuteilwerden.
49. Gutes und Furchtlosigkeit erbitten
Beende das Besprengen mit diesen beiden Segensversen.
oṃ viśvāni deva savitar duritāni parā suva | yad bhadraṃ tan na ā suva ||
yato yataḥ samīhase tato no abhayaṃ kuru |
śaṃ naḥ kuru prajābhyo ’bhayaṃ naḥ paśubhyaḥ ||
Übersetzung: Om. Gott Savitar, führe alle Bedrängnisse hinweg; was gut ist, das führe uns zu. Von welcher Seite du dich auch näherst, von dort gewähre uns Furchtlosigkeit. Schenke unseren Nachkommen Wohlergehen und unseren Tieren Sicherheit.
50. Die Lichtgabe für die Gesegneten vollziehen
In der überlieferten Form schwenken verheiratete Frauen die Arati-Lampe vor dem Paar. Für die hier gewählte Ausführung übernimmt eine von ihnen die Lampe, die anderen begleiten mit gefalteten Händen. Führe das Licht in ruhigen Kreisen im Uhrzeigersinn vor den Gesegneten; die Rezitierenden sprechen die sechs Zeilen.
anādhṛṣṭā purastād agner adhipatya āyur me dāḥ |
putravatī dakṣiṇata indrasyādhipatye prajāṃ me dāḥ |
suṣadā paścād devasya savitur ādhipatye cakṣur me dāḥ |
āśrutīr uttarato dhātur adhipatye rāyas poṣaṃ me dāḥ |
vidhṛtir upariṣṭād bṛhaspater ādhipatya ojo me dāḥ |
viśvābhyo mā nāṣṭrābhyaḥ pāhi manor aśvāsi ||
Übersetzung: Unbezwingbare im Osten unter Agnis Herrschaft, gib mir Lebenszeit. Kinderreiche im Süden unter Indras Herrschaft, gib mir Nachkommenschaft. Gut Gegründete im Westen unter Savitars Herrschaft, gib mir Sehkraft. Viel Gehörte im Norden unter Dhatris Herrschaft, gib mir Wachstum des Wohlstands. Tragende oben unter Brihaspatis Herrschaft, gib mir Kraft. Schütze mich vor allen zerstörerischen Mächten: Du bist Manus Stute.
Die Bilder von Himmelsrichtungen und göttlichen Kräften umgeben die Gesegneten mit Schutzwünschen. Die traditionelle Schlussmetapher bleibt im Wortlaut erhalten.
51. Die Dankesgaben überreichen
Verteile die vorbereitete Dakshina unter den vier Rezitierenden. Sprich dabei die folgende Erklärung.
adyeha ⟨eigener Name⟩ ahaṃ ⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye kṛtasya puṇyāhavācanakarmaṇaḥ sāṅgatāsiddhaye imāṃ dakṣiṇāṃ puṇyāhavācakebhyo brāhmaṇebhyo vibhajya dāsye | oṃ tat san na mama ||
Übersetzung: Heute und hier werde ich, die genannte Person, diese Dankesgabe unter den Brahmanen verteilen, die Punyahavachana gesprochen haben, damit das für den genannten Anlass und für umfassendes Wohlergehen vollzogene Ritual mit seinen Teilen zur Vollendung kommt. Om, Das ist die Wahrheit; nicht mein ist es.
52. Den abschließenden Segen empfangen
Die vier Rezitierenden sprechen die Schlussworte. Die Familie verneigt sich.
mantrārthāḥ saphalāḥ santu puṇyāhavācanaprasādo ’stu ||
Übersetzung: Mögen die Bedeutungen und Absichten der Mantras Frucht tragen. Möge der Segen des Punyahavachana gegenwärtig sein.
Abschluss und Vertiefung
Verweile einen Augenblick in stiller Meditation und erinnere dich an den Segenswunsch, der dich am stärksten berührt hat. Verbinde ihn mit einer konkreten Handlung: einem freundlichen Empfang im neuen Haus, Versöhnung in der Familie oder dem Teilen einer Mahlzeit. Segen wird so auch im Verhalten sichtbar.
Folgt eine weitere Zeremonie, bleibt der geschmückte Krug entsprechend deren Ablauf stehen. Nach einer eigenständigen Segnung danke still Ganesha und Varuna, lösche die Lampen und räume die Gaben sorgfältig ab. Entferne Gold, Edelsteine, Perle und Fäden aus dem Wasser. Das Wasser wird nicht getrunken; gib es an eine geeignete saubere Erdstelle. Teile die unberührten essbaren Opfergaben als Prasad.
Vollständige Rezitationsanhänge
Die Nummern beziehen sich auf die Handlungsschritte. Bei den sieben Wechselrufen sprechen die Gastgeber jeweils Vers und Bitte, die vier Rezitierenden die dreifache Antwort und den anschließenden Veda-Text.
IAST
1. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
2. Ganesha vergegenwärtigen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
3. Ganesha einladen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi āvāhayāmi sthāpayāmi gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
4. Ganesha einen Sitz und Wasser anbieten
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||
5. Ganesha baden und kleiden
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
snānānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||
6. Sandelpaste und Blüten darbringen
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||
7. Ganesha mit achtzehn Namen verehren
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |
8. Duft, Licht und Speise darbringen
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||
9. Ganeshas Lichtgabe
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno dantiḥ pracodayāt |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punarācamanīyaṃ samarpayāmi ||
10. Blütengabe an Ganeshas Füßen
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||
11. Die Ganesha-Vorpuja abschließen
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha | nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama | tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam | visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka | yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
12. Vedische Wohlergehenswünsche sprechen
svasti no mimītām aśvinā bhagaḥ svasti devy aditir anarvaṇaḥ |
svasti pūṣā asuro dadhātu naḥ svasti dyāvāpṛthivī sucetunā ||
svastaye vāyum upa bravāmahe somaṃ svasti bhuvanasya yas patiḥ |
bṛhaspatiṃ sarvagaṇaṃ svastaye svastaya ādityāso bhavantu naḥ ||
viśve devā no adyā svastaye vaiśvānaro vasur agniḥ svastaye |
devā avantv ṛbhavaḥ svastaye svasti no rudraḥ pātv aṃhasaḥ ||
svasti mitrāvaruṇā svasti pathye revati |
svasti na indraś cāgniś ca svasti no adite kṛdhi ||
svasti panthām anu carema sūryācandramasāv iva |
punar dadatāghnatā jānatā saṃ gamemahi ||
13. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
oṃ keśavāya namaḥ |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ |
oṃ mādhavāya namaḥ |
oṃ hṛṣīkeśāya namaḥ |
14. Die Lehrer ehren
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
15. Den Platz des Wasserkruges zeichnen
mahī dyauḥ pṛthivī ca na imaṃ yajñaṃ mimikṣatām |
pipṛtāṃ no bharīmabhiḥ ||
16. Das Getreidebett bereiten
dhānyam asi dhinuhi devān prāṇāya tvodānāya tvā vyānāya tvā |
dīrghām anu prasitim āyuṣe dhāṃ devo vaḥ savitā hiraṇyapāṇiḥ prati gṛbhṇātv acchidreṇa pāṇinā cakṣuṣe tvā mahīnāṃ payo ’si ||
17. Den Krug aufstellen
ā jighra kalaśaṃ mahyā tvā viśantv indavaḥ |
punar ūrjā ni vartasva sā naḥ sahasraṃ dhukṣvorudhārā payasvatī punar mā viśatād rayiḥ ||
18. Den Krug mit Wasser füllen
varuṇasyottambhanam asi varuṇasya skambhasarjanī stho varuṇasya ṛtasadany asi |
varuṇasya ṛtasadanam asi varuṇasya ṛtasadanam ā sīda ||
19. Sandelpaste in das Wasser geben
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīṃ sarvabhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam ||
20. Durva in den Krug geben
kāṇḍāt kāṇḍāt prarohantī paruṣaḥ paruṣaḥ pari |
evā no dūrve pra tanu sahasreṇa śatena ca ||
21. Die fünf Mangoblätter auflegen
aśvatthe vo niṣadanaṃ parṇe vo vasatiṣ kṛtā |
gobhāja it kilāsatha yat sanavatha pūruṣam ||
22. Die Erde hinzufügen
syonā pṛthivi bhavānṛkṣarā niveśanī |
yacchā naḥ śarma saprathāḥ ||
23. Die Betelnuss hinzufügen
yāḥ phalinīr yā aphalā apuṣpā yāś ca puṣpiṇīḥ |
bṛhaspatiprasūtās tā no muñcantv aṃhasaḥ ||
24. Edelsteine oder eine Perle hinzufügen
pari vājapatiḥ kavir agnir havyāny akramīt |
dadhad ratnāni dāśuṣe ||
25. Das Gold hinzufügen
hiraṇyagarbhaḥ samavartatāgre bhūtasya jātaḥ patir eka āsīt |
sa dādhāra pṛthivīṃ dyām utemāṃ kasmai devāya haviṣā vidhema ||
26. Den Krug mit Tuch oder Faden schmücken
yuvā suvāsāḥ parivīta ā gāt sa u śreyān bhavati jāyamānaḥ |
taṃ dhīrāsaḥ kavaya unnayanti svādhyo manasā devayantaḥ ||
27. Die Pavitra hinzufügen
pavitre stho vaiṣṇavyau savitur vaḥ prasava ut punāmy acchidreṇa pavitreṇa sūryasya raśmibhiḥ |
tasya te pavitrapate pavitrapūtasya yatkāmaḥ pune tac chakeyam ||
28. Reisteller und Kokosnuss aufsetzen
pūrṇā darvi parā pata supūrṇā punar ā pata |
vasneva vikrīṇāvahā iṣam ūrjaṃ śatakrato ||
śrīś ca te lakṣmīś ca patnyau | ahorātre pārśve | nakṣatrāṇi rūpam | aśvinau vyāttam |
iṣṭaṃ maniṣāṇa | amuṃ maniṣāṇa | sarvaṃ maniṣāṇaḥ ||
29. Varuna in den Krug einladen
tat tvā yāmi brahmaṇā vandamānas tad ā śāste yajamāno havirbhiḥ |
aheḍamāno varuṇeha bodhy uruśaṃsa mā na āyuḥ pra moṣīḥ ||
asmin kumbhe varuṇaṃ dhyāyāmi āvāhayāmi ||
30. Varuna die Gastgaben anbieten
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | snānaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | gandhaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | puṣpaṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||
31. Varuna mit neun Namen verehren
oṃ varuṇāya namaḥ |
oṃ pracetase namaḥ |
oṃ surūpiṇe namaḥ |
oṃ apāṃ pataye namaḥ |
oṃ makaravāhanāya namaḥ |
oṃ jalādhipataye namaḥ |
oṃ pāśahastāya namaḥ |
oṃ tīrtharājāya namaḥ |
oṃ anekamaṇibhūṣitāya namaḥ |
oṃ vāṃ varuṇāya namaḥ | nānāvidhapatrapuṣpāṇi samarpayāmi ||
32. Varunas Verehrung mit Licht vollenden
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dhūpaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | dīpaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi |
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ | karpūranīrājanaṃ samarpayāmi |
oṃ jalabimbāya vidmahe nīlapuruṣāya dhīmahi | tanno varuṇaḥ pracodayāt ||
33. Die Absicht der gemeinsamen Segnung aussprechen
hariḥ oṃ tat sat | śrīgovinda śrīgovinda śrīgovinda |
śubhe śobhane muhūrte adya śrībhagavato mahāpuruṣasya śrīviṣṇor ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇo dvitīyaparārdhe śrīśvetavarāhakalpe vaivasvatamanvantare aṣṭāviṃśatitame kaliyuge kaliyugasya prathamapāde jambūdvīpe meroḥ ⟨Himmelsrichtung⟩ digbhāge ⟨Land⟩ deśe ⟨Ort⟩ mahānagaryantargate |
vyāvahārikāṇāṃ prabhavādiṣaṣṭisaṃvatsarāṇāṃ madhye ⟨Jahresname⟩ nāma saṃvatsare ⟨Halbjahr⟩ ayane ⟨Jahreszeit⟩ ṛtau māsottame ⟨Monat⟩ māse ⟨Mondhälfte⟩ pakṣe ⟨Mondtag⟩ tithau ⟨Wochentag⟩ vāsarayuktāyāṃ ⟨Mondhaus⟩ nakṣatrayuktāyāṃ śrīviṣṇuyoge śrīviṣṇukaraṇe śubhayogaśubhakaraṇe sakalagrahaguṇaviśeṣaṇaviśiṣṭāyām asyāṃ śubhatithau |
⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye brāhmaṇadvārā puṇyāhaṃ vācayiṣye ||
34. Die vier Rezitierenden mit Wasser begrüßen
bhūmidevāgrajanmāsi tvaṃ vipra puruṣottama |
pratyakṣo yajñapuruṣo hy argho ’yaṃ pratigṛhyatām ||
35. Sandelpaste anbieten
gandhadvārāṃ durādharṣāṃ nityapuṣṭāṃ karīṣiṇīm |
īśvarīṃ sarvabhūtānāṃ tām ihopahvaye śriyam ||
36. Das Göttliche in den Gästen ehren
namo ’stv anantāya sahasramūrtaye sahasrapādākṣiśirorubāhave |
sahasranāmne puruṣāya śāśvate sahasrakoṭiyugadhāriṇe namaḥ ||
37. Die Rezitierenden um ihren Dienst bitten
ebhir gandhākṣatapuṣpapūgīphaladravyaiḥ ⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye puṇyāhavācanārthaṃ brāhmaṇānāṃ tvām ahaṃ vṛṇe ||
38. Das heilige Wort und Brihaspati anrufen
brahma jajñānaṃ prathamaṃ purastād vi sīmataḥ suruco vena āvaḥ |
sa budhniyā upamā asya viṣṭhāḥ sataś ca yonim asataś ca vi vaḥ ||
bṛhaspate ati yad aryo arhād dyumad vibhāti kratumaj janeṣu |
yad dīdayac chavasa ṛtaprajāta tad asmāsu draviṇaṃ dhehi citram ||
39. Heiliger Tag – puṇyāha
brāhmaṃ puṇyaṃ maharyac ca sṛṣṭyutpādanakārakam |
vedavṛkṣodbhavaṃ yac ca tat puṇyāhaṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe puṇyāhaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ puṇyāham astu |
oṃ puṇyāham astu |
oṃ puṇyāham astu |
punantu mā devajanāḥ punantu manavo dhiyā | punantu viśva āyavaḥ |
jātavedaḥ pavitravat pavitreṇa punāhi mā |
śukreṇa deva dīdyad agne kratvā kratūṃr anu ||
40. Wohlergehen – svasti
svastir yā avināśākhyā lokakalyāṇasiddhidā |
vināyakapriyā nityaṃ tāṃ ca svasti bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe svasti bhavanto bruvantu |
oṃ svasti astu |
oṃ svasti astu |
oṃ svasti astu |
svasti na indro vṛddhaśravāḥ | svasti naḥ pūṣā viśvavedāḥ |
svasti nas tārkṣyo ariṣṭanemiḥ | svasti no bṛhaspatir dadhātu ||
41. Fülle – ṛddhi
sāgarasya tu yā ṛddhir mahālakṣmyādibhiḥ kṛtā |
sampūrṇā suprabhāvā ca tāṃ ca ṛddhiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe ṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ ṛddhir astu |
oṃ ṛddhir astu |
oṃ ṛddhir astu |
satrasya ṛddhir asy aganma jyotir amṛtā abhūma |
divaṃ pṛthivyā adhy āruhāmāvidāma devān svar jyotiḥ ||
42. Wachstum – vṛddhi
vaidhṛtau ca vyatipāte saṅkrāntau rāhuparvaṇi |
yādṛg vṛddhim avāpnoti tāṃ ca vṛddhiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe vṛddhiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ vṛddhir astu |
oṃ vṛddhir astu |
oṃ vṛddhir astu |
jyaiṣṭhyaṃ ca ma ādhipatyaṃ ca me manyuś ca me bhāmaś ca me ’mbhaś ca me jemā ca me mahimā ca me varimā ca me prathimā ca me varṣimā ca me drāghimā ca me vṛddhaṃ ca me vṛddhiś ca me yajñena kalpantām ||
43. Glück und Gedeihen – kalyāṇa
pṛthivyām uddhṛtāyāṃ tu yat kalyāṇaṃ purā kṛtam |
ṛṣibhiḥ siddhagandharvais tat kalyāṇaṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe kalyāṇaṃ bhavanto bruvantu |
oṃ kalyāṇam astu |
oṃ kalyāṇam astu |
oṃ kalyāṇam astu |
yathemāṃ vācaṃ kalyāṇīm āvadāni janebhyaḥ |
brahmarājanyābhyāṃ śūdrāya cāryāya ca svāya cāraṇāya ca |
priyo devānāṃ dakṣiṇāyai dātur iha bhūyāsam ayaṃ me kāmaḥ samṛdhyatām upa mādo namatu ||
44. Segen und Schönheit – śrī
saritpateś ca yā kanyā yā śrīr viṣṇugṛhe sthitā |
sarvasaukhyavatī lakṣmīs tāṃ śriyaṃ ca bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe śrīr astv iti bhavanto bruvantu |
oṃ śrīr astu |
oṃ śrīr astu |
oṃ śrīr astu |
manasaḥ kāmam ākūtiṃ vācaḥ satyam aśīmahi |
paśūnāṃ rūpam annasya mayi śrīḥ śrayatāṃ yaśaḥ ||
45. Frieden – śānti
śaṅkhāsuravipattau ca yathā śāntir dharātale |
yathā ca devadevānāṃ tāṃ ca śāntiṃ bruvantu naḥ ||
bho brāhmaṇāḥ mama gṛhe śāntiṃ bhavanto bruvantu |
oṃ śāntir astu |
oṃ śāntir astu |
oṃ śāntir astu |
46. Die Familie mit dem Wasser segnen
punantu mā devajanāḥ punantu manavo dhiyā | punantu viśva āyavaḥ |
jātavedaḥ pavitravat pavitreṇa punāhi mā |
śukreṇa deva dīdyad agne kratvā kratūṃr anu ||
47. Die reinigende Kraft des Wassers anrufen
devasya tvā savituḥ prasave ’śvinor bāhubhyāṃ pūṣṇo hastābhyāṃ sarasvatyai vāco yantur yantreṇāgnes tvā sāmrājyena abhiṣiñcāmi |
drupadād iva mumucānaḥ svinnaḥ snātvī malād iva |
pūtaṃ pavitreṇevājyam āpaḥ śundhantu mainasaḥ ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||
48. Frieden für die ganze Welt erbitten
dyauḥ śāntir antarikṣaṃ śāntiḥ pṛthivī śāntir āpaḥ śāntir oṣadhayaḥ śāntiḥ |
vanaspatayaḥ śāntir viśve devāḥ śāntir brahma śāntiḥ sarvaṃ śāntiḥ śāntir eva śāntiḥ sā mā śāntir edhi ||
49. Gutes und Furchtlosigkeit erbitten
oṃ viśvāni deva savitar duritāni parā suva | yad bhadraṃ tan na ā suva ||
yato yataḥ samīhase tato no abhayaṃ kuru |
śaṃ naḥ kuru prajābhyo ’bhayaṃ naḥ paśubhyaḥ ||
50. Die Lichtgabe für die Gesegneten vollziehen
anādhṛṣṭā purastād agner adhipatya āyur me dāḥ |
putravatī dakṣiṇata indrasyādhipatye prajāṃ me dāḥ |
suṣadā paścād devasya savitur ādhipatye cakṣur me dāḥ |
āśrutīr uttarato dhātur adhipatye rāyas poṣaṃ me dāḥ |
vidhṛtir upariṣṭād bṛhaspater ādhipatya ojo me dāḥ |
viśvābhyo mā nāṣṭrābhyaḥ pāhi manor aśvāsi ||
51. Die Dankesgaben überreichen
adyeha ⟨eigener Name⟩ ahaṃ ⟨Ritualanlass⟩ karmaṇi sarvābhyudayaprāptaye kṛtasya puṇyāhavācanakarmaṇaḥ sāṅgatāsiddhaye imāṃ dakṣiṇāṃ puṇyāhavācakebhyo brāhmaṇebhyo vibhajya dāsye | oṃ tat san na mama ||
52. Den abschließenden Segen empfangen
mantrārthāḥ saphalāḥ santu puṇyāhavācanaprasādo ’stu ||
Devanagari
1. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ।
ॐ हृषीकेशाय नमः ।
2. Ganesha vergegenwärtigen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
3. Ganesha einladen
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि आवाहयामि स्थापयामि गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
4. Ganesha einen Sitz und Wasser anbieten
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥
5. Ganesha baden und kleiden
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि ।
स्नानानन्तरं पुनराचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥
6. Sandelpaste und Blüten darbringen
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्राकुङ्कुमं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालिकां समर्पयामि । पुष्पैः पूजयामि ॥
7. Ganesha mit achtzehn Namen verehren
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।
8. Duft, Licht und Speise darbringen
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनराचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनराचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥
9. Ganeshas Lichtgabe
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्तिः प्रचोदयात् ।
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनराचमनीयं समर्पयामि ॥
10. Blütengabe an Ganeshas Füßen
विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥
11. Die Ganesha-Vorpuja abschließen
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ । निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम । तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् । विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक । यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
12. Vedische Wohlergehenswünsche sprechen
स्वस्ति नो मिमीताम् अश्विना भगः स्वस्ति देव्य् अदितिर् अनर्वणः ।
स्वस्ति पूषा असुरो दधातु नः स्वस्ति द्यावापृथिवी सुचेतुना ॥
स्वस्तये वायुम् उप ब्रवामहे सोमं स्वस्ति भुवनस्य यस् पतिः ।
बृहस्पतिं सर्वगणं स्वस्तये स्वस्तय आदित्यासो भवन्तु नः ॥
विश्वे देवा नो अद्या स्वस्तये वैश्वानरो वसुर् अग्निः स्वस्तये ।
देवा अवन्त्व् ऋभवः स्वस्तये स्वस्ति नो रुद्रः पात्व् अंहसः ॥
स्वस्ति मित्रावरुणा स्वस्ति पथ्ये रेवति ।
स्वस्ति न इन्द्रश् चाग्निश् च स्वस्ति नो अदिते कृधि ॥
स्वस्ति पन्थाम् अनु चरेम सूर्याचन्द्रमसाव् इव ।
पुनर् ददताघ्नता जानता सं गमेमहि ॥
13. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
ॐ केशवाय नमः ।
ॐ नारायणाय नमः ।
ॐ माधवाय नमः ।
ॐ हृषीकेशाय नमः ।
14. Die Lehrer ehren
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
15. Den Platz des Wasserkruges zeichnen
मही द्यौः पृथिवी च न इमं यज्ञं मिमिक्षताम् ।
पिपृतां नो भरीमभिः ॥
16. Das Getreidebett bereiten
धान्यम् असि धिनुहि देवान् प्राणाय त्वोदानाय त्वा व्यानाय त्वा ।
दीर्घाम् अनु प्रसितिम् आयुषे धां देवो वः सविता हिरण्यपाणिः प्रति गृभ्णात्व् अच्छिद्रेण पाणिना चक्षुषे त्वा महीनां पयो ’सि ॥
17. Den Krug aufstellen
आ जिघ्र कलशं मह्या त्वा विशन्त्व् इन्दवः ।
पुनर् ऊर्जा नि वर्तस्व सा नः सहस्रं धुक्ष्वोरुधारा पयस्वती पुनर् मा विशताद् रयिः ॥
18. Den Krug mit Wasser füllen
वरुणस्योत्तम्भनम् असि वरुणस्य स्कम्भसर्जनी स्थो वरुणस्य ऋतसदन्य् असि ।
वरुणस्य ऋतसदनम् असि वरुणस्य ऋतसदनम् आ सीद ॥
19. Sandelpaste in das Wasser geben
गन्धद्वारां दुराधर्षां नित्यपुष्टां करीषिणीम् ।
ईश्वरीं सर्वभूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् ॥
20. Durva in den Krug geben
काण्डात् काण्डात् प्ररोहन्ती परुषः परुषः परि ।
एवा नो दूर्वे प्र तनु सहस्रेण शतेन च ॥
21. Die fünf Mangoblätter auflegen
अश्वत्थे वो निषदनं पर्णे वो वसतिष् कृता ।
गोभाज इत् किलासथ यत् सनवथ पूरुषम् ॥
22. Die Erde hinzufügen
स्योना पृथिवि भवानृक्षरा निवेशनी ।
यच्छा नः शर्म सप्रथाः ॥
23. Die Betelnuss hinzufügen
याः फलिनीर् या अफला अपुष्पा याश् च पुष्पिणीः ।
बृहस्पतिप्रसूतास् ता नो मुञ्चन्त्व् अंहसः ॥
24. Edelsteine oder eine Perle hinzufügen
परि वाजपतिः कविर् अग्निर् हव्यान्य् अक्रमीत् ।
दधद् रत्नानि दाशुषे ॥
25. Das Gold hinzufügen
हिरण्यगर्भः समवर्तताग्रे भूतस्य जातः पतिर् एक आसीत् ।
स दाधार पृथिवीं द्याम् उतेमां कस्मै देवाय हविषा विधेम ॥
26. Den Krug mit Tuch oder Faden schmücken
युवा सुवासाः परिवीत आ गात् स उ श्रेयान् भवति जायमानः ।
तं धीरासः कवय उन्नयन्ति स्वाध्यो मनसा देवयन्तः ॥
27. Die Pavitra hinzufügen
पवित्रे स्थो वैष्णव्यौ सवितुर् वः प्रसव उत् पुनाम्य् अच्छिद्रेण पवित्रेण सूर्यस्य रश्मिभिः ।
तस्य ते पवित्रपते पवित्रपूतस्य यत्कामः पुने तच् छकेयम् ॥
28. Reisteller und Kokosnuss aufsetzen
पूर्णा दर्वि परा पत सुपूर्णा पुनर् आ पत ।
वस्नेव विक्रीणावहा इषम् ऊर्जं शतक्रतो ॥
श्रीश् च ते लक्ष्मीश् च पत्न्यौ । अहोरात्रे पार्श्वे । नक्षत्राणि रूपम् । अश्विनौ व्यात्तम् ।
इष्टं मनिषाण । अमुं मनिषाण । सर्वं मनिषाणः ॥
29. Varuna in den Krug einladen
तत् त्वा यामि ब्रह्मणा वन्दमानस् तद् आ शास्ते यजमानो हविर्भिः ।
अहेडमानो वरुणेह बोध्य् उरुशंस मा न आयुः प्र मोषीः ॥
अस्मिन् कुम्भे वरुणं ध्यायामि आवाहयामि ॥
30. Varuna die Gastgaben anbieten
ॐ वं वरुणाय नमः । आसनं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । स्नानं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । उपवीतं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । गन्धं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । पुष्पं समर्पयामि । पुष्पैः पूजयामि ॥
31. Varuna mit neun Namen verehren
ॐ वरुणाय नमः ।
ॐ प्रचेतसे नमः ।
ॐ सुरूपिणे नमः ।
ॐ अपां पतये नमः ।
ॐ मकरवाहनाय नमः ।
ॐ जलाधिपतये नमः ।
ॐ पाशहस्ताय नमः ।
ॐ तीर्थराजाय नमः ।
ॐ अनेकमणिभूषिताय नमः ।
ॐ वां वरुणाय नमः । नानाविधपत्रपुष्पाणि समर्पयामि ॥
32. Varunas Verehrung mit Licht vollenden
ॐ वं वरुणाय नमः । धूपं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । दीपं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । नैवेद्यं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ।
ॐ वं वरुणाय नमः । कर्पूरनीराजनं समर्पयामि ।
ॐ जलबिम्बाय विद्महे नीलपुरुषाय धीमहि । तन्नो वरुणः प्रचोदयात् ॥
33. Die Absicht der gemeinsamen Segnung aussprechen
हरिः ॐ तत् सत् । श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द श्रीगोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्य श्रीभगवतो महापुरुषस्य श्रीविष्णोर् आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणो द्वितीयपरार्धे श्रीश्वेतवराहकल्पे वैवस्वतमन्वन्तरे अष्टाविंशतितमे कलियुगे कलियुगस्य प्रथमपादे जम्बूद्वीपे मेरोः ⟨Himmelsrichtung⟩ दिग्भागे ⟨Land⟩ देशे ⟨Ort⟩ महानगर्यन्तर्गते ।
व्यावहारिकाणां प्रभवादिषष्टिसंवत्सराणां मध्ये ⟨Jahresname⟩ नाम संवत्सरे ⟨Halbjahr⟩ अयने ⟨Jahreszeit⟩ ऋतौ मासोत्तमे ⟨Monat⟩ मासे ⟨Mondhälfte⟩ पक्षे ⟨Mondtag⟩ तिथौ ⟨Wochentag⟩ वासरयुक्तायां ⟨Mondhaus⟩ नक्षत्रयुक्तायां श्रीविष्णुयोगे श्रीविष्णुकरणे शुभयोगशुभकरणे सकलग्रहगुणविशेषणविशिष्टायाम् अस्यां शुभतिथौ ।
⟨Ritualanlass⟩ कर्मणि सर्वाभ्युदयप्राप्तये ब्राह्मणद्वारा पुण्याहं वाचयिष्ये ॥
34. Die vier Rezitierenden mit Wasser begrüßen
भूमिदेवाग्रजन्मासि त्वं विप्र पुरुषोत्तम ।
प्रत्यक्षो यज्ञपुरुषो ह्य् अर्घो ’यं प्रतिगृह्यताम् ॥
35. Sandelpaste anbieten
गन्धद्वारां दुराधर्षां नित्यपुष्टां करीषिणीम् ।
ईश्वरीं सर्वभूतानां ताम् इहोपह्वये श्रियम् ॥
36. Das Göttliche in den Gästen ehren
नमो ’स्त्व् अनन्ताय सहस्रमूर्तये सहस्रपादाक्षिशिरोरुबाहवे ।
सहस्रनाम्ने पुरुषाय शाश्वते सहस्रकोटियुगधारिणे नमः ॥
37. Die Rezitierenden um ihren Dienst bitten
एभिर् गन्धाक्षतपुष्पपूगीफलद्रव्यैः ⟨Ritualanlass⟩ कर्मणि सर्वाभ्युदयप्राप्तये पुण्याहवाचनार्थं ब्राह्मणानां त्वाम् अहं वृणे ॥
38. Das heilige Wort und Brihaspati anrufen
ब्रह्म जज्ञानं प्रथमं पुरस्ताद् वि सीमतः सुरुचो वेन आवः ।
स बुध्निया उपमा अस्य विष्ठाः सतश् च योनिम् असतश् च वि वः ॥
बृहस्पते अति यद् अर्यो अर्हाद् द्युमद् विभाति क्रतुमज् जनेषु ।
यद् दीदयच् छवस ऋतप्रजात तद् अस्मासु द्रविणं धेहि चित्रम् ॥
39. Heiliger Tag – puṇyāha
ब्राह्मं पुण्यं महर्यच् च सृष्ट्युत्पादनकारकम् ।
वेदवृक्षोद्भवं यच् च तत् पुण्याहं ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे पुण्याहं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
ॐ पुण्याहम् अस्तु ।
पुनन्तु मा देवजनाः पुनन्तु मनवो धिया । पुनन्तु विश्व आयवः ।
जातवेदः पवित्रवत् पवित्रेण पुनाहि मा ।
शुक्रेण देव दीद्यद् अग्ने क्रत्वा क्रतूंर् अनु ॥
40. Wohlergehen – svasti
स्वस्तिर् या अविनाशाख्या लोककल्याणसिद्धिदा ।
विनायकप्रिया नित्यं तां च स्वस्ति ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे स्वस्ति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ स्वस्ति अस्तु ।
ॐ स्वस्ति अस्तु ।
ॐ स्वस्ति अस्तु ।
स्वस्ति न इन्द्रो वृद्धश्रवाः । स्वस्ति नः पूषा विश्ववेदाः ।
स्वस्ति नस् तार्क्ष्यो अरिष्टनेमिः । स्वस्ति नो बृहस्पतिर् दधातु ॥
41. Fülle – ṛddhi
सागरस्य तु या ऋद्धिर् महालक्ष्म्यादिभिः कृता ।
सम्पूर्णा सुप्रभावा च तां च ऋद्धिं ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे ऋद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ।
ॐ ऋद्धिर् अस्तु ।
सत्रस्य ऋद्धिर् अस्य् अगन्म ज्योतिर् अमृता अभूम ।
दिवं पृथिव्या अध्य् आरुहामाविदाम देवान् स्वर् ज्योतिः ॥
42. Wachstum – vṛddhi
वैधृतौ च व्यतिपाते सङ्क्रान्तौ राहुपर्वणि ।
यादृग् वृद्धिम् अवाप्नोति तां च वृद्धिं ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे वृद्धिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ वृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वृद्धिर् अस्तु ।
ॐ वृद्धिर् अस्तु ।
ज्यैष्ठ्यं च म आधिपत्यं च मे मन्युश् च मे भामश् च मे ’म्भश् च मे जेमा च मे महिमा च मे वरिमा च मे प्रथिमा च मे वर्षिमा च मे द्राघिमा च मे वृद्धं च मे वृद्धिश् च मे यज्ञेन कल्पन्ताम् ॥
43. Glück und Gedeihen – kalyāṇa
पृथिव्याम् उद्धृतायां तु यत् कल्याणं पुरा कृतम् ।
ऋषिभिः सिद्धगन्धर्वैस् तत् कल्याणं ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे कल्याणं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ कल्याणम् अस्तु ।
ॐ कल्याणम् अस्तु ।
ॐ कल्याणम् अस्तु ।
यथेमां वाचं कल्याणीम् आवदानि जनेभ्यः ।
ब्रह्मराजन्याभ्यां शूद्राय चार्याय च स्वाय चारणाय च ।
प्रियो देवानां दक्षिणायै दातुर् इह भूयासम् अयं मे कामः समृध्यताम् उप मादो नमतु ॥
44. Segen und Schönheit – śrī
सरित्पतेश् च या कन्या या श्रीर् विष्णुगृहे स्थिता ।
सर्वसौख्यवती लक्ष्मीस् तां श्रियं च ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे श्रीर् अस्त्व् इति भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ श्रीर् अस्तु ।
ॐ श्रीर् अस्तु ।
ॐ श्रीर् अस्तु ।
मनसः कामम् आकूतिं वाचः सत्यम् अशीमहि ।
पशूनां रूपम् अन्नस्य मयि श्रीः श्रयतां यशः ॥
45. Frieden – śānti
शङ्खासुरविपत्तौ च यथा शान्तिर् धरातले ।
यथा च देवदेवानां तां च शान्तिं ब्रुवन्तु नः ॥
भो ब्राह्मणाः मम गृहे शान्तिं भवन्तो ब्रुवन्तु ।
ॐ शान्तिर् अस्तु ।
ॐ शान्तिर् अस्तु ।
ॐ शान्तिर् अस्तु ।
46. Die Familie mit dem Wasser segnen
पुनन्तु मा देवजनाः पुनन्तु मनवो धिया । पुनन्तु विश्व आयवः ।
जातवेदः पवित्रवत् पवित्रेण पुनाहि मा ।
शुक्रेण देव दीद्यद् अग्ने क्रत्वा क्रतूंर् अनु ॥
47. Die reinigende Kraft des Wassers anrufen
देवस्य त्वा सवितुः प्रसवे ’श्विनोर् बाहुभ्यां पूष्णो हस्ताभ्यां सरस्वत्यै वाचो यन्तुर् यन्त्रेणाग्नेस् त्वा साम्राज्येन अभिषिञ्चामि ।
द्रुपदाद् इव मुमुचानः स्विन्नः स्नात्वी मलाद् इव ।
पूतं पवित्रेणेवाज्यम् आपः शुन्धन्तु मैनसः ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः ।
ॐ भूर् भुवः सुवः ।
ॐ भूर् भुवः सुवः ॥
48. Frieden für die ganze Welt erbitten
द्यौः शान्तिर् अन्तरिक्षं शान्तिः पृथिवी शान्तिर् आपः शान्तिर् ओषधयः शान्तिः ।
वनस्पतयः शान्तिर् विश्वे देवाः शान्तिर् ब्रह्म शान्तिः सर्वं शान्तिः शान्तिर् एव शान्तिः सा मा शान्तिर् एधि ॥
49. Gutes und Furchtlosigkeit erbitten
ॐ विश्वानि देव सवितर् दुरितानि परा सुव । यद् भद्रं तन् न आ सुव ॥
यतो यतः समीहसे ततो नो अभयं कुरु ।
शं नः कुरु प्रजाभ्यो ’भयं नः पशुभ्यः ॥
50. Die Lichtgabe für die Gesegneten vollziehen
अनाधृष्टा पुरस्ताद् अग्नेर् अधिपत्य आयुर् मे दाः ।
पुत्रवती दक्षिणत इन्द्रस्याधिपत्ये प्रजां मे दाः ।
सुषदा पश्चाद् देवस्य सवितुर् आधिपत्ये चक्षुर् मे दाः ।
आश्रुतीर् उत्तरतो धातुर् अधिपत्ये रायस् पोषं मे दाः ।
विधृतिर् उपरिष्टाद् बृहस्पतेर् आधिपत्य ओजो मे दाः ।
विश्वाभ्यो मा नाष्ट्राभ्यः पाहि मनोर् अश्वासि ॥
51. Die Dankesgaben überreichen
अद्येह ⟨eigener Name⟩ अहं ⟨Ritualanlass⟩ कर्मणि सर्वाभ्युदयप्राप्तये कृतस्य पुण्याहवाचनकर्मणः साङ्गतासिद्धये इमां दक्षिणां पुण्याहवाचकेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो विभज्य दास्ये । ॐ तत् सन् न मम ॥
52. Den abschließenden Segen empfangen
मन्त्रार्थाः सफलाः सन्तु पुण्याहवाचनप्रसादो ’स्तु ॥
Deutsche Bedeutung
1. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
Om, Verehrung Keshava. Om, Verehrung Narayana. Om, Verehrung Madhava. Om, Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne.
2. Ganesha vergegenwärtigen
Ich verneige mich vor den Lotusfüßen des Herrn der Hindernisse: elefantengesichtig, von den Scharen der Wesen verehrt, vom köstlichen Fruchtfleisch der Kapittha- und Jambu-Früchte essend, Sohn Umas und Beseitiger des Kummers. Man meditiere über Siddhivinayaka, den Gott mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht und großem Bauch, der Schlinge und Stachelstock trägt.
3. Ganesha einladen
Om, Erde, Zwischenwelt und Himmelswelt. Verehrung dem erhabenen großen Ganapati. Ich meditiere über dich, lade dich ein, gebe dir hier einen Platz und bringe Sandelpaste, ungebrochenen Reis und Blüten dar.
4. Ganesha einen Sitz und Wasser anbieten
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Wasser für die Füße dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe das ehrende Empfangswasser dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Wasser zum Mundspülen dar.
5. Ganesha baden und kleiden
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe das Bad dar; nach dem Bad biete ich erneut Mundspülwasser an. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als Gewand bringe ich ungebrochenen Reis dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als heilige Schnur bringe ich ungebrochenen Reis dar. Om Gam, Verehrung Ganapati: Als Schmuck bringe ich ungebrochenen Reis dar.
6. Sandelpaste und Blüten darbringen
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar, auf der Sandelpaste Kurkuma und Kumkum. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe eine Blütengirlande dar und verehre dich mit Blüten.
7. Ganesha mit achtzehn Namen verehren
Om, Verehrung dem mit dem schönen Antlitz. Om, Verehrung dem mit einem Stoßzahn. Om, Verehrung dem Falbfarbenen. Om, Verehrung dem mit Elefantenohren. Om, Verehrung dem mit dem großen Bauch. Om, Verehrung dem Gewaltigen. Om, Verehrung dem Herrn der Hindernisse. Om, Verehrung Vinayaka, dem Führer. Om, Verehrung dem Rauchbannertragenden. Om, Verehrung dem Vorsteher der Scharen. Om, Verehrung dem Träger der jungen Mondsichel. Om, Verehrung dem Elefantengesichtigen. Om, Verehrung dem mit dem gekrümmten Rüssel. Om, Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. Om, Verehrung Heramba. Om, Verehrung dem älteren Bruder Skandas. Om, Verehrung Vinayaka, der Vollendung schenkt. Om, Verehrung dem Herrn der Hindernisse.
8. Duft, Licht und Speise darbringen
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich lasse dich den Räucherduft wahrnehmen. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich zeige dir das sichtbare Licht. Nach Duft und Licht biete ich erneut Mundspülwasser an. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich biete die Speise an; danach erneut Mundspülwasser. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich bringe Betel dar.
9. Ganeshas Lichtgabe
Om. Mögen wir den Einstoßzahnigen erkennen. Über den mit dem gekrümmten Rüssel meditieren wir; möge der Stoßzahntragende uns erhellen. Om Gam, Verehrung Ganapati: Ich zeige die freudvolle Kampferlichtgabe und biete danach erneut Mundspülwasser an.
10. Blütengabe an Ganeshas Füßen
Dem Herrn der Hindernisse, dem Gaben Gewährenden, den Göttern Lieben, dem Großbäuchigen, dem Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten, dem Elefantengesichtigen, mit Veda und Opfer Geschmückten, dem Sohn Gauris: Herr der Scharen, dir sei immer wieder Verehrung.
11. Die Ganesha-Vorpuja abschließen
Du mit gekrümmtem Rüssel, großem Körper und dem Glanz von Millionen Sonnen: Lass meine Vorhaben stets ohne Hindernisse gelingen. Ich habe keine andere Zuflucht; du allein bist meine Zuflucht. Beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe weder das Einladen noch die Verehrung noch das Verabschieden vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich mit unvollkommenem Mantra, unvollkommener Handlung und Hingabe getan habe, Vinayaka, möge für dich vollständig werden.
12. Vedische Wohlergehenswünsche sprechen
Mögen die Ashvins und Bhaga uns Wohlergehen zuteilen, auch die Göttin Aditi, die Unbehinderte. Mögen der mächtige Pushan und die verständigen Himmel und Erde uns Wohlergehen schenken. Für Wohlergehen rufen wir Vayu an und Soma, den Herrn der Welt, ebenso Brihaspati mit seiner ganzen Schar; mögen die Adityas uns Wohlergehen bringen. Alle Götter seien heute zu unserem Wohl da, ebenso der wohltätige Agni Vaishvanara. Mögen die göttlichen Ribhus helfen und Rudra uns vor Bedrängnis bewahren. Heil durch Mitra und Varuna, Heil durch dich, reiche Pathya; Heil durch Indra und Agni. Aditi, schaffe uns Wohlergehen. Mögen wir den Weg des Heils gehen wie Sonne und Mond und wieder mit Gebenden, Nichtverletzenden und Verständigen zusammenkommen.
13. Achamana – Wasser trinken und Hände reinigen
Om, Verehrung Keshava. Om, Verehrung Narayana. Om, Verehrung Madhava. Om, Verehrung Hrishikesha, dem Herrn der Sinne.
14. Die Lehrer ehren
Der Guru ist Brahma, Vishnu und der Gott Maheshvara. Der Guru ist unmittelbar das höchste Brahman. Diesem verehrten Guru sei Verehrung.
15. Den Platz des Wasserkruges zeichnen
Mögen der große Himmel und die Erde sich unserem Opfer zuwenden und uns mit ihren nährenden Gaben erfüllen.
16. Das Getreidebett bereiten
Du bist Getreide: Nähre die Götter. Für Prana nehme ich dich, für Udana, für Vyana. Möge ich einen langen Lebensweg durchlaufen. Der Gott Savitar mit goldener Hand nehme euch mit unversehrter Hand an. Für das Auge nehme ich dich; du bist die nährende Essenz der Großen.
17. Den Krug aufstellen
Rieche den Krug; die Tropfen mögen in dich, die Große, eingehen. Kehre wieder mit Kraft. Gib uns tausendfachen Ertrag, du mit breitem, milchreichem Strom. Reichtum möge erneut zu mir kommen.
18. Den Krug mit Wasser füllen
Du bist Varunas Stütze. Ihr beide stützt Varunas Pfeiler. Du bist Varunas Sitz der Wahrheit und Ordnung. Du bist Varunas rechtmäßige Wohnstatt; nimm auf Varunas rechtmäßigem Sitz Platz.
19. Sandelpaste in das Wasser geben
Die durch Duft Zugängliche, die Unbezwingbare, die stets Genährte und Fruchtbare, die Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.
20. Durva in den Krug geben
Von Stängel zu Stängel, von Knoten zu Knoten sprießt du. So breite dich auch für uns aus, Durva, tausendfach und hundertfach.
21. Die fünf Mangoblätter auflegen
Im heiligen Feigenbaum ist euer Sitz, im Parna-Baum ist eure Wohnstatt bereitet. Anteil an Rindern sollt ihr erhalten, wenn ihr diesen Menschen wiedergewinnt.
22. Die Erde hinzufügen
Sei uns freundlich, Erde, frei von Dornen und als Wohnstatt geeignet. Gewähre uns weitreichenden Schutz.
23. Die Betelnuss hinzufügen
Die fruchttragenden und die fruchtlosen, die blütenlosen und die blühenden Pflanzen: Von Brihaspati hervorgebracht, mögen sie uns von Bedrängnis befreien.
24. Edelsteine oder eine Perle hinzufügen
Agni, der weise Herr der Kraft, umschritt die Opfergaben und schenkte dem Darbringenden Kostbarkeiten.
25. Das Gold hinzufügen
Am Anfang entstand Hiranyagarbha, der goldene Keim. Geboren, war er der eine Herr des Gewordenen. Er trug diese Erde und den Himmel. Welchem Gott sollen wir mit unserer Gabe dienen?
26. Den Krug mit Tuch oder Faden schmücken
Ein Junger ist gekommen, schön gekleidet und umhüllt; neu geboren gewinnt er an Herrlichkeit. Die verständigen Seher erheben ihn, im Geist gesammelt und den Göttern zugewandt.
27. Die Pavitra hinzufügen
Ihr beiden seid die Vishnu zugehörigen Reiniger. Unter Savitars Antrieb reinige ich euch mit dem unversehrten Reiniger und mit den Strahlen Suryas. Herr der Reinigung: Was ich, durch dich gereinigt, mit meiner Reinigung erstrebe, das möge ich vermögen.
28. Reisteller und Kokosnuss aufsetzen
Voll fliege hinaus, Schöpfkelle, und ganz gefüllt kehre zurück. Wie beim Tausch von Waren wollen wir Nahrung und Kraft austauschen, du mit hundert Kräften. Schönheit und Glück sind deine Gefährtinnen, Tag und Nacht deine Seiten, die Gestirne deine Gestalt, die Ashvins dein geöffneter Mund. Erbitte das Erwünschte, erbitte jene Welt, erbitte alles.
29. Varuna in den Krug einladen
Mit heiligem Wort und Verehrung wende ich mich an dich; dies erbittet der Opfernde mit seinen Gaben. Varuna, sei hier ohne Zorn aufmerksam, du weithin Gepriesener; nimm uns nicht unsere Lebenszeit. In diesem Krug meditiere ich über Varuna und lade ihn ein.
30. Varuna die Gastgaben anbieten
Jede Gabe beginnt: Om Vam, Verehrung Varuna. Ich bringe einen Sitz dar; ehrendes Empfangswasser; Wasser für die Füße; Wasser zum Mundspülen; das Bad; ungebrochenen Reis als Gewand; die heilige Schnur; Sandelpaste; Blüten. Mit Blüten verehre ich dich.
31. Varuna mit neun Namen verehren
Om, Verehrung Varuna. Om, Verehrung dem Weisen. Om, Verehrung dem Schöngeformten. Om, Verehrung dem Herrn der Wasser. Om, Verehrung dem auf dem Makara Reitenden. Om, Verehrung dem Gebieter des Wassers. Om, Verehrung dem mit der Schlinge in der Hand. Om, Verehrung dem König der heiligen Gewässer. Om, Verehrung dem mit vielen Edelsteinen Geschmückten. Om Vam, Verehrung Varuna: Ich bringe verschiedene Blätter und Blüten dar.
32. Varunas Verehrung mit Licht vollenden
Jede Gabe beginnt: Om Vam, Verehrung Varuna. Ich bringe Räucherduft, Licht, Speise, Betel und Kampferlicht dar. Om. Mögen wir den im Wasser Erscheinenden erkennen; über den blauen Purusha meditieren wir. Möge Varuna uns erhellen.
33. Die Absicht der gemeinsamen Segnung aussprechen
Hari, Om, Das ist die Wahrheit. Shri Govinda, Shri Govinda, Shri Govinda. Heute, zu diesem glückverheißenden schönen Augenblick, in der durch den erhabenen großen Purusha Vishnu geordneten Zeit: in der zweiten Hälfte der Lebenszeit des ursprünglichen Brahma, im Shveta-Varaha-Kalpa, im Manvantara Vaivasvatas, im achtundzwanzigsten Kali Yuga und dessen erstem Viertel, auf Jambudvipa, in der genannten Richtung vom Meru, im genannten Land und Ort; im bezeichneten Jahr des sechzigjährigen Zyklus, Halbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am Mondtag, Wochentag und Mondhaus, unter Vishnus Yoga und Karana, an diesem guten, durch die Eigenschaften der Gestirne ausgezeichneten Tag: Für den genannten Ritualanlass und zur Erlangung umfassenden Wohlergehens werde ich durch die Brahmanen den heiligen Tag verkünden lassen.
34. Die vier Rezitierenden mit Wasser begrüßen
Du bist der Erstgeborene unter den Göttern auf Erden, gelehrter Brahmane, edler Mensch, die sichtbare Gestalt des Opfer-Purusha. Möge dieses ehrende Wasser angenommen werden.
35. Sandelpaste anbieten
Die durch Duft Zugängliche, die Unbezwingbare, die stets Genährte und Fruchtbare, die Herrin aller Wesen: Diese Shri rufe ich hierher.
36. Das Göttliche in den Gästen ehren
Verehrung dem Unendlichen mit tausend Gestalten, tausend Füßen, Augen, Köpfen, Schenkeln und Armen. Verehrung dem ewigen Purusha mit tausend Namen, der unermessliche Weltalter trägt.
37. Die Rezitierenden um ihren Dienst bitten
Mit diesen Gaben aus Sandelpaste, ungebrochenem Reis, Blüten und Betelnuss wähle ich dich unter den Brahmanen, damit du für diesen Ritualanlass den heiligen Tag verkündest und umfassendes Wohlergehen erbeten werde.
38. Das heilige Wort und Brihaspati anrufen
Das heilige Wort wurde zuerst im Osten geboren; Vena enthüllte es aus dem glänzenden Bereich. Er erschloss seine tiefsten und höchsten Stätten, den Ursprung des Seienden und des Nichtseienden. Brihaspati, was an hervorragender, leuchtender und einsichtsvoller Kraft unter den Menschen hervorragt, was machtvoll erstrahlt: Du aus der Ordnung Geborener, lege diesen vielfältigen Reichtum in uns.
39. Heiliger Tag – puṇyāha
Verkündet uns jenen heiligen Tag, der Brahman zugehört, heilig und erhaben ist, das Hervorgehen der Schöpfung ermöglicht und aus dem Baum der Veden entspringt. Bitte: Ihr Brahmanen, verkündet meinem Haus den heiligen Tag. Antwort, dreimal: Om, ein heiliger Tag sei! Mögen die göttlichen Wesen mich reinigen, mögen die Menschen mich durch Einsicht reinigen und alle Lebendigen mich reinigen. Jatavedas, der du den Reiniger besitzt, reinige mich mit deinem Reiniger. Leuchtender Gott Agni, mit deinem hellen Glanz und deiner Kraft, den Kräften entsprechend.
40. Wohlergehen – svasti
Verkündet uns das unvergängliche Wohlergehen, das der Welt Gedeihen bringt und Vinayaka immer lieb ist. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Wohlergehen zu. Antwort, dreimal: Om, Wohlergehen sei! Wohlergehen schenke uns Indra, dessen Ruhm groß ist; Wohlergehen Pushan, der alles kennt; Wohlergehen Tarkshya mit unversehrtem Radkranz. Brihaspati gewähre uns Wohlergehen.
41. Fülle – ṛddhi
Verkündet uns jene Fülle des Ozeans, die Mahalakshmi und die anderen hervorbrachten, vollkommen und von guter Wirkkraft. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Fülle zu. Antwort, dreimal: Om, Fülle sei! Du bist die Erfüllung der Opfergemeinschaft. Wir sind zum Licht gelangt, unsterblich geworden. Von der Erde sind wir zum Himmel aufgestiegen; wir haben die Götter gefunden, die Himmelswelt und das Licht.
42. Wachstum – vṛddhi
Verkündet uns solches Wachstum, wie es an Vaidhriti, Vyatipata, bei einem Sonnenübergang und zur Finsterniszeit erlangt wird. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Wachstum zu. Antwort, dreimal: Om, Wachstum sei! Mein Vorrang und meine Herrschaft, mein Zorn und meine Erregung, mein Wasser, meine Siegeskraft, meine Größe, Weite, Ausdehnung, Höhe und Länge, mein Gewachsensein und mein weiteres Wachstum mögen durch das Opfer gedeihen.
43. Glück und Gedeihen – kalyāṇa
Verkündet uns jenes Glück, das einst nach der Erhebung der Erde von Rishis, Siddhas und Gandharvas bewirkt wurde. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Glück und Gedeihen zu. Antwort, dreimal: Om, Glück und Gedeihen seien! Möge ich diese heilsame Rede den Menschen sagen: Brahmanen und Angehörigen der Herrschergruppe, Shudra und Arya, den Eigenen und den Fremden. Möge ich hier den Göttern und dem Geber der Dankesgabe lieb sein. Dieser mein Wunsch möge sich erfüllen; jenes möge sich mir zuwenden.
44. Segen und Schönheit – śrī
Verkündet uns jene Shri, die Tochter des Herrn der Ströme, die in Vishnus Haus wohnt: Lakshmi, erfüllt von allem Glück. Bitte: Ihr Brahmanen, verkündet, dass Shri in meinem Haus sein möge. Antwort, dreimal: Om, Shri sei! Mögen wir das Sehnen und die Absicht des Geistes und die Wahrheit der Rede erlangen, die Fülle der Tiere und der Nahrung. Mögen Shri und guter Ruf in mir wohnen.
45. Frieden – śānti
Verkündet uns jenen Frieden, wie er nach Shankhasuras Untergang auf der Erde herrschte und wie er unter den höchsten Göttern besteht. Bitte: Ihr Brahmanen, sprecht meinem Haus Frieden zu. Antwort, dreimal: Om, Frieden sei!
46. Die Familie mit dem Wasser segnen
Mögen die göttlichen Wesen mich reinigen, mögen die Menschen mich durch Einsicht reinigen und alle Lebendigen mich reinigen. Jatavedas, der du den Reiniger besitzt, reinige mich mit deinem Reiniger. Leuchtender Gott Agni, mit deinem hellen Glanz und deiner Kraft, den Kräften entsprechend.
47. Die reinigende Kraft des Wassers anrufen
Unter dem Antrieb des Gottes Savitar, mit den Armen der Ashvins und den Händen Pushans, durch die Führung Sarasvatis, der Lenkerin der Rede, weihe ich dich mit Agnis Herrschaft. Wie einer vom Holzblock befreit wird, wie ein Verschwitzter nach dem Bad vom Schmutz, wie Butter durch das Sieb gereinigt wird, so mögen die Wasser mich von Verfehlung reinigen. Dreimal: Om, Erde, Zwischenwelt und Himmelswelt.
48. Frieden für die ganze Welt erbitten
Frieden im Himmel, Frieden im Zwischenraum, Frieden auf der Erde; Frieden den Wassern und den Pflanzen, Frieden den Bäumen. Frieden bei allen Göttern, Frieden in Brahman, Frieden überall; Frieden selbst sei Frieden. Dieser Frieden möge auch mir zuteilwerden.
49. Gutes und Furchtlosigkeit erbitten
Om. Gott Savitar, führe alle Bedrängnisse hinweg; was gut ist, das führe uns zu. Von welcher Seite du dich auch näherst, von dort gewähre uns Furchtlosigkeit. Schenke unseren Nachkommen Wohlergehen und unseren Tieren Sicherheit.
50. Die Lichtgabe für die Gesegneten vollziehen
Unbezwingbare im Osten unter Agnis Herrschaft, gib mir Lebenszeit. Kinderreiche im Süden unter Indras Herrschaft, gib mir Nachkommenschaft. Gut Gegründete im Westen unter Savitars Herrschaft, gib mir Sehkraft. Viel Gehörte im Norden unter Dhatris Herrschaft, gib mir Wachstum des Wohlstands. Tragende oben unter Brihaspatis Herrschaft, gib mir Kraft. Schütze mich vor allen zerstörerischen Mächten: Du bist Manus Stute.
51. Die Dankesgaben überreichen
Heute und hier werde ich, die genannte Person, diese Dankesgabe unter den Brahmanen verteilen, die Punyahavachana gesprochen haben, damit das für den genannten Anlass und für umfassendes Wohlergehen vollzogene Ritual mit seinen Teilen zur Vollendung kommt. Om, Das ist die Wahrheit; nicht mein ist es.
52. Den abschließenden Segen empfangen
Mögen die Bedeutungen und Absichten der Mantras Frucht tragen. Möge der Segen des Punyahavachana gegenwärtig sein.
Quellen und verwandte Anleitungen
- Pandit Sri Rama Ramanujachari: Puṇyāha Vācana Saṅgraha, 23. November 2024, S. 4–13: Shukla-Yajurveda-Vorbereitung und ausführliches Punyahavachana; S. 50: Vaidika Svasti Vachana. Die allgemeinen Varuna-Gastgaben nach S. 21. Volltext.
- Pandit Sri Rama Ramanujachari: Pūjā Saṅgraha, 18. Januar 2025, S. 8–12: Ganesha-Vorpuja. Volltext.
- Pandit Sri Rama: Sandhya Vandana, Shukla-Yajurveda-Fassung, S. 17: Achamana mit Keshava, Narayana, Madhava und Hrishikesha.
- Vajasaneyi Samhita, insbesondere 8.32, 8.42, 8.52; 13.3; 18.4; 19.39–40; 26.2; 36.17 und 36.22; 37.12. Rigveda 5.51.11–15: die fünf Verse des Svasti Vachana.
- Saṃskāra Prakāśa, Zweiter Teil, Abschnitt Acharya Varana, S. 37–38: Begrüßungsvers „bhūmidevāgrajanmāsi“.
- Worship of Sri Ramakrishna, Vedanta Society of Southern California, S. 8, Zeichnung der Naracha-Mudra: Erläuterung der Handform bei der Blütengabe.
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