Puja mit vedischen Upachara-Mantras gemäß Puja Sangraha

Aus Yogawiki

Puja mit vedischen Upachara-Mantras gemäß Puja Sangraha ist eine Verehrung Narayanas, in der Handlung und vedische Rezitation eins werden. Jede der zentralen Gastgaben wird von einem Vers des Purusha Sukta begleitet. Während du Füße wäschst, Gewänder reichst, Nahrung und Licht darbringst, wird die ganze Welt als Leib des göttlichen Purusha besungen. So weitet sich die persönliche Hingabe an den geliebten Gott zur Ehrfurcht vor dem Göttlichen in allem. Die Gaben sind Zeichen der Hingabe, nicht Mittel, um etwas zu erlangen.

Eine mit Blüten geehrte Ganesha-Murti: Sichtbare Gaben bringen die innere Hingabe zum Ausdruck.

Die Anleitung folgt der vedischen Upachara-Ordnung des Puja Sangraha von Pandit Sri Ram Sivan. Die Schrift nennt daneben eine gemeinsame Gottes- und Göttinnenverehrung mit Versen des Shri Sukta; diese ist eine gesonderte Variante. Hier wird die ausdrücklich zugelassene Folge für die alleinige Verehrung einer männlichen Gottheit ausgeführt.

Vorbereitung

Eine Person übernimmt die Rezitation und die Handlungen; Mitfeiernde können die Gebete hören oder mitsprechen. Bereite einen sauberen Altar und einen Sitz vor. Zum Baden dient eine wasserfeste Murti in einer Auffangschale; empfindliche Bilder erhalten eine symbolische Wassergabe auf einem Teller vor dem Bild.

  • Frisches Trinkwasser, Vorratsgefäß, Wasserbecher mit Löffel, ein Kalasha auf einem Teller Reis, eine Muschel und getrennte Schalen für dargebrachtes Wasser und Handwaschwasser.
  • Ungebrochener Reis, genügend Blumen für Ganeshas achtzehn Namen, die Hauptverehrung und den Abschluss, Blätter, Sandelpaste, Kurkuma, Kumkum, etwas wohlriechende Essenz und Kusha-Gras.
  • Eine Altar-Lampe und eine kleine bewegliche Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), Dochte, Streichhölzer, Räucherwerk mit Halter und eine Glocke. Kampfer für das Schlusslicht ist möglich; eine Öllampe ist eine heutige Alternative.
  • Ein Ganesha-Bild, kleine Gewänder, heiliger Faden, gegebenenfalls Schmuck, trockene saubere Tücher, Speisen und Obst, Betelblätter mit Arekanuss, Kardamom und Nelke; ein Betrag für Dakshina nach eigener Möglichkeit.

Pflanzliche Materialien sind heutige Praxisalternativen. Die überlieferten Sanskritrezitationen und ihre Bedeutung werden dadurch nicht verändert. Bereite alle Gaben in kleinen Mengen vor; bewahre trinkbares Wasser und später verteilte Speisen getrennt vom gebrauchten Badewasser auf.

Die Angaben in geschweiften Klammern sind vor Beginn einzutragende Orts- und Kalenderangaben, keine mitzusprechenden deutschen Wörter. Bestimme Jahresname, Ayana, Jahreszeit, Monat, Paksha, Tithi, Wochentag und Nakshatra aus dem für deinen Ort geltenden Panchanga; die Richtung bezeichnet die Lage gegenüber Meru beziehungsweise dem Himalaya. Für Deutschland ist dies westlich: paścima. Lass dir unbekannte Kalenderformen von einer kundigen Ritualleitung einsetzen.

Vollständiger Ablauf

1. Das Licht entzünden
Zünde die Altar-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) an und stelle sie auf eine feste, hitzebeständige Unterlage. Richte deinen Blick auf das Licht.

bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahmajyotir namo'stu te ||

Übersetzung: Voller Hingabe bringe ich dem göttlichen höchsten Selbst das Licht dar. Schütze mich vor tiefem Dunkel; Verehrung dir, göttliches Licht. Die großen Weisen nennen dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht wohnt Gott: Verehrung dir, Licht Brahmans.

2. Achamana
Gib mit dem Löffel in der linken Hand für jeden Namen etwas frisches Trinkwasser in die rechte Hohlhand und trinke je einen kleinen Schluck. Reinige anschließend die rechte Hand über einer gesonderten Schale.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

3. Die Lehrer ehren
Falte die Hände und erinnere dich dankbar an deine Lehrer.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

Übersetzung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der mein vom Dunkel des Nichtwissens verschlossenes Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

4. Frieden für alle Wesen erbitten
Lass die folgenden Segenswünsche dir selbst, den Menschen in deinem Leben und allen Wesen gelten.

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo'riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tanna āsuva ||

Übersetzung: Mögen wir mit festen Gliedern Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra von hohem Ruhm, Tarkshya mit unversehrtem Rad, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen schenken. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns täglich behüten. Göttlicher Savitar, führe alles Belastende fort und schenke deinen in Hingabe verneigten Verehrern das Gute.

5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
Begrüße mit gefalteten Händen die Gottheiten und geistlichen Bezugspersonen.

oṃ śrīman mahāgaṇādhipataye namaḥ |
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ |
oṃ umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |
oṃ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ |
oṃ śacīpurandarābhyāṃ namaḥ |
oṃ mātṛpitṛcaraṇakamalebhyo namaḥ |
oṃ iṣṭadevatābhyo namaḥ |
oṃ kuladevatābhyo namaḥ |
oṃ grāmadevatābhyo namaḥ |
oṃ sthānadevatābhyo namaḥ |
oṃ vāstudevatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ |

Übersetzung: Verehrung dem großen Herrn der Scharen; Lakshmi und Narayana; Uma und Maheshvara; Vani und Hiranyagarbha; Shachi und Purandara; den Lotusfüßen von Mutter und Vater; der erwählten Gottheit; den Gottheiten der Familie, des Dorfes, des Ortes und des Hauses; allen Gottheiten und allen Brahmanen.

6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
Sprich die Namen und Verse als zusammenhängende Anrufung.

sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ |
lambodaraśca vikaṭo vighnanāśo vināyakaḥ ||
dhūmraketur gaṇādhyakṣo bhālacandro gajānanaḥ |
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyād api ||
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā |
saṅgrāme saṅkaṭe caiva vighnas tasya na jāyate ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
sarvadā sarvakāryeṣu nāsti teṣām amaṅgalam |
yeṣāṃ hṛdistho bhagavān maṅgalāyatanaṃ hariḥ ||
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
lābhas teṣāṃ jayas teṣāṃ kutas teṣāṃ parājayaḥ |
yeṣām indīvaraśyāmo hṛdayastho janārdanaḥ ||
yatra yogeśvaraḥ kṛṣṇo yatra pārtho dhanurdharaḥ |
tatra śrīr vijayo bhūtir dhruvā nītir matir mama ||
ananyāś cintayanto māṃ ye janāḥ paryupāsate |
teṣāṃ nityābhiyuktānāṃ yogakṣemaṃ vahāmyaham ||
smṛte sakalakalyāṇabhājanaṃ yatra jāyate |
puruṣaṃ tam ajaṃ nityaṃ vrajāmi śaraṇaṃ harim ||

Übersetzung: Der Schöngesichtige, Einzähnige, Gelbbraune, Elefantenohrige, Großbäuchige, Außergewöhnliche, Hindernisse Vernichtende, Führende, mit rauchfarbenem Banner, Herr der Scharen, Mondgekrönte und Elefantengesichtige: Wer diese zwölf Namen beim Beginn des Lernens, bei der Hochzeit, beim Eintreten und Fortgehen, im Kampf und in Bedrängnis spricht oder hört, begegnet keinen Hindernissen. Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, mache meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Für Menschen, in deren Herzen Hari als Ursprung alles Segens wohnt, gibt es in ihren Handlungen kein Unheil. Herr der Lakshmi, die Erinnerung an deine Füße ist der günstige Zeitpunkt, die Kraft der Sterne und des Mondes, des Wissens und des Göttlichen. Gewinn und Sieg gehören denen, in deren Herzen der dunkellotusfarbene Janardana wohnt; woher sollte ihre Niederlage kommen? Wo Krishna, der Herr des Yoga, und Arjuna, der Bogenträger, sind, dort sind Glück, Sieg, Gedeihen und beständige Gerechtigkeit. Den Menschen, die allein an mich denken und mich beständig verehren, trage ich Erwerb und Bewahrung des Nötigen. Zuflucht nehme ich zu Hari, dem ungeborenen ewigen Purusha, dessen Erinnerung alle guten Eigenschaften wachsen lässt.

7. Den Ritualplatz klären
Sprich die Bitte, dass störende Kräfte den Raum verlassen.

apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakārās te gacchantv ājñayā hareḥ ||

Übersetzung: Die Wesen, die hier im Raum verweilen und Hindernisse schaffen, mögen auf Haris Geheiß weichen.

8. Den Sitz ehren
Berühre deinen Sitz mit dem kleinen Finger der rechten Hand.

pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||

Übersetzung: Erde, Göttin, du trägst die Welten und wirst selbst von Vishnu getragen. Trage auch mich und heilige diesen Sitz.

9. Die Glocke ehren
Lege eine mit Sandelpaste benetzte Blüte auf die Glocke und lasse sie erklingen.

āgamārthaṃ ca devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
sarvabhūtahitārthāya ghaṇṭānādaṃ karomy aham ||

Übersetzung: Zum Kommen der Götter, zum Weichen der störenden Kräfte und zum Wohlergehen aller Wesen lasse ich die Glocke erklingen.

10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
Lege eine Blüte auf den Kopf und etwas Sandelpaste auf die Stirn. Verehre das Selbst als die göttliche Gegenwart im Tempel des Körpers.

oṃ ātmane namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
deho jīvālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ |
tyajed ajñānanirmālyaṃ so'haṃbhāvena pūjayet ||
oṃ ātmane namaḥ | oṃ antarātmane namaḥ | oṃ jīvātmane namaḥ |
oṃ yogātmane namaḥ | oṃ paramātmane namaḥ | oṃ jñānātmane namaḥ |
samastopacārān samarpayāmi ||

Übersetzung: Verehrung dem Selbst; ich trage göttlichen Duft auf. Der Körper wird Tempel des lebendigen Selbst genannt; das Selbst ist der ewige Gott. Wirf die verwelkten Blumen des Nichtwissens ab und verehre im Bewusstsein „Ich bin Er“. Verehrung dem Selbst, dem inneren, individuellen, yogischen, höchsten und erkenntnisvollen Selbst. Ich bringe alle Dienste dar.

11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
Berühre mit den Fingerknöcheln sanft die Schläfen. Falte danach Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand nach innen; Daumen und Ringfinger liegen leicht an den Nasenflügeln. Die Quelle beschreibt dies als symbolischen Pranayama: sprich den langen Mantra innerlich in ruhigem, mühelosem Atem. Berühre anschließend mit der rechten Hand das rechte Ohr.

śuklāmbaradharaṃ devaṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
oṃ bhūḥ | oṃ bhuvaḥ | oṃ suvaḥ | oṃ mahaḥ | oṃ janaḥ | oṃ tapaḥ | oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ āpo jyotir raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

Übersetzung: Man betrachte zur Besänftigung aller Hindernisse den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Gott mit heiterem Gesicht. Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, Weite, Schöpfungswelt, Welt des Tapas, Wahrheit. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz Savitars; er möge unsere Einsicht erhellen. Wasser, Licht, Lebensessenz, Unsterblichkeit: alles ist Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
Halte etwas Akshata in der geschlossenen rechten Hand, die auf der offenen linken ruht. Sprich die ausgefüllten Kalenderangaben und die Widmung. Lege den Reis anschließend vor den Altar.

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vaidikopacāraiḥ śrīnārāyaṇapūjāṃ kariṣye ||
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau gaṇeśapūjanaṃ kariṣye ||

Übersetzung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem glückverheißenden Augenblick unter Vishnus Führung, in Brahmas zweiter Lebenshälfte, im Kalpa des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn will ich Narayana mit vedischen Gastgaben verehren. Als vorbereitendes Glied verehre ich zuerst Ganesha, damit die Feier ungehindert vollendet werde.

13. Ganesha betrachten und einladen
Betrachte Ganesha und lege zu den Einladungsworten Sandelpaste, Reis und Blumen vor sein Bild.

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Übersetzung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Ich betrachte den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht, großem Bauch, Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte dich, lade dich ein, stelle dich hier auf und bringe Duft, Reis und Blüten dar.

14. Ganesha – Sitz
Lege etwas Akshata vor Ganesha.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar.

15. Ganesha – Fußwasser
Berühre die Füße mit dem Löffel beziehungsweise halte ihn symbolisch davor; gib zwei Löffel Wasser in die Auffangschale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

16. Ganesha – Ehrenwasser
Biete einen Löffel Wasser an der rechten Hand der Murti an und gieße ihn in die Schale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Ehrenwasser dar.

17. Ganesha – Wasser zum Trinken
Biete drei Löffel Wasser vor dem Mund der Murti an und gib sie in die Schale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

18. Ganesha – Bad
Besprenge die wasserfeste Murti mit einer eingetauchten Blüte; Papierbilder bleiben trocken. Biete danach drei Löffel Mundwasser an.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe ein Bad und danach erneut Mundwasser dar.

19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
Lege drei kleine Portionen Reis nacheinander als Stellvertreter für die genannten Gaben dar.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Reis stellvertretend für Gewand, heiligen Faden und Schmuck dar.

20. Ganesha – Duft und Girlande
Trage Sandelpaste und darüber etwas Kurkuma/Kumkum auf. Lege eine Girlande oder eine Blüte dar.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar und darüber Kurkuma und Kumkum. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre mit Blumen.

21. Ganeshas achtzehn Namen
Bringe für jeden Namen eine Blüte oder etwas Reis dar.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Übersetzung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einzähnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
Führe Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn vor Ganesha, zeige dann die Lampe. Biete drei Löffel Mundwasser an. Stelle Obst, Rosinen oder Kandis bereit, bringe die Speise mit der nächsten Formel dar und danach nochmals drei Löffel Wasser. Lege zuletzt Betelblatt und Arekanuss auf den Gabenteller.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich biete Räucherduft an, zeige das Licht und bringe danach Mundwasser. Ich bringe Speise und danach Mundwasser dar; ich bringe Tambula dar.

23. Ganesha – Arati und Blumengabe
Führe die Kampferlampe dreimal im Uhrzeigersinn; als heutige Alternative dient eine Öllampe. Biete danach drei Löffel Wasser an. Halte eine Blüte mit rechtem Daumen und Zeigefinger im Ring, die anderen drei Finger aufgerichtet: die Naraca-Mudra. Lege die Blüte nach dem Gebet an Ganeshas Füßen ab.

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt ||
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||

Übersetzung: Wir erkennen den Einzähnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Verehrung Ganapati; ich zeige das freudige Kampferlicht und bringe danach Mundwasser dar. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segenspendenden, Freund der Götter, Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; dem Elefantengesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen.

24. Ganeshas Segen erbitten
Falte die Hände und verneige dich.

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Übersetzung: Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, halte alle meine Vorhaben frei von Hindernissen. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch dich, Vinayaka, vollkommen werden.

25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
Stelle das gefüllte Wassergefäß auf einen Reishaufen. Gib etwas wohlriechende Essenz und eine Blüte hinein; schmücke die vier Seiten mit Sandelpaste und Kumkum. Decke die Öffnung mit der rechten Hand ab.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā |
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo hy atharvaṇaḥ |
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale'smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||

Übersetzung: Am Mund des Gefäßes wohnt Vishnu, am Hals Rudra, am Fuß Brahma; in der Mitte sind die Scharen der göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Inselkontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda samt ihren Gliedern ruhen in diesem Wasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Die heiligen Stätten und Ströme mögen kommen, um Frieden für die Welt zu schaffen und Bedrängendes zu läutern.

26. Geräte und Körper besprengen
Zeige über dem Gefäß die sieben Wassergesten: Kumbha – lege den linken Daumen auf den rechten und umschließe beide locker mit den Fingern zu einem hohlen Gefäß. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken zueinander, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde den kleinen Finger jeder Hand mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und die Zeigefinger mit den gegenüberliegenden Mittelfingern; die vier Fingerpaare zeigen als Euter nach unten. Shankha – die rechte Faust umfasst den linken Daumen, der rechte Daumen berührt die ausgestreckten linken Finger. Chakra – lege die gespreizten Handflächen gegeneinander, jeder Daumen beim kleinen Finger der anderen Hand. Meru – verschränke die Finger und strecke nur die beiden Mittelfinger gemeinsam nach unten. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Flossen. Nimm danach die Blüte aus dem Gefäß und besprenge dich und die Geräte sparsam.

apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Übersetzung: Rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist äußerlich und innerlich rein.

27. Die Muschel verehren
Fülle die Muschel mit Wasser, etwas Sandelpaste und einer Blüte. Berühre bei den nächsten Anrufungen nacheinander Basis, Körper und Spitze. Halte anschließend einen Kusha-Halm an die Muschel.

oṃ pāñcajanyāya namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ | oṃ janārdanāya namaḥ | oṃ candraśekharāya namaḥ |
śaṅkhaṃ candrārkadaivatyaṃ madhye varuṇasaṃyutam |
pṛṣṭhe prajāpatiścaiva agre gaṅgā sarasvatī ||
trailokye yāni tīrthāni vāsudevasya cājñayā |
śaṅkhe tiṣṭhanti viprendrās tasmāc chaṅkhaṃ prapūjayet ||
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
pūjitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
oṃ pāñcajanyāya vidmahe pāvamānāya dhīmahi tannaḥ śaṅkhaḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Verehrung Panchajanya; ich trage göttlichen Duft auf. Verehrung Brahma, Janardana und Chandrashekhara. Mond und Sonne sind die Gottheiten der Muschel, Varuna ist in ihrer Mitte, Prajapati an ihrem Rücken, Ganga und Sarasvati an der Spitze. Alle heiligen Wasser der drei Welten wohnen auf Vasudevas Geheiß in der Muschel; darum soll man sie verehren. Einst dem Meer entsprungen, von Vishnu in der Hand gehalten, von allen Göttern verehrt: Panchajanya, dir sei Verehrung. Wir erkennen Panchajanya und meditieren über den Läuternden; die Muschel möge uns erleuchten.

28. Mit dem Muschelwasser segnen
Zeige die Shankha-Mudra wie bei den sieben Wassergesten. Besprenge dich und die Geräte mit einer Blüte aus dem Muschelwasser.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel; Om, Erde, Zwischenraum und Himmel.

29. Den Sockel der Gottheit verehren
Lege zu jeder Anrufung eine Blüte oder etwas Sandelpaste auf den Sockel der Hauptgottheit.

oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ ratnamaṇḍapāya namaḥ |
oṃ yogapīṭhāsanāya namaḥ |
oṃ navagrahadevatābhyo namaḥ |
oṃ daśadikpālebhyo namaḥ |

Übersetzung: Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz. Verehrung der tragenden Kraft. Verehrung der ursprünglichen Natur. Verehrung der kosmischen Schildkröte. Verehrung dem ursprünglichen Eber. Verehrung Ananta. Verehrung der Erde. Verehrung dem Edelsteinpavillon. Verehrung dem Sitz der göttlichen Gegenwart. Verehrung den neun Planetengottheiten. Verehrung den zehn Hütern der Richtungen.

30. Narayana als alldurchdringenden Purusha betrachten
Nimm eine Blüte in die Hände. Betrachte Narayana als den höchsten Purusha, dessen Gegenwart alle Formen durchdringt. Lege die Blüte vor seine Murti.

ṛtaṃ satyaṃ paraṃ brahma puruṣaṃ kṛṣṇapiṅgalam |
ūrdhvaretaṃ virūpākṣaṃ viśvarūpāya vai namo namaḥ ||
śrīnārāyaṇāya namaḥ | sāṅgaṃ sāyudhaṃ saśaktiṃ saparivāraṃ dhyāyāmi ||

Übersetzung: Die kosmische Ordnung, die Wahrheit, das höchste Brahman, den dunkelgoldenen Purusha mit aufwärts gerichteter Lebenskraft und besonderen Augen verehre ich: Wiederholt Verehrung dem Allgestaltigen. Verehrung Narayana; ich betrachte ihn mit seinen Gliedern, Waffen, Kräften und Begleitern.

31. Einladung
Lege eine Blüte vor Narayana; heiße den göttlichen Gast willkommen.

sahasraśīrṣā puruṣaḥ | sahasrākṣaḥ sahasrapāt |
sa bhūmiṃ viśvato vṛtvā | atyatiṣṭhad daśāṅgulam ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | āvāhayāmi ||

Übersetzung: Tausend Häupter, tausend Augen, tausend Füße hat der Purusha. Er umfasst die Erde von allen Seiten und reicht noch zehn Fingerbreiten darüber hinaus. Verehrung Narayana. Ich lade dich ein.

32. Sitz
Lege etwas Akshata an den Fuß der Murti.

puruṣa evedaṃ sarvam | yad bhūtaṃ yac ca bhavyam |
utāmṛtatvasyeśānaḥ | yad annenātirohati ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Der Purusha ist dieses All: was geworden ist und was werden wird. Er ist Herr der Unsterblichkeit und dessen, was durch Nahrung heranwächst. Verehrung Narayana. Ich bringe einen Sitz dar.

33. Fußwasser
Biete Wasser vor den Füßen dar und gieße es in die Auffangschale.

etāvān asya mahimā | ato jyāyāṃśca pūruṣaḥ |
pādo'sya viśvā bhūtāni | tripād asyāmṛtaṃ divi ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: So groß ist seine Herrlichkeit, doch größer noch ist der Purusha. Ein Viertel von ihm sind alle Wesen; drei Viertel sind das Unsterbliche im Himmel. Verehrung Narayana. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

34. Ehrenwasser
Bringe Wasser mit einer Spur Duft, Blüte und Reis dar.

tripād ūrdhva udait puruṣaḥ | pādo'syehābhavat punaḥ |
tato viśvaṅ vyakrāmat | sāśanānaśane abhi ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Mit drei Vierteln erhob sich der Purusha über die Welt; ein Viertel wurde wiederum hier. Von dort durchdrang er alles, was Nahrung aufnimmt und was keine Nahrung aufnimmt. Verehrung Narayana. Ich bringe Ehrenwasser dar.

35. Mundwasser
Biete mit dem Löffel reines Wasser vor dem Mund der Murti an.

tasmād virāḍ ajāyata | virājo adhi pūruṣaḥ |
sa jāto atyaricyata | paścād bhūmim atho puraḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Aus ihm wurde Viraj geboren, aus Viraj wiederum der Purusha. Geboren überragte er die Erde nach hinten und nach vorn. Verehrung Narayana. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

36. Bad
Gieße behutsam klares Wasser über die wasserfeste Murti in ihre Schale. Trockne sie danach. Das kosmische Opfer des Verses wird in dieser Bildverehrung als Wassergabe vergegenwärtigt.

yat puruṣeṇa haviṣā | devā yajñam atanvata |
vasanto asyāsīd ājyam | grīṣma idhmaḥ śaraddhaviḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | snānaṃ snāpayāmi ||

Übersetzung: Als die Götter mit dem Purusha als Opfergabe das Opfer entfalteten, war der Frühling seine Opferbutter, der Sommer das Brennholz, der Herbst die Opfergabe. Verehrung Narayana. Ich bade dich mit diesem Bad.

37. Gewänder
Lege die vorbereiteten kleinen Gewänder an beziehungsweise vor die Murti.

saptāsyāsan paridhayaḥ | triḥ sapta samidhaḥ kṛtāḥ |
devā yad yajñaṃ tanvānāḥ | abadhnan puruṣaṃ paśum ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | vastrayugmaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Sieben waren seine Umfriedungen, dreimal sieben die bereiteten Holzscheite. Als die Götter das Opfer entfalteten, banden sie den Purusha als Opferwesen. Verehrung Narayana. Ich bringe ein Gewänderpaar dar.

38. Heiliger Faden
Lege den heiligen Faden an oder bringe ihn auf dem Gabenteller dar.

taṃ yajñaṃ barhiṣi praukṣan | puruṣaṃ jātam agrataḥ |
tena devā ayajanta | sādhyā ṛṣayaśca ye ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Dieses Opfer, den zuerst geborenen Purusha, besprengten sie auf dem Opfergras. Mit ihm opferten die Götter, die Sadhyas und die Rishis. Verehrung Narayana. Ich bringe den heiligen Faden dar.

39. Sandelholz
Trage ein wenig Sandelpaste auf Stirn beziehungsweise Sockel auf.

tasmād yajñāt sarvahutaḥ | sambhṛtaṃ pṛṣadājyam |
paśūṃs tāṃś cakre vāyavyān | āraṇyān grāmyāśca ye ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | candanaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Aus jenem allumfassenden Opfer wurde die Mischung von Dickmilch und Opferbutter gewonnen. Es brachte Tiere der Luft, der Wildnis und des Dorfes hervor. Verehrung Narayana. Ich bringe Sandelholz dar.

40. Akshata
Lege ungebrochenen Reis vor die Murti.

tasmād yajñāt sarvahutaḥ | ṛcaḥ sāmāni jajñire |
chandāṃsi jajñire tasmāt | yajus tasmād ajāyata ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | akṣatān samarpayāmi ||

Übersetzung: Aus jenem allumfassenden Opfer wurden die Verse und Gesänge geboren, aus ihm die Versmaße und die Opferformeln. Verehrung Narayana. Ich bringe ungebrochenen Reis dar.

41. Blumen
Lege eine Girlande und die einzelnen Blüten vor Narayana.

mālyādīni sugandhīni mālatyādīni vai prabho |
mayā hṛtāni puṣpāṇi prītyarthaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | puṣpāṇi pūjayāmi ||

Übersetzung: Herr, nimm die duftenden Girlanden und Jasminblüten an, die ich zu deiner Freude herbeigebracht habe. Verehrung Narayana; ich verehre mit Blumen.

42. Räucherduft
Führe den Räucherduft vor dem Altar und stelle ihn wieder in den Halter.

tasmād aśvā ajāyanta | ye ke cobhayādataḥ |
gāvo ha jajñire tasmāt | tasmāj jātā ajāvayaḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

Übersetzung: Aus ihm wurden die Pferde geboren und alle Tiere mit Zähnen in beiden Kiefern. Aus ihm entstanden die Rinder, aus ihm die Ziegen und Schafe. Verehrung Narayana; ich biete Räucherduft an.

43. Licht
Zeige die Lampe vor Narayana.

yat puruṣaṃ vyadadhuḥ | katidhā vyakalpayan |
mukhaṃ kim asya kau bāhū | kā ūrū pādāv ucyete ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

Übersetzung: Als sie den Purusha aufteilten: In wie viele Teile gliederten sie ihn? Was war sein Mund, was seine Arme, was nannte man seine Schenkel und Füße? Verehrung Narayana; ich zeige das Licht.

44. Speise vorbereiten
Stelle die vegetarischen Speisen vor den Altar. Die kosmischen Körperbilder des Purusha-Hymnus stellen die Welt als zusammengehöriges Ganzes vor Augen.

brāhmaṇo'sya mukham āsīt | bāhū rājanyaḥ kṛtaḥ |
ūrū tad asya yad vaiśyaḥ | padbhyāṃ śūdro ajāyata ||
madhu vātā ṛtāyate madhu kṣaranti sindhavaḥ | mādhvīr naḥ santv oṣadhīḥ ||
madhu naktam utoṣasi madhumat pārthivaṃ rajaḥ | madhu dyaur astu naḥ pitā ||
madhumān no vanaspatir madhumān astu sūryaḥ | mādhvīr gāvo bhavantu naḥ ||

Übersetzung: Der Brahmane war sein Mund; zum Krieger wurden seine Arme. Der Vaishya war seine Schenkel; aus seinen Füßen ging der Shudra hervor. Süß wehen die Winde für den, der der kosmischen Ordnung folgt; süß strömen die Flüsse; heilsam seien uns die Pflanzen. Süß seien Nacht und Morgen, süß der irdische Raum; süß sei uns der Himmel als Vater. Süß seien die Bäume und die Sonne; süß seien uns die Kühe.

45. Die Speise weihen
Besprenge die Speise beim Gayatri Mantra. Lass danach etwas Wasser durch die Finger der rechten Hand fließen und umkreise den Speiseteller damit zweimal im Uhrzeigersinn. Die hier ausgeschriebene Folge wird am Tag gesprochen.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Mit der kosmischen Ordnung umgieße ich dich, die Wahrheit.

46. Naivedya und die Lebenskräfte
Biete zuerst einen Löffel Wasser als Unterlage der Speise an. Sprich dann die sechs Svaha-Formeln als Darbringung an die Lebenskräfte und Brahman. Lass einen stillen Augenblick für den Empfang der Gabe. Bringe zu jeder abschließenden Wasserformel Wasser dar: zum Trinken, als Abschluss, für Hände, Füße und Mund.

amṛtopastaraṇam asi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā | oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā | oṃ samānāya svāhā | oṃ brahmaṇe svāhā |
madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi | oṃ amṛtāpidhānam asi |
hastaprakṣālanaṃ | pādaprakṣālanaṃ | punar ācamanīyam |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

Übersetzung: Du bist die unsterbliche Unterlage. Svaha dem Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Brahman. Ich reiche zwischendurch Trinkwasser. Du bist die unsterbliche Bedeckung. Wasser für Hände, Füße und erneut für den Mund. Verehrung Narayana; ich bringe die Speise dar.

47. Tambula
Lege Betelblatt, Arekanuss, Kardamom und Nelke auf den Gabenteller.

pūgīphalaṃ samāyuktaṃ nāgavallīdalair yutam |
elālavaṅgasaṃyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Übersetzung: Nimm dieses Tambula mit Arekanuss und Betelblättern, Kardamom und Nelke an. Verehrung Narayana; ich bringe Tambula dar.

48. Nirajana – das Schlusslicht
Führe die bewegliche Lampe im Uhrzeigersinn vor der Murti. Erkenne im äußeren Licht das Bewusstsein, aus dem Sonne, Mond und alle Lebenskräfte hervorgehen.

candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | nīrājanaṃ sandarśayāmi ||

Übersetzung: Aus seinem Geist wurde der Mond geboren, aus seinem Auge entstand die Sonne. Aus seinem Mund gingen Indra und Agni hervor, aus seinem Atem Vayu. Verehrung Narayana; ich zeige dir das kreisende Licht.

49. Verneigung vor dem Weltganzen
Stelle die Lampe sicher ab und verneige dich. Sprich die beiden Verse als einen zusammenhängenden Abschluss der hier verwendeten Purusha-Folge.

nābhyā āsīd antarikṣam | śīrṣṇo dyauḥ samavartata |
padbhyāṃ bhūmir diśaḥ śrotrāt | tathā lokāṃ akalpayan ||
vedāham etaṃ puruṣaṃ mahāntam | ādityavarṇaṃ tamasas tu pāre |
sarvāṇi rūpāṇi vicitya dhīraḥ | nāmāni kṛtvābhivadan yadāste ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | namaskārān samarpayāmi ||

Übersetzung: Aus seinem Nabel entstand der Zwischenraum, aus seinem Haupt der Himmel. Aus seinen Füßen wurde die Erde, aus seinem Gehör die Richtungen: So gestalteten sie die Welten. Ich kenne diesen großen Purusha, sonnenfarben jenseits der Dunkelheit. Der Weise gestaltet alle Formen, gibt ihnen Namen und ist gegenwärtig, indem er sie ausspricht. Verehrung Narayana; ich bringe Verneigungen dar.

50. Mantra Pushpam
Halte Blumen in beiden Händen und lege sie am Ende dieser beiden Gebete dar.

oṃ tad brahma | oṃ tad vāyuḥ | oṃ tad ātmā | oṃ tat satyam | oṃ tat sarvam | oṃ tat puror namaḥ |
antaścarati bhūteṣu guhāyāṃ viśvamūrtiṣu |
tvaṃ yajñas tvaṃ vaṣaṭkāras tvam indras tvaṃ rudras tvaṃ viṣṇus tvaṃ brahma tvaṃ prajāpatiḥ |
tvaṃ tad āpa āpo jyotī raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||
rājādhirājāya prasahyasāhine | namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe |
sa me kāmān kāmakāmāya mahyam | kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu |
kuberāya vaiśravaṇāya | mahārājāya namaḥ ||

Übersetzung: Om, das ist Brahman, der Wind, das Selbst, die Wahrheit, das All; Verehrung dem, der die Lebensstätten erfüllt. Du wandelst im Inneren der Wesen, in der Herzenshöhle aller Gestalten. Du bist das Opfer und sein Ruf, Indra, Rudra, Vishnu, Brahma und Prajapati. Du bist die Wasser, Licht, Essenz, Unsterblichkeit und Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om. Wir verneigen uns vor Vaishravana, dem siegreichen König der Könige. Er, der Herr der Wünsche, möge mir, der ich wünsche, die ersehnten Gaben schenken. Verehrung Kubera Vaishravana, dem großen König.

51. Umrundung und Niederwerfung
Umrunde den Altar im Uhrzeigersinn, soweit der Platz es erlaubt. Verneige dich anschließend tief.

yāni kāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca |
tāni tāni vinaśyanti pradakṣiṇapade pade ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa māṃ ramāpate ||
namaḥ sarvahitārthāya jagadādhārahetave |
sāṣṭāṅgo'yaṃ praṇāmaste prayatnena mayā kṛtaḥ ||

Übersetzung: Mit jedem Schritt der Umrundung mögen die Verfehlungen dieses und früherer Leben schwinden. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Gemahl der Rama. Verehrung dem, der dem Wohl aller dient und die Welt trägt. Dir bringe ich diese aufrichtige vollständige Verneigung dar.

52. Königliche Dienste
Bringe Akshata als stellvertretende Gabe für die königlichen Dienste dar. Musik oder ein eigenes Lied können die Verehrung an dieser Stelle begleiten.

gṛhāṇa parameśāna saratne chatracāmare |
darpaṇaṃ vyajanaṃ caiva rājabhogāya yatnataḥ ||
chatra cāmara vyajana darpaṇa nṛtya gīta vādyāndolikādi samasta rājopacārān bhaktyupacārān śaktyupacārāṃśca samarpayāmi ||

Übersetzung: Nimm, höchster Herr, Schirm und Wedel, Spiegel und Fächer als königliche Ehren an. Schirm, Wedel, Fächer, Spiegel, Tanz, Gesang, Instrumente, Schaukel und alle königlichen Dienste, alle Gaben der Hingabe und meiner Kräfte bringe ich dar.

53. Vergebung und Vollendung
Falte die Hände; vertraue die ganze Puja der göttlichen Gnade an.

āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjāvidhiṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
yan mayā bhaktiyuktena patraṃ puṣpaṃ phalaṃ jalam |
niveditaṃ ca naivedyaṃ tad gṛhāṇānukampayā ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ janārdana |
yat pūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapaḥpūjākriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

Übersetzung: Einladung, Verabschiedung und die rechte Verehrung verstehe ich nicht vollkommen; vergib mir, höchster Purusha. Was ich dir an Blatt, Blume, Frucht, Wasser und Speise voller Hingabe brachte, nimm aus Mitgefühl an. Was an Mantra, Handlung oder Hingabe fehlte, lass, Janardana, vollkommen sein. Ich verneige mich vor Achyuta: Durch seine Erinnerung und seinen Namen wird das Unvollständige in Tapas, Puja und heiligen Handlungen vollkommen.

54. Die besondere Einladung lösen
Nimm die bei der Einladung verwendete Blüte, führe sie an die Nase und lege sie anschließend auf einen eigenen Teller. Die Gottheit bleibt allgegenwärtig; abgeschlossen wird die besondere Einladung für diese Feier.

yāntu devagaṇāḥ sarve pūjām ādāya māmakīm |
iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ punarāgamanāya ca ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi | śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Übersetzung: Alle göttlichen Scharen mögen, nachdem sie meine Verehrung angenommen haben, an ihren Ort gehen, zur Erfüllung des guten Anliegens und zur Wiederkehr. Verehrung Narayana; ich geleite dich an deinen eigenen Ort, zu Segen, Wohlergehen und Wiederkehr.

Abschluss und innere Vertiefung

Lass nach der Verabschiedung einige Minuten Meditation folgen. Die Erinnerung an den kosmischen Purusha kann im Yoga weiterwirken: Begegne den Menschen und Lebewesen als Gliedern desselben Weltganzen. Überreiche die vorbereitete Dakshina als Zeichen der Dankbarkeit. Teile die reine Speise als Prasad. Gib gebrauchte Blumen zur Erde oder zum Kompost, reinige die Gefäße und entsorge Badewasser so, dass keine Speisereste in natürliche Gewässer gelangen.

Bei einer Abendfeier lautet allein die Formel zum Umgießen der Speise: ṛtaṃ tvā satyena pariṣiñcāmi – „Mit Wahrheit umgieße ich dich, die kosmische Ordnung.“ Die hier ausgeschriebene Hauptfolge ist die Tagesfassung.

Vollständige Rezitationstexte

IAST

1. Das Licht entzünden
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahmajyotir namo'stu te ||

2. Achamana
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

3. Die Lehrer ehren
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

4. Frieden für alle Wesen erbitten
śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo'riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tanna āsuva ||

5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
oṃ śrīman mahāgaṇādhipataye namaḥ |
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ |
oṃ umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |
oṃ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ |
oṃ śacīpurandarābhyāṃ namaḥ |
oṃ mātṛpitṛcaraṇakamalebhyo namaḥ |
oṃ iṣṭadevatābhyo namaḥ |
oṃ kuladevatābhyo namaḥ |
oṃ grāmadevatābhyo namaḥ |
oṃ sthānadevatābhyo namaḥ |
oṃ vāstudevatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ |

6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ |
lambodaraśca vikaṭo vighnanāśo vināyakaḥ ||
dhūmraketur gaṇādhyakṣo bhālacandro gajānanaḥ |
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyād api ||
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā |
saṅgrāme saṅkaṭe caiva vighnas tasya na jāyate ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
sarvadā sarvakāryeṣu nāsti teṣām amaṅgalam |
yeṣāṃ hṛdistho bhagavān maṅgalāyatanaṃ hariḥ ||
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
lābhas teṣāṃ jayas teṣāṃ kutas teṣāṃ parājayaḥ |
yeṣām indīvaraśyāmo hṛdayastho janārdanaḥ ||
yatra yogeśvaraḥ kṛṣṇo yatra pārtho dhanurdharaḥ |
tatra śrīr vijayo bhūtir dhruvā nītir matir mama ||
ananyāś cintayanto māṃ ye janāḥ paryupāsate |
teṣāṃ nityābhiyuktānāṃ yogakṣemaṃ vahāmyaham ||
smṛte sakalakalyāṇabhājanaṃ yatra jāyate |
puruṣaṃ tam ajaṃ nityaṃ vrajāmi śaraṇaṃ harim ||

7. Den Ritualplatz klären
apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakārās te gacchantv ājñayā hareḥ ||

8. Den Sitz ehren
pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||

9. Die Glocke ehren
āgamārthaṃ ca devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
sarvabhūtahitārthāya ghaṇṭānādaṃ karomy aham ||

10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
oṃ ātmane namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
deho jīvālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ |
tyajed ajñānanirmālyaṃ so'haṃbhāvena pūjayet ||
oṃ ātmane namaḥ | oṃ antarātmane namaḥ | oṃ jīvātmane namaḥ |
oṃ yogātmane namaḥ | oṃ paramātmane namaḥ | oṃ jñānātmane namaḥ |
samastopacārān samarpayāmi ||

11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
śuklāmbaradharaṃ devaṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
oṃ bhūḥ | oṃ bhuvaḥ | oṃ suvaḥ | oṃ mahaḥ | oṃ janaḥ | oṃ tapaḥ | oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ āpo jyotir raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubha tithau |
mama upātta samasta duritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ vaidikopacāraiḥ śrīnārāyaṇapūjāṃ kariṣye ||
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau gaṇeśapūjanaṃ kariṣye ||

13. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

14. Ganesha – Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

15. Ganesha – Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

16. Ganesha – Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

17. Ganesha – Wasser zum Trinken
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

18. Ganesha – Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

20. Ganesha – Duft und Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

21. Ganeshas achtzehn Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

23. Ganesha – Arati und Blumengabe
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt ||
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||

24. Ganeshas Segen erbitten
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā |
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo hy atharvaṇaḥ |
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale'smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||

26. Geräte und Körper besprengen
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

27. Die Muschel verehren
oṃ pāñcajanyāya namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ | oṃ janārdanāya namaḥ | oṃ candraśekharāya namaḥ |
śaṅkhaṃ candrārkadaivatyaṃ madhye varuṇasaṃyutam |
pṛṣṭhe prajāpatiścaiva agre gaṅgā sarasvatī ||
trailokye yāni tīrthāni vāsudevasya cājñayā |
śaṅkhe tiṣṭhanti viprendrās tasmāc chaṅkhaṃ prapūjayet ||
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
pūjitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
oṃ pāñcajanyāya vidmahe pāvamānāya dhīmahi tannaḥ śaṅkhaḥ pracodayāt ||

28. Mit dem Muschelwasser segnen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

29. Den Sockel der Gottheit verehren
oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ ratnamaṇḍapāya namaḥ |
oṃ yogapīṭhāsanāya namaḥ |
oṃ navagrahadevatābhyo namaḥ |
oṃ daśadikpālebhyo namaḥ |

30. Narayana als alldurchdringenden Purusha betrachten
ṛtaṃ satyaṃ paraṃ brahma puruṣaṃ kṛṣṇapiṅgalam |
ūrdhvaretaṃ virūpākṣaṃ viśvarūpāya vai namo namaḥ ||
śrīnārāyaṇāya namaḥ | sāṅgaṃ sāyudhaṃ saśaktiṃ saparivāraṃ dhyāyāmi ||

31. Einladung
sahasraśīrṣā puruṣaḥ | sahasrākṣaḥ sahasrapāt |
sa bhūmiṃ viśvato vṛtvā | atyatiṣṭhad daśāṅgulam ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | āvāhayāmi ||

32. Sitz
puruṣa evedaṃ sarvam | yad bhūtaṃ yac ca bhavyam |
utāmṛtatvasyeśānaḥ | yad annenātirohati ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

33. Fußwasser
etāvān asya mahimā | ato jyāyāṃśca pūruṣaḥ |
pādo'sya viśvā bhūtāni | tripād asyāmṛtaṃ divi ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

34. Ehrenwasser
tripād ūrdhva udait puruṣaḥ | pādo'syehābhavat punaḥ |
tato viśvaṅ vyakrāmat | sāśanānaśane abhi ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

35. Mundwasser
tasmād virāḍ ajāyata | virājo adhi pūruṣaḥ |
sa jāto atyaricyata | paścād bhūmim atho puraḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | ācamanaṃ samarpayāmi ||

36. Bad
yat puruṣeṇa haviṣā | devā yajñam atanvata |
vasanto asyāsīd ājyam | grīṣma idhmaḥ śaraddhaviḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | snānaṃ snāpayāmi ||

37. Gewänder
saptāsyāsan paridhayaḥ | triḥ sapta samidhaḥ kṛtāḥ |
devā yad yajñaṃ tanvānāḥ | abadhnan puruṣaṃ paśum ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | vastrayugmaṃ samarpayāmi ||

38. Heiliger Faden
taṃ yajñaṃ barhiṣi praukṣan | puruṣaṃ jātam agrataḥ |
tena devā ayajanta | sādhyā ṛṣayaśca ye ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | upavītaṃ samarpayāmi ||

39. Sandelholz
tasmād yajñāt sarvahutaḥ | sambhṛtaṃ pṛṣadājyam |
paśūṃs tāṃś cakre vāyavyān | āraṇyān grāmyāśca ye ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | candanaṃ samarpayāmi ||

40. Akshata
tasmād yajñāt sarvahutaḥ | ṛcaḥ sāmāni jajñire |
chandāṃsi jajñire tasmāt | yajus tasmād ajāyata ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | akṣatān samarpayāmi ||

41. Blumen
mālyādīni sugandhīni mālatyādīni vai prabho |
mayā hṛtāni puṣpāṇi prītyarthaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | puṣpāṇi pūjayāmi ||

42. Räucherduft
tasmād aśvā ajāyanta | ye ke cobhayādataḥ |
gāvo ha jajñire tasmāt | tasmāj jātā ajāvayaḥ ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi ||

43. Licht
yat puruṣaṃ vyadadhuḥ | katidhā vyakalpayan |
mukhaṃ kim asya kau bāhū | kā ūrū pādāv ucyete ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | dīpaṃ darśayāmi ||

44. Speise vorbereiten
brāhmaṇo'sya mukham āsīt | bāhū rājanyaḥ kṛtaḥ |
ūrū tad asya yad vaiśyaḥ | padbhyāṃ śūdro ajāyata ||
madhu vātā ṛtāyate madhu kṣaranti sindhavaḥ | mādhvīr naḥ santv oṣadhīḥ ||
madhu naktam utoṣasi madhumat pārthivaṃ rajaḥ | madhu dyaur astu naḥ pitā ||
madhumān no vanaspatir madhumān astu sūryaḥ | mādhvīr gāvo bhavantu naḥ ||

45. Die Speise weihen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ |
tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | satyaṃ tvartena pariṣiñcāmi ||

46. Naivedya und die Lebenskräfte
amṛtopastaraṇam asi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā | oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā | oṃ samānāya svāhā | oṃ brahmaṇe svāhā |
madhye madhye pānīyaṃ samarpayāmi | oṃ amṛtāpidhānam asi |
hastaprakṣālanaṃ | pādaprakṣālanaṃ | punar ācamanīyam |
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi ||

47. Tambula
pūgīphalaṃ samāyuktaṃ nāgavallīdalair yutam |
elālavaṅgasaṃyuktaṃ tāmbūlaṃ pratigṛhyatām ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

48. Nirajana – das Schlusslicht
candramā manaso jātaḥ | cakṣoḥ sūryo ajāyata |
mukhād indraścāgniśca | prāṇād vāyur ajāyata ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | nīrājanaṃ sandarśayāmi ||

49. Verneigung vor dem Weltganzen
nābhyā āsīd antarikṣam | śīrṣṇo dyauḥ samavartata |
padbhyāṃ bhūmir diśaḥ śrotrāt | tathā lokāṃ akalpayan ||
vedāham etaṃ puruṣaṃ mahāntam | ādityavarṇaṃ tamasas tu pāre |
sarvāṇi rūpāṇi vicitya dhīraḥ | nāmāni kṛtvābhivadan yadāste ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | namaskārān samarpayāmi ||

50. Mantra Pushpam
oṃ tad brahma | oṃ tad vāyuḥ | oṃ tad ātmā | oṃ tat satyam | oṃ tat sarvam | oṃ tat puror namaḥ |
antaścarati bhūteṣu guhāyāṃ viśvamūrtiṣu |
tvaṃ yajñas tvaṃ vaṣaṭkāras tvam indras tvaṃ rudras tvaṃ viṣṇus tvaṃ brahma tvaṃ prajāpatiḥ |
tvaṃ tad āpa āpo jyotī raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||
rājādhirājāya prasahyasāhine | namo vayaṃ vaiśravaṇāya kurmahe |
sa me kāmān kāmakāmāya mahyam | kāmeśvaro vaiśravaṇo dadātu |
kuberāya vaiśravaṇāya | mahārājāya namaḥ ||

51. Umrundung und Niederwerfung
yāni kāni ca pāpāni janmāntarakṛtāni ca |
tāni tāni vinaśyanti pradakṣiṇapade pade ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa māṃ ramāpate ||
namaḥ sarvahitārthāya jagadādhārahetave |
sāṣṭāṅgo'yaṃ praṇāmaste prayatnena mayā kṛtaḥ ||

52. Königliche Dienste
gṛhāṇa parameśāna saratne chatracāmare |
darpaṇaṃ vyajanaṃ caiva rājabhogāya yatnataḥ ||
chatra cāmara vyajana darpaṇa nṛtya gīta vādyāndolikādi samasta rājopacārān bhaktyupacārān śaktyupacārāṃśca samarpayāmi ||

53. Vergebung und Vollendung
āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjāvidhiṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
yan mayā bhaktiyuktena patraṃ puṣpaṃ phalaṃ jalam |
niveditaṃ ca naivedyaṃ tad gṛhāṇānukampayā ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ janārdana |
yat pūjitaṃ mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapaḥpūjākriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||

54. Die besondere Einladung lösen
yāntu devagaṇāḥ sarve pūjām ādāya māmakīm |
iṣṭakāmyārthasiddhyarthaṃ punarāgamanāya ca ||
oṃ nārāyaṇāya namaḥ | yathāsthānaṃ pratiṣṭhāpayāmi | śobhanārthāya kṣemāya punarāgamanāya ca ||

Devanagari

1. Das Licht entzünden
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि देवाय परमात्मने ।
त्राहि मां तिमिरात् घोरात् दिव्य ज्योति नमोऽस्तु ते ॥
ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्मज्योतिर् नमोऽस्तु ते ॥

2. Achamana
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

3. Die Lehrer ehren
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

4. Frieden für alle Wesen erbitten
शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्न आसुव ॥

5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
ॐ श्रीमन् महागणाधिपतये नमः ।
ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः ।
ॐ उमामहेश्वराभ्यां नमः ।
ॐ वाणीहिरण्यगर्भाभ्यां नमः ।
ॐ शचीपुरन्दराभ्यां नमः ।
ॐ मातृपितृचरणकमलेभ्यो नमः ।
ॐ इष्टदेवताभ्यो नमः ।
ॐ कुलदेवताभ्यो नमः ।
ॐ ग्रामदेवताभ्यो नमः ।
ॐ स्थानदेवताभ्यो नमः ।
ॐ वास्तुदेवताभ्यो नमः ।
ॐ सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
ॐ सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ।

6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
सुमुखश्चैकदन्तश्च कपिलो गजकर्णकः ।
लम्बोदरश्च विकटो विघ्ननाशो विनायकः ॥
धूम्रकेतुर् गणाध्यक्षो भालचन्द्रो गजाननः ।
द्वादशैतानि नामानि यः पठेच्छृणुयाद् अपि ॥
विद्यारम्भे विवाहे च प्रवेशे निर्गमे तथा ।
सङ्ग्रामे सङ्कटे चैव विघ्नस् तस्य न जायते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
अविघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
सर्वदा सर्वकार्येषु नास्ति तेषाम् अमङ्गलम् ।
येषां हृदिस्थो भगवान् मङ्गलायतनं हरिः ॥
तद् एव लग्नं सुदिनं तद् एव ताराबलं चन्द्रबलं तद् एव ।
विद्याबलं दैवबलं तद् एव लक्ष्मीपते तेऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
लाभस् तेषां जयस् तेषां कुतस् तेषां पराजयः ।
येषाम् इन्दीवरश्यामो हृदयस्थो जनार्दनः ॥
यत्र योगेश्वरः कृष्णो यत्र पार्थो धनुर्धरः ।
तत्र श्रीर् विजयो भूतिर् ध्रुवा नीतिर् मतिर् मम ॥
अनन्याश् चिन्तयन्तो मां ये जनाः पर्युपासते ।
तेषां नित्याभियुक्तानां योगक्षेमं वहाम्यहम् ॥
स्मृते सकलकल्याणभाजनं यत्र जायते ।
पुरुषं तम् अजं नित्यं व्रजामि शरणं हरिम् ॥

7. Den Ritualplatz klären
अपसर्पन्तु ते भूता ये भूता भुवि संस्थिताः ।
ये भूता विघ्नकारास् ते गच्छन्त्व् आज्ञया हरेः ॥

8. Den Sitz ehren
पृथ्वि त्वया धृता लोका देवि त्वं विष्णुना धृता ।
त्वं च धारय मां देवि पवित्रं कुरु चासनम् ॥

9. Die Glocke ehren
आगमार्थं च देवानां गमनार्थं तु रक्षसाम् ।
सर्वभूतहितार्थाय घण्टानादं करोम्य् अहम् ॥

10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
ॐ आत्मने नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ।
देहो जीवालयः प्रोक्तो जीवो देवः सनातनः ।
त्यजेद् अज्ञाननिर्माल्यं सोऽहंभावेन पूजयेत् ॥
ॐ आत्मने नमः । ॐ अन्तरात्मने नमः । ॐ जीवात्मने नमः ।
ॐ योगात्मने नमः । ॐ परमात्मने नमः । ॐ ज्ञानात्मने नमः ।
समस्तोपचारान् समर्पयामि ॥

11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
शुक्लाम्बरधरं देवं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
ॐ भूः । ॐ भुवः । ॐ सुवः । ॐ महः । ॐ जनः । ॐ तपः । ॐ सत्यम् ।
ॐ तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि । धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
ॐ आपो ज्योतिर् रसोऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥

12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {Land} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये {Jahresname} नाम संवत्सरे {Ayana} अयने {Jahreszeit} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {Paksha} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {Nakshatra} नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विशिष्टायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
मम उपात्त समस्त दुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं वैदिकोपचारैः श्रीनारायणपूजां करिष्ये ॥
तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ गणेशपूजनं करिष्ये ॥

13. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि । आवाहयामि । स्थापयामि । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

14. Ganesha – Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

15. Ganesha – Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

16. Ganesha – Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

17. Ganesha – Wasser zum Trinken
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

18. Ganesha – Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

20. Ganesha – Duft und Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्राकुङ्कुमं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालिकां समर्पयामि । पुष्पैः पूजयामि ॥

21. Ganeshas achtzehn Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

23. Ganesha – Arati und Blumengabe
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ॥
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥

24. Ganeshas Segen erbitten
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागराः सर्वे सप्तद्वीपा वसुन्धरा ।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदः सामवेदो ह्य् अथर्वणः ।
अङ्गैश्च सहिताः सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥

26. Geräte und Körper besprengen
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

27. Die Muschel verehren
ॐ पाञ्चजन्याय नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ।
ॐ ब्रह्मणे नमः । ॐ जनार्दनाय नमः । ॐ चन्द्रशेखराय नमः ।
शङ्खं चन्द्रार्कदैवत्यं मध्ये वरुणसंयुतम् ।
पृष्ठे प्रजापतिश्चैव अग्रे गङ्गा सरस्वती ॥
त्रैलोक्ये यानि तीर्थानि वासुदेवस्य चाज्ञया ।
शङ्खे तिष्ठन्ति विप्रेन्द्रास् तस्माच् छङ्खं प्रपूजयेत् ॥
त्वं पुरा सागरोत्पन्नो विष्णुना विधृतः करे ।
पूजितः सर्वदेवैश्च पाञ्चजन्य नमोऽस्तु ते ॥
ॐ पाञ्चजन्याय विद्महे पावमानाय धीमहि तन्नः शङ्खः प्रचोदयात् ॥

28. Mit dem Muschelwasser segnen
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

29. Den Sockel der Gottheit verehren
ॐ सकल गुणात्मशक्तियुक्ताय योगपीठात्मने नमः ।
ॐ आधारशक्त्यै नमः ।
ॐ मूलप्रकृत्यै नमः ।
ॐ आदिकूर्माय नमः ।
ॐ आदिवराहाय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ पृथिव्यै नमः ।
ॐ रत्नमण्डपाय नमः ।
ॐ योगपीठासनाय नमः ।
ॐ नवग्रहदेवताभ्यो नमः ।
ॐ दशदिक्पालेभ्यो नमः ।

30. Narayana als alldurchdringenden Purusha betrachten
ऋतं सत्यं परं ब्रह्म पुरुषं कृष्णपिङ्गलम् ।
ऊर्ध्वरेतं विरूपाक्षं विश्वरूपाय वै नमो नमः ॥
श्रीनारायणाय नमः । साङ्गं सायुधं सशक्तिं सपरिवारं ध्यायामि ॥

31. Einladung
सहस्रशीर्षा पुरुषः । सहस्राक्षः सहस्रपात् ।
स भूमिं विश्वतो वृत्वा । अत्यतिष्ठद् दशाङ्गुलम् ॥
ॐ नारायणाय नमः । आवाहयामि ॥

32. Sitz
पुरुष एवेदं सर्वम् । यद् भूतं यच् च भव्यम् ।
उतामृतत्वस्येशानः । यद् अन्नेनातिरोहति ॥
ॐ नारायणाय नमः । आसनं समर्पयामि ॥

33. Fußwasser
एतावान् अस्य महिमा । अतो ज्यायांश्च पूरुषः ।
पादोऽस्य विश्वा भूतानि । त्रिपाद् अस्यामृतं दिवि ॥
ॐ नारायणाय नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

34. Ehrenwasser
त्रिपाद् ऊर्ध्व उदैत् पुरुषः । पादोऽस्येहाभवत् पुनः ।
ततो विश्वङ् व्यक्रामत् । साशनानशने अभि ॥
ॐ नारायणाय नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

35. Mundwasser
तस्माद् विराड् अजायत । विराजो अधि पूरुषः ।
स जातो अत्यरिच्यत । पश्चाद् भूमिम् अथो पुरः ॥
ॐ नारायणाय नमः । आचमनं समर्पयामि ॥

36. Bad
यत् पुरुषेण हविषा । देवा यज्ञम् अतन्वत ।
वसन्तो अस्यासीद् आज्यम् । ग्रीष्म इध्मः शरद्धविः ॥
ॐ नारायणाय नमः । स्नानं स्नापयामि ॥

37. Gewänder
सप्तास्यासन् परिधयः । त्रिः सप्त समिधः कृताः ।
देवा यद् यज्ञं तन्वानाः । अबध्नन् पुरुषं पशुम् ॥
ॐ नारायणाय नमः । वस्त्रयुग्मं समर्पयामि ॥

38. Heiliger Faden
तं यज्ञं बर्हिषि प्रौक्षन् । पुरुषं जातम् अग्रतः ।
तेन देवा अयजन्त । साध्या ऋषयश्च ये ॥
ॐ नारायणाय नमः । उपवीतं समर्पयामि ॥

39. Sandelholz
तस्माद् यज्ञात् सर्वहुतः । सम्भृतं पृषदाज्यम् ।
पशूंस् तांश् चक्रे वायव्यान् । आरण्यान् ग्राम्याश्च ये ॥
ॐ नारायणाय नमः । चन्दनं समर्पयामि ॥

40. Akshata
तस्माद् यज्ञात् सर्वहुतः । ऋचः सामानि जज्ञिरे ।
छन्दांसि जज्ञिरे तस्मात् । यजुस् तस्माद् अजायत ॥
ॐ नारायणाय नमः । अक्षतान् समर्पयामि ॥

41. Blumen
माल्यादीनि सुगन्धीनि मालत्यादीनि वै प्रभो ।
मया हृतानि पुष्पाणि प्रीत्यर्थं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ नारायणाय नमः । पुष्पाणि पूजयामि ॥

42. Räucherduft
तस्माद् अश्वा अजायन्त । ये के चोभयादतः ।
गावो ह जज्ञिरे तस्मात् । तस्माज् जाता अजावयः ॥
ॐ नारायणाय नमः । धूपम् आघ्रापयामि ॥

43. Licht
यत् पुरुषं व्यदधुः । कतिधा व्यकल्पयन् ।
मुखं किम् अस्य कौ बाहू । का ऊरू पादाव् उच्येते ॥
ॐ नारायणाय नमः । दीपं दर्शयामि ॥

44. Speise vorbereiten
ब्राह्मणोऽस्य मुखम् आसीत् । बाहू राजन्यः कृतः ।
ऊरू तद् अस्य यद् वैश्यः । पद्भ्यां शूद्रो अजायत ॥
मधु वाता ऋतायते मधु क्षरन्ति सिन्धवः । माध्वीर् नः सन्त्व् ओषधीः ॥
मधु नक्तम् उतोषसि मधुमत् पार्थिवं रजः । मधु द्यौर् अस्तु नः पिता ॥
मधुमान् नो वनस्पतिर् मधुमान् अस्तु सूर्यः । माध्वीर् गावो भवन्तु नः ॥

45. Die Speise weihen
ॐ भूर् भुवः सुवः ।
तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः । सत्यं त्वर्तेन परिषिञ्चामि ॥

46. Naivedya und die Lebenskräfte
अमृतोपस्तरणम् असि ।
ॐ प्राणाय स्वाहा । ॐ अपानाय स्वाहा । ॐ व्यानाय स्वाहा ।
ॐ उदानाय स्वाहा । ॐ समानाय स्वाहा । ॐ ब्रह्मणे स्वाहा ।
मध्ये मध्ये पानीयं समर्पयामि । ॐ अमृतापिधानम् असि ।
हस्तप्रक्षालनं । पादप्रक्षालनं । पुनर् आचमनीयम् ।
ॐ नारायणाय नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ॥

47. Tambula
पूगीफलं समायुक्तं नागवल्लीदलैर् युतम् ।
एलालवङ्गसंयुक्तं ताम्बूलं प्रतिगृह्यताम् ॥
ॐ नारायणाय नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

48. Nirajana – das Schlusslicht
चन्द्रमा मनसो जातः । चक्षोः सूर्यो अजायत ।
मुखाद् इन्द्रश्चाग्निश्च । प्राणाद् वायुर् अजायत ॥
ॐ नारायणाय नमः । नीराजनं सन्दर्शयामि ॥

49. Verneigung vor dem Weltganzen
नाभ्या आसीद् अन्तरिक्षम् । शीर्ष्णो द्यौः समवर्तत ।
पद्भ्यां भूमिर् दिशः श्रोत्रात् । तथा लोकां अकल्पयन् ॥
वेदाहम् एतं पुरुषं महान्तम् । आदित्यवर्णं तमसस् तु पारे ।
सर्वाणि रूपाणि विचित्य धीरः । नामानि कृत्वाभिवदन् यदास्ते ॥
ॐ नारायणाय नमः । नमस्कारान् समर्पयामि ॥

50. Mantra Pushpam
ॐ तद् ब्रह्म । ॐ तद् वायुः । ॐ तद् आत्मा । ॐ तत् सत्यम् । ॐ तत् सर्वम् । ॐ तत् पुरोर् नमः ।
अन्तश्चरति भूतेषु गुहायां विश्वमूर्तिषु ।
त्वं यज्ञस् त्वं वषट्कारस् त्वम् इन्द्रस् त्वं रुद्रस् त्वं विष्णुस् त्वं ब्रह्म त्वं प्रजापतिः ।
त्वं तद् आप आपो ज्योती रसोऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥
राजाधिराजाय प्रसह्यसाहिने । नमो वयं वैश्रवणाय कुर्महे ।
स मे कामान् कामकामाय मह्यम् । कामेश्वरो वैश्रवणो ददातु ।
कुबेराय वैश्रवणाय । महाराजाय नमः ॥

51. Umrundung und Niederwerfung
यानि कानि च पापानि जन्मान्तरकृतानि च ।
तानि तानि विनश्यन्ति प्रदक्षिणपदे पदे ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष मां रमापते ॥
नमः सर्वहितार्थाय जगदाधारहेतवे ।
साष्टाङ्गोऽयं प्रणामस्ते प्रयत्नेन मया कृतः ॥

52. Königliche Dienste
गृहाण परमेशान सरत्ने छत्रचामरे ।
दर्पणं व्यजनं चैव राजभोगाय यत्नतः ॥
छत्र चामर व्यजन दर्पण नृत्य गीत वाद्यान्दोलिकादि समस्त राजोपचारान् भक्त्युपचारान् शक्त्युपचारांश्च समर्पयामि ॥

53. Vergebung und Vollendung
आवाहनं न जानामि न जानामि विसर्जनम् ।
पूजाविधिं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
यन् मया भक्तियुक्तेन पत्रं पुष्पं फलं जलम् ।
निवेदितं च नैवेद्यं तद् गृहाणानुकम्पया ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं जनार्दन ।
यत् पूजितं मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपःपूजाक्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥

54. Die besondere Einladung lösen
यान्तु देवगणाः सर्वे पूजाम् आदाय मामकीम् ।
इष्टकाम्यार्थसिद्ध्यर्थं पुनरागमनाय च ॥
ॐ नारायणाय नमः । यथास्थानं प्रतिष्ठापयामि । शोभनार्थाय क्षेमाय पुनरागमनाय च ॥

Deutsche Bedeutung

1. Das Licht entzünden
Voller Hingabe bringe ich dem göttlichen höchsten Selbst das Licht dar. Schütze mich vor tiefem Dunkel; Verehrung dir, göttliches Licht. Die großen Weisen nennen dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht wohnt Gott: Verehrung dir, Licht Brahmans.

2. Achamana
Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

3. Die Lehrer ehren
Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der mein vom Dunkel des Nichtwissens verschlossenes Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

4. Frieden für alle Wesen erbitten
Mögen wir mit festen Gliedern Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra von hohem Ruhm, Tarkshya mit unversehrtem Rad, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen schenken. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns täglich behüten. Göttlicher Savitar, führe alles Belastende fort und schenke deinen in Hingabe verneigten Verehrern das Gute.

5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
Verehrung dem großen Herrn der Scharen; Lakshmi und Narayana; Uma und Maheshvara; Vani und Hiranyagarbha; Shachi und Purandara; den Lotusfüßen von Mutter und Vater; der erwählten Gottheit; den Gottheiten der Familie, des Dorfes, des Ortes und des Hauses; allen Gottheiten und allen Brahmanen.

6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
Der Schöngesichtige, Einzähnige, Gelbbraune, Elefantenohrige, Großbäuchige, Außergewöhnliche, Hindernisse Vernichtende, Führende, mit rauchfarbenem Banner, Herr der Scharen, Mondgekrönte und Elefantengesichtige: Wer diese zwölf Namen beim Beginn des Lernens, bei der Hochzeit, beim Eintreten und Fortgehen, im Kampf und in Bedrängnis spricht oder hört, begegnet keinen Hindernissen. Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, mache meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Für Menschen, in deren Herzen Hari als Ursprung alles Segens wohnt, gibt es in ihren Handlungen kein Unheil. Herr der Lakshmi, die Erinnerung an deine Füße ist der günstige Zeitpunkt, die Kraft der Sterne und des Mondes, des Wissens und des Göttlichen. Gewinn und Sieg gehören denen, in deren Herzen der dunkellotusfarbene Janardana wohnt; woher sollte ihre Niederlage kommen? Wo Krishna, der Herr des Yoga, und Arjuna, der Bogenträger, sind, dort sind Glück, Sieg, Gedeihen und beständige Gerechtigkeit. Den Menschen, die allein an mich denken und mich beständig verehren, trage ich Erwerb und Bewahrung des Nötigen. Zuflucht nehme ich zu Hari, dem ungeborenen ewigen Purusha, dessen Erinnerung alle guten Eigenschaften wachsen lässt.

7. Den Ritualplatz klären
Die Wesen, die hier im Raum verweilen und Hindernisse schaffen, mögen auf Haris Geheiß weichen.

8. Den Sitz ehren
Erde, Göttin, du trägst die Welten und wirst selbst von Vishnu getragen. Trage auch mich und heilige diesen Sitz.

9. Die Glocke ehren
Zum Kommen der Götter, zum Weichen der störenden Kräfte und zum Wohlergehen aller Wesen lasse ich die Glocke erklingen.

10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
Verehrung dem Selbst; ich trage göttlichen Duft auf. Der Körper wird Tempel des lebendigen Selbst genannt; das Selbst ist der ewige Gott. Wirf die verwelkten Blumen des Nichtwissens ab und verehre im Bewusstsein „Ich bin Er“. Verehrung dem Selbst, dem inneren, individuellen, yogischen, höchsten und erkenntnisvollen Selbst. Ich bringe alle Dienste dar.

11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
Man betrachte zur Besänftigung aller Hindernisse den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Gott mit heiterem Gesicht. Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, Weite, Schöpfungswelt, Welt des Tapas, Wahrheit. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz Savitars; er möge unsere Einsicht erhellen. Wasser, Licht, Lebensessenz, Unsterblichkeit: alles ist Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem glückverheißenden Augenblick unter Vishnus Führung, in Brahmas zweiter Lebenshälfte, im Kalpa des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn will ich Narayana mit vedischen Gastgaben verehren. Als vorbereitendes Glied verehre ich zuerst Ganesha, damit die Feier ungehindert vollendet werde.

13. Ganesha betrachten und einladen
Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Ich betrachte den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht, großem Bauch, Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte dich, lade dich ein, stelle dich hier auf und bringe Duft, Reis und Blüten dar.

14. Ganesha – Sitz
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar.

15. Ganesha – Fußwasser
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

16. Ganesha – Ehrenwasser
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Ehrenwasser dar.

17. Ganesha – Wasser zum Trinken
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

18. Ganesha – Bad
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe ein Bad und danach erneut Mundwasser dar.

19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Reis stellvertretend für Gewand, heiligen Faden und Schmuck dar.

20. Ganesha – Duft und Girlande
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar und darüber Kurkuma und Kumkum. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre mit Blumen.

21. Ganeshas achtzehn Namen
1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einzähnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich biete Räucherduft an, zeige das Licht und bringe danach Mundwasser. Ich bringe Speise und danach Mundwasser dar; ich bringe Tambula dar.

23. Ganesha – Arati und Blumengabe
Wir erkennen den Einzähnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Verehrung Ganapati; ich zeige das freudige Kampferlicht und bringe danach Mundwasser dar. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segenspendenden, Freund der Götter, Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; dem Elefantengesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen.

24. Ganeshas Segen erbitten
Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, halte alle meine Vorhaben frei von Hindernissen. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch dich, Vinayaka, vollkommen werden.

25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
Am Mund des Gefäßes wohnt Vishnu, am Hals Rudra, am Fuß Brahma; in der Mitte sind die Scharen der göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Inselkontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda samt ihren Gliedern ruhen in diesem Wasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Die heiligen Stätten und Ströme mögen kommen, um Frieden für die Welt zu schaffen und Bedrängendes zu läutern.

26. Geräte und Körper besprengen
Rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist äußerlich und innerlich rein.

27. Die Muschel verehren
Verehrung Panchajanya; ich trage göttlichen Duft auf. Verehrung Brahma, Janardana und Chandrashekhara. Mond und Sonne sind die Gottheiten der Muschel, Varuna ist in ihrer Mitte, Prajapati an ihrem Rücken, Ganga und Sarasvati an der Spitze. Alle heiligen Wasser der drei Welten wohnen auf Vasudevas Geheiß in der Muschel; darum soll man sie verehren. Einst dem Meer entsprungen, von Vishnu in der Hand gehalten, von allen Göttern verehrt: Panchajanya, dir sei Verehrung. Wir erkennen Panchajanya und meditieren über den Läuternden; die Muschel möge uns erleuchten.

28. Mit dem Muschelwasser segnen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel; Om, Erde, Zwischenraum und Himmel.

29. Den Sockel der Gottheit verehren
Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz. Verehrung der tragenden Kraft. Verehrung der ursprünglichen Natur. Verehrung der kosmischen Schildkröte. Verehrung dem ursprünglichen Eber. Verehrung Ananta. Verehrung der Erde. Verehrung dem Edelsteinpavillon. Verehrung dem Sitz der göttlichen Gegenwart. Verehrung den neun Planetengottheiten. Verehrung den zehn Hütern der Richtungen.

30. Narayana als alldurchdringenden Purusha betrachten
Die kosmische Ordnung, die Wahrheit, das höchste Brahman, den dunkelgoldenen Purusha mit aufwärts gerichteter Lebenskraft und besonderen Augen verehre ich: Wiederholt Verehrung dem Allgestaltigen. Verehrung Narayana; ich betrachte ihn mit seinen Gliedern, Waffen, Kräften und Begleitern.

31. Einladung
Tausend Häupter, tausend Augen, tausend Füße hat der Purusha. Er umfasst die Erde von allen Seiten und reicht noch zehn Fingerbreiten darüber hinaus. Verehrung Narayana. Ich lade dich ein.

32. Sitz
Der Purusha ist dieses All: was geworden ist und was werden wird. Er ist Herr der Unsterblichkeit und dessen, was durch Nahrung heranwächst. Verehrung Narayana. Ich bringe einen Sitz dar.

33. Fußwasser
So groß ist seine Herrlichkeit, doch größer noch ist der Purusha. Ein Viertel von ihm sind alle Wesen; drei Viertel sind das Unsterbliche im Himmel. Verehrung Narayana. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

34. Ehrenwasser
Mit drei Vierteln erhob sich der Purusha über die Welt; ein Viertel wurde wiederum hier. Von dort durchdrang er alles, was Nahrung aufnimmt und was keine Nahrung aufnimmt. Verehrung Narayana. Ich bringe Ehrenwasser dar.

35. Mundwasser
Aus ihm wurde Viraj geboren, aus Viraj wiederum der Purusha. Geboren überragte er die Erde nach hinten und nach vorn. Verehrung Narayana. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

36. Bad
Als die Götter mit dem Purusha als Opfergabe das Opfer entfalteten, war der Frühling seine Opferbutter, der Sommer das Brennholz, der Herbst die Opfergabe. Verehrung Narayana. Ich bade dich mit diesem Bad.

37. Gewänder
Sieben waren seine Umfriedungen, dreimal sieben die bereiteten Holzscheite. Als die Götter das Opfer entfalteten, banden sie den Purusha als Opferwesen. Verehrung Narayana. Ich bringe ein Gewänderpaar dar.

38. Heiliger Faden
Dieses Opfer, den zuerst geborenen Purusha, besprengten sie auf dem Opfergras. Mit ihm opferten die Götter, die Sadhyas und die Rishis. Verehrung Narayana. Ich bringe den heiligen Faden dar.

39. Sandelholz
Aus jenem allumfassenden Opfer wurde die Mischung von Dickmilch und Opferbutter gewonnen. Es brachte Tiere der Luft, der Wildnis und des Dorfes hervor. Verehrung Narayana. Ich bringe Sandelholz dar.

40. Akshata
Aus jenem allumfassenden Opfer wurden die Verse und Gesänge geboren, aus ihm die Versmaße und die Opferformeln. Verehrung Narayana. Ich bringe ungebrochenen Reis dar.

41. Blumen
Herr, nimm die duftenden Girlanden und Jasminblüten an, die ich zu deiner Freude herbeigebracht habe. Verehrung Narayana; ich verehre mit Blumen.

42. Räucherduft
Aus ihm wurden die Pferde geboren und alle Tiere mit Zähnen in beiden Kiefern. Aus ihm entstanden die Rinder, aus ihm die Ziegen und Schafe. Verehrung Narayana; ich biete Räucherduft an.

43. Licht
Als sie den Purusha aufteilten: In wie viele Teile gliederten sie ihn? Was war sein Mund, was seine Arme, was nannte man seine Schenkel und Füße? Verehrung Narayana; ich zeige das Licht.

44. Speise vorbereiten
Der Brahmane war sein Mund; zum Krieger wurden seine Arme. Der Vaishya war seine Schenkel; aus seinen Füßen ging der Shudra hervor. Süß wehen die Winde für den, der der kosmischen Ordnung folgt; süß strömen die Flüsse; heilsam seien uns die Pflanzen. Süß seien Nacht und Morgen, süß der irdische Raum; süß sei uns der Himmel als Vater. Süß seien die Bäume und die Sonne; süß seien uns die Kühe.

45. Die Speise weihen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz des göttlichen Savitar; er möge unsere Einsicht anregen. Mit der kosmischen Ordnung umgieße ich dich, die Wahrheit.

46. Naivedya und die Lebenskräfte
Du bist die unsterbliche Unterlage. Svaha dem Prana, Apana, Vyana, Udana, Samana und Brahman. Ich reiche zwischendurch Trinkwasser. Du bist die unsterbliche Bedeckung. Wasser für Hände, Füße und erneut für den Mund. Verehrung Narayana; ich bringe die Speise dar.

47. Tambula
Nimm dieses Tambula mit Arekanuss und Betelblättern, Kardamom und Nelke an. Verehrung Narayana; ich bringe Tambula dar.

48. Nirajana – das Schlusslicht
Aus seinem Geist wurde der Mond geboren, aus seinem Auge entstand die Sonne. Aus seinem Mund gingen Indra und Agni hervor, aus seinem Atem Vayu. Verehrung Narayana; ich zeige dir das kreisende Licht.

49. Verneigung vor dem Weltganzen
Aus seinem Nabel entstand der Zwischenraum, aus seinem Haupt der Himmel. Aus seinen Füßen wurde die Erde, aus seinem Gehör die Richtungen: So gestalteten sie die Welten. Ich kenne diesen großen Purusha, sonnenfarben jenseits der Dunkelheit. Der Weise gestaltet alle Formen, gibt ihnen Namen und ist gegenwärtig, indem er sie ausspricht. Verehrung Narayana; ich bringe Verneigungen dar.

50. Mantra Pushpam
Om, das ist Brahman, der Wind, das Selbst, die Wahrheit, das All; Verehrung dem, der die Lebensstätten erfüllt. Du wandelst im Inneren der Wesen, in der Herzenshöhle aller Gestalten. Du bist das Opfer und sein Ruf, Indra, Rudra, Vishnu, Brahma und Prajapati. Du bist die Wasser, Licht, Essenz, Unsterblichkeit und Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om. Wir verneigen uns vor Vaishravana, dem siegreichen König der Könige. Er, der Herr der Wünsche, möge mir, der ich wünsche, die ersehnten Gaben schenken. Verehrung Kubera Vaishravana, dem großen König.

51. Umrundung und Niederwerfung
Mit jedem Schritt der Umrundung mögen die Verfehlungen dieses und früherer Leben schwinden. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Gemahl der Rama. Verehrung dem, der dem Wohl aller dient und die Welt trägt. Dir bringe ich diese aufrichtige vollständige Verneigung dar.

52. Königliche Dienste
Nimm, höchster Herr, Schirm und Wedel, Spiegel und Fächer als königliche Ehren an. Schirm, Wedel, Fächer, Spiegel, Tanz, Gesang, Instrumente, Schaukel und alle königlichen Dienste, alle Gaben der Hingabe und meiner Kräfte bringe ich dar.

53. Vergebung und Vollendung
Einladung, Verabschiedung und die rechte Verehrung verstehe ich nicht vollkommen; vergib mir, höchster Purusha. Was ich dir an Blatt, Blume, Frucht, Wasser und Speise voller Hingabe brachte, nimm aus Mitgefühl an. Was an Mantra, Handlung oder Hingabe fehlte, lass, Janardana, vollkommen sein. Ich verneige mich vor Achyuta: Durch seine Erinnerung und seinen Namen wird das Unvollständige in Tapas, Puja und heiligen Handlungen vollkommen.

54. Die besondere Einladung lösen
Alle göttlichen Scharen mögen, nachdem sie meine Verehrung angenommen haben, an ihren Ort gehen, zur Erfüllung des guten Anliegens und zur Wiederkehr. Verehrung Narayana; ich geleite dich an deinen eigenen Ort, zu Segen, Wohlergehen und Wiederkehr.

Quellen und weiterführende Praxis

  • Pandit Sri Ram Sivan: Puja Sangraha, 18. Januar 2025, SriMatham; allgemeine Vorhandlungen S. 4–14, allgemeine Gabengebete und Verabschiedung S. 14–17.
  • Tariniparijata, Anhang Atha mudrah, und Puja-Mudras, Sanskrit Documents: ergänzende Fingerstellungen der im Ablauf genannten Wassergesten. Für die Naraca-Blütengeste: Simple Worship of Sri Ramakrishna, Vedanta Society of Southern California, S. 8. Diese Angaben erläutern Gesten; die Ritualfolge bleibt die des Puja Sangraha.
  • Puja Sangraha, Kapitel „Vaidika Upacara“, S. 19–25: vollständige männliche Hauptfassung; Purusha-Sukta-Folge der Taittiriya-Tradition, hier ohne Tonzeichen. Für die Blumenstrophe wird die vollständig ausgeschriebene Parallelform desselben Handbuchs, S. 15, verwendet.
  • Purusha Sukta, Taittiriya-Aranyaka 3.12–13, als Textvergleich für eindeutige Druck- und Trennfehler der vedischen Verse.
  • Übersicht der ausführlichen Ritualanleitungen

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