Nilakantha Puja mit der dreisilbigen Vidya nach dem Brihat Tantrasara
Nilakantha Puja mit der dreisilbigen Vidya nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Nilakantha in seiner dreisilbigen Mantraform zu verehren.
Voraussetzungen
Die Handlungsfolge ist dokumentiert; die im Text verschlüsselte oder beschädigte Grundvidya muss vor einer wortgetreuen Durchführung geklärt sein. Die hier ausgeschriebenen Teilformeln ersetzen diesen fehlenden Nachweis nicht.
Vorbereitung und Ritualmittel
Shaivischer Kultsitz, Wasser und Arghya-Gefäß, Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Lampe und Speise.
Umfang und Überlieferung
Rishi Aruna, Metrum Anushtubh. Die spezielle Handfolge beginnt mit hara hara svaha; sie wird nicht durch eine beliebige Shiva-Bijareihe ersetzt. Die Grundvidya ist widersprüchlich überliefert: Die Nyasa-Liste nennt proṃ nrīṃ ṭhaṃ, die Verschlüsselung fordert am Schluss jedoch Visarga. Die ausgeschriebene Handfolge behebt diesen Widerspruch des Grundmantras nicht.
Durchführung
- Vollziehe die vorausgesetzten Morgenhandlungen bis zur Atemregelung. Setze die neun shaivischen Sitzkräfte nach P2-0586 ein und verehre den Sitz mit der dort ausgeschriebenen Formel.
- Berühre für den Rishi Nyasa Kopf, Mund und Herz: Ordne der Reihe nach Aruna, Anushtubh und Nilakantha zu (P2-0619). Sprich die jeweiligen Verehrungsformeln des Belegs.
- Vollziehe den Hand- und Gliedernyasa mit den unten ausgeschriebenen Formeln (P2-0620).
- Vergegenwärtige Nilakantha mit fünf Gesichtern, drei Augen, Tigerfell, Gebetskette, Dreizack, Schädelschale und Khatvanga auf einem Lotus (P2-0621). Bringe Duft, Blumen, Räucherwerk, Licht und Speise zunächst geistig dar.
- Richte das Arghya in einem geeigneten Gefäß ein und verehre den äußeren Sitz. Meditiere erneut, rufe die Gottheit an und bringe die Gaben bis zu fünf Blumenhandvoll dar.
- Verehre die Glieder und Umkreise in der Reihenfolge von P2-0621. Die besonderen Namen und Positionen sind unmittelbar unter „Umkreis und Abschluss“ aufgelöst. Schließe mit Räucherwerk, Licht, Speise und der vorgeschriebenen Entlassung.
- Die gesonderte Purascharana nennt 300.000 Japa und 30.000 Homa-Gaben mit Butter (P2-0622). Sie ist erst mit geklärter Grundvidya vollständig bestimmbar.
Formeln und Zuordnungen
Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa
Die folgende Auflösung folgt P2-0620. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Anrufungen bedeuten der Reihe nach: nimm hinweg, nimm hinweg; dem mit geflochtenem Haar; dem Blauhalsigen; dem Verzehrer des Kalakuta-Giftes; dem Blauhalsigen.
Handnyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| beide Daumen | hara hara svāhā aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
| beide Zeigefinger | kapardine svāhā tarjanībhyāṃ svāhā |
| beide Mittelfinger | nīlakaṇṭhāya svāhā madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
| beide Ringfinger | kālakūṭaviṣabhakṣaṇāya huṃ phaṭ anāmikābhyāṃ huṃ |
| beide kleinen Finger | nīlakaṇṭhine svāhā kaniṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Gliedernyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| Herz | hara hara svāhā hṛdayāya namaḥ |
| Kopf | kapardine svāhā śirase svāhā |
| Haarlocke / Scheitel | nīlakaṇṭhāya svāhā śikhāyai vaṣaṭ |
| Schutzpanzer | kālakūṭaviṣabhakṣaṇāya huṃ phaṭ kavacāya huṃ |
| Waffe / Schutzkreis | nīlakaṇṭhine svāhā astrāya phaṭ |
Umkreis und Abschluss
Bei der Umkreisverehrung auf den Staubfäden in den Ecken, beginnend im Südosten, in der Mitte und in den Richtungen verwendet man „hara hara svāhā hṛdayāya namaḥ“ und die weiteren Formeln. Danach verehrt man Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen und vollendet die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. (P2-0621; deutsche Auflösung der Vorschrift.)
Arghya-Gefäß
Für Shiva und Surya schließt P2-0590 die Muschel als Arghya-Gefäß ausdrücklich aus. Verwende hier ein anderes geeignetes Arghya-Gefäß. Der Nachweis steht im Abschnitt P2-0590 der Gesamtausgabe; dies ist eine Gefäßregel, kein zusätzlicher Ritus.
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P2-0618 · 37
mantrāntaram
pārśvo vahnisamārūḍhastāravānādyabījakam |
dhānto vahnisamārūḍhastūryasvarasamanvitaḥ |
vindumāṃstu dvitīyaḥ syāt ṭāntaḥ sargī tṛtīyakaḥ |
śāradāyām:
lohito'gnyāsanaḥ satyāmindumān prathamaṃ punaḥ |
dvitīyā vahnibījasthā dīrghā śāntīndubhūṣitā |
tṛtīyo lāṅgalī sargī mantro bījatrayānvitaḥ |
nīlakaṇṭhātmako mantro viṣadvayaharaḥ paraḥ
|| 37 ||
Ein anderes Mantra: Pārśva auf dem Feuer mit Tārā ist das erste Bīja; der Endlaut der dha-Reihe auf dem Feuer mit dem vierten Vokal und Bindu das zweite; der Endlaut der ṭa-Reihe mit Ausstoß das dritte. In der Śāradā heißt es: Lohita auf dem Feuersitz mit Satya und Bindu ist das erste; die zweite Verbindung auf dem Feuerbīja trägt die lange Śānti und Bindu; das dritte ist Lāṅgalin mit Ausstoß. Dieses aus drei Bījas bestehende höchste Nīlakaṇṭhamantra beseitigt beide Arten von Gift. [Die folgende Lautliste gibt proṃ nrīṃ ṭhaṃ, während die Verschlüsselung beim letzten Bīja Visarga verlangt; die Überlieferung ist an mehreren Stellen widersprüchlich.]
P2-0619 · 38
asya pūjā:
prātaḥkṛtyādiśaivoktapīṭhanyāsāntaṃ vidhāya ṛṣyādinyāsaṃ
kuryāt |
śirasi aruṇa-ṛṣaye namaḥ |
mukhe anuṣṭupchandase namaḥ |
hṛdi nīlakaṇṭhāya devatāyai namaḥ
|| 38 ||
Seine Verehrung: Nach den morgendlichen Handlungen bis zum śaivischen Sitznyāsa folgt der Sehernyāsa: Aruṇa auf dem Kopf, Anuṣṭubh am Mund und Nīlakaṇṭha am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel.
P2-0620 · 39
tataḥ karāṅganyāsau:
yathā:
hara hara svāhā aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
kaparddine svāhā tarjanībhyāṃ svāhā |
nīlakaṇṭhāya svāhā madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
kālakūṭaviṣabhakṣaṇāya huṃ phaṭ anāmikābhyāṃ huṃ |
nīlakaṇṭhine svāhā kaniṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdādiṣu |
tathā ca nibandhe:
haradvayaṃ vahnijāyā hṛdayaṃ parikīrtitam |
kaparddine ṭhadvayañca śiromantraḥ udāhṛtaḥ |
nīlakaṇṭhāya ṭhadvandvaṃ śikhāmantraḥ samīritaḥ |
kālakūṭapadasyānte ṅeyutaṃ viṣabhakṣaṇam |
huṃ phaṭ kavacamākhyātaṃ vidvadbhirnīlakaṇṭhine |
svāhāntamantrametāni pañcāṅgāni manorviduḥ ||
tato mantranyāsaḥ:
mastake proṃ namaḥ, kaṇṭhe nrīṃ namaḥ, hṛdi ṭhaṃ namaḥ |
tathā ca:
mūrdhni kaṇṭhe hṛdambhoje kramādbījatrayaṃ nyaset |
tataḥ samāhito bhūtvā nīlakaṇṭhaṃ vicintayediti
|| 39 ||
Der Handnyāsa: „hara hara svāhā – nimm hinweg, nimm hinweg“ an den Daumen mit namaḥ; „kapardine svāhā – dem mit geflochtenem Haar“ an den Zeigefingern mit svāhā; „nīlakaṇṭhāya svāhā – dem Blauhalsigen“ an den Mittelfingern mit vaṣaṭ; „kālakūṭaviṣabhakṣaṇāya huṃ phaṭ – dem Verzehrer des Kālakūṭagifts“ an den Ringfingern mit huṃ; „nīlakaṇṭhine svāhā“ an den kleinen Fingern mit phaṭ. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern. Der Nibandha bestätigt die Wortbildung und die Zuordnung von hara hara svāhā zum Herzen, kapardine svāhā zum Kopf, nīlakaṇṭhāya svāhā zur Haarlocke, kālakūṭaviṣabhakṣaṇāya huṃ phaṭ zum Schutzpanzer und nīlakaṇṭhine svāhā zur Waffe. Dann der Mantranyāsa mit namaḥ: proṃ auf dem Kopf, nrīṃ am Hals, ṭhaṃ am Herzen. Das Zitat bestätigt die drei Bījas an Scheitel, Hals und Herzlotus; danach meditiert man gesammelt über Nīlakaṇṭha.
P2-0621 · 40
tato dhyānam:
bālārkāyutatejasaṃ dhṛtajaṭājūṭendukhaṃḍojjvalaṃ, nāgendraiḥ
kṛtaśekharaṃ japavaṭī śūlaṃ kapālaṃ karaiḥ |
khaṭvāṅgaṃ dadhataṃ trinetravilasatpañcānanaṃ sundaraṃ,
vyāghratvakparidhānamabjanilayaṃ śrīnīlakaṇṭhaṃ bhaje ||
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ sampūjya, arghyasthāpanaṃ kṛtvā,
śaivoktapīṭhapūjāṃ vidyāya, punardhyātvā, āvāhanādi -
pañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ vidhāya, āvaraṇapūjāmārabheta |
keśareṣvagnyādikoṇe madhye dikṣu ca hara hara svāhā hṛdayāya
namaḥ ityādinā pūjayet |
tataḥ indrādīn vajrādīṃśca pūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet
|| 40 ||
Die Meditation: Ich verehre Śrīnīlakaṇṭha, dessen Glanz zehntausend jungen Sonnen gleicht. Der Knoten seiner verfilzten Haare strahlt mit der Mondsichel; Schlangenkönige bilden seine Krone. Seine Hände tragen Gebetskette, Dreizack, Schädelschale und Khaṭvāṅga. Er hat fünf schöne Gesichter, die mit drei Augen leuchten, trägt ein Tigerfell und sitzt auf einem Lotus. Nach dieser Meditation verehrt man mit geistigen Gaben, richtet das Arghya ein, vollzieht die śaivische Sitzverehrung, meditiert erneut und führt Anrufung und die weiteren Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen aus. Bei der Umkreisverehrung auf den Staubfäden in den Ecken, beginnend im Südosten, in der Mitte und in den Richtungen verwendet man „hara hara svāhā hṛdayāya namaḥ“ und die weiteren Formeln. Danach verehrt man Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen und vollendet die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung.
P2-0622 · 41
asya puraścaraṇaṃ trilakṣajapaḥ |
tathā ca:
lakṣatrayaṃ japenmantraṃ daddaśāṃśaṃ sasarpiṣā |
haviṣā juhuyātsamyaksaṃskṛte havyavāhane
|| 41 ||
Das Puraścaraṇa beträgt drei Lakh, also 300.000 Wiederholungen. Dazu heißt es: Man wiederholt das Mantra 300.000-mal und opfert ein Zehntel vorschriftsmäßig mit einer Butter enthaltenden Opfergabe im rituell bereiteten Feuer.
Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen
Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.
P2-0586 · 6
tataḥ sāmānyapūjāpaddhatyuktapīṭhanyāsaṃ kṛtvā
pīṭhaśaktirnyaset |
yathā:
oṃ vāmāyai namaḥ evaṃ jyeṣṭhāyai raudryaṃ kālyai kalavikariṇyai
valavikariṇyai balaprathamanyai sarvabhūtadamanyai |
etā hṛtpadmasya pūrvādikeśareṣu vinyasya madhye oṃ manonmanyai
namaḥ, tadupari oṃ namo bhagavate sakalaguṇātma
śaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ |
tathā ca śāradāyām:
vāmā jyeṣṭhā tathā raudrī kālī kalapadādikā vikariṇyāhvayā
proktā balādivikariṇyatha |
balapramathanī paścāt sarvabhūtadamanyapi |
manonmanīti saṃproktā śivasya pīṭhaśaktayaḥ |
namo bhagavate paścātsakalādi vadettataḥ |
guṇādiśaktiyuktāya tato'nantāya tatparam |
yogapīṭhātmane bhūyo namontarādiko manuḥ |
amunā manunā paścādāsanaṃ girijāpateḥ |
mūrtiṃ mūlena saṅkalpya tatrāvāhya yajecchivam |
tata ṛṣyādinyāsaḥ:
śirasi vāmadevāya ṛṣaye namaḥ, mukhe paṃkticchandase namaḥ, hṛdi
sadāśivāya devatāyai namaḥ |
śāradāyām:
vāmadevo muniśchandaḥ paṃktirdevaḥ sadāśivaḥ
|| 6 ||
Dann vollzieht man den im allgemeinen Pūjāverfahren beschriebenen Sitznyāsa und setzt die Sitzkräfte ein. Mit oṃ und namaḥ setzt man auf die im Osten beginnenden Staubfäden des Herzlotus Vāmā, Jyeṣṭhā, Raudrī, Kālī, Kalavikariṇī, Balavikariṇī, Balaprathamanī und Sarvabhūtadamanī. In die Mitte setzt man Manonmanī. Darüber: „oṃ namo bhagavate sakalaguṇātmaśaktiyuktāyānantāya yogapīṭhātmane namaḥ – Verehrung dem Erhabenen, dem Unendlichen, verbunden mit der Kraft, deren Wesen alle Eigenschaften sind, dessen Wesen der Yogasitz ist“. Die Śāradā nennt dieselben Sitzkräfte, jedoch Balapramathanī statt Balaprathamanī, und erklärt die Wortfolge des Sitzmantras mit oṃ am Anfang und namaḥ am Schluss. Mit ihm reicht man Girijāpati den Sitz, bildet mit dem Grundmantra die Gestalt, ruft Śiva darin an und verehrt ihn. Dann der Sehernyāsa: Vāmadeva auf dem Kopf, Paṅkti am Mund, Sadāśiva am Herzen, jeweils mit der Verehrungsformel; die Śāradā bestätigt diese Zuordnungen. [Die abweichenden Namensformen der Prosa bleiben verzeichnet.]
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P2-0618 · 37
मन्त्रान्तरम्
पार्श्वो वह्निसमारूढस्तारवानाद्यबीजकम् ।
धान्तो वह्निसमारूढस्तूर्यस्वरसमन्वितः ।
विन्दुमांस्तु द्वितीयः स्यात् टान्तः सर्गी तृतीयकः ।
शारदायाम्:
लोहितोऽग्न्यासनः सत्यामिन्दुमान् प्रथमं पुनः ।
द्वितीया वह्निबीजस्था दीर्घा शान्तीन्दुभूषिता ।
तृतीयो लाङ्गली सर्गी मन्त्रो बीजत्रयान्वितः ।
नीलकण्ठात्मको मन्त्रो विषद्वयहरः परः
॥ ३७ ॥
P2-0619 · 38
अस्य पूजा:
प्रातःकृत्यादिशैवोक्तपीठन्यासान्तं विधाय ऋष्यादिन्यासं
कुर्यात् ।
शिरसि अरुण-ऋषये नमः ।
मुखे अनुष्टुप्छन्दसे नमः ।
हृदि नीलकण्ठाय देवतायै नमः
॥ ३८ ॥
P2-0620 · 39
ततः कराङ्गन्यासौ:
यथा:
हर हर स्वाहा अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
कपर्द्दिने स्वाहा तर्जनीभ्यां स्वाहा ।
नीलकण्ठाय स्वाहा मध्यमाभ्यां वषट् ।
कालकूटविषभक्षणाय हुं फट् अनामिकाभ्यां हुं ।
नीलकण्ठिने स्वाहा कनिष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदादिषु ।
तथा च निबन्धे:
हरद्वयं वह्निजाया हृदयं परिकीर्तितम् ।
कपर्द्दिने ठद्वयञ्च शिरोमन्त्रः उदाहृतः ।
नीलकण्ठाय ठद्वन्द्वं शिखामन्त्रः समीरितः ।
कालकूटपदस्यान्ते ङेयुतं विषभक्षणम् ।
हुं फट् कवचमाख्यातं विद्वद्भिर्नीलकण्ठिने ।
स्वाहान्तमन्त्रमेतानि पञ्चाङ्गानि मनोर्विदुः ॥
ततो मन्त्रन्यासः:
मस्तके प्रों नमः, कण्ठे न्रीं नमः, हृदि ठं नमः ।
तथा च:
मूर्ध्नि कण्ठे हृदम्भोजे क्रमाद्बीजत्रयं न्यसेत् ।
ततः समाहितो भूत्वा नीलकण्ठं विचिन्तयेदिति
॥ ३९ ॥
P2-0621 · 40
ततो ध्यानम्:
बालार्कायुततेजसं धृतजटाजूटेन्दुखंडोज्ज्वलं, नागेन्द्रैः
कृतशेखरं जपवटी शूलं कपालं करैः ।
खट्वाङ्गं दधतं त्रिनेत्रविलसत्पञ्चाननं सुन्दरं,
व्याघ्रत्वक्परिधानमब्जनिलयं श्रीनीलकण्ठं भजे ॥
एवं ध्यात्वा मानसैः सम्पूज्य, अर्घ्यस्थापनं कृत्वा,
शैवोक्तपीठपूजां विद्याय, पुनर्ध्यात्वा, आवाहनादि -
पञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं विधाय, आवरणपूजामारभेत ।
केशरेष्वग्न्यादिकोणे मध्ये दिक्षु च हर हर स्वाहा हृदयाय
नमः इत्यादिना पूजयेत् ।
ततः इन्द्रादीन् वज्रादींश्च पूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत्
॥ ४० ॥
P2-0622 · 41
अस्य पुरश्चरणं त्रिलक्षजपः ।
तथा च:
लक्षत्रयं जपेन्मन्त्रं दद्दशांशं ससर्पिषा ।
हविषा जुहुयात्सम्यक्संस्कृते हव्यवाहने
॥ ४१ ॥
P2-0586 · 6
ततः सामान्यपूजापद्धत्युक्तपीठन्यासं कृत्वा
पीठशक्तिर्न्यसेत् ।
यथा:
ॐ वामायै नमः एवं ज्येष्ठायै रौद्र्यं काल्यै कलविकरिण्यै
वलविकरिण्यै बलप्रथमन्यै सर्वभूतदमन्यै ।
एता हृत्पद्मस्य पूर्वादिकेशरेषु विन्यस्य मध्ये ॐ मनोन्मन्यै
नमः, तदुपरि ॐ नमो भगवते सकलगुणात्म
शक्तियुक्तायानन्ताय योगपीठात्मने नमः ।
तथा च शारदायाम्:
वामा ज्येष्ठा तथा रौद्री काली कलपदादिका विकरिण्याह्वया
प्रोक्ता बलादिविकरिण्यथ ।
बलप्रमथनी पश्चात् सर्वभूतदमन्यपि ।
मनोन्मनीति संप्रोक्ता शिवस्य पीठशक्तयः ।
नमो भगवते पश्चात्सकलादि वदेत्ततः ।
गुणादिशक्तियुक्ताय ततोऽनन्ताय तत्परम् ।
योगपीठात्मने भूयो नमोन्तरादिको मनुः ।
अमुना मनुना पश्चादासनं गिरिजापतेः ।
मूर्तिं मूलेन सङ्कल्प्य तत्रावाह्य यजेच्छिवम् ।
तत ऋष्यादिन्यासः:
शिरसि वामदेवाय ऋषये नमः, मुखे पंक्तिच्छन्दसे नमः, हृदि
सदाशिवाय देवतायै नमः ।
शारदायाम्:
वामदेवो मुनिश्छन्दः पंक्तिर्देवः सदाशिवः
॥ ६ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0618–P2-0622; ergänzend P2-0586
Ergänzendes Praxisvideo
Shiva Puja Mantras von Yoga Vidya. Das Video dient der allgemeinen Einführung beziehungsweise Rezitationspraxis. Es zeigt eine andere oder vereinfachte Fassung; für diesen Artikel gelten die oben belegten Mantras und die jeweilige Ritualordnung.
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Nilakantha Puja mit Om Namo Nilakanthaya nach dem Brihat Tantrasara
- Mrityunjaya Puja mit Om Jum Sah nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Puja mit Om Hrim Haum Namah Shivaya nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Puja mit Hrim Om Namah Shivaya Hrim nach dem Brihat Tantrasara
- Shiva Puja mit dem Prasada-Bija nach dem Brihat Tantrasara
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