Manjughosha Puja nach dem Brihat Tantrasara
Manjughosha Puja nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Manjughosha als lichte Kraft von Einsicht und Sprache zu verehren.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.
Vorbereitung und Ritualmittel
Kultsitz und Yantra der Mantraüberlieferung, Kunda-Blüten, Wasser, Duftstoff, Räucherwerk und die genannten Gaben.
Umfang und Überlieferung
Die verschlüsselte Grundformel ist nicht sicher ausgeschrieben. Die besonderen historischen Reinheits- und Stoffregeln P3-0016–0019 sind als Quellenbefund beigegeben, nicht als allgemeine Hygieneempfehlung.
Durchführung
- Bestimme die sechssilbige Mantraform aus der Lauterklärung P3-0012. Die übrigen dort aufgeführten kurzen Vidyas werden nicht zusätzlich rezitiert.
- Führe Hand- und Gliedernyasa mit den beiden angegebenen Lauten Ksha und Sha und den sechs langen Vokalen aus (P3-0021).
- Meditiere den mondweißen Jüngling mit Schwert und Buch, fünf Haarbüscheln und friedvollem Gesicht (P3-0022).
- Verehre den Sitz und reiche Fußwasser, Duft, Arghya und Blumen mit den funktionsbezogenen Anrufungen. Eine Gabenbezeichnung fehlt im Text und bleibt offen (P3-0023).
- Verehre die acht Bhairavas mit Kunda-Blüten. Nach Räucherwerk und den weiteren Gaben werden die abgenommenen Blumen den acht Yakshinis dargebracht (P3-0024–0025).
- Die besondere Purascharana umfasst 600.000 Wiederholungen und ausdrücklich 1.100 Feueropfergaben. Die Zahl wird nicht auf ein Zehntel geändert.
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P3-0011 · 11
atha mañjughoṣamantrāḥ :
jāḍyaughatimiradhvaṃsī saṃsārārṇavatārakaḥ |
śrīmañjughoṣo jayatāṃ sādhakānāṃ sukhāvahaḥ
|| 11 ||
Nun die Mañjughoṣa-Mantras: „Sieg sei Śrī Mañjughoṣa, der die Dunkelheit der Massen geistiger Trägheit vernichtet, über das Meer des Saṃsāra hinüberführt und den Praktizierenden Glück bringt!“
P3-0012 · 12
tatra āgamottare :
mātṛkādiṃ samuddhṛtya vahnibījaṃ samuddharet |
vāmāṃśaṃ kūrmasaṃjñañca tato meghesamuddharet |
mīneśañca tataḥ kuryād vāmanetrendusaṃyutam |
ṣaḍakṣaro manuḥ prokto mañjughoṣasya śambhunā |
mātṛkādirakāraḥ vāmāṃśo'ntasthacaturthaḥ kūrmaścakāraḥ
meṣeśo lakāraḥ mīneśo dhakāraḥ |
īyantu dīpanī proktā mūlamantrastu kathyate
|| 12 ||
Im Āgamottara: „Man nehme den Anfang der Mātṛkā, das Feuer-Bīja, Vāmāṃśa, den Kūrma genannten [Laut], dann Meṣeśa und Mīneśa, verbunden mit dem linken Auge und Indu. Śambhu hat dieses sechssilbige Mañjughoṣa-Mantra verkündet.“ Der Anfang der Mātṛkā ist a; Vāmāṃśa ist der vierte Halbvokal, va; Kūrma ist ca, Meṣeśa la und Mīneśa dha. [Im Vers steht meghesa, in der Erklärung meṣeśa; die verschlüsselte Lautfolge wird entsprechend der Erklärung wiedergegeben.] „Dieses wird als Dīpanī, die entzündende [Form], bezeichnet; nun wird das Grundmantra genannt.“
P3-0013 · 13
aṃkuśaṃ śakti bījañca ramābījaṃ tataḥ priye |
bījatrayātmako mantro jāḍyaughadhvāntanāśanaḥ |
śaktibījaṃ ramābījaṃ kāmabījaṃ tataḥ priye |
vidyā śrutidharī proktā eṣā varṇatrayātmikā
|| 13 ||
„Aṅkuśa, das Śakti-Bīja, dann das Ramā-Bīja, o Geliebte: Dieses aus drei Bījas bestehende Mantra vernichtet die Dunkelheit geistiger Trägheit. Das Śakti-Bīja, Ramā-Bīja und dann Kāma-Bīja, o Geliebte: Diese aus drei Lauten bestehende Vidyā wird Śrutidharī genannt, die das Gehörte im Gedächtnis bewahrt.“
P3-0014 · 14
hakāro vahnimārūḍho vāmanetrendubhūṣitaḥ proktā
sarvajñavidyeyamekarṇātmikā priye
|| 14 ||
„Ha, auf Feuer gesetzt und mit linkem Auge und Indu geschmückt: O Geliebte, dies wird als die einsilbige Sarvajña-Vidyā, die Vidyā der Allwissenheit, bezeichnet.“ [Die Bestandteile sind verschlüsselte Lautangaben.]
P3-0015 · 15
siddhaḥ sādhyaḥ susiddho vā sādhakasya ripūśca vā |
tadā mantro bhavedbhaktyā śubhado buddhido bhavet
|| 15 ||
„Ob das Mantra für den Praktizierenden als Siddha, Sādhya, Susiddha oder feindlich gilt: Durch Hingabe wird es dennoch heilbringend und schenkt Einsicht.“
P3-0016 · 16
madhyāhne
salile caiva bhojane-bhājane tathā |
gomaye tu bahirdeśe maithune ramaṇīkūce |
goṣṭhe ca niśi gomuṇḍe yantraṃ ḍamarusannibham |
vilikhya mantravarṇāṃśca triśa ūrdhve athastathā |
likheccandanalekhanyā prayatnāt sādhakottamaḥ
|| 16 ||
„Mittags im Wasser, beim Essen auf dem Speisegefäß, auf Kuhdung an einem äußeren Ort, beim Geschlechtsverkehr auf der Brust der Geliebten, im Kuhstall und nachts auf einem Kuhschädel zeichne der vorzügliche Praktizierende sorgfältig mit einem Sandelholzstift ein einer Sanduhrtrommel ähnliches Yantra und die Mantrasilben dreimal oben und unten.“
P3-0017 · 17
uccāṭane likhedyantraṃ (mantraṃ) gocarmaṇi viśeṣataḥ |
salile vijayī nityaṃ bhojane ca maheśvaraḥ gomaye vāvadūkaḥ
syādgoṣṭhe sarvajñatāṃ vrajet |
kuce śrutidharo nityaṃ gomuṇḍe ca mahākaviḥ
|| 17 ||
„Zur Vertreibung schreibe man das Yantra (Mantra) besonders auf Kuhhaut. Im Wasser wird man stets siegreich, beim Essen einem großen Herrn gleich; auf Kuhdung wird man redegewandt, im Kuhstall erlangt man Allwissenheit. Auf der Brust [geschrieben] bewahrt man stets das Gehörte im Gedächtnis; auf einem Kuhschädel wird man ein großer Dichter.“
P3-0018 · 18
gomūtraṃ badarīmūlaṃ candanaṃ pāṃśumeva ca |
ekīkṛtyāṣṭadhā japtvā tilakaṃ dhārayet sadā |
namaskṛtya varaṃ śreṣṭhaṃ prārthayedbhaktitatparaḥ |
varaṃ prāpya ca tasmādvai viharet yathāsukham
|| 18 ||
„Man mische Kuhurin, die Wurzel des Badarī-Baums, Sandelholz und Staub, wiederhole darüber achtmal [das Mantra] und trage stets ein Tilaka davon. Nachdem man sich verneigt hat, bitte man voller Hingabe um den höchsten Segen. Hat man von ihm den Segen erhalten, bewege man sich nach Belieben.“
P3-0019 · 19
nānyadevārccanaṃ snānaṃ praṇavoccāraṇaṃ na tu |
vastrāñcalena dantānāṃ śodhanaṃ lavaṇena vā rātrivāso na
muñceta na śuciḥ syātkadācana |
evaṃ kṛtvā prayatnena jñātvā gurumukhāt sudhīḥ |
māsaikena kavīndraḥ syād dvimāsenaiva īśvaraḥ |
tribhirmāsairbhavenmarttyaḥ sarvaśāstraviśāradaḥ
|| 19 ||
„Keine Verehrung anderer Gottheiten, kein Bad und kein Aussprechen von Praṇava! Man reinige die Zähne mit dem Gewandsaum oder mit Salz, lege das Nachtgewand nicht ab und sei niemals [rituell] rein. Nachdem der Verständige dies aus dem Mund des Gurus erfahren hat und sorgfältig so verfährt, wird er in einem Monat zum Fürsten der Dichter, in zwei Monaten zum Herrn und in drei Monaten zu einem Menschen, der sämtliche Lehrgebiete kennt.“
P3-0020 · 20
putrārthī labhate putraṃ dhanārthī vipulaṃ dhanam
āyurārogyakāmastu sarvān kāmānavāpnuyāt
|| 20 ||
„Wer einen Sohn wünscht, erhält einen Sohn; wer Vermögen wünscht, reichliches Vermögen. Wer Lebensdauer und Gesundheit wünscht, erlangt alle Wünsche.“
P3-0021 · 1
(citra 44)
tataḥ karāṅganyāsau :
kṣāṃ śāṃ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
evaṃ hṛdayādiṣu |
tathā ca tantre :
saṃvarttako vakeśaśca dvau varṇau kathitau priye |
ṣaḍdīrghabhāgbhyāmetābhyāṃ ṣaḍaṅgāni samācaret
saṃvarttakaḥ kṣakāraḥ |
vakeśaḥ śakāraḥ
|| 1 ||
[Abbildung 44.] Dann Hand- und Körper-Nyāsa: „Kṣāṃ śāṃ, Verehrung den beiden Daumen!“ Ebenso am Herzen und den weiteren Stellen. Im Tantra heißt es: „O Geliebte, die beiden Laute werden Saṃvartaka und Vakeśa genannt. Mit diesen beiden, versehen mit den sechs langen Vokalen, vollziehe man die sechs Glieder.“ Saṃvartaka ist kṣa; Vakeśa ist śa.
P3-0022 · 2
dhyānam :
śaśadharamiva śubhraṃ khaḍgapustāṃgapāṇiṃ,
suruciramatiśāntaṃ pañcacūḍaṃ kumāram |
pṛthutaravaramukhyaṃ padmapatrāyatākṣaṃ, kumatidahanadakṣaṃ
mañjughoṣaṃ namāmi
|| 2 ||
Die Meditation: „Ich verneige mich vor Mañjughoṣa: weiß wie der Mond, mit Schwert und Buch in den Händen, überaus schön und friedvoll, ein Jüngling mit fünf Haarbüscheln, mit [großem, vorzüglichem Antlitz], mit Augen so lang wie Lotusblätter, geschickt im Verbrennen verkehrter Einsicht.“ [pṛthutaravaramukhya ist in der Lesart nicht eindeutig.]
P3-0023 · 3
pīṭhapūjāṃ tataḥ kuryād ādhārādyādiśaktita |
bhūtapretādibhiḥ kuryāt pīṭhāsanamanantaram |
jñānadātre namaḥ pādyaṃ buddhikartre tathā ca mam |
jāḍyānāśāya gandhaḥ syād arghyaṃ yakṣādhipāya vai |
sarvasiddhi pradāyeti puṣpaṃ dadyād vicakṣaṇaḥ
|| 3 ||
„Dann vollziehe man die Pīṭha-Verehrung, beginnend mit der tragenden Śakti. Mit Geistern, Verstorbenen und den übrigen [Bestandteilen] bilde man darauf den Pīṭha-Sitz. Mit Verehrung dem Wissensspender! gebe man Fußwasser; ebenso [eine Gabe] dem, der mir Einsicht schafft. Dem Vernichter geistiger Trägheit gebe man Duftstoff, dem Herrn der Yakṣas Arghya. Mit Für den Spender sämtlicher Vollkommenheiten! gebe der Verständige Blumen.“ [Die zweite Gabenbezeichnung fehlt in der überlieferten Zeile.]
P3-0024 · 4
kundapuṣpaṃ samādāya bhairavān pūjayet tataḥ |
asitāṅgo ruruścaṇḍaḥ krodha-unmattasaṃjñakaḥ |
kapālī bhīṣaṇaścaiva saṃhāraścāṣṭamaḥ smṛtaḥ
|| 4 ||
„Dann nehme man Kunda-Blüten und verehre die Bhairavas: Asitāṅga, Ruru, Caṇḍa, Krodha, Unmatta, Kapālī, Bhīṣaṇa und Saṃhāra, der als achter gilt.“
P3-0025 · 5
tato dhūpādikaṃ dattvā prasūnāni visarjayet |
taiḥ puṣpaiḥ pūjayed aṣṭau yakṣiṇīśca viśeṣataḥ |
surādisundarī caiva manohāriṇyanantaram |
kanakāvatī tathā kāmeśvarī ca rativaryatha |
padminī ca naṭī caiva anurāgiṇyanantaram |
pūjā etāstu yoginyo hṛllekhābījapūrvikāḥ
|| 5 ||
„Dann gebe man Räucherwerk und die weiteren Gaben und nehme die Blumen ab. Mit diesen Blumen verehre man besonders die acht Yakṣiṇīs: Surasundarī, Manohāriṇī, Kanakāvatī, Kāmeśvarī, Rati, Padminī, Naṭī und Anurāgiṇī. Diese Yoginīs sind jeweils mit dem Hṛllekhā-Bīja am Anfang zu verehren.“ [Einige Namen sind in der Quelle unregelmäßig verbunden; die achtteilige Aufzählung ist entsprechend getrennt.]
P3-0026 · 6
evaṃ sampūjya deveśaṃ lakṣaṣaṭkaṃ japenmanum |
dhṛtāktakundapuṣpaiśca ekādaśaśatāni ca |
juhuyādedhite vahnau kāntāre pitṛveśmani |
evaṃ siddhamanurmantrī mahāyogīśvaro bhavet
|| 6 ||
„Nachdem man so den Herrn der Götter verehrt hat, wiederhole man das Mantra 600.000-mal. Mit in Ghee getränkten Kunda-Blüten bringe man 1.100 Gaben im entzündeten Feuer dar, in der Wildnis oder im Haus der Ahnen [auf dem Verbrennungsplatz]. So wird der Mantrakundige mit wirksamem Mantra ein großer Herr der Yogins.“
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P3-0011 · 11
अथ मञ्जुघोषमन्त्राः :
जाड्यौघतिमिरध्वंसी संसारार्णवतारकः ।
श्रीमञ्जुघोषो जयतां साधकानां सुखावहः
॥ ११ ॥
P3-0012 · 12
तत्र आगमोत्तरे :
मातृकादिं समुद्धृत्य वह्निबीजं समुद्धरेत् ।
वामांशं कूर्मसंज्ञञ्च ततो मेघेसमुद्धरेत् ।
मीनेशञ्च ततः कुर्याद् वामनेत्रेन्दुसंयुतम् ।
षडक्षरो मनुः प्रोक्तो मञ्जुघोषस्य शम्भुना ।
मातृकादिरकारः वामांशोऽन्तस्थचतुर्थः कूर्मश्चकारः
मेषेशो लकारः मीनेशो धकारः ।
ईयन्तु दीपनी प्रोक्ता मूलमन्त्रस्तु कथ्यते
॥ १२ ॥
P3-0013 · 13
अंकुशं शक्ति बीजञ्च रमाबीजं ततः प्रिये ।
बीजत्रयात्मको मन्त्रो जाड्यौघध्वान्तनाशनः ।
शक्तिबीजं रमाबीजं कामबीजं ततः प्रिये ।
विद्या श्रुतिधरी प्रोक्ता एषा वर्णत्रयात्मिका
॥ १३ ॥
P3-0014 · 14
हकारो वह्निमारूढो वामनेत्रेन्दुभूषितः प्रोक्ता
सर्वज्ञविद्येयमेकर्णात्मिका प्रिये
॥ १४ ॥
P3-0015 · 15
सिद्धः साध्यः सुसिद्धो वा साधकस्य रिपूश्च वा ।
तदा मन्त्रो भवेद्भक्त्या शुभदो बुद्धिदो भवेत्
॥ १५ ॥
P3-0016 · 16
मध्याह्ने
सलिले चैव भोजने-भाजने तथा ।
गोमये तु बहिर्देशे मैथुने रमणीकूचे ।
गोष्ठे च निशि गोमुण्डे यन्त्रं डमरुसन्निभम् ।
विलिख्य मन्त्रवर्णांश्च त्रिश ऊर्ध्वे अथस्तथा ।
लिखेच्चन्दनलेखन्या प्रयत्नात् साधकोत्तमः
॥ १६ ॥
P3-0017 · 17
उच्चाटने लिखेद्यन्त्रं (मन्त्रं) गोचर्मणि विशेषतः ।
सलिले विजयी नित्यं भोजने च महेश्वरः गोमये वावदूकः
स्याद्गोष्ठे सर्वज्ञतां व्रजेत् ।
कुचे श्रुतिधरो नित्यं गोमुण्डे च महाकविः
॥ १७ ॥
P3-0018 · 18
गोमूत्रं बदरीमूलं चन्दनं पांशुमेव च ।
एकीकृत्याष्टधा जप्त्वा तिलकं धारयेत् सदा ।
नमस्कृत्य वरं श्रेष्ठं प्रार्थयेद्भक्तितत्परः ।
वरं प्राप्य च तस्माद्वै विहरेत् यथासुखम्
॥ १८ ॥
P3-0019 · 19
नान्यदेवार्च्चनं स्नानं प्रणवोच्चारणं न तु ।
वस्त्राञ्चलेन दन्तानां शोधनं लवणेन वा रात्रिवासो न
मुञ्चेत न शुचिः स्यात्कदाचन ।
एवं कृत्वा प्रयत्नेन ज्ञात्वा गुरुमुखात् सुधीः ।
मासैकेन कवीन्द्रः स्याद् द्विमासेनैव ईश्वरः ।
त्रिभिर्मासैर्भवेन्मर्त्त्यः सर्वशास्त्रविशारदः
॥ १९ ॥
P3-0020 · 20
पुत्रार्थी लभते पुत्रं धनार्थी विपुलं धनम्
आयुरारोग्यकामस्तु सर्वान् कामानवाप्नुयात्
॥ २० ॥
P3-0021 · 1
(चित्र ४४)
ततः कराङ्गन्यासौ :
क्षां शां अंगुष्ठाभ्यां नमः ।
एवं हृदयादिषु ।
तथा च तन्त्रे :
संवर्त्तको वकेशश्च द्वौ वर्णौ कथितौ प्रिये ।
षड्दीर्घभाग्भ्यामेताभ्यां षडङ्गानि समाचरेत्
संवर्त्तकः क्षकारः ।
वकेशः शकारः
॥ १ ॥
P3-0022 · 2
ध्यानम् :
शशधरमिव शुभ्रं खड्गपुस्तांगपाणिं,
सुरुचिरमतिशान्तं पञ्चचूडं कुमारम् ।
पृथुतरवरमुख्यं पद्मपत्रायताक्षं, कुमतिदहनदक्षं
मञ्जुघोषं नमामि
॥ २ ॥
P3-0023 · 3
पीठपूजां ततः कुर्याद् आधाराद्यादिशक्तित ।
भूतप्रेतादिभिः कुर्यात् पीठासनमनन्तरम् ।
ज्ञानदात्रे नमः पाद्यं बुद्धिकर्त्रे तथा च मम् ।
जाड्यानाशाय गन्धः स्याद् अर्घ्यं यक्षाधिपाय वै ।
सर्वसिद्धि प्रदायेति पुष्पं दद्याद् विचक्षणः
॥ ३ ॥
P3-0024 · 4
कुन्दपुष्पं समादाय भैरवान् पूजयेत् ततः ।
असिताङ्गो रुरुश्चण्डः क्रोध-उन्मत्तसंज्ञकः ।
कपाली भीषणश्चैव संहारश्चाष्टमः स्मृतः
॥ ४ ॥
P3-0025 · 5
ततो धूपादिकं दत्त्वा प्रसूनानि विसर्जयेत् ।
तैः पुष्पैः पूजयेद् अष्टौ यक्षिणीश्च विशेषतः ।
सुरादिसुन्दरी चैव मनोहारिण्यनन्तरम् ।
कनकावती तथा कामेश्वरी च रतिवर्यथ ।
पद्मिनी च नटी चैव अनुरागिण्यनन्तरम् ।
पूजा एतास्तु योगिन्यो हृल्लेखाबीजपूर्विकाः
॥ ५ ॥
P3-0026 · 6
एवं सम्पूज्य देवेशं लक्षषट्कं जपेन्मनुम् ।
धृताक्तकुन्दपुष्पैश्च एकादशशतानि च ।
जुहुयादेधिते वह्नौ कान्तारे पितृवेश्मनि ।
एवं सिद्धमनुर्मन्त्री महायोगीश्वरो भवेत्
॥ ६ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 3: P3-0011–P3-0026
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Manjughosha Japa nach dem Kukkuteshvaratantra im Brihat Tantrasara
- Manjughosha Japa an der Bananenstaude nach dem Brihat Tantrasara
- Manjughosha Japa im Kuhstall nach dem Brihat Tantrasara
- Manjughosha Japa auf dem Dreischädelsitz nach dem Brihat Tantrasara
- Manjughosha Yantra Japa auf Kuhhaut nach dem Brihat Tantrasara
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