Mahishamardini Puja nach dem Brihat Tantrasara
Mahishamardini Puja nach dem Brihat Tantrasara beschreibt eine Ritualpraxis des Brihat Tantrasara, um Durga als Überwinderin des Büffeldämons zu verehren.
Voraussetzungen
Vorausgesetzt sind die Kenntnis von Puja und Sanskritrezitation sowie der zu dieser Gottheitsform gehörenden Reinigung, Nyasas und Mudras. Wo die Quelle auf die allgemeine Paddhati verweist, gehört diese Vorbereitung zur Durchführung. Die Besonderheiten und die konkret belegten Formeln folgen unten.
Vorbereitung und Ritualmittel
Achtblättriger Kultsitz, irdenes Arghya-Gefäß, Wasser, passende Blumen, Duftstoff, Räucherwerk, Licht und Speise.
Umfang und Überlieferung
Die Grundanrufung steht ausdrücklich im Text. Die Quelle diskutiert mehrere Bija-Erweiterungen; für eine Durchführung ist eine einzige überlieferte Form festzulegen. Die Nyasa-Lesungen und lulāpaka in der Bali-Formel sind örtlich als unsicher gekennzeichnet.
Hauptmantra
mahiṣamardini svāhā
Bedeutung und Funktion: O Vernichterin des Büffeldämons, Svaha.
Durchführung
- Bereite ein irdenes Arghya-Gefäß vor. Verwende nach der besonderen Vorschrift weder eine Muschel als Arghya-Gefäß noch Tulsi als Gabe (P2-0214).
- Vollziehe Morgenhandlungen, Durga-Sitznyasa und Rishi Nyasa. Lege die fünf Handmantras auf Daumen, Zeige-, Mittel-, Ring- und kleinen Finger. Beim fünfgliedrigen Körpernyasa entfällt der Augennyasa (P2-0211–0212).
- Meditiere die Göttin auf dem Haupt des Büffels, mit Mondsichel, drittem Auge und den beschriebenen Waffen. Vollziehe geistige Verehrung, Arghya und Sitzverehrung (P2-0213–0214).
- Rufe die Göttin an und bringe fünf Blumenhandvoll dar. Verehre die acht Blattgöttinnen im Osten beginnend, danach ihre Waffen, die Mütter und Richtungshüter (P2-0215–0217).
- Beachte die Bali-Gabe vor der Japa-Darbringung: Der Text verlangt ein Dreieck im Norden und die besondere Formel P2-0219. Deren unklare Lesung muss vor einer wortgetreuen Durchführung geklärt sein.
- Vervollständige die Gaben bis zur Entlassung. Die Purascharana-Angaben lauten 800.000 Wiederholungen und 8.000 Sesamopfer (P2-0218).
Formeln und Zuordnungen
Ausgeschriebener Hand- und Gliedernyasa
Die folgende Auflösung folgt P2-0212. Sie ergänzt die dort ausgeschriebene Anfangsformel nach der ausdrücklich genannten Fortsetzungsregel. Sprich bei jeder Berührung die vollständige Formel. Der Handnyasa folgt der Fingerreihe; anschließend folgt der Gliedernyasa. Bei Schutzpanzer und Waffe wird die erlernte Schutzgebärde ausgeführt. Die Anrufungen bedeuten der Reihe nach: Vernichterin des Büffels; Feindin des Büffels, Sharvi; bringe den Büffel zum Wiehern; erschlage den Büffel, Göttin; Büffeltöterin.
Handnyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| beide Daumen | mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ |
| beide Zeigefinger | mahiṣaśatro śārvi hūṃ phaṭ tarjanībhyāṃ svāhā |
| beide Mittelfinger | mahiṣaṃ heṣaya hūṃ phaṭ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ |
| beide Ringfinger | mahiṣaṃ hana hana devi hūṃ phaṭ anāmikābhyāṃ hūṃ |
| beide kleinen Finger | mahiṣasūdanī hūṃ phaṭ kaniṣṭhābhyāṃ phaṭ |
Gliedernyasa
| Berührung / Zuordnung | Vollständige Formel |
|---|---|
| Herz | mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ hṛdayāya namaḥ |
| Kopf | mahiṣaśatro śārvi hūṃ phaṭ śirase svāhā |
| Haarlocke / Scheitel | mahiṣaṃ heṣaya hūṃ phaṭ śikhāyai vaṣaṭ |
| Schutzpanzer | mahiṣaṃ hana hana devi hūṃ phaṭ kavacāya hūṃ |
| Waffe / Schutzkreis | mahiṣasūdanī hūṃ phaṭ astrāya phaṭ |
Die Nyasa-Tabelle folgt der Prosafolge. Die abweichende beziehungsweise beschädigte Lesung zur dritten Anrufung bleibt im Quellenbeleg sichtbar.
Rishi-Zuordnung
Die Verehrung dieser Mantras: Man vollzieht die morgendlichen Handlungen und den Sitznyāsa. Nachdem man den zuvor genannten Nyāsa von Seher und den weiteren Zuordnungen ausgeführt hat, folgt der Hand- und Gliedernyāsa. [Der erste Satz der Vorlage ist syntaktisch verkürzt.] (P2-0211).
Sanskrit und deutsche Übersetzung
P2-0209 · 3
atha mahiṣamardinīmantrāḥ
śāradāyām:
bhāntaṃ viyatsanayanaṃ śveto mardini ṭha dvayam |
aṣṭākṣarī samākhyātā vidyā mahiṣamardinī |
nārāyaṇītantre:
viṣa hi majjā kālo'gniradriristho ni ṭha dvayam |
viṣaṃ makāraḥ, hi svarūpaṃ majjā yakāraḥ, kālo makāra, agni
rephaḥ, adrirdakāraḥ, isthaḥ ikārayuktaḥ, iti vacanādikārayukto
dakāraḥ |
ayaṃ mantraḥ tārādiḥ māyādiḥ kāmādiḥ vāgbhavādiḥ
vadhūvījādiḥ kavacādiśca navākṣaraḥ
|| 3 ||
Nun die Mahiṣamardinīmantras. In der Śāradā heißt es: Der Endlaut der bha-Reihe, der Raumlaut mit Auge, Śveta, dann „mardini“ und zweimal ṭha ergeben die achtgliedrige Vidyā Mahiṣamardinī. Im Nārāyaṇītantra: Viṣa, hi, Majjā, Kāla, Feuer, der Berg mit i, ni und zweimal ṭha. Viṣa ist ma, hi bezeichnet sich selbst, Majjā ya, Kāla ma, Feuer ra, der Berg da und istha die Verbindung mit i; daraus entsteht di. Das Mantra lautet somit „mahiṣamardini svāhā – Vernichterin des Büffels, svāhā“. Mit Tārā, Māyā, Kāma, Vāgbhava, dem Brautbīja oder dem Schutzlaut am Anfang wird es neunsilbig. [Die Erklärung „majjā yakāraḥ“ widerspricht der für mahiṣa benötigten Silbe ṣa; die ausdrücklich genannte Göttin und die übrigen Verschlüsselungen stützen den angegebenen Wortlaut.]
P2-0210 · 4
tathā ca viśvasāre:
praṇavādyāṃ japedvidyāṃ māyādyāṃ vā japetsudhīḥ |
vadhūbījādikāṃ vāpi kavacādyāṃ japettathā |
sarvakāleṣu sarvatra māmādyāṃ prajapetsudhīḥ |
vāgbhavādyāṃ japettāntu devīṃ vākyaviśuddhaye |
vinā vījairmahāvidyā nirvīryā parikīrtitā |
puṭitā bījayugmena mukhe yugmedeśake |
daśākṣarī samā nāsti vidyā tribhuvaneśvarī |
praṇavañca tathā māyā bhavedvidyā punardaśa |
kāmaṃ praṇavamityuktaṃ bhavedvidyā punardaśa
|| 4 ||
Im Viśvasāra heißt es: Der Einsichtige kann die Vidyā mit oṃ oder mit Māyā am Anfang wiederholen; ebenso mit dem Brautbīja oder dem Schutzlaut. Zu allen Zeiten und überall soll er sie mit „māmā“ am Anfang wiederholen. Zur Reinigung der Sprache wiederholt er die Göttinnenvidyā mit Vāgbhava am Anfang. Ohne Bījas gilt die große Vidyā als kraftlos. Wenn sie am Anfang und am Ende von einem Bījapaar umschlossen ist, ist sie zehnsilbig; dieser Vidyā, der Herrin der drei Welten, kommt keine gleich. Mit oṃ und Māyā wird sie ebenfalls zehnsilbig; mit Kāma und oṃ wird sie ebenfalls zehnsilbig. [„māmādyāṃ“ und „mukhe yugmedeśake“ sind beschädigt; die erste unklare Anlautsangabe wird nicht stillschweigend durch Kāma ersetzt.]
P2-0211 · 5
eteṣāṃ pūjā:
prātaḥkṛtyādipīṭhanyaset |
tataḥ pūrvokta - ṛṣyādinyāsañca kṛtvā karāṅganyāsau kuryāt
|| 5 ||
Die Verehrung dieser Mantras: Man vollzieht die morgendlichen Handlungen und den Sitznyāsa. Nachdem man den zuvor genannten Nyāsa von Seher und den weiteren Zuordnungen ausgeführt hat, folgt der Hand- und Gliedernyāsa. [Der erste Satz der Vorlage ist syntaktisch verkürzt.]
P2-0212 · 5 ka
tadyathā:
mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ,
mahiṣaśatrośārvi hūṃ phaṭ tarjanībhyāṃ svāhā, mahiṣaṃ heṣaya
hūṃ phaṭ madhyamābhyāṃ vaṣaṭ, mahiṣaṃ hana hana devi hūṃ
phaṭ anāmikābhyāṃ hūṃ, mahiṣasūdanī hūṃ phaṭ
kaniṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādi mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ hṛdayāya namaḥ ityādi |
tathā ca, pañcāṅgāni manoryatra tatra netraṃ vivarjayet |
netrarahitaṃ pañcāṅgaṃ kuryāt ||
tathā ca nibhandhe:
mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ hṛdayaṃ parikīrttitam |
mahiṣatrośārvi hūṃ śira udāhṛtam |
mahiṣaṃ heṣaya - dvandvaṃ hūṃ phaḍantaḥ śikhāmuḥ |
mahiṣaṃ hana yugmānte devi hūṃ phaṭ tanucchadam |
mahiṣānte sūdani hūṃ phaḍantamastramīritam
|| 5 ka ||
An den Daumen: „mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ – Du Bezwingerin des Büffels; Verehrung den Daumen“; an den Zeigefingern: „mahiṣaśatro śārvi hūṃ phaṭ … svāhā – Du Feindin des Büffels, du zu Śarva Gehörige“; an den Mittelfingern: „mahiṣaṃ heṣaya hūṃ phaṭ … vaṣaṭ – Lass den Büffel wiehern“; an den Ringfingern: „mahiṣaṃ hana hana devi hūṃ phaṭ … hūṃ – Göttin, töte, töte den Büffel“; an den kleinen Fingern: „mahiṣasūdanī hūṃ phaṭ … phaṭ – Du Vernichterin des Büffels“. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern, beginnend mit „mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ hṛdayāya namaḥ“. Wo das Mantra fünf Glieder besitzt, lässt man das Augenmantra weg und vollzieht den fünfgliedrigen Nyāsa ohne Augen. Im Nibandha heißt es: „mahiṣahiṃsike hūṃ phaṭ“ wird als Herzmantra bezeichnet; „mahiṣaśatro śārvi hūṃ“ als Kopfmantra; „mahiṣaṃ heṣaya heṣaya hūṃ phaṭ“ als Haarlockenmantra; „mahiṣaṃ hana hana devi hūṃ phaṭ“ als Schutzpanzer; „mahiṣasūdani hūṃ phaṭ“ als Waffenmantra. [Das Kopfmantra ist im Zitat beschädigt und ohne phaṭ wiedergegeben; beim Haarlockenmantra verlangt das Zitat die Verdoppelung von heṣaya, die der ersten Liste fehlt. Die ungewöhnliche Lesung heṣaya, „lass wiehern“, bleibt als unsicher gekennzeichnet.]
P2-0213 · 6
tato dhyānam:
gāruḍopalasannibhāṃ maṇimaulikuṇḍalamaṇḍitām |
naumi bhālavilocanāṃ mahiṣottamāṅganiṣeduṣīm |
śaṅkhacakra - kṛpāṇakheṭaka - bāṇa kārmukaśūlakān |
tarjaniamapi vibhratīṃ nijabāhubhiḥ śaśiśekharām
|| 6 ||
Die Meditation: Ich verneige mich vor ihr, die dem Garuḍaedelstein gleicht, mit Edelsteinkrone und Ohrringen geschmückt ist, ein Auge auf der Stirn trägt und auf dem Kopf des Büffels sitzt. Mit ihren Armen trägt sie Muschel, Rad, Schwert, Schild, Pfeil, Bogen und Dreizack und zeigt den drohenden Zeigefinger. Die Mondsichel schmückt ihr Haupt.
P2-0214 · 7
evaṃ dhyātvā mānasaiḥ saṃpūjya arghyasthāpanaṃ kṛtvā
pīṭhapūjāṃ vidhāya kaśareṣu madhye ca pūrvākta - pīṭhamanuñca
yajet |
arghya pātrantu viśvasāre:
kālīvat pūjayeddevī kālīvat phalamāpnuyāt |
na vaiṣṇavairyajeddevīṃ na tulasyā kadācana |
na śaṅkherarghyapātraṃ syāt kathitaṃ padmayoninā |
viśvāmitrasya pātreṇa mṛdā vāpi śivāyajet |
iti vacanāt śaṅkhaniṣedhaḥ
|| 7 ||
Nachdem man so meditiert und mit geistigen Gaben verehrt hat, stellt man das Arghya auf, verehrt den Sitz und auf den Staubfäden und in der Mitte das zuvor beschriebene Sitzmantra. Über das Arghyagefäß heißt es im Viśvasāra: Man soll die Göttin wie Kālī verehren und erhält dadurch die Frucht wie bei Kālī. Man soll die Göttin nicht mit den für Viṣṇu bestimmten Mitteln und niemals mit Tulasī verehren. Eine Muschel soll nicht als Arghyagefäß dienen; so hat der Lotusgeborene gelehrt. Man verehrt Śivā mit Viśvāmitras Gefäß oder mit einem irdenen. Aus dieser Aussage folgt das Verbot der Muschel. [„Viśvāmitras Gefäß“ ist hier nicht näher bestimmt.]
P2-0215 · 8
punardhyātvā āvāhanādi pañcapuṣpāñjalidānaparyantaṃ vidhāya
āvaraṇapūjāmārabheta |
agnyādiṣu pūrvavadaṅgaṃ pūjayet |
tataḥ patreṣu pūrvādi āṃ durgāyai namaḥ, īṃ varavarṇinyai, ū
āryāyai, ṛṃ kanakapratibhāyai, ḷṃ kṛttikāyai, aiṃ abhayapradāyai,
auṃ kanyāyai, aḥ surūpāyai |
tathā tantrāntare:
ādau durgā tato varavarṇinīmādhyaṃkāhvayām |
kanakapratibhāñcaivakṛttikāma bhayapradām |
kanyāñcaiva surūpāñca yajetpūrvāditaḥ kramāt |
dīrghādyatvametāsāntu
|| 8 ||
Man meditiert erneut, vollzieht Anrufung und die übrigen Handlungen bis zu den fünf Handvoll Blumen und beginnt die Umkreisverehrung. In den Ecken, beginnend im Südosten, verehrt man die Glieder wie zuvor. Auf den Blättern, im Osten beginnend: āṃ Durgā, īṃ Varavarṇinī, ū Āryā, ṛṃ Kanakapratibhā, ḷṃ Kṛttikā, aiṃ Abhayapradā, auṃ Kanyā und aḥ Surūpā, jeweils mit namaḥ. In einem anderen Tantra heißt es: Zuerst Durgā, dann Varavarṇinī und die als Āryā bezeichnete; danach Kanakapratibhā, Kṛttikā, Abhayapradā, Kanyā und Surūpā. Man soll sie im Osten beginnend der Reihe nach verehren. Ihre Anfangslaute sind lang. [„ādhyaṃkāhvayām“ ist beschädigt; die Zuordnung zu Āryā ist durch die vorausgehende Liste gestützt. Die kurzen Formen ṛṃ und ḷṃ stimmen nicht mit der abschließenden Regel überein.]
P2-0216 · 9
aṣṭapatre yajeddevī durādyā dīrghapūrvikāḥ |
iti mantracūḍāmaṇinā uktatvāt |
dīrghasvaraiḥ kramāditi śāradāvacanācca
|| 9 ||
Denn im Mantracūḍāmaṇi heißt es: Auf den acht Blättern soll man die Göttinnen, beginnend mit Durgā, mit langen Anfangsvokalen verehren. Auch die Śāradā sagt: „Der Reihe nach mit den langen Vokalen.“
P2-0217 · 10
patrāgreṣu yaṃ cakrāya, raṃ śaṅkhāya, laṃ khaḍgāya, vaṃ
kheṭakāya, śaṃ bāṇāya, ṣaṃ dhanuṣe, saṃ śūlāya, haṃ tarjanyai |
namaḥ sarvatra |
tathā ca nibandhe:
yajedgreṣvāyudhāni cakraśaṅkhāvāsikheṭakān |
bāṇaṃ bāṇāsanaṃ śūlaṃ tarjanīṃ yādibhiḥ kramāt |
patrāgreṣu brāhmyādyāḥ pūjayet |
tato dikṣu tadvahirindrādīnvajrādīṃśca prapūjayet |
tato dhūpādivisarjanāntaṃ karma samāpayet |
tathā ca kulacuḍāmaṇau:
brāhmyādyāśca tataḥ paścāllokapālāṃstato bahiḥ |
tasastrāṇi siddhamayī prayogañca samācaret
|| 10 ||
An den Blattspitzen verehrt man mit namaḥ: yaṃ das Rad, raṃ die Muschel, laṃ das Schwert, vaṃ den Schild, śaṃ den Pfeil, ṣaṃ den Bogen, saṃ den Dreizack und haṃ den Zeigefinger. Im Nibandha heißt es: An den Spitzen verehrt man die Waffen – Rad, Muschel, Schwert, Schild, Pfeil, Bogen, Dreizack und Zeigefinger – der Reihe nach mit den Lauten, beginnend mit ya. An den Blattspitzen verehrt man die Mütter, beginnend mit Brāhmī. Danach verehrt man in den Richtungen außen Indra und die übrigen Richtungshüter sowie Donnerkeil und die übrigen Waffen und vollendet die Handlungen vom Räucherwerk bis zur Entlassung. Im Kulacūḍāmaṇi heißt es: Zunächst Brāhmī und die übrigen, anschließend außen die Weltenhüter und deren Waffen; dann vollzieht man die Anwendung der vollendeten Vidyā. [Die Schlusslesung „tasastrāṇi siddhamayī“ ist beschädigt; ihre genaue grammatische Verbindung bleibt unsicher.]
P2-0218 · 11
asya puraścaraṇamaṣṭalakṣajapaḥ aṣṭasahasraṃ tilerhomaḥ
tathā ca:
aṣṭalakṣaṃ japenmantraṃ tatsahasraṃ tilaiḥ śubhaiḥ |
ityādi vacanāt
|| 11 ||
Das Puraścaraṇa umfasst acht Lakh, also 800.000 Wiederholungen, und achttausend Feueropfer mit Sesam. Dazu heißt es: Man wiederholt das Mantra 800.000-mal und opfert achttausendmal mit gutem Sesam; so ergibt es sich aus diesem und den weiteren Aussprüchen.
P2-0219 · 12
japasamarpaṇātpūrvamuttarasyāṃ diśi trikoṇamaṇḍalaṃ vilikhya
valiṃ dadyāt |
ehi ehi padadvandvaṃ gṛhṇa gṛhṇa padadvayam |
madīyañca baliṃ devi lulāpakapadadvayam |
sādhaya - dvitayaṃ brūyātkhādaya - dvitayaṃ punaḥ |
sarvaṃ siddhipadaṃ dehi tataḥ svāhāpadaṃ vadet |
balidānasya mantro'yaṃ mardinyāḥ parikīrtitaḥ
|| 12 ||
Vor der Darbringung des Japa zeichnet man im Norden ein dreieckiges Maṇḍala und gibt eine Baliopfergabe. Man sagt zweimal „ehi – komm“, zweimal „gṛhṇa – nimm“, dann „madīyaṃ baliṃ devi – Göttin, meine Opfergabe“, zweimal „lulāpaka“, zweimal „sādhaya – vollbringe“, zweimal „khādaya – iss“, dann „sarvasiddhiṃ dehi – schenke alle Vollendung“ und schließlich svāhā. Dies wird als das Mantra zur Baliopfergabe für Mardinī bezeichnet. [„lulāpaka“ ist an dieser Stelle unklar überliefert; eine sichere deutsche Bedeutung ist nicht feststellbar.]
Ergänzungen zu ausdrücklichen Rückverweisen
Die folgenden Stellen erläutern die im Ablauf vorausgesetzten Mantras oder Teilhandlungen. Sie bilden hier keine zusätzliche, vollständig zu wiederholende Puja.
P2-0202 · 96
asyāḥ pūjāprayogaḥ:
prātaḥ kṛtyādipīṭhanyāsāntaṃ vidhāya hṛtpadmasya keśareṣu
madhye ca pīṭhaśaktīnyaset |
tadyathā:
āṃ prabhāyai īṃ māyāyai ūṃ jayāyai eṃ sūkṣmāyai aiṃ
viśuddhāyai oṃ nandinyai auṃ suprabhāyai aṃ vijayāyai aḥ
sarvasiddhidāyai, namaḥ sarvatra |
tadupari oṃ vajranakhadaṃṣṭrāyudhāya mahāsiṃhāya huṃ phaṭ
namaḥ iti nyaset |
tathā ca nibandhe:
prabhā māyā jayā sūkṣmā viśuddhā nandinī punaḥ |
suprabhā vijayā sarvasiddhidā navaśaktayaḥ |
ajbhirhrasvatrayaklīvarahitaiḥ pūjayedimāḥ |
praṇavānantaraṃ vajranakhadaṃṣṭrāyudhāya cā |
mahāsiṃhāya varmāntaṃ natiḥ siṃhamanurmataḥ |
dadyādāsanametena mūrtiṃ mūlena kalpayet
|| 96 ||
Ihr Verehrungsverfahren: Nach den morgendlichen Handlungen bis zum Sitznyāsa setzt man auf die Staubfäden des Herzlotus und in die Mitte die Sitzkräfte, jeweils mit namaḥ: nāṃ Prabhā, īṃ Māyā, ūṃ Jayā, eṃ Sūkṣmā, aiṃ Viśuddhā, oṃ Nandinī, auṃ Suprabhā, aṃ Vijayā und aḥ Sarvasiddhidā. Darauf setzt man „oṃ vajranakhadaṃṣṭrāyudhāya mahāsiṃhāya huṃ phaṭ namaḥ – Verehrung dem großen Löwen, dessen Waffen diamantfeste Krallen und Hauer sind“. Im Nibandha heißt es: Prabhā, Māyā, Jayā, Sūkṣmā, Viśuddhā, Nandinī, Suprabhā, Vijayā und Sarvasiddhidā sind die neun Kräfte. Man verehrt sie mit den Vokalen, unter Auslassung der drei kurzen und der neutralen. Nach oṃ stehen „vajranakhadaṃṣṭrāyudhāya“ und „mahāsiṃhāya“, dann der Schutzlaut und die Verneigungsformel; dies gilt als Löwenmantra. Damit reicht man den Sitz dar und bildet mit dem Grundmantra die Gestalt der Gottheit. [Die Anfangssilbe nāṃ der Prosa weicht vom späteren āṃ ab; „neutrale“ Vokale bezeichnet hier eine traditionelle Lautklasse. Das Verszitat nennt phaṭ nicht ausdrücklich.]
P2-0203 · 97
tataḥ ṛṣyādinyāsaḥ
tadyathā:
śirasi nāradaṛṣaye namaḥ, mukhe gāyatrīcchandase namaḥ, hṛdi
durgāyai devatāyai namaḥ |
tathā ca nibandhe:
ṛṣi syānnāradaśchando gāyatrī devatā manoḥ |
durgā samīritā sadbhirduritāpannivāriṇīti
|| 97 ||
Dann folgt der Sehernyāsa: auf dem Kopf „nāradaṛṣaye namaḥ – Verehrung dem Seher Nārada“; am Mund „gāyatrīchandase namaḥ – Verehrung dem Versmaß Gāyatrī“; am Herzen „durgāyai devatāyai namaḥ – Verehrung der Gottheit Durgā“. Im Nibandha heißt es: Nārada ist der Seher, Gāyatrī das Versmaß. Die Guten nennen Durgā als Gottheit des Mantras; sie beseitigt Übel und Bedrängnis.
P2-0204 · 98
tataḥ karāṅganyāsau:
hrāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ, hrīṃ oṃ hrīṃ
duṃ durgāyai tarjanībhyāṃ svāhā, hrūṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai
madhyamābhyāṃ vaṣaṭ, hraiṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai
anāmikābhyāṃ huṃ, hrauṃ duṃ durgāyai kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ,
hraḥ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ |
evaṃ hṛdayādiṣu hrāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai namaḥ ityādi |
tathā ca nibandhe:
namaskāravimuktena mūlamantreṇa sādhakaḥ |
hrāmādyaiḥ saha kurvīta ṣaḍaṅgāni yathāvidhi
|| 98 ||
Der Handnyāsa: „hrāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai aṃguṣṭhābhyāṃ namaḥ“ an den Daumen; mit hrīṃ statt hrāṃ an den Zeigefingern und svāhā am Schluss; mit hrūṃ an den Mittelfingern und vaṣaṭ; mit hraiṃ an den Ringfingern und huṃ; „hrauṃ duṃ durgāyai kaniṣṭhābhyāṃ vauṣaṭ“ an den kleinen Fingern; „hraḥ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai karatalapṛṣṭhābhyāṃ phaṭ“ an Handflächen und Handrücken. Ebenso am Herzen und den weiteren Gliedern, beginnend mit „hrāṃ oṃ hrīṃ duṃ durgāyai namaḥ“. Im Nibandha heißt es: Der Praktizierende soll die sechs Glieder vorschriftsmäßig mit dem Grundmantra ohne Verneigungsabschluss, verbunden mit hrāṃ und den folgenden Bījas, bilden. [In der Formel für die kleinen Finger fehlen oṃ hrīṃ, in der ersten Herzformel „hṛdayāya“; diese Auslassungen stehen in der Vorlage.]
Sanskrit in Devanagari
Die Schriftfassung deckt dieselben ausgewählten Textstellen wie die IAST-Fassung ab.
P2-0209 · 3
अथ महिषमर्दिनीमन्त्राः
शारदायाम्:
भान्तं वियत्सनयनं श्वेतो मर्दिनि ठ द्वयम् ।
अष्टाक्षरी समाख्याता विद्या महिषमर्दिनी ।
नारायणीतन्त्रे:
विष हि मज्जा कालोऽग्निरद्रिरिस्थो नि ठ द्वयम् ।
विषं मकारः, हि स्वरूपं मज्जा यकारः, कालो मकार, अग्नि
रेफः, अद्रिर्दकारः, इस्थः इकारयुक्तः, इति वचनादिकारयुक्तो
दकारः ।
अयं मन्त्रः तारादिः मायादिः कामादिः वाग्भवादिः
वधूवीजादिः कवचादिश्च नवाक्षरः
॥ ३ ॥
P2-0210 · 4
तथा च विश्वसारे:
प्रणवाद्यां जपेद्विद्यां मायाद्यां वा जपेत्सुधीः ।
वधूबीजादिकां वापि कवचाद्यां जपेत्तथा ।
सर्वकालेषु सर्वत्र मामाद्यां प्रजपेत्सुधीः ।
वाग्भवाद्यां जपेत्तान्तु देवीं वाक्यविशुद्धये ।
विना वीजैर्महाविद्या निर्वीर्या परिकीर्तिता ।
पुटिता बीजयुग्मेन मुखे युग्मेदेशके ।
दशाक्षरी समा नास्ति विद्या त्रिभुवनेश्वरी ।
प्रणवञ्च तथा माया भवेद्विद्या पुनर्दश ।
कामं प्रणवमित्युक्तं भवेद्विद्या पुनर्दश
॥ ४ ॥
P2-0211 · 5
एतेषां पूजा:
प्रातःकृत्यादिपीठन्यसेत् ।
ततः पूर्वोक्त - ऋष्यादिन्यासञ्च कृत्वा कराङ्गन्यासौ कुर्यात्
॥ ५ ॥
P2-0212 · 5 ka
तद्यथा:
महिषहिंसिके हूं फट् अंगुष्ठाभ्यां नमः,
महिषशत्रोशार्वि हूं फट् तर्जनीभ्यां स्वाहा, महिषं हेषय
हूं फट् मध्यमाभ्यां वषट्, महिषं हन हन देवि हूं
फट् अनामिकाभ्यां हूं, महिषसूदनी हूं फट्
कनिष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादि महिषहिंसिके हूं फट् हृदयाय नमः इत्यादि ।
तथा च, पञ्चाङ्गानि मनोर्यत्र तत्र नेत्रं विवर्जयेत् ।
नेत्ररहितं पञ्चाङ्गं कुर्यात् ॥
तथा च निभन्धे:
महिषहिंसिके हूं फट् हृदयं परिकीर्त्तितम् ।
महिषत्रोशार्वि हूं शिर उदाहृतम् ।
महिषं हेषय - द्वन्द्वं हूं फडन्तः शिखामुः ।
महिषं हन युग्मान्ते देवि हूं फट् तनुच्छदम् ।
महिषान्ते सूदनि हूं फडन्तमस्त्रमीरितम्
॥ ५ क ॥
P2-0213 · 6
ततो ध्यानम्:
गारुडोपलसन्निभां मणिमौलिकुण्डलमण्डिताम् ।
नौमि भालविलोचनां महिषोत्तमाङ्गनिषेदुषीम् ।
शङ्खचक्र - कृपाणखेटक - बाण कार्मुकशूलकान् ।
तर्जनिअमपि विभ्रतीं निजबाहुभिः शशिशेखराम्
॥ ६ ॥
P2-0214 · 7
एवं ध्यात्वा मानसैः संपूज्य अर्घ्यस्थापनं कृत्वा
पीठपूजां विधाय कशरेषु मध्ये च पूर्वाक्त - पीठमनुञ्च
यजेत् ।
अर्घ्य पात्रन्तु विश्वसारे:
कालीवत् पूजयेद्देवी कालीवत् फलमाप्नुयात् ।
न वैष्णवैर्यजेद्देवीं न तुलस्या कदाचन ।
न शङ्खेरर्घ्यपात्रं स्यात् कथितं पद्मयोनिना ।
विश्वामित्रस्य पात्रेण मृदा वापि शिवायजेत् ।
इति वचनात् शङ्खनिषेधः
॥ ७ ॥
P2-0215 · 8
पुनर्ध्यात्वा आवाहनादि पञ्चपुष्पाञ्जलिदानपर्यन्तं विधाय
आवरणपूजामारभेत ।
अग्न्यादिषु पूर्ववदङ्गं पूजयेत् ।
ततः पत्रेषु पूर्वादि आं दुर्गायै नमः, ईं वरवर्णिन्यै, ऊ
आर्यायै, ऋं कनकप्रतिभायै, ऌं कृत्तिकायै, ऐं अभयप्रदायै,
औं कन्यायै, अः सुरूपायै ।
तथा तन्त्रान्तरे:
आदौ दुर्गा ततो वरवर्णिनीमाध्यंकाह्वयाम् ।
कनकप्रतिभाञ्चैवकृत्तिकाम भयप्रदाम् ।
कन्याञ्चैव सुरूपाञ्च यजेत्पूर्वादितः क्रमात् ।
दीर्घाद्यत्वमेतासान्तु
॥ ८ ॥
P2-0216 · 9
अष्टपत्रे यजेद्देवी दुराद्या दीर्घपूर्विकाः ।
इति मन्त्रचूडामणिना उक्तत्वात् ।
दीर्घस्वरैः क्रमादिति शारदावचनाच्च
॥ ९ ॥
P2-0217 · 10
पत्राग्रेषु यं चक्राय, रं शङ्खाय, लं खड्गाय, वं
खेटकाय, शं बाणाय, षं धनुषे, सं शूलाय, हं तर्जन्यै ।
नमः सर्वत्र ।
तथा च निबन्धे:
यजेद्ग्रेष्वायुधानि चक्रशङ्खावासिखेटकान् ।
बाणं बाणासनं शूलं तर्जनीं यादिभिः क्रमात् ।
पत्राग्रेषु ब्राह्म्याद्याः पूजयेत् ।
ततो दिक्षु तद्वहिरिन्द्रादीन्वज्रादींश्च प्रपूजयेत् ।
ततो धूपादिविसर्जनान्तं कर्म समापयेत् ।
तथा च कुलचुडामणौ:
ब्राह्म्याद्याश्च ततः पश्चाल्लोकपालांस्ततो बहिः ।
तसस्त्राणि सिद्धमयी प्रयोगञ्च समाचरेत्
॥ १० ॥
P2-0218 · 11
अस्य पुरश्चरणमष्टलक्षजपः अष्टसहस्रं तिलेर्होमः
तथा च:
अष्टलक्षं जपेन्मन्त्रं तत्सहस्रं तिलैः शुभैः ।
इत्यादि वचनात्
॥ ११ ॥
P2-0219 · 12
जपसमर्पणात्पूर्वमुत्तरस्यां दिशि त्रिकोणमण्डलं विलिख्य
वलिं दद्यात् ।
एहि एहि पदद्वन्द्वं गृह्ण गृह्ण पदद्वयम् ।
मदीयञ्च बलिं देवि लुलापकपदद्वयम् ।
साधय - द्वितयं ब्रूयात्खादय - द्वितयं पुनः ।
सर्वं सिद्धिपदं देहि ततः स्वाहापदं वदेत् ।
बलिदानस्य मन्त्रोऽयं मर्दिन्याः परिकीर्तितः
॥ १२ ॥
P2-0202 · 96
अस्याः पूजाप्रयोगः:
प्रातः कृत्यादिपीठन्यासान्तं विधाय हृत्पद्मस्य केशरेषु
मध्ये च पीठशक्तीन्यसेत् ।
तद्यथा:
आं प्रभायै ईं मायायै ऊं जयायै एं सूक्ष्मायै ऐं
विशुद्धायै ॐ नन्दिन्यै औं सुप्रभायै अं विजयायै अः
सर्वसिद्धिदायै, नमः सर्वत्र ।
तदुपरि ॐ वज्रनखदंष्ट्रायुधाय महासिंहाय हुं फट्
नमः इति न्यसेत् ।
तथा च निबन्धे:
प्रभा माया जया सूक्ष्मा विशुद्धा नन्दिनी पुनः ।
सुप्रभा विजया सर्वसिद्धिदा नवशक्तयः ।
अज्भिर्ह्रस्वत्रयक्लीवरहितैः पूजयेदिमाः ।
प्रणवानन्तरं वज्रनखदंष्ट्रायुधाय चा ।
महासिंहाय वर्मान्तं नतिः सिंहमनुर्मतः ।
दद्यादासनमेतेन मूर्तिं मूलेन कल्पयेत्
॥ ९६ ॥
P2-0203 · 97
ततः ऋष्यादिन्यासः
तद्यथा:
शिरसि नारदऋषये नमः, मुखे गायत्रीच्छन्दसे नमः, हृदि
दुर्गायै देवतायै नमः ।
तथा च निबन्धे:
ऋषि स्यान्नारदश्छन्दो गायत्री देवता मनोः ।
दुर्गा समीरिता सद्भिर्दुरितापन्निवारिणीति
॥ ९७ ॥
P2-0204 · 98
ततः कराङ्गन्यासौ:
ह्रां ॐ ह्रीं दुं दुर्गायै अंगुष्ठाभ्यां नमः, ह्रीं ॐ ह्रीं
दुं दुर्गायै तर्जनीभ्यां स्वाहा, ह्रूं ॐ ह्रीं दुं दुर्गायै
मध्यमाभ्यां वषट्, ह्रैं ॐ ह्रीं दुं दुर्गायै
अनामिकाभ्यां हुं, ह्रौं दुं दुर्गायै कनिष्ठाभ्यां वौषट्,
ह्रः ॐ ह्रीं दुं दुर्गायै करतलपृष्ठाभ्यां फट् ।
एवं हृदयादिषु ह्रां ॐ ह्रीं दुं दुर्गायै नमः इत्यादि ।
तथा च निबन्धे:
नमस्कारविमुक्तेन मूलमन्त्रेण साधकः ।
ह्रामाद्यैः सह कुर्वीत षडङ्गानि यथाविधि
॥ ९८ ॥
Quellen und Textstand
- Krishnananda Agamavagisha: Brihat Tantrasara. Grundlage ist die gespeicherte deutsche Gesamtausgabe mit den zugehörigen IAST- und Devanagari-Dateien, Bearbeitungsstand 4. Oktober 2026.
- Die Kennungen P1 bis P5 mit vierstelliger Nummer bezeichnen die Fundstellen der Gesamtausgabe. Die daneben stehende Verszählung einschließlich Zusatznummern bleibt erhalten.
- Lokale Hinweise in eckigen Klammern kennzeichnen Lesarten, Textlücken und Übersetzungsprobleme. Ein neuer Vergleich mit einer gedruckten Sanskritedition wurde für diese Ritualredaktion nicht vorgenommen.
- Brihat Tantrasara Übersetzung 2: P2-0209–P2-0219; ergänzend P2-0202–P2-0204
Ergänzendes Praxisvideo
Om Dum Durgayai Namaha – langsame Japa-Rezitation von Yoga Vidya. Das Video dient der allgemeinen Einführung beziehungsweise Rezitationspraxis. Es zeigt eine andere oder vereinfachte Fassung; für diesen Artikel gelten die oben belegten Mantras und die jeweilige Ritualordnung.
Siehe auch
- Brihat Tantrasara Ritualartikel Übersicht
- Shulini Puja nach dem Brihat Tantrasara
- Katyayani Puja mit der Chintamani-Vidya nach dem Brihat Tantrasara
- Katyayani Puja mit der achtsilbigen Vidya nach dem Brihat Tantrasara
- Jagaddhatri Durga Japa nach dem Brihat Tantrasara
- Jagaddhatri Durga Puja nach dem Brihat Tantrasara
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