Ishanashivagurudeva Paddhati Mantrasammlung
Mantras und Gebete der Ishanashivagurudeva Paddhati
Mantra erscheint in diesem Werk als Laut, Bedeutung, göttliche Gestalt und rituelle Handlung. Diese Sammlung macht ausgewählte ausgeschriebene Formeln mit ihrer Bedeutung zugänglich und weist anschließend weitere Mantrastellen und Gruppen mit Fundstellen nach. Sie ersetzt keine vollständige Ritualunterweisung.
Ein Bija ist ein Keimlaut; eine Wortübersetzung wäre dafür häufig irreführend. Eine Gayatri ist hier eine bestimmte Anrufungsform. Die Bezeichnung allein liefert noch keinen vollständigen Wortlaut. Chiffren benennen Laute mittelbar durch Gottheiten, Körperstellen oder andere Zuordnungen. Solche Bildungsanweisungen werden nicht als gesicherte Rezitationsformeln rekonstruiert. Sanskritlesungen einschließlich auffälliger Schreibungen bleiben erhalten.
Ein Zugang für dein Studium: Beginne bei einem ausgeschriebenen Gebet mit verständlicher Bedeutung und lies den verlinkten Kapitelzusammenhang. Achte darauf, wer spricht, an wen sich die Worte richten und welche Handlung sie begleiten. Gerade diese Genauigkeit kann die Hingabe vertiefen: Ein Wort wird persönlich bedeutsam, wenn sein Sinn und sein Ort in der Überlieferung deutlicher werden.
Weiterführende Lektüre: Soma Shambhu Paddhati bietet einen ergänzenden Zugang zu Japa und Darbringung; Netra Tantra lädt zum Vergleich von Anrufung und Schutz ein. Die jeweiligen Formeln werden dabei in ihrem eigenen Überlieferungszusammenhang gelesen und nicht zu neuen Mantras zusammengesetzt. Eine andere Mantrasammlung findest du unter Mantras und Gebete der Ishanashivagurudeva Paddhati.
Ich bin Das
Kurze Identitätsformel im Zusammenhang der inneren Reinigung und Vergegenwärtigung des höchsten Selbst.
Fundstelle: Samanyapada 2-71 und 2-74 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
so'ham
Bedeutung: Ich bin Das.
Auflösung im Unbefleckten
Die Quelle nennt eine anschließende Kopf-Endung. Diese wird hier nicht aus einer anderen Überlieferung ergänzt.
Fundstelle: Samanyapada 2-120 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebener Formelteil; Endung nur bezeichnet
nirañjane layaṃ gaccha
Bedeutung: Gehe ein in die Auflösung im Unbefleckten.
Verehrung den Kühen
Teil der historischen morgendlichen Verehrung.
Fundstelle: Samanyapada 9-78 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
gobhyo namo
Bedeutung: Verehrung den Kühen.
Tvarita-Gayatri
Tvarita bezeichnet die rasch wirkende Göttin. Die gelieferte Form vidmahe und die Namensform Trotala werden bewahrt.
Fundstelle: Mantrapada 22, unnummeriert nach 22-10 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
tvaritāvidyāyai vidmahe trotalāvidyāyai dhīmahi, tannastūrṇā pracodayāt
Bedeutung: Wir erkennen die Tvarita-Vidya; über die Trotala-Vidya meditieren wir. Möge die Eilende uns anregen.
Shiva als Zeuge und Vollender
Abschluss der Pavitra-Verehrung. Die Formel wird in der Quelle durch iti angeschlossen; die so überlieferte Endform nama bleibt stehen.
Fundstelle: Kriyapada 21, unnummeriert nach 21-113 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
sarvatattvātmane sarvakarmasākṣiṇe sarvaparipūraṇāya sarvaphalapradāya sarvajñāya śivāya nama
Bedeutung: Verehrung Shiva, dem Selbst aller Wirklichkeitsprinzipien, dem Zeugen aller Handlungen, dem Vollender von allem, dem Geber aller Früchte und dem Allwissenden.
Ananga-Gayatri
Kama-Verehrung im Frühlingsritual. Klim ist ein Bija, ein ritueller Keimlaut; ihm wird keine erfundene Wortbedeutung zugeschrieben.
Fundstelle: Kriyapada 22, unnummeriert nach 22-31 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ klīṃ manmathāya vidmahe kāmadevāya dhīmahi tanno gandharvaḥ pracodayāt!
Bedeutung: Om, Klim. Wir erkennen Manmatha; über Kamadeva meditieren wir. Möge jener Gandharva uns anregen.
Die alles tragende Erde
Einladung der Erde im Zusammenhang der Gründungszeremonie. Ham und Hlam sind Keimlaute.
Fundstelle: Kriyapada 27, unnummeriert nach 27-103 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ hāṃ hlāṃ pṛthivyai sarvabhūtadhāriṇyai namaḥ
Bedeutung: Om, Ham, Hlam. Verehrung der Erde, die alle Wesen trägt.
Bitte um einen geeigneten Stein
Ritualgebet bei der Suche nach einem Stein für das Heiligtum. Die Schreibung triṇetrāya bleibt erhalten.
Fundstelle: Kriyapada 36-59 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ triṇetrāya rudrāya bhūtānāṃ pataye namaḥ |
śilāṃ darśaya
deveśa ! prasanno vṛṣabhadhvaja !
Bedeutung: Om. Verehrung dem Dreiäugigen, Rudra, dem Herrn der Wesen. Zeige den Stein, Herr der Götter! Sei gnädig, du mit dem Stierbanner!

Moderne Begleitung: Nyasa – Verehrung und Darbringung des Körpers
Dieser Beitrag erläutert einen allgemeinen Yoga- und Tantra-Zusammenhang; er ist keine Rezitation dieser Schrift.
Verzeihung vor der Arbeit am Linga
Vor dem Ausarbeiten der Kennlinien am Linga; der Erzählrahmen ist nicht Teil des Gebets.
Fundstelle: Kriyapada 38-20–21 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebenes Gebet
ajñānād vā mayā jñānāt tvayi yad duranuṣṭhitam || 20 ||
tat sarvamiha sarvātman ! kṣantumarhasi śaṅkara !
Bedeutung: Was ich an dir aus Unwissenheit oder wissentlich unrecht ausgeführt habe, all das vergib mir hier, du Selbst aller Wesen, Shankara!
Einladung an Rudras Gefolge
Bali bezeichnet hier die rituelle Darbringung an das Gefolge. Das gleiche Gebet wird nicht als zweite Auswahlstelle gezählt.
Fundstelle: Kriyapada 48-25 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
ye samastaṃ jagad vyāpya tiṣṭhanti balikāṅkṣiṇaḥ |
te
rudrapārṣadāḥ sarve gṛhṇantu balimuttamam
Bedeutung: Alle Angehörigen von Rudras Gefolge, die die ganze Welt durchdringen und nach der Bali-Gabe verlangen, mögen diese vorzügliche Gabe annehmen!
Harasena-Gayatri
Anrufung des Gefolges. Die unterschiedlichen Quellformen vidmahe und dhīmahe bleiben erhalten.
Fundstelle: Kriyapada 48, unnummeriert nach Vers 32 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ harasenāya vidmahe mahābalāya dhīmahe tanno daśamūrtiḥ pracodayāt
Bedeutung: Om. Wir erkennen Harasena; über den sehr Kraftvollen meditieren wir. Möge jener Zehngestaltige uns anregen.
Ganesha-Gayatri
Die Quelle bietet an dieser Stelle kein vorangestelltes Om. Es wird nicht ergänzt.
Fundstelle: Kriyapada 52, Einschub innerhalb Vers 18 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
vināyakāya vidmahe gajavaktrāya dhīmahi |
tanno dantī pracodayāt
Bedeutung: Wir erkennen Vinayaka; über den Elefantengesichtigen meditieren wir. Möge jener mit dem Stoßzahn uns anregen.
Das Gefolge Ganeshas
Vighna bezeichnet im Zusammenhang den Herrn der Hindernisse. Die Formel gehört zur Bali-Darbringung.
Fundstelle: Kriyapada 52, Einschub innerhalb Vers 38 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ namaḥ sarvavighnapārṣadebhyastatpārṣadebhyo namaḥ
Bedeutung: Om. Verehrung allen Angehörigen von Vighnas Gefolge und deren Gefolgsleuten; Verehrung!
Die Maus als Reittier
Verehrung des Reittiers auf dem Festbanner. Mum ist der gelieferte Keimlaut.
Fundstelle: Kriyapada 52, Einschub innerhalb Vers 39 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
oṃ mūṃ mūṣikāya namaḥ
Bedeutung: Om, Mum. Verehrung der Maus.
Einladung an Durgas Gefolge
Das vorangestellte Om steht in der Quelle als eigene unnummerierte Zeile; die zitierte Formel beginnt mit ye.
Fundstelle: Kriyapada 55-69 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
ye samastaṃ jagad vyāpya caranti balikāṅkṣayā |
durgāpāriṣadāḥ sarve gṛhṇantūpahṛtaṃ balim
Bedeutung: Alle Angehörigen von Durgas Gefolge, die die ganze Welt durchdringend umherziehen und nach der Bali-Gabe verlangen, mögen die dargebrachte Gabe annehmen!
Einladung an Sarasvatis Gefolge
Ritualanrufung im Kapitel über die Göttin der Rede.
Fundstelle: Kriyapada 57-62 · IAST · Devanagari
Textart: Ausgeschriebene Formel
ye samastaṃ jagad vyāpya caranti balikāṅkṣayā |
sarasvatīpāriṣadā gṛhṇantūpahṛtaṃ balim
Bedeutung: Die Angehörigen von Sarasvatis Gefolge, die die ganze Welt durchdringend umherziehen und nach der Bali-Gabe verlangen, mögen die dargebrachte Gabe annehmen!

Moderne Begleitung: Kundalini – die kosmische Kraft
Dieser Beitrag erläutert einen allgemeinen Yoga- und Tantra-Zusammenhang; er ist keine Rezitation dieser Schrift.
Darbringung von Japa und Handlungen
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Mantrapada 15, Verse 91–94 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
oṃ
guhyātiguhyagoptā tvaṃ gṛhāṇāsmatkṛtaṃ japam |
siddhirbhavati me yena tvatprasādāt tvayi sthitā || 15-91 ||
yatkiñcit kurmahe deva! sadā sukṛtaduṣkṛtam |
tanme śivapadasthasya bhuṅkṣva kṣapaya śaṅkara ! || 15-92 ||
śivo dātā śivo bhoktā śivaḥ sarvamidaṃ jagat |
śivo jayati sarvatra yaḥ śivaḥ so'hameva tu || 15-93 ||
yeyaṃ pūjā kṛtā deva ! japahomānvitā mayā |
prasīda pratigṛhṇīṣva siddhimiṣṭāṃ prayaccha me || 15-94 ||
Bedeutung: 15-91. »Om. Du Hüter des Geheimsten der Geheimnisse, nimm unser Japa an. Durch deine Gnade möge mir daraus die Vollendung erwachsen, die in dir ruht.
15-92. Was immer wir, o Gott, stets tun, Gutes oder Schlechtes: Nimm es von mir, der in Shivas Zustand ruht, an und lasse es schwinden, Shankara!
15-93. Shiva ist der Gebende, Shiva der Genießende, Shiva ist diese ganze Welt. Shiva siegt überall. Was Shiva ist, das bin auch ich.
15-94. Diese Verehrung, o Gott, die ich mit Japa und Feueropfer vollzogen habe: Sei gnädig und nimm sie an; gewähre mir die erstrebte Vollendung.«
Bitte um Verzeihung und Vollendung
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Mantrapada 17, Verse 71–72 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
kimaṅgapūjanāvidhāvajānatāthavā mayā
tadaṅgamantrasādhanakriyādihīnamarcitā |
tvadaṅghriyugmapadmayostu bhakticoditena tat
tvamamba! kheditādhunāsi durnayaṃ kṣamasva me || 17-71 ||
bhaktihīnaṃ kriyāhīnaṃ śraddhāhīnaṃ yadarcanam |
tadastu paripūrṇaṃ me tava devi! prasādataḥ || 17-72 ||
Bedeutung: 17-71. Vielleicht habe ich in Unkenntnis des Verfahrens deine Glieder verehrt und dabei Gliedermantras, Hilfsmittel oder Handlungen ausgelassen. Doch Hingabe an deine beiden Lotusfüße hat mich bewegt. Wenn ich dich dadurch, Mutter, nun ermüdet habe, verzeih mir mein ungeschicktes Vorgehen.
17-72. Was an meiner Verehrung ohne Hingabe, ohne rechte Handlung oder ohne Vertrauen blieb, möge durch deine Gnade, o Göttin, vollständig werden.
Darbringung an die höchste Herrin
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Mantrapada 18, Vers 35 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
japaṃ ca yajanādikaṃ culukavārihasto'rpayet
guhyātiguhyaguptātmamūrtistvaṃ parameśvari! |
gṛhāṇātmakṛtāṃ pūjāṃ japādyaṃ ca phalāptaye || 18-35 ||
Bedeutung: 18-35. Mit Wasser in der hohlen Hand bringt man Japa und Verehrung dar: »Du, höchste Herrin, deren eigene Gestalt im Geheimsten der Geheimnisse verborgen ist, nimm meine Verehrung, mein Japa und die weiteren Handlungen an, damit ihre Frucht erlangt werde.«
Verehrung des Wesens der Zeit
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Kriyapada 21, Vers 33 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
tuṭyādirabdaparyantaḥ kālātmā viśvago vibhuḥ |
anādyantaśca yoḥ nityastasmai kālātmane namaḥ || 21-33 ||
Bedeutung: Kriyapada 21-33. „Dem Wesen der Zeit, das vom kleinsten Augenblick bis zum Jahr reicht, das allgegenwärtig und mächtig, anfanglos, endlos und ewig ist – diesem Wesen der Zeit Verehrung!“
Zuflucht und Vollendung der Verehrung
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Kriyapada 21, Verse 109–113 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
tvaṃ gatiḥ sarvabhūtānāṃ saṃsthitastvaṃ carācare |
antaścāreṇa sarveṣāṃ draṣṭā tvaṃ parameśvara! || 21-109 ||
karmaṇā manasā vācā tvatto nānyā gatirmama |
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ dravyahīnaṃ ca yat kṛtam || 21-110 ||
japahomārcanāhīnaṃ kṛtaṃ nityaṃ mayā tava |
stutibhaktivihīnaṃ ca tat pūraya maheśvara! || 21-111 ||
supūtastvaṃ sureśāna! pavitraṃ pāpanāśanam |
tvayā pavitritaṃ sarvaṃ jagat sthāvarajaṅgamam || 21-112 ||
khaṇḍitaṃ yanmayā deva! vrataṃ vaikalyayogataḥ |
ekībhavatu tat sarvaṃ tvadājñāsūtrayojitam || 21-113 ||
Bedeutung: Kriyapada 21-109. „Du bist die Zuflucht aller Wesen; du bist im Beweglichen und Unbeweglichen gegenwärtig. Durch dein Wirken im Innern bist du der Schauende in allen, höchster Herr!
Kriyapada 21-110. In Tun, Denken und Sprechen habe ich keine andere Zuflucht als dich. Was ich ohne ausreichende Mantras, Handlungen oder Gaben vollzogen habe,
Kriyapada 21-111. was ich dir täglich unvollständig an Japa, Feueropfer und Verehrung dargebracht habe, was an Lobpreis und Hingabe fehlte: Das vollende, Maheshvara!
Kriyapada 21-112. Du bist vollkommen rein, Herr der Götter, das Reinigende, das Verfehlungen vernichtet. Durch dich ist die ganze bewegliche und unbewegliche Welt gereinigt.
Kriyapada 21-113. Welches Gelübde ich durch Unzulänglichkeit auch unterbrochen habe, Gott: Möge es ganz und eins werden, durch den Faden deines Gebots verbunden!“
Geben mit Hingabe
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Kriyapada 21, Vers 118 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
p. 217) atha gurau sati śivavat tamabhipūjya vasanābharaṇadhanādibhiḥ paritoṣya pavitraṃ ca tasminnatiśobhanamāropya tadabhāve tatpādukādāvabhyarcyāropayet |
tataścādhyayanahomādiphalaṃ taistairudakapūrvaṃ svahaste gṛhītvā devapādābjayoḥ samarpya teṣāṃ dakṣiṇāśca sūtrāṇi ca dadyāt |
dīkṣitabrāhmaṇaliṅgināṃ bandhujanānāṃ ca sūtrāṇi pradāya dīkṣitabrāhmaṇaliṅgino hemavastrādibhiḥ paritoṣya dīnāndhakṛpaṇādibhyaścārthibhyo yathāśakti sarvebhyo hiraṇyādikaṃ dattvā sarvānapi bhojayitvā tadbhojanadānaphalamaśeṣamanena śive samarpayet |
oṃ,
vittaśāṭhyavihīnasya bhaktyā śaktyanurūpataḥ |
dānenānena dattena prīyatāṃ me sadāśivaḥ || 21-118 ||
Bedeutung: Kriyapada 21-118 mit vorangestelltem Pranava. „Möge Sadashiva an dieser Gabe Gefallen finden, die ich ohne Geiz und Verstellung in Vermögensfragen, mit Hingabe und nach meinen Kräften dargebracht habe!“
Ashoka: Bitte um Freiheit von Kummer
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Kriyapada 22, Vers 25 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
aśokāya namastubhyaṃ kāmastrīśokanāśana! |
śokārtiṃ hara me nityamānandaṃ janayasvame || 22-25 ||
Bedeutung: Kriyapada 22-25. „Dir, Ashoka, Verehrung, du Vernichter des Kummers von Kamas Gattin! Nimm mir stets das Leid des Kummers und lass Freude in mir entstehen!“
Segen für Menschen und alle Wesen
Versmarken und gegebenenfalls kurze Einleitungen gehören zum Quellenzitat. Nur die als direkte Rede erkennbaren Anrufungen sind Gebetswortlaut.
Fundstelle: Kriyapada 49, Verse 95–99 · IAST · Devanagari
Textart: Vollständiger Werkvers beziehungsweise Gebetsabschnitt mit überliefertem Rahmen
p. 466)
svasti rājñe prajābhyaśca svasti rāṣṭrāya sarvadā |
svasti
gobrāhmaṇebhyo'stu vaiśyebhyaḥ svastivardhatām || 95 ||
strīśūdrebhyo'pi ca svasti bhūtebhyaḥ svasti vardhatām |
svastyastu jaṅgamebhyaśca sthāvarebhyastathaiva ca || 96 ||
svasti cāstu ca mantrebhyaḥ karmaṇe svasti vardhatām |
svastyastu
sarvadevebhyaḥ pitṛbhyaḥ svasti sarvadā || 97 ||
ṛṣibhyaḥ svasti bhavatu bhaumebhyaḥ svasti vardhatām |
svasti
pātālavāsibhyo divyebhyaḥ svasti sarvadā || 98 ||
svastyastu cāntarikṣebhyaḥ sarvebhyaḥ svasti vardhatām |
utsave'smin maheśasya balibhiḥ svasti vardhatām || 99 ||
Bedeutung: „Kriyapada 49, Vers 95. Heil dem König und den Menschen, Heil dem Reich zu jeder Zeit! Heil den Kühen und Brahmanen; das Wohlergehen der Vaishyas möge wachsen!
Kriyapada 49, Vers 96. Auch Frauen und Shudras sei Heil! Das Wohlergehen aller Wesen möge wachsen! Heil sei den Beweglichen und ebenso den Unbeweglichen!
Kriyapada 49, Vers 97. Heil sei den Mantras; das Gelingen der Handlung möge wachsen! Heil allen Göttern, Heil den Ahnen zu jeder Zeit!
Kriyapada 49, Vers 98. Den Rishis sei Heil! Das Wohlergehen der irdischen Wesen möge wachsen! Heil den Bewohnern der Unterwelt und den himmlischen Wesen zu jeder Zeit!
Kriyapada 49, Vers 99. Heil den Wesen des Zwischenraums! Das Wohlergehen aller möge wachsen! Bei diesem Fest Maheshas möge durch die Bali-Gaben Wohlergehen wachsen!“
Wegweiser zu weiteren Mantrastellen
Dieser Wegweiser erschließt 91 weitere beziehungsweise wiederkehrende Stellen und Gruppen. Er unterscheidet ausgeschriebene Gebete, Formelteile und bloße Benennungen. Der verlinkte Kapiteltext enthält den vollständigen gelieferten Zusammenhang; insbesondere werden vedische Hymnen nicht aus ihren Anfangsworten ergänzt. Wiederkehrende Gebete bleiben in ihrem jeweiligen Ritualkontext auffindbar.
Samanyapada
- Samanyapada 1, 1-38–41: Shakti-Bija: verschlüsselte Bildung aus Lauten und Lautbestandteilen; keine ausgeschriebene Normalform.
- Samanyapada 1, 1-54: Pranava: Erklärung seines Aufbaus aus Lauten, Bindu und Nada.
- Samanyapada 1, 1-55: Unsichere Schreibweise innerhalb der Pranava-Erklärung.
- Samanyapada 1, 1-75–78: Rituelle Endungen und weitere Lautchiffren; keine Sammlung vollständiger Anrufungen.
- Samanyapada 2, innerhalb 2-48: Anrufungen und Gliederformel mit unklarer Abgrenzung der einzelnen Einheiten.
- Samanyapada 2, nach 2-65: Unnummerierte Silbenfolge; ihr Zusammenhang ergibt keine gesicherte durchgehende Rezitationsformel.
- Samanyapada 2, 2-71 und 2-74: Ausgeschriebene Identitätsformel „Ich bin Das“.
- Samanyapada 2, 2-120: Entlassung in das Unbefleckte; die anschließende Kopf-Endung wird nur bezeichnet.
- Samanyapada 8-37: Erklärung ritueller Abschlusswörter; keine selbstständigen vollständigen Mantras.
- Samanyapada 9, nach 9-21: Ausgeschriebenes Erdgebet im Zusammenhang der morgendlichen Handlungen.
- Samanyapada 9, nach 9-75: Ausgeschriebenes Triyayusha-Zitat im historischen Ritualzusammenhang.
- Samanyapada 9-78: Kurze Verehrung der Kühe.
- Samanyapada 9-175: Kurze Verehrung der Wasser; die auffällige Sandhi-Lesung bleibt in der Sanskritfassung erhalten.
- Samanyapada 10, nach 10-37: Drei ausdrücklich angeführte Einsetzungsformeln; die Liste wird nicht ergänzt.
- Samanyapada 10-31: Chintamani-Bija: verschlüsselte Lautbildung.
Mantrapada
- Mantrapada 22, nach 22-10: Ausgeschriebene Tvarita-Gayatri.
- Mantrapada 22, 22-64–75 und folgende Prosa: Panjara-Schutzgebet mit der anschließenden Prosa; die unterschiedlichen Namensformen bleiben sichtbar.
- Mantrapada 47, unnummerierte Bali-Formel nach 47-116: Bitte an Rudras Scharen um Frieden im historischen Zusammenhang der Abwehr von Schadenzauber.
- Mantrapada 52, Werkteilschluss nach Kapitelkolophon: Schlusssegen des Mantrapada: „Möge Heil sein!“
Kriyapada
- Kriyapada 1-119–124: Erklärung des Shakti-Keims durch Laute, Bindu und Nada; die Erklärung ist keine ausgeschriebene Rezitationsfassung.
- Kriyapada 3, unnummerierte Sonnenformel nach 3-75: Ausgeschriebene Sonnenanrufung; die Sonne wird als Shivas Selbst verehrt.
- Kriyapada 3, sechs Gliederformeln nach 3-55: Sechs Shiva-Gliederformeln; die Abschlusslaute der fünften und sechsten Formel weichen von geläufigen Parallelformen ab.
- Kriyapada 6, 6-69–70: Shiva-Gayatri als Laut- und Bildungsanweisung, ohne zusätzlich rekonstruierte Formel.
- Kriyapada 6, nach 6-77: Sechs ausgeschriebene Sonnen-Gliedermantras mit örtlichen Lautauffälligkeiten.
- Kriyapada 6, nach 6-113 und 6-114: Ausgeschriebene Vyomavyapi-Gliederformeln innerhalb eines Ritualverfahrens.
- Kriyapada 10, 10-32–33: Gebet bei der Keimaussaat; der Vers enthält zugleich Anweisungen für den Ausführenden.
- Kriyapada 13, 13-124–126: Darbringungsgebete nach Japa; Vers 125 enthält zusätzlich Keimlaute.
- Kriyapada 13, zwischen 13-1 und 13-5: Ausgeschriebene Anrufungen von Torwächtern, Ganesha und Guru in unnummerierter Prosa.
- Kriyapada 14, nach 14-22: Ausgeschriebene Anrufungen der Mütter mit ihren überlieferten Keimlauten.
- Kriyapada 15, 15-4–5 und unnummerierte Fortsetzung: Bali-Gebet mit unnummerierter Fortsetzung; anschließend folgt eine Lautformel.
- Kriyapada 16, 16-38–40 mit unnummerierter Fortsetzung: Bitte an Shiva und Shakti um Schutz der Zeremonie; Vers 38 weist eine Quellenunsicherheit auf.
- Kriyapada 18, unnummerierte Prosa nach 18-119: Anrufung der Allwissenheit des Atman; fünf weitere Eigenschaften werden nur verkürzt angeschlossen.
- Kriyapada 19, Prosa nach 19-62: Formel für das Einlegen der Edelsteine; weitere Stoffformeln sind teilweise durch Rückverweise abgekürzt.
- Kriyapada 21-33: Ausgeschriebenes Gebet an das Wesen der Zeit.
- Kriyapada 21, unnummerierte Formel nach 21-113: Ausgeschriebene Verehrung Shivas als Zeuge und Vollender aller Handlungen.
- Kriyapada 22, unnummerierte Ananga-Gayatri nach 22-31: Ausgeschriebene Ananga-Gayatri im Kama-Ritual.
- Kriyapada 22-25: Ashoka-Gebet: Bitte um Freiheit von Kummer und um Freude.
- Kriyapada 26-56–63: Acht Anrufungen an Erde, Feuer, Atman beziehungsweise Opfer, Sonne, Wasser, Wind, Soma und Raum.
- Kriyapada 27, unnummerierte Formel nach 27-103: Ausgeschriebene Verehrung der Erde als Trägerin aller Wesen.
- Kriyapada 27-105 und unnummerierte Versfortsetzung: Einladung an die Erde; der Gebetstext reicht über die nummerierte Einheit hinaus.
- Kriyapada 33, Verse 20–22: Zwei als Mantras bezeichnete Anrufungen an die Bewohner des Waldes; ihre genaue Trennstelle ist nicht ausdrücklich markiert.
- Kriyapada 34, Verse 50–52: Segensgebet mit einer unsicheren Benennung in Vers 52.
- Kriyapada 34, Formeln vor 72, nach 73 und in 89: Nyasa-Formeln und Anweisungen für die rituelle Einsetzung; daneben steht in Vers 69 eine verschlüsselte Mantrabildung.
- Kriyapada 36, Vers 59: Ausgeschriebenes Gebet um das Auffinden eines Steins; die besondere Quellschreibung für „dreiäugig“ bleibt erhalten.
- Kriyapada 36, Verse 61–62: Bitte um Freigabe des Steins; eine anschließende Prosavariante bezieht sich auf Holz.
- Kriyapada 36, Verse 67–68 mit Fortsetzung: Svapnamanavaka-Traummantra mit unnummerierter Fortsetzung und nicht wörtlich übersetzbaren Lautfolgen.
- Kriyapada 38, Verse 20–21: Vergebungsgebet vor der Arbeit an den Kennlinien des Lingas.
- Kriyapada 44, Verse 2–9 und 15–27: Überwiegend vedische Textanfänge und Mantranamen. Die vollständigen Hymnen sind hier nicht mitgeteilt.
- Kriyapada 45, Vers 84: Rituelles Gebot an Indra, die Richtung zu schützen; der Wortlaut enthält eine auffällige Verbindung am Versende.
- Kriyapada 45, Vers 86: Bitte an Shiva, mit Shakti, Sohn und Gefolge bis zum Ende des Opfers gegenwärtig zu bleiben.
- Kriyapada 46, Verse 107–108: Abschlussgebet um Vollendung der in drei Bereichen ausgeführten Handlung.
- Kriyapada 46, Verse 91–92, 97–98 und 102–103: Ritualinterne Gebote an Brahma, Vishnu und Rudra.
- Kriyapada 47, Verse 21–22: Bitte an die tragende Shakti, am geweihten Sitz gegenwärtig zu bleiben.
- Kriyapada 47, Verse 35–36: Bali-Anrufung mit einer unnummerierten Schlussformel und örtlich auffälliger Lesung.
- Kriyapada 47, Verse 119–120: Sieben ausdrücklich erläuterte Opferformeln mit unterschiedlichen rituellen Endungen.
- Kriyapada 47, Verse 91–93: Vedische Textanfänge; keine vollständig ausgeschriebenen Hymnen.
- Kriyapada 48, Vers 25: Ausgeschriebene Bali-Anrufung an Rudras Gefolge.
- Kriyapada 48, nach Vers 32: Ausgeschriebene Harasena-Gayatri mit den besonderen Quellformen ihrer Verben.
- Kriyapada 49, Vers 34 mit Einschub: Stier-Anrufungen und Gayatri; die angeführte Variante bleibt von der Hauptlesung unterschieden.
- Kriyapada 49, Verse 46, 59 und 88–99: Banneranrufung, Einladung und Segenslitanei; der Segen reicht bis Vers 99.
- Kriyapada 49, Verse 104–132 einschließlich unnummerierter Prosa: Türhüter- und Richtungsanrufungen, Gayatris und verschlüsselte Bildungen. Die Verse 125–127 ergeben keine gesicherte ausgeschriebene Formel; Vers 130 wiederholt das Gebet aus 48-25.
- Kriyapada 50, Verse 365–367: Hingabegebet mit einer besonderen Bitte des Befreiungssuchenden; Vers 367 enthält auch den Handlungsrahmen.
- Kriyapada 50, Verse 135–211 und 318–334: Überwiegend Mantranamen, Textanfänge, Lautzahlen und Zuordnungen; fehlende Hymnen werden nicht ergänzt.
- Kriyapada 51, Verse 42–43 und 57–58: Sieben Opferformeln und Einladung des Sonnengefolges; einzelne Namen und Wörter weichen von Parallelstellen ab.
- Kriyapada 52, Vers 18 mit Einschub: Ausgeschriebene Ganesha-Gayatri ohne vorangestelltes Om an dieser Fundstelle.
- Kriyapada 52, Verse 38–39, eingeschobene Formeln: Zwei getrennte Formeln: Anrufung des Gefolges und Verehrung der Maus als Reittier.
- Kriyapada 53, Verse 26–27: Bildungsanweisung für die Skanda-Gayatri; kein unmittelbar ausgeschriebener Gesamtwortlaut.
- Kriyapada 53, Verse 43–46: Ausgeschriebene Skanda-Einladung; Vers 46 kehrt zum Handlungsrahmen zurück.
- Kriyapada 53, Verse 73,79,80,89: Gefolgs- und Pfauanrufungen sowie Einladung und Bitte; Vers 73 enthält eine nicht ergänzte Lücke.
- Kriyapada 54, Verse 1–8: Verschlüsselter Wurzelmantra, Erklärung der Gayatri und ihrer Erweiterung.
- Kriyapada 54, Verse 48,68,72–73,76,79 mit Prosa: Ausgeschriebene Anrufungen des göttlichen Paares und Einladung seines gemeinsamen Gefolges, teils in Prosa.
- Kriyapada 55, Verse 1–9: Verschlüsselte Lautbildungen und Erklärung der Durga-Gayatri.
- Kriyapada 55, Vers 65: Löwenformel mit Keimlauten; die Laute besitzen keine hier belegte einfache Wortübersetzung.
- Kriyapada 55, Vers 69: Ausgeschriebene Bali-Anrufung an Durgas Gefolge.
- Kriyapada 56, Verse 2–7: Verschlüsselte Mantrabildungen und Anweisung zur Gauri-Gayatri.
- Kriyapada 56, Verse 71–72: Bali-Anrufung an Gauris Gefolge; das Gebet beginnt im zweiten Halbvers 71 und endet im ersten Halbvers 72.
- Kriyapada 57, Verse 1–7: Sprachmantra und Gayatri-Bildung mit verschlüsselten und fragenden Lesungen.
- Kriyapada 57, Verse 59,62 sowie Prosa vor67: Anrufungen an Sarasvatis Gefolge; Vers 62 enthält eine ausgeschriebene Bali-Formel.
- Kriyapada 58, Verse 1–6,16–17: Lautchiffren, Gliedermantras und Erklärung der Shastri-Gayatri.
- Kriyapada 58, Verse 67,69 mit Prosa: Reittier- und Gefolgsanrufung; vor Vers 69 steht Om als eigene unnummerierte Zeile.
- Kriyapada 59, Prosa nach Vers 5 und in11: Ausgeschriebene Mutter-Anrufungen. Die vorangehenden Keimlaute werden teilweise nur verschlüsselt erklärt.
- Kriyapada 59, Verse 6–19: Bildungsanweisungen für Mantras und Gayatris der Mütter.
- Kriyapada 59, Verse 127–129: Bali-Anrufung an das Gefolge der Mütter; sie beginnt im zweiten Halbvers 127.
- Kriyapada 60, Verse 2–13: Konstruktionen von Wurzel-, Mala-, Bali- und Vatuka-Mantras mit unsicheren Lautfolgen.
- Kriyapada 60, Verse 52,65–66 und Prosa nach71: Reittier- und Gefolgsanrufungen; ausgeschriebene Prosaformeln stehen neben bloßen Textanfängen.
- Kriyapada 61, Verse 8–10,19–21,32–35: Mantra- und Sukta-Verweise ohne ausgeschriebene vollständige Texte.
- Kriyapada 62, Vers 34 und Prosa nach39: Feueranrufung und drei Wasserformeln im Bestattungskontext; ein geklammertes Wort ist unsicher.
- Kriyapada 62, Prosa nach65,77,92,94: Totengaben, Ahnenanrufungen und Dialogformeln; einzelne Wörter und Textanfänge sind beschädigt oder verkürzt.
- Kriyapada 63, Verse 8,12–15,22–24,50,55,66,82–84: Mantranamen, Textanfänge und ein Meditationsvers. Die Beschreibung in Vers 66 ist von einer Rezitationsformel zu unterscheiden.
- Kriyapada 64, Verse 16–18,21–22,34–35: Entlassungs- und Erneuerungsgebete sowie die Bitte um vorläufige Gegenwart während der Erneuerung des Heiligtums.
Yogapada
- Yogapada 3, Verse 19,28–29,43–52: Pranava, Hamsa und Hinweise auf Gayatri und Japa. Vers 51 bietet keine ausgeschriebene Gayatri; besondere Wirkungen werden als Aussagen der Quelle berichtet.
Schlussbetrachtung
Die Gebete zeigen eine Haltung des Anvertrauens: Das eigene Tun darf begrenzt bleiben und dennoch mit Sorgfalt geschehen. Beim Mantrastudium verbinden sich Vertrauen und Genauigkeit. Den Wortlaut beachten, nach seinem Zusammenhang fragen und eine unklare Lesung offenlassen sind Ausdruck eines respektvollen Umgangs mit der Überlieferung.
Nimm aus der Sammlung zunächst ein verständliches Gebet als Gegenstand der Besinnung mit. Lass seine Bedeutung nachklingen und frage, welche Haltung es in dir anspricht. Für deine vertraute Japa-Praxis bleibe bei der erhaltenen Unterweisung. Das Studium kann diese Praxis mit neuer Aufmerksamkeit begleiten und die Verbindung von Mantra, Bhakti und verantwortlichem Handeln vertiefen.
Verwandte Schriften und Siehe auch
Für den Vergleich bieten sich drei Fragen an: Wie beschreiben andere Agamas Shiva und die Bindung der Seele? Wie ordnen Ritualhandbücher Verehrung und Diksha? Wie führen Meditationstexte zur inneren Sammlung? Die folgenden Verweise dienen diesem Vergleich; sie behaupten weder identische Lehren noch eine direkte Abhängigkeit aller genannten Werke.
- Soma Shambhu Paddhati
- Svacchanda Tantra
- Netra Tantra
- Mrigendra Tantra
- Kirana Tantra
- Raurava Agama
- Vijnana Bhairava Tantra
- Kularnava Tantra
- Tantraloka
- Yogini Hridaya
Quellen und Literatur
- Muktabodha Indological Research Institute: īśānaśivagurudevapaddhati, vier elektronische Bände, jeweils IAST und Devanagari: M00016 (Samanyapada 1–14), M00017 (Mantrapada 15–52), M00018 (Kriyapada 1–30), M00233 (Kriyapada 31–64 und Yogapada 1–3). Herausgeber laut Dateiköpfen: Ganapati Shastri; elektronische Erfassung unter Aufsicht von Mark Dyczkowski. Dateiköpfe: Creative Commons BY-NC 4.0. Die gelieferte IAST-Fassung ist Übersetzungsgrundlage; örtlich wurde die getrennt gelieferte Devanagari-Fassung verglichen.
- Bibliographische Angaben der Dateien: Band 1 nennt 1921, die weiteren Bände 1922. Druckausgabe, in den Köpfen genannter Verlag und elektronische Fassung sind zu unterscheiden; insbesondere bezeichnet der Beschreibungssatz von M00233 den Band abweichend als „Volume 3“. Die inhaltliche Fortsetzung und der Dateititel weisen ihn hier als Band 4 aus.
- J. P. Prajith: Isanasivagurudeva Paddhati – study, 2008, Kapitel 2. Autor und Datierung. Nur zur historischen Einordnung, nicht als zusätzliche Sanskritgrundlage verwendet.
- Moderne Begleitmedien: Yoga-Vidya-Wiki, Nyasa und Shiva-Shakti-Philosophie. Bilddateien auf dem Wiki und Videotitel beim Anbieter am 24. September 2026 geprüft. Bilder und Videos zeigen beziehungsweise erläutern heutige Praxis, keine historisch belegte Durchführung dieses konkreten Werkes.
- Seminarverweise: Indische Schriften und Chakra; die vier eingebundenen Feeds wurden am 24. September 2026 abgerufen.
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Zur Textausgabe: Hauptartikel · Samanyapada auf Deutsch · Mantrapada auf Deutsch · Kriyapada 1 auf Deutsch · Kriyapada 2 auf Deutsch · Yogapada auf Deutsch
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