Hartalika Vrata in der Maharashtrischen Tradition

Aus Yogawiki

Hartalika Vrata in der Maharashtrischen Tradition ist ein Gelübde, das vor allem Frauen am dritten Tag der hellen Hälfte des Monats Bhadrapada begehen. Verheiratete Frauen bitten um eheliches Glück und das Wohl ihres Partners, unverheiratete um einen guten Lebensgefährten. Vorbild ist Parvati, die durch Askese und Treue zu ihrem inneren Entschluss Shiva als Gatten gewann. Der Name erinnert an ihre Freundinnen, die sie in den Wald führten, damit sie ihr Gelübde vollenden konnte. Zu Beginn wird ein Shiva Lingam aus Sand geformt; Parvati wird als die Göttin verehrt, die selbst Shiva verehrt. Die Feiernden bringen Uma und Maheshvara Wasser, Blätter, Blüten und drei besondere Arghya-Gaben dar; die letzte nennt ausdrücklich die Freundinnen der Göttin.

Shiva und Parvati mit Ganesha: göttliche Verbundenheit und Geborgenheit.

Die Festpuja folgt der maharashtrischen Überlieferung des Jagadguru Shri Devanath Vedavidyalaya. Für die kurze Einsetzung der göttlichen Gegenwart wird eine ausgewiesene puranische Textfassung verwendet; das Wasserbad enthält die fünf Mahimna-Strophen der ausführlichen maharashtrischen Hartalika-Paddhati. Die eigene Sehnsucht darf dabei zu Bhakti werden: Wie Parvati richtet die Verehrende ihre Kraft gesammelt auf das geliebte Göttliche.

Vorbereitung

Das Vrata wird besonders von unverheirateten und verheirateten Frauen begangen; die Puja kann gemeinsam mit Freundinnen gefeiert werden. Die ausführende Person spricht die Mantras, die anderen können nachsprechen und beim Reichen der Gaben helfen. Bestimme die örtliche Bhadrapada-Shukla-Tritiya anhand eines örtlichen Panchanga. Die hier erläuterte Hauptfolge umfasst die Festpuja, das Vayana und den Abschluss am Folgetag. Strenge Fastenformen sind nicht Voraussetzung dafür, diese Puja mit Hingabe zu vollziehen.

Bereite vor:

  • niedrige Plattform, sauberes Tuch, Sand und flache Schale; gegebenenfalls eine Hartalika-Murti, eine Ganesha-Darstellung, Wassergefäß als Kalasha, Auffangschale und Löffel;
  • Trinkwasser und gesondertes Ritualwasser, Sandelpaste, Akshata aus unzerbrochenem Reis, Kurkuma und Kumkum, Blüten, die verfügbaren Blätter und fünf Bilva-Blätter;
  • Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Honig (bzw. Sirup) und Zucker für Panchamrita; halte eine reine Speiseportion getrennt vom Bad bereit;
  • Baumwollkleidung und heiliger Faden für die Darstellungen, Schmuck, Muschelhorn, Glocke, Räucherwerk, Lampe, Docht und Kampfer mit geeigneter Schale;
  • vegetarische Speise, Früchte, Kokosnuss, Betelblätter, mindestens drei Betelnüsse, Münzen für die drei Arghyas und eine gesonderte Dakshina;
  • Vayana als festliches Geschenk, beispielsweise mit Reis, Frucht, Kokosnuss, Spiegel, Kamm, Armreifen, Kurkuma und Kumkum; am nächsten Tag Reis mit Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt).

Die pflanzlichen Ersatzmöglichkeiten sind heutige Praxisalternativen. Die Sanskrittexte und ihre Übersetzungen bleiben bei den traditionellen Bedeutungen. Stelle offene Flammen auf eine standfeste, nicht brennbare Unterlage. Die Blüten und Blätter für äußere Gaben bleiben von den verzehrbaren Gaben getrennt.

Die vollständige Ritualfolge

1. Sandlingam und Göttin aufstellen
Breite auf einer niedrigen, sauberen Plattform ein Tuch aus und forme in einer Schale ein kleines Lingam aus angefeuchtetem Sand. Stelle die Hartalika-Gestalt daneben, sofern eine solche Murti vorhanden ist. Die Anrufung gilt Uma und Maheshvara gemeinsam. Berühre behutsam die Herzstelle der Darstellung beziehungsweise richte deine rechte Hand darauf. Für die kurze Prana Pratishtha wird hier die puranische Fassung der Einsetzungsformel verwendet.

asyai prāṇāḥ pratiṣṭhantu asyai prāṇāḥ kṣarantu ca |
asyai devatvasaṃkhyāyai svāhā |

Übersetzung: Mögen die Lebenskräfte in dieser Darstellung festen Aufenthalt nehmen; mögen die Lebenskräfte in ihr strömen. Ihrer Erhebung zur göttlichen Gegenwart gilt diese Hingabe: Svaha.

Das feminine „dieser“ bezeichnet die verehrte Darstellung, auch wenn sie ein Lingam ist. Es geht um die festliche Gegenwart der Gottheit während dieser Puja. Die anschließenden Wassergaben werden mit einer Blüte aufgesprenkelt, damit das Sandlingam seine Gestalt behält.

2. Segen empfangen und sich sammeln
Verneige dich vor den älteren Angehörigen, den Gottheiten des Hausaltars und der Familiengottheit. Nimm Platz. Trinke dreimal je einen kleinen Schluck sauberen Wassers aus der rechten Hand; lasse die vierte kleine Wassermenge in die Auffangschale fließen. Sammle den Atem ruhig und gleichmäßig. Diese Schultradition schreibt für dieses Achamana keine besondere Rezitationsformel aus.

3. Der Gottheiten gedenken
Falte die Hände vor dem Altar.

kuladevatābhyo namaḥ |
grāmadevatābhyo namaḥ |
etatkarmapradhānadevatābhyo namaḥ |
sarvebhyo devebhyo namo namaḥ |

Übersetzung: Verehrung den Familiengottheiten. Verehrung den Gottheiten des Ortes. Verehrung den Gottheiten, denen dieses Ritual besonders gilt. Allen Gottheiten sei wieder und wieder Verehrung erwiesen.

4. Das jährliche Gelübde aussprechen
Nimm etwas Wasser in die rechte Hand, sprich den Sankalpa und lasse das Wasser danach in die Schale fließen. Die traditionelle Absicht nennt eheliches Wohlergehen, Kinder und Enkel sowie langes Leben. Sprich diese Bitten im Bewusstsein deiner tatsächlichen Lebenssituation.

mama iha janmani janmāntare ca akhaṇḍitasaubhāgyaputrapautrādivṛddhidīrghāyuṣyaprāptiprativārṣikaharatālikāvratāṅgatvena śrīumāmaheśvaradevatāprītyarthaṃ yathājñānena ṣoḍaśopacārapūjanam ahaṃ kariṣye |

Übersetzung: Als Teil meines jährlich begangenen Hartalika-Gelübdes werde ich nach meinem Wissen die Verehrung mit sechzehn Ehrengaben vollziehen: zur Freude von Uma und Maheshvara, für ungebrochenes eheliches Wohlergehen in diesem und in weiteren Leben, für das Gedeihen von Kindern und Enkeln und für ein langes Leben.

5. Ganesha verehren
Lege vor Ganesha eine Blüte oder etwas Akshata nieder und bitte um einen ungehinderten Verlauf.

vakratuṇḍa mahākāya sūryakoṭisamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
śrīgaṇeśāya namaḥ |

Übersetzung: Du mit dem gebogenen Rüssel und mächtigem Leib, dessen Glanz dem von zehn Millionen Sonnen gleicht: O Gott, lass alle meine Unternehmungen jederzeit frei von Hindernissen gelingen. Verehrung Shri Ganesha.

6. Erde und Sitz verehren
Berühre den Boden bei deinem Sitz und bringe eine Blüte dar.

pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||
bhūmyai namaḥ |

Übersetzung: O Erde, du trägst die Welten; Göttin, du wirst von Vishnu getragen. Trage auch mich, o Göttin, und heilige diesen Sitz. Verehrung der Erde.

7. Den Körper mit Vishnus Namen reinigen
Sprich den folgenden Namen zwölfmal. Führe dabei die Aufmerksamkeit vom Kopf zu den Füßen durch den ganzen Körper. Die Schule schreibt zwölf Wiederholungen, aber keine gesonderten zwölf Körperstellen vor.

viṣṇave namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden.

8. Den Kalasha verehren
Berühre das mit sauberem Wasser gefüllte Gefäß; bringe ihm Sandel, Akshata und eine Blüte dar.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kalaśāya namaḥ |

Übersetzung: An der Öffnung des Kalasha ist Vishnu, an seinem Hals hat Rudra seinen Sitz. An seinem Grund befindet sich Brahma, in seiner Mitte werden die Scharen der göttlichen Mütter vergegenwärtigt. Verehrung dem Kalasha.

9. Das Muschelhorn verehren
Lege eine Blüte zum Muschelhorn.

tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
namitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
śaṅkhāya namaḥ |

Übersetzung: Du bist einst aus dem Ozean hervorgegangen und wirst von Vishnu in der Hand gehalten. Alle Gottheiten verneigen sich vor dir. O Panchajanya, dir sei Verehrung! Verehrung dem Muschelhorn.

10. Die Glocke verehren
Lege eine Blüte an die Glocke und lasse sie erklingen.

āgamārthaṃ tu devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
kurve ghaṇṭāravaṃ tatra devatāhvānalakṣaṇam ||
ghaṇṭāyai namaḥ |

Übersetzung: Damit die Gottheiten kommen und die störenden Mächte weichen, lasse ich die Glocke als Zeichen der Anrufung der Gottheiten erklingen. Verehrung der Glocke.

11. Die Altarlampe verehren
Entzünde die Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und lege eine Blüte davor.

bho dīpa brahmarūpastvaṃ jyotiṣāṃ prabhuravyayaḥ |
ārogyaṃ dehi putrāṃśca sarvān kāmān prayaccha me ||
dīpadevatābhyo namaḥ |

Übersetzung: O Lampe, du bist die Gestalt des Brahman, der unvergängliche Herr der Lichter. Gewähre Gesundheit, Kinder und die Erfüllung aller guten Wünsche. Verehrung den Gottheiten des Lichtes.

12. Parvati am Sandlingam meditieren
Halte Akshata, ein Bilva-Blatt und eine Blüte in den Händen. Vergegenwärtige dir Parvati, die selbst ein Sandlingam formt und Shiva verehrt. Lege danach die Gaben am Altar nieder.

pītakauśeyavasanāṃ hemābhāṃ kamalāsanām |
bhaktānāṃ varadāṃ nityaṃ pārvatīṃ cintayāmyaham ||
vidhāya vālukāliṅgam arcayantīṃ maheśvaram |
pūrṇenduvadanāṃ dhyāyed dharitālīṃ varapradām ||

Übersetzung: Ich vergegenwärtige mir Parvati, in gelbe Seide gekleidet, golden strahlend und auf einem Lotus sitzend, die ihren Verehrern stets Segen gewährt. Man meditiere über die segnende Hartali mit dem Gesicht wie der volle Mond, die ein Sandlingam geformt hat und Maheshvara verehrt.

13. Uma und Maheshvara einladen
Lege eine Blüte nieder und lade das göttliche Paar ein, die Verehrung anzunehmen.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

14. Einen Sitz anbieten
Lege Akshata an den Sockel als Ehrensitz.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

15. Wasser für die Füße
Sprenkle mit einer Blüte etwas Wasser an den Fuß der Darstellung.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

16. Arghya anbieten
Bringe als ehrenden Empfang Wasser mit Sandel, Akshata und einer Blüte in der Schale dar.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

17. Wasser zum Mundspülen
Biete mit der Blüte reines Wasser an; es wird in der Auffangschale aufgefangen.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

18. Panchamrita-Bad
Sprenkle etwas Panchamrita auf: Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Honig (bzw. Sirup) und Zucker.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

19. Duftendes Wasser
Sprenkle etwas Wasser mit Sandelduft auf.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

20. Segensbad
Sprenkle nochmals reines Wasser als Mangala-Snana, das glückverheißende Bad, auf.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

21. Reines Wasser
Beende die vorläufigen Bäder mit reinem Wasser.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

22. Die vorbereitende Verehrung abschließen
Bringe nacheinander eine Blüte, Räucherduft, Lampenlicht und eine gesondert zurückbehaltene, unbenutzte Portion Panchamrita als Speisegabe dar. Sprich bei jeder der vier Darbringungen die Formel. Das über die Darstellung gelaufene Badewasser wird nicht als Speise verwendet.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

23. Den Abhisheka vorbereiten
Nimm die zuvor aufgelegten Blüten vorsichtig ab und lege frische Blüten nieder. Sprenkle während der folgenden fünf Strophen mit einer Blüte fortlaufend kleine Mengen reinen Wassers auf das Sandlingam. Diese fünf Strophen bilden die ausdrücklich gewählte Mahimna-Passage der Maharashtrischen Festpuja; sie sind nicht das gesamte Shiva Mahimna Stotra.

24. Fünf Strophen des Shiva Mahimna Stotra
Führe das sanfte Besprenkeln während der fünf Strophen fort. Lass besonders die dritte Strophe zur inneren Haltung werden: Im Lob Gottes wird die eigene Sprache rein.

mahimnaḥ pāraṃ te paramaviduṣo yadyasadṛśī
stutirbrahmādīnāmapi tadavasannāstvayi giraḥ |
athāvācyaḥ sarvaḥ svamatipariṇāmāvadhi gṛṇan
mamāpyeṣa stotre hara nirapavādaḥ parikaraḥ ||
atītaḥ panthānaṃ tava ca mahimā vāṅmanasayoḥ
atadvyāvṛttyā yaṃ cakitamabhidhatte śrutirapi |
sa kasya stotavyaḥ katividhaguṇaḥ kasya viṣayaḥ
pade tvarvācīne patati na manaḥ kasya na vacaḥ ||
madhusphītā vācaḥ paramamamṛtaṃ nirmitavataḥ
tava brahman kiṃ vāgapi suragurorvismayapadam |
mama tvetāṃ vāṇīṃ guṇakathanapuṇyena bhavataḥ
punāmītyarthe'smin puramathana buddhirvyavasitā ||
tavaiśvaryaṃ yattajjagadudayarakṣāpralayakṛt
trayīvastu vyastaṃ tisṛṣu guṇabhinnāsu tanuṣu |
abhavyānāmasmin varada ramaṇīyāmaramaṇīṃ
vihantuṃ vyākrośīṃ vidadhata ihaike jaḍadhiyaḥ ||
kimīhaḥ kiṅkāyaḥ sa khalu kimupāyastribhuvanaṃ
kimādhāro dhātā sṛjati kimupādāna iti ca |
atarkyaiśvarye tvayyanavasaraduḥstho hatadhiyaḥ
kutarko'yaṃ kāṃścinmukharayati mohāya jagataḥ ||

Übersetzung: 1. Wenn das Lob eines Menschen, der die Grenze deiner Größe nicht kennt, unangemessen wäre, dann versagten selbst die Worte Brahmas und der anderen vor dir. Wenn aber jeder, der dich nach der Reichweite seines Verständnisses preist, ohne Tadel bleibt, dann sei auch mein Bemühen, dich zu preisen, o Hara, frei von Vorwurf.
2. Deine Größe liegt jenseits des Weges von Wort und Denken. Selbst die heilige Offenbarung spricht ehrfürchtig von dir, indem sie ausschließt, was du nicht bist. Wer könnte dich preisen, deine Eigenschaften zählen oder dich zum Gegenstand seines Erkennens machen? Doch bei deiner uns zugewandten Erscheinung wenden sich dir jedermanns Denken und Worte zu.
3. O Brahman, du hast die honigsüßen Worte geschaffen, den höchsten Nektar: Könnte dich selbst die Rede des Lehrers der Götter in Erstaunen versetzen? Mein Entschluss gilt vielmehr dem Wunsch, meine eigene Sprache durch das heiligende Erzählen deiner Eigenschaften zu reinigen, o Zerstörer der Städte.
4. Deine Herrschaft bewirkt Entstehung, Bewahrung und Auflösung der Welt. Sie ist der Gegenstand der drei Veden und erscheint in drei Gestalten, die durch die Gunas unterschieden werden. Manche mit stumpfem Verstand erheben dagegen ein Geschrei, das den Unverständigen gefällt, in Wahrheit aber unschön ist, o Segensspender.
5. Was beabsichtigt der Schöpfer? Welchen Körper hat er? Mit welchen Mitteln, auf welcher Grundlage und aus welchem Stoff erschafft er die drei Welten? Solches verfehlte Grübeln findet vor deiner unbegreiflichen Herrschaft keinen Platz. Dennoch macht es manchen, dessen Einsicht getrübt ist, geschwätzig und vermehrt die Verwirrung der Welt.

25. Abhisheka beenden
Beende das Besprenkeln und biete etwas reines Wasser zum Mundspülen an.

amṛtābhiṣeko'stu śāntiḥ puṣṭistuṣṭiścāstu |
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ | mahābhiṣekaṃ samarpayāmi |
snānānte ācamanīyaṃ samarpayāmi |

Übersetzung: Möge dies ein Bad im Nektar sein; mögen Friede, Gedeihen und Zufriedenheit sein. Verehrung Uma und Maheshvara. Ich bringe das große rituelle Bad dar. Nach dem Bad biete ich Wasser zum Mundspülen an.

26. Das göttliche Paar schmücken
Bringe nacheinander den heiligen Faden, ein Baumwolltuch, Sandelpaste, Akshata, Blüten, Kurkuma und Kumkum sowie Schmuck dar. Sprich die Formel zu jeder Gabe. Lege das vorbereitete Vayana-Geschenk vor den Altar.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

Das Saubhagya, um das hier gebeten wird, umfasst das Glück und die Beständigkeit einer gesegneten Lebensgemeinschaft. Schmuck und festliche Kleidung machen diese Freude sichtbar.

27. Vierzehn Körperstellen verehren
Bringe an jeder der folgenden Körperstellen ein wenig Akshata dar und sprich jeweils dieselbe Formel: Füße, Knöchel, Knie, Unterschenkel, Oberschenkel, Hüften, Schoß, Nabel, Herz, Hals, Arme, Gesicht, Augen und Stirn. Die ersten vierzehn Stellen der ausführlichen Maharashtrischen Körperverehrung konkretisieren hier die Angabe „von den Füßen bis zur Stirn“. Richte die Verehrung auf das göttliche Paar; es werden keine Körperstellen einer anwesenden Person berührt.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

28. Blätter darbringen
Bringe die verfügbaren Blätter einzeln mit der Formel dar. Die Tradition sammelt bis zu sechzehn Arten und nennt insbesondere Ashoka, Amalaki, Durva-Gras, Karavira, Kadamba, Brahmi, Dhattura und Apamarga. Die Schulfassung erlaubt ausdrücklich die tatsächlich erhältlichen Blätter. Karavira und Dhattura dienen ausschließlich als äußere Gaben und gehören nicht zu Speisen oder Getränken.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

29. Blüten und Bilva darbringen
Bringe die verfügbaren Festblüten dar, etwa Champaka, Ketaki, Karavira, Bakula, Dhattura, Shatapatra, Lotus, Hibiskus und Mallika. Sprich die Formel zu jeder Gabe. Lege anschließend fünf Bilva-Blätter nieder und sprich sie zu jedem Blatt. Hier ist die in der Quelle zugelassene Fünferzahl gewählt; die andere dort genannte Zahl ist sechzehn.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

30. Duft und Licht darbringen
Schwenke zuerst Räucherwerk und anschließend die Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) vor den Darstellungen. Sprich die Formel bei jeder Gabe.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

31. Speise, Früchte und Dakshina
Stelle die vorbereitete vegetarische Speise vor den Altar. Bringe anschließend Früchte, die Kokosnuss und die Dakshina dar. Sprich die Formel jeweils zur Speise, zu den Früchten, zur Kokosnuss und zur Geldgabe.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

32. Arati, Blüten und Verneigung
Führe das Lampenlicht als Arati vor dem göttlichen Paar im Kreis; anschließend zeige das Kampferlicht in einer geeigneten Schale. Sprich zu beiden Darbringungen die Formel. Lege danach eine Handvoll Blüten mit derselben Formel als Pushpanjali nieder. Umrunde den Altar im Uhrzeigersinn und verneige dich; sprich die Formel beim Umrunden und beim Verneigen.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

33. Erstes Arghya: die göttliche Gefährtin
Nimm Sandel, Akshata, eine Blüte, eine Betelnuss und eine Münze in ein kleines Gefäß oder in die zusammengelegten Hände. Lasse Wasser darüber in die Auffangschale fließen und sprich die erste der drei Ehrengaben.

śivarūpe śive devi śaṅkaraprāṇavallabhe |
ume sarvārthade devi gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

Übersetzung: O Göttin in Shivas Gestalt, Glückverheißende, innigst Geliebte Shankaras! Uma, Göttin, die alle guten Ziele gewährt, nimm diese Ehrengabe an. Dir sei Verehrung!

34. Zweites Arghya: Shiva
Bereite die gleichen Zutaten nochmals vor und gieße die zweite Wassergabe aus.

namaste'stu mṛḍānīśa aparṇāprāṇavallabha |
bhaktyānītaṃ mayā hīdaṃ gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

Übersetzung: Dir sei Verehrung, Herr von Mridani, innigst Geliebter Aparnas! Nimm diese Ehrengabe an, die ich mit Hingabe gebracht habe. Dir sei Verehrung!

35. Drittes Arghya: die Göttin mit ihren Freundinnen
Bereite die Zutaten ein drittes Mal vor und gieße das letzte Arghya aus.

vratasampūrtisiddhyarthaṃ yathāśakti mayāhṛtam |
ālibhiḥ sahite devi gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

Übersetzung: Zur vollständigen Erfüllung des Gelübdes habe ich diese Gabe nach meinen Kräften gebracht. O Göttin, die du von deinen Freundinnen begleitet wirst, nimm die Ehrengabe an. Dir sei Verehrung!

Die Freundinnen gehören zum besonderen Charakter des Hartalika-Festes. Die gemeinsame Verehrung lässt menschliche Freundschaft und die Treue zur eigenen göttlichen Sehnsucht zusammenklingen.

36. Zuflucht nehmen
Halte eine Blüte zwischen den gefalteten Händen, bete und lege sie nieder.

haritālike namaste'stu saśive bhaktavatsale |
saṃsārabhayabhītāhaṃ tvameva śaraṇaṃ mama ||

Übersetzung: Hartalika, dir und Shiva sei Verehrung, du liebevolle Beschützerin der Verehrenden! Von der Furcht des Daseinskreislaufs bedrängt nehme ich allein bei dir Zuflucht.

37. Die Puja widmen
Lasse etwas Wasser aus der rechten Hand in die Schale fließen.

anena yathājñānena kṛtapūjanena tena śrīumāmaheśvarau prīyetām |

Übersetzung: Mögen Uma und Maheshvara durch diese Verehrung, die ich nach meinem Wissen vollzogen habe, erfreut sein.

38. Vayana schenken und den nächsten Tag abschließen
Überreiche das vor dem Altar bereitgelegte Vayana mit Dakshina einer mitwirkenden Priesterperson; ohne priesterliche Begleitung kann eine respektierte Empfängerin oder ein respektierter Empfänger als heutige praktische Gestaltung die Gabe erhalten. Die Schulbeschreibung sieht keinen zusätzlichen festen Spruch vor. Am folgenden Tag biete Uma und Maheshvara gekochten Reis mit Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt) an und sprich die gemeinsame Verehrungsformel. Verneige dich und verabschiede die für das Fest eingeladene Gegenwart mit einem persönlichen Dankgebet. Nimm Schmuck und nicht abbaubare Materialien ab. Löse das Sandlingam anschließend behutsam in einer Schale sauberen Wassers auf; bringe den Sand an eine saubere Erdfläche. Pflege eine dauerhafte Murti weiter am Hausaltar.

śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Übersetzung: Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

Die Verteilung des Vayana und die Speisegabe am Folgetag folgen der ausdrücklich beschriebenen regionalen Abschlussform. Die Auflösung in einer Schale ist eine heutige praktische Gestaltung, die Gewässer von Schmuck, Farbe und Verpackung freihält.

Abschluss und Vertiefung

Lass nach der äußeren Verehrung eine kurze Meditation folgen: Betrachte innerlich Parvati am Sandlingam und frage dich, welchem guten Entschluss du mit derselben Geduld treu bleiben möchtest. Das ist eine persönliche Anregung zur Vertiefung, kein zusätzlicher Pflichtteil der Festordnung.

Teile die unbenutzten Speisegaben als Prasad. Schenke auch den Freundinnen und Angehörigen Aufmerksamkeit, die die Feier mitgetragen haben. So erhält die im dritten Arghya genannte Gemeinschaft einen konkreten Platz im Alltag. Im Hindu Dharma verbindet dieses Fest die Liebe zum göttlichen Paar mit der Pflege menschlicher Verbundenheit.

Vollständige Rezitationstexte

Die Nummern entsprechen den Handlungsschritten. Die Anhänge enthalten dieselben Rezitationen wie die Anleitung.

IAST

1. Sandlingam und Göttin aufstellen
asyai prāṇāḥ pratiṣṭhantu asyai prāṇāḥ kṣarantu ca |
asyai devatvasaṃkhyāyai svāhā |

3. Der Gottheiten gedenken
kuladevatābhyo namaḥ |
grāmadevatābhyo namaḥ |
etatkarmapradhānadevatābhyo namaḥ |
sarvebhyo devebhyo namo namaḥ |

4. Das jährliche Gelübde aussprechen
mama iha janmani janmāntare ca akhaṇḍitasaubhāgyaputrapautrādivṛddhidīrghāyuṣyaprāptiprativārṣikaharatālikāvratāṅgatvena śrīumāmaheśvaradevatāprītyarthaṃ yathājñānena ṣoḍaśopacārapūjanam ahaṃ kariṣye |

5. Ganesha verehren
vakratuṇḍa mahākāya sūryakoṭisamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
śrīgaṇeśāya namaḥ |

6. Erde und Sitz verehren
pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||
bhūmyai namaḥ |

7. Den Körper mit Vishnus Namen reinigen
viṣṇave namaḥ |

8. Den Kalasha verehren
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kalaśāya namaḥ |

9. Das Muschelhorn verehren
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
namitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
śaṅkhāya namaḥ |

10. Die Glocke verehren
āgamārthaṃ tu devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
kurve ghaṇṭāravaṃ tatra devatāhvānalakṣaṇam ||
ghaṇṭāyai namaḥ |

11. Die Altarlampe verehren
bho dīpa brahmarūpastvaṃ jyotiṣāṃ prabhuravyayaḥ |
ārogyaṃ dehi putrāṃśca sarvān kāmān prayaccha me ||
dīpadevatābhyo namaḥ |

12. Parvati am Sandlingam meditieren
pītakauśeyavasanāṃ hemābhāṃ kamalāsanām |
bhaktānāṃ varadāṃ nityaṃ pārvatīṃ cintayāmyaham ||
vidhāya vālukāliṅgam arcayantīṃ maheśvaram |
pūrṇenduvadanāṃ dhyāyed dharitālīṃ varapradām ||

13. Uma und Maheshvara einladen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

14. Einen Sitz anbieten
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

15. Wasser für die Füße
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

16. Arghya anbieten
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

17. Wasser zum Mundspülen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

18. Panchamrita-Bad
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

19. Duftendes Wasser
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

20. Segensbad
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

21. Reines Wasser
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

22. Die vorbereitende Verehrung abschließen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

24. Fünf Strophen des Shiva Mahimna Stotra
mahimnaḥ pāraṃ te paramaviduṣo yadyasadṛśī
stutirbrahmādīnāmapi tadavasannāstvayi giraḥ |
athāvācyaḥ sarvaḥ svamatipariṇāmāvadhi gṛṇan
mamāpyeṣa stotre hara nirapavādaḥ parikaraḥ ||
atītaḥ panthānaṃ tava ca mahimā vāṅmanasayoḥ
atadvyāvṛttyā yaṃ cakitamabhidhatte śrutirapi |
sa kasya stotavyaḥ katividhaguṇaḥ kasya viṣayaḥ
pade tvarvācīne patati na manaḥ kasya na vacaḥ ||
madhusphītā vācaḥ paramamamṛtaṃ nirmitavataḥ
tava brahman kiṃ vāgapi suragurorvismayapadam |
mama tvetāṃ vāṇīṃ guṇakathanapuṇyena bhavataḥ
punāmītyarthe'smin puramathana buddhirvyavasitā ||
tavaiśvaryaṃ yattajjagadudayarakṣāpralayakṛt
trayīvastu vyastaṃ tisṛṣu guṇabhinnāsu tanuṣu |
abhavyānāmasmin varada ramaṇīyāmaramaṇīṃ
vihantuṃ vyākrośīṃ vidadhata ihaike jaḍadhiyaḥ ||
kimīhaḥ kiṅkāyaḥ sa khalu kimupāyastribhuvanaṃ
kimādhāro dhātā sṛjati kimupādāna iti ca |
atarkyaiśvarye tvayyanavasaraduḥstho hatadhiyaḥ
kutarko'yaṃ kāṃścinmukharayati mohāya jagataḥ ||

25. Abhisheka beenden
amṛtābhiṣeko'stu śāntiḥ puṣṭistuṣṭiścāstu |
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ | mahābhiṣekaṃ samarpayāmi |
snānānte ācamanīyaṃ samarpayāmi |

26. Das göttliche Paar schmücken
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

27. Vierzehn Körperstellen verehren
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

28. Blätter darbringen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

29. Blüten und Bilva darbringen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

30. Duft und Licht darbringen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

31. Speise, Früchte und Dakshina
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

32. Arati, Blüten und Verneigung
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

33. Erstes Arghya: die göttliche Gefährtin
śivarūpe śive devi śaṅkaraprāṇavallabhe |
ume sarvārthade devi gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

34. Zweites Arghya: Shiva
namaste'stu mṛḍānīśa aparṇāprāṇavallabha |
bhaktyānītaṃ mayā hīdaṃ gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

35. Drittes Arghya: die Göttin mit ihren Freundinnen
vratasampūrtisiddhyarthaṃ yathāśakti mayāhṛtam |
ālibhiḥ sahite devi gṛhāṇārghyaṃ namo'stu te ||

36. Zuflucht nehmen
haritālike namaste'stu saśive bhaktavatsale |
saṃsārabhayabhītāhaṃ tvameva śaraṇaṃ mama ||

37. Die Puja widmen
anena yathājñānena kṛtapūjanena tena śrīumāmaheśvarau prīyetām |

38. Vayana schenken und den nächsten Tag abschließen
śrīumāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |

Devanagari

1. Sandlingam und Göttin aufstellen
अस्यै प्राणाः प्रतिष्ठन्तु अस्यै प्राणाः क्षरन्तु च ।
अस्यै देवत्वसंख्यायै स्वाहा ।

3. Der Gottheiten gedenken
कुलदेवताभ्यो नमः ।
ग्रामदेवताभ्यो नमः ।
एतत्कर्मप्रधानदेवताभ्यो नमः ।
सर्वेभ्यो देवेभ्यो नमो नमः ।

4. Das jährliche Gelübde aussprechen
मम इह जन्मनि जन्मान्तरे च अखण्डितसौभाग्यपुत्रपौत्रादिवृद्धिदीर्घायुष्यप्राप्तिप्रतिवार्षिकहरतालिकाव्रताङ्गत्वेन श्रीउमामहेश्वरदेवताप्रीत्यर्थं यथाज्ञानेन षोडशोपचारपूजनम् अहं करिष्ये ।

5. Ganesha verehren
वक्रतुण्ड महाकाय सूर्यकोटिसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
श्रीगणेशाय नमः ।

6. Erde und Sitz verehren
पृथ्वि त्वया धृता लोका देवि त्वं विष्णुना धृता ।
त्वं च धारय मां देवि पवित्रं कुरु चासनम् ॥
भूम्यै नमः ।

7. Den Körper mit Vishnus Namen reinigen
विष्णवे नमः ।

8. Den Kalasha verehren
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कलशाय नमः ।

9. Das Muschelhorn verehren
त्वं पुरा सागरोत्पन्नो विष्णुना विधृतः करे ।
नमितः सर्वदेवैश्च पाञ्चजन्य नमोऽस्तु ते ॥
शङ्खाय नमः ।

10. Die Glocke verehren
आगमार्थं तु देवानां गमनार्थं तु रक्षसाम् ।
कुर्वे घण्टारवं तत्र देवताह्वानलक्षणम् ॥
घण्टायै नमः ।

11. Die Altarlampe verehren
भो दीप ब्रह्मरूपस्त्वं ज्योतिषां प्रभुरव्ययः ।
आरोग्यं देहि पुत्रांश्च सर्वान् कामान् प्रयच्छ मे ॥
दीपदेवताभ्यो नमः ।

12. Parvati am Sandlingam meditieren
पीतकौशेयवसनां हेमाभां कमलासनाम् ।
भक्तानां वरदां नित्यं पार्वतीं चिन्तयाम्यहम् ॥
विधाय वालुकालिङ्गम् अर्चयन्तीं महेश्वरम् ।
पूर्णेन्दुवदनां ध्यायेद् धरितालीं वरप्रदाम् ॥

13. Uma und Maheshvara einladen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

14. Einen Sitz anbieten
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

15. Wasser für die Füße
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

16. Arghya anbieten
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

17. Wasser zum Mundspülen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

18. Panchamrita-Bad
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

19. Duftendes Wasser
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

20. Segensbad
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

21. Reines Wasser
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

22. Die vorbereitende Verehrung abschließen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

24. Fünf Strophen des Shiva Mahimna Stotra
महिम्नः पारं ते परमविदुषो यद्यसदृशी
स्तुतिर्ब्रह्मादीनामपि तदवसन्नास्त्वयि गिरः ।
अथावाच्यः सर्वः स्वमतिपरिणामावधि गृणन्
ममाप्येष स्तोत्रे हर निरपवादः परिकरः ॥
अतीतः पन्थानं तव च महिमा वाङ्मनसयोः
अतद्व्यावृत्त्या यं चकितमभिधत्ते श्रुतिरपि ।
स कस्य स्तोतव्यः कतिविधगुणः कस्य विषयः
पदे त्वर्वाचीने पतति न मनः कस्य न वचः ॥
मधुस्फीता वाचः परमममृतं निर्मितवतः
तव ब्रह्मन् किं वागपि सुरगुरोर्विस्मयपदम् ।
मम त्वेतां वाणीं गुणकथनपुण्येन भवतः
पुनामीत्यर्थेऽस्मिन् पुरमथन बुद्धिर्व्यवसिता ॥
तवैश्वर्यं यत्तज्जगदुदयरक्षाप्रलयकृत्
त्रयीवस्तु व्यस्तं तिसृषु गुणभिन्नासु तनुषु ।
अभव्यानामस्मिन् वरद रमणीयामरमणीं
विहन्तुं व्याक्रोशीं विदधत इहैके जडधियः ॥
किमीहः किङ्कायः स खलु किमुपायस्त्रिभुवनं
किमाधारो धाता सृजति किमुपादान इति च ।
अतर्क्यैश्वर्ये त्वय्यनवसरदुःस्थो हतधियः
कुतर्कोऽयं कांश्चिन्मुखरयति मोहाय जगतः ॥

25. Abhisheka beenden
अमृताभिषेकोऽस्तु शान्तिः पुष्टिस्तुष्टिश्चास्तु ।
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः । महाभिषेकं समर्पयामि ।
स्नानान्ते आचमनीयं समर्पयामि ।

26. Das göttliche Paar schmücken
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

27. Vierzehn Körperstellen verehren
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

28. Blätter darbringen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

29. Blüten und Bilva darbringen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

30. Duft und Licht darbringen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

31. Speise, Früchte und Dakshina
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

32. Arati, Blüten und Verneigung
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

33. Erstes Arghya: die göttliche Gefährtin
शिवरूपे शिवे देवि शङ्करप्राणवल्लभे ।
उमे सर्वार्थदे देवि गृहाणार्घ्यं नमोऽस्तु ते ॥

34. Zweites Arghya: Shiva
नमस्तेऽस्तु मृडानीश अपर्णाप्राणवल्लभ ।
भक्त्यानीतं मया हीदं गृहाणार्घ्यं नमोऽस्तु ते ॥

35. Drittes Arghya: die Göttin mit ihren Freundinnen
व्रतसम्पूर्तिसिद्ध्यर्थं यथाशक्ति मयाहृतम् ।
आलिभिः सहिते देवि गृहाणार्घ्यं नमोऽस्तु ते ॥

36. Zuflucht nehmen
हरितालिके नमस्तेऽस्तु सशिवे भक्तवत्सले ।
संसारभयभीताहं त्वमेव शरणं मम ॥

37. Die Puja widmen
अनेन यथाज्ञानेन कृतपूजनेन तेन श्रीउमामहेश्वरौ प्रीयेताम् ।

38. Vayana schenken und den nächsten Tag abschließen
श्रीउमामहेश्वराभ्यां नमः ।

Vollständige deutsche Bedeutung

1. Sandlingam und Göttin aufstellen
Mögen die Lebenskräfte in dieser Darstellung festen Aufenthalt nehmen; mögen die Lebenskräfte in ihr strömen. Ihrer Erhebung zur göttlichen Gegenwart gilt diese Hingabe: Svaha.

3. Der Gottheiten gedenken
Verehrung den Familiengottheiten. Verehrung den Gottheiten des Ortes. Verehrung den Gottheiten, denen dieses Ritual besonders gilt. Allen Gottheiten sei wieder und wieder Verehrung erwiesen.

4. Das jährliche Gelübde aussprechen
Als Teil meines jährlich begangenen Hartalika-Gelübdes werde ich nach meinem Wissen die Verehrung mit sechzehn Ehrengaben vollziehen: zur Freude von Uma und Maheshvara, für ungebrochenes eheliches Wohlergehen in diesem und in weiteren Leben, für das Gedeihen von Kindern und Enkeln und für ein langes Leben.

5. Ganesha verehren
Du mit dem gebogenen Rüssel und mächtigem Leib, dessen Glanz dem von zehn Millionen Sonnen gleicht: O Gott, lass alle meine Unternehmungen jederzeit frei von Hindernissen gelingen. Verehrung Shri Ganesha.

6. Erde und Sitz verehren
O Erde, du trägst die Welten; Göttin, du wirst von Vishnu getragen. Trage auch mich, o Göttin, und heilige diesen Sitz. Verehrung der Erde.

7. Den Körper mit Vishnus Namen reinigen
Verehrung Vishnu, dem Alldurchdringenden.

8. Den Kalasha verehren
An der Öffnung des Kalasha ist Vishnu, an seinem Hals hat Rudra seinen Sitz. An seinem Grund befindet sich Brahma, in seiner Mitte werden die Scharen der göttlichen Mütter vergegenwärtigt. Verehrung dem Kalasha.

9. Das Muschelhorn verehren
Du bist einst aus dem Ozean hervorgegangen und wirst von Vishnu in der Hand gehalten. Alle Gottheiten verneigen sich vor dir. O Panchajanya, dir sei Verehrung! Verehrung dem Muschelhorn.

10. Die Glocke verehren
Damit die Gottheiten kommen und die störenden Mächte weichen, lasse ich die Glocke als Zeichen der Anrufung der Gottheiten erklingen. Verehrung der Glocke.

11. Die Altarlampe verehren
O Lampe, du bist die Gestalt des Brahman, der unvergängliche Herr der Lichter. Gewähre Gesundheit, Kinder und die Erfüllung aller guten Wünsche. Verehrung den Gottheiten des Lichtes.

12. Parvati am Sandlingam meditieren
Ich vergegenwärtige mir Parvati, in gelbe Seide gekleidet, golden strahlend und auf einem Lotus sitzend, die ihren Verehrern stets Segen gewährt. Man meditiere über die segnende Hartali mit dem Gesicht wie der volle Mond, die ein Sandlingam geformt hat und Maheshvara verehrt.

13. Uma und Maheshvara einladen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

14. Einen Sitz anbieten
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

15. Wasser für die Füße
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

16. Arghya anbieten
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

17. Wasser zum Mundspülen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

18. Panchamrita-Bad
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

19. Duftendes Wasser
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

20. Segensbad
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

21. Reines Wasser
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

22. Die vorbereitende Verehrung abschließen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

24. Fünf Strophen des Shiva Mahimna Stotra
1. Wenn das Lob eines Menschen, der die Grenze deiner Größe nicht kennt, unangemessen wäre, dann versagten selbst die Worte Brahmas und der anderen vor dir. Wenn aber jeder, der dich nach der Reichweite seines Verständnisses preist, ohne Tadel bleibt, dann sei auch mein Bemühen, dich zu preisen, o Hara, frei von Vorwurf.
2. Deine Größe liegt jenseits des Weges von Wort und Denken. Selbst die heilige Offenbarung spricht ehrfürchtig von dir, indem sie ausschließt, was du nicht bist. Wer könnte dich preisen, deine Eigenschaften zählen oder dich zum Gegenstand seines Erkennens machen? Doch bei deiner uns zugewandten Erscheinung wenden sich dir jedermanns Denken und Worte zu.
3. O Brahman, du hast die honigsüßen Worte geschaffen, den höchsten Nektar: Könnte dich selbst die Rede des Lehrers der Götter in Erstaunen versetzen? Mein Entschluss gilt vielmehr dem Wunsch, meine eigene Sprache durch das heiligende Erzählen deiner Eigenschaften zu reinigen, o Zerstörer der Städte.
4. Deine Herrschaft bewirkt Entstehung, Bewahrung und Auflösung der Welt. Sie ist der Gegenstand der drei Veden und erscheint in drei Gestalten, die durch die Gunas unterschieden werden. Manche mit stumpfem Verstand erheben dagegen ein Geschrei, das den Unverständigen gefällt, in Wahrheit aber unschön ist, o Segensspender.
5. Was beabsichtigt der Schöpfer? Welchen Körper hat er? Mit welchen Mitteln, auf welcher Grundlage und aus welchem Stoff erschafft er die drei Welten? Solches verfehlte Grübeln findet vor deiner unbegreiflichen Herrschaft keinen Platz. Dennoch macht es manchen, dessen Einsicht getrübt ist, geschwätzig und vermehrt die Verwirrung der Welt.

25. Abhisheka beenden
Möge dies ein Bad im Nektar sein; mögen Friede, Gedeihen und Zufriedenheit sein. Verehrung Uma und Maheshvara. Ich bringe das große rituelle Bad dar. Nach dem Bad biete ich Wasser zum Mundspülen an.

26. Das göttliche Paar schmücken
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

27. Vierzehn Körperstellen verehren
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

28. Blätter darbringen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

29. Blüten und Bilva darbringen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

30. Duft und Licht darbringen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

31. Speise, Früchte und Dakshina
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

32. Arati, Blüten und Verneigung
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

33. Erstes Arghya: die göttliche Gefährtin
O Göttin in Shivas Gestalt, Glückverheißende, innigst Geliebte Shankaras! Uma, Göttin, die alle guten Ziele gewährt, nimm diese Ehrengabe an. Dir sei Verehrung!

34. Zweites Arghya: Shiva
Dir sei Verehrung, Herr von Mridani, innigst Geliebter Aparnas! Nimm diese Ehrengabe an, die ich mit Hingabe gebracht habe. Dir sei Verehrung!

35. Drittes Arghya: die Göttin mit ihren Freundinnen
Zur vollständigen Erfüllung des Gelübdes habe ich diese Gabe nach meinen Kräften gebracht. O Göttin, die du von deinen Freundinnen begleitet wirst, nimm die Ehrengabe an. Dir sei Verehrung!

36. Zuflucht nehmen
Hartalika, dir und Shiva sei Verehrung, du liebevolle Beschützerin der Verehrenden! Von der Furcht des Daseinskreislaufs bedrängt nehme ich allein bei dir Zuflucht.

37. Die Puja widmen
Mögen Uma und Maheshvara durch diese Verehrung, die ich nach meinem Wissen vollzogen habe, erfreut sein.

38. Vayana schenken und den nächsten Tag abschließen
Verehrung Uma und Maheshvara, Parvati und Shiva.

Quellen und verwandte Anleitungen

  • Jagadguru Shri Devanath Vedavidyalaya: Haratalika, Hindi-Fassung; vollständige Hauptfolge mit Vorverehrungen, vierzehn Körperstellen, drei Arghyas, Vayana und Abschluss am Folgetag. Die englische Kurzfassung derselben Schule ist weniger ausführlich.
  • Haritalika Puja, Maharashtrische Paddhati, Textausgabe bei TransLiteral Foundations; die dort ausdrücklich auf fünf Strophen begrenzte Mahimna-Passage, ihre Abschlussformel und die Körperstellen bis zur Stirn. Die übrigen, längeren Upachara-Mantras dieser Parallelfassung werden hier nicht mit den kurzen Namensformeln der Schulfassung vermischt.
  • Pushpadanta: Shiva Mahimna Stotra, Strophen 1–5; Sanskrit Documents, śivamahimnaḥ stotram; Sanskritwortlaut der fünf Strophen.
  • Radhakanta Deva: Shabdakalpadruma, Stichwort Pratiṣṭhā, Band 3, S. 265–266, dort das Zitat aus dem Kalika Purana; Kurzform der Prana-Pratishtha mit asyai devatvasaṃkhyāyai svāhā. Sie ist die hier gewählte Alternative zur sprachlich abweichenden Kurzform der Festpaddhati. Das erläuternde iti yajur īrayan des Zitats ist eine Anweisung, kein mitzusprechender Bestandteil der Formel.
  • Verwandte Anleitungen: Pradosha Vrata mit Sambasiva-Puja, Vat Savitri Vrata mit vollständiger Puja.

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