Hanuman Dhvaja Dana – eine Fahne für Mut und gelingenden Dienst stiften

Aus Yogawiki

Hanuman Dhvaja Dana – eine Fahne für Mut und gelingenden Dienst stiften ist ein eigenständiger Stiftungsritus: Eine Familie richtet eine Fahne für Hanuman auf und widmet sie ihm mit Wasser, Gaben und Gebet. Hanuman wird als tatkräftiger Helfer Ramas verehrt; die Feier bittet um Kraft, Furchtlosigkeit und das Gelingen guter Vorhaben. Das Puja Sangraha von Sri Ram Sivan führt von der Ehrung des Bodens über das Aufrichten des Mastes zur unwiderruflichen Darbringung der Fahne. Die Familie handelt gemeinsam mit einer kundigen Ritualleitung; ein geeigneter Platz im Hof oder auf einem Tempelgelände wird vorher mit den Verantwortlichen vereinbart. Das Handbuch nennt keinen obligatorischen Festtag und keine feste Tageszeit.

Hanuman trägt Rama und Lakshmana auf seinen Schultern: Kraft im Dienst der Hingabe.

Vorbereitung und Ablauf

Für die gemeinsamen Vorriten: Ganesha-Bild, sauberen Sitz, Glocke, Muschel, Wassergefäß auf Reis, Trinkwasser und Löffel, getrennte Schalen für Opfer- und Handwaschwasser, Kusha-Gras, Blüten, Duftessenz, Sandelpaste, Kurkuma und Kumkum, ungebrochenen Reis, zwei Lampen mit Dochten, Ghee (bzw. Pflanzenöl), Räucherwerk, Obst oder Rosinen, Betelblätter und Arekanuss. Pflanzenöl ist eine heutige Alternative. Die Gabe an Ganesha und die späteren Hauptgaben getrennt bereitlegen.

Zusätzlich: geeigneter Bambusmast, Fahne, stabile Befestigung, Girlande, Werkzeug für das Loch, Betelblatt, Reis, Blüte und kleine Erdgabe; rotes Tuch, heiliger Faden, rote Sandelpaste und Sindura; Gabenplatte am Mastfuß, vegetarische Laddus und andere Speisen sowie Ehrengabe für die Ritualleitung. Für das Mastbad Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Honig, Zucker, Wasser und Tuch. Die pflanzlichen Varianten sind heutige Anpassungen. Erkundige dich, welche Mastgröße und Befestigung am Ort sinnvoll sind.

Bestimme vor Beginn die Orts- und Kalenderangaben für den Sankalpa mithilfe eines Panchanga oder der Ritualleitung. Die Einträge in geschweiften Klammern werden durch die konkreten Angaben ersetzt und nicht wörtlich gesprochen: Richtung von Meru, Land, Ort, Jahresname, Sonnenhalbjahr, Jahreszeit, Monat, Mondhälfte, Mondtag, Wochentag und Mondgestirn. Für einen deutschen Ort ist die Richtung gegenüber dem Himalaya westlich, paścima. Die nachfolgende Folge enthält die allgemeinen Vorriten des Puja Sangraha vollständig und danach die jeweilige Hauptverehrung.

V1. Das Licht entzünden
Entzünde den Docht der Altar-Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl) und stelle sie auf eine feste, hitzebeständige Unterlage. Richte deinen Blick auf das Licht.

bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahmajyotir namo'stu te ||

Bedeutung: Voller Hingabe bringe ich dem göttlichen höchsten Selbst das Licht dar. Schütze mich vor tiefem Dunkel; Verehrung dir, göttliches Licht. Die großen Weisen nennen dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht wohnt Gott: Verehrung dir, Licht Brahmans.

V2. Achamana
Gib mit dem Löffel in der linken Hand für jeden Namen etwas frisches Trinkwasser in die rechte Hohlhand und trinke je einen kleinen Schluck. Reinige anschließend die rechte Hand über einer gesonderten Schale.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

V3. Die Lehrer ehren
Falte die Hände und erinnere dich dankbar an deine Lehrer.

gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

Bedeutung: Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der mein vom Dunkel des Nichtwissens verschlossenes Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

V4. Frieden für alle Wesen erbitten
Lass die folgenden Segenswünsche dir selbst, den Menschen in deinem Leben und allen Wesen gelten.

śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo'riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tanna āsuva ||

Bedeutung: Mögen wir mit festen Gliedern Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra von hohem Ruhm, Tarkshya mit unversehrtem Rad, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen schenken. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns täglich behüten. Göttlicher Savitar, führe alles Belastende fort und schenke deinen in Hingabe verneigten Verehrern das Gute.

V5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
Begrüße mit gefalteten Händen die Gottheiten und geistlichen Bezugspersonen.

oṃ śrīman mahāgaṇādhipataye namaḥ |
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ |
oṃ umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |
oṃ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ |
oṃ śacīpurandarābhyāṃ namaḥ |
oṃ mātṛpitṛcaraṇakamalebhyo namaḥ |
oṃ iṣṭadevatābhyo namaḥ |
oṃ kuladevatābhyo namaḥ |
oṃ grāmadevatābhyo namaḥ |
oṃ sthānadevatābhyo namaḥ |
oṃ vāstudevatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem großen Herrn der Scharen; Lakshmi und Narayana; Uma und Maheshvara; Vani und Hiranyagarbha; Shachi und Purandara; den Lotusfüßen von Mutter und Vater; der erwählten Gottheit; den Gottheiten der Familie, des Dorfes, des Ortes und des Hauses; allen Gottheiten und allen Brahmanen.

V6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
Sprich die Namen und Verse als zusammenhängende Anrufung.

sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ |
lambodaraśca vikaṭo vighnanāśo vināyakaḥ ||
dhūmraketur gaṇādhyakṣo bhālacandro gajānanaḥ |
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyād api ||
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā |
saṅgrāme saṅkaṭe caiva vighnas tasya na jāyate ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
sarvadā sarvakāryeṣu nāsti teṣām amaṅgalam |
yeṣāṃ hṛdistho bhagavān maṅgalāyatanaṃ hariḥ ||
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
lābhas teṣāṃ jayas teṣāṃ kutas teṣāṃ parājayaḥ |
yeṣām indīvaraśyāmo hṛdayastho janārdanaḥ ||
yatra yogeśvaraḥ kṛṣṇo yatra pārtho dhanurdharaḥ |
tatra śrīr vijayo bhūtir dhruvā nītir matir mama ||
ananyāś cintayanto māṃ ye janāḥ paryupāsate |
teṣāṃ nityābhiyuktānāṃ yogakṣemaṃ vahāmyaham ||
smṛte sakalakalyāṇabhājanaṃ yatra jāyate |
puruṣaṃ tam ajaṃ nityaṃ vrajāmi śaraṇaṃ harim ||

Bedeutung: Der Schöngesichtige, Einzähnige, Gelbbraune, Elefantenohrige, Großbäuchige, Außergewöhnliche, Hindernisse Vernichtende, Führende, mit rauchfarbenem Banner, Herr der Scharen, Mondgekrönte und Elefantengesichtige: Wer diese zwölf Namen beim Beginn des Lernens, bei der Hochzeit, beim Eintreten und Fortgehen, im Kampf und in Bedrängnis spricht oder hört, begegnet keinen Hindernissen. Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, mache meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Für Menschen, in deren Herzen Hari als Ursprung alles Segens wohnt, gibt es in ihren Handlungen kein Unheil. Herr der Lakshmi, die Erinnerung an deine Füße ist der günstige Zeitpunkt, die Kraft der Sterne und des Mondes, des Wissens und des Göttlichen. Gewinn und Sieg gehören denen, in deren Herzen der dunkellotusfarbene Janardana wohnt; woher sollte ihre Niederlage kommen? Wo Krishna, der Herr des Yoga, und Arjuna, der Bogenträger, sind, dort sind Glück, Sieg, Gedeihen und beständige Gerechtigkeit. Den Menschen, die allein an mich denken und mich beständig verehren, trage ich Erwerb und Bewahrung des Nötigen. Zuflucht nehme ich zu Hari, dem ungeborenen ewigen Purusha, dessen Erinnerung alle guten Eigenschaften wachsen lässt.

V7. Den Ritualplatz klären
Sprich die Bitte, dass störende Kräfte den Raum verlassen.

apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakārās te gacchantv ājñayā hareḥ ||

Bedeutung: Die Wesen, die hier im Raum verweilen und Hindernisse schaffen, mögen auf Haris Geheiß weichen.

V8. Den Sitz ehren
Berühre deinen Sitz mit dem kleinen Finger der rechten Hand.

pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||

Bedeutung: Erde, Göttin, du trägst die Welten und wirst selbst von Vishnu getragen. Trage auch mich und heilige diesen Sitz.

V9. Die Glocke ehren
Lege eine mit Sandelpaste benetzte Blüte auf die Glocke und lasse sie erklingen.

āgamārthaṃ ca devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
sarvabhūtahitārthāya ghaṇṭānādaṃ karomy aham ||

Bedeutung: Zum Kommen der Götter, zum Weichen der störenden Kräfte und zum Wohlergehen aller Wesen lasse ich die Glocke erklingen.

V10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
Lege eine Blüte auf den Kopf und etwas Sandelpaste auf die Stirn. Verehre das Selbst als die göttliche Gegenwart im Tempel des Körpers.

oṃ ātmane namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
deho jīvālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ |
tyajed ajñānanirmālyaṃ so'haṃbhāvena pūjayet ||
oṃ ātmane namaḥ | oṃ antarātmane namaḥ | oṃ jīvātmane namaḥ |
oṃ yogātmane namaḥ | oṃ paramātmane namaḥ | oṃ jñānātmane namaḥ |
samastopacārān samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dem Selbst; ich trage göttlichen Duft auf. Der Körper wird Tempel des lebendigen Selbst genannt; das Selbst ist der ewige Gott. Wirf die verwelkten Blumen des Nichtwissens ab und verehre im Bewusstsein „Ich bin Er“. Verehrung dem Selbst, dem inneren, individuellen, yogischen, höchsten und erkenntnisvollen Selbst. Ich bringe alle Dienste dar.

V11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
Berühre mit den Fingerknöcheln sanft die Schläfen. Falte danach Zeige- und Mittelfinger der rechten Hand nach innen; Daumen und Ringfinger liegen leicht an den Nasenflügeln. Die Quelle beschreibt dies als symbolischen Pranayama: sprich den langen Mantra innerlich in ruhigem, mühelosem Atem. Berühre anschließend mit der rechten Hand das rechte Ohr.

śuklāmbaradharaṃ devaṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
oṃ bhūḥ | oṃ bhuvaḥ | oṃ suvaḥ | oṃ mahaḥ | oṃ janaḥ | oṃ tapaḥ | oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ āpo jyotir raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

Bedeutung: Man betrachte zur Besänftigung aller Hindernisse den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Gott mit heiterem Gesicht. Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, Weite, Schöpfungswelt, Welt des Tapas, Wahrheit. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz Savitars; er möge unsere Einsicht erhellen. Wasser, Licht, Lebensessenz, Unsterblichkeit: alles ist Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

V12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
Halte etwas Akshata in der geschlossenen rechten Hand, die auf der offenen linken ruht. Sprich die ausgefüllten Kalenderangaben und die Widmung. Lege den Reis anschließend vor den Altar.

hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubha tithau |
ahaṁ saparivārasahitaṁ upasthitaśārīrāvirodhena sakalaihikopadravaśāntipūrvakaṁ putrapautrādidhanadhānyādisamṛddhiprāptipūrvakaṁ dīrghāyuṣabalamitanairujyaprāptikāmaḥ hanumaddhvajadānaṁ tadaṅgatvenāṅgadevatāpūjanaṁ ca kariṣye ||
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau gaṇeśapūjanaṃ kariṣye ||

Bedeutung: Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem glückverheißenden Augenblick unter Vishnus Führung, in Brahmas zweiter Lebenshälfte, im Kalpa des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Mit meinen Angehörigen werde ich die Fahne Hanumans schenken und die zugehörigen Gottheiten verehren, im Rahmen meiner körperlichen Möglichkeiten, für die Befriedung weltlicher Schwierigkeiten, das Gedeihen von Kindern, Enkeln, Besitz und Nahrung, für langes Leben, Kraft und Gesundheit. Als vorbereitendes Glied verehre ich zuerst Ganesha, damit die Feier ungehindert vollendet werde.

V13. Ganesha betrachten und einladen
Betrachte Ganesha und lege zu den Einladungsworten Sandelpaste, Reis und Blumen vor sein Bild.

gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Ich betrachte den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht, großem Bauch, Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte dich, lade dich ein, stelle dich hier auf und bringe Duft, Reis und Blüten dar.

V14. Ganesha – Sitz
Lege etwas Akshata vor Ganesha.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar.

V15. Ganesha – Fußwasser
Berühre die Füße mit dem Löffel beziehungsweise halte ihn symbolisch davor; gib zwei Löffel Wasser in die Auffangschale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

V16. Ganesha – Ehrenwasser
Biete einen Löffel Wasser an der rechten Hand der Murti an und gieße ihn in die Schale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Ehrenwasser dar.

V17. Ganesha – Wasser zum Trinken
Biete drei Löffel Wasser vor dem Mund der Murti an und gib sie in die Schale.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

V18. Ganesha – Bad
Besprenge die wasserfeste Murti mit einer eingetauchten Blüte; Papierbilder bleiben trocken. Biete danach drei Löffel Mundwasser an.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe ein Bad und danach erneut Mundwasser dar.

V19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
Lege drei kleine Portionen Reis nacheinander als Stellvertreter für die genannten Gaben dar.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Reis stellvertretend für Gewand, heiligen Faden und Schmuck dar.

V20. Ganesha – Duft und Girlande
Trage Sandelpaste und darüber etwas Kurkuma/Kumkum auf. Lege eine Girlande oder eine Blüte dar.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar und darüber Kurkuma und Kumkum. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre mit Blumen.

V21. Ganeshas achtzehn Namen
Bringe für jeden Namen eine Blüte oder etwas Reis dar.

oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

Bedeutung: 1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einzähnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

V22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
Führe Räucherduft dreimal im Uhrzeigersinn vor Ganesha, zeige dann die Lampe. Biete drei Löffel Mundwasser an. Stelle Obst, Rosinen oder Kandis bereit, bringe die Speise mit der nächsten Formel dar und danach nochmals drei Löffel Wasser. Lege zuletzt Betelblatt und Arekanuss auf den Gabenteller.

oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Bedeutung: Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich biete Räucherduft an, zeige das Licht und bringe danach Mundwasser. Ich bringe Speise und danach Mundwasser dar; ich bringe Tambula dar.

V23. Ganesha – Arati und Blumengabe
Führe die Kampferlampe dreimal im Uhrzeigersinn; als heutige Alternative dient eine Öllampe. Biete danach drei Löffel Wasser an. Halte eine Blüte mit rechtem Daumen und Zeigefinger im Ring, die anderen drei Finger aufgerichtet: die Naraca-Mudra. Lege die Blüte nach dem Gebet an Ganeshas Füßen ab.

oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt ||
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||

Bedeutung: Wir erkennen den Einzähnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Verehrung Ganapati; ich zeige das freudige Kampferlicht und bringe danach Mundwasser dar. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segenspendenden, Freund der Götter, Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; dem Elefantengesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen.

V24. Ganeshas Segen erbitten
Falte die Hände und verneige dich.

vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

Bedeutung: Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, halte alle meine Vorhaben frei von Hindernissen. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch dich, Vinayaka, vollkommen werden.

V25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
Stelle das gefüllte Wassergefäß auf einen Reishaufen. Gib etwas wohlriechende Essenz und eine Blüte hinein; schmücke die vier Seiten mit Sandelpaste und Kumkum. Decke die Öffnung mit der rechten Hand ab.

kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā |
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo hy atharvaṇaḥ |
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale'smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||

Bedeutung: Am Mund des Gefäßes wohnt Vishnu, am Hals Rudra, am Fuß Brahma; in der Mitte sind die Scharen der göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Inselkontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda samt ihren Gliedern ruhen in diesem Wasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Die heiligen Stätten und Ströme mögen kommen, um Frieden für die Welt zu schaffen und Bedrängendes zu läutern.

V26. Geräte und Körper besprengen
Zeige über dem Gefäß die sieben Wassergesten: Kumbha – lege den linken Daumen auf den rechten und umschließe beide locker mit den Fingern zu einem hohlen Gefäß. Garuda – verhake die kleinen Finger, bringe die Handrücken zueinander, berühre die Daumen als Schnabel und spreize die übrigen Finger als Flügel. Dhenu – verbinde den kleinen Finger jeder Hand mit dem gegenüberliegenden Ringfinger und die Zeigefinger mit den gegenüberliegenden Mittelfingern; die vier Fingerpaare zeigen als Euter nach unten. Shankha – die rechte Faust umfasst den linken Daumen, der rechte Daumen berührt die ausgestreckten linken Finger. Chakra – lege die gespreizten Handflächen gegeneinander, jeder Daumen beim kleinen Finger der anderen Hand. Meru – verschränke die Finger und strecke nur die beiden Mittelfinger gemeinsam nach unten. Matsya – lege die linke Handfläche auf den rechten Handrücken und bewege die Daumen als Flossen. Nimm danach die Blüte aus dem Gefäß und besprenge dich und die Geräte sparsam.

apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Bedeutung: Rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist äußerlich und innerlich rein.

V27. Die Muschel verehren
Fülle die Muschel mit Wasser, etwas Sandelpaste und einer Blüte. Berühre bei den nächsten Anrufungen nacheinander Basis, Körper und Spitze. Halte anschließend einen Kusha-Halm an die Muschel.

oṃ pāñcajanyāya namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ | oṃ janārdanāya namaḥ | oṃ candraśekharāya namaḥ |
śaṅkhaṃ candrārkadaivatyaṃ madhye varuṇasaṃyutam |
pṛṣṭhe prajāpatiścaiva agre gaṅgā sarasvatī ||
trailokye yāni tīrthāni vāsudevasya cājñayā |
śaṅkhe tiṣṭhanti viprendrās tasmāc chaṅkhaṃ prapūjayet ||
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
pūjitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
oṃ pāñcajanyāya vidmahe pāvamānāya dhīmahi tannaḥ śaṅkhaḥ pracodayāt ||

Bedeutung: Verehrung Panchajanya; ich trage göttlichen Duft auf. Verehrung Brahma, Janardana und Chandrashekhara. Mond und Sonne sind die Gottheiten der Muschel, Varuna ist in ihrer Mitte, Prajapati an ihrem Rücken, Ganga und Sarasvati an der Spitze. Alle heiligen Wasser der drei Welten wohnen auf Vasudevas Geheiß in der Muschel; darum soll man sie verehren. Einst dem Meer entsprungen, von Vishnu in der Hand gehalten, von allen Göttern verehrt: Panchajanya, dir sei Verehrung. Wir erkennen Panchajanya und meditieren über den Läuternden; die Muschel möge uns erleuchten.

V28. Mit dem Muschelwasser segnen
Zeige die Shankha-Mudra wie bei den sieben Wassergesten. Besprenge dich und die Geräte mit einer Blüte aus dem Muschelwasser.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel; Om, Erde, Zwischenraum und Himmel.

V29. Den Sockel der Gottheit verehren
Lege zu jeder Anrufung eine Blüte oder etwas Sandelpaste auf den Sockel der Hauptgottheit.

oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ ratnamaṇḍapāya namaḥ |
oṃ yogapīṭhāsanāya namaḥ |
oṃ navagrahadevatābhyo namaḥ |
oṃ daśadikpālebhyo namaḥ |

Bedeutung: Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz. Verehrung der tragenden Kraft. Verehrung der ursprünglichen Natur. Verehrung der kosmischen Schildkröte. Verehrung dem ursprünglichen Eber. Verehrung Ananta. Verehrung der Erde. Verehrung dem Edelsteinpavillon. Verehrung dem Sitz der göttlichen Gegenwart. Verehrung den neun Planetengottheiten. Verehrung den zehn Hütern der Richtungen.

1. Fahnenmast vorbereiten
Wasche den Bambusstab mit Wasser und Panchamrita aus Milch (bzw. Pflanzenmilch), Joghurt (bzw. Pflanzenjoghurt), Ghee (bzw. Pflanzenöl), Honig und Zucker. Reinige ihn anschließend mit Wasser. Befestige die Fahne oben und schmücke den Stab mit einer Girlande. Grabe am vereinbarten Platz ein passendes Pflanzloch. Diese Handlungen nennt die Quelle ohne eigene Rezitation.

2. Die Erde ehren
Vollziehe am Loch eine kurze Bhumi Puja: Lade die tragende Erde ein, lege dann Duft, Blüte, Räucherwerk, brennende Dochtlampe und Speise als Panchopachara am Rand bereit. Die fünf kurzen Gabenworte der Quelle werden mit dem dort vorgegebenen „samarpayāmi“ vollständig ausgesprochen.

śuklavarṇāṁ viśālākṣīṁ kūrmapṛṣṭhopari sthitām |
sarvaśasyāśrayāṁ devīṁ dharām āvāhayāmy aham ||
oṁ bhūmyai namaḥ | oṁ pṛthivyai namaḥ | oṁ anantāya namaḥ | oṁ ādikūrmāya namaḥ |
gandhaṁ samarpayāmi | puṣpaṁ samarpayāmi | dhūpaṁ samarpayāmi | dīpaṁ samarpayāmi | naivedyaṁ samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich lade die helle, großäugige Göttin Erde ein, die auf dem Rücken der Schildkröte ruht und alle Ernten trägt. Verehrung Bhumi, Prithivi, Ananta und der ursprünglichen Schildkröte. Ich bringe Duft, Blüte, Räucherduft, Licht und Speise dar.

3. Den Mast aufrichten
Lege ein Betelblatt, ungebrochenen Reis, eine Blume und die für die Erde bestimmte kleine Geldgabe in das Loch. Setze den Mast ein und befestige ihn standsicher. Der Familien- oder Tempelvertreter hält ihn, bis er gesichert ist. Vor Windlast und Umfallen schützt eine angemessene Befestigung; die Quelle schreibt keinen baulichen Standard vor.

4. Rama, Sita und Lakshmana einladen
Richte den Blick auf den Mastfuß. Lade Rama, Sita und Lakshmana ein und bringe Sandelpaste, Reis und Blüten auf dem Gabenteller am Fuß dar.

śrīmaddivyamunīndracitanilayaṁ sītāmanonāyakam |
valmīkodbhavavākpayodhiśaśinaṁ smerānanaṁ cinmayam ||
nityanīradanīlakāyam amalaṁ nirvāṇasandāyakam |
śāntaṁ nityam anāmayaṁ śubhakaraṁ śrīrāmacandraṁ bhaje ||
oṁ sasītārāmalakṣmaṇau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ sasītārāmalakṣmaṇābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verehre Shri Ramachandra: Heimat im Geist der göttlichen Seher, Herr von Sitas Herzen, Mond über dem Meer von Valmikis Worten, lächelnd und von Bewusstsein erfüllt, dunkel wie eine Regenwolke, rein, Befreiung schenkend, friedvoll, stets unversehrt und Gutes wirkend. Rama und Lakshmana mit Sita, kommt und bleibt hier. Verehrung euch; ich bringe Duft, Reis und Blüten dar.

5. Vayu und die schöpferische Gegenwart
Rufe zuerst Vayu, Hanumans göttlichen Vater, und dann Brahma mit Vani an. Bringe nach jeder Einladungsfolge Duft, Reis und Blüten dar.

āvāhayāmy ahaṁ vāyuṁ bhūtānāṁ dehadhāriṇam |
sarvādhāraṁ mahāvegaṁ mṛgavāhanam īśvaram ||
oṁ vāyo ihāgaccha iha tiṣṭha | oṁ vāyave namaḥ gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
dhyāyāmi śāradānāthaṁ brahmāṇaṁ parameṣṭhinam |
haṁsārūḍhaṁ caturvaktraṁ satyalokanivāsinam ||
oṁ vāṇīhiraṇyagarbhau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich lade Vayu ein, der die Körper der Wesen erhält, alles trägt, von großer Schnelligkeit ist und auf der Antilope reitet. Vayu, komm und bleibe hier; Verehrung dir, ich bringe Duft, Reis und Blüten. Ich betrachte Brahma, den Gemahl Sharadas, den Höchstsitzenden, viergesichtig, auf dem Schwan, in Satyaloka wohnend. Vani und Hiranyagarbha, kommt und bleibt hier; euch gelten Duft, Reis und Blüten.

6. Vishnu, Shiva und Durga
Bringe je nach Einladung Duft, Reis und Blüten für Lakshmi und Narayana, Gauri und Maheshvara sowie Durga dar.

vanamālī gadī śārṅgī śaṅkhī cakrī ca nandakī |
śrīmān nārāyaṇo viṣṇur vāsudevo’bhirakṣatu ||
oṁ lakṣmīnārāyaṇau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ lakṣmīnārāyaṇābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
gaurīnāthaṁ giriśaṁ ca nīlakaṇṭhaṁ trilocanam |
maheśvaraṁ ca viśveśaṁ lokapālaṁ namāmy aham ||
oṁ gaurīmaheśvarau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ gaurīmaheśvarābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
ume mama priye devi śaṅkarārdhaśarīriṇī |
saubhāgyaṁ kuru me gauri śive śaktyai namo’stu te ||
oṁ durgā devi ihāgaccha iha tiṣṭha | oṁ durgādevyai namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Der mit Waldgirlande, Keule, Bogen, Muschel, Diskus und Nandaka-Schwert versehene herrliche Narayana, Vishnu, Vasudeva möge schützen. Lakshmi und Narayana, kommt und bleibt hier; ich bringe Duft, Reis und Blüten. Ich verneige mich vor Gauris Gemahl, dem Bergherrn, dem Blauhalsigen und Dreiäugigen, dem großen Herrn und Welthüter. Gauri und Maheshvara, kommt und bleibt hier; ich bringe euch Duft, Reis und Blüten. Liebe Göttin Uma, die Shankaras halben Leib bildet, schenke mir Gedeihen; Verehrung dir, Gauri, der gütigen Kraft. Durga, komm und bleibe hier; Duft, Reis und Blüten bringe ich dir dar.

7. Sonne und Richtungshüter
Bringe Surya mit den Navagraha und danach Indra mit den zehn Richtungshütern Duft, Reis und Blüten dar. Die Quelle spricht die Gruppen gemeinsam an; für jeden einzelnen ist keine zusätzliche Liturgie einzufügen.

japākusumasaṅkāśaṁ kāśyapeyaṁ mahādyutim |
tamo’riṁ sarvapāpaghnaṁ praṇato’smi divākaram ||
ādityā navagrahasahita ihāgacchata iha tiṣṭhata |
oṁ navagrahādibhyo namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
indro’marāvatīnāthaḥ śacīdevyās tu nāyakaḥ |
vajrāyudhasya prācīśaḥ tasyai cairāvato gajaḥ ||
oṁ indrādidaśadikpālā ihāgacchata iha tiṣṭhata |
oṁ indrādidaśadikpālebhyo namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Ich verneige mich vor dem Tagesschöpfer, rot wie die Hibiskusblüte, Kashyapas Nachkomme, strahlend, Feind der Dunkelheit und Überwinder allen Unheils. Sonne mit den neun Grahas, kommt und bleibt hier; euch gelten Duft, Reis und Blumen. Indra ist Herr Amaravatis und Gemahl Shachis, der den Donnerkeil trägt und den Osten behütet; Airavata ist sein Elefant. Indra und die zehn Richtungshüter, kommt und bleibt hier; euch bringe ich Duft, Reis und Blüten.

8. Hanuman am Mastfuß empfangen
Lade Hanuman ausdrücklich am Fuß des Mastes ein und bringe Duft, Reis und Blüten dar.

vajradehāya kālāgnirudrāyāmitatejase |
brahmāstrastambhanāyāsmai namaste rudramūrtaye ||
oṁ hanumān ihāgaccha iha tiṣṭha |
oṁ hanumate namaḥ gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

Bedeutung: Verehrung dir mit diamantfestem Leib, Rudra als Feuer der Zeit, von unermesslichem Glanz, der das Brahma-Geschoss hemmt, Gestalt Rudras. Hanuman, komm und bleibe hier; Verehrung dir. Ich bringe Duft, Reis und Blüten dar.

9. Wasser, Gewand und Schmuckgaben
Gib nacheinander Fuß-, Ehren-, Mund- und Badewasser auf den kleinen Gabenteller am Mastfuß. Lege dann rotes Tuch, heiligen Faden, rote Sandelpaste, Sindura, Reis, Girlande und Blüten hin. Sprich jede Gabe bei ihrer Übergabe; die Vorlage nennt die Gaben als kurze Nennformeln.

oṁ śrīhanumate namaḥ |
pādyam | arghyam | ācamanīyam | snānam |
raktavastraṁ yajñopavītam | raktacandanam | sindūram |
idam akṣatam | idaṁ mālyam | etāni puṣpāṇi ||

Bedeutung: Verehrung Shri Hanuman. Fußwasser, Ehrenwasser, Mundwasser, Bad; rotes Gewand und heiliger Faden; rote Sandelpaste und Sindura; dieser Reis, diese Girlande, diese Blumen.

10. Hanumans Namen und Blumengabe
Lege bei jedem Namen eine Blüte oder ein Blütenblatt hin. Sprich danach das kurze Blumengebet.

oṁ śrīāñjaneyāya namaḥ |
oṁ vāyuputrāya namaḥ |
oṁ brahmacāriṇe namaḥ |
oṁ sarvāriṣṭanivārakāya namaḥ |
oṁ śubhakarāya namaḥ |
oṁ piṅgalākṣāya namaḥ |
oṁ akṣāpahāya namaḥ |
oṁ sītānveṣaṇatatparāya namaḥ |
oṁ kapivarāya namaḥ |
oṁ koṭīndusūryaprabhāya namaḥ |
oṁ laṅkādvīpabhayaṅkarāya namaḥ |
oṁ sakaladāya namaḥ |
oṁ sugrīvasammānitāya namaḥ |
oṁ devendrādisamastadevavinutāya namaḥ |
oṁ kākutsthadūtāya namaḥ |
oṁ hanumate namaḥ |
nānāgandhasamāyuktaṁ devatānāṁ sukhāvaham |
gṛhāṇa kusumaṁ deva vāyuputraḥ sukhāvaḥ ||

Bedeutung: Verehrung Anjanis Sohn, Vayus Sohn, dem enthaltsam Lebenden, dem Abwender allen Unheils, dem Gutes Wirkenden, dem mit goldbraunen Augen, dem Besieger Akshas, dem auf Sitas Suche Bedachten, dem besten Affenhelden, dem wie unzählige Monde und Sonnen Strahlenden, dem Schrecken Lankas, dem alles Schenkenden, dem von Sugriva Geehrten, dem von Indra und allen Göttern Gepriesenen, dem Boten Ramas und Hanuman. Nimm, göttlicher Sohn Vayus, die vielerlei duftende Blume an, die den Göttern Freude bereitet. Die letzte Anrede des Blumengebets ist in der Handbuchfassung sprachlich unregelmäßig.

11. Duft, Licht und Speise
Zeige entzündetes Räucherwerk und die brennende Dochtlampe. Lege Betel, die vorbereiteten vegetarischen Speisen und besonders Laddus hin. Reiche Mundwasser und lege eine Blumenhandvoll als Pushpanjali nieder.

dhūpaḥ | dīpaḥ | tāmbūlam | naivedyam |
etāni nānāvidhasahitaladdukāni | ācamanīyam | puṣpāñjaliḥ |
oṁ hanumate namaḥ ||

Bedeutung: Räucherduft, Licht, Betel, Speise; diese Laddus mit vielfältigen Beigaben; Mundwasser, Blumenhandvoll. Verehrung Hanuman.

12. Dreifache Ehrenwassergabe
Sprich das Gebet und bringe danach dreimal eine kleine Portion Ehrenwasser dar. Zu jeder Gabe wird die letzte Formel einmal gesprochen.

oṁ āñjaneya mahābāho rāmakāryārthatatparaḥ |
gṛhāṇārghyaṁ mayā dattaṁ mama kāryaṁ ca sādhaya ||
oṁ hauṁ hanumate namaḥ idam arghyam ||

Bedeutung: Anjaneya, mächtiger Held, ganz auf Ramas Werk bedacht: Nimm das von mir gegebene Ehrenwasser an und lass auch mein Vorhaben gelingen. Om Haum, Verehrung Hanuman; diese Ehrengabe.

13. Die Fahne verehren
Richte die Aufmerksamkeit auf die Fahne selbst. Sprich die Einladung und lege Sandelpaste und Reis am Mast nieder.

oṁ devāsurāṇāṁ sarveṣāṁ maṅgalo’yaṁ mahādhvajaḥ |
gṛhyatāṁ sukhahetor me dhvajaḥ śrīpavanātmajaḥ ||
oṁ sapatākadhvaja ihāgaccha iha tiṣṭha |
oṁ sapatākadhvajāya namaḥ gandhākṣataṁ samarpayāmi ||

Bedeutung: Diese große Fahne ist für alle Götter und Gegengötter glückverheißend. Möge die Fahne zu meinem Wohlergehen angenommen werden, durch den herrlichen Sohn des Windes. Banner mit Fahne, komm und bleibe hier; Verehrung dir. Ich bringe Duft und Reis dar.

14. Die Fahne endgültig widmen
Nimm Wasser in die rechte Hand. Sprich die vor Beginn eingesetzten Kalenderangaben und die Widmung. Lass das Wasser danach auf die Erde fließen. Dadurch wird die Fahne Hanuman übereignet; sie bleibt am vereinbarten Ort.

oṁ adya {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau ahaṁ saparivārasahitaḥ sakalābhīṣṭasiddhikāmo’muṁ sapatākamahādhvajaṁ viṣṇudaivataṁ śrīhanumate ahaṁ sampradade na mama ||

Bedeutung: Om, heute im genannten Monat, in der genannten Mondhälfte und am genannten Mondtag übergebe ich mit meinen Angehörigen, im Wunsch nach der Erfüllung guter Anliegen, diese große Fahne mit Banner, Vishnu zugeordnet, Shri Hanuman. Sie ist nicht mehr mein.

15. Um Mut, Erkenntnis und Hingabe bitten
Falte die Hände. Bete zu Hanuman als dem, der Sitas Kummer linderte und Ramas Auftrag erfüllte.

añjanīgarbhasaṁbhūtaṁ vāyuputraṁ mahābalam |
sītāśokavināśāya sugrīvasya sadā priyam ||
praṇamāmi sadā bhaktyā sarvavighnavināśanam |
dehi vidyāṁ yaśo dehi kāryasiddhyai namāmy aham ||
dayāṁ dehi jayaṁ dehi abhayaṁ dehi me |
kṣamāṁ dehi vidyāṁ dehi jñānabhaktiṁ pradehi me ||

Bedeutung: Ich verneige mich in Hingabe vor Anjanis Sohn, dem mächtigen Sohn Vayus, der Sitas Kummer zerstört und Sugriva stets lieb ist, vor dem Überwinder aller Hindernisse. Schenke Wissen und guten Ruf; für das Gelingen meines Werkes verneige ich mich. Schenke Mitgefühl, Gelingen, Furchtlosigkeit, Vergebung, Wissen, Erkenntnis und Hingabe.

16. Begleitgottheiten verabschieden
Bitte die Erde um Vergebung und entlasse die angerufene göttliche Gemeinschaft in ihre eigenen Bereiche. Hanumans gestiftete Fahne bleibt stehen.

oṁ pṛthivī pūjitāsi kṣamasva |
oṁ sasītārāmalakṣmaṇau pūjitau sthaḥ kṣameyathāṁ svasthānaṁ gacchatam |
oṁ pañcalokapālakā navagrahā daśadikpālāḥ pūjitāḥ stha | kṣamadhvaṁ svasthānaṁ gacchata ||

Bedeutung: Erde, du bist verehrt worden; verzeihe. Rama und Lakshmana mit Sita, ihr seid verehrt worden; vergebt und kehrt an euren Ort zurück. Fünf Welthüter, neun Grahas und zehn Richtungshüter, ihr seid verehrt worden; vergebt und kehrt an eure Orte zurück.

17. Der Ritualleitung danken
Übergib dem zuvor bestimmten Brahmanen beziehungsweise der kundigen Ritualleitung die vereinbarte Dakshina. Setze dessen Namen vor Beginn in die Formel ein.

oṁ adya kṛtaitadaṅgapūjanapūrvakahanumaddhvajadānapratiṣṭhārtham etāvaddravyamūlyakaṁ hiraṇyam agnidaivataṁ {Empfängername} nāmabrāhmaṇāya dakṣiṇām ahaṁ sampradade ||

Bedeutung: Für die heute vollzogene Schenkung und Aufstellung von Hanumans Fahne, verbunden mit den zugehörigen Verehrungen, übergebe ich dem genannten Brahmanen diese wertentsprechende Gold- oder Geldgabe, dem Feuer zugeordnet, als Ehrengabe.

Teile die Speise als Prasad. Die Fahne bleibt als Erinnerung an Hanumans bereitwilligen Dienst sichtbar. Eine passende persönliche Vertiefung ist ein konkreter hilfreicher Dienst für einen anderen Menschen. Das anschließend im Handbuch gedruckte Hanuman Chalisa ist ein eigener Hymnus; der Stiftungsablauf ist mit Ehrengabe und Verabschiedung abgeschlossen.

Rezitationsanhänge

IAST

V1. Das Licht entzünden
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ timirāt ghorāt divya jyoti namo'stu te ||
jyotir rūpam arūpañca vadanti muni puṅgavāḥ |
jyotir madhye sthito devo brahmajyotir namo'stu te ||

V2. Achamana
oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

V3. Die Lehrer ehren
gurur brahmā gurur viṣṇur gurur devo maheśvaraḥ |
guruḥ sākṣāt paraṃ brahma tasmai śrīgurave namaḥ ||
akhaṇḍamaṇḍalākāraṃ vyāptaṃ yena carācaram |
tatpadaṃ darśitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||
ajñānatimirāndhasya jñānāñjanaśalākayā |
cakṣur unmīlitaṃ yena tasmai śrīgurave namaḥ ||

V4. Frieden für alle Wesen erbitten
śṛṇuyām sthirair aṅgair bhadraṃ karṇaiśca dṛṣṭibhiḥ |
bhadraṃ paśyema yad deva hitam āyur vyaśemahi ||
indro vṛddhaśravās tārkṣyo'riṣṭanemir bṛhaspatiḥ |
dadhātu svasti naḥ pūṣā viśvadevāśca svasti naḥ ||
viśvataḥ kratavo bhadrā āyantvāno vṛdhe yathā |
dive dive rakṣitāra āsan devā hi nityaśaḥ ||
viśvāni deva savitur duritāni parā suva |
subhaktyā praṇatānāṃ tu yad bhadraṃ tanna āsuva ||

V5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
oṃ śrīman mahāgaṇādhipataye namaḥ |
oṃ lakṣmīnārāyaṇābhyāṃ namaḥ |
oṃ umāmaheśvarābhyāṃ namaḥ |
oṃ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṃ namaḥ |
oṃ śacīpurandarābhyāṃ namaḥ |
oṃ mātṛpitṛcaraṇakamalebhyo namaḥ |
oṃ iṣṭadevatābhyo namaḥ |
oṃ kuladevatābhyo namaḥ |
oṃ grāmadevatābhyo namaḥ |
oṃ sthānadevatābhyo namaḥ |
oṃ vāstudevatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo devatābhyo namaḥ |
oṃ sarvebhyo brāhmaṇebhyo namaḥ |

V6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
sumukhaścaikadantaśca kapilo gajakarṇakaḥ |
lambodaraśca vikaṭo vighnanāśo vināyakaḥ ||
dhūmraketur gaṇādhyakṣo bhālacandro gajānanaḥ |
dvādaśaitāni nāmāni yaḥ paṭhecchṛṇuyād api ||
vidyārambhe vivāhe ca praveśe nirgame tathā |
saṅgrāme saṅkaṭe caiva vighnas tasya na jāyate ||
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
avighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
sarvadā sarvakāryeṣu nāsti teṣām amaṅgalam |
yeṣāṃ hṛdistho bhagavān maṅgalāyatanaṃ hariḥ ||
tad eva lagnaṃ sudinaṃ tad eva tārābalaṃ candrabalaṃ tad eva |
vidyābalaṃ daivabalaṃ tad eva lakṣmīpate te'ṅghriyugaṃ smarāmi ||
lābhas teṣāṃ jayas teṣāṃ kutas teṣāṃ parājayaḥ |
yeṣām indīvaraśyāmo hṛdayastho janārdanaḥ ||
yatra yogeśvaraḥ kṛṣṇo yatra pārtho dhanurdharaḥ |
tatra śrīr vijayo bhūtir dhruvā nītir matir mama ||
ananyāś cintayanto māṃ ye janāḥ paryupāsate |
teṣāṃ nityābhiyuktānāṃ yogakṣemaṃ vahāmyaham ||
smṛte sakalakalyāṇabhājanaṃ yatra jāyate |
puruṣaṃ tam ajaṃ nityaṃ vrajāmi śaraṇaṃ harim ||

V7. Den Ritualplatz klären
apasarpantu te bhūtā ye bhūtā bhuvi saṃsthitāḥ |
ye bhūtā vighnakārās te gacchantv ājñayā hareḥ ||

V8. Den Sitz ehren
pṛthvi tvayā dhṛtā lokā devi tvaṃ viṣṇunā dhṛtā |
tvaṃ ca dhāraya māṃ devi pavitraṃ kuru cāsanam ||

V9. Die Glocke ehren
āgamārthaṃ ca devānāṃ gamanārthaṃ tu rakṣasām |
sarvabhūtahitārthāya ghaṇṭānādaṃ karomy aham ||

V10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
oṃ ātmane namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
deho jīvālayaḥ prokto jīvo devaḥ sanātanaḥ |
tyajed ajñānanirmālyaṃ so'haṃbhāvena pūjayet ||
oṃ ātmane namaḥ | oṃ antarātmane namaḥ | oṃ jīvātmane namaḥ |
oṃ yogātmane namaḥ | oṃ paramātmane namaḥ | oṃ jñānātmane namaḥ |
samastopacārān samarpayāmi ||

V11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
śuklāmbaradharaṃ devaṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam |
prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||
oṃ bhūḥ | oṃ bhuvaḥ | oṃ suvaḥ | oṃ mahaḥ | oṃ janaḥ | oṃ tapaḥ | oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||
oṃ āpo jyotir raso'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

V12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
hariḥ oṃ tat sat | śrī govinda | śrī govinda | śrī govinda |
śubhe śobhane muhūrte adye śrī bhagavato mahāpuruṣasya śrī viṣṇoḥ ājñayā pravartamānasya ādya brahmaṇaḥ dvitīya parārdhe śrī śveta varāha kalpe vaivasvata manvantare aṣṭāviṃśatīttame kali yuge kali yugasya prathama pāde jāmbudvīpe meroḥ {Richtung} digbhāge hiraṇmaya varṣe hiraṇmaya deśe {Land} deśe {Ort} mahā nagari antargate vyavahārikānāṃ prabhavādi ṣaṣṭhi saṃvatsarāṇāṃ madhye {Jahresname} nāma saṃvatsare {Ayana} ayane {Jahreszeit} ṛtau māsottame {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau {Wochentag} vāsara yuktāyāṃ {Nakshatra} nakṣatra yuktāyām śrī viṣṇu yoge śrī viṣṇu karaṇe śubha yoga śubha karaṇe sakala graha guṇa viśeṣaṇa viśiṣṭāyām asyāṃ śubha tithau |
ahaṁ saparivārasahitaṁ upasthitaśārīrāvirodhena sakalaihikopadravaśāntipūrvakaṁ putrapautrādidhanadhānyādisamṛddhiprāptipūrvakaṁ dīrghāyuṣabalamitanairujyaprāptikāmaḥ hanumaddhvajadānaṁ tadaṅgatvenāṅgadevatāpūjanaṁ ca kariṣye ||
tad aṅgatvena nirvighnena parisamāptyartham ādau gaṇeśapūjanaṃ kariṣye ||

V13. Ganesha betrachten und einladen
gajānanaṃ bhūtagaṇādisevitaṃ kapitthajambūphalasārabhakṣaṇam |
umāsutaṃ śokavināśakāraṇaṃ namāmi vighneśvarapādapaṅkajam ||
ekadantaṃ śūrpakarṇaṃ gajavaktraṃ mahodaram |
pāśāṅkuśadharaṃ devaṃ dhyāyet siddhivināyakam ||
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ śrīmahāgaṇapataye namaḥ |
dhyāyāmi | āvāhayāmi | sthāpayāmi | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

V14. Ganesha – Sitz
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | āsanaṃ samarpayāmi ||

V15. Ganesha – Fußwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pādyaṃ samarpayāmi ||

V16. Ganesha – Ehrenwasser
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | arghyaṃ samarpayāmi ||

V17. Ganesha – Wasser zum Trinken
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

V18. Ganesha – Bad
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | snānaṃ samarpayāmi | snānānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi ||

V19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | vastrārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | upavītārtham akṣatān samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ābharaṇārtham akṣatān samarpayāmi ||

V20. Ganesha – Duft und Girlande
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | divyagandhān samarpayāmi | gandhasyopari haridrākuṅkumaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | puṣpamālikāṃ samarpayāmi | puṣpaiḥ pūjayāmi ||

V21. Ganeshas achtzehn Namen
oṃ sumukhāya namaḥ |
oṃ ekadantāya namaḥ |
oṃ kapilāya namaḥ |
oṃ gajakarṇakāya namaḥ |
oṃ lambodarāya namaḥ |
oṃ vikaṭāya namaḥ |
oṃ vighnarājāya namaḥ |
oṃ vināyakāya namaḥ |
oṃ dhūmaketave namaḥ |
oṃ gaṇādhyakṣāya namaḥ |
oṃ bālacandrāya namaḥ |
oṃ gajānanāya namaḥ |
oṃ vakratuṇḍāya namaḥ |
oṃ śūrpakarṇāya namaḥ |
oṃ herambāya namaḥ |
oṃ skandapūrvajāya namaḥ |
oṃ siddhivināyakāya namaḥ |
oṃ vighneśvarāya namaḥ |

V22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | dhūpam āghrāpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | pratyakṣadīpaṃ darśayāmi |
dhūpadīpānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | naivedyaṃ nivedayāmi |
naivedyānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

V23. Ganesha – Arati und Blumengabe
oṃ ekadantāya vidmahe vakratuṇḍāya dhīmahi tanno danti pracodayāt ||
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ | ānandakarpūranīrājanaṃ sandarśayāmi |
karpūranīrājanānantaraṃ punar ācamanīyaṃ samarpayāmi |
vighneśvarāya varadāya surapriyāya lambodarāya sakalāya jagaddhitāya |
nāgānanāya śrutiyajñavibhūṣitāya gaurīsutāya gaṇanātha namo namaste ||

V24. Ganeshas Segen erbitten
vakratuṇḍa mahākāya koṭisūryasamaprabha |
nirvighnaṃ kuru me deva sarvakāryeṣu sarvadā ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ mama |
tasmāt kāruṇyabhāvena rakṣa rakṣa gaṇādhipa ||
āvāhanaṃ na jānāmi naiva jānāmi pūjanam |
visarjanaṃ na jānāmi kṣamasva puruṣottama ||
mantrahīnaṃ kriyāhīnaṃ bhaktihīnaṃ vināyaka |
yat kṛtaṃ tu mayā deva paripūrṇaṃ tad astu te ||

V25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
kalaśasya mukhe viṣṇuḥ kaṇṭhe rudraḥ samāśritaḥ |
mūle tatra sthito brahmā madhye mātṛgaṇāḥ smṛtāḥ ||
kukṣau tu sāgarāḥ sarve saptadvīpā vasundharā |
ṛgvedo'tha yajurvedaḥ sāmavedo hy atharvaṇaḥ |
aṅgaiśca sahitāḥ sarve kalaśāmbu samāśritāḥ ||
gaṅge ca yamune caiva godāvarī sarasvatī |
narmade sindhu kāveri jale'smin sannidhiṃ kuru ||
puṣkarādyāni tīrthāni gaṅgādyāḥ saritas tathā |
āyantu lokaśāntyarthaṃ duritakṣayakārakāḥ ||

V26. Geräte und Körper besprengen
apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato'pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

V27. Die Muschel verehren
oṃ pāñcajanyāya namaḥ | divyagandhān dhārayāmi |
oṃ brahmaṇe namaḥ | oṃ janārdanāya namaḥ | oṃ candraśekharāya namaḥ |
śaṅkhaṃ candrārkadaivatyaṃ madhye varuṇasaṃyutam |
pṛṣṭhe prajāpatiścaiva agre gaṅgā sarasvatī ||
trailokye yāni tīrthāni vāsudevasya cājñayā |
śaṅkhe tiṣṭhanti viprendrās tasmāc chaṅkhaṃ prapūjayet ||
tvaṃ purā sāgarotpanno viṣṇunā vidhṛtaḥ kare |
pūjitaḥ sarvadevaiśca pāñcajanya namo'stu te ||
oṃ pāñcajanyāya vidmahe pāvamānāya dhīmahi tannaḥ śaṅkhaḥ pracodayāt ||

V28. Mit dem Muschelwasser segnen
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ ||

V29. Den Sockel der Gottheit verehren
oṃ sakala guṇātmaśaktiyuktāya yogapīṭhātmane namaḥ |
oṃ ādhāraśaktyai namaḥ |
oṃ mūlaprakṛtyai namaḥ |
oṃ ādikūrmāya namaḥ |
oṃ ādivarāhāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ pṛthivyai namaḥ |
oṃ ratnamaṇḍapāya namaḥ |
oṃ yogapīṭhāsanāya namaḥ |
oṃ navagrahadevatābhyo namaḥ |
oṃ daśadikpālebhyo namaḥ |

2. Die Erde ehren
śuklavarṇāṁ viśālākṣīṁ kūrmapṛṣṭhopari sthitām |
sarvaśasyāśrayāṁ devīṁ dharām āvāhayāmy aham ||
oṁ bhūmyai namaḥ | oṁ pṛthivyai namaḥ | oṁ anantāya namaḥ | oṁ ādikūrmāya namaḥ |
gandhaṁ samarpayāmi | puṣpaṁ samarpayāmi | dhūpaṁ samarpayāmi | dīpaṁ samarpayāmi | naivedyaṁ samarpayāmi ||

4. Rama, Sita und Lakshmana einladen
śrīmaddivyamunīndracitanilayaṁ sītāmanonāyakam |
valmīkodbhavavākpayodhiśaśinaṁ smerānanaṁ cinmayam ||
nityanīradanīlakāyam amalaṁ nirvāṇasandāyakam |
śāntaṁ nityam anāmayaṁ śubhakaraṁ śrīrāmacandraṁ bhaje ||
oṁ sasītārāmalakṣmaṇau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ sasītārāmalakṣmaṇābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

5. Vayu und die schöpferische Gegenwart
āvāhayāmy ahaṁ vāyuṁ bhūtānāṁ dehadhāriṇam |
sarvādhāraṁ mahāvegaṁ mṛgavāhanam īśvaram ||
oṁ vāyo ihāgaccha iha tiṣṭha | oṁ vāyave namaḥ gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
dhyāyāmi śāradānāthaṁ brahmāṇaṁ parameṣṭhinam |
haṁsārūḍhaṁ caturvaktraṁ satyalokanivāsinam ||
oṁ vāṇīhiraṇyagarbhau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ vāṇīhiraṇyagarbhābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

6. Vishnu, Shiva und Durga
vanamālī gadī śārṅgī śaṅkhī cakrī ca nandakī |
śrīmān nārāyaṇo viṣṇur vāsudevo’bhirakṣatu ||
oṁ lakṣmīnārāyaṇau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ lakṣmīnārāyaṇābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
gaurīnāthaṁ giriśaṁ ca nīlakaṇṭhaṁ trilocanam |
maheśvaraṁ ca viśveśaṁ lokapālaṁ namāmy aham ||
oṁ gaurīmaheśvarau ihāgacchataṁ iha tiṣṭhatam |
oṁ gaurīmaheśvarābhyāṁ namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
ume mama priye devi śaṅkarārdhaśarīriṇī |
saubhāgyaṁ kuru me gauri śive śaktyai namo’stu te ||
oṁ durgā devi ihāgaccha iha tiṣṭha | oṁ durgādevyai namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

7. Sonne und Richtungshüter
japākusumasaṅkāśaṁ kāśyapeyaṁ mahādyutim |
tamo’riṁ sarvapāpaghnaṁ praṇato’smi divākaram ||
ādityā navagrahasahita ihāgacchata iha tiṣṭhata |
oṁ navagrahādibhyo namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||
indro’marāvatīnāthaḥ śacīdevyās tu nāyakaḥ |
vajrāyudhasya prācīśaḥ tasyai cairāvato gajaḥ ||
oṁ indrādidaśadikpālā ihāgacchata iha tiṣṭhata |
oṁ indrādidaśadikpālebhyo namaḥ | gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

8. Hanuman am Mastfuß empfangen
vajradehāya kālāgnirudrāyāmitatejase |
brahmāstrastambhanāyāsmai namaste rudramūrtaye ||
oṁ hanumān ihāgaccha iha tiṣṭha |
oṁ hanumate namaḥ gandhākṣatapuṣpāṇi samarpayāmi ||

9. Wasser, Gewand und Schmuckgaben
oṁ śrīhanumate namaḥ |
pādyam | arghyam | ācamanīyam | snānam |
raktavastraṁ yajñopavītam | raktacandanam | sindūram |
idam akṣatam | idaṁ mālyam | etāni puṣpāṇi ||

10. Hanumans Namen und Blumengabe
oṁ śrīāñjaneyāya namaḥ |
oṁ vāyuputrāya namaḥ |
oṁ brahmacāriṇe namaḥ |
oṁ sarvāriṣṭanivārakāya namaḥ |
oṁ śubhakarāya namaḥ |
oṁ piṅgalākṣāya namaḥ |
oṁ akṣāpahāya namaḥ |
oṁ sītānveṣaṇatatparāya namaḥ |
oṁ kapivarāya namaḥ |
oṁ koṭīndusūryaprabhāya namaḥ |
oṁ laṅkādvīpabhayaṅkarāya namaḥ |
oṁ sakaladāya namaḥ |
oṁ sugrīvasammānitāya namaḥ |
oṁ devendrādisamastadevavinutāya namaḥ |
oṁ kākutsthadūtāya namaḥ |
oṁ hanumate namaḥ |
nānāgandhasamāyuktaṁ devatānāṁ sukhāvaham |
gṛhāṇa kusumaṁ deva vāyuputraḥ sukhāvaḥ ||

11. Duft, Licht und Speise
dhūpaḥ | dīpaḥ | tāmbūlam | naivedyam |
etāni nānāvidhasahitaladdukāni | ācamanīyam | puṣpāñjaliḥ |
oṁ hanumate namaḥ ||

12. Dreifache Ehrenwassergabe
oṁ āñjaneya mahābāho rāmakāryārthatatparaḥ |
gṛhāṇārghyaṁ mayā dattaṁ mama kāryaṁ ca sādhaya ||
oṁ hauṁ hanumate namaḥ idam arghyam ||

13. Die Fahne verehren
oṁ devāsurāṇāṁ sarveṣāṁ maṅgalo’yaṁ mahādhvajaḥ |
gṛhyatāṁ sukhahetor me dhvajaḥ śrīpavanātmajaḥ ||
oṁ sapatākadhvaja ihāgaccha iha tiṣṭha |
oṁ sapatākadhvajāya namaḥ gandhākṣataṁ samarpayāmi ||

14. Die Fahne endgültig widmen
oṁ adya {Monat} māse {Paksha} pakṣe {Tithi} tithau ahaṁ saparivārasahitaḥ sakalābhīṣṭasiddhikāmo’muṁ sapatākamahādhvajaṁ viṣṇudaivataṁ śrīhanumate ahaṁ sampradade na mama ||

15. Um Mut, Erkenntnis und Hingabe bitten
añjanīgarbhasaṁbhūtaṁ vāyuputraṁ mahābalam |
sītāśokavināśāya sugrīvasya sadā priyam ||
praṇamāmi sadā bhaktyā sarvavighnavināśanam |
dehi vidyāṁ yaśo dehi kāryasiddhyai namāmy aham ||
dayāṁ dehi jayaṁ dehi abhayaṁ dehi me |
kṣamāṁ dehi vidyāṁ dehi jñānabhaktiṁ pradehi me ||

16. Begleitgottheiten verabschieden
oṁ pṛthivī pūjitāsi kṣamasva |
oṁ sasītārāmalakṣmaṇau pūjitau sthaḥ kṣameyathāṁ svasthānaṁ gacchatam |
oṁ pañcalokapālakā navagrahā daśadikpālāḥ pūjitāḥ stha | kṣamadhvaṁ svasthānaṁ gacchata ||

17. Der Ritualleitung danken
oṁ adya kṛtaitadaṅgapūjanapūrvakahanumaddhvajadānapratiṣṭhārtham etāvaddravyamūlyakaṁ hiraṇyam agnidaivataṁ {Empfängername} nāmabrāhmaṇāya dakṣiṇām ahaṁ sampradade ||

Devanagari

V1. Das Licht entzünden
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि देवाय परमात्मने ।
त्राहि मां तिमिरात् घोरात् दिव्य ज्योति नमोऽस्तु ते ॥
ज्योतिर् रूपम् अरूपञ्च वदन्ति मुनि पुङ्गवाः ।
ज्योतिर् मध्ये स्थितो देवो ब्रह्मज्योतिर् नमोऽस्तु ते ॥

V2. Achamana
ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

V3. Die Lehrer ehren
गुरुर् ब्रह्मा गुरुर् विष्णुर् गुरुर् देवो महेश्वरः ।
गुरुः साक्षात् परं ब्रह्म तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अखण्डमण्डलाकारं व्याप्तं येन चराचरम् ।
तत्पदं दर्शितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥
अज्ञानतिमिरान्धस्य ज्ञानाञ्जनशलाकया ।
चक्षुर् उन्मीलितं येन तस्मै श्रीगुरवे नमः ॥

V4. Frieden für alle Wesen erbitten
शृणुयाम् स्थिरैर् अङ्गैर् भद्रं कर्णैश्च दृष्टिभिः ।
भद्रं पश्येम यद् देव हितम् आयुर् व्यशेमहि ॥
इन्द्रो वृद्धश्रवास् तार्क्ष्योऽरिष्टनेमिर् बृहस्पतिः ।
दधातु स्वस्ति नः पूषा विश्वदेवाश्च स्वस्ति नः ॥
विश्वतः क्रतवो भद्रा आयन्त्वानो वृधे यथा ।
दिवे दिवे रक्षितार आसन् देवा हि नित्यशः ॥
विश्वानि देव सवितुर् दुरितानि परा सुव ।
सुभक्त्या प्रणतानां तु यद् भद्रं तन्न आसुव ॥

V5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
ॐ श्रीमन् महागणाधिपतये नमः ।
ॐ लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः ।
ॐ उमामहेश्वराभ्यां नमः ।
ॐ वाणीहिरण्यगर्भाभ्यां नमः ।
ॐ शचीपुरन्दराभ्यां नमः ।
ॐ मातृपितृचरणकमलेभ्यो नमः ।
ॐ इष्टदेवताभ्यो नमः ।
ॐ कुलदेवताभ्यो नमः ।
ॐ ग्रामदेवताभ्यो नमः ।
ॐ स्थानदेवताभ्यो नमः ।
ॐ वास्तुदेवताभ्यो नमः ।
ॐ सर्वेभ्यो देवताभ्यो नमः ।
ॐ सर्वेभ्यो ब्राह्मणेभ्यो नमः ।

V6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
सुमुखश्चैकदन्तश्च कपिलो गजकर्णकः ।
लम्बोदरश्च विकटो विघ्ननाशो विनायकः ॥
धूम्रकेतुर् गणाध्यक्षो भालचन्द्रो गजाननः ।
द्वादशैतानि नामानि यः पठेच्छृणुयाद् अपि ॥
विद्यारम्भे विवाहे च प्रवेशे निर्गमे तथा ।
सङ्ग्रामे सङ्कटे चैव विघ्नस् तस्य न जायते ॥
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
अविघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
सर्वदा सर्वकार्येषु नास्ति तेषाम् अमङ्गलम् ।
येषां हृदिस्थो भगवान् मङ्गलायतनं हरिः ॥
तद् एव लग्नं सुदिनं तद् एव ताराबलं चन्द्रबलं तद् एव ।
विद्याबलं दैवबलं तद् एव लक्ष्मीपते तेऽङ्घ्रियुगं स्मरामि ॥
लाभस् तेषां जयस् तेषां कुतस् तेषां पराजयः ।
येषाम् इन्दीवरश्यामो हृदयस्थो जनार्दनः ॥
यत्र योगेश्वरः कृष्णो यत्र पार्थो धनुर्धरः ।
तत्र श्रीर् विजयो भूतिर् ध्रुवा नीतिर् मतिर् मम ॥
अनन्याश् चिन्तयन्तो मां ये जनाः पर्युपासते ।
तेषां नित्याभियुक्तानां योगक्षेमं वहाम्यहम् ॥
स्मृते सकलकल्याणभाजनं यत्र जायते ।
पुरुषं तम् अजं नित्यं व्रजामि शरणं हरिम् ॥

V7. Den Ritualplatz klären
अपसर्पन्तु ते भूता ये भूता भुवि संस्थिताः ।
ये भूता विघ्नकारास् ते गच्छन्त्व् आज्ञया हरेः ॥

V8. Den Sitz ehren
पृथ्वि त्वया धृता लोका देवि त्वं विष्णुना धृता ।
त्वं च धारय मां देवि पवित्रं कुरु चासनम् ॥

V9. Die Glocke ehren
आगमार्थं च देवानां गमनार्थं तु रक्षसाम् ।
सर्वभूतहितार्थाय घण्टानादं करोम्य् अहम् ॥

V10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
ॐ आत्मने नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ।
देहो जीवालयः प्रोक्तो जीवो देवः सनातनः ।
त्यजेद् अज्ञाननिर्माल्यं सोऽहंभावेन पूजयेत् ॥
ॐ आत्मने नमः । ॐ अन्तरात्मने नमः । ॐ जीवात्मने नमः ।
ॐ योगात्मने नमः । ॐ परमात्मने नमः । ॐ ज्ञानात्मने नमः ।
समस्तोपचारान् समर्पयामि ॥

V11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
शुक्लाम्बरधरं देवं शशिवर्णं चतुर्भुजम् ।
प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥
ॐ भूः । ॐ भुवः । ॐ सुवः । ॐ महः । ॐ जनः । ॐ तपः । ॐ सत्यम् ।
ॐ तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि । धियो यो नः प्रचोदयात् ॥
ॐ आपो ज्योतिर् रसोऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥

V12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
हरिः ॐ तत् सत् । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द । श्री गोविन्द ।
शुभे शोभने मुहूर्ते अद्ये श्री भगवतो महापुरुषस्य श्री विष्णोः आज्ञया प्रवर्तमानस्य आद्य ब्रह्मणः द्वितीय परार्धे श्री श्वेत वराह कल्पे वैवस्वत मन्वन्तरे अष्टाविंशतीत्तमे कलि युगे कलि युगस्य प्रथम पादे जाम्बुद्वीपे मेरोः {Richtung} दिग्भागे हिरण्मय वर्षे हिरण्मय देशे {लन्द्} देशे {Ort} महा नगरि अन्तर्गते व्यवहारिकानां प्रभवादि षष्ठि संवत्सराणां मध्ये {जह्रेस्नमे} नाम संवत्सरे {अयन} अयने {जह्रेस्ज़ेइत्} ऋतौ मासोत्तमे {Monat} मासे {पक्स्ह} पक्षे {Tithi} तिथौ {Wochentag} वासर युक्तायां {नक्स्हत्र} नक्षत्र युक्तायाम् श्री विष्णु योगे श्री विष्णु करणे शुभ योग शुभ करणे सकल ग्रह गुण विशेषण विशिष्टायाम् अस्यां शुभ तिथौ ।
अहं सपरिवारसहितं उपस्थितशारीराविरोधेन सकलैहिकोपद्रवशान्तिपूर्वकं पुत्रपौत्रादिधनधान्यादिसमृद्धिप्राप्तिपूर्वकं दीर्घायुषबलमितनैरुज्यप्राप्तिकामः हनुमद्ध्वजदानं तदङ्गत्वेनाङ्गदेवतापूजनं च करिष्ये ॥
तद् अङ्गत्वेन निर्विघ्नेन परिसमाप्त्यर्थम् आदौ गणेशपूजनं करिष्ये ॥

V13. Ganesha betrachten und einladen
गजाननं भूतगणादिसेवितं कपित्थजम्बूफलसारभक्षणम् ।
उमासुतं शोकविनाशकारणं नमामि विघ्नेश्वरपादपङ्कजम् ॥
एकदन्तं शूर्पकर्णं गजवक्त्रं महोदरम् ।
पाशाङ्कुशधरं देवं ध्यायेत् सिद्धिविनायकम् ॥
ॐ भूर् भुवः सुवः श्रीमहागणपतये नमः ।
ध्यायामि । आवाहयामि । स्थापयामि । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

V14. Ganesha – Sitz
ॐ गं गणपतये नमः । आसनं समर्पयामि ॥

V15. Ganesha – Fußwasser
ॐ गं गणपतये नमः । पाद्यं समर्पयामि ॥

V16. Ganesha – Ehrenwasser
ॐ गं गणपतये नमः । अर्घ्यं समर्पयामि ॥

V17. Ganesha – Wasser zum Trinken
ॐ गं गणपतये नमः । आचमनीयं समर्पयामि ॥

V18. Ganesha – Bad
ॐ गं गणपतये नमः । स्नानं समर्पयामि । स्नानानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ॥

V19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
ॐ गं गणपतये नमः । वस्त्रार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । उपवीतार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । आभरणार्थम् अक्षतान् समर्पयामि ॥

V20. Ganesha – Duft und Girlande
ॐ गं गणपतये नमः । दिव्यगन्धान् समर्पयामि । गन्धस्योपरि हरिद्राकुङ्कुमं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । पुष्पमालिकां समर्पयामि । पुष्पैः पूजयामि ॥

V21. Ganeshas achtzehn Namen
ॐ सुमुखाय नमः ।
ॐ एकदन्ताय नमः ।
ॐ कपिलाय नमः ।
ॐ गजकर्णकाय नमः ।
ॐ लम्बोदराय नमः ।
ॐ विकटाय नमः ।
ॐ विघ्नराजाय नमः ।
ॐ विनायकाय नमः ।
ॐ धूमकेतवे नमः ।
ॐ गणाध्यक्षाय नमः ।
ॐ बालचन्द्राय नमः ।
ॐ गजाननाय नमः ।
ॐ वक्रतुण्डाय नमः ।
ॐ शूर्पकर्णाय नमः ।
ॐ हेरम्बाय नमः ।
ॐ स्कन्दपूर्वजाय नमः ।
ॐ सिद्धिविनायकाय नमः ।
ॐ विघ्नेश्वराय नमः ।

V22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
ॐ गं गणपतये नमः । धूपम् आघ्रापयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । प्रत्यक्षदीपं दर्शयामि ।
धूपदीपानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । नैवेद्यं निवेदयामि ।
नैवेद्यानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
ॐ गं गणपतये नमः । ताम्बूलं समर्पयामि ॥

V23. Ganesha – Arati und Blumengabe
ॐ एकदन्ताय विद्महे वक्रतुण्डाय धीमहि तन्नो दन्ति प्रचोदयात् ॥
ॐ गं गणपतये नमः । आनन्दकर्पूरनीराजनं सन्दर्शयामि ।
कर्पूरनीराजनानन्तरं पुनर् आचमनीयं समर्पयामि ।
विघ्नेश्वराय वरदाय सुरप्रियाय लम्बोदराय सकलाय जगद्धिताय ।
नागाननाय श्रुतियज्ञविभूषिताय गौरीसुताय गणनाथ नमो नमस्ते ॥

V24. Ganeshas Segen erbitten
वक्रतुण्ड महाकाय कोटिसूर्यसमप्रभ ।
निर्विघ्नं कुरु मे देव सर्वकार्येषु सर्वदा ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं मम ।
तस्मात् कारुण्यभावेन रक्ष रक्ष गणाधिप ॥
आवाहनं न जानामि नैव जानामि पूजनम् ।
विसर्जनं न जानामि क्षमस्व पुरुषोत्तम ॥
मन्त्रहीनं क्रियाहीनं भक्तिहीनं विनायक ।
यत् कृतं तु मया देव परिपूर्णं तद् अस्तु ते ॥

V25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
कलशस्य मुखे विष्णुः कण्ठे रुद्रः समाश्रितः ।
मूले तत्र स्थितो ब्रह्मा मध्ये मातृगणाः स्मृताः ॥
कुक्षौ तु सागराः सर्वे सप्तद्वीपा वसुन्धरा ।
ऋग्वेदोऽथ यजुर्वेदः सामवेदो ह्य् अथर्वणः ।
अङ्गैश्च सहिताः सर्वे कलशाम्बु समाश्रिताः ॥
गङ्गे च यमुने चैव गोदावरी सरस्वती ।
नर्मदे सिन्धु कावेरि जलेऽस्मिन् सन्निधिं कुरु ॥
पुष्कराद्यानि तीर्थानि गङ्गाद्याः सरितस् तथा ।
आयन्तु लोकशान्त्यर्थं दुरितक्षयकारकाः ॥

V26. Geräte und Körper besprengen
अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतोऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

V27. Die Muschel verehren
ॐ पाञ्चजन्याय नमः । दिव्यगन्धान् धारयामि ।
ॐ ब्रह्मणे नमः । ॐ जनार्दनाय नमः । ॐ चन्द्रशेखराय नमः ।
शङ्खं चन्द्रार्कदैवत्यं मध्ये वरुणसंयुतम् ।
पृष्ठे प्रजापतिश्चैव अग्रे गङ्गा सरस्वती ॥
त्रैलोक्ये यानि तीर्थानि वासुदेवस्य चाज्ञया ।
शङ्खे तिष्ठन्ति विप्रेन्द्रास् तस्माच् छङ्खं प्रपूजयेत् ॥
त्वं पुरा सागरोत्पन्नो विष्णुना विधृतः करे ।
पूजितः सर्वदेवैश्च पाञ्चजन्य नमोऽस्तु ते ॥
ॐ पाञ्चजन्याय विद्महे पावमानाय धीमहि तन्नः शङ्खः प्रचोदयात् ॥

V28. Mit dem Muschelwasser segnen
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ भूर् भुवः सुवः ॥

V29. Den Sockel der Gottheit verehren
ॐ सकल गुणात्मशक्तियुक्ताय योगपीठात्मने नमः ।
ॐ आधारशक्त्यै नमः ।
ॐ मूलप्रकृत्यै नमः ।
ॐ आदिकूर्माय नमः ।
ॐ आदिवराहाय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ पृथिव्यै नमः ।
ॐ रत्नमण्डपाय नमः ।
ॐ योगपीठासनाय नमः ।
ॐ नवग्रहदेवताभ्यो नमः ।
ॐ दशदिक्पालेभ्यो नमः ।

2. Die Erde ehren
शुक्लवर्णां विशालाक्षीं कूर्मपृष्ठोपरि स्थिताम् ।
सर्वशस्याश्रयां देवीं धराम् आवाहयाम्य् अहम् ॥
ओं भूम्यै नमः । ओं पृथिव्यै नमः । ओं अनन्ताय नमः । ओं आदिकूर्माय नमः ।
गन्धं समर्पयामि । पुष्पं समर्पयामि । धूपं समर्पयामि । दीपं समर्पयामि । नैवेद्यं समर्पयामि ॥

4. Rama, Sita und Lakshmana einladen
श्रीमद्दिव्यमुनीन्द्रचितनिलयं सीतामनोनायकम् ।
वल्मीकोद्भववाक्पयोधिशशिनं स्मेराननं चिन्मयम् ॥
नित्यनीरदनीलकायम् अमलं निर्वाणसन्दायकम् ।
शान्तं नित्यम् अनामयं शुभकरं श्रीरामचन्द्रं भजे ॥
ओं ससीतारामलक्ष्मणौ इहागच्छतं इह तिष्ठतम् ।
ओं ससीतारामलक्ष्मणाभ्यां नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

5. Vayu und die schöpferische Gegenwart
आवाहयाम्य् अहं वायुं भूतानां देहधारिणम् ।
सर्वाधारं महावेगं मृगवाहनम् ईश्वरम् ॥
ओं वायो इहागच्छ इह तिष्ठ । ओं वायवे नमः गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
ध्यायामि शारदानाथं ब्रह्माणं परमेष्ठिनम् ।
हंसारूढं चतुर्वक्त्रं सत्यलोकनिवासिनम् ॥
ओं वाणीहिरण्यगर्भौ इहागच्छतं इह तिष्ठतम् ।
ओं वाणीहिरण्यगर्भाभ्यां नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

6. Vishnu, Shiva und Durga
वनमाली गदी शार्ङ्गी शङ्खी चक्री च नन्दकी ।
श्रीमान् नारायणो विष्णुर् वासुदेवो’भिरक्षतु ॥
ओं लक्ष्मीनारायणौ इहागच्छतं इह तिष्ठतम् ।
ओं लक्ष्मीनारायणाभ्यां नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
गौरीनाथं गिरिशं च नीलकण्ठं त्रिलोचनम् ।
महेश्वरं च विश्वेशं लोकपालं नमाम्य् अहम् ॥
ओं गौरीमहेश्वरौ इहागच्छतं इह तिष्ठतम् ।
ओं गौरीमहेश्वराभ्यां नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
उमे मम प्रिये देवि शङ्करार्धशरीरिणी ।
सौभाग्यं कुरु मे गौरि शिवे शक्त्यै नमो’स्तु ते ॥
ओं दुर्गा देवि इहागच्छ इह तिष्ठ । ओं दुर्गादेव्यै नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

7. Sonne und Richtungshüter
जपाकुसुमसङ्काशं काश्यपेयं महाद्युतिम् ।
तमो’रिं सर्वपापघ्नं प्रणतो’स्मि दिवाकरम् ॥
आदित्या नवग्रहसहित इहागच्छत इह तिष्ठत ।
ओं नवग्रहादिभ्यो नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥
इन्द्रो’मरावतीनाथः शचीदेव्यास् तु नायकः ।
वज्रायुधस्य प्राचीशः तस्यै चैरावतो गजः ॥
ओं इन्द्रादिदशदिक्पाला इहागच्छत इह तिष्ठत ।
ओं इन्द्रादिदशदिक्पालेभ्यो नमः । गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

8. Hanuman am Mastfuß empfangen
वज्रदेहाय कालाग्निरुद्रायामिततेजसे ।
ब्रह्मास्त्रस्तम्भनायास्मै नमस्ते रुद्रमूर्तये ॥
ओं हनुमान् इहागच्छ इह तिष्ठ ।
ओं हनुमते नमः गन्धाक्षतपुष्पाणि समर्पयामि ॥

9. Wasser, Gewand und Schmuckgaben
ओं श्रीहनुमते नमः ।
पाद्यम् । अर्घ्यम् । आचमनीयम् । स्नानम् ।
रक्तवस्त्रं यज्ञोपवीतम् । रक्तचन्दनम् । सिन्दूरम् ।
इदम् अक्षतम् । इदं माल्यम् । एतानि पुष्पाणि ॥

10. Hanumans Namen und Blumengabe
ओं श्रीआञ्जनेयाय नमः ।
ओं वायुपुत्राय नमः ।
ओं ब्रह्मचारिणे नमः ।
ओं सर्वारिष्टनिवारकाय नमः ।
ओं शुभकराय नमः ।
ओं पिङ्गलाक्षाय नमः ।
ओं अक्षापहाय नमः ।
ओं सीतान्वेषणतत्पराय नमः ।
ओं कपिवराय नमः ।
ओं कोटीन्दुसूर्यप्रभाय नमः ।
ओं लङ्काद्वीपभयङ्कराय नमः ।
ओं सकलदाय नमः ।
ओं सुग्रीवसम्मानिताय नमः ।
ओं देवेन्द्रादिसमस्तदेवविनुताय नमः ।
ओं काकुत्स्थदूताय नमः ।
ओं हनुमते नमः ।
नानागन्धसमायुक्तं देवतानां सुखावहम् ।
गृहाण कुसुमं देव वायुपुत्रः सुखावः ॥

11. Duft, Licht und Speise
धूपः । दीपः । ताम्बूलम् । नैवेद्यम् ।
एतानि नानाविधसहितलद्दुकानि । आचमनीयम् । पुष्पाञ्जलिः ।
ओं हनुमते नमः ॥

12. Dreifache Ehrenwassergabe
ओं आञ्जनेय महाबाहो रामकार्यार्थतत्परः ।
गृहाणार्घ्यं मया दत्तं मम कार्यं च साधय ॥
ओं हौं हनुमते नमः इदम् अर्घ्यम् ॥

13. Die Fahne verehren
ओं देवासुराणां सर्वेषां मङ्गलो’यं महाध्वजः ।
गृह्यतां सुखहेतोर् मे ध्वजः श्रीपवनात्मजः ॥
ओं सपताकध्वज इहागच्छ इह तिष्ठ ।
ओं सपताकध्वजाय नमः गन्धाक्षतं समर्पयामि ॥

14. Die Fahne endgültig widmen
ओं अद्य {Monat} मासे {पक्स्ह} पक्षे {Tithi} तिथौ अहं सपरिवारसहितः सकलाभीष्टसिद्धिकामो’मुं सपताकमहाध्वजं विष्णुदैवतं श्रीहनुमते अहं सम्प्रददे न मम ॥

15. Um Mut, Erkenntnis und Hingabe bitten
अञ्जनीगर्भसंभूतं वायुपुत्रं महाबलम् ।
सीताशोकविनाशाय सुग्रीवस्य सदा प्रियम् ॥
प्रणमामि सदा भक्त्या सर्वविघ्नविनाशनम् ।
देहि विद्यां यशो देहि कार्यसिद्ध्यै नमाम्य् अहम् ॥
दयां देहि जयं देहि अभयं देहि मे ।
क्षमां देहि विद्यां देहि ज्ञानभक्तिं प्रदेहि मे ॥

16. Begleitgottheiten verabschieden
ओं पृथिवी पूजितासि क्षमस्व ।
ओं ससीतारामलक्ष्मणौ पूजितौ स्थः क्षमेयथां स्वस्थानं गच्छतम् ।
ओं पञ्चलोकपालका नवग्रहा दशदिक्पालाः पूजिताः स्थ । क्षमध्वं स्वस्थानं गच्छत ॥

17. Der Ritualleitung danken
ओं अद्य कृतैतदङ्गपूजनपूर्वकहनुमद्ध्वजदानप्रतिष्ठार्थम् एतावद्द्रव्यमूल्यकं हिरण्यम् अग्निदैवतं {एम्प्फ़्äन्गेर्नमे} नामब्राह्मणाय दक्षिणाम् अहं सम्प्रददे ॥

Deutsch

V1. Das Licht entzünden
Voller Hingabe bringe ich dem göttlichen höchsten Selbst das Licht dar. Schütze mich vor tiefem Dunkel; Verehrung dir, göttliches Licht. Die großen Weisen nennen dich Lichtgestalt und gestaltlos. Im Licht wohnt Gott: Verehrung dir, Licht Brahmans.

V2. Achamana
Verehrung Achyuta, dem Unwandelbaren; Ananta, dem Unendlichen; Govinda, dem göttlichen Beschützer.

V3. Die Lehrer ehren
Der Guru ist Brahma, Vishnu und Maheshvara, unmittelbar das höchste Brahman; diesem ehrwürdigen Guru sei Verehrung. Verehrung dem Guru, der jene Wirklichkeit gezeigt hat, die als ungeteiltes Ganzes alles Bewegliche und Unbewegliche durchdringt. Verehrung dem Guru, der mein vom Dunkel des Nichtwissens verschlossenes Auge mit dem Salbstift der Erkenntnis geöffnet hat.

V4. Frieden für alle Wesen erbitten
Mögen wir mit festen Gliedern Gutes hören und sehen und das uns göttlich bestimmte Leben erfüllen. Mögen Indra von hohem Ruhm, Tarkshya mit unversehrtem Rad, Brihaspati, Pushan und alle Götter uns Wohlergehen schenken. Mögen förderliche Gedanken aus allen Richtungen kommen; mögen die Götter uns täglich behüten. Göttlicher Savitar, führe alles Belastende fort und schenke deinen in Hingabe verneigten Verehrern das Gute.

V5. Die göttliche Gemeinschaft grüßen
Verehrung dem großen Herrn der Scharen; Lakshmi und Narayana; Uma und Maheshvara; Vani und Hiranyagarbha; Shachi und Purandara; den Lotusfüßen von Mutter und Vater; der erwählten Gottheit; den Gottheiten der Familie, des Dorfes, des Ortes und des Hauses; allen Gottheiten und allen Brahmanen.

V6. Ganeshas zwölf Namen und das Vertrauen auf Hari
Der Schöngesichtige, Einzähnige, Gelbbraune, Elefantenohrige, Großbäuchige, Außergewöhnliche, Hindernisse Vernichtende, Führende, mit rauchfarbenem Banner, Herr der Scharen, Mondgekrönte und Elefantengesichtige: Wer diese zwölf Namen beim Beginn des Lernens, bei der Hochzeit, beim Eintreten und Fortgehen, im Kampf und in Bedrängnis spricht oder hört, begegnet keinen Hindernissen. Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, mache meine Vorhaben stets frei von Hindernissen. Für Menschen, in deren Herzen Hari als Ursprung alles Segens wohnt, gibt es in ihren Handlungen kein Unheil. Herr der Lakshmi, die Erinnerung an deine Füße ist der günstige Zeitpunkt, die Kraft der Sterne und des Mondes, des Wissens und des Göttlichen. Gewinn und Sieg gehören denen, in deren Herzen der dunkellotusfarbene Janardana wohnt; woher sollte ihre Niederlage kommen? Wo Krishna, der Herr des Yoga, und Arjuna, der Bogenträger, sind, dort sind Glück, Sieg, Gedeihen und beständige Gerechtigkeit. Den Menschen, die allein an mich denken und mich beständig verehren, trage ich Erwerb und Bewahrung des Nötigen. Zuflucht nehme ich zu Hari, dem ungeborenen ewigen Purusha, dessen Erinnerung alle guten Eigenschaften wachsen lässt.

V7. Den Ritualplatz klären
Die Wesen, die hier im Raum verweilen und Hindernisse schaffen, mögen auf Haris Geheiß weichen.

V8. Den Sitz ehren
Erde, Göttin, du trägst die Welten und wirst selbst von Vishnu getragen. Trage auch mich und heilige diesen Sitz.

V9. Die Glocke ehren
Zum Kommen der Götter, zum Weichen der störenden Kräfte und zum Wohlergehen aller Wesen lasse ich die Glocke erklingen.

V10. Das Göttliche im eigenen Herzen verehren
Verehrung dem Selbst; ich trage göttlichen Duft auf. Der Körper wird Tempel des lebendigen Selbst genannt; das Selbst ist der ewige Gott. Wirf die verwelkten Blumen des Nichtwissens ab und verehre im Bewusstsein „Ich bin Er“. Verehrung dem Selbst, dem inneren, individuellen, yogischen, höchsten und erkenntnisvollen Selbst. Ich bringe alle Dienste dar.

V11. Hindernisse besänftigen und den Atem sammeln
Man betrachte zur Besänftigung aller Hindernisse den weißgewandeten, mondhellen, vierarmigen Gott mit heiterem Gesicht. Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, Weite, Schöpfungswelt, Welt des Tapas, Wahrheit. Wir meditieren über den verehrungswürdigen Glanz Savitars; er möge unsere Einsicht erhellen. Wasser, Licht, Lebensessenz, Unsterblichkeit: alles ist Brahman, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

V12. Sankalpa – den Gottesdienst widmen
Hari, Om, das ist die Wahrheit. Govinda, Govinda, Govinda. In diesem glückverheißenden Augenblick unter Vishnus Führung, in Brahmas zweiter Lebenshälfte, im Kalpa des weißen Ebers, im Manvantara Vaivasvatas, im Kali-Zeitalter des achtundzwanzigsten Weltenzyklus und dessen erstem Abschnitt, in Jambudvipa, in der genannten Richtung von Meru, im genannten Land und Ort, im bezeichneten Jahr, Sonnenhalbjahr, in der Jahreszeit, im Monat, in der Mondhälfte, am genannten Mondtag, Wochentag und unter dem bezeichneten Mondgestirn, bei heiligen Konstellationen: an diesem gesegneten Tag. Mit meinen Angehörigen werde ich die Fahne Hanumans schenken und die zugehörigen Gottheiten verehren, im Rahmen meiner körperlichen Möglichkeiten, für die Befriedung weltlicher Schwierigkeiten, das Gedeihen von Kindern, Enkeln, Besitz und Nahrung, für langes Leben, Kraft und Gesundheit. Als vorbereitendes Glied verehre ich zuerst Ganesha, damit die Feier ungehindert vollendet werde.

V13. Ganesha betrachten und einladen
Ich verneige mich vor den Lotusfüßen Vighneshvaras, Umas elefantengesichtigem Sohn, dem die Scharen dienen, der Kapittha- und Jambu-Früchte genießt und Kummer hinwegnimmt. Ich betrachte den göttlichen Siddhi Vinayaka mit einem Stoßzahn, fächerartigen Ohren, Elefantengesicht, großem Bauch, Fangleine und Führungsstachel. Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Verehrung dem großen Ganapati. Ich betrachte dich, lade dich ein, stelle dich hier auf und bringe Duft, Reis und Blüten dar.

V14. Ganesha – Sitz
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe einen Sitz dar.

V15. Ganesha – Fußwasser
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser für die Füße dar.

V16. Ganesha – Ehrenwasser
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Ehrenwasser dar.

V17. Ganesha – Wasser zum Trinken
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Wasser zur Mundreinigung dar.

V18. Ganesha – Bad
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe ein Bad und danach erneut Mundwasser dar.

V19. Ganesha – Gewand, Faden und Schmuck
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe Reis stellvertretend für Gewand, heiligen Faden und Schmuck dar.

V20. Ganesha – Duft und Girlande
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich bringe göttliche Düfte dar und darüber Kurkuma und Kumkum. Ich bringe eine Blumengirlande dar und verehre mit Blumen.

V21. Ganeshas achtzehn Namen
1. Verehrung dem Schöngesichtigen. 2. Verehrung dem Einzähnigen. 3. Verehrung dem Gelbbraunen. 4. Verehrung dem Elefantenohrigen. 5. Verehrung dem Großbäuchigen. 6. Verehrung dem Außergewöhnlichen. 7. Verehrung dem König der Hindernisse. 8. Verehrung dem Führenden. 9. Verehrung dem mit rauchfarbenem Banner. 10. Verehrung dem Herrn der Scharen. 11. Verehrung dem mit dem jungen Mond. 12. Verehrung dem Elefantengesichtigen. 13. Verehrung dem mit gebogenem Rüssel. 14. Verehrung dem mit fächerartigen Ohren. 15. Verehrung Heramba, dem Beschützer. 16. Verehrung Skandas älterem Bruder. 17. Verehrung dem Vollendung schenkenden Vinayaka. 18. Verehrung dem Herrn der Hindernisse.

V22. Ganesha – Räucherduft, Licht, Speise und Tambula
Om Gam, Verehrung Ganapati. Ich biete Räucherduft an, zeige das Licht und bringe danach Mundwasser. Ich bringe Speise und danach Mundwasser dar; ich bringe Tambula dar.

V23. Ganesha – Arati und Blumengabe
Wir erkennen den Einzähnigen und meditieren über den mit gebogenem Rüssel; der göttliche Dantin möge uns erleuchten. Verehrung Ganapati; ich zeige das freudige Kampferlicht und bringe danach Mundwasser dar. Verehrung dem Herrn der Hindernisse, dem Segenspendenden, Freund der Götter, Großbäuchigen, Allumfassenden, dem Wohl der Welt Zugewandten; dem Elefantengesichtigen, den Veda und Opfer schmücken, Gauris Sohn, dem Herrn der Scharen.

V24. Ganeshas Segen erbitten
Gott mit gebogenem Rüssel und großem Leib, strahlend wie Millionen Sonnen, halte alle meine Vorhaben frei von Hindernissen. Du allein bist meine Zuflucht; beschütze mich aus Mitgefühl, Herr der Scharen. Ich verstehe Einladung, Verehrung und Verabschiedung nicht vollkommen: Vergib mir, höchster Purusha. Was ich unvollkommen an Mantra, Handlung und Hingabe getan habe, möge durch dich, Vinayaka, vollkommen werden.

V25. Kalasha – die heiligen Wasser einladen
Am Mund des Gefäßes wohnt Vishnu, am Hals Rudra, am Fuß Brahma; in der Mitte sind die Scharen der göttlichen Mütter. In seinem Inneren ruhen alle Meere und die Erde mit ihren sieben Inselkontinenten. Rigveda, Yajurveda, Samaveda und Atharvaveda samt ihren Gliedern ruhen in diesem Wasser. Ganga, Yamuna, Godavari, Sarasvati, Narmada, Sindhu und Kaveri: Seid in diesem Wasser gegenwärtig. Die heiligen Stätten und Ströme mögen kommen, um Frieden für die Welt zu schaffen und Bedrängendes zu läutern.

V26. Geräte und Körper besprengen
Rein oder unrein und in welcher Lage auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist äußerlich und innerlich rein.

V27. Die Muschel verehren
Verehrung Panchajanya; ich trage göttlichen Duft auf. Verehrung Brahma, Janardana und Chandrashekhara. Mond und Sonne sind die Gottheiten der Muschel, Varuna ist in ihrer Mitte, Prajapati an ihrem Rücken, Ganga und Sarasvati an der Spitze. Alle heiligen Wasser der drei Welten wohnen auf Vasudevas Geheiß in der Muschel; darum soll man sie verehren. Einst dem Meer entsprungen, von Vishnu in der Hand gehalten, von allen Göttern verehrt: Panchajanya, dir sei Verehrung. Wir erkennen Panchajanya und meditieren über den Läuternden; die Muschel möge uns erleuchten.

V28. Mit dem Muschelwasser segnen
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel; Om, Erde, Zwischenraum und Himmel.

V29. Den Sockel der Gottheit verehren
Verehrung dem mit allen Eigenschaften und Kräften erfüllten Yogasitz. Verehrung der tragenden Kraft. Verehrung der ursprünglichen Natur. Verehrung der kosmischen Schildkröte. Verehrung dem ursprünglichen Eber. Verehrung Ananta. Verehrung der Erde. Verehrung dem Edelsteinpavillon. Verehrung dem Sitz der göttlichen Gegenwart. Verehrung den neun Planetengottheiten. Verehrung den zehn Hütern der Richtungen.

2. Die Erde ehren
Ich lade die helle, großäugige Göttin Erde ein, die auf dem Rücken der Schildkröte ruht und alle Ernten trägt. Verehrung Bhumi, Prithivi, Ananta und der ursprünglichen Schildkröte. Ich bringe Duft, Blüte, Räucherduft, Licht und Speise dar.

4. Rama, Sita und Lakshmana einladen
Ich verehre Shri Ramachandra: Heimat im Geist der göttlichen Seher, Herr von Sitas Herzen, Mond über dem Meer von Valmikis Worten, lächelnd und von Bewusstsein erfüllt, dunkel wie eine Regenwolke, rein, Befreiung schenkend, friedvoll, stets unversehrt und Gutes wirkend. Rama und Lakshmana mit Sita, kommt und bleibt hier. Verehrung euch; ich bringe Duft, Reis und Blüten dar.

5. Vayu und die schöpferische Gegenwart
Ich lade Vayu ein, der die Körper der Wesen erhält, alles trägt, von großer Schnelligkeit ist und auf der Antilope reitet. Vayu, komm und bleibe hier; Verehrung dir, ich bringe Duft, Reis und Blüten. Ich betrachte Brahma, den Gemahl Sharadas, den Höchstsitzenden, viergesichtig, auf dem Schwan, in Satyaloka wohnend. Vani und Hiranyagarbha, kommt und bleibt hier; euch gelten Duft, Reis und Blüten.

6. Vishnu, Shiva und Durga
Der mit Waldgirlande, Keule, Bogen, Muschel, Diskus und Nandaka-Schwert versehene herrliche Narayana, Vishnu, Vasudeva möge schützen. Lakshmi und Narayana, kommt und bleibt hier; ich bringe Duft, Reis und Blüten. Ich verneige mich vor Gauris Gemahl, dem Bergherrn, dem Blauhalsigen und Dreiäugigen, dem großen Herrn und Welthüter. Gauri und Maheshvara, kommt und bleibt hier; ich bringe euch Duft, Reis und Blüten. Liebe Göttin Uma, die Shankaras halben Leib bildet, schenke mir Gedeihen; Verehrung dir, Gauri, der gütigen Kraft. Durga, komm und bleibe hier; Duft, Reis und Blüten bringe ich dir dar.

7. Sonne und Richtungshüter
Ich verneige mich vor dem Tagesschöpfer, rot wie die Hibiskusblüte, Kashyapas Nachkomme, strahlend, Feind der Dunkelheit und Überwinder allen Unheils. Sonne mit den neun Grahas, kommt und bleibt hier; euch gelten Duft, Reis und Blumen. Indra ist Herr Amaravatis und Gemahl Shachis, der den Donnerkeil trägt und den Osten behütet; Airavata ist sein Elefant. Indra und die zehn Richtungshüter, kommt und bleibt hier; euch bringe ich Duft, Reis und Blüten.

8. Hanuman am Mastfuß empfangen
Verehrung dir mit diamantfestem Leib, Rudra als Feuer der Zeit, von unermesslichem Glanz, der das Brahma-Geschoss hemmt, Gestalt Rudras. Hanuman, komm und bleibe hier; Verehrung dir. Ich bringe Duft, Reis und Blüten dar.

9. Wasser, Gewand und Schmuckgaben
Verehrung Shri Hanuman. Fußwasser, Ehrenwasser, Mundwasser, Bad; rotes Gewand und heiliger Faden; rote Sandelpaste und Sindura; dieser Reis, diese Girlande, diese Blumen.

10. Hanumans Namen und Blumengabe
Verehrung Anjanis Sohn, Vayus Sohn, dem enthaltsam Lebenden, dem Abwender allen Unheils, dem Gutes Wirkenden, dem mit goldbraunen Augen, dem Besieger Akshas, dem auf Sitas Suche Bedachten, dem besten Affenhelden, dem wie unzählige Monde und Sonnen Strahlenden, dem Schrecken Lankas, dem alles Schenkenden, dem von Sugriva Geehrten, dem von Indra und allen Göttern Gepriesenen, dem Boten Ramas und Hanuman. Nimm, göttlicher Sohn Vayus, die vielerlei duftende Blume an, die den Göttern Freude bereitet. Die letzte Anrede des Blumengebets ist in der Handbuchfassung sprachlich unregelmäßig.

11. Duft, Licht und Speise
Räucherduft, Licht, Betel, Speise; diese Laddus mit vielfältigen Beigaben; Mundwasser, Blumenhandvoll. Verehrung Hanuman.

12. Dreifache Ehrenwassergabe
Anjaneya, mächtiger Held, ganz auf Ramas Werk bedacht: Nimm das von mir gegebene Ehrenwasser an und lass auch mein Vorhaben gelingen. Om Haum, Verehrung Hanuman; diese Ehrengabe.

13. Die Fahne verehren
Diese große Fahne ist für alle Götter und Gegengötter glückverheißend. Möge die Fahne zu meinem Wohlergehen angenommen werden, durch den herrlichen Sohn des Windes. Banner mit Fahne, komm und bleibe hier; Verehrung dir. Ich bringe Duft und Reis dar.

14. Die Fahne endgültig widmen
Om, heute im genannten Monat, in der genannten Mondhälfte und am genannten Mondtag übergebe ich mit meinen Angehörigen, im Wunsch nach der Erfüllung guter Anliegen, diese große Fahne mit Banner, Vishnu zugeordnet, Shri Hanuman. Sie ist nicht mehr mein.

15. Um Mut, Erkenntnis und Hingabe bitten
Ich verneige mich in Hingabe vor Anjanis Sohn, dem mächtigen Sohn Vayus, der Sitas Kummer zerstört und Sugriva stets lieb ist, vor dem Überwinder aller Hindernisse. Schenke Wissen und guten Ruf; für das Gelingen meines Werkes verneige ich mich. Schenke Mitgefühl, Gelingen, Furchtlosigkeit, Vergebung, Wissen, Erkenntnis und Hingabe.

16. Begleitgottheiten verabschieden
Erde, du bist verehrt worden; verzeihe. Rama und Lakshmana mit Sita, ihr seid verehrt worden; vergebt und kehrt an euren Ort zurück. Fünf Welthüter, neun Grahas und zehn Richtungshüter, ihr seid verehrt worden; vergebt und kehrt an eure Orte zurück.

17. Der Ritualleitung danken
Für die heute vollzogene Schenkung und Aufstellung von Hanumans Fahne, verbunden mit den zugehörigen Verehrungen, übergebe ich dem genannten Brahmanen diese wertentsprechende Gold- oder Geldgabe, dem Feuer zugeordnet, als Ehrengabe.

Quellen und weiterführende Hinweise

  • Sri Ram Sivan: Puja Sangraha, Ausgabe18. Januar2025, S.4–14 (Vorriten), S.123–126 und Schlusszeile S.127 (Hanuman Dhvaja Danam). Das anschließende Hanuman Chalisa ist kein als obligatorisch ausgewiesener Teil des Stiftungsritus.

Videos und Seminare

Sukadev über Swami Sivananda und uneigennütziges Dienen. Das Thema vertieft Hanumans Vorbild des Dienens.

Seminare: Bhakti Yoga

15.11.2026 - 20.11.2026 HerzKraft - Mantrasingen, Harmoniumspiel und Trommeln lernen

Wir begehen den uralten Pfad des Bhakti-Yoga, den Yoga der Hingabe, und singen gemeinschaftlich herzstärkende Mantren aus eigener Komposition sowie and…
Shankara Stefan Maune, Sven Helbig
01.12.2026 - 01.12.2026 Mantra-Konzert

Aleah Gandarvika & Friends
18:45-19:45 Uhr
Aleah Gandarvika

Seminare: Hinduistische Rituale

20.12.2026 - 20.12.2026 Gita Jayanti

Die Bhagavad Gita hat Geburtstag. Immer Ende November bis Mitte Dezember, abhängig von der Mondphase, wird Gita Jayanti gefeiert. Wir wollen den Geburt…
Vani Devi Beldzik
26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung

Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…
Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer