Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula

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Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula, 1879-1924, war in der Zeit der Weimarer Republik ein Autor von Yoga Büchern, ein Yogalehrer und Yoga Vortragender. Er propagierte insbesondere den „Höheren Yoga“, unter dem er Raja Yoga verstand.

Umschlag auf dem Hauptwerk von Willy Adelmann-Huttula: Jeder Deutsche ein Yoga Praktiker

Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula wurde auch unter dem Autorennamen Willy Adelmann-Huttula bekannt.

Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula stand, wie viele anderer Yogalehrende seiner Zeit ebenso wie die Theosophen und Anthroposophen dem Hatha Yoga skeptisch gegenüber. Er meinte, das Hatha Yoga für den westlichen Menschen nicht geeignet sei. Aus seinen Ausführungen in seinen Büchern ergibt sich, dass es in den 1920er Jahren in Deutschland viele Hatha Yoga Übende gegeben haben muss, vermutlich aus dem Umkreis der Lebensreform und Neugeistbewegung sowie unter den Akademikern. Ansonsten hätte Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula diese nicht kritisieren brauchen...

Das Hauptwerk von Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula

Das Hauptwerk von Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula war „Jeder Deutsche ein Yoga-Praktiker – Der Radscha-Yoga als Lebenskunst und Lebenswissenschaft. Ein Lebens- und Seelenführer.“ In diesem Buchbeschreibt Adelmann-Huttula eine Lebensführung, die geprägt ist „von der Auffassung vom Wesen der Seele als Ausstrahlung der göttlichen Urschöpferkraft und ihren großrtigen Entwicklungsmöglichkeiten, die unser Herz in neuer Hoffnung hher schlagen und unser Leben mit neuer Daseinsfreude erfüllen“ lässt. (Anzeige in „Die Weiße Fahne, März 1923, S. 24). Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula beschreibt den Yoga als „das große Geheimnis, das Mysterium Magnum der esoterischen Schulung, als Schulung des geistigen Willens“, der noch übertroffen wird vom „Funken der Vernunft“ und vom „Licht der Intuition“.

Weitere Werke von Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula

Umschlag eines Buches von Willy Adelmann Huttula

Weitere Werke von Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula, alle erschienen 1922-1924:

  • Einführung in die okkulte Seelenkunde und in die psychische Geheimschulung Indiens
  • Die Ausbildung okkulter Kräfte durch indische Geheimschulung
  • Konzentration und Meditation als Mittel zur Entfaltung der höheren Willens- und Erkenntniskräfte
  • Arya Marga. Der Pfad zur göttlichen Seherschaft. Einführung in den Okkultismus der Upanishaden
  • Yoga-Katechismus des Patanjali. Das Grundbuch der altindischen Yoga-Lehre, Johannes Baum Verlag Pfullingen 1922 (?)
  • Okkulte Seelenkunde
  • Okkulte Weltanschauung
  • Yoga
  • GENESIS. Die geheime Bedeutung der biblischen Schöpfungsgeschichte


Schon aus diesen Titeln ist ersichtlich, aus welcher Richtung Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula stammt. Er verband die Lehren von Okkultismus, Theosophie und Neugeistbewegung mit Yoga und interpretierte den Yoga aus dieser Perspektive. Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula gab dabei selbst Vorträge und Kurse und lehrte die Techniken des geistigen Yoga, wie er sie verstand.

Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula und Nationalsozialismus

Friedrich Wilhelm Adelmann-Huttula stand dem Nationalsozialismus kritisch gegenüber und kritisierte die Nationalsozialisten schon 1922/1923 als Kriegsverhetzer und Volksbeschwindler. Auf der anderen Seite lehrte er Yoga als Mittel, um den Geist „arischen Germanentums“ und „ritterlichen Charakter“ zu fördern.

In einem Nachruf 1924 des von ihm begründeten Esoterischen Studienkreises Nürnberg wird er als „vollendeter Christenmensch“ beschrieben, der überall Versöhnung stiftete und mit vielen Menschen weltweit befreundet war.

Quellen