Dhanvantari Puja an Dhanteras – Festgebet für Lebenskraft und Wohlergehen

Aus Yogawiki

Dhanvantari Puja an Dhanteras – Festgebet für Lebenskraft und Wohlergehen ist eine häusliche Verehrung für Menschen, die um Lebenskraft, Wohlergehen und gute Versorgung bitten und ihre Dankbarkeit für heilende Fürsorge ausdrücken möchten. An Dhanteras, dem dreizehnten Mondtag der dunklen Hälfte des Monats Kartika, wird Dhanvantari als göttlicher Träger des Amrita verehrt. Diese puranische Festfassung von Drik Panchang führt von der eigenen Reinigung bis zur vollständigen Hingabe. Die Feiernden können sie selbst an einem sauberen Hausaltar ausführen; die Quelle setzt keinen Priester voraus und legt keine besondere Stunde fest.

Besonders ist die Verehrung Dhanvantaris in der Flamme einer Lampe: Sie wird zum sichtbaren Mittelpunkt, während Wasser, Blumen, Duft, Nahrung und eine Gabe davor niedergelegt werden. Die nachfolgende Anleitung bewahrt diese konkrete Form und erklärt, wo Gaben ohne Berührung der Flamme abgestellt werden.

Das Licht dient in dieser Fassung als Verehrungsort für Dhanvantari.

Vorbereitung

Richte eine feste, saubere und hitzebeständige Fläche ein. Bereite eine Hauptlampe und eine zweite kleine Darbringungslampe mit Dochten, Ghee (bzw. Pflanzenöl), Zündmittel und Räucherwerk mit Halter vor. Pflanzenöl ist eine heutige vegane Alternative. Stelle Trinkwasser mit Löffel, eine Auffangschale und mehrere kleine Gabenschalen bereit; Wasser für das eigene Trinken bleibt vom gebrauchten Ritualwasser getrennt.

Du brauchst ungebrochenen Reis, mindestens fünf Blüten für den Sitz und weitere Blumen, Sandelpaste, eine Frucht, Geldgaben, Betelblatt, Betelnuss und Kardamom sowie vegetarische Süßspeisen. Für die überlieferte Speiseauswahl dienen Joghurt, Milch (bzw. Pflanzenmilch) und Ghee (bzw. Pflanzenöl); pflanzlicher Joghurt ergänzt die vegane Alternative. Kampfer wird im Tambula-Gebet genannt; nur als geeignete Ritualgabe bereitstellen und nicht zum Verzehr ausgeben. Die im Blumengebet genannten Pflanzen sind eine Lobpreisung der reichen Gabe, keine Einkaufspflicht für jede Art.

Notiere für den Entschluss vor Beginn Ort, Festjahr, Wochentag, deinen Namen und, sofern bekannt und zu deiner Tradition gehörig, dein Gotra. Unbekannte Familienangaben werden nicht erfunden; der Entschluss kann vollständig auf Deutsch ausgesprochen werden. Alle Gaben werden in Schalen vor der Lampe angeboten. Für diese Lichtverehrung wird weder eine Statue gebadet noch Flüssigkeit auf die Flamme gegossen.


Durchführung

1. Achamana – drei kleine Schlucke
Gib mit dem Löffel etwas Trinkwasser in die rechte Hand. Sprich die erste Formel und trinke einen kleinen Schluck. Wiederhole dies mit frischem Wasser zur zweiten und dritten Formel. Dieses Achamana eröffnet die Puja.

oṃ ātma-tattvaṃ śodhayāmi svāhā |
oṃ vidyā-tattvaṃ śodhayāmi svāhā |
oṃ śiva-tattvaṃ śodhayāmi svāhā ||

Ich reinige das Prinzip des Selbst; ich reinige das Prinzip der Erkenntnis; ich reinige das Prinzip Shivas. Svaha – es sei dargebracht.

2. Sankalpa – das Anliegen aussprechen
Wasche die rechte Hand und nimm frisches Wasser, etwas Akshata und eine Blüte hinein. Sprich den Sankalpa mit deinen vorbereiteten persönlichen Angaben. Die mit amuka bezeichneten Stellen der Rezitationsfassung bedeuten „der betreffende“ und werden vor Beginn mit Ort, Jahr, Wochentag, gegebenenfalls Gotra und Name ausgefüllt. Außerhalb Indiens passe auch die Ortsbeschreibung wahrheitsgemäß an. Du kannst den ganzen Entschluss auf Deutsch sprechen. Lass anschließend Wasser und Gaben in die Auffangschale fließen.

oṃ tat sat adyaitasya brahmaṇo ’hni dvitīya-praharārdhe śveta-varāha-kalpe |
jambū-dvīpe bhārata-khaṇḍe amuka-pradeśe amuka-puṇya-kṣetre kaliyuge |
kali-prathama-caraṇe amuka-saṃvatsare kārtika-māse kṛṣṇa-pakṣe |
trayodaśī-tithau amuka-vāsare amuka-gotrotpanno amuka-nāmāham |
śrī-dhanvantari-devatā-prīti-pūrvakam āyuṣyārogya-aiśvaryābhivṛddhyartham |
śrī-dhanvantari-pūjanam ahaṃ kariṣyāmi ||

Om, Das ist die Wahrheit. Heute, an diesem Tag Brahmas, in dessen zweiter halber Zeitwache, im Shveta-Varaha-Kalpa, auf Jambudvipa, im Land Bharata, in meiner genannten Gegend und an meinem genannten heiligen Ort, im Kali-Zeitalter und seinem ersten Abschnitt, im genannten Jahr, im Monat Kartika, in der dunklen Monatshälfte, am dreizehnten Mondtag und genannten Wochentag, führe ich mit genanntem Namen und Familienzugehörigkeit zur Freude Dhanvantaris diese Verehrung aus: für die Entfaltung von Lebenskraft, Wohlergehen und guter Versorgung. Die ungewöhnliche kosmologische Zeitformulierung wird hier als Wortlaut der verwendeten Fassung wiedergegeben.

3. Atma Shodhana – sich und die Gaben besprengen
Besprenge dich und die vorbereiteten Ritualgaben sparsam mit Wasser. Dieses Atma Shodhana verbindet äußere Reinigung mit der Erinnerung an den göttlichen Lotusäugigen.

oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato ’pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

Ob unrein oder rein, in welchem Zustand auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist außen und innen rein.

4. Dhyana – Dhanvantari im Licht betrachten
Entzünde den Docht der vorbereiteten Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl). Richte deine Aufmerksamkeit auf die Flamme, in der diese Fassung die Gegenwart Dhanvantaris verehrt. Stelle dir bei diesem Dhyana seine vier Arme, die schönen Gewänder und das Gefäß des Amrita vor.

caturbhujaṃ pīta-vastraṃ sarvālaṅkāra-śobhitam |
dhyāye dhanvantariṃ devaṃ surāsura-namaskṛtam ||
yuvānaṃ puṇḍarīkākṣaṃ sarvābharaṇa-bhūṣitam |
dadhānam amṛtasyaiva kamaṇḍaluṃ śriyā yutam ||
yajña-bhoga-bhujaṃ devaṃ surāsura-namaskṛtam |
dhyāye dhanvantariṃ devaṃ śvetāmbara-dharaṃ śubham ||

Ich betrachte den vierarmigen Gott Dhanvantari, in gelbe Gewänder gekleidet und mit allem Schmuck geschmückt, von Göttern und Asuras verehrt: jugendlich, lotusäugig, reich geschmückt, einen Wasserkrug mit Unsterblichkeitsnektar tragend und mit Herrlichkeit verbunden. Ich betrachte den glückverheißenden Dhanvantari, der die Opfergaben empfängt, von Göttern und Asuras verehrt wird und weiße Gewänder trägt. Die beiden Gewandfarben gehören zu den aufeinanderfolgenden Versen der Quellfassung.

5. Avahana – willkommen heißen
Füge die Hände zusammen und klappe die Daumen nach innen: die Avahana Mudra. Bitte Dhanvantari, die Verehrung anzunehmen.

āgaccha deva-deveśa tejorāśe jagatpate |
kriyamāṇāṃ mayā pūjāṃ gṛhāṇa sura-sattama ||
śrī-dhanvantari-devam āvāhayāmi ||

Komm, Herr der Götter, Fülle des Lichtes, Herr der Welt! Nimm meine Verehrung an, du Höchster unter den Göttern. Ich rufe den göttlichen Dhanvantari an.

6. Pushpanjali – einen Sitz anbieten
Halte fünf Blüten in den aneinandergelegten Händen und lege sie vor die Lampe. Diese Pushpanjali stellt den ehrenden Sitz dar. Lege alle Gaben auf die vorbereiteten Teller, niemals in die Flamme.

nānā-ratna-samāyuktaṃ kārta-svara-vibhūṣitam |
āsanaṃ deva-deveśa prītyarthaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya āsanārthe pañca-puṣpāṇi samarpayāmi ||

Herr der Götter, nimm zu deiner Freude den mit vielen Edelsteinen und Gold geschmückten Sitz an. Ich biete dem göttlichen Dhanvantari fünf Blumen als Sitz dar.

7. Svagata – den Gast begrüßen
Begrüße den göttlichen Gast mit gefalteten Händen; Svagata ist der ausdrückliche Willkommensgruß.

śrī-dhanvantari-deva svāgatam ||

Göttlicher Dhanvantari, sei willkommen!

8. Padya – Wasser für die Füße
Gib etwas Wasser in das für die Fußwaschung bestimmte Schälchen. Die Padya-Gabe ehrt Dhanvantari als Gast; sie wird hier vor der Lampe dargestellt.

pādyaṃ gṛhāṇa deveśa sarva-kṣema-samartha bhoḥ |
bhaktyā samarpitaṃ deva lokanātha namo ’stu te ||
śrī-dhanvantari-devāya pādyaṃ namaḥ ||

Herr der Götter, der alles Wohlergehen zu bewirken vermag, nimm das mit Hingabe angebotene Fußwasser an. Herr der Welt, dir sei Verehrung! Dem göttlichen Dhanvantari gilt dieses Fußwasser.

9. Arghya – die ehrende Wassergabe
Mische für Arghya Wasser mit etwas Sandelpaste, Blüten und ungebrochenem Reis. Stelle eine Frucht und eine Geldgabe dazu. Biete dies in einer Schale vor der Lampe dar; gieße nichts auf den brennenden Docht.

namaste deva-deveśa namaste dharaṇī-dhara |
namaste jagadādhāra arghyo ’yaṃ prati-gṛhyatām |
gandha-puṣpākṣatair yuktaṃ phala-dravya-samanvitam |
gṛhāṇa toyam arghyārthaṃ parameśvara vatsala ||
śrī-dhanvantari-devāya arghyaṃ svāhā ||

Verehrung dir, Herr der Götter, Träger der Erde und Stütze der Welt! Nimm dieses Arghya an. Liebevoller höchster Herr, empfange das Wasser mit Duft, Blumen, Reis, Frucht und Gabe. Dem göttlichen Dhanvantari sei dieses Arghya dargebracht.

10. Gandha – Sandelduft
Lege etwas Sandelpaste in ein Gabenschälchen vor dem Licht.

śrī-khaṇḍa-candanaṃ divyaṃ gandhāḍhyaṃ sumanoharam |
vilepanaṃ sura-śreṣṭha candanaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya candanaṃ samarpayāmi ||

Nimm diese köstlich duftende und erfreuende Sandelpaste als Salbung an, Höchster unter den Göttern. Ich biete Dhanvantari Sandelpaste dar.

11. Pushpa – Blumen
Bringe die vorhandenen Blumen und geeigneten Blätter dar. Das Blumengebet nennt eine reiche Auswahl; du musst nicht jede aufgezählte Art beschaffen. Es verbindet deine konkrete Gabe mit dem Reichtum eines blühenden Gartens.

sevantikā-vakula-campaka-pāṭābjaiḥ punnāga-jāti-karavīra-rasāla-puṣpaiḥ |
bilva-pravāla-tulasī-dala-mallikābhis tvāṃ pūjayāmi jagadīśvara me prasīda ||
śrī-dhanvantari-devāya puṣpaṃ samarpayāmi ||

Mit Sevantika, Bakula, Champaka und Lotus, mit Punnaga, Jati, Karavira und Mangoblüten, mit jungen Bilva-Trieben, Tulasi-Blättern und Jasmin verehre ich dich. Herr der Welt, sei mir gnädig! Ich bringe Dhanvantari Blumen dar.

12. Dhupa – Räucherduft
Entzünde das Räucherwerk und biete den Duft als Dhupa vor der Lampe dar. Stelle es danach in den geeigneten Halter.

vanaspati-rasodbhūto gandhāḍhyaḥ sumanoharaḥ |
āghreyaḥ sarva-devānāṃ dhūpo ’yaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya dhūpaṃ samarpayāmi ||

Nimm diesen aus Pflanzenharz entstandenen, duftreichen und erfreuenden Weihrauch an, der allen Göttern zum Duftgenuss dient. Ich biete Dhanvantari Räucherduft dar.

13. Dipa – das Licht anbieten
Fülle eine weitere kleine Lampe mit Ghee (bzw. Pflanzenöl), setze den Docht ein und entzünde ihn. Zeige diese Lampe als Dipa vor der Hauptlampe.

sājyaṃ varti-saṃyuktaṃ ca vahninā yojitaṃ mayā |
dīpaṃ gṛhāṇa deveśa trailokya-timirāpaham |
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ nirayād ghorād dīpo ’yaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya dīpaṃ samarpayāmi ||

Herr der Götter, nimm die von mir entzündete Lampe mit Ghee und Docht an, die das Dunkel der drei Welten vertreibt. Mit Hingabe gebe ich dem höchsten Selbst dieses Licht. Bewahre mich vor dem schrecklichen Abgrund und nimm das Licht an. Ich biete Dhanvantari eine Lampe dar.

14. Naivedya – Speisen weihen
Stelle Süßspeise und weitere vorbereitete Speisen als Naivedya vor die Lampe. Die überlieferte Formel nennt Joghurt, Milch und Ghee. Bei veganer Praxis verwendest du pflanzlichen Joghurt, Milch (bzw. Pflanzenmilch) und Ghee (bzw. Pflanzenöl); die Übersetzung des Mantras bleibt wortgetreu. Die fünf letzten Formeln widmen die Gabe den Lebenskräften.

śarkarā-khaṇḍa-khādyāni dadhi-kṣīra-ghṛtāni ca |
āhāro bhakṣya-bhojyaṃ ca naivedyaṃ prati-gṛhyatām |
yathāṃśataḥ śrī-dhanvantari-devāya naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā | oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā | oṃ samānāya svāhā ||

Nimm die Speise an: Zuckerstücke und Essbares, Joghurt, Milch und Ghee, die verschiedenen Arten von Nahrung. Nach meinen Möglichkeiten biete ich Dhanvantari Speise dar. Dem Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana sei sie dargebracht.

15. Wasser und Sandel nach der Mahlzeit
Biete nacheinander kleine Wassergaben zum Trinken, zum Händewaschen und zum Reinigen des Mundes an; gib sie jeweils in das Auffanggefäß. Lege danach etwas Sandelpaste bereit. Die Quelle bezeichnet die Gabe nach dem Essen als Uttaraposhana.

tataḥ pānīyaṃ samarpayāmi iti uttarāpoṣaṇam |
hasta-prakṣālanaṃ samarpayāmi | mukha-prakṣālanam |
karodvartanārthe candanaṃ samarpayāmi ||

Danach biete ich Trinkwasser dar: die Wassergabe nach dem Essen. Ich biete Wasser zum Reinigen der Hände und des Mundes dar. Zur Erfrischung der Hände gebe ich Sandelpaste.

16. Tambula – duftende Gastgabe
Lege Betelblatt und Betelnuss mit Kardamom als Tambula vor die Lampe. Die Gabe ist eine traditionelle Gastgabe; das Kauen gehört nicht zum notwendigen Ablauf.

pūgī-phalaṃ mahā-divyaṃ nāga-vallī-dalair yutam |
karpūrailā-samāyuktaṃ tāmbūlaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya mukha-vāsārthaṃ pūgī-phala-yuktaṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

Nimm die köstliche Betelnuss mit Betelblättern, Kampfer und Kardamom als Tambula an. Ich biete Dhanvantari zur Erfrischung des Mundes Tambula mit Betelnuss dar.

17. Dakshina – eine Gabe widmen
Lege die vorbereitete Dakshina vor das Licht. Bestimme, welcher verehrenden Person oder religiösen Einrichtung du sie nach der Feier übergibst.

hiraṇya-garbha-garbhasthaṃ hema-bījaṃ vibhāvasoḥ |
ananta-puṇya-phaladaṃ ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
śrī-dhanvantari-devāya suvarṇa-puṣpa-dakṣiṇāṃ samarpayāmi ||

Im goldenen Urgrund ruhend, goldener Same des leuchtenden Feuers, unermesslichen Verdienst hervorbringend: Gewähre mir Frieden. Ich biete Dhanvantari eine Goldblumen-Dakshina dar.

18. Pradakshina – ehrende Umrundung
Vollziehe eine symbolische Pradakshina mit Blumen in den Händen: Gehe, wo Platz ist, im Uhrzeigersinn um den verehrten Platz. In beengtem Raum vollziehe die Umrundung als kleine Drehung am eigenen Platz.

yāni kāni ca pāpāni janmāntara-kṛtāni ca |
tāni tāni vinaśyanti pradakṣiṇaṃ pade pade ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ prabho |
tasmāt kāruṇya-bhāvena kṣamasva parameśvara ||
śrī-dhanvantari-devāya pradakṣiṇaṃ samarpayāmi ||

Was immer an Verfehlungen auch in früheren Geburten getan wurde, möge mit jedem Schritt der Umrundung vergehen. Keine andere Zuflucht habe ich; du bist meine Zuflucht, Herr. Darum vergib mir aus Mitgefühl, höchster Herr. Ich widme Dhanvantari diese Umrundung.

19. Vandana und Blumen – um Vergebung bitten
Lege die Blumen nieder und sprich das Vandana-Gebet. Die Quellfassung übernimmt hier die Anrede Mahadeva Shambhu; sie wird unverändert belassen.

kara-kṛtaṃ vā kāyajaṃ karmajaṃ vā śravaṇa-nayanajaṃ vā mānasaṃ vāparādham |
viditam aviditaṃ vā sarvam etat kṣamasva jaya jaya karuṇābdhe śrī-mahādeva śambho ||
śrī-dhanvantari-devatāyai mantra-puṣpaṃ samarpayāmi ||

Vergib alle Verfehlungen, die durch Hände, Körper, Handlungen, Ohren und Augen oder den Geist entstanden sind, bewusst oder unbewusst. Heil dir, Meer des Mitgefühls, großer Gott Shambhu! Ich biete der Gottheit Dhanvantari die mit Gebet verbundenen Blumen dar.

20. Sashtanga Pranama – sich verneigen
Verneige dich als Sashtanga Pranama mit dem Körper zum Boden. Wenn dies körperlich nicht möglich ist, neige Kopf und Oberkörper mit gefalteten Händen als praktische Anpassung.

namaḥ sarva-hitārthāya jagadādhāra-hetave |
sāṣṭāṅgo ’yaṃ prayatnena mayā kṛtaḥ |
namo ’stv anantāya sahasra-mūrtaye sahasra-pādākṣi-śiroru-bāhave ||

Verehrung dem, der das Wohl aller will und der Grund der Welt ist. Diese Niederwerfung mit acht Gliedern habe ich mit Bemühen vollzogen. Verehrung dem Unendlichen mit tausend Gestalten, Füßen, Augen, Köpfen, Schenkeln und Armen.

21. Kshama Prarthana – alles Dhanvantari übergeben
Falte die Hände zur Kshama Prarthana. Widme die gesamte Feier Dhanvantari. Die Bitte schließt den Gottesdienst; die Quelle schreibt hier keinen zusätzlichen Entlassungsritus vor.

āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjā-karma na jānāmi kṣamasva parameśvara ||
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvara |
mayā yat pūjitaṃ deva paripūrṇaṃ tad astu me ||
aparādha-sahasrāṇi kriyante ’harniśaṃ mayā |
dāso ’ham iti māṃ matvā kṣamasva parameśvara ||
vidhehi deva kalyāṇaṃ vidhehi vipulāṃ śriyam |
rūpaṃ dehi jayaṃ dehi yaśo dehi dviṣo jahi ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapo-yajña-kriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
anena yathā-militopacāra-dravyaiḥ kṛta-pūjanena śrī-dhanvantari-devaḥ prīyatām |
śrī-dhanvantari-devārpaṇam astu ||

Ich weiß weder richtig anzurufen noch zu verabschieden; auch das Verehren verstehe ich nicht vollkommen. Vergib mir, höchster Herr. Was ich ohne genügende Mantras, Handlungen und Hingabe dargebracht habe, mache vollständig. Tausende Verfehlungen begehe ich bei Tag und Nacht; nimm mich als deinen Diener an und vergib mir. Gib Wohlergehen und reiche Fülle, Schönheit, Sieg und guten Ruf; überwinde die feindlichen Mächte. Ich verehre den unvergänglichen Achyuta, durch dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollkommene in Askese, Opfer und Handlungen sogleich vollständig wird. Möge Dhanvantari durch diese Verehrung mit den verfügbaren Gaben erfreut sein. Alles sei dem göttlichen Dhanvantari dargebracht.


Nach der Feier
Teile die essbaren Gaben als Prasad. Übergib die gewidmete Geldgabe tatsächlich. Räume Wasser und Blüten respektvoll auf; führe die Lampen nur unter Aufsicht weiter. Als persönliche Vertiefung kann die Verehrung in tätige Fürsorge münden: Zeit für einen hilfsbedürftigen Menschen, Dank an Pflegende oder ein achtsamer Umgang mit den eigenen Kräften. Diese Alltagsempfehlung ergänzt die überlieferte Puja.


Rezitationen in IAST, Devanagari und deutscher Übersetzung

Achamana – drei kleine Schlucke
oṃ ātma-tattvaṃ śodhayāmi svāhā |
oṃ vidyā-tattvaṃ śodhayāmi svāhā |
oṃ śiva-tattvaṃ śodhayāmi svāhā ||

ॐ आत्म-तत्त्वं शोधयामि स्वाहा ।
ॐ विद्या-तत्त्वं शोधयामि स्वाहा ।
ॐ शिव-तत्त्वं शोधयामि स्वाहा ॥

Ich reinige das Prinzip des Selbst; ich reinige das Prinzip der Erkenntnis; ich reinige das Prinzip Shivas. Svaha – es sei dargebracht.

Sankalpa – das Anliegen aussprechen
oṃ tat sat adyaitasya brahmaṇo ’hni dvitīya-praharārdhe śveta-varāha-kalpe |
jambū-dvīpe bhārata-khaṇḍe amuka-pradeśe amuka-puṇya-kṣetre kaliyuge |
kali-prathama-caraṇe amuka-saṃvatsare kārtika-māse kṛṣṇa-pakṣe |
trayodaśī-tithau amuka-vāsare amuka-gotrotpanno amuka-nāmāham |
śrī-dhanvantari-devatā-prīti-pūrvakam āyuṣyārogya-aiśvaryābhivṛddhyartham |
śrī-dhanvantari-pūjanam ahaṃ kariṣyāmi ||

ॐ तत् सत् अद्यैतस्य ब्रह्मणो ऽह्नि द्वितीय-प्रहरार्धे श्वेत-वराह-कल्पे ।
जम्बू-द्वीपे भारत-खण्डे अमुक-प्रदेशे अमुक-पुण्य-क्षेत्रे कलियुगे ।
कलि-प्रथम-चरणे अमुक-संवत्सरे कार्तिक-मासे कृष्ण-पक्षे ।
त्रयोदशी-तिथौ अमुक-वासरे अमुक-गोत्रोत्पन्नो अमुक-नामाहम् ।
श्री-धन्वन्तरि-देवता-प्रीति-पूर्वकम् आयुष्यारोग्य-ऐश्वर्याभिवृद्ध्यर्थम् ।
श्री-धन्वन्तरि-पूजनम् अहं करिष्यामि ॥

Om, Das ist die Wahrheit. Heute, an diesem Tag Brahmas, in dessen zweiter halber Zeitwache, im Shveta-Varaha-Kalpa, auf Jambudvipa, im Land Bharata, in meiner genannten Gegend und an meinem genannten heiligen Ort, im Kali-Zeitalter und seinem ersten Abschnitt, im genannten Jahr, im Monat Kartika, in der dunklen Monatshälfte, am dreizehnten Mondtag und genannten Wochentag, führe ich mit genanntem Namen und Familienzugehörigkeit zur Freude Dhanvantaris diese Verehrung aus: für die Entfaltung von Lebenskraft, Wohlergehen und guter Versorgung. Die ungewöhnliche kosmologische Zeitformulierung wird hier als Wortlaut der verwendeten Fassung wiedergegeben.

Atma Shodhana – sich und die Gaben besprengen
oṃ apavitraḥ pavitro vā sarvāvasthāṃ gato ’pi vā |
yaḥ smaret puṇḍarīkākṣaṃ sa bāhyābhyantaraḥ śuciḥ ||

ॐ अपवित्रः पवित्रो वा सर्वावस्थां गतो ऽपि वा ।
यः स्मरेत् पुण्डरीकाक्षं स बाह्याभ्यन्तरः शुचिः ॥

Ob unrein oder rein, in welchem Zustand auch immer: Wer sich an den Lotusäugigen erinnert, ist außen und innen rein.

Dhyana – Dhanvantari im Licht betrachten
caturbhujaṃ pīta-vastraṃ sarvālaṅkāra-śobhitam |
dhyāye dhanvantariṃ devaṃ surāsura-namaskṛtam ||
yuvānaṃ puṇḍarīkākṣaṃ sarvābharaṇa-bhūṣitam |
dadhānam amṛtasyaiva kamaṇḍaluṃ śriyā yutam ||
yajña-bhoga-bhujaṃ devaṃ surāsura-namaskṛtam |
dhyāye dhanvantariṃ devaṃ śvetāmbara-dharaṃ śubham ||

चतुर्भुजं पीत-वस्त्रं सर्वालङ्कार-शोभितम् ।
ध्याये धन्वन्तरिं देवं सुरासुर-नमस्कृतम् ॥
युवानं पुण्डरीकाक्षं सर्वाभरण-भूषितम् ।
दधानम् अमृतस्यैव कमण्डलुं श्रिया युतम् ॥
यज्ञ-भोग-भुजं देवं सुरासुर-नमस्कृतम् ।
ध्याये धन्वन्तरिं देवं श्वेताम्बर-धरं शुभम् ॥

Ich betrachte den vierarmigen Gott Dhanvantari, in gelbe Gewänder gekleidet und mit allem Schmuck geschmückt, von Göttern und Asuras verehrt: jugendlich, lotusäugig, reich geschmückt, einen Wasserkrug mit Unsterblichkeitsnektar tragend und mit Herrlichkeit verbunden. Ich betrachte den glückverheißenden Dhanvantari, der die Opfergaben empfängt, von Göttern und Asuras verehrt wird und weiße Gewänder trägt. Die beiden Gewandfarben gehören zu den aufeinanderfolgenden Versen der Quellfassung.

Avahana – willkommen heißen
āgaccha deva-deveśa tejorāśe jagatpate |
kriyamāṇāṃ mayā pūjāṃ gṛhāṇa sura-sattama ||
śrī-dhanvantari-devam āvāhayāmi ||

आगच्छ देव-देवेश तेजोराशे जगत्पते ।
क्रियमाणां मया पूजां गृहाण सुर-सत्तम ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवम् आवाहयामि ॥

Komm, Herr der Götter, Fülle des Lichtes, Herr der Welt! Nimm meine Verehrung an, du Höchster unter den Göttern. Ich rufe den göttlichen Dhanvantari an.

Pushpanjali – einen Sitz anbieten
nānā-ratna-samāyuktaṃ kārta-svara-vibhūṣitam |
āsanaṃ deva-deveśa prītyarthaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya āsanārthe pañca-puṣpāṇi samarpayāmi ||

नाना-रत्न-समायुक्तं कार्त-स्वर-विभूषितम् ।
आसनं देव-देवेश प्रीत्यर्थं प्रति-गृह्यताम् ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय आसनार्थे पञ्च-पुष्पाणि समर्पयामि ॥

Herr der Götter, nimm zu deiner Freude den mit vielen Edelsteinen und Gold geschmückten Sitz an. Ich biete dem göttlichen Dhanvantari fünf Blumen als Sitz dar.

Svagata – den Gast begrüßen
śrī-dhanvantari-deva svāgatam ||

श्री-धन्वन्तरि-देव स्वागतम् ॥

Göttlicher Dhanvantari, sei willkommen!

Padya – Wasser für die Füße
pādyaṃ gṛhāṇa deveśa sarva-kṣema-samartha bhoḥ |
bhaktyā samarpitaṃ deva lokanātha namo ’stu te ||
śrī-dhanvantari-devāya pādyaṃ namaḥ ||

पाद्यं गृहाण देवेश सर्व-क्षेम-समर्थ भोः ।
भक्त्या समर्पितं देव लोकनाथ नमो ऽस्तु ते ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय पाद्यं नमः ॥

Herr der Götter, der alles Wohlergehen zu bewirken vermag, nimm das mit Hingabe angebotene Fußwasser an. Herr der Welt, dir sei Verehrung! Dem göttlichen Dhanvantari gilt dieses Fußwasser.

Arghya – die ehrende Wassergabe
namaste deva-deveśa namaste dharaṇī-dhara |
namaste jagadādhāra arghyo ’yaṃ prati-gṛhyatām |
gandha-puṣpākṣatair yuktaṃ phala-dravya-samanvitam |
gṛhāṇa toyam arghyārthaṃ parameśvara vatsala ||
śrī-dhanvantari-devāya arghyaṃ svāhā ||

नमस्ते देव-देवेश नमस्ते धरणी-धर ।
नमस्ते जगदाधार अर्घ्यो ऽयं प्रति-गृह्यताम् ।
गन्ध-पुष्पाक्षतैर् युक्तं फल-द्रव्य-समन्वितम् ।
गृहाण तोयम् अर्घ्यार्थं परमेश्वर वत्सल ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय अर्घ्यं स्वाहा ॥

Verehrung dir, Herr der Götter, Träger der Erde und Stütze der Welt! Nimm dieses Arghya an. Liebevoller höchster Herr, empfange das Wasser mit Duft, Blumen, Reis, Frucht und Gabe. Dem göttlichen Dhanvantari sei dieses Arghya dargebracht.

Gandha – Sandelduft
śrī-khaṇḍa-candanaṃ divyaṃ gandhāḍhyaṃ sumanoharam |
vilepanaṃ sura-śreṣṭha candanaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya candanaṃ samarpayāmi ||

श्री-खण्ड-चन्दनं दिव्यं गन्धाढ्यं सुमनोहरम् ।
विलेपनं सुर-श्रेष्ठ चन्दनं प्रति-गृह्यताम् ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय चन्दनं समर्पयामि ॥

Nimm diese köstlich duftende und erfreuende Sandelpaste als Salbung an, Höchster unter den Göttern. Ich biete Dhanvantari Sandelpaste dar.

Pushpa – Blumen
sevantikā-vakula-campaka-pāṭābjaiḥ punnāga-jāti-karavīra-rasāla-puṣpaiḥ |
bilva-pravāla-tulasī-dala-mallikābhis tvāṃ pūjayāmi jagadīśvara me prasīda ||
śrī-dhanvantari-devāya puṣpaṃ samarpayāmi ||

सेवन्तिका-वकुल-चम्पक-पाटाब्जैः पुन्नाग-जाति-करवीर-रसाल-पुष्पैः ।
बिल्व-प्रवाल-तुलसी-दल-मल्लिकाभिस् त्वां पूजयामि जगदीश्वर मे प्रसीद ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय पुष्पं समर्पयामि ॥

Mit Sevantika, Bakula, Champaka und Lotus, mit Punnaga, Jati, Karavira und Mangoblüten, mit jungen Bilva-Trieben, Tulasi-Blättern und Jasmin verehre ich dich. Herr der Welt, sei mir gnädig! Ich bringe Dhanvantari Blumen dar.

Dhupa – Räucherduft
vanaspati-rasodbhūto gandhāḍhyaḥ sumanoharaḥ |
āghreyaḥ sarva-devānāṃ dhūpo ’yaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya dhūpaṃ samarpayāmi ||

वनस्पति-रसोद्भूतो गन्धाढ्यः सुमनोहरः ।
आघ्रेयः सर्व-देवानां धूपो ऽयं प्रति-गृह्यताम् ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय धूपं समर्पयामि ॥

Nimm diesen aus Pflanzenharz entstandenen, duftreichen und erfreuenden Weihrauch an, der allen Göttern zum Duftgenuss dient. Ich biete Dhanvantari Räucherduft dar.

Dipa – das Licht anbieten
sājyaṃ varti-saṃyuktaṃ ca vahninā yojitaṃ mayā |
dīpaṃ gṛhāṇa deveśa trailokya-timirāpaham |
bhaktyā dīpaṃ prayacchāmi devāya paramātmane |
trāhi māṃ nirayād ghorād dīpo ’yaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya dīpaṃ samarpayāmi ||

साज्यं वर्ति-संयुक्तं च वह्निना योजितं मया ।
दीपं गृहाण देवेश त्रैलोक्य-तिमिरापहम् ।
भक्त्या दीपं प्रयच्छामि देवाय परमात्मने ।
त्राहि मां निरयाद् घोराद् दीपो ऽयं प्रति-गृह्यताम् ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय दीपं समर्पयामि ॥

Herr der Götter, nimm die von mir entzündete Lampe mit Ghee und Docht an, die das Dunkel der drei Welten vertreibt. Mit Hingabe gebe ich dem höchsten Selbst dieses Licht. Bewahre mich vor dem schrecklichen Abgrund und nimm das Licht an. Ich biete Dhanvantari eine Lampe dar.

Naivedya – Speisen weihen
śarkarā-khaṇḍa-khādyāni dadhi-kṣīra-ghṛtāni ca |
āhāro bhakṣya-bhojyaṃ ca naivedyaṃ prati-gṛhyatām |
yathāṃśataḥ śrī-dhanvantari-devāya naivedyaṃ samarpayāmi |
oṃ prāṇāya svāhā | oṃ apānāya svāhā | oṃ vyānāya svāhā |
oṃ udānāya svāhā | oṃ samānāya svāhā ||

शर्करा-खण्ड-खाद्यानि दधि-क्षीर-घृतानि च ।
आहारो भक्ष्य-भोज्यं च नैवेद्यं प्रति-गृह्यताम् ।
यथांशतः श्री-धन्वन्तरि-देवाय नैवेद्यं समर्पयामि ।
ॐ प्राणाय स्वाहा । ॐ अपानाय स्वाहा । ॐ व्यानाय स्वाहा ।
ॐ उदानाय स्वाहा । ॐ समानाय स्वाहा ॥

Nimm die Speise an: Zuckerstücke und Essbares, Joghurt, Milch und Ghee, die verschiedenen Arten von Nahrung. Nach meinen Möglichkeiten biete ich Dhanvantari Speise dar. Dem Prana, Apana, Vyana, Udana und Samana sei sie dargebracht.

Wasser und Sandel nach der Mahlzeit
tataḥ pānīyaṃ samarpayāmi iti uttarāpoṣaṇam |
hasta-prakṣālanaṃ samarpayāmi | mukha-prakṣālanam |
karodvartanārthe candanaṃ samarpayāmi ||

ततः पानीयं समर्पयामि इति उत्तरापोषणम् ।
हस्त-प्रक्षालनं समर्पयामि । मुख-प्रक्षालनम् ।
करोद्वर्तनार्थे चन्दनं समर्पयामि ॥

Danach biete ich Trinkwasser dar: die Wassergabe nach dem Essen. Ich biete Wasser zum Reinigen der Hände und des Mundes dar. Zur Erfrischung der Hände gebe ich Sandelpaste.

Tambula – duftende Gastgabe
pūgī-phalaṃ mahā-divyaṃ nāga-vallī-dalair yutam |
karpūrailā-samāyuktaṃ tāmbūlaṃ prati-gṛhyatām ||
śrī-dhanvantari-devāya mukha-vāsārthaṃ pūgī-phala-yuktaṃ tāmbūlaṃ samarpayāmi ||

पूगी-फलं महा-दिव्यं नाग-वल्ली-दलैर् युतम् ।
कर्पूरैला-समायुक्तं ताम्बूलं प्रति-गृह्यताम् ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय मुख-वासार्थं पूगी-फल-युक्तं ताम्बूलं समर्पयामि ॥

Nimm die köstliche Betelnuss mit Betelblättern, Kampfer und Kardamom als Tambula an. Ich biete Dhanvantari zur Erfrischung des Mundes Tambula mit Betelnuss dar.

Dakshina – eine Gabe widmen
hiraṇya-garbha-garbhasthaṃ hema-bījaṃ vibhāvasoḥ |
ananta-puṇya-phaladaṃ ataḥ śāntiṃ prayaccha me ||
śrī-dhanvantari-devāya suvarṇa-puṣpa-dakṣiṇāṃ samarpayāmi ||

हिरण्य-गर्भ-गर्भस्थं हेम-बीजं विभावसोः ।
अनन्त-पुण्य-फलदं अतः शान्तिं प्रयच्छ मे ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय सुवर्ण-पुष्प-दक्षिणां समर्पयामि ॥

Im goldenen Urgrund ruhend, goldener Same des leuchtenden Feuers, unermesslichen Verdienst hervorbringend: Gewähre mir Frieden. Ich biete Dhanvantari eine Goldblumen-Dakshina dar.

Pradakshina – ehrende Umrundung
yāni kāni ca pāpāni janmāntara-kṛtāni ca |
tāni tāni vinaśyanti pradakṣiṇaṃ pade pade ||
anyathā śaraṇaṃ nāsti tvam eva śaraṇaṃ prabho |
tasmāt kāruṇya-bhāvena kṣamasva parameśvara ||
śrī-dhanvantari-devāya pradakṣiṇaṃ samarpayāmi ||

यानि कानि च पापानि जन्मान्तर-कृतानि च ।
तानि तानि विनश्यन्ति प्रदक्षिणं पदे पदे ॥
अन्यथा शरणं नास्ति त्वम् एव शरणं प्रभो ।
तस्मात् कारुण्य-भावेन क्षमस्व परमेश्वर ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवाय प्रदक्षिणं समर्पयामि ॥

Was immer an Verfehlungen auch in früheren Geburten getan wurde, möge mit jedem Schritt der Umrundung vergehen. Keine andere Zuflucht habe ich; du bist meine Zuflucht, Herr. Darum vergib mir aus Mitgefühl, höchster Herr. Ich widme Dhanvantari diese Umrundung.

Vandana und Blumen – um Vergebung bitten
kara-kṛtaṃ vā kāyajaṃ karmajaṃ vā śravaṇa-nayanajaṃ vā mānasaṃ vāparādham |
viditam aviditaṃ vā sarvam etat kṣamasva jaya jaya karuṇābdhe śrī-mahādeva śambho ||
śrī-dhanvantari-devatāyai mantra-puṣpaṃ samarpayāmi ||

कर-कृतं वा कायजं कर्मजं वा श्रवण-नयनजं वा मानसं वापराधम् ।
विदितम् अविदितं वा सर्वम् एतत् क्षमस्व जय जय करुणाब्धे श्री-महादेव शम्भो ॥
श्री-धन्वन्तरि-देवतायै मन्त्र-पुष्पं समर्पयामि ॥

Vergib alle Verfehlungen, die durch Hände, Körper, Handlungen, Ohren und Augen oder den Geist entstanden sind, bewusst oder unbewusst. Heil dir, Meer des Mitgefühls, großer Gott Shambhu! Ich biete der Gottheit Dhanvantari die mit Gebet verbundenen Blumen dar.

Sashtanga Pranama – sich verneigen
namaḥ sarva-hitārthāya jagadādhāra-hetave |
sāṣṭāṅgo ’yaṃ prayatnena mayā kṛtaḥ |
namo ’stv anantāya sahasra-mūrtaye sahasra-pādākṣi-śiroru-bāhave ||

नमः सर्व-हितार्थाय जगदाधार-हेतवे ।
साष्टाङ्गो ऽयं प्रयत्नेन मया कृतः ।
नमो ऽस्त्व् अनन्ताय सहस्र-मूर्तये सहस्र-पादाक्षि-शिरोरु-बाहवे ॥

Verehrung dem, der das Wohl aller will und der Grund der Welt ist. Diese Niederwerfung mit acht Gliedern habe ich mit Bemühen vollzogen. Verehrung dem Unendlichen mit tausend Gestalten, Füßen, Augen, Köpfen, Schenkeln und Armen.

Kshama Prarthana – alles Dhanvantari übergeben
āvāhanaṃ na jānāmi na jānāmi visarjanam |
pūjā-karma na jānāmi kṣamasva parameśvara ||
mantra-hīnaṃ kriyā-hīnaṃ bhakti-hīnaṃ sureśvara |
mayā yat pūjitaṃ deva paripūrṇaṃ tad astu me ||
aparādha-sahasrāṇi kriyante ’harniśaṃ mayā |
dāso ’ham iti māṃ matvā kṣamasva parameśvara ||
vidhehi deva kalyāṇaṃ vidhehi vipulāṃ śriyam |
rūpaṃ dehi jayaṃ dehi yaśo dehi dviṣo jahi ||
yasya smṛtyā ca nāmoktyā tapo-yajña-kriyādiṣu |
nyūnaṃ sampūrṇatāṃ yāti sadyo vande tam acyutam ||
anena yathā-militopacāra-dravyaiḥ kṛta-pūjanena śrī-dhanvantari-devaḥ prīyatām |
śrī-dhanvantari-devārpaṇam astu ||

आवाहनं न जानामि न जानामि विसर्जनम् ।
पूजा-कर्म न जानामि क्षमस्व परमेश्वर ॥
मन्त्र-हीनं क्रिया-हीनं भक्ति-हीनं सुरेश्वर ।
मया यत् पूजितं देव परिपूर्णं तद् अस्तु मे ॥
अपराध-सहस्राणि क्रियन्ते ऽहर्निशं मया ।
दासो ऽहम् इति मां मत्वा क्षमस्व परमेश्वर ॥
विधेहि देव कल्याणं विधेहि विपुलां श्रियम् ।
रूपं देहि जयं देहि यशो देहि द्विषो जहि ॥
यस्य स्मृत्या च नामोक्त्या तपो-यज्ञ-क्रियादिषु ।
न्यूनं सम्पूर्णतां याति सद्यो वन्दे तम् अच्युतम् ॥
अनेन यथा-मिलितोपचार-द्रव्यैः कृत-पूजनेन श्री-धन्वन्तरि-देवः प्रीयताम् ।
श्री-धन्वन्तरि-देवार्पणम् अस्तु ॥

Ich weiß weder richtig anzurufen noch zu verabschieden; auch das Verehren verstehe ich nicht vollkommen. Vergib mir, höchster Herr. Was ich ohne genügende Mantras, Handlungen und Hingabe dargebracht habe, mache vollständig. Tausende Verfehlungen begehe ich bei Tag und Nacht; nimm mich als deinen Diener an und vergib mir. Gib Wohlergehen und reiche Fülle, Schönheit, Sieg und guten Ruf; überwinde die feindlichen Mächte. Ich verehre den unvergänglichen Achyuta, durch dessen Erinnerung und Namensnennung das Unvollkommene in Askese, Opfer und Handlungen sogleich vollständig wird. Möge Dhanvantari durch diese Verehrung mit den verfügbaren Gaben erfreut sein. Alles sei dem göttlichen Dhanvantari dargebracht.

Quellen und Vertiefung

Seminare

20.12.2026 - 20.12.2026 Gita Jayanti

Die Bhagavad Gita hat Geburtstag. Immer Ende November bis Mitte Dezember, abhängig von der Mondphase, wird Gita Jayanti gefeiert. Wir wollen den Geburt…
Vani Devi Beldzik
26.12.2026 - 02.01.2027 Indische Rituale Ausbildung

Du interessierst dich für indische Rituale? Du hast die einzigartige Gelegenheit, in dieser Rituale Ausbildung bei Yoga Vidya die kleine Puja, große P…
Sukadev Bretz, Shankari Winkelbauer
15.11.2026 - 20.11.2026 HerzKraft - Mantrasingen, Harmoniumspiel und Trommeln lernen

Wir begehen den uralten Pfad des Bhakti-Yoga, den Yoga der Hingabe, und singen gemeinschaftlich herzstärkende Mantren aus eigener Komposition sowie and…
Shankara Stefan Maune, Sven Helbig
01.12.2026 - 01.12.2026 Mantra-Konzert

Aleah Gandarvika & Friends
18:45-19:45 Uhr
Aleah Gandarvika