Dadu

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Dadu (Sanskrit ददु dadu) gilt als Gründer der Vaishnava Sekte. Dadu lehrte Bhakti oder bedingungslosen Glauben, der wirksamer sein solle als die Unterwerfung der Leidenschaften, Wohltätigkeit oder Erkenntnis. Dadu war ursprünglich ein Baumwollreiniger aus Ajmir. Dadu wurde von einer Stimme aus dem Himmel dazu aufgefordert, sich einem religiösen Leben hinzugeben. Deshalb zog Dadu in die Baherana Berge und nach einiger Zeit verschwand er von dort, und es konnten danach keine Spuren mehr von ihm gefunden werden.

Swami Sivananda spricht zu seinen Schülern

Swami Sivananda über Dadu

Artikel aus dem Buch “Lives of Saints” der Divine Life Society

Dadu war Baumwollwäscher von Beruf. Er wurde in Ahmedabad geboren und lebte ca. 1544 - 1603 nach Christus. Dies war gegen Ende der Herrschaft von Akbar oder kurz vor Beginn der Herrschaft von Jehangir. In seinem zwölften Lebensjahr zog Dadu nach Sambhur in Ajmer. Danach zog er nach Kalyanpur. Dann, in seinem siebenunddreißigsten Lebensjahr, zog er weiter nach Naraina, einem Ort acht Meilen von Sambhur und zwanzig Meilen von Jaipur. Dort wurde er von einer göttlichen Stimme ermahnt, sich einem spirituellen Leben zu widmen. Daher zog er sich in die Vaherana-Berge zurück, etwa zehn Meilen von Naraina. Nach einiger Zeit verschwand er und es wurden keinerlei Spuren von ihm gefunden. Seine Anhänger glauben, dass er in Gott aufgegangen ist.

Dadus Anhänger tragen keine speziellen Kennzeichen oder Malas. Sie tragen lediglich einen Rosenkranz und eine spezielle weiße Mütze mit vier Ecken und einem Tuch hinten.

Die Dadu Panthis bestehen dabei aus drei Klassen: den Viraktas, die kahlgeschoren umherziehen und lediglich ein Kleidungsstück und eine Wasserschale bei sich tragen; den Nagas, die Waffen tragen und tapfere Soldaten sind, und den Vistar Dharis, die gewöhnlichen, weltlichen Berufen nachgehen.

Es gibt zahlreiche Dadus in Marwar und Ajmer. Der Hauptort der Verehrung ist in Naraina. Hier werden die Schriften dieser Glaubensgemeinschaft aufbewahrt und angebetet. Eine Mela oder Prozession zu seinen Ehren findet in Naraina im Februar statt. Ein kleines Gebäude auf den Bergen markiert die Stelle, wo Dadu damals verschwunden ist. Die Lehrsätze der Dadu Panthis findet man verschiedenen veröffentlichten Hindi-Büchern. Viele Textpassagen von Kabirs Schriften sind darin enthalten. Der generelle Charakter dieser heiligen Bücher der Dadu Panthis ist dabei den Schriften von Kabir sehr ähnlich. Die Dadu Panthis verbindet eine Freundschaft mit den Anhängern von Kabir.

Dadu war der Sohn von Lodi Ram. Garibdas und Miskindas waren seine Schüler. Dadu starb im Alter von 59 Jahren und war ursprünglich von Beruf Weber. Er gehörte zur Kabir-Schule des Vaishnavismus. Dadu war der sechste Nachfolger von Ramananda - Kabir, Kamal, Jamal, Vimal, Budhan und Dadu. Budhan war sein Guru.

Dadus Lieder und Vanis sind in Buchform gesammelt und überliefert. Dieses Buch hat 5000 Verse, die Vanis darin sind moralische Vorträge. Die Lieder sind Hymnen oder auch Psalme und voller Ekstase und Liebe. Dadu predigte die Lehre der universellen Liebe und des Friedens.

Dadus Sprache und Stil sind dabei einfach. In seinen Worten schwingt einen feine Musik, die tief in das Herz eindringt. Dadu verkündet die Einheit des göttlichen Lebens. Seine Philosophie ist pragmatisch und meidet alle Dogmen und metaphysischen Diskussionen.

Copyright Divine Life Society

Siehe auch

Literatur

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