Brahma Yajna gemäß Apastamba – täglicher Dank an Veden, Seher und Ahnen

Aus Yogawiki

Brahma Yajna gemäß Apastamba – täglicher Dank an Veden, Seher und Ahnen. Brahma Yajna nach Apastamba ist eine tägliche Hauspraxis, in der vedisch Eingewiesene das empfangene Wissen ehren und ihren Dank mit Wassergaben an Götter, Seher und Ahnen verbinden. Die vier Veden werden durch ihre Anfangsrezitationen gegenwärtig gemacht. Danach werden die Lehrüberlieferungen und die Generationen gewürdigt, durch die Sprache, Nahrung und geistige Orientierung zum Übenden gelangt sind.

Die Anleitung folgt der Apastamba-Fassung des Krishna Yajurveda bei Vaidhika Dharma. Sie unterscheidet sich von der Ashvalayana-Fassung durch die besondere Aufteilung der Gayatri, die Auswahl der Veda-Anfänge und die ausführliche Kanda-Rishi-Wassergabe.

Vorbereitung

Diese Fassung gehört zur täglichen Nityakarma-Praxis nach empfangener Upanayana und entsprechender Unterweisung. Die Tagesordnung der Quelle stellt sie nach die mittägliche Sandhyavandana. Sie kann allein im Haus an einem sauberen Sitzplatz vollzogen werden; ein Lehrer lehrt zuvor die Veda-Rezitation und die Handhaltungen. Eine weitere Priestergruppe oder ein Feuer wird nicht benötigt.

Bereite Trinkwasser, ein Wassergefäß mit Löffel, eine ausreichend große Auffangschale und einen sauberen Sitz vor. Der Yajnopavita wird im Verlauf dreimal anders getragen. Sitze zunächst nach Osten. Für Götter fließt Wasser von den Fingerspitzen, für Seher über die Kleinfingerseite beziehungsweise die in deiner Schule erlernte Rishi-Tirtha-Stelle, für Ahnen zwischen Daumen und Zeigefinger. Die besondere Brahma-Gabe fließt am Brahma Tirtha am Daumenballen. Die Quelle setzt diese erlernten Handstellen voraus; die kurzen Beschreibungen dienen der Orientierung.

Die Hauptfolge enthält auch die persönliche Ahnenreihe. Diese zwölf abschließenden Familiengaben werden nach der ausdrücklichen Quellenregel von jemandem mit lebendem Vater ausgelassen. Bei ungeklärter familiärer Zuordnung wird diese Zusatzreihe vorab mit dem Lehrer geklärt; die allgemeinen Götter-, Seher- und Ahnengaben bleiben davon unterschieden.

Durchführung

1. Sich sammeln und Wasser nehmen
Setze dich nach dem Waschen in sauberer Kleidung mit dem Gesicht nach Osten. Nimm beim Achamana mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand. Wasche anschließend die Hand. Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht trinken kann, berührt die Lippen mit sauberem Wasser; dies ist eine praktische Anpassung.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

Berühre beim folgenden Angavandana mit der rechten Hand die genannten Körperstellen. Sprich jeweils den betreffenden Namen; Augen und Nase werden nur von außen sanft berührt.

keśava |

Übersetzung: Keshava – berühre mit dem Daumen die rechte Wange.

nārāyaṇa |

Übersetzung: Narayana – berühre mit dem Daumen die linke Wange.

mādhava |

Übersetzung: Madhava – berühre mit dem Ringfinger die rechte Augenpartie.

govinda |

Übersetzung: Govinda – berühre mit dem Ringfinger die linke Augenpartie.

viṣṇu |

Übersetzung: Vishnu – berühre mit dem Zeigefinger die rechte Nasenseite.

madhusūdana |

Übersetzung: Madhusudana – berühre mit dem Zeigefinger die linke Nasenseite.

trivikrama |

Übersetzung: Trivikrama – berühre mit dem kleinen Finger das rechte Ohr.

vāmana |

Übersetzung: Vamana – berühre mit dem kleinen Finger das linke Ohr.

śrīdhara |

Übersetzung: Shridhara – berühre mit dem Mittelfinger die rechte Schulter.

hṛṣīkeśa |

Übersetzung: Hrishikesha – berühre mit dem Mittelfinger die linke Schulter.

padmanābha |

Übersetzung: Padmanabha – berühre mit vier Fingern die Brust.

dāmodara |

Übersetzung: Damodara – berühre mit allen fünf Fingern den Kopf.

2. Hindernisse beruhigen und den Atem sammeln
Sprich die Ganesha-Betrachtung.

śuklāmbaradharaṃ viṣṇuṃ śaśivarṇaṃ caturbhujam | prasannavadanaṃ dhyāyet sarvavighnopaśāntaye ||

Übersetzung: Man vergegenwärtige den weiß Gekleideten, alles Durchdringenden, Mondfarbenen, Vierarmigen mit freundlichem Gesicht, damit alle Hindernisse zur Ruhe kommen.

Führe den erlernten Pranayama aus: rechts mit dem Daumen verschließen und links einatmen, dann links mit dem Ringfinger verschließen und rechts ausatmen. Die vollständige Atemformel wird im erlernten Rhythmus leise gesprochen oder innerlich mitgeführt; erzwinge kein Atemanhalten.

oṃ bhūḥ oṃ bhuvaḥ oṃ suvaḥ oṃ mahaḥ oṃ janaḥ oṃ tapaḥ oṃ satyam |
oṃ tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt |
oṃ āpo jyotī raso 'mṛtaṃ brahma bhūr bhuvaḥ suvar oṃ ||

Übersetzung: Om: Erde, Zwischenraum, Himmel, große Welt, Welt der Erzeugung, Welt der Glut und Welt der Wahrheit. Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar; er möge unseren Verstand anregen. Wasser, Licht, Saft, Unsterblichkeit und Brahman: Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.

3. Den Wissensdienst übernehmen
Lege die Hände gesammelt auf den Schoß und sprich den Sankalpa.

mamopāttasamastaduritakṣayadvārā śrīparameśvaraprītyarthaṃ brahmayajñaṃ kariṣye | brahmayajñena yakṣye ||

Übersetzung: Zur Läuterung meiner Verfehlungen und zur Freude des höchsten Herrn werde ich das Brahma Yajna vollziehen. Mit dem Opfer des heiligen Wissens werde ich verehren.

4. Die Hände reinigen und den Rezitationsplatz sammeln
Wasche mit der folgenden Formel die Hände. Führe danach dreimal den kleinen Wasserschluck aus. Lege beide Hände anschließend ineinander im Schoß.

vidyud asi vidya me pāpmānam ṛtāt satyam upaimi ||

Übersetzung: Du bist der Blitz; durchbrich meine Verfehlung. Von der kosmischen Ordnung her trete ich zur Wahrheit.

oṃ acyutāya namaḥ | oṃ anantāya namaḥ | oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda; mit jedem Namen ein kleiner Schluck.

5. Gayatri in ihren drei Rezitationsformen
Die Gayatri wird zuerst in drei Abschnitten, dann in zwei Abschnitten und schließlich zusammenhängend gesprochen. Die Weltenrufe gehören an die hier ausgeschriebenen Stellen.

oṃ bhūḥ | tat savitur vareṇyam |
oṃ bhuvaḥ | bhargo devasya dhīmahi |
oṃ suvaḥ | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Om, Erde: den erwählenswerten Glanz Savitars. Om, Zwischenraum: wir meditieren über den göttlichen Glanz. Om, Himmel: Er möge unsere Einsicht anregen.

oṃ bhūḥ | tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi |
oṃ bhuvaḥ | dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Om, Erde: Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Om, Zwischenraum: Er möge unsere Einsicht anregen.

oṃ suvaḥ | tat savitur vareṇyaṃ bhargo devasya dhīmahi dhiyo yo naḥ pracodayāt ||

Übersetzung: Om, Himmel: Wir meditieren über den erwählenswerten Glanz des göttlichen Savitar. Er möge unsere Einsicht anregen.

6. Die vier Veden ehren
Nenne für den ersten Rigveda-Vers Seher, Gottheit und Versmaß. Danach folgen genau die vier für diesen täglichen Ritus festgelegten Veda-Anfänge; weitere Hymnen werden nicht stillschweigend vorausgesetzt.

agnim īḷe | madhucchandaḥ | agniḥ | gāyatrī ||

Übersetzung: „Agni preise ich“: Der Seher ist Madhucchandas, die Gottheit Agni, das Versmaß Gayatri.

Rigveda
hariḥ oṃ | agnim īḷe purohitaṃ yajñasya devam ṛtvijam | hotāraṃ ratnadhātamam || hariḥ oṃ ||

Übersetzung: Ich preise Agni, den vorangestellten Priester des Opfers, den göttlichen Ritualpriester, den Darbringer und besten Schenker kostbarer Güter.

Yajurveda
hariḥ oṃ | iṣe tvorje tvā vāyavaḥ stha pāyavaḥ stha devo vaḥ savitā prārpayatu śreṣṭhatamāya karmaṇe || hariḥ oṃ ||

Übersetzung: Dich für Nahrung, dich für Kraft. Ihr seid Winde, ihr seid Beschützer. Gott Savitar möge euch zur vortrefflichsten Handlung antreiben.

Samaveda
hariḥ oṃ | agna ā yāhi vītaye gṛṇāno havyadātaye | ni hotā satsi barhiṣi || hariḥ oṃ ||

Übersetzung: Agni, komme zum Genuss, gepriesen zur Darbringung der Opfergabe. Setze dich als Darbringer auf das Opfergras.

Atharvaveda
hariḥ oṃ | śaṃ no devīr abhiṣṭaya āpo bhavantu pītaye | śaṃ yor abhi sravantu naḥ || hariḥ oṃ ||

Übersetzung: Die göttlichen Wasser seien uns zum Heil, zur Erfüllung unserer Bitte und zum Trinken. Heil und Linderung mögen sie uns zuströmen lassen.

7. Wahrhaftigkeit in Vertrauen darbringen
Bekenne die innere Gabe dieses Rituals. Rezitiere danach die folgende Verehrung dreimal.

oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ | satyaṃ tapaḥ śraddhāyāṃ juhomi ||

Übersetzung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel. Wahrheit und geistige Glut bringe ich im Vertrauen dar.

oṃ namo brahmaṇe namo astv agnaye namaḥ pṛthivyai nama oṣadhībhyaḥ | namo vāce namo vācaspataye namo viṣṇave bṛhate karomi ||

Übersetzung: Verehrung dem Brahman, Agni, der Erde und den Pflanzen. Verehrung der Sprache und dem Herrn der Sprache. Dem großen Vishnu bringe ich Verehrung dar.

oṃ namo brahmaṇe namo astv agnaye namaḥ pṛthivyai nama oṣadhībhyaḥ | namo vāce namo vācaspataye namo viṣṇave bṛhate karomi ||

Übersetzung: Verehrung dem Brahman, Agni, der Erde und den Pflanzen. Verehrung der Sprache und dem Herrn der Sprache. Dem großen Vishnu bringe ich Verehrung dar.

oṃ namo brahmaṇe namo astv agnaye namaḥ pṛthivyai nama oṣadhībhyaḥ | namo vāce namo vācaspataye namo viṣṇave bṛhate karomi ||

Übersetzung: Verehrung dem Brahman, Agni, der Erde und den Pflanzen. Verehrung der Sprache und dem Herrn der Sprache. Dem großen Vishnu bringe ich Verehrung dar.

Wasche erneut die Hände und sprich danach den Vorsatz für die Wassergaben.

vṛṣṭir asi vṛśca me pāpmānam ṛtāt satyam upāgām ||

Übersetzung: Du bist der Regen; schneide meine Verfehlung ab. Von der kosmischen Ordnung her bin ich zur Wahrheit gelangt.

devarṣipitṛtarpaṇaṃ kariṣye ||

Übersetzung: Ich werde Götter, Seher und Ahnen mit Wassergaben erquicken.

8. Wasser für die göttlichen Kräfte
Trage die Schnur in der gewöhnlichen Upavita-Lage über der linken Schulter. Gib bei jeder Formel einmal Wasser über die Fingerspitzen.

brahmādayo ye devās tān devāṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Götter, Brahma und die anderen.

sarvān devāṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Götter.

sarvadevagaṇāṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Götterscharen.

sarvadevapatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Götter.

sarvadevagaṇapatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Götterscharen.

9. Wasser für die Seher
Trage die Schnur als Nivita um den Hals. Gib bei jeder der folgenden neun Formeln zweimal Wasser über die Seher-Handstelle.

kṛṣṇadvaipāyanādayo ye ṛṣayas tān ṛṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Seher, Krishna Dvaipayana und die anderen.

sarvān ṛṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Seher.

sarvarṣigaṇāṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Seherscharen.

sarvarṣipatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Seher.

sarvarṣigaṇapatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Seherscharen.

prajāpatiṃ kāṇḍarṣiṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke Prajapati als Seher des Veda-Abschnitts.

somaṃ kāṇḍarṣiṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke Soma als Seher des Veda-Abschnitts.

agniṃ kāṇḍarṣiṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke Agni als Seher des Veda-Abschnitts.

viśvān devān kāṇḍarṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Allgötter als Seher der Veda-Abschnitte.

10. Die besonderen Wissensüberlieferungen ehren
Die Schnur bleibt um den Hals. Gib zu den nächsten fünf Formeln je einmal Wasser von den Fingerspitzen.

sāṃhitīr devatā upaniṣadas tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Samhita-Gottheiten und ihre Upanishads.

yājñikīr devatā upaniṣadas tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Opfer-Gottheiten und ihre Upanishads.

vāruṇīr devatā upaniṣadas tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Varuna-Gottheiten und ihre Upanishads.

havyavāhaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Träger der Opfergaben.

viśvān devān kāṇḍarṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Allgötter als Seher der Veda-Abschnitte.

Gib mit der nächsten Formel zweimal Wasser über den Daumenballen, die Brahma-Handstelle.

brahmāṇaṃ svayambhuvaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den aus sich selbst entstandenen Brahma.

Gib bei den folgenden zwei Formeln wieder je zweimal Wasser über die Seher-Handstelle.

viśvān devān kāṇḍarṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Allgötter als Seher der Veda-Abschnitte.

aruṇān kāṇḍarṣīṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Aruna-Seher der Veda-Abschnitte.

Zu jedem der nächsten sieben Namen fließt einmal Wasser über die Fingerspitzen.

sadasaspatiṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Herrn der Versammlung.

ṛgvedaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Rigveda.

yajurvedaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Yajurveda.

sāmavedaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Samaveda.

atharvavedaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke den Atharvaveda.

itihāsapurāṇaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Itihasa- und Purana-Überlieferung.

kalpaṃ tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Lehre von der geordneten Ritualausführung.

11. Die allgemeinen Ahnenscharen ehren
Trage die Schnur nun als Prachinavita über der rechten Schulter. Gib bei jeder Formel dreimal Wasser zwischen Daumen und Zeigefinger.

somaḥ pitṛmān yamo 'ṅgirasvān agniḥ kavyavāhana ityādayo ye pitaras tān pitṝṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Ahnen, angefangen mit Soma, dem Ahnenverbundenen, Yama mit den Angiras und Agni als Träger der Ahnengaben.

sarvān pitṝṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Ahnen.

sarvapitṛgaṇāṃs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke alle Ahnenscharen.

sarvapitṛpatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Ahnen.

sarvapitṛgaṇapatnīs tarpayāmi |

Übersetzung: Ich erquicke die Gefährtinnen aller Ahnenscharen.

12. Die verstorbenen Familiengenerationen würdigen
Führe diesen Abschnitt nur gemäß der oben genannten Familienvoraussetzung aus. Die Schnur bleibt über der rechten Schulter. Gib jeweils dreimal Wasser über die Ahnen-Handstelle. Die allgemeinen Pluralformen dieser Vorlage benötigen keine Namenseinsätze.

pitṝn svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Väter.

pitāmahān svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großväter väterlicherseits.

prapitāmahān svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Urgroßväter väterlicherseits.

mātṝḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Mütter.

pitāmahīḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großmütter väterlicherseits.

prapitāmahīḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Urgroßmütter väterlicherseits.

mātāmahān svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großväter mütterlicherseits.

mātuḥ pitāmahān svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großväter der Mutter.

mātuḥ prapitāmahān svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Urgroßväter der Mutter.

mātāmahīḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großmütter mütterlicherseits.

mātuḥ pitāmahīḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Großmütter der Mutter.

mātuḥ prapitāmahīḥ svadhā namas tarpayāmi |

Übersetzung: Mit dem Ahnenruf Svadha und mit Verehrung erquicke ich die Urgroßmütter der Mutter.

13. Die Ahnen erquicken und den Wissensdienst widmen
Lass mit der folgenden Formel eine letzte Wassergabe fließen. Lege dann die Schnur wieder über die linke Schulter.

ūrjaṃ vahantīr amṛtaṃ ghṛtaṃ payaḥ kīlālaṃ parisrutaṃ svadhā stha tarpayata me pitṝn | tṛpyata tṛpyata tṛpyata ||

Übersetzung: Ihr Wasser tragt Nahrung, Unsterblichkeit, Ghee, Milch, süßen Trank und reinen Saft. Ihr seid die Ahnengabe; erquickt meine Ahnen. Seid erquickt, seid erquickt, seid erquickt.

kāyena vācā manasendriyair vā buddhyātmanā vā prakṛteḥ svabhāvāt | karomi yad yat sakalaṃ parasmai nārāyaṇāyeti samarpayāmi ||

Übersetzung: Was immer ich mit Körper, Sprache, Geist, Sinnen, Verstand oder aus meiner eigenen Natur heraus tue, bringe ich ganz dem höchsten Narayana dar.

14. Sich sammeln und Wasser nehmen
Vollziehe erneut Achamana: Nimm mit jedem der drei Namen einen kleinen Schluck sauberes Wasser aus der rechten Hand und wasche anschließend die Hand. Wenn du die oben erläuterte Anpassung verwendest, berühre wieder nur die Lippen.

oṃ acyutāya namaḥ |
oṃ anantāya namaḥ |
oṃ govindāya namaḥ ||

Übersetzung: Verehrung dem Unwandelbaren, dem Unendlichen und Govinda, dem Beschützer der Lebewesen.

Berühre beim folgenden Angavandana mit der rechten Hand die genannten Körperstellen. Sprich jeweils den betreffenden Namen; Augen und Nase werden nur von außen sanft berührt.

keśava |

Übersetzung: Keshava – berühre mit dem Daumen die rechte Wange.

nārāyaṇa |

Übersetzung: Narayana – berühre mit dem Daumen die linke Wange.

mādhava |

Übersetzung: Madhava – berühre mit dem Ringfinger die rechte Augenpartie.

govinda |

Übersetzung: Govinda – berühre mit dem Ringfinger die linke Augenpartie.

viṣṇu |

Übersetzung: Vishnu – berühre mit dem Zeigefinger die rechte Nasenseite.

madhusūdana |

Übersetzung: Madhusudana – berühre mit dem Zeigefinger die linke Nasenseite.

trivikrama |

Übersetzung: Trivikrama – berühre mit dem kleinen Finger das rechte Ohr.

vāmana |

Übersetzung: Vamana – berühre mit dem kleinen Finger das linke Ohr.

śrīdhara |

Übersetzung: Shridhara – berühre mit dem Mittelfinger die rechte Schulter.

hṛṣīkeśa |

Übersetzung: Hrishikesha – berühre mit dem Mittelfinger die linke Schulter.

padmanābha |

Übersetzung: Padmanabha – berühre mit vier Fingern die Brust.

dāmodara |

Übersetzung: Damodara – berühre mit allen fünf Fingern den Kopf.

oṃ tat sat brahmārpaṇam astu ||

Übersetzung: Om, das ist die Wirklichkeit. Es sei dem Brahman dargebracht.

Abschluss und Bedeutung

Gib das aufgefangene, unvermischte Wasser an einen sauberen Platz im Freien oder zu einer Pflanze und reinige die Gefäße. Der Dank an die Veden wird lebendig, wenn das Gelernte im Alltag verständig angewendet und freundlich weitergegeben wird. Eine passende persönliche Fortsetzung ist, nach der Feier einen kleinen Abschnitt der eigenen Schriftlektüre sorgfältig zu verstehen, statt nur weitere Worte anzuhäufen.

Sanskrit in Devanagari

Die Reihenfolge entspricht der Durchführung. Die Lautfolge ist ohne vedische Tonhöhenzeichen wiedergegeben; die mündlich erlernte Rezitationsweise bleibt maßgeblich.

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

केशव ।

नारायण ।

माधव ।

गोविन्द ।

विष्णु ।

मधुसूदन ।

त्रिविक्रम ।

वामन ।

श्रीधर ।

हृषीकेश ।

पद्मनाभ ।

दामोदर ।

शुक्लाम्बरधरं विष्णुं शशिवर्णं चतुर्भुजम् । प्रसन्नवदनं ध्यायेत् सर्वविघ्नोपशान्तये ॥

ॐ भूः ॐ भुवः ॐ सुवः ॐ महः ॐ जनः ॐ तपः ॐ सत्यम् ।
ॐ तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि धियो यो नः प्रचोदयात् ।
ॐ आपो ज्योती रसो ऽमृतं ब्रह्म भूर् भुवः सुवर् ॐ ॥

ममोपात्तसमस्तदुरितक्षयद्वारा श्रीपरमेश्वरप्रीत्यर्थं ब्रह्मयज्ञं करिष्ये । ब्रह्मयज्ञेन यक्ष्ये ॥

विद्युद् असि विद्य मे पाप्मानम् ऋतात् सत्यम् उपैमि ॥

ॐ अच्युताय नमः । ॐ अनन्ताय नमः । ॐ गोविन्दाय नमः ॥

ॐ भूः । तत् सवितुर् वरेण्यम् ।
ॐ भुवः । भर्गो देवस्य धीमहि ।
ॐ सुवः । धियो यो नः प्रचोदयात् ॥

ॐ भूः । तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि ।
ॐ भुवः । धियो यो नः प्रचोदयात् ॥

ॐ सुवः । तत् सवितुर् वरेण्यं भर्गो देवस्य धीमहि धियो यो नः प्रचोदयात् ॥

अग्निम् ईळे । मधुच्छन्दः । अग्निः । गायत्री ॥

Rigveda
हरिः ॐ । अग्निम् ईळे पुरोहितं यज्ञस्य देवम् ऋत्विजम् । होतारं रत्नधातमम् ॥ हरिः ॐ ॥

Yajurveda
हरिः ॐ । इषे त्वोर्जे त्वा वायवः स्थ पायवः स्थ देवो वः सविता प्रार्पयतु श्रेष्ठतमाय कर्मणे ॥ हरिः ॐ ॥

Samaveda
हरिः ॐ । अग्न आ याहि वीतये गृणानो हव्यदातये । नि होता सत्सि बर्हिषि ॥ हरिः ॐ ॥

Atharvaveda
हरिः ॐ । शं नो देवीर् अभिष्टय आपो भवन्तु पीतये । शं योर् अभि स्रवन्तु नः ॥ हरिः ॐ ॥

ॐ भूर् भुवः सुवः । सत्यं तपः श्रद्धायां जुहोमि ॥

ॐ नमो ब्रह्मणे नमो अस्त्व् अग्नये नमः पृथिव्यै नम ओषधीभ्यः । नमो वाचे नमो वाचस्पतये नमो विष्णवे बृहते करोमि ॥

ॐ नमो ब्रह्मणे नमो अस्त्व् अग्नये नमः पृथिव्यै नम ओषधीभ्यः । नमो वाचे नमो वाचस्पतये नमो विष्णवे बृहते करोमि ॥

ॐ नमो ब्रह्मणे नमो अस्त्व् अग्नये नमः पृथिव्यै नम ओषधीभ्यः । नमो वाचे नमो वाचस्पतये नमो विष्णवे बृहते करोमि ॥

वृष्टिर् असि वृश्च मे पाप्मानम् ऋतात् सत्यम् उपागाम् ॥

देवर्षिपितृतर्पणं करिष्ये ॥

ब्रह्मादयो ये देवास् तान् देवांस् तर्पयामि ।

सर्वान् देवांस् तर्पयामि ।

सर्वदेवगणांस् तर्पयामि ।

सर्वदेवपत्नीस् तर्पयामि ।

सर्वदेवगणपत्नीस् तर्पयामि ।

कृष्णद्वैपायनादयो ये ऋषयस् तान् ऋषींस् तर्पयामि ।

सर्वान् ऋषींस् तर्पयामि ।

सर्वर्षिगणांस् तर्पयामि ।

सर्वर्षिपत्नीस् तर्पयामि ।

सर्वर्षिगणपत्नीस् तर्पयामि ।

प्रजापतिं काण्डर्षिं तर्पयामि ।

सोमं काण्डर्षिं तर्पयामि ।

अग्निं काण्डर्षिं तर्पयामि ।

विश्वान् देवान् काण्डर्षींस् तर्पयामि ।

सांहितीर् देवता उपनिषदस् तर्पयामि ।

याज्ञिकीर् देवता उपनिषदस् तर्पयामि ।

वारुणीर् देवता उपनिषदस् तर्पयामि ।

हव्यवाहं तर्पयामि ।

विश्वान् देवान् काण्डर्षींस् तर्पयामि ।

ब्रह्माणं स्वयम्भुवं तर्पयामि ।

विश्वान् देवान् काण्डर्षींस् तर्पयामि ।

अरुणान् काण्डर्षींस् तर्पयामि ।

सदसस्पतिं तर्पयामि ।

ऋग्वेदं तर्पयामि ।

यजुर्वेदं तर्पयामि ।

सामवेदं तर्पयामि ।

अथर्ववेदं तर्पयामि ।

इतिहासपुराणं तर्पयामि ।

कल्पं तर्पयामि ।

सोमः पितृमान् यमो ऽङ्गिरस्वान् अग्निः कव्यवाहन इत्यादयो ये पितरस् तान् पितॄंस् तर्पयामि ।

सर्वान् पितॄंस् तर्पयामि ।

सर्वपितृगणांस् तर्पयामि ।

सर्वपितृपत्नीस् तर्पयामि ।

सर्वपितृगणपत्नीस् तर्पयामि ।

पितॄन् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

पितामहान् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

प्रपितामहान् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातॄः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

पितामहीः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

प्रपितामहीः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातामहान् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातुः पितामहान् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातुः प्रपितामहान् स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातामहीः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातुः पितामहीः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

मातुः प्रपितामहीः स्वधा नमस् तर्पयामि ।

ऊर्जं वहन्तीर् अमृतं घृतं पयः कीलालं परिस्रुतं स्वधा स्थ तर्पयत मे पितॄन् । तृप्यत तृप्यत तृप्यत ॥

कायेन वाचा मनसेन्द्रियैर् वा बुद्ध्यात्मना वा प्रकृतेः स्वभावात् । करोमि यद् यत् सकलं परस्मै नारायणायेति समर्पयामि ॥

ॐ अच्युताय नमः ।
ॐ अनन्ताय नमः ।
ॐ गोविन्दाय नमः ॥

केशव ।

नारायण ।

माधव ।

गोविन्द ।

विष्णु ।

मधुसूदन ।

त्रिविक्रम ।

वामन ।

श्रीधर ।

हृषीकेश ।

पद्मनाभ ।

दामोदर ।

ॐ तत् सत् ब्रह्मार्पणम् अस्तु ॥

Quellen

Die Veda-Anfänge sind hier die vom Prayoga ausdrücklich bestimmte tägliche Auswahl, keine Anweisung zur anschließenden vollständigen Veda-Rezitation. Die Devanagari-Wiedergabe folgt derselben ausgewählten Lautfolge ohne Tonzeichen.

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