Kali Homa – Feuergebet für Loslassen und Zuversicht
Kali Homa – Feuergebet für Loslassen und Zuversicht ist eine häusliche Feuerverehrung für Menschen, die an einer belastenden Gewohnheit oder an übermäßiger Sorge festhalten und wieder Vertrauen finden möchten. Kali wird als göttliche Mutter verehrt, der auch das eigene Bedürfnis nach Kontrolle anvertraut werden kann. Im Mittelpunkt steht ihre Gestalt Dakshina Kali: Wiederholte kleine Gaben führen zur Purnahuti, der Hingabe des eigenen Daseins, und anschließend zum stillen Verweilen bei ihrem Namen.

Diese Anleitung zum Kali Homa folgt der modernen, ausdrücklich vereinfachten Hausfassung Simplest Kaali Homa aus der EasyHoma-Reihe von P. V. R. Narasimha Rao. Sie ist für die persönliche häusliche Praxis gedacht; eine Priesterrolle wird darin nicht verlangt. Das Handbuch nennt als mögliche Zeiten täglich, samstags, am Wochenende oder an Amavasya, dem Neumondtag. Eine feste Uhrzeit ist nicht vorgeschrieben; der Vorbereitungshinweis empfiehlt frühes Aufstehen. Ein sicher eingerichteter Feuerplatz im Freien eignet sich besonders. Sieben Anfangsgaben, Hauptverehrung, sechs Schlussgaben, vollständige Hingabe und Meditation bilden einen geschlossenen Ablauf.
Vorbereitung und Materialien
Bade oder wasche dich und ziehe saubere, bequeme Kleidung an. Das Handbuch empfiehlt Ruhe, ausreichenden Schlaf und bereits am Vortag vegetarische, alkoholfreie Lebensführung. Die Feiernde oder der Feiernde spricht und opfert selbst; eine helfende Person kann Material reichen. Die eigenständige Kurzfassung verwendet keine zusätzlich vorausgesetzte ausführliche Tempelliturgie.
Bereite eine saubere, trockene, hitzebeständige Feuerschale auf feuerfester Unterlage vor. Dazu kommen trockene Kokosstücke oder unbehandeltes trockenes Brennholz, Streichhölzer und gegebenenfalls etwas Kampfer; geschmolzenes Ghee (bzw. Pflanzenöl) in einem Metallgefäß mit eigenem Opferlöffel; Wasser mit einem zweiten Löffel sowie eine Auffangschale. Optional liegen Sesam und ungesalzene Nüsse für die Hauptgaben bereit. Stelle eine letzte etwas größere, zur kleinen Feuerstelle passende Gabe getrennt bereit. Pflanzenöl ist die auch im Handbuch zugelassene heutige Alternative. Es wird keine Lampe benötigt.
Halte brennbare Gegenstände und weite Kleidung vom Feuer fern. Innenräume kommen nur mit geeigneter Feuerstelle und ausreichender Lüftung infrage. Zange, sichere Löffelablage und Löschmittel gehören zur praktischen Einrichtung. Die Quellfassung ist eine kleine häusliche Feuerverehrung; dimensioniere Brennstoff und Gaben entsprechend. Bija-Silben wie Om oder die Silben in den Hauptmantras werden als heilige Klangformen rezitiert, nicht als gewöhnliche Wörter übersetzt.
Vollständiger Ablauf
1. Den Vorsatz mit Wasser bekräftigen
Setze dich mit Blick nach Osten vor das Homa Kunda. Nimm mit dem Wasserlöffel wenig Wasser in die rechte Hand. Sprich den Sankalpa; lass anschließend das Wasser über die Fingerspitzen vor dir auf sauberen Boden oder in die bereitgestellte Auffangschale fließen. Die Quelle erlaubt, den Vorsatz stattdessen in einer vertrauten Sprache zu sprechen.
bhūloke dharmasthāpanārthaṃ sarveṣāṃ janānāṃ sukhaśāntisiddhyarthaṃ kāḷī homakarma yathāśakti kariṣye
Bedeutung: Zur Festigung des Dharma auf Erden und zur Verwirklichung von Glück und Frieden für alle Menschen werde ich nach meinen Möglichkeiten das Kali-Homa ausführen.
2. Das Feuer entzünden
Lege einige kleine trockene Kokosstücke oder Zweige in die Feuerschale. Entzünde sie mit dem Zündmittel; ein wenig Kampfer kann als Zündhilfe dienen. Bitte innerlich das heilige Feuer, die Verehrung zu tragen, und sprich beim Entzünden:
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.
3. Anfangsgabe an Prajapati
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei Bewusstsein dem Göttlichen an.
oṃ prajāpataye svāhā
Bedeutung: Prajapati sei diese Gabe dargebracht.
4. Anfangsgabe an Indra
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei inspirierte Wahrnehmung dem Göttlichen an.
oṃ indrāya svāhā
Bedeutung: Indra sei diese Gabe dargebracht.
5. Anfangsgabe an Agni
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei geordnetes Denken dem Göttlichen an.
oṃ agnaye svāhā
Bedeutung: Agni sei diese Gabe dargebracht.
6. Anfangsgabe an Soma
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei Fühlen und Intuition dem Göttlichen an.
oṃ somāya svāhā
Bedeutung: Soma sei diese Gabe dargebracht.
7. Anfangsgabe an die drei Welten
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei das Bewusstsein der körperlichen, geistigen und spirituellen Welt dem Göttlichen an.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe sei dargebracht.
8. Anfangsgabe an Ganesha
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei vorausschauendes Handeln und das Vermeiden von Hindernissen dem Göttlichen an.
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Gam: Verehrung Ganapati; diese Gabe sei dargebracht.
9. Anfangsgabe an Varuna
Gib bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) in die Flamme. In der inneren Deutung dieses Handbuchs vertraust du dabei Ausdauer beim Überwinden von Schwierigkeiten dem Göttlichen an.
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Vam: Verehrung Varuna; diese Gabe sei dargebracht.
10. Hauptgebet: Dakshina Kalika
Vergegenwärtige dir Kali im Feuer und stelle dir vor, wie die Gabe angenommen wird. Sprich das folgende Gebet und gib beim abschließenden svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl), etwas Sesam oder ein kleines ungesalzenes Nussstück in die Flamme. Für die durchgehende Hauptfassung verwende dieses erste Gebet. Wiederhole es ruhig so oft, wie deine Zeit und Kraft es erlauben; eine Mindestzahl schreibt das Handbuch nicht vor. Die nachfolgenden Hauptgebete sind vollständig angegebene Alternativen. Wähle sie gegebenenfalls vor Beginn anstelle der ersten Formel. Wenn du mehrere verwendest, sprich sie nacheinander und bringe für jede vollständige Rezitation eine Gabe dar.
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika; diese Gabe sei dargebracht.
11. Alternative: Kalis Keimsilbe
Vergegenwärtige dir Kali im Feuer und stelle dir vor, wie die Gabe angenommen wird. Sprich das folgende Gebet und gib beim abschließenden svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl), etwas Sesam oder ein kleines ungesalzenes Nussstück in die Flamme.
krīṃ svāhā
Bedeutung: Krim: heilige Keimsilbe Kalis; diese Gabe sei dargebracht.
12. Alternative: Kalika unmittelbar anrufen
Vergegenwärtige dir Kali im Feuer und stelle dir vor, wie die Gabe angenommen wird. Sprich das folgende Gebet und gib beim abschließenden svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl), etwas Sesam oder ein kleines ungesalzenes Nussstück in die Flamme.
krīṃ kāḷike svāhā
Bedeutung: Krim, o Kalika: Diese Gabe sei dargebracht.
13. Alternative: Dakshina Kali mit drei Keimsilben
Vergegenwärtige dir Kali im Feuer und stelle dir vor, wie die Gabe angenommen wird. Sprich das folgende Gebet und gib beim abschließenden svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl), etwas Sesam oder ein kleines ungesalzenes Nussstück in die Flamme.
krīṃ hūṃ hrīṃ dakṣiṇe kāḷike krīṃ hūṃ hrīṃ svāhā
Bedeutung: Krim, Hum, Hrim, o Dakshina Kalika, Krim, Hum, Hrim: Diese Gabe sei dargebracht. Die Keimsilben werden als heilige Klangformen gesprochen.
14. Schlussgabe an Agni
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei körperliches Erleben.
oṃ bhūḥ agnaye svāhā
Bedeutung: Om, Erde: Agni sei diese Gabe dargebracht.
15. Schlussgabe an Vayu
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei geistiges Erleben.
oṃ bhuvaḥ vāyave svāhā
Bedeutung: Om, Zwischenraum: Vayu sei diese Gabe dargebracht.
16. Schlussgabe an Surya
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei spirituelles Erleben.
oṃ suvaḥ sūryāya svāhā
Bedeutung: Om, Himmel: Surya sei diese Gabe dargebracht.
17. Schlussgabe an die drei Welten
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei alles in dir Entstehende an Prajapati.
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe sei dargebracht.
18. Schlussgabe an Vishnu
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei alles in dir Erhaltene an Vishnu.
oṃ viṣṇave svāhā
Bedeutung: Vishnu sei diese Gabe dargebracht.
19. Schlussgabe an Rudra
Bringe bei svāhā einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) dar. Nach der inneren Deutung des Handbuchs übergibst du dabei alles in dir Vergehende an Rudra.
oṃ rudrāya svāhā
Bedeutung: Rudra sei diese Gabe dargebracht.
20. Die vollständige Hingabe – Purnahuti
Nimm das bereitgelegte etwas größere, zur kleinen Flamme passende Kokosstück, eine Nuss oder einen Zweig. Bringe diese letzte größere Gabe bei svāhā dar. Vertraue bei dieser Purnahuti dein ganzes Dasein Kali an.
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ svāhā
Bedeutung: Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika; diese Gabe sei dargebracht.
21. Dem siebenzüngigen Feuer danken
Bringe noch einen kleinen Tropfen Ghee (bzw. Pflanzenöl) für Agni dar.
oṃ agnaye saptavate svāhā
Bedeutung: Om, Agni, dem siebenzüngigen Feuer, sei diese Gabe dargebracht.
22. In der Gegenwart der Gottheit verweilen
Lege den Löffel sicher ab. Verweile in Meditation und wiederhole innerlich das folgende Mantra, solange es für dich stimmig ist. Dabei werden keine weiteren Gaben dargebracht.
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ
Bedeutung: Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika.
23. Frieden wünschen
Sprich den Friedensruf und beziehe dich selbst und alle anderen in diesen Wunsch ein.
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Bedeutung: Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Nachklang und Aufräumen
Frage dich als persönliche Nachwirkung, welche Sorge du für heute ruhen lassen kannst. Verbinde das Loslassen mit einer überschaubaren guten Handlung, die tatsächlich in deiner Macht liegt.
Lass das Feuer beaufsichtigt ausbrennen und die Asche vollständig erkalten. Reinige danach die Geräte. Nicht geopferte saubere Lebensmittel bleiben zur Verwendung übrig; ins Feuer gegebene Stoffe werden nicht als Speise entnommen. Eine gesonderte Speiseweihung mit verteilbarem Prasad sieht diese Kurzfassung nicht vor. Sauberes Restwasser kann an eine Pflanze gegeben werden; das aufgefangene Vorsatzwasser gibst du an einen sauberen Ort. Diese Handhabung nach dem Ritual ist eine praktische Ergänzung.
Vollständige Rezitationsanhänge
Die Nummern entsprechen dem Ablauf. Die Hauptgebete sind Alternativen; Wiederholungen betreffen den gewählten Hauptteil. Anfangs- und Schlussgaben werden jeweils einmal gesprochen. Die Rezitationen für Purnahuti und Meditation sind vollständig wiederholt.
IAST
1. Den Vorsatz mit Wasser bekräftigen
bhūloke dharmasthāpanārthaṃ sarveṣāṃ janānāṃ sukhaśāntisiddhyarthaṃ kāḷī homakarma yathāśakti kariṣye
2. Das Feuer entzünden
oṃ bhūr bhuvaḥ suvar oṃ
3. Anfangsgabe an Prajapati
oṃ prajāpataye svāhā
4. Anfangsgabe an Indra
oṃ indrāya svāhā
5. Anfangsgabe an Agni
oṃ agnaye svāhā
6. Anfangsgabe an Soma
oṃ somāya svāhā
7. Anfangsgabe an die drei Welten
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā
8. Anfangsgabe an Ganesha
oṃ gaṃ gaṇapataye namaḥ svāhā
9. Anfangsgabe an Varuna
oṃ vaṃ varuṇāya namaḥ svāhā
10. Hauptgebet: Dakshina Kalika
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ svāhā
11. Alternative: Kalis Keimsilbe
krīṃ svāhā
12. Alternative: Kalika unmittelbar anrufen
krīṃ kāḷike svāhā
13. Alternative: Dakshina Kali mit drei Keimsilben
krīṃ hūṃ hrīṃ dakṣiṇe kāḷike krīṃ hūṃ hrīṃ svāhā
14. Schlussgabe an Agni
oṃ bhūḥ agnaye svāhā
15. Schlussgabe an Vayu
oṃ bhuvaḥ vāyave svāhā
16. Schlussgabe an Surya
oṃ suvaḥ sūryāya svāhā
17. Schlussgabe an die drei Welten
oṃ bhūr bhuvaḥ suvaḥ svāhā
18. Schlussgabe an Vishnu
oṃ viṣṇave svāhā
19. Schlussgabe an Rudra
oṃ rudrāya svāhā
20. Die vollständige Hingabe – Purnahuti
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ svāhā
21. Dem siebenzüngigen Feuer danken
oṃ agnaye saptavate svāhā
22. In der Gegenwart der Gottheit verweilen
oṃ krīṃ dakṣiṇa kāḷikāyai namaḥ
23. Frieden wünschen
oṃ śāntiḥ śāntiḥ śāntiḥ
Devanagari
1. Den Vorsatz mit Wasser bekräftigen
भूलोके धर्मस्थापनार्थं सर्वेषां जनानां सुखशान्तिसिद्ध्यर्थं काळी होमकर्म यथाशक्ति करिष्ये
2. Das Feuer entzünden
ॐ भूर् भुवः सुवर् ॐ
3. Anfangsgabe an Prajapati
ॐ प्रजापतये स्वाहा
4. Anfangsgabe an Indra
ॐ इन्द्राय स्वाहा
5. Anfangsgabe an Agni
ॐ अग्नये स्वाहा
6. Anfangsgabe an Soma
ॐ सोमाय स्वाहा
7. Anfangsgabe an die drei Welten
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा
8. Anfangsgabe an Ganesha
ॐ गं गणपतये नमः स्वाहा
9. Anfangsgabe an Varuna
ॐ वं वरुणाय नमः स्वाहा
10. Hauptgebet: Dakshina Kalika
ॐ क्रीं दक्षिण काळिकायै नमः स्वाहा
11. Alternative: Kalis Keimsilbe
क्रीं स्वाहा
12. Alternative: Kalika unmittelbar anrufen
क्रीं काळिके स्वाहा
13. Alternative: Dakshina Kali mit drei Keimsilben
क्रीं हूं ह्रीं दक्षिणे काळिके क्रीं हूं ह्रीं स्वाहा
14. Schlussgabe an Agni
ॐ भूः अग्नये स्वाहा
15. Schlussgabe an Vayu
ॐ भुवः वायवे स्वाहा
16. Schlussgabe an Surya
ॐ सुवः सूर्याय स्वाहा
17. Schlussgabe an die drei Welten
ॐ भूर् भुवः सुवः स्वाहा
18. Schlussgabe an Vishnu
ॐ विष्णवे स्वाहा
19. Schlussgabe an Rudra
ॐ रुद्राय स्वाहा
20. Die vollständige Hingabe – Purnahuti
ॐ क्रीं दक्षिण काळिकायै नमः स्वाहा
21. Dem siebenzüngigen Feuer danken
ॐ अग्नये सप्तवते स्वाहा
22. In der Gegenwart der Gottheit verweilen
ॐ क्रीं दक्षिण काळिकायै नमः
23. Frieden wünschen
ॐ शान्तिः शान्तिः शान्तिः
Deutsch
1. Den Vorsatz mit Wasser bekräftigen
Zur Festigung des Dharma auf Erden und zur Verwirklichung von Glück und Frieden für alle Menschen werde ich nach meinen Möglichkeiten das Kali-Homa ausführen.
2. Das Feuer entzünden
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel, Om.
3. Anfangsgabe an Prajapati
Prajapati sei diese Gabe dargebracht.
4. Anfangsgabe an Indra
Indra sei diese Gabe dargebracht.
5. Anfangsgabe an Agni
Agni sei diese Gabe dargebracht.
6. Anfangsgabe an Soma
Soma sei diese Gabe dargebracht.
7. Anfangsgabe an die drei Welten
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe sei dargebracht.
8. Anfangsgabe an Ganesha
Om, Gam: Verehrung Ganapati; diese Gabe sei dargebracht.
9. Anfangsgabe an Varuna
Om, Vam: Verehrung Varuna; diese Gabe sei dargebracht.
10. Hauptgebet: Dakshina Kalika
Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika; diese Gabe sei dargebracht.
11. Alternative: Kalis Keimsilbe
Krim: heilige Keimsilbe Kalis; diese Gabe sei dargebracht.
12. Alternative: Kalika unmittelbar anrufen
Krim, o Kalika: Diese Gabe sei dargebracht.
13. Alternative: Dakshina Kali mit drei Keimsilben
Krim, Hum, Hrim, o Dakshina Kalika, Krim, Hum, Hrim: Diese Gabe sei dargebracht. Die Keimsilben werden als heilige Klangformen gesprochen.
14. Schlussgabe an Agni
Om, Erde: Agni sei diese Gabe dargebracht.
15. Schlussgabe an Vayu
Om, Zwischenraum: Vayu sei diese Gabe dargebracht.
16. Schlussgabe an Surya
Om, Himmel: Surya sei diese Gabe dargebracht.
17. Schlussgabe an die drei Welten
Om, Erde, Zwischenraum und Himmel: Diese Gabe sei dargebracht.
18. Schlussgabe an Vishnu
Vishnu sei diese Gabe dargebracht.
19. Schlussgabe an Rudra
Rudra sei diese Gabe dargebracht.
20. Die vollständige Hingabe – Purnahuti
Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika; diese Gabe sei dargebracht.
21. Dem siebenzüngigen Feuer danken
Om, Agni, dem siebenzüngigen Feuer, sei diese Gabe dargebracht.
22. In der Gegenwart der Gottheit verweilen
Om, Krim: Verehrung Dakshina Kalika.
23. Frieden wünschen
Om, Frieden, Frieden, Frieden.
Quellen und verwandte Themen
- P. V. R. Narasimha Rao / EasyHoma: Simplest Kaali Homa, vollständiges Handbuch, S. 1–3.
- Parallelfassung mit Devanagari-Mantras.
- Siehe auch: Homa, Agni, Bhakti, Kali.
Die südindische Lautschreibung der Quelle wird beibehalten: kāḷī und kāḷikā mit retroflexem ḷ, entsprechend dem Devanagari-Zeichen ळ. Das lateinische ḻ der Vorlage ist hierfür als ḷ gesetzt. Die vier Hauptmantras sind Alternativen; Purnahuti und Meditation verwenden die ausdrücklich dafür angegebene Dakshina-Kalika-Formel.
Die Vor- und Nachhandlungen folgen derselben Kurzfassung wie die Hauptgebete. Die Sanskritrezitationen sind in IAST und Devanagari gesetzt; die zusammenhängend gedruckten Weltenrufe sind zur leichteren Lesbarkeit in Wörter getrennt. Bija-Silben bleiben Klangformen. Die persönlichen Anregungen nach der Feier ergänzen den Quellenablauf.
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